
PaD 18 /2026 – hier auch als PDF verfügbar: Pad182026 Der deutsche Staat als Milchbauer
„Was passiert,
wenn in der Sahara der Sozialismus eingeführt wird?
Zehn Jahre überhaupt nichts,
und dann wird der Sand knapp.“
(Strauß-Zitat von 1983)
Da Deutschland über keine ausgedehnten Wüstenflächen verfügt, führt das Strauß-Zitat in die Irre. In jene Irre, in der man glaubt, weil, was man nicht hat, nicht knapp werden kann, sei man auf der sicheren Seite. Ein epochaler Trugschluss.
Man sollte meinen, dass auch nur halbwegs vernunftbegabte Bürger in der Lage sein sollten, diesen Trugschluss zu erkennen, doch auch das ist ein Trugschluss, wie man an Deutschland leicht erkennen kann. Propaganda, so plump sie auch sein mag, muss nur oft genug und von vielen unterschiedlichen Quellen wiederholt werden, und schon wächst die Überzeugung, dass das Leben umso schöner, sorgenfreier und leichter werden wird, je weniger man hat, weil dies schließlich nicht knapp werden kann.
Ihr werdet nichts besitzen und glücklich sein.
(Es heißt, dies sei weder so gemeint,
noch überhaupt ein Zitat von Klaus Schwab)
Die Freude auf diesen Zustand ohne lästigen Besitz – von Eigentum soll gar nicht erst geredet werden – war noch bei jeder Sprengung eines Kühlturms eines Kernkraftwerks, bei der Sprengung der Schornsteine der Kohlekraftwerke, bei der Sprengung der Förderbrücke F60 bei Jänschwalde zu erkennen. Nicht nur die Schaulustigen vor Ort, die mit Bier und Brotzeit dem Ereignis entgegenfieberten, sondern auch die Menschen zu Hause an den Bildschirmen wurden über jedes freudige Ereignis solcher Art bestens informiert und ins Bild gesetzt. Das Glück nahm zu, mit jedem Megawatt elektrischer Leistung, um das man sich fortan keine Sorgen mehr zu machen brauchte.
(Das mit dem Wal, der nun auch weg ist, passt allerdings nicht in diese Kategorie.)
Weniger spektakulär ist das Verschwinden ganzer Fahrstreifen ehemaliger großstädtischer Hauptverkehrsadern, die nun, teilmöbliert mit nachwachsenden Sitzgelegenheiten, als Radwege neu und beglückend in Erscheinung treten. Wo es keine Fahrstreifen mehr gibt, braucht es auch keine Parkplätze mehr, also verschwinden auch diese. Wo kein Auto mehr hinkommt, verschwinden auch die Geschäfte, die es sowieso nicht mehr braucht, weil Dutzende von Lieferdiensten von zentralen Logistikstandorten ausschwärmen, um die Menschen mit dem zu versorgen, was sie sonst vor Ort hätten einkaufen müssen.
Dies alles folgt einer Logik, die etwas komplizierter ist, als es mit der Unverträglichkeit zwischen Sand und Sozialismus in der Sahara verdeutlicht werden kann. Vergleicht man jedoch den deutschen Staat, bzw. die Regierungen der letzten 25 Jahre mit einem Milchbauern, dann geht so manchem ein Licht auf, obwohl die Wohlmeinenden weiterhin einwenden werden, man könne unsere Demokratie doch nicht mit einem Gemenge aus Gras, Rindvieh, Misthaufen und Melkmaschine vergleichen. Auf gar keinen Fall.
Wenn der deutsche Staat ein Milchbauer wäre
Bäuerliche Landwirtschaft findet traditionell in der Form des Familienbetriebes statt. Unser Milchbauer hat sich am 1. November 1993 mit seiner EUsebia verheiratet, die außer einer zahlreichen und geldgierigen Verwandtschaft nichts mit in die Ehe gebracht hat. Seine Erwartung, er könne sich als EUsebias Gatte im Laufe der Zeit zum Chef der ganzen Sippe aufschwingen, hat sich als trügerisch erwiesen. Im Gegenteil. Er hat den Zorn EUsebias mehrmals erlebt, und um sich solchem Ungemach nicht weiterhin auszusetzen, lässt er zu, dass nicht der Milchbauernhof von der Arbeitskraft der Verwandtschaft profitiert, sondern dass das von ihm und seiner Arbeit ganz alleine Erwirtschaftete von EUsebia verwendet wird, um die hungrigen Mäuler ihrer Verwandtschaft zu stopfen, wobei sich diese Verwandtschaft im Laufe der Zeit durch eine große Zahl sehr entfernter Verwandter nicht europäischer Herkunft erweitert hat.
Des Milchbauern Sohn aus erster Ehe, an einem Dreikönigstag geboren und Freimut genannt, hatte viel zu leiden. Das begann schon als die drei Kinder, die EUsebia unserem Milchbauern geschenkt hat, ihren eigenen Willen entwickelten. EUsebia kümmerte sich nur um die eigenen Gören und Freimut verkümmerte mehr und mehr, durfte sich auf dem Hof und auf den Wiesen auch nicht mehr frei bewegen, denn das waren die Spielwiesen von Sozia, der Ältesten, Grünchen, der Mittleren, und Rotkäppchen, der Dreistesten. Dem Hörensagen nach dämmert Freimut in einem Hospiz vor sich hin, geplagt von Albträumen, in denen seine einstige Lieblings Kuh Biggi eine starke Rolle spielt.
Natürlich gestattete EUsebia ihrem Ehemann ab da auch nicht mehr, seine eigenen Wiesen abzumähen, um seine Kühe zu füttern. Jedenfalls nicht alle. Er musste breite Randstreifen stehen lassen, und wo ein Bach seine Wiesen durchzog, hatte er schon gar kein Recht mehr. Dass er die ganze Sippschaft mit dem Ertrag der Milch ernähren musste, und dass es für die Milch nun einmal frisches Gras im Sommer und duftendes Heu im Winter brauchte, kümmerte EUsebia nicht. Da müsse er sich eben etwas anderes einfallen lassen.
Statt auf den eigenen Wiesen das Futter einzufahren, kaufte er nun Gras und Heu dazu, und obendrein noch Kraftfutter. Tatsächlich gelang es ihm, die Milchmenge so hoch zu halten, dass seine Einnahmen stabil blieben. Dafür stiegen die Ausgaben, und auf dem einst rentablen Hof wurde es knapp. Nicht für EUsebia und ihre Gören. Denen durfte es an nichts fehlen. Wenn er schon nicht wirtschaften könne, dann müsse er eben sparen, erklärte sie. Die Renovierung des Kuhstalles sei schließlich überhaupt nicht dringlich. Das könnte durchaus noch ein paar Jahre warten. Den ältesten Traktor, der schon mehr Reparaturkosten verschlungen hat als für seinen Dieselverbrauch zu bezahlen war, bräuchte er auch nicht zu ersetzen. Er müsse sich die Arbeit halt so einteilen, dass er immer einen der beiden neueren Traktoren zur Verfügung hat. Sie bestand darauf ihren Anteil zu erhalten, ja sogar noch zu erhöhen, weil die Verwandtschaft schließlich gewachsen sei und man die doch nun wirklich nicht verhungern lassen könne. Was würden denn die Nachbarn sagen? Wir sind doch immer noch der reichste Hof im Umkreis.
Nicht lange danach vermeldete EUsebia, sie werde nicht länger tatenlos zusehen, wie er, der Bauer, die Zukunft ihrer Kinder ruiniere. Das mit Kraftfutter habe er zu unterlassen. Grünchen, ihr herzensliebes Töchterlein habe erkannt, dass die Kühe zu viel furzen, wenn ihnen zu viel Energie zur Verfügung steht. Das stinkt aber nicht nur, das ist verheerend für das Klima. Du kannst doch auch nicht wollen, dass deine Wiesen verdorren. Der Bauer soll gelacht haben: „Meine Wiesen? Meine Wiesen? Die sind doch längst nur noch der Tummelplatz deiner Kinder. Wann habe ich das letzte Mal dort Gras geholt für die Kühe?“
„Werd mir nicht frech! Bauernlümmel!“, hat sie ihn angefaucht.
Da hat er die Kraftfutterbestellung bei der Firma Kern, Kraftfutter oHG storniert. Die Milchleistung ist um fast ein Viertel gefallen, und damit natürlich auch die Einnahmen aus der Milchvermarktung, und überdies musste er noch Abstriche hinnehmen, weil die Qualität der Milch sich ungünstig verändert hatte.
EUsebia und ihr Anhang zeterten, als der Bauer ihnen die Zuwendungen kürzen wollte. Nimm doch einen Kredit auf! Für die Stallrenovierung und den Traktor hattest du das ja auch gewollt. Er kam nicht dazu zu erklären, dass es einen Unterschied macht, zwischen einer Investition, die sich langfristig amortisieren und rentieren werde, und reinen Konsumausgaben, die einfach nur weg sind. „Es ist uns egal. Wir haben ein Recht auf Vollversorgung. Sieh‘ zu, wie du zurechtkommst. Wir sind schließlich nicht schuld, dass deine Kühe nicht mehr so viel Milch geben.“
Er hat zehn Kühe verkauft und einen Kredit aufgenommen. EUsebia war zufrieden. „Siehst du, es geht doch. Man muss nur wollen. Stell dich nicht immer so dumm an!“
Für die zehn Kühe, die er nun nicht mehr hatte, brauchte er kein Futter mehr zu beschaffen. Das würde schon entlasten, bei den Kosten. Den Tierarzt würde er auch nicht mehr kommen lassen, wenn es nicht unbedingt notwendig war. Außerdem hatte ihm sein Banker versichert, dass er die Hypothek auf den Hof jederzeit noch einmal deutlich aufstocken könne. Da sei schließlich noch jede Menge Substanz vorhanden.
***
Eines schönen Tages stand ein kräftiger Mann, vielleicht dreißig Jahre alt, dem Bauern wie aus dem Gesicht geschnitten, vor der Tür. EUsebia witterte sofort Unheil und beschied ihm, er möge draußen warten, wenn er mit dem Bauern sprechen wolle. „Es wird wohl noch ein Weilchen dauern, bis er wiederkommt, aber du scheinst ja sonst nichts zu tun zu haben.“
Dem Bauern fiel die Kinnlade herunter als er seinem verjüngten Ebenbild gegenüber stand. Der zeigte ihm das Foto einer hübschen jungen Frau mit nordischem Aussehen und fragte: „Kannst du dich an meine Mutter erinnern?“ Der Bauer wurde blass. „Mein Gott! Freija! Wie lange ist das her?“
„Meine Mutter hat einen Sommer hier auf diesem Hof geholfen. Ich habe ihn nach den alten Fotos wiedererkannt. Kurz bevor sie gestorben ist, hat sie mir dieses Dokument überlassen.“
Der Bauer wusste genau, was in diesem Dokument vereinbart war. Es war ein Erbvertrag. Darin war sogar schon der Name des noch ungeborenen Kindes festgesetzt. „Gustav Adolf“, nach ihrem schwedischen König sollte er getauft werden. Sie war darin als Alleinerbin eingesetzt, und sollte sie als erste sterben, sollte das Erbe auf Gustav Adolf übergehen, der wiederum das Recht hätte, sofort, also am Tag nach ihrem Tod, die Bewirtschaftung des Hofes zu übernehmen, es sei denn, der Bauer sei in der Lage, ihm das Erbe zu hundert Prozent auszuzahlen.
EUsebia tobte. „Mir und meinen Kindern das schon sicher geglaubte Erbe wegzunehmen, das geht gar nicht. Und wenn er die Wirtschaft übernehmen will, heißt das ja nicht, dass er uns vertreiben kann. Das lasse ich klären. Gerichtlich. Bis dahin wirst du hinten im Stall, wo die zehn Kühe standen, die jetzt weg sind, eine Mauer ziehen. Dahinter kann er sich’s einrichten. Aber wehe er taucht einmal bei uns in der Stube auf, dein Bastard.“
„Du wirst es verstehen, meine Frau will das so“, sagte der Bauer zu seinem Sohn und zog die Mauer hoch, brach auch noch eine Tür in die Stallwand und erklärte dann: „Da, das ist jetzt dein Platz. Wie es weiter geht, wird gerichtlich geklärt. Du wirst erst einmal beweisen müssen, dass du der bist, für den du dich ausgibst, aber das wird dir nicht helfen, denn der Erbvertrag wird insgesamt angefochten werden. Eine jugendliche Dummheit darf doch nicht dreißig Jahre später unsere glückliche Familie zerstören. Bist ja bis jetzt auch gut durchgekommen. Am besten wäre, du ziehst wieder davon und lässt nie mehr von dir hören.“
Gustav Adolf aber hatte nach wenigen Tagen genug gesehen. Der Hof stand wirtschaftlich auf der Kippe, das Inventar verkommen, die Wiesen aus unerfindlichen Gründen brach liegend und schon weitgehend verbuscht. So, wie er so da lag, war er nichts mehr wert. Richtig bewirtschaftet könnte er jedoch innerhalb von fünf Jahren wieder zu einem Prachtstück werden, das er einst gewesen war. Sollte er sich das antun?
Letztlich war es die Erinnerung an seine Mutter, an die Geschichten, die sie ihm mit verträumtem Gesicht von diesem Hof erzählt hatte. Er wollte den Hof wieder aufbauen. Das schwor er sich.
Er beschaffte sich ein paar gebrauchte Möbel, auch einen PC, und richtete sich im abgemauerten Teil des Kuhstalls ein, so gut es ging. Dann machte er Pläne für den Hof. Der Erbrechtsstreit hatte eben erst begonnen. Der Bauer sprach nur selten ein Wort mit ihm, der Rest der Sippschaft hielt sich fern, und wo es nicht anders ging, verzog man, statt seinen freundlichen Gruß zu erwidern, nur spöttisch das Gesicht.
Er hatte gute Pläne für den Hof. Doch wann auch immer er anfangen wollte, davon zu erzählen, erhielt er eine Abfuhr. Unbezahlbar, nicht durchdacht, der direkte Weg in den Niedergang, das war alles, was er dazu zu hören bekam.
Der Bauer hatte angefangen zu trinken. Ihm war alles zu viel. Er ließ die Arbeit auf dem Hof schleifen. Gerade, dass er noch ans Melken dachte, denn er brauchte das Geld, aber fürs Ausmisten gab es schließlich nichts extra, und so standen die Kühe oft bis zu den Knöcheln in der Scheiße, und einmal lag tagelang ein totgeborenes Kalb darin, ohne dass er sich aufraffen konnte, wenigstens den Kadaver wegzuräumen.
EUsebia drang schließlich durch seinen Tran durch, indem sie erklärte: „Ich brauche Geld. Viel Geld. Die Anwälte sind teuer, und du willst doch auch, dass uns der Hof nicht weggenommen wird.“
„Wieviel?“
„150.000, für die erste Instanz. Der Streitwert – 4 Millionen – ist halt so hoch.“
„Ich hab das Geld nicht.“
„Dann geh zur Bank. Du hast noch Kredit. Der Hof muss verteidigt werden, koste es, was es wolle. Gottseidank sind es nicht die Russen, die daherkommen, um uns unsere Habe wegzunehmen. Aber weg ist weg, egal, wer es nimmt, und daher darf dir die Verteidigung niemals zu teuer sein. Dein Gustav-Adolf wird schon sehen, was herauskommt, wenn man sich ungefragt fremdes Gut aneignen will. Sozia fürchtet sich schrecklich vor ihm. Passt du auch gut auf, dass er hinter seiner Mauer bleibt und sich nicht auf dem ganzen Hof herumtreibt?“
„Ich pass schon auf. Aber ich kann ihn ja nicht einsperren. Irgendwie ist er ja auch mein Sohn …“
„Das wagst du, mir ins Gesicht zu sagen? Dein Sohn? Dann geh‘ doch hin zu deinem Sohn! Verbünde dich mit ihm gegen mich. Mit mir kann man’s ja machen. Du ekelst mich an! Und denk‘ dran – ich krieg 150.000 von dir, weil ich den Hof retten muss. Auch für dich und deine Töchter. Aber du guckst ja wie immer bloß zu, wenn man dir die Wurst vom Brot frisst. Versager.“
Tja, weiter geht die Geschichte noch nicht.
Das ist „Stand heute“, und heute geht’s in die Walpurgisnacht.
Was meinen Sie, was kann der Hexentanz am Blocksberg noch bewirken?
- Wird der Bauer noch einmal nüchtern und dann vernünftig?
- Wird Gustav Adolf sich mit seinen Plänen doch noch durchsetzen können?
- Werden EUsebia, Sozia, Grünchen und Rotkäppchen samt der zugewanderten Verwandschaft wieder selbst für sich sorgen müssen?
- Gibt es noch eine Chance für eine Lösung, die als Win-Win-Situation für alle gut ist?
- Oder wird Gustav Adolf den Rechtsstreit verlieren und für die Kosten aufkommen müssen?
Schreiben Sie ihre Hoffnung/Ahnung/Befürchtung in die Kommentare.
Eine Idee (mit Ünterstützung durch KI (alleine bekäme ich so was nicht hin)mit meinen Vorgaben):Am Abend, als der Lärm vom Hof sich gelegt hatte, nahm Gustav Adolf einen weiteren Stapel Unterlagen hervor.
„Das hier“, sagte er und schob sie dem Bauern zu, „ist nicht von mir.“
Der Bauer blinzelte.
„Von wem dann?“
„Von EUsebia.“
Der Bauer verzog das Gesicht.
„Lass mich mit der in Ruhe.“
„Du verstehst sie nicht“, erwiderte Gustav Adolf ruhig. „Das ist dein Problem.“
Er schlug die erste Seite auf.
Programme.
Förderlinien.
Zuschüsse für Stallmodernisierung.
Ausgleichszahlungen für die brachliegenden Randstreifen.
Prämien für reduzierte Emissionen.
Der Bauer runzelte die Stirn.
„Warum habe ich davon nie etwas gesehen?“
Gustav Adolf sah ihn lange an.
„Weil man es beantragen muss.“
Am nächsten Tag kam es zum Eklat.
Gustav Adolf stand erstmals nicht mehr hinter seiner Mauer, sondern mitten im Hof, mit den Unterlagen in der Hand.
EUsebia wurde sofort laut.
„Was fällt dir ein? Wer hat dir erlaubt—“
„Du“, unterbrach er sie.
Stille.
„Du stellst Regeln auf. Du stellst Geld bereit. Und du erwartest, dass man beides zusammenbringt.“
Er hob die Papiere.
„Genau das mache ich.“
Sozia lachte spöttisch.
Grünchen verzog das Gesicht.
Rotkäppchen trat einen Schritt vor.
„Das ist unser Hof.“
„Noch nicht entschieden“, sagte Gustav Adolf.
Dann wandte er sich direkt an EUsebia.
„Du willst saubere Wiesen, weniger Gestank, stabile Versorgung für deine Verwandtschaft.“
Er zeigte auf den Stall.
„So, wie es jetzt läuft, bekommst du nichts davon.“
Ein Moment, in dem selbst EUsebia innehielt.
„Und was willst du?“ fragte sie scharf.
„Das, was du vorgibst“, sagte er.
„Aber richtig umgesetzt.“
Später, als sie allein war, blätterte EUsebia tatsächlich durch die Unterlagen.
Zum ersten Mal seit Langem nicht als Fordernde – sondern als Prüferin.
Denn eines war auch ihr klar:
Wenn der Hof zusammenbrach,
gab es nichts mehr zu verteilen.