Israel hat es getan.
Die USA haben mitgemacht.
Wieder während noch laufender Verhandlungen, und, wie es heißt, nach monatelangen Vorbereitungen.
Erst vor ein paar Tagen habe ich geschrieben, Trump muss entweder in den Verhandlungen großzügig sein, oder angreifen, und angreifen kann er nicht, wenn er nicht große eigene Verluste in Kauf nehmen will.
Nun hat er doch auch „seinen“ Krieg. Einen Krieg. Keinen Spaziergang.
Nichts gelernt aus Vietnam, nichts gelernt aus Afghanistan.
Anscheinend hat Trump aus Vietnam und Afghanistan gelernt.
Trumps Vorgänger lernten aus den Protesten gegen den Vietnamkrieg: niemals zugeben, dass wir andere Länder überfallen. Immer erzählen wir seien die Führer der Freien Welt und würden die Unterdrückten von ihrem brutalen Diktator befreien. Es gibt keine Friedensbewegung mehr. Warum sollte Trump weiterhin Geld für diese Verarschung ausgeben?
Brzeziński behauptete, er hätte die Sowjetunion besiegt. Seine Strategie – die afghanischen Mudschaheddin bewaffnen und einen Bürgerkrieg anzetteln. Die Sowjetunion wird der afghanischen Regierung zur Hilfe kommen. Dadurch sinkt der Lebensstandard in der Sowjetunion so weit, dass es zu Massenaufständen kommt. Brzeziński behauptete bis zum Ende seines Lebens: die Steinzeitislamisten können wir ignorieren. Mit diesen nützlichen Idioten werden wir schon fertig.
Sie müssen zugeben, mit dem 1. Akt des Afghanistankrieges wurden die USA gute 30 Jahre lang die Herren der Welt. Und Trump erkannte, er braucht einfach nur seine Truppen aus Afghanistan abziehen, schon sind die Gotteskrieger nicht mehr sein Problem.
Trumps Lehre aus dem Afghanistankrieg. Einfach nur Israelis gegen Perser, Japaner gegen Chinesen, Kurdische Syrer gegen Alevitische Syrer, Arische Ukrainer gegen Slawische Ukrainer aufhetzen und dann seine Truppen aus dem Krieg zurückziehen. Schon ist Trump mit seinem Friedensrat der Herrscher über die Welt.
In einigen wenigen Tagen werden wir das Wehgeschrei aus Jerusalem hören. Letztes Jahr lief das so. Warum sollte es jetzt anders gehen?