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Der Fluss des Geldes

Grundlagenwissen zum besseren Verständnis des Geldes und der vom Geldsystem hervorgerufenen Probleme


Teil 11
Irrtümer und Täuschungen im Umgang mit dem Geld


Dem Markt Geld entziehen -
unmöglich!
Wirklich unmöglich?

Verfasser: Egon W. Kreutzer, Stand 17. Februar 2004

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Wo soll das angeblich gehortete Geld denn bleiben?

Wer über dieser Frage ins Grübeln gerät, ist in guter Gesellschaft. Der logische Kurzschluss, der unvermittelt in den Irrtum führt, ist verlockend:

 

Wenn es stimmt,
dass die Existenz von Geld an die Existenz von Schulden gebunden ist, woraus folgt,
dass Schulden und Guthaben zwangsläufig gleich hoch sein müssen,

dann muss doch auch
mit jeder Neuverschuldung die Summe der Guthaben wachsen und umgekehrt
dann muss es zu jedem neuen Guthaben auch einen neuen Kredit geben,

folglich ist die These vom Geldmangel durch Hortung falsch, weil
ein Geldmangel überhaupt nicht auftreten kann, solange das Geld - zwangsläufig systembedingt - mit jedem Kredit wieder neu in Umlauf kommt.

 

Fatalerweise kommt diesem Gedankengang auch noch das Credo jener puristischen Notenbankgeld-Philosophen entgegen, die in dem Glauben leben, Geld könne dem Markt gar nicht entzogen werden, es sei denn, man holt sich tatsächlich Banknoten nach Hause und polstert die Sessel damit.

 

Die Argumentation wird aber dem tatsächlichen Wesen des Geldes nicht gerecht.

Sie übersieht vollständig die Rolle der Banken sowie die realen Folgen internationaler Geldtransfers und sie verschließt die Augen davor, dass die Liquidität eines großen, leicht veränderlichen Anteils der Geldmenge ausschließlich für die Abwicklung spekulativer Geschäfte vorgehalten wird.

 

Dabei ist Geldhortung so einfach:

1. Systembedingte Geldhortung durch das Bankwesen

Wer ein Guthaben bei der Bank begründet, ist in jedem Fall zum Gläubiger der Bank geworden, denn die Bank schuldet ihm Geld.

Ist das Guthaben auf einem Girokonto verzeichnet, kann der Kontoinhaber sein der Bank geliehenes Geld jederzeit zurückfordern, seine Liquidität ist also davon nicht beeinträchtigt.

Wer allerdings Geld - ob Bargeld oder Sichteinlagen - in langfristige Geld-Anlagen umwandelt, verfügt nicht mehr über das Zahlungsmittel Geld, sondern stattdessen über Geldvermögen, genauer gesagt, über einen terminierten Anspruch auf Geld.

Im Klartext, wer er eine längerfristige Anlageform wählt, kann sein Geld - ohne Verluste in Kauf zu nehmen - erst nach Ablauf einer vereinbarten Frist von der Bank zurückfordern, denn das Geld ist Gegenstand eines Darlehensvertrag mit festgelegtem Rückzahlungstermin zwischen der Bank als Darlehensnehmer und dem Bankkunden als Darlehensgeber. Der Bankkunde hat in diesem Fall seine Liquidität aufgegeben.

Die Bank hat prinzipiell zwei Möglichkeiten, die ihr geliehenen Mittel zu verwenden:

a) zur Bezahlung der Aufwände des laufenden Geschäfts

Die Bank verwendet das Geld, das sie sich von ihrem Kunden geliehen hat, um damit die Gehälter ihrer Angestellten, Lieferantenrechnungen oder sonstige Kosten ihres Geschäftsbetriebes zu bezahlen, immer in der begründeten Hoffnung, die Gelder bis zum Ablauf der Kreditlaufzeit durch Gewinne aus dem Bankgeschäft wieder erwirtschaften zu können. In dem Masse, wie die Bank die Mittel aus dem erhaltenen Kredit auf diese Weise verwendet, sie also an eigene Mitarbeiter und/oder Lieferanten weitergibt, bleibt das angenommene Geld im Umlauf.

b) zur Ausreichung von Darlehen

Die Bank verwendet das Geld als Refinanzierung für Darlehen, die sie ihrerseits an andere Bankkunden ausreicht, in der Hoffnung, ihre Darlehensnehmer würden das ausgeliehene Geld pünktlich zurückzahlen, so dass auch sie ihrer Rückzahlungsverpflichtung gegenüber dem Einleger pünktlich nachkommen kann.

Hier kommt Geld nur in dem Masse in Umlauf, wie die Kreditkunden die ihnen zur Verfügung gestellten Mittel an Dritte weitergeben.

c) als Reserve.

Ein gewisser Anteil der Einlagen wird alleine dadurch, dass das Geld einer Bank übertragen wird, definitiv stillgelegt.

Dieser Anteil entspricht mindestens der Höhe der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestreserve. Doch die wenigsten Banken schöpfen das theoretisch mögliche Kreditvolumen voll aus. Die Differenz zwischen Einlagen und Ausleihungen wird unter normalen Umständen etwa 20 bis 25 Prozent der Einlagen ausmachen.

Diese 20 - 25 Prozent fehlen als Liquidität in der Realwirtschaft. Sie führen ein nahezu unbewegtes Dasein in den Büchern der Banken. Aus ihrer Existenz erklärt sich der größte Teil der Differenz zwischen Sollzinsen und Habenzinsen.

Ein Beispiel:

Eine Bank, die zugesichert hat, für ihre Einlagen in Höhe von 100 Millionen Euro jährlich 5% Zinsen zu zahlen, muss dafür alljährlich 5 Millionen Euro erwirtschaften.

Hat sie gleichzeitig, was durchaus realistisch ist, durchschnittlich nur 75 Millionen Euro weiterverliehen, kann sie aus dem eigenen Kreditgeschäft die benötigten 5 Millionen Euro nur gewinnen, wenn der durchschnittliche Zinssatz dafür bei mindestens 6 2/3 Prozent liegt.

Wenn wir die Vermögenswerte bilanzieren, stellen wir fest:

a) Summe der Schulden

Die Bank schuldet den Einlegern 100 Millionen Euro, die Kreditnehmer schulden der Bank 75_Millionen Euro, in Summe bestehen also Schulden in Höhe von insgesamt 175 Millionen Euro.

b) Summe der Guthaben

Die Einleger haben Guthaben von 100 Millionen Euro und die Bank verzeichnet Guthaben gegenüber ihren Kreditnehmern in Höhe von 75 Millionen Euro.

Die Höhe von Guthaben und Schulden sind also - wie erwartet - exakt gleich hoch.

Gleicheitig stellen wir aber fest, dass die am Markt verfügbare Liquidität, bzw. das aus Schulden und Guthaben entstandene Geld, keinesfalls der Höhe der Guthaben entspricht.

Liquide Mittel erscheinen auf dem Markt nur in dem Umfang, in dem der Kreditnehmer seinen Kredit einsetzt, um damit Rechnungen zu bezahlen, oder sich an der Kasse mit Bargeld zu versorgen.

Aus ursprünglich 100 Millionen Euro Liquidität sind zwar Guthaben und Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 175 Millionen Euro entstanden. In unserem Beispiel können dem Markt davon aber nur 75 Millionen Euro als Liquidität zurückgegeben werden.

Es gilt:

Geld, das von der Bank nicht selbst ausgegeben, oder an Darlehensnehmer weitergegeben wird, bleibt im System "Bank" gefangen. Die daran gebundene Liquidität ist der der Realwirtschaft entzogen. Das Geld ist gehortet.

Erst dadurch, dass die von der Bank ausgeliehenen 75 Millionen Euro von den Kreditnehmern ausgegeben werden und auf den Konten der Zahlungsempfänger wiederum als Guthaben auftauchen, sind "die Banken" in der Lage, auf Basis dieser Guthaben neue Kredite auszureichen, doch auch hierbei wird wiederum ein Teil der anfänglichen Einlage stillgelegt.

Es gilt:

Nur über die zusätzliche Ausweitung von Schulden und Guthaben, also nur über eine zusätzliche Zinsbelastung ist es möglich, die stillgelegte Liquidität wieder zu ersetzen.

 

 

 

2. Stilllegung von Geld durch Außenwirtschaft

Geld lässt sich - heute leichter denn je - aus dem eigenen Wirtschaftsraum abziehen. Wer im Ausland einkauft, egal ob Ware aus dem Ausland importiert wird, oder ob im Ausland investiert wird, entzieht dem eigenen Wirtschaftsraum Kaufkraft.

Technisch funktioniert das - verkürzt und bildhaft ausgedrückt - so, dass die ausländische Notenbank die zur Bezahlung der Auslandsrechnung verwendeten Euros ankauft und als Währungsreserve in den Safe legt und dafür eine entsprechende Menge Geldes ihrer eigenen Währung im eigenen Wirtschaftsraum zusätzlich in Umlauf bringt.

Jeder Import ausländischer Waren und jede Urlaubsreise ins Ausland mindert also die Liquidität im Inland. Andererseits bringen Exporterlöse zusätzliche Liquidität ins Land.

Eine besondere Rolle spielen die so genannten Auslandsinvestitionen.

Wenn ein bisher auf dem Binnenmarkt tätiges Unternehmen im Ausland eine Fertigung errichtet, überträgt es nicht nur Arbeitsplätze ins Ausland, sondern gleichzeitig auch Liquidität, was in Zeiten knappen Geldes für die abgebende Volkswirtschaft eine Belastung darstellt.

Investitionen von Ausländern im Binnenmarkt bringen hingegen Arbeit und Liquidität, sollten also grundsätzlich zu begrüßen sein.

Doch über die anfänglichen Effekte hinaus muss berücksichtigt werden, dass Gewinne aus Auslandsinvestitionen unter den Bedingungen der Globalisierung zumeist weder im Binnenmarkt verbleiben, noch im Wirtschaftsraum des Ausländers ankommen, sondern dort angesammelt werden, wo es aus fiskalischen Überlegungen heraus am günstigsten erscheint.

Auslandsinvestitionen sind als von beiden Wirtschaftsräumen her mit großer Vorsicht zu beurteilen. Der Zufluss von Liquidität durch Auslandsinvestitionen wird über die Zeit durch Gewinntranfsfer wieder abgebaut und - wenn es ein erfolgreiches Engagement war - wird dadurch sogar deutlich mehr abgezogen, als zugeflossen ist.

Der Abfluss von Liquidität zum Zwecke des Investments im Ausland bringt nur in den seltensten Fällen einen Ausgleich durch Gewinnrückflüsse in den Wirtschaftsraum der ursprünglich abgebenden Volkswirtschaft.

Gewinner sind die weltweit agierenden Zocker (Global Player) und ihre zumeist anonymen Finanziers (Shareholder). Auslandsinvestitionen entziehen in der Regel den Warenmärkten beider Volkswirtschaften Liquidität und führen sie letztlich spekulativen Anlagen zu.

Wenn, im schlechtesten Fall, ausländische Investoren, um des anfänglichen Liquiditätszuwachses willen, mit großzügigen Subventionen angelockt werden und ein Großteil dieser Subventionen unmittelbar zur Bezahlung der Importe von Maschinen und Anlagen verbraucht wird, kann der Liquiditätssaldo für die Binnenwirtschaft sogar von Anfang an negativ sein.

 

3. Die Spekulation - Geld außerhalb der Realwirtschaft

Das Spekulationskarussel dreht täglich vielstellige Milliardenbeträge rund um den Globus und durch die Börsensäle.

Gewinne und Verluste gleichen sich bei diesem Spiel aus (sieht man von Gebühren und Provisionen ab, die immer fällig werden), es geht also nirgends wirklich Geld verloren, aber trotzdem hat jegliche Spekulation ganz erhebliche Wirkungen auf die Liquidität der Realwirtschaft.

Ein bestimmter Anteil der Liquidität verabschiedet sich beim Einstieg in die Spekulation aus der Realwirtschaft. Er verschwindet in Depots und auf Konten, die ausschließlich der Mehrung von Geldvermögen durch Aktivitäten außerhalb der realen Wirtschaft dienen. Diese Konten und Depots saugen in Hausse-Phasen erhebliche Mengen von Geldvermögen, aber auch von liquidem Geld aus der Realwirtschaft ab. Häufig wird das dafür erforderliche Geld sogar eigens durch Kredite geschaffen, aber es findet - wenn überhaupt - nur in geringem Umfang als Liquidität zurück in die Realwirtschaft, nämlich nur soweit, wie Spekulationsgewinne oder die Reste verspielter Vermögen in Konsum umgewandelt werden.

Liquiditätsverluste durch Spekulation treten aber insbesondere dann ein, wenn in einer Phase stetig steigender Kurse der Geldbedarf der Spekulation so viel vom möglichen Kreditvolumen der Banken für sich beansprucht, dass für die Realwirtschaft zu wenig übrig bleibt.

Aktien werden ja im Börsensaal nicht gegen Spar- oder Pfandbriefe abgegeben. Geldvermögen, das zur Spekulation eingesetzt werden soll, muss zuerst in Liquidität, also in Geld umgewandelt werden. Dazu müssen entweder neue Kredite ausgereicht oder bestehende aufgelöst werden. Eine Hausse ist also in mehrfacher Hinsicht ein Desaster für die Liquidität in der Realwirtschaft.

Das unausweichliche Platzen der Spekulationsblase stellt im Hinblick auf die Sicherung der Geldversorgung nur den Schlusspunkt einer fatalen Entwicklung dar, denn die Probleme die dann kulminieren, werden schon mit der Finanzierung der Hausse-Spekulation aufgebaut und sind - vom Crash abgesehen - kaum mehr aus der Welt zu schaffen.

Werte, die es nur in der überhitzten Fantasie von Spekulanten gibt, entstehen auch nicht dadurch, dass sie in einer langdauernden Hausse immer höher und höher bewertet werden. Platzt die Spekulation, bleiben auf der einen Seite gigantische Schulden übrig, für deren Tilgungs- und Zinslasten die Realwirtschaft aufkommen muss. Auf der anderen Seite stehen riesige Forderungen aus dem Geldvermögen der Spekulationsgewinner, die jegliche Liquidität unbarmherzig aufsaugen.

Warum die Realwirtschaft am Ende bezahlen muss ist klar, oder?

 

Folgerungen

Um Geld zu horten braucht es nicht den Entenhausener Dagobert Duck und seinen Geldspeicher.

Alleine durch das Funktionsprinzip des Bankensystems werden dem Wirtschaftskreislauf große Mengen Liquidität entzogen. Weitere Fluchtmöglichkeiten eröffnen sich durch den Transfer ins Ausland und nicht zuletzt durch die Anlage in Objekten der Spekulation.

So entstanden - und entstehen weiterhin - riesige, aufgehäufte Ansprüche des Geldvermögens auf Geld, dem am Gütermarkt kein Äquivalent gegenübersteht. Dieses "Fehlen" der Güter und Leistungen resultiert nun aber nicht aus der Faulheit der Beschäftigten oder daraus, dass der Staat und der Kleine Mann über ihre Verhältnisse gelebt hätten.

Das Fehlen der Güter hat seine Ursache darin, dass ein Großteil der Vermögen eben nicht aus produktiver Leistung, sondern aus weitestgehend leistungsfreien Einkommensquellen wie Zins, Pacht, Raub, Betrug, Erpressung, Wucher, überhöhten Gewinnen, zu niedrigen Löhnen und überhaupt aus der Nutzung jeglicher Chance entstanden sind, am äußersten Rande und auch außerhalb der Legalität Profite zu machen.

Die Eigentümer dieser Vermögen sind in der Lage, durch spekulative Aktionen erhebliche Störungen im wirtschaftlichen Gleichgewicht auszulösen. Sie können die Geldversorgung ganzer Volkswirtschaften beinahe nach Belieben regeln, ohne von den desaströsen Folgen für Volkswirtschaft und Bevölkerung in ihrer Lebensführung auch nur im Geringsten tangiert zu sein.

Die übervollen Stauseen des Geldvermögens, deren Eigentümer längst aufgehört haben, die bedarfsgerechte Bewässerung der fruchtbaren Niederungen sicherzustellen, sondern stattdessen aus spekulativem Kalkül abwechselnd Dürrekatastrophen und verheerende Überflutungen heraufbeschwören, dürfen nicht länger unkontrolliert als Mittel der maßlosen Bereicherung einiger Weniger verwendet werden.

Es wird Zeit, dass auch hier dem Grundgesetz wieder Beachtung geschenkt wird, das in Artikel 14 bestimmt:

(1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.

(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

(3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, ...

Mit einer spürbaren Besteuerung der höchsten Vermögen, mit der Wiedereinführung von Devisenkontrollen und mit dem Instrument der (nach der Höhe gestaffelten) Transaktionsabgaben, können Mittel freigesetzt werden, die dringend gebraucht werden, um die Geldversorgung in den Warenmärkten bedarfsgerecht sicherzustellen, während gleichzeitig das Gefahrenpotential der "Horte" gebändigt wird.

Silvio Gesell hat seine richtungsweisenden und von mir hoch geachteten Gedanken auf der Basis eines heute nicht mehr existenten Geldkonzeptes entwickelt. Helmut Creutz', dessen Arbeiten über das Geld einen unersetzlichen Wissenschatz bergen, beharrt auf einer strikten logischen Trennung zwischen Notenbankgeld und Bankengeld, die aus den Ideen Gesells herrührt. Doch vom Notenbankgeld unserer Tage ist keine Rettung zu erwarten. Es hat seine besondere Qualität verloren und ist - trotz seiner körperlichen Existenz - im Grunde ebenso ohne eigenen Wert, wie die Ziffern auf einem Kontoauszug. Eine Banknote ist im Prinzip nichts anderes, als ein umlauffähiger Kontoauszug in genormter Stückelung.

Zu Gesells Zeiten war die Banknote immer noch ein realer Anspruch auf Edelmetall und hatte von daher tatsächlich einen völlig anderen Stellenwert im Geldsystem, als heute - sie war nämlich einzig und allein in der Lage, Schulden zu tilgen.

Schulden wirklich tilgen, ohne dafür neue Schulden in die Welt setzen zu müssen, ist aber heute nur möglich, wenn man frisches, völlig unbelastetes Geld als "Geschenk" in den Kreislauf einspeist.

So wie früher, als jedes kleinste Nugget, das aus dem Sand goldführender Bäche gewaschen wurde, in der Lage war, eine Schuld - und den mit ihr verbundenen Zinsanspruch - definitiv und endgültig aus der Welt zu schaffen.



Siehe dazu auch Grundlagen 7, Die Lösung