Kommentarfunktion – probeweise freigeschaltet

Ich bin immer wieder gefragt worden, warum man auf meiner Seite nicht kommentieren kann. Ich habe immer wieder geantwortet, dass mir Zeit und Lust fehlen, ständig Kommentare freizuschalten, und andererseits in der Verantwortung für alles stünde, was als Kommentar erscheint, wenn ich diese ohne manuelle Freischaltung erscheinen ließe.

Nun habe ich probeweise die Kommentarfunktion freigeschaltet. Nicht rückwirkend, für schon ältere Beiträge, aber ab heute soll das für alle weiteren Beiträge gelten.

Für die Nutzung der Kommentarfunktion wünsche ich mir:

  1. Dass Ihre Kommentare sich nicht darauf beschränken, vollstes Einverständnis mit dem jeweiligen Beitrag zu erklären, sondern
    die Betrachtungsweise erweitern, indem entweder
    zusätzliche Aspekte oder,
    wo es Ihnen erforderlich erscheint, Kritik geübt wird.
    Kommentare, die hauptsächlich aus einem oder mehreren Links auf andere Seiten oder Videos bestehen, sind keine Kommentare. Wenn Sie auf etwas hinweisen möchten, dann schreiben Sie wenigstens dazu, worum es darin ganz konkret geht und warum Sie die Verlinkung für gut und wichtig halten.
  2. Dass Sie Ihre Kommentare unter Ihrem vollen bürgerlichen Namen einsenden.
    Anonyme Zuschriften oder offensichtlich verwendete Pseudonyme oder Nicknames werde ich nicht freischalten.
    Solange ich unter meinem Namen schreibe, sollten Sie den Mut haben, dies auch zu tun.
  3. Dass Sie eine der Thematik angemessene Sprache verwenden und
    versuchen, auch komplexe Zusammenhänge für Laien noch verständlich darzustellen.
    Kraftausdrücke, Schimpfworte, beleidigende und unter zivilisierten Mitteleuropäern unangemessene Begriffe oder Anspielungen führen dazu, dass der gesamte Kommentar nicht freigeschaltet wird.
  4. Dass unter den Kommentatoren zum gleichen Thema keine verbalen Kleinkriege ausbrechen.
    Jede Meinung, die geäußert wird, ist die Meinung dessen, der Sie geäußert hat und wird von mir so akzeptiert. Haben Sie eine andere Meinung, dann tun Sie diese kund. Die Leser sollen unterschiedliche Meinungen gegeneinander abwägen, nicht in besserwisserische Kleinkriege hineingezogen werden.
  5. Dass Sie versuchen, sich kurz zu fassen.
    Ich weiß, dass es auch beim Kurzfassen Grenzen gibt und werde das berücksichtigen, habe aber keine Zeit, redundante oder nichssagende Passagen zu löschen.

Wenn Sie diese, meine Wünsche respektieren, werden Sie keine Veranlassung haben, die Ausübung meines Hausrechts als Zensur anzusehen.

Ansonsten, haben Sie natürlich Recht: Jeder nicht freigeschaltete Kommentar ist meiner Zensur zum Opfer gefallen. Woran das liegen könnte, finden Sie heraus, wenn Sie die Punkte 1 bis 5 noch einmal durchlesen.

Auf denn!

Ich freu mich auf Ihre Kommentare.

7 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Kreutzer,
    vielen Dank für Ihr Werk, Ihre Informationen und Meinungen.
    Ich lese Ihre Beiträge seit Jahren und freue mich sehr, dass Sie sich trotz Mehraufwand die Freischaltung von Kommentaren entschlossen haben.
    So kommt Leben in die Seite.

  2. Ich schätze Sie sehr und meine das, was ich jetzt sagen werde, nicht böse. Aber gesagt werden muss es.

    Zu #1: Niemand mag die 100. Zustimmung. Was sie sich als Arbeitsreduzierung erdacht haben macht schon aus Lesersicht Sinn. Kommentare, die mit „Köstlich“ oder „Chapeau“ anfangen kann man nämlich direkt in die Tonne treten, so wenig Mehrwert liefern die.
    Solche Leute scheinen mir aber nicht ihr Publikum zu sein. Wir werden sehen.

    Zu #2: Vergessen Sie’s. Das ist unzumutbar geworden. In diesem Land kann mittlerweile, nachdem nur relativ wenige Twitternutzer ein Urteil gefällt haben, das Auto abbrennen oder Steine durch das Kinderzimmerfenster fliegen, so geschehen bei Schupelius vom Tagesspiegel. Oder bei FDP-Mitgliedern wenn sonstwo ne Wahl rückgängig zu machen ist und der „Druck der Strasse“ rechtliche Normen ersetzen muss um dies zu erreichen.
    Ich selber lebe ländlich und habe diese Sorgen (noch) nicht, verstehe aber den Sinn hinter der Klarnamenpflicht nicht. Man hat wirklich nur Nachteile. Niemand will, dass irgendwelche Weltverbesserer bei seinem Arbeitgeber anrufen um den ebenfalls danach zu fragen, wieviel 2+2 ergeben (Sie werden die Referenz erkennen).

    Zu #3: Ich denke mal, Ihre Leser schätzen ihren Sprachstil und sind (unter anderem) deshalb Ihre Leser. Ich bin beispielsweise ein strenger Kritiker des Asylmissbrauchs, und des Islam und des Anti-Rassismus. Ich lese dennoch nicht PI-News oder sowas, weil ich schlicht die Artikulation der Artikel und vor allen Dingen die Kommentatoren nicht mag.
    Diese Leute werden Sie hier aber eher selten haben, denke ich.

    Zu #4: Die Leute kommentieren, um in besserwisserische Kleinkriege auszubrechen. Das ist unabänderlich. Die Leute (ich sag mal „Leute“) WOLLEN das. Für reinen Informationsgewinn anderer schreiben die nicht. Die sehnen sich zu quatschen, egal, ob es Sinn macht.
    Ist natürlich übler Arbeitsaufwand für Sie. Aber mit Regeln kriegen sie das nicht weg, da können sie das Experiment direkt wieder beenden.

    Zu #5: Wird Anfangs (vielleicht) passieren.

    Prinzipiell: Man kann in der BRD nix mehr hosten. Zumindest nicht mit Impressum und ohne Anonymisierungstechniken.
    Es hat seinen Grund, warum du praktisch keine linken NGOs oder Aktivisten mit ladungsfähigem Impressum findest.
    Will sagen: wer Freie Rede will muss die BRD verlassen. Kommt für Sie nicht infrage, ist aber leider so. Die finanzielle Keule für mitverantwortete Widerworte ist pervers stark.

    • Warum ich Klarnamen fordere:
      1.Weil ich wissen will, wer sich auf meiner Seite tummelt, das schließt Trolle zwar nicht vollständig aus, macht es ihnen aber etwas schwerer.
      2. Weil ich überzeugt bin, dass es falsch ist, sich hinter Pseudo-Identitäten zu verstecken, was hilft es, der Gefahr eines ziemlich unwahrscheinlichen Angriffs zu entgehen, wenn man darauf verzichtet, sich potentiellen Verbündeten zu erkennen zu geben? Was, wenn der Arbeitgeber, vor dessen Reaktion man sich fürchtet, selber unter dem Pseudonym „Heinzelmännchen“ postet?
      3. Last, but not least, wird jemand, der seinen Klarnamen angibt, sich mit seinen Formulierungen etwas mehr Mühe geben und sich selbst fragen, was er wirklich zu verantworten bereit ist, und was nicht.

  3. Hallo Herr Kreutzer, bin seit Monaten ein treuer Leser ihres Blogs. Heute nur ein Dankeschön für die viele Arbeit die sich in ihren Texten widerspiegelt. Nachvollziehbar mit großer Kompetenz, mit einer Fülle von Zahlen belegt. Bin zwar nicht immer iher Meinung, aber die Richtung stimmt. Genug der Lobhudelei, ich freue mich auf einen angeregten Meinungsaustausch.

  4. Werter Herr Kreutzer, dass ich eine hohe Meinung von Ihnen habe ergibt sich aus nachfolgender Bitte und dem täglichen Lesen Ihrer Artikel. Nachdem der freie Journalismus der Gleichschaltung geopfert wurde, sind Sie umso wichtiger in meinem Alltag. Ein Zustand der mich schon lange umtreibt, von dem ich sicher bin, dass er eine große Rolle spielt ist in der Veränderung der freien Meinungsäußerung: UN-Migrationspakt. Von 152 Staaten unterzeichnet. Interessant sind die Ziele 13 und 17. In diesem Zusammenhang erwähne ich auch gerne, dass ich die Unabhängigkeiten der UN und WHO mit zusammengekniffenen Augen sehe. Think Tanks, Logen und andere NGOen sind eifrig dabei leitende Köpfe auf Kurs zu trimmen. Mittlerweile ist die Macht in falschen Händen schon so weit gediehen, dass man „Pandemien“ nutzen kann um die Weltwirtschaft ins Wanken zu bringen.

  5. Zitat:“Dass unter den Kommentatoren zum gleichen Thema keine verbalen Kleinkriege ausbrechen.
    Jede Meinung, die geäußert wird, ist die Meinung dessen, der Sie geäußert hat und wird von mir so akzeptiert. Haben Sie eine andere Meinung, dann tun Sie diese kund. Die Leser sollen unterschiedliche Meinungen gegeneinander abwägen, nicht in besserwisserische Kleinkriege hineingezogen werden.“

    Danke, dass dies endlich einmal angesprochen wird, weil ich schon an einigen anderen Orten merkte, dass die eigne Meinung kleingemacht wurde, damit ein anderer (vorlauter/Besserwisser) Forist sich sonnen kann. Das wird hier ausgeschlossen. Im übrigen bin ich oft von Ihrem Schreibstil und Ihrer Nachdenklichkeit beeindruckt. Ich freue mich auf gute Zeilen und Zeiten.

  6. Herr Kreutzer, ich lese Ihre Beiträge immer mit großem Interesse. Es ist gut, dass man sich zukünftig auch mal dazu räuspern kann. Der Druck, der durch die derzeitige politische Situation vom Polit/Medien-Kartell erzeugt wird, braucht ein Ventil. Sicher lassen auch Sie schon mit Ihren Beiträgen Dampf ab. Ein feedback von Ihren Lesern ist doch bestimmt auch für Sie von Interesse, sei es zustimmend oder kritisch. Profitieren tun sicher beide.

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