Das magische Dreieck
Die Nationalökonomie, also jene Wissenschaft, die im Gegensatz zur Makro-Ökonomie und zur Volkswirtschaftslehre weder versucht, im internationalen Wettbewerb der Globalisten zu siegen, noch einfach nur das Volk zu bewirtschaften, sondern das Gesamtinteresse des Nationalstaats zu verfolgen, hat drei Ziele vorgegeben, die zugleich erfüllt werden müssen, um ein gesundes Gedeihen der Nation zu gewährleisten.
- Vollbeschäftigung
- Geldwertstabilität
- Außenwirtschaftliches Gleichgewicht

Jede dieser Forderungen klingt irgendwie selbstverständlich und wird spontan Zustimmung finden. Erst unter der Bedingung, sie gleichzeitig anzustreben und möglichst zu erreichen, wird die darin liegende Schwierigkeit erkennbar, die überhaupt nur bei gutem Willen aller Akteure überwunden werden kann. Genau an diesem guten Willen fehlt es jedoch oft, weil sich bei Missachtung der Zielsetzung zu Lasten der Gemeinschaft individuelle Vorteile gewinnen lassen. Aber der Reihe nach:
Vollbeschäftigung
Vollbeschäftigung ist der blanke Horror für die Arbeitgeber.
Bei Vollbeschäftigung ist der Arbeitsmarkt leergefegt. Die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer, ob nun gewerkschaftlich vertreten oder nicht, ist gewaltig. Forderungen nach Lohnerhöhungen und Verbesserungen der Arbeitsbedingungen können nicht abgewiesen werden, Minderleister können nicht entlassen werden, weil es nicht gelingt, besseren Ersatz zu beschaffen. Vollbeschäftigung verändert die Verteilung der Ertrags zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu Lasten der Arbeitgeber. Bei gleichem Umsatz sinken die Gewinne. Kapazitätsausweitungen mit erhöhtem Personalbedarf sind schwierig, im Zweifelsfall muss Personal von der Konkurrenz oder aus anderen Sektoren des Arbeitsmarktes mit dem Versprechen besserer Löhne abgeworben werden. Unternehmen kannibalisieren sich so gegenseitig. Die gegenwärtig Klage über den Fachkräftemangel ist in einzelnen Berufsgruppen die Folge der dort partiell herrschenden Vollbeschäftigung.
Die Reaktion der Arbeitgeber auf Vollbeschäftigung lässt sich grob in zwei Stoßrichtungen unterteilen.
Es wird einerseits versucht, durch den Import von Arbeitskräften, wie auf dem Höhepunkt des deutschen Wirtschaftswunders durch die Akquisition von Italienern, Türken, Griechen und anderen Nationalitäten geschehen, das notwendige Maß einer Arbeitskräfte-Reserve herzustellen, die – selbst wenn sie nur in den Bereichen der einfachen Arbeit eingesetzt werden kann – dazu beiträgt, das Lohngefüge von unten her zu erodieren, indem ein Wettbewerb unter den Arbeitskräften hergestellt wird, der nur mit dem bestmöglichen Verhältnis zwischen Leistung (Qualifikation, Quantität des Arbeitsergebnisses) und Kosten (Löhne und Kosten des Arbeitsplatzes) gewonnen werden kann. Arbeitnehmer schrauben also ihre Ansprüche herunter, um Arbeit zu finden und so ihren Verpflichtungen nachkommen zu können.
Andererseits suchen die Unternehmen nach Möglichkeiten, die Kosten der Arbeit durch Kapitaleinsatz zu reduzieren. Es wird überall da automatisiert und rationalisiert, wo die Abschreibungen auf die zusätzlichen Investitionen niedriger sind als die Löhne der durch die Rationalisierungmaßnahme überflüssig werdenden Arbeitnehmer. Auch dies bringt Entlastung von den Problemen der Vollbeschäftigung, selbst wenn alle, die wegen Rationalisierung entlassen werden, schnell wieder Arbeit finden, weil unter den Bedingungen der Vollbeschäftigung immer noch händeringend nach Mitarbeitern gesucht wird, setzt sich der Rationalisierungstrend Branche für Branche durch, weil diejenigen Unternehmen, die dem Trend nicht folgen können oder wollen, am Ende nicht mehr wettbewerbsfähig arbeiten können.
Beide Strategien, meist als Mix auftretend, führen dazu, dass die Frage der Personalbeschaffung in den Unternehmen an Bedeutung verliert, während sich – bei gleichem oder sogar wachsenden Produktions- und Umsatzniveau – allmählich ein Zuwachs bei den Arbeitslosenzahlen feststellen lässt.
Das mag für die Arbeitslosen schlimm sein, in der Gesamtbetrachtung ergibt sich ein positives Bild. Schließlich wird die (Volks-)Wirtschaft um die Differenz zwischen ersparten Personalkosten und den niedrigeren Kosten der Sozialtransfers an Arbeitslose entlastet.
Der Pferdefuß zeigt sich erst allmählich, nämlich dann, wenn in nennenswertem Umfang Arbeitslose mangels Kaufkraft als Kunden ausfallen und die Umsätze im Binnenmarkt einbrechen. Um die Arbeitslosen dennoch weiter zu versorgen und zugleich, trotz sinkender Umsätze die Gewinne zu halten, teils sogar zu steigern, werden die Hersteller die Qualität der Produkte schleichend reduzieren und damit ihre Preise niedrig halten, während der Handel in höherem Maße Importwaren aus Billigländern in die Regale legt.
Auf diesem Wege wird schließlich ein Versorgungs-Niveau erreicht, das nicht mehr unterschritten werden kann. Der Druck auf den Staat, die Leistungen für die Arbeitslosen anzuheben wächst, der ursprüngliche Gewinn aus der Arbeitslosigkeit schrumpft wieder, was einen Teil der Unternehmen, die gerade noch an der Gewinnschwelle arbeiteten zum Ausscheiden zwingt. Es ist der Punkt erreicht, an dem die Arbeitslosigkeit zwangsläufig weitere Arbeitslosigkeit hervorbringt. Zugleich ist das aber auch der Punkt, an dem es der Wirtschaft gar nicht mehr möglich ist, durch Neueinstellungen den Trend umzukehren, weil sich das Kostengefüge so verändert hat, dass Löhne oberhalb dessen, was als Sozialtransfer an Arbeitslose geleistet wurde, gar nicht mehr gezahlt werden können, ohne in die Verlustzone abzurutschen.
Spätestens jetzt wird der Staat versuchen, mit Konjunktur- und Beschäftigungsprogrammen gegenzusteuern, um den Rückweg aus dem Tal der Arbeitslosigkeit zum Gipfel der Vollbeschäftigung zu beschreiten. Dieser Versuch führt direkt zur zweiten Forderung aus dem magischen Dreieck.
Geldwertstabilität
Geldwertstabilität ist der blanke Horror für Banker und Schuldner.
Schuldner, vor allem große Schuldner, insbesondere der Staat, verlassen sich darauf, dass ihnen die Inflation einen Teil der Tilgungslasten abnimmt. Nehmen wir eine zehnjährige Staatsanleihe zum Ausgabekurs von 100 € – die muss nach der zehnjährigen Laufzeit mit exakt 100 € eingelöst, also getilgt werden. Bei einer durchschnittlichen Inflation von 3 Prozent erhöhen sich – bei ansonsten unveränderten Parametern – die Steuereinnahmen nur aufgrund der Inflation um 35 Prozent. Den 100 €, die zur Rückzahlung fällig sind, stehen also 135 € an Einnahmen gegenüber. Die nominal unveränderte Schuld schrumpft also real wegen der eingetretenen Veränderung der Kaufkraft. Je höher die Inflation, desto schöner der Effekt. 7 Prozent Inflation bedeuten schon die Halbierung der Kaufkraft. Gelobt sei der Zinseszinseffekt. Das Inflationsziel der EZB von 2 % p.a. landet übrigens, nach 10 Jahren bei einer Kaufkraftverschiebung um 22 Prozent.
Was wären die Banker ohne Inflation? Im Wortsinne „arme“ Schweine. Banken erhöhen die umlaufende Geldmenge durch Ausweitung der Kreditvergabe. Investitionskredite für die Wirtschaft, Immobilienkredite für die Häuslebauer und – last but not least – Konsumentenkredite für die vorgezogene Wunscherfüllung. Diese zusätzliche Geldmenge trifft auf ein zunächst unverändertes Angebot. Das bedeutet, die Nachfrager konkurrieren um das Angebot und sind daher bereit, einen höheren Preis zu zahlen. Das klingt jetzt ein bisschen theoretisch, ist es auch, aber unter dem Strich ist das das Prinzip. Höhere Preise machen Produktion und Handel attraktiver. Die Kapazitäten werden ausgeweitet, was in den allermeisten Fällen wiederum durch Kredite finanziert wird. Auch hier steht die Nachfrage, z.B. nach Ausrüstungsgegenständen (Maschinen und Anlagen für die Industrie), einem noch nicht gewachsenen Angebot gegenüber. Wiederum konkurrieren die Nachfrager über den Preis um das Angebot. Klar. Jeder will der erste sein. Steht die Fabrik, wächst die Nachfrage nach Rohstoffen, Materialien, Energie – und wiederum konkurrieren die Nachfrager gegeneinander. Die Inflation ist in vollem Gange. Am Ende müssen auch die Endverbraucherpreise steigen, und weil diese steigen, müssen irgendwann auch Lohnerhöhungen folgen. Das Ergebnis: Die klassische Lohn-Preis-Spriale. Die Banker lachen sich ins Fäustchen, denn alles funktioniert nur, weil sie einen Kredit nach dem anderen vergeben, der das Konkurrieren der Nachfrage erst möglich macht, und mit jedem Kredite wachsen die Zinserträge der Banken und die Dividenden für deren Gesellschafter.
Die Leidtragenden sind die Sparer. Deren Kaufkraft schrumpft Jahr für Jahr um die Inflationsrate. Natürlich muss man die Guthabenzinsen dagegen rechnen, die jedoch in der Regel nicht ausreichen, um den Inflationsverlust zu kompensieren. Gerade bei langfristigen Anlagen, wie z.B. beim Ansparen für das Alter, entstehen über Laufzeiten von 20, 30 Jahren ganz erhebliche Kaufkraftverluste.
Um die Geldentwertung zu bremsen, versuchen die Notenbanken die Kreditvergabe der Geschäftsbanken durch Anheben der Leitzinsen zu bremsen. Dies ist so pauschal durchaus sinnvoll, um die überschießende Konjunktur wieder zu bremsen, behindert aber gerade auch die Innovationskraft der Wirtschaft, aussichtsreiche Neugründungen und beschädigt damit langfristig auch die Konkurrenzfähigkeit der Volkswirtschaft. Im schlimmsten Fall führt die Notbremsung über die Leitzinsen auch zum vollständigen Abwürgen der Konjunktur.
Der andere Hebel, der aber so gut wie nie benutzt wird, findet sich in der antizyklischen Ausgabenpolitik des Staates. Staatsausgaben, öffentliche Aufträge, Transferleistungen zurückfahren, wenn die Inflation Fahrt aufnimmt, aber den Geldhahn (über Staatschulden, nicht über Steuern) aufdrehen, wenn die Konjunktur nicht anspringen will, könnte als wirksames Marktkorrektiv eingesetzt werden. Als Mittel gegen Depression wird es schon gerne hergenommen. Zur Dämpfung von Inflation und heißlaufender Wirtschaft eher nicht.
Außenwirtschaftliches Gleichgewicht
Das ist der blanke Horror für die Exportwirtschaft und die Importeure.
Eine These vorab: Exportüberschuss ist Reingewinn der Exportwirtschaft.
Das ist schwer im Detail nachzuweisen. Auf der obersten Betrachtungsebene zeigt sich jedoch, dass den Exporten keine Importe in gleicher Höhe gegenüberstehen. Das ist ein Indiz dafür, dass im Binnenmarkt die Kaufkraft fehlt, um weitere Importe zu bezahlen. Ein Grund für die fehlende Kaufkraft ist stets darin zu finden, dass erst niedrige Personalkosten (Wenig Personal und/oder niedrige Löhne und Gehälter) in Verbindung mit der Fixkostendegression (hohe Kapazitätsauslastung) sowie niedrige Unternehmenssteuern die Produkte auf dem Weltmarkt erst interessant machen. Allerdings ist kein Exporteur gehalten, seinen Kostenvorteil vollständig an seine Abnehmer abzugeben. Er wird stattdessen den Preis fordern, der ihm gegenüber der Konkurrenz gerade noch den notwendigen Vorteil verschafft. Der Rest seines Kostenvorteils ist Gewinn. 
Zweite These: Importüberschuss exportiert Arbeitsplätze.
Das leuchtet auf den ersten Blick ein. Alle Güter und Waren, die über das hinaus importiert werden, was im Inland nicht gewonnen werden kann, z.B. Erdöl, oder Seltene Erden, verdrängen heimische Produkte vom Markt und mit den Produkten die Unternehmen und die Arbeitsplätze, wenn die Importwaren billiger angeboten werden können als gleichwertige Produkte aus eigener Produktion. Billigprodukte aus China, Indien, Thailand, Bangladesch, usw., sind im Inland auch dann noch konkurrenzfähig, wenn der Importeur die Inlandspreise so festlegt, dass sie gegenüber der Konkurrenz gerade noch als preisgünstig erscheinen. Der Rest des Kostenvorteils ist der Gewinn des Importeurs.
Die Suche nach dem außenwirtschaftlichen Gleichgewicht gestaltet sich schwierig, weil zunächst vollkommen offen ist, ob die Exporte an das Importvolumen angeglichen werden sollten, oder die Importe an das Exportvolumen. Letzteres funktioniert bei Exportüberschuss nicht, weil mit dem Exportüberschuss Kaufkraft (Personalkosten, Steuern) aus dem Markt genommen wurde, so dass gar nicht so viel importiert und abgesetzt werden kann, wie exportiert wird. Versucht man den anderen Weg, nämlich den Export auf das Maß des Imports zu beschränken, bricht die Exportwirtschaft zusammen, mit erheblichen Folgen für den Arbeitsmarkt und die Staatsfinanzen.
Warum das magische Dreieck angestrebt werden sollte
Um gleich mit dem außenwirtschaflichen Gleichgewicht fortzufahren:
Als die Deutsche Bundesbank noch über die D-Mark wachte, war das einfacher anzustreben. Die D-Mark konnte nämlich gegenüber anderen Währungen, insbesondere gegenüber der Leitwährung Dollar in gewissen Grenzen auch gegen den Markt durch Zentralbankeingriffe auf- und abgewertet werden. Eine Aufwertung dämpfte den Export, ohne ihn zu erdrosseln und verbilligte Importe. Umgekehrt verteuerte die Abwertung Importe, erleichterte damit aber gleichzeitig den Export. Daher gehörte es zu den Aufgaben der deutschen Zentralbank, ein außenwirtschaftliches Gleichgewicht anzustreben. Mit dem Euro hat Deutschland auf den Außenwert des Euro keinen direkten Einfluss mehr – und die EZB muss versuchen, die unterschiedlichsten Interessen der Euro-Länder auf einen Nenner zu bringen. Heraus kommt regelmäßig ein Kompromiss, mit dem niemand wirklich glücklich werden kann.
Der zweite Aspekt, der für ein außenwirtschaftliches Gleichgewicht spricht, lässt sich auf die einfache Formel bringen: Geld kann man nicht essen. Wenn das Ausland Waren erhält, im Gegenzug aber nur Geld abliefert, was zwar einem Anspruch auf Waren, Güter, Dienstleistungen entspricht, der aber über die Importe nicht vollständig eingelöst wird, bleibt ein Forderungssaldo gegenüber dem Ausland offen.
Dies öffnet die Türe weit den Abfluss des im Ausland verdienten Kapitals aus der exportierenden Volkswirtschaft. Ob es zum Erwerb von Staatsanleihen der USA führt, ob Immobilien im Ausland erworben oder Niederlassungen und Fabriken im Ausland aufgebaut werden, es ist der Weg, der auf eine der Volkswirtschaft eher abträgliche Weise ebenfalls – erst über die Zahlungsbilanz, dann aber auch über die Handelsbilanz – zu Ausgleichsbewegungen führt.
Brutal wird es, wenn das Ausland seinerseits versucht, sein Außenhandelsdefizit durch Zollschranken zu begrenzen. Das trifft die Exportnationen schwer, vor allem auch, weil, wie schon in Kapitel 2 ausgeführt, der Gewinn von der Kapazitätsauslastung abhängig ist und schon zum Verlust werden kann, wenn die Auslastung unter 80 Prozent sinkt. Der Kampf der deutschen Automobilindustrie um den Absatzmarkt China, der nun mit massivem Personalabbau in Deutschland geführt werden muss (VW hat seine Abbaupläne inzwischen von 50.000 über 100.000 auf 120.000 Stellen ausgeweitet), veranschaulicht überdeutlich, was passiert, wenn ein Exportmarkt wegbricht.
Dies führt zurück zum Thema „Vollbeschäftigung“. Vollbeschäftigung heißt doch zweierlei: Erstens, dass alle Erwerbstätigen entsprechend ihrem Leistungsvermögen gutes Geld verdienen, und zweitens, dass den Erwerbstätigen kein Geld mehr für Transferleistungen an Arbeitslose und andere, nicht Erwerbstätige (Grundsicherungsempfänger) abgenommen werden muss. Die im Markt befindliche Kaufkraft der Konsumenten steigt dabei enorm, was es wiederum ermöglicht, weitere (ggfs. auch höherwertigere) Teile der im Binnenmarkt produzierten Waren und Dienstleistungen abzunehmen, was dann wiederum die Notwendigkeit, Exportmärkte zu erschließen reduziert. Gleichzeitig gehen die Importe aus dem Ausland zurück, weil der Bedarf stärker mit inländischen Waren gedeckt werden kann. Das außenwirtschaftliche Gleichgewicht rückt näher. Natürlich hat das Rückwirkungen auf die Unternehmensgewinne. Die relativen Kapital- und Umsatzrenditen würden zweifellos sinken, ohne Unternehmer und Investoren deshalb aber gleich an den Bettelstab zu zwingen. Ein bisschen Bescheidenheit, ein bisschen weniger Egoismus, würden auf diese Weise aber auch zur Geldwertstabilität beitragen.
Wie? Ausgeschüttete Gewinne wandern vom Betriebsvermögen ins Privatvermögen. Dort werden sie zu einem Teil über den privaten Konsum wieder in den Kreislauf der Realwirtschaft eingespeist, zu einem erheblichen Teil gehen sie jedoch in die Hortung, wo sie aus der Finanzsphäre nur selten wieder in die Realwirtschaft zurückfinden. Damit schrumpft die der Realwirtschaft verfügbare Liquidität, die wiederum nur durch Neuverschuldung aufgefüllt werden kann. Neuverschuldung ist zusätzliche Verschuldung. Zusätzliche Verschuldung bedeutet zusätzlichen Zinsaufwand. Zusätzlicher Zinsaufwand erhöht die Kosten, führt zu steigenden Preisen und treibt damit die Inflation an.
Alle drei Ziele des magischen Dreiecks gleichzeitig zu erreichen und zu halten ist vermutlich unmöglich. Möglich ist jedoch, sie beständig anzustreben und Maßnahmen zu ergreifen, um Ausreißer wieder einzufangen.
Die EZB ist nur noch ihrer Pseudo-Geldwertstabilität mit einem Inflationszielwert von 2 Prozent verpflichtet.
Ich meine: Das merkt man.