27. April 2017

09.15 Uhr Der unrühmliche Abgang des Generals

Walter Spindler, *1954, General der Bundeswehr, wurde kurz vor Erreichen des Ruhestandes seines Amtes enthoben.

Walter Spindler hat weder geheime Aufmarschpläne der NATO an den Feind verraten, noch hat er versucht, Bundeswehrgerät an internationale Waffenhändler zu verschieben.

Er hat nur seinen Dienst versehen und dabei militärische Gepflogenheiten und Bräuche so bewertet, wie sie es verdienen: Als unvermeidliche und letztlich dem Ausbildungsziel dienliche Geschehnisse, bei denen man, solange sie nicht total aufufern, beide Augen geschlossen halten sollte.

Nun heißt es aus dem Bendlerblock, er habe sich nicht genug eingesetzt, um "Vorgänge" und "Übergriffe" aufzuklären, und müsse deshalb gehen.

Reden wir Tacheles, Frau von der Leyen.

Mit der Entscheidung, den Chefausbilder des Heeres zu suspendieren, weil er zu lasch ermittelt habe, machen Sie es sich zu leicht. Die Begründung für diese Entscheidung erscheint mir viel zu einfach, um wahr sein zu können.


26. April 2017

09.30 Uhr G20 Damenprogramm - Macho-Ansichten

Früher war es die Rolle der auf Staatskosten mitreisenden Damen, sich abseits der Treffen der großen Anführer auf Besichtigungstour zu begeben und beim Kaffee im Schlosshof mit Udo Jürgens "... aber bitte mit Sahne..." zu stöhnen.

Das war eine Verabredung zur allgemeinen Zufriedenheit. Die Herren hatten ihren Gipfelspaß und die Damen waren in guter Obhut und konnten nicht -allein zu Haus - auf dumme Gedanken kommen.

Doch die Zeiten haben sich geändert. Landschaftsgenuss, Kulturdarbietungen und Kaffeetrinken mit sorgfältig abgespreiztem kleinem Finger sind nicht mehr genug. Ein Jahrhundert nachdem Emmeline Pankurst in Großbritannien die "Women's Social an Political Union" aus der Taufe gehoben hat, haben die Suffragetten nicht nur ihre eigene Fußball-Weltmeisterschaft, von der böse Zungen behaupten, es handle sich um zweimal 45 Minuten Zeitlupe - sondern auch ihren eigenen großen G20-Gipfel.

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25. April 2017

08.00 Uhr Die trübe Glaskugel der Bundesbank

Wenn sich die Bundesbanker langweilen, steigen sie hinauf in den Astronomieturm, wo unter der Obhut von Professor Sybill Trelawney jene alte Glaskugel aufbewahrt wird, in der sich manchmal die ungewisse Zukunft spiegelt.

Diesmal haben sie gesehen, dass sich die Alten in Deutschland ausbreiten und mit ihrer Ausbreitung das Wachstum zurückdrängen. Nur 0,75 Prozent jährliches Wachstum für die Jahre 2021 bis 2025 hatten in der noch Kugel Platz.

Um nicht in den Ruf zu kommen, Alte gegen Junge aufzuhetzen, kleideten sie ihre Warnung vor den mageren Jahren jedoch in diese Worte:

Die Zahl der erwerbsfähigen Personen sinkt deutlich.

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(enthält auch eine Anmerkung zum ZDF-Propagandafilm "Im Tunnel" von gestern Abend)


24. April 2017

(Der heutige Tageskommentar gliedert sich in einen lustigen, satirischen Teil und einen gar nicht lustigen, ernsthaften Teil. Letzterer ist auch als PDF verlinkt.)

09.30 Uhr Russische Hacker sabotieren Kölner Großdemo

Unvorstellbares Entsetzen stand in den Gesichtern der führenden Toleranzbolzen als am Morgen des 22. April allmählich klar wurde, dass über 80 Prozent der Plätze in der eigentlich ausverkauften Heumarkt-Arena leerbleiben würden. Ein Heer von 50.000 Aktiven hatte sich angemeldet, doch nicht einmal jeder Fünfte erreichte das Aufmarschgebiet. Fast sah es so aus, als übersteige die Zahl der Sicherheitskräfte die Zahl der Demonstranten.

Heute morgen kam Licht ins Dunkel.

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23. April 2017

 

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


22. April 2017

13.00 Uhr Welttag des unmittelbaren Speichermediums

Wäre es nicht schön, die Festplatte oder den USB-Stick oder die Speicherkarte einfach in die Hand zu nehmen und schon erschienen alle Inhalte direkt in jenen Zonen der Großhirnrinde, die das Wachbewusstsein mit Informationen speisen?

Noch ist die Technik nicht so weit. Die Digitalisierung hat zwar Speichermedien hervorgebracht, die unglaubliche Mengen von Informationen aufbewahren können, doch ohne die Zwischenschaltung eines auf Stromversorgung angewiesenen Lese-Mediums bleiben sie nichts als geheimnisvolle "Black-Boxes".

Es gibt jedoch seit Jahrhunderten Speichermedien, die ihren Inhalt unmittelbar preisgeben, ohne dass dazu Technik erforderlich wäre - und diese Dinosaurier der Informationsbewahrung werden morgen geehrt, mit einem "Welttag des Buches".

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21. April 2017

11.00 Uhr Wohlmeinende Kommentierung

Gestern habe ich im PaD 15 /2017 die bevorstehende Straßenschlacht in Köln thematisiert. Heute scheint es mir, ich sei damit vollkommen falsch gelegen. Was ich an Artikeln der Qualitätspresse dazu gelesen habe, ist dazu angetan, meinen Alarmismus zu widerlegen.

Der Kölner Stadtanzeiger beschreibt ausführlich, ja beinahe genüsslich, die geplanten Demonstrationen und Marschrouten und fragt am Ende sehr verwundert: "Warum befürchtet die Polizei Ausschreitungen?" Darauf folgt die Frage: "Wie konkret ist die Gefahr?", und die Antwort, "Das lässt sich schwer einschätzen", denn die Antifa versichere, keine Hinweise darauf zu haben, dass Menschen nach Köln kämen, um Gewalt auszuüben.

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20. April 2017

13.30 Uhr Straßenschlacht mit Ansage

Am Wochenende will die AfD ihren Parteitag im Kölner Maritim Hotel veranstalten. Dies ist ein legitimes Vorhaben. Das antifaschistische Aktionsbündnis "Köln gegen Rechts" hat alle Vorbereitungen getroffen, um gegen diesen Parteitag zu demonstrieren. Auch das ist ein legitimes Vorhaben. Wieso sollte es also zu Straßenschlachten kommen?

Man kann darauf nicht einfach antworten: "Weil die Antifa das will." Die Gemengelage ist unübersichtlicher, denn "die Antifa" ist als solche nicht greifbar. "Antifa" ist so eine Art Graswurzelbewegung von links, wobei noch nicht einmal klar ist, wie "links" die einzelnen Gruppen, Gruppierungen und Zellen der Antifa eigentlich sind.

Allerdings sind die Gruppierungen der Antifa keineswegs isolierte, ausgegrenzte Vereinigungen, sondern fast durchweg eng mit den kommunalen und regionalen politischen Kräften in den Parlamenten und Entscheidungsgremien öffentlicher Einrichtungen vernetzt und beziehen von daher in nicht unerheblichem Umgang Fördermittel aus Steuergeldern.


19. April 2017

07.00 Uhr Wenn sich die "Goldseiten" um das Sozialsystem sorgen

Die "Goldseiten" bemühen sich, ihren Lesern die Geldanlage in Gold schmackhaft zu machen. Dagegen wäre ja nichts einzuwenden. Der eine legt sich Wein in den Keller, der andere hängt sich Bilder an die Wände und wieder ein anderer erfreut sich am kalten Glanz des Goldes.

Wenn Werbung für Gold aber mit den übelsten Tricks von Drückerkolonnen durch Schüren massiver Ängste gemacht wird, dann habe ich dagegen etwas einzuwenden.

So hat gestern ein Dr. Dietmar Siebholz wortreich auf den "Goldseiten" erklärt, dass in Anbetracht der Form der Bevölkerungspyramide, der gestiegenen durchschnittlichen Lebenserwartung und der kürzer gewordenen Lebensarbeitszeit mit tödlicher Sicherheit zu wissen sei, dass "alle Rechnungen, alle gesetzlichen Änderungsversuche" an den Sozialsystemen zum Scheitern verurteilt seien.

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18. April 2017

14.00 Uhr Das Allerneueste

Gestern Abend habe ich endgültig Redaktionsschluss für "EWK - Zur Lage" Ausgabe April 2017 erklärt. Die Tage vorher waren voller bemerkenswerter Ereignisse - und mit dem Sieg Erdogans beim Referendum über die Verfassungsänderung schien mir die Gelegenheit günstig, diesen Strich zu ziehen.

Nun heißt es heute aus London, Theresa May wolle Neuwahlen ausschreiben lassen, und Donald Trump habe den Kampf gegen den IS nun auch in Somalia auf seine Fahnen geschrieben.

Die Begründung für die Neuwahlen in Groß-Brexitannien leuchtet mir nicht ganz ein. Das Volk wurde gefragt und hat entschieden, und May hat eine ausreichende Mehrheit im Unterhaus, so dass Störungen des Austrittsprozesses durch die Opposition eigentlich auszuhalten sein müssten. Außerdem: Sollten die Torys ein paar Stimmen mehr erhalten, wäre das zwar schön, würde die bereits bestehende Ausgangssituation aber nur kosmetisch verändern. Sollte sich bei Neuwahlen aber eine Niederlage der Regierungspartei abzeichnen, könnte das den Brexit tatsächlich noch einmal zu einer Zitterpartie machen.

Donald Trumps neuerliche militärische Einmischung ist hingegen folgerichtig, wie sich überhaupt der Angriff auf den syrischen Militärflughafen, der Abwurf der Mutter aller Bomben in Afghanistan und der Flottenaufmarsch vor der nordkoreanischen Küste sehr gut in einen logischen Zusammenhang bringen lassen, der nicht im Widerspruch zu seinen Wahlversprechen steht.

Die Argumentation dazu habe ich in der jüngsten Ausgabe von EWK - Zur Lage heute veröffentlicht. Ich würdige darin auch das Abstimmungsergebnis in der Türkei, weise auf den Beginn eines vielversprechenden Trends in Lateinamerika hin, beleuchte die Situation in Frankreich, eine Woche vor der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen, schüttle den Kopf über "Pulse of Europa", Gänsestopfleber und jenes terroristische Großereignis in dem ein wie durch ein Wunder kaum beschädigter Mannschaftsbus die Hauptrolle spielt.

EWK-Zur Lage erscheint im Abstand von etwa 2 Monaten und steht - neben meinen vielen "kostenlos-Angeboten" - nur gegen einen kleinen Obulus zur Verfügung. Genauer gesagt: 10.00 Euro für mich - und 1,90 Euro Mehrwersteuer für den Fiskus.

 


17. April 2017
16. April 2017

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


15. April 2017
14. April 2017
13. April 2017

14.00 Uhr Frohe Ostern 2017

Die Nachrichten der letzten Tage, angefangen mit dem Angriff auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt, haben mich sprachlos gemacht. Sprachlos, weil ich dem alten Motto folge:

"Vor Inbetriebnahme des Mundwerks: Hirn einschalten nicht vergessen!"

Das Hirn arbeitet. Immer noch. Es kommt zu keinem schlüssigen Ergebnis. Die erhältlichen Informationen sind unzureichend, und was auf dem Tisch liegt, ist widersprüchlich. Die vielen Meinungen und Spekulationen, die verbreitet wurden und werden, laufen - auf der gleichen unzureichenden Datenbasis - so weit auseinander, wie selten beim Auftreten eines unerwarteten und zugleich wichtigen Ereignisses. Ich mag mich keiner dieser Spekulationen anschließen, obwohl wiederum keine vollkommen unwahrscheinlich erscheint.

Ich habe daher in den letzten Tagen sehr viel Zeit mit anstrengender körperlicher Arbeit im Garten verbracht. Da kann das Hirn im Hintergrund ungestört weiterwursteln, während sich bekannte und unbekannte Muskeln mit ihren Katern anfreunden. Geschrieben habe ich nichts. Auch EWK-Zur Lage, die im April wieder fällige Zusammenfassung der aktuellen Trends, ist noch nicht wirklich begonnen.

Vom Besuch des amerikanischen Außenministers in Moskau ist auch nichts Neues nach außen gedrungen, außer, dass man sich im Luftraum über Syrien wieder abstimmen und irgendwie doch - mit und ohne Assad - zusammenarbeiten will.

Ich wage daher die vorsichtige Prognose, dass der selbstgemachte Weltuntergang noch einmal für eine Weile verschoben worden ist.


12. April 2017
11. April 2017
10. April 2017
9. April 2017

Vor den Sonntagsbildern ein Warnhinweis:

Bitte tilgen Sie ab sofort das Wort "Landsleute" aus Ihrem Sprachschatz!

Es ist nur zu Ihrem Besten.

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Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


8. April 2017
7. April 2017

10.30 Uhr Glückwunsch, Donald! Endlich machst Du etwas richtig!

Die freie Presse der freien Welt, dem freiesten Präsidenten des freiesten Landes der Welt freiwillig unterstellt, kann endlich tief durchatmen. Donald Trump hat es getan.
Ob er seinem chinesischen Gast Xi, gemeinsam vor einem Großbildbildschirm Tee trinkend, Live-Bilder vom Einschlagen der 59 Marschflugkörper zeigen konnte, ist nicht überliefert, aber es wäre sicher eine total gute Showeinlage gewesen, um über das wirtschaftliche Kräftemessen hinaus auch den militärischen Arm der Republikanischen Partei auf den Verhandlungstisch zu legen.

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6. April 2016

09.15 Uhr Ich will nicht auch noch über die Anstalt schreiben

Als der Priol die Anstalt noch gemacht hat, war es eine Irrenanstalt, oder, wie man heute sagen würde, eine Psychiatrische Klinik. Der Chefarzt hatte, wie es sich für einen Psychiater gebührt, eine ebenso heftige Macke wie die Insassen, doch hin und wieder auch die lichteren Momente.

So eine Priol-Anstalt war eine Parodie, eine maßlose Überzeichnung und ein nicht enden wollendes, beglückendes und befreiendes Merkel-Bashing.

Nun haben wir eine neue Anstalt, über die ich eigentlich gar nicht schreiben will, die sich weit vom ehemaligen Irrenhaus entfernt hat und - siehe Dienstagabend - sich immer noch davon entfernt.

Es ist so eine Art "Sendung mit der Maus" für Erwachsene geworden, mit Erklär-Videos und sogar gutem Rat zur Aufbesserung der gesetzlichen Rente.

Wer hat die Lösung?

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5. April 2017

10.30 Uhr Giftgas

Syriens Armee verfügte über chemische Kampfstoffe. Als die USA Syrien deswegen angreifen wollten, das war 2013, schlug Putin vor, diese Kampfstoffe vernichten zu lassen und Assad stimmte dem zu. Ein Spezialschiff übernahm diese Aufgabe. Der Kriegsgrund war entfallen, der "Kleinkrieg" in Syrien ging weiter.
 
Nun wurde wieder Sarin freigesetzt.
 
Können wir davon ausgehen, dass Putin, Assad und Rohani, jene drei Männer, die ein Interesse an Syrien haben, das den Interessen des IS und der internationalen Koalition, samt ihren so genannten "gemäßigten" Terroristen, die in Syrien kämpfen, entgegensteht, können wir davon ausgehen, dass diese drei Männer ausreichend strategischen Verstand besitzen, um alles zu vermeiden, was die USA veranlassen könnte, in Syrien ebenso einzufallen, wie 2003 in den Irak?
 
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BUCHVORSTELLUNG

2007, also vor 10 Jahren, habe ich die vier Einzelbände meiner "wahnwitzigen Wirtschaftslehre" erstmals in einer Gesamtausgabe mit einheitlicher Aufmachung herausgebracht. Mit diesen Büchern wollte ich interessierten Laien helfen, die großen und kleinen wirtschaftlichen Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen.


Heute stelle ich Ihnen "proudly" ein neues Fachbuch vor.





Fabian Dittrich

Diplom Kaufmann und promovierter Volkswirt, ist Professor für Entrepreneurship und Management an der Fachhochschule Dortmund. Zudem ist er Unternehmer und arbeitet als Management-Trainer. Davor war er acht Jahre lang Manager im Henkel-Konzern in den Bereichen Controlling, Strategie und IT.


Mit seinem Buch

"BWL - Was ich im Studium hätte lernen sollen"


hakt er genau da ein, wo es häufig hakt.

Die Fülle und die Tiefe der Themen im Studium führen oft dazu, dass die großen Zusammenhänge in der Detailfülle untergehen. Zudem sind in der Praxis meist die einfachen Dinge entscheidend, während diese im Studium eher wenig Aufmerksamkeit genießen. So entsteht bei Berufsanfängern immer wieder das Gefühl, von allem viel Ahnung zu haben, aber irgendwie doch auch nicht.

Sein Buch versetzt die Leser noch einmal zurück ins Studium. Allerdings ohne Mathematik oder wissenschaftliches Geschwafel. Es gibt keine komplizierten Grafiken oder große Tabellen. Dieses Buch ist zum Lesen, nicht zum Studieren. Es ist bisweilen plakativ, polemisch und auch lustig. Denn Wirtschaft macht Spaß.
Natürlich geht es nicht nur um Unterhaltung. Das Buch soll helfen, sowohl die Theorie aus dem Studium als auch deren Anwendung in der Praxis besser zu verstehen, denn:

Während die Theorie zu theoretisch ist, ist die Praxis oft zu praktisch.

Dieses Buch schlägt die benötigte Brücke. Der Autor geht dabei thematisch durchaus in die Breite und deckt neben fast allen Teilgebieten der Betriebswirtschaftslehre auch weite Teile der Volkswirtschaftslehre mit ab, um ein abgerundetes Gesamtbild zu vermitteln und die oft nicht erkannten Zusammenhänge zu erhellen.

Als Verleger war ich von diesem Buchprojekt ziemlich schnell begeistert.
Vor allem weil ich es so einschätze, dass zum Verständnis ein vorangegangenes BWL-Studium sicherlich nützlich, aber nicht zwingend erforderlich ist.

Allerdings fehlte mir im Manuskript an manchen Stellen ein Hinweis darauf, dass rein betriebswirtschaftliches Denken stets den Keim eines für die Gesellschaft schädlichen "Unternehmens-Egoismus" in sich trägt. Also habe ich den Autor gefragt, was er denn davon hielte, wenn ich hier und da eine kleine kritische Anmerkung einstreue. Fabian Dittrich war einverstanden.
Und so gibt es nun zu jedem seiner Kapitel eine Randnotiz "Aus dem Giftschrank" von mir, wobei "Gift" sowohl in der deutschen als auch in der englischen Bedeutung verstanden werden sollte.









BWL

Was ich im Studium hätte lernen sollen

ISBN 978-3-938175-79-8, 455 Seiten, Hardcover

erscheint Ende April im EWK-Verlag.

Vorbesteller können sich bis zum 30. April 2017 Ihr Exemplar
zum Subskriptionspreis von 24,90 Euro sichern.

Danach kostet es 32,00 Euro (geb. Ladenpreis).


Hier geht's zum Shop




Eine Leseprobe aus dem Kapitel "Marktwirtschaft" zeigt, wie der Autor die Brücke von der BWL zu VWL schlägt.

 



4. April 2017

08.30 Uhr Der 50-Euro-Gedenkschein ist da

Quasi in letzter Minute vor dem Ableben des Euro hat die EZB noch einmal eine druckfrische Sammler-Edition des 50-Euro-Scheines aufgelegt.

Der neue 50-Euro-Schein soll wieder exakt 50 Euro wert sein, was durch ein Neuaufsetzen der Inflationsstatistik (April 2017 = 100) erreicht werden soll.

Dennoch kann der neue Fünfziger weiterhin im Verhältnis 1:1 gegen die alten, seit der Euro-Einführung durch gezielte Inflation auf - je nach Warenkorb - ca. 35 Euro abgewerteten Scheine eingetauscht werden können.

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3. April 2017

12.00 Uhr DER NAZI

Der Nazi von heute ist, seien wir doch mal ehrlich, in den meisten Fällen nur ein schwacher Abklatsch dessen, was früher mal die richtigen Nazis waren.

Die richtigen Nazis, die musste man fürchten, die richtigen Nazis hatten schon früh ein ausgeklügeltes Spitzel- und Denunziatios-System. Die richtigen Nazis schickten ihre Schlägertrupps los und malten Judensterne an die Schaufenster, wenn sie sie nicht gleich einschlugen. Die richtigen Nazis waren durchorganisiert, hatten einen Führer und der Führer hatte ein Nazivolk, das ihm ergeben folgte, von Hitlerjugendbeinen an. Nur wer sich der Volksgemeinschaft verweigerte, unbedingt Kommunist sein wollte, statt Nationalsozialist, der wurde aussortiert, inhaftiert und oft genug auch umgebracht.

Der Nazi von heute?

Konrad Kustos ist so ein Nazi von heute. Man hat es ihm an die Wohnungstür geschrieben:

Hier wohnt ein Nazi!

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2. April 2017

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


32. März 2017

08.00 Uhr Welt-Fake-News-Tag - world-Lügengeschichten-day

Sind Sie heute schon in den April geschickt worden, haben Sie schon jemanden in den April geschickt? Genießen Sie diesen Luxus - schon im nächsten Jahr wird die "in den April-Schickerei" verboten sein. Jedenfalls wenn sich ein Gefoppter beschwert und alle alles löschen müssen, und zwar ratz-fatz, innerhalb von 24 Stunden, und weil am 1. April erfahrungsgemäß notorische Lügenmäuler in Massen auftreten, wird Herr Maas die Löschfrist an jedem ersten April von 24 auf 1 Stunde herabsetzen. Es wird den Goldgräbern im Kassenhäuschen der Sozialen Netzwerke doch wohl möglich sein, eine ausreichend große Löschmannschaft an die Konsolen zu setzen. Amazon schafft das Weihnachtsgeschäft schließlich auch alle Jahre wieder - trotz Verdi-Streik.

Ganz im Ernst: Was soll dieses kindische Gehabe uns auch bringen?

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31. März 2017
30. März 2017

10.45 Uhr Sodom und Gomorra

Der Name dieser beiden alttestamentarischen Städte steht sinnbildlich für den Verfall der guten Sitten, für Zügellosigkeit und Regelverletzungen.

Zumeist werden heute damit nur sexuelle Ausschweifungen in Verbindung ge-bracht, doch diese Deutung greift zu kurz. Die Bibel erzählt, dass Sodom und Gomorra vernichtet wurden, weil ihr "Geschrei" groß war.

Geschrei. Geschrei steht für Uneinigkeit, auch für Arroganz, Geschrei steht da-für, dass Bewährtes von törichten Schreihälsen verworfen wird, dass Hinz und Kunz sich darin überbieten, neue Lehren in die Welt zu setzen. Wobei es nicht darum geht, Bewährtes durch Besseres zu ersetzen, sondern nur darum, die aus dem Bewährten erwachsenden Pflichten abzuschütteln und dafür ohne Rücksicht auf Verluste, ja meist sogar, ohne die Verluste auch nur zu erkennen, maßlos Rechte zu begehren.

Auch heute ist das Geschrei groß.
Die Welt ist in Unordnung, und sie nennen es Freiheit.

 


29. März 2017

11.00 Uhr Altersweisheit, Altersstarrsinn, Alterspräsident

"Die Koalition wies den Verdacht zurück, dies geschehe mit Blick auf die AfD", so die Tagesschau der ARD.

So ist den bundesdeutschen Parlamentariern also kurz vor dem Ende der Amtszeit des achtzehnten Deutschen Bundestages aufgefallen, dass "Erfahrung" wichtiger sei, als das Lebensalter. Dieser Erkenntnisprozess ist im Laufe von fast sieben Jahrzehnten herangereift.

Sage niemand mehr, der Bundestag beschäftige sich nicht gründlich und ausführlich, ohne jede Hast und sich niemals unter Druck setzen lassend, mit den wichtigsten Themen dieses unseres Landes!

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28. März 2017
27. März 2017

10.00 Uhr Von Bolanden nach Bambiderstroff

Wer diese kleine Reise unternimmt, kommt nach rund einer Stunde Fahrt auf der A6 an Saarbrücken vorbei. Nichts gegen das Saarland!

Fünf Jahre lang war es ruhig um diese 2.500 Quadratkilometer und die dort ziemlich dicht gedrängt (400 pro Quadratkilometer) lebende Million Menschen. Mitte der letzten Woche begann ein schwächlicher medialer Hype, und bis Mitte dieser Woche wird es wieder vollkommen ruhig sein um das politische Dornröschenschloss an der Saar.

Wenn das Saarland dann doch noch Erwähnung finden sollte, dann lediglich als Station des Leidensweges des Herrn 100-Prozent,

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26. März 2017

 

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


25. März 2017

12.00 Uhr 60 Jahre Einer Wird Gewinnen

... and the winner is:

  • definitly not Greece
  • definitly not Italy
  • definitly not Spain
  • definitly not France
  • definitly not Great Britain
  • definitly not Netherlands
  • definitly not Belgium
  • and also not twenty other competitors
  • The winner is GERMANY!
Die Deutschen haben den Gürtel enger geschnallt, sind schneller gerannt, höher gesprungen, haben sich tiefer verbeugt, sich fester in den Hintern treten lassen als alle anderen.
 
Lesen Sie einfach wieder mal "Der Internationale Wettbewerb".
 
Auch die EWG-EG-EU-Erfolgsgeschichte lässt sich darin ablesen.
 


23. März 2017

11.45 Uhr Wenn Kriege sinnlos wären, gäbe es keine.

Obwohl ich als Schüler dem Geschichtsunterricht nur mit geringem Interesse folgte, was möglicherweise daran gelegen haben mag, dass unsere noch nicht allzu lange entnazifizierten Lehrkräfte sich vorsichtshalber darauf beschränkten, die Namen der Herrscher und die Jahreszahlen ihrer Siege aufzuzählen, wage ich heute zu behaupten, dass es in den letzten 4.000 Jahren auf diesem Planeten kaum einmal eine Phase gegeben hat, die als "weltweiter Frieden" bezeichnet werden kann. Gewiss ist zudem, dass das "Kriegerische" zugenommen hat und bis in unsere Gegenwart hinein stets diejenigen, die Kriege für sinnvoll halten, ihre Kriege auch führen, während jene, die meinen, Kriege seien sinnlos, davon keineswegs verschont bleiben.

Das pazifistische Gejammere um das "sinnlose Sterben in sinnlosen Kriegen" ist zur Kriegsvermeidung untauglich, weil es in ganz erheblichem Maße dazu beiträgt, die Kriegsursachen zu verschleiern, indem der Sinn der Kriege gänzlich ausgeblendet, ja verleugnet wird.

Jeder Krieg hat einen Sinn. Jeder Krieg wird ersonnen. Die klügsten Köpfe versammeln sich in den höchsten Stäben und entwickeln Strategien für die sinnvollsten Kriege.


22. März 2017
21. März 2017
20. März 20
21

10.00 Uhr 100 Prozent - ein Rückblick

Nun ist wieder Wahlkampf. Das ganze Land ist voller roter Fähnchen und roter Plakate, im Fernsehen die Werbespots der SPD. Wahlkampf muss eben sein, in einer Demokratie, obwohl bereits 100-%-ige Gerechtigkeit herrscht und sich daran auch in Zukunft nichts ändern wird. Denn obwohl Martin Schulz seit dem denkwürdigen Oktober 2017 sein Arbeitszimmer nicht mehr verlassen hat und in der Öffentlichkeit nicht mehr gesehen wurde - er regiert! Und wie!

Erinnern wir uns kurz zurück an den Beginn der Zeitalteres der Gerechtigkeit:

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19. März 2017

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


18. März 2017

Die Schere in meinem Kopf ist stumpf geworden.

10.00 Uhr Die Zukunft Europas - Kopftuchmädchen?

Es ist ungefähr acht Jahre her, dass Thilo Sarrazin, SPD, angefeindet wurde, weil er außerhalb der Faschingssaison Sätze wie diesen sagte:

"Ich muß niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert."

Es ist erst ein paar Tage her, dass Recep Tayip Erdogan der Welt, Europa und den Deutschen erklärte, dass sie Demokratie erst noch lernen müssten, dass man der Türkei nichts befehlen könne, sondern sie bitten müsse, dass aber er entscheide, ob solche Bitten erhört würden.

Nun hat er die in Europa (und da gehört die Türkei immer noch nicht dazu) lebenden Türken aufgerufen, künftig fünf, statt drei Kinder in die Welt zu setzen, denn diese türkischen Kinder seien die Zukunft Europas. Fünf, statt drei Kinder, seien die beste Antwort auf die Unhöflichkeit und Feindschaft, die den Türken in Europa entgegengebracht werde.

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15. März 2017

14.00 Uhr Erstklässler 1955 - Zweitklässler 2017

Im FOCUS berichtet eine genervte Grundschullehrerin, sie käme mit den Kindern nicht mehr zum Lernen. Klassenstärke: 26 Schüler, davon die Hälfte "verhaltensoriginell". Hier lesen.

Ich erinnere mich an meine ersten Jahre in der Volksschule an der Heubischer Straße in Neustadt bei Coburg.

Wir waren in der ersten Klasse 40 Knaben, so hieß das damals, und hatten natürlich keine Ahnung, dass der Krieg erst seit 10 Jahren vorbei war, dass Lehrer aus unterschiedlichsten Gründen eher Mangelware waren, und saßen also wie die Sardinen in der Dose eingeklemmt jeweils zu zweit in unseren engen Schulmöbeln, die eher an Kirchenbänke erinnerten. Schiefertafel und Griffel, sowie der Putzschwamm für die Schiefertafel waren die Grundausstattung für das erste Lernen.

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16. März 2017

09.15 Uhr Eine sinnlose Diskussion unter Freunden

In Wahrheit war die Diskussion so, wie nicht gut moderierte Diskussionen nun einmal sind, nämlich sprunghaft und chaotisch, weshalb sie auch zu keinem Schluss gelangte, sondern im Themenwechsel klaglos unterging.

Der Versuch, im nachstehenden Gedächtnisprotokoll eine gewisse Ordnung herzustellen, dient im Wesentlichen der Lese-Erleichterung.

Zwei Positionen standen sich gegenüber.

1. Man kann die Grenzen doch nicht dicht machen, solange die Fluchtursachen existieren.
2. Man muss die Grenzen dichtmachen und die Fluchtursachen bekämpfen.


15. März 2017

13.30 Uhr Netzwerkdurchsetzungsgesetzkonformer Tageskommentar.

Heute ist der 15. März 2017 n.Chr. und überall auf der Welt ist alles so, wie es ist. Das Wetter ist auch so, wie es ist - und so soll es auch sein. In den Niederlanden gehen heute die Wähler zu den Urnen und geben ihre Stimmen ab. Das ist guter demokratischer Brauch. Die Lufthansa und ihre Piloten haben sich wieder lieb. Angela Merkel und Donald Trump werden sich am Freitag gegenseitig unterhalten. Der türkische Präsident ist verärgert. Es wird aber alles getan, um das Verhältnis wieder zu normalisieren.

In einem Flugzeug ist ein Kopfhörer explodiert. Es wird aber alles getan, um dies für die Zukunft auszuschließen.

Weiterlesen. Es kommt schon noch besser.


14. März 2017

18.00 Uhr MASKE AHOI - AAEHIKOMS - HOSE AM KAI - KOMA HEISA - HEIKO MAAS

Buchstaben. Es ist das große Verdienst von Heiko Maas, die von den Buchstaben ausgehende Gefahr nicht nur erkannt, sondern auch im Geiste schon gebannt zu haben. Sein Gesetzesvorhaben ist nun auf dem Tisch.

Künftig werden meine Tageskommentare dann ungefähr so aussehen - und selbst das könnte immer noch jemand für einen strafbaren Inhalt halten. Warum denn auch nicht. Der Dummheit sind schließlich keine Grenzen gesetzt.

          Die SPD ist eine Partei.
          Heiko Maas ist ein Minister der SPD in der Großen Koalition.
          Dieser Minister hat ein Gesetz vorgelegt.
          Davon habe ich gelesen.
          Ich habe jetzt eine Meinung dazu.
           
          Mit besten Grüßen
          Egon W. Kreutzer
           
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13. März 2017

08.00 Uhr Türkisch für Staatsmänner

In den Niederlanden hat man höchst undiplomatisch die Auftritte zweier Minister per Lande-, bzw. Einreiseverbot verhindert. Die Türkei droht Konsequenzen der schwersten Art und Weise an.

Fragt man sich, welche Konsequenzen zu ziehen der Türkei möglich sind, bleibt nur wenig übrig, was nicht in die Kategorie "harmlose Nadelstiche" passen würde.

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12. März 2017

 

Julies Bild vom Sonntag

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


11. März 2017

09.00 Uhr Gottseidank, schon wieder März!

Natürlich spannt unter 1.000 Bauern höchstens noch einer die Rösslein ein, und dies auch nicht um damit zu eggen und zu säen, sondern nur um zeigen, was er hat - doch die Natur selbst, die heute, soweit "urbar" gemacht, mit der großen Zugmaschine und dem reichhaltigen Zubehör von der Landmaschinenmesse beackert wird, funktioniert noch.

Funktioniert noch?


10. März 2017

14.30 Uhr "Der Korrespondent" stellt sich vor

Am Mittwoch, also gerade einmal vor drei Tagen, habe ich bei meinen Newsletter-Abonnenten gefragt, ob Sie sich vorstellen könnten, an einem neuen journalistischen Projekt mitzuwirken.

Heute, drei Tage später, bin ich in der glücklichen Lage, an einem ersten Beispiel zu zeigen, was ich mir unter diesem Projekt vorgestellt habe, denn die ersten Artikel der ersten Korrespondenten sind da - und wenn ich mir nur die Titelgeschichte über den französischen Präsidentschaftskandidaten Macron auf der Zunge zergehen lasse, dann kann ich mir vorstellen, dass SPIEGEL, FOCUS und die ZEIT ein kleines bisschen neidisch werden könnten.

Die erste "Testausgabe" finden Sie als PDF-Dokument hier verlinkt.

Aber nicht gleich anklicken. Erst weiterlesen.

Wie es der Zeitgeist will: Vorgestern fand ich eine E-Mail von Cedric Stein in meiner Post, der mich fragte, ob ich mich an seinem journalistischen Projekt beteiligen möchte. Auch einer, der festgestellt hat, dass die Lücke, die der hinsterbende Mainstream-Journalismus hinterlässt, auf andere, bessere Weise wieder gefüllt werden muss. Sein Projekt wird auf dieser Website dargestellt - wobei die Komponente, dass dort die Leser über die Positionierung (also über die Sichtbarkeit) der einzelnen Artikel online entscheiden werden, eine m.E. hochinteressante Lösung darstellt, deren praktische Wirkung zu beobachten für mich sehr spannend sein wird.

Weil Sie möglicherweise zu einem der beiden Projekte - oder auch zu beiden etwas sagen wollen - und weil ich, wie Cedric Stein, überzeugt bin, dass wir nicht in Konkurrenz zueinander stehen, sondern vielleicht sogar auf die eine oder andere Weise kooperieren können, geht Ihre Mail, wenn Sie diesen Link anklicken, automatisch an uns beide - und ich denke, da haben wir auch beide etwas davon.

Ein schönes Wochenende und meine besten Grüße

Egon W. Kreutzer


09.00 Uhr Das todsichere System - Draghoulette

Es ist so einfach, beim Roulette zu gewinnen. Man setzt immer wieder und unerschütterlich auf eine einfache Chance. 1 Milliarde auf Schwarz. Verloren. 2 Milliarden auf Schwarz. Wieder liegt die Kugel im roten Feld. 4 Milliarden auf Schwarz. Mist! 8 Milliarden auf Schwarz. Jetzt aber, jetzt muss Schwarz kommen. 16 Milliarden auf Schwarz.

Rien ne va plus. Rot.


9. März 2017

08.30 Uhr Einfache Lösungen für komplexe Probleme - ein Widerspruch?

Ein gedanklicher Rundflug über dem Gebirge der Probleme kommt zu ganz anderen Erkenntnissen. Zu den Glanzlichtern gehört zweifellos die Entdeckung, dass sogar im Grundgesetz für eines der komplexesten Probleme eines Staates die einfachste Lösung vermerkt ist: "... haben alle Deutschen das Recht ..."

Zugleich macht dieser Höhenflug sichtbar, dass alle komplexen Probleme auf staatlicher Ebene auf eine einzige, tiefere Ursache zurückzuführen sind. Eine Ursache, die sozusagen das "dominierende" Problem darstellt, auf das alle anderen Erscheinungen des angeblich "komplexen" Problems zurückgeführt werden können.

Eine ganz und gar spannende Betrachtung, die aus der theoretischen Überlegung kommend zu den praktischen Beispielen und den durchaus möglichen, einfachen Lösungen für alle so genannten "komplexen Problem" führt.

Lesedauer: ca. 20 Minuten - Wirkungsdauer: womöglich lebenslang


8. März 2017

09.00 Uhr Arbeitslosengeld Q - Quark mit Soße?

Haben Sie die frohe Kunde auch schon vernommen? Jeder Arbeitslose hat das Recht auf Qualifizierung. Damit verlängert sich die Bezugszeit des Arbeitslosengeldes I auf 48 Monate. Hartz IV hat seinen Schrecken verloren!

Wenn Sie das so vernommen haben, dann haben Sie nicht auf das Kleingedruckte geachtet.

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7. März 2017

09.00 Uhr Aus meinem Nähkästchen

Statt eines richtigen Tageskommentars gibt es heute kleine Einblicke.
Hier die Überschriften:

  • Im Bücherspendenfonds befinden sich aktuell 423,70 Euro.
  • Geld und Arbeitsplatzvernichtung
  • Traurige Momente im Leben des Verlegers
  • Überraschende Momente im Leben eines Verlegers
  • Noch eine Ankündigung
  • Der Paukenschlag für Donnerstag, den 9. März ist seit Montagabend fertig.
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6. März 2017

09.00 Uhr Spieglein, Spieglein, Erdogan

Der türkische Präsident ist empört. Zu Recht, wie ich finde.

Wenn jeweils Stunden vor dem Event die Auftritte türkischer Minister vor den wahlberechtigten türkischen Staatsbürgern in Deutschland mit für die Türken unverständlichen Begründungen unmöglich gemacht werden, dann sieht das aus türkischer Sicht schon sehr nach Provokation aus.

Nun gehört Erdogan ganz bestimmt nicht zur Gattung der Leisetreter. Er gehört wohl auch nicht zu jenen, die bei jedem Konflikt erst einmal Verständnis für die Gegenseite entwickeln und dann mit einem: "Gut, dass wir mal darüber gesprochen haben", unbefriedigt, aber demütig und still davonziehen. Erdogan ist das, was in Deutschland, seit Wehner und Strauß die politische Bühne verlassen haben, im Wortsinne ausgestorben ist, nämlich die Verkörperung des physikalischen Prinzips von Druck und Gegendruck, Aktion und Reaktion, Verletzung und Vergeltung.

Man könnte sogar so weit gehen, Erdogan auf der Skala der Aufrichtigkeit und Authentizität einen relativ hohen Rang zuzuweisen.

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5. März 2017

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


4. März 2017
3. März 2017

15.00 Uhr Armut grafisch

Über den Unterschied zwischen Durchschnittseinkommen und Mittlerem Einkommen und über die Verzerrungen beim Messen der Armut am Mittleren Einkommen.

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2. März 2017

08.00 Uhr Die Diskriminierung der einfachen Lösungen

Ausgerechnet am Faschingsdienstag rückten 450 Polizisten aus, um den Moschee-Verein "Fussilet 33" in Berlin zu durchsuchen, daneben weitere Wohnungen, zwei Unternehmen, mehrere Gefängniszellen. Zu verdanken ist dies der Tatsache, dass Anis Amri noch kurz vor dem Attentat in Berlin die Moschee dieses Vereins besuchte, was, wie Innensenator Geisel erklärte, den Zustand der Beweisnot beendete (häh ???).

Das ist die eine Information.
Die andere Information lautet:

In der deutschen Hauptstadt halten sich derzeit nach Angaben des Verfassungsschutzes etwa 710 so genannte "Salafisten" auf, von denen 380 für gewaltbereit gehalten werden. 70 bis 80 davon traut man die Ausführung von Anschlägen zu.

Um wenigstens diese 70 bis 80 so überwachen zu können, dass deren Chance, tatsächlich ein Attentat zu verüben, verschwindend klein wird, bräuchte man wohl mindestens 500 Polizisten (in drei Schichten), die sich diesen Leuten Tag und Nacht an die Fersen heften, und weitere, welche die Auswertung der gewonnenen Erkenntnisse vornehmen und logistische und administrative Unterstützung leisten. Auch wenn man Polizisten bekanntlich nicht besonders gut bezahlt, dürfte sich dieser Aufwand auf einen Betrag von mindestens 20 Millionen Euro jährlich belaufen - alleine für Berlin, und nur für potentielle Attentäter.

Wollte man - wie beim Fußball - statt dem Mann, die Räume decken, wäre ungefähr der gleiche, wenn nicht gar ein höherer Aufwand zu betreiben, denn Berlin ist nun mal nicht so übersichtlich, wie ein Fußballplatz. Videokameras und elektronische Fußfesseln helfen zur Prävention gar nichts. Die spätere Rekonstruktion des Hergangs, vielleicht sogar die Identifizierung des Täters, bleiben wirkungslose Spielereien, wenn erst Opfer zu beklagen sind und der Attentäter auf die eine oder andere Weise ebenfalls ums Leben gekommen worden ist.

Und was erklärt man uns dazu?

Absolute Sicherheit kann es nicht geben. Und wer meint, hier einfache Lösungen anbieten zu können, ist einfach nur ein ahnungsloser großmäuliger Populist.


1. März 2017

00.00 Uhr ASCHERMITTWOCH!

Schluss mit Lustig. 110 Tage närrische Zeit sind genug.

Die Frage, warum es am Rhein so schön ist, darf wieder zurückgestellt werden, bis zum nächsten 11.11., der Ernst der Lage tritt in dunkler Robe aufs Parkett.

Vermutlich erscheint dem gerade noch vom Funkenmariechen verwöhnte Auge alles, was nicht bunt und fröhlich und unbeschert ist, als viel zu duster, um wahr zu sein. Doch leider ist der Ausblick so duster. Neulich schrieb mir jemand: "Man kann Angela Merkel nicht mehr ernst nehmen. Wenn sie niemand mehr ernst nähme, wäre ein Problem gelöst."

Da kann er durchaus Recht haben, aber was hilft es, dieses eine Problem zu lösen? Ein gleichwertiger Ersatz für Angela Merkel wäre schnell gefunden, doch eben damit ist es nicht getan.

Die Situation Deutschlands ist verfahren. Das ist allerdings lange Zeit nur denen aufgefallen, denen auch aufgefallen war, dass dieses Land, dieser Staat, dieses Volk, diese Bevölkerung schon lange kein anderes Ziel mehr hat, als sich am eigenen Opportunismus zu besaufen.

Nicht Trump ist das Problem. Die eigene Orientierungslosigkeit, der fehlende Kompass, ja letztlich die verratenen Werte haben die Verwirrung auf dem Hühnerhof ausgelöst, die außer aufgeregtem, unnützem Gegacker bis jetzt noch keine vernünftige Reaktion, geschweige denn eine selbstbewusste Aktion hervorgebracht hat.

"Das Wort zum Aschermittwoch"

ersetzt in dieser Woche den Paukenschlag am Donnerstag. Es ist, nach meinem Ermessen, ein einigermaßen realistischer Blick auf die Entwicklung der nächsten 12 Monate aus deutscher Sicht.

Eigentlich sollte dieser Beitrag Teil der nächsten Ausgabe von "EWK - Zur Lage" werden, doch der Aschermittwoch als Erscheinungstermin erschien mir dann doch der geeignetere Termin für die Veröffentlichung - und noch dazu für alle kostenlos.


Närrischer Kopfstand28. Februar 2017

08.00 Uhr Fasenachtsvision

Das Traurige am Faschingsdienstag ist nicht, dass die Zeit der temporär Närrischen damit zu Ende geht, dass die Masken fallen müssen und darunter diejenigen zum Vorschein kommen, die sich für den Fasching in Fantasiekostüme gehüllt haben. Nein.

Das Traurige am Faschingsdienstag ist, dass die permanent Närrischen mit Anbruch des Aschermittwochs nicht demaskiert werden können, und, dass trotzdem ab dann kaum mehr einer wagt, über sie zu lachen.

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27. Februar 2017

09.30 Uhr 82 Millionen Völker leben in Deutschland

Ich weiß, die jüngste Erkenntnis der Angela Merkel hat schon viele andere auf den Plan gerufen, doch kann ich mich einfach nicht enthalten, meinen Zorn über den unglaublichen Spruch loszulassen:

"Das Volk ist jeder, der in diesem Lande lebt."

Vor drei Tagen habe ich einen Aufsatz mit dem Titel "Die Ausrottung des Sprachverständnisses" unveröffentlicht im Papierkorb versenkt, weil mir die Analyse eines Textes der Online-Ausgabe der Welt am Ende doch zu abgehoben vorkam.

Nun liefert Angela Merkel eine Steilvorlage, um das Thema wenigstens noch einmal kurz anzureißen.

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26. Februar 2017

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag


25. Februar 2017
24. Februar 2017

09.15 Uhr Ausnahmezustand in Frankreich

Seit über einem Jahr herrscht in Frankreich nun schon ununterbrochen der Ausnahmezustand. Von Deutschland aus gesehen merkt man davon so gut wie nichts.

Es lohnt sich, näher hinzuschauen. Ein regelmäßiger Besucher meiner Seiten hat Bericht erstattet.


23. Februar 2017

08.00 Uhr Ein totes Pferd reiten

Früher war das ein ziemlich unsinniges Unterfangen. Ein Pferd war ein Pferd, ein Reiter war ein Reiter, und wenn einer von beiden tot war, dann funktionierte auch das mit dem Reiten nicht mehr.

Früher war auch eine sozialdemokratische Partei eine sozialdemokratische Partei, ein Parteivorsitzender war ein Parteivorsitzender, und wenn es auf die Wahlen zuging, schwang sich der Parteivorsitzende in den Sattel und versuchte die Partei fehlerfrei über den Parcours zu bringen.

Seitdem hat sich viel verändert. Es gibt zwei Welten. Eine Welt der Realität, in der zwar auch nichts mehr ist, wie früher, aber wenigstens real, und eine virtuelle Welt, in der alles so aussieht, wie es aussehen soll, nur eben nicht real.


22. Februar 2017
21. Februar 2017

09.30 Uhr Die Antipoden

Zwei Männer bestimmen die Schlagzeilen in den deutschen Medien. Der eine wird in den Himmel gehoben, der andere zur Sau gemacht. Betrachtet man die Lebensgeschichten von Donald Trump und Martin Schulz gibt es da zwar keine wirklichen Übereinstimmungen, aber die dunklen Flecken auf den weißen Westen hinterlassen ein ähnliches Muster und aus größerer Entfernung verschmelzen sie zu einem nahezu identischen Helligkeitswert.

Was also steuert die Wahrnehmung und die Wertung?

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20. Februar 2017

09.30 Uhr Was ist los in Frankreich?

Während in Deutschland alle dritten Programme der öffentlich rechtlichen Fernsehsender die Aufzeichnungen der Faschings- und Karnevals-Veranstaltungen der letzten zehn Jahre als kostensparende Konservenkost unters Publikum streuen, ist es in Frankreich die Wirklichkeit, die uns "Europäern" ein déjà vu Erlebnis nach dem anderen bescheren möchte. Doch weil die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten nicht darüber berichten und die Privaten sowieso nicht besonders nachrichtenaffin sind, gibt es hierzulande viele in Ehren Ergraute, die sich zwar mit wonnigem Schauder an den Mai in Paris erinnern, der einer ganzen Generation den Namen "68er" gab, die jedoch in dem Irrtum befangen sind, in den letzten 49 Jahren - so lange ist das schon wieder her - habe sich auch in Paris der Schleier einer satten Selbstzufriedenheit über alles störrische Aufbegehren gelegt.

Das ist halb wahr.

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19. Februar 2017

 

Julies Bild vom Sonntag

 

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18. Februar 2017

08.20 Uhr Zwei Erinnerungsfotos

Sie erinnern sich an Grygg-Naggryg, jenen Forscher von ganz weit weg, dessen Erkenntnisse auszugsweise im PaD 5/2017 veröffentlicht werden konnten?

Wie wir erst jetzt entdeckten, hat er in seiner Sinn-Kapsel für die Menschheit auch eine Abbildung von sich selbst hinterlassen. So sieht also intelligentes Leben aus:

Die folgende Abbildung sollte nicht mit Grygg-Naggryg verglichen werden, hier soll lediglich gezeigt werden, wie es aussieht, wenn der Bart ab ist.

Da es bisher noch keinem bärtigen Kanzlerkandidaten gelungen ist, eine ausreichende Mehrheit für sich und seine Partei zu holen, um Kanzler zu werden, was, wie wir erfahren haben, inzwischen auch Martin Schulz zugetragen wurde, haben wir versucht darzustellen, welches Konterfei uns mit Beginn des heißen Wahlkampfs von den Litfaßsäulen anschmunzeln wird. Hier das vorläufige Endergebnis:

Schönes Wochenende!


17. Februar 2017

09.30 Uhr Die Ahnungslosen und der Legehahn

Untersuchungsausschüsse, und vor allem parlamentarische, bringen nur dann etwas ans Licht, wenn es schon vorher offenkundig war und die Untersuchung sich gegen die Opposition richtet. Wer sich darüber noch wundern will, darf das gerne tun, aber bitte nicht hier.

Was ein(e) Verantwortiche(r) nicht wissen will, das hat si_e*r auch nie gewusst.

 


16. Februar 2017

09.20 Uhr Von ganz weit weg betrachtet

Von ganz weit weg betrachtet, handelt es sich bei der Erde um ein Stäubchen, das am Rande einer mittelgroße Galaxie ziemlich hastig um eine Sonne kreist.

Kommt man näher und hat Hochleistungsteleskope sowohl im Bereich des sichtbaren Lichts als auch im Bereich anderer elektromagnetischer Wellen zur Verfügung, entdeckt man tatsächlich auf einer Umlaufbahn um eine Sonne einen lustigen Planeten, der über eine Stickstoff-Atmosphäre verfügt und offenbar auch über eine gewisse Menge freien Oberflächenwassers.
Der Planet scheint noch jung zu sein, da zu gewissen Zeiten erhöhte Konzentrationen schwerer Elemente in der Atmosphäre ihre Spuren auf den Spektrogrammen hinterlassen, was auf vulkanische Aktivitäten hinweist. Zudem zeigen die Daten der Radarteleskope eine sehr große Anzahl unnatürlicher Quellen wechselnd intensiver elektromagnetischer Strahlung an, deren Ursprung noch nicht geklärt werden kann. Hypothesen, es könne sich um Sendeanlagen einer unbekannten Form von Intelligenz handeln, konnten jedoch bereits widerlegt werden.

Man möchte den fernen Beobachtern zurufen:

"Bleibt bloß weg! Das hier ist die Erde.
Die geschlossene Anstalt für alle Irren der Galaxie."


15. Februar 2017
14. Februar 2017

09.30 Uhr Oche! Oche! Oche! (Aachen, Aachen, Aachen)

Da saßen Sie also, nach Angaben eines Bespaßungsredners ungefähr 1.600 Stück, ausgewählte Exemplare aus dem Bereich der Eliten und Halbeliten und ergötzten sich an plattem Witz und sparsam eingestreuten Tanzmariechenbeinchen.

Erstmals im Leben hielt ich mich für reif genug, mir die Aufzeichnung der Verleihung des Ordens wider den tierischen Ernst von Beginn an und am Stück im Fernsehen anzusehen.

Vorab: Der bayerische Starkbieranstich auf dem Nockherberg samt "Derblecken" der anwesenden Poltitprominenz ist eine wahre Wohltat dagegen.

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13. Februar 2017

10.30 Uhr Das Amt, die Würde und der Tod

Eine sonderbare Überschrift?

In England macht die Queen den Bundespräsidenten für Großbritannien. Wobei das so nur stimmig klingt, weil diese Queen nach inzwischen 65 Jahren Regierungszeit zu einer Institution geworden ist, die zu England gehört wie der Big Ben oder die Bärenfellmützen.

 

 

 

In Berlin ist am 12. Februar 2017 Herr Dr. Frank-Walter Steinmeier nach freier, gleicher und geheimer Wahl durch die Mitglieder der Bundesversammlung mit 931 Stimmen, und nachdem er erklärt hat, er nehme die Wahl an, zum ungekrönten König von Deutschland - also zum künftigen Bundespräsidenten - auserkoren worden.

Einen langen, im Gotha nachzulesenden Stammbaum hat Steinmeier ebenso wenig vorzuweisen, wie eine knallharte Nachfolgeregelung. Wenn man so will, hat ihn der Mantel der Geschichte ins Schloss Bellevue geweht - und wird ihn eines nicht allzu fernen Tages auch wieder hinauswehen.

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12. Februar 2017

Julies Bild vom Sonntag

 

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11. Februar 2017

11.30 Uhr Erinnerungskultur bald auch in Berlin

Nach dem unübertroffenen Erfolg der "Drei Busse im Aufstand" des Installateurs von Dresden, Manaf Halbouni, soll nun auch in Berlin ein ähnliches, nur eben, wie es der Hauptstadt gebührt, viel größeres Kunstwerk in den Himmel vor der Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche ragen.

 

 

Halbounis erster Entwurf wurde uns direkt aus dem Bundeskabinett geleakt, so dass wir in der Lage sind, diese großartige Installation schon einmal zur Diskussion zu stellen.

 

 

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10. Februar 2017

11.30 Uhr Justitia als "Fertig-Gericht
(nach dem schwer verdaulichen Paukenschlag von gestern heute wieder mal leichte Kost)

Meine tägliche Visiste bei Google-News bringt doch immer wieder auch Ergötzliches zum Vorschein. Da tummeln sich zwei Meldungen unter den Top-Ten, was ihnen gleiche Gewichtigkeit verleiht, in beiden geht es um Gerichtsurteile.

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9. Februar 2017

09.15 Uhr Die Andersdenkenden

Ein Paukenschlag, der aus der Art schlägt. Einer, der manchem zutiefst oberflächlich erscheinen mag, anderen wiederum als höchst tiefschürfend, je nach der Art des Denkens.

Und um das Denken geht es. Um den Urgrund unseres Denkens.

Als der "Kern" des Aufsatzes fertig war, sah ich mich genötigt, dazu erst eine Vorbemerkung zu schreiben, und als die fertig war, spürte ich die Notwendigkeit einer Nachbemerkung. Letztere ist mir ein bisschen egozentrisch geraten, was Sie bitte entschuldigen wollen. Wie sollten Sie sonst verstehen, warum ich Krieg führen muss?

 


8. Februar 2017

10.10 Uhr Griechisches Weinen

Als die Krise begann, befanden sich die Schuldscheine Griechenlands in den Händen von Banken und in den Depots von Anlegern. Griechenland war also am Kapitalmarkt verschuldet. Man könnte auch sagen, die griechische Staatsfinanzierung war vollständig privatisiert. Es ist zwar für Nichtbanker nicht auf Anhieb zu verstehen, dass es letztlich keinen Unterschied macht, ob sich Teile der materiellen Infrastruktur (Häfen, Flugplätze, Autobahnen, Wasserversorgung, etc.) in privaten Händen befinden, oder ob sich Teile der finanziellen Infrastruktur in privaten Händen befinden. Der Effekt ist der gleiche.

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7. Februar 2017

09.10 Uhr

 

Wegen Renovierung bis auf Weiteres geschlossen.

 

Die SPD hatte ein selbstverschuldetes Problem, dass darin bestand, dass die Partei, einschließlich ihres Vorsitzenden, der Überzeugung war, mit Sigmar Gabriel bei der Wahl zum Deutschen Bundestag im September keinen Blumentopf gewinnen zu können - und - dass die Partei, einschließlich ihres Vorsitzenden, der irrigen Überzeugung war, sie müsse einen Kanzlerkandidaten aufbieten, um mit der CDU/CSU auf Augenhöhe in den Wahlkampf ziehen zu können.

Unglücklicherweise befindet sich die SPD aber in der gleichen Situation wie die CDU. Es fehlt an dem, was man gewöhnlich "Personaldecke" nennt, ...

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6. Februar 2017

11.00 Uhr Herles, der Erhabene

Es scheint so, als seien auf den Almanach des Schwachsinns aus Wolfgang Herles' Feder doch eine ganze Reihe von kritischen Anmerkungen bei "Tichy's Einblick" eingegangen. Genug, um den Erhabenen aufzuscheuchen. Nicht genug jedoch, um auch nur einen Hauch von Einsicht auszulösen.

Seine Reaktion auf die von ihm als unberechtigt empfundene Kritik lautet schlussendlich:

"Und ich werde weiter polemisieren, nach Lust und Laune, und nicht nach irgendwelchen Erwartungen Dritter. Darauf können Sie sich verlassen."

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5. Februar 2017

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


4. Februar 2017

9.00 Uhr Herles auf Hochtouren

Gut, Wolfgang Herles war schon immer ein Quell blumiger Formulierungen, an denen man durchaus auch immer wieder seine Freude haben konnte. Das war auch bei Karl-Eduard von Schnitzler und Gerhard Löwenthal nicht anders - so lange man nur auf die kunstvoll geflochtenen Wortgirlanden achtete und den Inhalt nur als notwendiges Stützkorsett betrachtete, an dem die Geistesblüten ranken war alles nur schön.

In Folge fünf seines Almanachs des Schwachsinns, veröffentlicht auf Tichys Einblick, ist Wolfgang Herles der Inhalt jedoch vollkommen verloren gegangen. Seine Geistesblüten blühen da auf einem dampfenden Misthaufen, den sie trotz aller Aufgeblasenheit nur notdürftig bedecken.

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3. Februar 2017

18.00 Uhr Hauptwachtmeister Schulz (Hans Joachim Kirst 08/15)

Ja, wer hat die drei Bände von 08/15 schon noch im Hinterkopf? Die waren ja schon antiquarisch, als ich 1969 zur Bundeswehr einrückte und neben 08/15 auch noch den Joseph Schwejk als geistiges Rüstzeug mitbrachte.

Der Hauptwachtmeister Schulz war als Spieß der Kompanie so richtig in seinem Element. Unteroffziere und Mannschaften waren seine Modelliermasse - und Offiziere hielt er für überflüssig und zudem störend. Ein kleiner König, der seine privaten Probleme (seine Frau Lore, vor allem) mit schikanösem Diensteifer und Alkohol zu kompensieren, bzw. zu ersäufen versuchte. (...)

Die Assoziation "Martin Schulz - Hauptwachtmeister Schulz" stellte sich jedoch nicht durch einen Vergleich der Lebensläufe ein, sie drängte sich auf, als ich davon erfuhr, dass der leibhaftige Schulz unserer Tage schon wieder im Kasernenhofton des fiktiven Schulz des Jahres 1938 über den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika hergezogen ist.

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2. Februar 2017

13.00 Uhr Target 2 Irrungen und Wirrungen

Prof. Sinn hat vor geraumer Zeit damit angefangen, vor den so genannten Target 2 Salden zu warnen. Mario Draghi unterstützt dessen Sichtweise, doch es gibt auch Stimmen, die zu der Auffassung kommen, das Gerede sei nur heiße Luft und solle vor allem dazu dienen, mögliche Euro-Austrittskandidaten abzuschrecken.

Wer einigermaßen klar denken kann, wird kein Problem damit haben, zu erkennen, dass potentielle Austrittskandidaten genug volkswirtschaftlichen und finanztechnischen Sachverstand abrufen können, um das Wesen und die Wirkung dieser ominösen Salden einschätzen zu können, dass es also ziemlich bescheuert ist, anzunehmen, irgendjemand ließe sich Angst einjagen, wenn es dazu keinen wirklichen Grund gäbe.

So hat es heute ein Paul Steinhardt, auf Heiner Flassbecks Seite "Makroskop" für nützlich erachtet, seinen eigenen Senf zur Thematik abzusondern, was keineswegs zur Erhellung des Sachverhalts dienlich war.

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1. Februar 2017
31. Januar 2017

13.00 Uhr Guter und schlechter Populismus

Heribert Prantl hat sich gestern in der Süddeutschen in einem Artikel, der insgesamt enttäuschend war, dazu hinreißen lassen, Martin Schulz als einen guten Populisten hinzustellen und dessen Gutpopulistentum dem Rechtspopulistentum anderer gegenüber zu stellen. Schwamm drüber.

Die Frage, die sich mir dabei aufdrängte, zielt in eine andere Richtung. Wenn Populismus das ist, was das Volk versteht, dann scheint es doch so zu sein, dass eben dieses Volk in der Lage ist, beide Formen von Populismus zu verstehen. Ja, manche verstehen mehr den einen, manche mehr den anderen Populismus, doch die Schnittmenge, die ja regelmäßig als "die Mitte" angesprochen wird, ist vermutlich so groß, dass ...

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30. Januar 2017

09.00 Uhr Ein Geschenk des Himmels

Abgefeuert von dem in Brüssel stationierten Katapult aus dem Hause Mauschel&Deal durchbrach das stromlinienförmige Objekt in geradezu kometenhaftem Abstieg die dünnen Schleierwolken am ansonsten winterlich klaren Himmel über der Hauptstadt.

Wonnetrunken, als wollten sie die vereinigten Fischerchöre im Absingen der Ode an die Freude übertönen, überschütteten die Genießerinnen und Genießer zunächst ihren alten Vorsitzenden und Beinahe-Kanzlerkandidaten mit einer solchen Flut von Lobhudeleien, dass man damit auch den Absturz eines Flugzeuges mit der gesamten Regierungsmannschaft an Bord gut und gerne mit Nachrufen hätte abdecken können.

 

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29. Januar 2017

Julies Bild vom Sonntag

 

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28. Januar 2017
27. Januar 2017
26. Januar 2017

08.00 Uhr Lügenmärchen für Kinder, Enkel und die zukünftigen Generationen

Dieser Text gehört - nach meiner Meinung - zu den schönsten Paukenschlägen, die ich je geschrieben habe. Er wurde am 17. Mai 2007, also vor fast genau zehn Jahren zum ersten Mal veröffentlicht - und schon damals kam eine Frau Bundeskanzlerin drin vor, die ganz toll gut über ihr Land regierte.

Mein Gott! Und sie tut es immer noch!

Statt einen neuen Paukenschlag zu verfassen, habe ich heute einen längeren Aufenthalt beim Zahnarzt eingeplant. Erfreuen Sie sich derweil an diesem immer noch nicht zu Ende erzählten Lügenmärchen.

 


25. Januar 2017

09.00 Uhr Siggi Plopp - oder der Fluch der Flaschengärung

Der Versuch der SPD, den Champagner für die Wahlfete im eigenen Keller gären zu lassen, ist gescheitert. Der Korken hat dem Innendruck nicht mehr standgehalten und folgt nun einer ballistischen Flugbahn.

Wäre die SPD ein Heißluftballon, würde man sagen, nachdem der Brenner ausgefallen war, hat die Besatzung Ballast abgeworfen,

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24. Januar 2017

11.30 Uhr Diskussion über "Anlassloses Steinewerfen"

Ein regelmäßiger Leser meiner Seiten hat mir zum gestrigen Tageskommentar ein Feedback gegeben, das ich hier gerne öffentlich mache. Ebenso meine Antwort, zu der mich seine Ausführungen anregten:

Diskussion verfolgen - und vielleicht etwas dazu beitragen


23. Januar 2017

11.30 Uhr Anlassloses Steinewerfen

Einfach mal so mit großen, schweren Steinen auf unschuldige Polizeiautos zu werfen, hat sich zu einer Art Sport entwickelt. Es erinnert an illegale Autorennen auf innerstädtischen Straßen oder an das illegale Verzieren von Hauswänden und S-Bahn-Waggons mit Graffitis, oder auch an das so genannte Base Jumping. In allen genannten Beispielen hat sich eine Art "Szene" entwickelt, zu welcher derjenige Zutritt hat, der spezielle Fähigkeiten entwickelt und unter Beweis gestellt hat.

Steinwürfe auf Polizeiautos sind, wenn sich lebende Polizisten darin befinden, mindestens als versuchter Totschlag zu werten, nach meiner Einschätzung handelt es sich dabei um versuchten Mord.

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22. Januar 2017

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 

Neues vom Postillon?

17 Jahre später:

Frank Walter Steinmeier:
Welt des zwanzigsten Jahrhunderts endgültig vorüber

Nein, so titelt jetzt auch schon SPIEGEL online. Satire ist einfach tierisch ansteckend.


21. Januar 2017

09.00 Uhr Der Neue ist vereidigt

und die Transatlantiker hierzulande werden nicht müde, Gift und Galle zu spucken.

Es ist schon ein absonderliches Schauspiel, das hier auf der deutschen Bühne aufgeführt wird, wie es bisher noch bei keiner Amtseinführung eines US-Präsidenten zu beobachten war. Es sind diesmal nicht diejenigen, denen - wegen ihrer Kritik an der US-Politik - sonst stereotyp vorgehalten wird, Amerika-Hasser zu sein, die sich mit ganz, ganz üblen, den Menschen und das Amt beschädigenden Kommentaren bis zum Abkippen aus dem Fenster lehnen - nein, diesmal sind es die so genannten "Eliten" und die sich elitär gerierenden Medien, wie z.B. die ZEIT oder das Handelsblatt, die Häme und Spott über Donald Trump ausschütten und sich damit mit dem künftigen Bundespräsidenten in ihrer kämpferischen Ablehnung einig sind.

Es wird nach allen Regeln der psychologischen Kriegsführung ein Feinbild aufgebaut, das sich nur in Details von jenen Feindbildern unterscheidet, die der Welt als "Saddam Hussein" und "Muammar al-Gaddhafi" vorgestellt wurden, um sie von der weltweit operierenden Kavallerie jagen und umbringen lassen zu können, weil sie etwas hatten, was das Imperium haben wollte.

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20. Januar 2017
19. Januar 2017

12.40 Uhr Vom Leisten und vom Lohnen

Zwei Themen gaben den Anstoß zu diesem weitausgreifenden Artikel. Einerseits die erste der beiden jüngst veröffentlichten Oxfam-Studien zur Verteilung des Reichtums auf der Welt, andererseits die Gesetzesinitiative aus dem Arbeitsministerium zur Verbesserung der Transparenz über Löhne und Gehälter.

Es ist die augenfällige Diskrepanz, zwischen der großen, globalen Ungerechtigkeit und den daneben bedeutungslos lächerlich erscheinenden Ankündigungen des sozialdemokratischen Flügels der Großen Koalition, die geradezu nach einer Erklärung schreit, warum auch in einem der wirtschaftlich potentesten Staaten der Welt von Seiten der Politik nur die Nagelfeile zum Einsatz kommt, um kleine Unebenheiten zu glätten, wo es doch eigentlich darum gehen sollte, massive Ketten wirtschaftlicher Abhängigkeiten zu sprengen.

Der heutige Paukenschlag ist 29+1 Seite lang. Lesedauer: je nach Intensität und Mitdenken, zwischen 30 Minuten und einer Woche (dann kommt ja schon der nächste Pad).

Ich hatte mit dem Gedanken gespielt, zwei oder drei Teile daraus zu machen, doch dann erschien mir die Thematik doch so geschlossen und voller innerer Bezüge, dass ich davon abgesehen habe. Nehmen Sie sich also bitte etwas Zeit.


18. Januar 2017
17. Januar 2017

14.00 Uhr Genussmomente und Kontrastprogramme

Mancher mag es pervers finden, doch wenn ich, wie heute bei Phönix, die Richter des Bundesverfassungsgerichts eine Urteilsbegründung verlesen höre, klingt das in meinen Ohren ebenso schön, wie eine Sinfonie von Gustav Mahler.

Eine klare, sachliche Argumentation, durchzogen von einem ernstgemeinten Abwägen des Für und Wider, das Thema in allen Variationen und durch alle Sichtweisen immer wieder neu anklingen lassen, doch trotz aller notwendigen Redundanz nie langweilig, nie fade. Immer wieder entdeckt der Zuhörer neue Aspekte, erlebt ihre Würdigung, wie sie entweder abgehandelt und zur Seite gelegt, oder als Baustein sorgsam am rechten Platz in die Argumentation eingefügt werden, um im brausenden Finale ihre ganze Leuchtkraft zu entfalten.

Was da in jahrelanger Arbeit herangereift ist, ist nicht einfach nur ein Urteil. Es ist ein Artefakt des Rechts von kontemplativer Dichte und kristalliner Transparenz.

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16. Januar 2017

09.00 Uhr Gesetzentwurf "Lex Wiederwahl" vor Verabschiedung im Kabinett

Zur Sicherstellung der Wiederwahl der GroKo im Herbst soll gesetzlich geregelt - und jegliche Zuwiderhandlung unter Strafe gestellt werden, dass jede Art von Einflussnahme auf Denken und Handeln der wahlberechtigten Bevölkerung ausschließlich den etablierten Parteien vorbehalten bleibt, denen schließlich durch das Grundgesetz das Privileg, die Willensbildung der Bevölkerung (veraltet: des Volkes) zu lenken und kontrollieren, übertragen wurde.

In Anbetracht einer Vielzahl viel zu wenig kontrollierter volks- bzw. bevölkerungsinterner (V2V-, bzw. Bv2Bv) Kommunikationskanäle, durch welche die stets fürsorgliche, mal verharmlosende, mal übertrieben alarmistische, mal verschweigend-unterschlagende, mal suggestiv kreativ-erfindende Informationsstrategie der inzwischen sowieso allenfalls nur noch mittelgroßen Bevölkerungsparteien, mit Fake-News und Hate-Speech in staatsgefährdender Weise unterminiert wird, ist ein ganzes Maßnahmenbündel als das sogenannte "Wiederwahl-Paket" nun als Referenten-Entwurf in vorläufige Gesetzesform gegossen wurden.

Eine irregulär beschaffte Kopie dieses Papiers ist mir per Kurier zugespielt worden. Ich zitiere:

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15. Januar 2017

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag


14. Januar 2017
13. Januar 2017

09.00 Uhr 4 Kilo in 2 Tagen? Norovi-Akut macht's möglich!

Als schnellwirkendes Mittel gegen den so genannten "Feiertagsspeck" hat das pharmakologische Startup Unternehmen "Pharm-fatale" nun endlich das Ergebnis langjähriger Forschungsarbeiten präsentiert. Im Einführungsprospekt werden wahre Wunderdinge beschrieben, was uns veranlasste, einen intrafamiliären Selbstversuch zu starten und für Sie zu dokumentieren.

Unsere Skepsis erwies sich als unbegründet. Bereits fünf Stunden nach Einnahme der Initialdosis - bereits 10 I.E sind vollkommen ausreichend, setzte der Wirkungsmechanismus ein.

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12. Januar 2017

Norovi-Akut -Tiefenwirkungsphase


11. Januar 2017

Norovi-Akut - Akutphase


10. Januar 2017

16.45 Uhr Gibt es wirklich Volksverräter?

Das Unwort der Jahres, frisch gekürt und über den deutschsprachigen Raum ausgekippt, gibt zu denken, vor allem wegen der Deutung, die mit dieser Kür verbunden ist.

So schreibt zum Beispiel Lukas Jenkner für die Stuttgarter Zeitung:

"Wer einen anderen Menschen als Volksverräter beschimpft, stellt sich in die Tradition des Volksgerichtshofs unter dem infamen Roland Freisler, der im Dritten Reich zahlreiche Deutsche mit Hilfe des NS-Straftatbestands des Volksverrats zum Tode verurteilt hat, darunter die Mitglieder der Weißen Rose und Beteiligte des Attentats vom 20. Juli 1944 um Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg."

Wenn ich Lukas Jenkner richtig verstehe, war es damals die Regierung, welche oppositionelle Kreise als Volksverräter verfolgte und damit den "gesunden Volkskörper" auf NSDAP-Linie halten wollte. Ist es heute nicht genau andersherum?

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9. Januar 2017

18.18 Uhr Ein Gegengewicht will er sein...

und politische Debatten beleben, das will er auch. Frank Walter Steinmeier erklärt die Rolle, die er als künftiger Bundespräsident zu spielen gedenkt, so er denn gewählt werden sollte, was nicht so sicher ist. Schließlich ist der russische Hacker immer und überall.

Spaß beiseite.

Frank Walter Steinmeier will den Schwerpunkt seiner präsidialen Tätigkeit auf außenpolitische Fragen richten. Das ist für Bundespräsidenten nach meiner Erinnerung ein bisher ziemlich wenig beackertes Arbeitsfeld, sieht man von den vielen Staatsbesuchen ab, die zu empfangen und abzustatten sind, ...

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8. Januar 2017

Julies Bild vom Sonntag

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


7. Januar 2017

09.00 Uhr Arbeitslosenzahlen des Statistischen Bundesamtes

Wohlbekannt sind in der breiten Öffentlichkeit die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, die nicht nur monatlich verkündet werden, sondern stetig unter der 3-Millionen-Grenze herumsinken.

Weniger Aufhebens wird um die Erkenntnisse des Statistischen Bundesamtes gemacht, was auch daran liegen mag, dass die Statistiker sehr viel langsamer arbeiten, vielleicht auch in der Absicht, die Diskrepanzen nicht allzu deutlich zum Vorschein kommen zu lassen.

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6. Januar 2017

11.30 Uhr Es ist Geist vom Himmel gefallen!

Schwer getroffen von einem unerwarteten Geistesblitz wurde jüngst ein Mitglied der Bundesregierung, nämlich Entwicklungsminister Gerd Müller. Entwicklungsminister stehen ja nun nicht gerade in dem Ruch, an der Spitze der wichtigsten Ressorts zu stehen und Entwicklungsminister haben auch im Bereich der Inneren Sicherheit der Bundesrepublik im Grunde keine Kompetenzen, doch der Geistesblitz hat sich Herrn Müller ausgesucht, nachdem er offenbar bei den mit Geistesblitzableitern bestens bestückten Ministern und der Inhaberin der Richtlinienkompetenz wirkungslos ins Erdreich geschickt worden wäre.

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5. Januar 2017

13.00 Uhr Was ist faul an Nafri?

Eine Abkürzung macht Schlagzeilen und gerät in den Bereich verbotsbewehrter Hass-Sprüche. Noch ist die Diskussion offen, doch nach ersten Rückziehern rücken die Vertreter der Auffassung, diese Abkürzung zu verwenden sei der Beginn eines Völkermordes, ihre Barrikaden wieder zurecht. Es besteht kein Zweifel, "Nafri" wird bald ebenso bäh sein wie der Negerkuss und das Zigeunerschnitzel.

Dabei bleibt unklar, wogegen sich der Aufstand der Ehrbaren richtet.

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4. Januar 2017

09.00 Uhr Der Egbert und der Scheunemann

Gestern Nachmittag begegnete mir im Netz ein Aufsatz, der vom Titel her den Eindruck machte, es habe sich jemand seriöse Gedanken gemacht, fernab jeglicher ideologischen Verblendung eine Strategie zum richtigen Umgang mit populistischen und extremen rechten Aussagen zu entwickeln.

Doch mit jedem Satz, den ich las, verstärkte sich der Eindruck, dass der Verfasser, Egbert Scheunemann, etwas gänzlich anderes im Schilde führt, nämlich seinen privaten Feldzug gegen alle von ihm - bis weit in linksliberale Kreise hinein - als Rassisten und Faschisten wahrgenommenen "Wesen" durch einen wissenschaftlich anmutenden Anstrich zu rechtfertigen.

Ich konnte nicht anders, als die Luft aus diesem Ballon zu lassen und die übrig gebliebene, schlaffe Hülle zur Besichtigung freizugeben.

 


3. Januar 2017
2. Januar 2017

15.45 Uhr Heute mal nichts Eigenes

Die Liste der zu erledigenden Angelegenheiten ist schon wieder lang. Zum Selberschreiben bin ich nicht gekommen, doch nutze ich die Gelegenheit, auf einen wichtigen kritischen Geist hinzuweisen, der nicht müde wird, den Finger da in die Wunde zu legen, wo es richtig weh tut. Gemeint ist Friedemann Wehr mit seinem Altermannblog.

Zu seinem heutigen Kommentar habe ich auch meinen Senf gegeben, weil mir das immer weiter um sich greifende Verbot, Dinge beim Namen zu nennen, inzwischen auch den Kamm schwellen lässt.


Neujahr 2017
Das musste ja mal kommen!

Julies Bild vom Sonntag

Wolfgangs Bild vom Sonntag

(Bei beiden Bildern handelt es sich nicht um Schnee vom letzten Jahre,
sondern um nagelneuen 2017er Raureif.)

 

Herzlich willkommen im neu eröffneten Welttheater.
Alles Gute für 2017

 

 


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Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

 

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