Die „Spätlese“ im Literatursalon

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Literaturliebhaber,

Eigenwerbung für ein Buch zu machen, ist eine ganz schwierige Angelegenheit. Wenn es sich um ein Stück Belletristik handelt, wird es noch einmal schwieriger. Lobt man das eigene Werk über den grünen Klee, weckt man eher Skepsis, bleibt man eher kleinlaut, weckt man leider auch kein Interesse. 

Anders ist es, wenn ein Dritter als Fürsprecher auftritt. Sie kennen es von der Werbung. Da loben Hausfrauen das Waschmittel, Naschkatzen werben für Schokoladiges und Gummibärchen, Gesunde preisen Pillen und Impfungen, der Zahnarzt lobt die Zahncreme oder die volldigitale Zahnbürste – und das kommt an.

Ich kann mich glücklich preisen, nun den ersten Fürsprecher für meine „Spätlese“ gefunden zu haben. Daniel Sandmann, selbst Autor so großartiger Bücher wie „Golo spaziert“ oder „Raffen, Sterben, Trance“, und zugleich der redaktioneller Betreuer des Literatursalons von Manova, hat eine Rezension geschrieben und bei Manova veröffentlicht, die meiner Spätlese besser gerecht wird, als alles, was ich dazu bisher veröffentlicht  habe.

Der Originaltext findet sich im Manova-Literatursalon unter dem Titel:

Rausch am Rande des Niedergangs

Für alle, die es eilig haben, hier nur ein paar wenige Ausschnitte daraus.

          „Was treffen Sie in diesen Text-Augenblicken an? Sie treffen auf Gedachtes, ja, unentwegt, aber als sinnliches Ereignis. Sie treffen auf Gedanken als Sprengstoff.“

          „Über Recht und Gerechtigkeit wird nicht doziert, es werden stattdessen Geschichten erzählt, Szenen. Und wenn Jürgen Elsässer im Bademantel in der Bäckerei auftaucht, dann ist das kein Storytelling. Vielmehr überführt Kreutzer den Zustand der deutschen Justiz spielerisch in ein Bild, das gerade auch in seiner grotesken Komik den zivilisatorischen Niedergang zeichnet.“

          „Kreutzer destilliert das „Menschenmögliche“ aus verschiedenen Versuchsanlagen heraus, indem er menschliches Handeln um verschiedene „Pole“ der Kultur- und insbesondere der biblischen Geschichte wickelt. Im Dunstkreis von Topoi wie „Ich wasche meine Hände in Unschuld“ und „Kreuziget ihn!“ wird eine Zivilisation deutlich, die jede Verantwortung, ja selbst den Begriff dafür, verloren hat.“

          „Dass Kreutzer über Macht nicht doziert, sondern sie als Spiel vorführt — eine wunderbare Geschichte aus dem Orient mit einem Märchenerzähler, der seine Geschichten der antizipierten Sicht des Kalifen anpasst, ist in diesem Zusammenhang als Destillat herauszustellen —, trägt wesentlich zur Qualität des Buches bei. Dass in diesen Machtverhältnissen teilweise eine Faust-Mephisto-Konstellation durchschimmert, gehört mit zur kulturgeschichtlichen Anlage dieses Buches.“

          „Es wird keine Ideologie und kein Modell gezeichnet. Es wird keine Optimierung, sei sie finanzieller oder spiritueller Art, verkauft und die Geschichten, die es darin gibt, gehen nicht zu Ende. Denn das Ende dieses Buches ist der Anfang. Und dass Zeit eine Illusion ist, steht bereits auf dem Buchdeckel.“

Komplette Rezension bei Manova lesen:
Daniel Sandmann, Rausch am Rande des Niedergangs

Die „Spätlese“ kann hier bestellt werden. 312 Seiten, 20,00 €