30. Juni 2016

08.00 Uhr Rettet das Vorurteil!

Warum ich diesen Text überhaupt schreibe,
obwohl er kaum verstanden werden wird.

Geschichte wiederholt sich. Nicht auf Punkt und Komma genau, doch deutlich genug, um die Neuinszenierung an der vorangegangenen messen zu können. Gerne werden die Kulissen neu gestaltet und die Kostüme ausgetauscht. Manchmal werden Charaktere neu interpretiert, Rollen vertauscht, aber fast nie ändert sich der Spannungsbogen, der von einer vorgegebenen Ausgangsposition über den daraus entstehenden Konflikt zu einem unweigerlich eintretenden Ende führt, bei dem es in der Regel dazu kommt, dass Gewinner/Sieger über Verlierer/Besiegte triumphieren. Selten gibt es nur Verlierer, ganz selten nur Gewinner.

Unangenehme Erfahrungen fügen sich stets mehr oder minder schnell zu einem Vorurteil zusammen oder verstärken ein bestehendes. Heißt es nicht: Aus Schaden wird man klug? Heißt es nicht: "Wer nicht aus der Geschichte lernt, muss sie wiederholen?

Was wäre der Mensch, was wäre ein Volk, was wäre die Menschheit, verfügten nicht jeder Einzelne und alle miteinander über die Fähigkeit aus Erfahrungen zu lernen?

Das Vorurteil ist das Ergebnis eines Lernprozesses.

Die Bezeichnung "Vorurteil" ist ein Kampfbegriff,
mit dem unerwünschtes Verhalten unterbunden werden soll.

 
 
Original-Foto: EVP.
Lizenz: CC BY 2.0.
Modifziert mit Corel Photohouse 3.0
 
 
 
 
Die Briten haben in der letzten Woche ein mühsam und gegen viele Widerstände erworbenes Vorurteil über die real existierende Europäische Union in eine Entscheidung umgesetzt. Nun ist das wütende Geheule derer, die einen Teil ihrer Beute verloren haben, nicht zu überhören. Volkes Wille gilt nichts in der EU. Darf nicht gelten.
Das hat so oft schon funktioniert. Sogar als die Europäische Verfassung durch Volksentscheide in einigen Mitgliedsländern abgelehnt wurde, wurde sie als "Vertrag von Lissabon" faktisch unverändert in Kraft gesetzt.
 
Im Oktober 2004 habe ich in dem immer noch richtungsweisenden Aufsatz "Europa in schlechter Verfassung" diesen Verfassungsentwurf analysiert und kritisiert.
 
Doch die EU ist mehr als der Vertrag von Lissabon. Die vielfältigen Interessenverflechtungen, die fortschreitende Zentralisierung der Macht, einhergehend mit der Zerstörung der bürgerlichen Freiheiten, werden in ihrem ganzen, erschreckenden Ausmaß erst erkennbar, wenn die Details in einer zusammenfassenden Schau betrachtet werden, woran der Mainstream jedoch keinerlei Interesse hat.
Glücklicherweise gibt es kluge und mutige Autoren, die Mosaiksteinchen zu einem übersichtlichen Bild zusammenfassen können, und - glücklicherweise - gibt es einen kleinen Verlag, der ihre wichtigen Arbeiten auch der Öffentlichkeit zugänglich macht.
 
Florian Stumfall "Das EU-Diktat - Vom Untergang der Freiheit in Europa"
Printausgabe € 21,00
E-Book € 14,99
 
Herbert Ludwig "Macht macht untertan - Methoden der Unterdrückung in der Demokratie"
Printausgabe € 15,80
E - Book € 10,53
 


29. Juni 2016
28. Juni 2016

14.30 Uhr ... and the winner is is is is Island

 

 

Die Quitscheente vom 64. Breitengrad Nord hat das Entenrennen zu Nizza gewonnen.

Zu schön.

Viel zu schön, um einfach in die Schelte auf die englische Nationalelf einzustimmen.

Das ist doch gar nicht wahr, dass die Engländer in diesem Spiel schlechter waren als in den vorangegangenen Spielen.

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27. Juni 2016
26. Juni 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


25. Juni 2016
Priester Messident hat sich nach vollendetem Brexorzismus auch wieder zu Wort gemeldet. Gleich hier rechts ----------------------------------------------------->


24. Juni 2016

11.30 Uhr Der Countdown für die EU läuft

Das Gefühl wachsender "Ungemütlichkeit" unter der Bevölkerung der EU hat sich nach geraumer Zeit endlich Luft gemacht. So wie die Spannungen zwischen tektonischen Platten sich in Erdbeben auflösen, hat der BREXIT in der letzten Nacht einige auf ewig festgezurrt scheinende Konstruktionen und unerschütterlich für real gehaltene Luftschlösser in den Grundfesten erschüttert.

Selbstverständlich schaut man in unserer materialistisch-kapitalistisch gepolten Denkweise zunächst einmal auf die Kursverluste an den Devisen- und Wertpapierbörsen.

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23. Juni 2016
22. Juni 2016

10.30 Uhr Keine Sorge, es geht mir gut

Sollten Sie neue Beiträge vermissen, freut mich das. Allerdings habe ich privat sehr viel - Angenehmes - um die Ohren und vergesse mal für eine kurze Zeit die täglichen Aufreger aus Wirtschaft und Politik.

Kann noch ein paar Tage dauern.

Genießen Sie einfach ein paar lesefreie Minuten!

Herzliche Grüße aus der Hallertau

Egon W. Kreutzer


21. Juni 2016
20. Juni 2016
19. Juni 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag


18. Juni 2016
17. Juni 2016
16. Juni 2016

09.00 Uhr Wenn Denken schwer fällt - Teil IV

Bloomsday. Nie gehört? Einfach mal googeln. Heute ist Bloomsday.

Der letzte Teil von "Wenn Denken schwer fällt" ist nicht erbaulicher als die vorangegangenen Abschnitte. Vielleicht wirkt er sogar deprimierend. Die Absicht ist jedoch eine andere. Die Absicht besteht darin, Sie dazu zu animieren, nach dem Mitdenken im Großen, das Denken auf Basisi Ihrer persönlichen konkreten Situation, Ihrer persönlichen Ressourcen und Fähigkeiten und Ihres persönlichen Strebens nach Glück fortzusetzen, mit dem Ziel, den Ort und die Gelegenheit zu finden, wo es möglich ist, ein Körnchen Sand ins große Räderwerk zu streuen.

Am Ende des Artikels weise ich auf eine Reihe von "Denkhilfen" hin, die Sie vom ewkshop
beziehen können. Ich würde mich freuen, wenn Sie davon Gebrauch machen - und sei es nur, weil Sie auf diese Weise zum Ausdruck bringen wollen, dass für Sie auch eine kostenlose Internet-Veröffentlichung einen Wert hat.

PaD 24 /2016 Wenn Denken schwer fällt - Teil IV


Die Teile I, II und III finden Sie zum Auffrischen hier wieder:


Wenn Denken schwer fällt - Teil I


Wenn Denken schwer fällt - Teil II 15. Juni 2016

PaD 21 /2016 Wenn Denken schwer fällt - Teil III


10.00 Uhr Gibt es ein Geheimwissen hinter der NEGATIVEN Rendite?

Auch die 10-jährige Bundesanleihe ist gestern negativ geworden. Das Lamento ist groß. Sparen habe seinen Sinn verloren, erklärt das Handelsblatt sehr oberflächlich, und Sparen sei neuerdings einer der Wege, um arm zu werden.

Was ist passiert? Was soll das Aufheulen?

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14. Juni 2016

13. Juni 2016

13.00 Uhr Das Gesicht des Attentäters von Orlando

Früher hat man tote Feinde gerne öffentlich zur Schau gestellt: An Stangen aufgespießt, vom Galgen baumelnd, oder, wie zuletzt bei Gaddafi, halbnackt, halbverwest, mit Einschussloch am Kopf im Kühlraum den Schaulustigen dargeboten.

Beim Attentäter von Orlando begnügt man sich damit, Fotos des vor der Tat noch Lebenden medial zu vermarkten, damit auch hier die Schaulustigen und Physiognomiedeuter sich daran sattsehen können. Seht her: So hat er ausgesehen, der Mörder!

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12. Juni 2016
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag
 
Schöne Nachricht vom Sonntag:
Im Topf des Bücherspendenfonds befinden sich jetzt 229,10 Euro!
 
Ja, immer wieder finden sich Spender, die vorab das Buch bezahlen,
das Sie sich wünschen, aber aufgrund materieller Armut nicht leisten können.
mehr
 
 

11. Juni 2016
10. Juni 2016
 
11.00 Uhr Brückenlegepanzer - die Champagner-Idee
 
Da mögen die Korken in ganzen Salven an die Decke geknallt sein, bei den Rüstungsschmieden, als der militärisch-industrielle Komplex der haargefestigsten Feldherrin aller Zeiten den Gedanken eingeblasen hatte, die Bundeswehr bräuchte, aufgrund der veränderten Sicherheitslage, dringend mindestens 31 Brückenlegepanzer, damit die Kampf- und Schützenpanzer im Bedarfsfall auch einmal ein Gewässer überqueren könnten.
Die Bundeswehr ist nach wie vor eine Verteidigungsarmee. Das steht immer noch im Grundgesetz. Dass sich die Regierung auch in dieser Thematik nicht mehr an das Grundgesetz hält, weil die entsprechenden Verstöße alternativlos sind, soll hier nur am Rande erwähnt werden. Es gilt die Kraft des Faktischen. Der Rest ist scheindemokratischer Mumpitz.
Was sollen nun aber Brückenlegepanzer, was die Wiederherstellung der vollen Kampfstärke bei der gesamten Ausrüstung, die bisher auf 70% heruntergefahren worden war?
Es gibt drei Erklärungsmodelle:
 
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9. Juni 2016
 
11.15 Uhr Fuß+Ball (jetzt geht's lohos!)
 
Morgen soll es also wieder losgehen. In Frankreich.
In Frankreich, wo Streiks das Land zum Stillstand zu bringen und die Angst vor einem Terrorangriff das Land noch lahmer legen könnte, als Gewerkschaften es jemals vermöchten.
 
Es ist aber Fußball angesagt, also wird auch Fußball gespielt. Europäischer Fußball, im Rahmen der EU-Open Soccer-Competition in eigens angelegten Hochsicherheitsarenen.
Man gönnt sich ja sonst nichts.
 
54 großteils europäische Mannschaften haben sich um die Teilnahme beworben, nicht alle konnten sich qualifizieren.
 
Im Vorfeld ausgeschieden sind:
 

 Fußball-Nation

Einwohnerzahl
Gibraltar 29.000
San Marino 33.000
Liechtenstein 38.000
Färöer 50.000
Andorra 86.000
Malta 414.000
Luxemburg 570.000
Montenegro 647.000
Zypern 1.189.000
Estland,

 1.265.000

Lettland 1.987.000
Mazedonien 2.096.000
Litauen  2.884.000
Armenien 3.056.000
Moldau 3.547.000
Georgien 4.931.000
Schottland

 5.295.000

Finnland

 5.477.000

Serbien 7.177.000
Bulgarien 7.187.000
Israel 8.049.000
Weißrussland

 9.466.000

Aserbaidschan

 9.781.000

Griechenland 10.776.000
Niederlande 16.948.000
Kasachstan

 18.157.000


7. Juni 2016

09.00 Uhr Rüstiger Rentner rettet Reputation

Die Reaktionen auf die nach zwei Tagen medialer Ankündigung erfolgte Ankündigung Joachim Gaucks, er wolle auf die Kandidatur für eine zweite Amtszeit verzichten, erinnern in fataler Weise an den Nachruf auf einen früh Dahingeschiedenen. Es fehlen lediglich die Phrasen "in aller Stille" - "im Kreise der Familie" - "...bitten wir abzusehen". Stattdessen gefallen sich die Kommentatoren im nochmaligen Nachtreten gegenüber den beiden ehemaligen Bundespräsidenten Köhler und Wulff, die irgendwie des Amtes nicht so recht würdig waren und zurücktreten mussten, während Gauck, der Hohepriester einer unbestimmten Freiheit, sich die Freiheit nahm, den Zeitpunkt des Ausscheidens selbst zu bestimmen.

Das Bild ist so schief, ...

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6. Juni 2016

09.00 Uhr Planet der Affen

Gestern Abend, Fernsehen, Pro 7, Planet der Affen, Revolution. Mir ist Kästner eingefallen. Erich Kästner. Der hat schon mal die Entwicklung der Menschheit skizziert. Fängt an mit:

Einst haben die Kerls auf den Bäumen gehockt, behaart und mit böser Visage.

Und so hört's dann auf:

So haben sie mit dem Kopf und dem Mund
Den Fortschritt der Menschheit geschaffen.
Doch davon mal abgesehen und
bei Lichte betrachtet sind sie im Grund
noch immer die alten Affen.

Der Film, so einfach und unglaubwürdig die Story um die Wiederinbetriebnahme eines total verrotteten Wasserkraftwerkes auch daherkommt, bedient im Grunde nur - mit gar nicht so extremer Spreizung zwischen den Spezies - nur alte Vorurteile:

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5. Juni 2016
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag
(Buddha bei die Pilze)

4. Juni 2016

3. Juni 2016

vorab nachträglich für heute eingefügt
14.30Uhr Die journalistische Brillanz der FAZ

Ein Schmankerl für Feinsinnige. Hier

16.00 Uhr Wie die Panne bei der Deutschen Bank entstanden sein könnte

Eine Erklärungsmöglichkeit. Hier


Der eigentliche Tageskommentar:

12.00 Uhr Das Ende der Naivität?

Gabor Steingart, Herausgeber des Handelsblattes, verkündete heute in seinem "Morning-Briefing" das Ende der Naivität. Die Kernaussage dazu:

Der gestrige Tag markiert nicht das Ende unseres Mitgefühls für Menschen auf der Flucht. Aber er markiert das Ende der Naivität.

Richtig geraten. Gabor Steingart bezieht sich auf die Festnahme von drei Personen, die von einer bereits früher festgenommenen Person bezichtigt wurden, sie hätten in der Düsseldorfer Altstadt einen Terroranschlag verüben wollen.

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2. Juni 2016
 
10.30 Uhr Ein Sammelsurium
 
Dies ist kein Paukenschlag im gewohnten Stil, sondern ein Sammelsurium von Themen und Ereignissen, die ich einfach auch einmal loswerden möchte.
 
Beginnen möchte ich damit, dass ich mich darüber gefreut habe, vor ein paar Tagen wieder eine Spende über 30 Euro für den Bücherspenden-Fonds erhalten zu haben.


1. Juni 2016

10.00 Uhr Meteorologische Sonnwendfeier - in Frankreich brennen die Barrikaden

Die grenzenlose Freiheit der hier ortsansässigen Demokratie, die gerne auf ihren bis in vorchristliche Zeiten zurückreichenden Stammbaum hinweist, macht es den Bürgern möglich, den Termin ihrer Sonnwendfeier frei zu wählen, je nachdem, ob sie der Religionsgemeinschaft der Meteorologen anhängen oder weiterhin den Traditionalisten der astronomischen oder astrologischen Lehre folgen. Besonders feierfreudige Mitbürger nehmen die Gelegenheit wahr, sowohl am ersten Samstag nach dem 31. Mai, als auch am ersten Samstag nach dem 21. Juni ihre Freudenfeuer zu entzünden. Ja, die säkularisierte Demokratie erlaubt es sogar weder an der einen, noch an der anderen Feierlichkeit teilzunehmen und stattdessen ein ein- bis vierzehntägiges Julfest zu begehen.

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31. Mai 2016

10.30 Uhr Horrormeldung: Deutschland hoffnungslos abgehängt!

Nein, es geht nicht um die EM. Selbst dann nicht, wenn das erste Spiel der deutschen Mannschaft gegen die Ukraine ausgehen wird, wie das Hornberger Schießen, bzw. der European Song Contest.

Es geht um das, was der Standort Deutschland am meisten braucht, nämlich internationale Wettbewerbsfähigkeit. Da ist Deutschland wegen seiner "Selbstzufriedenheit" jetzt aus der Rangliste der Top Ten herausgekegelt worden. Und wer hat's erfunden? Die Schweizer!

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30. Mai 2016

13.00 Uhr When The Saints Go Marching In

Am 11. Juni findet in Bielefeld, Bremen, Kassel und München der "bundesweite Marsch"für die Schließung aller Schlachthäuser statt. Das jedenfalls entnehme ich der unten eingefügten Pressemitteilung von ARIWA. Ariwa ist die Abkürzung für "Animals Rights Watch" und sorgt gemeinsam mit PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) immer wieder für Schlagzeilen.

Mir erscheinen die Forderungen von PETA und ARIWA als überzogen mit einer Tendenz zum Fanatismus, den ich - in welcher Erscheinungsform auch immer - ablehne, weil er sachliche Diskussionen, Abwägungen und Kompromisse unmöglich macht.

Als Mensch und Allesfresser stelle ich daher die folgenden Gedanken zur Diskussion:

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Bitte weiter verbreiten.

Syrien - Fluchtursache EU-Embargo?

Das sagend die Führer der christlichen Kirchen in Syrien und verbinden ihre Kritik mit einem Aufruf zum Ende der Sanktionen. Übersetzt hat diesen Aufruf Bernd Duschner aus Pfaffenhofen/Ilm und Vorsitzender des Vereins "Freundschaft mit Valjevo"


2011 hat die Europäische Union beschlossen, Wirtschaftssanktionen gegen Syrien zu verhängen. Die EU stellte sie als "Sanktionen gegen Persönlichkeiten des Regimes" dar.

Tatsächlich verhängte sie gegen das ganze Land ein Öl-Embargo, eine Blockade jeglicher Finanztransaktionen und ein Handelsverbot für sehr viele Güter und Produkte. Diese Maßnahmen sind immer noch in Kraft. Dagegen wurde 2012 aufgrund einer schwer verständlichen Entscheidung das Öl-Embargo für die Regionen aufgehoben, die die bewaffnete und dschihadistische Opposition kontrolliert. Dadurch sollen offenkundig den sogenannten "revolutionären Kräften und der Opposition" wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.

In diesen 5 Jahren haben die Sanktionen gegen Syrien dazu beigetragen, die syrische Gesellschaft zu zerstören: Sie lieferten sie dem Hunger, Epidemien und Elend aus und arbeiten somit den Milizen von Integralisten und Terroristen, die heute auch in Europa zuschlagen, in die Hand.

Die Sanktionen vergrößern die Schäden durch den Krieg, der bereits zu 250.000 Toten, 6 Millionen Vertriebenen und 4 Millionen Flüchtlingen geführt hat.
Die Situation im Syrien-Konflikt ist verzweifelt: Es fehlt an Lebensmitteln, es herrscht eine allgemeine Arbeitslosigkeit, medizinische Behandlungen sind unmöglich geworden, Trinkwasser und Strom sind rationiert. Dazu kommt, dass das Embargo die Syrer, die sich bereits vor dem Krieg im Ausland niedergelassen haben, daran hindert, ihren Verwandten und Familienangehörigen im Heimatland Geld zu überweisen.

Selbst Nichtregierungsorganisationen, die Hilfsprogramme durchführen möchten, können ihren Mitarbeitern in Syrien kein Geld schicken. Firmen, Stromwerke, Wasserwerke, und Krankenhäuser sind gezwungen, zu schließen, weil sie keine Ersatzteile und kein Benzin bekommen können.

Heute sehen die Syrer nur eine Möglichkeit für das Überleben ihrer Familien: die Flucht aus ihrem Land. Aber auch diese Lösung stößt auf nicht wenige Schwierigkeiten und führt zu hitzigen Auseinandersetzungen innerhalb der Europäischen Union. Es kann nicht sein, dass die Flucht die einzige Lösung ist, die die internationale Gemeinschaft diesen Menschen in ihrer Not noch lässt.

Wir unterstützen deshalb alle Initiativen humanitären Charakters und alle Initiativen für den Frieden von Seiten der internationalen Gemeinschaft, insbesondere die schwierigen Verhandlungen in Genf.

In der Erwartung und der Hoffnung, dass sie nach so vielen bitteren Enttäuschungen ein konkretes Ergebnis bringen, fordern wir, dass die Sanktionen, die im tagtäglichen Leben jedes Syrers zu spüren sind, unverzüglich aufgehoben werden.

Ohne konkrete Anstrengungen für die Menschen, die heute unter den Folgen des Embargos leiden, kann es nicht zu dem ersehnten Frieden kommen. Die Auswirkungen des Embargos lasten auf dem ganzen Volk.
Das Gerede über die Kriegsflüchtlinge aus Syrien sieht nach purer Heuchelei aus, solange man gleichzeitig, diejenigen, die in Syrien bleiben, weiter aushungert, ihnen die medizinische Versorgung, Trinkwasser, Arbeit, Sicherheit und die elementarsten Rechte verweigert.

Wir wenden uns deshalb an die Abgeordneten und Bürgermeister jedes Landes, damit
die Bürger der Europäischen Union (bis heute absolut unwissend) über die Ungerechtigkeit der Sanktionen gegen Syrien informiert werden und die Sanktionen endlich Gegenstand einer ernsthaften Debatte und entsprechender Beschlüsse werden.


Unterzeichner:
Georges Abou Khazen, Apostolischer Vikar von Aleppo
Pierbattista Pizzaballa, Kustos emeritus des Heiligen Landes
Josef Tobji, Erzbischof der Maroniten von Aleppo
Boutros Marayati, Armenischer Bischof von Aleppo
Die Schwestern der Kongregation des heiligen Josef der Erscheinung des Krankenhauses "Saint Louis" von Aleppo
Ordensgemeinschaft der Trappistinnen in Syrien
Dr. Nabil Antaki, Arzt in Aleppo von der Ordensgemeinschaft der Gesellschaft Maria
Die Schwestern der Kongregation der immerwährenden Hilfe - Zentrum für Minderjährige und Waise von Marmarita
Pater Firas Loufti, Franziskaner
Jean - Clement Jeanbart, griechisch-orthodoxer Erzbischof von Aleppo
Jacques Behnan Hindo, syrisch-katholischer Bischof von Hassake - Nisibi
Mtanios Haddad, Archimandrit der katholisch-melkitischen Kirche
Hilarion Capucci, emerit. Erzbischof der melkitischen griechisch-kath. Kirche
Ignaz Youssef III Younan, Patriarch der unierten syrisch-kath. Kirche von Antiochien
Georges Masri, Prokurator beim Heiligen Stuhl der syr.isch-kath. Kirche
Gregor III Laham, Patriarch der melkitisch griechisch-kath. Kirche

 

29. Mai 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag


28. Mai 2016

09.00 Uhr Dödeldei, dödeldumm

Der "Präsident aller Deutschen" hat sich dazu hinreißen lassen, einen nicht geringen Teil seiner Landsleute als "Dödel" zu bezeichnen.
 
Hat F.W.Bernsteins geflügeltes Wort: "Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche", auch in diesem Zusammenhang seine Berechtigung?
 
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27. Mai 2016

16.00 Uhr Wohin die Reise geht

Das große Weltgeschehen und das kleine private Schicksal sind nur scheinbar vollkommen losgelöst voneinander. Was heute in Brüssel erwogen, verworfen, beschlossen wird, hat morgen schon Einfluss auf unser aller Leben. Wenn die Falken in der NATO die Oberhand bekommen, hat Krieg den Vorrang vor Diplomatie. Wenn die Diskussion um Einschränkungen des Bargeldverkehrs erst einmal begonnen hat, ist es bis zum Bargeldverbot nicht mehr weit - und das Smartphone wird zum Portemonnaie. Wer die Rechtschreibreform übersehen hat, weiß vielleicht gar nicht dass das jetzt Portmonee geschrieben werden muss.

Dabei beginnen alle diese Entwicklungen klein und unscheinbar, tauchen erst in Nebensätzen und Randbemerkungen auf, bevor sie Wochen, Monate oder Jahre später ihre volle Wirkung entfalten. Dem frühen Aufspüren solcher Trends gilt mein besonderes Interesse.

Seit rund zweieinhalb Jahren veröffentliche ich daher im Abstand von jeweils rund zwei Monaten ein Dossier, das ich "EWK - Zur Lage" getauft habe. Dieses Dossier gibt es sowohl im Einzelbezug als auch im Jahresabonnement (für Förder-Abonnenten).

Gestern ist die Ausgabe 15 (Mai 2016) erschienen.

Die Themen:

  • Die im Westen um sich greifende Umbruchstimmung, die Unzufriedenheit der Menschen, die sich immer stärker auch in politischen Wahlen Ausdruck verschafft - jedoch von den Eliten weiterhin negiert wird. Dazu gehört nicht nur das Erstarken der AfD, auch die engere NATO-Anbindung von Schweden und Finnland stößt auf Ablehnung der Bevölkerung.
  • Neben den nicht enden wollenden Aktionen des Russland-Bashing gibt es auch eine kaum erwähnte neue Entwicklung. Putin ist am 27. und 28. Mai in Griechenland zu Gesprächen über wirtschaftliche Kooperationen angekündigt.
  • China droht mit Vergeltungsmaßnahmen im Wirtschaftskrieg. Konkret gegen Strafzölle auf chinesischen Stahl. Die Sache ist hochinteressant, denn China ist zumindest formal absolut im Recht.
  • Griechenlands Gläubiger erhalten wieder einmal 10 Milliarden. Die spannende Frage ist, warum wird dieses Fass ohne Boden nicht entweder abgedichtet oder aussortiert?
  • TTIP und CETA sind auf der Zielgeraden. Eine Schande für jeden, der behauptet, ein Vertreter des Volkes zu sein.
  • Die Abstimmung über den Verbleib Großbritanniens in der EU steht bevor. Es sieht so aus, als hätten die EU-Befürworter die schlagkräftigeren (nicht die besseren!) Argumente.
  • Die Deutsche Bank gerät ins Wackeln. Das könnte teuer werden.
Die jeweils aktuellste Ausgabe steht zum Preis von 11,90 Euro (incl. 19% MwSt.) als PDF zum Download bereit. Sie können Sie hier bestellen.
 
Jüngere Ausgaben sind ab 3,57 Euro zu haben. Hier finden Sie die Gesamtübersicht.
 
Sollten Sie Interesse an einem Abonnement haben, können Sie sich hier über die damit verbundenen, weiteren Vorteile informieren.
 
Sie kaufen nicht gerne die Katze im Sack?
Dann werfen Sie doch ganz unverbindlich einen Blick in die Ausgabe vom 29. Juli 2015.
 
Schönes Wochenende!
 
Egon W. Kreutzer


 


26. Mai 2016

09.00 Uhr Wenn Denken schwer fällt - Teil III

Heute feiert die katholische Christenheit Fronleichnam, das Fest der "leiblichen Anwesenheit Jesu Christi in Hostie und Wein beim Abendmahl". Es geht zurück auf die Anweisung von Papst Urban IV.:

„Wir haben es daher, um den wahren Glauben zu stärken und zu erhöhen, für recht und billig gehalten, zu verordnen, dass außer dem täglichen Andenken, das die Kirche diesem heiligen Sakrament bezeigt, alle Jahre auf einen gewissen Tag noch ein besonderes Fest, nämlich auf den fünften Wochentag nach der Pfingstoktav, gefeiert werde, an welchem Tag das fromme Volk sich beeifern wird, in großer Menge in unsere Kirchen zu eilen, wo von den Geistlichen und Laien voll heiliger Freude Lobgesänge erschallen“.

Der dritte Teil der Reihe "Wenn Denken schwer fällt", den ich heute veröffentliche, passt sehr gut zu diesem Feiertag, denn die Anrufung Christi, die im Vaterunser so formuliert ist: "... und vergib uns unsere Schulden, so wie wir unsern Schuldigern vergeben ...", lässt ganz eindeutig darauf schließen, dass selbst gläubige Gläubiger ein Glaubens- und Erlösungsproblem haben, das auch mit der Eucharistiefeier nicht gelöst werden kann.

Die Schuld, die Schulden, die Kredite sind allgegenwärtig und sie wachsen beständig. Letztlich zwingen sie zum Krieg. Warum das so ist und im herrschenden System nicht anders sein kann, erfahren Sie heute hier:

Die Teile I und II finden Sie zum Auffrischen hier wieder:
 

25. Mai 2016
24. Mai 2016

09.00 Uhr Camerons Panik - "Selbstzerstörung"

In vier Wochen findet die Abstimmung über den Verbleib Großbritanniens in der EU statt. Den Euro können die Briten dabei nicht verlieren, denn den haben sie vorsichtshalber nicht angenommen.

Auch sonst werden sie wohl nichts verlieren, sondern eher viel gewinnen.

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23. Mai 2016

09.00 Uhr Gleich hinter Garmisch fängt Österreich an

Wer von der deutschen Seite mit der ratternden Zahnradbahn die Zugspitze bezwungen hat, kann auf der anderen Seite nach Österreich hinuntergondeln - und umgekehrt. Noch ist nicht bekannt geworden, dass Bayern oder Österreich ihre Grenzen auch im Bereich der Zugspitzbahnen kontrollieren wollen, doch was nicht ist, kann ja noch kommen.

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22. Mai 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag


21. Mai 2016
20. Mai 2016
19. Mai 2016

10.50 Uhr Der neunzigste Geburtstag

 

 

 

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Meine Mutter ist gestern 90 Jahre alt geworden. Es war für Sie ein "aufregender" Tag und für uns ein "geschäftiger". Doch wir haben miteinander alles gut überstanden.

Am Samstag feiert sie mit ihren beiden Söhnen, den beiden Schwiegertöchtern, drei Enkeln mit zwei Ehepartnern, zwei Urenkeln und einigen wenigen alten Freunden (hoffentlich schaffen die den beschwerlichen Weg) aus der oberfränkischen Heimat.

Annemarie hat zwar einige gesundheitliche Handicaps, die ihr die Pflegestufe I beschert haben, doch geistig ist sie durchaus noch fit und rege. Wenn auch auf einem Auge fast blind, liest sie mit dem anderen ohne Brille ein Buch nach dem anderen, und oft sprechen und diskutieren wir über das, was sie bei den Fernsehnachrichten als besonders interressant oder besonders schlimm empfunden hat.

Wir haben viel Freude miteinander und wünschen ihr und uns, dass es ihr noch lange so gut gehen möge.

Sie werden Verständnis dafür haben, dass es heute keinen Paukenschlag gibt. Es gibt einfach Wichtigeres als Politik und Wirtschaft.

Mit besten Grüßen aus der Hallertau

Egon W. Kreutzer


18. Mai 2016
17. Mai 2016

19.30 Uhr Neues von der Initiative Neue S... Marktwirtschaft (INSM)

Die von den Arbeitgebern ins Leben gerufene Propaganda-Organisation INSM, von der niemand weiß, wie das Wörtchen "sozial" in ihren Namen geraten ist, macht sich wieder einmal Sorgen um die Rente.
 
Die Munition dafür wurde von der INSM beim IW, dem "Institut der deutschen Wirtschaft", bestellt. Und das IW (nicht zu verwechseln mit dem DIW dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung) hat prompt geliefert.
 
So kann sich also die Initiative auf das Institut berufen, wenn es inhaltlich eng werden sollte, wo sich dann die zur Vertretung des IW-Vereins berechtigten Herren Fröhlich, Bardt, Klös und Hüther darauf berufen werden, dass es schwierig ist, Prognosen zu stellen, vor allem, wenn diese die Zukunft betreffen, und dass Sie selbstverständlich keinerlei Einfluss darauf genommen hätten, was Herr Pimpertz da für die INSM zusammengeschrieben hat.
 
So wird also immer wieder - zur Meinungsbildung der Bürger - eine Sau aus der großen Herde durchs Dorf getrieben, und die erschreckten Bürger rennen panisch davon und wählen beim nächsten Mal diejenigen, die versprechen, die Sau zu erlegen.
 
Also schreibt Herr Pimpertz:
      Es entstünden hohe Kosten, wenn das Rentenniveau auf dem heutigen Stand gehalten werden sollte!

 

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16. Mai 2016

Julies Bild vom Pfingstmontag

 

Wolfgangs Bild vom Pfingstmontag


15. Mai 2016
14. Mai 2016
13.Mai 2016
EILMELDUNG VORAB:

Das Flaggschiff des Springer Verlags, der Lenkwaffenzerstörer WELT, hat heute aus allen Rohren auf Angela Merkels Jolle gefeuert.
Das müssen Sie lesen. Es ist wichtiger als mein Paukenschlag, weil die Wirkung so groß sein wird. Denn von nun ist die Frage nicht mehr, wie die nächsten Bundestagswahlen ausgehen, sondern nur noch, wann sie stattfinden werden.

Wenn Friede Springer diese Serie von vernichtenden Tiefschlägen autorisiert hat, kann sich auch eine Teflon-Angie nicht mehr retten.

Hier geht's direkt zur Hauptkampflinie

Und hier kommt die Ankündigung
des Paukenschlags von morgen, 12.05.16

12. Mai 2016

Wo soziale Wohltaten ankommen
und was sie bewirken
- Beispiel: Wohnungsmarkt

Mit einem Gesetz zur Einführung einer Mietpreisbremse sollte nach Regierungs-Neusprech erreicht werden, dass Wohnraum bezahlbar bleibt. Selbstverständlich sind Neubauten von dieser Mietpreisbremse ausgenommen. Auch wenn schon der Vormieter überhöhte Miete zahlte, muss der Nachmieter tiefer in die Tasche greifen, und jede "umfassende" Renovierung führt dazu, dass der Vermieter statt auf die Bremse aufs Gaspedal treten darf.

Man nennt dies "Regulierung" - und Regulierung ist stets schlecht, vor allem wenn man an die unsichtbare Hand des Marktes glaubt.

Dieser Glaube hat schließlich dazu geführt, dass die für den Sozialen Wohnungsbau zur Verfügung gestellten Mittel faktisch verschwunden sind - und gleichzeitig mit ihnen hunderttausende von Sozialwohnungen, die zur Sanierung öffentlicher Finanzen zu Spottpreisen Privatanlegern, ja sogar Hedge-Fonds überlassen wurden, von welchen selbst der stramm auf Agenda-Kurs agierende neo (sozial-) liberale Müntefering zu sagen wagte, es handele sich um Heuschrecken.

Von Heuschrecken weiß man, dass die Schwärme weiterziehen, wenn das Land kahlgefressen ist. So wirkt nun einmal die unsichtbare Hand des Marktes.

Hier, in Deutschland, wird jedoch dafür Sorge getragen, dass den Heuschrecken das Futter niemals ausgeht - und diese Heuschreckenfürsorge taucht ausgerechnet im Sozialetat des Bundeshaushalts auf.


11. Mai 2016

09.00 Uhr Uns're Leiharbeit soll schöner werden...

"Feine Sache das, ganz feine Sache", würde Rubeus Hagrid, der Wildhüter von Hogwarts sagen, wenn er in der Muggelwelt als Arbeitgeber agieren dürfte.

Leiharbeit ermöglicht den Unternehmen mit einer auf Kante genähten Belegschaft die Personalkosten auf das unabdingbare Maß zu senken.

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10. Mai 2016

11.00 Uhr Her mit der Transgender Massen-Einheits-Latrine

George Lukács (ungarischer Philosoph, 1885 - 1971) benannte die Zerstörung der Vernunft als wesentlichstes Kennzeichen der Dekadenz. Er sieht darin vor allem: "… das Schwanken zwischen feinstem Nuancensinn, wählerischster Überempfindlichkeit und plötzlich hervorbrechender, oft hysterischer Brutalität …".

In den USA, deren grausame Kriege die Welt in Atem halten, wo Nichtweiße immer noch Opfer ungerechtfertigter Polizeigewalt werden, wo - mit steigender Tendenz - Millionen von Menschen darauf angewiesen sind, dass der Staat ihnen mit "Essensmarken" das Überleben sichert, ausgerechnet dort ist ein absurder Streit darüber ausgebrochen, ob der Staat North Carolina gesetzlich vorschreiben darf, dass öffentliche Toiletten für Herren und Damen nur jeweils von jenen Menschen benutzt werden dürfen, deren in den Identitäspapieren ausgewiesenes Geschlecht zu den jeweiligen Kennzeichnungen an den Toilettentüren passt.

Ein "Scheißhausgesetz", das ...

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9. Mai 2016

14.00 Uhr Rücktritt kaputt! Gabriel radelt voll gegen die Wand.

Während Olaf Scholz versucht aus dem Schatten der immer noch nicht in Betrieb genommenen Elbphilharmonie herauszutreten, bevor die Freikarten für die Eröffnung im Januar 2017 wegen nochmaliger Verzögerungen der Fertigstellung wieder zurückgezogen werden müssen, und das Amt des SPD-Vorsitzenden und des SPD-Kanzlerkandidaten als Rettungsinsel ansieht, ist es bösartigen Intriganten gelungen, Sigmar Gabriel durch einen geschickt eingefädelten Geheimnisverrat reflexartig den geplanten Rücktritt dementieren zu lassen.

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8. Mai 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag


7. Mai 2016
6. Mai 2016

12.00 Uhr Trump und Davutoglu - die Fremdkörper

Gestern Abend, bei den Nachbarn am Grillfeuer, kam das Gespräch auf die Frage: "Wird Donald Trump der nächste Präsident der USA?"

Ich war der Überzeugung, da führe gar kein Weg mehr dran vorbei. Trump habe im Vorwahlkampf bewiesen, dass seine 'Message' ankommt, ja es sei sogar zu beobachten gewesen, dass seine Zustimmungswerte mit der öffentlich geäußerten Ablehnung durch die eigenen Partei nicht gefallen, sondern gestiegen seien.

Unser Nachbar sah das anders. Er meinte, das Ergebnis stehe wohl schon fest, und, man würde uns nach dem Sieg Hillary Clintons erklären, dass die ganze Welt froh sein müsse, dass sie noch einmal an der ganz großen Katastrophe vorbeigeschrammt ist.

Es wurden noch viele weitere Argumente ausgetauscht, ohne dass wir zu einer gemeinsamen Auffassung finden konnten, doch mich hat dieses Gespräch nachdenklich gemacht.

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5. Mai 2016 - Christi Himmelfahrt

10.00 Uhr Wenn Denken schwer fällt - Teil II

Im ersten Teil dieser Aufsatzreihe ging es um den Krieg und um das Haben: Um das Mehr-Haben und das Weniger-Haben und die daraus ableitbare Unterscheidung zwischen Siegern und Besiegten.
 
Das zu erkennen ist wichtig, um überhaupt weiterdenken zu können, denn das Denken fällt nun einmal schwer, solange der Rahmen des Denkens so abgesteckt ist, dass Teile der Realität, Teile der Chancen und Möglichkeiten unsichtbar bleiben. Die hohe Mauer, die am Weiterdenken hindert, hat viele Namen. Einer davon lautet: "Jeder ist seines Glückes eigener Schmied." Ein anderer Name für dieses Denkhindernis ist: "Wir leben in einem Rechtsstaat."
 
Nichts von beidem ist so uneingeschränkt wahr, wie es klingt.
 
"Rechtsstaat" gibt sich den Anschein, nach Gerechtigkeit zu klingen, dabei handelt es sich nur um einen Gesetzesstaat und bei den Gesetzen handelt es in der Regel um die Beschreibung von Privilegien, selbst dann, wenn es sich um Strafgesetze handelt. Deutlich wird dies allerdings nur, wenn man Gesetze vergleichbaren Inhalts nebeneinander stellt.
 


4. Mai 2016
3. Mai 2016

Stefan Sell hat heute auf seinem Blog "aktuelle Sozialpolitik" seinen Artikel

"Am Tag danach. Einige kritische Gedanken zum Tag der Arbeit und der (Nicht-)Zukunft der Gewerkschaften"

veröffentlicht, den ich wahrscheinlich eher mit "Kritik des Solidaritätspessimismus" überschrieben hätte. Der Versuch, dort dazu einen Kommentar zu hinterlassen, entwickelte sich jedoch zu einem viel zu umfangreichen Aufsatz, so dass ich ihn lieber hier bei mir als Tageskommentar veröffentliche.

12.00 Uhr Worthülse Solidarität

Auch der Begriff der Solidarität wurde, unter der Weltherrschaft des Wachstumszwanges, einem Bedeutungswandel unterworfen, der ihn zum gleichwertigen Synonym für Altruismus degenerieren ließ. Solidarität wird heute nicht mehr, wie Alfred Vierkandt es vor fast einem Jahrhundert definierte, als die "Gesinnung einer Gemeinschaft mit starker innerer Verbundenheit" verstanden, sondern als Ausfluss einer grenzenlosen Empathie aller für alle und jeden. Wo eine Kraft jedoch ins Grenzenlose wirken soll, statt sich auf EIN Ziel hin konzentriert zu entfalten, wird sie sinnlos verschwendet.

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12.00 Uhr GroKo Beißreflex

Die AfD hat nun also unter massivem Polizeischutz in Stuttgart ihr erstes Parteiprogramm beschlossen. Das ist gut, weil sich nun auch die Wähler, so sie denn daran interessiert sind, direkt an der Quelle informieren können und nicht mehr alleine auf ihr Bauchgefühl und die Einschätzungen der politischen Konkurrenz angewiesen sind.

Ich kann mir vorstellen, dass dieses Programm einige der bisherigen Wähler und Sympathisanten abschrecken wird, weil sie sich an einer Stelle mehr, an der anderen weniger erwartet hätten, so wie es anderen erst die Option eröffnet, die AfD zu wählen, weil sie an einer Stelle mehr, an anderer Stelle weniger erwartet hatten.

Das Programm selbst kann ich an dieser Stelle nicht beurteilen, weil ich es noch nicht gelesen habe. Stattdessen möchte ich darauf hinweisen, dass derzeit zum dritten Mal seit 1949 ein Ritual in diesem, unserem Lande zur Aufführung gelangt, das fast so langweilig ist, wie die ritualisierten Tarifverhandlungen zwischen Arbeitgebern und den Einzelgewerkschaften des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

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 1. Mai 2016

Julies Bild vom 1. Mai

Wolfgangs Bild vom 1. Mai


30. April 2016
29. April 2016
28. April 2016

10.00 Uhr Vorabveröffentlichung

1. Mai 2016
 
Rede am Grabmal des unbekannten Arbeiters
 
Vor wenigen Jahrzehnten noch, war der erste Mai der Tag der Arbeit. Eine paradoxe Einrichtung, denn ausgerechnet am Tag der Arbeit arbeiteten Arbeiter nicht, sondern ließen sich von ihren Anführern in langen Märschen zu Kundgebungen verschleppen, wo sie zumeist, erst nüchtern, dann zunehmend verunnüchtert, gegen genau das protestierten, was sie feiern sollten.
 
Die Arbeit, jenes höchste Gut der freien Wirtschaft, dauerte ihnen zu lange. Die Arbeit war ihnen zu schwer, zu stumpfsinnig, zu eintönig. Die Arbeit, hieß es, mache krank, und wenn man schon arbeiten müsse, dann sollte diese Arbeit wenigstens Jahr für Jahr mehr Lohn einbringen.
 
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27. April 2016

11.00 Uhr Frank Meyer verspottet die Bundesregierung

Wenn das mal gutgeht, lieber Frank! Soweit ich gerüchteweise gehört habe, will man den §103 StGB zwar abschaffen, aber erst 2018 - und zwar nicht, weil das Verbot, ausländische Würdenträger zu beleidigen, aus Zeiten der Monarchie stammt und nicht mehr zeitgemäß ist, sondern weil der Paragraf zu eng gefasst ist. Es kann doch wohl nicht sein, dass Ausländern durch das Grundgesetz ein höherer Lichtschutzfaktor zugestanden wird als den zweifelsfrei vom eigenen Volk erwählten Inländischen Amts- und Würdenträgern!

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26. April 2016

08.00 Uhr Im Wahlkampf bloß nichts über die Rente sagen!

Bundestagswahlen stehen zwar in Deutschland erst 2017 wieder an, es ist also noch eine gefühlte Ewigkeit GroKo angesagt, doch zeichnet es sich ab, dass es im Wahlkampf ganz heftig um die Rente gehen wird. Wenn schon rund 18 Monate vor dem Urnengang laut herumgetönt wird, man müsse die Rente aus dem Wahlkampf heraushalten, dann wird mit diesem Gedöns doch nur die Stimmung für den Rentenwahlkampf angeheizt.

Stellt sich die Frage: Wer hat denn was zu verbergen?

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25. April 2016

09.30 Uhr Österreich: Entvölkerte Volksparteien

In Deutschland hatten sich die Medien in Bezug auf die bevorstehende Wahl des österreichischen Bundespräsidenten bis zum letzten Tag vollkommen ruhig verhalten. Nachträglich hat man den Eindruck, da müsse jemand eine Nachrichtensperre verhängt haben. Andererseits ist Österreich aber auch nicht so wichtig, wenn die USA in Hannover zu Gast sind und vorher die 90.000 Demonstranten gegen TTIP und CETA für verrückt, oder zumindest unverantwortlich dumm erklärt werden müssen, womit sich besonders die ZEIT wieder einmal unrühmlich hervorgetan hat.
 
Nun denn, heute ist der Katzenjammer groß. Die beiden großen "Volksparteien", so werden sie immer noch genannt, ÖVP und SPÖ, werden erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen nicht den Bundespräsidenten stellen.
 
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24. April 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag
(Kennt jemand diese Pflanze?)


23. April 2016
22. April 2016

07.30 Uhr Welttag des Buches - welches mag wohl gemeint sein?

Irgendjemand, vermutlich ein Komitee, ein Rat oder ein Gremium ist stets bemüht, unsere Kalender mehr sein zu lassen, als reine Datumsanzeiger. Waren es vor hundert Jahren noch die Namenstage der Heiligen und mehr oder minder sinnhafte Sinnsprüche, kann man sich heute vor den "Tagen und Welttagen des oder der XYZ" kaum mehr retten.
 
Morgen wird nun also der 1995 von der UNESCO eingerichtete Feiertag für das Lesen, für Bücher, für die Kultur des geschriebenen Wortes und auch für die Rechte ihrer Autoren begangen.
 
Prima. Ein Feiertag für Bertelsmann,

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21. April 2016

14.30 Uhr Bargeld unter Dauerfeuer
 
Noch vor einem Jahr war die Front weit weg. Ein EU-Land nach dem anderen verhängte Barzahlungsverbote - hier durften maximal 5.000 Euro bar bezahlt werden, da nur 2.000 oder 1.000. "Was geht das mich an?", fragte sich genervt der Michel, schüttelte sein Zipfelmützentragegestell und wandte sich wieder dem Sportteil zu.
 
Frühe Versuche, auf die Folgen aufmerksam zu machen, wurden als Spinnerei und Verschwörungstheorien abgetan. Inzwischen vergeht kaum eine Woche, in der nicht von irgendwoher für die Abschaffung des Bargeldes getrommelt würde.
 
Heute lese ich, und das finde ich besonders dreist, von einer Studie, die im Auftrag des Finanzministeriums erstellt wurde. Diese besagt, das Geldwäschevolumen sei doppelt so hoch als bisher angenommen und finde in sehr hohem Ausmaß auch außerhalb der Finanzsphäre statt. Die Studie gipfelt in der Empfehlung, die Nutzung von Bargeld in Deutschland einzuschränken.


20. April 2016
19. April 2016
18. April 2016

09.00 Uhr Die Grundeinkommens-Volksabstimmung in der Schweiz

Die Schweizer sollen am 5. Juni 2016 darüber abstimmen, ob ein bedingungsloses Grundeinkommen zur bedingungslosen Existenzsicherung aller schweizer Erwachsenen und aller schweizer Kinder gesetzlich vorgeschrieben werden soll.
 
Die "Volksinitiative Grundeinkommen" hat dazu ein Erklärvideo ins Netz gestellt, das angeblich die Finanzierung dieses Grundeinkommens darlegt.
 
Wer schon länger bei mir mitliest, weiß, dass ich die Finanzierung eines Grundeinkommens für den "wunden Punkt" bei der ganzen Geschichte halte. Die in ganzen 122 Sekunden vorgetragene Milchmädchenrechnung aus der Schweiz hat mir ein sehr bitteres Lachen beschert.
 
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17. April 2016

Julie Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag


16. April 2016
15. April 2016

13.30 Uhr Der Bundeskanzler bestimmt die Gerichtslinie der Politik

(frei nach Art. 65 Grundgesetz)

Als es dreizehn schlug, erklärte der Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Fr. Dr. Angela Merkel, dem Deutschen Volke, dass die Causa "Präsident Erdogan vs. Satiriker Böhmermann" der ordentlichen Gerichtsbarkeit überlassen werden soll. Damit erteilt sie die der Regierung ausdrücklich vorbehaltene Genehmigung dafür, dass ein sich herabgewürdigt fühlender ausländischer Würdenträger den ihn herabwürdigenden Deutschen wegen der Herabwürdigung vor ein deutsches Gericht zitieren darf - oder so ähnlich.

A propos: So ähnlich.

 

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14. April 2016
 
13.30 Uhr Störfall?
 
Was hat das Kernkraftwerk Philippsburg II mit den Dieselmotoren von Volkswagen gemeinsam?
 
Nun, bei VW hat man die Motorsteuerung so manipuliert, dass auf dem Prüfstand - aber nur auf dem Prüfstand - die vorgeschriebenen Abgaswerte eingehalten wurden. Bei EnBW, dem über lange Jahre hochrentablen Kraftwerksbetreiber, wurde selbst die Kontrolle auf dem Prüfstand nur vorgetäuscht.
 
In beiden Fällen handelt es sich um einen über eine gewisse Zeit gelungenen Versuch, Kosten zu sparen, bzw. eventuell erforderliche Kosten für Instandsetzungen zu vermeiden.
 


13. April 2016

14.00 Uhr Der Mega-Bockmist der Woche - direkt von der WHO

Die Zahlenspielereien mit den volkswirtschaftlichen Kosten von Krankheiten aller Art erfreuen sich seit vielen Jahren großer Beliebtheit. Mal sind es die Rückenschmerzen, mal die Folgen des Zigaretten- oder Alkohol- oder Zuckerkonsums, mit denen Horrorzahlen begründet werden, die als furchtbare und unersetzliche Verluste eine nicht näher bestimmte "Schuld" jenen zuweisen, die gerade als Betroffene ins Visier jener Magier der Statistik geraten, die, wenn gewünscht, alles beweisen oder - wahlweise - auch widerlegen können.

Jetzt hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Anbetracht ihres großen Namens eine ganz große Zahl veröffentlicht und dabei selbstverständlich alle Erdenbürger auf ihren seelischen Grundzustand hin untersucht. (Mich hat übrigens keiner gefragt. Sie vielleicht?)

Das beeindruckende Ergebnis in zwei Aussagen:

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12. April 2016

11.00 Uhr Wirtschaftskriminalität und mehr

Es gibt hin und wieder einen so genannten Skandal, in dem es um Betrug im großen Stil, um Unterschlagungen, Schwarzgeldkassen und Steuerhinterziehung geht. Ob da Anleger mit Hochglanzprospekten in ein Schneeballsystem gelockt werden, dessen einziger Nutznießer der Initiator ist, ob nicht existierende Baumaschinen ein prosperierendes Unternehmen vortäuschen, ob die Steuerehrlichkeit eines Wurstfabrikanten und Vereinspräsidenten plötzlich ins Rampenlicht gezerrt wird - immer wundern wir uns, dass so etwas in unserem perfekt durchbürokratisierten Rechtsstaat überhaupt möglich ist.

Dann müssen wir feststellen, dass in den Fahrzeugen eines der weltgrößten Hersteller eine Software installiert ist, die dafür sorgt, dass auf dem Prüfstand vorgeschriebene Schadstoffwerte im Abgas eingehalten werden, während sie auf der Straße munter überschritten werden - und seit einigen Tagen stehen wir wieder vor einem neuen Rätsel und fragen uns: Wozu braucht Panama so viele Briefkästen.

Dass es sich bei allem, was bekannt wird, um deutlich weniger als die Spitze des Eisbergs handelt, wollen wir lieber gar nicht glauben, weil wir dann etwas dagegen unternehmen müssten. Wir bringen diese "Skandale" auch absolut nicht in Beziehung zu der Tatsache, dass die so genannte "Schere" zwischen Arm und Reich immer weiter aufgeht. Wir weigern uns zu erkennen, dass die jährlich wachsende Produktivität der Wirtschaft mit stagnierenden Realeinkommen der Beschäftigten einhergeht. Wir feiern uns als Exportweltmeister und glauben fest daran, dass es uns dabei zwar nicht besser geht, dass es uns aber sehr viel schlechter ginge, ließe das Wachstum des Exports auch nur ein ganz kleines bisschen nach.

Für alle, die im Großraum Frankfurt/Main zuhause sind, erlaube ich mir, hier auf die Veranstaltung des Vereins "Business Crime Control e.V." am Samstag dieser Woche hinzuweisen.


11. April 2016

09.30 Uhr Verfassungsschützer oder Fehleinschätzer?

Kritik am Verfassungsschutz ist zumeist nur auf Indizien und Spekulationen gegründet. Schließlich handelt es sich nicht, wie der Name suggeriert, um so eine Art Schweizer Garde des Innenministers, sondern um einen ausgewachsenen Inlandsgeheimdienst, dessen Treiben mit allen Mitteln vor Augen und Ohren der Öffentlichkeit geschützt wird. Mord und Totschlag vermutlich nicht ausgeschlossen.

Heute gibt es die Möglichkeit, Kritik aufgrund eines Geständnisses zu üben, mit dem der Präsident dieses Geheimdienstes, ein Mann namens Maaßen, zum Wochenende herausrückte:

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10. April 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


7. April 2016

10.30 Uhr Frau Antje und die EU

 
Josef Joffe lässt laut wehklagen: "Falsches Spiel im Namen der Demokratie!"
So lässt das Transatlantische Wochenblatt die Abstimmung über ein Assoziationsabkommen der EU mit der Ukraine kommentieren.
 
Der SPIEGEL steht dem kaum nach, wenn er in fetten Lettern verkündet: "Geert Wilders jubelt über NEIN bei EU-Referendum"
 
Was um Himmels Willen ist geschehen? Was lässt die Sprachrohre der Eliten derart panisch reagieren?


5. April 2016

08.00 Uhr The Panama-Pa(m)pers

Es soll auf dieser Welt unter den Ein- bis Siebenjährigen einen verdammt hohen Anteil an Menschen geben, die von Steuerhinterziehung, Steueroasen, Steuerschlupflöchern, von Trusts und Stiftungen und deren anonymen Nutznießern noch nie etwas gehört haben.

Leider werden die Schauermärchen von Süddeutsche und Co. von dieser Zielgruppe auch weiterhin nicht aufgenommen, so dass die ganze Schaumschlägerei um eine unfassbare Datenmenge mit "Enthüllungen" ungefähr den gleichen Erkenntnisgewinn mit sich bringt, wie die Aussage "In der Nacht ist es dunkel", oder "Vulkanausbrüche können immer noch nicht sicher vorhergesagt werden".

Die Panama Papers stinken zum Himmel.

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3. April 2016

Julies Bild vom Sonntag

Wolfgangs Bild vom Sonntag


2. April 2016

09.00 Uhr Ein paar Worte zu 1&1

Vorab: Das ist keine bezahlte oder beauftragte Werbung!

Nachdem ich schon lange bei 1&1 gehostet bin und auch von 1&1 mit DSL versorgt werde, das Festnetz ISDN-Telefon aber immer noch bei der Telekom hatte, habe ich vor fast einem dreiviertel Jahr endlich die Möglichkeit gesehen, auf ein schnelleres DSL umzusteigen, von 1,2 auf 8 MBit/sec. 1&1 hat mir bei der Gelegenheit angeboten, doch auch mit Festnetz und Fax zu 1&1 zu wechseln, ein Paket, ein Preis, und insgesamt ein gutes Stück billiger als die vorherige Konstellation.

Die Telekom hat natürlich darauf bestanden, dass der Altvertrag erfüllt wird, also teilte mir 1&1 mit, der Schaltungstermin sei der 1. April 2016 - und sandte mir auch gleich die neue Hardware zu.

Gestern war es endlich soweit. Ich hatte mich, aufgrund vieler Schauermärchen, die so erzählt werden, darauf vorbereitet, mindestens für zwei bis drei Tage ohne Internet und Telefon auskommen zu müssen, wenn nicht gar für mehrere Wochen.

Nun, es kam ganz anders.

Gegen 11.30 am Vormittag waren die Telefone tot und das Internet war auch nicht mehr zu erreichen. Also habe ich mich auf die Suche nach dem Karton mit der neuen FritzBox gemacht, den alten Kabelsalat mit Splitter und gesonderter Leitung für die FritzFax-Card entfernt und stattdessen die neue FritzBox in die TAE-Dose gesteckt. Dann den DSL-Ausgang mit meinem DSL-Switch verbunden, die Fritz-Box-Software aufgerufen - und es dauerte keine 10 Minuten und das schnellere Internet war da.

Mit dem Telefon dauerte es etwas länger, bis ich begriffen hatte, dass ich die alte Basisstation für meine schnurlosen Telefone nicht mehr brauche, sondern dass die FritzBox als neue Basisstation fungiert. Hätte ich das gewusst, es hätte auch nur 10 Minuten gedauert. Die Schnellstart-Anleitung ist nicht für Menschen konzipiert, die schon zu viel wissen, sondern für solche, die einfach das tun, was drin steht. Da stand ich mir mit veraltetem Vorwissen selbst im Weg.

Am Ende die Sache mit dem Fax. Die alte Fax-Soft-und Hardware hat ausgedient. Auch das habe ich erst nach und nach begriffen. AVM bietet eine kostenlose Fax-Software für die neue Fritz-Box an. Die war schnell heruntergeladen und hat prompt funktioniert.

Alles in Allem war ich ungefähr vier Stunden lang beschäftigt. Nötig gewesen wäre vielleicht eine, auch um das Smartphone und ein Tablet und einen weiteren Rechner wieder mit LAN bzw. WLAN zu verbinden.

Seither läuft alles perfekt. Ich kann jetzt HD-Videos ohne Ruckeln ansehen, und zwar gleich drei Stück gleichzeitig... ;-))

Ja, ich bin immer noch bei 1&1 und habe wieder einen Anlass mehr, mit 1&1 zufrieden zu sein.


1. April 2016

10.30 Uhr Gender-Kennzeichnungspflicht

Es mutet an, wie ein Aprilscherz, doch Bundesjustizminister Heiko Maas meint es offenbar ernst. Heute soll im Kabinett über einen Gesetzesentwurf aus seinem Ministerium beraten werden, mit dem Maas das friedliche Zusammenleben von Menschen aller inzwischen 175 bekannten Formen sexueller Orientierung fördern will.
Forschungsergebnisse der Lehrstühle für Gender-Studies an deutschen und ausländischen Universitäten legen nahe, dass die Gender-Unruhe der ansonsten friedliebenden Bevölkerung von einer einzigen aggressiven Minderheit ausgeht, die in einer Art übersteigerter sexueller Identität ihr längst überkommenes Rollenbild für das einzig richtige halten und alle anderen als minderwertig ansehen, sie diskriminieren, belästigen und sich in die bunte Vielfalt nicht einzuordnen vermögen.
 
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31. März 2016

14.35 Uhr Helikoptergeld? Ja, ja, ja! Aber richtig.

Nachdem die Billionen der EZB nicht dort angekommen sind, wo sie nützlich gewesen wären, sondern da, wo sie hin sollten, nämlich in den Händen der westlichen Finanzoligarchen, und nachdem dies allmählich erkennbar wird, sieht sich die EZB offenbar genötigt, einen Schritt zu tun, der das Vertrauen in ihre Politik wieder stärken soll. Erwogen wird, jedem EU-Bürger einen bestimmten Geldbetrag, wohl in Höhe von einigen tausend Euro, frisch aus der Notenpresse als Geschenk zu überreichen. Befürworter und Kritiker haben sich dazu auf den Begriff "Helikoptergeld" geeinigt.

Die Wirkungen einer solchen Maßnahme sind weniger kompliziert, als es den Anschein hat. Ich versuche es hier mit einer auf das Wesentlichste verkürzten Darstellung:

Helikoptergeld - Beschreibung
Helikoptergeld ist frisch aus dem Nichts geschaffenes Geld, dem keine Schuld gegenübersteht. Niemand muss es irgendwann an eine Bank oder einen anderen Gläubiger zurückzahlen. Am einfachsten ist es, man stellt sich vor, dieses Geld werde in mühsamer, nächtelanger Kleinarbeit von Geldfälschern hergestellt. Es ist dann einfach da, es sieht aus wie richtiges Geld, es wirkt wie richtiges Geld, man kann es für alle Geldzwecke einsetzen, also damit Einkäufe bezahlen, Schulden tilgen oder das Sparschwein füllen. Niemand sieht diesem Geld an, wo es herkommt, es ist dem vorher vorhandenen Schuldgeld absolut "gleichwertig".

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30. März 2016

09.00 Uhr Wohnungseinbrüche und andere Steigerungsraten

Erschreckend, wenn im Grunde auch nicht überraschend, hören wir heute, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche im wiedervereinigten Deutschland im letzten Jahr um rund 10 Prozent gestiegen ist.
 
Einhundertsiebenundsechzigtausendundeinhundertsechsunddreißig Mal wurde die Polizei im letzten Jahr gerufen um einen Wohnungseinbruch für die Versicherung zu protokollieren.
 
Schon vor dem offiziellen Bekanntwerden dieser Zahl haben sich die Abgeordneten des Deutschen Bundestages ihre Bezüge erhöht.
 
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29. März 2016
28. März 2016
27. März 2016

Julies Bild vom Ostersonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag
24. März 2016

14.00 Uhr Wenn Denken schwer fällt

Ostern ist wohl nicht mehr aufzuhalten. Man wird uns mit sehr viel weniger Nachrichten und Sondersendungen versorgen als in den letzten Tagen. Man wird überzeugt sein, wir würden wieder mal für ein paar Tage total abschalten - nur um uns anschließend wieder einmal vor vollendete Tatsachen zu stellen.

Der heutige Paukenschlag ist nur ein erster Teil einer längeren Abhandlung, an der ich nach Ostern weiterschreiben werde.


22. März 2016

09.30 Uhr Scharfsichtige Prognosen sind keine Frage der Sehkraft

Am 16. März habe ich in der aktuellen Ausgabe von "EWK - Zur Lage" unter der Rubrik "Welt" einige Überlegungen zur Präsidentschaft von Donald Trump angestellt. Unter anderem prognostizierte ich, dass Trump sein Augenmerk verstärkt auf die Re-Industrialisierung der USA lenken und die militärische Präsenz der USA im Ausland reduzieren wird. Heute lese ich in mehreren Zeitschriften, dass Trump dies in einem Interview mit der Washington Post angekündigt hat, bis hin zu einer Auflösung der NATO, die ihm zu viel Geld kostet.

Von welchen Informationen und Annahmen ich ausgegangen bin, um diese Prognose zu wagen, können Sie in "EWK - Zur Lage, März 2016" nachlesen. Außerdem habe ich darin die russische Syrien-Politik mit dem genialen Schachzug des Truppenabzugs betrachtet und Informationen über neue russische Waffensysteme zur elektronischen Kampfführung angeführt. Breiten Raum nimmt - ausgehend vom neuen Fünf-Jahres-Plan" noch einmal die Entwicklung Chinas ein.

In der Rubrik Europa habe ich mit den beherrschenden Themen Flüchtlings-Politik und Geldpolitik der EZB beschäftigt.

Im Deutschland-Teil gibt es vor dem Hintergrund der Flüchtlingsthematik und des Türkei-Deals einen Ausblick auf die innenpolitische Entwicklung, auch im Hinblick auf die Rollen von AfD und CSU.

Das Dossier EWK-Zur Lage erscheint im Abstand von ca. 2 Monaten und ist im Paket Förder-Abonnement enthalten. Nach der Zustellung an die Förder-Abonnenten kann die jeweils jüngste Ausgabe auch einzeln zum Preis von 11,90 Euro (10,00 € + 1,90 € MwSt.) als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

In wenigen Stunden, bekommt auch mein rechtes Auge eine neue torische Linse. Um Ihnen einen Eindruck zu vermitteln, wie sich das Seh-Erlebnis vor und nach der OP unterscheidet, habe ich an einem älteren Foto demonstriert, wie ich jetzt mit dem linken, bereits operierten Auge ohne Brille sehe und welches Bild das rechte (vorher das bessere) Auge dagegen, ebenfalls ohne Brille abliefert. Das Interessante dabei ist, dass man den Verlust an Helligkeit, Kontrast und Farbigkeit selbst gar nicht bemerkt - und weil die Sehschärfe durch Brillengläser korrigiert werden kann, glaubt man immer noch ganz gut zu sehen.

Mit der zweiten OP bin ich dann wieder für ein paar Tage beim Lesen und Schreiben eingeschränkt. Daher wünsche ich Ihnen schon jetzt
 
Ein frohes und sonniges Osterfest,
das Sie ganz entspannt genießen können.
 
Mit besten Grüßen
Egon W. Kreutzer


20. März 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag


19. März 2016
18. März 2016

09.30 Uhr EU-Türkei-Flüchtlingslösung - wie das "Lustige Leiterspiel"

In manchen preiswerten Spielesammlungen ist es immer noch enthalten. Das "Lustige Leiterspiel". Auf dem Brett ist eine mehrfach gewundene Strecke markiert, auf der die Spieler, je nach geworfenen Augen, vorwärtsziehen. Manche Punkte sind durch "Leitern" miteinander verbunden. Wer also z.B. auf das Feld 23 kommt, darf über die Leiter auf das Feld 61 vorrücken. Geht allerdings auch umgekehrt. Wer mit seinem Wurf das Feld 61 erreicht, rutscht die Leiter hinunter und ist wieder bei Feld 23.

Künftig soll es zwischen der Türkei und der EU etwas ähnliches geben.

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19.30 Uhr Nachtrag

Sie haben es abgenickt. Uuuaaaarrghhh, uuaarggghh, uaaaarghhh!


17. März 2015

17.15 Uhr Aufstehen gegen Narzissmus

Kein Tippfehler, auch kein Denkfehler - aber ein hartes Stück Arbeit.

Narzissmus ist eine eher harmlose Persönlichkeitsstörung mit zwei besonders hervorhebenswerten Merkmalen. Die Überschrift dieses Paukenschlags ist in ihrem Gleichklang mit einem bekannteren Aufruf nicht zufällig gewählt. Der inflationäre und zumeist vollkommen unzutreffende Gebrauch des Begriffs "Rassismus" sollte meines Erachtens wieder eingedämmt werden.

Weil sich nun überall im Lande Bündnisse formieren, deren Wahlspruch lautet "Aufstehen gegen den Rassismus", halte ich es für geboten, dieses Phänomen daraufhin zu untersuchen, inwieweit es sich dabei um Personen handelt, die sich zusammenfinden, um den Rassismus und seine fatalen Folgen zu überwinden, oder ob es ein anderes, viel tiefer liegendes psychologisches Bedürfnis gibt, das im echten und vermeintlichen Rassismus eine gerade im Trend liegende Projektionsfläche für narzisstische Selbstdarstellung bietet.


16. März 2016

10.00 Uhr Die unheilige Inquisition der "Demokraten"

Früher gab es viele Witze über die Insassen von Irrenhäusern. Einige davon waren so konstruiert, dass jeweils mehrere Personen glaubten, die gleiche historische Person zu sein. Es gab da also nicht nur einen Napoleon, sondern gleich ein halbes Dutzend davon und daraus wurden dann munter Pointen gestrickt.

Heute wimmelt es in der ganzen Republik von Demokraten - und darüber könnte man lauthals lachen, wäre die Sache nicht gar so traurig.

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15. März 2016

11.45 Uhr Unter dem Deckmantel der Kritik

Es ist eine grandiose intellektuelle Leistung, zu erkennen, dass Kritik am politischen Handeln der Organe des Staates Israel nur vorgetragen wird, um Antisemitismus bzw. Judenhass auf subtile Weise zu verbreiten.

Eine intellektuelle Leistung, die dem Wahlspruch: "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns", beinahe gleichzusetzen ist. Es ist eine intellektuelle Großtat zu erkennen, dass - unter Berufung auf Descartes: "Ich denke, also bin ich" - sich Welt und Wahrheit im Universum meines Gehirns zur einzig denkbaren Realität zusammenfinden, die sich jeder Kritik zu entziehen vermag, ja entziehen muss,

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14. März 2016

09.00 Uhr Äußerst rechts

Die Würfel sind gefallen. Die Wahlbeteiligung war hoch. Die Vertreter aller Parteien haben sich für die Unterstützung aus ihren Parteien und für das Vertrauen der Wähler bedankt. Selbstverständlich haben diejenigen mit den meisten Stimmen betont, vom Wähler einen Regierungsauftrag erhalten zu haben, doch Schwarze, Hell- und Dunkelrote, Grüne und Gelbe klagten unisono weit weniger über die eigenen Verluste in der Wählergunst als darüber, dass die AfD "so stark wie noch keine Partei der äußersten Rechten in der Geschichte der Bundesrepublik" aus den drei Landtagswahlen hervorgegangen ist.

Diese Klagelieder sind nachzuschlagen im kleinen Katechismus für Altparteien auf Seite 132 unter dem Titel "Exorzismus zum Wohle des Wahlvolks".

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13. März 2016

Vor den Sonntagsbildern noch ein ziemlich wütender Einwurf, der auch, aber nicht nur, mit den heutigen Wahlen zu tun hat.

 
 
 
Julies Bild vom Sonntag
 
 
 
Wolfgangs Bild vom Sonntag
 
 

10. März 2016

15.05 Uhr Draghi, der Währungswüter

Immer, wenn Mario Draghi seine monatlichen 60 Milliarden Euro aus dem Hut zauberte, stieg der DAX.

Wenn dieser Effekt nicht gewünscht gewesen wäre, hätte die EZB spätestens nach zwei Versuchen etwas ändern müssen. Das ist jedoch nicht geschehen, so dass durchaus guten Gewissens behauptet werden kann: Die EZB versorgt das Kasino Monat für Monat mit frischem Spielgeld.

Heute nun hat der oberste Währungswüter beschlossen, die Schleusen noch weiter zu öffnen.


8. März 2016

08.30 Uhr Was ist Links?

Ein Versuch zur Bestimmung des Maßes der Subjektivität in der Wahrnehmung scheinbar feststehender Begriffe in der politischen Auseinandersetzung.

(Auf Vorrat geschrieben und heute "einäugig" veröffentlicht)


Zwischenruf, nach wie vor knapp, da eher noch einäugig:
 
Visafreie Einreise türkischer Staatsbürger in die EU?
  • Erst kommen alle türkischen Kurden,
  • dann die Mehrzahl der türkischen Journalisten,
  • dann die Anhänger Kemal Atatürks,
  • danach erhalten alle in die Türkei einreisenden Flüchtlinge aus Bulgarien, Rumänien, Afghanistan, Pakistan, Indien, China, Libyen, Syrien, Ägypten, Palästina, Somalia, Jemen, Saudi Arabien, Marokko, Äthiopien, usw. im Schnellverfahren die türkische Staatsbürgerschaft - entweder legal, oder von organisierten Banden, die sich von Schleusern zu Passfälschern weiterentwickeln.
Gibt es außerhalb des Think Tanks rund um Angela Merkel irgendjemanden, der sich eine andere Entwicklung vorstellen kann?
 
Falls ja, bitte mit Begründung hier melden: mailto:ewk@egon-w-kreutzer.de?subject=Visafrei
 
 

 

 

Meinungsvielfalt

 

wird auch durch gleichgeschaltete Tippfehler

 

nicht weniger wertvoll.

 

6. März 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag


5. März 2016

15.00 Uhr Grusel-Sonntag

Wahlen in drei Bundesländern, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten, machen den 13. März 2016 zum Tag der vollen Hosen bei allen etablierten Parteien in dieser unserer Republik.

So jedenfalls wird der Wahlsonntag inszeniert.

Während der Super-Tuesday in den USA im Grunde nur ein großes Spektakel ist, mit dem die Stimmbürger allmählich darauf vorbereitet werden, wer demnächst die Geschicke der Nation bestimmen wird, hört es sich hierzulande so an, als bräche die Welt zusammen, sollte sich an der grundsätzlichen Zusammensetzung der Länderparlamente und damit auch des Bundesrates etwas ändern.

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3. März 2016

08.00 Uhr Florian Heilig - 900 Tage tot

Am 16. September 2013, vor 900 Tagen, endete das Leben des Zeugen Florian Heilig. Er wollte vor der Kriminalpolizei in Stuttgart über sein Wissen zur Ermordung der Polizistin Michele Kiesewetter aussagen. Eine zentrale Frage in der Aufklärung der so genannten "NSU-Mordserie".

Ich wage hier eine Spekulation über einen möglichen Tathergang und die dabei möglicherweise eingesetzte Technik.


28.Februar 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


26. Februar 2016

11.00 Uhr Wenn tausende Menschen spurlos verschwinden

Deutschland als Location für einen Science-Fiction-Horror-Film? Warum nicht?

Es wäre zumindest die sozial-verträglichste Erklärung für das Phänomen des spurlosen Verschwindens Zehntausender von Menschen, sobald deren Füße deutschen Boden berührt haben. Außerirdische beamen wahllos jeden Achten Zuwanderer in ihre hoch im Orbit stehenden Raumschiffe. Kommunikation mit denen da oben ist bisher nicht möglich. Ob sie uns die Zuwanderer irgendwann zurückgeben ist also vollkommen offen. Jedenfalls haben wir für den Augenblick eine Sorge weniger, und wenn wir es schon nicht alleine schaffen: Die Hilfestellung fremder Raumfahrer lässt Hoffnung aufkeimen.

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25. Februar 2016

08.30 Uhr Frieden braucht Werte.

Gestern, am Mittwoch, erhielt ich die Zuschrift eines regelmäßigen Lesers meiner Artikel, den ich mit Hochachtung als einen gottensfürchtigen Mann bezeichnen möchte.

Er ging auf den letzten Tageskommentar ein und auf die jüngsten Äußerungen meiner Kunstfigur "Priester Messident". Dabei griff er meine Kritik am Verfall des Christentums in Europa auf und ermahnte mich freundschaftlich, meine gelegentlich vorkommenden Bezüge auf Gott weniger satirisch zu gestalten, sondern, zur Wahrung der christlichen Werte bei den noch dafür Empfänglichen, eher ernsthaft an den Kern des christlichen Glaubens, nämlich die darin enthaltene Zukunftsverheißung, zu erinnern und auch die Gefahr eines "ewigen Getrenntseins von Gott" zu erwähnen.

Meine persönliche Lebensgeschichte hat eine Phase intensiver Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben und einiger seiner real existierenden, in unterschiedlichen christlichen Religionsgemeinschaften betriebenen Spielarten mit sich gebracht. Diese Phase endete für mich mit dem Abschied von dogmatischen Lehren und der Suche nach einem größeren, umfassenden Bild, aus dem für mich der Sinn des Lebens zu erkennen wäre.

Beim Beantworten dieser E-Mail bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die Erklärungen, die ich da über mich und mein Weltbild abgegeben habe, durchaus auch geeignet sind, einem größeren Kreis, der längst weiß, wie ich ticke, Gelegenheit zu geben, einen Blick auf die "Feder" im Uhrwerk zu ermöglichen, die das Ticken antreibt.


24. Februar 2016

Letzter Aufruf!

Wir bitten die Passagiere des EWK-Verlags, die auf den Flug ins Tiefpreisparadies geBUCHt sind, sich unverzüglich zum Gate A99 zu begeben. Dieser Zugang wird am 28. Februar definitiv geschlossen.



23. Februar 2016

16.00 Uhr Hass-o-kratie

Die Aufregung über die jüngsten Vorfälle in Sachsen ist gerechtfertigt. Wer ein Haus anzündet, begeht Brandstiftung. Wer einen Bus voller Migranten vor der Einfahrt zur Unterkunft aufhält, begeht Nötigung, und wer dabei noch ausländerfeindliche Parolen skandiert, kann sich der Beleidigung und sogar der Volksverhetzung schuldig machen.

Was meines Erachtens nicht gerechtfertigt ist, ist der Versuch, eine chaotische Politik und deren unbeherrschbare Folgen damit zu verteidigen, dass deren Kritiker allesamt nur Unmenschen voller Hass, Neid und Missgunst sind.

Beide Erscheinungen haben direkt gar nichts miteinander zu tun, sie können nur indirekt und auf Umwegen miteinander in Zusammenhang gebracht werden, die Nachverfolgung dieser Umwege ist das Ziel dieser Betrachtung.

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22. Februar 2016

10.00 Uhr Orientierungslose aller Parteien, vereinigt euch!

Die Schlagzeilen von heute wecken Assoziationen an die berüchtigten Damenringkämpfe im Schlammbad. Ein Spektakel, mit dem man die Aufmerksamkeit geistig eher minderbemittelter Zeitgenossen auf sich zieht und sie dazu bringt, dafür auch noch zu bezahlen.

Patsch, da knallt Julia Klöckner Angela Merkel eine satte Ladung Modder vor den Latz! Sie setzt die österreichische Beinschere an und will ihre Parteivorsitzende so lange mit der Nase in den Schlamm tunken, bis diese sich auf-, und die Zustimmung für ein tägliches Asylkontingent abgibt.

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21. Februar 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


20. Februar 2016

12.00 Uhr Was das Vereinigte Königreich braucht - die Cameron-Show

Der britische Premier Cameron ist beim Gipfel in Brüssel angetreten mit der Zusage an seine Landsleute, er werde so lange verhandeln, bis ihm alles zugestanden wird, was das Vereinigte Königreich braucht.

Wenn man sich betrachtet, was herausgekommen ist, dann stehen zwei Zugeständnisse im Vordergrund:

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18. Februar 2016

08.45 Uhr EU - ein Dach ohne Haus

Angela Merkel sitzt heute im Europäischen Rat, um keine Kontingente zu fordern.
Ihr Plan einer europäischen Lösung ist ihr unter den Fingern zerronnen. Aus der erhofften Zustimmung ist erst die Befürchtung der Nicht-Zustimmung und dann die Gewissheit der Ablehnung erwachsen.

Zerknirscht nimmt sie nun Abstand. Aus ihrem "Wir schaffen das!" ist ein "Ich schaffe das!" geworden: "Ich schaffe es, die Türkei zu instrumentalisieren."

Ob sie weiß, dass die Türkei ein noch doppelzüngigerer Partner ist als ihre Freunde in der EU?

Die Frage, die sich angesichts dieser Situation stellt, lautet: Was ist das heute noch, die EU? Das gemeinsame Dach des europäischen Hauses, oder ein Dach, dem das Haus längst abhanden gekommen ist?

 

Hinweis:

 

 

 

 

Dazu passt außerordentlich gut


"Das EU-Diktat - Vom Untergang der Freiheit in Europa"



von Florian Stumfall.










17. Februar 2016

11.30 Uhr Gelaber

Wiktionary: Gelaber sind Wortbeiträge einzelner oder mehrerer Personen, die sich kaum oder nicht auf Fakten, Wissen oder Gedankengänge stützten, sich nicht am Thema orientierten und nicht hilfreich für die Lösung eines Problems sind.

Sigmar Gabriel hat ein Interview gegeben.


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16. Februar 2016

15.30 Uhr Aleppo und die bösen, bösen Russen

50.000 Flüchtlinge, das ist die Nachricht, die im Zusammenhang mit dem Versuch der Rückeroberung der syrischen Stadt Aleppo durch syrische Truppen bei uns angekommen ist. Ohne die bösen, bösen Russen wäre das Assad nie gelungen...

Doch dazu gibt es jetzt eine sehr glaubwürdige, vollkommen andere Information.

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15. Februar 2016

11.20 Uhr Schengen kaputt - und das ist erst der Anfang

Die Außengrenze der EU, wenn es so etwas überhaupt gibt (schließlich ist die EU kein Staat) existiert nur noch auf dem Papier. In der Realität hat sich die EU in etwas verwandelt, was im Kriegsrecht "offene Stadt" genannt wird. Ein Gebiet, das nicht verteidigt wird - und daher nicht angegriffen werden darf, eine sichere Zuflucht, für jeden, der es schafft, dorthin zu kommen.

Wäre es dabei geblieben, dann dürfte nach den Regeln der Haager Landkriegsordnung kein Türke, kein Syrer und auch kein Islamischer Staat die EU angreifen. (Ein absurder Gedanke, ich weiß, doch er ist nicht ohne!)

Die EU allerdings tut im Augenblick das, was immer wieder empfohlen wird, wenn es eng wird: Sie schnallt den Gürtel enger und schnürt dabei zuallererst Griechenland - bildlich gesprochen - vollends ab.

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14. Februar 2016

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag


11. Februar 2016

12.30 Uhr Lautloser Paukenschlag und fanatische Toleranz

(...) Der Tolerante blendet sämtliche Paukenschläge schlicht aus. Ihm ist es egal, er stellt das Radiogerät ab, er sieht, hört und liest nichts, was nicht in sein Weltbild passt und will nur mit geringstmöglichem Aufwand seine Ruhe behalten.

Der Fanatiker hingegen schlägt mit solcher Wucht auf seine Pauke, dass es ihm gar nicht mehr möglich ist, die anderen Instrumente noch zu hören. Er kesselt sich in seiner Meinung ein und versucht mit seinem Lärm jede Störung seines einmal gefassten Weltbildes zu verhindern und jeden Botschafter einer anderen Auffassung von sich fernzuhalten.

Der Unterschied liegt nicht in der eigentlichen Zielsetzung, der Unterschied liegt in der Wesensverschiedenheit.

Der Fanatiker neigt zur Aggressivität, der Tolerante neigt zur Zurückhaltung, der Fanatiker ist mutig, kühn und kämpferisch, der Tolerante eher besorgt, vorsichtig und nachgiebig.



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 Priester Messident

BREXORZISMUS

NEU am 24.06.2016

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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.

 Autoren - Texte - BoD Manuskript - Verlag

Informationen für Autoren


 

Allmählich spricht es sich herum:


Sogar im SWR fand das Buch über
den Stuttgarter Grubenbahnhof
inzwischen lobende Erwähnung.

Der Autor hat einige Stimmen zu seinem jüngst im EWK-Verlag erschienenen Buch auf seiner Homepage veröffentlicht.

Schauen Sie doch mal selbst bei
Manfred J. Schmitz vorbei.

Bestellen können Sie
"Dr. Feist im Fegefeuer" direkt online.

Und natürlich gilt das auch für Schmitz's
ersten Roman "Wer weiß schon, wie tief der Fluss unter der Brücke ist ..."

 

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