Alles gut

Natürlich ist weder im Großen und Ganzen, noch im Allgemeinen alles gut. Das meine ich auch nicht.

Bei mir, bei uns, ist alles gut.

Dass ich heute den dritten Tag in Folge keinen neuen Beitrag veröffentliche, liegt daran, dass es sich einfach nicht vermeiden lässt, hin und wieder einmal die Berge, die ich vor mir herschiebe, zumindest so weit abzutragen, dass ich wieder drüberschauen kann. Das Wochenende habe ich damit zugebracht, die Unterlagen für die Einkommensteuer zusammenzutragen. Als Rentner, dessen Rente zu 70% versteuert wird, der aber auch noch hin und wieder ein Buch verkauft, dem liebe Menschen etwas in die Kaffeekasse legen oder gleich ein Förder-Abo abschließen, muss ich dann schon einmal im Jahr die Schuhkartons durchwühlen, um den Steuerberater nicht vollends zur Verzweiflung zu treiben.

Den Rasen muss ich mähen, den Hang mit dem Freischneider bearbeiten, drei kleine, von Vögeln ausgesäte Eichen, vielleicht 6 oder 7 Meter hoch,  die der Esche, dem Hausbaum, ins Gehege kommen, müssen gefällt und zerlegt werden, die September Ausgabe von „EWK – Zur Lage“ ist auch noch zu schreiben, zum Frisör wollte ich vor vier Wochen: Betriebsurlaub, seitdem warte ich auf die nächste Gelegenheit. Ach ja, als ‚“Prepper“ habe ich ein paar Kanister mit Frischwasser im Keller, das Wasser muss regelmäßig ausgetauscht werden. Ist jetzt auch fällig. Für den Herbst wollte ich mir eine leichte, aber winddichte Jacke kaufen, die vom Versandhändler gelieferte passte leider nicht. Der Laden, wo ich manchmal solche Sachen kaufe, ist 30 km weg – nie Zeit dafür. In den Zimmerdecken fallen die eingebauten LED-Strahler aus. Stiftsockel! Wer erfindet so einen Unfug. Erst kriegt man sie, auf der Leiter balancierend, nicht heraus, und wenn dann endlich doch, fummelt man eine halbe Ewigkeit, bis sie wieder drin ist. Nein, das ist lange noch nicht alles …  Dachrinnenreinigung … Brennholz aufschlichten …

Und dann war da in den letzten Tagen noch die Sache mit der Heizung, die mich und den Installateur auf Trab gehalten hat.

Nein, das ist kein Jammern auf höchstem Niveau. Es ist überhaupt kein Jammern. Es ist nur der so genannte Rentnerstress. Das meiste macht ja sogar auch noch Spaß, sieht man von Steuer und Stiftsockelleuchten ab. Es braucht nur Zeit, und die fehlt dann halt anderweitig.

Ich habe einen Tipp für Sie:

Lesen Sie einfach mal wieder ein Buch. Dabei müssen Sie gar nicht auf Ihren gewohnten „Kreutzer“ verzichten. Derzeit sind noch insgesamt 11 Titel von mir lieferbar. 10 davon hier, bei BoD, und eines, mein jüngstes Kind, die „Spätlese“,  bei Massel in der Edition „Jedition„. Noch gibt es die Spätlese übrigens zum Subskriptionspreis von 20 Euro. Daraus werden in Kürze 22,00 Euro.

Eine ausführliche Rezension dazu finden Sie hier