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Liebe Leser,

mit einem guten Buch können Sie einem lieben Menschen eine Freude machen, Sie können sich selbst eine Freude machen - und Sie können mir eine Freude machen, wenn Sie bei der Auswahl Ihrer Buchgeschenke auch an den EWK-Verlag denken.

Und ich garantiere: Was Sie bis Freitag, 19. Dezember bei uns bestellt haben,wird spätestens am 24. Dezember von der Post gebracht. Jedenfalls, wenn die Sendung an eine Adresse in Deutschland geht.

Herzliche Grüße und noch eine schöne Vorweihnachtszeit

Ihr Egon W. Kreutzer

P.S.: Geschenkempfehlungen finden Sie rechts, unter dem Verlags-Logo

Autoren - Texte - BoD Manuskript - Verlag Informationen für Autoren


18. Dezember 2014
 
Liebe EWK-Freunde,
 
wie seit vielen Jahren war es mir auch in diesen Tagen wieder wichtig, zum Jahreswechsel dem Zwang zur aktuellen Kommentierung auszuweichen und stattdessen nachdenklichere, weiter in die Zukunft gerichtete Gedanken festzuhalten, die zwar vom schmerzenden "Nerv der Zeit" ausgehen, aber doch ein Stück weit darüber hinaus gehen sollen.
 
Am Ende eines gewalttätigen Jahres, mit lauten Rufen nach noch mehr Gewalt, als gäbe es keine anderen Konzepte, politische, wirtschaftliche und freiheitshungrige Ziele zu erreichen, habe ich die "Gewalt" thematisiert. Ich habe sie dabei nicht in ihrer Grausamkeit ausgemalt, sondern versucht, sie da zu entlarven, wo sie sich noch als gewohnte Erscheinung des Alltags, als Notwendigkeit gewachsener Verantwortung oder als Ultima Ratio in einer Situation darstellt, in der alles andere "zwecklos" erscheint.
 
Meiner optimistischen Grundeinstellung ist es zu verdanken, dass die Beschäftigung mit der "Gewalt" am Ende doch auf eine Option hinweist, wie die Gewalt, die uns umgibt und fesselt, überwunden werden kann, ohne selbst zur Gegengewalt greifen zu müssen.
 
Wer, wenn nicht Sie, verfügt über die geistigen und moralischen Voraussetzungen, um einem solchen Gedanken zur Verbreitung zu verhelfen?
 
Ich danke Ihnen für die Bereitschaft, sich mit meinen Gedanken zu beschäftigen,
 
und wünsche Ihnen und Ihren Lieben

ein friedvolles, harmonisches und beglückendes Weihnachtsfest und
im Voraus schon einen guten Rutsch und alles Gute im kommenden Jahr.
 
Mit besten Grüßen
Ihr
Egon W. Kreutzer
 
 

17. Dezember 2014
 
06.00 Uhr Zum Teufel mit den Grundrechenarten! Schuldenquote ade!
 
Das fängt jetzt ganz trocken an, wird Sie aber voraussichtlich lange vor dem Schluss dieser kurzen Betrachtung zum Wiehern bringen ...
 
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16. Dezember 2014
 
09.15 Uhr Die Vernunft geht flöten
 
"Viel Feind, viel Ehr" - rühmte man sich früher und streichelte selbstverliebt den Säbel, dessen bräunliche Flecken nicht vom Rost sondern vom eingetrockneten Blut der Feinde stammten. Und wenn der Toast ausgebracht, der Sieg gefeiert war, gings wieder hinaus, auf das Feld der Ehre ...
 
An Feinden mangelt es derzeit nicht.
 
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15. Dezember 2014
 
16.30 Uhr Die Sünde Sex - Edathi der Sünder
 
Sexualität war noch in meiner Jugend etwas streng Verpöntes. Das Wort "geil" zu kennen, hieß noch lange nicht, dass man es auch sagen durfte. Vermieter, die unverheirateten Paaren eine Wohnung oder ein Zimmer vermieteten, machten sich der Kuppelei schuldig und hatten mit Strafen zu rechnen. Homosexualität war nach dem §175 des Strafgesetzbuches verboten und strafbar. Eine Frau - oben ohne - in einem Freibad oder an irgendeinem Strand oder Seeufer war undenkbar, einzig die Nudisten der FKK-Gemeinde hatten ihre abgegrenzten eingezäunten Bereiche und übten sich dort in sektiererischer Weise in der Keuschheit der Nacktheit.
 
Dann brachte Ingmar Bermann "Das Schweigen" in die Kinos, Oswald Kolle schrieb seine Aufklärungsbücher und Beate Uhse gelang der Sprung aus der Schmuddelecke ...
 
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14. Dezember 2914
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag
 
 

13. Dezember 2014
 
11.00 Uhr Fitch schießt auf Frankreich
 
Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone ist von der Rating-Agentur Fitch auf nur noch "AA" herabgestuft wurden. Nicht mehr AAA, nicht AA1 nicht einmal mehr AA+, nur noch AA. Die Versuchung, diese Bonitätsnote semantisch mit einem Begriff aus der Babysprache zu verknüpfen, ist groß und naheliegend dazu.
 
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12. Dezember 2014
 
10.00 Uhr Der Fluch des Flugverkehrs
 
Ach, was waren das für Zeiten, als die PanAm mit der Lizenz zum Berlinflug in 3.000 m Höhe durch die Turbulenzen in den Luftkorridoren über der DDR juchtelte und unmittelbar nach dem Start in allen Sitzreihen die Zigaretten angezündet wurden. Die Tickets waren teuer, die Stewardessen hübsch und wenn der Flieger in Tegel aufsetzte, und dabei mehr als einen Hopser schaffte, wurde die Kunst des Kapitäns beklatscht.
 
Die Flugzeuge sind größer geworden, neben den Boeings tauchten die Airbusse auf und neben den großen alten Gesellschaften witterten die Billigflieger ihr Geschäft.
 
Kein Wunder, dass die Flughäfen aus allen Nähten platzten ...
 
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11. Dezember 2014
 
11.15 Uhr Die Welt ist schlecht - und ich bin so klein ...

Am Dienstagabend gab es die letzte Ausgabe der "Anstalt" für dieses Jahr. Zynisch, süffisant, boshaft, lustig und zutiefst resigniert brachten Claus von Wagner und Max Uthoff ihre Pointen auf die Bühne.

Und weil die nagenden Zweifel am Sinn ihrer kabarettistischen Unterhaltung auch von Christian Ehring und Rainald Grebe nicht ausgelöscht werden konnten, holten sie auch noch den polternden Choleriker Matthias Egersdörfer auf die Bühne, der in einer fulminanten Publikumsbeschimpfung am Rande seiner stimmlichen Möglichkeiten jene Wahrheit herausbrüllte, die seit jeher die Hofnarren zur Verzweiflung brachte.
 
Llesen Sie einfach hier weiter:



10. Dezember 2014
 
09.30 Uhr Weihnachtsfeier in Guantanamo
 
Das seit Beginn der ersten Amtszeit des Präsidenen Barrack Obama geschlossene Foltergefängnis im US-amerikanisch genutzten Teil der Insel Kuba, wurde in den letzten Jahren mit großem Aufwand in eine Gedenkstätte umgewandelt und soll nun, anlässlich des christlichen Weihnachtsfestes in einem Festakt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
 
Dabei wird das Areal nicht als Museum im herkömmlichen Sinne, sondern als eine Art Erlebnispark gestaltet,
 
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9. Dezember 2014
 
09.00 Uhr Die OECD verkennt das wahre Probleme der Ungleichheit
 
Die OECD kommt in diesen Tagen zu dem für nicht überraschenden Schluss, dass die immer weiter aufklaffende Schere zwischen Arm und Reich ein massives Wachstumshemmnis darstellt, und dass Deutschland deswegen seit Jahrzehnten weniger erwirtschaftet als möglich wäre.
 
Die OECD wagt aber nicht, eine Empfehlung zu geben, die direkt und unmittelbar den Missstand beseitigen, oder doch zumindest verringern würde.
 
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8. Dezember 2014
 
09.00 Uhr Die Geister scheiden sich
 
Am Wochenende konnte der Mantel des Schweigens, der anfänglich den Friedens-Appell 60 prominenter Mitbürger verhüllte, nicht mehr dichtgehalten werden. Auf die Veröffentlichung des Appells in der ZEIT folgte sehr schnell eine Online-Petition, mit der jeder, der es will, sein Einverständnis mit diesem Appell zum Ausdruck bringen kann (von mir gestern verlinkt).
 
Dem wiederum folgten Reaktionen. Zürnend und fast schon hasserfüllt, mancher Kommentar in den Boulevardzeitungen, kaum weniger plump die Reaktion von Czem Özdemir, der seinen dem Pazifismus längst entsagenden Parteimitgliedern die Argumentation vorgab: Appell ist gut, aber an die falsche Adresse gerichtet. Wir wollen den Frieden - Putin ist der Aggressor.
 
Ich schäme mich angesichts dieser Entwicklung, jemals Grüne gewählt zu haben.
 
Ins gleiche Horn stößt natürlich auch die alternativlos-unfehlbare Angela Merkel, die überzeugt ist, in der Russland-Politik alles richtig gemacht zu haben, alles richtig zu machen und dass sie auch weiterhin alles richtig machen werde.
 
Genau das aber ist der Geist jener selbstgefälligen Arroganz, dem die 60 Unterzeichner ihr "Nicht mit uns!" entgegen stellen wollten. Das ist die Überheblichkeit, die aus dem mit großem Abstand größten Militär-Etat der Welt den Nimbus der Überlegenheit und Unbesiegbarkeit bezieht, und die vorweggenommene Rechtfertigung, dass, wer auf der Seite der Sieger steht, nichts falsch machen kann.
 
Unter den Stimmen der Mainstream-Presse, die sich dem Appell gegenüber ablehnend, skeptisch, warnend oder belustigt geäußert haben, hat wieder einmal nur Heribert Prantl gewagt, sich besonnen und zustimmend zu äußern.
 
Schön, dass es Heribert Prantl gibt. Schade, dass zwischen ihm und der redaktionellen Grundlinie der Süddeutschen inzwischen kaum noch eine Gemeinsamkeit zu finden ist.
 
 

2. Advent 2014
 
Entgegen aller Gewohnheit stelle ich den heutigen Sonntagsbildern eine politische Information voran. Das immer lauter werdende Kriegsgeschrei, das uns auch in der stillen Zeit vor dem christlichen Weihnachtsfest keine Pause gönnt und von Angela Merkel in einem Interview mit der WELT am Sontag soeben noch einmal regierungsseitig angeheizt wurde, hat als Gegenreaktion nun endlich einen Appell von 60 Personen des öffentlichen Lebens hervorgebracht.
 
"Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!"
 
Dieser Appell ist auf ZEIT-Online dokumentiert und ich hoffe und wünsche, dass dieser Appell nicht ungehört verhallen wird, sondern dass er sich tief in die Köpfe und Herzen aller Europäer senkt.
 
Hier ist der Link: http://www.zeit.de/politik/2014-12/aufruf-russland-dialog
 
Jeder, der sich mit diesem Appell identifizieren kann, hat Gelegenheit, dies durch Zeichnen dieser Petition zum Ausdruck zu bringen.

 
Julies Bild vom Sonntag
(kein erzgebirgischer Nussknacker!)
 
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag
 

6. Dezember 2014
5. Dezember 2014
 
11.30 Uhr Die Rote Karte für die SPD - Ramelow gewählt
 
2002 hat Gerhard Schröder die Weichen für den Umbau des Sozialstaates in einen Niedriglohnstandort begonnen. Der Jubel der Medien begleitete den Akt des Raubbaus an den Arbeitnehmerrechten, den Kassen der Renten- und Arbeitslosenversicherung und der gesetzlichen Krankenkassen, der einherging mit der Deregulierung der Finanzmärkte und der steuerlichen Entlastung von Kapital und Vermögen.
 
Das ist es 12 Jahre her - und endlich ist es in einem Bundesland gelungen, wenigstens den Versuch eines Gegenentwurfes zu setzen.
 
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4. Dezember 2014
 
immer noch - Pause - nur ein kurzer Einwurf
 
08.30 Uhr Was ist Nationalismus?
 
Versucht man sich darüber definitive Klarheit zu verschaffen, steht man vor einem Haufen sich zum Teil widersprechender Auffassungen, von denen man sich seine persönliche Lieblingsdefinition aussuchen kann.
 
Nun hat Barrack Obama Russlands Präsident Putin vorgeworfen, er sei ein Nationalist und verfolge eine rückwärtsgewandte Politik. Er nennt Putin also bewusst nicht einen Patrioten, der sich mit seinem Vaterland identifiziert und seine Interessen vertritt, sondern einen Nationalisten, und versucht damit offensichtlich ein bisschen Schmutz aus dem Dritten Reich an Putins Jacke zu kleben.
 
Auf der Suche nach dem Unterschied zwischen Patriotismus und Nationalismus findet man dann allerdings ein bedeutsames Unterscheidungsmerkmal:
 
Patriotismus wird heute allgemein von Nationalismus und Chauvinismus unterschieden, insofern Patrioten sich mit dem eigenen Land und Volk identifizieren, ohne dieses über andere zu stellen und andere Völker implizit abzuwerten.
 
Der Nationalist stellt also, dieser Abgrenzung folgend, sein eigenes Land über andere und wertet andere implizit ab.
 
Was ist dann die korrekte Bezeichnung für den Präsidenten eines Staates, der alle anderen Staaten dieser Welt nicht nur implizit, sondern explizit abwertet, indem er alle Mittel einsetzt, um zu verhindern, dass ihm irgendwo auf der Welt ein Staat wirtschaftlich und militärisch "gleichrangig" werden könnte?
 
Das ist offizielle und öffentlich verkündete US-amerikanische Staatsdoktrin.
 
Und die wird exzessiv gelebt, nicht nur durch die globale Überwachung der gesamten Kommunikation, nicht nur durch die Finanzierung destabilisierender Kräfte, sondern auch und vor allem durch einen Krieg nach dem anderen, der mit vorgeschobenen und erlogenen Behauptungen begründet wird und mit der Zerstörung der staatlichen Ordnung des überfallenen Landes endet.
 
Das ist ein bisschen mehr als Nationalismus. Das ist Hegemonialismus in Reinkultur und, wenn Obama Putin lediglich einen Nationalisten nennt, bringt damit ebenfalls die Überheblichkeit der USA zum Ausdruck. Der Hegemonialist steht schließlich in der Hierarchie der Weltherrschaftsphantasten klar über dem Nationalisten.
 
Über die rückwärtsgewandte Politik braucht man nicht zu streiten. Das stimmt, vorausgesetzt, man sieht den Westen als "Vorne" und den Osten als "Hinten" an. Dann hat Barrack Obama Recht. Putin hat sich vom Westen enttäuscht wieder abgewandt und kehrt ihm, weil er sich China (und vielen anderen) zuwendet, ganz und gar ungeniert den Rücken zu.
 
Aus Putins Sichtweise ist das sicherlich eine Vorwärts-Strategie, und wenn Obama richtig hinschauen würde, müsste er feststellen, dass er im Grunde in der gleichen Richtung unterwegs ist, nur eben weniger auf Basis gleichberechtigter Kooperationen, sondern mit mehr oder minder deutlich erkennbaren Formen der Gewaltandrohung und -anwendung.
 
 

3. Dezember 2014
 
13.00 Uhr Vorgezogener Paukenschlag am Donnerstag
Ja, es ist erst Mittwoch und außerdem bin ich mitten in der Pause. Dennoch gibt es heute den PaD No. 47 /2014 mit dem schönen Titel:

Die schwarze Null - Segen oder Fluch?
Haben Sie, für sich persönlich, bisher eine positive Auswirkung der Sparbemühungen der Bundesregierung feststellen können?
Haben sich die Sparmaßnahmen mit dem Ziel, einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen zu können, für Sie persönlich in irgendeiner Weise positiv bemerkbar gemacht?
Falls ja - dann gratuliere ich Ihnen dazu von Herzen.

Falls nein - wird es Sie kaum trösten, wenn ich behaupte, Sie sind nicht alleine,
und:

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2. Dezember 2014
immer noch
- Pause-
 
Aber nur fast.
 
Zu spannend finde ich, was da derzeit mit der Türkei passiert. Von Russland umworben, Gasliefervertrag geschlossen und die South-Stream-Pipeline für EU-Abnehmer beerdigt - da bewegt sich geostrategisch etwas. Nicht umsonst sieht man sich schon genötigt, die Türkei daran zu erinnern, dass sie der NATO angehört.
 
Aber ich hab ja Pause.
 
Wenn Sie aber schon mal da sind, dann werfen Sie doch bitte jetzt einen Blick auf die rechte Spalte.
 
Nachdem Weihnachten mit Riesenschritten näher kommt, habe ich nämlich auch dieses Jahr meine Anregungen zum Freude-Schenken für Sie zusammengestellt.
 
Und wenn Sie diese Anregungen aufnehmen, dann schenken Sie damit auch mir viel Freude - und dafür sage ich jetzt schon mal meinen herzlichen Dank!
 
Ihr
Egon W. Kreutzer
 

1. Dezember 2014
 
- Pause -
 
(sh. 28.11.2014)
 
 
Der Online-Shop ist geöffnet.
30. November 2014
 
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag
 

29. November 2014
 
-Pause-
28. November 2014
 
 
zum letzten Paukenschlag, bei dem ich ziemlich deutlich herausgelassen habe, wie so manche Entwicklung auf mich wirkt, erhielt ich mehrere Kommentare. Zwei davon stelle ich heute hier online:
 
 
Lieber Herr Kreutzer, das ist wieder einmal einer mit Schmackes, wortreich, kräftig, zutreffend. Großes Lob!!
Jeder frei-denkende Mensch leistet seinen Beitrag auf seine Weise.
Wie halten Sie das aus, zu wissen, dass nur ein verschwindend kleiner Prozentsatz zum Brennen entfacht werden kann - und der große, schweigende Rest übrigbleit. Der große schweigende Rest, den es immer gab, im Dritten Reich, in unserer heutigen veramerikanisierten Gesellschaft, den es vermutlich in allen Epochen gab.
Im therapeutischen Bereich ist das ebenso. Manchmal viel Beifall, manchmal weniger, aber nur die Allerwenigsten machen was aus neuen Erkenntnissen. Auch das ist zum Kotzen.
Manchmal dachte ich schon, weshalb mache ich das eigentlich? Bewegen kann ich nicht wirklich etwas. Und doch – manchmal kommen nach vielen Jahren Kommentare von Klienten, die sich bedanken für meine Interventionen, die ich – weil gewöhnlich – nicht mal bemerkt habe.
Ist es angesichts eines doch recht kurzen Lebens besser, sich einen Platz zu suchen, der maximal unabhängig und unangreifbar ist und ein einigermaßen – auch für die eigenen Gedanken – geschütztes Leben irgendwie sichert? Zum Beispiel einen Baum, unter dem sich ein Buddha mal niederlies und in die Welt strahlte????
Herzlich aus dem Westallgäu
Manfred Gass
 
Ja, das ist eine Frage, die ich mir durchaus auch immer wieder stelle, ob es nicht besser wäre, einfach die Tür hinter mir zuzumachen.
 
Noch habe ich das nicht vor. Es käme mir vor wie Fahnenflucht.
 
Und das schrieb Herr Prien:
 
 
sehr geehrter herr kreutzer,
jeden morgen freue ich mich auf ihre beiträge.
intelligent mit ein wenig humor und treffsicher kommentieren sie das zeitgeschehen.
wenn es doch ein paar mehr menschen gäbe , die ähnlich wie sie denken!
ich wünsche ihnen die kraft, gesundheit und ein geld damit sie weiter ihre stimme erheben können in ihrem blog.
l.g. jens prien astrologe
 
Was mich bewegt, mich an dieser Stelle wieder einmal öffentlich dafür zu bedanken, dass ich immer wieder von vielen Menschen solchen Zuspruch erhalte. Es ist schön. Es tut gut, und es ist eine Verpflichtung.
 
Eine Verpflichtung, die manchmal auch zur Last wird.
 
Ich habe mir vorgenommen, mir eine Woche "Ruhe" zu gönnen.
Ich hab's auch nötig.
 
In einer Woche bin ich wieder voll da.
 
Bis dahin, eine gute Zeit!
 
Egon W. Kreutzer
 

27. November 2014
 
13.05 Uhr Kotzen Sie ruhig...!

Kotzen Sie ruhig ...! Bloß nicht auf meinen Schreibtisch!

Man hört viele wichtige Sätze im Leben, doch es sind nur wenige, die wirklich so prägend
hängenbleiben, wie dieser Satz bei mir hängengeblieben ist.

Gestern wurde nun der Prozess um den Wasserwerfereinsatz im Stuttgarter Schloßgarten
gegen Zahlung einer lächerlichen Geldbuße eingestellt. Da war es wieder da, dieses: "Kotzen Sie ruhig ..."

Wie kann man kollektive Ohnmacht besser beschreiben?
Immer, wenn sich Menschen bei der Obrigkeit blutige Nasen holen, kommt von irgendwoher
dieses tröstliche: "Kotzen Sie ruhig ..."



26. November 2014
 
10.00 Uhr Der Wischi-waschi-Wachstumsbluff
 
Seit mehreren Tagen schmeichelt uns ein von Jean Claude Juncker intonierter Schalmeienklang und versetzt die gesamte EU in hoffnungsfrohe Erwartung. Ein 350 Milliarden Euro schweres Wachstumspaket sei geschnürt und werde bald auf die dahinsiechende Konjunktur losgelassen.
 
Als das Gedöns näher kam, waren die 350 Milliarden schon auf drei Jahre gestreckt, es konnte aber immer noch davon ausgegangen werden, dass die EU wirklich tief in die Tasche greifen wollte (natürlich dem europäischen Steuerzahler, wem denn sonst?), um in schönster antizyklischer Manier Geld in die Realwirtschaft zu pumpen.
.
    Heute soll die Glocke werden ...
 
 
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25. November 2014
 
09.00 Uhr Sprachlos gefangen im Orwell'schen Neusprech
 
Die folgenden Sätze entsprechen nicht den Vorgaben der geltenden Sprachregelung, sind aber dennoch weder rassistisch noch diskriminierend gemeint. Und all jenen, die sich darauf stürzen, um den darin verborgenen Rassismus zu schmähen, wünsche ich viel Spaß dabei.
 
Das Problem ist heute "der Türke".
 
Wobei nicht der Mensch, der Türke ist, das Problem ist, sondern der Begriff, die Bezeichnung "Türke". Diese Bezeichnung ist weitgehend aus dem Sprachschatz getilgt worden, fast so vollständig wie "Neger", weil, wer von Türken spricht, ja schon ab- und ausgrenzt und diskriminiert, weil die verantwortlichen Sprachregler davon ausgehen, dass "der Deutsche" sich gegenüber "Ausländern" (ein Oberbegriff, der auch nicht mehr verwendet werden darf) stets und ausschließlich überlegen fühlt, mit der Benennung einer nichtdeutschen Staatsangehörigkeit also nur seine Geringschätzung ausdrücken kann. (Das ist zwar grotesk, aber wer das so drin hat, unterstellt es halt auch allen anderen.)
 
Das Problem, dem ich mich annhähere, ist zudem ein ganz bestimmter, namentlich bekannter Türke in hoher Position.
 
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 ...
 oder gleich ein Buch bestellen?

24. November 2014
 
19.00 Uhr Soli
 
Da haben sie gerade schöne Reden gehalten, zum 25-jährigen Jubiläum des Mauerfalls. Damals haben sie, gleich nach dem Begrüßungsgeld, den Solidaritätszuschlag eingeführt. Befristet, versteht sich. So lange, wie es braucht, bis die Treuhand die DDR deindustriealisiert hat, bis die Westbanken und die Westversicherungen sich bedient haben, bis überall auf den ehedem grünen Wiesen die Supermärkte des Einzelhandelsoligopols ihre Kaufkraftabschöpfungsanstalten errichtet haben und es den Brüdern und Schwestern im Osten ganz genau so geht, wie den Brüdern und Schwestern im Westen.
 
Scheint irgendwie in die Hose gegangen zu sein.
 
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23. November 2014
 
Guten Morgen, Sigbert
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag
 
22. November 2014
 
10.00 Uhr Draghis Irrflug
 
EZB - Mit Macht die Teuerung anheizen! Das will Mario Draghi, das hat er versprochen, das strebt er an, dafür tut er alles, dafür genehmigt er sich - unabhängig von Verträgen und Gesetzen - die Freiheit eines Bühnenmagiers, nämlich seinem Publikum vorzugaukeln, er sei in der Lage, ein lebendiges Kaninchen aus einem leeren Zylinder zu zaubern.
 
Nun will er - auf Teufel komm raus - die Teuerung anheizen. Vermutlich ein Übersetzungs- oder Schlampigkeitsfehler in einer Redakteursstube, denn Draghi kann nicht die "Teuerung" anheizen.
 
Egon W. Kreutzer - Das Euro-Schlachtfest - Die Logik der Krise
 
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21. November 2014
 
09.30 Uhr Lebst du noch, oder wirtschaftest du schon?
 
Wie alles im Universum kann auch das Wirtschaften als Kreislauf oder als Welle angesehen werden. Güter und Leistungen werden hervorgebracht, verändert, getauscht, verbraucht und vergehen wieder.
 
Viele nehmen dies als "gegeben" hin, beteiligen sich an der Erzeugung und am Konsum, ohne jedoch zu versuchen, die eigene Rolle im Kreislauf des Wirtschaftens zu erkennen und damit die Chance zu finden, sich selbst zu positionieren. Für diese Erkenntnis ist es nützlich, sich ernsthaft damit zu beschäftigen, woher die Wirtschaftgüter kommen und wo sie letztlich landen, wer welchen Nutzen daraus zieht und wer dafür aufkommt.
 
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20. November 2014
 
14.50 Uhr Die Metamorphose des Euro zum umlaufgesicherten Regio-Taler

Wenn eine Online-Bank die Spielgewinne von Skat-Brüdern nur noch gegen Gebühr verwahrt, statt darauf Zinsen zu zahlen, ist das noch kein Ereignis, das überregionale Aufmerksamkeit auf sich zieht. (Die Skat-Bank war das, vor ein paar Tagen)
Wenn aber die Commerzbank, die sich in ihrer Fernsehwerbung rühmt, die Hälfte aller deutschen Unternehmen stünden in enger Geschäftsverbindung mit ihr, jene Commerzbank, die von uns allen, die wir für die Schulden der Bundesrepublik Deutschland haften, per Staatsverschuldung gerettet werden musste, wenn diese Commerzbank jetzt auch dazu übergeht, von ihren Einlegern im Geiste Silvio Gesells
(es soll ja Wachstum erzeugt werden) eine Umlaufsicherungsgebühr zu erheben, dann ist Feuer am Dach der Währung.

Doch die Sirenen bleiben stumm.
Lesen Sie, warum.


19. November 2014
 
09.00 Uhr Aufschwung durch Neuwahlen?
 
Japan ist weit weg - zumindest geografisch. Politisch und wirtschaftlich ist uns Japan allerdings näher als uns lieb sein kann. Es fällt nicht einmal schwer, sich Japan als Mitglied der EU vorzustellen, so eine Art zweites Großbritannien (Insel, Monarchie, eigene Währung), beseelt von dem Wunsch, durch "Strukturreformen" und massenhaft billiges Geld die Produktion zu verbilligen, damit den Export bis zum boomenden Aufschwung zu fördern, um dann die Steuern erhöhen und die Staatsschulden tilgen zu können.
 
Neu ist der Gedanke, die Amtszeit einer Regierung, die mit diesem Rezept den Karren vollends an die Rezessionswand gefahren hat, durch vorgezogene Neuwahlen von vier auf sechs Jahre zu verlängern.
 
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Gestern, das blinde Kuh-Spiel, das funktioniert am besten, wenn man mit der Maus ein bisschen über die blanke weiße Fläche fährt. Insgesamt sind da 10 Links angeordnet ...
18. November 2014
 
16.00 Uhr Komm, spiel mit mir blinde Kuh
 
 

17. November 2014
 
10.00 Uhr Neue Blüte der Verlogenheit
 
 
... möchte ich hier einfach einmal ganz nüchtern Gurlitts womöglich tatsächlich vorhandene Furcht vor einem Rachteakt alter Nazis neben die womöglich tatsächlich vorhandene Furcht der versammelten Staats- und Regierungschefs der westlichen Welt vor einem Racheakt des russischen Präsidenten stellen.
 
Kann es sein, dass hier - wie bei den Gurlitts - zunächst einmal das Bewusstsein eigenen Unrechts das Auslöser für Angst und Panik ist?
 

16. November 2014
 
 
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag
 

15. November 2014
 
09.30 Uhr Lektüre fürs Wochenende
 
Heute gebe ich nur drei Links weiter, die mir gestern Abend von einer regelmäßigen Besucherin meiner Seiten aus Österreich übermittelt wurden.
 
Ein schönes Wochenende und beste Grüße
 
Egon W. Kreutzer
 
 

14. November 2014
 
12.00 Uhr Sterbehilfe im Bundestag
 
Es ist der demokratisch verfassten Gesellschaft eines souveränenen Staates sicherlich ein gewichtiges und ernsthaftes Anliegen, in Bezug auf die ethisch-moralische Wertung und die juristische Behandlung aller möglicher Formen der Sterbehilfe zu einer einheilichen Auffassung zu gelangen und diese zur Orientierung und Absicherung in ein Gesetz zu gießen.
 
Trifft das aber auf die BRD zu?
 
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13. November 2014

16.30 Uhr ELIAS 2
 

Sie erinnern sich, vor 12 Wochen, mit PaD 32 /2014, stellte ich Ihnen das

Elsendorfer Institut für Asymmetrische Sicherheitsstrategien (ELIAS)

vor und veröffentlichte das Dokument Nr. 1 "Sabotage - die letzte mögliche Form des Widerstands".

In Anbetracht einer sich rapide zuspitzenden Sicherheitslage und weiterer Vorbereitungen für die Niederschlagung von Aufständen in Westeuropa durch Konzentration, auch der Bundeswehr, auf Strategien und Konzepte urbaner Kriegsführung, erhalten Sie heute eine Basis-Lektion für alle von solchen Aktivitäten Betroffenen:

ELIAS, Dokument 2 vom 13.11.2014, Autarkie - die Kunst des Überlebens im Szenario urbaner Kriegsführung


12. November 2014
 
10.00 Uhr Das Gegenteil von Überschuldung?
 
Die Auskunftei "Creditreform AG" macht Werbung für ihre Dienste. Die Schuldenschnüffler geben Einblick in ihre Statistiken und enthüllen dem staunenden Publikum:
 
Jeder zehnte Erwachsene in Deutschland ist überschuldet.
 
Zu den Ursachen für die wachsende Überschuldung wird von der Creditreform allerdings nur Oberflächliches angeboten. Die volkswirtschaftlichen Folgen werden mit Mantel des Schweigens bedeckt.
 
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11. November 2014
 
15.00 Uhr Die Freizügigkeit innerhalb der EU
 
Pünktlich zu Beginn der Närrischen Jahreszeit wurde das EuGH-Urteil über die Klage einer EU-Bürgerin bekannt, die sich in Deutschland niedergelassen und Sozialhilfe beantragt hatte.
 
Ich weiß nicht, wie man ticken muss, um überhaupt auf die Idee zu kommen, jeder EU-Bürger könne sich dort niederlassen wo es ihm gefällt und dann die Sozialsysteme des Staates seiner Wahl in Anspruch nehmen.
 
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10. November 2014
 
09.30 Uhr Alexander Gerst östlich von Donezk gelandet
 
Der deutsche Alexander Gerst ist nach einem halben Jahr ISS wieder unten. Mit ihm saßen ein russischer Kosmonaut und ein amerikanischer Astronaut in der russischen Sojus-Kapsel, die an Fallschirmen in der kasachischen Steppe niederging.
 
Von ferne betrachtet könnte diese Aktion zu dem Trugschluss verleiten, der Planet Erde hätte eine geeinte Bevölkerung, die ihre ersten Schritte in den Weltraum versucht.
 
Zoomt man näher heran, findet man westlich des Landeplatzes der Kapsel die Ukraine. Dort sind, so heißt es, die Kämpfe wieder aufgeflammt.
 
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9. November 2014
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag

Zur folgenden Kaffeesatzleserei hat Harald de Kruif noch einige gute Gedanken beigesteuert. Rufen Sie den nachstehenden Artikel ggfs. noch einmal auf.
 
8. November 2014
 
15.00 Uhr Kaffeesatzleserei im Dienste der Sicherheit
 
Wetter lässt sich für einen Zeitraum von bis zu 48 Stunden sehr sicher vorhersagen. Dafür sorgt ein sehr dichtes Netz von Wetterstationen, die laufend sehr viele aktuelle Daten erfassen und an sehr große Großrechner senden, wo immer verfeinertere Modelle versuchen, auf Basis des vorhandenen Wissens über die "Physik" des Wetters eine Prognose zu erstellen.
 
Es heißt dann, man sei sicher, dass es zwischen 12.00 und 24.00 Uhr im bayerischen Voralpenland zu Gewittern, verbreitet mit Niederschlägen, zum Teil mit Hagel kommen wird, wobei mit dem Auftreten stürmischer Winde und Böen bis zu Stärke 10 gerechnet werden muss. Das kommt dann meist auch so.
Ob es aber in Rosenheim gewittert oder in Prien oder in Wolfratshausen, und ob der Himmel sich schon um 13 Uhr verfinstert oder erst nach 19.00 Uhr, das lässt sich trotz einer schier unendlichen Datenmenge und allergrößter Großrechner nicht vorhersagen.
 
Ähnlich grandios versagen auch die größten Großrechner bei der zuverlässigen Vorhersage der Entwicklung von Aktienkursen, weshalb die Großspekulanten ihre Computer nicht für die Vorhersage des bestmöglichen langfristigen Engagements einschalten, sondern um im Mikrosekundenbereich allerkleinste und ausgesprochen kurzlebige Kursdifferenzen zu nutzen.
 
Trotz dieser wenig ermutigenden Erkenntnisse hat die bayerische Polizei in diesen Tagen damit begonnen, ein Einbruchsvorhersage-Programm zu testen.
 
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7. November 2014
6. November 2014
 
15.50 Uhr Zu dick und zu doof

Neulich muss in Deutschland eine Volksvermessung stattgefunden haben. Ich hab's nicht bemerkt. Sie vermutlich auch nicht. Nun sind aber die Ergebnisse veröffentlicht worden.

Das ist das Schöne an diesen Apps. Du wirst nicht einfach überwacht. Du wirst umhegt, umsorgt, vermessen, gewogen und fotografiert - und alles, was Dein Smartphone von Dir erfährt, wird von fast jeder App, die du installiert hast, nach Hause (E.T.) telefoniert.

Jedenfalls wissen sie jetzt, dass jeder zweite Deutsche zu dick ist. Sie wissen aber nicht nur, dass jeder zweite Deutsche zu dick ist, sie wissen auch ganz genau, wo die Dicken sind. Ist das nicht fantastisch?

Was meinen Sie, wo sind die Deutschen am dicksten?

Nein? Nein ... Falsch!
Nicht am Po!


5. November 2014
 
09.00 Uhr Weselsky - aktuell der wohl meistgehasste Deutsche
 
Das behauptet der Focus und macht sich damit einmal mehr zum Revolver- und Schmierblatt, das der BILD in nichts nachsteht.
 
Wo, in welchem Grundgesetz, in welchem Katechismus, in welchem Poesie-Album für Arschlöcher und solche, die es werden wollen, steht denn geschrieben, dass Arbeitnehmer stets mit dem zufrieden sein müssen, was ihnen die Arbeitgeber zugestehen?
 
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4. November 2014
 
19.00 Uhr Studien-Irrsinn zum Quadrat
 
Warum ist es erforderlich, jede Binsenweisheit mit einer Studie zu belegen?
 
Müssen wirklich an 29 Schulen mit 85 Schulklassen Tests und Befragungen durchgeführt werden, um festzustellen, dass Lärmbelastung das Lernen erschwert?
 
Nein. Das ist so überflüssig wie ein Kropf.
 
Der Erkenntnisgewinn bewegt sich auf einer Stufe mit jenen von Humoristen ersonnenen Bauernweisheiten, die besagen: "Wenn's zu Weihnachten stürmt und schneit, ist Silvester nicht mehr weit", oder, "Liegt der Bauer tot im Zimmer, lebt er nimmer".
 
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3. November 2014
 
11.00 Uhr Wenn es den Eseln zu wohl wird - Reaktionen auf Gauck und mehr ...
 
In abgrundtiefer Selbstgefälligkeit hat man sich in den regierungstreuen Schreibstuben vor Gaucks LINKEn-Bashing verneigt und schreibt dem Präsidenten das Recht zu, sich derart boshaft einzumischen.

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2. November 2014

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag


1. November 2014 - Bayern bleibt doch nicht geschlossen
 
19.15 Uhr Es fällt nicht leicht, Herr Gauck ...
 
Anders als frühere Bundespräsidenten hält er sich offenbar nicht für den Präsidenten der Deutschen, oder gar aller Deutschen, sondern lediglich für den Präsidenten Deutschlands.
 
Daher muss er auch nicht als integrierende Figur die Deutschen "einen", sondern darf, in seinem eigenen Amtsverständnis, selbstverständlich Dinge tun und Sätze sagen, die zumindest von einigen Deutschen leicht als der Versuch "Zwietracht zu säen" verstanden werden können.
 
Was mich wieder einmal so auf die Palme bringt, dass ich am Samstag-Feiertag-Abend, ein Tag, an dem ich eigenlich verkündet hatte, Bayern bleibe geschlossen, doch noch einmal in die Tasten greife, ist das freimütige Geständnis des Bundespräsidenten, mit dem er nicht mehr und nicht weniger zum Ausdruck brachte, als: Es falle ihm nicht leicht, sich mit dem Grundgesetz anzufreunden.
 
Nein, so hat er es nicht gesagt. Gesagt hat er auch nicht, es falle ihm nicht leicht, zu akzeptieren, dass womöglich in Kürze in Thüringen ein Ministerpräsident regiere, der von der Partei die LINKe stammt.
 
Nein, nein - so viel Deutlichkeit, das könnte man ihm ja übel auslegen. Gesagt hat er also bloß, dass "Menschen, die die DDR erlebt haben und in meinem Alter sind" sich schon ganz schön anstrengen müssen, um dies zu akzeptieren.
 
Nun gut, er ist ein Mensch, der die DDR erlebt hat, und er ist - fraglos - in seinem Alter, doch hat er sich damit auch gemeint?
 
Selbstverständlich nicht, vermute ich. Er hat ja, als Bundespräsident mit diesem Satz nur zeigen wollen, dass er die Sorgen und Nöte der Menschen in den anderen Parteien ernst nimmt, oder so ähnlich ...
 
Dann hat er sich aufgerafft und klar bekannt, die Wahlentscheidung sei zu akzeptieren.
 
Nein. Hat er nicht gesagt. Gesagt hat er, die Wahlentscheidung sei zwar zu akzeptieren, dennoch ...
 
Dennoch bleibe die Frage, stellte der Bundespräsident fest, ob die Partei, die da den Ministerpräsidenten stellen wird, tatsächlich schon so weit weg von den Vorstellungen, die die SED einst hatte bei der Unterdrückung der Menschen hier, dass wir ihr voll vertrauen können?
 
Eine - mit Verlaub - "Scheiß-Frage", die Sie sich da ausgedacht haben, Herr Bundespräsident Gauck.
 
Und noch bescheidener ist die Antwort, die Sie sich und uns anschließend darauf gegeben haben, dass SIE nämlich Probleme haben, dieses Vertrauen zu entwickeln.
 
 
Es liegt mir fern, jetzt in Grundgesetzpassagen zu schwelgen. Vermutlich haben Sie diese Äußerungen ja weder als Präsident aller Deutschen gemacht (das geht ja schon aus den Aussagen klipp und klar hervor), noch als Präsident der Bundesrepublik Deutschland, zu dessen Aufgaben es nicht gehört, politischen Parteien Persilscheine auszustellen, sondern als Privatperson mit diesem ganz besoderen Ost-West-Migrationshintergrund, in dem das eigene Erleben eine so prägende Rolle spielt, dass es trotz aller Integrationsbemühungen immer wieder durchschlägt.
 
Stattdessen möchte ich darauf hinweisen, dass das neue Bundesland Thüringen einst Bestandteil der DDR war. Ferner möchte ich darauf hinweisen, dass die wahlberechtigten Bürger des Bundeslandes Thüringen zum allergrößten Teil als DDR-Bürger geboren wurden, dass sehr viele von ihnen durchaus noch Erinnerungen an die SED und deren Vorstellungen zur Unterdrückung der Menschen hatten, und dass diese Menschen, die im Gegensatz zu Ihnen, Herr Gauck, auch weiterhin "im Osten" leben, offenbar so mehrheitlich großes Vertrauen in die Partei die LINKE entwickelt haben, dass damit sowohl rechnerisch als auch faktisch der Weg für einen Ministerpräsidenten der LINKE frei wurde.
 
Die LINKE wiederum ist eine Partei, die ja nicht nur aus der SED hervorgegangen ist, sondern auch in erheblichen Teilen von einer westlichen Strömung geprägt wurde, von Menschen, die sich von der SPD nicht mehr vertreten fühlten und das Vertrauen in diese Partei ebenso verloren hatten, wie sie den Unionsparteien und der FDP nie vertrauen konnten.
 
Die LINKE ist eine Partei, die zur Wahl in den Kommunen, in den Ländern und im Bund zugelassen ist, es ist eine Partei, gegen die nirgends ein Verbotsverfahren angestrengt wird, sie ist frei wählbar - und wenn die Wähler sich für eine Partei entschieden haben, wenn die Wähler eine Koalition möglich gemacht haben, wie sie jetzt vermutlich antreten wird, dann ist der Bundespräsident unter allen Politikern der Allerletzte, der sich dazu kritisch, skeptisch und - schon aufgrund des Gewichts seines Amtes, massiv rufschädigend äußern darf.
 
Dass Sie dies dann auch noch sprachlich so verpacken, dass Sie sich zur Not darauf zurückziehen könnten, es ja nicht selbst so gemeint zu haben, sondern nur die Stimmung "des Volkes" wiederzugeben, ist eher peinlich. Wenn Sie dieser Meinung sind, wenn Sie als Bundespräsident kein Vertrauen in den gewählten Ministerpräsidenten eines Bundeslandes entwickeln können, dann sollten Sie das klar äußern und dann zurücktreten, weil sich das Amt nicht mit dieser Einstellung zu einem demokratisch gewählten Amtsträger verträgt.
 
Ansonsten wäre es auch diesmal besser gewesen, sie hätten geschwiegen.
 
 
 
 
 
 
1. November 2014
 
Bayern bleibt heute geschlossen.
 
Ursächliches dazu sh. auch unter Sammelfest
bzw.
 
Sacro Monte
(Sacri Monti)
 
 
Hinweis für Dieter Nuhr:
 
Wird das "er" in "Aller-" klar und deutlich ausgesprochen,
ist jegliche Verwechslungsgefahr gebannt.
 
 

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Seit über 10 Jahren bin ich mit einer eigenen Homepage online und kommentiere das aktuelle Zeitgeschehen, stets verbunden mit dem Versuch, dabei aus den frühesten Anzeichen "sonderbarer" Veränderungen meine Schlüsse für die zukünftige Entwicklung zu ziehen.

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Das Kommen der Finanzkrise habe ich lange vor dem Krachen von Lehman-Brothers angekündigt, nämlich schon als in Deutschland die kleine IKB in Schwierigkeiten geriet.

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Neben den ständigen Veröffentlichungen im Internet bin ich auch als Buchautor nicht mehr ganz unbekannt. Mit vier Bänden "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" habe ich einen Grundstein für ein alternatives Wirtschafts- und Geldverständnis gelegt. Ganz neu (2013 und 2014 erschienen) habe ich mich mit "Das Euro-Schlachtfest" und "Wo bleibt die Revolution" zu Wort gemeldet.

Aus den Paukenschlägen der vergangenen Jahre sind zwei Sammelbände entstanden, in denen die wichtigsten und "schönsten" Aufsätze zusammengefasst sind.

Daneben habe ich weiteren Autorinnen und Autoren die Chance gegeben, ihre wichtigen Texte, die von den etablierten Verlagen nicht angenommen wurden, bei mir zu veröffenltichen. Dazu gehören insbesondere Samirah Kenawi (Falschgeld), Florian Stumfall (Das EU-Diktat), Freimut Kahrs (Lebenslüge Freiheit) und Karl Waldecker (GLOCALIS).

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