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    Egon W. Kreutzer

    Autor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

    Kritik

    muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

    Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

    Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.

     



    Was war das denn?

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    mit Piano?

    Nun, so klingt Harry Kulzer


    - über zwanzig Jahre nach Pogo in Togo -

    heute.

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    Table for two
     
    Harry Kulzer
     
    Wolfgang Opitz
    Thomas Froschmaier


    Erst bekamen wir Geldscheine,
    dann wurden wir darin eingewickelt.
    (Manfred Hinrich)ank

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    30. Juni 2012

    Zeitlos Linsengericht

    Bibelfest? Jakob und Esau, Brüder.
    Der eine ein unermüdlich schuftender Mensch, der andere ein Trickser.

    Esau kommt also todmüde von seinem Tagwerk nach Hause, hat großen Hunger und hätte gern etwas von der "roten Speise" (Linsen). Doch Jakob macht einen Handel draus: Für einmal wohlverdientes Sattessen muss Esau erst auf sein Erstgeburtsrecht verzichten und dies durch einen unauflöslichen Schwur besiegeln.

    Mit einer weiteren üblen Trickserei erschlich sich Jakob dann noch den väterlichen Segen des Erstgeborenen - sich völlig im Recht wähnend, hatte sein Bruder doch geschworen, ihm allen Segen - materiellen wie ideellen und spirituellen - zu übertragen.

    So gesegnet zeugt er mit Rachel und Lea und zwei weiteren Frauen zwölf Söhne und eine Tochter.

    Danach - steht alles so in der Bibel - träumte sich Jakob in einen Ringkampf mit Gott und träumt, Gott im Ringen überlegen zu sein. Fordert von Gott, ihn zu segnen, bevor er ihn aus dem Schwitzkasten lässt, und Gott in seiner Not, tut, was Esau vorher tat, er gibt nach und gibt Jakob einen neuen Namen: Israel (der mit Gott ringt).

    Wie ich darauf komme?

    Nun die erste Assoziation lautete "Linsengericht - Verfassungsgericht". Das Bundesverfassungsgericht wird der Auflösung der Souveränität und der Aufhebung der Demokratie (so eine Art Erstgeburtsrecht der aufgeklärten Europäer) für das Linsengericht "Hoffnung auf ein Ende der Euro-Krise" nachgeben und sich damit verhalten, wie Esau sich verhielt.

    Und dann ging mir der Gedanke durch den Kopf, dass die Unterschrift unter ESM,
    jenes zeitlich unbegrenzte, unveränderliche und unkündbare Vertagswerk, dem Schwur des Esau ebenfalls sehr ähnlich ist, und da wiederum wurde das Bild rund.

    Erst haben die gewählten Vertreter in beiden Kammern (die demokratischen Nachfolger der biblischen Erstgeborenen) alle Rechte aufgegeben, die ihnen durch die Wahl nach dem Gesetz zugestanden wurden, und in Kürze wird der nicht mehr ganz wache Vater "Verfassungsgericht" auf seinem Sterbebett den Schwindel mitspielen und ESM den Weg frei machen, auch noch die letzte übergeordnete Instanz niederzuringen.

    Denn das ist ja auch noch eine höchst interessante und meines Wissens noch nie bedachte Folge.

    ESM wird ja nicht nur die nationalen Regierungen entmachten.

    ESM wird damit gleichzeitig die komplette Brüsseler EU-Macht übernehmen.

    Im Rat werden die Vertreter der Länder nicht anders können, als das was ESM von ihnen als "ewige Schuldner" fordert, auch zur offiziellen Politik der EU und ihrer Kommissare zu machen.

     

     


    29. Juni 2012

    13.13 Uhr Der größte Raubzug der Geschichte

    Der größte Raubzug der Geschichte steht kurz vor dem Abschluss. Frau Merkel ist in Brüssel genau das widerfahren, was viele vorhergesagt haben, sie ist, als es "um die Wurst" ging, schlicht eingeknickt und umgefallen.

    Heute Abend werden Bundestag und Bundesrat im High-Speed-Modus alles durchwinken, was künftig in Europa Recht, auch bundesdeutsches Recht sein soll.

    Spekulationen, Angela Merkel vertraue darauf, dass das Bundesverfassungsgericht dem noch einen Riegel vorschieben werde, um selbst nicht dem Zorn der Märkte ausgesetzt zu sein, erachte ich als naive Wunschträume.

    Im Gegenteil: So sehr ich mir wünsche, das Verfassungsgericht würde der Argumentation der Kläger folgen und die Aufgabe der grundgesetzlichen Ordnung ebenso verbieten, wie die Unterstellung einer künftigen Marionetten-Demokratie unter die Kuratel des unangreifbaren und in Europa allmächtigen Finanzinstituts ESM, ich erwarte das Gegenteil.

    Diese Erwartung gründet auf zwei Einschätzungen:

    1. Hat es das Verfassungsgericht noch nie für seine Aufgabe gehalten, den so genannten Europäischen Einigungsprozess zu stören oder gar aufzuhalten, sondern lediglich eine gewisse parlamentarische Mitwirkung gefordert, so dass es auch diesmal, nachdem Bundestag und Bundesrat in großer Eile den Vorgaben folgen, die von den Parteiführern gemacht wurden, die parlamentarische Mitwirkung als gegeben annehmen wird und den Verzicht auf die Einhaltung von Fristen als das Recht der Volksvertreter ansehen, die ja in der langandauernden Diskussion im Vorfeld der Abstimmung Gelegenheit gehabt hätten, sich mit der Materie vertraut zu machen, ihr Gewissen zu befragen und letztlich den Wählerwillen, ohne den sie nicht in den Parlamenten säßen, in Anbetracht der Dringlichkeit der Lage ohne schuldhaftes Zögern umzusetzen.

    Ob sie sich mit der Materie vertraut gemacht haben, ob sie ihr Gewissen befragten, ob sie die Argumente der Kritiker auch nur ansatzweise zur Kenntnis genommen haben, ob sie sich der Tragweite ihrer Zustimmung bewusst sind, darüber hat das Gericht nicht zu befinden - und darüber wird es nicht befinden, und die Argumente der Kläger wird das Gericht würdigen, jedoch sich nicht zu einer einstweiligen Verfügung hinreißen lassen, weil diese dem Ansehen Deutschlands in der Welt schaden sowie die Märkte verunsichern würde - und weil es eben überhaupt so ist, dass es gegenüber einer alternativlosen Politik keine Alternative geben kann.

    2. Ist die gesamte Krise samt der Eskalation der Krisenbewältigungsmaßnahmen bisher so glatt im Sinne der "Märkte" gelaufen, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass dieser letzte Schritt, der jetzt ansteht, getan würde, hätte man sich nicht vorher versichert, dass mit Angela Merkels Widerstand wirklich die allerletzte Hürde gefallen ist, dass es danach nichts mehr gibt, was die Vollendung der Plutokratie noch aufhalten könnte.

    Ein Urteil zu riskieren, das alles, was in langen Jahren geduldig auf diesen Schlusspunkt hin an Vorbereitungsaufwand betrieben wurde, das wäre töricht. Bestünde die geringste Gefahr, noch gestoppt zu werden, und das dann ziemlich endgültig, die letzte Entscheidung und die letzten Veröffentlichungen der Verträge und Vertragsänderungen und Zusatzprotokolle hätten leicht noch hinausgezögert werden können, bis wirklich alle Voraussetzungen erfüllt sind.

    Und genau das scheint nun der Fall zu sein.

    Troja ist sturmreif. Das Einfallstor weit offen.
    Wir gehen interessanten Zeiten entgegen.

     

     

    06.45 Uhr Gesänge

    Das Ergebnis des Halbfinalspiels Italien Deutschland lässt nur einen Schluss zu:
    Wer sich mit voller Brust und aus vollem Herzen hörbar im Gesang zum nationalen
    Chor verbindet, der spielt als Mannschaft wie aus einem Guss, fürchtet keinen Gegner und wächst über sich selbst hinaus.

    Schon das Zeremoniell des gegenseitigen Absingens der Nationalhymnen ließ die schlimmsten Befürchtungen zum Ausgang des Spiels aufkommen - und die haben sich dann leider auch bestätigt.

    11 - begeistert und andächtig zugleich - ihre Nationalhymne intonierende Italiener, gegen einen schüchternen Sänger, eine Handvoll stumme Lippenbeweger und eine Handvoll eiserner Schweiger, das kann - bei ansonsten in etwa gleich starken Mannschaften - gar nicht anders ausgehen.

    Die notwendigen Konsequenzen?

    Nun, es könnte schon helfen, solche ungerechtfertigten Vorteile dadurch auszuschalten, dass hörbares Singen schon vor Beginn des Spiels mit gelben Karten bedacht wird, ist es doch noch furchteinflößender als der nackte Oberkörper eines Balotelli.

    Oder man nimmt den Gesang ganz offiziell in die Wertung auf. Wer lauter und ergreifender singt, bekommt einen Bonus von einem Punkt oder einfach ein Tor gutgeschrieben.

    Dann gäbe es schnell den Posten eines Gesangstrainers und Fußballspiele entwickelten sich zum Sängerwettstreit. Können sich die Gesangsrichter nicht einigen, kann ein Nachsingen verhängt werden, und am Ende so eine Art Elfmetersingen, bei dem es nur noch darauf ankommt, wer am lautesten ist.

     

    Na, können Sie wieder lächeln?

    Dann ist's gut.


    28. Juni 2012

     

    Liebe Paukenschlag-Freunde


    Ein angenehmer Sommertag, dieser 28. Juni 2012.

    Genießen Sie ihn einfach!

    Haben Sie Spaß beim Fußballspiel, bei der Leichtathletik,
    beim Baden, beim Grillen,

    suchen Sie die Gemeinschaft von Freunden und Bekannten,
    schaffen Sie sich eine angenehme Umgebung,
    machen Sie sich frei von allen belastenden Gedanken,
    leben Sie einfach - und genießen Sie das Glück, da zu sein,
    wo Sie sind, so zu sein, wie Sie sind und sich ganz und gar
    als das zu zeigen, was Sie sind.
    Abschalten.
    Zu sich finden.

    Potentiale entdecken und entfalten,
    offen sein, für neue Erfahrungen ...


    (Und damit wir alle uns diesen Tag zum Geschenk machen können,
    schreib ich heute auch keinen Paukenschlag.)


    Ich wünsche Ihnen einen wundervollen Tag.

    Mit besten Grüßen

    Ihr Egon W. Kreutzer



     Wundervoll!!!!

    Der schönste Nicht-Paukenschlag, den ich je gelesen habe!

    Da ist sooooo viel Energie drin!

     

    Genieße auch du, lieber Wolfgang, diesen heißen bayerischen Sommertag.
    Und zwar genau so, wie du ihn deinen Lesern ans Herz gelegt hast:

    Gemeinschaft suchen,
    eine angenehme Umgebung schaffen,
    sich frei machen von allen belastenden Gedanken.

    Einfach leben,
    das Glück genießen, da zu sein, wo man ist,
    und so zu sein, wie man ist.

    Einfach genial!

    Ganz liebe undherzliche Grüße nach Elsendorf!
    Dein bayerisches Rechtschreib-Engerl Manuela

     

    P.S.:

    … und ich weiß, dass du dich
    von meiner Energie hast anstecken lassen.

    Du hast mit diesem Nicht-Paukenschlag
    auch meine Gedanken in die Welt hinausgesandt.

    Und dafür danke ich dir recht herzlich!


    Genial!

    VG und ebenfalls einen schönen Tag gewünscht

    C. Sikorski


    Lieber Herr Kreutzer,

    vielen Dank für Ihr Geschenk – (noch schöner wäre es, wenn die Sonne schiene) – ich wünsche Ihnen ebenfalls einen heiteren, wundervollen Donnerstag!

    Mögen Sie ihn in vollen Zügen genießen!

    Mit freundlichem Gruß von der Nordsee

    Renate Hartmann

    www.Naturheilpraxis-Hartmann.de



    Sie haben völlig recht..das ständige Aufgerege über den Irrsinn der Welt führt zu Gesundheitsschäden.. Wir müssen einfach manchmal das Leben genießen. Auch ihnen einen wunderschönen Tag.


    Mit freundlichen Grüßen,
    Martin v. Elm



    Hallo, lieber Egon Kreutzer,

    jetzt konnte ich mir ein kleines Schmunzeln nicht verkneifen! Ja, ab und zu habe ich auch die Schnauze gestrichen voll. Aber dann quält mich mein "Gewissen", zu bestimmten Themen einfach doch noch kommentierend Stellung zu nehmen.

    Aber mal eine Auszeit zu nehmen, ist für die eigene Kreativität überlebenswichtig. Durchatmen, entspannen, ruhige Gedanken fassen, neue Kräfte sammeln und dann.....................zum Gegenschlag ausholen und in die Vollen treffen!!!!

    So mache ich das nun auch zum Wochenende. Das war und ist immer noch mein Lebensmotto!

    Herzliche Grüße
    Dieter Krogmann



    danke

    lg andreas


    G

     

     



    27. Juni 2012

    24 Stunden mit Egon Hauck

    von Dienstagnachmittag bis Mittwochnachmittag haben wir uns gemeinsam über das Projekt "10.000 Euro Haus" ausgetauscht. Ich habe davon sehr viel mehr über dieses
    Projekt erfahren - und Herr Hauck hat einen Packen voll Anregungen mit nach Hause
    genommen.

    Schön wars, und sehr konstruktiv.

    Danke, Herr Hauck!


    26. Juni 2012

    10.30 Uhr Volksabstimmung über Grundgesetzänderung

    Lange Jahre war die offizielle Sprachregelung:

    "Das Grundgesetz verbietet bundesweite Volksabstimmungen."

    Das war nicht nur gelogen, es war das krasse Gegenteil dessen, was im Grundgesetz verankert ist. Nun wird plötzlich, wegen des neuerlichen und weitreichenden Souveränitätsverlustes, der mit ESM und Fiskalpakt einhergeht, von einer Volksabstimmung genau darüber gesprochen, die jedoch "so schnell" nicht kommen wird.

    Erst einmal will man die Fakten schaffen - und die sich nachträglich bestätigen lassen, wenn der unauflösliche Pakt ESM mit dem Blut der Steuerzahler unterschrieben ist.

    Sobald ESM in Kraft ist, ist das Grundgesetz nur noch für's moderne Antiquariat tauglich. Dann wird sich eine Volksabstimmung darüber erübrigen, weil man verschüttete Milch auch nicht über eine Volksabstimmung wieder in die Kanne bringen kann.

    Wenn man nach den Motiven für diese Anstrengungen sucht, Deutschland mit aller Gewalt in die Verantwortung für sämtliche Schulden der Euro-Staaten zu zwingen, dann bleibt nur eines übrig:

    Die größenwahnsinnige Idee, wenn Deutschland erst einmal für alle bürgt und einspringt, dann ist Deutschland ganz von alleine die Hegemonialmacht Europas. Alle müssten nach Deutschlands Pfeife tanzen, nach dem schönen deutschen Motto: "Wer zahlt, schafft an".

    Dass das scheitern wird, steht außer Frage.

    Erstens ist auch Deutschlands Leistungsfähigkeit endlich.

    Das hat sogar Frau Merkel neulich bemerkt und ausgesprochen, meint jedoch weiterhin, dass die Grenzen der Leistungsfähigkeit nicht erreicht würden, hielten sich alle anderen nur an die schon jetzt erlassenen "Spardiktate". Sparen aber macht arm. Je mehr unsere Nachbarn sparen, desto schlechter geht es dem auf extreme Wettbewerbsfähigkeit getrimmten Exportweltmeister.

    Zweitens wird Deutschland durch ESM nicht zum Gläubiger.

    Die Gläubiger bleiben die Gläubiger. Die "Märkte" bleiben die "Märkte". Im Gegenteil,
    Deutschland wird nach und nach zum Hauptschuldner - und gegenüber den Ländern, die über diverse Rettungsschirme ihre Schulden an Deutschland übertragen haben, allenfalls so etwas wie der Büttel der Märkte, der Landvogt, der, um nicht selbst erwürgt zu werden, mit aller Härte bei seinen Nachbarn einzutreiben hat, was nur immer herauszuquetschen ist.

    Ist das die Vision vom geeinten Europa,
    ohne Grenzen und im dauerhaften Frieden?

    Interessant, was Siegmar Gabriel in diesem Zusammenhang von sich gab:

    "Die Bundesregierung ist bis zum jetzigen Tag nicht dazu bereit, Vorschläge zu machen, wie wir die Brandmauer gegen die Spekulationen an den Kreditmärkten in Europa wirklich standfest hinbekommen."

    Auch dazu ist zweierlei zu sagen:

    Erstens

    ist die SPD dazu offenbar auch nicht in der Lage, denn der Scheinsieg um die Finanztransaktionssteuer ist ja - nach diesen, Gabriels eigenen Worten - auch nicht dazu geeignet, und

    zweitens

    braucht es keine Brandmauer. Was es braucht, ist die Rückkehr zu nationalen Währungen unter nationaler Verantwortung bei weitgehender Auflösung (haircut), der bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber den "Märkten", denen die Herrschaft über die Geldversorgung und damit über das Wohl und Wehe ganz Europas in unverantwortlicher Weise übertragen wurde.

    Jeder kann Geld machen.

    Die Märkte schaffen es nach Belieben aus dem Nichts und spekulieren uns, die wir auf ihr "Scheißgeld" angewiesen sind, in Grund und Boden.

    Jeder kann sein eigenes Geld machen.


    Die Griechen können es, die Spanier können es, die Italiener können es, die Iren können es, die Deutschen können es.

    Warum, in Dreiteufelsnamen, tut es keiner?
    Warum leihen wir uns lieber Geld von den Märkten, anstatt es selbst zu emittieren?

    Warum ist Geld nicht einfach nur ein Mittler zwischen Angebot und Nachfrage?

    Warum müssen "Wucherer" an allem kräftig mitverdienen, weil sie auf jeden Cent, der in Umlauf ist, Zins kassieren?

    Nach der Währungsreform 1949 verwandelte sich ein darniederliegendes Land in das
    Wirtschaftswunderland?

    Brauchen wir wirklich erst wieder einen Weltkrieg, um einen Neuanfang zu schaffen, der uns aus der Schuldenkrise herausführt?

    Nein. Den brauchen wir nicht.

    Alles was wir brauchen sind Politiker, die das im Sterben liegende Grundgesetz wieder achten, die ihren Amtseid ernst nehmen und sich von europäischen Supermachtfantasien lösen und endlich das tun, was Schaden vom deutschen Volke abwendet und seinen Nutzen mehrt.

    Viel zu lange hat die deutsche Politik sich um ausländische Investoren bemüht, viel zu lange hat sie versucht, Deutschland zum beliebten Standort für Global Player zu machen, viel zu locker ist sie daran gegangen, die internationale Freizügigkeit des Kapitals zu unterstützen.

    Und wenn man in Betracht zieht, dass die Hartz-Gesetze der Euro-Einführung auf dem Fuße folgten, dann kann man durchaus zu dem Schluss kommen: Mit mehr Sozialstaat und damit ein bisschen weniger Wettbewerbsfähigkeit ginge es uns besser, und mit der Rückkehr zu einer eigenen nationalen Währung stünden wir wieder da, wie einst.

    Deutschland hat hervorragend funktioniert.

    Vor dem Euro,

    vor den Sparprogrammen,

    vor den großen Privatisierungen,

    vor den Steuererleichterungen für Reiche und Einkommensmillionäre.

    Heute funktioniert es nur noch bedingt, es knirscht im Gebälk.
    2.042.000.000.000 Euro Staatsschulden lasten auf dem Dach des Staates,
    wie die Schneelast auf der Eissporthalle in Garmisch,

    und im Inneren wird - mit immer neuen Einschnitten in die Souveränität - eine Stütze nach der anderen abgebaut.

    Rette sich, wer kann.


    Die Volksabstimmung Schäubles wird zu spät kommen.


    25. Juni 2012

     

    12.50 Uhr Reptilienfund

    Das Lager des EWK-Verlags befindet sich im Keller meines Hauses in Elsendorf.
    Heute fand ich dort einen großen, wie mir schien bereits vertrockneten Regenwurm.

    Als ich den Wurm entsorgen wollte, hob er sein Haupt und begann zu züngeln.

    Ich hab die junge Blindschleiche vorsichtig geborgen (der Schwanz ist nicht abgefallen!) und hab sie in den Garten entlassen.

    Kurz nach diesem Abschiedsfoto hat sie sich auf den Weg nach unten gemacht, wo sie sich wohler fühlt, als hoch oben auf dem Zweig eines Busches.

     

    10.25 Uhr Der Schuldenabbau kommt voran

    Es ist nicht verwunderlich: Die deutschen Staatsschulden haben einen neuen Rekordstand erreicht. Die 2-Billionen-Marke ist geknackt.

    Mir ist dabei ganz spontan das alte Trinklied in den Sinn gekommen:

    Wir machen durch bis morgen Früh
    und singen bummsfalleraaaa!

    Schuldenbremse im Grundgesetz und hunderte Milliarden im Feuer zur Rettung eines Phantoms namens Euro.

    Alles mühsam zusammengesparte Schulden.

    Dabei sollte jedem, der für Geld und Währung Verantwortung trägt klar sein:

    • Schuldentilgung mindert die umlaufende Geldmenge.
      Das Geld ist ja wieder bei den Gläubigern. In Onkel Dagoberts Geldspeicher.
    • Die verminderte Geldmenge hemmt die Wirtschaft.
      Deflation und Abschwung sind die zwangsläufige Folge, weil schlicht das Geld fehlt, um die mögliche Leistung der Volkswirtschaft bezahlen zu können.
    • Wird dann der Spagat "Schuldenabbau, strenges Sparen und Wachstumsförderung" probiert, wie gerade beschlossen, dann frag ich mich,
      wo das Geld herkommen soll. Beides hebt sich gegeneinander auf.
    Das sind drei dürre Aussagen, die - ich weiß es - nicht ganz einfach nachzuvollziehen sind. Um das Wesen des Geldes wirklich zu verstehen, ist eine intensivere Beschäftigung damit erforderlich.
     
    "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre, Band III, Über das Geld", habe ich geschrieben, um das notwendige Grundverständnis zu ermöglichen.
     
    (mehr)
     
    Samirah Kenawis Buch "Falschgeld - Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit" führt noch ein paar Stufen tiefer hinein in die Materie.
     
    (mehr)
     
     
     
     
     


     

     24. Juni 2012

    Manuelas Bild vom Sonntag

     

     

     

    Wolfgangs Bild vom Sonntag

     


    23. Juni 2012

    Sonnwendfeuer in Elsendorf

     


    22. Juni 2012


    21. Juni 2012

    17.15 Uhr PaD 24 /2012 Das 10.000 Euro Haus

    Ist es möglich, ein Haus als Wohnraum für 1 bis 2 Personen mit einem Aufwand von rund 10.000 Euro zu erstellen? Unter Einhaltung der Bauvorschriften und noch dazu energieeffizient?

    Es scheint unmöglich.

    Egon Hauck hat vor, den Beweis zu erbringen, und er weiß auch schon, wo die 10.000 Euro herkommen werden, die so ein Haus kostet:

    Von den Kommunen.

    Weil deren Einsparungen beim Wohngeld auf Sicht den einmaligen Investitionsaufwand weit übersteigen werden.

    Den Stand der Überlegungen finden Sie hier:

     

     

    09.30 Uhr Die andere Seite der Medaille 

    Zum Thema Betreuungsgeld / Herdprämie / frühkindliche Fremderziehung
    erhielt ich heute die folgenden ergänzenden Informationen von Hubert Hiecke:

    Sehr geehrter Herr Kreutzer,

    eben habe ich Ihren Beitrag zum Thema Betreuungsgeld gelesen. Dazu noch einige ergänzende Links:

    Frühkindliche Betreuung in Krippen birgt Risiken:



    Die Behauptung, Kinder würden in Kitas in ihrer geistigen Entwicklung besser gefördert als zuhause, ist auch fragwürdig. Kinder brauchen vor allem Zeit und Liebe und feste Bezugspersonen, um sich optimal zu entwickeln.


    Mit freundlichen Grüßen
    Hubert Hiecke

    20. Juni 2012

    14.15 Uhr Herdprämie

    Den Typen, der sich das Schimpfwort "Herdprämie" ausgedacht hat, würde ich gerne mal kennenlernen.

    Abgesehen davon, dass "Betreuungsgeld" nun auch nicht eben eine schöne Bezeichnung ist, dafür, dass man Mütter, die sich der Erziehung ihrer Kleinsten widmen wollen, eine kleine finanzielle Unterstützung anbietet, ist Herdprämie ein reiner Kampfbegriff, eine Verunglimpfung zigtausender Mütter, der sich weit vom Wesen dieses Betreuungsgeldes entfernt.

    Die Grundidee zum Betreuungsgeld ist meiner Meinung nach entstanden, als sich herausstellte, dass der vollmundig verkündete Rechtsanspruch auf einen KiTa-Platz für unter Dreijährige sich nie und nimmer erfüllen lassen würde. Das war schon klar, bevor das Gesetz geschrieben wurde, und es war klar, dass man sich Luft verschaffen musste, eben durch das Angebot eines Betreuungsgeldes.

    Dass dies angenommen werden würde, darüber war man sich zweifellos auch im Klaren.

    Schließlich heißt Rechtsanspruch auf einen Platz nicht, dass der Platz auf den Anspruch besteht, nichts kosten darf. Die Lage ist unterschiedlich. Es gibt Kommunen, die kostenlose Plätze anbieten, und es gibt welche, die kräftig zulangen.

    Wer einen KiTa-Platz in Anspruch nehmen will, muss also damit rechnen, dafür pro Jahr so um die 1.000 Euro berappen zu müssen.

    Betreuungsgeld annehmen - und auf die Zahlung von 1.000 Euro verzichten zu können, das ist ein ganz erheblicher Unterschied, vor allem für jene, bei denen der Euro nicht so locker sitzt, dass der finanzielle Aspekt nicht eine ausschlaggebende Rolle spielen würde.

    Dass mit genau diesem Argument nun wieder zurückgerudert wird, ist peinlich.

    Ich behaupte, ein Großteil der Mütter, die ihre Kinder zuhause erziehen, tut das, weil der KiTa-Platz einfach nicht bezahlbar oder, in Verbindung mit einer Berufstätigkeit, einfach rein zeitlich nicht "organisierbar" ist.

    Dass Kinder, die Krippen und Kindergärten besuchen, gegenüber ihren Altersgenossen bestimmte kognitive Fähigkeiten früher erlernen, und damit im Wettbewerb um den Übertritt ans Gymnasium bessere Chancen haben, ist wohl in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen.

    Ob Kinder, die von ihren Müttern betreut werden, im Gegenzug nicht mit den besseren sozialen Kompetenzen ausgestattet in die Schule kommen, sollte ggfs. auch einmal untersucht werden.

    Und es sollte vor allem nicht in der Argumentation immer so getan werden, als erhielten automatisch alle Kinder die bestmögliche vorschulische Ausbildung, wenn nur der Anreiz Betreuungsgeld wegfällt.

    Die Plätze sind nicht da, das notwendige Personals ist nicht vorhanden,
    die Diskussion ist, soweit sie nicht rein ideologisch geführt wird (Kinder gehören dem Staat!), eine Diskussion um einige Milllionen Euro, die man nun lieber doch nicht ausgeben möchte.

    Schade.

    Man soll die Plätze schaffen,
    und soll sie kostenlos anbieten,

    und die finanzielle Unterstützung von Familien mit Kindern weiter verbessern.
    Vor allem da, wo bisher alles auf den Regelsatz zusammengekürzt wird.

    Dann kann man das Experiment Betreuungsgeld wieder einstampfen.

    Ansonsten ist es wenigstens ein kleiner Schritt in die richtige Richtung - der ein bisschen wegführt, von dem, was als "Kinderarmut" bezeichnet wird, aber in Wahrheit doch "Familienarmut" ist.


    19. Juni 2012

    11.31 Uhr Die Rolle des Parlaments 

    Als die Opposition beim "Hammel-"sprung in der Abstimmung über das Betreuungsgeld vor der Tür blieb, also nicht mitsprang - und dann, welche Ungeheuerlichkeit - die Beschlussunfähigkeit des Bundestages offiziell feststellen ließ, war das zwar lediglich eine taktische Trickserei, doch kam damit zum Ausdruck, dass das Parlament durchaus kann, wenn es nur will, dass sogar die Opposition etwas bewegen kann, so sie nur will.

    Nun hat das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil festgestellt, die Regierung habe das Parlament im Zusammenhang mit ESM / Rettungsschirm usw. unzureichend informiert. Ein Urteil, das jedoch, wie so viele BVG-Urteile, keinerlei Wirkung hat, außer der, dass vielleicht künftig mehr informiert werden müsste, aber durchaus nicht muss, man kann sich ja wieder wirkungslos verklagen lassen.

    Dabei ist im Grunde alles so einfach.

    • Das Parlament entwickelt, berät und verabschiedet Gesetze.
    • Die Regierung handelt im Rahmen dieser Gesetze.
    • Verlässt die Regierung das durch die Gesetze abgesteckte Feld ihrer Kompetenzen, ist das ein strafrechtlich relevantes Handeln.
    Nun hat die Regierung in ihrer Verteidigung vorgetragen, es sei problematisch, das Parlament zu informieren, weil dadurch die Gefahr bestünde, dass geheime Verhandlungszwischenstände öffentlich würden.
     
    Diese Argumentation, so richtig sie vordergründig erscheinen mag, ist in höchstem Grade undemokratisch und vom Gift der Arroganz getränkt.
     
    Das Parlament vertritt in seiner Gesamtheit die Gesamtheit des Volkes. Es ist an der Regierung, diesem Parlament und jedem einzelnen seiner Mitglieder die Notwendigkeit der Geheimhaltung bewusst zu machen.
     
    Hält es auch nur ein Parlamentarier, einzig seinem Gewissen verantwortlich, dennoch für sinnvoll, geheime Inhalte öffentlich zu machen, dann ist das nicht nur sein Recht, es ist seine Pflicht.
     
    Wir hätten eine wesentlich offenere und interessantere Diskussion, auch in der Öffentlichkeit, wir hätten wesentlich weniger verschwörungstheoretische Gerüchteküchen, wir hätten Gelegenheit, kontrovers zu diskutieren, wir könnten auf manches Einfluss nehmen, was uns zwischen Fußballmeisterschaft und Sommerloch geschwind und klammheimlich aufs Auge gedrückt wird - und wir könnten den "Geheimnisverräter" bei der nächsten Wahl abstrafen, wenn wir mehrheitlich zu der Auffassung gelangten, dass seine Indiskretion schädlich war.
     
    Es ist nicht die Aufgabe der Regierung, das Parlament zu bevormunden. Es ist nicht die Aufgabe der Regierung, am besten zu wissen, was gut ist - für Deutschland.
     
    Es ist die Aufgabe der Regierung, ihre Amtsgeschäfte im Rahmen der vom Parlament erlassenen Gesetze zu erfüllen. Es ist die Aufgabe des Parlaments, darüber zu befinden, was das Beste ist - für Deutschland.
     
     
    Und sollte es anders sein,
    dann möge das Parlament eine entsprechende Grundgesetzänderung auf den Weg bringen und seine untergeordnete Rolle auf diese Weise legitimieren.
     
    So, wie es jetzt ist, handelt es sich um eine Täuschung aller gutgläubigen Bürger und Wähler.
     
    Daran ändert auch das folgenlose Urteil des Bundesverfassungsgerichts nichts.
     


    18. Juni 2012

    15.10 Uhr Interessante Wahlen

    Elsendorf

    13.747 Mal wurde seit Mittwochnachmittag der PaD 23 /2012 "Der Tag X" gewählt.
    4.280 Fundstellen für "Der Tag X" "Egon W. Kreutzer"
    gibt es im Augenblick bei
    Google zu entdecken.

    Das ist faszinierend viel. Und dabei sind alle diejenigen, die über den Newsletter auf jene
    immer gleiche Daueradresse geleitet wurden, unter welcher für eine Woche der jeweils aktuellste PaD verlinkt ist, noch gar nicht mitgezählt.

    Danke für Ihr Interesse.

    Danke auch für die vielen Kommentare dazu, die jetzt nach und nach online gestellt werden. Einfach noch mal hinklicken

     

    Dänemark

    Eine elfköpfige dänische Delegation hat sich am Sonntag den Viertelfinalgegner für
    Deutschland gewählt. Damit kommt es seit Beginn der Griechenlandkrise erstmals zu
    einer fairen Begegnung zwischen diesen beiden Staaten.

    Griechenland

    Griechenlands Wahl hat alle Euro-Freunde und -Retter aufatmen lassen. Denn aus Athen kommt das Signal: Die Rettung der Gläubiger darf fortgesetzt werden, die Griechen wollen dafür fleißig weitersparen.

    Ägypten

    Die Revolution ist vorbei. Gewählt ist einer der beiden Kandidaten aus dem alten
    Establishment. Es stand ja auch kein anderer zur Wahl. Aus Kairo kommt also, wie aus Athen, ein glasklares "Weiter so!". Der Wahlboykott hat auch dort nichts geholfen. Er hilft nirgends.

    Frankreich

    Frankreich hat einen linken Präsidenten, und der hat nun eine linke Mehrheit im Parlament. Dazu hat er einen Sack voller Staatsschulden von seinen Vorgängern geerbt, was ihn ziemlich bewegungsunfähig - und damit zum leichten Ziel für die Damen und Herren "Märkte" macht. Rettungsmilliarden für Frankreich sind in greifbare Nähe gerückt.

    München

    Auch die Münchner Bürger haben ein klares "Weiter so" formuliert. Der Airport im Airdiniger Moos soll weiter mit zwei Startbahnen betrieben werden.
    Schön war es, die Kommentare der Airport-Erweiterer dazu zu hören. Tenor:

    Man wolle den Bürgerentscheid natürlich ernst nehmen, aber an den Ausbauplänen festhalten. Irgendwie wird sich schon ein Weg finden ...


     17. Juni 2012

     

    Manuelas Bild vom Sonntag

     

     

    Wolfgangs Bild vom Sonntag

     

    .

     


    16. Juni 2012

    15. Juli 2012


    14. Juni 2012


    13. Juni 2012

    20.45 Uhr PaD 23 /2012 Der Tag X

    Seit heute Nachmittag ist der jüngste Paukenschlag online. Er geht drei wichtigen Fragestellungen nach, nämlich:

    • wann kommt der Crash,
    • warum gibt es in D keinen Aufstand, und
    • sind die da oben alle korrupt oder unfähig.
    Er ist mir wieder mal sehr lang geraten. Über dreißig Seiten in der Druckversion - und
    (und darauf bin ich ein bisschen stolz) er enthält kein einziges Mal die Vorsilbe "ver-".
     
    Lesen Sie einfach selbst:


    12. Juni 2012
    11. Juni 2012

    14.45 Uhr Gauck, ich habe gesprochen.

    "Dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen."

    Dass ein Bundespräsident die Auseinandersetzung um die Auslandseinsätze der Bundeswehr als den Makel einer glücksüchtigen Gesellschaft ansieht, ist ebenfalls schwer zu ertragen.

    Er hat um diesen Satz herum einige Wortgirlanden gewunden,

    • hat mehr Offenheit und weniger Ignoranz gegenüber den Streitkräften gefordert,
    • ermahnt, ein reflexhaftes "ohne uns" könne keine Haltung sein, wenn wir unsere Geschichte ernst nehmen,
    • hat Gewalt als ein mögliches Mittel dargestellt, um Gewalt zu überwinden oder zu unterbinden,
    • hat den Freiheitsbegriff an die dafür erforderliche Verantwortung geknüpft und dargelegt, dass diese Verantwortung manchmal auch das Äußerste fordere, was ein Mensch geben kann, nämlich das eigene Leben,
    doch er enthielt sich offenbar - in seiner Rede an der Militärakademie Hamburg - jeglicher kritischen Betrachtung der aktuellen und der latent drohenden Einsätze, er vergaß offenbar, die Ziele der Einsätze und die Wahl der Einsatzorte zu hinterfragen, er hat sich als Feldgeistlicher geoutet, vor allem da, wo er als Christ, wie viele, viele Feldgeistliche vor ihm, das Kunststück fertigbrachte, Gewalt gegen Gewalt zu predigen.
     
    Ja, es ist richtig, ein Staat auf dieser Welt, der nicht in der Lage ist, das eigene Land, die eigenen Grenzen, die eigenen Bürger zu verteidigen, hätte schlechte Karten, käme es zu einem Angriff auf dieses Land.
        Dennoch sind die meisten Staaten dazu nicht in der Lage. Es gibt eine starke Militärmacht auf dieser Welt, und die hat sich geschworen, diese militärische Vormachtstellung niemals wieder aufzugeben.
        Die USA bestimmen über Krieg und Frieden auf dieser Welt, indem sie Kriege zulassen oder nicht, indem sie sich einmischen oder nicht, indem sie Willige auffordern, sich (mit) einzumischen, und indem sie Kriege beginnen oder nicht.

     

     

     

    Dafür haben wir die Bundeswehr. Zur Verteidigung.
    Wir haben sie auch, um unseren Verbündeten im Bündnisfalle beizustehen.
     
    Wir haben sie nicht, um unseren Einfluss auf Rohstoffquellen und Handelswege zu sichern. Selbst wenn wir sie de facto schon dafür einsetzen.
     
    Oder sollte da eine Grundgesetzänderung an mir vorbeigegangen sein?
     
     
    Und es ist bitterer Hohn,
     
    - die Trauer und den Schmerz um den Verlust von Menschenleben,
    - die von jedem Bürger gefühlte Verantwortung für das Leben der Soldaten,
     
    als "glücksüchtig" zu diffamieren, vor allem dann, wenn sie in Einsätzen geopfert werden, die mit "Verteidigung" nur über unhaltbare argumentative Zweckkonstruktionen
    in Zusammenhang gebracht werden können.
     
    Chapeau, Herr Gauck!
     

     

     


    10. Juni 2012

     

    Zwei Bilder vom Sonntag

     

    ..


    9. Juni 2012
    8. Juni 2012

    08.30 Uhr Kuhhandel

    Wikipedia:

    Ein durch undurchsichtige Abläufe, insbesondere den Einbezug von Neben- und Zusatzvereinbarungen geprägter Tausch.


    Herr Gabriel, SPD, hat Zustimmung zum Fiskalpakt - und damit zu ESM signalisiert.

    Diese Zustimmung brauchen Merkel und Rösler, denn sie brauchen die Stimmen der SPD, um "ESM", jenen neuen Anlauf zur Entdemokratisierung Europas, ratifizieren zu können. Ein Vertragswerk, von dem wahrscheinlich die meisten Parlamentarier wieder nicht mehr wissen, als sie seinerzeit (und wohl auch noch heute) über die EU-Verfassung und den Vertrag von Lissabon wussten und wissen.

    Da war es ein Leichtes, sich in einer Art 180 Grad Wende - mit Überschlag und eingesprungenem Rittberger - in der Schwarz-Gelben Koalition darauf zu einigen,
    im Gegenzug die Forderung nach der Finanztransaktionssteuer ins offizielle Paket der eigenen politischen Ziele aufzunehmen.

    Festzuhalten für die Geschichtsbücher bleibt:

    Der Fiskalpakt und ESM werden durch eine Transaktionssteuer um keinen Deut besser.
    Das Zieren der SPD vor der Zustimmung war also bloßes Theater, ohne den Hauch der Einsicht in die damit verbundenen Probleme, über die vorsichtshalber von den Verantwortlichen überhaupt nicht diskutiert wird.

    Festzuhalten bleibt weiter, dass die Transaktionssteuer auch nach der Koalitionseinigung nur eine Absichtserklärung der gerade noch amtierenden Bundesregierung ist, während Fiskalpakt und ESM in aller Eile in wenigen Wochen
    unter Dach und Fach gebracht sein sollen.

    Festzuhalten bleibt auch, dass alle Proteste, alle Demonstrationen, alle Petitionen
    am festen Willen zur Durchsetzung von ESM und Fiskalpakt abprallen wie Regentropfen an einer Teflonpfanne - und, dass das Bundesverfassungsgericht, als letzter Schutzwall zur Wahrung der staatlichen Souveränität, bisher die Augen vor diesem Angriff auf die Verfassung so weit geschlossen hält, dass die heraufziehende Plutokratie durch nichts mehr an ihrer vollen Entfaltung gehindert werden kann.

    Und warum das alles?

    Weil die Regierungen von 17 Euro-Staaten, samt der EZB und der Brüsseler Kommissare, nichts Besseres zu tun haben, als die Interessen der Gläubiger zu wahren und das von diesen kontrollierte Finanz- und Wirtschaftsystem zu erhalten, damit Krisen, wie die jetzige, auch weiterhin in schöner Regelmäßigkeit veranstaltet werden können.

    Alternativlos systemrelevant.

    Das sind nicht nur die Banken, noch sind es auch die Regierungen.

    ... bis ESM installiert ist.



    7. Juni 2012
    6. Juni 2012
    5. Juni 2012

    10.10 Uhr Soros' sonderbare Sorge

    Wenn ein sehr erfolgreicher und gerissener Spekulant sich Sorgen macht, und sich zu Ratschlägen an Deutschland hinreißen lässt, die - so Soros - die letzte Chance für Europa darstellen, dann erinnert mich das an das Märchen vom Wolf und den sieben Geißlein.

    Soros ist Teil des globalen Raubtierkapitalismus. Kein Wohltäter.

    Wenn er nun in besorgter Stimme, gütig und wohlmeinend seinen Rat erteilt, dann ist es besser, nicht zuzuhören.

    "Kreide fressen", heißt der Trick, um gegen alle begründete Vorsicht der Opfer doch noch zum Ziel zu kommen.

    Wenn er dazu noch zur Eile drängt, vom maximal drei Monaten spricht, die noch Zeit wären, um die deutsche Staatskasse noch viel weiter zu öffnen als sie sowieso schon geöffnet ist, dann ist es besser, nicht zuzuhören.

    "Zeitnot schaffen, Panik stiften, das Denken ausschalten", heißt der Trick, um das Opfer zu überstürztem Handeln zu bewegen.

    Wenn er dann noch sagt, er habe nicht viel Hoffnung, dass diese letzte Chance wahrgenommen würde, dann ist es besser, nicht zuzuhören.


    "Einen Schafspelz überziehen, die eigenen Absichten kaschieren", heißt der Trick, um das Opfer in Sicherheit zu wiegen, bis es auf Bissnähe herangekommen ist.

     

    Und was will er eigentlich erreichen, der Herr Soros?

    Den Euro will er gerettet wissen.

    • Und wem nützt das?

    Den Gläubigern. Niemand sonst

    Und wo, in Europa sitzen die Gläubiger?

    Schauen wir uns die Staatsfinanzen an: Ganz Europa ist Netto-Schuldner. Auch Deutschland steckt bis zum Hals in Schulden.
    Schauen wir uns die Wirtschaft an: Die allermeisten Unternehmen sind Netto-Schuldner mit einer hauchdünnen Eigenkapitaldecke.
    Schauen wir uns die privaten Haushalte an: Die allermeisten haben keine nennenswerten Ersparnisse, viele sind verschuldet.

    Da, wo Bürger, Wirtschaft und Staaten unter erdrückenden Schulden leiden, sollen die sich um das Wohl ihrer Gläubiger sorgen?

    (Hoffentlich frisst mich der Wolf bald, damit er bloß nicht Hunger leiden muss, dachte sich das Geißlein und sprang ihm freudig entgegen ...)

    Und wie stellt sich Herr Soros das vor, den Euro zu retten?


    Die Banken sollen gerettet werden und deshalb direkt auf die Euro-Rettungsfonds zugreifen können.

    Der Wolf jagt im Rudel. Klar, dass jeder das Recht haben soll, direkt auf eins der sieben Geißlein zugreifen zu können. Die sind die natürliche Beute der Wölfe - dass sich da jemand in den Weg stellt, Zäune errichtet und gar auf Wölfe schießt, das geht in so ein Raubtierhirn nicht hinein.
     
    •  
    Nun, wir wissen, wie die Geschichte ausgeht.

    Die naiven Geißlein kommen aus der Standuhr - und ihre Stunde hat geschlagen.
    Der Wolf frisst eins nach dem anderen auf und legt sich satt und vollgefresssen zur Ruhe.
     
    Das war sein Plan, von Anfang an, und er ist aufgegangen.
     
     
    Im Märchen
     
    kommt dann die Mutter der Geißlein, schneidet beherzt dem Wolf den Bauch auf, holt ihre Kinder lebendig heraus, füllt den Bauch des Wolfes mit Wackersteinen und ersäuft ihn im Brunnen.
     
     
    Wenn sie das fertigbrächte,
    dann würde ich das nächste Mal Angela Merkel wählen.
     
    Nachtrag, 12.00 Uhr

    Im Zusammenhang mit der Panikmache wird Merkels Spar- bzw. Austeritäts-Politik als Haupthindernis für die Rettung des Euro genannt. Dabei handelt es sich um eine
    Irreführung. Merkels Sparen - und ihr Drängen auf erhöhte Sparsamkeit in der gesamten Euro-Zone ist nicht das Ziel des Angriffs.

    Dieses "Kaputtsparen" hilft doch auch wieder nur den Gläubigern und wurde noch vor kurzem von aller Welt als "alternativlos" hingestellt. Das ist falsch - und wird falsch bleiben.
    Ziel des Angriffs ist Merkels "Sparsamkeit" in Bezug auf die deutsche Staatskasse, die Weigerung, wirklich jedem Zugriff auf die Erträge der Leistungsfähigkeit der deutschen Bevölkerung untätig zuschauen zu wollen.

    Ziel des Angriffs ist der leise Verdacht, die Bundesregierung könne in letzter Minute aufgrund des erheblich wachsenden Widerstandes in der Bevölkerung gegen ESM und Fiskalpakt doch noch umfallen, oder die Entscheidung zumindest noch für einige Monate hinauszögern.
     
    Da wird, m.E. sehr planvoll, einiges durcheinandergeworfen.
     
     
    Ein Grund mehr, sich einer Petition gegen ESM anzuschließen.
     
    https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=24314
    https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=18123

     


    4. Juni 2012

    10.10 Uhr Guten Morgen, Deutschland 

    "Nach einem Bericht des "Spiegel" stattet Israel die U-Boote mit nuklear bestückten Marschflugkörpern aus."

    Dieser Satz findet sich seit dem Wochenende in nahezu allen deutschen Blättern in nahezu unverändertem Wortlaut.

    Da frage ich mich:

    Warum wird diese olle Kamelle ausgerechnet jetzt ausgegraben, kaum dass der Bundespräsident sich in Israel vorgestellt hat?

    Das ist doch weißgott nichts Neues!

    Am 21. November 2005 - vor fast sieben Jahren - schrieb ich in einem Aufsatz mit dem Titel "Brisante Geschenke" unter anderem folgendes:

     

    geschrieben am 21. November 2005

     

     "Wissen Sie, bevor Sie sich jetzt vielleicht unnötig aufregen, sollten Sie sich klar machen, dass das alles gar nichts Neues ist.

    Das hatten wir schon öfter.

    Die beiden U-Boote, die wir jetzt großzügig mitfinanzieren, sind die Nummern vier und fünf.

    Die HDW (Howaldtswerke Deutsche Werft AG) hat für Israel nämlich schon drei dieser hochmodernen, mit dem weltweit einzigartigen, superleisen und tauchfahrtreichweitenverlängernden Brennstoffzellenantrieb gebaut.

    Diese ersten drei wurden zwischen Juli 1999 und Oktober 2000 ausgeliefert. Kohl hat das wohl mit den Amis und Israel vereinbart - und Schröder hat (pacta sund servanda, FJS-Lieblingszitat) liefern lassen.

    Alle drei übrigens mit jenen speziellen, übergroßen Abschussrohren, die man braucht, wenn man Atomwaffen auf mittlere Distanzen verschießen will.

    Die ersten drei U-Boote der Dolphin-Klasse, die an Israel "geliefert" wurden, hatten zusammen einen angegebenen Ausfuhrwert von 1,28 Milliarden DM.

    Die ersten beiden hat Deutschland Israel geschenkt, einfach so, nur das dritte musste Israel bezahlen, aber auch das nur zur Hälfte.

    Insgesamt hat der deutsche Steuerzahler für diese seegestützten Atomwaffen-Abschussanlagen seinerzeit 1,1 Milliarden DM "gespendet".

    Nun sind fünf Jahre vergangen - und weil der Euro, wie wir wissen, kein Teuro ist, und die Preise auf allen Gebieten stabil geblieben sind, kosten nun zwei weitere U-Boote der gleichen Baureihe schon insgesamt 1 Milliarde Euro - und Deutschland übernimmt diesmal ein Drittel der Kosten, damit Herr Sharon, der sich das sonst nicht leisten könnte, weil Israel so arm ist, und schon die Einzäunung der Palästinenser kaum bezahlen kann und sich jeden einzelnen Abschuss eines Palästinenerführers vom Hubschrauber aus schon heute praktisch vom Munde absparen muss, die Fähigkeit in die Hand bekommt, seine atomaren Sprengköpfe überall auf der Welt ins Ziel zu tragen, obwohl Israel pleite ist."

    ... und das hab ich mir seinerzeit nicht aus den Fingern gesogen, darüber wurde berichtet. Gut, sicherlich nicht in allen Blättern, sicherlich nicht mit einem solchen
    medialen Erstschlag, wie er dieses Wochenende vom Spiegel geführt wurde, doch ein Geheimnis war es nicht.

    Ich bin auf die Fortsetzung dieser Kampagne gespannt.
    Sehr gespannt.

     
    Alsdann: Guten Morgen, Deutschland!


     3. Juni 2012

    Das Bild vom Sonntag


    2. Juni 2012
    1. Juni 2012
    31. Mai 2012 

    18.30 Uhr PaD 21 /2012 "Ent-" ist online

    "Ent-", die Vorsilbe als Titel eines Paukenschlags? Ja.

    Es geht darin um die Frage, was Deutschtümelei ist. Wieso die Financial TimesDeutschland suggeriert, mit dem Abgang des Schweizers Ackermann, gehe es in der Deutschen Bank nun "Wider die Deutschtümelei".

    Der Gedankengang bleibt aber bei der Deutschen Bank nicht stehen, er reicht darüber hinaus, zu Euro-Bonds und ESM, aber auch nach Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien.

    Wie das?

    Lesen Sie einfach hier weiter: http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2012/21.html

     

    (und nicht vergessen, um Mitternacht endet die Subskriptionsfrist für die "Paukenschläge 2009 - 2011")


    30. Mai 2012

    10.30 Uhr Zitate 

    Der Handel mit Kampfflugzeugen, Panzern, Minen, Drohnen, richtigen Raketen, Cruise Missiles, Kriegsschiffen und U-Booten ist international üblich

    und gehört zum Geschäft ehrenwerter Staatsmänner und Industriekapitäne genauso,

    wie die Einweihung von Schulen und Kindergärten, die Eröffnung von Autobahnteilstücken und die pathetische Rede anlässlich des nationalen Gedenktages für die Gefallenen aller symmetrischen Auseinandersetzungen der Vergangenheit.

    Eine Bank - wie die Deutsche - mit einer Bilanzsumme von 2,2 Billionen Euro,

    deren Eigenkapital schon in der Bilanz des Jahres 2007 mit gerade noch 37 Milliarden bei nur 1,7% der Bilanzsumme lag

    und deren (als solche ausgewiesene) Kreditvergabe nur noch rund
    10 % der Bilanzsumme erreichte,

    ist ein einziges Spielkasino für die Superreichen - mit jährlicher 25%-Gewinngarantie für die Eigentümer dieses Kasinos.

    Für die Geldversorgung der Realwirtschaft wäre die Deutsche Bank vollständig verzichtbar.

    Sie überschlagen sich. Alle.

    Eine Schuldenbremse muss her! Ins Grundgesetz muss sie hinein. Damit nie wieder jemand das tun können soll,

    was sie gerade in größtmöglichem Maße tun.


    Als ob der Kapitalismus ein gnädiger Gott wäre, der einem Sünder schon während des Sündigens vergibt, weil der inbrünstig Sündigende verspricht: "Nur noch dieses eine Mal - und dann nie wieder, bis in alle Ewigkeit".

    Was hat man denen bloß in den Kaffee getan?

    Es gibt gute Gründe, bestimmte Produkte oder Leistungen zu importieren.

    Ebenso gibt es gute Gründe, bestimmte Produkte und Leistungen zu exportieren.


    Aber die Maximierung der Gewinne von Importeuren und/oder Exporteuren alleine kann kein ausreichender Grund dafür sein.

    Ist OPEL gerettet, wird man feststellen, dass sich die Situation nicht im Geringsten verändert hat.

    Es wird weiterhin Überkapazitäten geben, denen eine viel zu geringe Kaufkraft gegenübersteht, um sie auszulasten.

    Das Ziel, die Bevölkerung mit mehr Autos zu versorgen, wird nämlich

    nicht dadurch erreicht, dass man ausreichend viele Automobilfabriken im Lande hat ...

    Lassen Sie uns ganz bewusst den Film anhalten und das Licht im Krisenkino einschalten.

    Was sehen wir?


    Wir sehen ein Land, dessen Bevölkerung nach wie vor in der Lage ist, mit Hilfe der vorhandenen natürlichen Ressourcen und Produktionseinrichtungen alles zu produzieren, was seine Bürger für den eigenen, gar nicht bescheidenen Bedarf benötigen - und sogar noch sehr viel mehr, denn schließlich waren und sind wir Exportweltmeister, was es uns ermöglicht, notwendige Importe aus der Portokasse zu bezahlen.

    Wir sehen ein Land, mit einer hervorragenden Infrastruktur aus Verkehrswegen, Ver- und Entsorgungseinrichtungen, Kommunikationsdiensten, Forschungs- und Bildungseinrichtungen. Wir sehen ein Land mit einem hochentwickelten medizinischen System, mit Sicherheits- und Rettungsdiensten, Polizei und Feuerwehren, wir sehen Felder und Wälder, Gärten und Parks, Häuser, Wohnungen, Schlösser - fast alles in gutem Zustand - von äußeren Zeichen einer Krise keine Spur.

    Welches Unheil ist also über uns hereingebrochen?


    Hat es ein zerstörerisches Erdbeben gegeben, das den halben Rheingraben in ein Trümmerfeld verwandelt hat?

    Hat eine verheerende Seuche die Hälfte der Bevölkerung dahingerafft?

    Wurden wir von einem anderen Staat mit Waffengewalt angegriffen?

    Ist das Waldsterben beendet, weil der letzte Baum verendet ist?

    Gab es drei furchtbare Missernten in Folge?

    Sind die schiffbaren Flüsse und Kanäle ausgetrocknet?

    Leiden wir an Energieknappheit, ist die Versorgung mit wichtigen Importgütern unterbrochen?

    Wagt E.On nicht mehr, die turnusmäßige Strompreiserhöhung und Gewinnmehrung durchzudrücken?

    Ist die Bundestagswahl abgesagt, weil die Republik einem Diktator in die Hände gefallen ist?


    Was, verdammt noch mal, hindert uns daran, ganz normal unserer Arbeit nachzugehen, ganz normal unser Geld zu verdienen und es ganz normal wieder zu verkonsumieren?


    Wer, verdammt nochmal, zwingt unter diesen Voraussetzungen eine Million Menschen in Kurzarbeit?

    Wer sorgt dafür, dass die Arbeitslosenzahlen, trotz aller statistischen Tricksereien wieder kräftig steigen?

    Wer zwingt die Regierung dazu, die Neuverschuldung explosionsartig in die Höhe zu treiben?


    Bei Licht betrachtet - gibt es keinen einzigen vernünftigen Grund für all diese Absurditäten.

    Herr Zimmermann, nicht der von XY, sondern der von jenem deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, dessen Präsident er ist,

    hat am Dienstagmorgen im ARD- Morgenmagazin erklärt, wir hätten keinen Anlass für ein Konjunkturprogramm,

    weil unser Problem schließlich der rückläufige Export sei,

    der mit einem deutschen Konjunkturprogramm nicht angekurbelt werden könnte.

    Wörtlich:

    "Von daher
    haben wir begrenzt
    intern nur Möglichkeiten,
    hier gegenzusteuern.
    Fast gar nicht."

    Ein Wesen, das nicht mehr in der Lage ist, sich selbst zu erkennen, folglich auch nicht mehr in der Lage ist, die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen,

    ein Wesen, das nur existiert, weil sich die Menschen seiner Umgebung noch an seine einstige bewusste Existenz als unverwechselbares Individuum erinnern und nicht wahrhaben wollen, dass es damit endgültig und unabänderlich vorbei ist,

    ein solches Wesen hat sich von der Welt bereits verabschiedet, ganz gleichgültig, wie lange die Apparatemedizin und die Zuwendung der nächsten Angehörigen den Körper noch am Leben erhalten.


    Das gilt offenbar nicht nur für natürliche Personen, sondern auch für das Staatsgebilde.

    Deutschland geht unter.

    Nur zur Erinnerung:

    1 Billion =1 Million Millionen = 20.000 Jahre lang jede Woche
    1 Million im Lotto gewinnen

    Solange sich das spezifische Fachwissen des Großteils der deutschen Berufspolitiker in Rentensachen darauf beschränkt,
    zu den Renten eine von zwei Meinungen zu haben, nämlich entweder die,

    dass dem Rentnervolk immer und unter allen Umständen voller Überzeugung gesagt werden müsse, die Rente sei sicher,

    oder die,

    dass den Jüngeren gesagt werden müsse, sie würden durch die unersättlichen Rentner und deren Anspruchsdenken förmlich ausgeplündert,

    solange ist kein Politiker wirklich gezwungen, sich Gedanken darüber zu machen,

    ob der Lebensunterhalt der Alten auch fürderhin als eine Art auf Widerruf gewährtes Gnadenbrot aus den Händen der Anführer der jeweiligen Mehrheitsparteien anzusehen sein darf,

    oder ob es sich bei der Rente nicht doch um einen wohlbegründeten Anspruch der Menschen handelt.

    Es sei an dieser Stelle noch einmal darauf hingewiesen,

    dass es in der gesamten Produktion von Gütern und Leistungen

    keine anderen Kosten gibt, als Lohnkosten.

    Der Rest sind Gewinne, Ansprüche aus sonderbaren Rechten, Zinsen, Pachten, Mieten, also leistungslose Einkommen.

    Oder haben Sie schon einmal gehört, dass das, was unsere Erde an Boden und Bodenschätzen trägt, irgendwann einmal vom lieben Gott an Adam verkauft worden wäre?

    Die Anteilseigner haben also im Laufe der letzten drei Jahre von BMW 1,35 Milliarden Euro bezogen,

    davon entfielen auf die Familie Quandt 0,63 Milliarden Euro.

    Frau Klatten alleine kam auf rund 169 Millionen, und - das sei ganz am Rande noch vermerkt - den Quandts gehört auf dieser Welt noch weit mehr, als nur die 46,6% an BMW.

    Aber statt sich zu fragen, womit die Quandts dieses Einkommen verdienen oder wofür sie es erhalten,

    reden sich unsere Politiker die Köpfe heiß, wie man überzogene Managergehälter und Bonizahlungen begrenzen soll -

    und senken den Milliardären dieser Republik, nachdem die Vermögenssteuer schon seit Jahren nicht mehr erhoben wird, mit großem Eifer die Erbschaftssteuer.

    Zitate.

    Ein Dutzend Zitate aus dem 455 Seiten starken Hardcover-Buch

    "Paukenschläge 2009 - 2011"

    Der Druckauftrag für die erste Auflage ist erteilt. Die Subskriptionsfrist, während derer Sie dieses Buch zum reduzierten Einführungspreis bestellen können, läuft noch bis morgen Abend, 24.00 Uhr.

    mehr?


    29. Mai 2012

    09.30 Uhr Geldchaos in Griechenland

    • EFSF überweist die nächste Tranche (18 Mrd. Euro) an griechische Banken.
    • Die größten griechischen Banken können wieder "normal" funktionieren.
    • Mehr als 75 Mrd. Euro wurden aus Griechenland bereits ins Ausland transferiert.

    Das sind drei Kernsätze aus der ntv-Meldung zur aktuellen Lage in Griechenland.

    Insgesamt wird damit suggeriert, Europa hülfe per EFSF, den Abfluss von Anlagekapital griechischer Banken zu kompensieren, damit die Banken wieder zu Gunsten der (Real-)Wirtschaft arbeiten können.

    Da wird auf einmal das so unabdingbar geforderte Recht auf die Freiheit des Kapitals, ein scheues Reh zu sein, und sich niederzulassen, wo immer es will, bekrittelt?

    Während an den Devisenmärkten tagtäglich unvorstellbare Summen frei hin und her fließen, um Verlustrisiken auszuweichen und Gewinnchancen wahrzunehmen, während also Billionen tagtäglich "auf der Flucht" sind, um ja nirgends einen Wertverlust hinnehmen zu müssen, was von den Kommentatoren als völlig normal angesehen wird und keinen aufregt, ist die Umbuchung von 75 Mrd. Euro innerhalb von drei Jahren, von Konten bei griechischen Banken auf Konten bei nichtgriechischen Banken, nun verwerflich?


    Was ist der Grund dafür?

    Nun, es muss ein "Schuldiger" präsentiert werden.
    Und möglichst ein anonymer Schuldiger.

    Da eignen sich "die griechischen Sparer" ganz perfekt.
    Da kann man keinen einzelnen fassen und benennen, weil jeder ja nur einen Bruchteil beiträgt. Und dass da auch Großanleger in jenem Schwarm der Kleinsparer mitschwimmen, den uns das Fernsehen vorsorglich mitleidheischend in schönen bunten Bildern aus Griechenland präsentiert, das muss ja nicht laut hinausposaunt werden.

    Man hat es letztlich zu einem massenpsychologischen Problem erklärt, dem nicht beizukommen ist. Niemand ist wirklich schuld. Die Angst vor dem Ausstieg Griechenlands aus dem Euro macht die Rettung griechischer Banken durch die Euro-Familie notwendig, weil sich die Sparer in ihrem verständlichen Egoismus kontraproduktiv verhalten.

    Und schon ist vom Problem so weit abgelenkt, dass es in unerreichbare Ferne entrückt ist.

    Wo liegt denn das Problem?

    Das Problem liegt darin, dass die griechischen Banken das Geld, das von ihren Einlegern abgezogen wird, nur mit Mühe zusammenkratzen können. Sie haben es nicht.

    Das wäre noch ganz normal, denn Banken legen Einlagen ja nicht einfach in den Tresor und lassen sie verrotten, sondern sie suchen für dieses Geld selbst nach lohnenden Anlagen. Statt dass Geld im Tresor liegt, stehen da also Wertpapiere und Forderungen an Kreditschuldner in den Büchern.

    Die nimmt üblicherweise die Zentralbank als Sicherheit an, wenn die Geschäftsbank Bares braucht, und stellt die Liquidität zur Verfügung.

    Und erst jetzt kommt das Problem: Genau das tut die Zentralbank nicht, weil sie die vorhandenen Sicherheiten nicht akzeptiert. Die sind nichts wert. Da stecken faule Kredite und toxische Papiere in solchen Massen in den Büchern, dass den Geldern der Anleger schon längst kein "echter Wert" mehr gegenübersteht.

    Anders ausgedrückt: Hätten die Banken ihre Bilanzen nicht durch kriminelle Überbewertung der Aktiva massiv geschönt, sie hätten längst Bankrott anmelden müssen.

    Hilfsgelder für griechische Banken aus dem EFSF, die gerade wieder fließen, können also durchaus auch als Beihilfe zur weiteren Konkursverschleppung angesehen werden.

    Diese Beihilfe wird dadurch legalisiert, dass diese Hilfen nicht leichtfertig im Wissen um den drohenden Totalverlust vergeben werden. Denn für diese Hilfen haben sich Bürgen gefunden, die einspringen werden, wenn sich die Lage der griechischen Banken nicht bessern sollte.

    Und wenn es erstmal einen Bürgen gibt, dann braucht es keine weitere Sicherheit und auch keinerlei Aussicht auf die Besserung der Lage des Schuldners, dann kann man locker Hilfskredite ausschütten.

    Die Aktion der EFSF ist also in Wahrheit ein Signal an alle Inhaber von Euro-Konten bei griechischen Banken (und das sind sicherlich nicht nur Griechen):

    Bringt eure Euros in Sicherheit!
    Wir halten das Tor weiterhin offen.
    Eure Banken bekommen das Geld,
    das ihr ins Ausland schaffen wollt, schon.

    Wenn der Crash erst da ist, ist es zu spät!

    Dann seid ihr Zögerer genauso gekniffen, wie die Steuerzahler der Euro-Zone,
    die wir mit Hilfe ihrer Regierungen gegen jede Vernunft zu Bürgen gemacht haben.

     


    28. Mai 2012
    27. Mai 2012

    Das Bild vom Sonntag 


    26. Mai 2012

    16.25 Uhr Prächtiges Pfingstwetter

    Grad richtig für den Durst der Alten Herren und Jungfüchse, die sich auch heuer wieder in Coburg zum Convent versammeln.

    Grad richtig, für einen Ausflug ins Grüne, wenn der Flug zu einem weiter entfernten Ziel nicht längst gestartet ist.

    Ist doch richtig schön, dass die christlichen Religionsgemeinschaften ihre Feiertage bevorzugt in den Frühling gelegt haben.

    Ursprünglich, vermute ich, wollte man die Menschen damit in den Wonnemonaten von unfrommer Lustbarkeit abhalten und sie stattdessen überdurchschnittlich oft in den Kirchen über ihre Sündigkeit aufklären, nun hat sich das ins Gegenteil verkehrt.

    Wie heißt es so schön: Der Mensch denkt, und Gott lenkt.

    Und wenn Gott so ist, wie ich ihn mir gerne vorstellen mag, dann ist es ihm lieber, wenn wir die Feiertage fröhlich genießen und uns an der Schöpfung erfreuen, anstatt uns in dunkle Gewänder zu hüllen, um schwitzend die Kirchen zu füllen.

    Wie auch immer - ich wünsche Ihnen, die sie immer noch in einen Bildschirm schauen - schöne Pfingsten, und freue mich, wenn dabei auch Sie nach Ihrer Facon selig werden.

    Mit besten Grüßen

    Egon W. Kreutzer

    25. Mai 2012

    Unterbernbach-Tag

    Solange das Anwesen nicht verkauft ist, bedarf es der Pflege.

    Es soll ja nicht total verwildern.

     


    24. Mai 2012

    10.00 Uhr Hochmut kommt vor dem Fall

    So heißt es im Sprichwort. Wie bei allen Sprichwörtern ist die Aussage grundsätzlich richtig, jedoch nicht immer erfüllt sie sich auch.

    Angriffe auf Menschen mittels ferngesteuerter Flugobjekte sind m.E. ein Gipfel des Hochmuts, ein Gipfel der Missachtung der Mitmenschen, ein klarer Ausdruck der Missachtung der Menschenrechte, ein irres Gefühl der "Gottgleichheit", mit dem angemaßten Recht, nach Belieben über Leben und Tod entscheiden zu können, und das, ohne zu wissen, wen es trifft, nur auf bloßen Verdacht, womöglich auf eine Laune hin ...

    Es gibt da einen Krieg, der völkerrechtlich niemandem erklärt worden ist, weil es den Staat oder das Volk "Terrorismus", dem er gilt, nicht gibt.

    Es ist ein Krieg, der auf dem Hoheitsgebiet fremder Staaten ausgetragen wird, mit überlegenen Waffen im festen Glauben an die eigene Unangreifbarkeit. Nach dem deutschen Strafgesetzbuch - das hier natürlich keinerlei Anwendung findet - handelte es sich um heimtückischen Mord.

    Die mittelalterlichen Gebräuche, in denen Menschen für "vogelfrei" erklärt werden konnten, hielt ich für längst überwunden - jedenfalls in den zivilisierten Staaten der westlichen Welt.

    Nun ist dieser Ungeist wiederauferstanden - und macht sich breit und immer breiter.

    Die Aufrüstung der bundesdeutschen Sicherheitsorgane mit Drohnen ist in vollem Gange. Und mit den damit verbundenen Möglichkeiten wird auch die Versuchung, sie zum Einsatz zu bringen von Tag zu Tag stärker werden.

    Wasserwerfer in Stuttgart - das war doch letztlich ein Flop. Die Gegner von S21 wurden dadurch nicht hinreichend abgeschreckt, ihren Protest weiterzuführen.

    Die nächsten Protestdemonstrationen werden von Drohnen überwacht werden. Die sind nicht so laut wie Hubschrauber, die werden von den Demonstranten gar nicht wahrgenommen, doch die Demonstranten werden wahrgenommen, es werden Dateien angelegt, vernetzt, durchforstet - und irgendwann steht dann der Verdacht im Raum, bei der Figur auf den Bildern x, y und z handele es sich um einen gefährlichen Rädelsführer.

    Wenn zugleich die Demokratie weiter schwindet und die Machtfülle der Regierung wächst, wenn Geheimdienste sich weiter verselbstständigen, wenn die Justiz immer weniger geneigt ist, Gesetzesbrüche der Regierung zu untersuchen, dann wird es den legitimierten Mord per Drohne wohl auch in Deutschland geben.

    Wie weit der Hochmut der führenden Köpfe dieser Welt noch getrieben werden wird, bevor es zum Fall kommt, steht in den Sternen.

    Und wenn ich die schönen Familienfotos von den Gipfeln sehe, wo sich zwei Handvoll Menschen als berechtigt ansehen, über Krieg und Frieden, über Wohl und Wehe, über Wohlstand hier und Not da zu bestimmen, dann wünsche ich mir einen Fall.

    Einen Rückfall in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts.

    Die waren auch nicht perfekt. Ja.
    Aber es herrschte ein anderer Geist - und den wünsche ich mir zurück.

     
    und das passt dazu, wie die Faust auf's Auge!
     
    (auf YouTube nicht mehr gefunden)
     
     
    Georg Schramm - Ein System sondergleichen
     
    Kleinkunstpreis Baden-Württemberg 2011
     
    Die Regierung(en?) sind Handlanger des Bösen
     

     Dieses Video ist nicht mehr verfügbar, weil
    das mit diesem Video verknüpfte
    YouTube-Konto aufgrund mehrerer
    Benachrichtigungen von Dritten über eine
    Urheberrechtsverletzung gekündigt
    wurde. Zu den Beschwerdeführern
    gehören: [pooldoks Wailand
    Filmproduktion KG], [Arte], [telekult Film-
    und Medienproduktion GmbH].
     
    ... und das hatte Georg Schramm unter anderem in diesem Auftritt gesagt:
     

    Es ist ein System sondersgleichen ...

    Ich werde einen Zeugen für Sie auffahren, den Sie nicht kennen müssen, aber der ist ihresgleichen:

    Warren Buffet ...

    und Warren Buffet hat vor vier Monaten einen ganz schlichten Satz gesagt, und den schenke ich Ihnen zum Abschied.

     

    Er hat gesagt:

    "Natürlich ist das, was wir gerade erleben, ein Klassenkampf,

    und unsere Klasse,

    die Klasse der Reichen,

    die gewinnt" ...
     
     
    Und noch etwas mag ich anmerken:
     
    Die Überschrift des oben verlinkten Artikels, die macht mich auch wütend, denn es handelt sich um eine ganz subtile Lüge:
     
    Zehn Menschen sterben bei Beschuss durch US-Drohne
     
    Wenn ein Mensch stirbt, dann ist das ein Prozess, der ausgelöst durch Alter, Krankheit oder Verletzung vonstatten geht. Der Mensch stirbt, das ist, wenn
    auch eine finale Entwicklung, so doch eine Entwicklung, die "aktiv" formuliert ist.
     
    Der Mensch stirbt.
     
    Diese 10 Menschen sind nicht gestorben, sie wurden gestorben. Und dass es diese Form des Verbs "sterben" im regulären Deutschen nicht gibt, beweist, dass hier gelogen wird. Doch das ist nur Teil 1 der Lüge.
     
    Teil 2 der Lüge lautet, sie sind "bei" etwas gestorben.

    Wer beim Beschuss stirbt, der ist nicht durch den Beschuss gestorben. Er ist beim Beschuss gestorben.
     
    Man kann natürlich auch beim Beschuss sterben. Doch liegt dann im Grunde nahe,
    man habe selbst den Beschuss ausgeführt und sei dabei gestorben, so wie man beim Besuch seiner Kinder friedlich sterben kann, oder beim Sortieren seiner Briefmarkensammlung.
     
    Dass uns diese Sprachlüge nicht auffällt, liegt daran, dass wir den Kontext verstehen, in dem diese Lüge versteckt ist. Wir wissen, dass man durch Beschuss getötet, ermordet, gekillt, zerfetzt wird. Wir wissen auch, dass man danach tot ist,
    und daher erkennen wir zwar die Wahrheit, doch erleben wir sie durch den Schleier des "sanften Sterbens" bei einer "angenehmen Beschäftigung" - und schon ist es nicht mehr schlimm ...
     
    Dass dann am Ende noch steht "durch US-Drohne", das ist nur eine nachgeschobene Detaillierung, durch die der erste Eindruck vom "friedlichen Sterben" nicht mehr wirklich ausgelöscht werden kann.


    23. Mai 2012

    09.45 Uhr Die Vision: Europäische Zweitwährungsunion (EZU)

    Der Gedanke, den Griechen die Drachme zurückzugeben, ohne ihnen den Euro zu nehmen, erscheint vielen absurd. Daran haben auch die vielen kleinräumigen Experimente mit regionalen Komplementärwährungen nichts geändert, die in den letzten Jahren - nicht nur in Deutschland - auf sich aufmerksam gemacht haben.

    Die Erkenntnis, dass diese Währungen mehr Probleme mit sich bringen, als sie Nutzen stiften, kann auch mit den idealistischsten Argumenten nicht zum neuen "Wunder von Wörgl" hochstilisiert werden.

    Die Ursachen dieser Probleme habe ich schon vor Jahren dargestellt und auch in "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre Band III - Über das Geld" ausführlich beschrieben.

    Mit der Idee, die Drachme in Griechenland zur Zweit- (oder sogar Erst-) Währung zu machen, fallen diese Probleme weg.

    Sobald der Staat die Drachme als Zahlungsmittel akzeptiert, sobald Steuerschulden in Drachmen getilgt werden können, ist die allgemeine Akzeptanz im Binnenmarkt hergestellt, und solange niemand auf die - durch das Giralgeld und seine speziellen Eigenschaften - überholte, ja, kontraproduktive Idee verfällt, der Drachme eine Umlaufsicherungsgebühr aufzubürden, wird sie von jedermann angenommen und eingesetzt werden.

    Die Befürchtung, das könne doch nicht funktionieren, man könne doch nicht einfach "neues Geld" erfinden, das hätte doch keinerlei Wert, es handele sich doch nur um wertlose Papierfetzen aus der Notenpresse, ist verständlich.

    Viele Mitbürger wissen einfach nicht, dass der Euro nichts anderes ist, dass auch die gute alte DM nichts anderes war, als "frisch gedrucktes" Geld.

    Die Deutsche Mark wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von den Amerikanern gedruckt, in vielen, vielen Kisten nach Deutschland verschifft, und dann als Kopfgeld einfach unter die Bevölkerung verteilt, während in den Banken die alten Reichsmarkbestände im vorgegebenen Verhältnis abgewertet wurden, um - wie Phönix aus der Asche - als DM-Bestände wieder auf den Konten zu erscheinen.

    Geld ist doch als Zahlungsmittel nur dafür da, dass Waren, Güter und Leistungen ohne die Mühen des echten Tauschhandels zwischen den Akteuren der Volkswirtschaft, zwischen Konsumenten und Produzenten auf einfache und - vom Geld her gesehen - gerechte - wertgerechte - Weise ausgetauscht werden können.

    Die Geldmenge muss dem Bedarf und der Leistungsfähigkeit der Akteure der Volkswirtschaft angemessen sein. Dann kann der potentiell herstellbare "Wohlstand" erzeugt und genossen werden.

    Mangelt es an Geld, dann ist nicht mehr der "Bedarf" maßgebend für die Leistung, sondern die durch Geld noch gedeckte "Nachfrage". Was zuerst dazu führt, dass die Konsumenten den Gürtel enger schnallen (ja, ja - die vielgepriesene Sparsamkeit!), und in Folge die Produzenten, wegen nachlassender Auslastung ihrer Kapazitäten, das Angebot reduzieren, was immer auch einen Anstieg der Arbeitslosigkeit und einen weiteren Rückgang der Nachfrage zur Folge hat. Rezession, Depression, das sind die Folgen des Geldmangels und der staatlich verordneten Sparsamkeit.

    Geld - auch "richtiges" Geld - ist einfach und billig herzustellen.

    Dass es heute in Europa überall fehlt, ist ein Akt der Erpressung. Banken, denen die Aufgabe übertragen wurde, die Volkswirtschaft mit Geld zu versorgen, verweigern die Erfüllung dieser Aufgabe.


    Also sind nun die Staaten am Zug. Das Gebot der Stunde heißt: Die Geldversorgung wieder in die eigene Hand zu nehmen. Die Rückkehr zu den ursprünglichen nationalen Währungen wäre der radikalere Schritt, den es durchaus auch weiterhin zu erwägen gilt.

    Die Wiederbelebung der nationalen Währungen zur Stärkung der Binnenmärkte, verbunden mit der Beibehaltung des Euro als "Meta-Währung", kommt den Interessen des Kapitals ein Stück weit entgegen und hat daher die besseren Chancen, ohne allzu schmerzhafte Gegenwehr realisiert zu werden.

    Und schließlich gab es das in Europa auch schon.

    Lange bevor der Euro als Bargeld unter die Bürger gebracht wurde, gab es den Euro als Buchgeld, hervorgegangen aus dem ECU der "European Currency Unit". Schon vergessen?

     
    Ausführlichere Informationen über alle währungs- und wirtschaftspolitischen - und damit immer auch sozialpolitischen Zusammenhänge, finden Sie im Bereich "Sachbuch Wirtschaft" des EWK-Verlags.
     
    Angefangen von "Lebenslüge Freiheit" einer Betrachtung der ungeschriebenen Regeln unserer kapitalistischen Gesellschaftsordnung, über das visionäre Buch "Entwicklungsprojekt Ökonomie" und die intensive Auseinandersetzung mit dem Geld in "Falschgeld - Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit", bis hin zu der leicht verständlichen und umfassenden Darstellung der wirtschaftichen Gesamtsituation (Unternehmen und Betriebswirtschaft, Globale Konzepte, Geld, Eigentum) in "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre", finden Sie dort alles, was zum Verständnis der krisenhaften Vorgänge unserer Tage und zur fundierten eigenen Meinungsbildung nützlich ist.


    22. Mai 2012

    08.30 Uhr Drachme als griechische Zweitwährung

    Vor genau einer Woche, am 15. Mai, stellte ich hier die Frage, warum niemand auf die Idee kommt, Griechenland im Euro zu behalten und gleichzeitige die Drachme als Zweitwährung für den Binnenmarkt wieder einzuführen.

    Nun haben Bernd Lucke und Manfred J.M. Neumann genau diesen Vorschlag gemacht - und zwar im Handelsblatt. Es freut mich, mit dieser Idee nicht alleine zu sein, und es freut mich, dass der Gedanke über das Handelsblatt nun größere Verbreitung gefunden hat.

    Es ist eine gute Idee.

    Und es ist an den Griechen, sie zu verwirklichen. Denn genau das, die Herrschaft über die eigene Währung, auch wenn es "nur" eine Zweitwährung ist, macht einen Großteil der Souveränität und Handlungsfreiheit eines Staates aus.

    Wie sich die offizielle EU dazu stellt, das ist vollkommen irrelevant. Die Drachme als Zweitwährung ist die Chance für Griechenland.

    Die Idee zieht Kreise:
     

    Sehr geehrter Herr Kreutzer,

    danke für den Artikel.

    So langsam stellt sich mir dabei die Frage,
    wer wann von wem abgeschrieben hat.

    Sie haben am 15.Mai das Thema angesprochen,
    dann Ihr verlinkter Artikel vom Handelsblatt -

    - und der Chefvolkswirt der Deutschen Bank hat das Konzept
    in Form des Geuro (Toller Begriff, fürwahr...) "erfunden".

    Link zum Artikel

    Vermutlich haben Sie das selbst schon gelesen, aber der Vollständigkeit halber. ;-)

    Herzliche Grüße

    Matthias Ludwig


    21. Mai 2012
    20. Mai 2012

    Das Bild vom Sonntag


    19. Mai 2012
    18. Mai 2012
    17. Mai 2012
    16. Mai 2012

    10.30 Uhr Unternehmerisches Risiko?

    Den Banken und ihren Anteilseignern wurde das "Unternehmerische Risiko" bereits abgenommen und dem Steuerzahler aufgebürdet. Dabei galt lange Zeit, dass der Gewinnanspruch des Unternehmers und Investors der "Lohn" für das unternehmerische Risiko sei, das ja schließlich das eingesetzte Kapital jederzeit vernichten könne.

    Ein Gewinnanspruch des Steuerzahlers, dessen Einkünfte und Ersparnisse nun durch das eingetretene und weiter eintretende Risiko vernichtet werden, ist jedoch überhaupt nicht in der Debatte.

    Das hat offenbar nicht nur den Bankern gefallen.

    Nun wird auch den Energieriesen das "Unternehmerische Risiko" abgenommen.


    Erst haben sie sich vorgedrängelt, jegliche dezentrale Stromerzeugung mit ihren Plänen zentraler Anlagen zur Erzeugung von Wind- und Solarstrom verdrängt und wohl auch durch intensive Lobbyarbeit für die Kürzungen der Einspeisevergütung und diverse Einspeise-Schikanen gesorgt, und nun stellt sich heraus, dass ihre gigantischen, das Mono-/Oligopol wahrenden Superwindparks vor den Küsten nicht richtig ans Netz angeschlossen werden können. Klassischer Fall von Selbstüberschätzung, vielleicht aber auch ein ganz bewusst eingegangenes Risiko, um nicht letztlich doch Marktanteile an dezentrale Erzeuger abgeben zu müssen, was ja nicht nur das Stromgeschäft getroffen hätte, sondern auch den multimilliardenschweren Deal mit dem Bau neuer Höchstspannungsleitungen überflüssig gemacht hätte.

    Nun stehen sie also da, mit heruntergelassenen Hosen, und können nicht liefern.

    Das wäre unternehmerisches Risiko in schönster Vollendung gewesen, die Milliardengewinne der Konzerne und die daraus gespeisten, nicht leistungsadäquaten Einkommen der Aktionäre wären dahingeschmolzen, es hätte ein ganz mächtiger Anreiz bestanden, die Anbindung schnellstmöglich technisch auf den Stand zu bringen, der die notwendige Sicherheit gewährleistet.

    Pustekuchen.
    Warum sich abmühen, wenn es auch einfacher geht?

    Nun ist es die von der Politik eingeläutete Energiewende, die als Ausrede dient, auch dieses Risiko vom Steuerzahler und Stromkunden übernehmen zu lassen.
    (Und Stromkunden sind wir ja schließlich alle - nur große Stromverbraucher, diejenigen, die mit ihrem Energiehunger den meisten ökologischen Schaden anrichten, bekommen ihren Strom weiter so billig, dass uns allen die Augen tränen.)

    Zum Wohle der Aktionäre ...

    Als nächstes sehe ich die Mineralölkonzerne vor der Tür stehen, die sich ein selbstgemachtes Risiko abgelten lassen. Zum Beispiel die Kosten für die Beseitigung von Ölunfällen auf den Weltmeeren, die ja im Grunde nicht von ihnen zu verantworten sind, sondern von schlampigen Zulieferern, betrunkenen Kapitänen usw., bei denen nichts zu holen ist. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

    Dann werden die Automobilhersteller anklopfen und um die Übernahme von Kosten bitten, die z. B. durch nicht mehr ausgelastete Fabriken in Übersee entstehen ...

    Die Frage: Wer regiert uns eigentlich, die ich erst vor ein paar Tagen stellte, drängt sich unwillkürlich wieder auf.

     

     

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    15. Mai 2012

    12.05 Uhr Fünf nach zwölf für Griechenland? Ach was!

    Während die einen nicht müde werden zu behaupten, Griechenland müsse unbedingt in der Euro-Zone bleiben und das ZDF-Morgenmagazin heute vorrechnete, dass der Austritt Griechenlands alleine uns Deutschen 80 Milliarden Euro kosten würde, jeden Bürger, vom Kleinkind bis zum Greis also glatte 1.000 Euro, mehren sich die Stimmen, die laut über den Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone nachdenken.

    Schäuble meinte, Griechenland müsse alleine entscheiden, ob es den Euro behalten wolle. Die Juristen verweisen auf die Verträge und beteuern, ein Austritt aus der Euro-Zone sei nur möglich, wenn das Land auch aus der EU austritt, und die meisten EU-Politiker machen weitere Euro-Hilfen für Griechenland von der strikten Befolgung des Spardiktats abhängig, obwohl inzwischen selbst Blinde ohne Krückstock erkennen können, dass dies das Desaster nur vergrößert und die Lasten für die sog. "Geberländer" weiter vergrößert.

    Die Süddeutsche hat heute sehr ausführlich das Für und Wider abgewogen.
    (Link am Ende dieses Beitrags)

    Mich wundert, dass niemand auf die Idee kommt,

    • Griechenland im Euro zu behalten

    und

    • gleichzeitig die Drachme wieder einzuführen.

     

    Die Drachme, als von Griechenland selbst emittierte Währung für den Binnenmarkt, als Zahlungsmittel für Löhne und Konsum, für Steuern und Sozialabgaben, für Renten und Kindergeld ...

    Den Euro für den Außenhandel, für den Tourismus, selbst für Waffenkäufe - und natürlich zur Schuldentilgung.

    Intern könnte die griechische Regierung einen festen Wechselkurs zum Euro festsetzen, extern könnte die neue Drachme an den Finanzmärkten ihren Kurs suchen.

    Ausreichend Zahlungsmittel im Inland würden Handel und Wandel beleben, Griechenlands Binnenwirtschaft könnte von einem Tag auf den anderen wieder blühen - und mit dieser Blüte gewänne die Drachme zügig auch international wieder an Wert. Ein Wert, der es ermöglichen würde, bei vernünftiger Haushaltsführung Teile der Steuereinnahmen in Euro umzumünzen und damit nach und nach die verbliebenen Staatschulden zu tilgen.

    Verbliebene Staatsschulden, weil es ohne ein Moratorium nicht gehen wird. Das auszuhandeln wird die wichtigste Aufgabe einer neuen griechischen Regierung sein, so oder so.

    Dieser Vorschlag ähnelt dem Experiment von Wörgl. Ein Experiment, das seinerzeit mitten in der tiefsten Rezession eine Gemeinde zum Blühen brachte, bis es verboten wurde.

    Es erinnert an die mittelalterlichen Brakteaten, Zahlungsmittel für den täglichen Bedarf, die neben den wertvollen Gold- und Silbermünzen - als reines Verrechnungs- und Zahlungsmittel, nicht als Wertaufbewahrungsmittel - in Umlauf waren.

    Es ist eine neue Ausprägung meines Vorschlags, die Staaten müssten die Versorgung der Volkswirtschaft mit Zahlungsmitteln wieder selbst in die Hand nehmen und nicht länger zulassen, dass durch nichts als "Geldmangel" die Realwirtschaft stranguliert wird.

    Vielleicht wagen es die Griechen.

    Was bleibt ihnen denn sonst übrig?


    14. Mai 2012

    18.15 Uhr Urheberrechtsstreit - Freiraum Internet?

    Der Kampf der Rechteinhaber - und das sind in der Regel nicht die Urheber, sondern die Verwerter, also die Verlage und andere Rechteausüber, gegen die unentgeltliche Nutzung der Werke, an denen sie Rechte besitzen, tobt nun schon eine ganze Weile.

    Nun bin ich selbst Autor und Verleger -und schreibe noch dazu regelmäßig das, was heutzutage "Blog" genannt wird, obwohl das, was ich schreibe, kein "weB log" ist, nicht die Dokumentation dessen, was ich alles im Web besucht und gesehen habe, sondern in aller Regel selbst Hervorgebrachtes, was dann - und ich freue mich darüber - von etlichen Bloggern weiterverbreitet wird.

    Habe ich ein Problem mit dem Urheberrecht?

    Habe ich ein Problem mit Raubkopien?

    Nein. Habe ich nicht.

    Was ich von meinen eigenen Hervorbringungen ins Internet stelle, das darf jedermann umsonst lesen, er darf es umsonst ausdrucken und privat weitergeben, er darf umsonst darauf verlinken, er darf es auf nicht kommerziellen Webseiten wiedergeben - und je mehr das lesen, was ich geschrieben habe, desto mehr freue ich mich.

    Ich entscheide, was ich online stelle - und weiß nicht nur, ich wünsche es mir sogar, dass dies auf alle erdenkliche Weise "multipliziert" wird. Ich freue mich, wenn sich hin und wieder jemand dafür bedankt - und ich ärgere mich nicht, wenn mich jemand kritisiert.

    Ich entscheide aber auch, was ich nicht online stelle.

    Das sind die Inhalte der Bücher, die die Autoren des EWK-Verlags geschrieben haben.

    Diese Bücher stelle ich im Internet mit Leseproben vor, doch ich kann und will sie nicht komplett online stellen, weil ich mit dem Buchverlag meinen Lebensunterhalt bestreite. Da steckt die Arbeit der Autoren drin, die sich vom Verkauf ihrer Bücher ein Honorar versprechen, und da steckt die Leistung des Verlags drin, die einfach nicht umsonst sein kann. Sonst müsste ich nämlich einer anderen Beschäftigung nachgehen. Die Manuskripte blieben ungedruckt und niemand könnte sie lesen, weder für lau, noch für Geld.

    Solange nicht ein fremder Verlag "Raubkopien" herstellt und unter die Leute bringt,
    ist für mich die Welt in Ordnung. Und wenn es dazu käme, hätte ich rechtliche Möglichkeiten genug, dagegen vorzugehen.

    Wenn nun z.B. Zeitungsverlage sich dagegen wehren, dass auf ihre Online-Angebote verlinkt wird und dafür "Entgelte" fordern, da kann ich nur sagen:

    Wer Inhalte online stellt, und noch dazu solche, die von größerem Interesse sind, und sich dann empört, dass darauf verlinkt, dass daraus zitiert und kopiert wird, der ist in meinen Augen ein Fallensteller, der seinen Käse nur auf's Brettchen legt, damit er der hungrigen Maus das Fell über die Ohren ziehen kann - oder er ist immer noch nicht im Internet angekommen.

     


    13. Mai 2012

     

    Das eine Bild vom Sonntag, und


    das andere Bild vom Sonntag

     

     

     


     
    außergewöhnliche Immobilie

    460 m² Wohnfl., darin: "Saal" 100m²,
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    10. Mai 2012

    9.45 Uhr Wer hat den Märkten die absolute Mehrheit verschafft? 

    Gestern Abend, bei Anne Will - ich bin, sie mag mir das verzeihen, darüber eingeschlafen - als es wieder einmal um den Euro und Griechenland ging, da kam bei mir die Frage auf:

    "Wer regiert uns eigentlich?"

    Denn alles, was mich hier in Europa so regiert, von Bayerns Horst Seehofer über Deutschlands Angela Merkel bis hin zu Europas Hohen Kommissaren, bezieht sich in allen wichtigen Entscheidungen nicht etwa auf eigenen Gestaltungswillen oder den
    nach Wahlkämpfen durch Stimmabgabe erklärten Willen der Wahlberechtigten, auch nicht auf die Ergebnisse der Demoskopen, weder auf die geheimen, noch auf die veröffentlichten - nein:

    Sie alle beziehen sich immer wieder auf die Gestaltungsmacht der Märkte und entschuldigen bzw. begründen ihr Tun damit, dass man "Die Märkte" nicht verunsichern dürfe.

    Daraus lässt sich nur ein Schluss ziehen.

    Europa wird ganz offensichtlich von den Märkten regiert.


    Meines Wissens gibt es keine Europäische Verfassung in der geschrieben stünde, dass sich die Bürger der EU alle paar Jahre zur Urne begeben, um "Die Märkte" zu wählen, von denen sie regiert werden möchten.

    So etwas steht auch nicht im Verfassungsersatz, dem Vertrag von Lissabon.

    Dem hat auch der Deutsche Bundestag meines Wissens im Zuge der Übertragung von Hoheitsrechten auf die Organe der EU niemals zugestimmt.

    Und dennoch ist es so:

    Europa wird von den Märkten regiert.

    Da hat ein Staatsstreich stattgefunden.

    Eine Finanz-Junta hat das Ruder übernommen.

    Die Rädelsführer bleiben im Hintergrund. Ihre Namen sind unbekannt, und trotzdem regieren sie mit harter Hand, so dass selbst die stärksten und selbstbewusstesten politischen Führungsfiguren vor Angst, "die Märkte" zu verunsichern, in die Hosen ... - Verzeihung, ich meine natürlich, dass sie vor Angst ihren Amtseid vergessen -

    und ihren Bürgern mit aberwitzigen Argumentationen und ohne lange Diskussion immer wieder hunderte von Milliarden neue Schulden aufbürden, nur um dem Zorn der Märkte zu entgehen.

    Wer braucht die Märkte?

    Die Antwort ist ganz einfach:

    Weder ich, noch Du, noch Sie - niemand braucht die Märkte, außer denen, die sich hinter dem Pseudonym "Die Märkte" verstecken. Und selbst die bräuchten sie nicht, gäbe es ein Mittel, sie von ihrer krankhaft-unersättlichen Gier zu heilen.

    Alle Macht den Märkten?

    Die Macht der Märkte liegt nur in der freiwillig angenommenen Ohnmacht der Staaten begründet, sich selbst mit Zahlungsmitteln zu versorgen.

    Und noch haben die Regierenden aller EU-Staaten die Möglichkeit, diese ihre Ohnmacht zu beenden. Eigene Währungen - und die volle Herrschaft über das eigene Geld - lassen "die Märkte" in sich zusammenfallen wie angestochene Autoreifen.

    Es ist doch nicht so, dass wir das nicht schon gehabt hätten. Da können sich sogar noch relativ junge Mitbürger daran erinnern, wie das war, vor dem Euro, wie das war mit der Bundesbank, die jetzt nur noch als Zombie - fremdgesteuert - in Euroland herumirrt.

    Warum - um alles in der Welt - soll das nicht wieder möglich sein?

    Weil Du und Sie und ich sonst wieder DM in Lira umtauschen müssten und wir das ums Verrecken nicht wollen? Ich lach mich tot!

    Die Märkte und ihre Handlanger haben uns lange genug regiert.

    Die Märkte haben ihren Reibach längst gemacht.

    Wir alle haben dafür schon genug bezahlt
    und noch genug zu zahlen.


    Und nachdem uns unsere Verfassung sagt, Deutschland sei eine Demokratie, und nachdem wir die Märkte nicht gewählt haben, ihnen keine Regierungsverantwortung übertragen haben, wir sie also auch nicht abwählen können, die verfassungsmäßige Ordnung also nicht nur gefährdet, sondern im Grunde schon beseitigt ist, stellt sich die Frage nach der Ausübung des Widerstandrechts.

    Die Griechen versuchen es gerade.

    Die veröffentlichte Meinung
    trichtert uns ein,
    das sei ein fürchterlicher Irrtum,
    trichtert uns ein,
    wir, die guten Euro-Europäer,
    dürften die bösen Euro-Griechen nicht länger
    unterstützen, wenn sie nicht
    wissen, was gut für sie
    ist und lieber die
    Chaoten wählen,
    statt die braven Marionetten der Märkte.

    Lasst die Griechen zurück zur Drachme.

    Es wird ihnen damit weitaus besser gehen,
    als angeblich gerettet und dabei kaputtgespart zu werden.

    Und sie schlagen damit die erste Bresche
    in die Macht der Märkte.

    Ich wünschte mir
    für Deutschland das Gleiche!

     

     

    ... und das nicht erst seit heute.

    Gerade erscheint der zweite Sammelband

    "Paukenschläge 2009 - 2011"

    (darin unter anderem enthalten:
    "Griechenland als Chance verstehen")


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    9. Mai 2012

    11.00 Uhr Merkel lehnt ein schuldenfinanziertes Wachstumspaket ab

    Warum eigentlich?

    Die Entscheidung, die Verabschiedung des Fiskalpaktes noch ein Weilchen zu verschieben, ohne ihn jedoch substantiell verändern zu wollen, ist ausschließlich dem Wahlergebnis in Frankreich geschuldet. Was die Griechen gewählt haben, ist der europäischen Finanzanführerin ziemlich egal. Wenn allerdings die Franzosen nicht mehr im Boot sitzen, wenn Merkel die Last, ESM und Fiskalpakt durchzudrücken, alleine schultern müsste, könnte das zum Fiasko werden - mit den bösen Deutschen als Alleinschuldigen.

    Das zur Einstimmung, nun zur Frage:

    Warum lehnt Merkel schuldenfinanziertes Wachstum ab?

    Ist es nicht erforderlich, zur Ausweitung der Wirtschaftstätigkeit zunächst Geld bereitzustellen, um investieren zu können? Wird dieses Geld nicht erst zurückfließen, wenn die Investition beginnt, Umsätze und Gewinn zu erzeugen?

    Wachstum, das sich in gesteigertem Bruttosozialprodukt niederschlagen soll, und das soll es ja wohl, ist ohne zusätzliches, der Realwirtschaft verfügbares Geld nicht darzustellen.

    Und wo soll dieses Geld herkommen?

    Zweigt man es anderswo ab, "Gegenfinanzierung" heißt das im Politjargon, dann bricht das, was auf der einen Seite wächst, an anderer Stelle zwangsläufig weg.
    Es wird ein Loch aufgerissen, um ein anderes zuzuschütten - und das bringt zusätzliche Reibungsverluste hervor, ist im Ergebnis also schlechter als der vorherige Zustand. Und wer das logisch nicht nachvollziehen mag, der kann sich ja einfach mal umsehen, in der Republik. Sobald der Blick vom alles überstrahlenden Export wegrückt und den Binnenmarkt betrachtet, wird klar, wo hier die Löcher aufgerissen wurden und werden, damit nur der Export, vor allem der unsinnige Exportüberschuss, nicht geringer wird.

    Zusätzliches Wachstum (und ich verhehle nicht, dass ich es für grottenfalsch halte, noch mehr Wachstum zu fordern, sh. auch den neuesten Bericht des Club of Rome),
    zusätzliches Wachstum verlangt zusätzliches Geld in der Realwirtschaft.

    Und das kann man sich entweder von denen leihen, die es gehortet haben, oder man kann es sich von den Banken holen, die es bei Bedarf schöpfen.

    Beides erfordert Verschuldung.

    Irgendwann wird das vielleicht auch einmal Frau Merkel erkennen.

    8. Mai 2012

    22.00 Uhr 33 Paukenschläge

    Soeben fertig geworden und an den Newsletterverteiler übergeben:
    Der Paukenschlag No. 18 /2012 mit dem Titel "33 Paukenschläge".

    Ein sonderbarer Titel.

    Es ist ja auch ein "sonderbarer" Paukenschlag.

    (Ich freue mich auf Ihre positiven Reaktionen!) 

     


    7.  Mai 2012

    09.30 Uhr Wahlen

    An Wahlen, der einzigen Möglichkeit der Bürger, Einfluss zu nehmen, herrschte an diesem Wochenende kein Mangel.

    Es gab eine - ansonsten unbedeutende Wahl - deren Ergebnis das Schicksal Philipp Röslers beeinflussen wird. Entgegen dem Bundestrend hat Wolfgang Kubicki in Schleswig-Holstein die Latte nicht gerissen, sondern mit rund 8% für die FDP ein Ergebnis eingefahren, das einzig seiner deutlich gezeigten Distanz zum Kurs der Bundespartei geschuldet war. Wir werden sehen, ob die FDP in Nibelungentreue zu ihrem Vorsitzenden stehen wird, oder ob sie sich des ebenso glück- wie farblosen Vorsitzenden entledigen wird.

    Wichtiger - und von der Bedeutung her fünf Millionen Mal wirksamer - waren die Wahlen in Frankreich und Griechenland. Hier ging es nicht nur um das Überleben eines Parteivorsitzenden, hier ging es um das Schicksal aller Bürger der EU.

    Und in beiden Wahlgängen wurde der zentralistischen Blut-, Schweiß- und Tränenpolitik der Brüsseler Währungsdiktatur eine klare Absage erteilt.

    Die Griechen, bislang Hauptbetroffene des Experiments "Euro-Rettung", haben ihre Regierung glatt abgewählt, und die Franzosen haben sich darauf geeinigt, dass der gemäßigt erscheinende Hollande künftig eine Politik bestimmen soll, die sozialer, gerechter und auch ideenreicher sein wird, als das von einer Art Panikstarre
    ausgelöste deutsch-französische Zwangshandeln, das erkennbar nirgendwo hinführt - als in die totale Unterwerfung aller europäischen Gesellschaften unter die Macht der Märkte.

    Wir werden sehen, wie die Strippenzieher im Hintergrund damit umgehen werden.

    Der Wille der europäischen Völker wurde schon oft ignoriert, ob er nun in Meinungsumfragen klar und deutlich zum Vorschein kam, oder in wichtigen Referenden abgefragt wurde.

    Griechenland wird man zu erpressen versuchen. In Frankreich könnte eine Schmutzkampagne losgetreten werden - und die Märkte werden bitterböse reagieren.

    Es kommen spannende Zeiten auf uns zu.


    6. Mai 2012 

     

    Das Bild vom Sonntag


    4. Mai 2012

    17.05 Uhr Russland droht. Ungeheuerlich!

    Dass sich die russische Führung durch die geplante Installation eines Raketenabwehrschildes beunruhigt fühlt, hat sie mehrfach deutlich gemacht.

    Nun machen sie es einen Tick deutlicher.

    Russland droht der NATO offen damit, der Errichtung dieses so genannten "Schutzschildes" nicht tatenlos zusehen zu wollen und kündigt militärische Maßnahmen an.

    Kommt uns das nicht bekannt vor?

    Drohen nicht die USA und Israel dem Iran mit einem vorbeugenden Schlag gegen iranische Atomanlagen, weil sie fürchten, der Iran würde entgegen seinen Versicherungen an der Atombombe bauen und beabsichtigen, diese baldmöglichst auch einzusetzen?

    Doch anstatt Verständnis für ähnliches Verhalten in ähnlicher Situation zu zeigen,
    ist man empört. Sogar Angela Merkel "weist russische Drohungen zurück", wie es DPA vermeldete, und erklärte, wie auch Nato-Chef Rasmussen, die Bedenken der Russen seien nicht gerechtfertigt, der Schild sei nicht gegen Russland gerichtet.

    Gab es da nicht jüngst das Angebot Russlands, sich am Abwehrschild zu beteiligen?
    Das wurde offenbar nicht angenommen. Stattdessen wird erklärt, Russland verweigere sich einer aktiven Mitarbeit. Die Wahrheit steht im Kleingedruckten:

    Russland möchte im Rahmen eines verbindlichen Vertrages auf Augenhöhe an einem "gemeinsamen System" mitarbeiten, doch das will die NATO nicht zulassen, stattdessen verspricht man (unverbindlich) umfassende politische Garantien, Transparenz- und Verifikationsmaßnahmen, sowie den Austausch von Daten und Experten.

    Wen wundert es, wenn Russland nun annimmt, doch bedroht zu sein.

    Schließlich beruht ein wesentlicher Teil der Sicherheit dieser Welt immer noch auf dem Gleichgewicht des Schreckens - und dieses wäre erheblich gestört, wenn die NATO, also die USA mit ihrer Toolbox, in der Lage wäre, die russische Antwort auf einen Angriff mit atomar bestückten Langstreckenraketen quasi "am Boden" zu zerstören.

    Dazu kommt, dass man in Moskau zwar den Beteuerungen Obamas und Merkels Vertrauen schenken mag, doch wer schützt Russland vor deren Nach- und Nachnachfolgern?


    3. Mai 2012

    10.00 Uhr Die Ukraine und Frau Timoschenko

    Ich kann die Verhältnisse in der Ukraine nicht beurteilen. Ich bin zu weit weg vom Geschehen und erhalte aus unseren Medien nur völlig unzureichende und zudem tendenziöse Informationen.

    Ich weiß nicht, ob Frau Timoschenko tatsächlich Amtsmissbrauch betrieben hat oder ob Ihre Verurteilung zu Unrecht aus politischen Motiven erfolgte. Es gibt sich hierzulande auch niemand die Mühe, darüber aufzuklären.

    Daher kann ich nur die Vermutung anstellen, dass wohl von beidem etwas im Spiel gewesen ist.

    Was ich weiß, ist, dass Frau Timoschenke in Haft ist, dass sie ärztlicher Behandlung bedarf - und diese verweigert.

    Was ich nicht weiß, ist, ob Frau Timoschenkos Misstrauen gegenüber den Ärzten im eigenen Lande berechtigt ist oder nicht.

    Was ich weiß, ist, dass in Deutschland ein Häftling keine Chance hätte, wenn er die Forderung stellen würde, einen Bandscheibenvorfall nicht im nächsten Kreiskrankenhaus, sondern in einer Privatklinik in der Schweiz operieren zu lassen, und dass ein Aufschrei der Empörung durch die Boulevard-Presse ginge, wenn ein solcher Strafgefangener zur Durchsetzung seiner Forderung in den Hungerstreik träte.

    Was ich weiß, ist, dass deutsche Polizeibeamte mit Häftlingen oder vorläufig Festgenommenen, oder Abzuschiebenden oder einfach nur Verdächtigen auch nicht gerade zimperlich umgehen - blaue Flecken sind da eher geringfügige Folgewirkungen (ich denke hierbei nicht nur an den ominösen Fall aus Rosenheim, der derzeit Schlagzeilen macht).

    Wir haben also in der Ukraine eine Situation, die sich mit nur ganz wenig Phantasie ebenso in Deutschland abspielen könnte.

    Was also veranlasst unsere Prominenz, sich derart weit aus dem Fenster zu lehnen und der Ukraine zu drohen - wie jüngst Guido Westerwelle (Sie erinnern sich, das ist unser amtierender Außenminister) - mit dem Verhalten gegenüber Frau Timoschenko verbaue sich die Ukraine die Annäherung an die EU?

    Was also veranlasst unsere Prominenz*), laut darüber du schwadronieren, ob man nicht geschlossen den Besuch der EM-Spiele in der Ukraine boykottieren solle?

    Ist je ein deutscher Politiker nicht in die USA gereist, weil die USA in Guantanamo Menschen wie Tiere in Käfige sperren und sie ohne jegliche Rechte nach Belieben festhalten? Und das immer noch, obwohl der Präsident einst angetreten ist, mit dem Versprechen, Guantanamo zu schließen?

    Hat Frau Merkel je ein Treffen mit der chinesischen Führung abgesagt, weil dort eklatante Menschenrechtsverletzungen stattfinden?

    Die Aufregung ist künstlich.

    Es wird - mit Verlaub - wieder einmal eine Sau durchs Dorf getrieben.
    Man kann sich hier so herrlich für die Menschenrechte einsetzen und der Führerin der "Orangen Revolution" in der Ukraine, der ja nach wie vor der Ruch anhaftet, sie sei vom Westen inszeniert und finanziert worden, zeigen, dass man sie nicht vergessen hat.

    Frau Timoschenkos durchaus bemerkenswerte Vita ist bei Wikpedia nachzulesen, dort findet man unter anderem die verwunderliche Aussage, dass die Verdachtsmomente gegen Timoschenko von US-amerikanischen Anwaltskanzleien ausgegraben wurden ...

    Und so möchte ich abschließend Herrn Westerwelle zurufen:

    "Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!"

    *) Prominenz ist - glaube ich - ein zutreffenderes Wort als "Eliten"

     


    2. Mai 2012

    Grundversorgung ist Staatsaufgabe

    Jedenfalls in Bolivien, wo Präsident Morales per 1. Mai die Verstaatlichung des größten nationalen Elektrizitätsversorgers, eines Tochterunternehmens der spanischen REE verfügte.

    Damit wurde die vor 15 Jahren durchgeführte Privatisierung rückgängig gemacht.

    Und dafür gibt es - ganz unabhängig von Bolivien - gute Gründe, die weltweit Gültigkeit haben.

    Energieversorgung, Wasserversorgung, Transport- und Kommunikationsinfrastruktur sind Einrichtungen, die von allen Bürgern und Unternehmen in Anspruch genommen werden und deren Funktionieren für jeden einzelnen und die ganze Volkswirtschaft überlebenswichtig ist.

    Was liegt also näher, als die dafür zuständigen Unternehmen mit Staatsmitteln zu errichten und unter Kontrolle einer demokratisch legitimierten Regierung zu betreiben?

    Dies - und nur dies - ergibt die höchste Versorgungssicherheit und die volkswirtschaftlich bestmögliche Kosten-Nutzen-Relation.

    Warum soll ein Investor (im Falle Boliviens ein ausländischer - spanischer - Investor) über den Ausbau der Netze, über Wartung und Instandhaltung der Anlagen, über das Vorhalten von Kapazitätsreserven, über die Zahl und die Entlohnung der Beschäftigten bestimmen und die Preise festlegen?

    Damit er seinen Gewinn optimieren kann?

    Ist es das Interesse einer Volkswirtschaft, die eigene Versorgung sicherzustellen, oder ist es das Interesse einer Volkswirtschaft, die Gewinne von Investoren zu sichern?

    Warum sollte Bolivien Geldabflüsse auf Konten ausländischer Investoren billigen, wenn das Unternehmen unter staatlicher Regie die Preise für die Grundversorgung oder die Steuern senken kann, weil von einem Staatsunternehmen eben kein privatwirtschaftlicher Gewinn erwirtschaftet werden muss?

    Weil sonst Misswirtschaft droht?

    In einer funktionierenden Demokratie mit ausreichender Kontrolle durch selbstbewusste Parlamentarier ist die Gefahr der Misswirtschaft eher klein, in einer verlotterten Demokratie, in der die meisten zuerst nach dem eigenen Vorteil schauen, ist sie deutlich größer.

    Die Frage ist, ob die Folgen der Misswirtschaft nicht letztlich gegenüber den Folgen der Privatisierung eher gering wirken.

    Ob sich ein spanischer Multimillionär ganz offiziell jährlich seine Dividende überweisen lässt, oder ein bolivianischer Regierungsbeamter sich am Geschäft mit der Energie bereichert, das ist doch im Grunde egal.

    Nur: Der bolivianische Regierungsbeamte macht sich strafbar, kann erwischt, angeklagt, verurteilt und unschädlich gemacht werden.

    Der spanische Aktionär, der den gleichen Schaden anrichtet, ist unangreifbar, er ist im Recht. Und wenn der spanische Aktionär über sein Stimmrecht in der Hauptversammlung und über seinen Einfluss auf den Aufsichtsrat beschließt, die bolivianische Stromversorgung bei stetig steigenden Strompreisen verrotten zu lassen, dann ist auch das sein gutes Recht.

    Auch in Deutschland war der Strom preiswerter als die Stromversorger noch nicht privatisiert waren. Der Strom war preiswerter - und es gab mehr Beschäftigte in den Elektrizitätsversorgungsunternehmen.

    Mag sein, dass der eine oder andere zuviel an Bord war. Aber was soll's? Zahlen wir lieber über unsere Strompreise einen nicht ausgelasteten Beschäftigten, was Steuern, Sozialversicherungsbeiträge und vor allem Kaufkraft für den Binnenmarkt bedeutet, oder finanzieren wir über die Arbeitslosenversicherung und unsere Steuern lieber einen Arbeitslosen, mit Kaufkraft auf Hartz-IV-Niveau?

    Es gibt auch im deutschen Grundgesetz jenen schönen Artikel, der besagt:

    Eigentum verpflichtet.

     

    Darüber wieder einmal nachzudenken, und sich zu fragen, wie viele unselige Privatisierungen sinnvollerweise auch in Deutschland wieder rückgängig gemacht werden sollten, statt immer neue anzustreben, in der irrtümlichen Annahme, mit den Erlösen könnten die Staatsfinanzen nachhaltig in Ordnung gebracht werden - darüber wieder einmal nachzudenken, lohnt sich.

    Und wenn die darüber nachdenken würden, die in ihrem Amtseid geschworen haben, den Nutzen des Volkes zu mehren, dann könnte es sich für uns alle auch in barer Münze auszahlen.

    So stehen wir nur wieder vor der Frage: In was für einer Demokratie leben wir eigentlich?

    1. Mai 2012

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    um den 15. Mai waren es 1.050.000

     

    Und um wie viel mehr sind es heute?

     

    Vielen Dank für Ihr großes Interesse.

    Es ehrt mich.

    Links zu Seiten, die ich gerne empfehle:

    Nachdenkseiten
    Na klar, wer liest die nicht?
    http://www.nachdenkseiten.de/
    taz
    noch ein MUSS
    http://www.taz.de
    Junge Welt
    Die Tageszeitung im Netz
    http://www.jungewelt.de
    Sozialticker
    Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
    http://www.sozialticker.com/
    Campact
    dem Bürgerwillen Gehör verschaffen
    http://www.campact.de
    Mag Wompel
    das labournet - die Gewerkschaftslinken
    http://www.labournet.de
    Gert Flegelskamp
    ein geradliniger Querdenker
    http://www.flegel-g.de/
    Dr. Harald Woszniewski
    Meudalismus
    http://www.meudalismus.dr-wo.de/
    Norbert Rost,
    Regionalwährungen und viel mehr
    http://feldpolitik.de
    Theater Macht Staat - ein Theaterprojekt zur Rückeroberung der Macht über unser Leben
    http://www.theater-macht-staat.com/
    Politik-Poker
    aus unterschiedlichen Blickwinkeln...
    http://www.politik-poker.de
    Berlin unzensiert
    Eine Seite für die Bevölkerung
    http://www.berlin-unzensiert.de/
    Forum DL 21
    Die SPD-Linken
    http://www.forum-dl21.de/
    Bürgermeinungen
    hier schreiben Bürger ihre Meinung
    http://www.buergermeinungen.de/
    Cleanstate e.V.
    H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
    http://www.cleanstate.de/start.html
    Statistisches Bundesamt
    viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
    http://www.destatis.de
     
       

    Die Selbstähnlichkeit der Erscheinungen der Realität ist so groß, dass der winzige Ausschnitt, den der Einzelne davon wahrzunehmen in der Lage ist, vollkommen ausreicht, um sich ein brauchbares Bild des Ganzen zu machen - so man nur will. 

     

      
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    Wer nicht zahlt, erhält keine Mahnung und schon gar nicht eine Zahlungsaufforderung vom Inkassobüro, weder vom seriösen, noch vom unseriösen.

    Wir gehen davon aus, dass es sich der Kunde anders überlegt hat und löschen die Bestellung nach ein paar Wochen einfach.

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       Anker Immo  chiara

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