4. Dezember 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


3. Dezember 2016

19.30 Uhr Die CDU kennt (bei dreisten Sprüchen) keine Obergrenze

Armin Laschet, nicht gerade der kleine Ortsvereinsvorsitzende der CDU, sondern ein Vize-Parteichef, findet die Debatte um eine "Obergrenze" doch inzwischen sehr theoretisch. Darauf komme ich gleich noch.

Außerdem - und das ist die Dreistigkeit - meint er, es fehle der "Obergrenze" an der Rechtsgrundlage, mit den Worten: "Ein Grundrecht kennt keine Obergrenze."

Vielleicht sollte Herr Laschet einfach einmal einen Blick in das Grundgesetz werfen, wo die Grundrechte beschrieben sind. Er sollte sich ansehen, wie viele Grundrechte inzwischen ihre Obergrenzen erhalten haben. Das Post- und Fernmeldegeheimnis zum Beispiel. Da sitzt die Obergrenze so tief, dass das ehedem gemeinte Recht schon längst nicht mehr zu erkennen ist.

Artikel lesen


2. Dezember 2016

14.30 Uhr Schon wieder ein Adventswochenende vor der Tür

Ein bisschen Vorfreude auf Weihnachten tut gut. Einfach abschalten von all den nicht mehr überschaubaren Verrücktheiten dieser Welt und sich in den warmen Schein der Kerzen versinken lassen. Vielleicht finden Sie ja die Zeit.

Das beruhigende Bild mit drei brennenden Adventskerzen stelle ich Ihnen dazu gerne zur Verfügung. Dass ich per Bildbearbeitung ein Buchumschläge dazu gefügt habe, stört den Gesamteindruck im Grunde gar nicht, gibt Ihnen aber die Gelegenheit - und das ist ein Wink mit dem Zaunpfahl - sich selbst, einem lieben Menschen, und natürlich auch mir, mit wenigen Mausklicks eine Freude zu machen.

Entrollen Sie nun das Bild mit einem Klick zu seiner vollen Größe und Schönheit!


1. Dezember 2016

15.00 Uhr Die letzte große Illusion

Im Kampf gegen das Bargeld hat Indien dem Rest der kapitalistischen Welt soeben eine Steilvorlage geliefert. Von heute auf morgen waren nicht etwa die Bankguthaben pauschal um eine Sondersteuer geschrumpft worden, wie das die Bargeldbefürworter immer wieder als Drohkulisse an die Wand malen, es waren auch nicht über Nacht die Hälfte aller indischen Banken durch den großen Finanzcrash zahlungsunfähig geworden, sondern (und das war der Clou!): Das ach so sichere Bargeld war plötzlich nicht nur nichts mehr wert, sondern ungültig.

Ungültig. Falschgeld. Altpapier.

Die Salden auf den Girokonten blieben hingegen unangetastet. Welch ein Argument für das virtuelle Geld!

Was kommt noch auf uns zu? Lesen Sie hier weiter:



30. November 2016

11.00 Uhr Es ist ja nur Angst, was die Rechten stark macht.

Ich nenne es eine hinterhältige Formulierung, was SPIEGEL online da über eine Studie der üblicherweise verdächtigen Bertelsmannstiftung zusammenschreibt, die ebenfalls bei ihrer Suche in 28 Ländern nur die "Angst" gefunden hat, und das vor allem auf dem flachen Land und bei den weniger Gebildeten, was zudem impliziert, dass es die Dummen sind, die aus ihrer unbegründeten Angst von den Fahnen gehen.

Artikel lesen


29. November 2016

15.00 Uhr Russische Cyberangriffe zur Bundestagswahl

Wenn einer der engen Vertrauten von Wolfgang Schäuble, nämlich der Oberstleutnant der Reserve, Bruno Kahl, nicht am 1. Juli Präsident des Bundesnachrichtendienstes geworden wäre, wofür er sich vermutlich während seiner Zeit als Ministerialdirektor im Finanzministerium (zuständig für Privatisierungen, Beteiligungen und Bundesimmobilien) die erforderliche Qualifikation erworben hat, dann hätte es uns vermutlich sein Vorgänger, Gerhard Schindler sagen müssen. Doch Schindler sagte häufig Dinge nicht, und wenn er welche sagte, dann wiederum hin und wieder auch solche, die so nicht im Interesse der Regierung lagen, ...

Artikel lesen


28. November 2016

14.00 Uhr Bundesministerium für Verschärfung

Justiz war früher. Jetzt ist Maas.

Der sozialdemokratische Gesetzesverschärfungsautomat, der zu jedem Problem ein zu verschärfendes Gesetz kennt, der sich selbst aber für Maßnahmen einsetzt, die außerhalb des gesetzlichen und verfassungsmäßigen Rahmens liegen, wie zum Beispiel die Schnüffelei in den Sozialen Netzwerken und die Einflussnahme auf die Betreiber, missliebige Texte zu löschen, um "den unmündigen Bürger" vor dem Einfluss finsterer Mächte zu schützen.

Nun hat er eine Verschärfung des Waffenrechts im Sinn, dahingehend, dass es Waffenscheine nur noch nach vorheriger Anfrage beim Verfassungsschutz geben soll, weil einer der - inzwischen wie die Pilze aus dem medialen Dung sprießenden - Reichsbürger einen Polizisten beim Versuch, die Waffen des Reichsbürgers einzuziehen, erschossen hat.

Artikel lesen


27. November 2016

 

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


26. November 2016
25. November 2016

11.00 Uhr Zwei Leseproben

 

 

Manfred Gotthalmseder hat aus seinem Buch "Postkapitalismus.org" größere Abschnitte ausgewählt, die es ermöglichen, sich schon vor der Bestellung des Buches einen Einblick in seine Vorstellungen zu verschaffen.

Das PDF können Sie hier kostenlos abrufen.

-

-

-

-

 

Wolfgang Schulz hat bei seiner letzten Lesung in Pforzheim die menschlich-sozialen Aspekte seines großen Romans in den Vordergrund gestellt, was von Renate Thon (ehemalige Stadträtin der grünen Liste) mit "Macht nichts, man kann das Buch ja kaufen", quittiert wurde.

Daher hier eine Leseprobe aus "Die Entdeckung des Friedens", die eher die politische Seite anspricht.

Auch das als PDF, das Sie hier kostenlos abrufen können.

 

 

 


24. November 2016

15.30 Uhr Die gute alte Abo-Falle - nun auf WhatsApp erfolgreich

Der jüngste große Fall spielt sich auf WhatsApp ab, wo angebliche Flüge von Emirates verlost werden, und wer mitmacht, der hat schon wieder ein Abo für irgendwas abgeschlossen.

Artikel lesen

 

09.15 Uhr Eine Rosskur für die SPD

Die SPD hat ein ernst zu nehmendes Problem. Sie kommt bei den Wählern nicht mehr an und findet offenbar keinen Weg, um den gegen sie laufenden Trend zu beeinflussen.

Selbst bei der Generaldebatte um den Haushalt des Bundeskanzleramtes trat sie nicht mit eigenem Profil in Erscheinung. Sahra Wagenknecht anzupöbeln, ist billig, reicht aber nicht aus, um der SPD wieder ein unverkennbares Gesicht zu geben.

Gäbe es jemanden, der den Mut hätte und die Gelegenheit, die SPD wieder zu alter Stärke zurückzuführen, er müsste ihr eine Rosskur verordnen.


23. November 2016
 
Neuerscheinung


 
Manfred Gotthalmseder ist in Kreisen der Geldreformer kein Unbekannter.

Seine Schrift "Postkapitalismus.org" ist ein Wegweiser zur Überwindungen der Fehlentwicklungen unserer Wirtschaftsordnung.

Mit seiner Idee von einem gleichberechtigten, gesetzlichen Zahlungsmittel neben dem Schuldgeld-Euro, gelingt es ihm, die Zahlungsmittelfunktion von der Wertaufbewahrungsfunktion des Geldes so zu trennen, dass beide Funktionen für sich optimiert werden, während die wechselseitig auftretenden, negativen Einflüsse eliminiert werden.

Weitere Informationen zu unserer Neuerscheinung, samt einem aussagekräftigen Textauszug finden Sie hier: Postkapitalismus.org




Ein informatives Büchlein zum kleinstmöglichen Preis: 7,95 € incl. MwSt.
 
 
 
 
 

22. November 2016

15.00 Uhr Gestern in Ulm

Einen Steinwurf vom Münster entfernt, in der Kulturbuchhandlung Jastram, in Ulm, hat Heide S. Nyaga gestern aus ihrem Buch "Wann denn, wenn nicht jetzt?" gelesen.

Auch für mich war es das erste persönliche Kennenlernen mit "meiner" Autorin, nach einer rund einjährigen Zusammenarbeit, vom ersten Kontakt bis zum fertigen Buch.

 

 

 

 

Schon vor der Lesung saßen wir, das heißt Sunya ("Sunya steht für das "S" im Namen der Autorin), ihr Mann Josef, meine Frau Julie und ich ein Stündchen in einem Restaurant zusammen und hätten fast die Zeit zum Aufbruch vergessen.

Die Plätze in der Buchhandlung Jastram waren allesamt besetzt, als Sunya begann, sich und ihr Buch vorzustellen, und erst als der Chef der Buchhandlung auf die Uhr blickte und erklärte, dass statt der geplanten einen Stunde schon zwei vergangen seien, gab es eine kleine Pause - und danach noch gut eine halbe Stunde Fragen und Diskussion. Dabei spielte das Leben in Kenia, das sich von dem, was wir hier in Mitteleuropa gewohnt sind, doch sehr unterscheidet, die wesentliche Rolle.

Alles in allem ein gelungener Abend, in desssen Verlauf nicht nur einige autobiografische Teile des Buches offenbart wurden, sondern bei dem auch die Botschaft, die im Titel ihres Buches steckt, dass "Handeln" nämlich zumeist besser ist als "Abwarten", aus vielerlei Perspektiven beleuchtet wurde.

Morgen Abend liest Heide - Sunya - Nyaga in Augsburg, am Donnerstag in Kaufbeuren und am 2. Dezember dann noch in ihrer Heimatstadt Mittersill, in Österreich, bevor es zurück nach Kenia geht. Wann und wo genau? Hier klicken.

 

Um Nyagas Buch kennenzulernen, braucht glücklicherweise niemand den Weg nach Bayern oder Österreich anzutreten.

Sie können es bei mir, im EWK-Verlag bestellen.

 

(... und, ... psst! Das ist ein Buch, das sehr gut auch als Weihnachtsgeschenk für einen lieben Menschen geeignet ist.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Übrigens: Heute, am 21. November, bin ich in Ulm in der Buchhandlung Jastram, wo Heide S. Nyaga ab 19.00 Uhr aus "Wann denn, wenn nicht jetzt?" lesen wird. Nur einen Steinwurf vom Ulmer Münster entfernt. 2011 habe ich vorsorgliche vom Turm des Münsters aus die Buchhandlung Jastram fotografiert, damit Sie sich besser orientieren können ;-))
21. November 2016

08.00 Uhr Das Gute daran ist, dass wir sie schon kennen.

Sonst fällt mir zu Merkels Entscheidung, noch einmal antreten zu wollen, nichts wirklich Bemerkenswertes ein. Gut, es muss heute daran erinnert werden, dass sie noch nicht zum vierten Mal vom Bundestag gewählt worden ist, sondern noch fast ein ganzes Jahr lang darauf wird warten müssen.

Artikel lesen


20. November 2016

Julies Bild vom Sonntag

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


19. November 2016

17.00 Uhr Opi, Opi, liest Du mir noch eine Geschichte vor?

Als es noch kein Fernsehen gab und keine Videospiele und Kinder abends ins Bett gebracht wurden, lange bevor die Erwachsenen auch Schlafen gingen, war diese unwiderstehliche Bitte oft zu hören. Statt Opi, konnte es natürlich auch Mami, oder Papa oder Omi heißen, doch die Sehnsucht, von einem vertrauten Menschen auf dem Weg in ein Fantasieland begleitet zu werden und dort seine Abenteuer zu erleben, ein bisschen Angst zu haben, vor Gespenstern, laut zu lachen, über den Narren, stolz zu sein, ein Ungeheuer besiegt zu haben, die war bei allen Kindern immer groß.

Nostalgie? Alles vorbei?

Die "Stiftung Lesen" hat gerade in diesen Tagen das Ergebnis einer Umfrage veröffentlicht, das ganz klar aussagt:

Fast alle Kinder lieben es, wenn man ihnen vorliest.

Und, was für mich persönlich die noch viel wichtigere Aussage ist:

Am Vorlesen schätzen die Kinder übrigens besonders,
dass sie dabei die volle Aufmerksamkeit der Eltern bekommen.

Artikel lesen
(enthält Buchwerbung)


18. November 2016

08.00 Uhr Angela im Gänseblümchenmodus

Ich möcht ja - von Herzen - mit Schmerzen - ein wenig - gar nicht - ich möcht ja - von Herzen - mit Schmerzen ...

Wird Angela Merkel zur vierten Amtszeit noch einmal antreten? Herr Röttgen hat ja die Tage einen Versuchsballon steigen lassen (dürfen, müssen, sollen?), und war sich ganz sicher...

Die Aufmerksamkeit, die dieser Ansage zuteil wurde, war jedoch so gering, dass sich daran kein Licht der Erkenntnis entzünden konnte.

"Was heißzt dasz jetst?", mag sich Angela mit nervösem Lispeln gefragt haben. "Ist keine Aufregung ein Zeichen von Zustimmung, von Resignation oder ...

Artikel lesen


17. November 2016

09.15 Uhr Nichts als Neid -Gedanken zur Vermögenssteuer

Im Jahre 2002 wurde die Wiederinkraftsetzung Vermögenssteuer zuletzt öffentlich diskutiert. Statt Vermögen zu besteuern, wurde damals allerdings die Agenda 2010 in die Welt gesetzt, die Hartz-Gesetze wurden erfunden und bald darauf die Mehrwertsteuer von 16% auf 19% erhöht.

Wer aus der Geschichte lernt, könnte daher leicht zu der Überzeugung kommen, dass eine Diskussion um die Vermögenssteuer ungeahnte und unerwünschte Folgen haben wird.

Dass heute die Grünen wagen, die Besteuerung von Vermögen wieder auf die Agenda und in ihr Bundestagswahlprogramm zu schreiben, ist durchaus bemerkenswert!

Das ändert nichts daran, dass die Grünen - aus vielen anderen Gründen - für mich heute nicht mehr wählbar sind. Doch richtig ist eben auch: Als Trendsetter haben die Grünen durchaus viel erreicht.

Daher meine ich, das Thema Vermögenssteuer sollte durchaus - und gerade weil es die Grünen für sich entdeckt haben - wieder groß in die Diskussion gehoben werden.

Wer schon seit 14 Jahren bei mir mitliest, wird sich vielleicht dunkel daran erinnern, den Text des heutigen Paukenschlages schon einmal gelesen zu haben. Er stammt tatsächlich vom 22. Oktober 2002 - und ist, weil die Reichen seither so viel reicher und die Armen so viel mehr geworden sind, aktuell wie nie zuvor.


16. November 2016

08.00 Uhr Frank Walter Steinmeier

"Not my President!", so schreien Hillary-Clinton-Fans nimmermüde in die Straßenschluchten der amerikanischen Großstädte. Ein undemokratisches Gebaren, so wird das - zu Recht - unter anderem von Hubert von Brunn auf AnderweltOnline eingeordnet.

Ein undiplomatisches Gebaren ist es, wenn ausländische Politiker in diese Rufe einstimmen, und ein geradezu unerträgliches Gebaren, wenn sich unter diesen "Schockierten" auch noch der deutsche Außenminister findet, den der Ausgang der Wahl derart aller Umgangsformen entkleidete, dass er sich noch nicht einmal aufraffen konnte, Donald Trump wenigstens formell zum Wahlsieg zu gratulieren.

Nun wurde er von kleiner Runde nach großem Streit hinter fest verschlossenen Türen als "Präsident-elect" ausgerufen, und das Volk steht still und schweiget, ...

Artikel lesen


15. November 2016

08.00 Uhr Gedanken eines einfachen Menschen

Wenn hier an der Schranke mal ein Auto durchbraust, ich sage extra wenn,
weil die Autos, die kommen, hier nicht durchbrausen,
dann muss es das Auto von selbigem Chief sein, der ansonsten den ganzen Tag lang den Schrankenwärter an eben diesen Schranken postiert, um zu verhindern, dass Autos durchbrausen.

Wenn das geschieht, dass also ein Auto durchbraust, geschieht es außerdem nie um die Zeit, zu der alles im Dunkeln liegt. Weil der Chief der Meinung ist, nachts hätte sowieso keiner hier durchzukommen. Jeder braucht schließlich seinen Schlaf, er selbst inklusive, und nach dem Chief hat sich ein jeder zu richten, auch der Baumstamm, der aber dadurch, dass er quer über die Straße verläuft, außerdem eine Schranke ist.

Auch der Schrankenwärter, dessen Aufgabe es nicht ist, die Nacht zum Feiertag zu machen, indem er die Schranke offen lässt. Seine letzte Arbeit täglich besteht darin, die Schranke ein letztes Mal geflissentlich zu öffnen, wenn der Chief nach seiner allabendlichen Dorfrunde im Jeep heranbraust. Öffnen soll er sie, sobald er in Sichtweite ist, während er in rasender Geschwindigkeit passiert, grüßen, sich den Staub von den Kleidern klopfen und dann natürlich die Schranke wieder herunter lassen, wo sie bis zum nächsten Morgen bleibt. Das ist der Job.

Einfache Menschen machen sich grundsolide Gedanken und der Schrankenwart war ein solcher. Warum, so fragte er sich, brauchen wir diese Schranke?

Die nächste Grenze ist 2.000 Kilometer entfernt. Die Straße durch den Busch verläuft hier ziemlich gerade, ein Autofahrer, der zum ersten Mal diese Route benutzt, freut sich geradezu, nach ewigen Kilometern kurviger Waschbrettpiste auf ein wenig Erholung und drückt euphorisch das Gaspedal durch. Wenn er die Schranke nicht rechtzeitig sieht…?

Wie viele Tote hatten wir eigentlich schon an dieser Schranke, dachte der einfache Mann nach. Einfach heißt auch statistisch. Sieben? Nein, zwölf waren es allein schon im letzten Jahr! Nachts war es besonders gefährlich und deswegen oft kein erfreulicher Anblick, wenn er morgens als erster hier her kam.

Freilich sah er im Zuge seines Nachdenkens schnell ein, dass diese Schranke auch Leben erhielt, das schon, seines eingeschlossen, das seiner drei Frauen, seiner zwölf Kinder. Die würden ohne Schranke hungrig aus der Wäsche, wenn überhaupt Wäsche, herausschauen.

Aber warum musste diese Schranke auch noch für den Chief aufkommen, für seine acht Frauen, dreiundzwanzig Kinder, dazu gerechnet weitere Verwandtschaft? Vierundneunzig Kühe hatte der Chief außerdem, vierzig Ziegen, den Jeep, ein Steinhaus, einen eigenen Brunnen und wer weiß was noch alles, was er, der Schrankenwärter nicht hatte.

Erst dachte er nach, wer hier der Benachteiligte, dann darüber, wer hier der Unersetzliche war. Unersetzlich, zu dem Schluss kam er im Verlauf zweier Jahre des Nachdenkens in brütender Hitze auf seinem Schemel neben der Schranke, war die Schranke und logischerweise er selbst, der er diese Schranke bediente.

Er hatte es sorgfältig überdacht. Er war zwar nicht zur Schule gegangen, hatte aber das Subtrahieren vom Leben gelernt. Fielen die drei jüngsten Kinder von sechs noch aus, so blieben die drei unersetzlichen übrig, weil diese die Ziegen hüten und die Shamba bestellen konnten. Wer arbeitet, ist unersetzlich.

Seine Frauen waren also auch ganz unersetzlich. Heiliges Matatu! Ausgerechnet der Reichste von allen, der Chief, ist ersetzlich!

Er schaut auf seine Hand, wie sie reflexartig einen Stock von der Erde aufnimmt.

Einen Stock? "Nicht jetzt!", denkt er erschrocken. Wer soll dann die Schranke bedienen. Er hört schon den Chief heranbrausen. Ein einziges aufjaulendes Gasgeben, ein sich an sich selbst, dem Jeep und dem Umstand berauschender Hurrikan, dass die Schranke für ihn und nur für ihn immer offen steht. Es hat ihn wirklich noch nie ein derartiges Grausen überkommen, wenn er den Chief heranbrausen hörte. Gleich wird er da sein.

Er fängt an zu zittern, eine Art Lähmung erfasst seinen rechten Arm. Er starrt ihn entsetzt an. "Ob ich den Willen aufbringe, die Schranke rechtzeitig zu öffnen? Es ist nicht zu schaffen", denkt er.

"Schade eigentlich, der Chief ist nicht schlecht. Überflüssig, das ist er. Schlecht nicht."
Ein Quietschen, ein ohrenbetäubendes Krachen, eine sich langsam legende Staubwolke. Totenstille, bis auf das Rascheln der Schwarzen Mamba, die der Schrankenwärter für einen Stock hielt, wie sie sich gemächlich durchs Gebüsch davon macht.

Das ist der Anfang einer afrikanischen Geschichte aus dem soebenen erschienen Buch "Wann denn, wenn nicht jetzt?" von Heide S. Nyaga.

Heute Abend, 18.00 Uhr, ist Buchpremiere im Restaurant Seerose in der Körtestraße 38 in Berlin.

Aber das habe ich ja schon gestern geschrieben. Lesen Sie einfach unten einfach weiter.



14. November 2016

08.00 Uhr Heide S. Nyaga liest morgen Abend in Berlin

Das Restaurant Seerose in der Körtestraße 38, bekannt durch seine vegetarische Küche, richtet am Dienstag, 15. November, 18.00 Uhr den ersten Leseabend in Zuge von Nyagas kleiner "EuropaTournee" aus.

Weitere Lesungen finden in den nächsten Tagen in Ulm, Augsburg, Kaufbeuren und Mittersill statt.

Frau Nyaga, im Salzburger Land geboren, hat früh damit begonnen, anderen zu helfen und dabei gelernt, dass das gar nicht immer so einfach ist. Sie erinnert sich gut an diese Begebenheit aus früher Kindheit:

Mit zwei Jahren, nachdem meine Mutter mir erklärt hatte, dass er aus der Wüste käme und Wärme bräuchte, legte ich einen Kaktusableger auf die heiße Herdplatte, um ihm beim Wachsen zu helfen.

Überhaupt war mein Drang, mich helfend zu verwirklichen, von je her ausgeprägt, wobei ich - das Gute wirklich wollend - noch nicht einsah, dass sich "das Gute" für Helfer und Bedürftige so unterschiedlich ausnehmen konnte, wie Tag und Nacht.

Die letzten Jahre hat sie damit verbracht, gemeinsam mit ihrem Mann in Kenia ein Wasserprojekt zu verwirklichen, das tausenden Menschen das Überleben sichert und erleichtert.

Nehmen Sie die Gelegenheit wahr, dieser außergewöhnlichen Frau zu begegnen.

 

"Wann denn, wenn nicht jetzt?"

Zum lesbaren Vergrößern einfach das Plakat
anklicken.

 

Weitere Informationen zum Buch finden Sie hier.


Randnotiz zur Zeitgeschichte:

Das Einsickern von IS-Kämpfern wird nach wie vor bestritten. Dass der IS diese grandiose Möglichkeit jedoch nicht nutzen würde, so lange dieser Weg offen ist, seine (Selbstmord-) Attentäter ins Herz der EU reisen zu lassen, ist jedoch eine Annahme, die an Naivität nicht zu übertreffen ist. (EWK 13.10.2015)

Der Bundesnachrichtendienst warnt laut einem Bericht vor IS-Kämpfern, die als Flüchtlinge getarnt nach Europa kommen. Sie seien gezielt trainiert worden, um im Asylverfahren zu bestehen. (FAZ heute, 1 Jahr und 1 Monat später)


Es geht zügig auf Weihnachten zu.

Seit einigen Jahren gibt es beim EWK-Verlag den "Bücher-Spenden-Fonds".

Ich bin dabei nur der Vermittler zwischen jenen, die gerne etwas geben und jenen, die sich ihr Wunschbuch nicht leisten können. Aktuell stehen über 200 Euro für die Erfüllung von Bücherwünschen zur Verfügung.

Wie der Bücher-Spenden-Fonds funktioniert, können Sie hier nachlesen.


13. November 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag


12. November 2016

WUT!

13.30 Uhr Schäuble will deutsche Autobahnen verscherbeln.

Wir alle wissen, dass Steuern oft für gewisse Finanzierungszwecke erhoben, dann aber zweckfrei verwendet werden. Wir alle können uns leicht darüber informieren, was wir als Kraftfahrer alleine an Kfz-Steuer und Mineralsteuer aufbringen, ganz zu schweigen von der Mehrwertsteuer, die vom Kauf des Autos angefangen, bei jedem Tanken und Werkstattbesuch, bis zum letzten TÜV aufgebracht werden muss, um die individuelle Mobilität zu erhalten.

Dennoch hat unser Staat im Taumel der "Schwarzen Null" das Straßennetz vernachlässigt, notwendige Sanierungen unterlassen und hinausgezögert, so dass zahllose Brückenbauwerke gefährdet sind und die Straßenbeläge sich vielerorts als erschütterndes, von Schlaglöchern durchsetztes Flickwerk darstellen.

Nun glaubt man vermutlich, man könne dem deutschen Doofmichel jetzt wieder einmal das Märchen erzählen, der Staat sei unfähig, die private Wirtschaft hingegen zu allem fähig,

Artikel lesen


11. November 2016

09.00 Uhr Wer - soll das - bezahlen, wer - hat soviel Geld?

Der neue Schuldenatlas der Creditreform enthält einen Teil der Antwort. Wir leben wirklich in närrischen Zeiten. Der 11.11. ist immer eine günstige Gelegenheit, darauf hinzuweisen.

Die Creditreform, ein Unternehmen, dessen Dienstleistung darin besteht, Verkäufer vor Kunden mit unzureichender Bonität zu schützen, hat seine Datenbanken durchforstet und herausgefunden, dass derzeit fast 7 Millionen Deutsche überschuldet sind. Wenn man die nicht voll geschäftsfähigen Kinder und Jugendlichen außer Acht lässt, kann man das Lied von den zehn kleinen Negerlein anstimmen - und mit "da waren's nur noch neun" erst einmal eine Pause machen. Nur noch 9 von 10 Bundesbürgern können ihre Schulden bedienen. Es ist wohl aber nur eine Frage der Zeit, bis es nur noch acht sind.

Artikel lesen


10. November 2016

13.00 Uhr Rente leicht gemacht

Donald Trump ist gewählt. Geben wir ihm die hundert Tage, vom 20. Januar 2017 an, bevor wir uns wieder mit ihm beschäftigen. Nutzen wir die Zeit, um ein wichtiges deutsches Thema zu behandeln:

Rente leicht gemacht

Stellen Sie sich vor, Sie könnten die Höhe Ihrer Rentenbeiträge selbst bestimmen und auch selbst entscheiden, ab wann Sie Rente beziehen wollen.

Stellen Sie sich vor, Sie könnten auch im Rentenbezug unbegrenzt hinzuverdienen, stellen Sie sich vor, Sie könnten, auch als vergleichsweise junger Mensch, mal ein oder zwei Jahre die Rentenkasse anzapfen, weil Sie eine Auszeit brauchen.

Stellen Sie sich vor, die umlagefinanzierte Rente würde von einer Genossenschaft betrieben, die vom Staat lediglich kontrolliert wird, z.B. vom Bundesaufsichtsamt für das Finanz- und Versicherungswesen, die ansonsten aber nach ihrem eigenen Geschäftsplan arbeitet...

Zu schön, um wahr zu sein? Ich finde, das alles wäre machbar.

Ein Jahr vor den Bundestagswahlen will man sich in Berlin wieder einmal in großkoalitionärer Verbundenheit gegen die unberechenbaren Rentner und deren Wahlverhalten absichern. Es soll schnell noch "etwas" beschlossen werden, was bis zur Wahl Gesetz wird, was es allen Parteien ermöglicht, die Rentenfrage aus dem Wahlkampf herauszuhalten.

Die Debatten, die jetzt geführt werden, sind Scheindebatten, denn dass man dem Rentner-Stimmvieh jetzt etwas in den Trog werfen muss, damit es nicht mit knurrendem Magen laut zu grunzen beginnt, darüber sind sich alle einig.


9. November 2016

09.00 Uhr Eleven Nine - Nine Eleven

Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn sich etwas ändert,
aber dass sich etwas ändern muss, wenn es besser werden soll, das ist sicher.

Vermutlich war es dieser Gedanke, oder auch nur dieses Gefühl, das die Mehrheit der US-Amerikaner bewogen hat, ihre Stimme Donald Trump zu geben.

Artikel lesen


8. November 2016

07.30 Uhr Wetten auf das Weiße Haus

Es ist fast wie Weihnachten, erst ist es noch so weit weg - und dann rasen die Tage nur so dahin. Morgen wissen wir - wahrscheinlich - wer nach dem, was bei der Auszählung herausgekommen ist, für die nächsten vier Jahre die USA anführen soll.

Gestern habe ich mit Julie gewettet. Sie setzt darauf, dass die Wählerbeeinflussung und wohl auch die Wahlmaschinenprogrammierung ausgereicht haben werden, dass Hillary Clinton ins Weiße Haus einziehen wird. Außerdem hält sie sehr viel weniger von Trump als ich.

Was ich von Donald Trump halte, habe ich am 16. März dieses Jahres, also vor 8 Monaten in meinem Dossier "EWK-Zur Lage" so geschildert:

Artikel lesen


7. November 2016
6. November 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


5. November 2016

09.30 Uhr Türkischer Honig

In früheren Zeiten, als Giftspray in Haushalten noch unbekannt war, legte man mit Honig bestrichene Brettchen aus, um sich der Fliegenplage zu erwehren. Die kleinen Biester wurden vom Duft angelockt, ließen sich gierig nieder und klebten fest.

Doch nicht nur kleine Insekten lassen sich vom Honig in die Falle locken, sondern auch große und starke Säugetiere. Wilhelm Busch hat das in der Bildergeschichte "Schnurrdiburr oder die Bienen" verewigt. Auch der Mensch ist ein Säugetier mit einer Vorliebe für Süßes, was erklärt, dass er leider immer wieder - geschichtsvergessen! - in eine Honigfallte tappt. Es ist auch zu verlockend!

Da vergisst man gerne auch, dass der große Honigtopf Türkei, will man denn davon naschen, nur mit einem winzigen Zipfelchen in das hineinragt, was die Geographen Europa nennen - der Rest, alles östlich des Bosporus, ist (rein geographisch) Asien.

Das hat die westliche Wertegemeinschaft nicht daran gehindert, die Türkei (rein politisch) an die Gestade des Nordatlantiks zu verlegen, um sie in die NATO aufnehmen und gegen den bösen Feind bewaffnen und als Brückenkopf nutzen zu können.

Das hat - vor allem das ehemalige Westdeutschland - nicht daran gehindert, sehr intensiv vom Honig der billigen Gastarbeiter zu naschen.

Jetzt schnappt die Falle zu.

Artikel lesen


4. November 2016
3. November 2016

16.30 Uhr TTIP und CETA und Michael Klein

Michael Klein, der Macher von SciencesFiles.com, bringt im Zusammenhang mit seinem Artikel "Streit über TTIP-Schiedsgerichte: Viel Emotion - wenig Ahnung - unser Beitrag: Fakten", zum Ausdruck, dass er es für wichtig hält, dass ausländische Investoren in Deutschland investieren.

Ich habe daraufhin bei ihm nachgefragt, ob er mir erklären könne, was für Deutschland gut daran sei, wenn Ausländer hier investieren. Den Beitrag, in dem diese Frage eingeschlossen war, hat er - aus welchen Gründen auch immer - nicht freigeschaltet, was mich dazu gebracht hat, noch einmal auf die Wirkungen von Auslandsinvestitionen in den davon betroffenen Volkswirtschaften einzugehen.


2. November 2016

17.30 Uhr Kinderehe künftig gegen Aufpreis (1.000 Euro)

Das Inneministerium sieht in der Eheschließung von Paaren mit mindestens einem minderjährigen Partner ein Problem, das durch die Erhebung einer Gebühr von bis zu 1.000 Euro, die vom eheschließenden Imam in Form eines Bußgeldes abzuführen ist, gelöst werden soll.

Nicht schlecht.

Zu berücksichtigen sind bei dieser Thematik zwei grundsätzlich verschiedene Bedenken.

Artikel lesen


1. November 2016

14.45 Uhr Wenn die Kupplung versagt (Feiertagsgedanken)

Es war gestern. Ich kam von Regensburg auf der A93 und nahm, wie immer, die heimatliche Ausfahrt Elsendorf. Die enge Kurve der Ausfahrt, bremsen, runterschalten - ein vollautomatischer Ablauf, irgendwo im Hintergrund der eingeübten Gewohnheiten.

Diesmal jedoch war es anders. Der linke Fuß trat ins Leere. Ist das möglich? Einfach neben den Kupplungshebel zu treten? Die rechte Hand immer noch am Schaltknüppel suchte der linke Fuß nach dem Kupplungspedal. Es war nicht mehr da. Der Bremsfuß und die linke Hand hatten das Auto derweil durch die Kurve gebracht. Allmählich kam das Großhirn zum Schluss, dass die Kupplung kaputt, das Auto ohne Antrieb sei - und dass das Auto vielleicht noch hundertfünfzig, vielleicht auch noch 200 Meter rollen würde. Noch in der Ausfahrt entdeckte ich ein breiteres Stück befestigten Seitenstreifens. Warnblinkanlage, bremsen, rauslenken, aus.

Mit einer guten Werkstatt (Helmut Prummer) in meiner unmittelbaren Nachbarschaft war der Abschleppwagen in weniger als fünf Minuten da und nach zehn Minuten war ich mit dem Leihwagen zuhause. Alles gut.

Da es zu meinen wesentlichen Eigenschaften gehört, in Analogien zu denken, hat mich diese kleine Unpässlichkeit meines Autos allerdings weiter beschäftigt.

Artikel lesen


31. Oktober 2016

09.30 Uhr Faktisch oder was?

Dass die Geisteshaltung einer Pippi Langstrumpf eines Tages auf die gesamte Führungselite - nicht nur - Deutschlands überspringen könnte, zeugt von der nachhaltigen Wirkungskraft weit verbreiteter und viel gelesener Kinderliteratur. Von den Nachahmern der Ephraimstochter wird allerdings vergessen, dass ihnen eine wichtige Voraussetzung fehlt, sich die Welt malen zu können, wie sie ihnen gefällt. Pippi war nämlich das stärkste Mädchen der Welt und konnte mühelos ihr Pferd vom Garten auf die Veranda heben.
Wenn ich mir illustriert vorstelle, wie sich Angela und Andrea, Katrin und Joachim, ja sogar Horst und Ilse einzeln oder getrennt an dieser Übung versuchen, schießen mir vor Lachen die Tränen in die Augen.
 
Öffne ich die Augen jedoch wieder für die Realität, wandelt sich auch die Qualität der Tränen. Jetzt sind es Tränen der Trauer, der Hilflosigkeit und des Zorns.

Artikel lesen


30. Oktober 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


29. Oktober 2016

11.45 Uhr Berlin, Ulm, Augsburg, Kaufbeuren, Mittersill

Was haben diese Orte gemeinsam? Nun, dort liest Heide S. Nyaga demnächst aus Ihrem neuen Buch:

"Wann denn, wenn nicht jetzt?"

Zum lesbaren Vergrößern einfach das Plakat
anklicken.

Informationen zum Buch finden Sie hier.


28. Oktober 2016
27. Oktober 2016

13.00 Uhr Sanktionsgesetzbuch um mehr Gerechtigkeit erweitert

Es gibt neue Sanktionstatbestände für Leistungsempfänger. Was, wie, warum - das soll nicht Gegenstand dieses Kommentars sein. Informationen dazu finden Sie z.B. hier.

Die Frage, die es wieder einmal aufzuwerfen gilt, ist die Frage nach dem Mehr an Gerechtigkeit, das mit dem Mehr an Sanktionen erreicht werden soll.


26. Oktober 2016

10.00 Uhr Der Gender-Stein von Grootfontain

Schon am 15. September 2016 berichtete die (fast) deutschsprachige Ausgabe des US-Magazins "Gender today", das in Wirrselen beim Verlag Muench&Hausen erscheinende Periodikum " t'Schänder heute " über einen archäologischen Sensationsfund, der die bisher immer noch unflätige Kritik an der Gender-Forschung zum Verstummen bringen wird.

Wir haben das Exclusiv-Recht zur Weiterverbreitung dieses die Welt aus den Angeln hebenden Artikels erworben. Wie es für die Verbreitung unter Laien leider immer noch erforderlich ist, haben wir die genderbereinigte Hochsprache für Sie, mit Genehmigung und Autorisierung des Original-Verlags, in das leichter verständliche German-Gender-Basic-II übersetzt, so wie es ab Beginn des Schuljahres 2017/18 an den Grundschulen in NRW, Berlin und Teilen Südhessens gelehrt werden soll.


24. Oktober 2016

10.00 Uhr Ein neuer Bundespräsident muss her

Schon im Februar nächsten Jahres soll von der 16. Bundesversammlung im Reichstag zu Berlin der Nachfolger für Joachim Gauck bestimmt werden. Rechnet man den Ausfall durch politisch korrekte Feierlichkeiten zur Wintersonnwende und zum Restart des Jahreskalenders weg, ist das gerade mal noch ein Vierteljahr - und keiner weiß, wer überhaupt für dieses Amt in Frage kommen könnte!

Nun wurde der Name des besten Außenministers aller Zeiten seit dem 20. Jahrestag der Wiedervereinigung von dessen eigenem Parteivorsitzenden in den Ring geworfen

Artikel lesen


23. Oktober 2016

 

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


22. Okrober 2016
21. Oktober 2016

08.00 Uhr Ins Hirn

Ich lese ja viel. Ich lese auch viel in den Qualitätsmedien. Man muss ja schließlich wissen, wie die vorgeschriebene Denke gerade lautet. Das meiste berührt mich nicht, wird überflogen, als "bekannt" oder "erwartet" abgehakt, aber manches geht mir doch einfach voll ins Hirn.

So der unten verlinkte Artikel der ZEIT vom Donnerstag,

Artikel lesen


20. Oktober 2016

15.15 Uhr Die "Märkte"

"Märkte", das ist ein schillernder Begriff.

Menschen, die diesen Begriff verwenden, werden die Aufforderung, zu erklären, was denn damit gemeint sei, erst einmal nicht verstehen - und dann als "lächerlich" und "trivial" von sich weisen.

Bleibt man gänzlich im Abstrakten, dann ist ein Markt ein realer oder imaginärer Raum, der von Anbietern und Nachfragern bei Bedarf aufgesucht wird, mit dem Ziel, sich über Ware und Preis zu verständigen und einen Vertrag auszuhandeln, der zu Leistung und Gegenleistung verpflichtet.

Der Markt als solcher ist also zunächst einmal nicht mehr als ein Treffpunkt.

Der Versuch, zu erklären, was "die Märkte" sind, ist hier zu finden:


19. Oktober 2016

10.00 Uhr Das gewachsene Glück der Deutschen

Ist Ihnen in diesen Tagen auch schon der neue "Glücksatlas" der Deutschen Post begegnet? Ein einziger medialer Jubelschrei! Endlich fühlen sich die Deutschen wieder glücklicher, und das auch, weil "das Glück durch Migration" zum Schwerpunkt der neuesten Ausgabe dieser Studie gemacht wurde.

Auffällig - und das schon auf den ersten Blick - ist die Tatsache, dass nach "Zufriedenheit" gefragt wurde, während das Ergebnis als "Glück" verkauft wird. Das sind zwei Paar vollkommen verschiedene Schuhe,

Artikel lesen

Noch ein Hinweis:

Sie erinnern sich vielleicht, dass ich vor einiger Zeit auch das Buch von Stefan Mekiffer "Warum eigentlich genug Geld für alle das ist" lobend erwähnt habe, obwohl es nicht im EWK-Verlag erschienen ist.

Nun ist Stefan Mekiffer in einer Sendung von "rockradio.de" zu Wort gekommen (ich bin da auch mal telefonisch zum Thema Grundeinkommen interviewt worden) und das Video dazu ist inzwischen auf youtube zu finden. Es dauert allerdings 90 Minuten, was manchem schon zu lange ist, aber vielleicht hören Sie ja trotzdem mal rein:




Von Mekiffers Buch habe ich übrigens noch einige Exemplare auf Lager.
Einfach nur hier klicken, und Sie landen sanft direkt auf der Bestellseite für dieses Buch bei ewkshop.de.


18. Oktober 2016

00.46 Uhr Nicht schuldig?

Meine ursprüngliche Skepsis gegenüber der filmischen Verarbeitung einer problematischen Entscheidungssituation und vor allem gegenüber der anschließenden Publikumsbefragung ist gestern Abend geschwunden. Sowohl die filmische Adaption des Theaterstücks als auch die anschließende Talkrunde bei Frank Plasberg kann ich nur als gelungen bezeichnen.

Im Grunde wurde uns hier die Frage gestellt, wie gut ein Gutmensch sein darf, bevor er wegen seines Gutmenschentums verurteilt wird. Es durften in diesem Fernsehformat zwei Strömungen aufeinander treffen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, nämlich die Strömungen der Verantwortungsethik auf der einen Seite und die der Gesinnungsethik auf der anderen Seite, wobei gleichzeitig entlarvt wurde, dass beide Seiten im Grunde die gleichen Argumente für sich in Anspruch nehmen.

Letztlich ging es um die Frage, wie das Grundgesetz, und hier vor allem Artikel 1, "Die Würde des Menschen ist unantastbar", als oberster Glaubenssatz, vernünftigerweise auszulegen sei.

Artikel lesen


17. Oktober 2016

09.00 Uhr Sanktionen

Allmählich wird es grotesk! Frau Dr. Angela Merkel plädiert für die Ausweitung und Verschärfung der Sanktionen gegen Russland. Neulich wollte sie die Zeit zurückdrehen. Ich hätte da noch einen guten Tipp für eine notwendige Korrektur in der Vergangenheit: Es fehlt ein Beschluss des Staatsrats der DDR, mit dem das Studium des Völkerrechts für Physikstudenten zwingend vorgeschrieben worden wäre!
 
Damit würde sich unser Universum rückwirkend in zwei Paralleluniversen aufspalten,
 
Artikel lesen


16. Oktober 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


15. Oktober 2016

16.00 Uhr Die Nürnberger hängen keinen, sie hätten ihn denn.

Is Radebeul nich ooch in Sagsen? Un wor der Garl Mai nich ooch n Sagse?

Ziemlich dumme Geschichte, das.

Artikel lesen


14. Oktober 2016

Abends.

Aus dem EWK-Verlag ist wieder eine Neuerscheinung zu vermelden. Heide S. Nyaga steht mit ihrem Buch "Wann denn, wenn nicht jetzt?" in den Startlöchern.

Offizieller Termin des Erscheinens ist der 7. November 2016. Bis zum 5. November sind Vorbestellungen zum günstigen Subskriptionspreis möglich.

Weitere Informationen finden Sie hier: Buchvorstellung


13. Okotber 2016

10.20 Uhr Der Fehler, der Irrtum und die Lüge

Fehler und Irrtum sind keinesfalls identisch.

In der Wahlkabine das Kreuz bei der SPD zu machen, statt - wie beabsichtigt - bei der CDU, weil man die gültige Regel für das Ausfüllen von Stimmzetteln, und sei es auch nur für einen Augenblick der Ablenkung, missachtet hat, ist ein Fehler.
Das gleiche Kreuz an der gleichen Stelle zu machen, in der Erwartung, die SPD würde für die Abschaffung des Euro und den Austritt aus der EU eintreten, ist die folgerichtige Konsequenz eines Irrtums.

Fehler lassen sich zumeist mit zusätzlichem Aufwand korrigieren, Irrtümer bleiben folgenlos, solange daraus keine Handlungen folgen, und beide sind weitgehend entschudlbar. Unentschuldbar ist es jedoch, wenn sich hinter vermeintlichen Irrtümern und vermeintlichen Fehlern eiskalte Lügen verbergen.

Könnte es sein, das alles, was viele wache Geister als Fehler und Irrtümer der politischen Kräfte der Gegenwart auf fast allen Politikfeldern erkennen und kritisieren, nur die scheinbar unabhängigen Elemente einer allumfassenden Lüge sind?

 


12. Oktober 2016

18.45 Uhr CETA-Quatsch

Die Handlungsfähigkeit der EU steht auf dem Spiel? Blödsinn.

11.30 Uhr Zucker besteuern

Die WHO - Weltgesundheits-Organisation - sieht mit Bestürzung auf die kränkelnden Staatsfinanzen und meint, den Finanzministern helfen zu können. Dabei bevorzugt sie allerdings ganz besonders die Finanzminister der so genannten "reichen Industrienationen", denn eben in diesen "reichen Industrienationen" leben sehr viele Menschen, deren Körpergewicht als zu hoch angesehen wird, darunter auch bereits viele Kinder und Jugendliche, die der WHO zu schwer erscheinen.

Artikel lesen


11. Oktober 2016
10. Oktober 2016
9. Oktober 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


8. Oktober 2016
7. Oktober 2016

11.00Uhr Was ich von Gabriel über CETA wissen möchte

Zu den glühendsten Verfechtern des inzwischen unterschriftsreif ausformulierten Freihandelsabkommens mit Kanada, CETA, gehört Sigmar Gabriel, der als Mitglied der Bundesregierung an seinen Amtseid gebunden ist, und als Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands eine besondere Verantwortung trägt, wenn es gilt, die Wirksamkeit des Artikels 20 des Grundgesetzes zu erhalten, wo es in Absatz 1 heißt: "Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat."

Dies war im bisherigen Verlauf der Debatte um CETA so nicht zu erkennen, denn den konkret begründeten Warnungen vor CETA wurden regierungsseitig nur mit schlaffen Spruchblasen begegnet, die sich regelmäßig in Aussagen, wie: "CETA ist gut für Deutschland", oder "CETA schafft Wachstum und Arbeitsplätze vor allem in Deutschland" erschöpften.

Kurz bevor Sigmar Gabriel nun im Ministerrat - für Deutschland handelnd - den Weg für den weiteren Ratifizierungsprozess und vermutlich auch für die vorläufige und damit sofortige Inkraftsetzung frei macht, sollte Klarheit darüber geschaffen werden, welche positiven Auswirkungen für Deutschland von CETA tatsächlich und mit begründeter Hoffnung erwartet werden.

Ich habe daher einen freundlichen, offenen Brief an Sigmar Gabriel formuliert und um Beantwortung dieser Frage gebeten. Ich finde, wir alle hätten ein Recht auf die geforderten Aussagen, zumal TTIP, CETA und TISA bei der letzten Bundestagswahl nicht zu den Wahlversprechen gehörten, deretwegen die GroKo ihre Stimmenmehrheit erhalten hat.

Artikel lesen


6. Oktober 2016

12.50 Uhr Rausch und Kater
 
 
Ein Korangelehrter soll aus einer Sure des Korans herausgelesen haben, dass der dritte Weltkrieg noch in diesem Jahr beginnt.
 
Im chinesischen Fernsehen (CCTV4) soll gestern um 22:45 Uhr Ortszeit berichtet worden sein, daß Russland auf Grund der jüngsten US-Drohungen sowohl die konventionelle wie auch die atomare Mobilmachung und Alarmierung der Reserven angeordnet habe.
 
Ende September warnte John Kirby, Sprecher des US-Außenamtes davor, ein fortdauernder Bürgerkrieg in Syrien könne dazu führen, dass "Terroristen" russische Interessen und vielleicht sogar russische Städte angreifen würden.
 


5. Oktober 2016
4. Oktober 2016

13.00 Uhr EWK - Zur Lage 17 (Oktober 2016)

Das verlängerte Wochenende bot die Gelegenheit, die jüngsten Ereignisse Revue passieren zu lassen und sie in ein Puzzle einzufügen, das Rückschlüsse auf die fehlenden Teile, bzw. auf die bevorstehenden Entwicklungen zulässt.

Alle zwei Monate erscheint daher das Dossier "EWK - Zur Lage", das die in meinen Augen interessantesten Entwicklungen zu einem möglichst frühen Zeitpunkt analysiert und kommentiert.

In der heutigen Ausgabe nimmt die Entwicklung in Syrien breiten Raum ein, weil die Rufe nach einer Flugverbotszone immer lauter werden. Ebenso stelle ich Fragen zur jüngsten Entscheidung der OPEC, die Fördermengen doch wieder zu kontrollieren. Auch die Türkei und die USA finden im Themenbereich "Welt" Erwähnung.

Im Bereich Europa interessiert die politische Entwicklung in Spanien nach neun Monaten vergeblicher Versuche, eine Regierung zu bilden, die aktuelle Situation in GB wird kurz beleuchtet, das Verhältnis der EU zu Ungarn kritisch betrachtet und vor allem auch die politische Entwicklung in Frankreich, wo es im April zu Präsidentschaftswahlen kommen wird, die Hollande schon heute nicht mehr gewinnen kann.

Im Bereich Deutschland spieße ich die "890.000" des Innenministers mit spitzer Feder auf warne vor der weiteren Entwicklung einer staatlichen Beurteilung freier Meinungen in richtig und falsch.

EWK-Zur Lage ist fester Bestandteil des "Förder-Abonnements", kann aber auch als Einzelaufgabe über den EWK-Shop als pdf-Datei heruntergeladen werden. Die jeweils aktuelle Ausgabe kostet 11,90 Euro (davon 1,90 Euro MwSt), die jeweils vorhergehende ist für 5,95 Euro zu haben - und alle vorhergehenden stehen mit 3,57 Euro auf der Preisliste.

 


3. Oktober 2016

11.00Uhr Ein Wasserprojekt in Kenia?

Manche waren da schon, in Kenia. Fotosafari. Elefanten, Gnus, Löwen. Komfortable Unterkünfte, kundige Führer, tolles Erlebnis.

Kenia: Abgehakt.

Andere sind dort. Leben dort. Plagen sich dort. Hungern in Kenia? Für den Touristen undenkbar. Für die Menschen, die dort leben, sieht es anders aus.

Artikel lesen!


2. Oktober 2016

Julies Bild (au!) vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag


1. Oktober 2016
30. September 2016

29. September 2016
 
17.00 Uhr Kaputt
 
Was ist nur mit den Südkoreanern los? Dass Akkus mal in Brand geraten, und das so oft und so intensiv, dass Paketdienste sich weigern, das Gefahrgut zur Rücksendung anzunehmen, daran haben wir uns ja schon gewöhnt. Aber das, heute Morgen frisch gemeldet, dass jetzt auch Waschmaschinen der Marke Samsung in die Luft fliegen...?
 


28. September 2016

11.00Uhr Wachsende makroökonomische Verwirrung

Mario Draghi will heute im Bundestag zu seiner Geldpolitik Rede und Antwort stehen und den Versuch unternehmen, die Abgeordneten vom Sinn der Politik des lockeren Geldes und der negativen Zinsen zu überzeugen. Da auch er auf fraktionszwangsgepolte, ideologisch ausgerichtete Mehrheitsbeschaffer trifft, dürfte sein Auftritt nichts ändern.
 
Interessant ist, dass im Umfeld dieser Veranstaltung nun einerseits die Abgeordneten zu hartnäckig kritischen Fragen aufgefordert werden, während ihnen andererseits anempfohlen wird, glücklich zu sein, dass es Draghi und seine Währungspolitik gibt, sei sie doch zumindest eine teilweise Kompensation für die Verwerfungen, die von den dauerhaft hohen deutschen Exportüberschüssen ausgingen. Die Argumentation, die unter anderem auch André Tautenhahn (Tau-Blog) vertritt, kann - boshaft verkürzt - so dargestellt werden:
 
Weil Exportüberschüsse schlecht sind, sind QE-Programme und Negativzinsen gut.

So einfach, meine ich, kann man es sich nicht machen.

Artikel lesen


27. September 2016

10.30Uhr Was tun, wenn die Deutsche Bank hart aufschlägt?

Die Wirtschaftsnachrichten nähren die Zweifel am kurzfristigen Überleben der Deutschen Bank. Von notwendiger und sinnvoller Staatshilfe wird geträumt, während gleichzeitig gestreut und dementiert wird, Angela Merkel hätte Staatshilfe für die Deutsche bereits gnadenlos abgelehnt. Der Kurs der Aktie der Deutschen Bank vermittelt den Eindruck als nähme sie sich ein Vorbild an Draghis Negativzinsen und wolle selbst mit negativem Wert gehandelt werden, ...

Artikel lesen


26. September 2016

10.30Uhr Durchschnittlich, mittelmäßig, normal, typisch - und gaga-ganz anders.

Da gibt es in Flensburg einen ernshaften Streit darum, wie weibliche Mitglieder des Rates der Stadt richtig zu bezeichnen seien. Die seit langem gebräuchliche "Ratsfrau" sei - so die Gruppierung Wir in Flensburg (WiF) - gegenüber dem ebenso seit langem gebräuchlichen "Ratsherren" eine herabsetzende und diskriminierende Betitelung, die nun durch "Ratsdame" ersetzt werden soll.

Da wird nun also die nächste Lawine losgetreten. Es wird nicht lange dauern bis die Erkenntnis heraufdämmert, dass es auch im Flensburger Rat unter Umständen schon heute, möglicherweise ganz bestimmt aber in einer noch nicht absehbaren Zukunft, jemanden geben könnte, der wiederum in seiner Zuordnung zu einer konventionellen Geschlechterrolle eine diskriminierende Missachtung seiner ganz besonderen Besonderheit sehen ...

Artikel lesen


25. September 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


24. September 2016

09.30 Uhr Der Herbst ist da

Die Tage werden kürzer, die Abende zuhause werden länger. Zeit, zur Ruhe zu kommen, Zeit, sich in ein gutes Buch zu vertiefen.

Ich zeige Ihnen hier nur die "Buchdeckel". Zum Aufschlagen und Mehr-Erfahren, können Sie die Bilder einfach anklicken.

 

Das Gesamtprogramm des EWK-Verlags mit allen Titeln aus

          • Politik und Gesellschaft
          • Wirtschaft
          • Belletristik
          • Kinder und Jugend
          • Lyrik
          • E-Books
           
      finden Sie hier: http://www.ewkshop.de


 

 

 

 

 

 

 

 

 


23. September 2016

10.30Uhr Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte...

Aus Kriminalfilmen, aber auch aus dem realen Leben kennen wir die Situation, dass ein Angeklagter immer nur gerade das gesteht, was schon offenkundig geworden ist. Es handelt sich dabei weniger um ein Schuldeingeständnis als vielmehr um die Erkenntnis, dass weiteres Leugnen sinnlos ist und sich lediglich strafverschärfend auswirken würde.

Was noch nicht offenkundig ist, wird jedoch weiterhin verschwiegen, bestritten, abgeleugnet, bis auch das nicht mehr haltbar ist. Mit klugen Anwälten kann es ein Angeklagter so schaffen, aus der Hauptverhandlung mit einer milden Strafe hervorzugehen, weil er voll geständig war. Noch milder wird die Strafe, wenn der Richter auch noch Anzeichen echter Reue zu erkennen glaubt.

Angela Merkels Spruch: "Wenn ich könnte, würde ich die Zeit um viele Jahre zurückdrehen, damit Deutschland besser auf die Entwicklungen vorbereitet gewesen wäre", ist geradezu das klassische Muster dessen, was hierzulande als das Bekenntnis des reuigen Sünders angesehen wird und Strafmilderung verheißt.

Artikel lesen


22. September 2016

16.50 Uhr Habe nun, ach ...

Die Überschrift habe ich mir bei Goethe ausgeliehen. Das Stöhnen des Dr. Faust, der bei allem Studieren und Denken doch nicht wirklich weitergekommen ist, um sich schlussendlich auf das metaphysische Abenteuer mit Mephisto einzulassen, stünde vermutlich der gesamten Menschheit als ein kollektives Aufstöhnen über alle untauglichen Versuche, einen Weg zum friedlichen Miteinander zu finden, auch ganz gut zu Gesichte.

Doch Goethe lässt ja erkennen, dass der Pakt mit übersinnlichen Mächten das Problem am Ende nur verstärkt, auf die Spitze treibt, und noch mehr Unheil und Unglück hinterlässt, als vorher zu überwinden gehofft wurde.

Seit Goethe ist viel Zeit gegangen. So manches, was seinem Mephisto an übersinnlichen Fähigkeiten zur Verfügung stand, steht heute praktisch jedem Menschen zur Verfügung, einiges ist Militär und Geheimdiensten vorbehalten, doch bis auf ganz wenige Spezialisten sehen wir zwar die Wirkungen, haben auch eine grobe Vorstellung von der Wirkungsweise, doch wären wir selbst niemals in der Lage, diese Wunderdinge herzustellen und funktionieren zu lassen.

 


21. September 2016
20. September 2016

00.00Uhr Alles Gute kommt von CETA (Halb-Satire)

Die gute alte Tante SPD hat die Zeichen der Zeit erkannt und in einem ungefähr 200 Mitglieder starken Gremium die Weichen für CETA gestellt. Wir sollten den Delegierten danken, dass sie gegen erhebliche Widerstände der alten Spruchweisheit "Der Prophet gilt nichts im eigenen Ortsverein" gefolgt sind und die unbegründeten Proteste aus den eigenen Reihen nicht anders behandelt haben als alle anderen unbegründeten Proteste, nämlich als unbegründet.

Dies ist der erste, wenn auch nicht der wichtigste Vorteil von CETA. CETA hat das Rechts- und Unrechtsempfinden der SPD geschärft, ...

Artikel lesen


19. September 2016

09:30Uhr Wer regiert Berlin?

Die Schlacht um Berlin ist geschlagen, nicht erst seit gestern, sondern seit dem Mai 1945.
Damals wurde die ehemalige Reichshauptstadt unter den vier Siegermächten des Zweiten Weltkriegs aufgeteilt in einen russichen, einen amerikanischen, einen französischen und einen britischen Sektor. Das war im Kleinen ein Spiegelbild der Besatzungszonen, in die der gesamte Staat aufgeteilt war.

1948 enstand als kritische Parodie der Karnevalsschlager "Wir sind die Eingebornen von Trizonesien", in dem die Ost-West-Blockbildung bereits ihren Ausdruck fand. Kuriosität am Rande: Dieser Faschingsschlager war für eine ganze Weile der Ersatz für die Nationalhymne und wurde vor allem bei internationalen Sportveranstaltungen gespielt.

Die drei westlichen Besatzungszonen verschmolzen zur Bundesrepublik Deutschland, doch Berlin blieb weiterhin in vier Sektoren aufgeteilt. Der russische Sektor wurde Hauptstadt der DDR, die Westsektoren blieben ein Gebiet mit Sonderstatus, was Berlin nicht nur die Freiheit von nächtlichen Sperrstunden brachte, sondern - einige werden sich daran erinnern - den westberliner Jungmännern auch die Befreiung vom Wehrdienst, was seinerzeit durchaus zu einer nicht unerheblichen Migrationswelle aus Westdeutschland führte.

Inzwischen ließ Walter Ulbricht die Mauer bauen und nicht ganz dreißig Jahre später ließ sie Erich Honecker wieder abreißen. Es kam zum Beitritt der neuen Bundesländer, zum 2+4-Vertrag und alledem, was vereinfachend und leicht irreführend als "Wiedervereinigung" bezeichnet wird.

Doch was ist aus den West-Sektoren von Berlin geworden? Diese Frage scheint vollkommen unsinnig, verschwörungstheoretisch und revanchistisch aus der Luft gegriffen. Darüber zu berichten scheint wie mit einem schweren Tabu belegt.

Artikel lesen


18. September 2016

23:00Uhr Wer war Gabriels Demokratielehrer?

Unser geliebter CETA-Siggi, der ungerührt von Millionen von Unterschriften und 320.000 Demonstrierenden unbeirrt daran festhält, das Freihandelsabkommen CETA zu ratifizieren, meinte am Wahlabend in Berlin mehrfach, fast 90 % hätten demokratische Parteien gewählt.

Er hat zwar vermieden, die AfD explizit als nicht demokratische Partei zu bezeichnen, doch seine Botschaft ist sicherlich auch so angekommen. Vor allem in den Medien.

Artikel lesen


18. September 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


17. September 2016

12:30Uhr Demo gegen TTIP und CETA

Unseren Plan, heute in München an der Großdemo gegen die von der EU ausgehandelten und von der GroKo erwünschten Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada zu demonstrieren, haben wir aufgrund des über Bayern hereingebrochenen Sauwetters schweren Herzens aufgegeben.

Daher hier ersatzweise eine kleine Auseinandersetzung mit den Argumenten der Befürworter. Es gibt eigentlich nur eines, dass nämlich diese Freihandelsabkommen zu einem wirtschaftlichen Aufschwung und damit zur Schaffung neuer Arbeitsplätze beitragen würden.

Das ist, ich kann es nicht anders ausdrücken, nichts als bullshit.

Artikel lesen


16. September 2016

14.00 Uhr Spitzfindigkeiten zum Begriff Integration

integer =

[1] unberührt, unversehrt
[2] unbescholten, unbestechlich
[3] moralisch einwandfrei

integrieren =

[1] jemanden oder etwas in ein bestehendes Gefüge oder System aufnehmen, einordnen

Integration =

[1] bildungssprachlich: die Einbeziehung, Eingliederung in ein größeres Ganzes
[2] Mathematik: die Berechnung eines Integrals
[3] Soziologie: die Einbeziehung, die Einbindung von Personen, sozialen Gruppen, Körperschaften, die Verschmelzung von sozialen Gruppen und Körperschaften
[4] Wirtschaft: in der Politik und in der Geschichte: die Schaffung eines einheitlichen Marktgebiets, Staaten- oder Staatsgebietes
[5] Sprachwissenschaft: die Verschmelzung von verschiedenen Sprachen und Dialekten zu einer einheitlichen Sprache
[6] Informatik: die Verknüpfung unterschiedlicher Anwendungsprogramme

Integration ist nach den vorstehenden Definitionen ein Prozess, bei das "zu Integrierende" als Objekt erscheint und die Integration passiv an sich vollziehen lässt.

Informatiker, die sich mit der Aufgabe, unterschiedliche Anwendungsprogramme zu integrieren, beschäftigt haben, wissen - aus oft leidvoller Erfahrung - dass die Integration mindestens solange scheitert, wie nicht Schnittstellenkompatibiliät hergestellt ist, ...

Artikel lesen


15. September 2016

17:20 Uhr Fortsetzung

Vor einer Woche hieß es an dieser Stelle: "Verflucht sei die Klarheit des Gedankens"
(PaD 36 /2016)

Dem dort geäußerten Aufruf zur Diskussion sind doch etliche Leser gefolgt und haben Ihre Meinung kundgetan. Veröffentlicht von mir im Tageskommentar vom 13. September unter dem Titel "Woher kommt der Meinungsterror?" (tk160913)

Die Diskussion darum nimmt allerdings kein Ende. Zuletzt gab es einen streitbaren Einwurf aus den Reihen der LINKEn, den ich gerne auch zur Diskussion stellen will:

Sehr geehrter Herr Kreutzer,

Sorry, aber ich bin entsetzt und fassungslos über Ihren Tageskommentar. Sie behaupten, es gäbe einen „Meinungsterror“. Und dieser „Meinungsterror“ ließe die Menschen in Deutschland verstummen aus Angst um Leib und Leben. Und dieser „Meinungsterror“ mache eine vernünftige Auseinandersetzung über den Umgang mit Geflüchteten in der Bundesrepublik unmöglich.

Dazu ist festzuhalten: Ich sehe nicht, dass irgendjemand daran gehindert wird - selbst der größte Depp nicht - mehr oder weniger sachgemäß über Geflüchtete, die Asylpolitik oder die Politik der Bundesregierung herzuziehen.


14. September 2016
13. September 2016

10.15 Uhr Woher kommt der Meinungsterror?

Der Terror (lat. terror „Schrecken“) ist die systematische und oftmals willkürlich erscheinende Verbreitung von Angst und Schrecken durch ausgeübte oder angedrohte Gewalt, um Menschen gefügig zu machen. (Wikipedia)

In den vielen Jahren, die ich nun im Internet publiziere, haben sich Art und Umfang der Kommentare zu meinen Artikeln verändert. Die Leserschaft hat zwar zugenommen, die Kommentare, die ich erhalte, sind jedoch weniger geworden, und die Sorge, sich mit einer für gefährlich erachteten Meinung zu outen, ist erkennbar gewachsen, so wie auch der Bereich, der "als gefährlich erachteten Meinungen" immer größer geworden ist.

Nicht selten werde ich darauf angesprochen, ob ich nicht Angst hätte, mich so zu äußern, wie ich mich äußere. Obwohl ich nach meinem Empfinden mit meinen Aussagen stets innerhalb dessen bleibe, was von der Meinungsfreiheit garantiert ist, wird auch das von vielen Zeitgenossen schon als Tabuverletzung angesehen - und manche Kündigung der bei mir abonnierten Newsletter lässt darauf schließen, dass das Wissen um die Rundum-Überwachung der elektronischen Kommunikation ausreicht, um sich schon in Gefahr zu wähnen, wenn man nur in ein solches Netzwerk eingebunden ist.

Ich habe das meist als überzogene Ängstlichkeit "zarter Gemüter" abgetan, sehe heute aber die Notwendigkeit, dieses immer weiter um sich greifende Phänomen zu thematisieren, weil es inzwischen in einer noch erschreckenderen Qualität auftritt als je zuvor.

Der Auslöser:

Artikel lesen

 


12. September 2016
11. September 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


10. September 2016
9. September 2016

10.00 Uhr Reaktionen auf PaD 36 /2016

Die Aufforderung, an die Leser des Paukenschlags "Verflucht sei die Klarheit des Gedankens", sich mit den dort aufgeworfenen Fragestellungen auseinander zu setzen, hat Früchte getragen.

Mit den zum Teil sehr umfangreichen Zuschriften werde ich mich noch ausführlich befassen. Doch das braucht ein bisschen mehr Zeit als die Nacht von Donnerstag auf Freitag.

Damit auch Sie sich mit den mir übermittelten Argumenten befassen können, veröffentliche ich die Zuschriften hier in der Reihenfolge des Eingangs - ungekürzt, aber anonymisiert.

Sie werden feststellen, dass die Auseinandersetzung mit den Fragestellungen dabei weniger Raum eingenommen hat als die Hinweise auf übergeordnete Ursachen, was meines Erachtens wichtig und richtig ist, die richtigen Reaktionen auf die akuten Probleme aber eher verhindert.

Kommentare lesen


8. September 2015

13.15 Uhr Verflucht sei die Klarheit des Gedankens

Was nicht auf einer einzigen Manuskriptseite zusammengefaßt werden kann, ist weder durchdacht noch entscheidungsreif.
(Dwight D. Eisenhower, amerik. General u. Politiker, 34. Präs. d. USA)

Hohe Bildung kann man dadurch beweisen, dass man die kompliziertesten Dinge auf einfache Art zu erläutern versteht.
(George Bernard Shaw, irischer Dramatiker)

Warum Angela Merkel sich vor jenen fürchtet, denen es gelingt, Probleme und Problemlösungen einfacher und klarer zu artikulieren als sie selbst es sich erlaubt, ist nicht schwer zu erraten. Die klassische Erklärung dafür hat Hans Christian Anderson in seinem Märchen "Des Kaisers neue Kleider" abgeliefert.

Betrachtet man einen Sachverhalt unvoreingenommen und ausschließlich im Bestreben, die Wahrheit herauszufinden, schiebt also die Lügengengeschichte von jenem feinst gewobenen Gespinst beiseite, das angeblich von Menschen, die für ihr Amt nichts taugen, nicht gesehen werden kann, nimmt man also das Risiko in Kauf, von allen Heuchlern für unfähig erklärt zu werden, kommt man schnell und sicher zu der einfachen und klaren Wahrheit: Der Kaiser ist nackt.


7. September 2016

14.00 Uhr Bundesnachtsdebatte

Es gab Zeiten, da habe ich mir drei Tage hintereinander die Haushaltsdebatte des Bundestages im Radio angehört. Das war nicht immer spannend, aber es kamen dabei zwei interessante Aspekte zum Vorschein, nämlich bis dahin so nicht gehörte Argumente und bis dahin so nicht wahrgenommene Talente.

Heute habe ich nur ein paar Minuten bei Phoenix mitgehört, ansonsten hin und wieder die Live-Ticker der Medien zu Gemüte geführt, ohne dabei auch nur einen Satz zu hören oder zu lesen, den ich so von den jeweiligen Manuskriptvorlesern nicht erwartet hätte.

Angela Merkel plärrt den sinnleeren Satz, "Deutschland bleibt Deutschland", ...

Artikel lesen


6. September 2016

14.15 Uhr Weltweites Wirtschaftswachstum durch Robotik?

Wenn der G20-Gipfel sonst auch recht wenig greifbare Ergebnisse gebracht hat, auf eines hat man sich wohl verständigt: Das lahmende Wachstum der Weltwirtschaft soll durch besondere Förderung der Robotik in Schwung gebracht werden.

Artikel lesen


5. September 2016

09.30 Uhr Mc. Pommerland ist abgebrannt

Es soll am Morgen eine Telefonkonferenz des CDU-Vorstands geben, die für Angela Merkel wichtiger ist als zeitgleich laufende Veranstaltungen beim G20-Gipfel in China, denn sie will daran teilnehmen. Wenn sie da mal wenigstens das abhörsichere Handy verwendet!

Gestern Abend hat das große Bröckeln begonnen. Es wurde kaum noch versucht, die persönliche Schuldzuweisung an Angela Merkel für das verheerende Abschneiden der CDU in Mecklenburg-Vorpommern mit den Vokabeln "Bundespolitik" oder "Berlin" zu kaschieren. Das war ihre ganz persönliche Rückkehr auf den harten Boden der Realität in Her Majesty's own county.

Artikel lesen


4. September 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


3. September 2016

13.00 Uhr Maas müsste - rechtlich nicht bindend - zurücktreten

Seit einer gefühlten Ewigkeit habe ich von Wolfgang Schäuble wieder einmal einen Satz gelesen, den ich glatt mit unterschreiben könnte. In Bezug auf Justizminister Heiko Maas äußerte er nach Informationen des Focus:

„Ein anständiger Minister müsste da zurücktreten“

Gut, da kommt wohl auch die Erbfeindschaft mit dem Koalitionspartner mit zum Vorschein und die vorangegangenen Schmähungen, die Gabriel in Richtung Merkel losgelassen hat.
Inhaltlich ging es auch nur um die (vermeintliche, Herr Schäuble?) Einmischung des Justizministers in ein laufendes Verfahren, ...

Artikel lesen


2. September 2016

11.30 Uhr Eilmeldung zum G36-Prozess - von der Leyen geht unter.

09.00 Uhr Konstruktives Misstrauensvotum gegen Merkel?

Wenn die Abgeordneten des Deutschen Bundestages sich in dieser Rolle selbst ernst nehmen würden, müssten sie jetzt theoretisch den Versuch unternehmen, sich von dieser Regierung zu befreien. Dass das nicht geschehen wird, zeigt, dass ihnen das im ausreichenden Maße fehlt, was ich als "Charakter" bezeichne. Ein Wort, das kaum noch verwendet wird. Stattdessen spricht man von "Eiern in der Hose", was ich für ebenso vulgär wie unzutreffend halte.

Worum geht es?

Es war eine überflüssige Provokation, und ich weiß nicht, von welchem Teufel die Mehrheit des Deutschen Bundestages am 2. Juni dieses Jahres geritten wurde, als sie eine Resolution verabschiedete, mit dem die zu Beginn des letzten Jahrhunderts begangenen Massaker an den Armeniern als "Völkermord" eingestuft wurden.

Artikel lesen


1. September 2016

12.30 Uhr Arroganz und Kriecherei ergänzen sich

Nach der Breitseite der EU gegen den US-Konzern Apple, legt sich der Pulverdampf. Die Wirkungslosigkeit des Angriffs wird sichtbar.
Auf der anderen Seite des Atlantiks erinnert sich Apple-Chef Tim Cook an das Wort vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten und reizt die Möglichkeiten der arroganten Provokation mit der Aussage, die EU-Attacke auf seine fast steuerfrei kassierten Gewinne sei nichts als
Scheiße - und die sei noch dazu politisch motivierter Antiamerikanismus.


31. August 2016

11.00 Uhr Deutschland bleibt Deutschland und Brautkleid bleibt Blaukraut

Es geht nicht mehr.

Ich möchte wissen, wie einige Medien in ihren Überschriften auf die Idee kommen konnten, Angela Merkel habe Fehler in der Flüchtlingspolitik eingestanden. Nach meinem Dafürhalten hat sie gerade das nicht getan!

Artikel lesen


30. August 2016

11.30 Uhr Schlägst du meinen Diesel, schlag ich deinen Apple

Der transatlantische Wirtschaftskrieg hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Nachdem die USA den größten europäischen Autobauer, VW, mit Milliardenstrafen und Schadensersatzforderungen überzogen, und das mit einem Verhalten der Bundesregierung, das alles andere als VW-freundlich oder auch nur neutral zu nennen gewesen wäre, scheint es jetzt beim Spiel über die Bande mit Brüssel einen Racheakt zu geben.

Artikel lesen


29. August 2016

09.30 Uhr Brechreiz

Ich weiß nicht, welches Betriebssystem zwischen den Ohren von Sigmar Gabriel werkelt, doch sieht es so aus, als handle es sich dabei um ein von mehreren Zufallsgeneratoren gesteuertes System, das auf Basis der jeweiligen Umwelteindrücke eine große Zahl opportunistischer Reaktionsmuster erzeugt, von denen, abhängig von Datum und Uhrzeit, zwei oder drei als Sprachausgaben, "Fingerzeige" und Mimik zufällig ausgewählt an die Umwelt zurückgegeben werden.

Das unterscheidet Gabriel von Angela Merkel, deren Software zwar ähnlich arbeitet, aber die Ausgabe von brillanten, sinnleeren neuen Texten so lange verzögert, bis alle anderen alles andere gesagt haben und sie sich damit zum Anführer der Mehrheitsmeinung aufschwingen kann.

Nun haben also beide erkannt, dass Wahlsiege in Deutschland ausschlaggebend davon abhängig sind, wie türkischstämmige Deutsche wählen.

Artikel lesen


28. August 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag


27. August 2016

08.15 Uhr Neuerscheinung

Ab Montag, 29. August, lieferbar:

Die kleine Bimsstein-Figur, die den Umschlag ziert, ist ein authentisches
Erinnerungsstück an einen entscheidenden Tag für die Tiefe der Beziehung zwischen Robert und Julia. Man kann darin eine sprungbereite Raubkatze ebenso entdecken, wie ein einsames, suchendes Fabelwesen. In der paarweisen Gegenüberstellung erschließt sich eine neue Sichtweise, in welcher der Widerspruch zwischen Autonomie und Nähe deutlich wird.

 

Wolfgang Schulz

erzählt seinen in weiten Teilen autobiografischen Roman aus der Gegenwart des ersten Jahrzehnts unseres Jahrtausends.

Es gelingt ihm dabei - voller Emotionalität und aus nächster Nähe - die Geschichte einer großen, tragischen Liebe lebendig werden zu lassen und diese zugleich zur Projektionsfläche für zeitgeschichtliche Ereignisse der letzten 50 Jahre zu machen. Er verarbeitet darin seine eigenen Missbrauchserlebnisse im Kinderheim, die seinen Charakter nachhaltig geprägt haben, seine Teilhabe an der Gründung von attac-Deutschland und der WASG. Er gibt Einblick in die innerparteilichen Abläufe bei der "Übernahme" der WASG durch die PDS und er schildert, was ihn angetrieben hat, für den Pforzheimer Stadtrat zu kandidieren.

Ohne Übertreibung: Ein großer Roman!

Mehr Informationen und eine Leseprobe finden Sie hier.

Bestellen Sie jetzt Ihr Exemplar. Zum Online-Shop.

 


26. August 2016

15.30 Uhr Warten auf die Fed

Seit Anfang der Woche werden die Vorberichte aus den Wirtschaftsredaktionen immer lauter. Heute Nachmittag, 16.00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit, wird Janet Yellen in Jackson Hole ans Rednerpult treten und einer Riege von Zentralbankern andeuten, wie die künftige Geldpolitik der Fed aussehen wird. Bis dahin halten weltweit die Anleger die Füße still, wagen kein größeres Engagement und blicken wie die Kaninchen auf die Schlange, obwohl am Tagungsort in den Rocky Mountains keine Entscheidung verkündet werden wird, ja noch nicht einmal Andeutungen über die mögliche nächste Zinsentscheidung fallen werden.
 
Eine mächtige Institution, diese Zentralbank der USA.
 
Artikel lesen


25. August 2016

17.45 Uhr Was hat noch einen Sinn?

Diesem Paukenschlag stelle ich einen Gedanken voran, den ich gestern bei Tichys Einblick als Kommentar hinterlassen habe.

Wenn es die “Nation” aus Gründen der political correctness nicht mehr gibt und der Begriff “Volk” nur noch an hohen Feiertagen in hohlen Reden auftauchen darf, dann ist es kein Wunder, wenn das “Wehrbewusstsein” fehlt.

Es fehlt ja nicht nur das Wehrbewusstsein. Es fehlt in weiten Bereichen die positiv besetzte Identifikation mit etwas, das mehr ist als nur ein von Brüssel dominierter, in Selbstauflösung befindlicher Staat, der Schritt für Schritt seine Souveränitätsrechte nicht nur ab, sondern auf aufgibt.

Weder eine Fußballweltmeisterschaft, noch 42 olympische Medaillen reichen aus, um das zu kitten, was seit langer Zeit ganz bewusst demoliert wird: Ein gesundes, nationales Selbstverständnis, wie es sich selbst die Tibeter noch erhalten haben.

Oliver Weber hatte am 23.08. auf Tichys Einblick einen Aufsatz veröffentlicht, in welchem er den Sinn und die Notwendigkeit der von de Maiziere vorgestellten neuen Maßnahmen zur Zivilverteidigung herausstreicht und darin das Ende einer bisherigen, sträflichen Vernachlässigung einer Aufgabe des Staates sieht.

Weber beklagt in seinem Artikel zugleich, dass "die deutsche Öffentlichkeit auf diese Meldung bisher entweder belustigt oder panisch reagiert" und sieht darin ein "Symptom eines vergessenen, weil nicht gepflegten Wehrbewusstseins".

So weit, so gut.
Er hat ja Recht.


20. bis 24. August
19. August 2016

10.00 Uhr Das kleine Schwächeln

Vielleicht hätte ich gestern nicht über das große Schwächeln schreiben sollen. Denn jetzt bin ich vom Arzt für ein paar Tage kaltgestellt. "Stationäre Abklärung" hat er mir verordnet und das von jetzt auf gleich.

Mails empfange ich am Handy. Die Homepage bleibt verwaist, bis die Abklärung abgeschlossen ist.

Ein schönes Wochenende und eine gute nächste Woche!

Egon W. Kreutzer


18. August 2016

18.05 Uhr Das große Schwächeln
 
Es kann sein, dass ich mich irre.
 
Vielleicht ist das, was mir als Schwächeln erscheint, nur die Ruhe vor dem Sturm. Vielleicht stehen wir vor einem riesigen Haufen von Mikado-Stäbchen, von denen kein einziges den Eindruck erweckt, als könne man daran ziehen, ohne den ganzen Rest in ein gefährliches Wanken zu bringen.
 
Vielleicht ist derjenige, der als erster ziehen soll, einfach nicht bereit dazu. Vielleicht ist das, was wir beobachten, gar nicht das Spiel, das sich schwächelnd hinzieht, sondern das Warten auf den Beginn.


17. August 2016
16. August 2016
15. August 2016
14. August 2016

Julies Bild vom Sonntag

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


13. August 2016
12. August 2016
11. August 2016

11.20 Uhr Nun landen die Migranten

Seit drei Tagen vermeldet KOPP-online ein hohes Nachtflugaufkommen. Sogar auf Flugplätzen der Bundeswehr sollen nächtens Passagiermaschinen aufsetzen, deren Passagiere eiligst in Busse verfrachtet und zu Aufnahmeeinrichtungen chauffiert werden.

In meinem Posteingang fand ich dann heute den Link auf einen Artikel der Seite Zuwanderung.net vom 25. März 2016, in dem darauf aufmerksam gemacht wurde, dass es einige weitgehend geheim gehaltene Passagen im Flüchtlingsabkommen mit der Türkei gäbe, über die sich sogar die "linientreue Süddeutsche" in ihrer Ausgabe vom 21. März 2016 erstaunt geäußert haben soll.

Stimmt natürlich alles. Es stimmt aber auch, dass diese Verabredung mit der Türkei von Anfang an zumindest so laut im Gespräch war, dass ich davon gehört/gelesen habe und die 500.000 freiwillig von der EU aufzunehmenden "Flüchtlinge" bereits im PaD 47 /2015 thematisiert habe. Nun werden diese Vereinbarungen offenbar zügig umgesetzt.


10. August 2016

09.00 Uhr Was hilft ein Burka-Verbot, wenn der Hosenanzug erlaubt bleibt?

Thomas de Maiziere, unser aller Innenminister, und die Innenminister der unionsregierten Bundesländer blasen zum Großangriff auf die Willkommenskultur. Selbstverständlich nennen sie die Willkommenskultur nicht beim Namen, sondern benutzen dafür das streng geheime Codewort "Terrorismus". Folglich berichten auch die Medien nur darüber, dass die Union die Anti-Terror-Gesetze verschärfen will,

Artikel lesen


9. August 2016

13.30 Uhr IT-Fachkräfte - woher nehmen, und nicht stehlen?

Die bayerischen Unternehmen der Metall- und Elektrobranche finden für ihre Stellen im IT-Bereich kaum noch Bewerber. 40 Prozent der Arbeitsplätze sind verwaist. Das jedenfalls berichten die Arbeitgeberverbände und die Süddeutsche verbreitet die Unheilsbotschaft.

Ich war ja mal Lehrling. Die während meiner Lehrzeit genutzte IT-Technik bestand aus Lochkarten-Lochplätzen, Lochkartensortiermaschinen, Lochkartenmischmaschinen und einer schwergewichtigen Tabelliermaschine, die mit Steckplatten "programmiert" wurde.

Es war den Verantwortlichen allerdings klar, dass dies nicht so bleiben würde, und so hatten wir kaufmännischen Lehrlinge das Vergnügen, gegen Ende der Lehrzeit die Grundlagen der Assembler- und COBOL-Programmierung kennenlernen und sogar

Artikel lesen


8. August 2016
7. August 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wollfgangs Bild vom Sonntag

 


6. August 2016

15.00 Uhr Doch noch Sommerloch

Nachdem Herr Steinmeier, der nette Herr mit dem schlohweißen Haar, in Übereinstimmung mit H. Juncker festgestellt hat, dass das Verhältnis Deutschlands und der EU zur Türkei, durch nichts, aber auch gar nichts getrübt werden dürfe, und selbstverständlcih auch die Beitrittsverhandlungen weiter geführt werden müssten, und damit die Türkei-Krise für beendet erklärt hat, nachdem es auch in den letzten sieben Tagen keinen Terroranschlag oder Amoklauf mehr in Deutschland gegeben hat, nachdem die Deutsche Bank auch am Freitag noch geöffnet hatte und Angela Merkel in der Gunst der 1003 von Demoskopen Befragten immer noch vor Horst Seehofer liegt, dürfen endlich die skurrilen Ideen auf die Bühne, auf die man jeden Sommer sehnsüchtig wartet.

Bundesjustizminister Heiko Maas hat sich zu Wort gemeldet. Nein, er will kein Verbot des Mitführens von Schnappschildkröten bei genehmigten Versammlungen,

Artikel lesen


5. August 2016

09.00 Uhr Der freie Fall des Arbeitsmarktes in Großbritannien

Zu den Horror-Meldungen der Wirtschaftsexperten über die verzweifelten Notwehr-Maßnahmen der Bank of England, die den Leitzins von 0,5 auf 0,25 Prozent gesenkt hat, gesellt sich heute die Horrormeldung vom Arbeitsmarkt der sich, laut einer Studie, im freien Fall befinden soll.

Da assoziiert der brave deutsche Michel Massenentlassungen, wie nach Verkündung der Agenda 2010, kilometerlange Schlangen vor den Arbeitsämtern und der große Untertan im kleinen Mann vermerkt hämisch: Das haben sie nun davon!

Schaut man genauer hin, ...

Artikel lesen


4. August 2016

12.15 Uhr Das Wähler beleidigende Trumpeltier
oder, wie man aus einer Maus einen Elefanten macht.

Zu den jüngsten Höhepunkten des Wahlkampfs in den USA zählt der Vorwurf an Donald Trump, er habe die Eltern eines gefallenen muslimischen Soldaten beleidigt.

Der Auslöser dieser Inszenierung ist Anfang Dezember 2015 zu finden. Donald Trump erklärte damals, wenige Tage nach der Terrorattacke in Kalifornien, bei der 14 Menschen erschossen wurden, bis zur Klärung der Vorgänge müssten die Grenzen für alle Muslime geschlossen werden.


3. August 2016
2. August 2016

11.55 Uhr Wie in Stein gemeiert

Während Menschen mit Geschichtsbewusstsein und der Fähigkeit, wie ein guter Schachspieler eine Situation und deren Entwicklungsmöglichkeiten zu beurteilen, längst erkannt haben, das Recep Tayyip Erdogan in der Türkei eine lupenreine Diktatur errichtet hat, die er ausgerechnet in Köln von mehreren Zehntausend Anhängern als Demokratie feiern ließ, zieht sich der deutsche Außenminister - man kann es nicht anders als devot nennen - auf den Standpunkt zurück: "Es ist gutes Recht der türkischen Regierung, den Putschversuch politisch und rechtlich aufzuarbeiten", und, "...

Artikel lesen


1. August 2016

08.30 Uhr Die neue Lage

In den letzten beiden Monaten haben sich die Ereignisse überschlagen. BREXIT, Putsch in der Türkei, Säuberungen in der Türkei, Terror in Frankreich und in Deutschland (Bayern), Trump ist gegen den Willen vieler Republikaner doch Kandidat der Republikaner...

Es sieht so aus, als würde die Welt sich schneller drehen. Grund genug für eine neue Beurteilung der Lage.

Die Juli Ausgabe des Dossiers EWK - Zur Lage ist online. Förder-Abonnenten wurde die Ausarbeitung bereits zugestellt, für diejenigen, die sich fallweise für den Einzelbezug entscheiden, steht EWK - Zur Lage ab sofort als PDF zur Verfügung. Auch alle älteren Ausgaben können - zu reduzierten Preisen - noch bezogen werden.


31. Juli 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


30. Juli 2016

09.30 Uhr Stresstest bestanden

Die europäischen Banken haben den Stresstest bestanden. Die Noten für die einzelnen Institute fielen zwar unterschiedlich aus, doch das spielt keine Rolle. Entwarnung!
 
Da wäre es jetzt ziemlich boshaft, schon wieder nachzutreten und Risiken an die Wand zu malen.
 
Artikel lesen
29. Juli 2016

11.00 Uhr Kreutzer in Spielfilmlänge?

Im August letzten Jahres war ich eingeladen, bei einem Symposium in der Lausitz, das unter dem Motto "Fließendes Geld und soziale Skulptur" stand, einen Vortrag zu gestalten. Dabei konzentrierte ich mich auf die Beschreibung dessen, was profan "gesellschaftliche Entwicklung" genannt wird, künstlerisch aber auch als der "Wandel der sozialen Skulptur" begriffen werden kann. Der Schwerpunkt lag dabei auf der real existierenden Demokratie, auf der Dreiteilung in Mitte, links und rechts und auf der Fragestellung, wie es kommt, dass die ruhige, träge Mitte letztlich jene Kraft ist, die einmal links, einmal rechts nach oben drückt und damit erst wirksam werden lässt.

Der Vortrag wurde seinerzeit aufgezeichnet. Vor ein paar Wochen habe ich nun auch erfahren, dass er schon seit geraumer Zeit online verfügbar ist, allerdings bisher nicht öffentlich zugänglich.

Das ändere ich jetzt zumindest insoweit, als ich hier einen Link auf die URL des Videos setze. Falls Sie also Lust haben, eine Stunde und zwanzig Minuten in diesen Vortrag reinzuhören:

Hier ist er verfügbar.


28. Juli 2016

17.00 Uhr Sie hat es schon wieder getan

Nun ja, getan hat sie es eigentlich wieder nicht. Aber gesagt hat sie es schon wieder:

"Wir schaffen das!"

Artikel lesen


27. Juli 2016
 
11.30 Uhr Die Saat der Gewalt
 
Es kann der Beste nicht in Frieden leben,
wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.
 
So, wie ein lange schwelender und eskalierender Nachbarschaftsstreit aus Nichtigkeiten entstehen kann, die zu oft stillschweigend geschluckt werden, bis das Fass endgültig überläuft, so entwickeln sich auch innergesellschaftliche Konflikte auf dem Nährboden kleiner Ungerechtigkeiten, kleiner Nachlässigkeiten, kleiner Bosheiten, kleiner Übergriffe, die von den Betroffenen zuerst nur als Lappalien angesehen und wohlmeinend übergangen werden, die sich jedoch bei fehlender Reaktion schnell zu Dreistigkeiten und nicht mehr tolerierbaren Übergriffen ausweiten. Es geht immer nur einen Schritt weiter, zumeist einen kleinen Schritt, der für sich gesehen zu ertragen wäre. Doch wenn die Wegstrecke der kleinen Schritte erst lang genug geworden ist, sind die Betroffenen die Gelackmeierten, weil ihnen jegliche Handhabe fehlt, gegen das letzte i-Tüpfelchen auf dem Haufen des Unrechts glaubhaft zu protestieren.
 
Es ist erklärte Politik des Präsidenten der EU-Kommission, Jean Claude Juncker, genau so vorzugehen:
 
"Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt." (SPIEGEL 1999)
 
Wo Juncker "wir" sagt, meint er damit nicht die Kommission, sondern das Führungsgremium der EU, den Rat, in welchem die deutschen Bundeskanzler seit jeher einen ganz erheblichen Einfluss ausüben. So kommt es dann auch, dass das Gesetzgebungsverfahren in Deutschland zum überwiegenden Teil nur noch darin besteht, das in nationales Recht zu übertragen, was der Rat von der Kommission als Gemeinschaftsrecht hat erarbeiten lassen.
 
Dieses Spiel über Bande wird inzwischen von vielen durchschaut. Das Grummeln im Volk, das von Politik und Medien zwar immer noch von der Bundesregierung ab- und auf die Bürokraten der EU gelenkt werden soll, zielt doch immer mehr direkt auf die eigene Regierung.
 
Die Radikalisierung im Lande nimmt zu. Das betrifft nicht nur Amokläufer und Attentäter, es betrifft ebenso die politischen Parteien und deren in Regierungsverantwortung stehende Führungsfiguren. Aus demokratischen Sitten und Gepflogenheiten sind mehr und mehr die Lagerkämpfe von Gesinnungsvereinen geworden, die sich jeglicher Argumentation von anderen verschließen, ganz nach dem Motto: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns.
 
Das Bedürfnis, die eigenen Positionen mit Gewalt durchzusetzen, wird stärker, weil andere Wege der Verständigung und Einigung hinter den selbstgestrickten Scheuklappen nicht mehr wahrgenommen werden oder vom politischen Gegner in den Machtpositionen tatsächlich vollständig versperrt wurden.
 
Der Gedanke, einen Staatsstreich zu organisieren, um die Dinge noch zu verändern, bevor alles zu spät ist, mag schon oft durchgespielt worden sein. Es wäre ein Novum in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ...
 
"Operation Reiner Tisch"
 
Ein packender Polit-Thriller des Berliner Autors Andreas Reinhardt spielt den Gedanken durch. Eine krisengeschüttelte Welt, wachsende Unzufriedenheit in Bevölkerung, eine schnell wachsende populistische Partei - und ein Bundeskanzler, der wie ferngesteuert wirkt und nichts unternimmt, um seinem Amtseid gerecht zu werden. Das ist die Ausgangslage für einen perfiden Plan, für den Putsch in Berlin.
 
 
 
Andreas Reinhardt
Operation Reiner Tisch
 
erschienen im EWK-Verlag, Elsendorf
 
Hardcover, 276 Seiten,
geb. Ladenpreis 22,00 Euro
 
jetzt gleich hier bestellen
 
 
 
 
 
 

26. Juli 2016
 
17.00 Uhr Was ich zu alledem noch sagen will
 
Letzte Woche überschrieb ich meinen Paukenschlag mit der Frage:
Ist denn jetzt der Teufel los?
 
Eine Woche später muss ich feststellen, jetzt ist er offenbar wirklich los. Weil heute in Frankreich wieder ein Anschlag verübt wurde, bei dem ein alter Priester kaltblütig in der Kirche ermordet wurde, veröffentliche ich diesen Text schon heute.
 

25. Juli 2016

13.00 Uhr Die Bundes-Innenwehr?

Im Inneren wird es ungemütlich. Die üblichen Verdächtigen (Casablanca) sehen wieder einmal die Gelegenheit, endlich den Einsatz der Bundeswehr im Inneren von allen noch bestehenden Beschränkungen zu befreien. Terror sei ja auch eine Katastrophe, meint Frau von der Leyen, und bei Katastrophen sei es ja doch erlaubt...

Die Frage, ob die Bundeswehr nun mit Brückenlegepanzern oder mit Tornado-Kampfflugzeugen, mit Patriot-Raketen und Minenräumbooten ihren Kampfauftrag im Inneren bewältigen können wird, beantwortet sich fast von selbst.

Artikel lesen


24. Juli 2016
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag
 

23. Juli 2016
 
09.00 Uhr Trauerbeflaggung - Die Grenzen der allgemeinen Sicherheit
 
Die Ereignisse in München machen wieder einmal deutlich, dass es hundertprozentige Sicherheit nicht geben kann. Ein hochkomplexes Gebilde, wie eine deutsche Großstadt, ist extrem verletzlich und bietet einem Täter nicht nur eine schier unendliche Anzahl möglicher Angriffsflächen sondern darüber hinaus auch noch einen deutlichen, zeitlichen Vorsprung vor den Sicherheitskräften.
 
Die potentiellen Opfer haben im Augenblick des Angriffs kaum eine Chance.
 
Das gilt ganz unabhängig davon, ob ein Einzeltäter oder eine Gruppe angreift, ob es sich um einen klassischen Amoklauf oder einen terroristischen Anschlag handelt.
 
Ein entschlossener Täter hätte, das ist für mich eine Erkenntnis aus dem Geschehen in München, durchaus die Chance gehabt, sich dem Zugriff zu entziehen.
 
Brauchen wir also mehr in Zivil gekleidete Polizisten, brauchen wir einen bewaffneten Hilfssheriff an jeder Straßenecke? Ich weiß es nicht. Ich fürchte, dass die "Hemmschwelle" dadurch inzwischen nicht mehr erhöht werden kann. Ursachen und Motive liegen weit außerhalb der bürgerlichen Gesellschaft, sogar außerhalb der bekannten Kriminalität bewaffneter Raubüberfälle.
 
Der Münchner Täter soll in psychiatrischer Behandlung gewesen sein. Das wird inzwischen zu einem immer öfter auftretenden Muster. Der psychisch gestörte Einzeltäter.
 
Palme, Lafontaine, Schäuble, Seles, Rabin, Bossard und 14 weitere Personen, Fortuyn, Chirac, Lindh, Kusch, Roger, Berlusconi, Giffords, Letta, Reker ..., um nur die gezielten Attentate auf Prominente/Politiker anzuführen.
 
Vor fünf Jahren Breivik in Norwegen.
 
Zufällig wurde in dieser Woche auf ARTE der US-Spielfilm aus dem Jahr 1962 "Botschafter der Angst" wieder einmal gezeigt. Ein US-Soldat, der in Korea in Gefangenschaft geraten und einer Gehirnwäsche unterzogen worden war, folgte, zurück in der Heimat, posthypnotischen Befehlen und wurde zum ferngesteuerten Killer.
 
War aber nur ein Spielfilm.
 
 
 
 

22. Juli 2016
21. Juli 2016
 
11.00 Uhr Ist denn jetzt der Teufel los?
 
Einer der vier Astrologen, von denen ich weiß, dass sie bei mir mitlesen, hat mir in der letzten Woche diese Kurz-Analyse geschickt:
 

Wir haben schon seit Monaten ein Quadrat aus den Planeten Neptun und Saturn am Himmel. Leider bleibt diese Konstellation noch.

Neptun Square Saturn - eine Konkurssitation.


Neptun steht für das Prinzip des Daseins und Saturn für die Bestimmung des Daseins. Wenn diese Planeten in einem Winkel von 90 Grad stehen, ist es wie an einer Kreuzung von zwei Straßen ohne Ampeln.

In den Zyklen von Neptun und Saturn finden wir den Mauerfall November 1989, das Ende des Zweiten Weltkrieges April 1945, gestern beim Terror in Nizza dominant am MC der Stadt. (Medium Coeli, MC = Himmelsmitte)

Dies sind nur einige Beispiele zur Verdeutlichung. Es kann oder wird zu einem Zusammenbruch der Systeme kommen. Wer noch Vorsorge treffen kann, sollte es tun.
Es kann vermehrt zu Insolvenzen kommen. Da sind ja dann immer auch andere betroffen.
Meine letzten Taler brauche ich leider für Handwerker und Anwälte, sonst würde ich etwas Gold kaufen.
Wie weit Frau Merkel von Neptun - Saturn betroffen ist, kann man seriös nicht sagen. Ihre Geburtsdaten sind vermutlich getürkt. Es gibt ein paar Geburtszeiten im Netz. wenn diese in etwa stimmen, dann ist sie betroffen und damit auch die ganze Republik.

Mit paranoiden Ängsten sehe ich den Tagen im September und Oktober 2016 entgegen. Bis dahin sollte alles klar sein. Wie auch immer.

 
Man kann von diesen Aussagen und ihrem Zustandekommen halten, was immer man will, ernsthaft bestreiten,
.
dass derzeit an allen Fronten heftige Auseinandersetzungen stattfinden, dass die Kräfte, welche Ordnungen schaffen oder erhalten wollen, gegen nicht minder starke Kräfte antreten, deren Ziel es ist, alte Ordnungen, Regeln und Grenzen aufzulösen,
 
kann man nicht.

Ebenso werden aber Wunschträume und Strategien durchkreuzt, platzen Blasen, kurz:
 
Die Gleichungen gehen nicht mehr auf -
und neue Lösungswege sind noch nicht gefunden.
 
Es ist nahezu gleichgültig, wo man mit der Aufzählung der Erosions- und Auflösungsprozesse beginnt. Das Szenario ist bis zum Rand ausgemalt als hätte Hieronymus Bosch den Pinsel geführt.


20. Juli 2016

09.00 Uhr Unheimliche Begegnung mit dem real existierenden Fachkräftemangel

Dass der Fachkräftemangel eine klug ausgedachte Begründung für alles Mögliche sei, glaubte ich bis vor Kurzem selbst. Inzwischen kann ich differenzieren und gehe davon aus, dass es die Fachkräfte zwar durchaus gibt, jedoch nicht da, wo sie gebraucht würden, sondern im Hartz-IV-Bezug (oder am Steuer eines Taxis, an der Supermarktkasse, etc.) wegen Überqualifikation.

Die erste unheimliche Begegnung hat im September 2015 begonnen. Für meine Mutter (90) wurde ein Treppenlift installiert. Zwei Monate später stand das fabrikneue Gerät unvermittelt still. Drei Tage später traf der Servicetechniker 'A' des Herstellers ein. Zwei Stunden später stand die Diagnose fest: "Kabelbruch zwischen Akku und Platine". Im März stand der Lift wieder,

Artikel lesen


19. Juli 2016

12.15 Uhr Vom Unterschied zwischen Generälen und Regierungsmitgliedern

Auslöser für diese sehr kurze Betrachtung war der Putschversuch in der Türkei, doch bietet die Thematik, wenn man sie losgelöst vom konkreten Anlass betrachtet, durchaus einigen Stoff zum Nachdenken.

Artikel lesen


18. Juli 2016

11.00 Uhr Sieg der Demokratie? Ein alberner Gedanke.

Der türkische Präsident Erdogan und seine Parteigänger im Staatsapparat haben einen Putsch abgewehrt und dies zum Anlass genommen, landesweit oppositionelle Kräfte aus ihren Ämtern zu entlassen oder gleich zu verhaften und sind drauf und dran, die Todesstrafe wieder einzuführen.

Artikel lesen


17. Juli 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

16. Juli 2016

13.15 Uhr Dilettantischer Putsch?

Von "dilettantisch" wurde sowohl im Mainstream als auch bei alternativen Medien schon recht früh am heutigen Morgen gesprochen. Dies impliziert Zweierlei: Wären die Putschisten planvoller und professioneller vorgegangen, hätte der Putsch nach Meinung der Kommentatoren gelingen können, und, weil "Dilettantismus" ein "Vorwurf" ist, dass man einen erfolgreichen Putsch womöglich lieber kommentiert hätte.

Artikel lesen


16. Juli 2016

08.00 Uhr Türkei

Gestern Abend haben Teile des türkischen Militärs versucht, die Macht im Staate zu übernehmen. Die Lage ist noch unübersichtlich.

Ich beabsichtige, heute Nachmittag, gegen 15.00 Uhr dazu einen Kommentar zu veröffentlichen.


15. Juli 2016
14. Juli 2016
13. Juli 2016

13.30 Uhr Die Hasspolizei

1914. In Sarajewo wird der österreichische Thronfolger Franz-Ferdinand erschossen. Josef Schwejk*) taucht im "Kelch" in Prag auf, wo er mit dem Wirt und einem weiteren Gast über das Attentat diskutiert. Dummerweise handelt es sich bei dem unbekannten Gast um den Geheimpolizisten Bretschneider. Schwejk wird ins Irrenhaus verfrachtet, der Wirt Pavlicek muss für 10 Jahre in den Knast, weil er am Stammtisch geäußert hatte, die Fliegen hätten auf sein Kaiserbild geschissen.

2016. Überall in Deutschland durchsuchen Polizisten am "Aktionstag" Wohnungen um Beweismaterial gegen Menschen zu suchen, die im Verdacht stehen, "Hasskommentare", "Hasspostings", "Hassmails" und "hatespeech" von sich gegeben zu haben. Es geht gegen "Verbalradikalismus" und damit verbundene Straftaten.

Insbesondere wurde eine "geschlossene Facebook-Gruppe" auf's Korn genommen. Das wäre 1914 ein Stammtisch gewesen, an dem der Geheimpolizist Bretschneider keinen Platz bekommen hätte, außer er hätte sich als V-Mann eingeschlichen.

Und weil die Polizei nicht überall sein kann, werden alle Bürger dazu aufgefordert, sollten sie im Internet Hasskommentare finden, diese bei der Polizei zu melden.

Es stellt sich die Frage, wo exakt die Grenze zwischen "Gesinnungsstraftat" und "Meinungsfreiheit" heute verläuft. Es stellt sich die Frage, wer diese Grenze nach welchen Maßstäben gezogen hat. Es stellt sich vor allem die Frage, als wie beweglich sich diese Grenze in der nächsten Zeit erweisen wird. Mir erscheint sie eher wie eine Schlinge, die von Tag zu Tag ein Stückchen weiter zugezogen werden wird. Gerade der Aufruf zur Denunziation wird ganz erheblich dazu beitragen, dass die Liste der verbotenen Äußerungen schnell länger und länger werden wird.

Vielleicht wünscht sich mancher ja auch schon wieder ein Heer "Informeller Mitarbeiter", die über jeden, auf dessen Kaiserbild die Fliegen geschissen haben, einen Bericht anfertigt.

"Aktionstag" hat für mich in diesem Zusammenhang übrigens auch einen sehr üblen Beigeschmack. Es ist eine Drohgebärde der Obrigkeit. Knüppel aus dem Sack!

 

 

*) Josef Schwejk ist eine Romanfigur des Schriftstellers Jaroslav Hasek.


12. Juli 2016

12.45 Uhr Rigaer Str. 94 - Was ist "Links"?

Vermutlich ist die Bezeichnung Links-Autonome ebenso falsch, wie die Bezeichnung Links-Radikale. Es handelt sich meines Erachtens noch nicht einmal um Links-Extreme, sondern schlicht um Leute, die sich nicht in diese, unsere Gesellschaft integrieren lassen wollen.

Der Vergleich mag gewagt sein und zudem stark hinken, doch für mich sind die Bewohner der Rigaer Str. 94, was die Totalverweigerung gesellschaftlicher Normen betrifft, eher so etwas wie eine besondere Spezies der Amish People. Hinzu kommt bei dieser Berliner Großfamilie leider eine stark erhöhte Gewaltbereitschaft gegenüber allen Artfremden, die ihnen zu nahe kommen.

Wespen verhalten sich ähnlich.

Artikel lesen


11. Juli 2016

11.00 Uhr Deutsche Kriegsgefangene in Incirlik

Die deutsch-türkisch-türkisch-deutschen Beziehungen entwickeln sich immer mehr zur Groteske. Wer hat angefangen? Wer hat sich provozieren lassen? Wer nicht aufgehört, Nadelstiche zu setzen?

Es gab viele kleine, für sich unbedeutende Ereignisse, und es gab die Leitplanken der großen Politik. Richtig losgegangen ist es allerdings mit Merkels pastoralem Spruch: "Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken!"

Als alle kamen und die Luft für Merkel in Deutschland dünn wurde, sollte die Türkei die Reisenden aufhalten.

Artikel lesen


10. Juli 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag


9. Juli 2016
8. Juli 2016
7. Juli 2016

11.40 Uhr Ist das Volk zu dumm für Volksentscheide?

Der Pulverdampf auf dem Schlachtfeld EU hat sich noch nicht gelichtet. Die Fahnenflucht der Briten hat eine Lücke in die Front gerissen, die nicht geschlossen werden kann, weil die Befehlshaber im Hauptquartier die Deserteure unbedingt zurückzwingen wollen, während die Kommandeure an der Front krampfhaft und unkoordiniert versuchen, den verlorenen Frontabschnitt mit eigenen Verbänden zu besetzen und zu halten.
 
Dieses Getümmel zu kommentieren ist sinnlos. Erst wenn sich sowohl die Briten als auch die Resteuropäer neu positioniert haben werden, und mit gefestigten Absichten aufeinander zu gehen, wird eine sinnvolle Beschäftigung mit der Thematik wieder möglich sein.
 
Daher wird auch dieser Paukenschlag, wie die vorhergehenden, ein sehr viel grundsätzlicheres Thema behandeln. Ist das Volk zu doof für Volksentscheide? Diese Frage stellte die Tageszeitung "Die Welt" nach der Brexit-Abstimmung und hat bemerkenswert differenziert versucht, darauf Antworten zu geben. Allerdings hat gerade die Lektüre dieses Artikels bei mir das Gefühl einer argumentativen Lücke, bzw. einer falschen Fragestellung zurückgelassen. Ich versuche daher, dass Thema noch einmal aus einem anderen Blickwinkel aufzurollen und formuliere die Frage im Respekt für das Volk geringfügig um: Ist das Volk zu dumm für Volksentscheide?
 
Eine objektive Antwort auf diese - im Grunde rhetorische - Frage zu finden, ist nicht einfach.


6. Juli 2016
5. Juli 2016

10,00 Uhr Staatsfeind Nr. 9

Meiner Frau Julie ist gelungen, was mir verwehrt geblieben ist. Aus einer geheimen Liste, die der ARD vorliegt, geht hervor, dass Sie mit ihrem Blog politik-im-spiegel.de unter den Top-Ten der deutschsprachigen russischen Propaganda-Medien zu finden ist.

So etwas von verschlagen! Jahrelang teile ich mit dieser Frau Tisch und Bett, und nie, nie, nie ...

Artikel lesen


4. Juli 2016

11.30 Uhr EU - Experimentelle Ungeheuerlichkeiten

Ein Hühnerstall mit FoxInside kann kaum ungeordneter wirken als die chaotische Ideenlandschaft, die sich nun als Reaktion auf das britische Referendum wallend und wabernd ausbreitet. Da sind einerseits die Briten selbst, deren Überraschung über den Ausgang des Volksentscheides allmählich in Panik umschlägt, was die so genannten "Jungen Engländer" (!) zu Zehntausenden auf die EU-Fanmeile in London getrieben hat, ...

Artikel lesen


3. Juli 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag


2. Juli 2016
1. Juli 2016
30. Juni 2016

08.00 Uhr Rettet das Vorurteil!

Warum ich diesen Text überhaupt schreibe,
obwohl er kaum verstanden werden wird.

Geschichte wiederholt sich. Nicht auf Punkt und Komma genau, doch deutlich genug, um die Neuinszenierung an der vorangegangenen messen zu können. Gerne werden die Kulissen neu gestaltet und die Kostüme ausgetauscht. Manchmal werden Charaktere neu interpretiert, Rollen vertauscht, aber fast nie ändert sich der Spannungsbogen, der von einer vorgegebenen Ausgangsposition über den daraus entstehenden Konflikt zu einem unweigerlich eintretenden Ende führt, bei dem es in der Regel dazu kommt, dass Gewinner/Sieger über Verlierer/Besiegte triumphieren. Selten gibt es nur Verlierer, ganz selten nur Gewinner.

Unangenehme Erfahrungen fügen sich stets mehr oder minder schnell zu einem Vorurteil zusammen oder verstärken ein bestehendes. Heißt es nicht: Aus Schaden wird man klug? Heißt es nicht: "Wer nicht aus der Geschichte lernt, muss sie wiederholen?

Was wäre der Mensch, was wäre ein Volk, was wäre die Menschheit, verfügten nicht jeder Einzelne und alle miteinander über die Fähigkeit aus Erfahrungen zu lernen?

Das Vorurteil ist das Ergebnis eines Lernprozesses.

Die Bezeichnung "Vorurteil" ist ein Kampfbegriff,
mit dem unerwünschtes Verhalten unterbunden werden soll.

 
 
Original-Foto: EVP.
Lizenz: CC BY 2.0.
Modifziert mit Corel Photohouse 3.0
 
 
 
 
Die Briten haben in der letzten Woche ein mühsam und gegen viele Widerstände erworbenes Vorurteil über die real existierende Europäische Union in eine Entscheidung umgesetzt. Nun ist das wütende Geheule derer, die einen Teil ihrer Beute verloren haben, nicht zu überhören. Volkes Wille gilt nichts in der EU. Darf nicht gelten.
Das hat so oft schon funktioniert. Sogar als die Europäische Verfassung durch Volksentscheide in einigen Mitgliedsländern abgelehnt wurde, wurde sie als "Vertrag von Lissabon" faktisch unverändert in Kraft gesetzt.
 
Im Oktober 2004 habe ich in dem immer noch richtungsweisenden Aufsatz "Europa in schlechter Verfassung" diesen Verfassungsentwurf analysiert und kritisiert.
 
Doch die EU ist mehr als der Vertrag von Lissabon. Die vielfältigen Interessenverflechtungen, die fortschreitende Zentralisierung der Macht, einhergehend mit der Zerstörung der bürgerlichen Freiheiten, werden in ihrem ganzen, erschreckenden Ausmaß erst erkennbar, wenn die Details in einer zusammenfassenden Schau betrachtet werden, woran der Mainstream jedoch keinerlei Interesse hat.
Glücklicherweise gibt es kluge und mutige Autoren, die Mosaiksteinchen zu einem übersichtlichen Bild zusammenfassen können, und - glücklicherweise - gibt es einen kleinen Verlag, der ihre wichtigen Arbeiten auch der Öffentlichkeit zugänglich macht.
 
Florian Stumfall "Das EU-Diktat - Vom Untergang der Freiheit in Europa"
Printausgabe € 21,00
E-Book € 14,99
 
Herbert Ludwig "Macht macht untertan - Methoden der Unterdrückung in der Demokratie"
Printausgabe € 15,80
E - Book € 10,53
 


 



Ältere Tageskommentare aufsuchen

Bücherstube


 

Der Weg zum Wohlfühlgewicht
beginnt auf der Waage.

 

Hier
könnten Sie ihn fortsetzen.


 Priester Messident

BREXORZISMUS

NEU am 24.06.2016

- Hier -

 Autoren - Texte - BoD Manuskript - Verlag


 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 

 

-Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits -

 

 

 

 

-