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Ich bin bei 1&1 gehostet - und eigentlich recht zufrieden damit ...

1&1 DSL

Warum da nicht mal ein
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Paukenschlag am Donnerstag aktuell:

 
Fronleichnamsthema:
Steuersenkung

und auch mit Bitdefender habe ich seit vielen Jahren die besten Erfahrungen ...
 
 
 
 
 
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     Egon W. Kreutzer, Portrait

     

     

    Egon W. Kreutzer

    Autor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

    Kritik

    muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

    Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

    Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.

     


    Was war das denn?

    egon-w-kreutzer.de
    mit Piano?

    Nun, so klingt Harry Kulzer


    - über zwanzig Jahre nach Pogo in Togo -

    heute.

    Mehr von diesem Sound bei

    Table for two
     
    Harry Kulzer
     
    Wolfgang Opitz
    Thomas Froschmaier

    Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf. (Johann Wolfgang von Goethe)

    22. Juni 2011

    16.20 Uhr Fronleichnamsthema: Steuersenkung 

    Die FDP ist in dieser Woche wieder einmal bei Markenkern und Daseinszweck angekommen - und fordert Steuersenkungen.

    Das fand ich - nach so viel Griechenland und Euro - als Thema für ein erholsames kleines innerdeutsches Intermezzo, grad recht zum Feiertag, den ich in Bayern -
    mit Prozession vor der Haustür - alle Jahre wieder staunend hautnah miterleben darf.

    Kein Wunder, dass dann ein paar Sätze auch Bezug zum Fronleichnam haben.

    Aber lesen Sie selbst:


    21. Juni 2011

    09.40 Uhr Die armen privaten Gläubiger

    Heute erreichte mich eine E-Mail, in der mir ein recht aufgeklärter Mitbürger
    mitteilte:

    Sehr geehrter H.Kreutzer.

    die Forderung der Bänker (eher der Versicherungsgesellschaften) nach
    "Staatsgarantien" zur Anhebung der Bonität (=des Ratings) für die
    freiwillige Beteiligung hat auch den Grund der EK-Anforderung bzw.
    gesetzlichen Vorgaben bei den Vers.gesellschaften. (...)
    Die Banken wollen keinen EK-Anteil ausweisen müssen. Bei den GR-Anleihen ist der von 0 auf 12% des Nennwerts gestiegen (...).

    Versicherungsgesellschaften und (z.B. "Riester"-)fonds dürfen sich gar
    nicht beteiligen. Nach meinen Informationen dürfen die nach dem
    Gesetz nur Papiere kaufen, die ein Mindestrating aufweisen, das die
    GR-Anleihen nicht erfüllen.
    Die gesetzliche Forderung des Mindestratings verbietet die Beteiligung
    (Rating bzw. Bonität zu gering).

    Das Herabsetzen des Ratings hat in den letzten Jahren dazu geführt, das
    die Versicherungsgesellschaften die Dinger abstoßen mussten (gesetzliche Vorschrift). Neben diesem Grund ist natürlich auch die Risikoscheue vorhanden usw.. (...)

    mfg A. G.

    Nun packt mich üblicherweise nicht gleich das Mitleid, wenn jemand klagt, die Überregulierung der Banken sei Schuld an der Misere, aber in diesem speziellen Fall, hat der Mann ja Recht - allerdings nur, wenn man den Horizont ein Stück weit hinter dem eigenen Tellerrand sucht.

    Das hat mich zu der Antwort bewegt, die m.E. auch von allgemeinem Interesse sein könnte:

    Sehr geehrter Herr G.,

    vielen Dank für Ihre Darstellung der "Vorschriftenlage" innerhalb derer die Banken "legal" Liquidität produzieren dürfen.
    Nun habe ich seit einiger Zeit angefangen, Banken, Bankaktionäre und Einleger nicht mehr als unabhängig voneinander agierende Akteure zu betrachten, sondern einmal alles in einen Topf zu werfen und ein einheitliches (und das ist mehr als nur ein gemeinsames) Interesse zu unterstellen.

    Da fällt dann plötzlich auf, dass auch die verschärften Eigenkapitalvorschriften und die veränderten Bonitätsregeln wie sie mit Basel II Gültigkeit erlangten, letztlich nur einem Zweck dienten, nämlich die Kreditbeschaffung und vor allem die Kreditgewährung (unter Berufung auf eine angeblich außerhalb des Einflussbereichs der Banken existierende, übergeordnete Instanz) soweit zurückschrauben zu können, dass den Schuldnern die Luft ausgeht.

    Dies ist ein Teil der Voraussetzungen für die Krise der PIIGS-Staaten und die wiederum, und nur die, bietet die Gelegenheit "Privatisierung" zu erzwingen und die längst hyperinflationierten, aufgrund der Kreditklemme aber nicht inflationswirksamen Geldvermögen endlich in Sachwerte einzutauschen.

    Vor diesem Szenario sind Überlegungen bezüglich "freiwilliger Beteiligung" privater Gläubiger nur noch lächerlich, und alle Begründungen, warum diese Beteiligung "soooo schwierig" sei, sind auch nur wohlfeile Ausreden.

    Mit besten Grüßen
    Egon W. Kreutzer


    20. Juni 2011

    15.14 Uhr Es wird immer schöner - wer hält hier eigentlich wen für wie blöd?

    Die privaten Gläubiger, die sich freiwillig - irgendwie - an irgendeiner Aktion beteiligen sollen, damit Schäuble und Merkel das Gesicht wahren können, wollen ihre Beteiligung nun davon abhängig machen, dass man ihnen dafür "Anreize" gibt. Der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands, Michael Kemmer , meint, man brauche dafür "eine bessere Bonität der Papiere durch "gewisse Sicherheiten" wie z.B. Staatsgarantien.

    Glaubt da jetzt der Bankenverband, die Politik sei zu blöde, um zu erkennen, dass sie damit doch wieder alleine im Obligo stünde?

    Glaubt die Politik, die privaten Gläubiger seien zu blöde, um zu erkennen, dass alles Gerede um eine freiwillige Beteiligung solange nur wirkungsloses Gerede bleibt, wie man wild entschlossen bleibt, Griechenland im Euro zu halten?

    Glauben vielleicht beide, die Bürger seien viel zu blöd, um zu erkennen, dass da in völliger Einigkeit eine Schmierenkomödie inszeniert wird, die kein anderes Ziel hat, als von den eigentlichen Hintergründen und Absichten und von den Räubern der billionenschweren Beute abzulenken?

     

    10.55 Uhr Athen sollte spätestens jetzt beginnen, "Neue Drachmen" zu drucken

    Die Erklärung, alle Euro-Guthaben griechischer Staatsbürger innerhalb einer einwöchigen Entscheidungsfrist auf Wunsch im Verhältnsi 1:1 auf Neue Drachmen umzustellen, der offizielle und entschädigungslose Austritt aus dem Euro, verbunden mit dem Angebot an In- und Ausländische Gläubiger, alle fälligen Ansprüche ab sofort - und ausschließlich - in Neuen Drachmen zu befriedigen, die Auszahlung eines Kopfgeldes von 1.000 Neuen Drachmen an alle griechischen Staatsbürger, die Rücknahme aller Steuererhöhungen und Leistungskürzungen,

    das wäre die einzig richtige Antwort einer auf das Wohl der eigenen Bevölkerung bedachten griechischen Regierung auf das fortdauernde Herumgeeiere der ausschließlich auf eigenen nationalen Vorteil bedachten EU-Bruderstaaten.

    Die Idee Europa ist in einer Kommissars-Diktatur untergegangen, es gilt das Recht des Stärkeren, da sollte man sich als Schwächerer mit einer neuen Währung in eine neue Souveränität davonmachen dürfen. Es gibt auf dieser Welt vermutlich mindestens 100 Länder, die wirtschaftlich schlechter dastehen als Griechenland. Da spricht aber niemand von Chaos, Staatsbankrott, Rettungspaketen und Kaputtsparauflagen - die dürfen einfach so sein, wie sie sind.

    Da fragt man sich schon, wer da eigentlich welches Interesse woran hat.


     19. Juni 2011

    Das Bild vom Sonntag


    18. Juni 2011

    12.00 Uhr Freiwilliger Blödsinn

    Ja, die privaten Gläubiger werden irgendwie an der Rettung von irgendwas beteiligt, nein, nicht verpflichtend, nur freiwillig, denn

    So Frau Merkel, amtierender Bundeskanzler dieser unserer Republik:

    Dafür gibt es noch keine
    gesetzliche Grundlage.

    Größeren Blödsinn habe ich selten gehört.

    Es braucht keine gesetzliche Grundlage. Man muss nur aufhören, den Steuerzahler vorzuschicken, dann sind die privaten Gläubiger - die sich stets rühmen, ihr Gewinn sei der Lohn für ihr Risiko - von ganz alleine beteiligt, und zwar mit jedem einzelnen Euro, den sie im Währungscasino gesetzt haben.

    Außerdem, und jetzt wird es Blödsinn zum Quadrat: Niemand rettet hier irgendwelche Länder, niemand rettet irgendeine Währung, es werden ausschließlich die Vermögen der privaten Gläubiger gerettet, indem man zugrundegerichtete und nicht mehr leistungsfähige Schuldner durch neue, noch einigermaßen zahlungskräftige ersetzt.

    Deutschland und seine Mehrwert- und Lohnsteuer zahlenden Bürger werden in die Pflicht genommen, den privaten Gläubigern für das aufzukommen, was die Griechen nicht mehr aufbrigen können.

    Alle Rettung, die im Gespräch ist, ist Rettung der privaten Gläubiger, und sonst nichts, und wenn man denen nun erlaubt, ganz ohne gesetzliche Grundlage, sich an ihrer eigenen Rettung durch die freiwillige Aufgabe eigener Ansprüche zu beteiligen, dann ist das ungefähr so intelligent, wie die Idee, bei einem Heißluftballon den Brenner (Rettungspakete) auf Hochtouren laufen zu lassen und gleichzeitig dem Ballonführer zu gestatten, freiwillig den Parachute, das Schnellablassventil des Heißluftballons (Selbstbeteiligung), zu öffnen.

    Der wird sich fassungslos an den Kopf greifen ...

    Also: Unterschreiben Sie bei Prof. Hankel, gleich im nächsten Beitrag verlinkt ...

     

    09.25 Uhr Prof. Hankel bittet um Unterstützer-Unterschriften

    ... und es gibt jeden Grund, ihm diese zu geben. Meine hat er.

    Machen Sie mit!

     


    17. Juni 2011

    11.55 Uhr Sarkozy und Merkel retten die Welt

    Na ja, nicht ganz, nur den Euro, aber was die RP-Online dazu schreibt, das klingt so gigantisch, dass man darüber vergessen könnte, dass das eigentliche Problem nicht in den beabsichtigten Manipulation an der Gemeinschaftswährung liegt, sondern in den unvereinbaren Standpunkten und Absichten.

    Erinnert sich noch jemand daran, dass der Staat der Zentralbank nichts dreinzureden habe, dass die Bundesbank einmal unabhängig war? Graust denen, die den Euro jetzt zum Gegenstand internationaler, weit über Europa hinausreichender "Verhandlungen" machen, nicht davor, sich im Gezerre um das Fell des noch gar nicht erlegten Bären als Treiber missbrauchen zu lassen, die mit lautem Getöse, mit Rasseln und Gekreische die Beute auf die im Unterholz der internationalen Finanzwirtschaft lauernde Jagdgesellschaft zutreiben?

    Der Euro ist nicht zu retten. Der Euro ist unkaputtbar.

    Der Euro hat einen einigermaßen stabilen Binnenwert, der durch immer neue Finanzspritzen aus der Geldschöpfungsmaschine EZB nur inflationär beschädigt werden kann.

    Der Außenwert des Euro ist für einen Teil der Euro Länder zu hoch, für einen anderen Teil der Euro Länder zu niedrig. Das teilt die Bürger der Euro-Zone in zwei Sorten Verlierer (diejenigen, die sich für ihre Importe verschulden müssen und diejenigen, die für ihre Exporte nicht angemessen entlohnt werden) und in zwei Sorten Gewinner, nämlich diejenigen, die von den Zinszahlungen der Schuldner-Länder leben und diejenigen, die vom Lohnverzicht ihrer Belegschaften leben.

    Solange die Gewinner noch starke Lobbyisten haben, wie z.B. Herrn Juncker, der jetzt schon wieder auf schnellstmögliche Hilfe drängt und eine Beteiligung der Gläubiger nur auf freiwilliger Basis dulden will,

    und solange die Verlierer sich gegenseitig für die Schuldigen halten (die Hetze Griechen gegen Deutsche, Deutsche gegen Griechen läuft ja schon auf Hochtouren),

    solange werden die Verlierer weiter verlieren, aber nicht nur ihr Geld,

    sie verlieren ihre Häuser, ihre Straßen und Autobahnen, ihre Schulen und Universitäten, ihre Krankenhäuser und Pflegeheime, ihre Wasser- und Energieversorgung, kurz: Alles was noch im Gemeinschaftseigentum, im Staats- im Volkseigentum vorhanden ist, wird ihnen wegprivatisiert, um sie mit allem Lebenswichtigen erpressen und ausbluten lassen zu können,

    und sie verlieren endgültig die Souveränität ihrer Staaten,
    werden zu Hampelmännern der sie regierenden Hampelmänner

    10.11 Uhr Internetverfügbarkeit 

    Kleine Notiz in eigener Sache:

    Sehr häufig erhalte ich von den Besuchern meiner Seite Hinweise auf Videos und Internetradio/Fernseh-Sendungen, die ich mir doch bitte, vielleicht, unbedingt ansehen möge.

    Dummerweise wohne ich aber nicht in den Marken - zwischen Pergola und San Marcello in Italien, wo selbst beim Frisör wie selbstverständlich ein schneller Internetanschluss zur Verfügung steht, sondern im schönen Bayern, wo angeblich Laptop und Lederhose zu Hause sind, aber DSL nur mit 384 Kbit/sec download (upload nur 128) zur Verfügung steht, was schon quasi manueller Datentransfer ist.

    Um mir ein Video anzusehen, muss ich alle meine sonstigen Internetaktivitäten unterbrechen, den Dowload starten ohne den Film schon anzusehen, warten bis der Download fertig ist, und das dauert ungefähr drei- bis fünfmal so lange, wie dann das Abspielen ...

    Es ist ein Graus - und weil das Fernmeldewesen in Deutschland so konkurrenzlos privatisiert ist, dass letztlich doch immer noch der eine Monopolist Telekom bestimmt, wo es sich lohnt, schnelle Breitbandverbindungen anzubieten, wird das wohl auch so bleiben.

    So freue ich mich über jede E-Mail (solange keine Dateien über 1 MB Größe angehängt sind) und über jeden Besucher auf allen meinenunseren Seiten, der sich vom 1&1 Server mit hoher Bitrate an meinen Inhalten bedient, und bitte um Entschuldigung, dass ich nicht jedem Video-Link nachgehen kann, der bei mir ankommt.


    16. Juni 2011

    16.45 Uhr Neues von Dr. Petschow

    Dr. Dieter Petschow, vielen Besuchern meiner Seiten längst bekannt, hat seine Berechnungen und Auswertungen wieder einmal fortgeschrieben (fortschreiben = althochdeutsch für updaten), und hält damit jenen Heuchlern, die uns das Sparen verordnen, weil die Welt sonst zusammenbricht, erneut unbarmherzig den Spiegel vor, indem er nachweist, wie aus der Arbeit vieler auch weiterhin das Vermögen weniger wird.

    und weil ich den Newsletterempfängern mit dem Hinweis auf Dr. Petschow auch ein paar Buchempfehlungen mitgegeben habe, erlaube ich mir, diese auch hier zu wiederholen.
     
    Frühling. Frühlingsgefühle.
    Eine neue Liebe?
    Im EWK-Verlag gibt es nicht nur trockene Fachliteratur.
    Packen Sie für den nächsten Kurz- oder Langurlaub doch einfach mal einen schönen Roman in den Koffer und träumen Sie mit unseren Autoren einen kleinen, zauberhaften Liebestraum.
     
     
     
    den, zum Beispiel:

    Die Zufallsbekanntschaft am Bahnsteig in Bari, einen Tag lang zwischen Gleisen und Zügen nichts als glücklich sein, sich begegnet zu sein.

    Eine reizende literarische Miniatur, schön geschrieben, zwischen zwei festen Buchdeckeln für Sie zum Lesen bereit

    David Dejori, Bari - Gleis 4, ISBN 978-3-938175-57-6, Hardcover, gebundener Ladenpreis 14,80 €
     
     

    innerhalb Deutschlands versandkostenfrei
     
     

    oder den hier:

    ein etwas verrückter "Heiliger" und eine mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehende Lehrerin treffen sich - zufällig und mit getrübter Erinnerung - in ihrem Bett.
    Es war nichts, doch es entwickelt sich etwas.

    Widersprüche ziehen sich an - aber wie weit kann man solche Gegensätze, wie sie hier aufeinanderprallen wirklich ausleben? Wie weit vertragen sich tief empfundene und zeitgemäß gelebte Religiosität mit den Vorstellungen unserer aufgeklärten Welt?
    Rainer Buck, 44 Tage mit Paul, ISBN 978-3-938175-63-7, Taschenbuch, geb. Ladenpreis 10,95 €

    innerhalb Deutschlands versandkostenfrei

     
    Oder diesen Traum von rosarot und weiß:
    Marion Bialloblotzky schreibt einfühlsam und mit leiser Wehmut die Geschichte einer versäumten Liebe.
    Und weil es autobiografisch ist, ist es so nah, so eindringlich, so wahr.

    Dass dieses Buch zugleich ein Reisebericht ist, der Vietnam so erleben lässt,wie man es nur erleben kann, wenn die Liebe einen Reiseführer sendet, hebt es besonders heraus.

    Wir haben dem Rechnung getragen, indem wir es als Hardcover-Ganzleinen-Edition mit Schutzumschlag neu herausgebracht haben ...
    Marion Bialloblotzky, Mein friedliches Vietnam, ISBN 978-3-938175-64-4, geb. Ladenpreis 19,80 €

    innerhalb Deutschlands versandkostenfrei
     

     
    oder diesen:

    eine Lebensbeichte und ein Kriminalroman, eine Liebeserklärung an das Leben und an die Frau seines Lebens,

    wie wertvoll sie ihm ist, erkennt er erst, als Erpresser sie verschleppen und Lösegeld fordern, und während sich in der Außenwelt die Ereignisse überschlagen, lebt im Herzen die Liebe neu auf ...
     
     

    Manfred J. Schmitz, Wer weiß schon, wie tief der Fluss unter der Brücke ist,
    ISBN 978-3-038175-54-5, Taschenbuch, 14,80 €

    innerhalb Deutschlands versandkostenfrei
     
     
    Gönnen Sie sich ruhig wieder einmal ein kleines Schwelgen in Liebesgefühlen.
    Das kann sogar harten Männern gut tun - und wir verratens nicht weiter ...
    Bestellen können Sie gleich hier im Shop,und natürlich sollten Sie vorher die AGB lesen, auf die dort verlinkt ist

    zum Shop

     

    08.55 Uhr .... noch eine sonderbare Meinung 

    Während in Griechenland die Wogen bis zum Bürgerkrieg hochschlagen, wird uns eine sonderbare Botschaft gepredigt, es heißt: "Die Griechen lehnen das Sparpaket ab, weil wieder nur die Armen belastet werden, während die Reichen ungeschoren davonkommen."

    Das klingt zunächst einmal so, als gäbe es da ein Einverständnis mit dem griechischen Volk, es klingt aber noch mehr so, als sei bei uns die Verteilung der Lasten zwischen den Reichen und den Armen um so viel besser, dass unsere Einflüsterer gar nicht fürchten müssen, dieses Argument könne eines Tages auf unsere Reichen zurückfallen.

    Dabei ist die Soziale Marktwirtschaft längst abgeschafft, in Deutschland. Dabei ist unser aller, seit mehr als zwei Jahrzehnten währender, sich immer mehr verschärfender Sparkurs, einzig zu Lasten der Schwachen und Armen, und die bereits vollzogene Privatisierung weiter Teile der einst öffentlichen Infrastruktur womöglich bereits weiter fortgeschritten als in Griechenland. Von einem höheren Niveau aus, wurden wir nach unten geprügelt, sind absolut vielleicht noch nicht ganz da, wo die Griechen sind, haben aber schon - in höherem Tempo, mit größerer Härte und ganz ohne nennenswerten Widerstand - mehr als zwei Drittel der Wegstrecke in den Bonzenfeudalismus zurückgelegt, während die Griechen mit tränenden Augen erst am Abgrund stehen, in den sie nun - mit vorgehaltener "Rettungspistole" - zu springen gezwungen werden, damit sie uns bald einholen, im freien Fall, damit man ihnen alles abnehmen kann, was als Sachwert zur Plünderung freigegeben ist ...

    Und was sagt man den Griechen, wenn sie aufheulen, zornig die Faust erheben:

    Man sagt ihnen:

    • Ihr seid doch selbst schuld. Hättet ihr eure Reichen nur etwas mehr besteuert, gäbe es das ganze Problem doch gar nicht.
    • Hättet ihr nur früher zu sparen begonnen, gäbe es das ganze Problem doch gar nicht.
    • Hättet ihr rechtzeitig die Akropolis, Stein für Stein, nach Disneyland verschiffen lassen, gäbe es das ganze Problem doch gar nicht.

    Man sagt ihnen weißgott und ohne rot zu werden, man könne sich Wachstum und Wohlstand herbeisparen, und man weiß genau, dass diese Lüge funktioniert, denn man hat es ja schon durchexerziert, hier in Deutschland, bei den bravsten aller Europäer, die sich auch nach wilden Wasserwerferexzessen und einer exzellenten Schlichtungsshow und nach einer wunderbar gewonnenen Wahl von einem Gruberich aufs Neue wie die Tanzbären vorführen lassen, ohne erkennbare Neigung, diesen vermaledeiten Torereo und seine Helfer auf die Hörner zu nehmen und aus der Arena zu verjagen.

    Es ist egal, ob reiche Griechen mit zur Kasse gebeten werden, es ist völlig egal. Die Feinde der Griechen sind nicht ihre reicheren oder reichen Landsleute, die wahren Feinde der Griechen nennen sich "die Märkte" und sind in ihrer Gier durch nichts zu übertreffen - und die drei, vier Figuren mit griechischem Pass, die man vielleicht mit zu "den Märkten" zählen kann, sind eben nur noch Figuren mit griechischem Pass, Figuren, denen niemals ein

    "Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest uns hier liegen gesehen, wie das Gesetz es befahl",

    in den Sinn kommen würde.

    Die Schlusspassage aus dem unten verlinkten Aufsatz "Wachstum herbeisparen" für alle die nicht genug Zeit finden, alles zu lesen:

    Was fehlt, ist der Mut, das Problem beim Namen zu nennen und es mit angemessenen Mitteln zu lösen.

    Das Problem ist der Kapitalismus und die von ihm perfektionierte Erpressung durch Geldhortung und Geldzurückhaltung.

    • Es gibt unendlich viel sinnvolle Arbeit auf der Welt, die zum Nutzen aller Menschen getan werden sollte.
    • Es gibt viele Millionen von klugen, tüchtigen und arbeitswilligen Menschen, die diese Arbeit tun könnten, die aber arbeitslos oder unterbeschäftigt sind.
    • Es gibt Nahrung genug auf der Welt, um alle 6 Milliarden Menschen satt zu bekommen und trotzdem verhungern täglich mehr als zwanzigtausend, die meisten vor gutgefüllten Läden.
    • Um Arbeit und Arbeitswillige, Nahrungsmittel und Hungernde zusammenzubringen fehlt es in den meisten Fällen nur an den bunt bedruckten Papierfetzen, die wir Geld nennen und deren Herstellung sich selbst bezahlt.
    • Vielleicht fehlt es auch an der Phantasie, geeignete Wege zur Inverkehrbringung dieses Geldes auszudenken und durchzusetzen, die ein möglichst langes, zinsfreies Verweilen im Geldkreislauf sichern.

    Doch mit etwas Mut, ist alles leicht ins Werk gesetzt.

    Daran stirbt der Kapitalismus.

    Langsam zwar, aber sicher, und in fünfzig oder hundert Jahren wird man Mühe haben, den Schülern zu vermitteln, daß es tatsächlich einmal Menschen gab, die glaubten, Geld könne sich aus sich heraus vermehren.


    15. Juni 2011

    12.49 Uhr Megatrend Fachkräftemangel 

    Die Geschichten, die man uns so erzählt, um uns ruhig zu halten, und vor allem, damit wir, das Volk, die Schuld für unsere Misere bei uns selbst suchen, müssen in sich stimmig sein.

    Um diese Stimmigkeit herzustellen, braucht es die große Hintergrundgeschichte, die alle Widersprüche auflöst, wenn man nur glaubt. So wie sich dem braven Gläubigen und seiner treuen Ehefrau die Gerechtigkeit der Welt erschließt, wenn sie der großen Geschichte glauben, die ihnen dereinst im Himmel ein Paradies verheißt, während alle, die auf Erden auf ihre Kosten des Wohllebens frönten, in der Hölle werden schmoren müssen, so bescheidet sich das Volk mit Hartz IV, mit viel offener und noch mehr verdeckter Massenarbeitslosigkeit und mit der Rente mit 67, mit 69, wenn man ihm nur erklärt, es könnte ihm, dem Volk ja viel besser gehen, wenn es, das Volk, nicht zu blöd und zu faul und zu unbeweglich wäre, um die vielen, vielen, wunderbaren Jobs ausfüllen zu können, die von den wohlwollendsten Arbeitgebern verzweifelt angeboten werden.

    Da ist sie wieder, die geteilte, teilende, urteilende Sicht auf das, was einmal Volks- und Soziale Marktwirtschaft hieß.

    Das Kapital, die Unternehmerschaft, die Quartalsbilanzbesessenen, die beim Gedanken daran, Lehrlinge auszubilden (Auszubildende muss man heute sagen) die Krätze kriegen, die beim Gedanken, einen hochqualifizierten Mitarbeiter nach der Einstellung auch noch vier Wochen mit den eigenen, innerbetrieblichen Belangen vertraut zu machen, an den Verlust denken, der ihnen durch diese unproduktive Anlernzeit entsteht, die sich den Facharbeiter, der genau den Job ausfüllt, den sie zu bieten haben, am liebsten beim Menscheneinzelhändler nach Spezifikation konfigurieren ließen, wie man einen PC konfigurieren lässt, die jammern nun, es melde sich niemand auf ihre Stellenangebote?

    Dann waren es wohl auch jene von vornherein klare Verhältnisse schaffenden Stellenangebote, wie sie den Personalschefs von Verbänden und Beratern derzeit empfohlen werden. Bloß nichts anbieten, nichts versprechen, nur fordern, so bekommt ihr die Hungrigsten, die Willigsten, die Billigsten, und übers Gehalt spricht man nach der Probezeit, nach dem Schnupper-Praktikum, nicht davor ...

    Die schöne, große Geschichte vom Fachkräftemangel lässt sich ohne Mühe inszenieren. Was kostet es schon, zu behaupten, man suche dringend Mitarbeiter, finde aber keinen ...

    Nichts. Das kann jeder so oft und so lange er will behaupten. So wie auch jeder behaupten kann, er beabsichtige neue Stellen zu schaffen, das alles kostet nichts, aber es wirkt.

    Es wirkt so, dass sich die Fachkräfte allmählich wirklich blöd und fehl- und un- und überqualifiziert vorkommen, es wirkt so, dass das Selbstvertrauen der gesamten Bevölkerung niedergedrückt wird, es ist so einfach, und es wirkt so, dass die, die einen Job haben, und sich für die letzten Fachkräfte halten, und daher glauben, sie müssten sich ausbeuten lassen, weil der Chef ja sucht, aber niemanden findet, dass diejenigen dann auf diejenigen, die gleich qualifiziert draußen stehen, einen Zorn entwickeln, weil die so blöd und faul und geldgierig sind, dass sie sich zu schade sind, den gleichen Job zu machen,

    ja, so geht das mit der großen, verlogenen Hintergrundstory vom Fachkräftemangel.

    Klappen wir dieses Märchenbuch zu.

    Werfen wir einen Blick auf die Realität:

    Unternehmer, die einen Gewinn wittern, und für die Realisierung dieses Gewinns Mitarbeiter brauchen, die finden die Mitarbeiter, die sie brauchen.
    (Zumal die Personalkosten heutzutage eher zu den marginalen Kostenblöcken gehören - wenn also ein Geschäft finanziert werden kann, dann hängt es nie davon ab, ob man die Fachkraft nun nach Tarif oder drüber, oder drunter bezahlt ... )

    Und es macht ihnen gar nichts aus, diese Mitarbeiter schnellstmöglich und unter besten Bedingungen fit zu machen, für den Job, der dem Unternehmer einen Gewinn verspricht.

    Das ist die wahre Geschichte.

    Alles andere ist wohlfeiler Kokolores.


    14. Juni 2011

    17.17 Uhr Guten Morgen, liebe Bundesbank

    Mehr als ein Jahr nachdem die Hatz auf Griechenland eröffnet wurde, ist es nun auch der Bundesbank aufgegangen:

    .... eine Pleite Griechenlands wäre für den Euro verkraftbar.

    „Der Euro würde auch diese, keinesfalls wünschenswerte Belastungsprobe überstehen“, so Bundesbankpräsident Weidmann.

     

    Und da höre ich sie doch alle noch einmal, die nicht müde wurden, den Gläubigern das Geld in den Rachen zu werfen, weil es "um den Euro" und "um unsere gemeinsame Währung" und "um unsere Währung" geht, und frage mich, warum die Bundesbank oder die EZB oder die versammelten EU-Finanzminister nicht früher auf diese Idee gekommen sind - es hätte uns ganz erhebliche Lasten erspart.

     

    13.13 Uhr Zum Kotzen, dieser Tenor

    Laut "Süddeutscher Zeitung" stocken immer mehr Selbstständige ihre Einkünfte mit Hartz IV auf, aber

    • statt sich vor Entsetzen an den Kopf zu greifen,
    • statt aus dieser fatalen Entwicklung den Impuls für ein lautes, unüberhörbares politisches Signal zur Beendigung der wirtschafts-, sozial- und finanzpolitischen Irrfahrt der Republik zu beziehen,
    • wird ein weinerliches Gejammere um die Finanzierbarkeit des Sozialstaats daraus und der Verdacht gestreut, diese Selbstständigen wollten mit ihrer Aufstockerei Sozialbetrug begehen, monatlich zwei-, dreihundert Euro abstauben ...

    Da schreibt jemand, der von Hartz IV so weit weg ist, wie das Silberbesteck von der Pommes-Bude - und was herauskommt, kann eigentlich nur Blödsinn sein.

    Wer Hartz IV will, muss alles offenlegen, was er noch hat, muss sich der Sozialbürokratie in einem unerträglichen Maße unterwerfen, so dass es weißgott viele Selbstständige gibt, die sich lieber die faulenden Zähne aus dem Mund fallen lassen, statt sich in Hartz-IV zu begeben, um einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung zu erhalten, weil der längst nicht ausreichen würde, um die Prämie zu bezahlen, wodurch zwar eine Zahnbehandlung ermöglicht würde, zugleich aber der Schuldenberg weiter wüchse ...

    Wer als Selbstständiger freiwillig in die Rolle des Hartz-Sklaven schlüpft, der ist nicht derjenige, der den Staat betrügt, es ist derjenige, der den Staat entlastet, weil er wenigstens ein bisschen seines Einkommens noch selbst erarbeiten will,

    obwohl er mit geringerer Mühe, mit geringerem bürokratischen Argwohn und mit weniger böswilligen Verdächtigungen, Sozialschmarotzer zu sein, auch auf den vollen Hartz-IV-Satz kommen könnte.

    Das ist Drecks- und Kampagnenjournalismus,

    aus 100.000 Selbstständigen, die neben ihrem Einkommen aus der selbstständigen Arbeit noch Hartz-IV in Anspruch nehmen müssen, eine Gefahr für den Sozialstaat zusammenzuschreiben. Auch dann, wenn man sich dabei auf Überlegungen von Mitarbeitern der Bundesanstalt für Arbeit bezieht.

    Pfui!

     

    09.45 Uhr ... siebzehn kleine Negerlein

    Das Spiel nähert sich seinem ersten Höhepunkt, das erste kleine Negerlein wird aus der Euro-Zone hinausgekickt, Standard & Poors, ein im Grunde lächerliches kleines Privatunternehmen, mit einer großen, großen Glaskugel, in der hin und wieder sonderbare Erscheinungen zu beobachten sind, hat Griechenland den Todesstoß versetzt. Rating: CCC, das ist schon Sondermüll - und die Märkte, die S&P letztlich finanzieren, die Damen und Herren Märkte, von denen man uns sagt, sie seien schließlich die Hüter unserer Altersvorsorge (satanisches Gelächter folgt dem stets - den meisten jedoch unhörbar - auf dem Fuß), haben längst ihren Müll entsorgt, und die selbsternannten "Wahrungsretter" haben ihn nun in der Tasche.

    Die Spekulation gegen den Euro, die von den selbsternannten Währungsrettern zu einer Spekulation gegen die Bevölkerung Europas umgewandelt wurde, indem sie die Spekulanten eben nicht mit verbrannten Fingern und Totalverlust des Spielgeldes davonziehen ließen, sondern in kunstvoll gespielter Panik uns, den Europäern, und allen voran, uns den Deutschen, das Geld aus den Rippen leiern, das die Damen und Herren Märkte sich als Beute versprachen, als sie den Währungskrieg lostraten, diese Spekulation geht jetzt in die zweite Runde. Hatten jetzt noch sechzehn Negerlein für das kleinste, das siebzehnte einzustehen, sind es jetzt nur noch fünfzehn, von denen man das Lösegeld für das sechzehnte erpressen will, um dann so weiter zu machen,

    bis es am Ende heißt:

    Da warens nur noch eins.

    Es war vorherzusehen.

    Ein kleiner Absatz aus dem unten verlinkten Paukenschlag "Europhrenie" muss hier noch rein:

    Vierte Überlegung

    Sollte vielleicht beabsichtigt sein, die in Euro angelegten Geldvermögen zu retten?

    Nehmen wir an, eine kleine Gruppe von Großkapitalisten hielte einen Betrag von 2 Billionen Euro in Form von mittelmäßig bis schwach verzinsten Staatsanleihen einiger europäischer Staaten. Nehmen wir ferner an, diese Gruppe von Großkapitalisten wollte sich nach und nach, von Fälligkeitstermin zu Fälligkeitstermin, von diesen schwach verzinsten Anleihen trennen und das Geld, das ihnen von Fälligkeitstermin zu Fälligkeitstermin als Tilgung zusteht, nicht wieder neu an die gleichen Schuldner verleihen, so ist zu erwarten, dass die Schuldner freiwillig etwas höhere Zinsen anbieten, um sich dennoch wieder neu verschulden zu dürfen.

    Das hat jedoch eine fatale Rückwirkung auf die noch länger laufenden Anleihen, die weiterhin mit den niedrigen Zinsen versehen sind. Die fallen nämlich weltweit an den Finanzkasinos so weit im Kurs, bis sich zwischen dem Kurswert und dem nominalen Zins exakt das Verhältnis herstellt, wie es bei den neu emittierten, höherverzinslichen Anleihen der Fall ist.

    Eindeutige Folge: Mit der Forderung nach höheren Zinsen für einen kleinen Teil fälliger Anleihen haben die Gläubiger ihre übrigen Forderungen im Börsenhandel erst einmal abgewertet.

    Dass der Schuldner am Ende der Laufzeit den vollständigen Nennwert hinlegen muss, spielt dabei im Augenblick gar keine Rolle. Es sind Bewertungsverluste zu beklagen. Da Gier blind macht, wird - wegen der sinkenden Kurse - bei weiteren Krediten darauf gedrungen, noch höhere Zinsen zu vereinbaren. Das haut den Kurs der immer noch reichlich vorhandenen alten Papiere noch einmal kräftig in den Keller.

    ...und dann kommen die blauäugigen Jungs aus den Ratingagenturen daher, besehen sich die fallenden Kurse der Anleihen, sehen darin aber nicht die Gier der Gläubiger, sondern schwindende Bonität der Schuldner und stufen die Schuldner herab, was wiederum dazu führt, dass die Kurse der Anleihen noch weiter abstürzen.

    Eine Anleihe, auch eine griechische, auf Euro lautende Staatsanleihe, ist aber nicht die Währung Euro, sondern ein Schuldschein Griechenlands, mit dem versprochen wird, die Schuld zur Fälligkeit in Euro zu tilgen. Es ist für den Wert des Euro ganz und gar unerheblich, ob Griechenland bei Fälligkeit zahlen kann oder nicht, es geht nur um den Wert der griechischen Staatsanleihen.

    Mir scheint, das wird derzeit mit voller Absicht verwechselt!

    und Grundsätzliches über das Geld finden Sie in diesem ansprechenden Ambiente:
     
    Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre Band III - über das Geld


    13. Juni 2011
    12. Juni 2011

    Das BIlLD vom Sonntag

    als östlich von Unterbernbach gerade die Sonne aufgegangen war 


    11. Juni 2011

    12.65 Uhr Pfingstsamstag 

    <!--/->


    10. Juni 2011

    10.30 Uhr Die große Garanteuse 

    Unmögliches versprechen, das scheint die wahre Leidenschaft von Angela Merkel zu sein. Stellte sie sich in der großen Koalition noch gemeinsam mit Peer Steinbrück vor die Kameras, um - mit nichts in der Tasche als ihren vergleichsweise bescheidenen privaten, steuerfinanzierten Einkommen - zu garantieren, dass Billionen Euro der deutschen Anleger sicher seien,

    so garantiert sie nun gar persönlich dafür, dass es durch den Atomausstieg zu keinem Blackout kommen werde.

    Sie kann dafür nicht garantieren.

    Es ist ihr vollkommen unmöglich, einen Blackout zu verhindern, wenn sich denn die Konstellation ergeben sollte, in der er auftritt.

    Dass der Blackout äußerst unwahrscheinlich ist, das glaube ich auch, aber ich käme deswegen nicht auf die Idee, das zu garantieren.

    Aber es liest sich halt gut, in der BILD und in der BaMS, dass unsere freiheitsordengesegnete Frau Bundeskanzler in ihrer Allmacht auch den Stromnetzen befehlen kann, nicht zusammenzubrechen.

    Ob sie wohl bald heilig gesprochen wird?

    und wenn sich E.On, Vattenfall und RWE verschwören, und im Winter tatsächlich die Situation herstellen, die nach Laufzeitverlängerung schreit, wird sie dann ihren Job kündigen und nur noch Memoiren schreiben?
     
     


    9. Juni 2011

    13.47 Uhr Au weia, da war der Wolf heute aber wieder böse

    Es kommen ja immer wieder mal E-Mails, in denen steht, dass jemand meinen Newsletter nicht mehr bekommen will. Ist ja auch gut so. Meine Paukenschläge sind weder Zwangsimpfung noch Zugangsvoraussetzungen für irgendwas.

    Eine kleine Geschichte, ganz frisch:

    Eine VWL-Studentin, die in der Diskussion damit konfrontiert wird, welcher Käse da in ihren Lehrbüchern steht, findet die schlüssigste Antwort, die unser Verbildungswesen auf jeglichen Anstoß zu Kritik und eigenem Nachdenken zu bieten hat:

    "Aber Mama! Das muss ich für die Klausur wissen, sonst nichts."

    Die Zwänge kommen von woanders. Hier ist Freiheit. Unsere Freiheit, die Freiheit aller, die daran teilhaben wollen.

    Leider sind doch etliche längst nicht frei genug, um dabei bleiben zu können.

    Heute erlebe ich sehr eindeutig, dass man lieber meinen Newsletter kündigt, als sich's auch nur in Gedanken mit den Food-Baronen dieser Welt zu verscherzen. Dass man lieber der ZEIT glaubt, wenn die schreibt: Bio, also das Leben selbst, sei gefährlich, anstatt "his masters voice" auch nur einen Augenblick in Frage zu stellen.

    Es ist sehr, sehr aufschlussreich.

     

    und das freut mich dann natürlich umso mehr:

    Sehr geehrter Herr Kreutzer,

    da ich gerade las, dass einige Ihre Newsletter auf Grund Ihres
    Paukenschlages abbestellen, drehe zumindest ich hiermit den Spieß um und bestelle ihn.

    Mit freundlichen Grüßen

     

    10.45 Uhr Es gibt sie noch, die Paukenschläge

    Und diesmal wieder aus tiefer Empörung heraus, über ein dummes und bösartiges Gequatsche in einer sich selbst für so seriös haltenden Wochenzeitung, deren Überheblichkeit im Anspruch einem schon im Werbe-Slogan entgegenspringt:

    "Eine Nachricht alleine bedeutet gar nichts. Man braucht Autoren, die sie deuten können. Und eine Zeitung, die etwas zu sagen hat."

    Ich habe das uns inzwischen überall umgebende Phänomen der Verschiebung, Verzerrung, Verrückung - bis zu völligen "Verrücktheit" der so Berieselten - ein klein wenig weiter gefasst, bin aber schön kurz und bündig geblieben, so dass der vorpfingstliche Paukenschlag schnell aufgenommen werden kann.

    Eine erste Reaktion gibt es auch schon:

    Ich wartete schon die ganze Woche darauf, dass du zu diesem Thema was sagst.


    Es ist schlichtweg eine SAUEREI, dass das Thema in dieser Art diskutiert wird. Da sitzen sie in Berlin zusammen, um darüber zu diskutieren ...

    Da haben sie wieder ein Fressen gefunden, die lieben Nahrungsmittelindustrie-Konzerne.

    Nahrung? Etwas, das nährt?
    Lebensmittel? Etwas, das zum
    Leben gebraucht wird.

    Jetzt können sie weiter ihre totgequälte ultrahocherhitzte H-Milch hochloben und ihr pestizidverseuchtes Styropor-Gemüse als das anpreisen, das auf keinen Fall Durchfall mit Todesfolge nach sich zieht.

    In so einem Produkt würde sich ja weder ein Bakterium noch ein Virus
    drei Sekunden lang wohlfühlen – im Gegensatz zu den,
    langsam zum Deppen gemachten Zweibeinern,
    die immer noch als Mensch (homo sapiens) benannt werden.

     


    8. Juni 2011

    10.20 Uhr Angela Merkel und der US-Freiheitspreis

    Da hat unsere Angie also die USA befreit.

    Nee? Nee! Nich wirklich!

    Unsere Angie hat eine Medaille um den Hals bekommen, weil sie wieder einmal eine Ergebenheitsgeste gen Washington gemacht hat, eine Ergebenheitsgeste, mit der Deutschland wieder ein wenig fester eingebunden wurde, in die Reihen der Willigen.
    Da werden wir noch viele Söldner in BW-Uniform an US-Kriegsschauplätze entsenden dürfen, da werden wir noch viel Geld aufwenden dürfen, um den Orden zu verdienen, mit dem sich unsere Angie nun schmückt.

    Stell dir vor, es ist Ordensverleihung, und ein Neonazi sagt:

    Nun bin ich aber richtig stolz, ein Deutscher zu sein!

    Es sind, trotz aller Beteuerungen, nicht deutsche Interessen, die wir in Bündnistreue mit Geld und mit Blut zu bezahlen haben.

    Das könnte man sagen, und man könnte dazu sagen: Aber das Machtgefüge dieser Welt lässt uns keine andere Wahl. Das wäre ehrlich, aber schon das scheint zu riskant, und für eine Befreierin US-Amerikas auch gar nicht wahr, nicht einmal wahrscheinlich.

    Für welche Freiheit sich unsere nun usafreiheitsordentragende Angie nicht, oder zumindest nicht erkennbar einsetzt, das hat mich veranlasst, über "Unsere Freiheit" zu schreiben, die Frage zu stellen, wen wir eigentlich meinen, wenn wir "wir" sagen, und darauf Antworten zu geben, die an den Mauern rütteln, die unsere Freiheit nicht sichern, sondern einsperren.

    Unsere Freiheit - anklicken, um zur Leseprobe zu gelangen

    ... und so weise ich eben noch einmal darauf hin, dass man aus den Medienberichten über die jüngste Freiheitsordensverleihung in dem Land, dessen Möglichkeiten so unbegrenzt sind, dass selbst das möglich wurde, fast nichts über "Freiheit" erfährt. Hören sie mal rein, in die Fernsehkommentare, lesen Sie doch mal in den Zeitschriften, welche Freiheit es war, für deren Verteidigung unsere Angie den Orden erhielt - da werden Sie nichts finden.

    Gert Flegelskamp meinte heute: Voller Stolz nimmt sie die Medal of Freedom entgegen (Freiheitsmedaille = ihr seid frei, alles zu tun, was uns (den USA) nützt).


    Warum Herr Poost so eine sonderbare Form für seine Petition gewählt hat, und nicht den einzig wahren Weg über die e-Petition des Deutschen Bundestages, das wurde ich gestern mehrmals gefragt, Herr Poost hat das schlüssig beantwortet:

     Sehr geehrter Herr Kreutzer,

    vielen Dank für Ihre Unterstützung.

    Ich habe deswegen den Weg einer Unterschriftensammlung gewählt, weil es schon eine an den Bundestag gerichtete Petition gegeben hat. Es ist leider nicht möglich, eine Petition zu dem gleichen Thema erneut an den Bundestag zu richten.

    Zum anderen hat die Plattform openpetition.de gegenüber der Epetition den Vorteil, das ich nach Ablauf der Zeichnungsfrist an alle Unterzeichner über diese Plattform drei Emails mit weiteren Informationen senden kann. Ebenfalls erhalte ich die Postanschrift aller Unterzeichner, um diese über weitere Aktionen informieren zu können.

    Diese Möglichkeiten bestärken mich in der Hoffnung, langfristig doch etwas bewirken zu können. Zumal es noch genügen Themenbereiche für eine Unterschriftensammlung gibt. Quasi eine Untermenge von bundesweiten Volksentscheiden.

    So kommt im Laufe der Zeit sicherlich eine Interessante Anzahl von Interessierten zusammen.

    Die in Ihrem gestrigen Tageskommentar angesprochen Initiativen, wie omnibus.org und Mehr Demokratie e.V. sind mir bekannt. (...)

    Der von mir sehr geschätzte Hans-Herbert von Arnim ist im Kuratorium von Mehr Demokratie e.V. und vertritt den Standpunkt, dass bundesweite Volksentscheide nur mit einer Grundgesetzänderung eingeführt werden können.

    Da bin ich, wie auch zahlreiche Staatsrechtler, anderer Meinung. Aus meiner Sicht reicht ein von der Mehrheit der Abgeordneten im deutschen Bundestag verabschiedetes Ausführungsgesetz.

    Der Weg ist noch lang und sicherlich mühsam, aber es wird sich lohnen, ihn zu gehen.

    Mit besten Grüßen
    Michael Poost



    7. Juni 2011

    10.45 Uhr Was ich nicht weiß, weißt du

    Mit dem Aufruf, an der Unterschriftenaktion für bundesweite Volksabstimmungen teilzunehmen, kamen Hinweise auf ähnliche, vergleichbare Ansätze hier an. Das ist doch wunderschön. Die Medien, die die Lufthoheit über den Gedanken der Menschen wahren, wie die Nato, wenn sie wieder einmal eine Flugverbotszone einrichtet, verschweigen alle diese Bewegungen konsequent. Ein Grund mehr - mehr über all das zu berichten, was da von einzelnen und kleinen Gruppen trotzdem oder gerade deswegen - mit viel Engagement und Energie angeschoben wird.

    und da kommen dann nur knapp 4.000 Unterschriften zusammen?
    Mensch! Jeder unterschreibt bei jedem mit, dann wird aus dem Zweig ein Ast, der etwas zu tragen vermag!

    08.40 Uhr Mehr Freiheit, mehr Demokratie 

    Auf meine gestrigen Gedanken zu Portugal, Griechenland, Kirchentag und den über allem regierenden Kapitalinteressen hin erhielt ich die folgende, hier leicht gekürzt wiedergegebene E-Mail:

    Sehr geehrter Herr Kreutzer,

    mit Ihrem heutigen Tageskommentar schreiben Sie mir aus der Seele.

    Dass die Arbeitnehmer in Deutschland die Exporterlöse der Konzerne
    bezahlen (absichern), indem diese für die zahlreichen Rettungspakete
    und Rettungsschirme für die Schwachländer bürgen, war ebenfalls schon Teil eines Ihrer Tageskommentare. Und damit gehen diese Erlöse an die Quandts und Klattens und andere.

    Dabei ist dies erst ein kleiner Abschnitt der Wirkungszusammenhänge. Seit einigen Monaten versuche ich, wann immer das Gespräch im
    Freundes- und/oder Bekanntenkreis auf Rettungspakete etc. kommt, auf diese Tatsache erklärend hinzuweisen. Regelmäßig blicke ich dann in erstaunte Gesichter und bin bei einigen schon als
    "Verschwörungstheoretiker" abgestempelt.

    Meiner Meinung nach hat unser Bildungssystem hierbei ganze Arbeit
    geleistet. Selbst Akademiker durchschauen die
    Zusammenhänge nicht.

    "Es gibt nur ein Elend, und das ist die Unwissenheit."
    (Thornton Wilder)

    Um diese Unwissenheit zu bekämpfen, kann es meiner Meinung nach nur einen Weg geben. Bundesweite Volksentscheide.

    Die Anhörung über Stuttgart 21 hat mir gezeigt:

    Die Bürger sind nicht zu dumm, sie sind unwissend.


    Phönix hatte während der Anhörung enorme Einschaltquoten. Und was für Stuttgart 21 gilt, gilt für jeden anderen Politikbereich.
    Deswegen habe ich vor Monaten eine Unterschriftensammlung ins Leben gerufen, für Bundesweite Volksentscheide

    Bislang habe ich 3936 Unterschriften und die Aktion läuft noch drei Tage. Vielleicht wären meine Hinweise etwas für Ihren morgigen Tageskommentar?

    Besten Gruß
    Michael Poost

    Ja, gut.

    Mehr Freiheit wagen, heißt auch, sich dafür einzusetzen.

    Dass uns ständig von den Platzhirschen in Berlin erklärt wird, das Grundgesetz verbiete Volksentscheide, ist gelogen. Das Grundgesetz sagt, dass die Staatsgewalt vom Volke ausgeht, und zwar durch Wahlen und Abstimmungen.

    Wahlen hat man sich organisiert, so dass inzwischen die Nichtwähler mehr Anhänger haben als jede einzelne der sich als "große Volkspartei" apostrophierenden Kanzlerwahlvereine.

    Auf Abstimmungen hat man verzichtet, schlicht darauf verzichtet, dem zwingenden Gebot des Grundgesetzes (ja, es ist ein Gebot!) die paar ausführenden Sätze (Ge-Sätze - Gesetze) noch nachzureichen, die dort seit 1949 fehlen.

    Und weil dieses Versäumnis bis heute nicht nachgeholt wurde, zu meinen, behaupten zu können, das Grundgesetz verbiete Volksentscheide, ist ebenso Verhöhnung der Demokratie, wie der unsägliche Prozess in Portugal, wo die Regierung gestürzt wurde, um das, was sie dem Volk antun wollte, nun noch unverschämter tun zu können.

    Also: Die Unterschriftensammlung ist ein kleiner Schritt, es wird wohl kaum eine Reaktion darauf geben, aber es ist ein Zeichen, dass wir da sind, ein Zeichen, das andere ermuntern und das Leben auf den bequemen Sesseln im Parlament ein wenig unruhiger machen kann.

    Hier die Links:

    und meine Bitte:
    unterzeichnen Sie nicht nur selbst, informieren Sie ihre persönliche Umgebung, werben Sie mit für diese Aktion -
     
    und ein extra Newsletter von mir geht auch gleich noch raus.


    6. Juni 2011

    12.15 Uhr High Noon in Portugal 

    Das ist eine schöne Demokratie!
    Das ist eine sich selbst hohnlachende Demokratie,

    wo eine Regierung gestürzt und in Neuwahlen gezwungen wird, weil sie sich nach einigem Sträuben dem Spardiktat des internationalen Kapitals, vertreten durch EU, EZB, IWF und Weltbank mit einem Sparversprechen beugen will,

    und eine neue Regierung wird gewählt, die ohne jeden Widerstand die Bereitschaft erklärt, alle Sparanstrengungen zu unternehmen, um das Land vollends zugrunde zu richten.

    • Niemand mit auch nur für fünfzig Cent Hirn im Kopf kann ernsthaft daran glauben, dass die sogenannte Schuldenkrise dadurch gelöst wird, dass den Gläubigern immer mehr Geld von immer mehr dazugenommenen Schuldnern aus ganz Europa in den Rachen geworfen wird.
    • Niemand, der auch nur für fünfzig Cent Hirn im Kopf hat, kann ernsthaft daran glauben, dass die geforderten Privatisierungsanstrengungen, das Anziehen der Steuerschraube und die Vernachlässigung der Staatsaufgaben per Sparpaket der Wirtschaft Portugals - oder Griechenlands - den notwendigen Kick geben, von dem es heißt, er bringe das Wachstum hervor, um die weiter wachsenden Schulden eines Tages selbst tilgen zu können.
    Und wenn sich deutsche Regierungsmitglieder nicht fürchten, sich der Lächerlichkeit preiszugeben, wenn sie fordern, die Griechen und die Portugiesen müssten sparen, um wettbewerbsfähiger zu werden, weil sie hoffen, niemand könnte entdecken, dass wettbewerbsfähigere Griechen und Portugiesen, Spanier Iren und Italiener nur dazu führen würden, dass die Exportumsätze Deutschlands, Frankreichs und Englands sinken, was die Konjunktur in den jetzt noch stärkeren Ländern ruinieren und dann deren Staatsschulden in die Höhe treiben würde, weil eben einfach nicht genug Geld da ist, um alle Schulden zu tilgen, sondern überhaupt nur durch steigende Neuverschuldung (und Entsparen, also Aufgabe von Vermögen - Privatisierung) immer bis zum nächsten Fälligkeitstermin das aus den Völkern herausgequetscht werden kann, was die Gläubiger für ihr gutes Recht halten, was aber bei genauerem Hinsehen nur nackte Erpressung ist.
     
    Da sind sie auf dem Kirchentag in Dresden zusammengesessen und haben sich über den Bundeswehreinsatz in Afghanistan die Zungen fransig geredet. Christen?
    Da haben sie die Frage aufgeworfen, ob man sich durch Tun mehr schuldig macht, oder durch Nichttun?
     
    Sind das Christen? Wissen die überhaupt noch etwas von Christus, was sich 1900 Jahre vor den feierlichen Feldgottesdiensten des Ersten Weltkriegs abgespielt hat?
     
    Und dabei ist die Bundeswehr in Afghanistan noch eine lächerlich kleine Sünde gegen das einzige christliche Gebot, das Gebot der Nächstenlieb, im Vergleich mit der Gewalt (Nötigung, meinetwegen), die derzeit vom Geld ausgeht und ganz Europa zugrunderichtet.
     
    Da wird ein Bürgerkrieg angezündelt, aus lauter Gier.
    Einige wenige, die sich infam "die Märkte" nennen lassen, kriegen den Rachen nicht voll und die Christen und die Nichtchristen aller Parteien sorgen sich darum, dass irgendein tributpflichtiger Staat nicht in der Lage sein könnte, seine Kredite zu bedienen?
     
    Wir müssen sparen, damit wir die Griechen und Portugiesen retten, damit die sparen müssen, weil sie gerettet wurden?
    Was, wenn wir nicht sparen, damit auch die Griechen und Portugiesen nicht sparen müssen? Ein sonderbarer Gedanke?
     
    Für was, für wen, warum?
     
    Angehäufte Geldvermögen, denen kein Gegenwert gegenübersteht sind ein Beweis dafür, dass für das Vermögen keine Gegenleistung erbracht wurde.
    Angehäufte Vermögen können überhaupt nur entstehen, wenn es gelungen ist, sich nicht leistungsadäquate Einkünfte zu verschaffen.
     
    Es ist kein Hass auf die Reichen, auf die Vermögenden, der mich antreibt dies zu schreiben. Es ist Liebe und Mitleiden mit denen, die es erleiden müssen.
     
    Viele Vorschläge habe ich vorgelegt, wie man auf sanfte Art die Interessen ausgleichen könnte, ohne Revolution, ohne Enteignung, ohne Blutvergießen und abgeschlagene Köpfe,
    nun fürchte ich den Bürgerkrieg in Europa. Steht erst Athen in Flammen, brennt auch Lissabon - und die privatisierten Feuerwehren werden Mühe haben, das benötigte Löschwasser bei den privatisierten Wasserwerken zu erwerben, weil Löschwasser, als knappes Gut, hochrentierlich börsennotiert, für Feuerwehren gar nicht mehr zu bezahlen
    ist ...
     
    Grußbotschaft an die nach Hause gegangenen Kirchentagsbesucher
     
    Wer nur im stillen Kämmerlein, abseits aller Kameras und Journalisten, nicht auf Effekthascherei, Aufmerksamkeit und Punktemacherei bedacht, sich fragt, was diese Welt braucht, um zu genesen, dem sollten diese Worte, die Grundlage des ganzen Christentums, nicht fremd geworden sein:
     
    Denn das ganze Gesetz wird in einem Wort erfüllt, in dem: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst! (Gal 5,14)
     
    Und niemand sollte sich, aus noch übergeordneteren Überlegungen gezwungen fühlen, dagegen zu verstoßen, weder ein Verteidigungs-, noch ein Wirtschafts- oder Finanzminister, und wer doch noch ein Argument dafür findet, warum Krieg in Afghanistan Ausdruck dieser von Christus geforderten Nächstenliebe ist, der sollte vielleicht doch lieber die Austrittserklärung unterschreiben und beim nächsten Kirchentag nicht mehr von der Schuld derjenigen reden, die ihre Feinde lieben, statt sie zu erschießen.


    5. Juni 2011

    unersättlich honigsaugend

    Das BiLd vom Sonntag 

     


    4. Juni 2011

    09.33 Uhr Sommertag

    Es wird ein schöner, warmer Sommertag.

    Selbst die Nachrichten sind unspektakulär. Was soll ich also heute hier schreiben?
    Die Welt holt wieder einmal tief Luft, vielleicht kommt sie ja zur Besinnung.

    ... wir wollen ihn genießen, den Sommertag, die Sonne scheinen lassen, einen kühlen labenden Schluck genießen, und uns gute Gedanken machen ...

    wir, wer sonst?


    Ausnahmsweise die Uhr andersherum laufen lassen. 12,47 Uhr nach 9.33 Uhr

    12.47 Uhr So ein Sommertag macht Lust auf Freiheit?

    Dann befreien Sie sich doch!

    die Anleitung dazu lässt sich auch an einem Sommertag, sogar im Urlaub lesen. Ich bin recht stolz darauf, das alles einmal so niedergeschrieben zu haben.

    Unsere Freiheit - ein aufrüttelndes Buch von Egon W. Kreutzer, für alle, die noch Lust an der Freiheit empfinden können, die nicht mit Lithium im Trinkwasser zwangserheitert werden wollen, für alle, die ihren Kindern eine lebenswerte Welt und eine gesunde Gesellschaft hinterlassen wollen.

    das Foto hat noch ein kleines alternatives Etikett, das beim Drüberfahren mit der Maus von alleine aufgeht - und das Buch kann man anklicken, wirklich, it's clickable


    3. Juni 2011

    20.01 Uhr So spät noch?

    12.36 Uhr Technokratengesindel

    Gestern war ich übermütig, ein bisschen verrückt, schön verrückt, herrlich verrückt, und habe es gezeigt, heute bin ich immer noch in Hochstimmung, aber ich wollte es wieder für mich behalten.

    Nun kommen sogenannte Forscher daher, und wollen Lithium ins Trinkwasser mischen, damit die Selbstmordrate zurückgeht. Ja haben die denn noch alle Tassen im Schrank?

    Ob ein Mensch glücklich ist oder unglücklich,

    das liegt vielleicht zu einem ganz kleinen bisschen auch an den Spurenelementen, die er in seiner Nahrung findet,

    zum allergrößten Teil aber liegt es an seinen Lebensumständen, daran, ob ihm Gelegenheit gegeben wurde, das Glücklichsein überhaupt zu erfahren, zu erlernen sich selbst genug zu sein

    - denn Glück vergeht wenn dem Menschen Angst eingejagt wird, wenn er in beängstigende, ausweglos erscheinende Umstände getrieben wird, wenn Herrscher die Beherrschten niederhalten, wenn Führer ins Verderben führen, wenn Politiker und ihre Freunde nur an die Vermehrung des Reichtums der sowieso schon Reichen denken und alle anderen für möglichst nichts als das nackte Überleben bis zur Rente mit 99 dafür arbeiten lassen.

    Dann verschwindet das Glück, dann macht sich Mutlosigkeit breit.

    Aber auch wenn Götter und ihre Diener den Menschen Entbehrungen, Enthaltungen, unsinnige Anstrengungen, Selbstkasteiungen auferlegen, nur um das Volk mit sich beschäftigt und in furchtbarer Ruhe zu halten, auch dann verschwindet das Glück und wird im besten Fall durch die Gewissheit der Gnade im Jenseits ersetzt, meistens aber macht sich nur der dumme Trugschluss breit, nicht gut genug zu sein, den Anforderungen nicht zu genügen, zur Verdammnis bestimmt zu sein.

    Angst ist überall da, wo Menschen als Besitz, als Eigentum angesehen und behandelt werden, wo nicht Geben und Nehmen in Freude und Dankbarkeit hin und her gehen, sondern wo einseitiges Raffen, Fordern, Aussaugen in Staaten, Unternehmen und Organisationen, aber auch in Familien und Beziehungen zu einer sonderbaren, menschenfeindlichen Realität geworden ist.

    Da kommt es dann in der größten Not zum Suizid.


    Und wer glaubt, diese Not ließe sich mit ein bisschen Lithium im Trinkwasser so in unsinnige Heiterkeit auflösen, dass die Menschen sich an den Schmerz gewöhnen, den Menschen ihnen antun, die sie nicht leben lassen, sich nicht entwickeln lassen, den halte ich für einen Narren, wenn nicht für Schlimmeres.

     

    09.15 Uhr Nu hat er den Karlspreis, der Herr Trichet

    wofür, fragt man sich, hängen sie sich untereinander Preise und Orden um den Hals?

    Was hat Trichet für die Europäer - für dich und mich getan - als dabei zugesehen wie der Euro in den Graben gefahren wurde?

    Hat er vielleicht selbst mit geschoben, und wird dafür geehrt?

    Und dann stellt er sich hin, und fordert ein europäisches Finanzministerium, damit der
    Zentralismus noch weiter fröhliche Urständ feiern kann, haben sie ihm deshalb den Karlspreis um den Hals gehängt, damit die Forderung auch gehört wird, und akzeptiert, weil sie von einem preisgekrönten Europäer stammt?

    Die Damen und Herren Märkte sollen ihre Finger vom Karlspreis lassen, wenigstens von dem, aber Frau Merkel haben sie ihn ja auch schon gegeben ...


     2. Juni 2011

    16.12 Uhr immer noch wegen HimmeLLfahrt geschlossen

    nicht böse sein, manchmal ist auch der Kreutzer ein Bisschen, mit großem B,
    und überhaupt vollkommen verrückt, und wer das nicht versteht, der hat keine Ahnung von Geometrie und keine Ahnung von e2r und ist auch nicht gemeint ...

    glllg


    1. Juni 2011

    11.45 Uhr Die gute Nachricht - Jauch macht keine Werbung mehr 

    Das freut mich, dass ein Prominenter beschließt, sich nicht mehr für Werbung herzugeben. Dass Günter Jauch zugleich offenbarte, dass er von Anfang an alle Werbeeinnahmen für wohltätige Zwecke eingesetzt hat, wird ihm einige Sympathien zurückbringen, die er zwischenzeitlich verloren hat.

    Werbung nervt sowieso. Man entkommt ihr nirgends mehr - lebend nicht.
    Und wenn man sich anschaut, was da oft mit welchem Aufwand in gigantischen Kampagnen beworben, der Zielgruppe Tag und Nacht um die Ohren gehauen, in die Augen gespießt und als Versuchung ins Bett gelegt wird, wenn man die geistige Ödnis, die Verlogenheit und die auf-Teufel-komm-raus ins Originelle verkästen Slogans einmal nicht so nebenbei ins Unbewusste einlässt, wie es sich die Werbungsmacher wünschen, sondern sie bei vollem Bewusstsein ansieht und anhört, dann kommt man sich vor wie der letzte Vernünftige in einer Welt voller Wahnsinniger, Verrückter und Durchgeknallter, voller Lügner, Betrüger, Abzocker und Gauner.

    Schade, dass auch weiterhin so geworben werden wird.
    Schade, dass diese Form der Werbung immer noch wirkt.

    Danke, Günther Jauch, dass Sie wenigstens nicht mehr mitmachen.


    31. Mai 2011

    12.56 Uhr Parlamentarier, Lamentarier ...

    Die meisten Abgeordneten haben sich mit ihrer politischen Bedeutungslosigkeit abgefunden, sei es, weil sie sich mit den Diäten und sonstigen Privilegien auch das Leben als Hinterbänkler angenehm gestalten, sei es, dass sie geduldig und eifrig daran arbeiten, auch einmal in den Kreis derjenigen aufzusteigen, die an der Macht teilhaben. Um den Frust wenigstens der parlamentarischen Mitglieder der Regierungsparteien ein wenig zu mildern, hat man die vollkommen unnötige, nichtsdestoweniger für die Staatskasse recht kostspielige Figur des Parlamentarischen Staatssekretärs geschaffen.

     

    11.52 Uhr Indien soll Eurofighter kaufen

    Um dafür Werbung zu machen, kreiste Angela Merkel unfreiwillig zwei Stunden über Anatolien.

    126 Stück des Kriegsgeräts werden Indien in der Erstausstattung rund 7 Milliarden Euro kosten. Die Frage, wer den Kauf finanzieren wird, würde mich interessieren. Oder hat Indien etwa einen ausgeglichenen Haushalt?

    Nein, der indische Haushalt ist nur zu ungefähr 75% durch Einnahmen gedeckt, rund 50 Milliarden Dollar müssen Jahr für Jahr Schulden gemacht werden, und die Gesamtverschuldung liegt bei 78% vom BIP, also bei knapp 1.000 Milliarden US-Dollar.

    Wenn man schon Griechenland keine Rüstungsexporte mehr aufs Auge drücken kann, weil man sonst in der Euro-Hysterie vollkommen unglaubwürdig würde, die Inder wird man wohl noch eine ganze Weile von den segensreichen Wirkungen deutscher und zentraleuropäischer Waffentechnologie überzeugen können, bei einem Wachstum von 6,6 %. Dem Vernehmen nach sollen Eurofighter die Erträge der Reisbauern erhöhen, zur Aufforstung von Wäldern ebenso beitragen wie zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes, die Säuglingssterblichkeit nimmt ab und die Korruption ebenfalls, oder habe ich da irgendwas total durcheinander gebracht?

    Also, Kanonenhändler, auf geht's!

    Passt alles prima zum Artikel über HW Sinn von gestern - wie die Faust aufs Auge.

    Und es passt natürlich auch zum Artikel über die Organspende von heute. Wer den Handel mit Kriegsgerät fördert und zugleich zu Organspenden aufruft und dabei meint, er macht alles richtig, das passt alles zusammen, der ist mir ziemlich suspekt.

     

    08.25 Uhr Tag der Organspende - am Samstag

    Wieder wird getrommelt, die Bereitschaft zur Organspende sei rückläufig, wieder wird die Idee aufgebracht, jeder sei Organspender, es sei denn, er hätte so widersprochen, dass dies in dem schmalen Zeitfenster, das für die Entnahme bleibt, auch zweifelsfrei festgestellt werden könnte, z.B. durch implantierten Chip oder gut sichtbare Tätowierungen an mehreren Körperteilen.

    Dabei gibt es für diese ganze Hetze neben einigen guten, aber nicht wirklich überzeugenden Gründen, nur das Interesse der Transplantationsindustrie, ihre Kapazitäten auszulasten.

    Nein, ich möchte nicht ausgeschlachtet werden.
    Weder lebendig, noch halbtot, noch wirklich tot.

    Die Erfahrung mit der Menschheit, vor allem mit ihrem gierigen, skrupellosen Teil sagt mir, dass die Widerspruchslösung zu einem wahren Transplantationsboom führen würde, dass die Feststellung des Hirntods zur nebensächlichen Routine geraten und gegen ein entsprechendes Bakschisch auch schon einmal ohne Besichtigung des Opfers erfolgen könnte.

    Da ist er, da ist sie eben auf dem Weg vom Unfall ins Krankenhaus gestorben, eine plötzliche, unvorhersehbare Komplikation - und wenn erst einmal weggeschnitten und ausgenommen und notdürftig wieder zugenäht ist, wird auch der Versuch, den Gesundheitszustand im Augenblick der Organentnahme per Obduktion festzustellen, kaum mehr von Erfolg gekrönt sein, zumal man ja durchaus mehr funktionsfähige Organe entnehmen kann - als anschließend in den offiziellen Ersatzteillisten auftauchen.

    Ich habe nichts gegen Organtransplantationen.

    Aber ich bin entschieden gegen die Auffassung der Volksbewirtschafter, dass die Menschen ruhig als Eigentum des Staates, oder noch schlimmer, als Eigentum des privatisierten Medizinbetriebs angesehen werden dürfen.

    Mein Vorschlag zur Güte:

    Nur Organspender, freiwillige, mit Spenderausweis (Tätowierung nicht erforderlich!), kommen auch als Organempfänger infrage.

    Heißt: Wer sich gründlich überlegt hat, dass er im Notfall ein Spenderorgan annehmen würde, um das eigene Leben zu verlängern oder erträglicher zu machen, der sollte sich - ausreichend lange vorher - selbst zur Organspende bereit erklärt haben.

    Sollte sich die Zahl der Spender dann stark erhöhen, während die Zahl derjenigen, die eine Organspende brauchen und wollen, gleichzeitig zwangsläufig sinkt (heute kann jeder ein Organ bekommen, nach dieser Regelung nur diejenigen, die selbst zur Spende bereit waren), wird von einem Organmangel nie wieder die Rede sein können.

    Sollte die Zahl der Spender jedoch stagnieren oder gar sinken, würde die Zahl der Bedarfsfälle ebenfalls und noch weiter sinken, so dass wiederum kaum mit Organmangel zu rechnen wäre.

    Wer dann noch meinte, über den Mangel an Spenderorganen klagen zu müssen,
    verriete eindeutig, welchen Interessen er damit folgt.

    Noch können sich die schwarzen Hammel, die medizinische Leistungen in erster Linie als Geschäftsmodell ansehen, in der Finsternis der Unklarheit mühelos zwischen den weißen Schafen tummeln ...


    30. Mai 2011

    14.30 Uhr Hans-Werner Sinn glaubt nicht an Märchen.

    Endlich wieder einmal die Gelegenheit, mich mit Hans Werner Sinn anzulegen

    In der Financial Times Deutschland darf er sich über

    "Das Märchen vom Kredit aus dem Nichts"

    verbreiten. Das tut er so ungeschickt, dass er mir fast schon wieder Leid tut …

    Zitate Sinns sind im Folgenden kursiv und in blau dargestellt.

    Er beginnt sein märchenaufdeckendes Aufklärungswerk damit, dass er die komplexe Welt der Ökonomie vor Beispielen schützen will, die nicht den Kern der Sache treffen, und bezieht sich damit auf eine wohl schon länger schwelende Auseinandersetzung mit den Autoren Gustav Horn und Fabian Lindner, die sich in der FTD kritisch mit Sinns Gedankengut auseinandergesetzt hatten.

    Und dann knallt er erst sein besserwisserisches Ego:

    Mag sein, dass die Vorstellung vom Kredit aus dem Nichts vielen gefällt. Die Welt ist aber kein Schlaraffenland,

    und dann die nachstehende Behauptung, die jedoch weder ein Beweis ist, noch ein fundiertes Argument enthält, auf den Tisch des Hauses:

    Güter und Kredite sind in der Regel knapp und lassen sich nicht herbeizaubern.

    Danach folgen ein paar makroökonomischen Gemeinplätze, die mit der Behauptung, die Geldschöpfung aus dem Nichts sei ein Märchen, in keinerlei Zusammenhang stehen.

    Hier, um beim Zitieren im erlaubten Rahmen zu bleiben (ich will ja schließlich keine Doktorarbeit daraus machen) nur ein paar zu Stichworten zusammengezogene Aussagen Sinns:

    Nettokapitalexport = Exporten minus Importe
    Kapital- und Gütersalden bedingen einander.

    Dann vergleicht er die Entwicklung Griechenlands in den letzten Jahren mit der Entwicklung Deutschlands, ohne dabei die Geldschöpfungsthematik zu erwähnen, um daraus folgernd zu argumentieren, dass wegen der niedrigen Lohnsteigerungen die Exporte boomten und die Importe zurückgingen.

    Dann folgt ein Satz, den er wohl für beweiskräftig hält:

    Von 2002 bis 2010 hatte Deutschland eine gesamtwirtschaftliche Ersparnis von 1622 Mrd. Euro. Davon flossen 1067 Mrd. Euro als Nettokapitalexport ins Ausland (vier Fünftel davon als Finanzkapital, der Rest als Direktinvestition).

    Dieser Satz heißt aber nichts anderes als:

    Die in Deutschland tätigen Unternehmen und deren Anteilseigner nahmen (aus dem In- und Ausland) mehr ein, als sie im In- und Ausland in Gütern, Waren und Dienstleistungen ausgaben.

    Er gibt keinerlei Hinweis darauf, wo und wie das Geld entstanden ist, aus dem sich diese gesamtwirtschaftliche Ersparnis speiste.


    Den Schuss ins eigene Knie löst Sinn folgerichtig nun aus, indem er selbst zum Beispiel greift:

    ... der Bäcker, der hier für Deutschland steht. Der Bäcker liefert - in Bezug auf den Wert - mehr Brot, als er selbst von anderen Produzenten in Form von Konsumgütern, eines Backofens (Investition) oder von Mehl (Vorleistungen) erwirbt. Sagen wir, der Wert des Brotes sei 100, des Mehls 20, des Konsums 25 und des Ofens 10. Dann ist der Leistungsbilanzüberschuss des Bäckers 45 (=100 -20 -25 -10), und 45 ist auch der Kapitalexport. Letzteres gilt, weil das Einkommen des Bäckers 80 ist (=100 -20 für das Mehl) und nach Abzug des Konsums von 25 eine Ersparnis von 55 verbleibt.
    Zieht man die Investition in den Ofen von der Ersparnis ab, verbleiben 45 für den Kapitalexport des Bäckers.

    Herr Sinn sagt mit diesen vielen Worten auf den Punkt gebracht eigentlich nur:

    Wer bei einem Umsatz von 100 Euro nur 55 Euro wieder ausgibt, dem bleiben 45 Euro übrig.

    Er versucht zugleich aber zu suggerieren, dass diese 45 Euro nur beim Bäcker landen konnten, weil der seinen Überschuss an seine Kunden verliehen hat:

    Über seine Bank überträgt der Bäcker Kreditnehmern das Verfügungsrecht auf Waren. Zu sagen, dass der Bäcker Kapital exportiert oder dass er einen Leistungsbilanzüberschuss hat, ist inhaltlich dasselbe, so unterschiedlich diese Begriffe klingen mögen.
    Der Bankkredit ermöglicht es den Kreditnehmern, ein Leistungsbilanzdefizit zu realisieren. Sie dürfen temporär mehr Konsumgüter oder Investitionsgüter kaufen, als sie selbst an Einkommen erwerben. Erst später, sofern der Kredit zurückgezahlt wird, kann der Bäcker ebenfalls mehr als sein Einkommen konsumieren.

    Das ist natürlich Unsinn.

    Der Unsinn fängt damit an, dass Sinn unterstellt, das Ersparte des Bäckers zähle nicht zum Einkommen des Bäckers. Ein Wissen, über das er ein paar Sätze vorher noch verfügte. Erst wenn der Kredit zurückgezahlt wird, könne er mehr als sein Einkommen konsumieren …
    Das ist aber nur die Spitze des unsinnigen Eisbergs.
    Wenn der Bäcker seine Ersparnisse zur Bank trägt, liegen die dort. Sie erhöhen die Spielräume der Bank, aber was die Bank damit anstellt, das ist in aller Regel sehr viel mehr und sehr viel anderes, als dieses Geld nur einfach wieder zu verleihen.

    Wer glaubt, die Bank sei dazu da, das zu verleihen, was die Sparer zur Bank tragen, der glaubt an Märchen.

    Hans-Werner Sinn begibt sich damit - ohne es zu wissen - auf das Niveau von Helmut Creutz, dessen gesamtes Gedankengebäude in die Brüche geht, wenn man ihm die "feststehende unveränderliche Geldmenge", auf der er es errichtet hat, mit einer einzigen Frage wegzieht, die da lautet:

    Wie kommt es wohl, dass überall auf der Welt die Geldmenge beständig wächst, und dass die Zentralbanken keineswegs in der Lage sind, dieses Geldmengenwachstum wirksam zu beeinflussen?

    Wie kommt es, dass der einzige Hebel der Zentralbanken, das Geldmengenwachstum zu bremsen, darin besteht, die Zentralbankzinsen zu erhöhen, wenn doch alles Kapital aus den vorher erwirtschafteten Überschüssen sparsamer Bäcker stammt? Was kann der Zentralbankzins in einer solchen Welt überhaupt noch beeinflussen?

    Sinn schreibt unbeirrt weiter:

    Richtig ist, dass ein Mehr an Nachfrage nach Brot (im Falle der Unterbeschäftigung des Bäckers) beim Bäcker mehr Einkommen und bei gegebenem Konsum und gegebener Investition mehr Ersparnis und Kapitalexport bedeutet.

    Ein Mehr an Nachfrage, lieber Professor Hans-Werner-Sinn, braucht, um entstehen zu können, erst einmal ein Mehr an Geld. Bedarf ohne Geld ist nämlich keine Nachfrage.
    Dieses Mehr an Geld kann der Bäcker den Kreditnehmern aber noch gar nicht über seine Bank zur Verfügung stellen, denn er hat es doch noch gar nicht.

    Da retten Sie sich - um diesen Schwachpunkt wissend - in die Ausflucht, der Bäcker könne das Nachfragewachstum schließlich aus weiteren eigenen Einsparungen (Konsum- und Investitionsverzicht) vorfinanzieren:

    Aber das heißt nicht, dass es keinen Zielkonflikt gibt. Je mehr Kapital der Bäcker über seine Bank exportiert, desto weniger kann er selbst konsumieren oder in neue Öfen investieren.

    Und da kommen mir dann nun wirklich die Tränen ….

    Ein Bäcker, der selbst lieber hungert und seine Backstube verkommen lässt, damit er das Geld verleihen kann, das seine Kunden brauchen, um bei ihm einzukaufen, der ist nicht von dieser Welt - allenfalls als Einzelexemplar einer brotbackenden Mutter-Theresa vorstellbar.

    Lässt sich die Geschichte nicht viel einfacher so erzählen?

    1. Banken schufen Giralgeld durch Kreditvergabe.
    2. Dieses Giralgeld durfte der Schuldner Griechenland unter anderem verwenden, um bei deutschen Waffenschmieden einzukaufen.
    3. Die deutschen Waffenlieferanten und deren Anteilseigner kauften mit diesem Geld unter anderem Grundstücke in Alabama, Terminkontrakte für Schweinehälften aus Polen, Gold und Diamanten aus südafrikanischen Minen.
    4. Zur Bedienung seiner Staatschulden wurden Griechenland immer wieder neue Kredite gewährt.
    5. Zur Bezahlung neuer Rüstungsprojekte erhielt Griechenland von (deutschen) Banken immer neue Kredite.
    6. Dann wurde Griechenland von Ratingagenturen für kreditunwürdig erklärt.
    7. Die deutschen Banken fürchten nun, ihre Aktiva abwerten zu müssen.
    8. Daher werden die deutschen Banken vom deutschen Steuerzahler gerettet werden, der offenbar mit der Erwirtschaftung der Zinsen für die deutsche Staatsschuld noch nicht hinreichend belastet ist ...

    Sie lässt sich so erzählen, diese Geschichte,
    und sie wurde längst so erzählt.

    Grundsätzliches zum Geld finden Sie hier

     

     

    "Falschgeld - die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit"
    von Samirah Kenawi und

     

     

    "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre Band III - über das Geld"
    von Egon W. Kreutzer

     

     

    08.45 Uhr Röttgens Gleichung: konsistent + konsequent + klar = gut

    Da haben sie also wieder einmal in nächtlicher Ermüdungssitzung versucht herauszufinden, worauf sie sich noch einigen können und haben einen Kompromiss gefunden, in den sowohl

    • Horst Seehofer (2022-Verfechter),
    • Philipp Rösler (Gar-kein-Datum-nennen-Verfechter) und
    • Angela Merkel (Auf-die-Ethik-Kommission-Warten-Verfechterin)
    sich eingelassen haben, um miteinander, nach unterschiedlichsten Zielen auseinanderstrebend, vom Willen zum Machterhalt aber aneinandergekettet, wie Galeerensklaven an die Ruderbank, ihrem "Weiter-so-und-umgekehrt-Waterloo" irgendwie doch noch zu entkommen.

    Claudia Roth sind im Kompromiss scheunentorgroße Hintertürchen aufgefallen, aber Norbert Röttgen verkündet, ungeachtet der Sinnlosigkeit seiner Argumentation im ARD/ZDF-Morgenmagazin (Sinn 100%, Wortlaut aus dem Gedächtnis):

    "Es ist konsistent, es ist konsequent und es ist klar - und deshalb gut."

    Man kann diesen Satz ohne große Mühe auf ALLES anwenden.
    Hätte sich die Koalition auf 2017 oder 2027 geeinigt, immer wäre die Entscheidung gleichermaßen konsistent, konsequent und klar gewesen. Und dass die eine davon schlechter und die andere besser gewesen wäre als die heutige, beweist noch lange nicht, dass sie, alleine weil sie irgendwie dazwischen liegt, gut ist.

    Sehen Sie, wenn jemand konsistent beschließt, seine Unterwäsche nicht mehr täglich, sondern nur noch wöchentlich zu wechseln, dabei konsequent die auftretende Geruchsbelästigung als "reine Gewohnheitssache" abtut und sich klar dazu bekennt, dann ist das ja auch nicht gut - nur weil 5 Tage besser wäre und 14 Tage schlechter, oder?

     

    Links zu Seiten, die ich gerne empfehle:

    Nachdenkseiten
    Na klar, wer liest die nicht?
    http://www.nachdenkseiten.de/
    taz
    noch ein MUSS
    http://www.taz.de
    Junge Welt
    Die Tageszeitung im Netz
    http://www.jungewelt.de
    Sozialticker
    Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
    http://www.sozialticker.com/
    Campact
    dem Bürgerwillen Gehör verschaffen
    http://www.campact.de
    Mag Wompel
    das labournet - die Gewerkschaftslinken
    http://www.labournet.de
    Gert Flegelskamp
    ein geradliniger Querdenker
    http://www.flegel-g.de/
    Dr. Harald Woszniewski
    Meudalismus
    http://www.meudalismus.dr-wo.de/
    Norbert Rost,
    Regionalwährungen und viel mehr
    http://feldpolitik.de
    Theater Macht Staat - ein Theaterprojekt zur Rückeroberung der Macht über unser Leben
    http://www.theater-macht-staat.com/
    Politik-Poker
    aus unterschiedlichen Blickwinkeln...
    http://www.politik-poker.de
    Berlin unzensiert
    Eine Seite für die Bevölkerung
    http://www.berlin-unzensiert.de/
    Forum DL 21
    Die SPD-Linken
    http://www.forum-dl21.de/
    Bürgermeinungen
    hier schreiben Bürger ihre Meinung
    http://www.buergermeinungen.de/
    Cleanstate e.V.
    H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
    http://www.cleanstate.de/start.html
    Statistisches Bundesamt
    viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
    http://www.destatis.de
     
       

    Die Selbstähnlichkeit der Erscheinungen der Realität ist so groß, dass der winzige Ausschnitt, den der Einzelne davon wahrzunehmen in der Lage ist, vollkommen ausreicht, um sich ein brauchbares Bild des Ganzen zu machen - so man nur will. 

         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         

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