Sporadisch, aber stets freitags, gibt es Informationen zu Wirtschaftsthemen.
Heute frisch im Angebot die Frage: Geht es wirklich immer nur ums Geld?
Behandelt wird die Unmöglichkeit, den Geldwert außerhalb einer ganz konkreten Transaktion festzustellen, und das Wesen der Inflation.
Interessiert?
Hier ist „Wirtschaft am Freitag – Kapitel 6“
Ja, danke, sehr interessiert.
Mein ganzes Leben ist ein Fluch nach Erkenntnissgewinn.
Dabei bekommt man so manches mit. ZB, dass Gesellschaftstheorien und wirkmächtige Ideologien im wesentlichen nur ökonomische Theorien sind. Und, dass selbst scheinbar kritische Denker oft mit nicht reflektierten Prämissen arbeiten. Persönlich halte ich beides für fatale Defizite der Menschheit, die vermutlich wesentlich an ihrem Ende mitwirken werden . Ist ja nur ein Kommentar, kein Buch, daher nur ein Gedanke: Geld ist offensichtlich nicht nur nicht alles, wie Sie einleitend feststellen, sondern womöglich gar nichts? ja gar eine schädliche Droge. Da Sie nordamerikanische Indianer zitierten, weise ich darauf hin, dass eine grosse Anzahl dortiger Zivilisationen über Jahrhunderte stabil eine Ökonomie des Schenkens betrieben. Egoismus als Prämisse für ökonomisches Handeln war da schlicht eine falsche Halluzination. Man gab das, was jemand brauchte. Und ja, das funktionierte auch über große und komplexe Strukturen. Besitz wurde teilweise bis auf das ganz persönliche , körpernahe (oder vor allem Seelen – nahe)nicht einmal als Konzept akzeptiert. Es gab Stämme, die landwirtschaftliche Überschüsse vernichteten, damit niemand auf die Idee kommen konnte, daraus einen Besitz zu machen. Das ist völlig ungleich kommunistischer oder anarchischer Ideen. Wer das als Praerieromantik abtut, hat keine Ahnung und es nicht durchdacht.
würde unsere komplexe, technologische Gesellschaft so funktionieren können?- man ist versucht zu sagen, natürlich nicht- aber das ist nicht ausgemacht- es gelang mir durchaus, scheinbar wirksame Gegenargumente, die ich mir ausgedacht hatte , zu entkräften. Meist scheren sie sich un einen Mangelbegriff- eine zentrale Grösse, die ebenfalls mit stillen Prämissen durchseucht ist.
Tatsächlich war der allererste Satz, den unser WiWi
Lehrer zu uns sagte: Alle Wirtschaftsgüter sind knapp.
Das ist eine sinnvolle, ja notwendige Definition für alle Wirtschaftstheorien, aber nicht für das Leben von Menschen.