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    Autor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

    Kritik

    muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

    Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

    Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.

     



    Was war das denn?

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    Nun, so klingt Harry Kulzer


    - über zwanzig Jahre nach Pogo in Togo -

    heute.

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    4. August 2013

    Julies Bild vom Sonntag

     

    Wolfgangs Bild vom Sonntag

     


    3. August 2013

    11.00 Uhr Optische Täuschung

    In letzter Zeit ist mir in Nachrichtensendungen, gegen Ende, da wo zwischen Politik und Wetter der Sport seinen Platz hat, ein Gesicht begegnet, von dem ich dachte: "Mensch, den kennst Du doch - aber was hat der jetzt mit Sport zu tun?".

    Erschwerend kommt hinzu, dass dieses Gesicht, wenn es den Mund aufmacht, auch im Tonfall und im schnellen Genuschel, hart an der Grenze des gerade noch Verständlichen, dem ähnelt, ja fast schon gleicht, der sich mir immer wieder dazwischen schiebt.

    Gut. Der, den sie da im Fernsehen neuerdings so oft zeigen, der heißt Guardiola und trainiert seit ein paar Wochen die Fußball-Bundesligamannschaft des FC Bayern.

    Der, den ich immer vor mir sehe, wenn ich Guardiola sehe, das ist - und jetzt appelliere ich an Ihr visuelles Vorstellungsvermögen, der grandiose Kabarettist, Komiker und Comedian, der auch schon fastenpredigend am Nockherberg zugange war - unser aller "Django Asül".

    Tja, und dann bring ich da alles durcheinander und frage mich, wer wohl der bessere Trainer für den FC Bayern wäre, Django oder Pep, und wer sich wohl von den beiden als Komiker besser ausnehmen würde.

    Bayernfans lachen natürlich nicht über ihren Verein oder seinen Trainer. Doch es sind ja nicht alles Bayernfans, die darüber zu befinden haben, wer nun am Ende des Fußballjahres 2013/2014 die meisten Lacher provoziert haben wird.

    Es könnte schon ganz komisch kommen, wenn die Bayernelf auf den Fußballplätzen nicht nur wegen eines starken Gegners ins Rotieren kommt, sondern schon alleine deshalb, weil der Trainer sich das so ausgedacht hat ...

    Da muss Django schon viele, viele Abende auf Kleinkunstbühnen herumtingeln, bis er die Lacher zusammen hat, die Herr Guardiola mit einem einzigen verlorenen Pokalspiel auslösen könnte.

    Andererseits könnte der Django die Bayern natürlich nicht trainieren. Da hätte er so ungefähr den gleichen Einfluss auf das Spielgeschehen, wie einer, der sich mit ein paar Euroscheinen das Recht erkauft hat, die Blaskapelle im Bierzelt auf der Wies'n zu dirigieren.

    Langer Rede kurzer Sinn - mich beschleicht beim Auftreten des Herrn Guardiola das gleiche Unbehagen, wie seinerzeit, als die Bayern unbedingt den Weltmeister-der-Herzen-Trainer Klinsmann an die Säbener Straße holen mussten.

    Da ist mir schon wieder viel zu viel (vui z'vui) Lichtgestalt, viel zu viel Vorschusslorbeer, viel zu viel "Alles neu macht der Mai" dabei ...

     

     


    2. August 2013

    11.00 Uhr Indizien für einen falschen Weg

    Menschen funktionieren kaum anders als Stubenfliegen. Ein einmal als hilfreich erkanntes Programm wird fest ins Repertoire eingebunden und immer dann angewendet, wenn die Situation für ähnlich gehalten wird.

    Deswegen krachen Stubenfliegen so ausdauernd gegen Fensterscheiben.

    Es gibt viele hübsche "Spielchen", die man mit Teilnehmern von Seminaren für Problemlösungs- und Kreativitätstechniken spielt, um ihnen auf sehr direkte Weise vorzuführen, wie solche Programmierungen in wenigen Sekunden entstehen können und sich dann als Denkblockaden über lange Zeit auswirken können.

    Eines dieser Spielchen bietet dem Probanden mehrere einfache mathematische Aufgaben, Gleichungen mit einer Unbekannten, die sich leicht auch ohne Taschenrechner lösen lassen. Es waren, wenn ich mich recht erinnere, fünf Aufgaben. Für die erste brauchte man ein bisschen länger, um herauszufinden, wie die Gleichung umgestellt werden muss. Die zweite ließ sich jedoch nach dem gleichen Prinzip lösen, die dritte ebenfalls - die vierte war unlösbar, die fünfte wieder ein Klacks.

    Nun, die vierte Gleichung war viel einfacher zu lösen. Die bewegte sich fast auf Kindergarten-Niveau. Doch wenn man das Lösungsprogramm abspult, das bei den Aufgaben 1 bis 3 so gut funktionerte, dann kam man keinen Schritt weiter.

    Ich habe mal eine Zeitlang Teamtrainings durchgeführt. Es gab kaum einen, der diese frisch antrainierte Denkblockade während der für die Übung vorgesehenen Zeit überwinden konnte.

    Schlimm wird es, wenn solche Denkblockaden da auftreten, wo sie großen Schaden anrichten können - und noch schlimmer, wenn die Denkblockade vom Einzelnen auf eine ganze Gruppe überspringt.


    Mario Draghi gibt uns gerade die Stubenfliege.

    Seine Politik des billigen Geldes hat weder die Konjunktur angekurbelt, noch hat sie die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone gemildert, die Banken vergeben weiterhin keine Kredite, und wenn, dann keine billligen, denn die Banken brauchen weiterhin selbst Rettungsgelder, und die gesamte Euro-Zone rutscht immer tiefer in die Verschuldung.

    Also machen wir noch einmal das Gleiche und gleich noch ein bisschen mehr davon. Das hat er jetzt angekündigt. Die Zinsen niedrig lassen und, wenn's wieder nichts hilft, im Herbst nochmals weiter senken.

    Was Stubenfliegen nicht können,
    aber viele Jungtiere von Säugetieren, das ist auch so ein Programm, das "angeboren" ist und auch von Erwachsenen aktiviert wird, wenn sie sich nicht mehr zu helfen wissen.

    Wir machen das genaue Gegenteil!

    Lässt sich die Schraube links herum nicht lösen, versuchen wir es rechts herum.
    Hilft Schimpfen, Fluchen und Drohen nichts, versuchen wir es mit Schmeicheln, Loben und Bitten. Hilft auch das nichts, schimpfen, fluchen und drohen wir wieder.

    Märchen enden regelmäßig mit dem Satz: Und wenn sie nicht gestorben sind, ...

    Wetten, dass die EZB unter Mario Draghi, falls sie irgendwann einmal zu der Einsicht gelangen sollte, dass es überhaupt nichts hilft, die Märkte mit billigem Geld zu fluten, dann nichts besseres zu tun haben wird, als das genaue Gegenteil zu probieren?


    1. August 2013

    13.20 Uhr Eine kurze Kritik des verschwörungstheoretischen Denkens

    Nun sind auch im letzten Bundesland (Bayern) die Ferien ausgebrochen. Weiterhin knallt die Sonne über Deutschland vom Himmel. Da frag ich mich dann schon manchmal, ob da überhaupt noch jemand ist, der am PC sitzt und Lust und Zeit hat, einen Paukenschlag zu lesen.

    Obwohl so viele in Urlaub sind, es sind auch immer noch einige Hundert, die den Link anklicken - und darüber freue ich mich.

    Das heutige Thema ist der "Überwachungsstaat" - weil totale Überwachung jegliche "Verschwörung" obsolet werden lässt.

    Mir geht es dabei darum, wenigstens ein Stück weit auszuloten, wohin uns die Entwicklung noch treiben wird.

    Ein Satz darin lautet:

    "Wie schön war es doch,
    als man sich noch gegen Tyrannen verschwören konnte."


    31. Juli 2013

    09.00 Uhr Wirtschaftsnachrichten paradox 

    Volkswagen

    Der erste Blick auf Google News heute Morgen:Gewinnsteigerung bei VW. Ich reibe mir erstaunt die Augen - gestern stand da noch was von Gewinneinbruch zu lesen.
    Alles weg - nur noch die Neue Züricher Zeitung mit der Freudenmeldung. Dabei war gestern noch zu lesen, dass der europäische Markt sowohl im Pkw-Bereich als auch im Nutzfahrzeugesegment zusammengebrochen sei, dass es eine Rabattschlacht gäbe und dass VW nun auf positive Geschäfte in China hoffe.

    GfK

    Womöglich hat die Züricher da auch wieder einmal die GfK-Prognose beeinflusst. Die Konsumforscher sagen nämlich, die Kauflaune der Deutschen sei gerade eben jetzt so hoch, wie seit 6 Jahren nicht mehr. Es wäre halt schön, wenn irgendwer den Nürnbergern mal erklären würde, dass zwischen "Lust und Laune" und dem "Können" ein kleiner Unterschied besteht, der auf dem Girokonto und im Geldbeutel wohnt und "genug-Geld-haben" heißt.

    EADS

    EADS tauft sich um in Airbus. Begründung? Fehlanzeige. Während die zivilen Flugzeugbauer innerhalb des Konzerns noch Wachstum verzeichnen, machen die Sparzwänge der staatlichen Auftraggeber das Geschäft mit Militärgerät und Raumfahrtaufträgen schwieriger. Sicherlich herrscht auch bei den öffentlichen Auftraggebern kein Mangel an Kauflaune - da spricht schon das kauflustige Gesicht unseres Verteidigungsministers Bände - doch wenn man den Managern von EADS / AIRBUS / Eurocopter / Cassisdian /Astrium Glauben schenkt, ist es da mit dem "Können" auch nicht so weit her.

    Siemens

    Siemens schließlich, hat seinen Vorstandsvorsitzenden vorzeitig in die Wüste geschickt. Böse Zungen behaupten, mit Korruptionsbekämpfung alleine seien eben keine guten Geschäfte zu machen. Die Gewinnerwartung des Konzerns ist wieder mal nicht zu halten. Kann mit der Kauflaune zusammenhängen, muss aber nicht. Die Bahn hätte ja gerne die neuen ICEs, die Offshore-Windparks hätten gerne die Kabelanbindung ans Festland ...

    Deutsche Bank

    Kein Grund zum Jubeln mehr. Die Gewinne der Ackermann-Ära sind an die Aktionäre ausgeschüttet, jetzt kommen die Kosten nach. Die WELT sieht das einfach nur aus der Perspektive der Bank und zieht Lehren, à la "die Moral von der Geschicht'".

    Noch ist die Deutsche Bank nicht unter einem Rettungsschirm angesiedelt, und im Interesse aller Steuerzahler wünsche ich mir, dass das auch nie geschieht.

    Doch - wie die Deutsche Bank - haben auch strauchelnde Banken bis zur "Rettung" Dividenden ausgeschüttet, obwohl die Bilanzgewinne zumindest teilweise aus massiven Überbewertungen von Schrottpapieren stammten. Den Gewinn haben die Aktionäre eingesteckt. Die Zeche der im nächsten Geschäftsjahr ausgewiesenen Verluste zahlen die Steuerzahler.

    EWK-Verlag

    Von dem 6-Jahres-Hoch der GfK-Kauflaune ist im Buchgeschäft weder im Juni noch im Juli etwas zu spüren zu gewesen, trotz attraktiver Sonderangebote für den Urlaubskoffer und des Subskriptionsangebotes für "Das Euro-Schlachtfest" dümpeln die Umsätze hart an der unteren Schmerzgrenze entlang.

    Sollten Sie also im Moment nicht wissen, wohin mit Ihrer Kauflaune, dann hätte ich da einige schöne Bücher für Sie!

    GLOCALIS - Die Welt fair ändern - Sachbuch
    ABFALL - Was ist ein Menschenleben wert? - Roman
    Die Handball-Helden - Handball ist der Hit - Kinderbuch

    Nur noch heute:
    Sonderangebote Juli - Bücher im Doppelpack

    Bis 23. August:
    Subskriptionsangebot "Das Euro-Schlachtfest - Die Logik der Krise"


    30. Juli 2013

    13.00 Uhr Obama an Nahost nicht interessiert?

    Die Süddeutsche Zeitung schreibt heute über den jüngsten Anlauf zu neuen Nahost-Friedensgesprächen gerade so, als handele es sich um einen Bericht aus dem Mädchenpensionat.

    Wenn da auch mit kruden Bildern hantiert wird:

    Der Friede als weißer Wal Moby Dick, der Friedensverhandler Kerry als Käptn Ahab, gerade so, als habe da niemand Melvilles Buch gelesen, in dem am Ende der weiße Wal erst den Käptn in die Tiefe reißt und dann das Fangschiff Pequod mit einem Rammstoß versenkt,

    es liest sich so, als hätten die USA im gesamten Nahen Osten keine einzige Aktie mehr.

    Der Autor des Artikels meint, Obama zeige weder Interesse an Ägypten noch an Syrien, das Geschehen im Irak und im Libanon fände ebensowenig Beachtung, wie die Gefahr, dass Jordanien, Israel und die Türkei in einen neuen Großkonflikt geraten könnten. Ja nicht einmal das Erstarken der Al-Qaida und die provokative Politik des Iran könnten etwas daran ändern, dass Obama nichts anderes im Sinn habe, als die Verwicklung der USA in einen Krieg zu vermeiden.

    Erst ganz am Ende kommt die Botschaft.

    Der US-Außenminister Kerry sei deshalb so am Nahost-Friedensprozess interessiert, weil er weiß, dass die USA den Nahen Osten nicht ignorieren dürfen, wenn sie Weltmacht bleiben wollen.

    Unausgesprochen steht da zwischen den Zeilen: ... und Obama weiß das nicht.

    Es hört sich ein bisschen so an, als hinge da eine Drohung gegen einen amtierenden Präsidenten der USA in der Luft.

     

    Hinweis aus dem EWK-Verlag:

    Sonderangebote Juli 2013 - nur noch heute und morgen!

    2x Krimi ... 14,55 statt 23,55 Euro
    2x Liebe ... 15,65 statt 25,65 Euro
    2x ??? ...... 23,80 statt 34,80 Euro


    29. Juli 2013

    12.55 Uhr Öffentlicher Aufruf zur Ausübung der Option

    Alle Inhaber des Optionsscheines "Euro-Schlachtfest" sind hiermit aufgerufen, die Option durch Überweisung des im Optionsschein garantierten Kaufpreises auf das bekannte Konto des Verlags bis spätestens 12. August 2013 wahrzunehmen. Im Übrigen gelten die Bestimmungen des Optionsscheines.

    Die Ersterwerber werden direkt per Mail informiert.

    Noch Fragen?


    10.00 Uhr 60 Jahre Waffenstillstand 

    Nordkorea feierte an diesem Wochenende. Die Feier galt dem Ende der Kampfhandlungen in einem Krieg, der von unseren Medien an diesem Wochenende mal eben so als "Bruderkrieg" bezeichnet wurde.

    Nordkorea feierte am Wochenende die Tatsache, dass sich der Krieg seit nunmehr 60 Jahren im Zustand des Waffenstillstands halten konnte, während unsere Medien an diesem Wochenende in grundloser Überheblichkeit erklärten, Nordkorea habe bisher nur einen Waffenstillstand, aber noch keinen Frieden herstellen können.
    (Sh. auch den verlinkten Artikel aus dem Stern)

    Wer weiß denn schon noch - nach 60 Jahren - was damals wirklich los war, auf der Welt?

    1910 hatte Japan das bis dahin souveräne Königreich Korea annektiert.
    Im II. Weltkrieg wurde Japan von den USA und der UdSSR angegriffen. Im immer noch "japanischen" Korea standen sich schließlich die Truppen der Sowjet-Union und der USA als Besatzungsmächte gegenüber. Die zogen am 38. Breitengrad einen Strich mit dem Lineal und schufen damit die Trennung in Nordkorea und Südkorea.

    Aus dem Versuch, die Wiedervereinigung zu erzwingen, entstand der Korea-Krieg in dem sich letztlich nicht die "Bruderstaaten" gegenüber standen, sondern die USA im Süden und China, als Verbündeter der Sowjet-Union, im Norden.

    Das Waffenstillstandsabkommen vom 27. Juli 1953 wurde übrigens zwischen Nordkorea und den USA geschlossen.

    Es hat seitdem gehalten.

    Glücklicherweise hält der Waffenstillstand, der seit der bedingunglosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht im Mai 1945 besteht, auch mitten in Europa noch.

    Einen Friedensvertrag mit Deutschland gibt es bis heute nicht - und niemand strebt ihn an.

    Warum eigentlich nicht?

    Die Feindstaatenklausel in der UN-Charta gilt - aus durchaus nachvollziehbaren Gründen - als obsolet. Sie soll seit Jahrzehnten gestrichen werden, doch niemand strebt das ernsthaft an.

    Warum eigentlich nicht?

    Schäuble erklärte vor ein paar Monaten, Deutschland sei seit dem zweiten Weltkrieg noch nie vollständig souverän gewesen - und offenbar ist niemand bemüht, das zu ändern.

    Warum eigentlich nicht?

     

    Ach was, ist ja egal. Wir haben in Deutschland doch alles, was wir brauchen.

    Wir haben mit Angela Merkel die mächtigste Frau der Welt.
    Wir haben mit Wolfgang Schäuble den mächtigsten Finanzminister der Welt.
    Mit Guido Westerwelle, Philipp Rösler und Rainer Brüderle gehören uns die besten freien Demokraten der Welt.

    Wir haben sogar Horst Seehofer, den mächtigsten Bayern der Welt - und natürlich auch Andrea Nahles die mächtigste Sozialdemokratin der Welt und Gregor Gysi den mächtigsten LINKEn der Welt.

    Die Nordkoreaner haben seit 60 Jahren immer nur diesen Kim ...


    28. Juli 2013

    16.30 Uhr Linke Rechte - rechte Linke

    Scherzfrage:

    Welche Motive könnten jemanden bewegen, jene linke Partei zu wählen, die eventuell mit einer noch linkeren Partei eine Regierung bilden könnte, genau diese Koalitionsmöglichkeit aber schon vor der Wahl ausschließt?

    a) Typischer Fall von Masochismus, Sexfantasien mit Gabriel (?) als Domina

    b) Typischer Fall von Sadismus, Gysi soll an sich und der SPD verzweifeln

    c) Typischer Fall von Rückversicherer: Angela behalten wollen, aber jede Verantwortung dafür ablehnen können ...

    Wieder einmal hat die SPD-Spitze erklärt, dass sie nicht die Absicht hat, in einer linken Koalition als tonangebende Kraft linke Politik zu gestalten, sondern lieber in einer Neuauflage einer großen Koalition als Junior-Partner von CDU/CSU an der weiteren Umgestaltung Deutschlands zum Niedriglohnstandort mitwirken will.

    Was sagte Steinbrück neulich so schön laut?
    Klang das nicht wie: "Ich will Kanzler werden!"?

    Da fragt man sich doch, warum er die Möglichkeiten, die sich dazu eröffnen, nicht wahrnehmen will.

    Anmerkung:
    Die Steinbrück-Portraitzeichnung ist dem in Kürze erscheinenden Buch
    "Das Euro-Schlachtfest" entnommen. Mehr ...


    Julies Bild vom Sonntag

    Wolfgangs Bild vom Sonntag 

     

    (erwartete Tageshöchstemperatur: 38 Grad Celsius)


    27. Juli 2013

    11.30 Uhr Springer - weniger Meinung, mehr Kohle

    Die Entscheidung des Springer Konzerns, sich eines Großteils der Printmedien durch den Verkauf an die Funke-Gruppe zu entledigen, hat zwei Aspekte: den betriebswirtschaftlichen und den wahlentscheidenden.

    Mit BILD und WELT behält Springer - gegen die betriebswirtschaftliche Vernunft - die wohl noch rentable BILD als das sturmerprobte Blatt für den journalistichen Straßenkampf, und die wohl nie wirklich rentierliche WELT als intellektuell angehübschtes Feigenblatt auf dem Schreibtisch der besser und viel besser Verdienenden.

    Die betriebswirtschaftliche Vernunft führt den Springer Konzern im Übrigen immer weiter weg von der Verbreitung von Meinungen, hinein in ein Geschäft mit provisionspflichtigen Internet-Portalen, die für Werbetreibende und Kunden inzwischen längst die bessere Alternative zur klassischen Print-Werbung darstellen.

    Die "Zielgruppe", die sich zunächst die zu ihr passende Zeitschrift aussuchte, um dann dort die der Zielgruppe entsprechende Werbung vorzufinden, identifiziert sich längst nicht mehr über die Zeitschriftenauswahl. Die Zielgruppe, das ist inzwischen der einzelne Mensch und seine IP-Adresse, über die alle seine Bewegungen im Internet erfasst und ausgewertet werden, so dass derjenige, der am Montag nach einem Kaffeevollautomaten gesucht hat, schon am Dienstag auf allen Seiten, die er besucht, die tollsten Angebote für Kaffeevollautomaten vorfindet.

    Gegen diese "Schnüffel- und Ausspäh-Leistung" der ganz und gar legalen Internetmöglichkeiten, sieht die klassische Zeitung verdammt alt aus. Und die online-Ausgabe der Zeitung sieht ebenfalls alt aus, weil sie, auch wenn sie wegen des redaktionellen Teils besucht wird, in ihrer Wirkung als Werbeträger doch nie mehr die Bedeutung erlangen kann, wie sie ihr aufgrund ihrer redaktionellen Attraktivität in der Vor-Internet-Ära zukam.

    Das Leistungsschutzrecht ist dann wohl auch weniger zum Schutz der journalistischen Leistung ins Gesetzbuch geschrieben worden, sondern in erster Linie zum Schutz der letzten Reste der an die redaktionelle Leistung gekoppelten Werbeeinahmen.

    Warum BILD und WELT nicht gleich auch mit aufgegeben wurden, ist eine Frage, die sich gar nicht so leicht beantworten lässt. Ist es nur Nostalgie? Ist es die Freundschaft zwischen Frau Springer und Frau Merkel?

    Es könnte sein, dass es noch viel schlimmer ist.

    Es könnte sein, dass BILD und WELT erhalten bleiben müssen, damit die beiden Quellen erhalten bleiben, von denen tagtäglich am meisten abgeschrieben wird, damit auch der Rest des Blätterwaldes seinen Anteil am Druckerschwärzeverbrauch rechtfertigen kann.


    26. Juli 2013

    19.00 Uhr Esel reck' dich, Esel streck' dich, Knüppel aus dem Sack

    Belehrungen aus den USA und aus Europa kommen wie bestellt, um die Kritik an Mario Draghis EZB-Aktivitäten niederzuschreiben.

    Ein Herr Fratzscher führt offenbar die sonst nicht näher benannte Gruppe dieser Quatscher an. Kritik an der EZB ist nicht schädlich für Europa, sondern zunächst einmal wichtiger und unverzichtbarer Teil einer Streit- und Diskussionskultur.

    Man kann sich nicht einfach hinstellen, einen Zwei-Seiten-Brief schreiben und damit jegliche Kritik verbieten wollen, wie es Fratzscher und seine Mitstreiter offenbar tun. Es ist einzig zulässig, einer fundiert vorgetragenen Kritik argumentativ zu begegnen und zu versuchen, die Kritiker zu widerlegen. Das findet hier aber offenbar nicht statt, jedenfalls nicht in dem Artikel, den die ZEIT dazu verbreitet - und diese Widerlegung dürfte nach meiner Einschätzung auch kaum möglich sein.

    Es reicht auch nicht aus, aufzuzählen, was die EZB alles erreicht habe. Es wäre nämlich zu klären, ob diese Aufzählung überhaupt der Realität entspricht, was ich bezweifle, es wäre weiters zu klären, was davon tatsächlich auf Aktivitäten der Draghi-EZB zurückzuführen ist - und es wäre vor allem zu klären, ob der Schwanz EZB mit dem Hund Deutschland wackeln darf, wie es ihm -entgegen aller Verträge - gefällt, oder ob sich Draghi nicht mehr an das halten sollte, was wirklich sein Auftrag ist.

    Es wäre vermessen, anzunehmen, dieser Ökonomen Aufruf habe etwas mit der bevorstehenden Buchveröffentlichung "Das Euro-Schlachtfest" zu tun - doch letztlich ist er nichts anderes, als einer der Versuche, die bereits begonnene Schlachtung des Euro noch möglichst lange zu vertuschen, weil dies den größeren Reibach verspricht.

     

     

     

    12.30 Uhr Wieviel Öl haben Griechenland und Zypern?

    Die Gerüchte, Griechenland und Zypern säßen auf gigantischen Vorkommen von Erdöl und Erdgas, die nur darauf warten, angebohrt zu werden, nehmen zu.

    Das tun sie natürlich teils, weil sich damit trefflich gegen die Hilfen für den notleidenden Staat polemisieren lässt, teils jedoch auch, um daraus abzuleiten, Europa wage es nicht, die USA zu provozieren indem es diese Vorkommen selbst erschließt und sich daraus für Jahrzehnte selbst versorgt, ohne für die Ölrechnung Dollars beschaffen zu müssen.

    Fragt man Google nach "Griechenland Ölvorkommen", dann erscheinen dort kaum Fundstellen von seriösen Quellen.

    Die ZEIT berichtete im Oktober letzten Jahres, dass Griechenland vermutlich über Öl- und Erdgasvorkommen im Wert von 300 Milliarden bis 450 Milliarden Euro verfüge, die im Laufe der nächsten 25 Jahre ausgebeutet werden könnten.

    Außerdem weiß die Zeit, dass die Griechen ein norwegisches Forschungsschiff beauftragt haben, die Größe der Lagerstätten zu erkunden. Ergebnisse dazu soll es im Herbst 2013 - also in wenigen Monaten - geben.

    Der KOPP-Verlag, immer in Versuchung, mit Berichten aus dem Bereich des investigativen Journalismus Schlagzeilen zu machen, die zwar häufig in den Bereich der Mutmaßungen vorstoßen, doch in aller Regel auf nachprüfbaren Ausgangsdaten beruhen, hat am 30. April 2013 ebenfalls über griechische Erdöl- und Erdgas-Vorkommen berichtet, nannte dabei allerdings nur zwei Lagerstätten mit 22 Milliarden bzw. 4 Milliarden Barrel Rohöl - und die bereits von der ZEIT bekannte Zahl von 300 Milliarden Euro, die Griechenland damit erlösen könne. Im Schlusssatz heißt es dann, es würden noch "riesige" Vorkommen vermutet.

    Das Handelsblatt war schon im Februar mit der Meldung erschienen, Zyper alleine verfüge über Vorkommen im Wert von 600 Milliarden Euro - wovon etwa die Hälfte in die Staatskasse fließen könnte.

    Der Maria Lourdes Blog, der ebenfalls von Google unter den ersten zehn Suchergebnissen angezeigt wird, macht darauf aufmerksam, dass der beliebte Börsen-Guru Dirk Müller von Markus Lanz und dem FDP-Politiker Bahr als Verschwörungstheoretiker hingestellt wird, weil er es wagte, über die griechisch-zyprischen Lagerstätten zu spekulieren. Von da aus gibt es einen Link auf

    www.berlin-athen.eu, wo die Zahl "51 Billionen" Kubikmeter Erdgas auftaucht, auf denen Griechenland sitzen soll, was dann so ausgedeutet wird, dass Griechenland in infam boshafter Weise erst noch mit Schuldenschnitten von der Krise der Euro-Währungsgemeinschaft profitieren will, die es selbst mit ausgelöst hat, um dann aus der EU auszutreten und die Energievorräte mit anderen Partnern auszubeuten, um ganz alleine an jene 5.000 Milliarden Euro zu kommen, die da angeblich unter dem Meeresgrund liegen sollen.

    Gerade die letzte Argumentation ist mir zu "kompliziert", um wahr zu sein. Sicherlich gibt es noch Öl- und Erdgasfelder im Mittelmeer, die bis jetzt nicht ausgebeutet wurden.

    Sicherlich liegt ein Teil davon auch im Bereich von Griechenland und Zypern.
    Doch warum sollten beide erwägen, aus dem Euro und der EU auszutreten, um ihre Bodenschätze gemeinsam mit anderen Partnern verwerten zu können? Das ergibt für mich keinen rechten Sinn. Zumal es ja seit Jahrzehnten ölfördernde Nationen in der EU gibt, die mit dieser Rolle offensichtlich sehr gut zurechtkommen.


    25. Juli 2013

    16.45 Uhr Helle Begeisterung - Ifo-Index steigt

    Bei der einfachen Frage, ob die Zukunft "gleichbleibend", "besser" oder "schlechter" eingeschätzt wird, hat Hans-Werner Sinn diesmal offenbar vergessen, beim Siemens-Chef Löscher nachzufragen.

    Der hat nämlich das Gewinnziel für 2014 gecancelt und damit einen Kursrutsch der Siemensaktie um satte 6 Prozent ausgelöst.

    Schön auch, wie dramatisch der Höhenflug des Ifo-Index von der Online-ZEIT in sprachliche Hüllen gekleidet wird, man scheute nicht einmal davor zurück, die von Volker Pispers eigentlich vollständig entlarvte Floskel "stärker als erwartet" einzustreuen.

    Es sei "der dritte Anstieg in Folge", und damit die "Trendwende zum Besseren", schreibt die ZEIT Online, um im nächsten Satz auszusagen, dass die Unternehmer die Aussichten für die kommenden sechs Monate etwas schwächer (!) einschätzen.

    Vermutlich hat da beim Münchner Ifo-Institut doch die Euphorie über den künftig unschlagbaren FC-Bayern die Feder geführt, als der Index von 105,9 um volle 0,3 Zähler auf 106,2 angehoben wurde. Es gäbe dort nämlich -zur Steigerung der Effizienz und der Rendite - keine Stammelf mehr, heißt es.

    Ich musste ein Weilchen nachdenken, was damit gemeint sein könnte, mit einer Stammel-f.

    Nun gut, Schwamm drüber, Hitzeschaden in Hiirnwindung 7.834.925 c

     

    09.30 Uhr Todesopfer durch Euro-Rettung

    Deutschland kümmert sich federführend um die Umgestaltung des griechischen Gesundheitssystems, hin zu mehr Effizienz und Effektivität. Das ist eine schöne Umschreibung für forciertes Kostensparen und die Herstellung gewinnorientierter Strukturen im Gesundheitswesen.

    Schon heute haben viele Griechen, die aufgrund der Spardiktate der EU ihren Job verloren, keinen Krankenversicherungsschutz mehr. 46 von 130 Krankenhäusern wurden geschlossen, den verbliebenen wurde der Etat massiv zusammengestrichen, denn Berlin verlangt von den Griechen, die Kosten für das Gesundheitswesen auf sechs Prozent des Bruttosozialproduktes zu reduzieren.

    Das ist - nach Auffassung der Verfasser einer Studie, die in der medizinischen Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlicht wurde - ein Vorgehen, dass zu einer Eskalation gesundheitlicher und sozialer Krisen in Europa führt.

    Die Bundesregierung will jedoch an den Zielen der "Task Force für Griechenland" nichts verändern - und die Troika hat die letzte Hilfszahlungszusage daran geknüpft, dass die griechische Regierung konkrete Schritte unternimmt, die immer noch zu hohen Ausgaben im Gesundheitsbereich unter Kontrolle zu bekommen.

    Die hier eingestellte Zeichnung ist eine Illustration aus dem in Kürze erscheinenden Buch "Das Euro-Schlachtfest - Die Logik der Krise", das sich mit den Ursachen und den Nutznießern der so genannten "Krise" und der daraus folgenden, so genannten "Euro-Rettung" beschäftigt.

    Es kann schon jetzt zum günstigen Subskriptionspreis bestellt werden. (mehr ...)

    Ein ausführlicherer Artikel zur Krise des griechischen Gesundheitswesens ist bei German Foreign Policy erschienen.


    24. Juli 2013

    18.00 Uhr Hitzefrei

    So ungefähr alle Bundesländer - bis auf die Bayern - sind in den Ferien. Newsletter-Aussendungen lösen Unmengen von "Mail-delivery-failed" Meldungen aus, die Zahl der Besucher auf den Seiten schrumpft.

    Was jedoch noch schlimmer ist: Die Nachrichtenlage ist ebenfalls im Sommerloch versunken.

    Nach mehrstündigem Grübeln, ob ich vielleicht irgendwas über den neugeborenen Thronanwärter oder über die Gladiatorenmannschaft des FC Bayern schreiben sollte, hab' ich aufgegeben.

    Zum Glück war da noch einer, dem es trotz der Hitze gelungen ist, selbst aus Angela Merkels neuem Besuch im Überflutungsgebiet noch enen hübschen Aufsatz zu machen.

    Lesen Sie einfach hier weiter:

     


    23. Juli 2013

    08.00 Uhr Euro-Zone in der Schuldenfalle 

    Noch nie waren die Schulden der Euro-Mitgliedsstaaten höher als heute.

    Die europäische Statistikbehörde Eurostat meldet einen Anstieg der Gesamtverschuldung - gemessen an der gesamten Wirtschaftsleistung -
    von 88,2 Prozent im I. Quartal 2012 auf 92,2 Prozent im I. Quartal 2013.

    In absoluten Zahlen ereichte die Schuldenlast der Staaten der Euro-Zone zum Ende des I. Quartals 2013 die stolze Summe von 8,75 Billionen Euro. Ein Jahr vorher waren es erst 8,34 Billionen - ein Anstieg um 4,9 Prozent!

    Besorgniserregend ist dieser Anstieg aus zwei Gründen:

    • Ganz Europa spart, hat sich Schuldenbremsen verordnet und - vor allem in Südeuropa nimmt man - für den Schuldenabbau - Arbeitslosenzahlen in Kauf, die aus der sozialen Lage ein Pulverfass machen.
    • Der Anstieg der Verschuldung, sowohl in absoluten Zahlen, wie auch in Relation zum BIP vollzog sich vor einer nahezu unveränderten Wirtschaftsleistung (+0,4%).

    Das bedeutet, dass sämtliche Sparanstrengungen, Hilfspakete und Rettungsschirme die Staatsschuldenkrise nicht aufhalten konnten.

    Da klingen Ankündigungen, wie z.B. die, dass Griechenland, mit seiner durch den Sparkurs bedingten Arbeitslosigkeit von knapp 30 Prozent seine Schuldenquote bis zum Jahr 2020 von 160 Prozent BIP auf 120 Prozent BIP senken könne, wie das berühmte Pfeifen im Walde.

     

    Das Euro-Schlachtfest hat begonnen.
    Das Buch zum "Event" erscheint Ende August.

    Seit heute, 12.30 Uhr, läuft der Vorverkauf.


    22. Juli 2013

    17.30 Uhr Deutsche Bank 

    Hat Ackermann seinen Nachfolgern eine gesunde, krisenfeste Bank hinterlassen?

    Die Meinungen darüber gehen derzeit weit auseinander. Sollten sich die Banker bei ihren Risiken nur um ein paar Prozent verrechnet haben, ist in der ZEIT zu lesen, kann das bei dem mickrigen Eigenkapital eine Pleite der 2-Billionen-Klasse zur Folge haben. Eine Problematik, die ich vor einiger Zeit im Paukenschlag 4/2009 auch schon einmal kritisch angesprochen hatte.

    Nun soll noch einmal neues Kapital eingesammelt - und die Bilanzsumme verkleinert werden. Es scheint, als schätze die neue Spitze der Deutschen Bank die Situation durchaus auch als verbesserungsfähig ein.

    Dass es demnächst krachen wird, wird immer offensichtlicher.

     

    Das hier eingefügte Ackermann-Portrait ist übrigens eine der Illustrationen meines Ende August erscheinenden Buches

    "Das Euro-Schlachtfest - Die Logik der Krise".

    Ab morgen können Sie es im Subskriptionsverkauf bestellen.
    Newsletter-Abonnenten werden gesondert informiert.


    21. Juli 2013

    Julies Bild vom Sonntag

    .

    Wolfgangs Bild vom Sonntag


    20. Juli 2013

    10.00 Uhr Widerstand hat Zeit, bis es zu spät ist

    Am 20. Juli 1944 - die Zeitungen sind wieder einmal nicht sehr voll davon - explodierte ein Sprengsatz. Selbst wenn er die geplante Wirkung gezeigt hätte, es wäre längst alles zu spät gewesen.

    Deutschland hatte sich 1933 einen neuen Führer gewählt - und war Tags darauf nicht mehr in der Lage, ihn auf demokratischem Wege wieder abzuwählen.

    In diesen Tagen wird - statt an Stauffenberg zu denken - der Versuch unternommen, zutiefsts undemokratische, grundrechtswidrige Praktiken der Geheimdienste als zwingende Voraussetzung für den Bestand der westlichen Wertegemeinschaft nicht nur zu entschuldigen, sondern für alle Zeiten zu rechtfertigen - und dies in Verbindung mit dem entsetzlichen, brechreizauslösenden Unwort vom "Supergrundrecht Sicherheit".

    Wenn Staaten, bzw. Regierungen alles über ihre Bürger wissen - und da sind wir ganz nahe dran - dann herrscht Diktatur.

    Niemand muss sich deshalb zum Cäsar ausrufen, niemand muss ein Ermächtigungsgesetz durch ein Parlament peitschen, es genügt vollkommen, alles zu wissen.

    Dabei darf sich jeder Bürger frei bewegen und frei fühlen und frei seine Meinung äußern. Es braucht keine Gesetze, die bürgerliche Freiheiten explizit einschränken, es genügt zu wissen, wer "dem System" gefährlich werden könnte.

    Solche "Gefährder" kann man leicht ausschalten - und mehr ist auch nicht erforderlich. Es genügt, jeder sich bildenden Bewegung so früh als möglich den Kopf abzuschlagen. Das macht a) kopflos und b) ängstlich und feige.

    Das hat schon funktioniert, als die Überwachungsmethoden noch längst nicht so vollkommen waren wie heute. Es hat im Dritten Reich funktioniert, es hat in der DDR funktioniert - und es funktioniert ja schon wieder.

    Mehr als 90 Prozent der Bürger tragen als Meinung - wenn sie sich denn überhaupt noch eine Meinung leisten - nur noch das mit sich herum, was die Demoskopen in ihren Fragestellungen als mögliche Meinungen vorgeben. Eine eigene Meinung zu entwickeln ist ein ausgesprochen gefährlicher Luxus.

    Keine Meinung zu haben - das schützt vor Ärger. Keine Meinung haben und nichts kritisieren - damit kann man so gut leben, dass man selbst von einer Diktatur überhaupt nichts wahrnimmt.

    In den USA hat ein hochgeheimes Gericht den Geheimdiensten nun erlaubt, weiterhin Telefondaten zu sammeln.

    Ein geheimes Gericht passt meines Erachtens zur Demokratie wie eine Sprengfalle
    zum Freizeitpark. Es erinnert mich eher an die Fememorde des Ku-Klux-Klan, denn an ein ordentliches Organ der Rechtssprechung.

    Weil niemand sicher sein kann, dass sein Staat für alle Zeiten von hochanständigen, integren und auf das Wohl der Bevölkerung bedachten Menschen regiert wird, darf niemand zulassen, dass im Staat Instrumente entwickelt und benutzt werden, die es - in den falschen Händen - ermöglichen würden, eine totale Diktatur zu errichten.

    Der Kampf gegen den Terror von außen ist tausendmal leichter zu führen, als der Kampf gegen den Staatsterrorismus von innen.

    Das lehrt die Geschichte, daran erinnert uns - exemplarisch - der 20. Juli 1944, von dem die Zeitungen heute wieder einmal ziemlich leer sind.

    Warum wohl?

     
    Ach ja, da war dann auch noch dieses kleine Büchlein
     
    "Unsere Freiheit - man kann sich dafür einsetzen"

     

    Der 20. Juli ist ein guter Anlass, auch daran wieder einmal zu erinnern.

     

    Kann ja sein,
    dass irgendwo da draußen noch jemand ist, der nicht warten will, bis es wieder zu spät ist ...

    interessiert?


    19. Juli 2013

    10.00 Uhr Pleitegeier über Detroit 

    Die einst chromglänzende Welthauptstadt der Automobilindustrie ist insolvent.

    Volkswirtschaftler sprechen gerne ehrfurchtsvoll von der Allocationskraft des Zinses.
    Diese sorge schließlich dafür, dass das Geld immer dahin fließt, wo es bestmöglich verwendet wird. Gäbe es den Zins nicht, die knappe Liquidität würde sich verzetteln und womöglich Projekte finanzieren, die sich viel weniger rentieren als andere.

    Man kann das auch anders formulieren.

    Geld bekommt nur, wer dem Geldgeber dafür eine ausreichende Rendite verspricht. Was sich nicht lohnt, wird nicht finanziert.

    Und wo der Ausgleich durch den Staat ausbleibt, weil der gesamtgesellschaftliche Konsens darüber fehlt, dass Menschen auch dann in Würde leben können sollen, wenn sie sich nicht rentieren, steht dann plötzlich eine Großstadt in der Pleite.

    Hier bei uns ist der Sozialstaat noch nicht völlig in Kältestarre verfallen. Doch das Sägen am Länderfinanzausgleich, das untätige Zusehen beim Verfall der Löhne und der Sozialsysteme, die Ausgrenzung von Menschen in Stadtviertel, die - gewollt oder ungewollt - zu Hartz-IV-Ghettos verkommen, spricht eine deutliche Sprache.

    Stellt man dem noch das jährliche Wachstum des Reichtums der Reichen gegenüber,
    von dem ein Sechstel ausreichen würde, um die Regelsätze aller Harzt-IV-Empfänger zu verdoppeln, und betrachtet sich die gespielte Hilflosigkeit der Regierung, durch mäßige Steuererhöhungen auf hohe und höchste Einkommen die Lebensverhältnisse
    im Lande massiv zu verbessern, dann wird klar, dass der Weg zur Insolvenz auch großer deutscher Städte - vielleicht sogar ganzer Bundesländer - vorgezeichnet ist.


    18. Juli 2013

    10.45 Uhr Aufruf zur Solidaritäts-Demo für Gustl Mollath

    Soeben erreicht mich eine Rundmail von Prof. Dr. Hans See, mit der
    Bitte um Weiterverbreitung:

     AUFRUF!
    (Bitte an alle Mollath-Unterstützer weiterleiten)

    Solidaritäts-Demo für Gustl Mollath und gegen Menschenrechtsverletzungen

    „Mehr Demokratie statt Psychiatrie!“

    am Freitag den 2. August - 16 Uhr,
    vor dem Justizministerium in München

    Es sprechen:

    Dr. Wilhelm Schlötterer (Autor des Ende Juli erscheinenden Buches “Wahn und Willkür” über die übergreifenden Hintergründe des Unrechts an Gustl Mollath)

    Prof. Dr. Hans See (Gründer und Ehrenvorsitzender von Business Crime Control e.V. über den Zusammenhang von Wirtschaftsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen)

    Andere Redner und Künstler sollen auftreten, die aber noch bekannt gegeben werden.


    Erklärung von Prof. Dr. Hans See:

    Es reicht!

    Mehr als 7 Jahre ist Gustl Mollath nun schon in der geschlossenen Psychiatrie. Die Rechtsgrundlage ist brüchig wie dünnes Eis. Der fürchterliche Verdacht steht im Raum, dass der wahre Grund in Mollaths – allerdings vergeblichem - Versuch zu finden ist, dass er Geldwäschedelikte der Bayrischen HypoVereinsbank aufzudecken drohte. Durch für viele unbegreifliche Entscheidungen von Staatsanwälten und Gerichten sowie durch existenzvernichtende psychiatrische Gutachten, die ihn als gemeingefährlich einstuften, verschwand er in die geschlossene Psychiatrie. Und mit ihm der im Raum stehende Vorwurf, die HypoVereinsbank betreibe wirtschaftskriminelle Praktiken. Der Bank selbst war bekannt, dass der Vorwurf stimmt. Sie hat ihn aber jahrelang unter Verschluss gehalten. Ein Nachfassen der Staatsanwaltschaft oder eine Selbstanzeige der Bank hätten genügt, Mollath aus den Fängen der Psychiatrie zu befreien. Mehr Demokratie in Wirtschaftsunternehmen hätte sogar diese illegalen Geschäftspraktiken und damit die Folgen verhindern können.

    BCC fordert:

    Freilassung Gustl Mollaths noch vor der Bayrischen Landtagswahl, volle Rehabilitation und Entschädigung dieses Mannes, eine Psychiatrie- und Rechtsreform, die solche Fälle künftig undmöglich machen, und die Benendigung der Weisungsgebundenheit von Staatsanwälten.

    Die 1991 zur Aufklärung über die Sozialstaats- und Demokratie- und Umweltfeindlichkeit von Wirtschaftsverbrechen gegründete Bürger- und Menschrechtsorganisation Business Crime Control e.V., hat diese Demo angemeldet, bittet aber alle Unterstützer Gustl Mollaths, diese Demo auch als die Ihre zu betrachten, über Internet zu mobilisieren und an der Demo teilzunehmen.

    BCC unterstützt vorbehaltlos die für den 27. Juli 2013 angekündigte Kundgebung Am Kornmarkt in Nürnberg, die von 14:00 bis 16:30 Uhr, die unter dem Motto stattfindet:

    „EMPÖRT EUCH! - RECHT UND FREIHEIT FÜR GUSTL MOLLATH“

    Es kann gar nicht genug öffentliche Kundgebungen für Gustl Mollath und gegen jene Kräfte geben, die diese menschliche und politische Katastrophe zu verantworten haben.

    0.00 Uhr Warum #29 ausgefallen ist

    Es gab letzte Woche keinen Paukenschlag. Dafür gibt es nun einige Erinnerungen an die Erlebnisse fernab vom heimischen PC.


    17. Juli 2013

    09.30 Uhr Noch einmal die Masern

    Wenn man liest, dass das Risiko, an den Spätfolgen der Masern zu sterben, höher ist als bisher angenommen, wie die WELT ihren Artikel reißerisch überschreibt, kann man schon schwach werden und die Impfpflicht für eine gute Sache halten.

    Die WELT Redakteure wissen natürlich, dass es die Überschriften sind, die gelesen werden und deren Botschaft hängen bleibt, von daher leisten sie sich den Luxus, im Kleingedruckten ein paar Zahlen zum tatsächlichen Risiko anzugeben.

    Die Welt schreibt "zwischen" 2003 und 2009, habe es in Deutschland insgesamt
    42.600 Masernerkrankungen gegeben. "Zwischen" 2003 und 2009 liegen, je nach Interpretation des Wörtchens "zwischen" mindestens 5, höchstens 7 Jahre.

    Das heißt, dass es in diesem Zeitraum im Jahresdurchschnitt 6.100 bis 8.250 Masernfälle gab - in ganz Deutschland.

    Die bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse bezüglich des Risikos tödlicher Spätfolgen besagten, dass 1 von 100.000 Infizierten davon betroffen sein wird, und das wiederum bedeutet, dass alle 12 Jahre ein Deutscher an den Spätfolgen der Masern sterben wird.

    Das ist, bezogen auf die Gesamtheit der Sterbefälle in diesem Zeitraum ein Risiko, dass so gering ist, dass es absolut vernachlässigt werden könnte.

    Nun gibt es jedoch diese neue Studie, passend zur frisch angefachten Masern-Panik und der Impfpflichtdebatte. Hier geht es nun nur noch um Kinder unter 5 Jahren.

    Dafür wird nun ein Risiko von 1:3.300 angegeben (Ich habe versucht, das nachzurechnen. Ist mir nicht gelungen, weil die wirklich relevanten Daten fehlen.)

    Unterstellen wir, dass diese neue Studie tatsächlich zutreffender ist als die bisherige Annahme, dann haben wir, für den Fall, dass die Zahl der Infektionen die Größenordnung der Jahre 2003 bis 2009 erreicht, nämlich zwischen 6.000 und 8.000 Erkrankungen pro Jahr, mit jährlich ungefähr 2 bis 3 Todesfällen zu rechnen.

    Nachdem die Zahl der Masernerkrankungen seitdem aber stark zurückgegangen ist - im ganzen Jahr 2012 waren es 166 Erkrankungen, im Panikjahr 2013 bis heute knapp über 1.000, bedeutet das, dass nur alle 2 bis 3 Jahre mit einem Todesfall wegen der Masern-Spätfolgen zu rechnen ist.

    Impffolgen:

    Impf-Masern (abgeschwächte, nicht ansteckende Form der Erkrankung), selten Fieberkrämpfe, sehr selten Gehirnentzündungen und Nervenschädigungen, es besteht zudem der bisher unbewiesene Verdacht, die Impfung könne als Auslöser von Autismus, Allergien, Asthma oder Diabetes wirken.


    16. Juli 2013

    17.00 Uhr Friedrich und der Datenschutz

    "Hund samma scho", so tönen wir Bayern, wenn es uns gelungen ist, hart an der Grenze zu allem möglichen ein oder mehrere Schäfchen ins Trockene zu bringen.

    Unser Innenminister ist bayrischer Herkunft, und wenn er nun, frisch aus den USA zurück, wo er so extrem erfolgreich aufgeklärt wurde, zu der Überzeugung gelangt ist, dass den Bürgern ja klar sein müsste, dass spioniert wird und dass sich also jeder selber schützen müsse, dann ist das ein typischer Fall von "Hund samma scho!".

    Nun wäre es nur schön, wenn er dem Bürger auch erklären würde, wie das geht, die eigenen Daten vor den Zugriffen fremder Dienste zu schützen.

    Die hübsche Idee, E-Mails verschlüsselt zu versenden! Lässt sich allerdings nicht wirklich sinnvoll umsetzen. Den Internetdienstleistern ist es verboten, ihren Kunden Schlüssel anzubieten, die von den Diensten nicht schnell und einfach geknackt werden können. Es gibt wahrscheinlich auch keine frei verkäufliche Verschlüsselungssoftware auf dem Markt, die wirklich NSA-sicher wäre.

    Da hilft nur noch eines: Ein eigenes Ver- und Entschlüsselungsprogramm schreiben. Das soll sehr einfach sein und keinerlei Vorkenntnisse erfordern ...

    Nee, Herr Friedrich, der einzige Schutz vor dem Ausgespähtwerden ist es, elektronische Medien nur absolut offline zu nutzen - am besten gleich den Internetanschluss zu kündigen - und die elektromagnetischen Abstrahlungen des Bildschirms bestmöglich abzuschirmen.

    Auch Telefone jeder Art bergen Gefahren. Es ist ja nicht nur so, dass Telefonate abgehört und mitgeschnitten werden, so ein Telefon kann durchaus auch im ausgeschalteten Zustand, also "bei aufgelegtem Hörer" als Raummikrofon dienen, das von außen jederzeit aktiviert werden kann.

    Briefe werden, das wissen wir offiziell, von der NSA fotografiert, um Absender und Empfänger zu registrieren. Dass Briefe auch so durchleuchtet werden können, dass die innenliegenden, beschriebenen Blätter erkannt werden, wobei ein Computer in Windeseile die durch das Falten und die Mehrlagigkeit entstandenen Überschneidungen wieder herausrechnet, so dass der Inhalt des ungeöffneten Briefes erkannt und auf verdächtige Wörter gescannt werden kann, wissen wir nur halboffiziell, aber das mit hinreichender Sicherheit.

    Das Fotografieren und Filmen von Personen und Fahrzeugen nimmt auch in Deutschland allmählich Ausmaße an, die nur noch mit "vollständig" bezeichnet werden können - und wer sich heimlich in den tiefsten Wald zurückzieht, der kann das Glück haben auch dort heimlich fotografiert zu werden, von automatischen Kameras mit Bewegungsmeldern, die früher einmal dazu da waren, Wildbewegungen zu erforschen. Ob das auch heute noch ihr Hauptzweck ist, wage ich zu bezweifeln.

    Herr Friedich ist Innenminister.

    Früher nannte man den Innenminister gerne auch "Verfassungsminister".

    Ein Verfassungsminister, der den Grundrechteschutz so aufgibt, wie es Herr Friedrich heute getan hat, hätte vor dreißig Jahren noch zurücktreten müssen.

    Was der Verfassungsminister heute sagt, heißt im Klartext:

    Liebe Bürger, wenn ihr eure Rechte wahren wollt, dann müsst ihr euch selbst darum kümmern, der Staat hilft euch dabei nicht nur nicht, er ist auch selbst damit beschäftigt, eure Rechte zu verletzen.

     

     

    12.15 Uhr Impfpflicht

    Die Masern sind die Vogelgrippe dieses Sommers.

    Die Masern sind eine Kinderkrankheit, gegen die mindestens 100 Millionen Jahre lang nicht geimpft wurde, ohne dass die Menschheit von den Masern dahingerafft worden wäre.

    Der Staat weiß allerdings alles besser. Daher will der amtierende Bundesgesundheitsminister (Daniel Bahr, FDP) auch wieder eine Impfpflicht.

    So eine Impfpflicht hat viele Vorteile. Der wohl gravierendste Vorteil besteht darin, dass der kontinuierliche Absatz von Impfseren in großen Mengen staatlich garantiert wird, was die Pharma-Industrie vor unternehmerischen Risiken ebenso schützt, wie vor der Notwendigkeit, die Sinnhaftigkeit der Impfung durch den Nachweis der Wirksamkeit und den Nachweis der weitgehenden Nebenwirkungsfreiheit so zu belegen, dass die Zielgruppe sich ohne jeden Zweifel von selbst für die Impfung entscheiden würde.

    Doch bis heute ist es der Pharma-Industrie trotz ihrer gigantischen Werbeetats nicht gelungen, ihre Zielgruppe so zu informieren, dass jedwede angebotene Impfung vom Publikum auch uneingeschränkt und dankbar angenommen würde.

    Auch die Ärzteschaft, einschließlich der Kinderärzte, hat es offenbar nicht vermocht, ihre Kundschaft vom Nutzen der Impfungen so zu überzeugen, wie es
    - vielleicht sogar auch aus medizinischer Sicht - wünschenswert wäre.

    Es fehlt am Vertrauen.

    Fehlendes Vertrauen durch eine Impfpflicht ersetzen zu wollen, ist eine feudalistische Idee, die ihre Berechtigung aus dem betriebswirtschaftlichen Kalkül der Massentierhaltung bezieht, und aus der irrigen Annahme, beim "Volk" handele es sich immer noch um "Leibeigene".

    Impfpflicht greift mindestens so tief in Grund- und Menschenrechte ein, wie das totale Ausspähen jeglicher Kommunikation.

    Nun, das Ausspähen - und das wird nun immer deutlicher, denn die offizielle Sprachregelung stabilisiert sich allmählich - ist ja nicht schlimm, sondern nützlich. Sogar dass Ausspähen Deutscher durch die NSA hat schon geholfen, entführte Urlauber wieder zu finden ...

    Folglich wird auch die Pflichtimpfung nicht schlimm sein, sondern vermutlich helfen, Terroristen aufzuspüren, die sich ja als Impfgegner dann zwangsläufig outen müssen.

    Würde nur das Vertrauen in die Pharma-Industrie fehlen, eine Impfpflicht ließe sich immer noch durchsetzen. Doch wo auch das Vertrauen in die Politik fehlt, die eine Impfpflicht zum Gesetz machen will, da wäre es wichtiger, erst einmal dieses verlorene Vertrauen wieder herzustellen, statt einfach mit einer Impfpflicht zu drohen.


    - kurze Pause -


    10. Juli 2013

    10.10 Uhr 1 Portion Selberdenken am Stück, mit Kartoffelsalat, 11,95 €

    Als mir heute Morgen ein paar Klugscheißer begegneten (nein, nicht Bruno Jonas & Co.), richtige Klugscheißer, die sich öffentlich rechtlich über die Chancen des Edward Snowden ausließen, a) das Zielland seines Asylbegehrens zu erreichen, ohne dabei - ohne gültigen Pass (!!!) - den Luftraum europäischer Staaten und den Luftraum der USA zu überqueren, und b) als diese Klugscheißer sich lächelnd, womöglich sogar süffisant lächelnd, so genau war das nicht zu erkennen, des weiteren darüber ausließen, dass Herr Snowden nie wieder ein normales Leben wird führen können, dass er immer - und zwar so lange immer, bis sie ihn haben - auf der Flucht sein wird, und dass sie ihn bekommen werden, weil sie viele Möglichkeiten haben, wörtlich: "Menschen in ihren Besitz zu bringen", da hat mich die ganze vermaledeite Klugscheißerei an etwas erinnert, was vor ein paar Jahren einen ähnlichen Hype ausgelöst hatte.

    Und dann bestellte ich mir diese Portion Selberdenken am Stück, mit Kartoffelsalat, für 11,95 € und einen halben Liter Hopfenkaltschale dazu

    Der Kartoffelsalat - sehr gut, übrigens - war verzehrgerecht weich. Das große Stück Selberdenken hingegen ziemlich zäh, auch mit dem Messer der geschliffenen Analyse kaum in mundgerechte Teile zu zerlegen, doch nun ist es vollbracht, und die letzten Fasern Selberdenken sind mit dem am Schweizer Offiziersmesser in der Gala-Ausführung eigens angebrachten, mehrfachnutzbaren Dauer-Zahnstocher entfernt; es ist auch mit einem Schluck Hopfen-und-Malz-veredeltem Felsquellwasser nachgespült.

    Nun ist alles klar. Die Parallelen sind überdeutlich, die Vorgänge waren nur seitenverkehrt angeordnet und das noch dazu in unterschiedlichen Bezugssystemen.

    Hier Gotteslästerung, da die Enthüllung der antidemokratischen Seite der Vorzeigedemokratie, hier die Fatwa, die alle treffen sollte, die an der Herstellung und Verbreitung des Werkes beteiligt waren, da die Drohung gegen alle Staaten, Asyl zu gewähren oder bei der Flucht behilflich zu sein. Hier die "Satanischen Verse" des Salman Rushdie, da die verräterischen Enthüllungen des Edward Snowden.

    Macht.
    Nichts als Macht, die nicht etwa in ihrer Mächtigkeit, sondern nur und ausschließlich in ihrer "selbstgefälligen Legitimation" erschüttert wurde.

    Es geht ja weder um das, was Rushdie in seinem Roman erwähnte, noch um das, was Snowden ausplauderte, es geht ja nur darum, dass es aus dem Raum des unbestätigten Gerüchts, aus den Gehirnwindungen der Verschwörungstheoretiker und anderer armer Irrer in den Raum der hochgradigen Wahrscheinlichkeit gezerrt wurde und von dort ums Verrecken nicht mehr wegzukriegen war.

    Es ist ungefähr so, als hätte ein auserwählter Teilnehmer der letzten Bilderbergersitzung zwei Wochen vor der Bundestagswahl ausgeplaudert, dass längst beschlossen und international abgestimmt sei, dass Angela Merkel wiedergewählt wird, um nach der Hälfte der Amtszeit erst das Amt des Vorsitzenden der EU-Kommission zu übernehmen, mit der Aufgabe, die europäische 'Verfassung endlich in Kraft zu setzen, und sich danach selbst zum ersten Präsidenten der EU zu ernennen.

    Ich glaube, wer dies so ungeniert ausplaudern würde, hätte eine gute Chance, Edward Snowden auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo monatelang Gesellschaft zu leisten.

    Obwohl die Bilderberger weder Religion, noch Staat sind - einfach nur "MACHT".
    Halt eben auch auch mit dem Makel der "selbstgefälligen Legitimation".

    Harry Potter: "Der, dessen Namen man nicht nennen darf ..."
    (Wer jagt eigentlich Joane K. Rowling -und warum - nicht?)

     

    P.S.: Das komplette Menu Selberdenken am Stück mit Kartoffelsalat und Bier konnte ich diesmal mühelos aus meiner Kaffeekasse bezahlen. Herzlichen Dank an dieser Stelle an alle, die das mit ihrem Beitrag möglich gemacht haben,


    9. Juli 2013

    09.45 Uhr Griechenland darf an der Wurst schnuppern

    Die Geschichte stand, wenn ich mich richtig erinnere, in einem Schul-Lesebuch. Ein Bauer hat einen wilden, ungestümen Hund. Er sperrt ihn tagelang ohne Licht, ohne Fressen - wohl auch ohne Wasser, in einen winzigen Verschlag.

    Als er dem halbtoten Tier endlich die Tür öffnet, ihm Wasser gibt und Nahrung, leckt ihm der Hund die Hand und ist ihm fortan treu ergeben.

    Es ist ein Trick. Die moderne Psychologie nennt ihn das "Stockholm-Syndrom". Auch Menschen, die ihrer Freiheit beraubt und unter unerträglichen Umständen gefangen gehalten werden, verzeihen ihrem Peiniger nicht nur, sie entwickeln positive Gefühle für ihn, weil er der einzige Kommunikationspartner ist, weil er sie letztlich doch am Leben erhält ...

    Die Troika spielt dieses Spiel nun mit dem griechischen Volk.

    Nein, man wird die Griechen nicht ganz und gar verrecken lassen. Man gibt ihnen schon hin und wieder eine der dringend benötigten Milliarden, aber doch nicht alles, was sie bräuchten, nein - der Wille der Griechen ist noch nicht gebrochen. Noch reagieren sie nicht wie Pavlows Hunde. Noch glauben sie, sie hätten noch das Recht, über sich selbst auch selbst zu bestimmen ...

    Da wird halt wieder nur ein Teilbetrag angewiesen. Und gefordert, schnellstmöglich 25.000 Staatsbedienstete in Beschäftigungsgesellschaften auszugliedern und von da aus in die Arbeitslosigkeit zu jagen. Und mit der Privatisierung schneller vorankzukommen, den "eigenen Beitrag" zu leisten ...

    Man lässt sie an der Wurst schnuppern und macht den Verschlag schnell wieder dicht.

    Auch dieses Geschehen fügt sich nahtlos ein in jene Geschichte, die ich als
    "Das Euro-Schlachtfest" bezeichne. Eine Geschichte, die sich nicht einfach in das Format von Tageskommentaren oder Paukenschlägen pressen lässt.


    8. Juli 2013

    17.26 Uhr LMA-Index erneut kräftig gestiegen

    Mit 10.807 Punkten hat der LMA-Index ein neues Rekord-Hoch erreicht. Wie das EWK-Institut für Wirtschafts- und Sozialforschung erklärt, hätten die derzeit ausbrechenden Krisen einen wohltuenden Einfluss auf die Geburtenentwicklung, wodurch Facharbeitermangel und Demografisches Menetekel schnell und zuverlässig
    überwunden werden könnten, so dass 2043 wieder alles unter Dampf steht.

    Gerade die massiven Einbrüche im Export und die Tatsache, dass die Automobilindustrie inzwischen ohne China nicht mehr lebensfähig wäre, begründen diese hoffnungsvollen Aussichten.

     

    09.00 Uhr Nichtwähler zur Bundestagswahl zugelassen

    Der schlafende Riese bewegt sich. Immer mehr Menschen verstehen:

    Einfach nicht wählen, heißt die großen Parteien stärker machen. Die Nichtwähler zu wählen, gibt der Stimme wieder Gewicht.

    ZDF heute.de hat Dr. Werner Peters, der Vorsitzenden der Partei der Nichtwähler interviewt:

     
     
    Ausführllichere Informationen über die Partei der Nichtwähler gibt es übrigens in dem Buch, das Werner Peters geschrieben hat.
     
     
     
     
    Krititk am herrschenden Politikbetrieb und Vorschläge zur Wiederherstellung einer Demokratie, die den Namen verdient, führen beinahe zwangsläufig zu der Idee, den Veränderungsprozess über die Aktivierung der Nichtwähler anzustoßen.


    7. Juli 2013

    Julies Bild vom Sonntag

     

    Wolfgangs Bild vom Sonntag 

    ,


    6. Juli 2013
    5. Juli 2013

    10.45 Uhr Finale? Bezahle!

    Manche finden es bitter, nicht einfach den Fernseher einschalten zu können und auf ARD oder ZDF oder Sat1 sehen zu können, wie sich Frau Lisicki in Wimbledon schlägt.

    Damals, bei Steffi, da ging das doch noch ...

    Die ARD ist an den Rechteinhaber, ein Unternehmen mit dem Namen Sky, herangetreten und hat ein Angebot vorgelegt, um wenigstens das Finalspiel der Deutschen übertragen zu dürfen. Das Angebot war aus Sicht der Rechteinhaber unzureichend. Dort ist man sicherlich der Überzeugung, dass der Gewinn einiger zusätzlicher Abonnenten auf Sicht lohnender ist, als eine Einmalzahlung der ARD.

    So ist das.

    Irgendjemand - vermutlich der Veranstalter des Turniers - hat die Rechte an den Bildern und Geräuschen, die so ein Grand-Slam-Turnier hervorbringt, verkauft. Natürlich haben sich alle Teilnehmer bei der Anmeldung bereits damit einverstanden erklärt. Frau Lisicki hätte vermutlich nicht teilnehmen dürfen, hätte sie den Verzicht auf die eigenen Rechte an den Bildern und Geräuschen ihrer Spiele nicht unterschrieben.

    Weitergedacht heißt das allerdings, dass das Bezahlfernsehen die Teilnahme Lisickis am Turnier und damit ihre Chance auf den Sieg im Grunde erst möglich gemacht hat.

    Wie es möglich war, dass Tennisturniere veranstaltet werden konnten, bevor das Bezahlfernsehen über den Erwerb der Rechte die Finanzierung sicherstellte, ist heute leider nicht mehr mit Sicherheit feststellbar.

    Vermulich spielte dabei der heute glücklicherweise überwundene, in früheren Jahren jedoch grundsätzlich zu beklagende Mangel an ökonomischem Grundwissen und Renditeorientierung eine maßgebliche Rolle, was sogar dazu geführt haben soll, dass Sport "nur zum Spaß" betrieben wurde.

    Welch unvorstellbare Naivität!


    Eigentum und Teilhabe, diees Widerspruchspaar ist Gegenstand der Betrachtungen von Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre, Band IV.

    Im EWK-Verlag als Printausgabe und als E-Book erhältlich.

     

     

     


    4. Juli 2103

    15.00 Uhr Empörende Empathie

    Snowden, Mursi und Morales sind in den Nachrichten.
    Die Ägypter haben sich empört und ihren Muslim-Bruder-Präsidenten in die Wüste geschickt. Der Rest der Welt nimmt hin, Bespitzelung ungeahnten Ausmaßes, die Jagd auf den Informanten, den Umgang mit Boliviens Präsidenten.

    Hat Stephane Hessel das gemeint, als er uns zurief "Empört Euch!"?


    3. Juli 2013

    12.05 Uhr Vorbild Griechenland: Polizei-Verleih

    Griechenland hat sich zur Beendigung der Krise eine weitere Einnahmequelle
    erschlossen. Künftig sollen Privatleute einen Polizisten für 30 Euro pro Stunde mieten können. 1 Stunde Polizei-Motorrad wird mit 20 € verrechnet, 1 Stunde Polizeihubschrauber kostet 1.500 Euro.

    Das sind doch wenigstens originelle Ideen. Daran könnten sich die ehemaligen portugiesischen Minister für Finanzen und Auswärtiges ein Beispiel nehmen. Statt schlicht zurückzutreten, weil ihre Sparanstrengungen auf Widerstand stoßen, hätten sie sich ja als Leih-Minister für Privatleute zur Verfügung stellen können.

    Da würden sich sicherlich viele finden, denen auch ein Stundenlohn von 5.000 Euro für einen Finanzminister nicht zu hoch wäre, vorausgesetzt, die Steuergesetze sähen anschließend so aus, wie es der Finanzministerleaser wünscht ...

    So, liebe Portugiesen, wird man euch keinen Schuldenschnitt bescheren, schon gar keinen zweiten, wie ihn sich die Griechen jetzt als Gegenleistung für die Einnahmen aus der Leihpolizei erhoffen.

    Hättet ihr euch doch denken können, liebe Portugiesen, dass der DAX auf solche Rücktritte mimosenhaft reagiert!!

    ... und wer den DAX erschreckt, der verdient keine Gnade!


    2. Juli 2013

    10.30 Uhr Wer nichts zu verbergen hat ... 

    Seit Jahrzehnten wird die Aushöhlung der Bürgerrechte und die Ausweitung der Schnüffelrechte des Staates und seiner Dienste in Deutschland damit "gerechtfertigt", dass ja, wer nichts zu verbergen habe, auch nichts zu befürchten hätte.

    Daran, bitte, mögen sich alle erinnnern, die jetzt öffentlich Empörung zur Schau tragen, weil das Treiben des ganz großen Bruders, das dummerweise ausgerechnet wenige Wochen vor der Bundestagswahl in die Öffentlichkeit geraten ist, einer Reaktion bedarf, die den Glauben der Wähler an die guten Absichten der zur Wahl Stehenden festigt.

    Ja, es ist eine Schweinerei, wenn man sich unter Verbündeten Wanzen unter die Schreibtische klebt, Telefone abhört, E-Mails mitliest und auch sonst alles ausspäht, was auszuspähen ist,

    weil eben klar ist, dass der internationale Terrorismus, dessen Bekämpfung das alles angeblich dient, nicht vom Europäischen Parlament in Brüssel aus geplant und angeführt wird, auch nicht vom Auswärtigen Amt in Berlin oder von der Siemens-Zentrale in München.

    Es ist aber die gleiche Schweinerei, wenn die eigene Regierung dem eigenen Volk Trojaner auf die Rechner spielt, Telefone abhört, Kommunikationsdaten speichert, E-Mails mitliest und auch sonst alles ausspäht und auf Vorrat speichert, was auszuspähen ist.

    Und wenn da gelten sollte, dass nichts zu befürchten hat, wer nichts zu verbergen hat, dann sollten sich die EU, die Bundesregierung und die deutschen Wirtschaftsunternehmen klar machen, dass sie auch nichts zu befürchten haben, es sei denn, sie hätte etwas zu verbergen -

    und sie sollten sich nicht künstlich aufregen, wenn die USA zum Schutz von Freiheit und Demokratie auf der ganzen Welt einfach Augen und Ohren offen halten.

    Schließlich wurde noch kein EU-Politiker und kein europäischer Wirtschaftsführer per Drohne ins Jenseits befördert. Da zeigt sich doch: Wer nichts zu verbergen hat ...

     

     

    O.K., ich bin ja schon wieder ruhig.


    1. Juli 2013

    18.20 Uhr Sonderangebote im Juli 2013

    Ein Urlaub ohne Buch? Ja, das geht.
    Aber schöner ist's nun mal mit.

    Damit Ihre Reisekasse nicht in dem Maße leichter wird, wie das Gepäck schwerer, haben wir für Sie ein paar besonders schöne Urlaubsbücher für

    - spannende Entspannung - verspielt verliebte Urlaubsträume und
    - ein zauberhaft schwebeleichtes Genießen -

    im Doppelpack für Sie vorbereitet:

     

    2 x spannende Entspannung mit den Eifel-Krimis
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    13.30 Uhr Das 10.000 Euro-Haus

    Vor einiger Zeit war das 10.000 Euro-Haus noch eine schöne, unschuldige, kleine Idee, von der man träumen konnte. Als das 10.000-Euro-Haus bei mir zum Paukenschlag-Thema geworden war, hatte sich aus der Idee heraus schon sehr vieles konkretisiert, anderes war noch in der Schwebe ...

    Nun ist es wieder einen Schritt weiter.

    Egon Hauck, der Initiator der 10.000-Euro-Haus Idee schreibt:


     http://10000-euro-haus.de

    Das 10000 € Haus befindet sich noch bis zum 15. Juli in einem Wettbewerb.

    Einer der ersten drei Plätze dort bedeutet die Finanzierung eines baurechtlich anerkannten Bausatzhauses und damit das entscheidende Argument dieses Projekt umzusetzen.

    Ich bitte euch alle, wenn möglich täglich unter folgendem Link eure Stimme ab zu geben.

    http://www.mein-ecologic-projekt.de/projects/5177beedb3586f7cc4008352

    Gemeinsam können wir das schaffen.

     

    Freunde von Sophia - Laden für Philosophie & Beratung

    Inhaber: Egon Hauck, Hansaring 21, 50670 Köln, 0176-94402929
    freundevonsophia@email.de, https://www.facebook.com/freundevonsophia

     

     

     

    9.30 Uhr Nicht mit der Union

    Wird es zum offiziellen Beschluss kommen? Wird die SPD sich noch vor der Wahl selbst verpflichten, keine große Koalition einzugehen?

    Wohl kaum.

    Es ist noch nicht einmal damit zu rechnen, dass die diesbezüglichen "Gerüchte" dazu beitragen könnten, das Wahlergebnis der SPD nennenswert zu verbessern, geschweige denn, dass damit das Ziel "Rot-Grün" noch herbeigeschworen werden könnte.

    Letztlich werden damit doch nur auch noch diejenigen potentiellen SPD-Wähler verprellt, die hoffen, "ihre Partei" werde, wenn schon nicht selbst tonangebend regieren, so doch wenigstens in der großen Koalition noch im möglichen Maße Einfluss nehmen können.

    Das Gedankenspiel ergibt ja sowieso nur dann einen Sinn, wenn davon ausgegangen wird, dass die gelb-blaue Rösler-Brüderle-Truppe die 5%-Latte reißt. Damit wäre die Weigerung der SPD, in eine große Koalition einzutreten, doch das klare Signal für die Grünen, sich bestmöglich auf ein Schwarz-Grünes Bündnis vorzubereiten.

    Die große Koalition ist eine realistische politische Option für die SPD - und wohl die einzige, die ihr noch offen steht. Eine Option, die sie noch nicht einmal aus eigener Kraft erreichen kann, sondern nur, wenn ihr das Scheitern der FDP zu Hilfe kommt.

    Diese Option auszuschließen, käme der politischen Selbstaufgabe gleich.

    Ich persönlich glaube nicht, dass die Genossen schon so weit sind.


    30. Juni 2013

    Julies Bild vom Sonntag

    Wolfgangs Bild vom Sonntag


    29. Juni 2013
    28. Juni 2013

    27. Juni 2013

    14.00 Uhr Gold macht Ferien

      Mit dem tiefsten Sturz des Goldpreises seit 93 Jahren glänzt das gelbe Metall im zweiten Quartal 2013. Ein Verlust von 22 Prozent.
       
      Die WELT vermeldet den "größten Crash der Geschichte", das oberbayerische Volksblatt schreibt über "Die große Flucht aus dem Gold" und die Waldeckische Landeszeitung stellt fest: "Preisrutsch am Goldmarkt geht weiter".
       
      Dessen ungeachtet verbreitet die WELT ausgerechnet heute den Vorabdruck eines Buches von Daniel D. Eckert, der damit die Sehnsucht nach einer goldgedeckten Währung neu befeuert.
       
      Egon W. Kreutzer überschreibt seinen Paukenschlag lapidar mit "Gold macht Ferien" und weist damit auf ein Wesensmerkmal aller spekulativen Werte hin, ihre Volatilität,
      ihre nicht, oder nur schwer vorhersehbare Kursentwicklung.
       
    • PaD 27 /2103 Gold macht Ferien

    Ende August erscheint im EWK-Verlag
    das neue Buch von Egon W. Kreutzer

    Das Euro-Schlachtfest - die Logik der Krise 

     

      ... und weil das Prozedere so schön zum Thema passt,
       
       
      verkauft der EWK-Verlag Optionsscheine.
      Ein im Buchhandel meines Wissens bisher noch nicht verbreitetes Spekulationsmodell.
       
      Sie kaufen bis spätestens 15. Juli die Option,
       
      • bei Erscheinen (Ende August 2013)
      • ein handsigniertes Exemplar
      • der Erstausgabe des Buches von Egon W. Kreutzer
      • "Das Euro-Schlachtfest - die Logik der Krise"
      • unabhängig vom späteren Ladenpreis
      • zum Preis von 14,90 Euro zu erwerben.
       
      Die Option kostet 6,00 Euro. Der Betrag ist sofort fällig.
      Ein Optionsschein wird nach Zahlungseingang zum Download bereitgestellt.
      Gültigkeit erlangt dieser Optionsschein allerdings nur in Verbindung mit der jeweils einmalig vergebenen Auftragsnummer, die Ihnen mit der Bestellbestätigung automatisch zugeht.
       
      Bei Vergabe des Druckauftrages ergeht an die Inhaber der Optionsscheine auf der Seite www.egon-w-kreutzer.de der öffentliche Aufruf, die Option wahrzunehmen und den vereinbarten Kaufpreis (14,90 €, incl. Versandkosten) innerhalb von zwei Wochen zu überweisen. Nicht wahrgenommene Optionen verfallen ersatzlos.
       
      Diese Regelungen sind gleichlautend auch auf dem Options-Schein, der nach Zahlungseingang zum Download bereitsteht, angegeben.
       
      Haben Sie Lust,
      diesen Jux mitzumachen?
       
      Genau genommen handelt es sich ja nur um eine besondere Ausgestaltung eines Subskriptionsangebotes. Der Reiz für Sie besteht allerdings darin,
      dass Sie
       
      1. garantiert ein Anrecht auf ein Exemplar aus der Erstausgabe erwerben,
      2. garantiert ein Anrecht auf ein handsigniertes Exemplar erwerben,
      3. beliebig viele Optionen kaufen und damit handeln können,
      4. beliebig viele Optionen kaufen - und diese verschenken können,
      5. insgesamt garantiert nur 20,90 Euro zahlen, egal, wo der Ladenpreis liegen wird.
       
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      Hier können Sie Ihre Order aufgeben:
       

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    08.45 Uhr Europäische Richtlinie zur Abwicklung von ...

    Die EU-Finanzminister hätten es heute Nacht beschlossen,

    hieß es.


    Künftig sollen bei Bankenpleiten erst die Eigentümer, dann die Gläubiger, dann die Sparer mit Guthaben über 100.000 Euro - und erst ganz zuletzt die Steuerzahler haften.

    Dann hieß es, die genauen Regelungen seien sehr kompliziert und müssten erst noch ausgearbeitet werden.

    Dann hieß es, zudem sei eine große Zahl von Ausnahmen vereinbart worden, die es den einzelnen Staaten ermöglichen, auch anders vorzugehen.

    Darüber hinaus hieß es, dass auch noch das EU-Parlament zustimmen müsse (na so was!).

    Und schließlich hieß es, dass das, was heute Nacht beschlossen wurde, wohl erst 2018 in Kraft treten werde.

    Im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF meinte der Kommentator abschließend, dass es bis dahin vielleicht gar keinen Grund mehr gäbe, Banken zu retten.

    Es wurde nicht ganz klar, ob er meinte, die Krise sei bis 2018 überstanden, oder ob er meinte, 2018 sei alles zu spät und es gäbe nichts mehr zu retten.

    Mir ist aufgefallen, dass es rings um die Krise schon sehr viel dringlichere Beschlüsse gab. Beschlüsse, die niemand auf diese fünf Jahre lange Bank schieben wollte.

    Dazu gehört auch der nun eine Woche alte Beschluss, dass der ESM nicht nur Staaten, sondern auch Banken retten darf. Wie das geregelt werden soll, wollte man sehr schnell nachliefern. Nun steht der Termin dafür: 2018.

    Ob der ESM, der es ja jetzt prinzipiell erst einmal darf, bis 2018 warten wird, bis er zur direkten Rettung einer Bank schreitet?

    Wohl kaum, wenn es dringend und alternativlos ist.

    Und je weniger Vorgaben und Regeln es dazu gibt, desto besser kann man auf die besonderen Bedingungen des Einzelfalles eingehen, oder?

     


    26. Juni 2013

    09.30 Uhr Das Konsumklima - - s t e i g t 

    ... und die Einkommenserwartungen der Bürger sind den dritten Monat in Folge gestiegen. Vor allem aber die Flut heizt die Kauflaune an, die nun so gut ist, wie seit fast sechs Jahren nicht mehr.

    Wollen Sie sich ein bisschen mit berauschen?

    Mit den drei Juni-Sommer-Sonderangeboten aus dem EWK-Verlag geht das ganz hervorragend.

    Bücher im Doppelpack, rund 40% unter regulärem Preis


    25. Juni 2013

    16.30 Uhr Edward Snowden - irrer Hype um offene Geheimnisse 

    Ich verstehe es nicht.

    Dass die NSA alles abhört, was sich abhören lässt, und das seit "gefühlten ewigen Zeiten", wissen wir Deutschen doch mit am besten. Die wunderschöne große Antennenanlage, die man uns auf den Berliner Teufelsberg gesetzt hatte, war nicht zu übersehen - und wer wissen wollte, wozu sie da war, der konnte es erfahren. Schon seit gefühlten "ewigen Zeiten".

    Dass die Geheimdienste den Internetprovidern verboten, ihren Kunden allzu mächtige Verschlüsselungsalgorithmen zur Verfügung zu stellen, weil sie es für ihr Recht halten, auch verschlüsselte Korrespondenz schnell und richtig entziffern zu können, stand auch in der Zeitung zu lesen.

    Dass E-Mails wie Postkarten sind, mit dem Unterschied, dass sie zwischen Senden und Empfangen nicht nur vom Briefträger, sondern theoretisch von jedem Computer dieser Welt aus gelesen werden können, das ist doch auch nichts Neues.

    Niemand, der auch nur einen Funken Verstand hat, vertraut heute noch darauf, dass auch nur irgendeine seiner Karten, von der Kreditkarte bis zur Gesundheitskarte, vom elektronischen Personalausweis bis zum Firmenausweis mit Türöffnerfunktion, auch nur bei einem einzigen Gebrauch keine Spuren hinterlässt, die sich - gefühlte Ewigkeiten lang - wieder lesen lassen.

    Niemand, der auch nur einen Funken verstand hat, glaubt noch daran, dass wir hier in Deutschland nur von den bösen Russen ausspioniert werden. Es ist öffentlich, dass die USA in Deutschland Wirtschaftsspionage betreiben. Es war oft genug in der Zeitung zu lesen.

    Die Welt ist ein einziger Überwachungsstaat. Und jede Möglichkeit zur Überwachung, die sich auch nur irgendwie bietet, wird genutzt, wenn das irgendjemandes Wissbegier befriedigt.

    In Rechtsstaaten dürfen Gerichte nachträglich nachforschen, dürfen verfassungsrechtliche Bedenken anmelden, dürfen fordern, dass auch in diesem und jenem Fall künftig vorher ein Richter unterschreiben muss - und es wird beim nächsten Mal wieder unterbleiben, weil es ja sowieso nur jedes zehntausendste Mal rauskommt. Bestraft wird kaum einmal jemand - und wenn, dann einer von den Kleinen, denen man den Befehlsnotstand nicht abnimmt.

    Es ist doch überhaupt nicht genug Platz auf dieser Seite, um alle vorhandenen technischen Möglichkeiten der pauschalen Bevölkerungsüberwachung und der gezielten Ausspähung einzelner Zielpersonen aufzuzählen.

    Und nun sagt einer, der eine Zeitlang drin war, der aktiv daran mitgearbeitet hat, dass eben nicht nur das, was wir sowieso sicher wissen, sondern auch das, was wir eben nur mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit für wahr gehalten haben, auch tatsächlich so ist.

    Und was passiert?

    Nichts!

    Wie sollte es auch.

    Putin und Obama wissen doch längst, genau so wie es Merkel und Xi, wie es Hollande und Cameron längst wissen und wie es selbstverständich auch Netanjahu weiß, wer wen mit welchen Mitteln und welcher Intensität von wo aus ausspioniert. Das ist so eine Art "Klub der großen Schnüffler".

    Wen kann Snowden mit seiner "Veröffentlichung" eigentlich vor wem "blamiert" haben? Kann ein US-Präsident so naiv sein, zu glauben, er sei der einzige Mensch auf der ganzen Welt, der weiß, was seine Geheimdienste tun?

    Ich meine, das Verbrechen, das Edward Snowden begangen hat, besteht darin, der ganzen Welt gezeigt zu haben, dass es wenigstens einen Amerikaner gibt, der am Anstand und der Rechtsstaatlichkeit seiner Regierung zweifelt und der nicht genug Schiss (Respekt) hat, um darüber ängstlich das Maul zu halten, wie alle anderen auch.

    Und diese Peinlichkeit ist es, die Rachegelüste entfacht.
    Dass da einer ist, der nicht genug Schiss hat, vor der Macht des Staates,

    was dazu führt, dass die anderen Mitglieder des Klubs der großen Schnüffler mit dem Finger auf den blamierten Präsidenten zeigen und sich vor Schadenfreude halb totlachen.

    Natürlich nur heimlich, im licht- und schalldichten, absolut abhörsicheren Keller des eigenen Amtssitzes, wäre schrecklich peinlich, wenn das rauskäme!

    Aber natürlich wissen alle, dass alle so einen Keller haben - und alle geben sich alle Mühe, auch diese Keller zu überwachen.

    Es wäre nämlich unerträglich peinlich, wenn man am Ende der einzige wäre, der nicht weiß, worüber die anderen sich halb tot gelacht haben.

     


    24. Juni 2013

    10.30 Uhr Bank für Internationalen Zahlungsausgleich

    Die BIZ, ein weithin unbekanntes - im Grunde auch nur administrativ tätiges Institut, das jedoch zugleich eine der mächtigsten finanzpolitischen Klüngelrunden der Welt zusammenführt - erhebt ihre Stimme und appelliert an die Industriestaaten, ihre Schulden zu tilgen.

    Oh du heiliger Strohsack!

    Da sind die Industriestaaten dabei, mit immer neuen Milliardenschulden ihre Banken und so manchen Staat zu retten - und nun orakelt die BIZ, die Schuldenstände hätten ein "für Friedenszeiten beispiellos hohes Niveau" erreicht.

    Da hat sie ja Recht, die BIZ. Sie hat sogar Recht, wenn Sie darauf hinweist, dass diese hohen Schuldenstände auch massive Risiken bedeuten.

    Sie hat Recht, die BIZ, wenn sie ausspricht, was man in der EZB gar nicht gerne hören wird, dass nämlich die Zentralbanken das Problem nicht lösen können, sie hat immer noch Recht, wenn sie weiter folgert, geldpolitische Impulse alleine könnten das Problem nicht lösen.

    Doch wenn sie darauf drängt, Wachstum stattdessen durch weitere Kürzung der Sozialtransfers und Erhöhung der Mehrwertsteuer herbeizusparen, Einkommen und Kapital jedoch weiter steuerlich zu begünstigen, und dies alles, weil die Wurzel der Probleme nicht im Bereich der Geldpoltiik liege, zieht halt leider auch die BIZ aus den offenkundigen und nicht mehr wegzuleugnenden Fakten weiterhin unbeirrt die falschen Schlüsse.

    Wir benötigen ein anderes Geldsystem. Ein Geldsystem, das primär die Geldversorgung der Realwirtschaft sichert und damit den möglichen "Wohlstand für alle" unterstützt, statt vorrangig dem Erhalt und der Mehrung großer Vermögen zu dienen.

    Die akuelle Krise ist ein Ergebnis unseres Geld- und Finanzsystems und kann innerhalb dieses Systems nicht gelöst werden, weil dieses Geld- und Finanzsystems so konstruiert ist, dass es zwangsläufig im Crash münden muss.

    Die Krise ist keine "unerwartete Fehlentwicklung" - sie ist der planmäßige Abschluss eines großen Zyklus.

     

     

    09.15 Uhr Bluna - das Wahlprogramm

    Von allem etwas, bunt durcheinander, leicht crazy - und so unverbindlich, dass Seehofer ohne rot zu werden sagen kann, das, was wir versprochen haben, wollen wir auch halten.

    Ja, sie haben versprochen, dem Schuldendienst weiter die erste Priorität einzuräumen. Das werden sie halten können, aber nur, wenn alle anderen Versprechen, die ja samt und sonders unter dem Vorbehalt der Finanzierbarkeit stehen, eben deswegen aufgegeben werden.

    Das Wahlprogramm hätte also keineswegs 127 Seiten umfassen müssen, es hätte ein Satz genügt - und zwar der Satz, der im Wahlprogramm nicht vorkommt:

    "Was auch immer wir zu tun gezwungen sein werden,
    es wird auch in den nächsten vier Jahren alternativlos sein".

    Wirkliche Alternativen zur Politik der amtierenden Regierung, die in ähnlicher Besetzung auch die nächste Regierung stellen wird, sind auch bei den großen, im Bundestag vertretenen Parteien, nicht zu finden.

    Es mag eine Art von Betriebsblindheit sein, die sich nach einigen Jahren unweigerlich einstellt und dazu führt, dass man neben dem, was man immer schon so gemacht hat, keinen anderen, besseren Weg mehr erkennen kann, auch wenn er noch so naheliegend ist.

     

    Karl Waldecker hat einen Entwurf für die Gestaltung der Welt nach den Merkels und Steinbrücks, Röslers und Schäubles geschaffen. Sein Buch "GLOCALIS" ist ein "Wahlprogramm" für die Zukunft -doch um diese Zukunft einst wählen zu können, müssen wir jetzt beginnen, daran zu arbeiten. Machen Sie mit!

     

    Waldeckers 550-Seiten-Buch ist lesenswert!

    Glocalis

    Die Welt
    fair ändern

     

     

    Autobahn-Sniper gefasst

    Über 700 Mal fielen Schüsse auf deutschen Autobahnen, fast immer galten sie Autortransportern. Am Sonntag wurde der Täter gefasst - in der Eifel.

    Hat sich unser Autor Winfried Pohl in seinem Eifel-Krimi "Verworrene Fährten" womöglich vom realen Sniper inspirieren lassen?

    Auch im Buch werden aus dem Hinterhalt Schüsse auf Lkws abgefeuert. Erst sieht es so aus, als griffen hier Speditionen im Überlebenkampf gegen ausländische Billigtransporteure zum letzten Mittel ...

    Doch letztlich finden die Kommissare eine ganz andere, noch viel gefährlichere Spur.

     

    Eine spannende Urlaubs-Lektüre mit Lokal-Kolorit aus der Eifel.


    Weitere Eifel-Krimis von Winfried Pohl:

    Entsorgte Zeugen

    und

    Erlegte Jäger.


    23. Juni 2013

    Julies Bild vom Sonntag

    Wolfgangs Bild vom Sonntag 

    .


    22. Juni 2013

    12.05 Uhr Schäuble: ... wir sind nahe an einem Ergebnis  

    22 Stunden lang haben sie verhandelt, die europäischen Finanzminister und konnten sich erwartungsgemäß nicht einigen. Dass Banken direkt vom ESM gerettet werden dürfen, das konnten sie gestern vereinbaren. Das "Wie" und die Bedingungen, die bleiben offen, und so wird der ESM halt einfach nach eigenem Gutdünken retten. Seine Handlungen sind jeglicher Kontrolle entzogen, seine Mitarbeiter sind niemandem verantwortlich, können von niemandem verklagt werden, während sie jeden verklagen können, der sich ihren Forderungen widersetzt ...

    Es ging doch nur um die grundsätzliche Erlaubnis. Mit der ausgerüstet, hält den ESM nichts mehr, abgesehen von den Interessen, die sich hinter dieser diktatorischen Instanz verbergen.

     
    Wichtiger Hinweis:
    In etwa acht Wochen wird mein neues Buch erscheinen. Arbeitstitel:
    "Das uro-Schlachtfest - Die Logik der Krise"

    Hier ein weiterer kleiner Absatz daraus:

    ... Draghis "Bazooka", also die Drohung an die Finanzmärkte, Staatsanleihen unbegrenzt und in jeder Höhe anzukaufen, gilt auch weiterhin nur für Handel auf dem Sekundärmarkt. Direkt vom emittierenden Staat kauft die EZB kein Stück Papier.

    Die ist eine absolut irrationale, ja geradezu wahnsinnige Privilegierung des Finanzsektors.

    Es ist die Lizenz zum risikolosen unbegrenzten Gelddrucken und zum unbegrenzten Zinsgewinn, abgesichert durch die Drohung der EZB, die von Märkten zu Recht nicht als Drohung sondern als "Garantie" aufgefasst werden kann, ihnen jeden einmal angenommenen Schrott auch wieder abzukaufen, wenn die weitere Staatsfinanzierung anders nicht gesichert werden kann.

    Und dass die weitere Staatsfinanzierung anders nicht gesichert werden kann, dafür tragen die Märkte dann schon Sorge. Das ist ein Spiel, das sie verstehen und uns seit vielen Jahren in aller Schönheit vorexerzieren.

    Könnten sie es nicht, Sie würden dieses Buch nicht lesen, weil es nicht geschrieben worden wäre, weil es nämlich auch keine Krise gegeben hätte. Weder eine Banken - noch eine Staatsschulden, noch eine Euro-Krise.


    21. Juni 2013

    08.05 Uhr Schäuble: ... dann ist das natürlich Unsinn

    Der ESM darf nun Banken retten. Das ist schon mal beschlossen. Es soll eine Haftungskaskade geben, die den Steuerzahler aus der Rolle des Hauptbetroffenen herausholt - doch die ist noch lange nicht in trockenen Tüchern.

    Es soll auch nicht jede Bank beim ESM anklopfen und Rettung fordern dürfen. Dass es dennoch so kommen sollte, hält Wolfgang Schäuble natürlich für Unsinn.

    Ach ja. Es ist Unsinn. Aus heutiger Sicht.

    Die Umstände werden sich ändern, die Probleme auch, es wird alternativlos sein, was heute noch beschwichtigend als Unsinn abgetan wird. Vertragsbruch als das Mittel der Wahl, wenn es nicht anders geht.

    Aber aus heutiger Sicht, da stimme ich Herrn Schäuble heute noch zu, sollten wir es als Unsinn betrachten.

    Es lebe der blühende Blödsinn!

    Weitblick hindert ja nur daran, die Aufgaben anzugehen, die es in der Gegenwart zu bewältigen gilt.

     

     


    20. Juni 2013

    11.00 Uhr SPD im Landeanflug

    Wenn Forsa die SPD zur Bundestagswahl bei nur noch 22 Prozent sieht, stellt sich die Frage, woher das kommen mag. Alles Peer Steinbrück in die Schuhe zu schieben, das ist mir zu einfach - und so einfach sollten sich das auch Frau Nahles und Herr Garbriel nicht machen.

    Der Paukenschlag dieser Woche:


    19. Juni 2013

    11.00 Uhr Zypern - der Tragödie zweiter Teil

    Wie schön war es, als Zypern gerettet war. Es schien, als sei das Patentrezept gefunden:

    schneller, harter Zugriff auf die Konten der Bankkunden

    + 10 Rettungsmilliarden

    = Banken gerettet, Zypern gerettet, Euro gerettet

    Nun kam, was kommen musste, Zypern bittet um Hilfe, denn der Bank of Cyprus, zweifellos "systemrelevant", droht die Zahlungsunfähigkeit.

    Es wäre zum Totlachen, wenn es sich um Dummheit handelte, und nicht um eine neue Episode im größten Raubzug der Geschichte, der sich vor aller Augen vollzieht, ohne dass die Polizei einen Anlass sähe, einzugreifen.

     
    Wichtiger Hinweis:
    In etwa acht Wochen - von heute an - wird mein neues Buch erscheinen. Arbeitstitel:
    "Das uro-Schlachtfest - Die Logik der Krise"

    Einen kleinen Absatz lasse ich hier - aus aktuellem Anlass - schon mal aufscheinen:

     

    Außerdem, und das sollte nicht vergessen werden:

    Die Bank ist weder ein Spieler,
    noch das Casino.

    Die Bank nimmt bestenfalls
    die Rolle des Croupiers wahr.

    Die Jetons befinden sich immer nur temporär auf dem grünen Filz. Der Croupier darf sie zwar hin und her schieben - und oft genug darf er auch einen "Für-die-Angestellten" einstecken, doch wenn die Lichter ausgehen, ist von den Gewinnen und den Gewinnern des Abends nichts mehr zu sehen.

    Auf die Idee, dass deshalb ausgerechnet der Croupier vom Steuerzahler gerettet werden müsste, ist noch niemand gekommen.


    18. Juni 2013

    Es ist zu warm.
    Es ist nichts los.
    Und zu dem, was lost ist, fällt mir nichts ein.

    Ab Donnerstag soll's ja wieder etwas kühler werden werden ...

     

     


    17. Juni 2013 

     


    16.Juni 2013

    Julies Bild vom Sonntag

     

    Wolfgangs Bild vom Sonntag


    15. Juni 2013
    14. Juni 2013

    12.45 Uhr Verspäteter Paukenschlag - LMA-Index 

    Die Forscher des EWK-Instituts für Wirtschafts- und Sozialforschung hatten eine sensationelle Entwicklung des LMA-Indexes angekündigt. Darauf haben wir mit dem Paukenschlag dieser Woche gewartet - und enen Tag Verspätung in Kauf genommen.

    Wir nehmen an, dass wir Sie mit den spannenden Deutungen des unerwartet kräftigen Anstiegs des Indexwertes über die ungewohnte Wartezeit hinwegtrösten können.

    Hier ist er:


    13. Juni 2013

    11.00 Uhr Pressekonferenz der Nichtwähler

    ... und andere Gedanken zur Überwindung der Resignation

    Die real existierende und wählbare Partei der Nichtwähler veranstaltet heute ihre Pressekonferenz zum Auftakt ihres Bundestagswahlkampfes. Ich möchte aus diesem Anlass gerne wieder ein paar Bücher verkaufen, in denen der Gründer und Parteivorsitzende, Werner Peters, seine Ideen und Überlegungen schildert.

    Werner Peters,

    "Partei der Nichtwähler - Der schlafende Riese"
    Printausgabe: ISBN 978-3-938175-65-1, UVP 9,80 Euro
    E-Book (Epub-Format) zum Download: 4,95 Euro

     

    Die E-Mail, die mich heute Morgen erreichte, passt ganz gut zum Mut der Nichtwähler, sich zur Wahl zu stellen.

    Ein Hilferuf -aus der Gefahr, in Resignation zu fallen, heraus gesendet - den ich hier nur anonym einfüge. Das, was ich darauf geantwortet habe, mache ich auch öffentlich. Vielleicht hilft es ja auch Ihnen, neuen Mut zu fassen.

    Guten Morgen Herr Kreutzer!

    Als treuer Follower ihrer Kommentare, Paukenschläge und Leserbriefe seit 2005, werde ich immer ratloser.

    Sie haben ihren Blog, der fraglos einzigartig ist. Es gibt da kaum etwas Vergleichbares. Etwas genialeres. Sie hatten bereits einen TV-Termin.

    Ich hingegen kann lediglich meinen 500. Kommentar im Focus-Online vermelden. Mit überwiegend positivem Zuspruch.

    Das alles reicht nicht. Ich wurde aktiv, um ansatzweise nachweisen zu können, dass auch Otto Normalverbraucher seine Meinung in die Welt brüllen kann. Der lange politische Weg durch die Ortsrat-Instanzen funktioniert nicht.

    Viel zu schnell regieren die „Habgierigen“ über das Schicksal von Millionen von EU-Bürgern. Und sie alle halten die Fresse.
    Es kann nicht sein was nicht sein darf. Und doch wird alles noch schlimmer sein, als jeder Trottel sich es erdacht hatte.

    Was kann ich tun? Sagen Sie es mir!

    Ich wähle die Nichtwähler, ich brüskiere Freunde, die thematisch nicht sattelfest sind. Mache mich unbeliebt und gelte als „negativ“ eingestellt.

    Was um Gottes Willen kann man noch tun.

    Schäuble ist aus seinem „Winterschlaf“ erwacht, Merkel fabuliert dialektisch unbehelligt weiter.

    Soll man hinschmeißen? Bauen Sie mich auf!

     Guten Morgen, Herr Xxxxx!

    Ich fang mal da an, wo Sie Ihre Mail beendet haben

    Ja, ich will versuchen, Ihnen wieder etwas Zuversicht, Geduld, Vertrauen und Mut
    zu vermitteln

    Das ist nicht einfach.

    Resignation, einmal erreicht, ist ein schöner Zustand, einer, den man lieb gewinnen, mit dem man es sich trefflich einrichten kann. Und diese Resignation
    ist ein "selbstreferentielles System". Weil sowieso nichts hilft, darf man resigniert sein und muss es gar nicht immer wieder versuchen, und dann sieht man, mit dem Blick auf alle anderen, die noch rackern, dass auch das nichts hilft ...

    Sie sind nahe dran, an dieser Resignation. Wie also soll ich Sie aufbauen?

    Das Bild vom toten Fisch, der sich vom Strom treiben lässt, und dem lebenden Fisch, der sich immer wieder gegen den Strom stellt, ja sogar gegen den Strom schwimmt, hab ich selbst schon mal konterkariert: Wer gegen den Strom schwimmt, kommt als letzter, kraftlos und ausgepowert da an, wo alle anderen schon längst sind ...

    Mich selbst als Vorbild hinstellen? Gott bewahre!

    Ich bin von Zweifeln auch nicht frei, ich habe auch immer wieder Lust, den ganzen
    Krempel hinzuschmeißen. Doch jedesmal, wenn Gert Flegelskamp seinen "Moralischen" hat und wochenlang keinen Aufsatz online stellt, dann merke ich, dass mir was fehlt.

    Und dann weiß ich auch, dass es da draußen Leute gibt, denen auch etwas fehlt, denen sogar schon dann etwas fehlt, wenn nur ich ein paar Tage Auszeit nehme.

    Diese "Empfänger" sind ein buntes Völkchen. Ihr Interesse hat die unterschiedlichsten Ursachen und Motive, manche erfreuen sich einfach an der Ironie, die immer wieder zwischen meinen Sätzen aufscheint. Andere erwarten Bestätigung ihrer verschwörungstheoretischen Glaubenssätze, noch andere lauern darauf, einen Kreutzer Artikel zu finden, mit dem sie meinen, den ganzen Kreutzer vor ihren Karren spannen zu können - doch es gibt eben auch die, von denen ich annehme, dass Sie es ganz ernst meinen. Dass Sie einen Weg suchen, nach dem festen Punkt Ausschau halten, mit dem es gelingen könnte, die ganze alte und vielfach schlechte Welt aus den Angeln zu heben.

    Ich spüre aus deren Reaktionen, dass es gut ist, dass ich weitermache.

    Auch wenn ich, genauso wenig wie Sie, in der Lage bin, auf den Ausgang der nächsten Bundestagswahl so viel Einfluss zu nehmen, wie erforderlich wäre, um etwas zu ändern, weiß ich doch, dass ich ein ganz kleines bisschen in alle Parteien hinein wirke.

    Ja, es gibt aus allen im Parlament vertretenen Parteien Menschen, die meinen Newsletter abonniert haben, mit denen ich hin und wieder im E-Mail-Kontakt stehe, die versuchen, da, wo sie stehen, etwas zu verändern und die dies ein ganz klein wenig auch von mir beeinflusst tun.

    Und - weil gerade Flut ist - fühle ich mich manchmal wie einer der Sandsäcke, die oben auf der Deichkrone liegen und bilde mir ein: Wenn ich nicht da auch mit oben drauf liegen würde, wenn genau mein Gewicht, diese lächerlichen 10 kg fehlen würden - dann könnte der Damm schon gebrochen sein.

    Ja, es ist gerade Flut.

    Wir sind derzeit nicht damit befasst, den Flüssen neue Betten zu geben, die Städte
    höher zu bauen und überhaupt der Vernunft zum Sieg zu verhelfen,

    wir sind derzeit damit befasst, den Wahnsinn einzudämmen, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    Und da bange ich mit Schachtschneider, Hankel, Gauweiler und allen übrigen Klägern in Karlsruhe darum, dass sich das Verfassungsgericht halten kann, wenn der Scheitel der Flut kommt und die roten Roben bis zur Halskrause unter Wasser stehen.

    Wir verteidigen.
    Und es gibt etwas, das es wert ist, verteidigt zu werden.

    Wir verteidigen Menschenrecht und Freiheit - und wenn wir auch nur Sandsäcke sind:
    Solange wir schlapp und schwer an der richtigen Stelle liegen, können wir es schaffen, die alten Dämme, das Recht und das Gerechtigkeitsempfinden, das unsere Vorfahren gegen bösartige Mächte errichtet haben, auch diesmal noch zu retten und zu erhalten.

    Und wenn dieser Anlauf überstanden ist, dann gibt es neue Aufgaben, dann kann es vielleicht auch wieder Fortschritte, ja sogar Siege geben.

    Noch verteidigen wir.

    Und es gibt etwas, das es wert ist, verteidigt zu werden.

    Natürlich muss es auch die geben, die jetzt schon an den Plänen für die Zeit nach der Flut arbeiten. Karl Waldecker und die Schar der Glocalier, die sich nach dem Erscheinen seines Buches allmählich zusammenfindet, gehören dazu.

    Auch, dass es diese Menschen gibt, die mit ihrem Motto: "Die Welt fair ändern", nicht verzagen, sondern an die Öffentlichkeit gehen, ist eine Tatsache, die hilfreich sein kann, den Anflug der eigenen Resignation zu überwinden.

     

    Waldeckers 550-Seiten-Buch ist lesenswert!

    Glocalis

    Die Welt
    fair ändern


    12. Juni 2013

    10.00 Uhr Erdogans Geduldsfaden 

    Das ist keine Kritik an der Türkei, keine Kritik an Türken, auch kein Aufruf zu mehr oder weniger Demonstrationen und kein Ansporn für härteres Vorgehen der Polizei -

    es ist lediglich eine verwunderte Anmerkung zur Berichterstattung des Zweiten Deutschen (Staats-) Fernsehens, das gestern Abend in der "heute" die bemerkenswerte Formulierung gebrauchte, Herrn Erdogan sei wohl (wörtlich:) "der Geduldsfaden gerissen".

    Vor gut einer Woche war man sich in der veröffentlichten Meinung noch darüber einig, dass das Vorgehen der türkischen Polizei gegen die Demonstranten überzogen gewesen sei!

    Nun kommt eine Formulierung, die viel besser ins Bild passt, mit der auch sämtliche Polizei-Einsätze in sämtlichen Staaten der westlichen Wertegemeinschaft - unabhängig von Härte und Angemessenheit gerechtfertigt werden können, ob nun an den Gleisen vor Gorleben, ob im Stuttgarter Stadtpark oder halt am Taksim-Platz in Istanbul.

    (Anm. d. Red.: Nach unseren Beobachtungen fallen Moskau/Russland/Putin und China/Peking/Xi bisher noch nicht unter den Begriff "westliche Wertegemeinschaft")

    Die Leute dürfen schon mal auf die Straße und ihren Zorn ablassen, aber dann muss auch wieder Schluss sein damit - und wenn die das nicht begreifen, dann muss man verstehen, dass auch dem gutmütigsten Landesvater irgendwann der Geduldsfaden reißt.

    Er tut ja auch nichts Böses. Er lässt, mit Hilfe von eigens dafür eingestellten, ausgebildeten und ausgerüsteten Ordnungshütern die Ordnung wieder herstellen. Das ist nicht nur sein Recht, das ist seine Pflicht.

    Es gibt nämlich, neben den großen Banken im Einflussbereich der westlichen Wertegemeinschaft noch etwas, das hochgradig systemrelevant ist: Ruhe und Ordnung.

    Und wenn, wie in Frankfurt, nicht nur Ruhe und Ordnung durch grob fahrlässig genehmigte Demonstrationszüge gestört werden, sondern dieses Unruhe zugleich noch darauf abzielt, die Banken in ihrem systemrelevanten Wirken zu stören, dann darf im Nachhinein und quasi stellvertretend für die ZDF-heute-Redaktion an dieser Stelle festgestellt werden, dass man absolutes Verständnis dafür haben muss, wenn in einem solchen Fall eines beispiellosen Doppelangriffs auf das System auch bei Vater Rhein (sorry, er heißt so: Boris Rhein, hess. Innenminister) der Geduldsfaden gerissen ist.

     

    Macht und Freiheit werden oft verwechselt.
    Macht wird oft als Freiheit zur Nötigung verstanden.

    Macht, selbst wenn sie demokratisch nur auf Zeit verliehen wurde,
    wird auch oft mit Recht verwechselt.

    Die Pragmatiker der Macht nehmen sich beides, die Freiheit und das Recht - nach Belieben, überall auf der Welt. Und den Hinweis, dass auch das Volk einen Geduldsfaden haben könnte, nehmen sie angesichts ihrer eigenen Kraft und Macht und Herrlichkeit - wenn überhaupt -nur mit einem müden Lächeln zur Kenntnis.

     

    Egon W. Kreutzer,
     
    "Unsere Freiheit - Man kann sich dafür einsetzen"
    ISBN 978-3-938175-35-4, geb. Ladenpreis 9,95 Euro
     
     
     

     

    Werner Peters,

    "Partei der Nichtwähler - Der schlafende Riese"
    Printausgabe: ISBN 978-3-938175-65-1, UVP 9,80 Euro
    E-Book (Epub-Format) zum Download: 4,95 Euro


    11. Juni 2013

    09.30 Uhr Hase und Igel

    Monate nach der fragwürdigen Entscheidung der EZB, Staatsanleihen von Krisenstaaten in jeder Höhe aufzukaufen, versammeln sich nun die Karlsruher Richter zum ersten Verhandlungstag über die dazu eingereichten Verfassungsklagen.

    Mit dem Urteil werden sie sich, nach einhelliger Meinung aller Beobachter, Zeit lassen, bis nach der Bundestagswahl.

    Nach meiner Auffassung handlelt es sich bei Draghis Absichtserklärung um einen klaren Bruch bestehender europäischer Verträge. Nach meiner Auffassung ist von diesem Vertragsbruch insbesondere die Bundesrepublik Deutschland betroffen.

    Deren Regierung, vertreten durch den Finanzminister, scheint diesen Rechtsbruch jedoch zu billigen.

    Nun haben sich ein paar Privatpersonen mit ihren Beschwerden an das Verfassungsgericht gewandt und die Partei die LINKE hat zudem eine Organklage eingereicht.

    Das ist aus Sicht der EU, der EZB und der Regierung in Berlin ausgesprochen lästig.

    Lästig auch, dass ausgerechnet der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, vermutlich eher als Zeuge der Beschwerdeführer in Erscheinung treten wird, denn als Verfechter der EZB-Linie.

    Doch weil das heute eröffnete Verfahren zunächst nur eine reine Show-Veranstaltung ist, kann die EZB - wenn sie es für richtig hält - die Staatsfinanzierung durch die Notenpresse für jeden Schuldenstaat der Euro-Zone ungestraft in Anspruch nehmen.

    Und selbst wenn es nach der Bundestagswahl, die zweifellos wieder eine Regierung unter Angela Merkel hervorbringen wird, die Verfassungsrichter entscheiden sollten, die EZB nähme sich Rechte heraus, die sie - aus Sicht der deutschen Verfassungsrichter - nicht habe, kann das Gericht letztlich nicht Mario Draghi wegen Untreue zu 20 Jahren Haft verurteilen, ja noch nicht einmal zu einer Geldbuße von 5 Euro. Das Gericht könnte nichts anderes tun, als der deutschen Regierung auftragen, die betreffenden Verträge zu kündigen, im Extremfall, den Austritt aus dem Euro vorzuschreiben.

    Was würde sich ändern?

    Nichts.

    Die Bundesregierung würde erstens eine lange, lange Übergangszeit beanspruchen, würde dann feststellen, dass es spätestens seit der Unterschrift unter den ESM-Vertrag vollkommen unmöglich geworden ist, aus dem Euro auszusteigen und munter weiter regieren.

    Dies allerdings wäre - so glaube ich - der unwiderlegbare Nachweis dafür, dass "andere Abhilfe nicht möglich war", womit die Bedingung für das Widerstandsrecht nach Art. 20 GG erfüllt wäre. Das kann selbst das Verfassungsgericht nicht wollen.

    Dem Verfassungsgericht wird also nichts anderes übrig bleiben, als eine hübsche Begründung dafür zu finden, dass das Handeln der EZB im Sinne des europäischen Einigungsprozesses alternativlos sei. Sollten dabei für Steuerzahler oder Parlamente irgendeines Mitgliedsstaates negative Folgen auftreten, so müsse das Partikularinteresse des einzelnen Nationalstaates hinter dem Interesse am Gesamtwohl der Währungsgemeinschaft zwangslogisch zurücktreten, was nicht nur wirtschaftlich, sondern auch moralisch absolut geboten sei.

    Der Igel "Europa" hat eben überall einen sitzen - der ihn würdig vertritt.

    Der einsame Hase "Recht", der brav und gesetzestreu in der vorgeschriebenen Furche bleibt, um nicht schon wegen eines verfahrenstechnischen Formfehlers disqualifiziert zu werden, wird sich schon selbst zu Tode hetzen.

    Und selbst wenn er herausfände, dass er nicht gegen einen (1) Igel läuft, sondern gegen eine ganze Igelfamilie, die energiesparend einfach ihre Positionen hält, sie würden ihm lächelnd zu seiner tollen Erkenntnis gratulieren - und dann einfach weitermachen. Hase hin, Hase her - was soll's ...?


    Bösewichte und ihre Absichten zu erkennen, das wird nicht nur in alten Märchen - wie im Wettlauf zwischen Hase und Igel - sondern auch in modernen Kinderbüchern oft thematisiert.

    Zwei solcher Kinderbücher stehen im Juni auf unserer Liste der besonders günstigen Angebote.

    Der Auftrag des Traumwandlers ist ein Kinder-Fantasy-Roman, in dem ein "ganz normaler Junge" und eine "zebragestreifte Ratte" im Traumland ihre Abenteuer bestehen.

    Die Hexe von Ameland bleibt realistischer, bietet aber ein ebenso spannendes Ferienabenteuer, bei dem es um die Entdeckung und Verfolgung eines dreisten Diebespärchens geht.

    Beide Bände gibt es noch bis Ende des Monats preiswert im Doppelpack.

    Sonderangebote Juni 2013:
     
     

    "Die Hexe von Ameland" und "Der Auftrag des Traumwandlers" - zwei schön gestaltete Hardcover-Kinderbücher aus unserem regulären Programm für zusammen nur 19,90 € - statt 32,70 Euro bei Einzelkauf.
     
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    10. Jnui 2013 


    9. Juni 2013

    Julies Bild vom Sonntag

    .

    Wolfgangs Bild vom Sonntag 

     


    8. Juni 2013

    17.00 Uhr Mehr oder minder Erfreuliches

    Sehr erfreulich: Gert Flegelskamp hat wieder mal einen Aufsatz online gestellt, gefunden hab ich den auf "Politik im Spiegel" - der Seite, die ich seit ihrem Existieren mehrmals täglich besuche.

    Erfreulich, dass bei Politik im Spiegel auch auf Artikel der Site "Kritisches Netzwerk"
    verlinkt wird, wo Helmut Schnug, Peter A. Weber und Wilfried Kahrs kritischen Stimmen zu Gehör verhelfen.
    Ein Grund für mich, meine eigene, sehr knapp gehaltene Linkliste um einen dauerhaften Link auf das Kritische Netzwerk zu ergänzen.
     
    Erfreulich, dass es nach langen, trüben und verregneten Tagen heute richtig schön geworden ist, so dass der Reit- und Fahrverein Mainburg heute im Rahmen seines Reitfestes die Dressurprüfungen durchführen konnte. Wäre schön, wenn das Turnier der Springreiter morgen nicht ins Wasser des schon wieder angekündigten Regens fallen würde. Daumendrücken!
    Wenig erfreulich, die Rücktrittsforderung gegen deMaiziere. Erstens, weil es nichts hilft. Zweitens - und vor allem - weil es die falsche Begründung ist. Wann der Herr Minister wie viel auf dem Gang oder beim Latrinenbesuch erfahren hat, ob das nun an dem Tag war, den er selbst angibt, oder eine Woche früher, das spielt doch überhaupt keine Rolle - und egal wer ihm, im Falle eines Rücktritts, nachfolgen würde, es würde sich doch nichts ändern!
    Es ist wenig erfreulich, dass sich nicht eine große Mehrheit der Demokraten im Bundestag findet, die sich dagegen zur Wehr setzt, die wohl feigste und hinterhältigste Form, Menschen unter dem Vorwand - man befände sich in einem völkerrechtlich korrekt erklärten und geführten Krieg - gezielt umzubringen.
     
    Ja, beim aktuellen Skandal geht es um eine Aufklärungs-Drohne - doch das ändert doch nichts daran, dass der noch amtierende Minister auch Kampfdrohnen haben will.
     
    Damit würde ich eine Rücktrittsforderung begründen wollen - und dazu dann auch noch die Frage stellen, ob beim Einsatz von Kampfdrohnen und dem gezielten Töten mittels Kampfdrohnen nach US-amerikanischen Vorbild, nicht eine neue Diskussion über die Definitionen von "Mord" und "Mörder" zu führen wäre.
     
    Aber sie wollen die Drohnen ja alle. Alle die uns voraussichtlich die nächsten vier Jahre regieren werden. Egal ob es nun die Schwarzen und die Gelben oder die Roten und die Grünen werden sollten ...
     
    Die anderen, die die Drohnen nicht wollen, die ja nicht einmal richtig Krieg mit deutschen Soldaten machen möchten, schon gar nicht am Hindukusch und sonstwo, wo die Verteidigungsarmee nicht Deutschland verteidigt, sondern die Interessen der am Standort Deutschland aktiven "Investoren" - diese anderen kann man schließlich nicht wählen. Das sind doch - Kommunisten!!!
     


    7. Juni 2013

    10.00 Uhr Exporte steigen kräftig und fallen massiv

    Was lange Zeit nur ein sonderbares Bauchgefühl war, hat sich, seit Beginn der Ermittlung des LMA-Indexes, zur unausweichlichen Gewissheit verdichtet: Die Konjunkturpropheten wissen nicht mehr weiter - und die medialen Mulitplikatoren greifen sich heraus, was ihnen gerade passt.

    Vorläufiger Höhepunkt:

    Reuters meldet heute mit Schlagzeile in der Zeitform Gegenwart: "Deutsche Exporte steigen überraschend kräftig" den stärksten Anstieg der Exporte seit 9 Monaten.

    Bis dahin hätte es korrekt "stiegen im April" heißen müssen, denn wir schreiben inzwischen Juni.

    Weil Reuters im gleichen Artikel im vorletzten und letzten Absatz zudem von einer Verlangsamung des Exportwachstums zu berichten weiß, ja sogar von einem Rückgang der Auftragseingänge aus dem Ausland um 1,5 Prozent, wäre folgende Schlagzeile wirklich informativ gewesen:

    Exporte nach kräftigem Anstieg im April wieder rückläufig.

     
     
     
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    Wenn Sie schon länger mit "FALSCHGELD" von Samirah Kenawi liebäugeln, dann können Sie bis 30 Juni die Paukenschläge 2003 - 2008 für nur 6,10 € mitbestellen.
    Und wenn Sie es auf die Paukenschläge abgesehen haben, dann kostet das Falschgeld derzeit nur einen Aufpreis von 2,90 €.
     
    Das lohnt sich.
     
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    Nota bene:

    Auch "Die Hexe von Ameland" und "Der Auftrag des Traumwandlers" gibt es bis Ende Juni im supergünstigen Doppelpack.
    Und weil aller guten Dinge drei sind, überdies noch "Entwicklungsprojekt Ökonomie" + "Lebenslüge Freiheit".
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    6. Juni 2013

     12.00 Uhr Vom Endsieg der Rinnen

    Es ist ein Paukenschlag ganz besonderer Art, wenn eine Universität beschließt, ihre männlichen Professoren als "Herr Professorin" anzusprechen.

    Leider findet dieser Paukenschlag kaum einen Widerhall.

    Es ist also wieder einmal an mir hängen geblieben ;-))

    Nachdem meine Paukenschläge offenbar immer öfter auch an schmalen Smartphone-Displays gelesen werden, gibt es probehalber nun auch dafür eine eigene Version.
    DAS KÖNNTE SICH LOHNEN:


    5. Juni 2013

    08.45 Uhr Wahlkampf bei den Nichtwählern 

    Die Bezeichnung "Der schlafende Riese" ist gut gewählt.

    Bei fast allen Wahlen gewinen die Nichtwähler die Mehrheit der Wahlberechtigten - doch statt leerer Sitze in den Parlamenten, die für die "Nichtgewählten" frei bleiben,
    füllen die etablierten Parteien die Sitze auf, weil diese eben nach der Zahl der abgegebenen gültigen Stimmen verteilt werden ...

    Die kleine "Partei der Nichtwähler" will an diesem Prinzip rütteln.
    Wenn in den Parlamenten "Repräsentanten der Nichtwähler" sitzen, verändern sich die Mehrheitsverhältnisse ganz erheblich und es wird möglich, unsere demokratischen Strukturen zu modernisieren, den Stillstand und die Politikverdrossenheit zu beenden.

     
    Unter diesem Logo treten sie an, zur Bundestagswahl.
     
    Für den 13. Juni haben die Nichtwähler zur Pressekonferenz nach Köln eingeladen und bereits viele Zusagen - auch von großen Zeitungen - erhalten.
     

     
    HSV gewinnt
    die Champions League
     
    Kein Irrtum!
     
    Am 2. Juni endete das Champions League Finale zwischen
     
    FC Barcelona und HSV Hamburg
     
    nach Verlängerung mit dem 30:29 Sieg des HSV.
     
    Handball.
     
    Handball ist von der sportlichen Seite her sicherlich mindestens ebenso anspruchsvoll wie Fußball. Die Leistungen der Spieler sind bewundernswert und an Tempo und Rasanz kaum zu übertreffen.
     
    Begeisterung für diesen schönen Sport kann jedoch nur entwickeln, wer mit ihm in Berührung kommt. Michaela Salewski-Renner hat das erste erzählende Handball-Buch für Kinder geschrieben. Der Deutsche Handball-Bund hat es mit einem Vorwort gewürdigt - und wir haben es herausgebracht:
     
     
    Für Mädchen und Jungen ab 8 Jahren.
     
     
    Alexa,
    ein Mädchen aus der Klasse 3b der Wiesental Schule, möchte Handball spielen.
     
    Nicht reiten,wie ihre beste Freundin, nicht zum Ballett, wie es ihre Eltern vorschlagen, Alexa will - zusammen mit ihren Klassenkameraden Nick, Timo und Kerim - zu den Handball-Helden des HC Wiesental gehören.
     
    Da sind viele Hindernisse zu überwinden, das größte wohl die unbegründete Angst ihrer Eltern vor diesem Sport. Dabei ist Handball einst als Frauensport erfunden worden. Doch das erfährt auch Alexa erst, als sie heimlich am Training teilnimmt und sich nach und nach mit dem Sport, seinen Regeln und seiner Geschichte vertraut macht.
     
     
    Dass sie es am Ende schafft, zu den Handball-Helden zu gehören - nun, das ist wohl klar. Wie sie es geschafft hat, erfahrt ihr in Michaela Salewski-Renners Buch "Die Handball-Helden".
     
    Es ist, schreibt Georg Clarke, Chef der Handballer-Jugend beim DHB, in seinem Vorwort, das erste erzählende Kinder- und Jugendbuch über den Handball überhaupt ...
    (und Georg Clarke muss es schließlich wissen).
     
    Hier können Sie dieses Buch für Enkelin oder Enkel,
    Nichte oder Neffe, Tochter oder Sohn ganz unkompliziert
     
    bestellen.


    4. Juni 2013

    10.00 Uhr Gleichung mit Unbekannten

    Wer ist der Kapitän? Wo ist der Kapitän? Was will der Kapitän?

    Unser Schiff ist eine Mischung aus Vergnügungsdampfer, Lazarettschiff und Flugzeugträger. Wir sind auf Wettbewerbsfähigkeitsangriffskurs. Auf dem Flugdeck heulen die Triebwerke, im Maschinenraum donnert der gewaltige Exportboomdiesel, in den Treibstoffbunkern schwappt die EZB-Euro-Flut und auf der Brücke räkeln sich die Kreuzfahrtpassagiere und Kriegsgewinnler, während weit unter der Wasserlinie die Verwundeten gestapelt und gelegentlich zwischen zwei Angriffen mit dem Allernötigsten versorgt werden.

    Wie der fliegende Holländer pflügt das Schiff scheinbar ziellos über die Weltmeere und platzt schier vor Wettbewerbsfähigkeit.

    Wer weniger wettbewerbsfähig scheint, wird aus allen Waffen unter Feuer genommen und versenkt. Es sei denn, er hisst die weiße Flagge und verpflichtet sich, unter Verzicht auf alles andere, sich dem Konvoi der Wettbewerbsfähigsten anzuschließen.

    Wer will das alles?

    Wo ist die geheimnisvolle Kraft, die uns - die Mannschaft - zu willenlosen Befehlsempfängern macht?

    Wer hat uns gelehrt, fest daran zu glauben, nichts ändern zu können?

     

    Karl Waldecker zeigt auf, dass "die Mächtigen" ihre Macht nicht aus Fähigkeiten, Wissen oder einer besonderen Ausstrahlung beziehen, sondern aus alten, überkommenen, aber immer noch wirksamen Strukturen, in denen wir uns -obrigkeitshörig und nationalstaatlich - organisieren (lassen).

    Mit seinem Buch "GLOCALIS - die Welt fair ändern" gibt er neue Hoffnung, denn er benennt und analysiert die Probleme nicht, um sich dem allgemeinen Jammern anzuschließen - er konfrontiert uns mit den Problemen, um uns zu zeigen, wie ihre Lösung aussehen könnte und was wir tun können, um dieses Ziel zu erreichen.


    3. Juni 2013

    09.30 Uhr EU kritisiert unangemessenen Polizeieinsatz - gegen Blockupy?

    Die Europäische Union hat das Vorgehen gegen Demonstranten scharf kritisiert. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton erklärte, es sei zu einem "unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt" gekommen - nun sollte Zurückhaltung geübt und der Dialog gesucht werden.

    Selbst die US-Regierung ließ durch eine Sprecherin erklären, friedliche Demonstrationen gehörten zur Demokratie - die USA würden Zurückhaltung von den Sicherheitskräften erwarten.

    Keine Bange - die Sorge von EU und USA galt nicht der Arbeit der deutschen Sicherheitskräfte in Frankfurt. Es ging hier um das überharte Vorgehen gegen die Park- und Baumschützer. Nein - nicht in Stuttgart ...

    Die Türkei war böse zu ihren Demonstranten.
    Das ist gut. Darüber muss man die deutsche Öffentlichkeit informieren.

    Daher hier nun der Link auf einen Bericht von den Vorgängen in Deutschlands Bankenmetropole an diesem Wochenende. Muss in Deutschland niemand drüber berichten, wir haben ja das Hochwasser.


     
    Gesichertet Langfrist-Konjunktur-Aussichten bietet:

    Der LMA-Index
    03. Jun 2013 DIHK: Euro-Zone arbeitet sich aus der Krise
     01. Jun 2013  Prognos: Wachstum in D 2013 0,4%, 2014 0,6% (nur!)
     31. Mai 2013 Rezession treibt Arbeitslosigkeit auf Rekordhoch
     30. Mai 2013 US-BIP im I.Quartal 2013 um 2,4% gestiegen
     30. Mai 2013  Zahl deutscher Millionäre um 9% gestiegen
     29. Mai 2013 OECD sieht schwarz für die Euro-Zone
     29. Mai 2013  OECD: Weltweite Konjunkturerholung 2014
     29. Mai 2013  DIW: Konjunktur nimmt Fahrt auf
     29. Mai 2013 Oettinger: Stärker wird Deutschland nicht mehr
    28. Mai 2013 Schwache Konjunktur,
    Exporteure müssen Preise senken
    27. Mai 2013 Deutschland verdoppelt Kleinwaffenexporte
     24. Mai 2013  Geschäftsklima hellt sich überraschend stark auf
     24. Mai 2013  Verbraucher retten Deutschland vor der Rezession


    2. Juni 2013

    Wolfgangs Bild vom Sonntag

    Julies Bild vom Sonntag


    1. Juni 2013
    31. Mai 2013

    11.30 Uhr Hänsle und Gertel 

    Zum PaD "Ab wann ist es Sozialbetrug" sind bereits erfreulich viele Kommentare gepostet worden. Der Großteil der Stellungnahmen tendiert dahin, Hänsle und Gertel
    als Teil der gesellschaftlichen Wirklichkeit hinzunehmen und am besten gar nicht darüber zu reden. Nur so könne vermieden werden, dass dieser Einzel- und Ausnahmefall zum Anlass genommen werden kann, alle wirklich Kranken und Notleidenden noch mehr zu schikanieren und unter Generalverdacht zu stellen.
    Außerdem sei es wichtiger, die großen "Sozialschmarotzer", die Abzocker und Ausbeuter, anzuklagen, weil die den größeren Schaden anrichten.

    Ich habe dieses Problem thematisiert, weil ich - selbst von genau dieser Position kommend - in Zweifel geraten bin.

    Diese Sichtweise setzt doch die Auffassung voraus, dass es eine klare und eindeutige Grenze zwischen den guten Armen und den bösen Reichen gibt. Sie suggeriert, dass der Sozialbetrüger sich von den Reichen nur holt, was die ihm vorenthalten.

    Tut er aber doch nicht.


    Er konkurriert - erfolgreich - zunächst einmal mit allen, denen es wirklich schlecht geht, um die verfügbaren Mittel.

    Er nimmt also den Rollstuhl, den er überhaupt nicht braucht, den er aber bekommt, weil er erfolgreich vorspielt, sich nicht selbständig bewegen zu können, einem anderen Menschen weg, der wirklich darauf angewiesen wäre.

    Ja! Nehmen Sie dieses Bild einfach mal ganz realistisch wahr. Sehen Sie es als das, was es ist, nämlich als Diebstahl an einem schwachen und hilflosen Menschen. Auch wenn da ein sehr dichter und damit verharmlosender Schleier von Bürokratie und Zuständigkeiten dazwischen liegt:

    Im Grunde hat das Gertel eine alte Oma aus ihrem Rollstuhl gehoben und sie damit zur völligen Unbeweglichkeit verdammt, nur weil es für das Vorzeigen eines Rollstuhls monatlich ein paar hundert Euro in die Hand bekommt.

    Das alles sind Vorgänge, von denen "die Reichen" in keiner Weise berührt sind.
    Natürlich machen "die da oben" die Regeln, nach denen unten "getanzt" wird, doch die machen das schon so, dass es ihnen egal sein kann, ob da einer aus der Reihe tanzt oder nicht. Das dürfen die da unten unter sich ausmachen.

    Und wenn die verfügbaren Mittel nicht mehr ausreichen und Beiträge erhöht werden müssen, dann wird halt denen, die arbeiten und Beiträge zahlen, das vom Lohn abgezwackt, was der Betrüger sich - mit Zustimmung der Betrogenen - erschwindelt hat.

    Für mich erweitert sich die Thematik nun schmerzhaft auf eine neue Fragestellung:

    Wollen wir wirklich jede Form von Betrug, Diebstahl, Raub usw. straffrei stellen, sofern das Einkommen des Täters überwiegend aus Transferleistungen entsteht?

    Oder sollen diese Delikte nur dann strafffrei bleiben, wenn nicht natürliche Personen, sondern "nur" der Staat, die Sozialsysteme, Versicherungen oder andere Unternehmen geschädigt werden?

     


    30. Mai 2013

    12.05 Uhr Ab wann ist es Sozialbetrug?

    Ich erwarte, dass dieser Paukenschlag sehr kontrovers diskutiert werden wird.
    Wir alle wissen: "Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen".

    Wir alle wissen, dass das so ist, weil sich die Großen

    - erstens nicht so leicht erwischen lassen und
    - zweitens, sollte man sie erwischen, erst recht nicht so leicht hängen lassen.

    Stellt sich die Frage: Wäre es gerechter, auch die Kleinen laufen zu lassen?

    Der aktuelle Paukenschlag illustriert diese Frage sehr lebendig mit dem ganz
    und gar aus dem Leben gegriffenen Märchen von Hänsle und Gertel.

    Ich denke, daran werden sich viele die Zähne ausbeißen.

     


    29. Mai 2013

    10.00 Uhr Spaßpolitik

    Martin Sonneborn, manchen von der Titanic her bekannt, einigen mehr wohl von Oliver Welkes "heute-show", hat eine Partei gegründet, die sich in Kuirzform "Die Partei" nennt - ausgeschrieben als "Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokrative Initiative" firmiert.

    Und während in Italien die fünf Sterne der Grillo-Partei zumindest bei den Kommunalwahlen bereits wieder am Sinken sind, hat diese deutsche Klamauk-Partei nun tatsächlich mit Bastian Langbehn einen Abgeordneten in die Lübecker Bürgerschaft entsandt.

    Das kann man nun geil finden, oder cool - es mag vielleicht ab und an lustig sein, doch zeigt diese Entwicklung doch eigentlich nur, dass die geistige Erosion in diesem unseren Lande immer weiter fortschreitet.
    Wer Spaß machen will, soll sich beim Zirkus als Clown bewerben - und wer sich an Clownerien ergötzen will, der soll Eintritt zahlen und in den Zirkus gehen.

    Das Parlament sollte der Ort für ernsthafte Arbeit sein.

     

    Natürlich gibt es an den Erscheinungsformen der real existierenden Demokratie in diesem unseren Lande vieles zu kritisieren und einiges zu verbessern. Darauf kann man als Satiriker gerne überspitzt hinweisen - doch man sollte die Parlamente nicht zu Bühnen für die Satiriker machen.

    Positive Veränderungen herbeizuführen, das ist ernsthafte Arbeit, für die Sachverstand, Weitsicht, Ausdauer und ein Quentchen Weisheit benötigt werden.
    Dafür reicht der Gag nicht aus, das ist auch mit einem Feuerwerk an Pointen nicht zu erledigen.

     

    GLOCALIS
    die Welt fair ändern

    Partei der Nichtwähler
    der schlafende Riese

    Unsere Freiheit
    man kann sich dafür einsetzen

    Lebenslüge Freiheit
    die ungeschriebenen Regeln einer liberalen Gesellschaft

    WWW IV
    Eigentum und Teilhabe
     



    28. Mai 2013

    15.00 Uhr Wie geht's der Konjunktur?

    Wer heute in die Zeitung schaut und sich Sorgen macht, ist selbst schuld, er hätte besser gestern schauen sollen.

    Gestern ging's nämlich noch aufwärts. Die Kleinwaffenexporte ...

    Und vor knapp einer Woche ging es noch begründeter aufwärts. Das Geschäftsklima hellte sich überraschend stark auf ...

    Diesen Affenzirkus von sich immer schneller widersprechenden Prognosen will ich nun für eine Weile dokumentieren.

    Das gibt eine eigene kleine Übersicht, mit den entsprechenden Schlagzeilen, von denen aus dann auf die Original-Artikel verlinkt ist.

    Interessiert?


    27. Mai 2013

    09.00 Uhr Li in Berlin 

    Was wäre Berlin ohne Li? Richtig: Bern.

    Spaß beiseite.

    Der chinesische Ministerpräsident, so wird gemeldet, steht in Treue fest zum Euro, studiert in Deutschland die "Energiewende" - und wünscht sich den Wegfall der Zölle auf chinesische Solarmodule.

    Da Angela Merkel ebenfalls in Treue fest zum Euro steht und eine begeisterte Unterstützerin der Energiewende ist, ist haufenweise "gemeinsame Basis" vorhanden.

    Bei den Solarmodulen würde sie ja gerne helfen, kann das aber nicht, weil die Zölle reine EU-Sache sind, und in der EU hat Merkel ja nun leider keinerlei Einflussmöglichkeit.

    Dass Li dennoch nach Berlin gefahren ist - und nicht gleich nach Brüssel - verwundert da ein bisschen.

     

    Zu den Solarmodulen hab ich da heute übrigens noch gehört, wofür die Strafzölle gut sein sollen: Zum Schutz der heimischen Solarindustrie!!!

    Und ich dachte immer, nachdem die heimische Solarindustrie durch zweckdienliches Regieren inzwischen weitgehend vernichtet ist, seien die Zölle so etwas wie der finale Rettungsschuss, mit dem der dezentralen Stromversorgung in Bürgerhand zu Gunsten des Kartells der "Großen Vier" auch noch die letzten Reste an Wirtschaftlichkeit ausgetrieben werden sollten.

    Wie man sich doch irren kann.


    26. Mai 2013

     

    Julies Bild vom Sonntag

     

    Wolfgangs Bild vom Sonntag


    25. Mai 2013

    12.05 Uhr Warum die SPD nicht so schlecht ist, wie sie gemacht wird

    Kaum hat sich die SPD nach 25 Jahren wieder einmal aufgeschwungen, einen runden Geburtstag zu feiern, schon wird sie erneut von allen Seiten mit Häme überschüttet.
    Dabei sollten wir alle miteinander stolz darauf sein, dass es uns überhaupt gelungen ist, eine "SPD" hervorzubringen, die sich noch dazu seit 150 Jahren Opposition (ich weiß ...) nicht in die Resignation verkrochen, sondern immer wieder aufgerafft hat.

    Die Existenz der SPD in der deutschen Parteienlandschaft zeugt davon, dass es hierzulande eben nicht nur Egoismus, Kalkül und Gier gibt, dass Rendite, Wettbewerb und Marktanteile nicht alles sind, sondern dass es da noch Frauen und Männer gibt, die nicht ganz so skrupellos, gerissen, verlogen und selbstverliebt sind, wie es erforderlich wäre, um über lange Jahre immer wieder in Regierungsämter gewählt zu werden.

    Frauen und Männer, die sich ihrer "Zweitklassigkeit" bewusst sind, die gar nicht so hart, so absolut siegreich, so dominant sein wollen, sondern träumerisch nach Ausgleich, nach noch besseren Ideen, nach tragfähigen Kompromissen suchen und damit zeigen, dass wir eben nicht nur ein Volk der weißblond-stahlblauäugigen Herrenmenschen sind ...

    Dass dann aus dieser Partei heraus hin und wieder eine Seilschaft aufsteigt, die sich nicht bescheiden, nicht zweitklassig sein will, Frauen und Männer, die siegen wollen, wie die politischen Gegner, mit den gleichen Programmen und den gleichen Waffen kämpfend, und das im festen Glauben, ihrer Partei, der sie damit die Seele verwunden, etwas Gutes zu tun, ihrer Partei zum verdienten Glanz zu verhelfen, das kann nicht ausbleiben.

    Doch die SPD verarbeitet solche Irrungen, langsam zwar, fast träge, doch zuverlässig. Vom Start der Agenda-Politik Schröders bis zum vollständigen Abschluss dieser Episode mögen 20 Jahre vergehen - 10 sind ja schon um - bis auch Steinbrück und die "spätberufene" Nahles keine bestimmende Rolle mehr spielen, doch was sind schon 20 Jahre, wenn man gerade 150 geworden ist?


    Die SPD ist das politische Gewissen der Deutschen.
    Als ständige Mahnung an die Regierenden und als Zuflucht für die Regierten
    schwankt ihre Akzeptanz mit der Gewissenlosigkeit der dominanten Parteien.

    Und das wird noch für lange Zeit so bleiben.

    Für richtige, harte Real-Politik ist die SPD viel zu wenig gewissenlos. Auch wenn hin und wieder Schröders, Clements, Münteferings und Steinbrücks das große Wort führen ... 

     


    24. Mai 2013

    12.05 Uhr Wie viel ist "oft"?

    Die Deutschen sterben in den meinungsbildenden Szenarien nicht nur aus - sie werden nach aktuellen Studien auch immer geringwertiger.

    Daher brauchen "die Deutschen" qualifizierte Zuwanderer. Fragt sich: Brauchen die "die Deutschen", und falls ja, wozu?

    Präzise und auf den Punkt gebracht lautet die Botschaft:

    DU musst glücklich sein, dass die intelligenten, hochqualifizierten und dabei immer noch preiswerten Ausländer nach Deutschland kommen und die Arbeitsplätze besetzen, von deren Ertrag DU lebst, obwohl DU längst zu blöd bist, um DIR einen solchen Arbeitsplatz anvertrauen zu können.

    Der FOCUS hat die Schlagzeile geliefert, die ich - Leistungsschutzrecht hin, Leistungsschutzrecht her - einfach zitieren muss, um die Perfidie der Argumentation aufzuzeigen. Es heißt da:

    (Zitat)

    Zuwanderer können oft mehr als Deutsche

    (Zitat Ende)

     

    Der Satz transportiert eine ganz eindeutige Botschaft und ist doch unangreifbar, weil er konkret überhaupt nichts aussagt. Es ist sogar unglaublich schwer, einen genau so blöden Satz zu konstruieren, um den Blödsinn am Beispiel besser verdeutlichen zu können. Man müsste schon behaupten: "Hessen können oft mehr als Niedersachsen", um wenigstens in Niedersachsen einen Sturm der Empörung auszulösen.

    Vermutlich hat diesen vermurksten Satz einer von denen geschrieben, die selten mehr können ...

    Natürlicht ist die Quelle dieser Schlagzeile wieder einmal die berühmt-berüchtigte Meinungsschmiede "Bertelsmann-Stiftung". Und die warnt sogar davor, der Strom der Zuwanderer aus südeuropäischen Ländern nach Deutschland könne versiegen.

    Das wäre dann die finale Katastrophe!

    Wenn keiner mehr kommt, um die nicht nur zu blöden sondern zugleich auch noch aussterbenden Deutschen zu ersetzen - wer soll dann die Exportindustrie am Leben halten? Wer soll dann noch den Aktionären die Dividende erwirtschaften?


    23. Mai 2013

    11.15 Uhr Das Aussterben der Deutschen

    Der gestern veröffentlichte Paukenschlag hat - wie zu erwarten war - wieder eine Reihe von Reaktionen ausgelöst, die genau an dem Punkt ansetzen, der vom wirklichen Problem ablenkt.

    Wenn ich darüber schreibe, dass sich das öffentliche Gejammer über den "demografischen Wandel" als Heuchelei herausstellt, weil die gleichen Politiker, die sich in Klagen über die Überalterung der Bevölkerung ergehen, sich voller Empörung zu Wort melden, wenn ein Kirchenmann fordert, die Frauen sollten mehr Kinder gebären, dann thematisiere ich das, um dem Ziel und Zweck dieser Heuchelei auf den Grund zu gehen.

    Und ich meine, dass ich auch bis zu diesem "Grund" vorgestoßen bin.

    Es geht mir dabei jedoch nicht darum, das Menetekel vom Aussterben der Deutschen an die Wand zu malen.

    Das ist eine ganz andere Baustelle.

    Eine Baustelle, deren an die Wand gemalter Schrecken, nämlich die behauptete Unmöglichkeit, die vielen nicht berufstätigen Alten von den wenigen berufstätigen Jungen mit versorgen zu lassen, allenfalls dann eintreten könnte, wenn sich die "schrumpfenden Germanen" erfolgreich gegen jegliche Zuwanderung abschotten könnten.

    Eine Baustelle, die sich von ihren Ursachen her zudem einer rationalen Betrachtung weitgehend entzieht und für die es auch keinen "rationalen" Lösungsvorschlag gibt.

    Wenn - und ich nenne es jetzt einmal so - "ein Volk" ohne erkennbare äußere Einflüsse sich einfach nur noch in so geringem Maße fortpflanzt, dass es schrumpft, dann ist das so.

    Darüber zu klagen, ist so sinnvoll, wie die Klage über einen kalten und verregneten Mai - und beides lässt sich mit "Maßnahmen" nicht ändern.

    Hier nochmal der Link auf den PaD 22 /2013

    Norbert Rex hat mir zum gestrigen Paukenschlag übrigens ein Gedicht von Erich Kästner aus dem Jahre 1930 (!) zugesandt. Das passt so schön, dass ich es - ohne die erforderlichen Rechte zu besitzen -heute hier online stelle. Ich bin mir sicher, Erich Kästner hätte sich darüber gefreut und die Veröffentlichung unentgeltlich gestattet.

    Erich Kästner:
    Patriotisches Bettgespräch (1930)

    Hast Du, was in der Zeitung stand, gelesen?
    Der Landtag ist mal wieder sehr empört
    von wegen dem Geburtenschwund gewesen.
    Auch ein Minister fand es unerhört.

    Auf tausend Deutsche kämen wohl pro Jahr
    gerade neunzehn Komma Null vier Kinder.
    Null vier! - Und sowas hält der Mann für wahr.
    Daß das nicht stimmen kann, sieht doch ein Blinder.

    Geburtenrückgang - hat er noch gesagt -
    sei, die Geschichte lehrt es - Deutschlands Ende.
    Und Deine Fehlgeburt hat er beklagt.
    Und daß er, daß man abtreibt, gräßlich fände.

    Jawohl, wir sollen Kinder fabrizieren
    fürs Militär und für die Industrie,
    zum Löhnesenken und zum Krieg verlieren.
    Sieh Dich doch vor - ach so, das war Dein Knie.

    Na komm, mein Schatz, wir wollen ihm eins husten.
    Dein Busen ist doch wirklich noch famos.
    Ob unsre Eltern, was wir wissen, wußten:
    wer nicht zur Welt kommt, wird nicht arbeitslos.

    Der Kinderreichtum ist kein Kindersegen.
    Deck uns schön zu. Ich bild' mir ein, es zieht.
    Komm, laß uns den Geburtenrückgang pflegen.
    Und lösch die Lampe aus - des Landtags wegen,
    damit er es nicht sieht.

     

     

     

     


    22. Mai 2013

    17.30 Uhr Frauen sollen Kinder gebären? In Deutschland?

    Kardinal Meisner hatte diese grandiose Idee, von der man meinen sollte, dass sie helfen könnte, die furchtbaren Konsequenzen des demografischen Wandels zu lindern.

    Sonderbarerweise stößt er damit auf erbitterte Ablehnung in weiten Teilen der Politik. Sonderbar!

    Dazu, schon heute, der Paukenschlag von morgen:


    21. Mai 2013


    20. Mai 2013

    10.00 Uhr Der 100-Tage-Traum des Kandidaten 

    Peer ...
    Mein Gott - Peer!

    Als Dr. Frankenstein seinen Homunkulus aus Leichenteilen zusammensetzte, hatte der wenigstens noch die Absicht, der toten Materie wieder Leben einzuhauchen, dummerweise gab's da den Gehilfen Fritz ...

    Der Popanz, den die SPD nun im Vorfeld der Bundestagswahl als Einheit aus Programm und Kandidat zusammengeflickt hat, erinnert mich stark an Frankensteins Monster.

    Lauter Versatzstücke sozialdemokratischer Propaganda, spätestens seit Gerhard Schröder in den Grüften der Erinnerung vermodernd, werden da wieder ans Tageslicht gezerrt und mit dem Leim aus Chuzpe und Eloquenz zu einem Hundert-Tage-Programm zusammengekleistert, dessen drei Schwerpunkte aus dem Munde Peer Steinbrücks nun wirklich zum Brüllen komisch klingen.

    • Betreuungsgeld abschaffen
      Weil der Kandidat eben weiß, dass das Betreuungsgeld von den Berechtigten versoffen wird, statt tatsächlich der Kinderbetreuung zugute zu kommen. Da bedient einer Vorurteile (wie alle anderen, außer der CSU auch) - um irgendwie ganz, ganz billig aus dem teuren Krippenplatzversprechen herauszukommen.
      Das trau ich ihm zu, nur wird er halt nicht Kanzler werden ...
    • Flächendeckender Mindestlohn
      Innerhalb von 100 Tagen? Lächerlich. So was kann man zwar ins Gesetz schreiben, das ist noch relativ einfach, doch es "wirksam" zu gestalten, in einer Zeit, in der die Zeitarbeit dabei ist, ganz massiv in Werkverträge auszuweichen, in der Ausländer (EU-Ausländer) ihre deutschen Beschäftigten bei polnischen Briefkastenfirmen Werkverträge unterschreiben lassen - da kann sich der Peer seinen flächendeckenden Mindestlohn irgendwohin stecken ...
      Doch in der Gewissheit, niemals Kanzler zu werden, lässt sich leicht und publikumswirksam träumen ...
    • Gleicher Lohn
      für gleiche Arbeit? Kein Problem. Für Männer und Frauen? Unmöglich!

      Das hat die Wirtschaft seit Ludwig Erhards Zeiten erfolgreich zu verhindern gewusst - und das wird sie auch weiter zu verhindern wissen. Auch wenn es noch so schön im Gesetz steht (steht es doch längst, sogar im Grundgesetz - man müsste es nur anwenden wollen ...), wer will feststellen, ob es wirklich gleiche Arbeit ist. Und wer will die Arbeitgeber zwingen, Arbeitsplätze "gleich" zu gestalten? Und das, was seit 100 Jahren nicht gelungen ist, gleich in den ersten hundert Tagen?

    Der Mann gehörte zu Schröders Seilschaft. Als Clement aus NRW wegging, wurde Steinbrück (im Hau-Ruck-Verfahren) zum Ministerpräsidenten gemacht, was Johannes Rau mit den Worten kommentiert haben soll: "Wer so alles Ministerpräsident werden kann …"

    Der Mann war unter Merkel Finanzminister der großen Koalition. Da hat er im Jahre 2007 für das Jahr 2011 den ausgeglichenen Haushalt versprochen. Mit mächtigen Privatisierungserlösen und einem satten Griff in die Kasse der Arbeitslosenversicherung. Daraus geworden ist nichts, doch er musste für dieses Versprechen auch nicht einstehen, die Wähler wollten diese große Koalition nicht länger.

    Nun hat er uns - ausgerechnet zu Pfingsten - seinen Traum offenbart.

    Danke, lieber Peer.

    Danke für diese erhellenden Informationen.


    19. Mai 2013

     

    Julies Bild vom Sonntag

     

    Wolfgangs Bild vom Sonntag

     


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    Dieser Zähler zählt seit etlichen Monaten die Besucher dieser Website.

    am 12.03. 2012 waren es 1.000.000
    am 8. Juli waren es 1.100.000
    am 8. Oktober 2012 waren 1.200.000
    am 27. November waren es 1.250.000

     

    und schon wieder sind es mehr geworden ...

     

    Vielen Dank für Ihr großes Interesse.

    Es ehrt mich.

    Links zu Seiten, die ich gerne empfehle:

    Quellen Gert Flegelskamp
    ein geradliniger Querdenker, bringt laufend k
    luge, gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung zum Ausdruck
    http://www.flegel-g.de/
    Statistisches Bundesamt
    viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
    http://www.destatis.de
    Cleanstate e.V.
    H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
    http://www.cleanstate.de/start.html
    Politik-Poker
    "aus unterschiedlichen Blickwinkeln ...", das war das Motto zu Beginn, inzwischen sind die Blickwinkel recht verengt - aber man soll ja auch die Argumente Andersdenkender kennen.
    http://www.politik-poker.de
    Norbert Rost,
    Die Feldpolitik ist fast eingeschlafen. Doch alle paar Monate gibt es noch ein paar kluge Anmerkungen,
    http://feldpolitik.de
    Bürgermeinungen
    hier schreiben einige wenige Bürger unverdrossen ihre Meinung.
    http://www.buergermeinungen.de/
    Info-Portale Sozialticker
    Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
    http://www.sozialticker.com/
    Kritisches Netzwerk
    engagierte, kritische Stimmen - stets aktuell
    http://www.kritisches-netzwerk.de/
    Mag Wompel
    das labournet - die Gewerkschaftslinken
    http://www.labournet.de
    Politik im Spiegel
    hochaktuell auf der Höhe der alternativen Meinung
    http://politik-im-spiegel.de/
    Nachdenkseiten
    nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten gibts anderswo auch.
    http://www.nachdenkseiten.de/

    Die Selbstähnlichkeit der Erscheinungen der Realität ist so groß, dass der winzige Ausschnitt, den der Einzelne davon wahrzunehmen in der Lage ist, vollkommen ausreicht, um sich ein brauchbares Bild des Ganzen zu machen - so man nur will. 

     

      
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    Wer nicht zahlt, erhält keine Mahnung und schon gar nicht eine Zahlungsaufforderung vom Inkassobüro, weder vom seriösen, noch vom unseriösen.

    Wir gehen davon aus, dass es sich der Kunde anders überlegt hat und löschen die Bestellung nach ein paar Wochen einfach.

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