29. Juli 2016

11.00 Uhr Kreutzer in Spielfilmlänge?

Im August letzten Jahres war ich eingeladen, bei einem Symposium in der Lausitz, das unter dem Motto "Fließendes Geld und soziale Skulptur" stand, einen Vortrag zu gestalten. Dabei konzentrierte ich mich auf die Beschreibung dessen, was profan "gesellschaftliche Entwicklung" genannt wird, künstlerisch aber auch als der "Wandel der sozialen Skulptur" begriffen werden kann. Der Schwerpunkt lag dabei auf der real existierenden Demokratie, auf der Dreiteilung in Mitte, links und rechts und auf der Fragestellung, wie es kommt, dass die ruhige, träge Mitte letztlich jene Kraft ist, die einmal links, einmal rechts nach oben drückt und damit erst wirksam werden lässt.

Der Vortrag wurde seinerzeit aufgezeichnet. Vor ein paar Wochen habe ich nun auch erfahren, dass er schon seit geraumer Zeit online verfügbar ist, allerdings bisher nicht öffentlich zugänglich.

Das ändere ich jetzt zumindest insoweit, als ich hier einen Link auf die URL des Videos setze. Falls Sie also Lust haben, eine Stunde und zwanzig Minuten in diesen Vortrag reinzuhören:

Hier ist er verfügbar.


28. Juli 2016

17.00 Uhr Sie hat es schon wieder getan

Nun ja, getan hat sie es eigentlich wieder nicht. Aber gesagt hat sie es schon wieder:

"Wir schaffen das!"

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27. Juli 2016
 
11.30 Uhr Die Saat der Gewalt
 
Es kann der Beste nicht in Frieden leben,
wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.
 
So, wie ein lange schwelender und eskalierender Nachbarschaftsstreit aus Nichtigkeiten entstehen kann, die zu oft stillschweigend geschluckt werden, bis das Fass endgültig überläuft, so entwickeln sich auch innergesellschaftliche Konflikte auf dem Nährboden kleiner Ungerechtigkeiten, kleiner Nachlässigkeiten, kleiner Bosheiten, kleiner Übergriffe, die von den Betroffenen zuerst nur als Lappalien angesehen und wohlmeinend übergangen werden, die sich jedoch bei fehlender Reaktion schnell zu Dreistigkeiten und nicht mehr tolerierbaren Übergriffen ausweiten. Es geht immer nur einen Schritt weiter, zumeist einen kleinen Schritt, der für sich gesehen zu ertragen wäre. Doch wenn die Wegstrecke der kleinen Schritte erst lang genug geworden ist, sind die Betroffenen die Gelackmeierten, weil ihnen jegliche Handhabe fehlt, gegen das letzte i-Tüpfelchen auf dem Haufen des Unrechts glaubhaft zu protestieren.
 
Es ist erklärte Politik des Präsidenten der EU-Kommission, Jean Claude Juncker, genau so vorzugehen:
 
"Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt." (SPIEGEL 1999)
 
Wo Juncker "wir" sagt, meint er damit nicht die Kommission, sondern das Führungsgremium der EU, den Rat, in welchem die deutschen Bundeskanzler seit jeher einen ganz erheblichen Einfluss ausüben. So kommt es dann auch, dass das Gesetzgebungsverfahren in Deutschland zum überwiegenden Teil nur noch darin besteht, das in nationales Recht zu übertragen, was der Rat von der Kommission als Gemeinschaftsrecht hat erarbeiten lassen.
 
Dieses Spiel über Bande wird inzwischen von vielen durchschaut. Das Grummeln im Volk, das von Politik und Medien zwar immer noch von der Bundesregierung ab- und auf die Bürokraten der EU gelenkt werden soll, zielt doch immer mehr direkt auf die eigene Regierung.
 
Die Radikalisierung im Lande nimmt zu. Das betrifft nicht nur Amokläufer und Attentäter, es betrifft ebenso die politischen Parteien und deren in Regierungsverantwortung stehende Führungsfiguren. Aus demokratischen Sitten und Gepflogenheiten sind mehr und mehr die Lagerkämpfe von Gesinnungsvereinen geworden, die sich jeglicher Argumentation von anderen verschließen, ganz nach dem Motto: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns.
 
Das Bedürfnis, die eigenen Positionen mit Gewalt durchzusetzen, wird stärker, weil andere Wege der Verständigung und Einigung hinter den selbstgestrickten Scheuklappen nicht mehr wahrgenommen werden oder vom politischen Gegner in den Machtpositionen tatsächlich vollständig versperrt wurden.
 
Der Gedanke, einen Staatsstreich zu organisieren, um die Dinge noch zu verändern, bevor alles zu spät ist, mag schon oft durchgespielt worden sein. Es wäre ein Novum in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ...
 
"Operation Reiner Tisch"
 
Ein packender Polit-Thriller des Berliner Autors Andreas Reinhardt spielt den Gedanken durch. Eine krisengeschüttelte Welt, wachsende Unzufriedenheit in Bevölkerung, eine schnell wachsende populistische Partei - und ein Bundeskanzler, der wie ferngesteuert wirkt und nichts unternimmt, um seinem Amtseid gerecht zu werden. Das ist die Ausgangslage für einen perfiden Plan, für den Putsch in Berlin.
 
 
 
Andreas Reinhardt
Operation Reiner Tisch
 
erschienen im EWK-Verlag, Elsendorf
 
Hardcover, 276 Seiten,
geb. Ladenpreis 22,00 Euro
 
jetzt gleich hier bestellen
 
 
 
 
 
 

26. Juli 2016
 
17.00 Uhr Was ich zu alledem noch sagen will
 
Letzte Woche überschrieb ich meinen Paukenschlag mit der Frage:
Ist denn jetzt der Teufel los?
 
Eine Woche später muss ich feststellen, jetzt ist er offenbar wirklich los. Weil heute in Frankreich wieder ein Anschlag verübt wurde, bei dem ein alter Priester kaltblütig in der Kirche ermordet wurde, veröffentliche ich diesen Text schon heute.
 

25. Juli 2016

13.00 Uhr Die Bundes-Innenwehr?

Im Inneren wird es ungemütlich. Die üblichen Verdächtigen (Casablanca) sehen wieder einmal die Gelegenheit, endlich den Einsatz der Bundeswehr im Inneren von allen noch bestehenden Beschränkungen zu befreien. Terror sei ja auch eine Katastrophe, meint Frau von der Leyen, und bei Katastrophen sei es ja doch erlaubt...

Die Frage, ob die Bundeswehr nun mit Brückenlegepanzern oder mit Tornado-Kampfflugzeugen, mit Patriot-Raketen und Minenräumbooten ihren Kampfauftrag im Inneren bewältigen können wird, beantwortet sich fast von selbst.

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24. Juli 2016
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag
 

23. Juli 2016
 
09.00 Uhr Trauerbeflaggung - Die Grenzen der allgemeinen Sicherheit
 
Die Ereignisse in München machen wieder einmal deutlich, dass es hundertprozentige Sicherheit nicht geben kann. Ein hochkomplexes Gebilde, wie eine deutsche Großstadt, ist extrem verletzlich und bietet einem Täter nicht nur eine schier unendliche Anzahl möglicher Angriffsflächen sondern darüber hinaus auch noch einen deutlichen, zeitlichen Vorsprung vor den Sicherheitskräften.
 
Die potentiellen Opfer haben im Augenblick des Angriffs kaum eine Chance.
 
Das gilt ganz unabhängig davon, ob ein Einzeltäter oder eine Gruppe angreift, ob es sich um einen klassischen Amoklauf oder einen terroristischen Anschlag handelt.
 
Ein entschlossener Täter hätte, das ist für mich eine Erkenntnis aus dem Geschehen in München, durchaus die Chance gehabt, sich dem Zugriff zu entziehen.
 
Brauchen wir also mehr in Zivil gekleidete Polizisten, brauchen wir einen bewaffneten Hilfssheriff an jeder Straßenecke? Ich weiß es nicht. Ich fürchte, dass die "Hemmschwelle" dadurch inzwischen nicht mehr erhöht werden kann. Ursachen und Motive liegen weit außerhalb der bürgerlichen Gesellschaft, sogar außerhalb der bekannten Kriminalität bewaffneter Raubüberfälle.
 
Der Münchner Täter soll in psychiatrischer Behandlung gewesen sein. Das wird inzwischen zu einem immer öfter auftretenden Muster. Der psychisch gestörte Einzeltäter.
 
Palme, Lafontaine, Schäuble, Seles, Rabin, Bossard und 14 weitere Personen, Fortuyn, Chirac, Lindh, Kusch, Roger, Berlusconi, Giffords, Letta, Reker ..., um nur die gezielten Attentate auf Prominente/Politiker anzuführen.
 
Vor fünf Jahren Breivik in Norwegen.
 
Zufällig wurde in dieser Woche auf ARTE der US-Spielfilm aus dem Jahr 1962 "Botschafter der Angst" wieder einmal gezeigt. Ein US-Soldat, der in Korea in Gefangenschaft geraten und einer Gehirnwäsche unterzogen worden war, folgte, zurück in der Heimat, posthypnotischen Befehlen und wurde zum ferngesteuerten Killer.
 
War aber nur ein Spielfilm.
 
 
 
 

22. Juli 2016
21. Juli 2016
 
11.00 Uhr Ist denn jetzt der Teufel los?
 
Einer der vier Astrologen, von denen ich weiß, dass sie bei mir mitlesen, hat mir in der letzten Woche diese Kurz-Analyse geschickt:
 

Wir haben schon seit Monaten ein Quadrat aus den Planeten Neptun und Saturn am Himmel. Leider bleibt diese Konstellation noch.

Neptun Square Saturn - eine Konkurssitation.


Neptun steht für das Prinzip des Daseins und Saturn für die Bestimmung des Daseins. Wenn diese Planeten in einem Winkel von 90 Grad stehen, ist es wie an einer Kreuzung von zwei Straßen ohne Ampeln.

In den Zyklen von Neptun und Saturn finden wir den Mauerfall November 1989, das Ende des Zweiten Weltkrieges April 1945, gestern beim Terror in Nizza dominant am MC der Stadt. (Medium Coeli, MC = Himmelsmitte)

Dies sind nur einige Beispiele zur Verdeutlichung. Es kann oder wird zu einem Zusammenbruch der Systeme kommen. Wer noch Vorsorge treffen kann, sollte es tun.
Es kann vermehrt zu Insolvenzen kommen. Da sind ja dann immer auch andere betroffen.
Meine letzten Taler brauche ich leider für Handwerker und Anwälte, sonst würde ich etwas Gold kaufen.
Wie weit Frau Merkel von Neptun - Saturn betroffen ist, kann man seriös nicht sagen. Ihre Geburtsdaten sind vermutlich getürkt. Es gibt ein paar Geburtszeiten im Netz. wenn diese in etwa stimmen, dann ist sie betroffen und damit auch die ganze Republik.

Mit paranoiden Ängsten sehe ich den Tagen im September und Oktober 2016 entgegen. Bis dahin sollte alles klar sein. Wie auch immer.

 
Man kann von diesen Aussagen und ihrem Zustandekommen halten, was immer man will, ernsthaft bestreiten,
.
dass derzeit an allen Fronten heftige Auseinandersetzungen stattfinden, dass die Kräfte, welche Ordnungen schaffen oder erhalten wollen, gegen nicht minder starke Kräfte antreten, deren Ziel es ist, alte Ordnungen, Regeln und Grenzen aufzulösen,
 
kann man nicht.

Ebenso werden aber Wunschträume und Strategien durchkreuzt, platzen Blasen, kurz:
 
Die Gleichungen gehen nicht mehr auf -
und neue Lösungswege sind noch nicht gefunden.
 
Es ist nahezu gleichgültig, wo man mit der Aufzählung der Erosions- und Auflösungsprozesse beginnt. Das Szenario ist bis zum Rand ausgemalt als hätte Hieronymus Bosch den Pinsel geführt.


20. Juli 2016

09.00 Uhr Unheimliche Begegnung mit dem real existierenden Fachkräftemangel

Dass der Fachkräftemangel eine klug ausgedachte Begründung für alles Mögliche sei, glaubte ich bis vor Kurzem selbst. Inzwischen kann ich differenzieren und gehe davon aus, dass es die Fachkräfte zwar durchaus gibt, jedoch nicht da, wo sie gebraucht würden, sondern im Hartz-IV-Bezug (oder am Steuer eines Taxis, an der Supermarktkasse, etc.) wegen Überqualifikation.

Die erste unheimliche Begegnung hat im September 2015 begonnen. Für meine Mutter (90) wurde ein Treppenlift installiert. Zwei Monate später stand das fabrikneue Gerät unvermittelt still. Drei Tage später traf der Servicetechniker 'A' des Herstellers ein. Zwei Stunden später stand die Diagnose fest: "Kabelbruch zwischen Akku und Platine". Im März stand der Lift wieder,

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19. Juli 2016

12.15 Uhr Vom Unterschied zwischen Generälen und Regierungsmitgliedern

Auslöser für diese sehr kurze Betrachtung war der Putschversuch in der Türkei, doch bietet die Thematik, wenn man sie losgelöst vom konkreten Anlass betrachtet, durchaus einigen Stoff zum Nachdenken.

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18. Juli 2016

11.00 Uhr Sieg der Demokratie? Ein alberner Gedanke.

Der türkische Präsident Erdogan und seine Parteigänger im Staatsapparat haben einen Putsch abgewehrt und dies zum Anlass genommen, landesweit oppositionelle Kräfte aus ihren Ämtern zu entlassen oder gleich zu verhaften und sind drauf und dran, die Todesstrafe wieder einzuführen.

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17. Juli 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

16. Juli 2016

13.15 Uhr Dilettantischer Putsch?

Von "dilettantisch" wurde sowohl im Mainstream als auch bei alternativen Medien schon recht früh am heutigen Morgen gesprochen. Dies impliziert Zweierlei: Wären die Putschisten planvoller und professioneller vorgegangen, hätte der Putsch nach Meinung der Kommentatoren gelingen können, und, weil "Dilettantismus" ein "Vorwurf" ist, dass man einen erfolgreichen Putsch womöglich lieber kommentiert hätte.

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16. Juli 2016

08.00 Uhr Türkei

Gestern Abend haben Teile des türkischen Militärs versucht, die Macht im Staate zu übernehmen. Die Lage ist noch unübersichtlich.

Ich beabsichtige, heute Nachmittag, gegen 15.00 Uhr dazu einen Kommentar zu veröffentlichen.


15. Juli 2016
14. Juli 2016
13. Juli 2016

13.30 Uhr Die Hasspolizei

1914. In Sarajewo wird der österreichische Thronfolger Franz-Ferdinand erschossen. Josef Schwejk*) taucht im "Kelch" in Prag auf, wo er mit dem Wirt und einem weiteren Gast über das Attentat diskutiert. Dummerweise handelt es sich bei dem unbekannten Gast um den Geheimpolizisten Bretschneider. Schwejk wird ins Irrenhaus verfrachtet, der Wirt Pavlicek muss für 10 Jahre in den Knast, weil er am Stammtisch geäußert hatte, die Fliegen hätten auf sein Kaiserbild geschissen.

2016. Überall in Deutschland durchsuchen Polizisten am "Aktionstag" Wohnungen um Beweismaterial gegen Menschen zu suchen, die im Verdacht stehen, "Hasskommentare", "Hasspostings", "Hassmails" und "hatespeech" von sich gegeben zu haben. Es geht gegen "Verbalradikalismus" und damit verbundene Straftaten.

Insbesondere wurde eine "geschlossene Facebook-Gruppe" auf's Korn genommen. Das wäre 1914 ein Stammtisch gewesen, an dem der Geheimpolizist Bretschneider keinen Platz bekommen hätte, außer er hätte sich als V-Mann eingeschlichen.

Und weil die Polizei nicht überall sein kann, werden alle Bürger dazu aufgefordert, sollten sie im Internet Hasskommentare finden, diese bei der Polizei zu melden.

Es stellt sich die Frage, wo exakt die Grenze zwischen "Gesinnungsstraftat" und "Meinungsfreiheit" heute verläuft. Es stellt sich die Frage, wer diese Grenze nach welchen Maßstäben gezogen hat. Es stellt sich vor allem die Frage, als wie beweglich sich diese Grenze in der nächsten Zeit erweisen wird. Mir erscheint sie eher wie eine Schlinge, die von Tag zu Tag ein Stückchen weiter zugezogen werden wird. Gerade der Aufruf zur Denunziation wird ganz erheblich dazu beitragen, dass die Liste der verbotenen Äußerungen schnell länger und länger werden wird.

Vielleicht wünscht sich mancher ja auch schon wieder ein Heer "Informeller Mitarbeiter", die über jeden, auf dessen Kaiserbild die Fliegen geschissen haben, einen Bericht anfertigt.

"Aktionstag" hat für mich in diesem Zusammenhang übrigens auch einen sehr üblen Beigeschmack. Es ist eine Drohgebärde der Obrigkeit. Knüppel aus dem Sack!

 

 

*) Josef Schwejk ist eine Romanfigur des Schriftstellers Jaroslav Hasek.


12. Juli 2016

12.45 Uhr Rigaer Str. 94 - Was ist "Links"?

Vermutlich ist die Bezeichnung Links-Autonome ebenso falsch, wie die Bezeichnung Links-Radikale. Es handelt sich meines Erachtens noch nicht einmal um Links-Extreme, sondern schlicht um Leute, die sich nicht in diese, unsere Gesellschaft integrieren lassen wollen.

Der Vergleich mag gewagt sein und zudem stark hinken, doch für mich sind die Bewohner der Rigaer Str. 94, was die Totalverweigerung gesellschaftlicher Normen betrifft, eher so etwas wie eine besondere Spezies der Amish People. Hinzu kommt bei dieser Berliner Großfamilie leider eine stark erhöhte Gewaltbereitschaft gegenüber allen Artfremden, die ihnen zu nahe kommen.

Wespen verhalten sich ähnlich.

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11. Juli 2016

11.00 Uhr Deutsche Kriegsgefangene in Incirlik

Die deutsch-türkisch-türkisch-deutschen Beziehungen entwickeln sich immer mehr zur Groteske. Wer hat angefangen? Wer hat sich provozieren lassen? Wer nicht aufgehört, Nadelstiche zu setzen?

Es gab viele kleine, für sich unbedeutende Ereignisse, und es gab die Leitplanken der großen Politik. Richtig losgegangen ist es allerdings mit Merkels pastoralem Spruch: "Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken!"

Als alle kamen und die Luft für Merkel in Deutschland dünn wurde, sollte die Türkei die Reisenden aufhalten.

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10. Juli 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag


9. Juli 2016
8. Juli 2016
7. Juli 2016

11.40 Uhr Ist das Volk zu dumm für Volksentscheide?

Der Pulverdampf auf dem Schlachtfeld EU hat sich noch nicht gelichtet. Die Fahnenflucht der Briten hat eine Lücke in die Front gerissen, die nicht geschlossen werden kann, weil die Befehlshaber im Hauptquartier die Deserteure unbedingt zurückzwingen wollen, während die Kommandeure an der Front krampfhaft und unkoordiniert versuchen, den verlorenen Frontabschnitt mit eigenen Verbänden zu besetzen und zu halten.
 
Dieses Getümmel zu kommentieren ist sinnlos. Erst wenn sich sowohl die Briten als auch die Resteuropäer neu positioniert haben werden, und mit gefestigten Absichten aufeinander zu gehen, wird eine sinnvolle Beschäftigung mit der Thematik wieder möglich sein.
 
Daher wird auch dieser Paukenschlag, wie die vorhergehenden, ein sehr viel grundsätzlicheres Thema behandeln. Ist das Volk zu doof für Volksentscheide? Diese Frage stellte die Tageszeitung "Die Welt" nach der Brexit-Abstimmung und hat bemerkenswert differenziert versucht, darauf Antworten zu geben. Allerdings hat gerade die Lektüre dieses Artikels bei mir das Gefühl einer argumentativen Lücke, bzw. einer falschen Fragestellung zurückgelassen. Ich versuche daher, dass Thema noch einmal aus einem anderen Blickwinkel aufzurollen und formuliere die Frage im Respekt für das Volk geringfügig um: Ist das Volk zu dumm für Volksentscheide?
 
Eine objektive Antwort auf diese - im Grunde rhetorische - Frage zu finden, ist nicht einfach.


6. Juli 2016
5. Juli 2016

10,00 Uhr Staatsfeind Nr. 9

Meiner Frau Julie ist gelungen, was mir verwehrt geblieben ist. Aus einer geheimen Liste, die der ARD vorliegt, geht hervor, dass Sie mit ihrem Blog politik-im-spiegel.de unter den Top-Ten der deutschsprachigen russischen Propaganda-Medien zu finden ist.

So etwas von verschlagen! Jahrelang teile ich mit dieser Frau Tisch und Bett, und nie, nie, nie ...

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4. Juli 2016

11.30 Uhr EU - Experimentelle Ungeheuerlichkeiten

Ein Hühnerstall mit FoxInside kann kaum ungeordneter wirken als die chaotische Ideenlandschaft, die sich nun als Reaktion auf das britische Referendum wallend und wabernd ausbreitet. Da sind einerseits die Briten selbst, deren Überraschung über den Ausgang des Volksentscheides allmählich in Panik umschlägt, was die so genannten "Jungen Engländer" (!) zu Zehntausenden auf die EU-Fanmeile in London getrieben hat, ...

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3. Juli 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag


2. Juli 2016
1. Juli 2016
30. Juni 2016

08.00 Uhr Rettet das Vorurteil!

Warum ich diesen Text überhaupt schreibe,
obwohl er kaum verstanden werden wird.

Geschichte wiederholt sich. Nicht auf Punkt und Komma genau, doch deutlich genug, um die Neuinszenierung an der vorangegangenen messen zu können. Gerne werden die Kulissen neu gestaltet und die Kostüme ausgetauscht. Manchmal werden Charaktere neu interpretiert, Rollen vertauscht, aber fast nie ändert sich der Spannungsbogen, der von einer vorgegebenen Ausgangsposition über den daraus entstehenden Konflikt zu einem unweigerlich eintretenden Ende führt, bei dem es in der Regel dazu kommt, dass Gewinner/Sieger über Verlierer/Besiegte triumphieren. Selten gibt es nur Verlierer, ganz selten nur Gewinner.

Unangenehme Erfahrungen fügen sich stets mehr oder minder schnell zu einem Vorurteil zusammen oder verstärken ein bestehendes. Heißt es nicht: Aus Schaden wird man klug? Heißt es nicht: "Wer nicht aus der Geschichte lernt, muss sie wiederholen?

Was wäre der Mensch, was wäre ein Volk, was wäre die Menschheit, verfügten nicht jeder Einzelne und alle miteinander über die Fähigkeit aus Erfahrungen zu lernen?

Das Vorurteil ist das Ergebnis eines Lernprozesses.

Die Bezeichnung "Vorurteil" ist ein Kampfbegriff,
mit dem unerwünschtes Verhalten unterbunden werden soll.

 
 
Original-Foto: EVP.
Lizenz: CC BY 2.0.
Modifziert mit Corel Photohouse 3.0
 
 
 
 
Die Briten haben in der letzten Woche ein mühsam und gegen viele Widerstände erworbenes Vorurteil über die real existierende Europäische Union in eine Entscheidung umgesetzt. Nun ist das wütende Geheule derer, die einen Teil ihrer Beute verloren haben, nicht zu überhören. Volkes Wille gilt nichts in der EU. Darf nicht gelten.
Das hat so oft schon funktioniert. Sogar als die Europäische Verfassung durch Volksentscheide in einigen Mitgliedsländern abgelehnt wurde, wurde sie als "Vertrag von Lissabon" faktisch unverändert in Kraft gesetzt.
 
Im Oktober 2004 habe ich in dem immer noch richtungsweisenden Aufsatz "Europa in schlechter Verfassung" diesen Verfassungsentwurf analysiert und kritisiert.
 
Doch die EU ist mehr als der Vertrag von Lissabon. Die vielfältigen Interessenverflechtungen, die fortschreitende Zentralisierung der Macht, einhergehend mit der Zerstörung der bürgerlichen Freiheiten, werden in ihrem ganzen, erschreckenden Ausmaß erst erkennbar, wenn die Details in einer zusammenfassenden Schau betrachtet werden, woran der Mainstream jedoch keinerlei Interesse hat.
Glücklicherweise gibt es kluge und mutige Autoren, die Mosaiksteinchen zu einem übersichtlichen Bild zusammenfassen können, und - glücklicherweise - gibt es einen kleinen Verlag, der ihre wichtigen Arbeiten auch der Öffentlichkeit zugänglich macht.
 
Florian Stumfall "Das EU-Diktat - Vom Untergang der Freiheit in Europa"
Printausgabe € 21,00
E-Book € 14,99
 
Herbert Ludwig "Macht macht untertan - Methoden der Unterdrückung in der Demokratie"
Printausgabe € 15,80
E - Book € 10,53
 


 



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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.

 Autoren - Texte - BoD Manuskript - Verlag

Informationen für Autoren


 

Allmählich spricht es sich herum:


Sogar im SWR fand das Buch über
den Stuttgarter Grubenbahnhof
inzwischen lobende Erwähnung.

Der Autor hat einige Stimmen zu seinem jüngst im EWK-Verlag erschienenen Buch auf seiner Homepage veröffentlicht.

Schauen Sie doch mal selbst bei
Manfred J. Schmitz vorbei.

Bestellen können Sie
"Dr. Feist im Fegefeuer" direkt online.

Und natürlich gilt das auch für Schmitz's
ersten Roman "Wer weiß schon, wie tief der Fluss unter der Brücke ist ..."

 

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