Vor drei Wochen habe ich mit diesem Beitrag das Geheimnis um mein neues Buch ein Stück weit gelüftet.
Sie erinnern sich? Ich hatte drei verschiedene Werbetexte vorgestellt, und Sie gebeten, mir mitzuteilen, welcher davon Sie am stärksten anspricht.
Inzwischen hat sich viel getan.
Es gibt schon den Entwurf für das Cover, das so aussehen wird:

War ich vor drei Wochen noch der Überzeugung, ich würde auch diesen Titel wieder bei BoD herausbringen, bin ich inzwischen mit einem kleinen Verlag in München zu einer Verabredung gekommen. „Spätlese“ wird also vom Massel-Verlag in München in einer Spezialedition herausgebracht.
Das Neue dabei: Anders als bei BoD, wo die Bücher einzeln, bei Eingang der Bestellung gedruckt werden, gibt es bei Massel wieder die „Auflage“, die gedruckt wird, um daraus eingehende Bestellungen zu beliefern, bis das letzte Buch der Auflage verkauft ist. Danach gibt es dann möglicherweise eine Neuauflage.
O.k., die erste Auflage ist in Druck und wird voraussichtlich bis Ende August ausgeliefert. Natürlich informiere ich Sie sofort, wenn es soweit ist, und auch darüber, wie und wo Sie Ihr Exemplar bestellen können.
Damit eine eventuell erforderliche zweite Auflage zügig beauftragt werden kann, möchte ich Sie noch einmal um Ihre Mithilfe bitten, indem Sie eine ganz einfache Frage beantworten:
Anbei eine Umfrage wie sehr Sie an meinem neuen Buch interessiert sind.
Falls Sie sich noch nicht entscheiden können, gebe ich Ihnen noch eine kleine Hilfestellung in zwei Akten:
1. Akt
Buchbeschreibung, wie ich sie für das Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB) vorgesehen habe
Ein Buch, wie die Erinnerung an einen besonders intensiven Traum. Helle und klare Szenen, aber auch Unscharfes, das sich nicht mehr erschließen will, Realistisches vermengt mit Fantastischem. Dazwischen Lücken, aufblitzende Einsichten, Brüche, Fehlstellen. Doch alles folgt einem roten Faden, einem Weg entlang von Assoziationen und Variationen zum immer gleichen Thema: Warum? Wohin? Warum ich?
Der sich relativ spät zu erkennen gebende Ich-Erzähler, wiewohl auf besondere Weise selbst involviert, justiert von seiner Meta-Ebene her den Betrachtungsabstand so, dass die noch getrennten Teile, ohne sie bewegen zu müssen, stets das Gesamtbild des Puzzles erahnen lassen.
„Spätlese“ ist ein Lesebuch.
Fragmentarisch. Einem roten Faden folgend, der nicht primär die Auflösung der verschiedenen Handlungsstränge anstrebt, sondern mit jeder Seite, mit jeder Episode mehr, jene Fehlstelle in unserem Bewusstsein ans Licht treten lässt, die zwischen dem physischen Menschen samt seinem Verstand und jenem geistigen Wesen zu finden ist, das uns letztlich zu allem Denken und Handeln antreibt.
Der Mensch als geistiges Wesen – nicht esoterisch, sondern profan, realistisch betrachtet – ist Gegenstand dieses facettenreichen Buches. Die Szenarien reichen vom Stammtisch der Honoratioren bis in die nächtliche Stille des Bundestages, von den in tiefen Erzählschichten eingeschlossenen Sehnsüchten einer bereits umgeschriebenen Romanfigur bis in die Abgründe einer ganz gewöhnlichen Familiensaga.
Brillant geschrieben. An der Oberfläche literarische Verspieltheit, in den Schichten darunter das ernsthafte Suchen nach einem Halt, nach Gewissheit und Orientierung.
2. Akt
Das Personal, in der Reihenfolge des ersten Erscheinens
- Ein Juristenstammtisch, zu einem Jux aufgelegt
- Reinigungskräfte im Reichstag
- Julian, eine Krähe und Elsässers Bademantel
- Das Murmeltier und der perfektionistische Idealist
- Barbara, die geschasste Ortsvereinsvorsitzende
- Ein namenloser Denker, der gute und der noch bessere Mensch
- Die Kontrapheten
- Ein Priester und ChatGPT
- Heinrich der Vogler – aus der Opferperspektive betrachtet
- Mephisto (von Faust 2 entlehnt)
- Dem Satan verfallene Klosterbrüder
- Der wundersame Ich-Erzähler bei seiner aktuellen Reinkarnation samt Alter Ego
- Ein Säufer und dessen Tochter
- Ein oberstes Gericht
- Emil Sinclair (erstmals erwähnt von Hermann Hesse)
- Heinrich Böll
- Das Davoser Wefotteli
- Johann der Kalendermacher
- König Og von Basan, der letzte Riese
- Eine müde gewordene Bundestagspräsidentin
- Ein Jahrmarktshypnotiseur
- Le Bon, natürlich, der darf nicht fehlen
- Ein Spekulant, der Insiderinformationen nutzt
- Die personifizierte Pest in Bombay
- Irenäus Supplicantu, Lehrer für Zauberstabzauberei
- Ein Märchenerzähler beim Kalifen von Bagdad
- Shuka, der Nachfolger
- Elli Swanning, Talentscout der besonderen Art
- Siegfried von Hoheneck, der vom Autor umgeschriebene Protagonist
- Nate Dudschl und ihre Katzen
- Ein radfahrender Oberleutnant in Germersheim
- Mutter und Sohn unterm Windrad
- u.v.a.m.
Verrückt? Nicht wirklich!