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Kaffeekasse?
Was ist das denn?
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Egon
W. Kreutzer
Autor und Verleger
- mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit,
meint:
Kritik
muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln
noch trösten, um konstruktiv zu sein.
Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen
Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung
von Sachverhalten und Umständen abzielen.
Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür
nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.

Was
war das denn?
egon-w-kreutzer.de
mit Piano?
Nun, so klingt
Harry Kulzer
- über zwanzig Jahre nach Pogo in Togo -
heute.
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- Table for two
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- Harry Kulzer
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- Thomas Froschmaier
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28.02.2013 Arbeitsplatzvernichtung
in Deutschland: 262.106
Jobs in 192
Tagen |
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25. Mai 2013
12.05 Uhr Warum die SPD
nicht so schlecht ist, wie sie gemacht wird
Kaum hat sich die SPD nach
25 Jahren wieder einmal aufgeschwungen, einen runden Geburtstag
zu feiern, schon wird sie erneut von allen Seiten mit Häme
überschüttet.
Dabei sollten wir alle miteinander stolz darauf sein, dass es
uns überhaupt gelungen ist, eine "SPD" hervorzubringen,
die sich noch dazu seit 150 Jahren Opposition (ich weiß
...) nicht in die Resignation verkrochen, sondern immer wieder
aufgerafft hat.
Die Existenz der SPD in der
deutschen Parteienlandschaft zeugt davon, dass es hierzulande
eben nicht nur Egoismus, Kalkül und Gier gibt, dass Rendite,
Wettbewerb und Marktanteile nicht alles sind, sondern dass es
da noch Frauen und Männer gibt, die nicht ganz so skrupellos,
gerissen, verlogen und selbstverliebt sind, wie es erforderlich
wäre, um über lange Jahre immer wieder in Regierungsämter
gewählt zu werden.
Frauen und Männer, die
sich ihrer "Zweitklassigkeit" bewusst sind, die gar
nicht so hart, so absolut siegreich, so dominant sein wollen,
sondern träumerisch nach Ausgleich, nach noch besseren Ideen,
nach tragfähigen Kompromissen suchen und damit zeigen, dass
wir eben nicht nur ein Volk der weißblond-stahlblauäugigen
Herrenmenschen sind ...
Dass dann aus dieser Partei
heraus hin und wieder eine Seilschaft aufsteigt, die sich nicht
bescheiden, nicht zweitklassig sein will, Frauen und Männer,
die siegen wollen, wie die politischen Gegner, mit den gleichen
Programmen und den gleichen Waffen kämpfend, und das im
festen Glauben, ihrer Partei, der sie damit die Seele verwunden,
etwas Gutes zu tun, ihrer Partei zum verdienten Glanz zu verhelfen,
das kann nicht ausbleiben.
Doch die SPD verarbeitet solche
Irrungen, langsam zwar, fast träge, doch zuverlässig.
Vom Start der Agenda-Politik Schröders bis zum vollständigen
Abschluss dieser Episode mögen 20 Jahre vergehen - 10 sind
ja schon um - bis auch Steinbrück und die "spätberufene"
Nahles keine bestimmende Rolle mehr spielen, doch was sind schon
20 Jahre, wenn man gerade 150 geworden ist?
Die SPD ist das politische Gewissen der Deutschen.
Als ständige Mahnung an die Regierenden und als Zuflucht
für die Regierten
schwankt ihre Akzeptanz mit der Gewissenlosigkeit der dominanten
Parteien.
Und das wird noch für
lange Zeit so bleiben.
Für richtige, harte Real-Politik
ist die SPD viel zu wenig gewissenlos. Auch wenn hin und wieder
Schröders, Clements, Münteferings und Steinbrücks
das große Wort führen ...
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24.
Mai 2013
12.05 Uhr Wie viel ist "oft"?
Die Deutschen sterben in den
meinungsbildenden Szenarien nicht nur aus - sie werden nach aktuellen
Studien auch immer geringwertiger.
Daher brauchen "die Deutschen"
qualifizierte Zuwanderer. Fragt sich: Brauchen die "die
Deutschen", und falls ja, wozu?
Präzise und auf den Punkt
gebracht lautet die Botschaft:
DU musst glücklich sein, dass die intelligenten,
hochqualifizierten und dabei immer noch preiswerten Ausländer
nach Deutschland kommen und die Arbeitsplätze besetzen,
von deren Ertrag DU lebst, obwohl DU längst zu blöd
bist, um DIR einen solchen Arbeitsplatz anvertrauen zu können.
Der FOCUS hat die Schlagzeile
geliefert, die ich - Leistungsschutzrecht hin, Leistungsschutzrecht
her - einfach zitieren muss, um die Perfidie der Argumentation
aufzuzeigen. Es heißt da:
(Zitat)
Zuwanderer können
oft mehr als Deutsche
(Zitat Ende)
Der Satz transportiert eine
ganz eindeutige Botschaft und ist doch unangreifbar, weil er
konkret überhaupt nichts aussagt. Es ist sogar unglaublich
schwer, einen genau so blöden Satz zu konstruieren, um den
Blödsinn am Beispiel besser verdeutlichen zu können.
Man müsste schon behaupten: "Hessen können oft
mehr als Niedersachsen", um wenigstens in Niedersachsen
einen Sturm der Empörung auszulösen.
Vermutlich hat diesen vermurksten Satz einer von denen geschrieben,
die selten mehr können ...
Natürlicht ist die Quelle
dieser Schlagzeile wieder einmal die berühmt-berüchtigte
Meinungsschmiede "Bertelsmann-Stiftung". Und die warnt
sogar davor, der Strom der Zuwanderer aus südeuropäischen
Ländern nach Deutschland könne versiegen.
Das wäre dann die finale
Katastrophe!
Wenn keiner mehr kommt, um
die nicht nur zu blöden sondern zugleich auch noch aussterbenden
Deutschen zu ersetzen - wer soll dann die Exportindustrie am
Leben halten? Wer soll dann noch den Aktionären die Dividende
erwirtschaften?
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23. Mai 2013
11.15 Uhr Das Aussterben
der Deutschen
Der gestern veröffentlichte
Paukenschlag hat - wie zu erwarten war - wieder eine Reihe von
Reaktionen ausgelöst, die genau an dem Punkt ansetzen, der
vom wirklichen Problem ablenkt.
Wenn ich darüber schreibe,
dass sich das öffentliche Gejammer über den "demografischen
Wandel" als Heuchelei herausstellt, weil die gleichen Politiker,
die sich in Klagen über die Überalterung der Bevölkerung
ergehen, sich voller Empörung zu Wort melden, wenn ein Kirchenmann
fordert, die Frauen sollten mehr Kinder gebären, dann thematisiere
ich das, um dem Ziel und Zweck dieser Heuchelei auf den Grund
zu gehen.
Und ich meine, dass ich auch
bis zu diesem "Grund" vorgestoßen bin.
Es geht mir dabei jedoch nicht
darum, das Menetekel vom Aussterben der Deutschen an die Wand
zu malen.
Das ist eine ganz andere Baustelle.
Eine Baustelle, deren an die
Wand gemalter Schrecken, nämlich die behauptete Unmöglichkeit,
die vielen nicht berufstätigen Alten von den wenigen berufstätigen
Jungen mit versorgen zu lassen, allenfalls dann eintreten könnte,
wenn sich die "schrumpfenden Germanen" erfolgreich
gegen jegliche Zuwanderung abschotten könnten.
Eine Baustelle, die sich von
ihren Ursachen her zudem einer rationalen Betrachtung weitgehend
entzieht und für die es auch keinen "rationalen"
Lösungsvorschlag gibt.
Wenn - und ich nenne es jetzt
einmal so - "ein Volk" ohne erkennbare äußere
Einflüsse sich einfach nur noch in so geringem Maße
fortpflanzt, dass es schrumpft, dann ist das so.
Darüber zu klagen, ist
so sinnvoll, wie die Klage über einen kalten und verregneten
Mai - und beides lässt sich mit "Maßnahmen"
nicht ändern.
Hier nochmal der Link auf den PaD 22 /2013
Norbert Rex hat mir zum gestrigen
Paukenschlag übrigens ein Gedicht von Erich Kästner
aus dem Jahre 1930 (!) zugesandt. Das passt so schön, dass
ich es - ohne die erforderlichen Rechte zu besitzen -heute hier
online stelle. Ich bin mir sicher, Erich Kästner hätte
sich darüber gefreut und die Veröffentlichung unentgeltlich
gestattet.
Erich Kästner:
Patriotisches Bettgespräch (1930)
Hast Du, was in der Zeitung stand, gelesen?
Der Landtag ist mal wieder sehr empört
von wegen dem Geburtenschwund gewesen.
Auch ein Minister fand es unerhört.
Auf tausend Deutsche kämen wohl pro Jahr
gerade neunzehn Komma Null vier Kinder.
Null vier! - Und sowas hält der Mann für wahr.
Daß das nicht stimmen kann, sieht doch ein Blinder.
Geburtenrückgang - hat er noch gesagt -
sei, die Geschichte lehrt es - Deutschlands Ende.
Und Deine Fehlgeburt hat er beklagt.
Und daß er, daß man abtreibt, gräßlich
fände.
Jawohl, wir sollen Kinder fabrizieren
fürs Militär und für die Industrie,
zum Löhnesenken und zum Krieg verlieren.
Sieh Dich doch vor - ach so, das war Dein Knie.
Na komm, mein Schatz, wir wollen ihm eins husten.
Dein Busen ist doch wirklich noch famos.
Ob unsre Eltern, was wir wissen, wußten:
wer nicht zur Welt kommt, wird nicht arbeitslos.
Der Kinderreichtum ist kein Kindersegen.
Deck uns schön zu. Ich bild' mir ein, es zieht.
Komm, laß uns den Geburtenrückgang pflegen.
Und lösch die Lampe aus - des Landtags wegen,
damit er es nicht sieht.
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22.
Mai 2013
17.30 Uhr Frauen sollen
Kinder gebären? In Deutschland?
Kardinal Meisner hatte diese grandiose Idee, von der man
meinen sollte, dass sie helfen könnte, die furchtbaren Konsequenzen
des demografischen Wandels zu lindern.
Sonderbarerweise stößt
er damit auf erbitterte Ablehnung in weiten Teilen der Politik.
Sonderbar!
Dazu, schon heute, der Paukenschlag
von morgen:
21. Mai 2013 |
20. Mai 2013
10.00 Uhr Der 100-Tage-Traum
des Kandidaten
Peer ...
Mein Gott - Peer!
Als Dr. Frankenstein seinen
Homunkulus aus Leichenteilen zusammensetzte, hatte der wenigstens
noch die Absicht, der toten Materie wieder Leben einzuhauchen,
dummerweise gab's da den Gehilfen Fritz ...
Der Popanz, den die SPD nun
im Vorfeld der Bundestagswahl als Einheit aus Programm und Kandidat
zusammengeflickt hat, erinnert mich stark an Frankensteins Monster.
Lauter Versatzstücke sozialdemokratischer
Propaganda, spätestens seit Gerhard Schröder in den
Grüften der Erinnerung vermodernd, werden da wieder ans
Tageslicht gezerrt und mit dem Leim aus Chuzpe und Eloquenz zu
einem Hundert-Tage-Programm zusammengekleistert, dessen drei
Schwerpunkte aus dem Munde Peer Steinbrücks nun wirklich
zum Brüllen komisch klingen.
- Betreuungsgeld abschaffen
Weil der Kandidat eben weiß, dass das Betreuungsgeld von
den Berechtigten versoffen wird, statt tatsächlich der Kinderbetreuung
zugute zu kommen. Da bedient einer Vorurteile (wie alle anderen,
außer der CSU auch) - um irgendwie ganz, ganz billig aus
dem teuren Krippenplatzversprechen herauszukommen.
Das trau ich ihm zu, nur wird er halt nicht Kanzler werden ...
- Flächendeckender Mindestlohn
Innerhalb von 100 Tagen?
Lächerlich. So was kann man zwar ins Gesetz schreiben, das
ist noch relativ einfach, doch es "wirksam" zu gestalten,
in einer Zeit, in der die Zeitarbeit dabei ist, ganz massiv in
Werkverträge auszuweichen, in der Ausländer (EU-Ausländer)
ihre deutschen Beschäftigten bei polnischen Briefkastenfirmen
Werkverträge unterschreiben lassen - da kann sich der Peer
seinen flächendeckenden Mindestlohn irgendwohin stecken
...
Doch in der Gewissheit, niemals Kanzler zu werden, lässt
sich leicht und publikumswirksam träumen ...
- Gleicher Lohn
für gleiche Arbeit? Kein Problem. Für Männer und
Frauen? Unmöglich!
Das hat die Wirtschaft seit Ludwig Erhards Zeiten erfolgreich
zu verhindern gewusst - und das wird sie auch weiter zu verhindern
wissen. Auch wenn es noch so schön im Gesetz steht (steht
es doch längst, sogar im Grundgesetz - man müsste es
nur anwenden wollen ...), wer will feststellen, ob es wirklich
gleiche Arbeit ist. Und wer will die Arbeitgeber zwingen, Arbeitsplätze
"gleich" zu gestalten? Und das, was seit 100 Jahren
nicht gelungen ist, gleich in den ersten hundert Tagen?
Der Mann gehörte zu Schröders
Seilschaft. Als Clement aus NRW wegging, wurde Steinbrück
(im Hau-Ruck-Verfahren) zum Ministerpräsidenten gemacht,
was Johannes Rau mit den Worten kommentiert haben soll: "Wer
so alles Ministerpräsident werden kann
"
Der Mann war unter Merkel Finanzminister der großen Koalition.
Da hat er im Jahre 2007 für das Jahr 2011 den ausgeglichenen
Haushalt versprochen. Mit mächtigen Privatisierungserlösen
und einem satten Griff in die Kasse der Arbeitslosenversicherung.
Daraus geworden ist nichts, doch er musste für dieses Versprechen
auch nicht einstehen, die Wähler wollten diese große
Koalition nicht länger.
Nun hat er uns - ausgerechnet
zu Pfingsten - seinen Traum offenbart.
Danke, lieber Peer.
Danke für diese erhellenden
Informationen.
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19. Mai 2013
Julies Bild vom
Sonntag
Wolfgangs Bild vom
Sonntag |
18. Mai 2013
21.12 Uhr Spökenkiekerei
Morgen, am 19. Mai 2013, wird
Google News einen Artikel finden, in dem statistische Aussagen
zum Medikamentenverbrauch gemacht werden.
In der Überschrift wird
von Verscherten die Rede sein. Das ist ein Tippfehler
und kann ignoriert werden. Anschließend jedoch wird die
"Tagesdose" erwähnt werden.
Alte buddhistische Weise sagen,
im Fisch erkennst Du das Wesen des Wassers, im Vogel das Wesen
der Luft - und im deutschsprachigen Internet das Wesen des deutschen
Bildungssystems.
Ab Morgen, Sonntag, 19. Mai,
können Sie nach Verscherten und Tagesdose googeln ...
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17. Mai 2013
12.00 Uhr E-Book zu Pfingsten
Buch und Papier - das gehört
zusammen. Jedenfalls für Menschen, die mit dem gedruckten
Buch aufgewachsen sind, bei denen die Erinnerungen an große
Romane untrennbar mit all den Sinneseindrücken verbunden
sind, die nun mal von einem Buch ausgehen. Ich will jetzt nicht
ins Schwärmen geraten. Wer mit Büchern groß geworden
ist, weiß, was ich meine ...
Doch neben die alten Bücherwürmer
haben sich längst neue Leserscharen gestellt, Menschen,
für die der Bildschirm, bzw. das Display, die Medien sind,
über die Information aufgenommen wird.
Dem trage ich auch als Verleger
gerne Rechnung. Nach und nach sollen alle Titel des EWK-Verlags
auch als E-Book verfügbar sein. Den "Goldesel"
und die "Wahnwitzige Wirtschaftslehre" gibt es bereits
als E-Book - und
pünktlich zu Pfingsten
ist nun auch die E-Book-Version von Werner Peters'

"Partei der Nichtwähler
- Der schlafende Riese"
fertig geworden.
Und das ist nun ein Vorteil
der E-Books, den ich auch absolut anerkenne:
Unabhängig von Ladenöffnungszeiten,
unabhängig von Post- und Paketdiensten, können Sie
Ihr E-Book jederzeit bestellen und, unter Nutzung elektronischer
Bezahldienste, wenige Augenblicke später mit dem Lesen beginnen.
Dazu braucht es auch kein spezielles
Lesegerät. Software, die E-Books auch am PC oder Laptop
lesbar macht, gibt es inzwischen als Freeware zum Download.
Also, wollen Sie es versuchen?
- Schöne Feiertage!
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16. Mai 2013
09.45 Uhr Mir d
r o h n t der Schädel
Die für reine Aufklärungszwecke
auf eine nicht mehr nachvollziehbare Weise überdimensionerte
Drohne Hawk (ca. 15 m lang, ca. 35 m Flügelspannweite, rund
7 Tonnen Startgewicht), hat nun zur finalen Bruchlandung angesetzt.
... und von Tag zu Tag wird
der Schaden geringer.
1,3 Milliarden Euro waren
es Anfang der Woche,
zwischendurch hieß es, es seien 600 Millionen verloren,
dann wieder nur 500, niedrigster Wert bis jetzt: 250 Millionen,
und im Laufe dieses Vormittags scheint sich der offizielle Verlustwert
bei rund 300 Millionen einzupendeln.
Was unser Verteidigungsminister
heute im Bundestag dazu sagen wird, außer, dass das Projekt
nicht von ihm, sondern von Vorgänger Franz Josef Jung initiiert
wurde, ist mit Spannung zu erwarten.
Denn es gibt zwei ausgesprochen
wichtige Fragen, die man im BMVtg beantworten können sollte:
a) Was hat das Projekt bis
heute tatsächlich gekostet, wieviel davon ist endgültig
verloren und welche "Ergebnisse" werden "Wo"
noch nutzbar sein, um andere Kosten um "welchen Betrag"
zu senken.
b) Welche grandiosen Konstruktionsfehler
der Drohne Hawk machen es unmöglich, das zur Zulassung im
zivilen Luftraum erforderliche "Sense and avoid System"
nachzurüsten? Was man jedem Passagierjet ohne Mühe
in die Software implantieren kann, soll bei einer riesengroßen
Aufklärungsdrohne nicht möglich sein?
Ist da nicht eher zu vermuten,
dass die Drohne selbst - konstruktionsbedingt - gar nicht in
der Lage wäre, bei drohendem Zusammenstoß mit einem
anderen bemannten oder unbemannten Flugkörper das geforderte
Ausweichmanöver zu fliegen?
Die erste Frage ist wichtig,
weil es da um die Verantwortung für eine ganze Menge Geld
geht, und weil - wenn der Betrag schon so hurtig kleingeredet
wird, wenigstens volle Transparenz darüber hergestellt werden
sollte, warum es nun nicht 1,3 Milliarden Euro sind, die mit
dem Projekt in den Sand gesetzt wurden, sondern mehr als eine
Milliarde weniger.
Die zweite Frage ist wichtig,
weil es da um die Verantwortung für das Leben unschuldiger
Zivilisten geht. Wer im Herbst über einem Acker einen wenige
hundert Gramm wiegenden Drachen steigen lässt, darf ihn
nicht höher als 100 m steigen lassen, weil der Drache nicht
über "Sense and avoid Fähigkeiten" verfügt.
Es könnte ja ein Militärjet im Tiefflug daherkommen
...
Wer eine tonnenschwere Drohne,
unabhängig von der Jahreszeit, irgendwo über Europa,
oder sonst einem Kontinent oder Ozean steigen lassen will, eine
Riesendrohne, die unbeirrt ihre Bahn zieht und nicht daran denkt,
auszuweichen, egal ob da nun eine Montgolfiere oder eine F16,
ein Segelflieger oder eine A380 daherkommt, und behauptet, die
so zu gewinnenden Aufklärungsergebnisse wögen das Risiko
einer alle fünf Jahre eintretenden, überschaubaren
Katastrophe mit bis zu maximal 1.000 Toten bei weitem auf, der
ist ein (ehrbarer) Technokrat des Krieges und der Vernichtung.
Ein kriegerisches Volk braucht solche Technokraten, die ohne
Skrupel einfach Chancen ausrechnen und Siegesoptionen ermitteln.
Vielleicht ist er aber auch
nur ein Lobbyist der Waffenindustrie, was weniger ehrbar wäre,
doch gerade ein friedliebendes Volk braucht solche Lobbyisten,
weil die Parlamentarier sonst gar nicht wüssten, warum sie
bei den alljährlichen Abstimmungen über den Haushalt
den Etat des Verteidigungsministers genehmigen sollten.
phhhh!
Früher wäre das ein
richtiger dicker Skandal geworden. Investigative Journalisten
hätten Untersuchungsgefängnisse von innen kennengelernt,
Redaktionsräume wären staatsanwaltlich durchsucht worden
und dreißig Jahre danach hätte der WDR eine Dokumentation
darüber gedreht. HS 30 und Starfighter lassen grüßen.
Heute ist es eine kleine Fingerübung
des Politisch-Medialen-Komplexes, das Thema
vom Tisch zu schnipsen ...
Das liegt aber nicht daran,
dass die Medien "besser" geworden wären.
Es liegt daran, dass die Zahl
derjenigen, die sich außerhalb des Politibetriebes als
wache "Staatsbürger" noch mitverantwortlich fühlen,
so massiv abgenommen hat.
0.00 Uhr Steuern? Warum nicht gleich abschaffen?
Er dreht sich um die Frage,
warum ein Unternehmer oder Finanzanleger bei hohem oder höchstem
Einkommen am Ende nach Abzug von Steuern und ggfs. Sozialversicherungsbeiträgen
netto immer noch über 85 Prozent dessen verfügt, was
er brutto verdient hat, während beim normalverdienenden
Arbeitnehmer nur 36 Prozent übrig bleiben.
Ein Unterschied, der durch
unsere Steuersystematik praktisch unsichtbar bleibt, der aber
weder etwas mit Leistung, noch etwas mit Gerechtigkeit zu tun
hat, sondern schlicht eine ungeheuerliche Begünstigung der
Reichen darstellt.
Da wäre es zumindest ehrlicher,
bei Unternehmens- und Kapitalerträgen gleich ganz auf die
Besteuerung zu verzichten.
Doch es gäbe auch Ansätze,
die Steuerlast nicht nur ehrlicher, sondern auch gerechter auf
die Schultern zu verteilen.
Mehr dazu lesen Sie hier:
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15. Mai 2013
09.30 Uhr Internetzensur
per Bundesgerichtshof
Die WELT nennt es eine teilweise
Entmachtung des Suchroboters, die Kläger nennen es die Rettung
ihrer Persönlichkeitsrechte, und dass es Google trifft,
löst bei vielen sowieso Freude aus ...
Also eine gute Entscheidung,
die "Autovervollständigung" von Suchergebnissen
von der Zustimmung der "Suchbegriffe" abhängig
zu machen.
Reingefallen!
Nein!
Das ist ein Schnitt ins Netz.
Ein Schnitt, durch den künftig ganze Schwärme von Informationen
durchschlüpfen, ohne dass es der suchend Fragende überhaupt
bemerkt.
Das Internet lebt von Verknüpfungen,
Verlinkungen, ist Vernetzung, ist maximale Assoziationskultur,
liefert umfassende, komplexe, vielschichtige, ja geradezu kontemplative
Erkenntniswelten. Suchmaschinen haben daran einen ganz, ganz
erheblichen Anteil, weil sie als "Fundstellenkenner"
alles, was im Netz zu einem Suchbegriff gespeichert ist, in ihren
Trefferlisten ausweisen, und vor allem auch, weil sie das dort
Gespeicherte über eine Reihe von Algorhythmen nach Relevanz
vorsortieren, ordnen, im Grunde sogar aufbereiten.
Dem hat der BGH nun einen Riegel
vorgeschoben. Wer nicht will, dass sein Name mit "Irgendwas"
in Verbindung gebracht wird, kann Google verbieten, diese Assoziation
öffentlich zu machen.
Da werden künftig nicht
nur Exministerpräsidentenexehegattinnen ihre Ehre durch
Verbotsanordnungen zu retten versuchen, es wird von keinem EU-Kommissar
und keinem Regierungsmitglied eines Euro-Staates noch einen Hinweis
auf frühere oder gegenwärtige Verbindungen zu Goldman-Sachs
geben. Kein Suchvorschlag wird lauten "Kohl - Ehrenwort"
oder "Schäuble - Köfferchen", auch und gerade
dann nicht, wenn ein Skandal gerade erst beginnt hochzukochen
und viele derartige Suchanfragen gestellt werden.
Das kann jedoch nur der erste
Schritt sein.
Wenn dieser erste Schritt -
nach Ansicht der Richter am BGH - so seine Richtigkeit hat, dann
ist es absolut unverständlich, dass zwar die stichwortartige
Autovervollständigung der Suchanfrage verboten, die Anzeige
von Suchergebnissen, in denen diese unerwünschten Inhaltsverknüpfungen
ausführlich dargestellt werden, aber weiterhin erlaubt sein
soll.
Das wäre doch absurd.
Und ich möchte wetten, dass die ersten diesbezüglichen
Klagen bereits in Vorbereitungs sind.
Mein Gott!
Erst kam das Leistungsschutzrecht.
Damit ist es nahezu unmöglich
geworden, einer falschen oder irreführenden oder einfach
nur blödsinnigen Aussage eines Presseorgans zu widersprechen,
weil man dazu die falschen oder irreführenden oder auch
nur blödsinnigen Aussagen nämlich zitieren müsste,
um auf sie Bezug nehmen zu können, was im Zweifelsfall verboten
ist.
Nun kommt das Autovervollständigungsverbot.
Damit wird es massiv erschwert,
das überhaupt zu finden, was zu kritisieren wäre, und
es wird massiv erschwert, festzustellen, dass da ein "Verdacht"
im Raum steht, der von vielen, vielen Suchmaschinen-Nutzern geteilt
wird. Das Autovervollständigungsverbot ist damit in seiner
Wirkung so etwas wie das Verbot des Westfernsehens in der DDR
...
Am Ende wird es strafbar sein,
überhaupt etwas zu wissen, was ein Persönlichkeitsschutzrecht
verletzen könnte, weil dieses Wissen ja nicht aus öffentlich
zugänglichen Quellen , wo es bekanntlich verboten ist, erlangt
werden konnte, sondern folglich nur durch unzulässige Maßnahmen
des Eindringens in die Privatsphäre, die wiederum eine Verletzung
der Persönlichkeitsrechte darstellen.
O.k., Freunde, der Verfassungsschutz,
der Bundesnachrichtendienst, das BKA und die Landeskriminalämter
- und die befreundeten Dienste - die dürfen, auch ohne Anfangsverdacht,
alles über dich herausfinden, was sie wollen und auf welche
Art und mit welchen Mitteln sie wollen, und sie dürfen es
untereinander und darüber hinaus bis nach Guantanamo weitergeben,
solange sich entweder kein Kläger oder - falls doch - zumindest
ein Richter findet, der dies im Nachhinein erlaubt, was schon
aus Gründen der Staatsräson praktisch nicht zu vermeiden
ist.
Das heißt aber doch nicht,
dass ihr wissen dürft und wissen sollt, was man euch verheimlichen
will. Und wenn ihr das nächste Mal bei Google IM Erika eingebt,
dann werdet ihr wahrscheinlich feststellen, dass da keine Autovervollständigung
mehr stattfindet, weil Erika das hat verbieten lassen.
|
Hinweis
zum Leistungsschutzrecht
Diesem
Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen
Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus
Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie
dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für
die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten
Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder
ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe
des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein
könnten.
Presseverlage, die in diesem Text
eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich,
mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren.
Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis
auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung
ersetzt.
Abmahnungen ohne den vorherigen
Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren. |
Entdecker
Es ist ein schönes
Gefühl für mich als Autor, erleben zu dürfen,
dass es immer wieder Menschen gibt, die das, was ich schon vor
Jahren geschrieben habe, HEUTE neu für sich entdecken und
sich dafür begeistern können.
|
14. Mai 2013
13.00 Uhr Sprücheklopfer
und Verschwörungsdenker
Die Frankfurter Allgemeine
Zeitung hat am 7. Mai 2013 die Wortfolge "Sprücheklopfer
und Verschwörungsdenker" verwendet.
Dass ich diese Wortfolge hier
zitiere, ist schwer zu begründen. Eigentlich entstammt sie
einem lächerlichen Satz, der am Ende eines noch lächerlicheren
Absatzes am Ende eines durch und durch fragwürdigen Artikels
steht. In diesem Artikel versucht der Verfasser, Jasper von Altenbockum,
Chef des Innenressorts der FAZ, den Nachweis zu führen,
dass sich die Katze selbst in den Schwanz beißt. Und so
versucht er mit wenigen Worten zu suggerieren, dass
nicht integrationswillige
Muslime den Terror, den sie als Begründung für ihre
Nichtintegrationswilligkeit anführen, durch ihre Nichtintegrationswilligkeit
selbst provozieren.
Der Rechtsstaat, den von Altenbockum
antritt, zu verteidigen, habe zwar gefehlt und könne seine
Versäumnisse nicht wieder gutmachen - doch sollten die Angehörigen
der Opfer es nun auch wieder gut sein lassen und wieder Vertrauen
fassen ...
Das klingt nicht nur zynisch,
das ist auch zynisch.
Und wenn Jasper von Altenbockum
am Ende noch orakelt: "Sprücheklopfer und Verschwörungsdenker"
hülfen da nicht weiter, dann verlangt er nichts anderes,
als schnell zu vergessen, dass und wie der Rechtsstaat versagt
hat, bloß nicht zu fragen, warum er versagt hat und schon
gar nicht daran zu denken, er könne wieder versagen.
Und im nächsten Februar
wird der gleiche Jasper von Altenbockum in der gleichen FAZ womöglich
rührende Worte zum Gedenken an die Weiße Rose finden
und mahnen, wir mögen nie vergessen ...
Ich weiß, das darf nicht
verglichen werden.
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Hinweis
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Diesem
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Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie
dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für
die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten
Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder
ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe
des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein
könnten.
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Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren. |
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13. Mai 2013
10.25 Uhr Huch ...! Die
deutschen Straßen sind kaputt.
Es ist zum Aus-der-Haut-Fahren.
Ja. Natürlich sind die deutschen Straßen kaputt. Ihr
habt sie doch mit voller Absicht kaputtgehen lassen!
Die deutschen Schulen sind
auch kaputt. Ihr habt sie doch mit voller Absicht kaputtgehen
lassen.
Die Kanalisation in den deutschen
Gemeinden ist kaputt. Volle Absicht.
Die Bahn ist kaputt. Volle
Absicht.
Es ist doch alles kaputt, was
noch da ist - und das meiste ist schon gar nicht mehr da. Das
meiste ist längst verscherbelt, privatisiert. Sogar die
Gesetzgebung ist zu über 50% outgesourct, nach Brüssel
...
Das habt ihr doch alles gewollt.
Das habt ihr doch alles schleifen lassen, das habt ihr doch alles
aus der Hand gegeben.
Was steht ihr jetzt herum und
weint Krokodilstränen?
Kriegspielen in Afghanistan,
das war euch wichtiger.
Banken retten, den Euro retten, das war euch hunderte von Milliarden
wert.
Steuerentlastungen für
Reiche, das war euch wichtig - und bloß keine Schulden
machen, in einem Geldsystem, das die ständige Neuverschuldung
erzwingt.
Nun habt ihr "abgewirtschaftet",
steht stirnrunzelnd über den Schlaglöchern und behauptet:
Es ging nicht anders ...
Und Sigmar meint, dann müsst
ihr eben langsamer fahren, dann passiert schon nix, und der Schäuble
meint, dann müssen wir die Autobahnen eben doch privatisieren,
dann wird alles besser,
... und währenddessen
privatisieren sie uns auch noch das Wasser unter dem Hintern
weg.
Für Europa.
Für Europa?
Nein, nicht für Europa.
Für die Gewinninteressen
von Konzernen, denen die in öffentlicher Hand befindlichen,
funktionierenden und preiswerten Einrichtungen der Infrastruktur
ein Dorn im Auge sind.
Und diesen Gewinninteressen
dienen die Kommissare in Brüssel, die das, was das Kapital
ausgeheckt hat, untertänigst in Gesetze und Verordnungen
gießen und die Umsetzung ihrer Erlasse von den Nationalstaaten
bei Strafandrohung einfordern.
Diesen Gewinninteressen dienen
auch jene, in den Nationalstaaten von ihren Bürgern gewählten
Politiker, die in den europäischen Gremien dafür eintreten
könnten, dass die Interessen der Menschen gewahrt werden,
die dies aber zugunsten des Kapitals nicht tun.
Ich bin überzeugt, dass
es für jedes hier angesprochene Thema unter den deutschen
Wahlberechtigten eine verfassungsändernde 2/3 Mehrheit gäbe,
die sich primär für die Wahrung deutscher Interessen
und gegen die Absichten der EU-Kommissare ausspräche, würde
man sie denn fragen.
Doch das tut man vorsichtshalber
nicht.
Würde man die Bürger
zu diesen wichtigen Themen nämlich befragen, ja sie sogar
abstimmen lassen - die Illusion, unsere Form der Demokratie führe
letztlich doch dazu, dass der Staat den Willen seiner Bürger
respektiert und umsetzt, würde zerplatzen wie eine überreife
Seifenblase.
|
Hinweis
zum Leistungsschutzrecht
Diesem
Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen
Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus
Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie
dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für
die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten
Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder
ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe
des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein
könnten.
Presseverlage, die in diesem Text
eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich,
mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren.
Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis
auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung
ersetzt.
Abmahnungen ohne den vorherigen
Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren. |
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12. Mai 2013
Julies Bild vom
Sonntag
.
.
Wolfgangs Bild vom
Sonntag
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11. Mai 2013
16.00 Uhr Mehr CO2 in der
Luft als je zuvor
Seit Beginn der Aufzeichnungen
vor über 2 Millionen Jahren gab es, behaupten welche, die
es wissen müssen, weil sie dabei gewesen sind, noch nie
über 400 ppm CO2 in der Atmosphäre.
Andere werden nicht müde,
zu erklären, es gäbe überhaupt keine menschengemachte
Klimaveränderung, ja derzeit noch nicht einmal überhaupt
eine Klimaveränderung, denn der Anstieg der Durchschnittstemperaturen,
vor dem stetig gewarnt wird, fände ebensowenig statt, wie
der Anstieg der Meeresspiegel.
Die Diskussion um Klima und
Nichtklima, um Sonnenaktivitätsschwankungen und CO2-Anreicherung
wird verbittert geführt. Die Energiesparer wollen Milliarden
in Wärmedämm- (und andere) Programme investieren, um
den CO2-Ausstoß zu reduzieren - während die Klimazweifler
sich nicht zu irgendwelchen Investitionen zwingen lassen wollen.
Beide Positionen sind irgendwie
"kaputt ..."
- Gegen die Erwärmung der
Erde mit Wärmedämmung vorzugehen, ist ein Schildbürgerstreich.
Je wärmer es draußen wird, desto überflüssiger
ist Wärmedämmung. Das kann sogar so weit führen,
dass drinnen geheizt werden muss, weil das Haus so gut isoliert
ist, dass die 28 Grad, die draußen herrschen, drinnen gar
nicht ankommen können. (!)
.
- Wegen eines nicht stattfindenden
Klimawandels nicht Energie sparen zu wollen, ist aber auch komisch.
Die fossilen Energieträger sind - nach Mehrheitsmeinung
- endlich. Peak-Oil kommt, nach Meinung einiger Auguren war er
schon da. Erdöl - als Grundstoff der schönen, neuen
Plastikwelt - ist eigentlich viel zu schade, zum Verheizen. Warum
also nicht einfach weniger Öl verbrennen, egal, ob die Temperaturen
nun steigen oder fallen oder gleich bleiben ...?
- So fordern also beide Seiten
als Konsequenz aus ihrer felsenfesten Überzeugung genau
das Gegenteil dessen, was im Sinne ihrer Überzeugung sinnvoll
wäre.
-
- Die einen wollen wie die Wahnsinnigen
wärmedämmen, weil es sonst bald so warm würde,
dass Wärmedämmung überflüssig wäre,
und die anderen wollen sich, obwohl es nicht wärmer wird,
der möglichen Energieeinsparung verweigern.
-
- Friedrich der Große
hätte womöglich auch in diese vollkommen überflüssige
Diskussion hineingerufen: Es möge ein jeder nach seiner
Facon selig werden.
-
- Die Klimawandler mögens
sich hinter meterdicken Dämmschichten einmauern, die Klimawandelzweifler
mögen es bleiben lassen! Was geht mich das an?
-
- Hätte unsere lebendregierende
Angela die gleiche Größe wie jener Friedrich, nämlich
in einer Glaubensfrage - und etwas anderes ist es ja wohl nicht
- nicht Partei zu ergreifen, wir hätten jenes Stück
Freiheit zurück, das uns nach Friedrich II. bald wieder
verloren gegangen ist.
-
- So aber ist der Klimawandel
der Satan in der Staatsreligion Deutschlands, dem nur Paroli
geboten werden kann, wenn das Volk den Erzengeln Ehänbeweh,
Ehohn, Waddenfall und Ärrweheh in Demut seine Opfer darbringt
und sie in stiller Anbetung verehrt.
-
-
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Hinweis
zum Leistungsschutzrecht
Diesem
Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen
Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus
Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie
dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für
die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten
Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder
ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe
des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein
könnten.
Presseverlage, die in diesem Text
eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich,
mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren.
Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis
auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung
ersetzt.
Abmahnungen ohne den vorherigen
Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren. |
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10.
Mai 2013 9. Mai 2013 8. Mai 2013
10.01 Uhr ... und die Musi
spuit dazua
Da dröhnen ringsum die
Kriegstrommeln,
- Israel bombardiert Damaskus,
- US-Kerry trifft Russland-Lawrow,
- Internet und Telefon sind
abgeschaltet,
- eine internationale Konferenz
zur Besiegelung des Schicksals Syriens soll einberufen werden,
- subtile Berichte der Qualitätsmedien
machen die deutsche Bevölkerung mit der "Humanitären
Katastrophe" in Syrien und um Syrien herum vertraut,
- der Iran liefert via Syrien
Raketen an die Hisbollah im Libanon,
- anonyme Giftgasgemetzel sind
Spitzenreiter auf der Speisekarte der Gerüchteküche
...
- Das alles spricht für
einen baldigen, neuerlichen humanitären Einsatz der Bundeswehr.
Da werden dann - ohne Rücksicht auf Verkehrsregeln - hunderte
Tonnen hochbrisanter Sprengstoffe in bewohnten Gebieten zur Explosion
gebracht, in der Absicht, Verwüstung anzurichten und Tod
zu säen.
-
- Doch Sigmar Gabriel wendet
alledem seine breite Kehrseite zu und tönt wie ein Harfenengerl
beim Krippenspiel von Statistiken, die zeigten, dass so ein Krieg
von der deutschen Bevölkerung als sehr viel harmloser eingeschätzt
würde, wenn zugleich die alte, unsägliche Debatte um
eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen als emotionale
Alternativspielwiese auf den Spielplan gesetzt würde.
-
- Und so trötet er in dieses
Horn, in wessen Interesse auch immer, und nimmt dabei billigend
in Kauf, dass die Chancen seines Genossen Steinbrück im
Bundestagswahlkampf dadurch noch tiefer sinken als der Leitzins
der EZB.
-
-
- O.k., o.k., bloß keine
Panik.
Wir stehen ja schließlich auf der Seite der Sieger,
und von daher sind wir diesmal selbstverständlich im Recht.
-
- ... anders als am 8. Mai vor
68 Jahren.
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7. Mai 2013
09.30 Uhr Die Entstehung
der Realität
Was ist
das, die Welt um uns herum?
Nun,
ganz abgesehen davon, dass es da - außerhalb unseres Körpers
- tatächlich ETWAS gibt, ist alles, was wir darüber
wissen, nur das, was wir uns mit unseren Sinnen davon erschließen,
als "inneres Bild" dem Bewusstsein zugänglich,
betrachten und bewerten können.
Eine Welt,
in der
- einerseits
die UN-Ermittlerin Carla Del Ponte zu dem Schluss kommt, die
Rebellen in Syrien hätten Sarin eingesetzt, während
- andererseits
das Weiße Haus zu Washington meint, wenn im syrischen Bürgerkrieg
Giftgas eingesetzt worden sei, wovon ausgegangen werden kann,
dann doch nur von der Regierung, niemals aber von den Rebellen
-
- eine solche
Welt zerfällt vor unseren Augen in zwei Realitäten.
Zwei Realitäten,
in denen der Same für je eine Zukunft angelegt ist - und
welcher Same aufgehen wird, das bestimmt nicht die "Wahrheit",
nicht die eine, unveränderliche, einzige "Realität",
sondern einzig und allein die Frage, welche der möglichen
Realitäten stärker "geglaubt" wird.
Das Syrien-Del-Ponte-CIA-Assad-Obama-Beispiel
ist nur wahllos aus einer Fülle der Beispiele herausgegriffen.
Tatsächlich steht es nur stellvertretend für jenen
Prozess, mit dem wir Tag für Tag unsere Realität neu
schaffen.
Es ist egal,
wo wir beginnen, die Frage nach der Entstehung der Realität
zu stelllen, ob in den Forschungslabors der Quantenphysiker,
in denen die scheinbar so festgefügte Realität zu einem
wackeligen Gefüge von Wahrscheinlichkeiten wird, ob in den
religiösen Schriften, wo der Glaube Wunder bewirkt, oder
bei den Esoteriken, die über alle Phänomene und Glaubensrichtungen
hinweg ihre Erklärungsmodelle anbieten, die Erkenntnis,
dass wir selbst es sind, die wir unsere Realität "irgendwie"
bestimmen, drängt sich von allen Seiten auf.
Und dem folgt
die Frage nach dem "WARUM" und nach dem "WIE".
Das beste Buch,
das ich zu dieser Thematik je gelesen habe, heißt:
Die Entstehung
der Realität.
Geschrieben
hat es Jörg Starkmuth. Jörg Starkmuth, Jahrgang 1966,
ist Diplom-Ingenieur für Nachrichtentechnik und arbeitet
als freiberuflicher Übersetzer, Lektor und Autor in Bonn.
Seit seiner Jugend ist er an den tieferen Geheimnissen der Welt
und des Lebens interessiert und befasste sich mit Naturwissenschaften,
Grenzwissenschaften, Psychologie und Spiritualität.
Das Buch "Die
Entstehung der Realität Wie das Bewusstsein die Welt
erschafft" stellt ein Weltbild vor, das die Grundlagen der
modernen Physik Relativitätstheorie und Quantenmechanik
mit Erkenntnissen der Realitäts- und Glücksforschung
und mit spirituellen Erfahrungen zu einem schlüssigen Gesamtkonzept
verbindet.
Die Grundthese:
Es gibt keine objektive Wirklichkeit "außerhalb"
von uns wir selbst erschaffen unsere (physische und psychische)
Realität, indem wir sie aus einem unbegrenzten, multidimensionalen
Raum von Möglichkeiten auswählen. Jeder einzelne Mensch
hat damit einen weitaus größeren Einfluss auf das,
was ihm "widerfährt", als wir normalerweise glauben.
Einen blinden Zufall gibt es nicht alles, was wir wahrnehmen
und erleben, ist ein unmittelbares Produkt unseres Bewusstseins.
Wir haben beschlossen, uns
an der Verbreitung von Starkmuths Ideen zu beteiligen und bieten
sein Buch über unseren OnlineShop mit an.
EWK-Verlag
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6. Mai 2013
12.00 Uhr Sinn: Horrorszenarien
sind übertrieben
Nun hat es endlich auch Hans-Werner
Sinn gesagt: Deutschland geht auch ohne Euro - und Griechenland
sollte endlich raus aus dem Euro.
Jetzt frage ich mich, wie lange es noch dauern wird, bis diese
Erkenntnis, die ich seit Jahren zu verbreiten versuche, auch
beim Polit-Duo "Angie und Wolferl - Die Alternativlosen"
ankommt.
Das Bild vom Sonntag
ist im Original meistens sehr
viel schöner und detailreicher als die komprimierte Version,
die hier auf der Website online gestellt werden kann.
Dies ist z.B. ein Ausschnitt
aus "Julies Bild vom Sonntag" vom 5. Mai.
Das komplette Bild in dieser
Auflösung (3264x2448 px) steht nun bis zum nächsten
Sonntag im EWKshop zum Download zur Verfügung. (hier)
Danach werden jede Woche die
neuen, aktuellen Bilder vom Sonntag bereitgestellt.
Gegen eine einmalige Gebühr
von 4,95 (incl. 19% MwSt.) erwerben Sie mit dem Herunterladen
der Bilddatei das nicht ausschließliche Recht zur zeitlich
und räumlich unbegrenzten, nicht-kommerzliellen Nutzung
dieses Images.
Neuerscheinung

Uwe Brosch
SOS - Buddelschiffkobolde
über Bord
Nach "Bodo - der Buddelschiffpirat"
hat Uwe Brosch nun die neuen Abenteuer der Buddelschiffkobolde
Conny und Bodo aufgeschrieben.
Ines Rarisch hat die Illustrationen
dazu geliefert.
mehr?
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5.
Mai 2013
Julies
Bild vom Sonntag
Wolfgangs
Bild vom Sonntag |
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3. Mai 2013
08.45 Uhr Zeitlos
Zeitlos ist etwas anderes als
keine Zeit zu haben.
Und keine Zeit haben, das geht
gar nicht. Ich jedenfalls habe die Zeit, die ich habe, in den
letzten Tagen sehr intensiv genutzt, nur eben nur in ganz geringem
Umfang für politische Kommentare. Es ist auch kein Paukenschlag
entstanden.
Es gab einen Ansatz:
Fraktale Wahnsinns-Spirale
Die Europäische Union
ist nicht nur der Euro. Sie ist auch sonst von Übel.
Die Brüsseler Bürokratensuperhirne
zerschlagen zielstrebig eine komplette Branche des europäischen
Binnenmarktes.
Diesmal sind es die Biosprit-Erzeuger,
die dran glauben sollen.
Die EU fördert nämlich
jene Palmöl-Produzenten in Asien und Südamerika, die
hemmungslos abholzen und Raubbau an den Waldbeständen treiben,
indem sie den heimischen Rapsbauern die rechnerischen Kosten
für deren Umweltsünden aufbürdet.
Das ist verrückt, passt
aber in die verquere Logik von Leuten, denen die Folgen ihres
Handelns scheißegal sind, so lange nur die Motive edel,
lauter und gut sind - und der herrschenden Think-Tank-Quatsch-Mode
entsprechen.
Darüber, so meinte
ich gestern, sollte ich heute einen ganzen langen Paukenschlag
schreiben. Doch heute meine ich, es reicht auch ein Link auf
den Artikel, der mir selbst ins Auge gefallen war: http://www.welt.de/wirtschaft/article115763864/Deutsche-Biosprit-Branche-droht-zu-kollabieren.html
Nun mag ich den Faden doch
lieber von der anderen Seite her aufrollen.
Ein Gedanke aus einem Manuskript,
das heute auf meinem Schreibtisch landete, hat mich inspiriert.
Das Manuskript stammt von
Theo Trauernacht. Er schreibt in einem Absatz über das Kräftepaar
von Freihheit und Ordnung und kommt dabei auf das Bild des
"freien Fuchses
unter freien Hühnern im freien Hühnerstall".
Abgesehen davon,dass freie
Hühner es vorziehen würden, irgendwo unter dichtbelaubten
Büschen am Waldrand nach Würmern zu suchen, statt im
Hühnerstall tagtäglich die gleiche Körnermischung
zu picken, und dass freie Hühner dem freien Fuchs in der
Freiheit des Waldes durch einen kurzen Aus-Flug auf ihre hochgelegenen
Schlaf-Äste ausweichen könnten, drängt sich bei
der Betrachtung dieses Bildes die Frage auf, ob die Forderung
nach Freiheit und Gleichheit für alle Menschen überhaupt
einen Sinn macht, solange die Hühner nicht in der Lage sind,
Füchse zu reißen - und die Füchse keine Flügel
haben.
Die Idee, alle Menschen
seien gleich, ist eine schöne Idee.
Und so lange diese "Gleichheit"
mit flammenden Reden, Appellen, Demonstrationen und hin und wieder
auch mittelschweren Sachbeschädigungen eingefordert wird,
um Diskriminierungen wegen des Geschlechts, der Hautfarbe oder
der Religion anzuprangern und abzustellen, so lange derartige
(Verzeihung!) "Plattheiten" in den Verfassungen vornean
stehen, so lange werden die Hühner zufrieden sein, wenn
der Fuchs sich abwechselnd weiße und braune Hennen so nimmt,
wie sie ihm gackernd vor das Maul rennen.
Die schlimmste Ungleichheit
ist die Ungleichheit der Vermögen. Die Freiheit des Armen
ist nichts, im Vergleich zur Freiheit des Reichen.
Und deswegen dürfen
irgendwelche Eurokraten die deutsche Biosprit-Wirtschaft kaputtmachen,
weil die Interessen ihrer vermögenden Gönner dies so
erfordern.
Die Freiheit der Henne,
vor dem Gefressen-Werden noch ängstlich zu gackern oder
wahlweise wild mit den Flügeln zu schlagen, oder beides
zusammen zu tun, ist eben nicht die Freiheit, dem Gefressen-Werden
auszuweichen. Nicht unter freien Füchsen in freien Hühnerställen.
Ja, daraus hätte der
gestrige Paukenschlag werden können.
Doch dann war meine Zeit wieder
anders verplant - und jetzt bin ich auch schon wieder auf dem
Sprung.
Schönes Wochenende!
Egon W. Kreutzer
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Erster
5. 2013
12.45 Uhr Tag der A R B
E I T
Denken Sie sich dabei, was
Sie wollen, aber denken Sie sich was dabei.
Maibaumaufstellen, Maibocktrinken,
Maimaidanmachen, Maikäferfllieg ...
Was soll's.
Gibt's noch Gewerkschaft?
Gibt's noch SPD?
Geht sowieso keiner hin, wenn
diese Langweiler ihre verstaubten Reden von vor 100 Jahren wieder
vorlesen.
|
30. April
2013
21.00 Uhr Weitersagen:
Der Bayerische Rundfunk hat
Nicole Eick nach München eingeladen, um am Samstag dieser
Woche in der Hörfunksendung der Reihe "Notizbuch"
im Gespräch mit
H. Hilgers, dem Vorsitzenden des Deutschen Kinderschutzbundes
und der Redaktionsleiterin, Frau Giel, über ihre Erfahrungen
aus der Praxis der Sozialarbeit zu berichten.
Aufmerksam geworden ist der
BR auf Frau Eick über ihr beeindruckende Buch, das sie im
EWK-Verlag veröffentlicht hat. Auch darüber wird in
der Sendung gesprochen werden.
Sollten Sie also am Samstagvormittag
Zeit haben, dann hören Sie doch mal rein. Ist auch im Internet
als Livestream zu empfangen.
(BR 2, 10.00 bis 11.00 Uhr)
Und sollten Sie den Tag schon
verplant haben und die Sendung versäumen, auch kein Problem,
das Buch ist noch vorrätig.

Nicole Eick, "ABFALL"
ISBN 978-3-938175-78-1
geb. Ladenpreis 24,80 Euro
mehr ...
14.00 Uhr Die Angst vor
der Wiederkehr der Deutschen Mark
Die Prognos AG in Basel, die
sich in der schwierigen Kunst übt, Prognosen für die
Zukunft zu erstellen, ist im Mehrheitsbesitz der deutschen Holtzbrinck
Gruppe. Die Holtzbrincks machen Meinung. Wie Wikipedia zu berichten
weiß, machten sie das auch schon 1933 bis 1945, unter anderem
mit den Zeitschriften der Deutschen Arbeitsfront "Schönheit
der Arbeit" und "Freude und Arbeit".
Wenn also die Prognos AG, Basel,
für die Bertelsmann Stiftung eine Prognose erstellt, dann
ist anzunehmen, dass die Bertelsmänner jemanden suchten,
der ihre Meinung wissenschaftlich untermauert und haben sich
dabei in freundschaftlicher Verbundenheit der Holtzbrincks bedient.
Das vorab.
Ergebnis einer jüngst
veröffentlichten, von der Bertelsmann Stiftung bei Prognos
in Auftrag gegebenen Studie sieht so aus, dass die Wiedereinführung
der DM in Deutschland uns alle teuer zu stehen käme.
200.000 Arbeitsplätze
gingen verloren, 1,2 Billionen Euro "Gewinn" (für
wen ?) würden entfallen und je Einwohner würde das
jährliche Einkommen um 1.100 Euro niedriger ausfallen.
(Das alles allerdings erst 2025, bzw. in Summe bis 2025, doch
das gibt halt schöne große Zahlen ...)
Das sei aber nur eine Modellrechnung,
in Wirklichkeit käme es nämlich noch schlimmer: Zusammenbruch
der Währungsunion und Weltwirtschaftskrise!
Ich mag nicht den geringsten
Zweifel daran anmelden, dass diese Prognose mit hochwissenschaftlichen
Methoden hergestellt wurde, dass Großrechner mehrer CPU-Minuten
dafür verbraucht haben, aus gegenwärtigen Fakten und
den von den Forschern vorgegebenen Annahmen so lange zu rattern,
bis das nun vorliegende Ergebnis ermittelt war.
Ich hege jedoch erhebliche
Zweifel daran, ob die in die Berechnungen eingeflossenen Annahmen
auch nur annähernd mit dem übereinstimmen, was die
Zukunft für ein Deutschland mit DM statt Euro bringen würde.
Ich hege noch mehr Zweifel
daran, dass ein Zusammenbruch des Euro-Systems zwingend zu einer
Weltwirtschaftskrise führen muss. Wir stehen mit dem Euro
und dem Dollar und dem Yen vor dem Zusammenbruch des Weltfinanzsystems.
Die Ursachen dafür liegen
in der Fehlkonstruktion des Geldes - und vor allem darin, dass
die Geldversorgung der Volkswirtschaften keine hoheitliche Aufgabe
ist, sondern privaten, gewinnorientierten Unternehmen überlassen
wurde.
Daran würde allerdings
eine einfache Rückkehr zur DM wenig ändern, außer,
dass uns die Kosten des Zusammenbruchs weniger hart treffen würden,
weil all die Lasten, die uns von den übrigen Euro-Staaten
bereits aufgelastet wurden und noch aufgelastet werden werden,
um so geringer ausfielen, je früher die DM wieder gesetzliches
Zahlungsmittel in Deutschland wäre.
Doch wenn mit der Rückkehr
zur DM auch eine radikale Reform des Geld- und Finanzwesens einherginge,
würde uns der Zusammenbruch von Wall Street und City of
London weit weniger hart treffen.
Mitte letzten Jahres habe ich
mich, unentgeltlich und ohne Großrechnerkapazitäten
zu nutzen, daran gewagt, die Zukunft Europas unter unterschiedlichen
Euro-Ausstiegs-Szenarien zu prognostizieren.
Hier, zur Erinnerung, noch
einmal der Link zum Paukenschlag
Hilfreich zum Verständnis
der Misere sind zwei Bücher aus dem EWK-Verlag:
- Falschgeld - Die Herrschaft
des Nichts über die Wirklichkeit (Samirah Kenawi)
- Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre Band III, Über das
Geld (Egon W. Kreutzer)
beide HIER zu finden.
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29. April 2013 28.
April 2013 27. Aprile 2013 26. April
2013 25.
April 2013
11.00 Uhr Böse Falle
- deutsche Islamisten im Kampf gegen Assad
Dr. Hans-Peter Friedrich, Innenminister
der Bundesrepublik Deutschland, steckt in der argumentativen
Zwickmühle.
Da sitzt in Syrien ein Herr
Assad, den die westliche Wertegemeinschaft - aus allerlei nicht
nachvollziehbaren Erwägungen heraus - gerne los wäre.
Und dann ...
Und dann muss der deutsche Innenminister, Dr. Hans-Peter Friedrich
zugeben, dass es sich bei den Rebellen in Syrien um Terroristen
handelt.
Wie er versucht, diese böse Falle argumentativ zu umschiffen,
und was mir dazu sonst noch eingefallen ist, lesen Sie hier:
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24. April
2013
09.00 Uhr Schikane oder
Arbeitgeberrecht
Dass eine Arbeitsvermittlerin
einen eigenen Blog betreibt und dabei nicht nur Kritik an wesentlichen
Teilen ihrer Beschäftigungsgrundlage (Hartz IV) übt,
sondern auch noch Tipps für Arbeitssuchende ins Netz stellt,
die möglicherweise als Betriebsgeheimnisse unter die Verschwiegenheitsklausel
im Arbeitsvertrag fallen, kann einen Personalchef schon verärgern.
Wo kämen wir denn da hin?
"Zivile" Mitarbeiter der katholischen Kirche müssen
schon gehen, wenn sie nicht ganz auf der Linie katholischer Moralvorstellungen
liegen ...
Dass das JobCenter Hamburg
die Mitarbeiterin Inge Hannemann nun vom Dienst freigestellt
und des JobCenters verwiesen hat, ist also unter rein arbeitsrechtlichen
Gesichtspunkten sicherlich zu vertreten. Da wird Frau Hannemann
auch vor dem Arbeitsgericht schlechte Karten haben.
Dennoch können wir über
diesem Fall nicht einfach die Akten schließen.
Der Hartz-IV-Dschungel, ein
undurchdringliches Gesetzesgestrüpp, mit dem die Umwandlung
Deutschlands in ein Niedriglohnland mit Macht vorangetrieben
wird, hat sich fraglos zu einem Zwangs- und Saktionierungs-Instrument
entwickelt, in dem die Unwissenheit der Betroffenen und die verwirrende
Vielfalt und Widersprüchlichkeit der Regelungen anscheinend
gewollt ist, um die Ziele der Arbeitsmarktreformen mit geringstmöglichem
Widerstand durchsetzen zu können.
Und den Beruf des Hartz-IV-Beraters gibt es nicht, obwohl der
wichtiger und für die soziale Gerechtigkeit im Lande wohl
dienlicher wäre als der Beruf des Steuerberaters. Verständlich
-weil damit, auch für den qualifiziertesten Arbeitsrechtler,
nichts zu verdienen wäre.
Wer hier helfen will, muss
das unentgeltlich tun. Wie z.B. Harald Thome, der mit seinem
kostenlosen Newsletter schon viele gute und nützliche Informationen
verbreitet hat.
Das CHAOS JobCenter oder ARGE
lernen nur diejenigen kennen, die als "Kunden" vorgeladen
und für das geringste Versäumnis mit Sanktionen überzogen
werden.
Ansonsten bleiben die Vorgänge
in den ehemaligen Arbeitsämtern so geheim, wie die Zustände
in kirchlichen Internaten, wo es auch immer erst nach Ablauf
der Verjährungsfristen zu zaghaften Aufklärungsversuchen
kommt, während man sich, im akuten Fall, auch in Kenntnis
eklatanten Fehlverhaltens, hinter der Fassade von Nächstenliebe
und Heilsversprechen verborgen hält.
Die Petition zu Gunsten von
Frau Hannemann, unten verlinkt, wird voraussichtlich ohne Folgen
bleiben. Dennoch sollten sich möglichst viele dieser Petition
anschließen, um den Verantwortlichen zu zeigen, dass es
mündige Bürger gibt, die undemokratische Zustände
und Verhaltensweisen kritisieren.
Noch sehr viel mehr allerdings
sollten sich diejenigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der
Arbeitsverwaltung zu Wort melden, die ihren Job nicht als Spielwiese
zum Ausleben sadistischer Neigungen verstehen, sondern zwischen
Gesetzen, Vorschriften, Anweisungen und Zielvereinbarungen einerseits
- und der blanken Not derjenigen Menschen, die sie damit traktieren
müssen, psychisch und physisch aufgerieben werden.
Isabel Horstmann, Germanistin
mit Doktortitel, die aus der Arbeitslosigkeit heraus zur Bewerbungstrainerin
gemacht wurde, hat diesen Schritt gewagt, sich offen gegen die
für sie unerträglichen Zustände gestellt und ihre
Erlebnisse und ihre Schlussfolgerungen als Buch veröffentlicht.
|
23. April
2013
15.10 Uhr Rezension zu GLOCALIS,
Interview mit dem Autor Karl Waldecker
GLOCALIS, die Vision einer
besseren Welt, als 550-Seiten-Buch im EWK-Verlag erschienen,
zieht Kreise.
Michael Poost, der Betreiber
der Website aristo-blog, gehört zu den ersten Rezensenten
- und er hat bei diesem Buch keine Mühe gescheut.
Erst hat er aus dem Lesen und
Mitdenken heraus eine recht umfangreiche Rezension geschrieben,
dann hat er zudem ein Interview
von mehr als einer Stunde Dauer mit dem Autor geführt, und
dieses online gestellt.
Als Verleger freue ich mich
natürlich sehr über dieses Interesse und möchte
auch Ihnen die Gelegenheit geben, Rezension und Interview kennen
zu lernen.
12.05 Uhr Fünf
nach zwölf für Ulli Hoeneß
Es passt gut in die Zeit.
Wenn auf Zypern die Kontenstände
per EU-Beschluss radikal reduziert werden, wenn dies auch allen
anderen Bürger der Euro-Zone droht, dann braucht es ein
Zeichen, dass es nicht immer nur die Kleinen trifft, sondern
auch mal einen Prominenten.
Dass die Wahl für das
zu statuierende Exempel auf den Bayern-Präsidenten gefallen
ist, ist vermutlich auch kein Zufall. Irgendjemandem wird er
schon so lästig geworden sein, dass er sich seinen Platz
auf der Abschussliste verdient hat.
So wie weiland Zumwinkel oder
Papa Graf, die sich einfach auch nicht an die Spielregeln halten
wollten.
Es ist nicht Mitleid, dass
mich beschleicht, wenn ein Steuersünder erwischt und vorgeführt
wird, es ist ein Gefühl der Übelkeit, das daher rührt,
dass man uns einen Einzelfall vorführt,
noch dazu einen, der mit sehr
viel Emotionen unterschiedlichster Art verknüpft ist, weil
da eben ein ebenso abgöttisch geliebter wie abgrundtief
gehasser Ballspielverein mit vorgeführt wird,
und glaubt, damit sei die Volksseele
wieder einmal beruhigt und vom Walten der Gerechtigkeit überzeugt.
Unsere gesamte Steuersystematik
begünstigt hohe und höchste Einkommen sowie hohe und
höchste Vermögen.
Den Löwenanteil der Staatseinnahmen
holt sich der Fiskus aus den Verbrauchssteuern - und den Löwenanteil
der Verbrauchssteuern zahlen die "kleine Frau" und
der "kleine Mann".
Jeder Harz-IV-Empfänger
zahlt - in Relation zum Einkommen - kräftiger an der Mehrwertsteuer
mit als ein DAX-Vorstand.
Und jede Senkung des Einkommensteuertarifs
wirkt sich bei denen mit den höchsten Einkommen stärker
aus als bei jenen, die man angeblich vorrangig entlasten will.
Vermögenssteuer wird nicht
mehr erhoben. Das ist zu kompliziert.
Einkommen aus Kapitalvermögen unterliegen einer Pauschalbesteuerung
zum besonders günstigen Steuersatz.
Das Großkapital schreibt seine Gewinne da, wo die niedrigsten
Steuern fällig werden, und Doppelbesteuerungsabkommen gewähren
Sicherheit vor dem Zugriff des deutschen Fiskus.
Dies alles sind Gesetze, die
von unseren Volksvertretern zum Wohle der Reichen erlassen wurden.
Dass es zugleich Gesetze zum Schaden der weniger Betuchten sind,
weil die Staatsfinanzierung eben immer mehr auf die schwächeren
Schultern verlagert wird, bzw. staatliche Leistungen, die den
Schwächeren zugute kamen, aus Geldmangel gestrichen werden,
das fällt weit weniger auf.
Das geplante Steuerabkommen
mit der Schweiz, war und ist ein Witz. Und nun erzählt man
uns, Hoeneß hatte mehr bezahlen müssen, wenn dieses
Abkommen, dass von der Opposition zu Fall gebracht wurde, in
Kraft getreten wäre?
Ein vordergründiges Lügengespinst.
Dieses Abkommen hätte
Anonymität garantiert.
Die Steuerhinterziehung zu dem Zeitpunkt, als das Vermögen
in die Schweiz transferiert wurde, wäre nie ans Licht gekommen.
Es soll doch niemand glauben, dass es sich bei den geheimen Schweizer
Konten ausschließlich um Geld handelt, das irgendwann als
Einkommen versteuert wurde, dass also nur die zwischenzeitlich
gutgeschriebenen Zinsen nicht versteuert wurden. Dann hätte
der Fiskus ja Kenntnis gehabt.
Und so wie der Fiskus bei Otto
Normalbürger schon mal nachfragt, was denn aus dem Verkaufserlös
der Eigentumswohnung geworden ist, wenn im Folgejahr keine Kapitalerträge
in der Steuererklärung auftauchen, so hätte der Fiskus
auch nachfragen können, was denn aus den versteuerten Einkünften
in Millionenhöhe geworden ist.
Ein Staat, in dem die Sorge
um die Kapitalflucht größer ist als die Sorge um die
Erziehung und Bildung der Kinder, ein Staat, der Investoren mit
großzügigen Subventionen anlockt und die dann von
den Mehrwertsteuerzahlern wieder einsammelt, weil die Investoren
schon wissen, wie sie ihre Gewinne ganz legal an der Steuer vorbei
einfahren, ist, was seine Aussagen zur Steuergerechtigkeit angeht,
schlicht unglaubwürdig.
Und da hilft es auch nichts,
einen Wurstwarenfabrikanten und Fußballclubpräsidenten
als Zeichen des ernsthaften Willens, daran etwas zu ändern,
dem Publikum zum Fraß vorzuwerfen.
Die Hebel und Stellschrauben,
die wirklich zu mehr Steuergerechtigkeit führen würden,
sind von einer dicken Staubschicht bedeckt. Da greift so schnell
keiner hin.
Die Frage, warum das so ist,
ist auch leicht zu beantworten.
Versuchen Sie es mal.
Mail an ewk@egon-w-kreutzer.de
|
Sehr
geehrter Her Kreutzer,
das Ablenkungsmanöver
Uli Hoeneß ist doch schon jetzt gelungen.
Wer nimmt
noch Notiz vom G20-Gipfel bei dem Herrn Schäuble der Wind
gehörig entgegen blies? Auch die für die CDU / FDP
etwas ungelegene Medienpräsenz der (unsäglichen) AfD
konnte etwas unterdrückt werden.
Dann der Rechenfehler der Starökonomen Reinhart/Rogoff
zum Verhältnis Staatsverschuldung zum BIP. Für alle
die diese Vorgabe ernsthaft geglaubt haben muss doch eine Welt
zusammen gebrochen sein, aber was war in den Medien zu hören/
lesen?
So gut wie
nichts, man hätte ja
1. Zugeben
müssen das man sich geirrt hat
2. Seine Meinung revidieren müssen
3. Die seit nun etlichen Jahren verfolgte (falsche) Wirtschaftspolitik
revidieren müssen
Dann also
lieber weiter wie bisher, frei nach dem Buch von Carol Tavris
/ Elliot Aronson Ich habe recht, auch wenn ich mich irre.
Einen schönen
Tag noch
Und beste
Grüße
Manfred Brand
|
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22. April
2013
10.30 Uhr Freie Wähler
Während Neocon Lucke mit
seiner Alternative für Deutschland für medialen Wirbel
sorgt, bleibt eine andere Partei, die sich nun ebenfalls um den
Einzug in den Deutschen Bundestag bewirbt, weitgehend unbeachtet.
Schade eigentlich!

Kaum jemand kennt Christian
Hanika, den jungen Spitzenkandidaten der Freien Wähler,
der auf Listenplatz 1 antritt, um dort jene bajuwarischen Eigenschaften
zu vertreten, die von der Staatspartei CSU weniger deutlich in
den Vordergrund gestellt werden.
Hanika war gestern Abend in
Elsendorf, genauer gesagt im Ortsteil Ratzenhofen, wo die Freien
Wähler Elsendorf ihre Jahreshauptversammlung hatten. Als
Elsendorfer Neubürger hatten sie mich eingeladen, dort als
Gast
einen Einblick ins Innenleben ihrer Partei zu gewinnen - einer
Partei, die sich immer noch ganz überwiegend als eine -
im besten Sinne - basisdemokratische Kraft versteht, die ihre
Kernkompetenz im kommunalen Bereich hat und da, wo die Bürgermeister
aus ihren Reihen kommen, bei allen Projekten in einem bemerkenswerten
Maße echte Bürgerbeteiligung ermöglicht, ja geradezu
einfordert. Anders ausgedrückt: Es entsteht der Eindruck,
dass es den Freien Wählern weit mehr um Sachthemen geht
als um Machtgewinn oder Machterhalt, was auch dadurch zum Ausdruck
kommt, dass den Freien Wählern der Begriff "Fraktionszwang"
fremd ist. Ein schöner Pragmatismus, der es zulässt,
dass alle guten Ideen umgesetzt werden können - ganz egal,
wer sie in die Diskussion eingebracht hat.
Das hat sich in Bayern herumgesprochen.
Hier, im Landkreis Kelheim, stammen daher inzwischen 10 von 24
Bürgermeistern aus den Reihen der Freien Wähler ...
Bundespolitisch haben sich
die Freien Wähler einen wichtigen Schwerpunkt gesetzt: Sie
wollen Europa vorwärtsbringen. Als ein Europa der Nationen
und der regionalen Eigenständigkeit - und sie sehen im Euro,
so wie er gestaltet ist, und in der Euro-Rettungspolitik, die
den betroffenen Schuldenstaaten per Spardiktat die Luft abdreht,
während wir - entgegen den Maastricht-Verträgen - dafür
in die Haftung genommen werden, eines der Haupthindernisse für
eine wahre europäische Einigung.
Also: Wenn ich am 22. September nur zwischen dem Euro-Gegner
Lucke und dem Euro-Gegner Hanika zu wählen hätte, dann
fiele meine Wahlentscheidung ganz klar auf die Freien Wähler.
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21. April
2013
Julies Bild vom
Sonntag
.
Wolfgangs Bild vom
Sonntag
. |
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20. April 2013
15.00 Uhr Was so alles passiert
ist
Es war viel los, diese Woche.
Doch es gab drei unglaublich wichtige Ereignisse, hinter denen
in der medialen Welt alles andere zurückzutreten hatte.
Wir wissen also alles über
die Nichteinführung der Frauenquote. Tagelange Berichterstattung über Peanuts-Thema
hat drei wichtige Politikerinnen wieder mal in die öffentliche
Erinnerung geholt. Es ist ja Wahlkampf.
Wir wissen alles über
den Kampf um drei Sitzplätze
in einem Gerichtssaal in München, eine absolute Null-Meldung,
aufgeblasen zur Tragödie. Welch ein Thema!
Wir wissen alles über
die siegreiche Saison des FC Bayern München - und ein bisschen was über die
Steuerersparnis von Ulli Hoeneß. Tagelange begeisterte
Sportberichterstattung hat wieder einmal bestätigt: Das
Volk braucht nichts als Brot und Spiele.
Und wenn nicht in den USA eine Düngemittelfabrik
mit vielen Toten und Verletzten in die Luft geflogen wäre
(Meldungen eher nebenbei) und außerdem in Boston drei Menschen
infolge eines Sprengstoffanschlags gestorben wären (Medienbeherrschendes
Thema) und Bundespräsident Gauck nicht fast von einer nicht
explosiven Briefbombe zerrissen worden wäre (Trittbrettfahrerthema,
mal einfach einen harmlosen Brief sprengen und großes TamTam
drum machen) -
dann hätten Frauenquote, NSU-Prozess und Bayern
München hätten auch gereicht, um den Informationsauftrag
des öffentlich rechtlichen Rundfunks zu erfüllen.
Der mehrfach mißglückte
Versuch der Italiener,
wenigstens einen neuen Staatspräsidenten zu wählen,
wenn schon keine Regierung zustande zu bringen ist, war kaum
eine Meldung wert.
Ein Erdbeben im Iran, ja da war was.
Ein sehr schweres Erdbeben
in China, über
hundert Tote und fast 20.000 Vermisste? Nicht so wichtig. Es
gibt ja genug Chinesen.
Unsere EU-Sonder-Mitglieder in London klagen vor dem Europäischen
Gerichtshof gegen die Finanztransaktionssteuer. Zeugt von gutem
europäischen Geist, denken sich die Banker zwischen Lissabon
und Riga. Einer für alle. Der EuGH wird schon das Haar in
der Suppe finden ...
Der Dreamliner hat neue Batterien bekommen und darf
wieder fliegen.
In Venezuela hat schon wieder ein Linker die Präsidentschaft
inne. Nee - das muss auch niemand wissen.
Die Linke hat ihr Wahlprogramm
vorgestellt. Nichts
Neues: Die sind immer noch gegen den Krieg und gegen Waffenexporte
und wollen die Reichen stärker besteuern und die Hartz-Gesetze
zurückschrauben. Wen interessiert das schon?
Deutsche Haushalte sind
reicher und ärmer als die anderer EU-Länder. Ärmer sagt die EZB, reicher
sagt Frau Merkel. Frau Merkel hat sich noch nie geirrt, die EZB
irrt sich immer wieder - vor allem über die Wirksamkeit
von Rettungsschirmen befindet sich die EZB im Dauerirrtum. Glauben
wir also Frau Merkel, da sind wir a) auf der sicheren Seite,
und b) fühlen wir uns auch besser. Und darum geht es ja,
uns das gute Gefühl zu vermitteln, besser zu sei. Leider
wurde auch dieser Merkelspruch von der Terrorpanik in den USA
total verschüttet.
OPEL wird in Bochum nun endgültig wieder einmal keine
Autos mehr produzieren.
Dafür bauen BMW, Audi und VW ein Werk nach dem anderen in
China.
Medizin-Forscher haben im Feinstaub und Lärm der
Städte eine Ursache für Arterienverkalkung entdeckt,
doch niemand weiß, wie man den Lärm und den Feinstaub
oder die Menschen aus den Städten rausbringen könnte.
Da helfen die von Himmelsforschern entdeckten, beiden, möglicherweise
noch jungfräulichen, erdähnlichen Planeten auch nicht
weiter, denn auch hier weiß niemand, wie man da hinkommen
könnte.
Und Schäuble will.
Und zwar will er Bankkunden grundsätzlich für die
Fehler (?) der Manager ihrer Banken mit in die Haftung nehmen.
Gute Idee! Dann ruinieren wir Spekulanten künftig mal ganz
gezielt eine Bank, schiebend die Gewinne selbstverständlich
auf eine andere, und lassend den Schaden vom Rest der Bankkunden
ersetzen. Und das machen wir dann so lange, wie andere noch Geld
auf Banken liegen haben.
An dieser Stelle breche ich
die Aufzählung ab.
Angefangen hab ich sie sowieso
nur, weil mir die Worte NSU-Prozess, Frauenquote und FC Bayern
in dieser Woche einen mittelschweren Brechreiz eingebracht haben.
Danke, liebe Medien, für
die umfassende Berichterstattung!
Und für den Murks wollt
ihr dann auch noch per Scheissdungsnutzrecht Lizenzgebühren
haben?
Nicht von mir:
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Hinweis
zum Leistungsschutzrecht
Diesem
Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen
Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus
Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie
dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für
die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten
Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder
ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe
des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein
könnten.
Presseverlage, die in diesem Text
eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich,
mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren.
Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis
auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung
ersetzt.
Abmahnungen ohne den vorherigen
Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren. |
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19.
April 2013
13.00 Uhr Politik im Spiegel
Vor etwa einem Jahr drückte
ich an dieser Stelle mein Bedauern darüber aus, dass der
Blog "Mein Politikblog" nicht mehr weitergeführt
wird.
Julie Engel, die Betreiberin
dieses Blogs, hatte sich damals entschieden, nur noch ihren ehrenamtlichen
full-time-job als Chef-Admin von Net-News-Express wahrzunehmen
und schweren Herzens die eigene Seite aufzugeben. Für beides
zusammen reichte der 12- bis 14-Stunden-PC-Arbeitstag einfach
nicht mehr aus.
Seit ein paar Tagen ist alles
wieder anders.
Mit dem neuen Blog "Politik
im Spiegel" ist Frau Engel nun wieder selbst im
Web vertreten. Die Zahl der täglichen Einträge kommt
zwar lange nicht an das heran, was NNE täglich so online
stellt, doch die Einträge auf "Politik im Spiegel"
sind dafür auch wieder von handverlesener Qualität.
Wer die neue Seite besucht, muss nicht 200 Teaser zu nebensächlichen
oder zweifelhaften Beiträgen lesen, um das Wichtige und
Interessante herauszufiltern - er findet direkt zu den brandaktuellen
Artikeln aus der Szene des kritischen Internet-Journalismus.
Empfehlenswert!
- Noch etwas möchte ich
Ihnen empfehlen, ein wichtiges, hochinteressantes Buch:
-
- Jörg Starkmuth,
Die Entstehung der Realität
-
- Das Beste und Umfassendste,
was ich je zum Thema "Bewusstsein und Wahrnehmung"
gelesen habe. Der Autor spannt einen weiten Bogen zwischen allen
Disziplinen, und bleibt dabei stets auch für den Laien verständlich.
-
- mehr ...
-
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18. April
2013
12.00 Uhr Paukenschlag und
mehr
Prof. Lucke - eine Alternative
für Deutschland?
Das ist der Titel des heutigen PaD 17 /2013. Nachdem die Partei
nun gegründet ist, habe ich eine vorläufige Einschätzung
der AfD, ihrer Ziele und Chancen abgegeben.
- In diesem PaD gehe ich auch
noch einmal auf der so genannten "Hamburger Appell"
ein, zu dessen Initiatoren neben Straubhaar und Funke auch Lucke
gehörte. Damals habe ich das so kommentiert:
- Weil die AfD zudem als eine
Partei der Experten antritt, erinnerte ich mich auch an den PaD
9 /2007, in dem ich den Unterschied zwischen Ex- und Drecksperten
aufgezeigt habe:
- Ja - und dann hab ich da noch
ein "Schmankerl" für Sie:
- Kreutzer hören statt
lesen.
-
- Vor ein paar Tagen führte
Frank Meyer, n-tv Börsenexperte und Betreiber der Webseiten
"Metallwoche" und "Bankhaus Rott&Meyer"
ein Telefoninterview mit mir. Es ging eine halbe Stunde kreuz
und quer durch alle aktuellen Themenbereiche, hier können
Sie 'reinhören:
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17. April
2013
11.30 Uhr Grundsatzfragen
Ein sehr zutreffender Artikel
aus der Online Ausgabe der Zeitschrift "Junge Welt"
und die Frage eines Besuchers meiner Seiten ergänzen sich
so schön, dass ich beides hier in einen Zusammenhang stellen
möchte.
Die Frage des Besuchers lautete
(verkürzt): Stimmt es, dass die Banken Geld aus dem Nichts
schaffen?
Der Artikel der Jungen Welt
(unten verlinkt, lesenswert!) beschäftigt sich mit der Euro-
und Finanzkrise und speziell der Rolle der japanischen Zentralbank,
die ja erklärtermaßen die Welt mit Yen fluten will.
Die Grundsatzfrage, die hier
von beiden berührt, aber nicht angesprochen wird, lautet:
Warum ist Geldschöpfung
durch ständige Ausweitung der Verschuldung eigentlich erforderlich?
Wenn Banken Kredite vergeben,
erhöht sich die im System verfügbare Liquidität.
Wenn Bankkredite getilgt werden, geht dem System Liquidität
wieder verloren. Es wird ja kein "materieller Wert"
erzeugt, sondern lediglich ein "Zahlungsmittel" erzeugt,
mit dem der Tausch von Waren und Leistungen entkoppelt
wird.
Der Kreditnehmer bezahlt einen Lieferanten mit Geld aus einem
Kredit. Hat also dem Lieferanten gegenüber keine eigene
Leistung erbracht, sondern nur gegenüber seiner Bank das
Versprechen abgegeben, die erforderliche Leistung in den nächsten
Monaten seinem Arbeitgeber gegenüber zu erbringen und daraus
den Kredit zu tilgen.
Dieser Vorgang ist abgeschlossen,
wenn der Kredit getilgt ist. Die Liquidität ist damit wieder
verschwunden.
Dummerweise verschwindet Liquidität
aber auch mit jedem Sparvorgang. Wer also mehr Gewinne einfährt,
mehr Zinsen kassiert, mehr Gehalt erhält, als er selbst
wieder konsumiert oder realwirtschaftlich investiert und Geld
"anlegt", mindert die Liquidität, was dazu führt,
dass nicht mehr alle Kredite aus der vorhandenen Geldmenge termingerecht
getilgt werden können.
Vermögensbildung in auf
"Geld" lautenden Anlagen bringt also die Schuldner
in Schwierigkeiten.
Schwierigkeiten, die sich nur
auflösen lassen, wenn zusätzliche Liquidität geschaffen,
wenn also neue Kredite vergeben werden - oder wenn die Sparer
ihr Erspartes wieder in die Realwirtschaft zurückgeben würden,
also einkaufen oder spenden oder gleich Geld verschenken, was
sie allerdings für gewöhnlich nicht oder nur in unzureichendem
Maße tun.
Also muss die Kreditvergabe
ausgeweitet werden. Das Problem wird dadurch nicht gelöst,
denn auch aus der neu geschaffenen Liquidität werden wieder
Mittel in die Guthaben fließen ...
Genau genommen ist das ein
Schneeballsystem, in dem an der Basis (Bevölkerung, Realwirtschaft)
immer gerade so viel Liquidität durch neue Kredite zugeführt
wird, dass die Spitze (Anleger, Spekulanten) über ihre Saugnäpfe
(Zinsen, Gewinne, Mieten und Pachten, Schutzrechte) weitere Ersparnisse
bilden kann.
Die Ausweitung der Kreditvergabe
ist aber davon abhängig, dass die Banken gutgläubig
darauf vertrauen, dass das wachsende Kreditvolumen auch mit den
ebenfalls wachsenden Zins- und Tilgungsleistungen bedient werden
kann.
Das kann aber nicht gelingen,
wenn die Wirtschaftsleistung auf ihrem bisherigen Niveau verharrt.
Wo soll da noch das Geld für weitere Zinsen herkommen, wenn
es sowieso schon nicht reicht.
Also erzwingt das Geldsystem
"Wirtschaftswachstum", ein Wachstum, das inzwischen
unsinnige Ausmaße annimmt - und sich vor allem auch da
austobt, wo die erzeugten Waren und Leistungen immer unsinniger
werden - nämlich durch beschleunigte Produktlebenszyklen,
eingebaute Schwachstellen und rasant wechselnde Moden - alles
auf den Bereich der Bevölkerung gezielt, der noch einigermaßen
wohlhabend ist, während die Bedürfnisse der wachsenden
Zahl der Ärmeren nicht mehr als Möglichkeit zur Produktionsausweitung
angesehen werden, weil sich an den Armen eben nichts verdienen
lässt.
Arbeitskraft, die reichlich
vorhanden wäre, bleibt brach liegen, auch junge, gut ausgebildete
Menschen werden in die Armut getrieben, weil es sich einfach
nicht lohnt, sie wenigstens das produzieren zu lassen, was sie
selbst brauchen.
Und sich selbst organisieren,
sich selbst versorgen, das können sie nicht weil ihnen niemand
das Geld gibt, das sie für den Start bräuchten, denn
sie sind nicht kreditwürdig (heißt: Man kann nichts
an ihnen verdienen) und weil ihnen niemand den "Platz"
zur Verfügung stellt, an dem sie wirtschaften könnten.
Also vollzieht sich mit dem
Wachstum der Wirtschaft das Wachstum der Vermögen, während
die Bevölkerung immer tiefer in die Armut, ins Prekariat,
in die Hoffnungs- und Aussichtslosigkeit getrieben wird.
Das alles ist das Wirkungsprinzip
eines Geldsystems, dessen Wachstumszwang auf einem endlichen
Planeten an seine Grenzen gestoßen ist. Wie ein Krebsgeschwür,
gegen das sich das Immunsystem nicht zur Wehr gesetzt hat, hat
sich das falsch konzipierte und weitgehend unregulierte Kreditgeldwesen
durch alle Kontinente gefressen.
Nun stehen die parasitäre
Krankheit und der Wirtskörper vor dem Zusammenbruch.
Es wäre ein Leichtes,
die Krankheit zu heilen. Nur diejenigen, die das vermöchten,
nämlich die gewählten Politiker - nicht Kommissare
oder Fed- bzw. EZB-Direktoren - erscheinen mir immer noch mehr
als Teil des Problems, denn als Therapeuten.
Wie die Lösung aussehen
könnte? In der linken Spalte "Alles über das Geld"
- "Das Wesen des Geldes Artikelübersicht" können
Sie es nachlesen, oder gleich in "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre,
speziell Band III und IV (EWK-Verlag)
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Hinweis
zum Leistungsschutzrecht
Diesem
Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen
Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus
Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie
dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für
die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten
Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder
ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe
des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein
könnten.
Presseverlage, die in diesem Text
eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich,
mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren.
Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis
auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung
ersetzt.
Abmahnungen ohne den vorherigen
Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren. |
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16. April 2013
09.00 Uhr Feiger Drohnen-Anschlag
in Pakistan
Nahezu unbemerkt von der Weltöffentlichkeit
starben am Sonntag im Nordwesten Pakistans mindestens vier Menschen
bei einem heimtückischen Drohnenattentat. Weitere wurden,
zum Teil schwer, verletzt.
Von bisher noch unbekannten
Tätern wurden mindestens drei Raketen auf ein Haus abgefeuert.
Bei den Opfern handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um Zivilisten,
ein eindeutiges Indiz für einen Terroranschlag.
Fiktion:
Der pakistanische Präsident
Asif Ali Zardari verurteilte den Anschlag auf's Schärfste
und kündigte an, die Täter erbarmungslos zu jagen und
zu bestrafen.
Er erinnerte daran, dass
nach vorsichtigen Schätzungen in den letzten 10 Jahren mindestens
1.900 Pakistanis durch derartige Anschläge den Tod fanden,
während andere Schätzungen von bis zu 3.000 Opfern
ausgingen. Über die Zahl der Verletzten und Traumatisierten
würden schon gar keine Aufzeichnungen mehr geführt.
Zardari führte weiter
aus, mit dieser Anzahl von Opfern sei die WTC-Marke an Todesopfern
erreicht, von nun an werde Pakistan - nach dem Vorbild der USA
unter George W. Bush - einen erbarmungslosen Kampf gegen den
Terror und die Terroristen führen. Dabei könne auch
der entschlossene Einsatz von Bodentruppen gegen die Stützpunkte
der Terror-Organisation in den Nachbarländern nicht ausgeschlossen
sein.
Ende der Fiktion.
Boston, 15. April 2013 -
3 Tote bei Bombenexplosionen
Ein Krieg ist eine fürchterliche
Sache. Im Krieg getötete Menschen sind bedauerliche Opfer.
Ihren Angehörigen gehört mein tiefes Mitgefühl.
Unabhängig davon, welcher Rasse sie angehören oder
wessen Staates Bürger sie sind.
Feige Angriffe aus dem Hinterhalt
gehören jedoch inzwischen zum festen Bestandteil der Kriegsführung,
auch Deutschland ist entschlossen, endlich mit bewaffneten Drohnen
aufzurüsten, um seiner Verantwortung in der Weltgemeinschaft
gerecht werden zu können.
Wenn es also ein Krieg ist,
- wenn er auch gegen "Unbekannt",
also gegenüber jedem, der verdächtig scheint, erklärt
wurde, und
- wenn er von beiden Seiten
mit der gleichen heimtückischen Taktik geführt wird,
- wenn die Kombattanten der
einen Seite am Computer sitzen und ihre tausende Kilometer entfernten
Feinde fast lautlos, fast unsichtbar aus großer Höhe
angreifen und unter Inkaufnahme von Kollateralschäden zu
Gefallenen und Verwundeten machen,
- während die Kombattanten
der anderern Seite unerkannt in ziviler Verkleidung ihre Bomben
installieren und sie dann per Handy fernzünden -
- wo ist da der Anlass für
eine derart weinerlich-empörte Berichterstattung, wie sie
gestern Abend begonnen hat und uns nun tage- wenn nicht gar wochenlang
aus allen Medien entgegenknallen wird?
Der krasse Gegensatz zu den Meldungen aus den Gebieten, in denen
die USA ihren Drohnenkrieg führen, in denen man ziviel Opfer
bestenfalls bedauert, jedoch als unvermeidich hinstellt, weil
letztlich nur der "Erfolg" zählt, wieder einen
der Anführer ohne eigene Verluste "erledigt" zu
haben, ist kaum noch zu ertragen.
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15. April
2013
09.30 Uhr Ode an das Vergessen (Chor
der SPD-Wähler)
Oh! Peer Steinbrück, Lichtgestalt
aus dem Nichts bist du erschienen.
Schenkst uns neu Zusammenhalt,
willst dem deutschen Volke dienen.
Über den "Ich-will-Kanzler-werden-Mann"
kann nichts Ernsthaftes geschrieben werden.
Die wenigen, die sich noch
erinnern können, dass es vor wenigen Tagen schon einmal
einen Peer Steinbrück in der SPD gab, erinnern sich auch
an das Märchen vom Wolf und den sieben Geißlein -
und da erübrigt sich jeder weitere Kommentar.
Diejenigen aber, die über
die Gnade des mikrominiaturisierten Kurzzeitgedächtnisses
verfügen, formieren sich heute unter dem flammenden "Wir"
und glauben felsenfest an das Gewinnen.
Doch wenn die Stimmen ausgezählt
sind, werden sie sich auch daran nicht mehr erinnern können.
Wie gesagt, es erübrigt
sich jeglicher Kommentar.
Ich leg mich lieber in die
Sonne.
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Hinweis
zum Leistungsschutzrecht
Diesem
Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen
Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus
Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie
dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für
die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten
Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder
ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe
des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein
könnten.
Presseverlage, die in diesem Text
eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich,
mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren.
Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis
auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung
ersetzt.
Abmahnungen ohne den vorherigen
Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren. |
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14. April
2013
Julies Bild vom
Sonntag
Wolfgangs Bild vom
Sonntag |
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13. April 2013
19.30 Uhr Nach kurzer schwerer
Krankheit im Datenbankhimmel gelandet
Der EWK-Verlag hat einige sehr
umsatzschwache Tage hinter sich.
Der in die Verlagsseite integrierte Online-Shop hat durch eine
Verkettung mehrerer unglücklicher Umstände sein Leben
ausgehaucht. Auch intensive Notfallmedizin konnte ihn nicht retten.
Doch seit einer halben Stunde
steht ein neuer Shop online.
Was ich (wirklich) jahrelang vor mir hergeschoben habe, weil
unter den "Shops von der Stange" keiner allen meinen
Anforderungen entsprach, das habe ich nun im Hau-Ruck-Verfahren
innerhalb von zwei Tagen und einer halben Nacht zuwege gebracht.
Es gibt einen neuen Online-Shop.
Mit Warenkorb (endlich!), mit
Download-Möglichkeit für E-Books, mit PayPal als zusätzlichem
Bezahlsystem und vielen weiteren schönen neuen Möglichkeiten.
Die ausführlich Beschreibung
der Titel ist noch unvollständig, doch das wird sich auch
bald ändern.
Neugierig?
Es gibt zwei Wege, um dahin
zu gelangen:
- Mir gefällt schon jetzt,
was dort eingerichtet ist, und ich hoffe, auch Sie finden sich
dort zurecht und kommen recht oft wieder.
-
- Mit den besten Wünschen
für ein schönes, deutschlandweit frühlingshaftes
Wochenende und meinen besten Grüßen
-
- Egon W. Kreutzer
|
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u u u p s ...
die Beiträge vom 1. März
bis zum 12. April sind im Nirwana verschwunden.
Dafür kommen aber auch
wieder neue.
Sie sind wieder da!
Da hat doch tatsächlich
ein Besucher meiner Seiten alles bei sich abgespeichert, was
verloren war und mir eine Kopie geschickt.
Herzlichen Dank an Peter Döring!
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-
12. April 2013
09.45 Uhr 820 Millionen
820 Millionen Mal geschah es im letzten Jahr, dass ein in Deutschland
praktizierender Arzt von einem Patienten besucht wurde. Pro Einwohner
und Jahr 10 Arztbesuche!
So krank kann man eigentlich gar nicht sein.
Und da heißt es in den Überschriften, es sei weniger
geworden. Deutlich weniger. 1995 seien es noch durchschnittlich
13 Arztbesuche gewesen ...
Gut, es gibt die so genannten "Chroniker", Menschen,
mit Krankheiten, bei denen regelmäßig mit Brief und
Siegel festgestellt wird, ob sich die Krankheit nun verschlimmert
oder verbessert hat, ob die Medikamentation beibehalten oder
umgestellt werden muss.
Wikipedia sagt, fast 20 % aller Menschen in Deutschland gelten
als chronisch krank, und im nächsten Satz: 80 % leiden an
chronischen Krankheiten und sterben zum Teil daran.
Als typische chronische Krankheiten werden beispielhaft (in alphabetischer
Reihenfolge) genannt:
Alkoholismus, Arteriosklerose, Asthma, bösartige Tumoren,
Colitis ulcerosa, COPD, Demenz, Diabetes mellitus, Epilepsie,
Endometriose, Gicht, Hypertonie, Koronare Herzkrankheit, Leberzirrhose,
Morbus Crohn, Multiple Sklerose, Parkinson, und Rheuma.
Wenn die zweite Aussage, mit den 80 % chronisch Kranker stimmt,
dann müssten im Prinzip alle über 20-jährigen
bereits chronisch krank sein und an einer der vorgenannten Krankheiten
leiden.
So krank ist aber unter Menschen zwischen 20 und 50 Jahren kaum
einer.
Nun ist es nach meiner Erinnerung so, dass Ärzten für
die Chroniker in ihrer Patientendatei ein zusätzliches Budget
zur Verfügung gestellt wird.
Ich habe in diesem Zusammenhang selbst erlebt, dass mich ein
Hausarzt fragte (wegen durchaus noch normaler - von ihm aber
bereits als bedrohliche Warnzeichen angesehener Zuckerwerte),
ob er mich als Chroniker führen darf.
Das habe ich selbstverständlich abgelehnt, und bin heute,
zehn Jahre später, weder insulinabhängig, noch faulen
mir die Beine ab, es gibt ja noch nicht einmal trockene Haut,
ununterbrochenen Juckreiz und ein ständiges Durstgefühl.
Hätte ich mich damals beeinflussen lassen, ich dürfte
wahrscheinlich wegen dieser chronischen Krankheit mindestens
6 mal jährlich beim Arzt erscheinen, mir Blut abzapfen lassen,
mir Laborergebnisse ansehen und mit Rezepten zur Apotheke laufen
und in ständiger Angst vor einer weiteren Verschlechterung
leben.
Stattdessen gehe ich durchschnittlich jährlich vielleicht
0,5 mal zum Arzt. Fühle mich an 99 % aller Tage gesund und
denke nicht daran, jedes "Zipperlein" zum Anlass zu
nehmen, besorgt beim Arzt aufzutreten.
Klar, mit dem Alter nehmen die Beschwerden zu, und ich kann mir
vorstellen, dass die meisten Rentner gut daran tun, durchaus
jeden Monat einmal einen Arzt aufzusuchen. Daraus könnten
dann rund 250 Millionen Arztbesuche resultieren.
Alle Übrigen, selbst wenn sie halbjährlich den Zahnarzt
in den Zahntaschen herumstochern lassen und regelmäßig
die anempfohlenen Vorsorgeuntersuchungen beim Hausarzt absolvieren,
und vielleicht einmal jährlich tatsächlich behandlungsbedürftig
krank sein sollten, dürften auf nicht mehr als 6 Arztbesuche
pro Jahr kommen - und sollten sich ansonsten vollkommen gesund
fühlen.
Da kommen also nochmals 350 Millionen Arztbesuche (davon 300
Millionen ohne vorhandenen Anlass) zustande.
Sind wir bei maximal 500 Millionen, und damit sollte es doch
eigentlich gut sein.
Doch was tut der Arzt, wenn er einen Verband gelegt oder einer
Medikament verordnet hat? Er befiehlt: "Kommen Sie in einer
Woche zum Nachschauen!"
In den meisten Fällen ein völlig überflüssiger
Gang. Wenn die Therapie keinen Erfolg zeigt, kommt der Patient
von alleine wieder - und wenn er den Eindruck hat, dass alles
besser wird - bzw. schon gut ist, dann würde er nicht auf
die Idee kommen, sich noch einmal vorzustellen, hätte der
Hausarzt nicht den Eindruck erweckt, von der Nachschau könne
sein Leben abhängen ...
Der beobachtete Rückgang hängt m.E. mit den dazu verbreiteten
Argumenten (mehr rezeptfreie Medikamente, bessere Vorsorge, speziell
beim Zahnarzt) nur geringfügig zusammen. Den Auschlag gibt
wohl eher die rapide verschlechterte Situation auf dem Arbeitsmarkt,
bei der sich jeder überlegt, wie viele Minuspunkte ihm jeder
Arztbesuch, jeder krankheitsbedingte Fehltag, im geheimen Teil
der Personalakte einbringen wird.
Dass es dennoch immer noch so viele Arztbesuche sind, hängt
meines Erachtens damit zusammen, dass das Vertrauen der Menschen
darin, die Unterscheidung zwischen "noch gesund" oder
"schon krank" für sich selbst zuverlässig
treffen zu können, mehr und mehr schwindet.
Und dafür sorgen nicht zuletzt die unendlich vielen Berichte
über alle möglichen Krankheiten, deren Verläufe
und Symptome, die vom kostenlosen Anzeigenblatt bis zur Premium-Illustrierten,
vom kleinen regionalen Privatsender bis zu den großen öffentlich-rechtlichen
Sendeanstalten ununterbrochen unters Volk gestreut werden.
Und jeder dieser Berichte macht den leicht beeinflussbaren Gesunden
Angst. Jeder dieser Berichte führt dazu, dass eine Vielzahl
von Menschen an sich selbst nach Symptomen und ersten Anzeichen
sucht, die meist so unspezifisch beschrieben sind, dass die Abklärung
durch den Arzt, zu der allüberall geraten wird, auch in
Anspruch genommen wird. Es kostet ja nichts. Wir sind ja krankenversichert
- und haben ein Recht darauf.
Und das ist bei den jungen Privatpatienten, die mit niedrigsten
Lockbeiträgen (weil die Kasse weiß genau, dass - und
wie lange sie gesund sein werden) die üppigsten Leistungen
in Anspruch nehmen dürfen, eher noch ausgeprägter als
bei den gesetzlich Versicherten, was natürlich deren Neid
und Missgunst hervorruft und zum trotzigen Ausruf: Meine Kasse
zahlt das auch!
Nun ja. Dann kostet das Gesundheitswesen halt, was es kostet.
Ist ja schließlich auch ein wichtiger Posten im Bruttosozialprodukt,
der um so stabiler als Stütze des Wachstums angesehen werden
kann, je mehr Chroniker erkannt, erfasst und zum regelmäßigen
Arztbesuch veranlasst werden können.
Ich finde, es ist eine Schande, bei Wikipedia lesen zu müssen,
dass 80 % aller Deutschen an chronischen Krankheiten leiden,
die - wie es heißt - nicht geheilt werden können.
Eine Schande für den gesamten Medizinbetrieb, einschließlich
der pharmazeutischen Industrie. Da fragt man sich schon: Was
tun die eigentlich? Woran forschen und arbeiten die? Warum wird
da nichts besser, wo doch die Medizin Jahr für Jahr so bedeutsame
Fortschritte macht?
Ein Glück, dass diese Zahl, wie immer sie zustande gekommen
sein mag, nicht das wiedergibt, was ich in meinem persönlichen
Umfeld wahrnehmen kann - sondern im Grunde nur in einem speziellen
Aspekt erläutert, wofür unser aller Krankenkassenbeiträge
verwendet werden.
Hinweis zum Leistungsschutzrecht
Diesem Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen
Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus
Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie
dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für
die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten
Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder
ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe
des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein
könnten.
Presseverlage, die in diesem Text eine Verletzung ihrer Rechte
aufspüren sollten, bitte ich, mich unverzüglich per
E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren. Der betreffende Textabschnitt
wird unverzüglich unter Hinweis auf den Rechteinhaber gelöscht
und durch eine andere Formulierung ersetzt.
Abmahnungen ohne den vorherigen Versuch einer gütlichen
Einigung werde ich nicht akzeptieren.
11. April 2013
17.00 Uhr Entstehung und Wachstum großer Vermögen
Der heutige Paukenschlag ist wieder einer der grundsätzlicheren
Art. Aktuell bietet sich ja gerade nichts an - und dass die Bayern
und die Borussia miteinander im Halbfinale stehen, das ist eher
etwas für die Sportredaktion, und die hab ich schon
vor vielen Jahren aufgelöst :-))
Doch in einer Zeit, in der alles darum geht, mit vereinten Kräften
die großen Vermögen zu retten, ist das Nachdenken
darüber, wie sie entstehen, warum sie wachsen - und wohin
es führt, wenn die Retterei so weitergeht, auch nicht uninteressant.
" PaD 16 /2013 Entstehung und Wachstum großer Vermögen
Betrifft EWK-Verlag,
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Sie können sich jedoch weiterhin unter www.ewk-verlag.de
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nicht vergessen!
10. April 2013
10.30 Uhr Der Fluch der Eurobonds - George Soros' Empfehlungen
Wenn einer der weltweit reichsten Spekulanten Ratschläge
erteilt, dann sorgt er sich ernsthaft - vermutlich in erster
Linie um das eigene Vermögen.
Und wenn Soros sich um sein Vermögen sorgt, dann haben tausende
von Großanlegern die gleiche Sorge, wenn sich tausende
Großanleger Sorgen machen, dann ist auch in den Vorstandsetagen
der Banken Alarmstimmung und wenn bei den Banken die Sirenen
heulen, dann sollten auch die Finanzminister aus dem Schlaf gerissen
werden und den sicheren Bunker aufsuchen, zu dem Soros den Weg
weist.
Klug hat er formuliert.
Entweder Eurobonds, oder Deutschland muss raus aus dem Euro.
Deutschland (ganz Deutschland - nein, nicht ganz Deutschland,
ein kleines galliges Dorf an der Spree) leistet dagegen aber
vehementen Widerstand. Alles, nur nicht raus aus dem Euro! Beim
Teutates!
Also kann Soros Rede nur als ultimative Aufforderung angesehen
werden, endlich die europäischen Schulden absolut zu vergemeinschaften
- die bereits bestehenden, und vor allem alle in Zukunft noch
aufzunehmenden.
Aus Sicht des Großanlegers und Spekulanten ist damit der
Großteil des Vermögens gerettet, weil gesamt-europäisch
- und damit in letzter Konsequenz vom deutschen Steuerzahler
besichert.
Der deutsche Steuerzahler wird damit den Gürtel noch drei
Löcher enger schnallen dürfen, was den Fortgang der
Privatisierung von Staatseigentum und den Eigentümerwechsel
bereits privaten Eigentums begünstigt, so dass der Umtausch
wertlosen Papiers in Sachwerte noch ein gutes Weilchen fortgesetzt
werden kann.
Und weil genau dies die aus dem Handeln ableitbare Strategie
der EU ist, wird Soros Rede den Druck auf Merkel und Schäuble
so weit erhöhen, dass die Zustimmung zu den Euro-Bonds vielleicht
doch noch vor der Wahl zu hören sein wird - und das dem
deutschen Michel als der Durchbruch verkauft wird, der uns allen
goldene Zeiten beschert, wählen wir im Herbst nur wieder
diese Regierung, weil Merkel, Schäuble und Rösler einfach
gezeigt haben, dass sie es können.
Was ich dazu weiter zu sagen habe, nämlich dass der Austritt
eines starken Landes aus dem Euro besser wäre, als weiter
zu retten, dass jedoch der Austritt eines oder mehrerer schwacher
Länder insgesamt noch günstiger wäre und dass
auch die komplette Auflösung des Euro-Systems keinesfalls
auf direktem Wege in die Katastrophe führen würde (gilt
alles für die betroffenen Volkswirtschaften, nicht jedoch
für die Spekulanten), steht seit Mitte letzten Jahres online
im Paukenschlag am Donnerstag No. 25 /2012
" Stich in die Euro-Rettungsblase
Hinweis zum Leistungsschutzrecht
Diesem Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen
Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus
Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie
dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für
die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten
Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder
ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe
des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein
könnten.
Presseverlage, die in diesem Text eine Verletzung ihrer Rechte
aufspüren sollten, bitte ich, mich unverzüglich per
E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren. Der betreffende Textabschnitt
wird unverzüglich unter Hinweis auf den Rechteinhaber gelöscht
und durch eine andere Formulierung ersetzt.
Abmahnungen ohne den vorherigen Versuch einer gütlichen
Einigung werde ich nicht akzeptieren.
9. April 2013
10.15 Uhr Endlagersuchgesetz
1962
Die Welt steht unmittelbar vor dem dritten Weltkrieg.
John F. Kennedy gewinnt den nervenzerfetzenden Poker um die auf
Kuba stationierten Rakenten. Die UdSSR zieht endlich die Waffen
wieder ab. Schwein gehabt.
Im gleichen Jahr geht in Deutschland das erste kommerzielle Kernkraftwerk
in Betrieb.
Das alles ist jetzt 51 Jahre her.
Vor ungefähr 35 Jahren kam der Gedanke auf, dass es nicht
schlecht sei, eine Lösung für den Verbleib des radioaktiven
Mülls zu finden, der in immer stattlicheren Mengen aus den
Reaktoren geholt wurde. Es begann die Suche nach einem Endlager.
Offenbar handelte es sich dabei um gesetzlose Suche, denn nun
sollen wir - als hätten wir darauf gewartet - statt eines
sicheren Endlagers erst mal ein Endlagersuchgesetz bekommen.
Und eine Kommission dazu. Keine richtige Kommisson, mit Vollmachten
und Entscheidungsbefugnissen, sondern eine Enquete-Kommission.
Experten, die wieder einmal versuchen dürfen, die Situation
zu analysieren.
Zu erwarten sind auch hier wieder nur Studien und Szenarien,
wie man es machen könnte, wenn man es richtig machen wollte,
und wie man es auch machen könnte, wenn man es anders machen
will - was es kostet, wenn man es so gut wie möglich macht
und wieviel billiger es kommt, wenn man es nur so gut macht,
wie es nach menschlichem Ermessen ausreichend sein könnte.
Und zu alledem kommt dann wahrscheinlich der Ausweis von mehreren
suboptimalen Standorten, weil ein optimaler vermutlich weder
in Deutschland noch sonstwo auf der Welt existiert.
Am Ende trägt die Enquete-Kommission ihren Bericht vor,
und wenn sie ganz mutig ist, gibt sie vielleicht sogar noch eine
eindeutige Empfehlung ab.
Anschließend erheben sich warnende Stimmen, die eine Explosion
der Strompreise verkünden, während die Bürger
der betroffenen Regionen sich an Schienen ketten und mit Sitzblockaden
die geologischen Explorationen behindern.
... und vielleicht kommt es dann 2050, wieder mal zu einem neuen
Gesetz, nämlich dem Endlagersuchgesetzaufhebungsgesetz.
Wofür haben wir eigentlich seit 1959 (!) ein "Gesetz
zur friedlichen Nutzung der Atomenergie"?
Und wofür gibt es in diesem Gesetz den § 9a, in dem
ausgeführt ist, dass die Betreiber von kerntechnischen Anlagen,
dafür zu sorgen haben, dass die Abfälle schadlos verwertet
oder geordnet beseitigt werden?
Wofür ist im gleichen § 9a festgehalten, dass der Bund
die Endlager für radioaktive Abfälle einzurichten hat?
Und warum findet sich in diesem Gesetz kein Paragraph, in dem
vorgeschrieben ist, dass der Bund von der Verpflichtung zur Bereitstellung
von Endlagern frei ist, so er es nur nicht versäumt, spätestens
2014 ein Endlagersuchgesetz zu erlassen?
Die Ansicht, dass der Betrieb von kerntechnischen Anlagen in
Deutschland gemäß Atomgesetz seit 1959 gesetzwidrig
ist, solange der Nachweis einer sicheren Endlagerung nicht geführt
werden kann, ist nicht nur weit verbreitet, sie scheint auch
einigermaßen gerechtfertigt.
Jeder Betreiber einer Frittenbude, der nicht nachweisen kann,
wie und wohin er sein Altfett entsorgt, muss damit rechnen, von
der Gewerbeaufsicht kaltgestellt zu werden.
Man kann leicht zu der Überzeugung gelangen, dass Generationen
von Bundespolitikern im festen Glauben standen und stehen, mehrfach
erhitztes Pflanzenöl sei weitaus gefährlicher für
die Menschheit als Strahlenmüll ...
Und für diese Überzeugung gibt es schließlich
gute Gründe:
Pflanzenöl wird innerhalb kurzer Zeit biologisch abgebaut,
die meisten der durch Er- bzw. Überhitzung entstandenen
organischen Verbindungen ebenfalls. Da muss man schnell handeln,
bevor nichts mehr davon da ist.
Atommüll hingegen strahlt zuverlässig zigtausende von
Jahren. Das Problem wird folglich auch dann noch unverändert
vorliegen, wenn weitere 50 oder 500 oder 5.000 Jahre vergangen
sind. Es besteht also keinerlei Grund zur Eile. Die Thematik
läuft uns garantiert nicht davon - und so lange sie besteht,
kann damit bis in alle Ewigkeit nachhaltig Wahlkampf betrieben
werden.
" Atomgesetz (§ 9a lesen!)
Hinweis zum Leistungsschutzrecht
Diesem Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen
Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus
Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie
dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für
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Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder
ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe
des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein
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Presseverlage, die in diesem Text eine Verletzung ihrer Rechte
aufspüren sollten, bitte ich, mich unverzüglich per
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Abmahnungen ohne den vorherigen Versuch einer gütlichen
Einigung werde ich nicht akzeptieren.
8. April 2013
7. April 2013
6. April 2013
5. April 2013
09.00 Uhr Steuerehrlichkeit ?
Es sind wieder einmal Informationen über das Ausmaß
der Nutzung der steuersparenden Verlagerung von Vermögen
in so genannte Steuer-Oasen auf dem Nachrichtenmarkt. Die einen
regen sich auf, die anderen wiegeln ab. Die einen fordern den
Staatsanwalt, strengere Gesetze und härtere Strafen, die
Abgeklärteren verlangen lieber mehr internationale Vereinbarungen,
um die erkannte Ohnmacht hinter schönem Schein zu verbergen.
Helfen wird alles nichts.
Je größer Einkommen und Vermögen, desto ausgeprägter
ist in der Regel der Wunsch, nur einen möglichst geringen
Anteil davon an den Fiskus abzuführen.
Je größer Einkommen und Vermögen, desto einfacher
wird es auch, erhebliche Anteile davon an der Steuer vorbei in
sichere Häfen zu schaffen.
Die Trust-Konstruktionen (in Deutschland sind es die etwas komplizierter
zu handhabenden Stiftungen) in den Steueroasen, über die
jetzt wieder gefachsimpelt wird, sind etwas, das jeder Finanz-
und/oder Steuerberater, der es zu etwas bringen will, kennt.
Und jeder Laie, der auch nur ein bisschen intensiver sucht, findet
ausführliche Gebrauchsanleitungen im Internet. Auch darüber,
wie man Vermögen zweckdienlicherweise anonymisiert, ohne
wirklich den Zugriff auf den Bestand und die Erträge zu
verlieren.
Es gibt vermutlich keine Möglichkeit, die Verschleierung
von Einkünften und Vermögen zu verhindern. Die gibt
es nicht im Bereich der klassischen Schwarzarbeit, wo es immer
nur um wenige Euro geht - und die gibt es nicht im Bereich der
Finanzanlagen und der Spekulation, wo es im Einzelfall um viele
Millionen geht.
Die Möglichkeiten, im Trüben zu fischen, sind einfach
zu vielgestaltig, während die Kapazitäten des Staates,
gegen jeden Bürger einen Anfangsverdacht zu hegen und diesem
umfassend nachzugehen, einfach nicht ausreichen - und auch niemals
ausreichen können, es sei denn, jeder bespitzelt jeden,
und auch das kann nicht funktionieren.
Steuergerechtigkeit ist also keine Frage einer perfekten Kontrolle
und Überwachung, Steuergerechtigkeit entsteht aus einer
weitgehend in der Bevölkerung verankerten Steuerehrlichkeit
- und Steuerehrlichkeit kann es nur geben, wenn der besteuernde
Staat nicht als Feind, sondern als Träger des geschätzten
Gemeinwesens angesehen wird, für dessen Erhalt und Weiterentwicklung
eine hinreichende Mitverantwortung angenommen wird.
Letztlich handelt es sich dabei um so etwas, wie einen gesunden
Patriotismus.
Und wenn das zutrifft, dann sagt das Ausmaß von Steuerflucht
und Steuerhinterziehung sehr viel über den inneren Zustand,
ja über den möglicherweise bevorstehenden Zerfall einer
Gesellschaft aus.
Der Steuerflüchtling ist
nicht Ursache dieses Verfalls, er ist nur ein Symptom, das sich
zwangsläufig herausbildet, wenn eine Gesellschaft ihren
inneren Zusammenhalt verliert.
Einen kleinen Anteil notorischer
Vollegoisten gibt es natürlich in jeder Gesellschaft, Betrüger,
die sich nie einer anderen Verantwortung bewusst sind, als der
für das eigene Wohlergehen; doch wenn deren Anteil wächst,
wenn Steuerhinterziehung
zur Regel wird und Steuerehrlichkeit nur noch als unverständliche
Dummheit wahrgenommen wird, dann stinkt der Fisch ...
Hinweis zum Leistungsschutzrecht
Diesem Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen
Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus
Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie
dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für
die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten
Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder
ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe
des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein
könnten.
Presseverlage, die in diesem Text eine Verletzung ihrer Rechte
aufspüren sollten, bitte ich, mich unverzüglich per
E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren. Der betreffende Textabschnitt
wird unverzüglich unter Hinweis auf den Rechteinhaber gelöscht
und durch eine andere Formulierung ersetzt.
Abmahnungen ohne den vorherigen Versuch einer gütlichen
Einigung werde ich nicht akzeptieren.
4. April 2013
13.13 Uhr Korrupte Ärzte ???
Seit wann denn das?
Noch ein Wahlkampfthema,
oder bahnt sich da mehr an?
Herr Bahr, Gesundheitsminister, FDP, tut alles, um den Eindruck
zu erwecken, Ärzte, die in irgendeiner Form "Provisionszahlungen"
von Pharma-Unternehmen oder Kliniken erhielten, seien korrupt
- und diese Korruption müsse strafrechtlich verfolgt werden.
Was ist da dran?
Schaut man genauer hin, stellt man fest, dass diese Leistungen
der Pharma-Unternehmen nur einen Teil dessen ausmachen, was angeprangert
wird, der Großteil der einigen Ärzten vorgeworfenen
Betrügereien sind Betrügereien - nämlich Abrechnungsbetrug
- alleine, oder in Zusammenarbeit mit Apothekern.
Das aber sind bereits Straftaten, und die werden auch immer wieder
mal entdeckt, aufgeklärt und gerichtlich gewürdigt.
Was nun zur Straftat erklärt werden soll, ist zunächst
einmal noch keine,
und daher kommt es einer Vorverurteilung, ggfs. sogar Rufmord
gleich, wenn man sich herausnimmt, schon von "korrupten
Ärzten" zu sprechen, bevor man das fragwürdige
Gesetz überhaupt in den Gesetzgebungsprozess eingebracht
hat.
Doch wie das bei Rufmord so ist, es bleibt immer etwas hängen
- und das scheint die Absicht zu sein: Das Image des niedergelassenen
Arztes zu beschädigen.
Eine Vermutung, warum das beabsichtigt sein könnte, gibt
es natürlich auch - man muss auch hier nur fragen: Wem nützt
es?
Mehr dazu im aktuellen Paukenschlag:
" PaD 15 /2013 Korrupte Ärzte ???
3. April 2013
16.50 Uhr Tag des volkswirtschaftlichen Schadens
Alle Jahre, Anfang April, rechnet uns die "Deutsche Hauptstelle
für Suchtfragen" vor, wie viele Badewannen voller alkoholischer
Getränke der durchschnittliche Deutsche im Jahr so in sich
hineinschüttet, wie vielen Litern reinen Alkohols dies pro
durchschnittlichem Deutschen entspricht, wie viele Todesfälle
dies zur Folge hat - und wie hoch der dadurch entstehende volkswirtschaftliche
Schaden ist.
Vor drei Jahren waren das bei 9,9 Liter Alkohol pro Bürger
und 73.000 Todesfällen 24,4 Milliarden Euro Schaden, nun
ist der Alkoholkonsum auf 9,6 Liter pro Bürger gesunken,
was zu einer Zunahme auf 74.000 Todesfälle und einem volkswirtschaftlichen
Schaden von 26,7 Milliarden führte.
Bei "nüchterner" Betrachtung hat der Rückgang
des Alkoholkonsums also zu einer Steigerung der Todesfälle
und zu einer Mehrung des Schaden beigetragen.
Ich habe der Thematik schon 2010 (im April) einen ganzen Paukenschlag
gewidmet, den Sie gerne hier noch einmal nachlesen können.
Dort bin ich darauf eingegangen, dass es von wenig Sachverstand
zeugt, aus den Kosten für die Behandlung und Bestattung
von Alkoholkranken, aus den Kosten für die Behebung von
Unfallfolgen an Kraftfahrzeugen, usw. einen volkswirtschaftlichen
Schaden zu kreieren. Das alles ist BIP, also Leistung, und im
Zweifelsfall Wachstum!
Das BIP wäre in den jeweils betrachteten Jahren - so die
Schätzzahl zutrifft - um rund 25 Milliarden (1%) geringer
ausgefallen, gäbe es weder Alkohol, noch Alkoholiker und
auch keine andere Droge, die anstelle des Alkohols konsumiert
würde.
Heute mag ich kurz die Frage anreißen, ob die Steigerung
der Kosten, die uns hier vorgerechnet wird, nicht zugleich auch
ein Indikator für die allgemeine Preissteigerung, oder zumindest
für die Kostensteigerung im Gesundheitswesen darstellt,
zumal sie aus dem gesunkenen Alkoholkonsum nicht abgeleitet werden
kann. Das wären dann immerhin zwischen drei und vier Prozent
jährlich, je nachdem, ob man den gesunkenen Alkoholkonsum
berücktsichtigt oder nicht.
Ich mag auch die Frage anreißen, welcher Anteil des Gesamtalkoholkonsums
von rund 800 Millionen Litern reinen Alkohols von jenem Anteil
der Bevölkerung konsumiert wird, die mit dem Alkohol "verantwortungsbewusst"
umgehen - und wieviel davon auf jene 75.000 entfällt, die
sich - meist über einen Zeitraum von mehreren Jahren - allmählich
zu Tode saufen.
Rechnen Sie mal ein bisschen mit: Lassen wir 20 Millionen Deutsche,
weil Kinder, Kranke oder grundsätzlich Abstinente aus der
Rechnung draußen, bleiben 60 Millionen, die womöglich
durchschnittlich jeden zweiten Tag ein Bier, oder ein Gläschen
Schnaps oder Likör, oder ein, zwei Gläser Wein - und
gelegentlich auch mal einen über den Durst trinken.
Diese Einzeldosis dürfte bei mittleren 20 ml reinen Alkohols
liegen, an 180 Tagen im Jahr zu sich genommen, ergibt das 3,6
Liter reinen Alkohols - und die wiederum ergäben 220 Millionen
Liter. Bleiben für die schweren Alkoholiker, von denen ja,
zwischen dem Beginn der Säuferkarriere und deren letalem
Ausgang, vermutlich 10 Jahrgänge mitsaufen, also rund 750.000
Betroffene, 580 Millionen Liter übrig, für jeden Einzelnen
davon 773 Liter - 2 Liter reinen Alkohols pro Tag - das überlebt
niemand!
Erhöhen wir also die Zwei-Tages-Dosis aller, die voraussichtlich
nicht am Alkohol sterben werden, so weit, dass für die erklärten
Säufer eine nicht unmittelbar tödliche Tagesdosis übrig
bleibt, nämlich rund 300 ml reinen Alkohols, dann müssten
60 Millionen Deutsche Woche für Woche immerhin rund 250
ml reinen Alkohol zu sich nehmen, also wöchentlich eine
Flasche Schnaps oder 5 Liter Bier oder drei Liter Wein trinken.
Damit wären sie allerdings schon an der Marke, von der die
Ärzte sagen: Das verkraftet die Leber auf Dauer nicht ...
Da ist es nicht verwunderlich, dass ich zu dem Schluss komme:
Irgendetwas stimmt an diesen Zahlen nicht.
Woher kommt also die angeblich in Deutschland verkonsumierte
Gesamtmenge?
Die im Suchbericht vorgestellten Daten und Fakten zum Alkoholkonsum
sind im wesentlichen auf eine einzige Quelle (und z.T. auf deren
"eigene Berechnungen" zurückzuführen. Diese
Quelle heißt "Gärtner, B."
Intensives Googeln nach "Gärtner, B." führte
zur Universität Greifswald und dem Jahresbericht 2011 des
Instituts für Epidemiologie und Sozialmedizin, dort gibt
es ein Mitarbeiterverzeichnis, in dem "Gärtner, B."
allerdings nicht aufscheint, jedoch ein Pubklikationsverzeichnis,
das "Gärtner, B." mehrfach als Mitautor von Studien
ausweist, bei denen meist Dr. Phil Jennis Freyer-Adam als Erst-Autor
genannt wird.
Liebe/lieber Gärtner, B.
ich möchte es einfach nur verstehen. Wie kommen die Zahlen
zum Alkoholkonsum in Deutschland zustande?
Sollten Ihnen also irgendwann dieser Kommentar begegnen, bitte
ich um eine aufschlussreiche Antwort.
Egon W. Kreutzer
Hinweis zum Leistungsschutzrecht
Diesem Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen
Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus
Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie
dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für
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Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder
ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe
des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein
könnten.
Presseverlage, die in diesem Text eine Verletzung ihrer Rechte
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Einigung werde ich nicht akzeptieren.
2. April 2013
12.20 Uhr Strafe oder Buße - der neue Katalog
Pünktlich zum 1. April trat ein neuer Bußgeldkatalog
in Kraft. Was bisher mit 10 zu büßen war, ist
vielfach um 50% teurer geworden, was mit 15 zu büßen
war, kostet jetzt 20 - usw. Im Schnitt vermutlich eine
Anhebung der Bußgelder um runde 30 Prozent.
Warum?
Seltsamerweise gibt es im statistikverliebten Deutschland keine
offizielle Zahl über die Einnahmen des Staates aus den per
Bußgeldkatalog verordneten Einnahmen. Viele Städte,
die sich aus Parkgebühren und Tempolimit-Knöllchen
ein ständig sprudelndes Nebeneinkommen verschaffen, verweigern
die Aussage oder geben an, es nicht zu wissen.
Das Portal preisvergleich.de hat im letzten Jahr eine Hochrechnung
durchgeführt, die zu dem Ergebnis kam, dass im Jahre 2011
in den 116 größten Kommunen Deutschlands rund 450
Millionen Euro alleine durch "städtische Knöllchen"
eingesammelt wurden, in Ulm waren das, pro dort gemeldetem Fahrzeug,
65 Euro pro Jahr.
Bedenkt man, dass neben den Kommunen durchaus auch andere staatliche
Organisationseinheiten Verwarnungs- und Bußgelder einheben,
dann wird die Gesamtsumme fraglos weitaus höher sein - ich
gehe mal von einer runden Milliarde pro Jahr aus.
Mit einer Erhöhung um durchschnittlich rund 30 Prozent -
und einer Ausweitung der verwarnungs- bzw. bußgeldbewährten
Tatbestände, vor allem die Radfahrer betreffend - könnten
sich so durch den neuen Bußgeldkatalog Mehreinnahmen von
rund einer halben Milliarde generieren lassen.
Dafür machen Städte dann schon gerne mal Parkplätze
platt und legen stattdessen schmale Grünstreifen (so genannte
"Hundklos") zwischen Straße und Bürgersteig,
verbieten das platzsparende Schrägparken, oder malen mit
wenig Geld eine gestrichelte Linie an den Straßenrand,
die gleich doppelt Kohle einbringt, weil das Parken auf dem Radweg
ebenso verboten ist, wie das Verlassen des Radwegs, der durch
parkende Fahrzeuge zur Slalomstrecke umfunktioniert wird.
Dann überträgt man die lästige Knöllchenverteilerei
einem privaten Unternehmen, das sich "Kommunale Verkehrsüberwachung
im Auftrag der Stadt xyz" nennt, natürlich mit Billiglöhnern
arbeitet, statt mit teuren städtischen Bediensteten, verspricht
deren Eigentümern einen fetten Anteil an der Beute, ändert,
auf Verlangen der Betreiber und zugunsten der sprudelnden Geldquellen,
auch schon mal die bewährte Verkehrsregelung, vor allem
im Bereich der Geschwindigkeitsbegrenzungen, und installiert
damit eine privatisierte Wegelagerei - wie zu Zeiten der Raubritter.
Es ist ja so einfach:
Autos müssen verkauft werden, sonst geht das Wachstum in
die Knie, (da freut sich Herr Piech). Unternehmen in den Städten
müssen daher Parkplätze nachweisen, wenn ihnen der
Geschäftsbetrieb erlaubt werden soll, was ihnen allerdings
gegen Zahlung hoher vier- und fünfstelliger Ablöse-Summen
pro nicht vorhandenem Stellplatz erlassen wird (da lacht der
Stadtkämmerer), und Arbeitnehmer müssen mobil sein,
dürfen also nicht darauf bestehen, im zu Fuß erreichbaren
Nahbereich ihrer Wohnung, oder bei einem Unternehmen mit Firmenparkplatz
einen Job zu finden (da lacht der Fallmanager ...). Die Innnenstädte
sollen lebendig bleiben, werden mit Millionenaufwand in Szene
gesetzt und beworben - und werden zugleich für den Autofahrer
weitgehend unerreichbar gemacht, und wer trotzdem hin fährt,
weil er Lust hat oder muss, schafft es manchmal, an einer Euro-Fress-Maschine
anzudocken, und manchmal schafft er es nicht, stellt die Karre
notgedrungen ins Parkverbot oder eben so ab, dass es ebenfalls
zur Verwarnung oder zum Bußgeld reicht - und hofft, jedes
zweite Mal nicht erwischt zu werden, so dass die als Parkgebühr
getarnte Innenstadtmaut für ihn ungefähr gleich bleibt,
egal wo er parkt - und das ist ganz offensichtlich so gewollt.
Sonst müsste man für mehr Parkplätze sorgen.
Natürlich hat dieses Vorgehen auch eine bösartige soziale
Komponente.
Abhängig vom verfügbaren Einkommen ist die bestrafte
Parksünde für die einen ein harter Schlag ins Monatsbudget,
für die anderen eher ein lustiges Spiel, für das man
hin und wieder auch mal bezahlen muss. Macht ja nichts.
So hält man die Hartz-IV-Abhängigen, die sowieso schon
per Gesetz in die verwahrlosten Randbezirke abgeschoben werden,
weil die Miete in der alten Wohnung zu hoch ist, und die sich,
neben dem gerade noch bezahlbaren, weil unverzichtbaren , jedoch
altersbedingt höchst feinstaubverdächtigen fahrbaren
Untersatz, nicht auch noch die Monatskarte für den öffentlichen
Nahverkehr leisten können, sicher von den Innenstädten
fern, so dass dort diejenigen unter sich sind, die Armut in Deutschland
nur vom Hörensagen kennen - und folglich glauben, dass,
wer arbeiten will, auch Arbeit finden würde.
Zudem gibt es für die Erhöhung der Bußgelder
keinerlei gesicherte statistische Grundlage. Es gibt keine Statistik
über die Einnahmen, also auch keine Statistik über
die "Vergehen", über deren unerträgliche
Zunahme oder deren Rückgang. Es ist schlichte "Willkür".
Eine Willkür, die auch nicht zur Kenntnis nimmt, dass die
nach Miete und Nebenkosten, Strom und Benzin verbleibende Kaufkraft
für den Großteil der Bevölkerung seit Jahren
massiv sinkt.
Da jammert man derzeit publikumswirksam über die Belastung
der Bürger durch zu hohe Stromrechnungen, die man ihnen
ganz massiv selbst eingebrockt hat, um einerseits die Energiewende
auszubremsen und andererseits für die Bundestagswahl im
Herbst Punkte für die eigene Partei zu sammeln, und greift
den Bürgern zugleich - ohne jedes sachlich begründete
Argument - einfach noch mal tief in die Tasche.
Verwarnungs- und Bußgelder sind eine Strafe.
Nicht für die "Verkehrssünde", die ist in
den meisten Fällen durch zielgerichtete Politik zum unvermeidlichen
Risiko für alle jene Verkehrsteilnehmer geworden, die nicht
in gepanzerten Limousinen von Auffahrt zu Auffahrt kutschiert
werden.
Verwarnungs- und Bußgelder sind eine Strafe für jahrzehntelange
falsche Wahlentscheidungen, für zu wenig staatsbürgerliche
Eigenverantwortung, für zu wenig Mut zum Aufbegehren und
zum Widerstand.
Geht hin, wenn euch eure Wahlkreisabgeordneten demnächst
zur Wahlveranstaltung ins Hinterzimmer oder in den großen
Saal einladen, steht auf, und haut ihnen euren gerechten Zorn
verbal um die Ohren, sie werden euch vermutlich des Saales verweisen,
doch das kann man mit jedem neueren Handy als Video festhalten
und bei Youtube hochladen.
Schafft Öffentlichkeit. Zeigt eurem unbekannten Nachbarn
in der Wohnmaschine, dass er mit seinem Zorn nicht alleine ist,
dass wir alle uns betrogen und geschröpft fühlen -
und wenn sie Film- und Video-Aufnahmen während der Veranstaltung
untersagen, dann macht das öffentlich, und fragt, was sie
denn wohl zu verbergen haben, unsere Volksvertreter.
P.S.:
Der nächste Bußgeldkatalog (für 2015) ist schon
in Arbeit. Dann kommen die neuen Punkte für Flensburg dran.
Es heißt, es wird vereinfacht, Punkte werden schneller
gelöscht, es heißt, es wird BESSER für die Verkehrsteilnehmer
...
Wetten, dass es wieder nur teurer werden wird?
1. April 2013
0.00 Uhr Lisa Fitz: "Wehrt euch!"
31. März 2013
Julies Bild vom Sonntag
Wolfgangs Bild vom Sonntag
.
29. März 2013
12.00 Uhr Warum die Banken Verluste machen
Die Frage: "Warum machen die Banken Verluste?", sprang
mir heute Morgen beim surfen durch diverse Blogs ins Auge.
Eine berechtigte Frage - und zugleich eine naive Frage.
Jahrzehnte, wenn nicht jahrhundertelang galten die Banken als
der Hort der Stabilität, beständig sprudelnder Gewinne
und ständig wachsender Bilanzsummen.
Selten wurden Banker zu Bankrotteuren, und die das "schafften"
waren fortan geächtet bis in alle Ewigkeit.
Nun sieht es so aus, als seien Banken in punkto Zuverlässigkeit,
Ehrlichkeit auf gleicher Ebene mit Gebrauchtwagenhändlern
und Drückerkolonnen angekommen, als säßen da
nicht mehr treue Sachwalter der ihnen anvertrauten Gelder in
den Managersesseln, sondern Spielsüchtige, die ohne Limit
bis zum vollständigen Verlust auf diejenigen Zahlen setzen,
die ihnen das unfehlbare System vorgibt.
Sollte man Banker, die dergestalt ruinös agieren nicht vom
Zutritt zu Banken ausschließen, so wie man Spielsüchtige
von den Roulette- und Baccara-Tischen fernhält?
Dieser Gedanke führt m.E. auf einen Irrweg, auf den gleichen
Irrweg, der mit der Deckelung von Gehältern und Boni-Zahlungen
beschritten wird. Es sind nicht die Banker, die die Banken ruinieren.
Die Banken sind - man verzeihe mir am Karfreitag diesen Vergleich
- die Opferlämmer, die sterben müssen, damit dem Kapital
die Sünden der Märkte vergeben werden können,
damit es unbeschadet aus dem angerichteten Schlamassel hervorzugehen
vermag, sitzend zur Rechten Mammons in Zeit und Ewigkeit ...
Die einzige Frage, die zur Erkenntnis führt, lautet auch
hier: "Wem nützt es?"
Und bei der Beantwortung dieser Frage sollte man nicht wohlfeiles
Wortgeklingel achten, das weismachen will, die Rettung der Banken
sei nützlich für uns alle, weil sonst alles noch viel
mehr kosten würde, oder, die Rettung der Banken diene der
Rettung des Euro, der wiederum diene der Rettung der europäischen
Idee und damit dem Frieden, dem Wohlstand und dem Wachstum in
Deutschland und ganz Europa.
Bei der Beantwortung dieser Frage sollte man sich mit offenen
Augen umsehen und selbst feststellen, wem es durch die Bankenrettungen
besser geht:
" den Zyprern geht es nicht besser, die müssen büßen,
" den Portugiesen geht es nicht besser, die müssen
büßen,
" den Spaniern geht es nicht besser, die müssen büßen,
" den Griechen geht es nicht besser, die müssen büßen,
" den Italienern geht es nicht besser, die müssen büßen,
" den geretteten Banken geht es meist auch nicht besser,
die müssen abspecken, restrukturieren, Bad Banks in die
Welt setzen,
" den Mitarbeitern der geretteten Banken geht es meist auch
nicht besser, viele wurden und werden arbeitslos, und
" uns geht es, trotz aller Ifo-Sinn- und GfK-Prognosen,
trotz aller Jubelmeldungen aus der Bundesagentur für Arbeit
auch nicht besser, wir halten uns nur noch eine Weile an der
Kante des Abgrunds fest, bevor uns die Bürgschaften und
die ESM-Verpflichtungen einholen.
Es gibt nur eine "Gruppe", denen es besser geht, und
das sind die so genannten "Reichen". Von denen hören
wir, dass sie immer reicher werden, während die Armen und
die Ärmeren und die Mittelschicht, also alle anderen, immer
ärmer werden.
Wäre das Versagen des Bankensektors ein Phänomen, dass
ausschließlich mit den Banken zu tun hat, dann müssten
zwangsläufig auch die Reichen ärmer werden. Ginge es
beim Euro nur und ausschließlich um den Wert der Währung,
dann müssten zwangsläufig auch die Reichen ärmer
werden - doch genau das ist nicht der Fall.
Die "Krise" führt zu einer forcierten Umverteilung
von unten nach oben. Da bleiben die großen Vermögen
nicht nur unangetastet, sie wachsen sogar noch, und das kräftig.
Die Frage, warum die Banken Verluste machen, kann also zunächst
einmal mit einer Arbeitshypothese beantwortet werden, die da
lautet:
"Die Banken machen Verluste, damit die Reichen reicher werden."
Stellt sich die Frage: Wie kann das gehen?
Das Prinzip ist im Grunde einfach, viel zu einfach, um es für
wahr halten zu können, es ist so einfach, dass es ohne jegliche
detaillierte Erklärung zu den Wirkungsweisen der verrückten
und zum Teil wahnwitzigen Finanzprodukte dargestellt werden kann,
mit denen uns der Finanzsektor, auch Dank unverzeihlicher Deregulierungen,
überschwemmt hat.
1. Um gewinnträchtige Geschäfte machen zu können,
egal womit, benötigt man einen Markt, der die notwendige
Kaufkraft mitbringt.
2. Um den Markt mit Kaufkraft zu versorgen, gibt es nur einen
Weg, nämlich großzügig Kredite zu vergeben.
3. Sind die Kredites ausgereicht, boomt die Wirtschaft, das "Wachstum"
zeigt erfreuliche Blüten - und die erhofften Gewinne können
eingefahren werden.
4. Sind die Gewinne gebunkert, ist auch die Kaufkraft wieder
aus dem Markt, also müssen neue Kredite vergeben werden.
Jedes Land, das sich der Euro-Zone anschließt, ist ein
wunderbares Feld, auf dem Kreditgeld ausgesät werden kann,
um es nach kurzer Zeit als reiche Ernte aus Zinsen und den aus
den Umsatzerlösen generierten Gewinnen wieder zurückzuholen.
5. Ist so ein "Aufschuldungsgebiet" abgegrast, sucht
sich das Kapital ein neues. Dieses Spiel heißt: Der Krug
geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.
6. Irgendwann war klar, der Zusammenbruch steht bevor, weil es
nicht mehr gelingt, ausreichend viele neue Schuldner anzuwerben.
Also hat man die Kreditvergabe-Richtlinien gelockert, immer schlechtere
Schuldner mit immer wertloseren Sicherheiten mit immer höheren
Krediten geködert, nur damit das "Wachstum" nicht
aufhören möge, aus dem sich so herrlich Kapital schlagen
lässt.
7. Hätten die Banken auch nur einen Funken Verantwortung
für sich selbst verspürt, sie hätten sich auf
solche Geschäfte niemals einlassen dürfen. Also hat
man die Vorstände mit Zielvorgaben unter Druck gesetzt,
wenn nötig auch ausgetauscht, um die selbstmörderische
Kreditvergabe immer weiter zu treiben.
8. Die Schulden und die Vermögen sind dabei gewachsen, doch
die Liquidität, die erforderlich wäre, um die Schulden
ordnungsgemäß zu bedienen, war dennoch einfach nicht
mehr verfügbar und auch kaum noch durch neue Kredite herzustellen.
9. Also hat man angefangen, aus Schulden "Wertpapiere"
zu machen, sie zu bündeln, durchzumischen und dafür
zu sorgen, dass sich die Banken untereinander und gegenseitig
diese "Wertpapiere" abkaufen. So wurden aus schlechten
Schulden, aus faulen Krediten, wieder gute Schulden, die man
den Vermögen der Einleger in den Bilanzen als "Werte"
gegenüberstellen konnte.
Eine Art Zaubertrick, bei dem aus der uneinbringlichen Forderung
gegenüber dem arbeitslosen US-Fertighausbesitzer eine verbriefte
und von den Ratingagenturen top-bewertete Finanzanlage wurde.
10. Die Balance zwischen den Vermögen der Einleger und dem
Wert der von den Schuldnern dafür an Sicherheiten und an
zukünftiger Lebensleistung verpfändet worden war, war
zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr vorhanden. Ein Übergewicht
an Guthaben, die nur entstehen konnten, weil sie aus nicht leistungsadäquaten
Einkünften stammten, drohte die Banken, die bis dahin höchst
devot den Wünschen ihrer Aktionäre und Einleger Folge
leisteten, in den Bankrott zu treiben.
11. Nun kam das schöne, geflügelte Wort "too big
to fail" auf. Alles würde zusammenbrechen, hieß
es, würden systemrelevante Banken in die Pleite geschickt.
Dies hatte auf diejenigen Politiker, die das System nicht verstanden
haben, eine eindrucksvolle Wirkung und spielte denjenigen in
die Hände, die das System sehr wohl verstanden haben und
ihre Rolle darin so gut es ging im Sinne des Systems ausfüllen
wollten. Das "System" ist übrigens weder die staatliche
Ordnung noch das eng verzahnte arbeitsteilige Wirtschaften, sondern
nichts anderes als der nackte "Kapitalismus". Doch
das klingt halt gar nicht so gut, wenn man sagt, die Banken sind
kapitalismusrelevant und dürfen daher nicht untergehen.
12. So kam es, dass alle Politiker aller Parteien, und fast alle
einschlägig vorbelasteten Professoren und Kommentatoren
die Rettung der Banken als alternativlos darstellten und mit
dem Abmelken jenes Teils der Bevölkerung begannen, der nun
einmal nicht zu den Reichen zählt. Und auch das Abmelken
wurde so gestaltet, dass es nicht weh tat. Man hat die Milch
erst einmal verpfändet, mit der verpfändeten Milch
für die maroden Bankbilanzen gebürgt, und damit den
Schmerz als "transitiven Posten" in der Zeit verschoben,
auf den Tag, an dem sowieso alles zusammenbrechen wird.
13. In einigen Ländern mussten die Regierungen allerdings
zur Rettung der Banken selbst in die Schatulle greifen. Da war
aber nichts drin, und so blieb ihnen nichts anderes übrig,
als sich selbst noch weiter zu verschulden.
14. Steigende Staatsschulden sind für die Gläubiger
etwas sehr Schönes, einerseits, weil Staaten einfach immer
die besten Schuldner sein und bleiben werden, gerade weil sie
nicht bankrott gehen können (!), und, weil steigende Schuldenstände
berechtigen, die Zinsen anzuheben. Risikoprämie nennen sie
das dann.
15. Nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass die Banken immer
noch nicht gerettet, dafür nun aber auch die Staaten an
das stoßen, was sie sich in europäischer Naivität
als Schuldenbremse selbst auferlegt haben. Das Geschrei ist groß.
Unsinnigerweise wird erklärt, könne ein Staat des Euro-Sytems
seine Schulden nicht mehr bedienen, sei der Euro in Gefahr. Das
ist Blödsinn, aber der wird geglaubt, und so werden alle
Euro-Staaten in eine nicht existente Schicksalsgemeinschaft getrieben,
statt die betroffenen Gläubiger und das zahlungsunfähige
Land in Verhandlungen über einen Schuldenschnitt treten
zu lassen. Diese Schicksalsgemeinschaft würde übrigens
noch besser und unausweichlicher funktionieren, hätte man
sich frühzeitig überreden lassen, Euro-Bonds aufzulegen.
16. Die Euro-Bonds sind nicht gekommen, stattdessen EFSF und
ESM, die keineswegs besser - sondern noch sehr viel schlimmer
sind, weil sie die Schicksalsgemeinschaft ebenso zementieren,
aber jeden, der in Schwierigkeiten gerät, einerseits zwingen,
Hilfen in Anspruch zu nehmen - und - mit den Hilfen auch "Sanktionen"
auf sich zu nehmen, die sich, abgesehen von der Größenordnung,
kaum von den Sanktionen unterscheiden, denen sich Hartz-IV-Empfänger
in Deutschland unterwerfen müssen.
17. Und so fließt den Banken, die dafür gesorgt haben,
dass Wachstum stattfand und Gewinne sprudelten, obwohl die Kaufkraft
vom Kapital bereits abgesaugt war und weiter abgesaugt wurde
und wird, nun über die Staaten, die gezwungen sind, sich
helfen zu lassen, damit sie ihre Banken weiter retten können,
unentwegt frisch gedrucktes EZB-Geld zu, für dessen Verzinsung
und Tilgung am Ende alle Bürger Europas zur Kasse gebeten
werden. Wenn es sein muss, mit direktem Zugriff auf jedermanns
Bankkonten.
18. Fazit: Bankenrettung ist so etwas wie eine Zwangsabgabe,
die unsere Gesellschaft nahe an Zustände bringt, die wir
als Sklarverei und Leibeigenschaft längst überwunden
glaubten.
19. Ohne jeden weiteren Grund, außer dass "die Märkte"
danach verlangen, wird allen Bürgern auf allen möglichen
Wegen jenes Geld abgenommen, das die Reichen immer Reicher macht.
Dass alle anderen dabei ärmer werden, das ist unvermeidlich,
anders gehts nicht - also alternativlos. Danke, Frau Merkel,
damit ist auch das geklärt.
Die Banken sind nicht "unsere", also deine und meine
Banken. Es sind gewinnorientierte Unternehmen in den Händen
von Aktionären.
"Der" Euro ist nicht "unser" Euro, also deine
oder meine Währung. Es ist die Bezeichnung für das
in der Euro-Zone emittierte Kreditgeld, das in einem Währungskrieg
steht, den die Euro-Zone nicht gewinnen kann, obwohl sich ihre
Führungsfiguren längst in Blut-, Schweiß- und
Tränenreden üben.
Je früher das Experiment, die Vorherrschaft des Dollars
mit einer zweiten Welt-Reserve-Währung zu knacken, beendet
wird, desto schneller wird der schon jetzt unüberschaubare
Gesamtschaden wieder zu reparieren sein.
Doch dafür brauchen wir keine Systemdiener, sondern Politiker,
die sich dem Wohle der Bevölkerung verpflichtet sehen. Die
Pferde zu mästen, weil dann die Spatzen auch etwas abbekommen,
ist eine garstige Metapher und eines Volksvertreters unwürdig.
28. März 2013
15.10 Uhr Am Gründonnerstag
Auch am Gründonnerstag wird ein Paukenschlag am Donnerstag
erwartet. Also hab ich Ihnen ein kleines Ei ins Osternest gelegt.
" PaD 14 /2013 Am Gründonnerstag
27. März 2013
12.00 Uhr Beunruhigendes aus der Latrine
Latrinengerüchte - ein Begriff, dessen Bedeutung nach fast
70 Jahren Fastfrieden in Deutschland fast schon unter der Rubrik
"Geheimwissen" eingeordnet werden muss - machen weltweit
unter den Obergefreiten unter den Anlegern die Runde:
- "Hast Du noch Euros?"
- "Ja, aber keine in Zypern."
- "Ich hab keine mehr ..."
- "Wieso?"
- "Na, denk doch mal weiter! Die holen sich, was sie wollen
und wo sie wollen!"
- "Meinst Du wirklich?"
- "Mensch! Ich bin doch nicht blöd!"
- "Und was meinst Du, soll ich tun?"
- "Erst mal so viel wie möglich abheben, für alle
Fälle."
- "Und dann?"
- "Sichere Anlagen, Werte, verstehst Du!"
- "Du meinst ... Aktien?"
- "Nee, iss ja auch bloß Papier. Nee, so richtig zum
Anfassen!"
- "Gold?"
- "Gold, Immobilien, Kunst, Diamanten ... All so was!"
- "Ist das nicht alles schon viel zu teuer?"
- "Nee, bestimmt nicht. Umgekehrt: Dein Geld ist schon so
wenig wert!"
Solche, beim Abprotzen geführten Dialoge, konnten schon
mal vor's Kriegsgericht führen. "Defätismus",
nannte man das, und "Wehrkraftzersetzung".
Dem wurde mit Durchhalteparolen begegnet, und mit der Mär
von Wunderwaffen, die das Kriegsglück von einem Tag auf
den anderen wenden würden. Und so wurde Stalingrad bis auf
den letzten Mann gehalten und der siegreiche Rückzug in
die bereits weit zerbombte Heimat angetreten, wo Rentner und
Schüler im Landsturm als letztes Aufgebot praktisch mit
bloßen Händen gegen Panzerverbände antraten und
bereits das Zeigen eines halbwegs weißen Taschentuchs die
standrechtliche Erschießung zur Folge haben konnte.
Die Wunderwaffe kam erst zum Einsatz, als die deutsche Wehrmacht
bereits kapituliert hatte - Little Boy machte Hiroshima platt,
und Fat Man detonierte über Nagasaki. Dann sahen endlich
auch die Japaner ein, dass dieser Krieg nicht mehr zu gewinnen
war.
Seit heute stehen nun die Reihen der Latrinengerüchtsdementierer
wieder einmal felsenfest und verkünden wundersame Gelöbnisse.
Die Sparguthaben sind sicher!
Das haben Angela und Peer doch unverbindlich versprochen, das
gilt auch weiterhin.
Zypern? Die absolute Ausnahme. Ein Sonderfall ...
Nie wieder werden zur Bankenrettung
Konten geplündert werden. Auch die Guthaben der reichen
"Sparer" werden nicht mehr angetastet, so lange die
Erde steht. Amen.
Hinweis zum Leistungsschutzrecht
Diesem Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen
Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus
Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie
dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für
die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten
Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder
ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe
des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein
könnten.
Presseverlage, die in diesem Text eine Verletzung ihrer Rechte
aufspüren sollten, bitte ich, mich unverzüglich per
E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren. Der betreffende Textabschnitt
wird unverzüglich unter Hinweis auf den Rechteinhaber gelöscht
und durch eine andere Formulierung ersetzt.
Abmahnungen ohne den vorherigen Versuch einer gütlichen
Einigung werde ich nicht akzeptieren.
26. März 2013
10.30 Uhr Nieder mit den Kinderschändern
Die FAZ hat im Selbstversuch herausgefunden, dass Kinder pausenlos
Opfer sexueller Wüstlinge werden. Damit muss Schluss sein.
Das findet auch die Kinderministerin Schröder - und der
Baden-Württembergische Justizminister Stickelberger verlangt,
wie aus der Pistole geschossen und scheinbar ohne eine Sekunde
nachzudenken, auch in diesem Kontext reflexartig die weitere
Einschränkung der Freiheit.
Schließlich soll jedem Täter klar sein, dass er erwischt
ist, bevor er überhaupt auf die Idee kommt, zu täten.
Doch wie soll das gehen?
Kann man die Liegenschaften von Kirchen und anderen Bekenntnisanstalten,
Internaten und anderen Schulen, Frei- und Hallenbädern,
Kindergärten und Spielplätzen überhaupt so sicher
machen, dass jeder Täter erkannt wird, dass seine Gedanken
erforscht, seine bevorstehenden Handlungen prognostiziert werden
können, so dass jede Gefahr für unsere Zukunft, also
für unsere Kinder, verhindert werden kann?
Ich schlage vor, hier die erprobten Methoden zur Überwachung
des Internets in der notwendigerweise modifizierten Form einzusetzen,
um auch im Raum der nicht virtuellen, also realen Begegnung von
Kinderschändern mit Kindern, ein gleiches Maß an Sicherheit
gewährleisten zu können.
Das könnte so aussehen:
Alle oben angeführten Orte bzw. Liegenschaften mit besonderem
Gefährdungspotential sollten zunächst einmal mit meterhohen
Mauern, gekrönt von Nato-Draht, umgeben werden, so dass
nur ein einziger kontrollierbarer Zugang offen bleibt.
Das entspricht ungefähr der Firewall- und Kinderschutz-Filter-Technologie
Dieser Zugang wird mit hochauflösenden Kameras und nachgeschalteter
Gesichtserkennungssoftware ausgestattet.
Kann der User nicht automatisch identifizert werden,
wird er abgewiesen, in Quarantäne genommen und der erkennungsdienstlichen
Behandlung zugeführt.
Wer dem System nicht bekannt ist, stellt fraglos eine Gefahr
dar, denn wer nichts zu verbergen hat, hat sich selbstverständlich
ordnungsgemäß - mit allen geforderten biometrischen
Daten und lückenlosem Lebenslauf täglich, spätestens
bei Verlassen der Wohnung - dem System zu offenbaren.
Ist der potentielle User der Einrichtung zweifelsfrei identifiziert,
erfolgt der Abgleich mit sämtlichen verfügbaren Dateien,
einschließlich der aus anderen Überwachungsquellen
gewonnenen Bewegungsprofile. Sollten sich daraus wider Erwarten
noch keine Verdachtsmomente ergeben, wird dem User der Zutritt
gestattet, jedoch nur mit elektronischer Fußfessel, die
zudem mit einem hochempfindlichen Mikrofon ausgestattet ist.
Im Inneren der Einrichtung sorgt eine lückenlose, dreifach
redundante Video-Überwachung dafür, dass die Wege,
Worte und sonstigen akustischen Äußerungen des potentiellen
Täters festgehalten werden, während eine im Hintergrund
laufende Mimik-Analyse ständig sämtliche Gemütsregungen
und vor allem den Grad der Erregung analysiert.
Alle gewonnenen Informationen einschließlich der Bild-
und Tonaufzeichnungen werden in einer Gefährder-Datei gespeichert
und stehen beim nächsten Besuch zum Abgleich auf etwa abweichendes
Verhalten zur Verfügung.
Das ersetzt die im Internet üblichen und der Verbrechensbekämpfung
zugänglichen Log-Dateien der Provider.
Als potentiell gefährlich sollte eingestuft werden, wer
während des Besuchs einer Kirche, eines Internats, eines
Freibades oder Spielplatzes etc., die Nähe von gleich- oder
andersgeschlechtlichen, jüngeren oder älteren Personen
sucht oder meidet, da sich in allen diesen Verhaltensweisen entweder
eine direkte Handlungsabsicht oder aber der Versuch der Verschleierung
der Handlungsabsicht erkennen lässt.
Mehrfache Besuche der gleichen Einrichtung im Zeitraum von drei
Jahren, auch ohne jegliche Auffälligkeit, deuten auf ein
zielgerichtetes Ausspähen potentieller Opfer und möglicherweise
überwachungsfreier Räume, bzw. auf die Suche nach Möglichkeiten,
die Überwachungseinrichtung stillzulegen oder sonstwie zu
umgehen, hin.
Damit ist zwar noch kein hunderprozentiger Schutz unserer Kinder
gewährleistet, der wäre nur mit der Schließung
aller oben angeführter Einrichtungen sicherzustellen, doch
hieße das eben auch, ohne Not auf den Gewinn wertvoller
Erkenntnisse über Verhalten und Absichten unserer Bürger
verzichten, was letztlich für unsere Demokratie und die
sie dominierenden Demokraten weitaus wichtiger ist, als eben
auch das letzte Schlupfloch Pädophiler zu stopfen, was -
wie wir wissen - ja sowieso vollkommen unmöglich ist, denn:
Wo ein felsenfester Wille und die notwendige kriminelle Energie
zusammenkommen, helfen weder Grundgesetz noch Rechtsstaat vor
Übergriffen.
Hinweis zum Leistungsschutzrecht
Diesem Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen
Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus
Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie
dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für
die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten
Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder
ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe
des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein
könnten.
Presseverlage, die in diesem Text eine Verletzung ihrer Rechte
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E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren. Der betreffende Textabschnitt
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Abmahnungen ohne den vorherigen Versuch einer gütlichen
Einigung werde ich nicht akzeptieren.
25. März 2013
09.45 Uhr Zypern: "einvernehmlich vergewaltigt"
Es ist noch viel zu früh, um aufzuatmen. Noch haben nicht
alle zugestimmt, die zustimmen sollen, und noch ist weitgehend
unklar, welchen Gräueln da überhaupt
zuzustimmmen sein soll - und vor allem, zu welchem Zweck.
Vordergründig geht es darum, dass die EU (EZB) einen 10
Milliarden Kredit vergibt, wofür der allerdings gebraucht
wird, bleibt im Dunkeln.
Sollte der Kredit der Rettung
zyprischer Banken dienen? Warum ist dann die Zerschlagung der
zweitgrößten Bank Zyperns Bedingung?
Sollte der Kredit der Rettung Zyperns dienen? Warum zerschlägt
man dann Zyperns florierendsten Wirtschaftszweig, eben den Finanzsektor?
Die Begründung, die Bilanzsumme der in Zypern angesiedelten
Banken überstiege das BIP bei weitem, ist haltlos. Zwischen
der Bilanzsumme von Unternehmen jeder Art (also auch Banken)
und dem BIP der Staaten, in denen sie tätig sind, besteht
kein "gefährlicher" volkswirtschaftlich relevanter
Zusammenhang. Das ist eine typische sinnleere Spruchblase, die
allerdings im Flipper-Labyrinth der Medien gänzlich unverstanden
mit Ding-Dong und Klingeling-ratter-ratter-ratter fröhlich
zwischen den Qualitätsmedien hin und her geballert wird,
bis die Kugel endlich scheppernd im Seitenkanal abtaucht.
Nüchtern betrachtet hat die EU einen Haircut durchgesetzt,
der nun offenbar wohl nur größere Einlagen, ab 100.000
Euro aufwärts trifft.
Das wäre im Grunde auch in meinem Sinne, weil der Schritt
in die richtige Richtung geht, also den Anlegern wenigstens einen
Teil des eingetretenen Risikos aufbürdet, auf das sie sich
in der Erwartung hoher Renditen eingelassen haben.
Doch der Schritt ist halbherzig. Die Banken bleiben verschuldet,
der 10 Milliarden Kredit der EU löst nur andere Kredite
ab und die geforderten 5,8 Milliarden "Eigenleistung"
der Zyprer (haircut bei den Anlegern = Eigenleistung Zyperns???)
werden mit dem Zugriff auf die Konten vorwiegend ausländischer
Anleger noch nicht aufgebracht sein.
Für die meisten "russischen Oligarchen" verändern
sich durch einen Nominalverlust von 25, 30 oder 40 Prozent ihrer
Einlagen nur ein paar Ziffern auf ihren Konten. Deswegen wird
keiner seine Yacht beleihen oder Sozialhilfe beantragen müssen.
Sie werden mit dem, was anderswo geparkt ist, und mit dem, was
ihnen in Zypern bleibt, weiterspekulieren wie zuvor, eher noch
wütender.
Die Dummen sind die Zyprer. Denn die haben nun für diesen
"Rest" der Oligarchen-Einlagen auf zyprischen Konten
aufzukommen.
Das werden sie aber nicht können.
Mit der Zerschlagung und Neuordnung des Bankensektors gehen Milliarden
BIP verloren - und ein paar tausend Arbeitsplätze obendrein.
Das Wachstumswunder, das nach dieser "Kaputt-Rettung"
nun eintreten soll, wird nicht kommen. Woher denn? Die komplette
Staatsfinanzierung steht unter Kuratel der Troika - und die wird
weiter harte Forderungen stellen. Jetzt erst recht!
Privatisierung, Senkung der Staatsausgaben und Öffnung eines
hochsubventionierten Billiglohnsektors für ausländische
Investoren, der von der weiterhin drückenden Schuldenlast
des Staates erzwungen wird, weil es - im bestehenden System des
"Euro-Kapitalismus" - keinen anderen Weg zu geben scheint,
um jemals wieder ans Licht zu kommen, das sind die Zukunftsaussichten.
Das Spiel heißt Kolonialisierung. Die Beute geht an das
international vagabundierende Kapital, und die EU, die EZB, der
IWF schmücken sich mit dem Genossenschaftsbanken-Slogan:
"Wir machen den Weg frei", und platzen fast vor Stolz,
ihren Job perfekt und zu vollster Zufriedenheit erledigt zu haben.
Eigentum, ab einer bestimmten Größenordnung, heißt:
"angemessene Teilhabe verwehren", und bringt zwangsläufig
zunächst rigorose Verteidigungsstrategien hervor, die schließlich
- ebenso zwangsläufig - in aggressive Angriffstrategien
übergehen.
(Siehe auch "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre Bd. IV
- Eigentum und Teilhabe")
Die deutsche Verfassung kennt kein uneingeschränktes Recht
auf Eigentum, im Gegenteil, sie bestimmt, dass der Gebrauch des
Eigentums zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen soll.
Die nahezu vollständige Ignorierung, ja in Teilen "Umkehrung"
dieses Verfassungsgrundsatzes, wie sie z.B. auch im Steuerrecht
zum Ausdruck kommt,
unterscheidet das real existierende Gebilde "Deutschland"
von dem Anspruch, der in der Präambel des Grundgesetzes
dokumentiert ist, ein demokratischer und sozialer Bundesstaat
zu sein.
Die gleichen Kommissare und Räte, die gleichen "Währungshüter",
die jetzt de facto die Macht in Zypern übernommen haben,
haben die gleiche Macht auch über Deutschland - uns fällt
das nur weniger auf, weil uns das schleichend lähmende Gift
der Entmündigung schon über längere Zeit und in
kleineren Dosen verabreicht wird.
Wir lassen uns wegprivatisieren, was wir mit unseren Steuergeldern
aufgebaut haben, wir lassen uns den Sozialstaat zerschlagen,
die Renten kürzen, die Leistungen der Krankenversicherungen
zusammenstreichen, wir sehen zu, wie der Staat als größter
Arbeitsplatzvernichter im Lande auftritt - und die Regierung
sich zugleich mit Halbwahrheiten zum Magier der nahenden Vollbeschäftigung
hochstilisiert.
Und wenn wir beginnen, Mitgefühl für Zyprer, Griechen,
Portugiesen und Italiener zu entwickeln, dann wird flugs die
jahrzehntelang im Giftschrank verschlossene Statistik hochgehalten,
mit der uns erklärt wird, die alle hätten viel höhere
private Vermögen, vor allem Haus- und Grundbesitz als wir.
Doch statt zu fragen, wie das gekommen sein mag, wie man es geschafft
hat, uns, die angeblich fleißigsten und pflegeleichtesten,
ja die streikscheuesten unter allen Europäern, derart um
den Lohn unserer Arbeit zu betrügen, apportieren wir brav
das Stöckchen, das man uns hingeworfen hat, und fordern
wütend, dass es "den faulen Säcken da" nun
endlich auch so richtig schlecht gehen soll.
Gute Nacht, Deutschland ...
Hinweis zum Leistungsschutzrecht
Diesem Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen
Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus
Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie
dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für
die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten
Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder
ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe
des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein
könnten.
Presseverlage, die in diesem Text eine Verletzung ihrer Rechte
aufspüren sollten, bitte ich, mich unverzüglich per
E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren. Der betreffende Textabschnitt
wird unverzüglich unter Hinweis auf den Rechteinhaber gelöscht
und durch eine andere Formulierung ersetzt.
Abmahnungen ohne den vorherigen Versuch einer gütlichen
Einigung werde ich nicht akzeptieren.
24. März 2013
Julies Bild vom Sonntag
Wolfgangs Bild vom Sonntag
23. März 2013
22. März
2013
09.11 Uhr Satyrisches
Während Zyperns Volksvertreter
noch verzweiftelt versuchen, der Forderung nach der bedingungslosen
Kapitulation (Kapitalation???) einen eigenen Plan entgegenzustellen,
der die Imperatoren besänftigen könnte, ist man in
Brüssel schon lange mehrere Schritte weiter: Egal, was Zypern
auch tun oder lassen, zusagen oder nicht zusagen wird, das Exempel
wird statuiert.
Dem Vernehmen nach ist der
deutsche Finanzminister bereits wieder in Brüssel eingetroffen,
um aus der Hand des Kaisers des Zweiten Deutschen Reiches Römischer
Nation die Insignien des Statthalters von Nikosia entgegenzunehmen.
Am Montagabend, nach Ablauf
des Ultimatums, dessen Nichteinhaltung für den Hofstaat
in Brüssel schon jetzt feststeht, ist die feierliche Krönung
vorgesehen. König Wolfgang der Erste, von Barrosos Gnaden,
Abkömmling des christdemokratischen Hauses derer von Schäuble
zu Freiburg-Baden, wird sich gleich im Anschluss an diese Zeremonie
an Bord des auf Kosten des Protektorats Zypern bereits beschafften,
königlichen Lear-Jets begeben und wenige Stunden später
auf dem Airport Nikosia aus der Ladeluke rollen, um sein Amt
anzutreten.
Die Anschläge (nicht terroristische,
sondern plakative), die zu diesem Zeitpunkt an allen Laternenmasten
in ganz Zypern hängen werden, sind bereits gedruckt. Uns
ist es gelungen, ein Exemplar aus dem Restmüll der Druckerei
zu beschaffen und eine Übersetzung ins Deutsche anzufertigen.
Hier der Originaltext:
|
Bürger von Zypern
Die Unrechtsherrschaft unfähiger, korrupter
und europafeindlicher Intriganten über eure schöne
Insel ist beendet. Der Kampf ist unblutig zu Ende gegangen, was
nicht zuletzt der Gnade und Nachsicht unseres geliebten Imperators,
Jose Manuel Barroso
zu verdanken ist, der mir, Wolfgang dem Ersten
von Zypern, mit sofortiger Wirkung alle Macht über euch
und eure schöne Insel, eure Bodenschätze und eure Wirtschaftskraft,
eure Banken und all euer totes und lebendes Inventar übertragen
hat.
Daher ergeht nun der königliche Erlass
No. 1, dessen Missachtung peinlich, ggfs. mit dem Tod durch die
Drohne, bestraft werden wird:
1. Den Gürtel enger schnallen
- Übermaß und Prasserei der Bevölkerung
Zyperns müssen ab sofort ein Ende haben. Um dies durchsetzen
und kontrollieren zu können, ist im Hafen von Nikosia ein
Frachtschiff mit Einloch-Gürteln in den Größen
Slim, Superslim und ExtremSlim eingetroffen.
Jeder Bürger Zyperns, vom Säugling bis zum Greis, hat
spätestens bis zum Ende dieser Woche einen dieser Gürtel
zum Preis von 10.000 (S),
5.0000 (SS), bzw. 3.000 (ES) zu erwerben und fortan
Tag und Nacht geschlossen um die Hüfte zu tragen.
- Mit dem Erlös aus dieser Aktion werden
die Kosten der königlichen Hofhaltung solange bestritten,
bis das Geld verbraucht ist, danach wird eine monatliche Gürtelsteuer
pro Person in Höhe von 1.000 erhoben.
Nichtzahlung der Gürtelsteuer wird mit Wegnahme des Gürtels
bestraft.
- Die königliche Gürtelpolizei ist
befugt zu jeder Zeit und an jedem Ort das vorgeschriebene Tragen
des Gürtels zu überprüfen. Wer ohne Gürtel
angetroffen wird, wird von der königlichen Gürtelpolizei
an Ort und Stelle liquidiert und sein ggfs. noch vorhandenes
Vermögen konfisziert.
- 2. Sozial ist, was Arbeit schafft
- Kaiser Barroso und ich sind bekanntermaßen
die sozialsten Herrscher dieser Welt, daher werden wir auch euch
Zyprern Arbeit schaffen bis zur Vollbeschäftigung, dazu
wird folgendes angeordnet:
- Alle Bürger Zyperns vom vollendeten
12. Lebensjahr an haben sich im Laufe des Monats April bei den
neu geschaffenen ARGen zu melden. Der Meldetermin entspricht
dem Anfangsbuchstaben des Familiennamens.
Familiennamen, die mit A beginnen, melden sich am 1. April, B
am 2., C am 3. - und so weiter.
- Die ARGen werden dafür sorgen, dass
jeder Bürger innerhalb einer Woche an einen Arbeitsplatz
vermittelt wird. Hochqualifizierte Fachkräfte werden zeitlich
unbegrenzte, unbezahlte Praktikumsplätze in Deutschland
erhalten, weniger qualifizierte Kräfte werden der Müllabfuhr
und Straßenreinigung zugeteilt, die kräftigeren werden
zu Bauarbeiten an unseren neuen Militärstützpunkten
herangezogen, Vorbestrafte und Gewalttätige erhalten die
Gelegenheit, sich in Strafkompanien der Geheimen Staatspolizei
zu bewähren.
Bürger, die weder für den Einsatz in Deutschland, noch
für einen sinnvollen Einsatz in Zypern gebraucht werden,
werden als Leiharbeiter nach China vermittelt.
- Die durch diese Maßnahme frei gewordenen
Arbeitsplätze, vor allem im Finanzsektor, werden durch kooperative,
loyale und vertrauenswürdige Mitarbeiter aus der City of
London und der Wall Street übernommen, denn wir wünschen,
dass von Zypern nie wieder eine Finanzkrise ausgehen möge.
- 3. Kommunikation
-
- Zypern wird auch als Protektorat der Europäischen
Union ein freies und weltoffenes Land bleiben. Die Meinungsfreiheit
ist unser höchstes Gut.
Niemand darf wegen der Verbreitung meiner oder unseres Kaisers
Meinung kritisiert, verfolgt, verunglimpft, oder gar bestraft
werden.
- Zur Sicherstellung dieser Meinungsfreiheit
wird die vollständige Überwachung jeglicher Kommunikation
sei es mündlich, schriftlich oder auf elektronischem Wege
angeordnet.
- Jeder Verdacht auf einen Verstoß gegen
das Grundrecht auf Meinungsfreiheit wird nach dem neuen Paragraphen
130 des Strafgesetzbuches mit Freiheitsstrafen nicht unter 12
Monaten bestraft.
Der Freiheitsstrafe folgt aus Gründen der Wiedereingliederung
eine unbegrenzte und kostenlose pychiatrische Behandlung in einer
geschlossenen Anstalt.
- 4. Privatvermögen
- Das zyprische Volk hat sich in der Vergangenheit
als unfähig erwiesen, zu einem verantwortungsvollen Umgang
mit Privatvermögen zu finden.
- Daher wird jegliches private Vermögen,
bis auf die Gegenstände des täglichen, persönlichen
Bedarfes, beschlagnahmt und mit einer Klebemarke als Eigentum
des Imperiums gekennzeichnet. Die Weiternutzung durch die vorherigen
Eigentümer kann durch die Entrichtung eines wertabhängigen
Nutzungsentgeltes gestattet werden, sofern der Nutzer die dafür
erforderlichen Mittel aus Zuwendungen von exterritorialen Freunden
oder Verwandten aufbringen kann.
- Das Geldvermögen auf Bankkonten verfällt
zugunsten des Staates. Zahlungsvorgänge mit Bargeld, gleich
welcher Währung, sind strikt verboten. Die Versorgung der
Bevölkerung mit Waren erfolgt durch vom Staat monatlich
einmal ausgegebene, persönliche Bezugsscheine. Jeglicher
Tausch von Bezugsscheinen oder Waren (Schwarzmarkt) ist verboten.
- Grundsätzlich soll von der Gesamtleistung
(BIP) Zyperns künftig ein Anteil von 30 Prozent der Bevölkerung
direkt in Form von Bezugsscheinen zugute kommen. Die weiteren
70 Prozent gehen in den Export, die Exporterlöse werden
zur Tilgung der Staats- und sonstigen Auslandsschulden verwendet.
Nach vollständiger Tilgung stehen die Überschüsse
dem Hof des Statthalters zu.
- Insofern kann sich Leistung wieder lohnen,
weil der der Bevölkerung großzügigerweise (wir
bleiben dabei nur geringfügig hinter deutschen Verhältnissen
zurück) zugestandene 30%-Anteil ja mit dem BIP im Gleichschritt
wächst.
- 5. Weitere Anordnungen
- Weitere Anordnungen ergehen täglich
und werden durch öffentlichen Aushang bekannt gemacht.
- gegeben zu Nikosia am 25. März anno
domini MXIII
-
- Wolfgang
I.
|
Ganz im Ernst:
Es ist nicht vorherzusehen,
in welchem Maße diese satirische Prognose von der Realität
eingeholt oder übertroffen werden wird.
Es ist allerhöchste Zeit,
dass wir uns gegen die angemaßte Allmacht der Brüsseler
Eurokraten mit Macht zu Wort melden. Heute ist Zypern Zypern
- morgen kann Zypern überall sein!
Man kann die Welt anders gestalten.
Man sollte die Welt "fair ändern".
Karl Waldecker hat die Diskussionsgrundlage
dafür gelegt.

Glocalis
Die Welt
fair ändern
|
21. März
2013
10.30 Uhr Tag der Lohngleichheit
- auf deutsch?: "Equal pay day "
Auch so ein Tag der großen
Krokodile. Ihre Tränen sind so groß und schimmernd,
dass man vor lauter Faszination das Gebiss vollständig aus
dem Auge verliert.
Die Begründungen für
die gravierenden Entlohnungsunterschiede zwischen Männern
und Frauen, die die gleiche Arbeit erledigen, sind Legion.
Eine Legion der Lüge.
Die wichtigsten Argumente:
- Frauen entscheiden sich schon
bei der ersten Berufswahl für die falschen Berufe - und
damit für den Niedriglohn,
- Frauen arbeiten zu viel Teilzeit
- und haben daher niedrigere Einkommen und später niedrigste
Rente,
- Frauen kommen nach der Niederkunft
nicht schnell genug wieder an den Arbeitsplatz zurück,
- Frauen in (West-) Deutschland
schaffen es nicht, Beruf und Familie (zu Gunsten des Berufes)
unter einen Hut zu bringen. In Ostdeutschland habe man ein anderes
Frauen- und Familienbild und die Vollzeitarbeit der Frau sei
selbstverständlich,
- Kinder gehören zum frühestmöglichen
Zeitpunkt in staatliche Obhut, damit die Frauen wieder arbeiten
und Geld verdienen können,
- Die Rückkehr aus der
Teilzeit in die Vollzeitbeschäftigung sei kaum möglich
und müsse daher gesetzlich geregelt werden
- Das klingt alles so schön
vernünftig. Aber nur so lange, wie man sich das Land, in
dem das Sinn machen könnte, erst mal dazu denkt - so wie
die trotz Rechtsanspruch fehlenden Krippenplätze.
-
- Betrachten wir die Entlohnungssituation
der Frauen einmal von der Realität her, dann ergibt sich
ein vollkommen anderes Bild.
-
- Der Arbeitsmarkt in Deutschland
ist gekennzeichnet von einer hohen Zahl statistisch erfasster
und einer noch höheren, in der Statistik verborgenen Zahl
von arbeitssuchenden Menschen und solchen, die in prekären
Beschäftigungsverhältnissen nicht das Salz in die Suppe
verdienen.
- Jeder Versuch, mehr Menschen
in Beschäftigung zu bringen, führt zu der Erkenntnis,
dass alle "gewinnträchtigen" Arbeitsplätze
ganz selbstverständlich bereits besetzt sind - sogar mit
Überstunden, Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit. Zusätzliche
Arbeitsplätze werden nur bereitgestellt, wenn daraus ein
zusätzlicher Gewinn erwirtschaftet werden kann. Dies ist
aber, nach durchaus längst erfolgter Ausschöpfung aller
Kosteneinsparungspotentiale nur möglich, wenn die Lohnkosten
niedrig genug sind. Jede (gesetzlich) erzwungene Umwandlung eines
Teilzeit- in einen Vollzeitarbeitsplatz, stellt also schon einen
Schritt in Richtung weiterer "Lohnsenkung" dar.
- Das traditionelle Familienbild,
in dem der Mann den Unterhalt für die Familie erwirbt, während
die Frau sich um den Haushalt und die Kinder kümmert, ist
kein schlechtes Familienbild. Es wurde allerdings durch die durchaus
auch nicht rosige Entlohnung der Männer dafür gesorgt,
dass Frauen, alleine aus wirtschaftlichen Gründen, etwas
dazu verdienen müssen. Schließlich kann sich nicht
jeder Hauspersonal und Kinderbetreuungsangestellte leisten, das
ist ein Privileg von wohlhabenden Unternehmerfamilien, ggfs.
auch mal einer Sozialministerin. Also wird der Dazuverdienst
zwangsläfuig in Richtung Teilzeit gehen und zudem in der
räumlichen Nähe zur Wohnung gesucht. Da wird aber nichts
anderes angeboten als Kassiererin, Friseuse, Putzfrau ... und
die treten sich schon gegenseitig auf die Füße.
- Hinzu kommt die Steuergesetzgebung,
die Frauen in den allermeisten Fällen die ungünstigste
aller Steuerklassen zuweist, so dass es für viele Frauen
schlicht uninteressant ist, den Dazuverdienst über den 450-Euro-netto-für-brutto-Job
auszudehnen, ja dass sich hier sogar eine Falle auftut, die bei
Überschreiten der Einkommensgrenze zu einer Minderung des
verfügbaren Einkommens führt.
- Dass es neben dem traditionellen
Familienbild auch noch traditionelle geschlechterspezifische
Berufsbilder gibt - und weiter geben wird, ist auch kein Wunder,
wird in der verlogenen Argumentation aber als "überholt"
dargestellt. Dass die traditionellen Frauenberufe grundsätzlich
schlecht bezahlt werden, hat wieder mit dem gesamtgesellschaftlichen
Verteilungsgefüge zu tun. Es ist einfach nicht genug Geld
bei den Konsumenten vorhanden, um typische Dienstleistungen der
Frauenberufe angemessen zu entlohnen. Deutlichstes Beispiel ist
der Frisör. Abgesehen von Edel-Coiffeuren, bei denen sich
nur hochbezahlte Muttis zum Nachmittagsschwätzchen treffen,
weiß jeder Frisör, dass Kunden und Kundinnen eher
den Salon wechseln oder die Haare ein, zwei Wochen länger
struppig lassen, als eine Preiserhöhung aus dem sowieso
schon engen Familienbudget an anderer Stelle abzuzweigen - wenn
sie in der größten Not nicht ganz und gar selbst zur
Schere greifen.
- Frauen mit sanfter sozialpsychologischer
Gewalt von der Familie fern zu halten und in den Beruf zu treiben,
hat zwei Ziele:
1. Die frühzeitige Indoktrination der Kinder durch staatliche
Erziehung, lange bevor ein Kind überhaupt beginnen kann,
selbst zu denken,
2. Die weitere Destabilisierung des Arbeitsmarktes durch ein
preisdrückendes Überangebot von Arbeitskraft.
Die verfügbare Arbeit wird dadurch nicht mehr, die Löhne
steigen dadurch nicht, sondern sie sinken, und die nachfolgende
Generation staatsgläubiger Untertanen wird noch pflegeleichter
sein, als die sowieso heute schon im Halbdämmer lebenden,
politikfernen Massen.
- Es darf doch nicht darum gehen,
Frauen besser und Männer im Gegenzug vielleicht sogar schlechter
zu entlohnen. Das ist vordergründige Augenwischerei!
-
- Es muss vielmehr darum gehen,
den arbeitenden Menschen einen größeren Anteil am
erarbeiteten Kuchen zukommen zu lassen, so dass alle in menschenwürdigen
Verhältnissen, möglichst mit nur einem Alleinverdiener
in der Familie, ihr Auskommen haben und die späteren Renten
hoch genug sind, um ohne erniedrigende Aufstockerei im Alter
leben zu können.
-
- Wer allerdings die Republik
voll absichtlich in den besten Niedriglohn-Standort der Welt
verändert hat und weiter daran arbeitet, der sollte an Tagen
wie heute nicht heuchlerische Analysen und die weiterhin falschen
und irreleitenden Rezepte vortragen, sondern sich entweder gar
nicht zu Wort melden, oder ehrlich und voller Stolz darauf hinweisen,
dass es Politik und Wirtschaft in Deutschland weiterhin gelungen
ist, den großen Lohnunterschied zwischen Männern und
Frauen zu bewahren.
-
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Hinweis
zum Leistungsschutzrecht
Diesem
Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen
Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus
Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie
dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für
die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten
Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder
ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe
des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein
könnten.
Presseverlage, die in diesem Text
eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich,
mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren.
Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis
auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung
ersetzt.
Abmahnungen ohne den vorherigen
Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren. |
|
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20.
März 2013
18.45 Uhr Plan für
Zypern
Aus gegebenem Anlass und um
einen Gegenentwurf zur allgegenwärtigen alternativlosen
Alternativlosigkeit anzubieten, habe ich meine Initialen für
das
EWK - Institut für Europäische Währungs-
Konzepte zur Verfügung gestellt und unter dieser
Phantasiebezeichnung einfach mal einen Plan für Zypern vorgelegt.
Daraus ist nun der zweite Paukenschlag
dieser Woche geworden.
12.15 Uhr Zypern und die
Kleinsparer
Es gibt zwei Worte, die ich
nicht mehr hören kann, ohne einen kaum zu unterdrückenden
Würgereiz zu verspüren:
Sparer und
Investoren
- Wenn in einem mehr oder minder
komfortablen Steuerparadies von überreichen Menschen Millionen
und Milliarden auf Bankkonten gebunkert werden, dann sind das
weder Sparer noch Investoren. Es sind überflüssige
Spekulanten und skrupellose Abzocker.
-
- Die sparen weder auf die nächste
Urlaubsreise, noch auf ein neues Auto, auch nicht für die
Ausbildung der Kinder oder für das Eigenkapital für
das eigene Haus. Die sparen überhaupt nicht. Denen quillt
das Geld aus allen Körperöffnungen und sie suchen nichts
anderes, als jene Überarmten, die sich die Kohle von ihnen
leihen müssen und sie dann mit Zins und Zinseszins zurückzuzahlen
haben.
-
- Die investieren auch nicht.
Die schichten Geldvermögen um. Wer Aktien eines bestehenden
Unternehmens an der Börse kauft, der investiert doch nicht.
Der legt Geld an. Wer Staatsanleihen kauft, investiert ebenfalls
nicht, er verborgt Geld und glaubt sich damit in einem relativ
sicheren Hafen.
-
- Und da kommt das dritte Wort,
das ich nicht mehr hören kann:
- Es ist ein saublödes
Wort, und es wird auch nicht besser, wenn stattdessen "Staatsinsolvenz"
gesagt wird oder Regeln für eine geordnete Insolvenz von
Staaten gefordert werden.
-
- Ein Staat kann nicht bankrott
gehen. Das hab ich vor vielen Monaten schon einmal ausführlicher
geschrieben. Bankrott oder Insolvenz enden mit der Auflösung
des insolventen Unternehmens. Nachdem die restlichen Werte an
die Gläubiger verteilt sind, bleibt von dem insolventen
Unternehmens nichts übrig. Alles, was noch da war, ist im
Besitz der Gläubiger - von Restbeständen an Bargeld
in der Kasse bis zum Firmengrundstück - und die Mitarbeiter
stehen arbeitslos auf der Straße.
-
- Staatsbankrott hieße:
Die Gläubiger übernehmen den Staat, teilen das Land
und die Kunstschätze, die Bodenschätze und die noch
bestehenden Unternehmen unter sich auf - und jagen die Bevölkerung
mit dem Nansen-Pass für Staatenlose über die Grenze
ins Ausland - oder gleich ins Meer.
-
- Kein souveräner Staat
kann anders zerschlagen werden, als durch Krieg und Besatzung.
Kein souveräner Staat kann wirklich bankrott sein.
-
- Es ist möglich, dass
ein Staat seine Schulden nicht tilgen kann. Gut, dann werden
die gestrichen. Tut dem Staat nicht weh.
-
- Es ist möglich, dass
der Staat danach keine Kredite mehr von ausländischen Gläubigern
erhält. Tut dem Staat auch nicht weh.
-
- Ein Problem ist das nur dann,
wenn der Staat weiterhin glaubt, alle seine Geschäfte in
Fremdwährungen abwickeln zu müssen, statt sich eigenes
Geld zu schaffen.
-
- Der Euro ist für alle
Mitgliedsstaaten der Euro-Zone eine Fremdwährung, auf die
sie keinerlei Einfluss mehr haben. Wer Löhne und Gehälter
von Staatsbediensteten in Euro zahlen will, muss sich Euros verschaffen,
und wenn die im eigenen Land nicht aufzutreiben sind, muss er
sich beim Ausland verschulden.
-
- Doch das ist Ausfluss eines
katastrophalen Denkfehlers - und Folge einer unentschuldbaren
volkswirtschaftlichen Unwissenheit.
-
- Eigenes Geld kann jeder Staat
genau so gut wie jede in- oder ausländische Bank in eigener
Verantwortung emittieren und zum gesetzlichen Zahlungsmittel
erklären.
-
- Das ist keine Hexerei, sondern
in vielen Staaten, wenn nicht gar in allen Staaten der Euro-Zone,
das Gebot der Stunde.
-
- Schwierig wird das doch nur,
wenn die Exporterlöse in Fremdwährung nicht ausreichen,
um die Importe in Fremdwährung zu bezahlen. Doch das ist
wiederum vollkommen unabhängig von der verwendeten Währung.
Es ist nur eine Folge einer unausgeglichenen Handelsbilanz -
und vor der schützt eben auch der Euro nicht, im Gegenteil,
er vergrößert im Zweifelsfall das Problem, weil seine
Parität weder innerhalb der Euro-Zone, noch außerhalb,
vom einzelnen Land durch Auf- oder Abwertungen verändert
werden kann.
-
- Der Euro ist eine Falle für
jedes einzelne Land der Euro-Zone.
- Und er ist, und das nur, weil
ihn niemand aufgeben will, eine Falle für die gesamte EU.
-
- Ob die Ablehnung des Enteignungs-Diktates
durch Zypern Bestand haben wird, ist noch nicht abzusehen. Brüssel
wird nicht eher Ruhe geben, bis das Exempel statuiert ist.
-
- Doch zu wünschen wäre
es dieser Währungsgemeinschaft, dass ein Ausscheren tatsächlich
erfolgt, dass die Rückkehr zu einer eigenen Landeswährung
vollzogen wird - und die wohltätige Wirkung erkennbar wird.
-
- "Die Märkte",
die sich gerade eben wieder als "Sparer" und "Investoren"
tarnen, brauchen diesen Schuss vor den Bug - und wenn der nicht
reicht, dann noch einen und noch einen.
-
- Nur dann kann Europa den Weg
in die Diktatur verlassen und zur Demokratie zurückkehren.
-
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Hinweis
zum Leistungsschutzrecht
Diesem
Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen
Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus
Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie
dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für
die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten
Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder
ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe
des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein
könnten.
Presseverlage, die in diesem Text
eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich,
mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren.
Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis
auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung
ersetzt.
Abmahnungen ohne den vorherigen
Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren. |
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19. März
2013
15.00 Uhr ein Buch ins Nest
Die Wettervorhersagen für
Ostern, soweit Langfrist-Prognosen aussagekräftig sind,
bleiben bei niedrigen Temperaturen und bedecktem Himmel - zumindest
was uns hier in Elsendorf betrifft.
Die Ausflugslust für alle,
die nicht schon das Flugticket zum Sonnenstrand in der Tasche
haben, dürfte also an den Feiertagen eher gering sein.
Warum also nicht in der kuschelig
warmen Wohnung einfach zum Buch greifen und schmökern, wie
in guten alten Zeiten?
Wir haben ein paar Empfehlungen
für's Osternest für Sie zusammengestellt - was Sie
aber nicht daran hindern soll, sich auch andere Titel aus dem
Programm des EWK-Verlags anzusehen.
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18.
März 2013
11.50 Uhr Graf Draghila
im Blutrausch
Da hat Zypern nun also eine
von ganz oben verordnete Währungsreform.
In einer "Nacht- und Nebelaktion"
am Wochenende von den Gralshütern des Euro, bar jeder gesetzlichen
Grundlage verordnet, findet eine Abwertung von Bankguthaben statt.
Das ist nicht nur, wie Herr
Bosbach es formuliert, ein "Tabubruch", es ist im Grunde
millionenfacher und millardenschwerer Raub.
Dass dem ganzen das Mäntelchen
eines zypriotischen Steuergesetzes umgehängt wurde, ist
nichts als Augenwischerei. Die Aktion ist ein diktatorischer
Willkürakt sondersgleichen, der nun vom zyprischen Parlament
mit einer Stimme Mehrheit nachträglich legitimiert werden
soll.
Und diese Schmierenkomödie
ist - getreu nach dem Motto Jean-Claude Junckers: Wir fangen
mal klein an - und wenn der Aufschrei klein bleibt, dann machen
wir weiter, bis es nicht mehr rückgängig zu machen
ist, nur ein Anfang, was in dem alten deutschen Sprichwort "Ist
der Ruf erst mal ruiniert, lebt sich's völlig ungeniert"
deutlichen Ausdruck findet.
Natürlich hat man Zypern
ausgewählt, weil das Land so klein ist und die "russischen
Oligarchen" so ein schönes Feindbild abgeben, mit dem
man Otto Kleinsparer in Deutschland die Keule in die Hand drückt,
mit der er sich anschließend selbst die Kniescheiben zerschmettern
darf.
Doch zunächst einmal ist
zu klären, was da eigentlich wirklich inszeniert wird:
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17.
März 2013
Julies
Bild vom Sonntag
.
Wolfgangs
Bild vom Sonntag |
14. März
2013
12.15 Uhr Franziskus, der
Chef
Zügig ist er gewählt
worden, der neue Chef.
Ein gigantisches Medienspektakel, viele, viele Bilder aus Rom,
minutenlang ein qualmender Schornstein, sinnleere Texte von Kommentatoren,
Großaufnahmen aufmarschierender Blaskapellen, immer wieder
Fetzen der italienischen Nationalhymne, verzweifelte Live-Schaltungen
mitten in die wartende katholische
Masse auf dem Petersplatz.
Doch dann endlich hatten 1.200.000.000
Katholiken weltweit ein neues Oberhaupt.
Mir fiel Jean Paul Sartres Roman "Kindheit eines Chefs"
ein. Ein hübscher lieber Junge mit lockigen Haaren, der
einst die väterliche Fabrik übernehmen soll - und darüber
ins Grübeln gerät und die Frage: "Wer bin ich?",
nicht zu beantworten vermag.
Dem neue Papst, der sich einen
neuen Namen und damit eine neue Identität gegeben hat, wird
es kaum anders gehen.
Er tut mir ein bisschen Leid,
dieser Franziskus.
Mehr über Kirche und Papst:
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13. März
2013
12,30 Uhr Was ist eigentlich
in Ungarn los?
Gelegentlich tauchen in der Berichterstattung der Qualitätsmedien
Informationen darüber auf, dass Ungarn sich Schritt für
Schritt von der Rechtsstaatlichkeit verabschiedet. Nun, ich bin
kein Ungarnkenner, doch offenbar sind das einige der Berichterstatter
auch nicht. Meines Wissens hat Ungarn z.B. gar kein Grundgesetz,
was den FOCUS allerdings nicht daran hindert, zu schreiben, die
Regierung Orban habe das ungarische Grundgesetz geändert.
Fakt ist, in Ungarn wird die
Verfassung umgeschrieben. Mit 2/3 Mehrheit, wie es
die Verfassung vorschreibt. Nicht anders als bei uns, wo auch
eine 2/3 Mehrheit ausreicht, um unser Grundgesetz umzuschreiben.
Nun treten u.a. Frau Merkel
und die EU-Kommission auf den Plan und rügen das Vorgehen
der ungarischen Regierung. Mit welchem Recht?
Hat die EU-Kommission inzwischen
die Befugnis, nationalstaatliche Verfassungen zu kontrollieren
und ihre Fortschreibung zu reglementieren?
Ganz abgesehen davon, dass
die Aushebelung der Dritten Gewalt, der Judikative, schon eine
recht bedenkliche Entwicklung darstellt, die durchaus als ein
Schritt in Richtung Diktatur angesehen werden kann, so ist es
doch immer noch die Sache der Ungarn. Oder?
Ich vermisse an dieser Stelle
die grundsätzliche Diskussion über die Rechte der EU,
in einzelstaatliche Verfassungen eingreifen zu dürfen. Schließlich
hat eine Vertreterin der EU nicht nur die eingehende Prüfung
der Entwicklung, sondern auch "rechtliche Schritte"
angekündigt.
Werden als nächstes aus
Brüssel Vorgaben für Verfassungsänderungen kommen,
die von den nationalen Parlamenten in nationales Recht zu übernehmen
sein werden?
Wehret den Anfängen!
In diesem Zusammenhang auch
wieder schön: Der neue Vorstoß, das deutsche VW-Gesetz
zu kippen, nach dem das Land Niedersachsen mit seinem Aktienpaket
über eine Sperrminorität bei VW verfügt.
Eine Frechheit. Da soll ein
Aktionär, eben Niedersachsen, gezwungen werden, ein Recht
aufzugeben, nur weil andere Aktionäre, die beim Aktienerwerb
wissen konnten und gewusst haben, dass es diese besondere Konstellation
gibt, daran Anstoß nehmen? Hätten sie doch einfach
keine VW-Aktien ins Depot nehmen sollen, wenn ihnen das nicht
gefällt.
Doch nein, da werden Beteiligungen
gekauft, und anschließend wird über den mysteriösen
Hebel EU-Kommission und EuGH geklagt, bis zum Umfallen - und
irgendwann werden die Kläger schon Recht bekommen, und zwar
das Recht des Landes Niedersachsen. Alles unter der falschen
Flagge von Gerechtigkeit, Gleichbehandlung und Freiheit. Freiheit
des Kapitals, gegen welche die Freiheit und die angestammten
Rechte eines Bundeslandes in der Güterabwägung nichts
wert sind.
Und was können wir dagegen
tun?
Polit-Eunuchen ins Europa-Parlament wählen.
Nein, dieser Weg der politischen
Zwangs-Vereinigung Europas ist der falsche Weg.
Es ist der falsche Weg, weil er über die Köpfe der
Menschen hinweg beschlossen und eingeschlagen wird, weil Europa
sich überall in einer zentralistischen - und nicht minder
diktatorischen Art in die Gestaltung der Gesellschaft, des Rechts
und der Kultur einmischt, wie Orban in Ungarn. Nur, dass in Ungarn
immer noch Bürger gegen die Verfassungsänderungen auf
die Straße gehen, und dass die Ungarn womöglich bei
den nächsten Wahlen anders wählen werden, weil sie
wählen können.
Orban hat weit mehr demokratische
Legitimation als die EU-Kommmission. Das ungarische Parlament
hat weit mehr demokratische Legitimation und verfügt über
weit mehr demokratisch übertragene Gestaltungsrechte als
das EU-Parlament.
Das sollten wir nicht aus dem
Auge verlieren, auch wenn der Protest gegen die Aufhebung der
Gewaltenteilung in Ungarn durchaus gerechtfertigt ist.
Die Frage ist: Wie kann es
besser gemacht werden? Wie kann eine Welt, die immer näher
zusammenwächst, immer mehr aufeinander angewiesen ist, sich
organisieren, um einen vernünftigen und befriedigenden Ausgleich
zwischen den Interessen der Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung
und den übergeordneten Interessen und Notwendigkeiten eines
Planeten herzustellen, der an manchen Stellen schon an die Grenzen
seiner Möglichkeiten gestoßen ist und eben nicht mehr
nur nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten "ausgebeutet"
werden darf?
Karl Waldecker stellt in seinem
Buch "Glocalis - die Welt fair ändern" eine interessante
- und in sich runde - Idee zur Diskussion.
Glocalis ist vor einer Woche
im EWK-Verlag erschienen.
mehr
|
Hinweis
zum Leistungsschutzrecht
Diesem
Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen
Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus
Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie
dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für
die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten
Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder
ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe
des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein
könnten.
Presseverlage, die in diesem Text
eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich,
mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren.
Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis
auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung
ersetzt.
Abmahnungen ohne den vorherigen
Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren. |
|
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12.
März 2013
12.50 Uhr Deutsches, sehr
Deutsches
Die Meldung hätte mich
eigentlich gar nicht interessiert, hätte es da nicht diesen
sonderbaren Einleitungstext gegeben, in dem die Rede davon war,
dass 266 Rechtsextreme mit nicht vollstrecktem Haftbefehl gesucht
würden.
In meinem Kopf stellte sich
das quer, denn wenn ein Haftbefehl vollstreckt ist, war die Suche
ja wohl erfolgreich. Mit einem vollstreckten Haftbefehl braucht
man niemand mehr zu suchen. Suchen mit nicht vollstrecktem Haftbefehl
klingt vielleicht noch ein bisschen dramatischer als nur per
Haftbefehl zu suchen, doch es bleibt ein weißer Schimmel,
ein sprachlicher Fehlgriff.
Und dann stand da noch, sie
seien spurlos verschwunden.
Das ist natürlich auch
Käse. Niemand auf dieser Welt verschwindet spurlos, selbst
aus dem Krematorium kommt immer noch fettiger Rooch (nach Heinrich
Zille) und ein Häufchen Asche.
Richtiger wäre wohl gewesen
zu schreiben: Die Ermittler haben keine Spur der Gesuchten.
Das wiederum kann daran liegen,
dass die Spuren gut verwischt wurden, oder daran, dass die Ermittler
wieder einmal auch die dicksten Spuren einfach nicht erkennen,
den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.
Aber - und das ist das Sonderbare
- man weiß, dass sie verschwunden sind, man hat sogar festgestellt,
dass sich die Zahl der Verschwundenen seit Oktober glatt verdoppelt
hat - was natürlich wiederum Käse ist.
Die Zahl hat sich nicht verdoppelt,
man hatte vorher nur vergessen, dass es da noch ein paar Datensätze
mehr gibt, die bisher einfach nicht berücksichtigt wurden.
Und wenn man dann endlich bis
zum Kleingedruckten vorgestoßen ist, dann erfährt
man, dass von den 266 lediglich 44 wegen politischer Straftaten
verfolgt werden und von denen wiederum nur 5 wegen politisch
motivierter Gewalttaten.
Weiters erfährt man, dass
das Bundesamt für Verfassungsschutz von diesen 266 überhaupt
nur 91 kennt. Und von diesen 91 wiederum können nur fünf
der NPD zugeordnet werden, 9 hällt man für Angehörige
der Kameradschaftsszene oder halt für "freie Rechte"
und 4 haben Kontakt zur braunen Musikszene, 2 rechnet man der
Skinheadszene zu.
Das sind dann 20 von 91.
Wie viele dieser 20 wiederum
wegen rechtsextremistischer Strafdaten gesucht werden, wird nicht
vermeldet.
An dieser Stelle sei vermerkt,
dass ich nicht mit neonazistischem Gedankengut sympathisiere.
Doch wenn groß aufgemacht
wird, 266 Neonazis hätten sich spurlos verkrümelt,
ihre Zahl sei zudem sprunghaft angestiegen - und sich am Ende
herausstellt, dass die meisten davon beim Bundesamt für
Verfassungsschutz gar nicht registriert sind, dass außerdem
die meisten davon wegen "ganz normaler" nicht politisch
motivierter Strafdaten gesucht werden, dann fragt man sich stirnrunzelnd
nach dem Zweck dieser Meldung.
Ich habe den Verdacht, es könnte
sich darum handeln, dem braven Bürger im Zusammenhang mit
dem NPD-Verbotsantrag und den "Schwierigkeiten" bei
der Aufklärung des Geheimdienst-Skandals um die NSU-Morde,
ein neues "Überwachungsinstrument" schmackhaft
zu machen.
Bin gespannt, wie es hier weitergeht.
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Hinweis
zum Leistungsschutzrecht
Diesem
Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen
Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus
Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie
dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für
die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten
Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder
ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe
des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein
könnten.
Presseverlage, die in diesem Text
eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich,
mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren.
Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis
auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung
ersetzt.
Abmahnungen ohne den vorherigen
Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren. |
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11. März
2013 10. März 2013 9. März
2013 8. März 2013 7. März 2013
12.10 Uhr Hinter dem Mond
ist - vor dem Mond
Der Mond wendet der Erde stets
die gleiche Seite zu.
Wer hinter dem Mond lebt, wird
- auch nach den allerlängsten Blicken in den schwarzen Himmel
- das Märchen von der angeblichen Existenz einer Erde in
weniger als 400.000 km Entfernung als Humbug, bestenfalls als
Verschwörungstheorie abtun
Wir leben auf dieser Erde -
und damit zwar nicht auf der Vorderseite des Mondes, aber doch
irgendwie "vor dem Mond", und weigern uns dennoch standhaft,
das wahrzunehmen, was offenkundig ist, solange nur Herr Schulz
oder Frau Merkel oder Frau von der Leyen oder Herr Rösler
oder Herr Schäuble oder Herr Barroso oder Frau Schröder
oder sonstwer, der über die Medien zu uns spricht, das Offenkundige
leugnen, verharmlosen, schön-, groß- oder kleinreden.
Zwischen dem, was ist, und
dem, was wir als wahr annehmen, steht ein ganzer Mond aus Vertuschung,
Verschleierung, Lüge, Halbwahrheit und Medienmacht.
Hier geht's zu einer sonderbar
ernsten Absurditätenshow:
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6. März
2013
15.30 Uhr Schwarze - und
ganz andere Löcher
Die schwarzen Löcher der
Astronomen und der mit ihnen verbrüderten Physiker sind
so massereich, dass alles, was ihnen zu nahe kommt, gnadenlos
hineingezogen wird und mit affenartiger Geschwindigkeit hinter
dem sogenannten "Ereignishorizont" verschwindet. Kurz
und bündig: Bis zum Ereignishorizont ist noch beobachtbar,
was sich ereignet, dahinter nicht mehr.
So weit so gut.
Nun haben wir in Deutschland
einige Menschen, die von manchen Presseerzeugnissen gerne als
"Experten" bezeichnet werden, deren informationstechnisches
Verhalten einen Vergleich mit schwarzen Löchern durchaus
nahelegt.
Nur funktionieren sie genau
umgekehrt. Ein offenbar extrem massearmes Denkorgan spuckt unentwegt
Informationen, Gedanken, Vermutungen, Prognosen, Gerüchte,
Zahlen und Buchstaben aus, die sich mit affenartiger Geschwindigkeit
in Presseerzeugnissen und Qualtitätsmedien verbreiten.
Auch hier gibt es einen Ereignishorizont.
Die Ursache der eruptiven Produktion bleibt hinter dem Ereignishorizont
unbeobachtbar und unüberprüfbar, was herauskommt ist
beobachtbar, nur macht sich selten jemand die Mühe es zu
überprüfen.
Nun haben solche Experten im
"Schwarze-Löcher-Modus" wieder einmal eruptiv
eine Gedankenblase zur Lebens- und Wochenarbeitszeit ins All
geschleudert.
Angesichts von 3 Millionen
gezählten Arbeitslosen, insgesamt 7 Millionen auf Transferleistungen
angewiesenen Personen, einer unbekannten, aber sicher noch einmal
7 Millionen starken Bevölkerungsgruppe, die in prekären
Jobs ums Überleben kämpft, aber gerade noch oberhalb
der Berechtigungsgrenzen liegt, oder sich einfach schämt,
vom Amt Hilfe zu erbitten, spucken sie die Forderung aus, die
Lebensarbeitszeit weit über 67 hinaus zu verlängern
und die Wochenarbeitszeit von 40 auf 45 Stunden anzuheben.
Nun haben wir, wenn auch zumeist
in erbärmlich bezahlten Jobs, gut 40 Millionen Beschäftigte
in Deutschland. Deren Arbeitszeit um 12,5% zu verlängern,
und deren Lebensarbeitszeit um weitere 3 Jahre anzuheben, dürfte
zu einem Arbeitsmarkteffekt in der Größenordnung von
zusätzlichen 6 Millionen Arbeitslosen führen, die von
den dann verbliebenen 34 Millionen Beschäftigten mit zu
alimentieren sind - Rationalisierungs-Effekte und die massive
Anwerbung ausländischer Fachkräfte, die auch auf dem
Mist dieser Schwarzen Löcher gewachsen ist, noch gar nicht
berücksichtigt.
Die eine mitgelieferte Begründung,
die ich hier nicht im Worlaut zitiere, suggeriert, wer länger
lebt und länger arbeitet, sichert damit den eigenen Wohlstand
im Alter.
Die andere besagt, dass sich
(angesichts der vorhandenen Unterbeschäftigung und Arbeitslosigkeit)
dennoch ein beängstigender Mangel an Beschäftigten
abzeichne.
Mag sein, dass er den Rückgang
der Beschäftigung mit einem Mangel an Beschäftigten
verwechselt, doch das liegt leider hinter seinem persönlichen
Ereignishorizont, der in der Nähe der Sprechwerkzeuge zu
liegen scheint, verborgen.
Wenn man noch dazu bedenkt,
dass ungefähr die Hälfte der gesamten Leistung (BIP)
der Bundesrepublik Deutschland in den Export geht und ein nicht
unerheblicher Teil davon als "Exportüberschuss"
verbucht wird, also als Leistung, der keine reale Gegenleistung
gegenübersteht - nur Schuldscheine, für die wir am
Ende dann wieder per Rettungsschirm in die Haftung genommen werden,
kommt einem schon das kalte Grausen.
Nach astronomischen und physikalischen Maßstäben handelt
es sich allerdings doch nicht um so etwas gigantisches, wie schwarze
Löcher, es sind vergleichsweise wohl eher "kleine Löcher",
doch das Geheimnis, wie das, was von ihnen abgesondert wird,
überhaupt entstehen kann, lässt sich einfach nicht
lüften.
Allerdings hat man das Bedürfnis,
kräftig zu lüften, wenn man wieder einmal eine volle
Ladung davon vorgesetzt bekommen hat.
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Hinweis
zum Leistungsschutzrecht
Diesem
Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen
Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus
Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie
dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für
die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten
Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder
ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe
des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein
könnten.
Presseverlage, die in diesem Text
eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich,
mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren.
Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis
auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung
ersetzt.
Abmahnungen ohne den vorherigen
Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren. |
10.00 Uhr 8 Jahre Hilfetelefon
für Frauen
Heute Morgen wurde eines der
großen Geheimnisse der Bundesregierung gelüftet. Die
Frage, warum nun 8 Jahre lang so gut wie keine politischen Regungen
des Familienministeriums erkennbar waren, ist beantwortet.
Die Ministerin persönlich
(Frau Schröder, für alle, die sich nicht an die Familienministerin
erinnern können) erklärte Herrn Schmiese vom Morgenmagazin
voller Stolz, dass man nun acht Jahre lang daran gearbeitet hätte,
eine Hotline einzurichten.
A C H T Jahre für eine Hotline!!!!!
In der Zeit gründen andere
16 Call-Center ...
Und dann erklärte Frau
Schröder, wie schwer das war. Wie unsagbar hart sich das
Familienministerium acht lange Jahre damit beschäftigte,
diese Hilfe-Nummer zu schalten, 80 Berater zu suchen und auszubilden,
einen Gehörlosen-Zugang einzurichten und dafür Sorge
zu tragen, dass Frauen sich dort in allen Sprachen dieser Welt
verständlich machen können.
Da muss man doch im Herbst
CDU wählen, wenn die sich da so ins Zeug legen.
Mir fallen wieder die Managergehälter
ein.
Frau Schröder bekommt
als Ministerin monatlich rund 13.000 Euro von den Steuerzahlern.
Im Jahr also rund 150.000 Euro.
Nun war ich ein gutes Weilchen
meines Lebens in der Wirtschaft tätig, und ich glaube mit
Fug und Recht behaupten zu können, dass die Einrichtung
einer solchen Hotline dort ungefähr so abgelaufen wäre:
- Tag 1
Vorstand erfährt von einem Problem und beauftragt einen
Mitarbeiter im Rang eines Abteilungsleiters eine Voruntersuchung
durchzuführen und einen Projektvorschlag zur Entscheidung
vorzulegen.
.
- Tag 30
Der Projektvorschlag
wird vorgelegt, Kosten und Nutzen werden abgewogen,
das Projekt wird mit kleinen Änderungen genehmigt, ein Budget
zugewiesen.
.
- Tag 31
Ein Projektteam erarbeitet
gemeinsam mit den Projektpartnern das Feinkonzept der technischen
Realisierung, beginnt mit der Rekrutierung des erforderlichen
Personals, startet ein erstes Ausbildungsprogramm, sucht und
mietet die erforderlichen Räumlichkeiten, stellt Kontakte
zu allen ggfs. einzubindenden Hilfsorganisationen her und schließt
die ggfs. erforderlichen Verträge.
.
- Tag 90
Umbauarbeiten im Mietobjekt
beginnen, das bisher akquirierte Personal wird in einer Testumgebung
auf den "Ernstfall" vorbereitet.
.
- Tag 100
Installation der Technik,
Probeläufe, Nachbesserungen
.
- Tag 120
Start der Hotline in
einer ersten Ausbaustufe, sammeln von Erkenntnissen
über Verbesserungsmöglichkeiten, Umsetzen der Verbesserungsmöglichkeiten,
Einarbeitung weiterer Mitarbeiter.
.
- Tag 180
Die Hotline läuft im Vollbetrieb. Der Vorstand wird über
den erfolgreichen Abschluss des Projekts informiert und gibt
im Anschluss eine kurze Pressekonferenz.
- Das ist ungefähr die
Zeitspanne, in der so ein wirklich kleines Projekt von der Konzeption
bis zur Realisierung durchgezogen wird. Und der Vorstand (Minister)
beschäftigt sich damit allenfalls 20 Stunden, eher weit
weniger.
-
- Wenn man also die 8 Jahre
der Familienministerin mit dem halben Jahr eines wirklichen Managers
vergleicht, dann steht dem durchaus - alleine aus Effizienzerwägungen
- auch das 16-fache Gehalt zu, also rund 2,5 Millionen jährlich.
Und wenn man, wie die Grünen, Vorstandsgehälter bei
500.000 Euro deckeln will. indem man die steuerliche Absetzbarkeit
für die Unternehmen da kappt, dann dürfte eine Ministerin
mit diesem 8-Jahres-Projekt auch nur noch 2.600 Euro monatlich
auf dem Gehaltszettel vorfinden ...
-
- Das ist natürlich
alles an den blonden Haaren der Ministerin herbeigezogen. Vermutlich
hat sie sich mit dem Projekt nicht länger beschäftigt
als es ein DAX-Vorstand auch getan hätte. Dass es acht Jahre
gedauert hat, hat auch nichts mit dem tatsächlichen Aufwand
zu tun, das schaffen ihre Beamten auch in vergleichbarer Zeit.
-
- Es ist ein Projekt, das man
sich einfach aufgehoben hat, um es zur nächsten Bundestagswahl
mit großem Brimborium an die Öffentlichkeit zu bringen,
weil man da mit kleinem Aufwand und beeindruckenden Worten vielleicht
doch wieder ein paar Wählerstimmen gewinnen kann.
-
- Dazu passt dann auch die im
gleichen Interview angeschnittene Anregung von Frau Schröder,
vom Ehegattensplitting zum Familiensplitting überzugehen.
Abgesehen davon, dass das nur mal als Gedanke und Zielvorstellung
in den Raum gestellt wird und ohne das Abnicken durch Herrn Schäuble
niemals kommen wird, stellte es Frau Schröder als Großtat
der Gerechtigkeitspartei CDU dar.
-
- Dass Wulf Schmiese sehr berechtigt
zwei Mal nachfragte, ob das denn nicht am Ende nur denen zugute
komme, die sowieso viel Geld haben, ignorierte Frau Schröder
mit munterem Drauflosplappern so geschickt, dass sich der Morgenmichel
am Ende fragte, welchen Blödsinn Herr Schmiese da eigentlich
gefragt hat.
-
- Geschickt gemacht, Frau Schröder,
-
- im Grunde aber nur ein Argument
mehr, nicht CDU zu wählen.
|
Hinweis
zum Leistungsschutzrecht
Diesem
Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen
Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus
Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie
dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für
die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten
Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder
ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe
des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein
könnten.
Presseverlage, die in diesem Text
eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich,
mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren.
Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis
auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung
ersetzt.
Abmahnungen ohne den vorherigen
Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren. |
-
- Eine Lesermeinung zu diesem
Hinweis auf das Leistungsschutzrecht:
-
- Lieber Herr Kreutzer,
zu der gelungenen Satire kann man Sie ja nur beglückwünschen!
Das Bubenstück wird sicherlich seine Kreise ziehen (tut
es schon) und ein wahrhaft homerisches Gelächter erzeugen
über das tolle Eigentor, dass sich die Leistungsschützer
da mit diesem Gesetz geschossen haben. Ohne es noch recht bemerkt
zu haben, vermutlich, aber da ist ja dieser Torrichter EWK -
herrlich! Vor allem "Der betreffende Textabschnitt wird
unverzüglich unter Hinweis auf den Rechteinhaber ... "
ist ja zum Prusten! Und ob sich die "Rechteinhaber"
das so gedacht haben, nun gar nicht mehr vorzukommen, darf man
bezweifeln. Verzicht auf Zitat oder Link überhaupt! Die
einzige Chance, bei Ihnen genannt zu werden, haben die "Rechteinhaber"
ja dann nur noch, indem sie sich lächerlich machen! (Oder
weil ihnen schavant, dass Sie geguttenbergt haben, was wohl eher
nicht vorkommen wird.) Ob die Blogosphäre insgesamt allerdings
solche grimmig schmunzelnde Konsequenz halten wird, wie Sie,
muss ebenfalls bezweifelt werden. Wäre ja zu schön,
wenn Ihr Hinweis zum Leistungsschutzrecht Schule machen und unter
allen Blogs stehen würde...
Herzlichen Gruß
Konrad W.
|
|
5.
März 2013
In diesem
Jahr ist sehr früh Ostern
Die Ostereier aus
dem EWK-Verlag
sind quaderförmig, sie werden weder von Hasen
noch von Hennen gelegt,
sondern von Buchdruckern gedruckt
und von Buchbindern gebunden.
Ist noch ein Platz
frei dafür - im Nest?
|
Mädchen und Jungen
ab 8 Jahren |
Mädchen und Jungen
ab 8 Jahren |
|
Mädchen und Jungen ab 9 Jahren |
Mädchen und Jungen ab 8 Jahren |
|
Mädchen und Jungen
ab 6 Jahren |
Mädchen und Jungen ab 5 Jahren |
|
ER schenkt IHR |
SIE schenkt IHM |
|
für alle politischen
Weltverbesserer |
für alle sozialen
Weltverbesserer |
Gründonnerstag,
der Tag der Osterhasen,
ist schon am 28. März |
5. März
2013
8.30 Uhr Augenwischerei
Managergehälter
Die Volksverblödungsmaschine
rotiert auf Hochtouren, endlich ein Thema mit dem man "Gerechtigkeit"
inszenieren kann. Die Manager verdienen zu viel, die Vorstandsgehälter
der deutschen DAX-Konzerne liegen bei durchschnittlich 5 Millionen
Euro jährlich - das muss geändert werden ...
Immmer, wenn Politiker aus
so ziemlich allen Parteien wie die Aasgeier über ein Thema
herfallen, um sich ja auch ein Stück aus dem Wählerstimmenkuchen
zu sichern, ist allerhöchste Vorsicht geboten. Da ist etwas,
das nichts kostet, niemandem weh tut, alles beim Alten lässt,
aber dem Wahlvolk als großer Schritt in Richtung sozialer
Gerechtigkeit verkauft werden kann.
Die Schweiz hat entschieden,
dass die variablen Gehaltsbestandteile in der Regel nur noch
100 % der fixen Bestandteile (im Ausnahmefall 200%) erreichen
dürfen, und dass die Aktionäre über die Höhe
der Managergehälter zu befinden haben sollen.
Das soll nun - möglichst
noch vor der Wahl im Herbst - auch in Deutschland ins Gesetzbüchlein
geschrieben werden - damit mit der Michel sich freut.
Mir fällt dabei das ebenso
kurze wie ordinäre Gedicht ein, das mit der Pointe endet:
"So kann man auch mit kleinen Sachen, den Kindern große
Freude machen ..."
(zum vollständigen Verslein)
Warum das ganze eine einzige
Augenwischerei ist?
1. Heute bestimmen die Aufsichtsräte
über die Managergehälter.
Das sind die Vertreter der
Aktionäre - und nach deutschem Mitbestimmungsrecht auch
die Vertreter der Belegschaft. Die entscheidende Stimme hat jedoch
immer die Aktionärsseite. So dass Rainer Brüderles
Rhetorik, die Gewerkschaften und Betriebsräte würden
ja immer alles mit entscheiden, schon hart am Rande der Wahrheit
daherkommt.
In Zukunft sollen die Aktionäre
alleine entscheiden und das stärkt alleine die Rolle der
Eigentümer, die sich ihre Vorstände weiter so auswählen,
wie es der Gewinnmaximierung am besten dient - und dafür
werden sie auch weiter fürstliche Gehälter ausschütten,
ganz ohne dümmliche Fragen der Arbeitnehmervertreter im
Aufsichtsrat beantworten zu müssen.
2. Die Deckelung über
eine feste Relation zwischen Fixum und Bonus
hat nur einen geringen Einfluss
auf die Höhe des tatsächlich gezahlten Jahresgehaltes.
Es wird bei dem einen Manager etwas mehr, bei dem anderen etwas
weniger herauskommen, unter dem Strich werden sich die Durchschnittsgehälter
der Vorstände jedoch nicht verändern.
3. Vorstände werden
bezahlt, damit sie die Drecksarbeit machen.
Der Strompreis wird nicht sinken
und der VW-Passat wird nicht billiger angeboten werden, wenn
die Managergehälter gedeckelt werden.
Gemessen am Gewinn, den die
DAX-Unternehmen einfahren und ihren Aktionären ausschütten,
und das sind Jahr für Jahr viele Milliarden, die in vielen
Fällen in ganz wenige beherrschende Aktionärsfamilien
fließen (z.B. BMW, sh. unten), sind die Managergehälter
noch weniger als Peanuts.
Das sind die wahren Abzocker!
Die Großaktionäre, das Großkapital, die alles
beherrschende Finanzelite. Das sind diejenigen, die ihre Gewinne
aus Kapitalvermögen mit niedrigen Vorzugssteuersätzen
versteuern.
Doch von denen redet niemand.
Wo nicht 5 Millionen, sondern
50, 500 oder 5.000 Millionen jährlich aus einem Unternehmen
- d.h. aus der Leistung der Mitarbeiter abgezogen werden, ganz
legal, versteht sich, da regt sich kein warnender Finger, ganz
im Gegenteil, den eigentlichen Nutznießern wird mit der
Forbes Liste der Reichsten auch noch gehuldigt, sie werden als
"Investoren" umworben und als "die Märkte"
zur gottgleichen Allmächtigkeit emporgehoben.
Und die werden weiterhin bestimmen,
wie viel ihre Vorstände für die Drecksareit bekommen,
damit die Milliarden-Gewinne weiterhin fließen.
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Hinweis
zum Leistungsschutzrecht
Diesem
Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen
Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus
Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie
dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für
die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten
Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder
ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe
des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein
könnten.
Presseverlage, die in diesem Text
eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich,
mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren.
Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis
auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung
ersetzt.
Abmahnungen ohne den vorherigen
Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren. |
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4. März
2013
07.20 Uhr Das Verfassungsgericht
ist kein Wunschkonzert
Ich finde, es ist kein Unterschied,
ob nun Peer Steinbrück erklärt, in Italien hätten
zwei Clowns die Wahl gewonnen, oder ob Horst Seehofer dem Verfassungsgericht
die Kompetenz abspricht, in der Frage der Gleichstellung gleichgeschlechtlicher
Partnerschaften nach den Grundsätzen der Verfassung zu urteilen.
Und die Argumentation, es handele sich um Fragen, die von der
Politik zu entscheiden seien und nicht vom Gericht, steht in
wundersamem Widerspruch zu seinem eigenen Gang nach Karlsruhe
um dort den Länderfinanzausgleich zu kippen, weil auch hier
die Politik zu keiner Lösung findet.
Wer aufhört, das Verfassungsgericht
zu akzeptieren, hört zugleich auf, die Demokratie und den
Staat überhaupt zu akzeptieren, denn das Verfassungsgericht
ist in Sachen Demokratie die letzte und einzig entscheidende
Instanz.
Richterschelte ist ja schön
und gut, und sogar von der Meinungsfreiheit gedeckt, doch einem
Ministerpräsdenten eines Bundeslandes steht sie ebenso schlecht
zu Gesicht, wie es einem Kanzlerkandidaten schlecht zu Gesicht
steht, den Wahlausgang in einem Nachbarland so zu kommentieren,
wie Steinbrück es getan hat.
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Hinweis
zum Leistungsschutzrecht
Diesem
Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen
Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus
Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie
dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für
die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten
Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder
ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe
des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein
könnten.
Presseverlage, die in diesem Text
eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich,
mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren.
Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis
auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung
ersetzt.
Abmahnungen ohne den vorherigen
Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren. |
Dieser Hinweis ist - noch
- ohne Bedeutung. Das Gesetz ist noch nicht in Kraft.
Doch wenn Sie den obigen Text
einmal aufmerksam lesen, werden Sie feststellen, dass es darin
eine ganze Menge von Textabschnitten gibt, die durchaus so oder
anders auch in "Presseerzeugnissen" des letzten Jahres
Verwendung gefunden haben könnten.
Ob jeder dieser Textabschnitte
der so genannten "Definition" genügt, wonach nur
"kleinste Textausschnitte" verwendet werden dürfen,
weiß noch kein Mensch, solange nicht die ersten Abmahnurteile
rechtskräftig geworden sind. Was also ist ein kleinster
Textausschnitt? Sind das noch "kleinste" - oder schon
"größere":
- es ist kein Unterschied, ob
- Peer Steinbrück erklärt
- zwei Clowns die Wahl gewonnen
- ob Horst Seehofer
- dem Verfassungsgericht die
Kompetenz
- in der Frage der Gleichstellung
gleichgeschlechtlicher Partnerschaften
- nach den Grundsätzen
der Verfassung
- die Argumentation, es handele
sich um Fragen
- von der Politik zu entscheiden
- nicht vom Gericht
- Gang nach Karlsruhe um
- den Länderfinanzausgleich
zu kippen
- das Verfassungsgericht zu
akzeptieren
- die Demokratie und den Staat
- das Verfassungsgericht ist
in Sachen Demokratie die letzte und einzig entscheidende Instanz
- Richterschelte ist ja schön
- von der Meinungsfreiheit gedeckt
- doch einem Ministerpräsdenten
eines Bundeslandes
- steht sie ebenso schlecht
zu Gesicht
- wie es einem Kanzlerkandidaten
- schlecht zu Gesicht steht
- den Wahlausgang in einem Nachbarland
- wie Steinbrück es getan
hat
-
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3. März
2013
Julies Bild vom
Sonntag
Julies Bild vom
Sonntag
Wolfgangs Bild vom
Sonntag
Wolfgangs Bild vom
Sonntag |
2. März
2013 1.
März 2013
10.30 Uhr Leistungsschutzrecht
Daniel Neun von Radio-Utopie
hat gestern in einer sehr emotionalen und sehr eingehenden Weise
die Konsequenzen des neuen "Leistungsschutzrechtes"
beschrieben.
Ich nehme an, dass ich darauf
ungestraft verlinken darf und tue dies am Ende dieser kurzen
Meldung.
In der Annahme, dass das Gesetz
nicht rückwirkend beschlossen wurde, werde ich von heute,
1. März 2013 an, keine Links mehr auf "Presseerzeugnisse"
setzen. Die Ausnahme bleibt der vor gut einer Stunde noch gesetzte
Link zum Kommentar "Schäuble träumt".
Die Möglichkeit, die ich
bisher gerne und aus Verantwortung für meine Leser genutzt
habe, zu jedem meiner Kommentare auch direkt auf die Quelle zu
verlinken, ist mir zwar nicht unbedingt verwehrt, doch schließe
ich mich da voll der Argumentation Daniel Neuns an: Sie haben
es nicht mehr verdient, verlinkt und zitiert zu werden.
Natürlich wird durch dieses
Gesetz auch meine Arbeit erschwert, weil der Zugang zu Informationen
vermutlich schwieriger werden wird.
Aber so ist das halt in einem
Land, das den Märkten untertan ist, von Kommissaren beherrscht
und von so genannten Volksvertretern mit Gesetzen, die von Lobbyisten
gewünscht und oft auch geschrieben werden, überschüttet
wird, damit eine Regierung, der das Vertrauen in die Kraft des
großen Bluffs mehr und mehr abhanden kommt, die Massen
im Zaum halten kann.
(das als Auffrischung des PaD 9 /2013)
09.15 Uhr Schäuble
träumt
"Ein großer Mann,
auch noch im Irrtum groß."
(Friedrich Schiller, anläßlich
des Todes des absolutistischen Herzogs Karl Eugen von Wirtemberg.)
Von Schäuble wird man
vermutlich einst ähnliches sagen, allerdings nicht erst
nach seinem Tod, sondern schon nach dem Untergang des Euros und
der damit verbundenen europäischen Katastrophe.
Statt die Augen zu öffnen
und das europäische Krisenszenario in aller Konsequenz zur
Kenntnis zu nehmen und die wahren Ursachen dafür zu ergründen,
macht Schäuble in einer schon unwirklichen Realitätsferne
Werbung für den Euro:
"Es sollten möglichst
bald möglichst viele Länder bereit sein, dem Euro beizutreten"
Und das, obwohl er wissen könnte,
dass inzwischen 2/3 der Polen die einst ersehnte Einführung
des Euros jetzt ablehnen und die polnische Regierung die Entscheidung
über den Euro zunächst einmal vorsichtshalber auf die
Zeit nach den nächsten Wahlen (2015) verschoben hat.
Dass der sogenannte "Sparkurs"
irgend etwas mit der schrecklichen Situation der Menschen in
Griechenland, Spanien, Portugal und Italien zu hätte, kann
Schäuble nicht erkennen, obwohl selbst im zweiten Kernland
der Euro-Zone, in Frankreich, die Zeichen auf Sturm stehen.
Für Schäuble ist
"der gesunde Haushalt" das einzig entscheidende Kriterium,
und gesunde Haushalte sind eben nach Schäubles Denke nur
durch Einsparungen, keinesfalls aber durch höhere Steuern
auf höchste Einkommen und Vermögen zu erreichen.
So spart er uns kaputt, und
so zwingt er die europäischen Nachbarn, sich zu gleicher
Wettbewerbsfähigkeit kaputt zu sparen, ohne zu erkennen,
dass der Weltmarkt, den wir beliefern, mit nichts anderem bezahlt
als mit Fiat-Money.
Das Ziel einer nationalen,
meinetwegen auch einer europäischen Wirtschaftspolitik kann
nicht der ewige Ausführüberschuss sein, das ist nämlich
das Erscheinungsbild einer von Kolonialherren ausgeplünderten
Kolonie, sondern nur die langfristig ausgeglichene Handelsbilanz,
bei der den Ausfuhrleistungen in gleichem Maße "ausgleichende"
Einfuhrleistungen gegenüber stehen, statt ungedeckter Schuldscheine.
Und dann lobt Schäuble noch die Tatsache, dass die Arbeitskosten
in den Krisenländern gesunken seien, denn dadurch würden
die Ungleichgewichte zwischen den Euro-Ländern vermindert.
Dass dies mit massenhafter
Arbeitslosigkeit bezahlt wird, vor allem mit einer Jugendarbeitslosigkeit,
die als Pulverfass mit kurzer Lunte ganz Europa bedroht, und
dass diese Arbeitslosigkeit durchaus mit dem Sinken der Wirtschaftsleistung
korreliert, dass die ganze "Wettbewerbsfähigkeit"
also volkswirtschaftlich für die Katz ist, allenfalls einzelnen
Unternehmen und deren Investoren zugute kommt, ist in seinem
schönen Traum nicht vorgesehen.
Im Gegenteil, Schäuble
fordert weitere Fortschritte - also noch weiter sinkende Realeinkommen,
noch weiter steigender Arbeitslosigkeit, noch weiter sinkende
Staatseinnahmen noch mehr Privatisierung.
Eine Gefahr für den Euro
und die Euro-Zone - die bestand in Schäubles Wahrnehmung
zu keiner Zeit und besteht für ihn auch heute nicht.
Fürwahr, ein großer
Mann, auch noch im Irrtum groß.
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28.
Februar 2013
12.05 Uhr Wieder ein Monat
um
Die BA informiert über
eine "robusten" Arbeitsmarkt trotz schwacher Konjunktur.
Hat nicht gerade das Ifo-Institut ein starkes Anziehen der Konjunktur
an die Wand gemalt, und die GfK ihren immerwährenden Sermon
von der ungebrochenen Kauflaune unters Volk gestreut?
Zu erinnern ist in diesem Zusammenhang
an die Wiederauferstehung des längst eingemotteten Wörtchens
"robust". Damit hat man lange Zeit die Teilnahme der
Bundeswehr an Kriegen bemäntelt, sprach von "robusten"
Einsätzen ...
Hängt sprachlich mit dem
englischen "boost" und dem deutschen "pusten"
zusammen. Wegpusten.
Und so haben in der letzten
Woche die versammelten Arbeitgeber der Republik wieder mal ganz
nebenbei 11.700 Arbeitsplätze robust weggepustet.
Der Staat ist mit über
8.000 abzubauenden Stellen dabei.
(Den Link zur Statistik der
Arbeitsplatzvernichtung finden Sie oben in der hellblauen Zeile.)
Ja, der Staat muss eben sparen,
dafür haben wir sie schließlich gewählt, unsere
Repräsentanten, damit sie uns den Gürtel enger schnallen,
wie es die Lobbyisten empfehlen und wie es die Kommissare aus
Angst vor "den Märkten" erzwingen wollen, ggfs.
unter Auflösung der nationalen Parlamente.
Lesen Sie dazu den heutigen
Paukenschlag:
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27. Februar 2013
12.05 Uhr Schutzlos Google
preisgegeben: Das einzelne Wort
Die Light-Version des vermaledeiten
Leistungsschutzrechtes soll und wird nun Gesetz werden.
Dass der Wahnsinn Methode hat,
lässt sich schon daran erkennen, dass es Suchmaschinen künftig
noch erlaubt bleiben soll, einzelne Worte oder kleinste
Textabschnitte aus Presseerzeugnissen straffrei zu übernehmen.
Ich simuliere hier mal die
Google-News von heute - unter Verwendung einzelner Worte
und kleinster Textabschnitte
Spannend, oder?
Man fühlt sich sofort
gut informiert, weiß, was man lesen will, und dabei bin
ich mir noch nicht einmal sicher, ob demnächst nicht ein
Hohes Gericht für Recht erkennen wird, dass unter "kleinste
Textabschnitte" womöglich doch wieder nichts anderes
verstanden werden darf, als das "einzelne Wort", denn
kleiner ist ein Textabschnitt nicht mehr zu definieren. Dann
bliebe als Komplettinfo zu diesen 10 Artikeln nämlich nur
noch LivetickerUnionAufCountdownAutorAnheusermitWestenHagelNach
übrig.
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26. Februar
2013
14.50 Uhr Italien hat gewählt,
Brüssel ist besorgt ...
doch kaum jemand kommt auf
die Idee, den Italienern politische Klugheit zu attestieren,
indem sie in großer Mehrheit den Goldman-Sachs-Monti abstraften
und seine Partei auf runde 10 % eindampften.
Die versammelte Presse ist
voller Heulen und Zähneklappern und hat Angst vor der Rache
des Drachens "die Märkte", denen die Italiener
das bereits sicher geglaubte Menschenopfer wieder aus den Klauen
gerissen haben.
Unsere Welt ist schlecht organisiert.
Die Organisation unserer Welt dient - weniger denn je - den Menschen,
die auf dieser Welt leben, sie gestalten und erhalten, sondern
stattdessen immer mehr einer parasitären Clique, die sich
vornehm im Hintergrund hält, während ihre Marionetten
auf der Bühne mit immer größerer Mühe versuchen,
uns "Demokratie" vorzuspielen.
GLOCALIS
Karl Waldeckers richtungsweisendes
Buch zeigt eine Alternative auf.
Am Freitag, 1. März, werden
die ersten Exemplare von der Druckerei ausgeliefert.
Für uns Anlass, die Entstehung
eines Buches, vom Erstkontakt mit dem Autor bis zur Erteilung
des Druckauftrages, an diesem Beispiel zu dokumentieren. Natürlich
nicht in allen Details, aber so weit, dass sich der Interessierte
ein Bild machen kann.
Interesse?
|
25. Februar
2013
11.30 Uhr Italienische Nacht
- eine dystopische Betrachtung
Italien hat gestern begonnen
zu wählen, und wählt heute noch ein bisschen weiter,
damit es spannend bleibt.
Und während die vielfach
wahlerprobten Italiener dieser Wahl offenbar einen minderen Wert
zuweisen, was sich an der bis jetzt schwachen Wahlbeteiligung
unschwer ablesen lässt, wird Resteuropa mit den fürchterlichsten
Schreckensszenarien überschüttet, sollte Italien "in
der Krise" ohne stabile Regierung dastehen, will heißen,
ohne einen europhrenen Rettungsschirm- und Spar-Junkie, dem Italien
nichts und Europa alles gilt.
Mein Gott!
Italien und eine stabile
Regierung?
Das wäre ein absoluter
Ausnahmezustand. Italien lässt sich, seit ich denken kann,
genau so regieren, wie eine DC 9 fliegt. Immer damit beschäftigt,
durch den schnellen Wechsel von einem instabilen Flugzustand
in den anderen den Absturz zu umgehen.
Und nun soll auf einmal Wohl
und Wehe ganz Europas davon abhängen, ob Monti in Italien
weiter mitbestimmen wird oder nicht?
Das ist Käse.
Das Land kranksparen, Gemeineigentum
privatisieren, Banken und Großvermögen retten, das
was Italien nach dem Willen der Goldman-Sachs-hörigen Eurokraten
fortführen soll, dient dem Wohl weniger gewissenloser Abzocker
und bedeutet das Wehe für 500 Millionen Europäer.
Die Angst, die geschürt
wird, ist die Angst davor, dass sich die Erkenntnis ausbreitet,
dass es auch anders geht, und zwar besser, viel besser, wenn
nur jemand den Mut hat, sich aus freiwillig angelegten Fesseln
wieder zu befreien.
Noch haben nicht alle vergessen,
dass es Krisen dieses Ausmaßes in Europa vom 2. Weltkrieg
bis zur Einführung des Euro nicht gegeben hat. Und da hilft
auch die europhile Rede des Bundespräsidenten nicht, der
sein neo-teutonisches "Weiter so!" gerade mit so viel
milder Kritik garnierte, dass wieder ein Teil der ZEIT- und Focus-
und Spiegel-Leser eingeschläfert werden, total vergessend,
dass der Bundespräsident keinen Deut mehr Politik zu gestalten
in der Lage ist als die Queen auf ihrer Insel der "Splendid
Isolation". Auch Gauck-Reden sind ein Teil jenes Opiums
fürs Volk, das ja immer noch nicht vollständig unter
Ritalin steht und gelegentlich wach zu werden droht.
Wir haben erlebt, dass in Europa
reihenweise Regierungen ausgewechselt wurden, um mögliche
Hindernisse für die Euro-Rettungs-Strategie aus dem Weg
zu fegen.
Wir haben erlebt, dass zur
Verstärkung des "Reform-" Drucks eine Pseudo-Meta-Regierung
namens Troika in Athen mehr zu sagen hat, als die gewählten
Repräsentanten des Volkes.
Mit Italien könnte es
in den nächsten Tagen zu einem Novum kommen. Getreu der
Maxime des H. Juncker (sinngemäß): Wir machen einen
Schritt, und warten, ob ein Aufschrei kommt, und falls nicht,
dann machen wir den nächsten Schritt, bis sich nichts mehr
umkehren lässt.
Und dieser Schritt - und das
ist die dystopische Vision - könnte darin bestehen, dass
der Europäische Rat zusammentritt und den Ausgang der Wahl
in Italien zum Anlass nimmt, das ganze Land von Brüssel
aus "kommissarisch" zu regieren.
Das wäre sogar durch die
UN-Charta gedeckt, die ja besagt, dass ein Staat, der seine Bürger
nicht mehr schützen kann, zulassen muss, dass jemand sagt:
"Jetzt werdet ihr geholfen". Und ein Staat ohne stabile
Regierung, das muss jeder einsehen, kann seine Bürger nicht
mehr schützen. Und sollten die Italiener von Ausländern
nicht geschützt werden wollen, dann muss man sie halt mit
Gewalt zu ihrem Glück zwingen.
Gegenseitiger Beistand und
Unterstützung sind zugesichert, der Einsatz europäischer
Truppen zur Aufstandsbekämpfung ist durch die Verträge
gerechtfertigt, bleibt nur noch abzuwarten, ob die EU den Marsch
auf Rom alleine antritt, oder ob nicht doch vorsichtshalber die
USA in die Koalition der Willigen mit einbezogen werden sollten.
Die haben ja schließlich
Erfahrung mit Landungstruppen auf Sizilien und könnten die
zweite Front vom Süden her aufbauen.
Leute!
Ich hoffe, das ist eine
Spinnerei,
doch ganz sicher bin
ich mir da nicht mehr.
Wenn auch die BILD mit ins
Horn stößt, und die Angst vor den Finanzmärkten
schürt, dann klingeln die Alarmglocken. Es klingt schon
fast wie einst Churchill, als er die Engländer fragte: "Wollt
ihr Butter oder Kanonen?"
Wobei ich anmerken möchte,
dass man Kanonen genau so wenig essen kann, wie den Euro.
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2011
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Links
zu Seiten, die ich gerne empfehle:
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Quellen |
Gert Flegelskamp
ein geradliniger Querdenker, bringt laufend kluge,
gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung
zum Ausdruck
http://www.flegel-g.de/ |
Statistisches Bundesamt
viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
http://www.destatis.de |
Cleanstate e.V.
H.J.Selenz
im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
http://www.cleanstate.de/start.html |
|
Politik-Poker
"aus unterschiedlichen Blickwinkeln ...", das war das
Motto zu Beginn, inzwischen sind die Blickwinkel recht verengt
- aber man soll ja auch die Argumente Andersdenkender kennen.
http://www.politik-poker.de |
|
Norbert Rost,
Die Feldpolitik ist fast eingeschlafen. Doch alle paar Monate
gibt es noch ein paar kluge Anmerkungen,
http://feldpolitik.de |
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Bürgermeinungen
hier schreiben
einige wenige Bürger unverdrossen ihre Meinung.
http://www.buergermeinungen.de/ |
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Info-Portale |
Sozialticker
Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
http://www.sozialticker.com/ |
NNE NetNewsExpress
rund um die Uhr aktuelle und interesante
Informationen, hohes Suchtpotential!
http://www.net-news-express.de/ |
Mag Wompel
das labournet - die Gewerkschaftslinken
http://www.labournet.de |
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Nachdenkseiten
nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren
Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten
gibts anderswo auch.
http://www.nachdenkseiten.de/ |
Die Selbstähnlichkeit
der Erscheinungen der Realität ist so groß, dass der
winzige Ausschnitt, den der Einzelne davon wahrzunehmen in der
Lage ist, vollkommen ausreicht, um sich ein brauchbares Bild
des Ganzen zu machen - so man nur will. |