Schon lange ist es her. Vor sechs Jahren, im Sommer 2020 – Merkel saß noch fest im Sattel, Scholz ahnte nicht, dass er einmal Bundeskanzler werden müsste, und dass Friedrich Merz einmal die Ampel beerben würde, hätte im nüchternen Zustand auch niemand zu prognostizieren gewagt – habe ich den Politthriller „Andere Abhilfe – Literarische Vision zur Gestaltung einer vom Grundgesetz vorgesehenen Option“ veröffentlicht.
Die Handlung spielt im Jahr 2022. Eine Gruppe von Wissenschaftlern und Unternehmern hatte sich zum Ziel gesetzt, sowohl eine äußere Bedrohung, die von Weltherrschaftsfantasien einiger Superreicher eingesetzt worden war, als auch die innere Bedrohung, die von woken Spinnern – innerhalb und außerhalb der neu installierten Regierung – ausging, im Zuge eines friedlichen Putschversuchs zu beenden.
Die Zeit ist über das Jahr 2022 hinweggegangen. Die Realität hat sich nicht an meine Vision gehalten. Dass Heinrich XIII. Prinz Reuß, Anführer der „Patriotischen Union“, ausgerechnet Ende 2022, also auch am Ende der Schilderung meiner Vision, zusammen mit seinen Mitverschwörern verhaftet wurde, ist eine rein zufällige Begebenheit, die aber zeigt, dass tatsächlich etwas in der Luft lag, was zumindest Ähnlichkeiten mit den Schilderungen meines Romans aufweist.
Ich kann mir vorstellen, dass es Ihnen Spaß machen könnte, sich mit dem zeitlichen Abstand von vier Jahren in den Strudel von Ereignissen hineinziehen zu lassen, und die 321 Buchseiten auf einen Rutsch zu verschlingen.
Um Sie gewissermaßen „anzufüttern“, habe ich am Ende dieses Beitrags eine Leseprobe zum Download für Sie verlinkt.
Hier nur noch das Nachwort
Bevor Sie dieses Buch zur Seite legen
Mittwoch, 15. Juli 2020
Ich bin Ihnen, liebe Leser, ein Nachwort und ein paar Erläuterungen schuldig.
Gleich zu Beginn: Eine künstliche Strahlung, die sich negativ auf die Vitamin D Produktion auswirkt, gibt es meines Wissens nicht. Diese – romanhafte – Tatsache ist frei erfunden.
TV-Satelliten gibt es allerdings, und die Wirkung dessen, was von dort über den ganzen Erdball ausgestrahlt wird, ist von der im Roman beschriebenen, sedierenden Wirkung, auch ganz ohne Vitamin D Mangel, kaum zu unterscheiden.
Wir leben in einer Welt, und ich blicke seit mindestens fünfzig Jahren mit wachsendem Interesse auf die Entwicklungen, die sich zweifellos mitten in einem großen Transformationsprozess befindet. Dass ich diesen Transformationsprozess für unnatürlich und den Menschen aufgezwungen betrachte, war wesentliche Motivation dieses Buch zu schreiben.
Dass ich dabei die sich bereits abzeichnenden Entwicklungen weitergeführt habe, in die nahe Zukunft der Jahre 2022 und 2023, brachte gewisse Schwierigkeiten mit sich, die unter anderem darin zum Ausdruck kommen, dass einige Persönlichkeiten der zukünftigen Zeitgeschichte keinen Namen tragen, sondern nur in ihren Funktionen benannt werden. Ich habe versucht, die flüssige Lesbarkeit des Buches darunter nicht allzu sehr leiden zu lassen, doch hätte ich mir selbst gewünscht, an manchen Stellen meinem Bauch zu vertrauen und jene Namen zu nennen, die mir beim Schreiben vorschwebten.
Insgesamt handelt es sich um eine Utopie, also um eine zuversichtliche, optimistische Zukunftsschau. Es liegt nicht in meiner Macht, dieser Vision zum Durchbruch zu verhelfen, doch wollte ich zeigen, dass eine vorteilhafte Entwicklung denkbar ist, weil das, was denkbar ist, immer auch realisierbar sein wird, und ein Teil dessen, was gedacht wurde, auch tatsächlich als Realität in Erscheinung tritt.
Zu den verheerendsten Gedanken, die leider von vielen längst verinnerlicht sind, gehört die Annahme:
„Die da oben machen doch sowieso was sie wollen.“
Es ist eine erbärmliche Entschuldigung für das eigene Nichtstun, für das Ausweichen vor Entscheidungen und Aufgaben, vor die jeder einzelne im Laufe seines Lebens immer wieder gestellt wird.
Nein. Die Wahrheit ist: „Die da oben können nur das verwirklichen, was wir zulassen.“
Und das geht sogar noch einen Schritt weiter. Denn wenn wir uns nicht gleichzeitig, um eines kleinen Vorteils willen, von denen da oben zur Mithilfe bewegen ließen, könnten sie gar nichts verwirklichen.
Dem folgt dann ein weiterer, verheerender Gedanke, der schon unsäglich viel Leid über die Erde gebracht hat, und der lautet:
„Wenn ich’s nicht tue, tut’s ein anderer.“
Welch ein Selbstbetrug! Welch eine Arroganz! Dem in aller Regel vollkommen unbekannten „Anderen“ zu unterstellen, er sei, wenn ich mich weigere, an meiner Stelle bereit, an irgendeiner Sauerei mitzuwirken – was ist das? Was davon hält einer Nachprüfung wirklich stand?
Die Worte, die ich dem Bundespräsidenten in den Mund gelegt habe, den Aufruf zur Arbeit an sich selbst, ergeben für mich durchaus einen tieferen Sinn. Nicht in Bezug auf Dekarbonisierung, Fleischverzicht und Diskriminierungsverbote, wohl aber in Bezug auf das Bemühen, die eigene Verantwortung erkennen zu wollen und die Einsicht, ihr, auch um des eigenen Seelenfriedens willen, gegebenenfalls auch unter Verzicht auf Vorteile und Annehmlichkeiten, gerecht werden zu müssen.
Georg Friedrich Lichtenberg hat uns ein Zitat hinterlassen, das auch als Quintessenz dieses Buches gelten könnte:
Egon W. Kreutzer
Und hier die versprochene Leseprobe – aus dem Erzählstrang über die Antifa
Printausgabe: 22,00 €
E-Book: 9,99 €

Es bedarf gar keiner künstlichen Strahlung, um den Vitamin-D-Mangel zu bewirken. Die laufenden Maßnahmen reichen völlig:
– Kampagne „Hautkrebsgefahr durch UV-Strahlung“: In den 60er- bis 80er-Jahren habe ich als Kind, Jugendlicher und junger Erwachsener im Sommer immer in der prallen Sonne gebrutzelt und außer einem Sonnenbrand am Anfang der Saison keine Schäden davongetragen. Lichtschutzfaktor 5 war meiner Erinnerung nach damals das Höchste, aber das habe ich auch nur selten angewendet. Die heutigen „Sonnenschutzcremes“ verhindern zuverlässig, dass die Sonne die Haut nicht erreicht und damit kein Vitamin-D produziert werden kann!
– Die Maßnahmen Anfang der 20er Jahre („Hausarrest“) zielten u.a. in eine ähnliche Richtung.
– Verunglimpfung von Vitamin-D-Supplementierung kommt dazu.
– Und natürlich die unnatürliche Ernährung.
– Von den Aktionen am Himmel ganz zu schweigen…
Einen schönen Restsommer Euch allen!
stefan nathan