Gefährdete Infrastruktur – Gefährder der Infrastruktur

Eine Industrienation wie Deutschland, dicht besiedelt noch dazu, kann mit relativ einfachen Mitteln von wenigen Tätern schnell an den Rand der Katastrophe gebracht werden. Viele Einrichtungen der Infrastruktur sind, im Vertrauen darauf, dass schon nichts passieren wird, weder geschützt noch überwacht. Die Fälle, die zeigen, dass dieser Leichtsinn schnell sehr gefährlich werden kann, nehmen in letzter Zeit zu. Es ist höchste Zeit, die Frage zu stellen, ob es sinnvoller ist, Milliarden in den Schutz der potentiell gefährdeten Objekte zu investieren, oder ob doch lieber die potentiellen Gefährder aufgespürt und überwacht werden sollten. Teils ist dies nur eine Abwägung der Kosten der Prophylaxe, teils muss jedoch auch der Super GAU in Betracht gezogen werden, der auch ganz ohne Kernkraftwerke über das Land hereinbrechen kann.

Wir müssen damit rechnen, dass das Eindringen in den Innenbereich von Flughäfen, das reihenweise Abfackeln von Polizeifahrzeugen auf dem Parkplatz der Polizeiwache, das Durchtrennen von Kabelbündeln der Bahn oder die Lahmlegung der Stromversorgung ganzer Stadtteile, wie jüngst in Berlin, nur die Vorboten sehr viel intensiverer Sabotageakte sind. 

Um sich der Gefährdungslage bewusst zu werden, ist zunächst eine Darstellung jener Bereiche der Infrastruktur erforderlich, deren Sabotage erhebliche, unter Umständen großflächige, ggfs. sogar bundesweite Auswirkungen haben kann. Eine grobe Gliederung könnte so aussehen:

  1. Infrastruktur der Versorgung
    – Wasserversorgung
    – Elektrizitätsversorgung
    – Sonstige Energieversorgung (Gas, Öl, Kohle)
    – Lebensmittelversorgung
    – Medizinische Versorgung
  2. Infrastruktur der Kommunikation
    – Telekommunikation (Telefon, Mobilfunk, Internet)
    – Rundfunk, Fernsehen
    – Kommunikationseinrichtungen von Polizei, Feuerwehr, Behörden, etc.
  3. Infrastruktur des Verkehrs
    – Straßenverkehr
    – Bahnverkehr
    – Luftfahrt
    – Schiffsverkehr 

Es ist dabei davon auszugehen, dass künftige Sabotageakte unter Verwendung modernster Hilfsmittel, wie zum Beispiel ferngesteuerten Drohnen, sowie ggfs. auch mit leichten Kriegswaffen, vom schweren MG über Panzerfäuste bis hin zu tragbaren Flugabwehrraketen ausgeführt werden,

Das Bemühen der letzten Bundesregierung, hierzu Erkenntnisse zu gewinnen, erscheint überschaubar, sh. plenarprotokoll schusswaffen schmuggel

und dass es vermehrt zu zeitlich und räumlich koordinierten Mehrfachangriffen kommen dürfte, um die Einsatzkräfte zu überfordern und den Schaden zu maximieren.

Bei genauer Würdigung der einzelnen Elemente der gefährdeten Infrastruktur fällt auf, dass es nur eines einzigen Angriffs bedarf, um die gesamte gefährdete Infrastruktur auszuschalten. Unsere Kernkraftewerke waren daraus ausgelegt, dem Absturz eines Verkehrsflugzeugs auf das Containment auszuhalten. Dies allerdings nicht, um die Stromversorgung vor Terrorakten, sondern um die Bevölkerung vor radioaktiver Verseuchung zu schützen.

Nahe bei den großen Kraftwerken und praktisch überall in der Prärie stehen jedoch große Hochspannungschaltfelder unter freiem Himmel in der Natur, gesichert lediglich durch einen Zaun.

Was meinen Sie, was passiert, wenn eine kleine, frei verkäufliche Drohne mit ein paar hundert Gramm Stanniolschnitzeln oder Ähnlichem im Gepäck ihre Ladung über so einem Hochspannungsschaltfeld ablädt? Im besten Fall passiert gar nichts. Im schlimmsten Fall entsteht ein Lichtbogen, ein Plasma, worüber ungeheure Energiemengen abfließen. Kraftwerke in der Nähe werden automatisch abgeschaltet, bevor die Generatoren verschmoren. Im Verteilnetz wird blitzschnell Regelleistung angefordert, und wenn die nicht ausreicht, kommt es zu Zwangsabschaltungen im Netz. Im Ergebnis kann es zum regionalen oder sogar zum europaweiten Blackout kommen. Keine schöne Vorstellung. 

Eher regional wirkt sich ein Angriff auf die gefährdete Infrastruktur aus, deren Anwesenheit mit diesem Schild angezeigt wird.Damit auch jeder weiß, dass da ein gefährdeter Bereich zu finden ist, stehen die Schilder gut sichtbar an den Straßen. Meist sind es nur ein paar hundert Meter bis zum gefassten Brunnen. Ein Liter Öl genügt, heißt es, um 1000 Kubikmeter Wasser zu verseuchen. Wie lange es dauert, bis der Inhalt eines Kanisters von der Oberfläche bis zum Grundwasser gelangt, ist unterschiedlich. Der Boden wirkt als eine Art Zeitzünder. Lassen wir uns überraschen. Die Sanierungsarbeiten sind aufwändig. Ob der Brunnen je wieder genutzt werden kann, ist fraglich.

 

Verkehrsgünstig gelegen, an Wasserstraßen, Autobahnen oder Bundesstraßen, finden sich unsere Raffinerien.

Wer ist nicht schon einmal an einer solchen Anlage vorbeigekommen? Vollkommen ungeschützt gegen Beschuss stehen hier Behälter mit Millionen Litern leicht entzündlicher Flüssigkeiten herum, ein Gewirr an Rohrleitungen aller Durchmesser umschlingt die Anlagen zur Umwandlung von Rohöl in Benzin, Diesel, usw.. Eine 20 mm Maschinenkanone, hinter der Plane auf einem leichten LKW montiert , munitioniert mit einer Mischung aus Wucht-, Spreng- und Brandgeschossen, kann das alles während einer Vorbeifahrt auf der Straße über eine Distanz von 500 bis 1500 m innerhalb weniger Sekunden in ein Flammenmeer verwandeln. 

Anders sieht es mit dem wichtigsten deutschen Rechenzentrum in Frankfurt/M aus. Der weltgrößte Internetknotenpunkt DE-CIX, bestehend aus mehr als 20 Rechenzentren auf einer Fläche von gut 600.000 Quadratmetern, ist eher unauffällig untergebracht und sowohl gegen Stromausfall als auch gegen unbefugten Zutritt stark abgesichert. Alle Hackerattacken – bis zu 3.000 pro Monat – konnten bisher abgewehrt werden. Ein Terror-Angriff auf diese Anlagen müsste schon von einem James-Bond-Bösewicht organisiert werden. Sollte Deutschland allerdings wirklich kriegstüchtig werden wollen, müsste die gesamte Anlage 20 m unter der Erde in  einer dicken Betonhülle noch einmal errichtet werden, denn der Punkt, an dem weite Teile der weltweiten Internetkommunikation zusammenlaufen, wäre eines der ersten und womöglich kriegsentscheidenden Ziele für einen Gegner, auch wenn er sich nur verteidigen sollte.

Deutsche Krankenhäuser sind hingegen total unsicher. Da geht ein und aus, wer will, und wenn ein Handwerker mit einer Schubkarre, einem Sack Zement und einem Kernbohrgerät in die Tiefgarage fährt und dort eine oder zwei der tragenden Säulen, auf denen fünf und mehr Stockwerke ruhen, einer Kernbohrung unterzieht und das enstandene Loch dann wieder verschließt, aber eben nicht mit Zement, sondern mit Bentonit, dann wird niemand auf die Idee kommen, ihn daran zu hindern. Am nächsten Tag wird allerdings der Statiker zu dem Ergebnis kommen, das Gebäude sei akut einsturzgefährdet. Ja, man kann auch ohne Dynamit sprengen. Siehe hier oder gleich ein Video.

Damit soll es genug sein.

Die hier aufgezeigten Risiken existieren, und viele weitere, hier nicht explizit angeführte Schwachstellen, laden zum Angriff geradezu ein.

Attacken auf die Infrastruktur, die bisher ausgeführt wurden, konnten großteils anhand von Bekennerschreiben und Einträgen auf indymedia.org einer konkreten, international auftretenden Täter-Organisation zugeordnet werden, die nun erstmals von den USA als Terrororganisation eingestuft wurde. 

Die Bundesregierung, und hier vor allem das Innenminsterium in Deutschland, stehen vor der Entscheidung, entweder weiterhin fast nichts zum Schutz gefährdeter Infrastuktur zu tun, oder milliardenteure Schutzmaßnahmen vorzunehmen, bzw. den  gefährdetenUnternehmen vorzuschreiben, oder mit weit geringerem Aufwand das Treiben der Antifa endlich ernsthaft zu unterbinden.

Herr Dobrindt, übernehmen Sie.