Die Grenzen der Simulation verschwimmen

PaD 25 /2025 – Hier auch als PDF verfügbar: Pad25 2025 Die Grenzen der Simulation

Vor gefühlt hundert Jahren bin ich einmal ins Bergbaumuseum in Bochum geraten. Man kam da gleich nach dem Eingang an einen Förderkorb, stieg ein, und nachdem das Gitter geschlossen war, ging es mit rasantem Tempo im Schacht nach unten. Das ist das Einzige, woran ich mich zu diesem Museum erinnere.

Der Witz dabei: Die Illusion, in den Berg einzufahren, während der Förderkorb regungslos stillstand, beruhte darauf, dass ein mit Gesteinsmotiven bemaltes (sehr langes) Tuch nach oben aufgewickelt wurde. Gleicher Effekt wie beim stehenden Zug am Bahnhof. Wenn der Nachbarzug losfährt, glaubt man bisweilen, selbst loszufahren. 

Ähnliches habe ich später noch einmal in einer Schaustellerbude auf einem Volksfest gesehen. 

Nehmen wir diesen Effekt als ein schwerwiegendes Indiz dafür, wie leicht unsere Sinne, und mit den Sinnen eben auch unser Verstand, getäuscht werden können.

Sehr viel raffiniertere, virtuelle Wirklichkeit findet sich in den Flugsimulatoren für angehende und fortzubildende Piloten. Alles sieht real aus. Von einem richtigen Cockpit nicht zu unterscheiden. Bildschirme anstelle der Fenster vermitteln ein realistisches Bild einer nicht vorhandenen Außenwelt. Die Simulationskabine bewegt sich entsprechend den ausgeführten Flugmanövern. Die Motoren dröhnen wie echt. Die Maschine reagiert auf alles. Programme simulieren Problemsituationen. Warnlampen flackern, Alarmtöne gellen durch das Cockpit.

Warum Flugsimulatoren? Sie sind weitaus billiger (um die 20 Millionen Dollar) als ein richtiges Flugzeug (Boeing 737 Max 135 Millionen Dollar) und sie können nicht abstürzen, weil sie nicht fliegen.

Bringen wir also die Erkenntnisse zusammen:

  • Wir sind sehr leicht zu täuschen, sowohl unsere Sinne als auch unser Verstand, 
  • die Simulation ist weitaus billiger herzustellen als die entsprechende Realität, die möglicherweise gar nicht herzustellen ist, 
  • die Simulation ist sehr viel schwieriger zu zerstören als die Realität, weil etwas, das nicht existiert, á priori unzerstörbar ist.

Fragen Sie sich immer noch: Worum geht es hier eigentlich? Was geht mich das an?

Hier ist die Antwort:

Die ganze Welt steckt mehr oder weniger tief in einem Gestrüpp aus Simulationen.
Wir alle stehen in ständiger Gefahr, getäuscht zu werden.

Auch Sie!

Können Sie sich noch an den 23. November 1963 erinnern? Lee Harvey Oswald wurde festgenommen und zwei Tage später von Jack Ruby erschossen. John F. Kennedy war in den Armen seiner Frau gestorben. Als erste „Ungläubige“ versuchten, den angeblichen Tathergang nachzuvollziehen und zu dem Schluss kamen, Oswald könne nicht der Schütze gewesen sein, wurde von der CIA der Begriff „Verschwörungstheoretiker“ erfunden und als Totschlag-Argument zum Einsatz gebracht. Seither muss alles, was noch von offizieller und mancher inoffizieller Seite zum Mord an Kennedy veröffentlicht worden ist, als eine einzige große Simulation betrachtet werden. Alles, was von der abweichenden Realität noch zu erkennen war, wurde als Argument nicht zugelassen, Kritiker verpottet und verfolgt, die Simulation des Einzeltäters, die einzig durch seine Verhaftung inszeniert wurde, zur alleinigen Wahrheit erklärt, während die möglicherweise enthüllenden Dokumente seit über 60 Jahren unter Verschluss gehalten werden. Eigentlich sollte jeder Mensch von seinem Verstand darüber belehrt werden, dass es nichts, aber auch gar nichts geben könnte, was unter Verschluss zu halten wäre, wenn Lee Harvey Oswald tatsächlich den Tod Kennedys herbeigeführt haben sollte. Aber der Verstand ist abgelenkt von den Bildern, die er zu sehen bekommen hat, einschließlich der Erschießung Oswalds, und weil eine noch viel tiefere Simulation besteht, die vorgaukelt, die USA als die westliche Musterdemokratie werde ausschließlich von Ehrenmännern mit blütenweißen Westen geleitet, hält er lieber die echten Beweise für gefälscht, als die simulierten Beweise zu hinterfragen.

Fragt Ihr Verstand Sie nicht auch manchmal, ob es den USA im Juli 1969 tatsächlich gelingen konnte, erstmals Menschen auf den Mond und sicher wieder zur Erde zurück zu bringen? Mit der damals verfügbaren Technik? Mit den damals verfügbaren Computern?

Natürlich waren die oben! Ich habe es doch im Fernsehen gesehen.

Oder war das alles nur eine große Simulation? Sie erinnern sich: Eine Simulation ist weitaus billiger herzustellen als die entsprechende Realität, die möglicherweise gar nicht herzustellen ist. Auch hier hat die große Hintergrundsimulation, das heldenhafte Bild von Amerika und den Amerikanern stark dazu beigetragen, an die Mondlandung zu glauben. Die lügen doch nicht, das haben die doch gar nicht nötig. Die haben schließlich die größten Autos und den Krieg gewonnen und Deutschland mit dem Marshall-Plan wieder aufgebaut. Es lebe die ewige transatlantische Freundschaft und die Teflonpfanne, die es ja auch ohne die Mondlandung nicht geben würde.

Ich selbst bin mir absolut nicht sicher. Schließlich war die Entwicklung im erdnahen Luftraum auch weit fortgeschritten. Im Jahr der Mondlandung fand auch der Jungfernflug der Concorde, dem ersten Überschall-Passagierflugzeug der Welt, statt – und auch dazu hat es nach dem spektakulären Unfall beim Start in Paris keinen Nachfolger mehr gegeben. Außerdem begann die Ära der bemannten Raumstationen, 1971 die Sojus1 der Russen, 1973 das Skylab der USA, bis hin zur immer noch genutzten ISS. Vielleicht waren sie wirklich insgesamt fünf mal oben. Vielleicht war es aber auch fünf mal die gleiche Simulation mit wechselnden Darstellern.

Dass ich mich in dieser Frage nicht entscheiden kann, liegt aber auch daran, dass es keine Rolle spielt, ob die Amis auf dem Mond waren. Es war zwar eine riesige Propagandashow für die ganze Welt, und es war sicherlich ein wichtiges Event, um der amerikanischen Bevölkerung zu zeigen, dass mit den Steuermilliarden für die Raketenentwicklung auch etwas Großes geschaffen wurde, aber mehr eigentlich auch nicht. 

Bei einer anderen Simulation bin ich mir jedoch sehr sicher. Es war der 11. September 2001. Terroristen ohne hinreichende Flugausbildung, schon gar nicht auf großen Passagierjets, bemächtigen sich vier solcher Flugzeuge, die hauptsächlich aus dünnem Aluminiumblech bestehen und steuerten sie in die massive Stahlträgerkonstruktion der Türme des World Trade Centers in New York. Die Flugzeuge verschwanden rückstandsfrei im Inneren der Gebäude und lösten darin ein Feuer aus, dass die die Stahlkonstruktion derart zum Schmelzen brachte, dass die Türme quasi im freien Fall in sich zusammenbrachen. Sowohl dieses vollständige Eindringen ins Gebäude als auch die vollständige Zerstörung der Türme durch das Feuer erinnern eher an biblische Wundertaten als an physikalische Gesetze, doch das war ja noch nicht alles. Im allertiefsten Tiefflug, den selbst erfahrene Piloten für nahezu unmöglich halten, raste die dritte Maschine aufs Pentagon zu um dann im Erdgeschoss in einer Art Mauseloch zu verschwinden, auch da ging alles rein, obwohl man die Flügel vorher hätte einklappen müssen, hätten sie nicht abgerissen auf der Wiese liegen sollen. Wunder drei wird noch übertroffen von Wunder vier. Der vierte Flieger ist vollständig, vom  Bug bis zum hinteren Leitwerk in den Erdboden verschwunden und wurde nie wieder gesehen. Ob all dieser Wunder stürzte dann auch noch ein drittes Gebäude des World Trade Centers aus lauter Sympathie mit den beiden Türmen in sich zusammen, obwohl es von keinem der Flugzeuge getroffen worden war.

Zugegeben, die Simulation war perfekt inszeniert, und damit nichts weiter herauskommt, hat man die entstandene Grube auch schnellstmöglich zugeschüttet und planiert, aber der Startschuss für den Krieg gegen den Terror war eröffnet, und soweit ich das beurteilen kann, ist der immer noch nicht beendet. Dass nebenbei noch ein schönes Versicherungsgeschäft gelungen ist, ist eine stete Nebenerscheinung von Simulationen. Irgendwer zieht immer noch einen erheblichen persönlichen Nutzen daraus, und wenn es Geschäfte mit Pfennigartikeln, wie FFP2-Masken sind. Der Grund für die Simulationen sind diese Geschäfte jedoch nicht.

Auch wenn diese 9/11 und Krieg-gegen-den-Terror-Simulation nun schon über 20 Jahre Bestand hat, deutlich länger hat die Sozialismus-Simulation in der DDR gehalten. Volle vierzig Jahre, und dafür hatte es genügt, dass der Große Bruder am 17. Juni 1953 gezeigt hat, dass er bereit war, zur Aufrechterhaltung der Simulation Panzer gegen Zivilisten einzusetzen, wie drei Jahre später in Ungarn noch einmal und dann 1968 in der Tschechei.

Element 1 der Sozialismus-Simulation war also die Bedrohung durch die Übermacht, mit dem Ergebnis weitverbreiteter, tiefsitzender Angst. Später übernahm die gefürchtete Staatssicherheit die Rolle der kaum sichtbaren aber unerbittlich zuschlagenden Übermacht. Um die Angst zu überwinden, musste Element 2 der Simulation angenommen werden, nämlich der unerschütterliche Glaube an die Errungenschaften des Sozialismus, obwohl die Sinne und der Verstand hätten sagen müssen, dass es mit diesen Errungenschaften nicht wirklich weit her war. Gegen diese Verstandesregung wirkte Element 3, nämlich die Indoktrination gegen einen nicht existierenden „Klassenfeind“ im Westen, auf dessen Pakete mit Kaffee und Nylons man sich freute, dem jedoch so wenig geglaubt werden durfte, dass jegliches Druckerzeugnis von dort nur nach Genehmigung importiert und gelesen werden durfte und der Empfang von westlichen Rundfunk- und Fernsehsendungen strikt verpönt war und subtile Repressionen nach sich ziehen konnte. Interessant, wie sich auch für die Ossis nach 35 Jahren „Wiedervereinigung“ die Lage gedreht hat. Russland, einst sozialistisches Bruderland, ist die Bedrohung des freien Westens, wer russische Nachrichten hört, sieht oder liest, ist verdächtiger Putin-Versteher, wenn nicht gar -Troll. Der Klassenfeind von einst ist zum wohlwollenden Beschützer mutiert, und wenn er uns die Gaspipeline sprengt, dann sind wir dankbar dafür, weil es schon seine Ordnung hat und frieren für den Frieden erste Bürgerpflicht geworden ist. 

Simuliert wurde in der DDR im Grunde nur die Zufriedenheit mit einem unbefriedigenden System, und nicht wenige DDR-Bürger waren in diesem System freudige, opportunistische Mitsimulanten, die gerne bis zu 17 Jahre Lieferzeit für den Trabant auf sich genommen haben, weil dies eben sozialistische Normalität war.

Man darf über diese Menschen nicht richten wollen. Sie haben versucht,  aus den gegebenen Umständen für sich das Beste zu machen, die Einschränkungen, unter denen sie zu leben hatten, als gegeben anzunehmen und sie damit vollständig auszublenden. Dies ist menschlich, und weil es menschlich ist, gehört dieses Verhalten zu den weit offenen Einfallstoren für Simulationen jeder Art. Insbesondere im Bereich der Werbung ist es bei vielen Produkten längst nicht mehr der tatsächliche Nutzen, der zum Kauf anreizen soll, sondern ein mit dem Produkt verknüpftes, wolkiges bis völlig absurdes Versprechen, eine angekündigte Wunscherfüllung. Das kleine Auto wird nicht mit seinen fehlenden Knautschzonen beworben, sondern mit seiner Wendigkeit und einer speziellen Art von Humor und Lebensfreude, die mit diesem Modell angeblich mitgeliefert werden. Bier wird nicht mit seinem Alkoholgehalt beworben, sondern mit Bildern mit viel Natur und klarem Wasser im unberührten Gebirgsbach. Versicherungen garantieren den Schutz einer heilen Welt, obwohl sie, falls sie leisten müssen, doch nur Geld abliefern, und das ungern.

Nun, wo es geht, wird auch mit Angst geworben. Die Pharma-Industrie hat da nach der Pandemie so ziemlich alle Rücksichten fallen lassen und haut dem Fernsehpublikum unter anderem die schönsten Gürtelrosenbilder auf den Bildschirm. Ja. Gibt es. Ist sogar gar nicht so selten. Jährlich ein halbes Prozent der Bevölkerung. Heilt nach ein bis zwei Wochen meistens wieder ab. Manchmal dauert es auch vier Wochen. Selten noch länger. Man soll sich impfen lassen. Auffrischungsimpfung wird nicht empfohlen, weil die Langzeitwirkung der Impfung noch unklar ist …

Es erinnert ein bisschen an die Pandemie-Simulation, die weltweit über uns hereingebrochen ist. Angst und Panik! Wissentlich geschürt von der Regierung und den Medien und der WHO. Jeder hat unterschiedliche Erinnerungen, doch die Elemente der Simulation waren Bilder, Diagramme, Statistiken der Johns Hopkins Universität in den USA, Testergebnisse (fragwürdiger Aussagekraft), Inzidenzverläufe, Panikmeldungen aus den Intensivstationen, die leer geblieben wären, hätte es nicht extra Geld für Intensivmedizin gegeben. Dann die Heilsverheißung der Spritze. Nicht regulär erprobt, nicht regulär zugelassen, aber sicher und wirksam. Ganz allmählich stellte sich heraus, dass die Spritze, außer vielleicht in einem kleinen Zeitfenster nach Verabreichung, weder vor Ansteckung, noch vor Übertragung und schon gar nicht vor schweren Verläufen schützt, während die Zahl ihrer Möglichkeiten, schwere und schwerste Nebenwirkungen hervorzurufen, ständig zugenommen hat und die im Zuge der Pandemie zu verzeichnende Übersterblichkeit, samt vieler „plötzlich und unerwartet“ Verstorbener, erst mit Beginn der Impfkampagne aufgetreten ist.

Wer sich schlau machen wollte, in dieser riesigen Simulation, hatte es schwer. Jeder, der es wagte, Argumente vorzutragen, die gegen die offizielle Linie verstießen, wurde als Wissenschaftler geächtet, ausgestoßen und unter Beobachtung gestellt. Die beste und umfangreichste Sammlung zu Covid 19 gab es nach meiner Erkenntnis bei ScienceFiles.org. Über 270 Publikationen zum Thema aus der Zeit von Januar 2020 bis Mai 2021 können hier immer noch aufgefunden werden. Jeder, der es wagte, dem offiziellen Narrativ entgegenzutreten und die Grundrechtseinschränkungen zu missachten, wurde von der Staatsgewalt – oft in absurder Manier – verfolgt. Der Anwalt Dr. Füllmich und der IT-Spezialist Ballweg stehen heute noch vor Gericht und müssen sich Anschuldigungen erwehren, die dem außenstehenden Beobachter ausgesprochen konstruiert erscheinen, offenbar, um Exempel zu statuieren.

Verschwörungstheoretiker, Leugner, Covidioten – das war die Weiterentwicklung der Diskreditierung von Kritikern, wie sie 1963 beim Mord an Kennedy ihren Anfang nahm. Ein  bewährtes Mittel, um die Hörigen von den Ungläubigen zu isolieren und so die Simulation aufrecht zu erhalten. Hätten die betrügerischen Weber, die die Simulation von des Kaisers neue Kleider in die Welt setzten, schon Helfer bei der CIA gehabt, sie hätten das Kind, das aussprach, der Kaiser ist ja nackt, ganz schnell als Verschwörungstheoretiker und wegen Majestätsbeleidigung aus dem Weg geschafft.

Zweck der Simulation: Unklar. Auch wenn weltweit unzählige Milliarden in die Taschen der Pharma-Industrie geflossen sind, muss festgehalten werden, dass der angerichtete Schaden durch diesen Gewinn einer Branche niemals zu rechtfertigen gewesen wäre. Eine deutliche Auswirkung in Richtung auf Bevölkerungsreduktion ist auch nicht eingetreten, so dass entweder dieses Ziel nicht erreicht wurde, oder es dieses Ziel eben nicht gegeben hat. Sollte es ein Experiment gewesen sein, um festzustellen, was die Menschen sich im Ernstfall alles gefallen lassen und sogar in schönster Blockwartmentalität mithelfen, die Maßnahmen durchzudrücken, dann hat es sicherlich erstaunlich gute Ergebnisse gegeben. 

Es ist auch weiterhin unklar, wer die Simulation aufgerichtet und aufrecht erhalten hat. Es ist unklar, wer von den öffentlich auftretenden Verantwortlichen eingeweiht war, und wer nicht. Beim RKI dürfte niemand eingeweiht gewesen sein, wenn man die freigeklagten Protokolle ernst nimmt. Da musste die Politik die Entscheidungen gegen den Widerstand der Experten vorgeben. Die Politik hat allerdings recht gut mitgespielt. Ob eingeweiht, oder nur überzeugt davon, das Richtige zu tun, nachdem man es ja kurz vorher in einem Rollenspiel geübt hatte, ist nicht bis ins Letzte aufzuklären. Es wird auch keine Aufarbeitung geben. Inzwischen gilt ja als rechtsextrem, wer eine solche Aufarbeitung immer noch fordert.

Jedenfalls ist die Seuche so schnell verschwunden, wie sie gekommen ist, und dies nachhaltiger als jede andere Grippewelle.

Dafür hat die Klima-Simulation inzwischen Ausmaße angenommen, die denen der Covid-Simulation in nichts nachstehen. Weil allerdings das Klima nicht kommt und geht wie eine Grippewelle, ist diese Simulation sehr viel langlebiger und von den wirtschaftlichen Ergebnissen her tausendmal ergiebiger als Covid. Dabei hat man nicht einmal verschwiegen, dass es sich bei der Klima-Simulation um eine Simulation handelt. Oder, was sind Modellrechnungen sonst, wenn nicht Simulationen? Sonst haben sie ja nichts. Nur Modelle, die zwangsläufig unvollständig sind, und so parametrisiert, dass das gewünschte Ergebnis auch herauskommt.

Das Weltklima ändert sich. Es ändert sich schon immer. Es hat sich geändert, lange vor Beginn der Industrialisierung und den wachsenden menschengemachten CO2-Emissionen. Nun beobachtet man einen winzigen Ausschnitt der Klimageschichte, am Ende einer Kaltzeit, stellt eine geringfügige Erwärmung fest, behauptet, diese Erwärmung sei einzig auf so genannte Treibhausgase, insbesondere CO2 zurückzuführen, prognostiziert die Zunahme des CO2 in der Atmosphäre und leitet daraus eine parallele Entwicklung der Weltdurchschnittstemperatur ab, um die Zerstörung der Energieinfrastruktur und der Antriebstechniken zu begründen und den Ersatz des Zerstörten durch ineffizientere, unzuverlässige und teuere Technologien zu erzwingen.

Hier werden Billionen bewegt. Es ist ein verheerender Krieg, den die Bürger gegen ihr eigenes Eigentum und ihren Besitzstand führen sollen und aufgrund gesetzlicher Vorschriften sogar führen müssen. 

Wo noch Vernunft herrscht und die Decarbonisierungspläne für  eine suizidale Entwicklung gehalten werden, ist schon die nächste Simulation zur Hand. Nennen wir sie die Rechtsextremismus-Simulation, flankiert von der Hass-und-Hetze-Simulation und dem Ersatz der Grundrechte durch eine Grundrechtssimulation, die sich erst mit der Einschränkung derselben begnügte, inzwischen aber ihren Sinn umkehrt und Schutzrechte der Bürger gegen den Staat in Schutzrechte des Staates gegen seine Bürger verwandelt, wird alles, aber auch alles niedergemäht, was für die Anpassung an den Klimawandel plädiert, anstatt den aussichtslosen Versuch zu unternehmen, das Weltklima durch CO2-Verteufelung in einen vermeintlichen Normalzustand zurückzubringen.

Nein, nein. Mit den Sinnen ist das alles nicht direkt wahrnehmbar. Alle unsere diesbezüglichen Wahrnehmungen werden von den Medien transportiert und von interessierten Vereinen und Vereinigungen produziert, die Geld und – wie jetzt aus der EU bekannt geworden – klare Aufträge von Regierungen bzw. regierungsähnlichen Organisationen erhalten. Ob Umwelthilfe oder Omas gegen rechts, ob Correctiv oder REspekt, ob diverse Antifa-Gruppierungen oder Seenotretter oder Fridays for Future. Alle, alle beglücken uns mit ihren Simulationen. Sie rufen, wir haben Platz, obwohl es keinen Wohnraum gibt, sie skandieren, Deutschland ist ein reiches Land, obwohl es längst kein reiches Land mehr ist und sich gerade in gigantische Schulden stürzen muss.

Dann, gerade gestern, hat es  wieder 170 Razzien wegen „Meinungsdelikten“ gegeben. Trotz höchstrichterlicher Erklärungen, dass von der Meinungsfreiheit alles gedeckt ist, was nicht anderweitig strafrechtlich relevant ist (persönliche Beleidigung, falsche Tatsachenbehauptung). Das Bundesverfassungsgericht sagt klipp und klar: 

Aber es gibt einen Bundesaktionstag – muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, den „bundesweiten Aktionstag“ – bei dem geschätzt knapp 2000 Polizisten für mindestens einen Tag abgestellt werden, um den Verdacht auf Meinungsdelikte, die zudem offen im Internet aufzufinden sind und aufgefunden wurden, die also ohne weitere Beweisaufnahme festzustellen wären, durch Hausdurchsuchungen zu erhärten, was dann wiederum rund 200 Staatsanwälte tagelang beschäftigen dürfte, bis am Schluss die Richter das Wort erhalten. Da stellt sich doch die Frage, ob die Hass-und-Hetze-Simulation inzwischen vollends in die Rechtsstaatssimulation übergeht. Der Rentner Niehoff mit seiner verunglückten Schwarzkopf-Werbung, der inzwischen beschlossen hat, gegen die Windmühlen staatlicher Strafverfolgung in die Revision zu gehen, würde das vermutlich bejahen.

Noch nicht genug?

Was ist mit der Simulation der militärischen Bedrohung durch Russland? Was ist mit der Simulation der irakischen Massenvernichtungswaffen? Mit der Simulation der iranischen Atombombe? Mit der Humanitäts-Simulation in der deutschen Migrationspolitik? Oder, ganz frisch, mit der Simulation eines geordneten Bundeshaushalts mittels unerschöpflicher Sondervermögen? Auch das wiederum nur möglich, wegen einer perfekten Wahlkampfsimulation, bei der es eben nicht darum ging, mit einer Mehrheit der Sitze das machen zu können, was man versprochen hat, sondern nur noch darum, das machen zu können, was man von Anfang an beabsichtigte. 

Der Wahlkampf-Merz sollte also rückblickend als Simulation seiner selbst eingeordnet werden, und ob und wie diese Simulation weitergeht, welches Ziel damit verfolgt wird, werden wir wohl erst in einigen Jahren erfahren. 

 

Die Inspiration für diese „rote Pille“ in Form eines Paukenschlags kam übrigens von einem langjährigen Besucher meiner Seiten, der mir gestern einen Einblick in seine persönliche Liste von Simulationen und Simulationsverdachtsmomenten gegeben hat, die über das, was ich hier geschrieben habe, noch deutlich hinausgeht. Danke, Herr A.S.

 

Als Merkspruch für uns alle würde ich formulieren:

Je weiter du dich vom eigenen Herd entfernst,
desto wahrscheinlicher wirst du in eine Simulation geraten.

Ach ja. Da wäre auch noch die Gewaltenteilungs-Simualtion im Zusammenspiel mit der Demokratie-Simulation in den brandmauergeschmückten Parlamenten, aber auch die Wasserstoff-Simulation, der gerade live und in Farbe beim Zusammenbrechen zugesehen werden kann. Es hört einfach nicht auf. 

Gar keine gute Idee, das mit der roten Pille. Wer will es schon so genau wissen?