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ewk-retro - ein Blick zurück
August 2004 - Wer ist das Volk?


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Informationen für Autoren
19. August 2014
 
09.00 Uhr Auto-Sanktionen
 
Man fühlt sich in alte Stummfilmzeiten zurückversetzt. Zur Überbrückung der unüberwindbaren Sprachlosigkeit, drückt Laurel Stan eine Torte ins Gesicht. Stan seinerseits drückt Laurel eine Torte ins Gesicht. Beide wischen sich die Sehschlitze frei, und Laurel holt sich die nächstgrößere Torte und platziert sie mit Anlauf, Stan, in Diskuswerfermanier, holt ebenfalls weit aus ...
 
Nun heißt es aus dem Kreml,
man könne ja auch den Import westlicher Automobile verbieten.
 
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18. August 2014
 
09.00 Uhr Ferguson - Trainingscenter für Aufstandsbekämpfer
 
Eine amerikanische Kleinstadt im Bundesstaat Missouri wird von "Unruhen" geschüttelt.
Die Polizei rückt mit Schützenpanzern vor.
.
Ausgangssperre!
Tränengas. Nebelkerzen. Scharfe Schüsse.
Krieg?
 
Es gibt Stimmen, die davon ausgehen, dass die USA dort in der Realität üben, was die Bundeswehr noch in eigens gebauten "Häuserkampf-Übungs-Städten" schon länger übt.
 
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17. August 2014
 
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag

16.August 2014
15. August 2014
 
09.00 Uhr Pulitzer-Preis für Shaun Walker
 
Gut, dass es noch Journalisten gibt, die ihr Handwerk ernst nehmen. Ohne Rücksicht auf die Gefahr für das eigene Leben hat sich Shaun Walker (wie er das geschafft hat, bleibt sein Geheimnis) 10 km von der russisch-ukrainischen Grenze entfernt - mitten im Feindesland - auf die Lauer gelegt. Wer ihm den Tipp gegeben haben mag? Nun ja. Informantenschutz ist die Lebensgrundlage des Journalisten.
 
Er liegt da also auf der Lauer und hat Erfolg! Um 18.49 Uhr, am 14. August 2014 twittert er in alle Welt:
Erm ok so this isn't humanitarian aid. Column of over 20 APCs, 10km from the Ukraine border, and heading closer

 

 
Dann startet die gefährlichste Verfolgungsjagd aller Zeiten.
 
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14. August 2014
 
Wichtiger Hinweis:
Das Abgleiten in die Fäkalsprache wurde durch ein unvorhergesehenes technisches Problem verursacht.
Wir arbeiten intensiv an seiner Lösung und bitten bis dahin um Ihr Verständnis.
 
13.00 Uhr Alles Beschiss
 
Glücklicherweise hat es die Natur so eingerichtet, dass die Riechzellen in unserer Nase sehr schnell ermüden. Wenn es nur lange genug stinkt, riechen wir es nicht mehr.
Der Dauerbeschiss stinkt zwar zum Himmel, doch hier auf Erden haben wir uns so daran
gewöhnt, dass es keinem mehr auffällt.

Der heutige Paukenschlag reicht vom großen, gewaltigen Beschiss, bis zum ganz kleinen
Beschiss, von der neuerlichen Manipulation am BIP bis zur schlicht falschen Stromrechnung.

Die Privatisierung der Infrastruktur, die Deregulierung der Märkte und die Tatsache, von der
bestmöglichen Regierung aller Zeiten umsorgt zu werden, haben nun mal ihren Preis.
 
Der besteht entweder darin, alles Kleingedruckte gründlich zu lesen, jede Rechnung, jede
Abbuchung akribisch zu prüfen und bis ans Ende der Nervenkraft zu reklamieren, oder den
Beschiss einfach als notwendiges und unabwendbares Übel hinzunehmen.
Die zweite Lösung wird dadurch begünstigt, dass die Riechzellen schnell ermüden ...
 
Wer sagt denn, dass Scheiße stinken muss?
Und weil der Beschiss so einfach geht und so lukrativ ist, machen die Medien fleißig mit.
Was ich soeben in der Süddeutschen Zeitung gelesen habe, stinkt so gewaltig, dass man sich fragt, wo Stefan Ulrich den Mut und die Fantasie hernimmt, diesen Artikel zu schreiben, und wo der verantwortliche Redakteur sein Hirn hatte, als er diesen Kommentar freigegeben hat. Lesen Sie den hier verlinkten Artikel - es ist Hetzpropaganda der feinsten Art, wie sie nach 1945 aus deutscher Feder allenfalls noch von Karl Eduard von Schnitzler zustande gebracht wurde
Oh du einst so stolzes Blatt! Wie tief bist du gesunken ....
 


13. August 2014
 
10.00 Uhr IN MEMORIAM WALTER U.
 
Der 13. August ist ein besonderer Jahrestag für Deutschland. An diesem 13. August vor 53 Jahren haben wir erstmals unwiderlegbar erfahren, dass die Lüge und der Kommunismus so untrennbar zusammengehören, wie der Papst und der Petersdom.
 
Hatte Walter U. nicht noch wenige Tage vorher in seiner unnachahmlichen Sprechweise mit dem leichten Alterskieks im schönsten Polit-Sächsisch noch verkündet:
 
"Niiiemand haddie Absichd, eiine Mauer zu bauen!"
 
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12. August 2014
 
09.00 Uhr Nachrichtenüberblick Europa
 
Im Sommerloch verschwindet noch mehr hinter den fetten Schlagzeilen als sonst. Daher nun der Versuch, jene Meldungen aus Europa aufzuspießen, die bei der Beschäftigung mit den großen Aufreger-Themen leicht unter den Tisch fallen.
 
Heute im Blick: Norwegen, Finnland, Schweden, Dänemark, Polen, Belgien, Niederlande und Frankreich
 
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11. August 2014
 
10.30 Uhr Ausschreibung zum "Walter-Schwerdtfeger-Award 2014"
 
Wir in Deutschland haben wieder einmal die beliebteste Regierung aller Zeiten. Das hat nicht der ADAC festgestellt, der sich um beliebteste Autos verdient gemacht hat, die Meldung stammt ursprünglich auch weder von ARD oder ZDF, wo es große Erfolge bei der Feststellung von "Besten" aller Art gegeben hat, die Informatiion stammt, wie könnte es anders sein, vom unbestechlichsten aller Meinungsforschungsinstitute auf deutschem Boden. Kein Wunder also, dass die per Gesetz zur neutralen Berichterstattung verpflichtete ARD sich immer wieder dieses Instituts bedient, wenn es gilt, Meinungen zu erfassen, aufzubereiten und zu verbreiten.
 
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10. August 2014
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag

9. August 2014
8. August 2014
 
Krieg der Sanktionen
 
Die Leute im Weißen Haus in Washington scheinen verrückt zu spielen. Der drohende Verlust der schon zum Greifen nahe geglaubten Weltherrschaft führt zu einer Kraftmeierei sondersgleichen. So wie pupertierende Jugendliche auf dem Schulhof grundlos Streit und Raufereien anzetteln, um mit ihrer "Schlagkraft" wer weiß wem zu imponieren, wird scheinbar grundlos auf Putins Russland eingeprügelt. NATO (selbstverständlich) und EU wollen nicht untätig daneben stehen und dreschen munter mit drauflos.
 
Ersten provozierenden Worten müssen - wie auf dem Schulhof unter den pickelgesichtigen Angebern - Taten folgen. Hinter den Schmährufen und Beleidigigungen ist sogar der vorgeschobene Anlass schon vergessen, wenn der erste kräftige Schubs den Gegner trifft, in der Hoffnung, dass der sich wehrt, was dann als Begründung ausreicht, ihn mit vereinten Kräften niederzumachen.
 
Rambo-Diplomaten bevölkern das einst so glatte Parkett und verwandeln es mit ihren dreckigen Stiefeln in jenen Saustall, in dem sie sich wohlfühlen.
 
Mit Putins Einfuhrverboten für Lebensmittel aus den Russland-Saktionierern haben sich diese nun die erste Schramme eingefangen. Das heizt die Stimmung noch einmal prächtig an.
 
Dabei ist die ganze Protzerei nur das Schauspiel für das Volk, der Versuch, den Anschein von Überlegenheit und Macht zu wahren, wo schon längst der Pleitegeier kreist, während Putins Ruhe der Sicherheit des Schachspielers entspringt, der weiß, dass sein Gegner mit der wütenden Attacke das nicht mehr abwendbare Matt nur noch beschleunigt.
 
Was ist denn von den USA noch übrig?
 
Die größte und teuerste Streitmacht der Welt und die Spekulanten der Wallstreet verschlingen Jahr für Jahr weit mehr "Vermögen" als das weitgehend deindustrialierte Land aus eigener Kraft noch hervorzubringen vermag. Ölquellen und andere begehrte Rohstoffe, die mit Hilfe des Militärs erobert, bzw. gesichert werden, sprudeln zur Bereicherung einiger weniger US-Oligarchen, nutzen also weder dem Staat, noch bringen Sie der Volkswirtschaft insgesamt einen Vorteil, außer dass das BIP dadurch aufgeblasen wird.
Daher schleppt sich der Präsident von einer Sondergenehmigung, die Schuldenobergrenze zu überschreiten zur nächsten, während das Bankensystem die geforderten Dollar-Milliarden aus dem Nichts hervorbringt und damit die Billionenberge der Verschuldung in immer neue Höhen wachsen lässt.
 
Russland, China, Brasilien, Indien und Südamerika haben sich vom Dollar-Wahnsinn abgekoppelt. Dies war vermutlich die wichtigste politische Entscheidung der letzten 50 Jahre.
 
Doch die russische Diplomatie arbeitet still und zielstrebig längst weiter.
 
Schon mal was von der SOZ gehört? Die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, englische Abkürzung: SCO (Shanghai Cooperation Organiszation) ist ein Zusammenschluss der Staaten China, Russland, Usbekistan, Kirgisistan und Tadschikistan. Der Beitritt von Indien, Pakistan, Iran und der Mongolei ist für den September vorgesehen, und selbst die Türkei liebäugelt damit, dieser SCO beizutreten und hat als ersten Schritt den Handel mit Russland aus der Dollar-Bindung befreit.
 
Da entsteht ein mächtiges Bündnis, dessen Mitgliedsstaaten sich über kurz oder lang auch dem BRICS-Weltwährungsfonds und der BRICS-Weltbank anschließen werden, was dem Dollar den Boden unter den Füßen wegziehen wird.
 
Das finale Ereignis, die Entthronung des Dollars als Weltleitwährung ist schon lange überfällig. Die USA haben diese Position letztlich nur aufgrund ihrer militärischen Vormachtstellung so lange halten können. Nun haben sich viele militärisch schwächere zusammengeschlossen und reißen miteinander ein Loch in die Dollar-Blase.
 
Das ist der eigentliche Grund für den hartnäckigen Versuch, Russland in einen Krieg um die Ukraine hineinzuziehen, denn obwohl Russland weder wirtchaftlich noch militärisch das stärkste Glied in dieser neuen Allianz ist, es ist der Kristallisationskern, der diese Zusammenschlüsse erst möglich gemacht hat und zusammenhält.
 
Würde Russland fallen, fielen die BRICS-Staaten wieder auseinander und auch China, auf sich allein gestellt, wäre ein noch beherrschbarer Gegner.
 
Mehr Hintergrundinformationen und Prognosen zu diesem Krieg um die Vormachtstellung, bei dem der Währungspoker im Vordergrund steht, während das Militär im Grunde nur die Absicherung von Manipulation und Spekulation zu besorgen hat, finden Sie auch in meinem Buch "Das Euro-Schlachtfest - die Logik der Krise".
 
Hier ein paar Auszüge:
Bei der Schaffung der benötigten Katastrophe kam den Erfordernissen der inneren Logik der Euro-Schlachtung nun jene Entwicklung entgegen, die in den USA angezettelt worden war. Dort lahmte die Binnenkonjunktur, unter anderem auch, weil die Produktion - und damit verbunden die Löhne - mehr und mehr nach China ausgelagert wurden, was die Kaufkraft am heimischen Markt spürbar reduzierte.
Bei sinkender Kaufkraft sinken jedoch auch die Umsätze von Handel, Handwerk und Industrie - und sinkende Umsätze führen zu überproportional sinkenden Gewinnen, nicht selten sogar zu Verlusten.
 
Also ging man einen an der Grenze zwischen Genie und Wahnsinn angesiedelten Weg, um die Binnenkaufkraft der USA zu stützen.
 
Banker erzählten ihren Hypothekenkunden, dass ihr Grundstück - mit oder ohne Haus - derart im Wert gestiegen sei, dass man durchaus bereit und gewillt sei, zu allerniedrigsten Zinsen und bei größtmöglicher Rücksicht auf erträgliche Tilgungsraten, die bestehenden Kredite noch einmal kräftig aufzustocken. Natürlich könne man das Geld zur Renovierung des Hauses verwenden, doch das sei kein Muss, Hauptsache, man habe eine gute Idee, wie und wo man es auf den Kopf hauen wollte. Den letzten Skeptikern erzählte man überdies, dass die Wertsteigerung der Immobilien immer so weiter gehen würde, dass es also überhaupt kein Problem sein werde, das Häuschen immer noch ein bisschen höher zu beleihen, wenn es denn einmal darauf ankommen sollte.
Also verschuldeten sich Millionen Eigenheimbesitzer bis über beide Ohren bei ihren Banken - auch bei den beiden großen einst staatlichen, später privatisierten Immobilienfinanzierern der USA, Funny Mae und Freddy Mac.
 
Die Amerikaner kauften wieder ein, die Umsätze stiegen an und die Gewinne stiegen überproportional mit.
 
Das Geld, mit dem diese Umsätze finanziert wurden, stammte allerdings aus frisch vergebenen Krediten. Es wäre eigentlich nach und nach gebraucht worden, um diese Kredite wieder zu tilgen. Doch die Wege dieses Geldes verliefen anders.
Nur ein kleiner Teil wanderte als Lohn in die Taschen der Beschäftigten im Inland - und ein ebenfalls kleiner Teil ging in Form von Steuereinnahmen an den Staat.
Ein großer Teil der Umsatzerlöse wanderte jedoch als Bezahlung für importierte Waren ins Ausland - und war damit für die Tilgung der aufgenommen Kredite nicht mehr erreichbar - und ein ebenfalls großer Teil verschwand als Gewinn auf den Konten der Unternehmer und Aktionäre - und war dem Geldkreislauf der Realwirtschaft damit auch weitgehend entzogen.
 
Wo jedoch nur derjenige Anteil des Zahlungsmittels im Bereich der Realwirtschaft des Binnenmarktes verblieb, der zur Bezahlung von Löhnen und Steuern verwendet wurde, musste das, was durch Abflüsse an die ausländischen Lieferanten und an die Unternehmer und Aktionäre fehlte, beinahe zwangsläufig durch weitere Kredite an die Immobilienbesitzer "nachgefüllt" werden, denn nur so konnte der gefürchtete Rückgang des BIP (die Rezession) vermieden werden.
Es gab seinerzeit in den USA durchaus noch viele weitere Möglichkeiten, schnell und einfach an Kredite zu kommen, doch die ausufernde Immobilien-Nachfinanzierung war wohl die Hauptstütze der schwächelnden Binnenkaufkraft.
Diese Binnenkaufkraft zu erhalten, erforderte immer neue Kredit-Ausreichungen, doch diese immer neuen Kreditausreichungen hinterließen Spuren in den Bilanzen der Banken - und das sogar schon, bevor überhaupt zu erkennen war, dass die Zins- und Tilgungsleistungen weitgehend ausbleiben würden.
 
 
Werte und Einflüsse

Mit dem Ende des Euro erleidet das Projekt "Europa" einen Rückschlag, von dem es sich nicht so leicht erholen wird. Die Animositäten zwischen den einzelnen Euro-Mitglieds-Ländern, die bereits immer stärker zutage treten, während noch Einigkeit demonstriert und gemeinsame Rettungsschirme gebastelt werden, werden - wenn unter allen Strichen Bilanz gezogen und abgerechnet worden ist - Wut und tiefes Misstrauen hinterlassen, wo man einst voller Euphorie aufeinander zu gegangen war.
Europäische Gemeinschaftsprojekte, wie sie z.B. im Bereich der Luft- und Raumfahrt zur ernsthaften Konkurrenz für US-amerikanische Unternehmen geworden waren und deren technologischen Fortschritt dahinschmelzen ließen, werden schnell untergehen, wenn sie ihren "halbstaatlichen" Charakter und die Fördermittel und die Großaufträge verlieren.

Gewinner sind aber nicht nur die USA, sondern ebenso auch Russland und China.
 
Alle drei verlieren mit der EU - dem halbwegs einigen Europa - den vierten großen Spieler auf der internationalen Bühne, auf den in den letzten Jahren zunehmend Rücksicht zu nehmen war. Eine neue Weltordnung ist damit in greifbare Nähe gerückt.

Eine Weltordnung, in der sich China und Russland zwangsläufig gegen die USA zusammenschließen müssen und versuchen werden, jeweils so viel wie möglich vom Rest der Welt an sich zu binden.

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass China - mit seinen schier endlosen Dollar-Reserven - für viele Staaten in Afrika und vor allem in Südamerika den Rettungsschirm aufspannen wird, wenn die Märkte sich im nächsten Währungskrieg neue Opfer auswählen, die sie vom Zugang zu Zahlungsmitteln abschneiden wollen.
Damit könnte auch das Ende der Dollar-Hegemonie, so wie wir sie kennen, besiegelt sein und zugleich das Ende der Legende vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Ja, es ist durchaus zu erwarten, dass ausgerechnet China als der große Gewinner aus dem Euro-Schlachtfest hervorgehen wird und Putins Russland dabei ein Stück weit mitnimmt.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass die USA derzeit immer intensiver und unverhohlener darüber nachdenken, in Syrien auszutesten, inwieweit China und Russland schon bereit sind, ihre schützende Hand über ihre künftigen Einflussgebiete zu halten.

Es ist ein Spiel mit dem Feuer - mit dem dritten Weltkrieg.
 


Gemeinschaftswährung - Weltwährung?

So, wie unser Geldwesen (fast) weltweit organisiert ist, kann in jedem Währungsraum über die Zeit eine Konzentration der Geldvermögen in wenigen Händen prognostiziert werden, der eine ständig ansteigende Massen- und Staatsverschuldung gegenüber steht.
Eine Vielzahl von Währungen und Währungsräumen ist unter diesem Gesichtspunkt als stabiler und sicherer anzusehen, als eine kleine Zahl von Währungen mit sehr großen Währungsräumen oder gar eine einzige Weltwährung.

Das Euro-Schlachtfest könnte dazu genutzt werden, den bisherigen Dollar-Raum mit dem Euro-Raum in einen neuen, einheitlichen Währungsraum zusammen zu führen.
Diese Idee ist weder neu, noch vom Tisch, auch wenn sie nicht täglich durch die Nachrichten gezogen wird.
Die Schaffung dieser Weltwährung wäre dann - wenn der Euro für Deutschland der GAU war - der SUPERGAU für ganz Europa.

Die USA mit ihrem gigantischen Staatsschuldenberg, und ihrer maroden Wirtschaft, deren Wertschöpfungsprozesse weitgehend nach China outgesourct sind, würde der Stabilität der neuen Währung weitaus stärker schaden, als Griechenland dem Euro jemals schaden konnte. Vor allem aber sind es die gigantischen Dollar-Guthaben, die sich als Belastung auf den Währungsraum legen würden.

Die reale Kaufkraft einer Währung ist schließlich umso geringer, je mehr "nachfragendes Geld" dem Angebot gegenübersteht.

Kaum jemand hat sich bis dato klar gemacht, dass die durch äußere Einflüsse nicht verfälschte Real-Kaufkraft einer Währung als klassisches Indiz für das Maß der Verteilungsgerechtigkeit innerhalb einer Volkswirtschaft herangezogen werden könnte.
 
Je höher - im Zeitvergleich betrachtet - die reale Kaufkraft der Währung ausfällt,
  • desto niedriger die Gewinnabschöpfung,
  • desto höher die Lohn- und Staatsquote,
  • desto höher der allgemeine Wohlstand
    und umgekehrt.

 


Tatsächlich wird aber auch dieser Zusammenhang nur selten so klar sichtbar, wie es den realen Verhältnissen entspräche. Der Trick dabei besteht darin, dass die Kaufkraft der Geldvermögen auf "Anlagemöglichkeiten" außerhalb der Sphäre der Realwirtschaft gelenkt wird. Wer sein Geld verwendet, um Anteile an Hedge-Fonds zu kaufen, wer es einsetzt, um auf Kurssprünge an den Börsen zu wetten, wer spekulative Geschäfte an den Warenterminmärkten tätigt, trägt mit dazu bei, die auf den Märkten der Realwirtschaft nachfragewirksame Geldmenge zu verkleinern und damit den bereits eingetretenen Kaufkraftverlust der Währung zu verschleiern.

In der Hoffnung auf immer höhere Renditen entsteht so ein Automatismus, der dafür sorgt, dass immer mehr Geldvermögen in immer riskantere Anlagen umgeschichtet wird. Die "Vermögensanhäufer" erwerben nur noch mehr oder minder wertloses Papier, um es nach dem erhofften, einmaligen Spekulationserfolg wieder zu verkaufen - und die Differenz, den Gewinn, erneut in einer noch lukrativeren Anlage unterzubringen.

Chinas Devisenreserven
 
Es gibt immer wieder Warnungen vor dem Gefahrenpotential, das von den hohen Fremdwährungsbeständen der Chinesen ausgeht. Die Chinesen könnten, wenn sie wollten, so heißt es, den Dollar innerhalb kürzester Zeit platt machen.
Was ist da dran?
 
Fleißige Chinesen haben tatsächlich wahre Gebirge an Fremdwährungen angehäuft.
Klug investierende Chinesen ziehen damit um die Welt und kaufen sich Land in Afrika, Unternehmen oder Unternehmensanteile in Europa und in den USA, hin und wieder kaufen sie die Weltrohstoffmärkte leer, so dass andere Industrieländer das Nachsehen haben, wenn sie Stahl oder Seltene Erden benötigen.
 
Das ist ein interessantes Vorgehen, das für China ausgesprochen vorteilhaft ist.
Warum also sollten sie ihre Devisenvorräte nutzen, mit denen sie nach und nach alles kaufen können, was sie gerne hätten, um den Dollar, ggfs. auch den Euro, anzugreifen? Es ergibt keinen Sinn.
 
Ein Angriff auf die gehortete Fremdwährung schmälert deren Kaufkraft - und verschlechtert die Exportchancen Chinas.
 
Da müssten sich schon EU und China verbünden und den USA den Währungskrieg erklären. Doch auch das erachte ich für ein ausgesprochen unwahrscheinliches Szenario, das innerhalb der nächsten zehn Jahre keinesfalls eintreten wird.
 
Ich sehe eher ein anderes, ebenfalls nicht kurzfristig drohendes Szenario, dass nämlich die USA selbst den Dollar ganz gezielt und geplant fallen lassen, um sich in einem grandiosen Abwertungsschritt von ihren weltweiten Schulden zu befreien und dann mit einem Dollar 2.0 neu an den Start zu gehen.
 
Vielleicht dazu noch einige Informationen:
 
Am Mittwoch, dem 13. Oktober 2010, gab es zwei hochbrisante Meldungen, die ein grelles Licht auf das Verhältnis der Währungen US-Dollar und Renminbi Yüan warfen.
 
  • Die Währungsreserven der Volksrepublik China (alle Fremdwährungen zusammengenommen, aber übwiegend doch USD) sollen im dritten Quartal 2010 die 2,5 Billionen Dollar Marke überschritten haben - und
  • die US-Administration will den Dollar weiter massiv inflationieren, nachdem alleine seit Dezember 2008 insgesamt 1,7 Billionen Dollar durch den Ankauf von Staats- und Wirtschaftsanleihen an frischen Dollars in die Welt gesetzt wurden. (Dieses Anleihen-Ankauf-Programm ist übrigens auch im Juli 2013 noch fortgesetzt worden.)
 
Es ist für uns Normalsterbliche notwendig, kurz innezuhalten und sich die Größenordnungen zu vergegenwärtigen.
 
Die Währungsreserven der Chinesen im Wert von 2.500 Milliarden Dollar - umgerechnet knapp 2.000 Milliarden Euro - würden z.B. ausreichen, um 40 Irak-Kriege zu führen.
 
Die Chinesen könnten sich für ihre Währungsreserven durchaus auch 90 Millionen Stück VW-Golf mit durchschnittlicher Ausstattung kaufen. Aber wo gibt es 90 Millionen VW-Golf zu kaufen? Wo könnte China, so es denn wollte, 40 Irak-Kriege führen?

Es ist aussichtslos.

Ein Land, das per Saldo für 2,5 Billionen US-Dollar mehr exportiert als importiert hat, kann nicht so einfach den Spieß umdrehen und sich vom größten Exporteur der Welt zum größten Importeur wandeln. Dazu müsste es die Industrie, die Landwirtschaft, die Dienstleister erst einmal geben, deren Produkte und Leistungen auf dem Weltmarkt einzukaufen wären. Es gibt sie aber nicht.
 
Daher gilt: Sobald China mit seinen Ersparnissen massiv einkaufen ginge, bräche auf allen Märkten, auf denen China antritt, die galoppierende Inflation aus. Doch eben das ergibt für China derzeit keinen Sinn.
 
Für die USA unter Umständen schon. Auch ein Dollar 2.0 - womöglich noch in Währungsunion mit dem ehemaligen Euro (die Bestrebungen gibt es ja) - hätte für "die Märkte" durchaus einen gewissen Charme, und für den US-Haushalt und den US-Außenhandel könnte er sich segensreich auswirken.
 
 
 
Die Krise ist weder vorbei, noch macht sie Pause,
sie wird in den Medien lediglich nicht mehr thematisiert.
 
 
"Das Euro-Schlachtfest" ist vor ziemlich genau einem Jahr erschienen, die ersten Prognosen daraus haben sich bereits bewahrheitet.
 
Lesen Sie jetzt, warum es kommt, wie es kommt, wer daran verdienen und wer dabei verlieren wird.
 
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7. August 2014
6. August 2014
 
17.30 Uhr Außerplanmäßige Preisfrage
 
Was ist der ausschlaggebende Unterschied zwischen
Petro Olexijowytsch Poroschenko und Muhammad Anwar as-Sadat?
 
Wenn Ihre "richtig falsche" Antwort bis zum 30. August 2014 bei uns eingeht, können Sie als ersten Preis einen Krieg gewinnen. Lieferung frei Haus, Umtausch ausgeschlossen.
 
 
Die falsche richtige Antwort - mit der Sie sich leider nicht bewerben können - lautet:
 
Beide setzen ihr Militär mit unnachgiebiger Härte im Inneren ein, um ihren Staat auch gegen den Willen großer Teile des Staatsvolkes zu erhalten.
 
Wo ist da der Unterschied?
 
Dass die USA den einen unterstützen und den anderen bekämpfen, ist doch kein Unterschied, der in den beiden Personen begründet ist. Das ist ein Unterschied, der ausschließlich unterschiedlichen US-amerikanischen Interessen entspringt und auf die Beurteilung der handelnden Personen keinen Einfluss haben sollte.
 
... und schon tauch' ich wieder ab.

5. August 2014
4. August 2014
 
 
09.00 Uhr Ich tauch' dann mal ab
 
Zumindest habe ich beschlossen, für eine Woche auf größtmögliche Distanz zu Politik und Wirtschaft, zu Kriegsgeschrei und Lügenmärchen zu gehen. Stattdessen werde ich mich dem widmen, was sich durch Liegenlassen nicht von alleine erledigt und davon schiebe ich derzeit mehr als genug vor mir her.
 
Das heißt, dass es in dieser Woche weder Tageskommentare noch einen Paukenschlag geben wird. Viele sind sowieso in Urlaub - und von denen, die noch täglich am PC sitzen, denke ich: "Sie werden das aushalten" ;-))
 
Falls dennoch Entzugserscheinungen auftreten sollten, können Sie immer noch in meinen Archiven stöbern, oder in den beiden Paukenschlagsammelbänden schmökern. Die haben Sie doch schon, oder? Und wenn Sie auf die neuesten Meldungen nicht verzichten wollen:
 
Julie macht auf "Politik im Spiegel" wie gewohnt weiter und sorgt täglich für einen Überblick aktuell-alternativer Nachrichten.
 
Ich wünsche Ihnen allen eine gute Woche.
 
Am 11. August treffen wir uns an dieser Stelle wieder.
 
Newsletter-Abonnenten werden vorher noch eine Buchvorstellung im Postfach finden. Belletristik - passend zur Urlaubszeit.
 
Mit besten Grüßen
Egon W. Kreutzer
 

3. August 2014
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag
 
 

2. August 2014
 
10.30 Uhr Haderthauer, Christine
.
Frisch, fromm, fröhlich und frei, gelegentlich, wie der Bayer sagt: "a bisserl gschnappig", hat Christine Haderthauer sich einen Fensterplatz in der Bayerischen Staatskanzlei erobert.
 
Ihr Geschick, vorteilhafte Situationen zu nutzen, Chancen zu erkennen und wahrzunehmen, lässt sich selbstverständlich nicht in einen persönlichen und einen politischen Teil trennen. Entweder, man hat Skrupel, oder man hat keine, entweder man liebt seinen Nächsten um seiner selbst willen, oder wegen seiner Nützlichkeit.
 
 
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1. August 2014
 
09.30 Uhr Der Monat fängt ja gut an
 
Bayern München unterstellt sich freiwillig der US-Sanktionsgerichtsbarkeit.
Argentinien wird wohl die BRICS-Gemeinde anpumpen müssen.
Adidas leidet unter Putin.
Malaysia muss sich entscheiden, BUK-Rakete - oder Bordkanone?
Washington wird von der CIA regiert.
Berlin arbeitet an der fiskalischen Kältemaschine.
 
Nachrichten und Kommentierung hier


31. Juli 2014

19.30 Uhr Ich bin klein, mein Herz ist rein

Nur ein paar Gedanken über das Gute im Menschen und die Frage,
warum die anderen immer so böse sind und
warum nur Verrückte daran zweifeln können.



30. Juli 2014
 
08.45 Uhr Spendet für Israel!
 
Seit mehr als drei Wochen stöhnt Israel unter dem unbarmherzigen Eroberungsfeldzug der Palästinenser. Hieß es zunächst, es sollten lediglich die israelischen Siedler aus den palästinensich besetzten Gebieten ausgewiesen und zur Not mit sanfter Gewalt deportiert werden, nahmen die Palästinenser den geringen Widerstand vereinzelter Siedler, die sich einfach nicht von ihrem hart erarbeiteten Grund und Boden trennen wollten, zum Anlass, die größte Luft-, See- und Bodenoffensive gegen Israel zu starten, die die Welt jemals gesehen hat.
 
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29. Juli 2014
 
17.00 Uhr Ukraine und Krim
 
Vor fünf Monaten, am 27. Februar 2014 wurden das Regionalparlament und weitere Regierungsgebäude auf der Krim besetzt. Am 1. März wurde Putin von der Krim um Beistand gebeten, der ukrainische Übergangspräsident Turtschinow ordnete volle Kampfbereitschaft an. Am 6. März forderte Julia Timoschenko mehr Unterstützung aus Europa, EU und USA beschließen Sanktionen gegen Russland. Am 7. März schließlich, eine Woche vor dem geplanten Referendum auf der Krim, erklärt Putin, die Krim sei in der russischen Föderation willkommen.
 
Seither ist im Konflikt um die Ukraine viel geschehen, und das meiste davon war absehbar.
 
Nach 8 Tagen immer hektischer werdender Krisenberichterstattung und wachsender Kriegsängste habe ich am 7. März das Dossier "EWK-Zur Lage, Ausgabe 2, Krieg um die Krim" herausgebracht. Diese Publikation war allerdings nicht, wie alle meine sonstigen Online-Veröffentlichungen, für jedermann kostenlos zugänglich. Sie wurde zunächst an die Förder-Abonnenten gesandt - und konnte nach einigen Tagen auch einzeln zum Download bestellt werden.
 
Nach fast fünf Monaten gebe ich dieses Dokument nun allgemein frei. Sie werden feststellen, dass die zu diesem frühen Zeitpunkt abgegebenen Prognosen auch heute noch für die Lagebeurteilung hilfreich sind.
 
EWK-Zur Lage erscheint auch weiterhin im Abstand von etwa 2 Monaten. Wenn auch Sie davon profitieren wollen, nutzen Sie jetzt die Gelegenheit, ein Förder-Abonnement abzuschließen, dann gehören Sie garantiert zu den ersten, die sich an diesen langfristig angelegten Lage-Beurteilungen orientieren können.
 
Förder-Abonnement - incl. ewk - Zur Lage
 
Das Dossier vom 7. März "Krieg um die Krim"
 
 
 
09.30 Uhr Rätselhafte Vorgänge um die Lkw-Maut
 
Bundesmautminister Dobrindt werde von einer EU-Richtlinie gezwungen, die Autobahn-Maut für Lastkraftwagen zu senken, vermeldet der Focus heute.
 
Diese EU-Richtlinie schreibe vor, dass Straßenbenutzungsgebühren nicht willkürlich festgesetzt werden dürften, sondern sich an den Bau- und Betriebskosten zu orientieren hätten. Weil wir uns nun aber in einer Phase niedriger Zinsen befinden, müsse folglich auch die Maut gesenkt werden.
 
Hoppla!
 
Wie war das doch gleich, damals, 2002. Gab es da nicht ein Konsortium, dass sich beworben hatte, das System zu entwickeln, herzustellen und zu betreiben? Gab es da nicht jede Menge streng geheimer Verträge, Verzögerungen bei der Einführung, usw., usw.?
 
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28. Juli 2014
 
10.00 Uhr Der Meuchelmord am Betreuungsgeld
 
Art. 21 Grundgesetz sollte lauten:
 
Die Bertelsmann-Stiftung und andere Institute wirken durch ihre planmäßig durchgeführten und veröffentlichten Studien auf die politische Willensbildung der Parteien und des Volkes ein. Die Gründung wissenschaftlicher Institute ist frei, ihre innere Ordnung muss dem Prinzip der konzertierten Wahrheitserfindung entsprechen.
 
Denn wenn das Grundgesetz schon keine Wirkung auf die Realität hat, sollte das Grundgesetz wenigstens der Realität angepasst werden. Und wenn wir schon dabei sind, das Grundgesetz der Realität anzunähern, dann sollte auch gleich noch Artikel 25 modifiziert werden. Ungefähr so:
 
Alle Staatsgewalt geht insoweit vom Volke aus, als es in Wahlen und Abstimmungen mehrheitlich den Wahrheitserfindungen zu folgen bereit ist.
 
Die gerade in der letzten Woche losgetretene Kampagne zur Privatisierung der frühkindlichen Erziehung, die mit der Bertelsmann-Studie über die unzureichende personelle Ausstattung der Kindertagesstätten begann, ist bereits in die zweite Runde gegangen.
 
Scheinbar unabhängig davon wird nun eine Studie des "Deutschen Jugendinstituts" veröffentlicht, mit der die eigentliche Keule ausgepackt wird.
 
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27. Juli 2014
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag
 
 

26. Juli 2014
 
10:15 Uhr Die Mautneurotiker
 
Man mag es kaum glauben, doch Horst Seehofer hat den Fortbestand der großen Koaltion in Berlin an die Einführung der Pkw-Maut für Ausländer geknüpft. Was treibt den Mann um?
 
Abgesehen davon, dass ich, wie bereits vor wenigen Wochen erklärt, alle Aufregungen in den Nachbarländern und bei der EU-Kommission für überflüssig erachte, solange in Europa außer Deutschland Maut erhebt, wer - wo immer und wie immer - es will, der Diskriminierungsvorwurf also nicht nur nicht haltbar, sondern im Grunde nur eine wirklich lächerliche Drohgebärde darstellt, ist die Pkw-Maut für Ausländer, so wie sie nun als die "Infrastruktur-Abgabe" des Herrn Dobrindt daherkommt, allenfalls das Ergebnis eines Brainstormings, das unter dem Motto stand: "Spinnen ist ausdrücklich erwünscht".
 
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25. Juli 2014
 
08.45 Uhr Bertelsmann und die Kindertagesstätten
 
Die allgegenwärtige Bertelsmannstiftung ist auch diese Woche wieder mit einer neuen Studie an die Öffentlichkeit getreten. Wie meist, wird in den Medien weder darüber berichtet, wer die Studie in Auftrag gegeben hat, noch was sie gekostet hat. Stattdessen werden plakative Zahlen in die Welt gesetzt.
 
Dies mal heißt es, es würden 120.000 Erzieherinnen und Erzieher in deutschen Kindertagesstätten fehlen und die tatsächlich zu beschäftigen würde alle Jahre fünf Milliarden Euro extra kosten.
 
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24. Juli 2014
 
13.30 Uhr Pillendreher


Der Scarabäus, auch als Mistkäfer oder Pillendreher bekannt, ist darauf programmiert, aus Mist Pillen zu drehen. Das ist Teil der Vorsorge für seine Nachkommen, und dass dieses Prinzip funktioniert, erweist sich alleine daraus, dass es diese Käfer, Jahrtausende nach der ägyptischen Hochkultur, die den Scarabäus verehrte, immer noch gibt.

Andere Pillendreher mussten in diesen Tagen die bittere Erkenntnis wahrnehmen, dass der Stoff, aus dem sie ihre Pillen drehen, wahrscheinlich nicht wirksamer ist als ein Placebo.

Die Rede ist von Paracetamol, einem häufig eingesetzten Schmerzmittel, von dem eine neue Studie nun sagt, dass es bei Kreuzschmerzen praktisch wirkungslos ist.
 

23. Juli 2014
 
12.00 Uhr Steuer-Oäschen Deutschland
 
Unter dem Datum vom 11. Juni 2014 veröffentlichte die Bundeszentrale für Politische Bildung die Herkunft der Staatseinnahmen des Jahres 2012. Für Arbeitnehmer und Konsumenten ist Deutschland ein vergleichsweise teures Steuerland.
(...)
Doch - vor dem Gesetz sind alle gleich - und so kommt es, dass die Erben des Mulitmillardärs Karl Albrecht vom Gesamterbe in Höhe von geschätzten 20 Milliarden Euro womöglich überhaupt keine Erbschaftssteuer abzuführen haben,
 
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22. Juli 2014
 
09.00 Uhr Schutzwall "Antisemitismus"
 
Die Maßnahmen zur "Selbstverteidigung", die der Staat Israel derzeit in den Palästinenser-Gebieten ergreift, stoßen nicht überall auf Verständnis, Zustimmung und Unterstützung. Vielerorts wird Kritik geäußert.
 
Demonstrationen von Arabern, auch auf deutschem Boden, von dem es neulich noch hieß, von ihm möge nie wieder Krieg ausgehen, wenden sich gegen die massiven israelischen Luft- und Bodenschläge.
 
Allerdings, so meint der Zentralrat der Juden in Deutschland, lassen es die Demonstranten dabei an der notwendigen Unterscheidung zwischen der Kritik an der konkreten israelischen Regierungspolitik und "blankem Judenhass" fehlen.
 
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21. Juli 2014
 
10.00 Uhr Do kumm iech haa ...

Im Jahre 1548 begann in der kleinen Gemeinde Neustadt an der Haide, am Rande des Thüringer Waldes, eine Tradition, die bis heute fortgeführt und mit Leben erfüllt wird.
 
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20. Juli 2014
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag
 
 

19. Juli 2014
 
11.00 Uhr Tod auf der Autobahn

Heute Nacht, in der Nähe von Dresden, sind 9 Menschen ums Leben gekommen, rund 40 wurden schwer verletzt.
 
Das ist ein trauriges Ereignis und mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer.
 
Weil ich aber nicht bereit bin, das eine Leben höher einzuschätzen als das andere, weil jedes Opfer, ob im Verkehr, ob im Krieg, ob durch Verbrechen oder Leichtsinn entstanden, eines zu viel ist, weil mein Mitgefühl allen gilt, die gewaltsam und vorzeitig aus dem Leben gerissen werden, und jenen, die um sie trauern, kann ich auch keinen Unterschied machen, zwischen den Opfern des Autobahnunfalls bei Dresden und den Opfern des Flugs MH 17 der Malaysien Airlines, der Opfer der blutigen Auseinandersetzungen zwischen Israel und den Palästinensern, den Drohnenopfern in Pakistan, und so weiter, und so weiter.
 
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18. Juli 2014
 
10.00 Uhr Verwirrspiel um einen Flugzeugabsturz
 
Eine Maschine der Malaysien Airlines, Flug Nr. MH 17, ist über der Ostukraine vom Reiseflug in rund 10.000 m Höhe in den Sturzflug übergegangen und am Boden zerschellt.
 
Die Todesursache für die 285 Menschen an Bord soll eine Flugabwehrrakete russischer Bauart vom Typ BUK gewesen sein.
 
Das ist Spekulation Nr. 1, die sich vor allem darauf stützt, dass andere Flugabwehrsysteme, die sich im Besitz der Separatisten befinden, ein Flugzeug in dieser Höhe nicht erreichen könnten.
 
Spekulation Nr. 2, zur Stützung der Spekulation Nr. 1 besagt,
 
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 Es spricht sich herum:

"Die MWL-Methode wirkt!"

Ohne Pillen und Pülverchen,

ohne Diätvorschriften,
ohne zusätzliche körperliche Anstrengung,
Ohne Arzt oder Apotheker, und
die MWL-Methode ist auch für Sie geeignet!

Informieren Sie sich hier.
Langsam und zuverlässig abnehmen, so leicht wie noch nie!

17. Juli 2014
 
12.30 Uhr Viele Köche - ein Brei
 
28 Staaten der EU versuchen, sich auf die Grundlinien der Politik der nächsten Jahre zu einigen und schachern dabei um die Posten wie die Kesselflicker.
Die Vision eines geeinten Europas, die Fata Morgana von Brüssel, verschwindet im Flirren der heißen Luft, so wie sie im Flirren heißer Luft aufgetaucht ist.
Ein nüchterner Blick auf die Situation zeigt nichts anderes mehr als Grabenkämpfe an allen Fronten zwischen allen Hauptstädten.
 
Der Kommentar zum ergebnislosen EU-Rats-Gipfel:
 
 

16. Juli 2014
 
09.00 Uhr 200 Milliarden Dollar in Shanghai
 
Der Versuch der BRICS-Staaten, sich von IWF und Weltbank zu lösen, hat ein neues Etappenziel erreicht. China und Russland rücken wieder ein Stück näher zusammen und nehmen Indien, Brasilien und Südafrika mit auf die Reise.
 
Was wurde vereinbart?
 
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15. Juli 2014
 
09.00 Uhr Hilflos-naiv im NSA-Untersuchungsausschuss
 
Die USA überwachen alles und jeden. Statt den regierungsamtlichen Protest allerdings von üblichen drei auf volle fünf Tage auszudehnen, wie es der "Postillon" vermutete, hat Deutschland nun mit dem Super-Hammer zugeschlagen. Der Repräsentant der US-Geheimdienste in Berlin wurde aufgefordert, das Land zu verlassen.
 
Eine Machtdemonstration der Hilflosigkeit. Ob er der Aufforderung nachkommt, bleibt schließlich ihm (und seinem Chef) überlassen. Eine "Ausweisung" war es nämlich nicht.
 
Derweil überlegt der Vorsitzende des NSA-Untersuchungsausschusses ernsthaft, im Rahmen der Ausschussarbeit gänzlich auf elektronische Kommunikation zu verzichten und für schriftliche Mitteilungen auf mechanische Schreibmaschinen zurückzugreifen.
 
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10. Juli 2014
 
11.15 Uhr Ist die Welt besser geworden?
 
Vor 80 Jahren wurde Erich Mühsam im KZ Oranienburg umgebracht. Der Deutschlandfunk widmete ihm heute ein "Kalenderblatt". Den Nationalsozialisten war einer, der sich nicht unterordnen wollte, ein Dorn im Auge. Sein Lebensmotto: "Sich fügen, heißt lügen", war einfach schon zu viel Provokation.
 
Martin Morlock hat das Problem und ein dazu passendes Überlebensrezept in Verse gegossen. Der 1918 geborene Journalist und Kabarett-Autor bezog sich damit schon gar nicht mehr auf die Herrschaft des Nationalsozialismus, er hatte längst die neue deutsche Nachkriegsgesellschaft im Blick, als er reimte:
.
          "Hierzulande wird gekrochen,
          Emsig ernst, so will's der Brauch.
          Wer sich steif hält, wird gebrochen,
          Kaltgestellt und ausgestochen.
          Die, die ihre Wirbelknochen
          Biegen können, wie die Rochen,
          Kommen heil durch die Epochen -
          Hierzulande wird gekrochen.
          Auf den Leim und auf dem Bauch."
           
          (Aus "Hugo, eine deutsche Tragödie)

 

 
Ist die Welt seither besser geworden? Die Geschichte vollzieht sich in Wellenbewegungen. Es gab eine Zeit, in der meine Generationd der Überzeugung war, es sei schon besser und würde immer noch besser. Heute stellt sich die gleiche Generation verwundert die Frage: "Haben wir damals alles zu rosig gesehen, waren wir einfach nur zu dumm und unwissend, oder geht seit mindestens 30 Jahren tatsächlich alles wieder den Bach runter?"
 
Ich neige stark zur zweiten Antwort, ohne dabei in den Fehler zu verfallen, nur die wirtschaftliche Situation zu betrachten.
 
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9. Juli 2014
 
12.15 Uhr Erbschaftssteuer vor dem Verfassungsgericht
 
Volle 6 Jahre hat es gedauert, vom Februar 2008 bis in den Juli 2014, bis sich das Verfassungsgericht mit der Erbschaftssteuer für Unternehmenserben befasst hat. Dass die damalige Reform nicht grundgesetzkonform war, ließ sich kaum verbergen, dennoch wurde sie verabschiedet. Nun wollen die Herren in den roten Roben sich noch einmal bis in den Herbst Zeit lassen, um einen Spruch zu fällen, und vermutlich erhält die Regierung dann mindestens zwei Jahre Zeit, um das Gesetz nachzubessern.
 
Dabei wäre eine gerechte Lösung so einfach und unkompliziert zu haben, wenn man nur wollte. Wie, das habe ich vor gut sechs Jahren skizziert - und ich behaupte: Niemand kann ernsthaft behaupten, diese Lösung würde nicht sowohl das "Arbeitsplatzproblem" als auch das "Gerechtigkeitsproblem" zu 100% zufriedenstellend lösen.
 
Hier der Link auf den wieder hochaktuellen Beitrag
 
 
 
08.00 Uhr Die fromme Helene
.
          Doch ist Helene nicht allein
          Nur auf sich selbst bedacht. - O Nein! -
          Ein guter Mensch gibt gerne acht,
          Ob auch der andre was Böses macht;
          Und strebt durch häufige Belehrung
          Nach seiner Beßrung und Bekehrung.
 
Auch diesen Typus hat Wilhelm Busch mit spitzer Feder treffend gezeichnet und beschrieben: Das unausstehliche, selbstgerechte Vorbild - von Überzeugungen, und seien sie noch so verquer, zu missionarischem Eifer angestachelt,
 
Angela Merkel war die Tage in China. Studenten der Tsinghua-Universität in Peking durften ihren Worten ergriffen lauschen und hörten dies:
 
"Ich habe etwas dagegen, wenn man Wachstum auf Pump finanziert".
 
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8. Juli 2014
 
08.30 Uhr McKinsey: Deutschland muss mit Schrott auf den Weltmarkt
 
Was über Jahrzehnte als die Stärke des deutschen Exports gepriesen wurde, was uns als Alleinstellungsmerkmal weltweit Wettbewerbsvorteile verschaffte, nämlich die sprichwörtliche Qualität "Made in Germany", messbar in Präzision, Zuverlässigkeit und Lebensdauer, hat nun - nach den Erkenntnissen der Unternehmensberatungsgesellschaft McKinsey - ausgedient.
 
Gerade der deutsche Maschinenbau, stets - nach der Automobilbranche - die Vorzeigebranche schlechthin, soll sich nun darauf besinnen, dass es auch schlechter, billiger, ja schlampiger geht.
 
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7. Juli 2014
 
00.00 Uhr ... holt mich hier raus!
 
Dobrindts Versuch, eine Pkw-Maut für jene Ausländer, die deutsche Autobahnen befahren, zu erfinden, hat ein unerwartetes, vollkommen überraschendes und den Politzirkus begeisterndes Ergebnis hervorgebracht: Die Dobrindt-Steuer!
 
Wie haben sie getönt und heilige Eide geschworen, die Lkw-Maut bliebe die einzige Maut auf deutschen Straßen, (...)
 
Der zweite Hammer vom Wochenende wurde von der IG-Metall in die Welt gesetzt.
Große Drohnenaufträge für die Bundeswehr könnten Arbeitsplätze bei Airbus retten.
Als seien Drohnen ein Produkt wie jedes andere, wie Löffelbagger oder Gurkenhobel, was man aus Metall halt so alles formen kann. (...)
 
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6. Juli 2014
 
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag
 

5. Juli 2014
4. Juli 2014
 
09.00 Uhr Die Lebensversicherung - Unser aller Staatsvertrag
 
Nun haben Sie es doch getan. Versicherte, deren Verträge in den nächsten beiden Jahren zur Auszahlung fällig werden, müssen auf Teile ihres bei der Versicherung angelegten und von der Versicherung verzinsten Vermögens verzichten, damit die Versicherungen ihren Verpflichtungen auch in fernerer Zukunft noch nachkommen können.
 
Bedenkt man, dass es sich um Verträge handelt, bei denen der eine Vertragspartner, nämlich der Versicherungsnehmer, über 20, 25 oder 30 Jahre seinen vertraglichen Verpflichtungen durchgehend vollständig nachgekommen ist, dann müsste man von Betrug sprechen, wenn der andere Vertragspartner, nämlich der Versicherer, dann, wenn er seine Leistung zu erbringen hat, sich einfach weigern würde, die versprochene Leistung in voller Höhe zu erbringen.
 
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3. Juli 2014
 
09.00 Uhr Chrystal Meth - beim Dealer bestellt?
 
Ich stelle fest, ich bin naiv.
 
Meine Vorstellung des illegalen Handels mit Drogen, vor allem vom letzten Schritt, nämlich vom Einzelhandelsgeschäft der Drogendealer, löst sich in Luft auf.
 
Offenbar gibt es diese zwielichtigen Gestalten, die sich Mühe geben, unerkannt zu bleiben, während sie sich an Umschlagplätzen herumtreiben, wo sie ihre Kunden treffen und blitzschnell Ware gegen Geld tauschen, inzwischen gar nicht mehr.
Offenbar hat die organisierte Kriminalität erkannt, welche Vorteile ein "nach kaufmännischen Gesichtspunkten eingerichteter Geschäftsbetrieb" hat.
P.S.: Heute gibt es keinen Paukenschlag. Statt geistiger, ist körperliche Arbeit angesagt.
Hängt mit der Annonce oben (Appartement in Elsendorf) zusammen.
2. Juli 2014
 
11.30 Uhr Diskriminative Antidiskriminierungs-Initiative
 
Millionen deutscher Frauen rütteln an den Toren der Machtfülle von Ministern, Vorständen und Aufsichtsräten, rufen, wie einst Gerhard Schröder am Zaun des alten Bundeskanzleramtes in Bonn: "Ich will hier rein", doch eine unüberwindliche Mauer geheimer Männerbünde hält die Reihen dicht geschlossen und widersetzt sich freiwilligen und verordneten Frauenquoten mit perfider Ignoranz und Arroganz.
 
So konnte Manuela Schwesig mit kaum verhohlenen Zorn heute wieder Klage darüber führen, dass die angestrebte Frauenquote von 30 Prozent in öffentlichen Unternehmen immer noch nicht erreicht sei, dass freiwillige Absichtserklärungen also nicht die gewünschte Wirkung zeigten und das Gesetz daher verschärft werden müsse.
 
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1. Juli 2014
 
11.30 Uhr Sarkozy im Knast, Chaos in Bulgarien, Kiew lässt wieder schießen
 
Der Mann, der mich bei jedem Fernsehauftritt irgendwie an den Klamauk-Fürsten Louis de Funes erinnerte, sitzt im Knast. Die Geschichte dahinter, Bestechung, Einfluss auf Gerichtsverfahren, illegale Informationsbeschaffung, erinnert ebenfalls an den hyperaktiven Schauspieler, dessen übergreifendes Motto lautete: Nie einen Fehler eingestehen, und nie aufgeben, was auch immer kommen mag. Dies wiederum erinnert an Silvio Berlusconi, der ja lange mit Sarkozy zusammen in der gleichen Liga spielte.
 
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30. Juni 2014
 
09.00 Uhr Wenn der Mindestlohn die Fläche deckt
 
Wir haben flächendeckende Wahlversprechen gehört, flächendeckende Expertenmeinungen gehört und werden nun mit flächendeckenden Ausnahmen eingedeckt, dass es die helle Freude ist.
 
Doch während der DGB schon von Wahlbetrug spricht, sonnt sich Andrea Nahles immer noch in unbekümmerter Selbstgefälligkeit - und antwortet Kritikern mit unglaublichen Aussagen.
 
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29. Juni 2014
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag
28. Juni 2014
 
10.00 Uhr Altersarmut
 
Ins von der WM schon angefüllte Sommerloch hinein, gießt der Paritätische Wohlfahrtsverband sein Wermutströpfchen und warnt vor einem dramatischen Anstieg der Altersarmut in den 20er Jahren - also schon bald. Statt derzeit 465.000 Menschen, die auf Grundsicherung angewiesen sind, wird diese Zahl dann auf eine Million ansteigen.
 
So ehrenhaft dieser Hinweis auch sein mag, irgendwie trägt er eher dazu bei, die Situation zu verharmlosen.
 
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27. Juni 2014
 
10.30 Uhr Aufschlussreiche Kommentare
 
Die Tagesschau der ARD versuchte gestern, ein klein wenig Licht in das Gerangel um den künftigen Kommissionspräsidenten zu bringen. Ein Einleitungssatz hieß:
 
Der britische Premier Cameron kämpft weiter gegen die Personalie. Kaum jemand unterstützt ihn noch, obwohl er starke Argumente hat.
 
Als ich das heute Morgen gelesen habe, gab es dazu 57 Kommentare.
 
Das bemerkenswerte an diesen Kommentaren war für mich der Umgang mit der Thematik. Nahezu vollständig lösgelöst von den bestehenden Europäischen Verträgen ging es um das "Wähler-Nichtwähler-Problem", um die charakterlichen Eigenschaften von Juncker und um Camerons Absichten. Doch vielen Kommentatoren ging es auch darum, die Wahl des EU-Parlaments in die Wahl des Kommissionspräsidenten umzudeuten.
 
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26. Juni 2014
 

12.15 Uhr Bundestag, Europäischer Rat, EWK-Archiv

Weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit ergingen sich die Großkoalitionäre im Dunst der Selbstbeweihräucherung. Der bald einsetzende Halbschlaf im Plenum hätte von Gregor Gysi durchaus in eine lebhafte Diskussion gewandelt werden können, hätte er bei seinen Parlamentskollegen die dafür notwendie Aufmerksamkeit gefunden.

mehr im Focus

Heute wollen die Staats- und Regierungschefs der EU sich auf den neuen Kommissionspräsidenten einigen. Nach erheblichem Hickhack im Vorfeld scheint die Nominierung von Jean Claude Juncker sicher. Nebenbei - und darüber berichtet außer German Foreign Policy wieder einmal niemand, sollen Assoziierungsabkommen mit Georgien, Moldawien und der Ukraine unterzeichnet werden, in denen die schrittweise Anpassung der Außen- und Militärpolitik an die EU-Linie vereinbart wird. Ziel ist die Beteiligung dieser Staaten an zivilen und militärischen Krisenmanagement-Operationen.

mehr bei German Foreign Policy

Die weitere Suche nach paukenschlagwürdigen Themen blieb ergebnislos. Das meiste, was noch am Köcheln ist, ist schon hinreichend kommentiert, und die neue Entwicklung im Irak ist für mich noch viel zu undurchsichtig, als dass ich mich schon darauf einlassen möchte.

Was nun folgt, ist daher ein Rückgriff auf einen 10 Jahre alten Aufsatz, der im Lichte der schon wieder losgebrochenen Entlassungswelle (siehe auch Tagekommentar vom 20. Juni 2014) durchaus wieder einmal verbreitet und gelesen werden darf:

 

25. Juni 2014


10.00 Uhr Nicht letale Bissverletzung
 
Wenn ein Fußballspieler einen anderen Fußballspieler ausnahmsweise in die Schulter beißt, statt ihm mit regelgemäßen Mitteln in seiner Gesundheit zu beeinträchtigen, fängt die Welt an, kopfzustehen. Dabei ist noch nicht einmal Blut geflossen ...
 
In der Statistik der Todesursachen wird also "Gebissen vom Gegenspieler" kaum auftauchen. Dass man in Brasilien und Katar die Todesursache "FIFA-WM" in die Statistik aufnehmen wird, ist ebenfalls nicht anzunehmen.
 
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24. Juni 2014


09.30 Uhr EU bekämpft deutsches Ökostrom-Modell
 
Dass die Energiewende in Deutschland auf halber Strecke gescheitert ist, muss nicht noch einmal im Detail erörtert werden. Der Versuch, die Risikotechnologien der Großkonzerne durch umweltfreundliche dezentrale und verbrauchernahe Energiegewinnung zu ersetzen, wurde gleich mehrfach unterlaufen, der Boom der Solarzellen abgewürgt, stattdessen sehen wir die Offshore-Windparks des Oligopols wachsen und müssen zusehen, wie brachial neue Schneisen für angeblich zwingend erforderliche neue Trassen in die Landschaft geschlagen werden.
 
Nun hat die EU erneut zum Schlag ausgeholt, um das deutsche Modell der Ökostrom-Förderung vollends zu zerschlagen.
 
Die Eilfertigkeit, mit der man sich in Berlin bemüht, die neuen Forderungen der EU in die Gesetzesnovelle einzubringen, lässt darauf schließen, dass die GroKo darauf womöglich nur gewartet hat.
 
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23. Juni 2014


09.00 Uhr Polnische Einsichten
 
Es grummelt in Polen. "Wprost" ein polnisches Nachrichtenmagazin, das wöchentlich rund 2 Millionen Leser erreicht, hat sich wieder einmal in investigativem Journalismus geübt.
Das Blatt, das berühmte Frauen aus Deutschland, wie Erika Steinbach und Angela Merkel in wenig erfreulichen Montagen auf seine Titelseite hievte, und damit Risse in die heile Welt des vereinten Europas zu sprengen versucht, hat sich diesmal vorgenommen, die enge Freundschaft zwischen Polen und der USA zu hinterfragen.
 
Selbstverständlich durch geschicktes Zitieren - aus einem Telefonmitschnitt, zwischen dem amtierenden polnischen Aussenminister Radoslaw Sikorski und dem früheren Finanzminister Jacek Rostowski. Der Außenminister erklärt darin in drastischen Worten, dass das polnisch-amerikanische Bündnis wertlos, ja sogar gefährlich für Polen sei. Es sei naiv, zu glauben, dass alles super ist, weil wir den Amerikanern einen Gefallen getan haben.
 
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22. Juni 2014
 
 
Julies Bild vom Sonntag
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Wolfgangs Bild vom Sonntag
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21. Juni 2014


09.00 Uhr Kurze Nacht
 
Sonnwendfeier versus FIFA-WM. Ein spannendes Duell bahnt sich an. Wer wird obsiegen?
Werden die heidnischen Feuer einsam vor sich hin brennen, weil selbst die vorsorglich abkommandierten Feuerwehrleute das Spiel gegen Ghana lieber auf dem mitgeführten Smartphone verfolgen, als in die Flammen zu starren?
Werden die Plätze vor den Großbildwänden leer bleiben, weil sich das Publikum lieber an archaischen Bräuchen ergötzt als an Götzes Ballkunst?
 
Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass das Ding jetzt immer öfter "FIFA-WM" genannt wird?
 
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20. Juni 2014


10.00 Uhr La ola de ahorro
 
"La ola", die Welle, das gemeinsame Auf- und Nieder der Massen in den Fußballstadien, verdeckt wieder einmal jene andere Welle, die Welle der Einsparungen, mit denen die Manager auf Geheiß renditehungriger Aktionäre für die internationale Wettbewerbsfähigkeit sorgen.
 
Da läppert sich wieder ganz schön was zusammen.
 
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19. Juni 2014
 
13.10 Uhr Draghi, die Banken und das Märchen von den "geparkten" Milliarden.
 
Zur Begründung des letzten Zinsbeschlusses der EZB, der auch die Einführung eines Negativzinses auf die Guthaben der Geschäftsbanken umfasste, wurde und wird folgendes Märchen erzählt:
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Die gute Fee EZB sah besorgt auf die Wirtschaft der Euro-Zone. Es fehlte überall an Geld, das Gespenst der Deflation klopfte mit knöchernen Fingern an die Tür - und die gute Fee erbarmte sich der Banken.
 
Kommet her zu mir alle, die ihr abgebrannt und illiquide seid, ich will euch mit billigem Geld versorgen, bis es euch zu den Ohren herausquillt, auf dass es euch wohlergehe und wieder Wachstum werde und Inflation in Europa.
 
Alle, alle kamen. Die gute Fee EZB warf Milliarde um Milliarde unter das Bankervolk, senkte die Zinsen ein ums andere Mal und wurde in Bezug auf die zu stellenden Sicherheiten immer anspruchsloser.
 
Doch was die gute Fee im Lehrbuch der Nationalökonomie gelesen hatte, wollte und wollte nicht eintreten. Das Geld kam nicht an, wo es ankommen sollte. Die Inflation schrumpfte auf ein Nullkomma-Kaumetwas zusammen, und die Deflation brach siegessicher in ein höhnisch-diabolisches Gelächter aus.
 
Da merkte die gute Fee, dass etwas nicht stimmte. Und weil sie sich selbst und aller Welt nicht eingestehen wollte, dass sie versagt hatte, trat sie stolz und zornig zugleich auf den Balkon und erklärte dem verhärmten Volk, die Banken hätten sie betrogen.
 
Statt das viele Geld an die Wirtschaft weiterzugeben, hätten sie es klammheimlich gar nicht aus der EZB hinaus getragen, sondern es einfach auf ihren Konten geparkt. Das müsse nun bestraft werden - mit Negativzinsen auf EZB-Guthaben.

 

Wie wir wissen, gibt es zwei Arten von Märchen. Solche, mit denen von Generation zu Generation in archaischen Bildern Weisheiten übermittelt werden, und die reinen Lügenmärchen, die nur erzählt werden, um die Dummen vor Ehrfurcht erstarren zu lassen, während die Gescheiten, je nach Qualität der Lügen, entweder in stillvergnügtem Schmunzeln verharren, oder sich vor Lachen den Bauch halten müssen.
 
Alles weitere zur Entmystifizierung finden Sie im heutigen Paukenschlag:
 

18. Juni 2014
 
09.30 Uhr Fußball und Finanzen - ein Fernsehabend

Guillermo Ochoa, Namen wird man sich in der Fußballwelt merken müssen, hat die Brasilianer nahezu im Alleingang in Grund und Boden gespielt. Gegen diese Torlinientechnik sind die sieben Kameras in den FIFA-WM-Toren wahrhaft langweiliges Beiwerk. Das war ein spannendes Spiel - und es wäre mir womöglich entgangen, hätte ich nicht die Zeit füllen wollen, bis zum Anpfiff der über den grünen Klee gelobten ARTE-Dokumentation:

Der Banker - master of the universe

Erstmals sollte ein Insider auspacken.
 
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17. Juni 2014
 
08.30 Uhr Überzeugungstäter - ein heißes Eisen
 
"Politisch Lied - ein garstig Lied", das schrieb Hoffmann von Fallersleben am 15. Juni 1842.
Es war eine Zeit des beginnenden Umbruchs. Sechs Jahre später, am 18. Mai 1848 erlebte die Frankfurter Paulskirche die konstituierende Sitzung der ersten frei gewählten deutschen Nationalversammlung. Damit begann die Arbeit an einer einheitlichen Verfassung für Deutschland. Der Versuch, diese Verfassung durchzusetzen, wurde als "Aufstand" angesehen und niedergeschlagen, und das Parlament wenig mehr als ein Jahr nach seiner ersten Sitzung gewaltsam aufgelöst.
(...)
Heute wäre der "Tag der deutschen Einheit" zu begehen, hätte man ihn nicht sang- und klanglos abgeschafft.
 
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16. Juni 2014


08.30 Uhr Der Wert von Verträgen
 
Gas beziehen und nicht bezahlen - das war vertraglich nicht so vorgesehen. Wieder einmal bewahrheitet sich die alte Weisheit, dass Verträge nur so lange gelten, wie sich die Vertragspartner vertragen.
 
Man schließt Verträge zwar, um bei Meinungsverschiedenheiten auf das verweisen zu können, worauf man sich geeinigt und verpflichtet hatte, doch auch hier gilt: Ist der Ruf erst mal ruiniert, lebt sich's völlig ungeniert.
 
Die Ukraine, einst sozialistischer Bruderstaat, konnte darauf vertrauen, dass die benötigte Energie geliefert wird, auch wenn die im Gegenzug vereinbarten Zahlungen nicht pünktlich geleistet werden.
 
Wie soll es nun weitergehen?
 
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15. Juni 2014
 
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag
 
 
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14. Juni 2014
 
17.25 Uhr Gauck und die Kriegspflicht
 
Er hört nicht auf, die deutsche Verantwortung einzufordern, und meint damit eben auch, wenn nicht gar hauptsächlich, die Bundeswehr müsse endlich wieder mehr Menschen totschießen.
 
Die Begründung ist so schlicht, wie einst die Versuche der Prüfungskommissare, den Wehrdienstverweigerern das Geständnis abzutricksen, ...
 
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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.

(mehr Biblio-Biografisches)


 

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In den Ferien lesen?

Es gibt Schulkinder, die ihre Nase ständig in spannende Bücher stecken, und andere, denen das Lesen ein Graus ist.

Für diese Unterschiede gibt es viele Gründe - ebenso, wie es viele gute Gründe gibt, Kinder für das Lesen zu begeistern.

Der vielleicht wichtigste Grund ist der, dass Lesen die Fantasie und das Vorstellungsvermögen positiv beeinflusst, dass - gerade bei spannenden Büchern mit ungewissem Ausgang - die intensive Beschäftigung mit einem Problem und seiner Lösung geübt wird, und dass ganz nebenbei das Konzentrationsvermögen und die Ausdauer geschult werden.

Ein weiterer, ebenfalls nicht zu vernachlässigender Grund besteht darin, dass Lesen den Sprachschatz und die Ausdrucksmöglichkeiten erweitert und - last but not least - auch die Fertigkeiten im Rechtschreiben verbessert.

Wer einem Kind das Lesen jedoch mit solchen Begründungen schmackhaft machen oder gar verordnen will, wird auf Granit beißen.

So aufgeweckt, intelligent und altklug unsere Kinder heute auch daherkommen, alle diese Erklärungen bleiben für sie zunächst einmal nur "Worte", die sie zwar verstehen und durchaus auch wiedergeben können, die für sie jedoch ohne praktische Bedeutung bleiben.

Eine erfolgversprechendere Strategie, Kinder zum Lesen anzuregen, muss subtiler angelegt sein.

Zum Beispiel könnte man an einem langweiligen Sonntagnachmittag damit anfangen, das erste Kapitel eines spannenden Kinder- oder Jugendbuches vorzulesen ...

Eine besonders hinterlistige Methode könnte auch sein, sich selbst in ein spannendes Kinderbuch zu vertiefen und dabei hin und wieder begeisterte Bemerkungen, wie z.B. "Ist das spannend! Ich kann gar nicht aufhören ..." von sich zu geben und dann zu erklären: "Eigentlich habe ich dieses Buch ja für dich gekauft, aber ich finde, da bist du doch noch zu klein dafür ..." und dann vergessen, das Buch bestmöglich zu verstecken.

 

Es ist Ferienzeit.

Die Gelegenheit ist günstig.

Und mit diesen Titeln aus dem EWK-Verlag, sollte der Versuch gelingen:

 

Matthias Meyer Langenhoff hat zwei Ferien-Abenteuer-Bücher geschrieben, zuerst "Die Hexe von Ameland", danach mit den gleichen Figuren "Olli und die Hundefängerbande". Wer eines gelesen hat, wird auch das andere lesen wollen.

 

Superspannend bis zur letzten Seite ist auch der Fantasy-Roman für Kinder, "Der Auftrag des Traumwandlers" den Jenna Weigel geschrieben hat.

 

Peter Mannsdorff hat in seinem Kinderbuch das fröhliche, lebenslustige Mädchen Henriette zur Hauptfigur gemacht, das - jederzeit zu Streichen aufgelegt - tolle Abenteuer in ihrer Fantasie erlebt und dabei zu durchaus philosophischen Erkenntnissen gelangt. "Die Sternenpflückerin" ist ein bezauberndes Buch, nicht nur für Mädchen, denn Jungs werden sich beim Lesen schnell mit Henriettes Freund Peter identifizieren und den Abenteuern der beiden ebenso nachfiebern.

 

Lesen und Sport auf einen Nenner bringen?
Michaela Salewski-Renner hat das geschafft. In Ihrem Buch "Die Handball-Helden" spielt eine gemischte Handball-Schulmannschaft die Hauptrolle - und ein Mädchen, das gegen den Willen ihrer Eltern unbedingt dazugehören will.

 

Beim Deutschen Handball-Bund hat man sich über dieses Buch gefreut und ein Vorwort dazu geschrieben.

 

Alle unsere Kinderbücher finden Sie hier, im EWK-Online-Shop.

 

 

 

 


Wissen was kommt,

bevor es zu spät ist.


Egon W. Kreutzer

Wo bleibt die Revolution
Die Sollbruchstelle der Macht


Schon wieder wurde ein totes Neugeborenes gefunden.

Die Mutter hatte es wohl in einer Zugtoilette zur Welt gebracht - denn dort wurde es gefunden.

Nun drohen ihr fünf Jahre Gefängnis wegen Kindstötung.

Die Nachrichten, ob in Rundfunk, Fernsehen oder den Boulevard- Blättern, berichten entweder kurz, sachlich und nüchtern, oder emotional überladen und Schuld zuweisend.

Nicole Eick hat in Frauenhäusern, Schwangerenberatungsstellen und im klinischen Sozialdienst gearbeitet. Sie kennt das, was wir verharmlosend "Soziale Brennpunkte" nennen, aus eigener Anschauung aus nächster Nähe.

Ihr Roman beleuchtet nicht nur die schreckliche Tat. Sie schildert die ausweglos erscheinende Notlage einer Kindsmutter, die fast selbst noch ein Kind ist, sie zeichnet die Situation der Familie nach - wenn man das, wo sie lebt, so nennen kann - und sie kümmert sich um die Aspekte des Umfeldes, vom Obdachlosen, der das Kind beim Stöbern in den Mülltonnen noch lebend findet, bis hin zu den Ermittlungen der Polizei, den Aufregungen in den Zeitungsredaktionen und den Befürwortern und Gegnern von Babyklappen und großzügigerern Adoptionsregeln.

ABFALL ist ein mitreißender, spannender Roman, der Missstände nicht aufzählt, sondern beim Lesen miterleben lässt.

ABFALL wirft Fragen auf, die unsere Gesellschaft endlich beantworten muss, wenn wir uns nicht alle paar Wochen wieder darüber erregen wollen, wenn irgendwo ein toter Säugling gefunden wird.

ABFALL ist im EWK-Verlag erschienen, nachdem die renommierten Verlage der Autorin gesagt haben: "Das will niemand lesen."

Wollen Sie es auch nicht lesen?

 

Oder doch?


Neuerscheinung Mai 2014

Egon W. Kreutzer

Wo bleibt die Revolution
Die Sollbruchstelle der Macht

 

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Über egon-w-kreutzer.de

Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

Leider habe ich dabei in vielen Fällen mit äußerst negativen Prognosen Recht behalten.

Vor den Folgen der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze habe ich schon gewarnt, bevor sie offiziell verkündet wurden.

Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

Und derzeit richte ich mein Augenmerk über das aktuelle Geplänkel um die Ukraine recht weit in die Zukunft und warne vor der großen kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, die gerade in Nigeria durch die USA wieder angeschoben wird.

Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

Seit kurzem habe ich mich entschlossen, auch einen regelmäßigen Informationsdienst "ewk - Zur Lage" herauszubringen, der über ein Förderabonnement, aber auch in Einzelausgaben kostenpflichtig bezogen werden kann.

Ich freue mich, wenn Ihnen meine Aufsätze und meine Bücher gefallen - und ganz besonders, wenn
Sie mir das auch mitteilen
.

Ihr Egon W. Kreutzer

Bücherspenden-Fonds

Der Bücher-Spenden-Fonds,

eine Einrichtung für Menschen, die sich ein Buch, das sie lesen möchten, nicht leisten können, wird immer wieder von großzügigen Spendern aufgefüllt.

Aktuell steht ein Betrag von 15,60 Euro zur Verfügung.

Hier finden Leser und Spender Informationen dazu.

 Links

Politik im Spiegel
hochaktuell auf der Höhe der alternativen Meinung
http://politik-im-spiegel.de/

Gert Flegelskamp
ein geradliniger Querdenker, bringt laufend kluge, gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung zum Ausdruck
http://www.flegel-g.de/

Sozialticker
Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
http://www.sozialticker.com

Kritisches Netzwerk
engagierte, kritische Stimmen - stets aktuell
http://www.kritisches-netzwerk.de/

Mag Wompel
das labournet - die Gewerkschaftslinken
http://www.labournet.de

Cleanstate e.V.
H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
http://www.cleanstate.de/start.html

Nachdenkseiten
nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten gibts anderswo auch.
http://www.nachdenkseiten.de/

Statistisches Bundesamt
viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
http://www.destatis.de

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