Drohne oder Dröhnchen?

PaD 32 /2026 – Hier auch als PDF verfügbar: Pad322026 Ddrohne oder Dröhnchen

Große Aufregung um den Fund einer Drohne zwischen ukrainischen Flugzeugen sowjetischer Bauart auf dem Flughafen Leipzig-Halle.

Die wenigen Bilder die von dem Objekt gezeigt wurden, machen deutlich, dass es sich um einen eher kleinen Quadrokopter gehandelt haben muss. Über den von der Drohne transportierten Sprenstoff gab es widersprüchliche Meldungen, von einem im Küchenlabor selbstgebastelten Sprengstoff auf Nitratbasis bis hin zu dem aus Spionagethrillern aus der Zeit des Kalten Krieges bekannten Plastiksprengstoff aus der Tschechoslowakei, erfunden 1966 von Stanislav Brebera, und seitdem immer wieder gerne verwendet.  

Dummerweise hatte die Drohne keinen Zünder. Nun, sie hatte einen, aber der war nicht funktionsfähig. Draht abgerissen oder so.

Die Geschichte stinkt zum Himmel.

Wie wäre ein Anschlag mit einiger Aussicht auf Erfolg ausgeführt worden?

Ein erfahrener Drohnenpilot präpariert seine Drohne sorgfältig. Er ist auch im Umgang mit Semtex erfahren und platziert den Zünder so, dass er sicher im Plastiksprengstoff steckt und während des Fluges keinesfalls herausfällt. Dass ein Draht reißt. der die Zündung auslösen soll, ist während des Fluges ebenfalls ausgeschlossen.

Er startet den Quadrokopter in einer Entfernung von 5 bis maximal 10 Kilometer vom Ziel. Er kann sorglos direkt auf den Flughafen zusteuern, denn dessen Radarsysteme sind nicht auf Drohnenerkennung ausgelegt, sie filtern deren störende Signale sogar aus den Nutzdaten heraus.

Im Anflug erkennt der Drohnenpilot auf seinem Bildschirm die parkenden Frachtmaschinen vom Typ Antonow eindeutig. Die sind eigentlich nicht zu verwechseln. Er senkt die Drohne im Zielanflug ab, lässt sie auf einer Tragfläche landen und betätigt den Zünder. Die Sprengstoffexplosion nahe am Rumpf reißt ein Loch in die Beplankung der Tragfläche – die in die Hohlräume der Tragfläche eindringende Explosionsenergie zerlegt die Tragfläche und bringt das Kerosin in den Tragflächentanks zur Explosion. Vom Flugzeug bleibt nichts Brauchbares mehr übrig, in der Nähe abgestellte Flugzeuge können schwer in Mitleidenschaft gezogen werden. Mission accomplished. Sollte die Antonow bereits Munition für die Ukraine geladen haben, würden zahllose Folgeexplosion Schäden im weiteren Umfeld hervorrufen.

Was  ist tatsächlich geschehen?

Eine Drohne wird „regungslos“ am Boden liegend zwischen den Frachtmaschinen gefunden. Akku leer?
Das würde nur einem Vollidioten passieren, niemand, der darauf trainiert ist, eine Sprengdrohne sicher ins Ziel zu führen, würde sich in Flugstrecke und Energiebedarf so verschätzen, dass die Drohne ganz nah am Ziel unkontrolliert – boboboboboboooob – zu Boden trudelt und auch keine Bilder mehr liefert.

Auch nur ein Vollidiot würde eine Drohne zwischen Frachtmaschinen auf dem Boden abstellen, um dann den Zünder auszulösen um dann gewissermaßen „Siebene mit einem Streich“ zu erledigen. Unverdämmtes Sempex tut einem in 10 m Entfernung geparkten Flugzeug gar nichts an, Die bekämen nach einer kurzen Sichtprüfung sofort wieder Flugerlaubnis.

Kaum gefunden, weiß man schon, dass der Zünder defekt ist. Über den Sprengstoff wird noch gerätselt. Erst will man die Drohne vorsorglich sprengen, dann aber wird sie vom vorsorglich herangeführten Roboter geborgen und abschließend in ein kriminaltechnisches Labor verbracht, um Spuren zu suchen.

Dazu gibt es noch die Geschichte von jener Maschine, die wegen des Drohnenfundes in letzter Minute nicht landen durfte, durchstarten musste, und dann in geringer Höhe, nicht weit vom Flughafen, mit einem Flugobjekt kollidiert sein soll, dass aber auch nicht explodiert ist, sondern nur ein paar unscheinbare Kratzer an der Maschine hinterlassen hat. Es wird suggeriert, es müsse sich um eine zweite Drohne gehandelt haben. Leider ist zu den Umständen dieses Zwischenfalls nicht mehr bekannt, als dass er stattgefunden haben soll. Haben die Piloten des Frachtflugzeugs die Drohne erkannt, konnten aber nicht mehr ausweichen? War der Knall des Aufpralls so laut, dass er alle Fluggeräusche übertönte und von den Piloten deutlich gehört und als Kollision interpretiert wurde? In einer modernen Maschine durchaus möglich – aber man müsste wissen, um welches Modell es sich gehandelt hat  und wo die Maschine getroffen wurde, um diese Frage zu bejahen. 

Damit die Geschichte überhaupt einen Sinn ergibt, müsste der Drohnenpilot, nachdem er das Versagen seiner ersten Drohne festgestellt hat, eilig die Ersatzdrohne aus dem Kofferraum geholt haben, um einen zweiten Versuch zu wagen. Auch diese Geschichte klingt nicht gerade glaubhaft logisch, schon weil ein Anflugweg, der direkt in den Weg startender Flugzeuge führt, dem Zweck, geparkte Maschinen zu treffen, nicht gerade förderlich ist. Es muss ja gar nicht zu einer Kollision kommen, die Wirbelschleppe hinter einem Jet reicht schon aus, um so eine windige Drohne total aus der Bahn zu werfen.

Mein Fazit:
An der ganzen Sache sieht nichts, aber auch gar nichts, nach professioneller Arbeit aus.

Natürlich kann absolut nicht ausgeschlossen werden, dass Russland den Versuch unternimmt, die Logistik der Ukraine schon beim Beladen durch den Absender zu stören. Drohungen, auch NATO-Staaten bei ihrer Unterstützung für die Ukraine ins Visier zu nehmen, hat es gegeben, und die muss man ernst nehmen. Dass ein Land, das in der Ukraine eine massiven Drohnenkrieg führt, sowohl mit kleinen Quadrokoptern als FPV-Drohnen, als auch mit wirklich großen Drohnen mit großer Reicheite und hoher Traglast, einen solchen Angriff derart stümerhaft plant und ausführt, kann ich mir nicht vorstellen.

Auch nicht, dass diese Stümperei als letzte Warnung in Szene gesetzt worden sei. Das wäre nämlich keine Drohung, sondern ein peinliches Versagen und faktisch wirkungslos.

Ein anderer Erklärungsversuch

Die andere Erklärung, dass irgendwer in Deutschland als begeisterter Drohenflieger und Ukraine-Hasser  auf eigene Faust einen Großschaden anrichten wollte, muss natürlich auch in Erwägung gezogen werden. Mit der Verwendung von Sempex wird der Kreis derjenigen, die Zugang zu Sempex haben, aber schon wieder sehr klein. Sprengstoffspezialisten von Militär, Geheimdiensten und Spezialeinheiten der Polizei kämen da am ehesten in Frage, von denen kann aber ein professionelleres Vorgehen erwartet werden.

Wir landen also beim „dummen Jungen“ der einen kennt, der einen kennt, der weiß, wie man an Sprengstoff und Zünder kommt. Jemand, der seinen Quadrocopter im Eigenbau zur fliegenden Bombe aufrüstet, und dann wacker zur Tat schreitet, die glücklicherweise total misslingt.  Weil erzählt wird, es habe eine zweite Drohne gegeben, müssen es allerdings schon wieder zwei dumme Jungs gewesen sein, die sich auf eine Art Wett-Drohnenschießen verabredet haben. Erst der eine: null Punkte, dann der andere, ebenfalls null Punkte.

Es ist allerdings noch eine Variante vorstellbar.

Dabei war die Drohne durchaus in der Luft, bevor sie in Leipzig landete, aber eben nicht aus eigener Kraft, sondern im Laderaum der Antonov – und vorsorglich vollkommen funktionsunfähig zusammengesteckt. In einem günstigen Augenblick ist es einem Besatzungsmitglied gelungen, die Drohne dort, wo sie aufgefunden wurde, am Boden zu platzieren.

Das hätte keinen Sinn, meinen Sie?

Die Annahme, die Deutschen würden nach diesem Vorfall die Bedrohung durch Russland endlich ernst nehmen, und gerne und freudig immmer weiter Munition und Geld nach Kiew schicken, ist ja nicht völlig aus der Luft gegriffen. Da dies aber sowieso geschieht ist das vielleicht nicht das beste Argument. Aber es ist ja durchaus schon etwas in die Wege geleitet, was den Schutz für die vielen ukrainischen Frachtmaschinen, die ja immer wieder in Leibzig herumstehen, um Fracht aufzunehmen, deutlich verbessert. Leipzig-Halle hat zunächst provisorische Anlagen zur Drohnendetektion erhalten, die zügig durch fest installierte und in das Luftüberwachungssytem des Flughafens integrierte, stationäre Anlagen ersetzt werden sollen. Wenn Putin also vorhaben sollte, einen solchen Anschlag auf die ukrainisch-deutsche Logistik und Waffenpartnerschaft zu verüben, dann sind demnächst die Chancen hoch, dies noch zu vereiteln. Das ist doch ein schöner Erfolg.

Da zudem in der deutschen Bevölkerung die Zustimmung für die Hilfen an die Ukraine schwindet, hielte ich es nicht für ausgeschlossen, wenn deutsche Dienste mitgeholfen hätten, die Show zu inszenieren. So billig bekommt man die Schlagzeilen für eine neue pro-ukrainische Werbekampagne anderswo kaum.

Aber, und das ist der Pferdefuß an dieser Theorie: Ganz gewiss würden die Ukrainer niemals zu lassen, dass ihre deutschen Unterstützer durch eine nicht zündbare Sprengladung, die im unwahrscheinlichsten Fall dennoch explodiert, einen Schaden erleiden könnten. 

Damit fällt auch diese Erklärung weg.

Ich hatte einmal ein Buch mit dem Titel: „Wenn es Frösche und Fische regnet„, das eine Reihe unerklärlicher Phänomene schilderte. Wandernde Steine in der Wüste, die Selbstentzündung lebender Menschen, die im Bermuda-Dreieck verschwindenden Schiffe und natürlich die titelgebende Geschichte von den Fischen, die aus dem Himmel fielen.

Sollte es eine Neuauflage geben, könnte „Die Drohne von Leipzig“ zur Titelgeschichte werden.

 

 

 

 

2 Kommentare

  1. Nun, die Ukrainer haben oft bewiesen, dass sie auf Schäden bei ihren Unterstützern pfeifen, trotzdem scheiden sie wohl aus- so doof sind sie nicht. Also waren es die deutschen Dienste selber. Das ist aber nicht das spannende. Deutsche Dienste begehen ständig Verbrechen- nicht erst seit dem Celler Loch- und gerne stümperhaft. Viel wesentlicher scheint mir der Umstand, dass nicht nur die Propagandamedien diesen Quatsch unhinterfragt verbreiten, sondern auch sog. Alternative: Also die Zeugen von Zion, wie TE, Nius und Apollo. Und natürlich, dass das deutsche Volk in seiner Breite so dermaßen verblödet ist, dass man immer wieder solchen hanebüchenen Unsinn verbreiten kann, ohne allgemein ausgelacht zu werden.

  2. Ich bin fest überzeugt das es eine False-Flag-Aktion war.
    Stümperhaft organisiert und durchgeführt von ukrainischer Seite.
    Vielleicht mit Hilfe von deutschen Totalversagern.
    Die wollen unbedingt die Nato in ihren Krieg ziehen. Die Nato will es auch und es wird krampfhaft nach einen Grund gesucht, damit man dem Volk glaubhaft unterjubeln kann das ein Ostfeldzug notwendig ist, bevor der Russe Europa bzw. Deutschland überfallt.
    So wie es aussieht sind die Ukrainer voll am verlieren. Also muss irgendwie der Krieg verlängert werden. Immerhin verdienen viele Politiker an diesen Krieg.

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