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    Egon W. Kreutzer

    Autor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

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    Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

    Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.

     



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    Nun, so klingt Harry Kulzer


    - über zwanzig Jahre nach Pogo in Togo -

    heute.

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     28.02.2013 Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland: 262.106 Jobs in 192 Tagen

     Tageskommentare Archiv Tageskommentare


    27. Mai 2013

    09.00 Uhr Li in Berlin 

    Was wäre Berlin ohne Li? Richtig: Bern.

    Spaß beiseite.

    Der chinesische Ministerpräsident, so wird gemeldet, steht in Treue fest zum Euro, studiert in Deutschland die "Energiewende" - und wünscht sich den Wegfall der Zölle auf chinesische Solarmodule.

    Da Angela Merkel ebenfalls in Treue fest zum Euro steht und eine begeisterte Unterstützerin der Energiewende ist, ist haufenweise "gemeinsame Basis" vorhanden.

    Bei den Solarmodulen würde sie ja gerne helfen, kann das aber nicht, weil die Zölle reine EU-Sache sind, und in der EU hat Merkel ja nun leider keinerlei Einflussmöglichkeit.

    Dass Li dennoch nach Berlin gefahren ist - und nicht gleich nach Brüssel - verwundert da ein bisschen.

     

    Zu den Solarmodulen hab ich da heute übrigens noch gehört, wofür die Strafzölle gut sein sollen: Zum Schutz der heimischen Solarindustrie!!!

    Und ich dachte immer, nachdem die heimische Solarindustrie durch zweckdienliches Regieren inzwischen weitgehend vernichtet ist, seien die Zölle so etwas wie der finale Rettungsschuss, mit dem der dezentralen Stromversorgung in Bürgerhand zu Gunsten des Kartells der "Großen Vier" auch noch die letzten Reste an Wirtschaftlichkeit ausgetrieben werden sollten.

    Wie man sich doch irren kann.


    26. Mai 2013

     

    Julies Bild vom Sonntag

     

    Wolfgangs Bild vom Sonntag


    25. Mai 2013

    12.05 Uhr Warum die SPD nicht so schlecht ist, wie sie gemacht wird

    Kaum hat sich die SPD nach 25 Jahren wieder einmal aufgeschwungen, einen runden Geburtstag zu feiern, schon wird sie erneut von allen Seiten mit Häme überschüttet.
    Dabei sollten wir alle miteinander stolz darauf sein, dass es uns überhaupt gelungen ist, eine "SPD" hervorzubringen, die sich noch dazu seit 150 Jahren Opposition (ich weiß ...) nicht in die Resignation verkrochen, sondern immer wieder aufgerafft hat.

    Die Existenz der SPD in der deutschen Parteienlandschaft zeugt davon, dass es hierzulande eben nicht nur Egoismus, Kalkül und Gier gibt, dass Rendite, Wettbewerb und Marktanteile nicht alles sind, sondern dass es da noch Frauen und Männer gibt, die nicht ganz so skrupellos, gerissen, verlogen und selbstverliebt sind, wie es erforderlich wäre, um über lange Jahre immer wieder in Regierungsämter gewählt zu werden.

    Frauen und Männer, die sich ihrer "Zweitklassigkeit" bewusst sind, die gar nicht so hart, so absolut siegreich, so dominant sein wollen, sondern träumerisch nach Ausgleich, nach noch besseren Ideen, nach tragfähigen Kompromissen suchen und damit zeigen, dass wir eben nicht nur ein Volk der weißblond-stahlblauäugigen Herrenmenschen sind ...

    Dass dann aus dieser Partei heraus hin und wieder eine Seilschaft aufsteigt, die sich nicht bescheiden, nicht zweitklassig sein will, Frauen und Männer, die siegen wollen, wie die politischen Gegner, mit den gleichen Programmen und den gleichen Waffen kämpfend, und das im festen Glauben, ihrer Partei, der sie damit die Seele verwunden, etwas Gutes zu tun, ihrer Partei zum verdienten Glanz zu verhelfen, das kann nicht ausbleiben.

    Doch die SPD verarbeitet solche Irrungen, langsam zwar, fast träge, doch zuverlässig. Vom Start der Agenda-Politik Schröders bis zum vollständigen Abschluss dieser Episode mögen 20 Jahre vergehen - 10 sind ja schon um - bis auch Steinbrück und die "spätberufene" Nahles keine bestimmende Rolle mehr spielen, doch was sind schon 20 Jahre, wenn man gerade 150 geworden ist?


    Die SPD ist das politische Gewissen der Deutschen.
    Als ständige Mahnung an die Regierenden und als Zuflucht für die Regierten
    schwankt ihre Akzeptanz mit der Gewissenlosigkeit der dominanten Parteien.

    Und das wird noch für lange Zeit so bleiben.

    Für richtige, harte Real-Politik ist die SPD viel zu wenig gewissenlos. Auch wenn hin und wieder Schröders, Clements, Münteferings und Steinbrücks das große Wort führen ... 

     


    24. Mai 2013

    12.05 Uhr Wie viel ist "oft"?

    Die Deutschen sterben in den meinungsbildenden Szenarien nicht nur aus - sie werden nach aktuellen Studien auch immer geringwertiger.

    Daher brauchen "die Deutschen" qualifizierte Zuwanderer. Fragt sich: Brauchen die "die Deutschen", und falls ja, wozu?

    Präzise und auf den Punkt gebracht lautet die Botschaft:

    DU musst glücklich sein, dass die intelligenten, hochqualifizierten und dabei immer noch preiswerten Ausländer nach Deutschland kommen und die Arbeitsplätze besetzen, von deren Ertrag DU lebst, obwohl DU längst zu blöd bist, um DIR einen solchen Arbeitsplatz anvertrauen zu können.

    Der FOCUS hat die Schlagzeile geliefert, die ich - Leistungsschutzrecht hin, Leistungsschutzrecht her - einfach zitieren muss, um die Perfidie der Argumentation aufzuzeigen. Es heißt da:

    (Zitat)

    Zuwanderer können oft mehr als Deutsche

    (Zitat Ende)

     

    Der Satz transportiert eine ganz eindeutige Botschaft und ist doch unangreifbar, weil er konkret überhaupt nichts aussagt. Es ist sogar unglaublich schwer, einen genau so blöden Satz zu konstruieren, um den Blödsinn am Beispiel besser verdeutlichen zu können. Man müsste schon behaupten: "Hessen können oft mehr als Niedersachsen", um wenigstens in Niedersachsen einen Sturm der Empörung auszulösen.

    Vermutlich hat diesen vermurksten Satz einer von denen geschrieben, die selten mehr können ...

    Natürlicht ist die Quelle dieser Schlagzeile wieder einmal die berühmt-berüchtigte Meinungsschmiede "Bertelsmann-Stiftung". Und die warnt sogar davor, der Strom der Zuwanderer aus südeuropäischen Ländern nach Deutschland könne versiegen.

    Das wäre dann die finale Katastrophe!

    Wenn keiner mehr kommt, um die nicht nur zu blöden sondern zugleich auch noch aussterbenden Deutschen zu ersetzen - wer soll dann die Exportindustrie am Leben halten? Wer soll dann noch den Aktionären die Dividende erwirtschaften?


    23. Mai 2013

    11.15 Uhr Das Aussterben der Deutschen

    Der gestern veröffentlichte Paukenschlag hat - wie zu erwarten war - wieder eine Reihe von Reaktionen ausgelöst, die genau an dem Punkt ansetzen, der vom wirklichen Problem ablenkt.

    Wenn ich darüber schreibe, dass sich das öffentliche Gejammer über den "demografischen Wandel" als Heuchelei herausstellt, weil die gleichen Politiker, die sich in Klagen über die Überalterung der Bevölkerung ergehen, sich voller Empörung zu Wort melden, wenn ein Kirchenmann fordert, die Frauen sollten mehr Kinder gebären, dann thematisiere ich das, um dem Ziel und Zweck dieser Heuchelei auf den Grund zu gehen.

    Und ich meine, dass ich auch bis zu diesem "Grund" vorgestoßen bin.

    Es geht mir dabei jedoch nicht darum, das Menetekel vom Aussterben der Deutschen an die Wand zu malen.

    Das ist eine ganz andere Baustelle.

    Eine Baustelle, deren an die Wand gemalter Schrecken, nämlich die behauptete Unmöglichkeit, die vielen nicht berufstätigen Alten von den wenigen berufstätigen Jungen mit versorgen zu lassen, allenfalls dann eintreten könnte, wenn sich die "schrumpfenden Germanen" erfolgreich gegen jegliche Zuwanderung abschotten könnten.

    Eine Baustelle, die sich von ihren Ursachen her zudem einer rationalen Betrachtung weitgehend entzieht und für die es auch keinen "rationalen" Lösungsvorschlag gibt.

    Wenn - und ich nenne es jetzt einmal so - "ein Volk" ohne erkennbare äußere Einflüsse sich einfach nur noch in so geringem Maße fortpflanzt, dass es schrumpft, dann ist das so.

    Darüber zu klagen, ist so sinnvoll, wie die Klage über einen kalten und verregneten Mai - und beides lässt sich mit "Maßnahmen" nicht ändern.

    Hier nochmal der Link auf den PaD 22 /2013

    Norbert Rex hat mir zum gestrigen Paukenschlag übrigens ein Gedicht von Erich Kästner aus dem Jahre 1930 (!) zugesandt. Das passt so schön, dass ich es - ohne die erforderlichen Rechte zu besitzen -heute hier online stelle. Ich bin mir sicher, Erich Kästner hätte sich darüber gefreut und die Veröffentlichung unentgeltlich gestattet.

    Erich Kästner:
    Patriotisches Bettgespräch (1930)

    Hast Du, was in der Zeitung stand, gelesen?
    Der Landtag ist mal wieder sehr empört
    von wegen dem Geburtenschwund gewesen.
    Auch ein Minister fand es unerhört.

    Auf tausend Deutsche kämen wohl pro Jahr
    gerade neunzehn Komma Null vier Kinder.
    Null vier! - Und sowas hält der Mann für wahr.
    Daß das nicht stimmen kann, sieht doch ein Blinder.

    Geburtenrückgang - hat er noch gesagt -
    sei, die Geschichte lehrt es - Deutschlands Ende.
    Und Deine Fehlgeburt hat er beklagt.
    Und daß er, daß man abtreibt, gräßlich fände.

    Jawohl, wir sollen Kinder fabrizieren
    fürs Militär und für die Industrie,
    zum Löhnesenken und zum Krieg verlieren.
    Sieh Dich doch vor - ach so, das war Dein Knie.

    Na komm, mein Schatz, wir wollen ihm eins husten.
    Dein Busen ist doch wirklich noch famos.
    Ob unsre Eltern, was wir wissen, wußten:
    wer nicht zur Welt kommt, wird nicht arbeitslos.

    Der Kinderreichtum ist kein Kindersegen.
    Deck uns schön zu. Ich bild' mir ein, es zieht.
    Komm, laß uns den Geburtenrückgang pflegen.
    Und lösch die Lampe aus - des Landtags wegen,
    damit er es nicht sieht.

     

     

     

     


    22. Mai 2013

    17.30 Uhr Frauen sollen Kinder gebären? In Deutschland?

    Kardinal Meisner hatte diese grandiose Idee, von der man meinen sollte, dass sie helfen könnte, die furchtbaren Konsequenzen des demografischen Wandels zu lindern.

    Sonderbarerweise stößt er damit auf erbitterte Ablehnung in weiten Teilen der Politik. Sonderbar!

    Dazu, schon heute, der Paukenschlag von morgen:


    21. Mai 2013


    20. Mai 2013

    10.00 Uhr Der 100-Tage-Traum des Kandidaten 

    Peer ...
    Mein Gott - Peer!

    Als Dr. Frankenstein seinen Homunkulus aus Leichenteilen zusammensetzte, hatte der wenigstens noch die Absicht, der toten Materie wieder Leben einzuhauchen, dummerweise gab's da den Gehilfen Fritz ...

    Der Popanz, den die SPD nun im Vorfeld der Bundestagswahl als Einheit aus Programm und Kandidat zusammengeflickt hat, erinnert mich stark an Frankensteins Monster.

    Lauter Versatzstücke sozialdemokratischer Propaganda, spätestens seit Gerhard Schröder in den Grüften der Erinnerung vermodernd, werden da wieder ans Tageslicht gezerrt und mit dem Leim aus Chuzpe und Eloquenz zu einem Hundert-Tage-Programm zusammengekleistert, dessen drei Schwerpunkte aus dem Munde Peer Steinbrücks nun wirklich zum Brüllen komisch klingen.

    • Betreuungsgeld abschaffen
      Weil der Kandidat eben weiß, dass das Betreuungsgeld von den Berechtigten versoffen wird, statt tatsächlich der Kinderbetreuung zugute zu kommen. Da bedient einer Vorurteile (wie alle anderen, außer der CSU auch) - um irgendwie ganz, ganz billig aus dem teuren Krippenplatzversprechen herauszukommen.
      Das trau ich ihm zu, nur wird er halt nicht Kanzler werden ...
    • Flächendeckender Mindestlohn
      Innerhalb von 100 Tagen? Lächerlich. So was kann man zwar ins Gesetz schreiben, das ist noch relativ einfach, doch es "wirksam" zu gestalten, in einer Zeit, in der die Zeitarbeit dabei ist, ganz massiv in Werkverträge auszuweichen, in der Ausländer (EU-Ausländer) ihre deutschen Beschäftigten bei polnischen Briefkastenfirmen Werkverträge unterschreiben lassen - da kann sich der Peer seinen flächendeckenden Mindestlohn irgendwohin stecken ...
      Doch in der Gewissheit, niemals Kanzler zu werden, lässt sich leicht und publikumswirksam träumen ...
    • Gleicher Lohn
      für gleiche Arbeit? Kein Problem. Für Männer und Frauen? Unmöglich!

      Das hat die Wirtschaft seit Ludwig Erhards Zeiten erfolgreich zu verhindern gewusst - und das wird sie auch weiter zu verhindern wissen. Auch wenn es noch so schön im Gesetz steht (steht es doch längst, sogar im Grundgesetz - man müsste es nur anwenden wollen ...), wer will feststellen, ob es wirklich gleiche Arbeit ist. Und wer will die Arbeitgeber zwingen, Arbeitsplätze "gleich" zu gestalten? Und das, was seit 100 Jahren nicht gelungen ist, gleich in den ersten hundert Tagen?

    Der Mann gehörte zu Schröders Seilschaft. Als Clement aus NRW wegging, wurde Steinbrück (im Hau-Ruck-Verfahren) zum Ministerpräsidenten gemacht, was Johannes Rau mit den Worten kommentiert haben soll: "Wer so alles Ministerpräsident werden kann …"

    Der Mann war unter Merkel Finanzminister der großen Koalition. Da hat er im Jahre 2007 für das Jahr 2011 den ausgeglichenen Haushalt versprochen. Mit mächtigen Privatisierungserlösen und einem satten Griff in die Kasse der Arbeitslosenversicherung. Daraus geworden ist nichts, doch er musste für dieses Versprechen auch nicht einstehen, die Wähler wollten diese große Koalition nicht länger.

    Nun hat er uns - ausgerechnet zu Pfingsten - seinen Traum offenbart.

    Danke, lieber Peer.

    Danke für diese erhellenden Informationen.


    19. Mai 2013

     

    Julies Bild vom Sonntag

     

    Wolfgangs Bild vom Sonntag


    18. Mai 2013

    21.12 Uhr Spökenkiekerei

    Morgen, am 19. Mai 2013, wird Google News einen Artikel finden, in dem statistische Aussagen zum Medikamentenverbrauch gemacht werden.

    In der Überschrift wird von Verscherten die Rede sein. Das ist ein Tippfehler und kann ignoriert werden. Anschließend jedoch wird die "Tagesdose" erwähnt werden.

    Alte buddhistische Weise sagen, im Fisch erkennst Du das Wesen des Wassers, im Vogel das Wesen der Luft - und im deutschsprachigen Internet das Wesen des deutschen Bildungssystems.

    Ab Morgen, Sonntag, 19. Mai, können Sie nach Verscherten und Tagesdose googeln ...


    17. Mai 2013

    12.00 Uhr E-Book zu Pfingsten

    Buch und Papier - das gehört zusammen. Jedenfalls für Menschen, die mit dem gedruckten Buch aufgewachsen sind, bei denen die Erinnerungen an große Romane untrennbar mit all den Sinneseindrücken verbunden sind, die nun mal von einem Buch ausgehen. Ich will jetzt nicht ins Schwärmen geraten. Wer mit Büchern groß geworden ist, weiß, was ich meine ...

    Doch neben die alten Bücherwürmer haben sich längst neue Leserscharen gestellt, Menschen, für die der Bildschirm, bzw. das Display, die Medien sind, über die Information aufgenommen wird.

    Dem trage ich auch als Verleger gerne Rechnung. Nach und nach sollen alle Titel des EWK-Verlags auch als E-Book verfügbar sein. Den "Goldesel" und die "Wahnwitzige Wirtschaftslehre" gibt es bereits als E-Book - und

    pünktlich zu Pfingsten ist nun auch die E-Book-Version von Werner Peters'

     

    "Partei der Nichtwähler - Der schlafende Riese"

    fertig geworden.

     

     

     

    Und das ist nun ein Vorteil der E-Books, den ich auch absolut anerkenne:

    Unabhängig von Ladenöffnungszeiten, unabhängig von Post- und Paketdiensten, können Sie Ihr E-Book jederzeit bestellen und, unter Nutzung elektronischer Bezahldienste, wenige Augenblicke später mit dem Lesen beginnen.

    Dazu braucht es auch kein spezielles Lesegerät. Software, die E-Books auch am PC oder Laptop lesbar macht, gibt es inzwischen als Freeware zum Download.

    Also, wollen Sie es versuchen?

    Schöne Feiertage! 


    16. Mai 2013

    09.45 Uhr Mir d r o h n t der Schädel

    Die für reine Aufklärungszwecke auf eine nicht mehr nachvollziehbare Weise überdimensionerte Drohne Hawk (ca. 15 m lang, ca. 35 m Flügelspannweite, rund 7 Tonnen Startgewicht), hat nun zur finalen Bruchlandung angesetzt.

    ... und von Tag zu Tag wird der Schaden geringer.

    1,3 Milliarden Euro waren es Anfang der Woche,

    zwischendurch hieß es, es seien 600 Millionen verloren, dann wieder nur 500, niedrigster Wert bis jetzt: 250 Millionen, und im Laufe dieses Vormittags scheint sich der offizielle Verlustwert bei rund 300 Millionen einzupendeln.

    Was unser Verteidigungsminister heute im Bundestag dazu sagen wird, außer, dass das Projekt nicht von ihm, sondern von Vorgänger Franz Josef Jung initiiert wurde, ist mit Spannung zu erwarten.

    Denn es gibt zwei ausgesprochen wichtige Fragen, die man im BMVtg beantworten können sollte:

    a) Was hat das Projekt bis heute tatsächlich gekostet, wieviel davon ist endgültig verloren und welche "Ergebnisse" werden "Wo" noch nutzbar sein, um andere Kosten um "welchen Betrag" zu senken.

    b) Welche grandiosen Konstruktionsfehler der Drohne Hawk machen es unmöglich, das zur Zulassung im zivilen Luftraum erforderliche "Sense and avoid System" nachzurüsten? Was man jedem Passagierjet ohne Mühe in die Software implantieren kann, soll bei einer riesengroßen Aufklärungsdrohne nicht möglich sein?

    Ist da nicht eher zu vermuten, dass die Drohne selbst - konstruktionsbedingt - gar nicht in der Lage wäre, bei drohendem Zusammenstoß mit einem anderen bemannten oder unbemannten Flugkörper das geforderte Ausweichmanöver zu fliegen?

    Die erste Frage ist wichtig, weil es da um die Verantwortung für eine ganze Menge Geld geht, und weil - wenn der Betrag schon so hurtig kleingeredet wird, wenigstens volle Transparenz darüber hergestellt werden sollte, warum es nun nicht 1,3 Milliarden Euro sind, die mit dem Projekt in den Sand gesetzt wurden, sondern mehr als eine Milliarde weniger.

    Die zweite Frage ist wichtig, weil es da um die Verantwortung für das Leben unschuldiger Zivilisten geht. Wer im Herbst über einem Acker einen wenige hundert Gramm wiegenden Drachen steigen lässt, darf ihn nicht höher als 100 m steigen lassen, weil der Drache nicht über "Sense and avoid Fähigkeiten" verfügt. Es könnte ja ein Militärjet im Tiefflug daherkommen ...

    Wer eine tonnenschwere Drohne, unabhängig von der Jahreszeit, irgendwo über Europa, oder sonst einem Kontinent oder Ozean steigen lassen will, eine Riesendrohne, die unbeirrt ihre Bahn zieht und nicht daran denkt, auszuweichen, egal ob da nun eine Montgolfiere oder eine F16, ein Segelflieger oder eine A380 daherkommt, und behauptet, die so zu gewinnenden Aufklärungsergebnisse wögen das Risiko einer alle fünf Jahre eintretenden, überschaubaren Katastrophe mit bis zu maximal 1.000 Toten bei weitem auf, der ist ein (ehrbarer) Technokrat des Krieges und der Vernichtung. Ein kriegerisches Volk braucht solche Technokraten, die ohne Skrupel einfach Chancen ausrechnen und Siegesoptionen ermitteln.

    Vielleicht ist er aber auch nur ein Lobbyist der Waffenindustrie, was weniger ehrbar wäre, doch gerade ein friedliebendes Volk braucht solche Lobbyisten, weil die Parlamentarier sonst gar nicht wüssten, warum sie bei den alljährlichen Abstimmungen über den Haushalt den Etat des Verteidigungsministers genehmigen sollten.

    phhhh!

     

    Früher wäre das ein richtiger dicker Skandal geworden. Investigative Journalisten hätten Untersuchungsgefängnisse von innen kennengelernt, Redaktionsräume wären staatsanwaltlich durchsucht worden und dreißig Jahre danach hätte der WDR eine Dokumentation darüber gedreht. HS 30 und Starfighter lassen grüßen.

    Heute ist es eine kleine Fingerübung des Politisch-Medialen-Komplexes, das Thema
    vom Tisch zu schnipsen ...

    Das liegt aber nicht daran, dass die Medien "besser" geworden wären.

    Es liegt daran, dass die Zahl derjenigen, die sich außerhalb des Politibetriebes als wache "Staatsbürger" noch mitverantwortlich fühlen, so massiv abgenommen hat.


     0.00 Uhr Steuern? Warum nicht gleich abschaffen?

    Er dreht sich um die Frage, warum ein Unternehmer oder Finanzanleger bei hohem oder höchstem Einkommen am Ende nach Abzug von Steuern und ggfs. Sozialversicherungsbeiträgen netto immer noch über 85 Prozent dessen verfügt, was er brutto verdient hat, während beim normalverdienenden Arbeitnehmer nur 36 Prozent übrig bleiben.

    Ein Unterschied, der durch unsere Steuersystematik praktisch unsichtbar bleibt, der aber weder etwas mit Leistung, noch etwas mit Gerechtigkeit zu tun hat, sondern schlicht eine ungeheuerliche Begünstigung der Reichen darstellt.

    Da wäre es zumindest ehrlicher, bei Unternehmens- und Kapitalerträgen gleich ganz auf die Besteuerung zu verzichten.

    Doch es gäbe auch Ansätze, die Steuerlast nicht nur ehrlicher, sondern auch gerechter auf die Schultern zu verteilen.

    Mehr dazu lesen Sie hier:


    15. Mai 2013

    09.30 Uhr Internetzensur per Bundesgerichtshof

    Die WELT nennt es eine teilweise Entmachtung des Suchroboters, die Kläger nennen es die Rettung ihrer Persönlichkeitsrechte, und dass es Google trifft, löst bei vielen sowieso Freude aus ...

    Also eine gute Entscheidung, die "Autovervollständigung" von Suchergebnissen von der Zustimmung der "Suchbegriffe" abhängig zu machen.

    Reingefallen!
    Nein!

    Das ist ein Schnitt ins Netz.
    Ein Schnitt, durch den künftig ganze Schwärme von Informationen durchschlüpfen, ohne dass es der suchend Fragende überhaupt bemerkt.

    Das Internet lebt von Verknüpfungen, Verlinkungen, ist Vernetzung, ist maximale Assoziationskultur, liefert umfassende, komplexe, vielschichtige, ja geradezu kontemplative Erkenntniswelten. Suchmaschinen haben daran einen ganz, ganz erheblichen Anteil, weil sie als "Fundstellenkenner" alles, was im Netz zu einem Suchbegriff gespeichert ist, in ihren Trefferlisten ausweisen, und vor allem auch, weil sie das dort Gespeicherte über eine Reihe von Algorhythmen nach Relevanz vorsortieren, ordnen, im Grunde sogar aufbereiten.

    Dem hat der BGH nun einen Riegel vorgeschoben. Wer nicht will, dass sein Name mit "Irgendwas" in Verbindung gebracht wird, kann Google verbieten, diese Assoziation öffentlich zu machen.

    Da werden künftig nicht nur Exministerpräsidentenexehegattinnen ihre Ehre durch Verbotsanordnungen zu retten versuchen, es wird von keinem EU-Kommissar und keinem Regierungsmitglied eines Euro-Staates noch einen Hinweis auf frühere oder gegenwärtige Verbindungen zu Goldman-Sachs geben. Kein Suchvorschlag wird lauten "Kohl - Ehrenwort" oder "Schäuble - Köfferchen", auch und gerade dann nicht, wenn ein Skandal gerade erst beginnt hochzukochen und viele derartige Suchanfragen gestellt werden.

    Das kann jedoch nur der erste Schritt sein.

    Wenn dieser erste Schritt - nach Ansicht der Richter am BGH - so seine Richtigkeit hat, dann ist es absolut unverständlich, dass zwar die stichwortartige Autovervollständigung der Suchanfrage verboten, die Anzeige von Suchergebnissen, in denen diese unerwünschten Inhaltsverknüpfungen ausführlich dargestellt werden, aber weiterhin erlaubt sein soll.

    Das wäre doch absurd.
    Und ich möchte wetten, dass die ersten diesbezüglichen Klagen bereits in Vorbereitungs sind.

     

    Mein Gott!

    Erst kam das Leistungsschutzrecht.

    Damit ist es nahezu unmöglich geworden, einer falschen oder irreführenden oder einfach nur blödsinnigen Aussage eines Presseorgans zu widersprechen, weil man dazu die falschen oder irreführenden oder auch nur blödsinnigen Aussagen nämlich zitieren müsste, um auf sie Bezug nehmen zu können, was im Zweifelsfall verboten ist.

    Nun kommt das Autovervollständigungsverbot.

    Damit wird es massiv erschwert, das überhaupt zu finden, was zu kritisieren wäre, und es wird massiv erschwert, festzustellen, dass da ein "Verdacht" im Raum steht, der von vielen, vielen Suchmaschinen-Nutzern geteilt wird. Das Autovervollständigungsverbot ist damit in seiner Wirkung so etwas wie das Verbot des Westfernsehens in der DDR ...

    Am Ende wird es strafbar sein, überhaupt etwas zu wissen, was ein Persönlichkeitsschutzrecht verletzen könnte, weil dieses Wissen ja nicht aus öffentlich zugänglichen Quellen , wo es bekanntlich verboten ist, erlangt werden konnte, sondern folglich nur durch unzulässige Maßnahmen des Eindringens in die Privatsphäre, die wiederum eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte darstellen.

    O.k., Freunde, der Verfassungsschutz, der Bundesnachrichtendienst, das BKA und die Landeskriminalämter - und die befreundeten Dienste - die dürfen, auch ohne Anfangsverdacht, alles über dich herausfinden, was sie wollen und auf welche Art und mit welchen Mitteln sie wollen, und sie dürfen es untereinander und darüber hinaus bis nach Guantanamo weitergeben, solange sich entweder kein Kläger oder - falls doch - zumindest ein Richter findet, der dies im Nachhinein erlaubt, was schon aus Gründen der Staatsräson praktisch nicht zu vermeiden ist.

    Das heißt aber doch nicht, dass ihr wissen dürft und wissen sollt, was man euch verheimlichen will. Und wenn ihr das nächste Mal bei Google IM Erika eingebt, dann werdet ihr wahrscheinlich feststellen, dass da keine Autovervollständigung mehr stattfindet, weil Erika das hat verbieten lassen.

    Hinweis zum Leistungsschutzrecht
    Diesem Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein könnten.

    Presseverlage, die in diesem Text eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich, mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren. Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung ersetzt.

    Abmahnungen ohne den vorherigen Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren.


    Entdecker

    Es ist ein schönes Gefühl für mich als Autor, erleben zu dürfen, dass es immer wieder Menschen gibt, die das, was ich schon vor Jahren geschrieben habe, HEUTE neu für sich entdecken und sich dafür begeistern können.

     

     


    14. Mai 2013

    13.00 Uhr Sprücheklopfer und Verschwörungsdenker 

    Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat am 7. Mai 2013 die Wortfolge "Sprücheklopfer und Verschwörungsdenker" verwendet.

    Dass ich diese Wortfolge hier zitiere, ist schwer zu begründen. Eigentlich entstammt sie einem lächerlichen Satz, der am Ende eines noch lächerlicheren Absatzes am Ende eines durch und durch fragwürdigen Artikels steht. In diesem Artikel versucht der Verfasser, Jasper von Altenbockum, Chef des Innenressorts der FAZ, den Nachweis zu führen, dass sich die Katze selbst in den Schwanz beißt. Und so versucht er mit wenigen Worten zu suggerieren, dass

    nicht integrationswillige Muslime den Terror, den sie als Begründung für ihre Nichtintegrationswilligkeit anführen, durch ihre Nichtintegrationswilligkeit selbst provozieren.

    Der Rechtsstaat, den von Altenbockum antritt, zu verteidigen, habe zwar gefehlt und könne seine Versäumnisse nicht wieder gutmachen - doch sollten die Angehörigen der Opfer es nun auch wieder gut sein lassen und wieder Vertrauen fassen ...

    Das klingt nicht nur zynisch, das ist auch zynisch.

    Und wenn Jasper von Altenbockum am Ende noch orakelt: "Sprücheklopfer und Verschwörungsdenker" hülfen da nicht weiter, dann verlangt er nichts anderes, als schnell zu vergessen, dass und wie der Rechtsstaat versagt hat, bloß nicht zu fragen, warum er versagt hat und schon gar nicht daran zu denken, er könne wieder versagen.

    Und im nächsten Februar wird der gleiche Jasper von Altenbockum in der gleichen FAZ womöglich rührende Worte zum Gedenken an die Weiße Rose finden und mahnen, wir mögen nie vergessen ...

    Ich weiß, das darf nicht verglichen werden.

    Hinweis zum Leistungsschutzrecht
    Diesem Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein könnten.

    Presseverlage, die in diesem Text eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich, mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren. Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung ersetzt.

    Abmahnungen ohne den vorherigen Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren.


    13. Mai 2013

    10.25 Uhr Huch ...! Die deutschen Straßen sind kaputt. 

    Es ist zum Aus-der-Haut-Fahren.

    Ja. Natürlich sind die deutschen Straßen kaputt. Ihr habt sie doch mit voller Absicht kaputtgehen lassen!

    Die deutschen Schulen sind auch kaputt. Ihr habt sie doch mit voller Absicht kaputtgehen lassen.

    Die Kanalisation in den deutschen Gemeinden ist kaputt. Volle Absicht.

    Die Bahn ist kaputt. Volle Absicht.

    Es ist doch alles kaputt, was noch da ist - und das meiste ist schon gar nicht mehr da. Das meiste ist längst verscherbelt, privatisiert. Sogar die Gesetzgebung ist zu über 50% outgesourct, nach Brüssel ...

    Das habt ihr doch alles gewollt. Das habt ihr doch alles schleifen lassen, das habt ihr doch alles aus der Hand gegeben.

    Was steht ihr jetzt herum und weint Krokodilstränen?

    Kriegspielen in Afghanistan, das war euch wichtiger.
    Banken retten, den Euro retten, das war euch hunderte von Milliarden wert.

    Steuerentlastungen für Reiche, das war euch wichtig - und bloß keine Schulden machen, in einem Geldsystem, das die ständige Neuverschuldung erzwingt.

    Nun habt ihr "abgewirtschaftet", steht stirnrunzelnd über den Schlaglöchern und behauptet: Es ging nicht anders ...

    Und Sigmar meint, dann müsst ihr eben langsamer fahren, dann passiert schon nix, und der Schäuble meint, dann müssen wir die Autobahnen eben doch privatisieren, dann wird alles besser,

    ... und währenddessen privatisieren sie uns auch noch das Wasser unter dem Hintern weg.

    Für Europa.

    Für Europa?

    Nein, nicht für Europa.

    Für die Gewinninteressen von Konzernen, denen die in öffentlicher Hand befindlichen, funktionierenden und preiswerten Einrichtungen der Infrastruktur ein Dorn im Auge sind.

    Und diesen Gewinninteressen dienen die Kommissare in Brüssel, die das, was das Kapital ausgeheckt hat, untertänigst in Gesetze und Verordnungen gießen und die Umsetzung ihrer Erlasse von den Nationalstaaten bei Strafandrohung einfordern.

    Diesen Gewinninteressen dienen auch jene, in den Nationalstaaten von ihren Bürgern gewählten Politiker, die in den europäischen Gremien dafür eintreten könnten, dass die Interessen der Menschen gewahrt werden, die dies aber zugunsten des Kapitals nicht tun.

    Ich bin überzeugt, dass es für jedes hier angesprochene Thema unter den deutschen Wahlberechtigten eine verfassungsändernde 2/3 Mehrheit gäbe, die sich primär für die Wahrung deutscher Interessen und gegen die Absichten der EU-Kommissare ausspräche, würde man sie denn fragen.

    Doch das tut man vorsichtshalber nicht.

    Würde man die Bürger zu diesen wichtigen Themen nämlich befragen, ja sie sogar abstimmen lassen - die Illusion, unsere Form der Demokratie führe letztlich doch dazu, dass der Staat den Willen seiner Bürger respektiert und umsetzt, würde zerplatzen wie eine überreife Seifenblase.

    Hinweis zum Leistungsschutzrecht
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    12. Mai 2013

    Julies Bild vom Sonntag

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    Wolfgangs Bild vom Sonntag

     


    11. Mai 2013 

    16.00 Uhr Mehr CO2 in der Luft als je zuvor

    Seit Beginn der Aufzeichnungen vor über 2 Millionen Jahren gab es, behaupten welche, die es wissen müssen, weil sie dabei gewesen sind, noch nie über 400 ppm CO2 in der Atmosphäre.

    Andere werden nicht müde, zu erklären, es gäbe überhaupt keine menschengemachte Klimaveränderung, ja derzeit noch nicht einmal überhaupt eine Klimaveränderung, denn der Anstieg der Durchschnittstemperaturen, vor dem stetig gewarnt wird, fände ebensowenig statt, wie der Anstieg der Meeresspiegel.

    Die Diskussion um Klima und Nichtklima, um Sonnenaktivitätsschwankungen und CO2-Anreicherung wird verbittert geführt. Die Energiesparer wollen Milliarden in Wärmedämm- (und andere) Programme investieren, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren - während die Klimazweifler sich nicht zu irgendwelchen Investitionen zwingen lassen wollen.

    Beide Positionen sind irgendwie "kaputt ..."

    • Gegen die Erwärmung der Erde mit Wärmedämmung vorzugehen, ist ein Schildbürgerstreich. Je wärmer es draußen wird, desto überflüssiger ist Wärmedämmung. Das kann sogar so weit führen, dass drinnen geheizt werden muss, weil das Haus so gut isoliert ist, dass die 28 Grad, die draußen herrschen, drinnen gar nicht ankommen können. (!)
      .
    • Wegen eines nicht stattfindenden Klimawandels nicht Energie sparen zu wollen, ist aber auch komisch. Die fossilen Energieträger sind - nach Mehrheitsmeinung - endlich. Peak-Oil kommt, nach Meinung einiger Auguren war er schon da. Erdöl - als Grundstoff der schönen, neuen Plastikwelt - ist eigentlich viel zu schade, zum Verheizen. Warum also nicht einfach weniger Öl verbrennen, egal, ob die Temperaturen nun steigen oder fallen oder gleich bleiben ...?
    So fordern also beide Seiten als Konsequenz aus ihrer felsenfesten Überzeugung genau das Gegenteil dessen, was im Sinne ihrer Überzeugung sinnvoll wäre.
     
    Die einen wollen wie die Wahnsinnigen wärmedämmen, weil es sonst bald so warm würde, dass Wärmedämmung überflüssig wäre, und die anderen wollen sich, obwohl es nicht wärmer wird, der möglichen Energieeinsparung verweigern.
     
    Friedrich der Große hätte womöglich auch in diese vollkommen überflüssige Diskussion hineingerufen: Es möge ein jeder nach seiner Facon selig werden.
     
    Die Klimawandler mögens sich hinter meterdicken Dämmschichten einmauern, die Klimawandelzweifler mögen es bleiben lassen! Was geht mich das an?
     
    Hätte unsere lebendregierende Angela die gleiche Größe wie jener Friedrich, nämlich in einer Glaubensfrage - und etwas anderes ist es ja wohl nicht - nicht Partei zu ergreifen, wir hätten jenes Stück Freiheit zurück, das uns nach Friedrich II. bald wieder verloren gegangen ist.
     
    So aber ist der Klimawandel der Satan in der Staatsreligion Deutschlands, dem nur Paroli geboten werden kann, wenn das Volk den Erzengeln Ehänbeweh, Ehohn, Waddenfall und Ärrweheh in Demut seine Opfer darbringt und sie in stiller Anbetung verehrt.
     
     

    Hinweis zum Leistungsschutzrecht
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    Presseverlage, die in diesem Text eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich, mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren. Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung ersetzt.

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    10. Mai 2013
    9. Mai 2013

    8. Mai 2013

    10.01 Uhr ... und die Musi spuit dazua

    Da dröhnen ringsum die Kriegstrommeln,

    • Israel bombardiert Damaskus,
    • US-Kerry trifft Russland-Lawrow,
    • Internet und Telefon sind abgeschaltet,
    • eine internationale Konferenz zur Besiegelung des Schicksals Syriens soll einberufen werden,
    • subtile Berichte der Qualitätsmedien machen die deutsche Bevölkerung mit der "Humanitären Katastrophe" in Syrien und um Syrien herum vertraut,
    • der Iran liefert via Syrien Raketen an die Hisbollah im Libanon,
    • anonyme Giftgasgemetzel sind Spitzenreiter auf der Speisekarte der Gerüchteküche ...
    Das alles spricht für einen baldigen, neuerlichen humanitären Einsatz der Bundeswehr. Da werden dann - ohne Rücksicht auf Verkehrsregeln - hunderte Tonnen hochbrisanter Sprengstoffe in bewohnten Gebieten zur Explosion gebracht, in der Absicht, Verwüstung anzurichten und Tod zu säen.
     
    Doch Sigmar Gabriel wendet alledem seine breite Kehrseite zu und tönt wie ein Harfenengerl beim Krippenspiel von Statistiken, die zeigten, dass so ein Krieg von der deutschen Bevölkerung als sehr viel harmloser eingeschätzt würde, wenn zugleich die alte, unsägliche Debatte um eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen als emotionale Alternativspielwiese auf den Spielplan gesetzt würde.
     
    Und so trötet er in dieses Horn, in wessen Interesse auch immer, und nimmt dabei billigend in Kauf, dass die Chancen seines Genossen Steinbrück im Bundestagswahlkampf dadurch noch tiefer sinken als der Leitzins der EZB.
     
     
    O.k., o.k., bloß keine Panik.
    Wir stehen ja schließlich auf der Seite der Sieger,
    und von daher sind wir diesmal selbstverständlich im Recht.
     
    ... anders als am 8. Mai vor 68 Jahren.


    7. Mai 2013

    09.30 Uhr Die Entstehung der Realität 

    Was ist das, die Welt um uns herum?


    Nun, ganz abgesehen davon, dass es da - außerhalb unseres Körpers - tatächlich ETWAS gibt, ist alles, was wir darüber wissen, nur das, was wir uns mit unseren Sinnen davon erschließen, als "inneres Bild" dem Bewusstsein zugänglich, betrachten und bewerten können.

    Eine Welt, in der

    • einerseits die UN-Ermittlerin Carla Del Ponte zu dem Schluss kommt, die Rebellen in Syrien hätten Sarin eingesetzt, während
    • andererseits das Weiße Haus zu Washington meint, wenn im syrischen Bürgerkrieg Giftgas eingesetzt worden sei, wovon ausgegangen werden kann, dann doch nur von der Regierung, niemals aber von den Rebellen -
    eine solche Welt zerfällt vor unseren Augen in zwei Realitäten.

    Zwei Realitäten, in denen der Same für je eine Zukunft angelegt ist - und welcher Same aufgehen wird, das bestimmt nicht die "Wahrheit", nicht die eine, unveränderliche, einzige "Realität", sondern einzig und allein die Frage, welche der möglichen Realitäten stärker "geglaubt" wird.

    Das Syrien-Del-Ponte-CIA-Assad-Obama-Beispiel ist nur wahllos aus einer Fülle der Beispiele herausgegriffen. Tatsächlich steht es nur stellvertretend für jenen Prozess, mit dem wir Tag für Tag unsere Realität neu schaffen.

    Es ist egal, wo wir beginnen, die Frage nach der Entstehung der Realität zu stelllen, ob in den Forschungslabors der Quantenphysiker, in denen die scheinbar so festgefügte Realität zu einem wackeligen Gefüge von Wahrscheinlichkeiten wird, ob in den religiösen Schriften, wo der Glaube Wunder bewirkt, oder bei den Esoteriken, die über alle Phänomene und Glaubensrichtungen hinweg ihre Erklärungsmodelle anbieten, die Erkenntnis, dass wir selbst es sind, die wir unsere Realität "irgendwie" bestimmen, drängt sich von allen Seiten auf.

    Und dem folgt die Frage nach dem "WARUM" und nach dem "WIE".

    Das beste Buch, das ich zu dieser Thematik je gelesen habe, heißt:

    Die Entstehung der Realität.

    Geschrieben hat es Jörg Starkmuth. Jörg Starkmuth, Jahrgang 1966, ist Diplom-Ingenieur für Nachrichtentechnik und arbeitet als freiberuflicher Übersetzer, Lektor und Autor in Bonn. Seit seiner Jugend ist er an den tieferen Geheimnissen der Welt und des Lebens interessiert und befasste sich mit Naturwissenschaften, Grenzwissenschaften, Psychologie und Spiritualität.

    Das Buch "Die Entstehung der Realität – Wie das Bewusstsein die Welt erschafft" stellt ein Weltbild vor, das die Grundlagen der modernen Physik – Relativitätstheorie und Quantenmechanik – mit Erkenntnissen der Realitäts- und Glücksforschung und mit spirituellen Erfahrungen zu einem schlüssigen Gesamtkonzept verbindet.

    Die Grundthese: Es gibt keine objektive Wirklichkeit "außerhalb" von uns – wir selbst erschaffen unsere (physische und psychische) Realität, indem wir sie aus einem unbegrenzten, multidimensionalen Raum von Möglichkeiten auswählen. Jeder einzelne Mensch hat damit einen weitaus größeren Einfluss auf das, was ihm "widerfährt", als wir normalerweise glauben. Einen blinden Zufall gibt es nicht – alles, was wir wahrnehmen und erleben, ist ein unmittelbares Produkt unseres Bewusstseins.

    Wir haben beschlossen, uns an der Verbreitung von Starkmuths Ideen zu beteiligen und bieten sein Buch über unseren OnlineShop mit an.

    EWK-Verlag


    6. Mai 2013

    12.00 Uhr Sinn: Horrorszenarien sind übertrieben

    Nun hat es endlich auch Hans-Werner Sinn gesagt: Deutschland geht auch ohne Euro - und Griechenland sollte endlich raus aus dem Euro.

    Jetzt frage ich mich, wie lange es noch dauern wird, bis diese Erkenntnis, die ich seit Jahren zu verbreiten versuche, auch beim Polit-Duo "Angie und Wolferl - Die Alternativlosen" ankommt.

     


    Das Bild vom Sonntag

    ist im Original meistens sehr viel schöner und detailreicher als die komprimierte Version, die hier auf der Website online gestellt werden kann.

     

    Dies ist z.B. ein Ausschnitt aus "Julies Bild vom Sonntag" vom 5. Mai.

    Das komplette Bild in dieser Auflösung (3264x2448 px) steht nun bis zum nächsten Sonntag im EWKshop zum Download zur Verfügung. (hier)

    Danach werden jede Woche die neuen, aktuellen Bilder vom Sonntag bereitgestellt.

    Gegen eine einmalige Gebühr von 4,95 € (incl. 19% MwSt.) erwerben Sie mit dem Herunterladen der Bilddatei das nicht ausschließliche Recht zur zeitlich und räumlich unbegrenzten, nicht-kommerzliellen Nutzung dieses Images.


    Neuerscheinung

    Uwe Brosch

    SOS - Buddelschiffkobolde über Bord

     

    Nach "Bodo - der Buddelschiffpirat" hat Uwe Brosch nun die neuen Abenteuer der Buddelschiffkobolde Conny und Bodo aufgeschrieben.

    Ines Rarisch hat die Illustrationen dazu geliefert.

     

    mehr?

     


    5. Mai 2013

    Julies Bild vom Sonntag

     

    Wolfgangs Bild vom Sonntag


    3. Mai 2013

    08.45 Uhr Zeitlos 

    Zeitlos ist etwas anderes als keine Zeit zu haben.

    Und keine Zeit haben, das geht gar nicht. Ich jedenfalls habe die Zeit, die ich habe, in den letzten Tagen sehr intensiv genutzt, nur eben nur in ganz geringem Umfang für politische Kommentare. Es ist auch kein Paukenschlag entstanden.

    Es gab einen Ansatz:

    Fraktale Wahnsinns-Spirale

    Die Europäische Union ist nicht nur der Euro. Sie ist auch sonst von Übel.

    Die Brüsseler Bürokratensuperhirne zerschlagen zielstrebig eine komplette Branche des europäischen Binnenmarktes.

    Diesmal sind es die Biosprit-Erzeuger, die dran glauben sollen.

    Die EU fördert nämlich jene Palmöl-Produzenten in Asien und Südamerika, die hemmungslos abholzen und Raubbau an den Waldbeständen treiben, indem sie den heimischen Rapsbauern die rechnerischen Kosten für deren Umweltsünden aufbürdet.

    Das ist verrückt, passt aber in die verquere Logik von Leuten, denen die Folgen ihres Handelns scheißegal sind, so lange nur die Motive edel, lauter und gut sind - und der herrschenden Think-Tank-Quatsch-Mode entsprechen.

    Darüber, so meinte ich gestern, sollte ich heute einen ganzen langen Paukenschlag schreiben. Doch heute meine ich, es reicht auch ein Link auf den Artikel, der mir selbst ins Auge gefallen war: http://www.welt.de/wirtschaft/article115763864/Deutsche-Biosprit-Branche-droht-zu-kollabieren.html

    Nun mag ich den Faden doch lieber von der anderen Seite her aufrollen.

    Ein Gedanke aus einem Manuskript, das heute auf meinem Schreibtisch landete, hat mich inspiriert.

    Das Manuskript stammt von Theo Trauernacht. Er schreibt in einem Absatz über das Kräftepaar von Freihheit und Ordnung und kommt dabei auf das Bild des

    "freien Fuchses unter freien Hühnern im freien Hühnerstall".

    Abgesehen davon,dass freie Hühner es vorziehen würden, irgendwo unter dichtbelaubten Büschen am Waldrand nach Würmern zu suchen, statt im Hühnerstall tagtäglich die gleiche Körnermischung zu picken, und dass freie Hühner dem freien Fuchs in der Freiheit des Waldes durch einen kurzen Aus-Flug auf ihre hochgelegenen Schlaf-Äste ausweichen könnten, drängt sich bei der Betrachtung dieses Bildes die Frage auf, ob die Forderung nach Freiheit und Gleichheit für alle Menschen überhaupt einen Sinn macht, solange die Hühner nicht in der Lage sind, Füchse zu reißen - und die Füchse keine Flügel haben.

    Die Idee, alle Menschen seien gleich, ist eine schöne Idee.

    Und so lange diese "Gleichheit" mit flammenden Reden, Appellen, Demonstrationen und hin und wieder auch mittelschweren Sachbeschädigungen eingefordert wird, um Diskriminierungen wegen des Geschlechts, der Hautfarbe oder der Religion anzuprangern und abzustellen, so lange derartige (Verzeihung!) "Plattheiten" in den Verfassungen vornean stehen, so lange werden die Hühner zufrieden sein, wenn der Fuchs sich abwechselnd weiße und braune Hennen so nimmt, wie sie ihm gackernd vor das Maul rennen.

    Die schlimmste Ungleichheit ist die Ungleichheit der Vermögen. Die Freiheit des Armen ist nichts, im Vergleich zur Freiheit des Reichen.

    Und deswegen dürfen irgendwelche Eurokraten die deutsche Biosprit-Wirtschaft kaputtmachen, weil die Interessen ihrer vermögenden Gönner dies so erfordern.

    Die Freiheit der Henne, vor dem Gefressen-Werden noch ängstlich zu gackern oder wahlweise wild mit den Flügeln zu schlagen, oder beides zusammen zu tun, ist eben nicht die Freiheit, dem Gefressen-Werden auszuweichen. Nicht unter freien Füchsen in freien Hühnerställen.

     

    Ja, daraus hätte der gestrige Paukenschlag werden können.

    Doch dann war meine Zeit wieder anders verplant - und jetzt bin ich auch schon wieder auf dem Sprung.

    Schönes Wochenende!

    Egon W. Kreutzer

     


    Erster 5. 2013

    12.45 Uhr Tag der A R B E I T

    Denken Sie sich dabei, was Sie wollen, aber denken Sie sich was dabei.

    Maibaumaufstellen, Maibocktrinken, Maimaidanmachen, Maikäferfllieg ...

     

    Was soll's.

    Gibt's noch Gewerkschaft?
    Gibt's noch SPD?

    Geht sowieso keiner hin, wenn diese Langweiler ihre verstaubten Reden von vor 100 Jahren wieder vorlesen.


    30. April 2013

    21.00 Uhr Weitersagen:

    Der Bayerische Rundfunk hat Nicole Eick nach München eingeladen, um am Samstag dieser Woche in der Hörfunksendung der Reihe "Notizbuch" im Gespräch mit
    H. Hilgers, dem Vorsitzenden des Deutschen Kinderschutzbundes und der Redaktionsleiterin, Frau Giel, über ihre Erfahrungen aus der Praxis der Sozialarbeit zu berichten.

    Aufmerksam geworden ist der BR auf Frau Eick über ihr beeindruckende Buch, das sie im EWK-Verlag veröffentlicht hat. Auch darüber wird in der Sendung gesprochen werden.

    Sollten Sie also am Samstagvormittag Zeit haben, dann hören Sie doch mal rein. Ist auch im Internet als Livestream zu empfangen.
    (BR 2, 10.00 bis 11.00 Uhr)

    Und sollten Sie den Tag schon verplant haben und die Sendung versäumen, auch kein Problem, das Buch ist noch vorrätig.

     

     

     

     

     

     

     

    Nicole Eick, "ABFALL"

    ISBN 978-3-938175-78-1
    geb. Ladenpreis 24,80 Euro

    mehr ...

     

     

     

    14.00 Uhr Die Angst vor der Wiederkehr der Deutschen Mark

    Die Prognos AG in Basel, die sich in der schwierigen Kunst übt, Prognosen für die Zukunft zu erstellen, ist im Mehrheitsbesitz der deutschen Holtzbrinck Gruppe. Die Holtzbrincks machen Meinung. Wie Wikipedia zu berichten weiß, machten sie das auch schon 1933 bis 1945, unter anderem mit den Zeitschriften der Deutschen Arbeitsfront "Schönheit der Arbeit" und "Freude und Arbeit".

    Wenn also die Prognos AG, Basel, für die Bertelsmann Stiftung eine Prognose erstellt, dann ist anzunehmen, dass die Bertelsmänner jemanden suchten, der ihre Meinung wissenschaftlich untermauert und haben sich dabei in freundschaftlicher Verbundenheit der Holtzbrincks bedient.

    Das vorab.

    Ergebnis einer jüngst veröffentlichten, von der Bertelsmann Stiftung bei Prognos in Auftrag gegebenen Studie sieht so aus, dass die Wiedereinführung der DM in Deutschland uns alle teuer zu stehen käme.

    200.000 Arbeitsplätze gingen verloren, 1,2 Billionen Euro "Gewinn" (für wen ?) würden entfallen und je Einwohner würde das jährliche Einkommen um 1.100 Euro niedriger ausfallen.
    (Das alles allerdings erst 2025, bzw. in Summe bis 2025, doch das gibt halt schöne große Zahlen ...)

    Das sei aber nur eine Modellrechnung, in Wirklichkeit käme es nämlich noch schlimmer: Zusammenbruch der Währungsunion und Weltwirtschaftskrise!

    Ich mag nicht den geringsten Zweifel daran anmelden, dass diese Prognose mit hochwissenschaftlichen Methoden hergestellt wurde, dass Großrechner mehrer CPU-Minuten dafür verbraucht haben, aus gegenwärtigen Fakten und den von den Forschern vorgegebenen Annahmen so lange zu rattern, bis das nun vorliegende Ergebnis ermittelt war.

    Ich hege jedoch erhebliche Zweifel daran, ob die in die Berechnungen eingeflossenen Annahmen auch nur annähernd mit dem übereinstimmen, was die Zukunft für ein Deutschland mit DM statt Euro bringen würde.

    Ich hege noch mehr Zweifel daran, dass ein Zusammenbruch des Euro-Systems zwingend zu einer Weltwirtschaftskrise führen muss. Wir stehen mit dem Euro und dem Dollar und dem Yen vor dem Zusammenbruch des Weltfinanzsystems.

    Die Ursachen dafür liegen in der Fehlkonstruktion des Geldes - und vor allem darin, dass die Geldversorgung der Volkswirtschaften keine hoheitliche Aufgabe ist, sondern privaten, gewinnorientierten Unternehmen überlassen wurde.

    Daran würde allerdings eine einfache Rückkehr zur DM wenig ändern, außer, dass uns die Kosten des Zusammenbruchs weniger hart treffen würden, weil all die Lasten, die uns von den übrigen Euro-Staaten bereits aufgelastet wurden und noch aufgelastet werden werden, um so geringer ausfielen, je früher die DM wieder gesetzliches Zahlungsmittel in Deutschland wäre.

    Doch wenn mit der Rückkehr zur DM auch eine radikale Reform des Geld- und Finanzwesens einherginge, würde uns der Zusammenbruch von Wall Street und City of London weit weniger hart treffen.

    Mitte letzten Jahres habe ich mich, unentgeltlich und ohne Großrechnerkapazitäten zu nutzen, daran gewagt, die Zukunft Europas unter unterschiedlichen Euro-Ausstiegs-Szenarien zu prognostizieren.

    Hier, zur Erinnerung, noch einmal der Link zum Paukenschlag

     

    Hilfreich zum Verständnis der Misere sind zwei Bücher aus dem EWK-Verlag:

    - Falschgeld - Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit (Samirah Kenawi)
    - Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre Band III, Über das Geld (Egon W. Kreutzer)

    beide HIER zu finden.

     

     

     

    29. April 2013


    28. April 2013
    27. Aprile 2013
    26. April 2013

    25. April 2013

    11.00 Uhr Böse Falle - deutsche Islamisten im Kampf gegen Assad

    Dr. Hans-Peter Friedrich, Innenminister der Bundesrepublik Deutschland, steckt in der argumentativen Zwickmühle.

    Da sitzt in Syrien ein Herr Assad, den die westliche Wertegemeinschaft - aus allerlei nicht nachvollziehbaren Erwägungen heraus - gerne los wäre.

    Und dann ...

    Und dann muss der deutsche Innenminister, Dr. Hans-Peter Friedrich zugeben, dass es sich bei den Rebellen in Syrien um Terroristen handelt.

    Wie er versucht, diese böse Falle argumentativ zu umschiffen, und was mir dazu sonst noch eingefallen ist, lesen Sie hier:

     


    24. April 2013

    09.00 Uhr Schikane oder Arbeitgeberrecht 

    Dass eine Arbeitsvermittlerin einen eigenen Blog betreibt und dabei nicht nur Kritik an wesentlichen Teilen ihrer Beschäftigungsgrundlage (Hartz IV) übt, sondern auch noch Tipps für Arbeitssuchende ins Netz stellt, die möglicherweise als Betriebsgeheimnisse unter die Verschwiegenheitsklausel im Arbeitsvertrag fallen, kann einen Personalchef schon verärgern.

    Wo kämen wir denn da hin? "Zivile" Mitarbeiter der katholischen Kirche müssen schon gehen, wenn sie nicht ganz auf der Linie katholischer Moralvorstellungen liegen ...

    Dass das JobCenter Hamburg die Mitarbeiterin Inge Hannemann nun vom Dienst freigestellt und des JobCenters verwiesen hat, ist also unter rein arbeitsrechtlichen Gesichtspunkten sicherlich zu vertreten. Da wird Frau Hannemann auch vor dem Arbeitsgericht schlechte Karten haben.

    Dennoch können wir über diesem Fall nicht einfach die Akten schließen.

    Der Hartz-IV-Dschungel, ein undurchdringliches Gesetzesgestrüpp, mit dem die Umwandlung Deutschlands in ein Niedriglohnland mit Macht vorangetrieben wird, hat sich fraglos zu einem Zwangs- und Saktionierungs-Instrument entwickelt, in dem die Unwissenheit der Betroffenen und die verwirrende Vielfalt und Widersprüchlichkeit der Regelungen anscheinend gewollt ist, um die Ziele der Arbeitsmarktreformen mit geringstmöglichem Widerstand durchsetzen zu können.
    Und den Beruf des Hartz-IV-Beraters gibt es nicht, obwohl der wichtiger und für die soziale Gerechtigkeit im Lande wohl dienlicher wäre als der Beruf des Steuerberaters. Verständlich -weil damit, auch für den qualifiziertesten Arbeitsrechtler, nichts zu verdienen wäre.

    Wer hier helfen will, muss das unentgeltlich tun. Wie z.B. Harald Thome, der mit seinem kostenlosen Newsletter schon viele gute und nützliche Informationen verbreitet hat.

     

    Das CHAOS JobCenter oder ARGE lernen nur diejenigen kennen, die als "Kunden" vorgeladen und für das geringste Versäumnis mit Sanktionen überzogen werden.

    Ansonsten bleiben die Vorgänge in den ehemaligen Arbeitsämtern so geheim, wie die Zustände in kirchlichen Internaten, wo es auch immer erst nach Ablauf der Verjährungsfristen zu zaghaften Aufklärungsversuchen kommt, während man sich, im akuten Fall, auch in Kenntnis eklatanten Fehlverhaltens, hinter der Fassade von Nächstenliebe und Heilsversprechen verborgen hält.

    Die Petition zu Gunsten von Frau Hannemann, unten verlinkt, wird voraussichtlich ohne Folgen bleiben. Dennoch sollten sich möglichst viele dieser Petition anschließen, um den Verantwortlichen zu zeigen, dass es mündige Bürger gibt, die undemokratische Zustände und Verhaltensweisen kritisieren.

    Noch sehr viel mehr allerdings sollten sich diejenigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsverwaltung zu Wort melden, die ihren Job nicht als Spielwiese zum Ausleben sadistischer Neigungen verstehen, sondern zwischen Gesetzen, Vorschriften, Anweisungen und Zielvereinbarungen einerseits - und der blanken Not derjenigen Menschen, die sie damit traktieren müssen, psychisch und physisch aufgerieben werden.

    Isabel Horstmann, Germanistin mit Doktortitel, die aus der Arbeitslosigkeit heraus zur Bewerbungstrainerin gemacht wurde, hat diesen Schritt gewagt, sich offen gegen die für sie unerträglichen Zustände gestellt und ihre Erlebnisse und ihre Schlussfolgerungen als Buch veröffentlicht.


    23. April 2013

    15.10 Uhr Rezension zu GLOCALIS, Interview mit dem Autor Karl Waldecker

    GLOCALIS, die Vision einer besseren Welt, als 550-Seiten-Buch im EWK-Verlag erschienen, zieht Kreise.

    Michael Poost, der Betreiber der Website aristo-blog, gehört zu den ersten Rezensenten - und er hat bei diesem Buch keine Mühe gescheut.

    Erst hat er aus dem Lesen und Mitdenken heraus eine recht umfangreiche Rezension geschrieben,

    dann hat er zudem ein Interview von mehr als einer Stunde Dauer mit dem Autor geführt, und dieses online gestellt.

    Als Verleger freue ich mich natürlich sehr über dieses Interesse und möchte auch Ihnen die Gelegenheit geben, Rezension und Interview kennen zu lernen.


    12.05 Uhr Fünf nach zwölf für Ulli Hoeneß 

    Es passt gut in die Zeit.

    Wenn auf Zypern die Kontenstände per EU-Beschluss radikal reduziert werden, wenn dies auch allen anderen Bürger der Euro-Zone droht, dann braucht es ein Zeichen, dass es nicht immer nur die Kleinen trifft, sondern auch mal einen Prominenten.

    Dass die Wahl für das zu statuierende Exempel auf den Bayern-Präsidenten gefallen ist, ist vermutlich auch kein Zufall. Irgendjemandem wird er schon so lästig geworden sein, dass er sich seinen Platz auf der Abschussliste verdient hat.

    So wie weiland Zumwinkel oder Papa Graf, die sich einfach auch nicht an die Spielregeln halten wollten.

    Es ist nicht Mitleid, dass mich beschleicht, wenn ein Steuersünder erwischt und vorgeführt wird, es ist ein Gefühl der Übelkeit, das daher rührt, dass man uns einen Einzelfall vorführt,

    noch dazu einen, der mit sehr viel Emotionen unterschiedlichster Art verknüpft ist, weil da eben ein ebenso abgöttisch geliebter wie abgrundtief gehasser Ballspielverein mit vorgeführt wird,

    und glaubt, damit sei die Volksseele wieder einmal beruhigt und vom Walten der Gerechtigkeit überzeugt.

    Unsere gesamte Steuersystematik begünstigt hohe und höchste Einkommen sowie hohe und höchste Vermögen.

    Den Löwenanteil der Staatseinnahmen holt sich der Fiskus aus den Verbrauchssteuern - und den Löwenanteil der Verbrauchssteuern zahlen die "kleine Frau" und der "kleine Mann".

    Jeder Harz-IV-Empfänger zahlt - in Relation zum Einkommen - kräftiger an der Mehrwertsteuer mit als ein DAX-Vorstand.

    Und jede Senkung des Einkommensteuertarifs wirkt sich bei denen mit den höchsten Einkommen stärker aus als bei jenen, die man angeblich vorrangig entlasten will.

    Vermögenssteuer wird nicht mehr erhoben. Das ist zu kompliziert.
    Einkommen aus Kapitalvermögen unterliegen einer Pauschalbesteuerung zum besonders günstigen Steuersatz.

    Das Großkapital schreibt seine Gewinne da, wo die niedrigsten Steuern fällig werden, und Doppelbesteuerungsabkommen gewähren Sicherheit vor dem Zugriff des deutschen Fiskus.

    Dies alles sind Gesetze, die von unseren Volksvertretern zum Wohle der Reichen erlassen wurden. Dass es zugleich Gesetze zum Schaden der weniger Betuchten sind, weil die Staatsfinanzierung eben immer mehr auf die schwächeren Schultern verlagert wird, bzw. staatliche Leistungen, die den Schwächeren zugute kamen, aus Geldmangel gestrichen werden, das fällt weit weniger auf.

    Das geplante Steuerabkommen mit der Schweiz, war und ist ein Witz. Und nun erzählt man uns, Hoeneß hatte mehr bezahlen müssen, wenn dieses Abkommen, dass von der Opposition zu Fall gebracht wurde, in Kraft getreten wäre?

    Ein vordergründiges Lügengespinst.

    Dieses Abkommen hätte Anonymität garantiert.

    Die Steuerhinterziehung zu dem Zeitpunkt, als das Vermögen in die Schweiz transferiert wurde, wäre nie ans Licht gekommen. Es soll doch niemand glauben, dass es sich bei den geheimen Schweizer Konten ausschließlich um Geld handelt, das irgendwann als Einkommen versteuert wurde, dass also nur die zwischenzeitlich gutgeschriebenen Zinsen nicht versteuert wurden. Dann hätte der Fiskus ja Kenntnis gehabt.

    Und so wie der Fiskus bei Otto Normalbürger schon mal nachfragt, was denn aus dem Verkaufserlös der Eigentumswohnung geworden ist, wenn im Folgejahr keine Kapitalerträge in der Steuererklärung auftauchen, so hätte der Fiskus auch nachfragen können, was denn aus den versteuerten Einkünften in Millionenhöhe geworden ist.

    Ein Staat, in dem die Sorge um die Kapitalflucht größer ist als die Sorge um die Erziehung und Bildung der Kinder, ein Staat, der Investoren mit großzügigen Subventionen anlockt und die dann von den Mehrwertsteuerzahlern wieder einsammelt, weil die Investoren schon wissen, wie sie ihre Gewinne ganz legal an der Steuer vorbei einfahren, ist, was seine Aussagen zur Steuergerechtigkeit angeht, schlicht unglaubwürdig.

    Und da hilft es auch nichts, einen Wurstwarenfabrikanten und Fußballclubpräsidenten als Zeichen des ernsthaften Willens, daran etwas zu ändern, dem Publikum zum Fraß vorzuwerfen.

    Die Hebel und Stellschrauben, die wirklich zu mehr Steuergerechtigkeit führen würden, sind von einer dicken Staubschicht bedeckt. Da greift so schnell keiner hin.

    Die Frage, warum das so ist, ist auch leicht zu beantworten.
    Versuchen Sie es mal.

    Mail an ewk@egon-w-kreutzer.de

     Sehr geehrter Her Kreutzer,

    das Ablenkungsmanöver „Uli Hoeneß“ ist doch schon jetzt gelungen.

    Wer nimmt noch Notiz vom G20-Gipfel bei dem Herrn Schäuble der Wind gehörig entgegen blies? Auch die für die CDU / FDP etwas ungelegene Medienpräsenz der (unsäglichen) AfD konnte etwas unterdrückt werden.
    Dann der ‚Rechenfehler‘ der Starökonomen Reinhart/Rogoff zum Verhältnis Staatsverschuldung zum BIP. Für alle die diese Vorgabe ernsthaft geglaubt haben muss doch eine Welt zusammen gebrochen sein, aber was war in den Medien zu hören/ lesen?

    So gut wie nichts, man hätte ja

    1. Zugeben müssen das man sich geirrt hat
    2. Seine Meinung revidieren müssen
    3. Die seit nun etlichen Jahren verfolgte (falsche) Wirtschaftspolitik revidieren müssen

    Dann also lieber weiter wie bisher, frei nach dem Buch von Carol Tavris / Elliot Aronson „Ich habe recht, auch wenn ich mich irre“.

    Einen schönen Tag noch

    Und beste Grüße
    Manfred Brand



    22. April 2013

    10.30 Uhr Freie Wähler

    Während Neocon Lucke mit seiner Alternative für Deutschland für medialen Wirbel sorgt, bleibt eine andere Partei, die sich nun ebenfalls um den Einzug in den Deutschen Bundestag bewirbt, weitgehend unbeachtet. Schade eigentlich!



    Kaum jemand kennt Christian Hanika, den jungen Spitzenkandidaten der Freien Wähler, der auf Listenplatz 1 antritt, um dort jene bajuwarischen Eigenschaften zu vertreten, die von der Staatspartei CSU weniger deutlich in den Vordergrund gestellt werden.

    Hanika war gestern Abend in Elsendorf, genauer gesagt im Ortsteil Ratzenhofen, wo die Freien Wähler Elsendorf ihre Jahreshauptversammlung hatten. Als Elsendorfer Neubürger hatten sie mich eingeladen, dort als Gast
    einen Einblick ins Innenleben ihrer Partei zu gewinnen - einer Partei, die sich immer noch ganz überwiegend als eine - im besten Sinne - basisdemokratische Kraft versteht, die ihre Kernkompetenz im kommunalen Bereich hat und da, wo die Bürgermeister aus ihren Reihen kommen, bei allen Projekten in einem bemerkenswerten Maße echte Bürgerbeteiligung ermöglicht, ja geradezu einfordert. Anders ausgedrückt: Es entsteht der Eindruck, dass es den Freien Wählern weit mehr um Sachthemen geht als um Machtgewinn oder Machterhalt, was auch dadurch zum Ausdruck kommt, dass den Freien Wählern der Begriff "Fraktionszwang" fremd ist. Ein schöner Pragmatismus, der es zulässt, dass alle guten Ideen umgesetzt werden können - ganz egal, wer sie in die Diskussion eingebracht hat.

    Das hat sich in Bayern herumgesprochen. Hier, im Landkreis Kelheim, stammen daher inzwischen 10 von 24 Bürgermeistern aus den Reihen der Freien Wähler ...

    Bundespolitisch haben sich die Freien Wähler einen wichtigen Schwerpunkt gesetzt: Sie wollen Europa vorwärtsbringen. Als ein Europa der Nationen und der regionalen Eigenständigkeit - und sie sehen im Euro, so wie er gestaltet ist, und in der Euro-Rettungspolitik, die den betroffenen Schuldenstaaten per Spardiktat die Luft abdreht, während wir - entgegen den Maastricht-Verträgen - dafür in die Haftung genommen werden, eines der Haupthindernisse für eine wahre europäische Einigung.
    Also: Wenn ich am 22. September nur zwischen dem Euro-Gegner Lucke und dem Euro-Gegner Hanika zu wählen hätte, dann fiele meine Wahlentscheidung ganz klar auf die Freien Wähler.


    21. April 2013

    Julies Bild vom Sonntag

    .

    Wolfgangs Bild vom Sonntag

    20. April 2013

    15.00 Uhr Was so alles passiert ist

    Es war viel los, diese Woche. Doch es gab drei unglaublich wichtige Ereignisse, hinter denen in der medialen Welt alles andere zurückzutreten hatte.

    Wir wissen also alles über die Nichteinführung der Frauenquote. Tagelange Berichterstattung über Peanuts-Thema hat drei wichtige Politikerinnen wieder mal in die öffentliche Erinnerung geholt. Es ist ja Wahlkampf.

    Wir wissen alles über den Kampf um drei Sitzplätze in einem Gerichtssaal in München, eine absolute Null-Meldung, aufgeblasen zur Tragödie. Welch ein Thema!

    Wir wissen alles über die siegreiche Saison des FC Bayern München - und ein bisschen was über die Steuerersparnis von Ulli Hoeneß. Tagelange begeisterte Sportberichterstattung hat wieder einmal bestätigt: Das Volk braucht nichts als Brot und Spiele.

    Und wenn nicht in den USA eine Düngemittelfabrik mit vielen Toten und Verletzten in die Luft geflogen wäre (Meldungen eher nebenbei) und außerdem in Boston drei Menschen infolge eines Sprengstoffanschlags gestorben wären (Medienbeherrschendes Thema) und Bundespräsident Gauck nicht fast von einer nicht explosiven Briefbombe zerrissen worden wäre (Trittbrettfahrerthema, mal einfach einen harmlosen Brief sprengen und großes TamTam drum machen) -

    dann hätten Frauenquote, NSU-Prozess und Bayern München hätten auch gereicht, um den Informationsauftrag des öffentlich rechtlichen Rundfunks zu erfüllen.

    Der mehrfach mißglückte Versuch der Italiener, wenigstens einen neuen Staatspräsidenten zu wählen, wenn schon keine Regierung zustande zu bringen ist, war kaum eine Meldung wert.

    Ein Erdbeben im Iran, ja da war was.

    Ein sehr schweres Erdbeben in China, über hundert Tote und fast 20.000 Vermisste? Nicht so wichtig. Es gibt ja genug Chinesen.

    Unsere EU-Sonder-Mitglieder in London klagen vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die Finanztransaktionssteuer. Zeugt von gutem europäischen Geist, denken sich die Banker zwischen Lissabon und Riga. Einer für alle. Der EuGH wird schon das Haar in der Suppe finden ...

    Der Dreamliner hat neue Batterien bekommen und darf wieder fliegen.

    In Venezuela hat schon wieder ein Linker die Präsidentschaft inne. Nee - das muss auch niemand wissen.

    Die Linke hat ihr Wahlprogramm vorgestellt. Nichts Neues: Die sind immer noch gegen den Krieg und gegen Waffenexporte und wollen die Reichen stärker besteuern und die Hartz-Gesetze zurückschrauben. Wen interessiert das schon?

    Deutsche Haushalte sind reicher und ärmer als die anderer EU-Länder. Ärmer sagt die EZB, reicher sagt Frau Merkel. Frau Merkel hat sich noch nie geirrt, die EZB irrt sich immer wieder - vor allem über die Wirksamkeit von Rettungsschirmen befindet sich die EZB im Dauerirrtum. Glauben wir also Frau Merkel, da sind wir a) auf der sicheren Seite, und b) fühlen wir uns auch besser. Und darum geht es ja, uns das gute Gefühl zu vermitteln, besser zu sei. Leider wurde auch dieser Merkelspruch von der Terrorpanik in den USA total verschüttet.

    OPEL wird in Bochum nun endgültig wieder einmal keine Autos mehr produzieren.
    Dafür bauen BMW, Audi und VW ein Werk nach dem anderen in China.

    Medizin-Forscher haben im Feinstaub und Lärm der Städte eine Ursache für Arterienverkalkung entdeckt, doch niemand weiß, wie man den Lärm und den Feinstaub oder die Menschen aus den Städten rausbringen könnte. Da helfen die von Himmelsforschern entdeckten, beiden, möglicherweise noch jungfräulichen, erdähnlichen Planeten auch nicht weiter, denn auch hier weiß niemand, wie man da hinkommen könnte.

    Und Schäuble will.
    Und zwar will er Bankkunden grundsätzlich für die Fehler (?) der Manager ihrer Banken mit in die Haftung nehmen. Gute Idee! Dann ruinieren wir Spekulanten künftig mal ganz gezielt eine Bank, schiebend die Gewinne selbstverständlich auf eine andere, und lassend den Schaden vom Rest der Bankkunden ersetzen. Und das machen wir dann so lange, wie andere noch Geld auf Banken liegen haben.

    An dieser Stelle breche ich die Aufzählung ab.

    Angefangen hab ich sie sowieso nur, weil mir die Worte NSU-Prozess, Frauenquote und FC Bayern in dieser Woche einen mittelschweren Brechreiz eingebracht haben.

    Danke, liebe Medien, für die umfassende Berichterstattung!

    Und für den Murks wollt ihr dann auch noch per Scheissdungsnutzrecht Lizenzgebühren haben?

    Nicht von mir:

    Hinweis zum Leistungsschutzrecht
    Diesem Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein könnten.

    Presseverlage, die in diesem Text eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich, mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren. Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung ersetzt.

    Abmahnungen ohne den vorherigen Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren.

     


    19. April 2013

    13.00 Uhr Politik im Spiegel

    Vor etwa einem Jahr drückte ich an dieser Stelle mein Bedauern darüber aus, dass der Blog "Mein Politikblog" nicht mehr weitergeführt wird.

    Julie Engel, die Betreiberin dieses Blogs, hatte sich damals entschieden, nur noch ihren ehrenamtlichen full-time-job als Chef-Admin von Net-News-Express wahrzunehmen und schweren Herzens die eigene Seite aufzugeben. Für beides zusammen reichte der 12- bis 14-Stunden-PC-Arbeitstag einfach nicht mehr aus.

    Seit ein paar Tagen ist alles wieder anders.

    Mit dem neuen Blog "Politik im Spiegel" ist Frau Engel nun wieder selbst im Web vertreten. Die Zahl der täglichen Einträge kommt zwar lange nicht an das heran, was NNE täglich so online stellt, doch die Einträge auf "Politik im Spiegel" sind dafür auch wieder von handverlesener Qualität. Wer die neue Seite besucht, muss nicht 200 Teaser zu nebensächlichen oder zweifelhaften Beiträgen lesen, um das Wichtige und Interessante herauszufiltern - er findet direkt zu den brandaktuellen Artikeln aus der Szene des kritischen Internet-Journalismus. Empfehlenswert!

    Noch etwas möchte ich Ihnen empfehlen, ein wichtiges, hochinteressantes Buch:
     
    Jörg Starkmuth, Die Entstehung der Realität
     
    Das Beste und Umfassendste, was ich je zum Thema "Bewusstsein und Wahrnehmung" gelesen habe. Der Autor spannt einen weiten Bogen zwischen allen Disziplinen, und bleibt dabei stets auch für den Laien verständlich.
     
    mehr ...
     

     


    18. April 2013

    12.00 Uhr Paukenschlag und mehr

    Prof. Lucke - eine Alternative für Deutschland?
    Das ist der Titel des heutigen PaD 17 /2013. Nachdem die Partei nun gegründet ist, habe ich eine vorläufige Einschätzung der AfD, ihrer Ziele und Chancen abgegeben.

    In diesem PaD gehe ich auch noch einmal auf der so genannten "Hamburger Appell" ein, zu dessen Initiatoren neben Straubhaar und Funke auch Lucke gehörte. Damals habe ich das so kommentiert:
    Weil die AfD zudem als eine Partei der Experten antritt, erinnerte ich mich auch an den PaD 9 /2007, in dem ich den Unterschied zwischen Ex- und Drecksperten aufgezeigt habe:
    Ja - und dann hab ich da noch ein "Schmankerl" für Sie:
    Kreutzer hören statt lesen.
     
    Vor ein paar Tagen führte Frank Meyer, n-tv Börsenexperte und Betreiber der Webseiten "Metallwoche" und "Bankhaus Rott&Meyer" ein Telefoninterview mit mir. Es ging eine halbe Stunde kreuz und quer durch alle aktuellen Themenbereiche, hier können Sie 'reinhören:

     


    17. April 2013

    11.30 Uhr Grundsatzfragen

    Ein sehr zutreffender Artikel aus der Online Ausgabe der Zeitschrift "Junge Welt" und die Frage eines Besuchers meiner Seiten ergänzen sich so schön, dass ich beides hier in einen Zusammenhang stellen möchte.

    Die Frage des Besuchers lautete (verkürzt): Stimmt es, dass die Banken Geld aus dem Nichts schaffen?

    Der Artikel der Jungen Welt (unten verlinkt, lesenswert!) beschäftigt sich mit der Euro- und Finanzkrise und speziell der Rolle der japanischen Zentralbank, die ja erklärtermaßen die Welt mit Yen fluten will.

    Die Grundsatzfrage, die hier von beiden berührt, aber nicht angesprochen wird, lautet:

    Warum ist Geldschöpfung durch ständige Ausweitung der Verschuldung eigentlich erforderlich?

    Wenn Banken Kredite vergeben, erhöht sich die im System verfügbare Liquidität.
    Wenn Bankkredite getilgt werden, geht dem System Liquidität wieder verloren. Es wird ja kein "materieller Wert" erzeugt, sondern lediglich ein "Zahlungsmittel" erzeugt, mit dem der Tausch von Waren und Leistungen entkoppelt wird.

    Der Kreditnehmer bezahlt einen Lieferanten mit Geld aus einem Kredit. Hat also dem Lieferanten gegenüber keine eigene Leistung erbracht, sondern nur gegenüber seiner Bank das Versprechen abgegeben, die erforderliche Leistung in den nächsten Monaten seinem Arbeitgeber gegenüber zu erbringen und daraus den Kredit zu tilgen.

    Dieser Vorgang ist abgeschlossen, wenn der Kredit getilgt ist. Die Liquidität ist damit wieder verschwunden.

    Dummerweise verschwindet Liquidität aber auch mit jedem Sparvorgang. Wer also mehr Gewinne einfährt, mehr Zinsen kassiert, mehr Gehalt erhält, als er selbst wieder konsumiert oder realwirtschaftlich investiert und Geld "anlegt", mindert die Liquidität, was dazu führt, dass nicht mehr alle Kredite aus der vorhandenen Geldmenge termingerecht getilgt werden können.

    Vermögensbildung in auf "Geld" lautenden Anlagen bringt also die Schuldner in Schwierigkeiten.

    Schwierigkeiten, die sich nur auflösen lassen, wenn zusätzliche Liquidität geschaffen, wenn also neue Kredite vergeben werden - oder wenn die Sparer ihr Erspartes wieder in die Realwirtschaft zurückgeben würden, also einkaufen oder spenden oder gleich Geld verschenken, was sie allerdings für gewöhnlich nicht oder nur in unzureichendem Maße tun.

    Also muss die Kreditvergabe ausgeweitet werden. Das Problem wird dadurch nicht gelöst, denn auch aus der neu geschaffenen Liquidität werden wieder Mittel in die Guthaben fließen ...

    Genau genommen ist das ein Schneeballsystem, in dem an der Basis (Bevölkerung, Realwirtschaft) immer gerade so viel Liquidität durch neue Kredite zugeführt wird, dass die Spitze (Anleger, Spekulanten) über ihre Saugnäpfe (Zinsen, Gewinne, Mieten und Pachten, Schutzrechte) weitere Ersparnisse bilden kann.

    Die Ausweitung der Kreditvergabe ist aber davon abhängig, dass die Banken gutgläubig darauf vertrauen, dass das wachsende Kreditvolumen auch mit den ebenfalls wachsenden Zins- und Tilgungsleistungen bedient werden kann.

    Das kann aber nicht gelingen, wenn die Wirtschaftsleistung auf ihrem bisherigen Niveau verharrt. Wo soll da noch das Geld für weitere Zinsen herkommen, wenn es sowieso schon nicht reicht.

    Also erzwingt das Geldsystem "Wirtschaftswachstum", ein Wachstum, das inzwischen unsinnige Ausmaße annimmt - und sich vor allem auch da austobt, wo die erzeugten Waren und Leistungen immer unsinniger werden - nämlich durch beschleunigte Produktlebenszyklen, eingebaute Schwachstellen und rasant wechselnde Moden - alles auf den Bereich der Bevölkerung gezielt, der noch einigermaßen wohlhabend ist, während die Bedürfnisse der wachsenden Zahl der Ärmeren nicht mehr als Möglichkeit zur Produktionsausweitung angesehen werden, weil sich an den Armen eben nichts verdienen lässt.

    Arbeitskraft, die reichlich vorhanden wäre, bleibt brach liegen, auch junge, gut ausgebildete Menschen werden in die Armut getrieben, weil es sich einfach nicht lohnt, sie wenigstens das produzieren zu lassen, was sie selbst brauchen.

    Und sich selbst organisieren, sich selbst versorgen, das können sie nicht weil ihnen niemand das Geld gibt, das sie für den Start bräuchten, denn sie sind nicht kreditwürdig (heißt: Man kann nichts an ihnen verdienen) und weil ihnen niemand den "Platz" zur Verfügung stellt, an dem sie wirtschaften könnten.

    Also vollzieht sich mit dem Wachstum der Wirtschaft das Wachstum der Vermögen, während die Bevölkerung immer tiefer in die Armut, ins Prekariat, in die Hoffnungs- und Aussichtslosigkeit getrieben wird.

    Das alles ist das Wirkungsprinzip eines Geldsystems, dessen Wachstumszwang auf einem endlichen Planeten an seine Grenzen gestoßen ist. Wie ein Krebsgeschwür, gegen das sich das Immunsystem nicht zur Wehr gesetzt hat, hat sich das falsch konzipierte und weitgehend unregulierte Kreditgeldwesen durch alle Kontinente gefressen.

    Nun stehen die parasitäre Krankheit und der Wirtskörper vor dem Zusammenbruch.

    Es wäre ein Leichtes, die Krankheit zu heilen. Nur diejenigen, die das vermöchten, nämlich die gewählten Politiker - nicht Kommissare oder Fed- bzw. EZB-Direktoren - erscheinen mir immer noch mehr als Teil des Problems, denn als Therapeuten.

    Wie die Lösung aussehen könnte? In der linken Spalte "Alles über das Geld" - "Das Wesen des Geldes Artikelübersicht" können Sie es nachlesen, oder gleich in "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre, speziell Band III und IV (EWK-Verlag)

    Hinweis zum Leistungsschutzrecht
    Diesem Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein könnten.

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    Abmahnungen ohne den vorherigen Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren.

     

     

    16. April 2013

    09.00 Uhr Feiger Drohnen-Anschlag in Pakistan

    Nahezu unbemerkt von der Weltöffentlichkeit starben am Sonntag im Nordwesten Pakistans mindestens vier Menschen bei einem heimtückischen Drohnenattentat. Weitere wurden, zum Teil schwer, verletzt.

    Von bisher noch unbekannten Tätern wurden mindestens drei Raketen auf ein Haus abgefeuert. Bei den Opfern handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um Zivilisten, ein eindeutiges Indiz für einen Terroranschlag.

    Fiktion:

    Der pakistanische Präsident Asif Ali Zardari verurteilte den Anschlag auf's Schärfste und kündigte an, die Täter erbarmungslos zu jagen und zu bestrafen.

    Er erinnerte daran, dass nach vorsichtigen Schätzungen in den letzten 10 Jahren mindestens 1.900 Pakistanis durch derartige Anschläge den Tod fanden, während andere Schätzungen von bis zu 3.000 Opfern ausgingen. Über die Zahl der Verletzten und Traumatisierten würden schon gar keine Aufzeichnungen mehr geführt.

    Zardari führte weiter aus, mit dieser Anzahl von Opfern sei die WTC-Marke an Todesopfern erreicht, von nun an werde Pakistan - nach dem Vorbild der USA unter George W. Bush - einen erbarmungslosen Kampf gegen den Terror und die Terroristen führen. Dabei könne auch der entschlossene Einsatz von Bodentruppen gegen die Stützpunkte der Terror-Organisation in den Nachbarländern nicht ausgeschlossen sein.

    Ende der Fiktion.

     

    Boston, 15. April 2013 - 3 Tote bei Bombenexplosionen

    Ein Krieg ist eine fürchterliche Sache. Im Krieg getötete Menschen sind bedauerliche Opfer. Ihren Angehörigen gehört mein tiefes Mitgefühl.

    Unabhängig davon, welcher Rasse sie angehören oder wessen Staates Bürger sie sind.

    Feige Angriffe aus dem Hinterhalt gehören jedoch inzwischen zum festen Bestandteil der Kriegsführung, auch Deutschland ist entschlossen, endlich mit bewaffneten Drohnen aufzurüsten, um seiner Verantwortung in der Weltgemeinschaft gerecht werden zu können.

    Wenn es also ein Krieg ist,

    • wenn er auch gegen "Unbekannt", also gegenüber jedem, der verdächtig scheint, erklärt wurde, und
    • wenn er von beiden Seiten mit der gleichen heimtückischen Taktik geführt wird,
    • wenn die Kombattanten der einen Seite am Computer sitzen und ihre tausende Kilometer entfernten Feinde fast lautlos, fast unsichtbar aus großer Höhe angreifen und unter Inkaufnahme von Kollateralschäden zu Gefallenen und Verwundeten machen,
    • während die Kombattanten der anderern Seite unerkannt in ziviler Verkleidung ihre Bomben installieren und sie dann per Handy fernzünden -
    wo ist da der Anlass für eine derart weinerlich-empörte Berichterstattung, wie sie gestern Abend begonnen hat und uns nun tage- wenn nicht gar wochenlang aus allen Medien entgegenknallen wird?

    Der krasse Gegensatz zu den Meldungen aus den Gebieten, in denen die USA ihren Drohnenkrieg führen, in denen man ziviel Opfer bestenfalls bedauert, jedoch als unvermeidich hinstellt, weil letztlich nur der "Erfolg" zählt, wieder einen der Anführer ohne eigene Verluste "erledigt" zu haben, ist kaum noch zu ertragen.


    15. April 2013

    09.30 Uhr Ode an das Vergessen (Chor der SPD-Wähler)

    Oh! Peer Steinbrück, Lichtgestalt
    aus dem Nichts bist du erschienen.
    Schenkst uns neu Zusammenhalt,
    willst dem deutschen Volke dienen.

    Über den "Ich-will-Kanzler-werden-Mann" kann nichts Ernsthaftes geschrieben werden.

    Die wenigen, die sich noch erinnern können, dass es vor wenigen Tagen schon einmal einen Peer Steinbrück in der SPD gab, erinnern sich auch an das Märchen vom Wolf und den sieben Geißlein - und da erübrigt sich jeder weitere Kommentar.

    Diejenigen aber, die über die Gnade des mikrominiaturisierten Kurzzeitgedächtnisses verfügen, formieren sich heute unter dem flammenden "Wir" und glauben felsenfest an das Gewinnen.

    Doch wenn die Stimmen ausgezählt sind, werden sie sich auch daran nicht mehr erinnern können.

    Wie gesagt, es erübrigt sich jeglicher Kommentar.

    Ich leg mich lieber in die Sonne.

    Hinweis zum Leistungsschutzrecht
    Diesem Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein könnten.

    Presseverlage, die in diesem Text eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich, mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren. Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung ersetzt.

    Abmahnungen ohne den vorherigen Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren.


    14. April 2013

     

    Julies Bild vom Sonntag

    Wolfgangs Bild vom Sonntag 

    13. April 2013

    19.30 Uhr Nach kurzer schwerer Krankheit im Datenbankhimmel gelandet 

    Der EWK-Verlag hat einige sehr umsatzschwache Tage hinter sich.

    Der in die Verlagsseite integrierte Online-Shop hat durch eine Verkettung mehrerer unglücklicher Umstände sein Leben ausgehaucht. Auch intensive Notfallmedizin konnte ihn nicht retten.

    Doch seit einer halben Stunde steht ein neuer Shop online.
    Was ich (wirklich) jahrelang vor mir hergeschoben habe, weil unter den "Shops von der Stange" keiner allen meinen Anforderungen entsprach, das habe ich nun im Hau-Ruck-Verfahren innerhalb von zwei Tagen und einer halben Nacht zuwege gebracht.

    Es gibt einen neuen Online-Shop.

    Mit Warenkorb (endlich!), mit Download-Möglichkeit für E-Books, mit PayPal als zusätzlichem Bezahlsystem und vielen weiteren schönen neuen Möglichkeiten.

    Die ausführlich Beschreibung der Titel ist noch unvollständig, doch das wird sich auch bald ändern.

    Neugierig?

    Es gibt zwei Wege, um dahin zu gelangen:

    Mir gefällt schon jetzt, was dort eingerichtet ist, und ich hoffe, auch Sie finden sich dort zurecht und kommen recht oft wieder.
     
    Mit den besten Wünschen für ein schönes, deutschlandweit frühlingshaftes Wochenende und meinen besten Grüßen
     
    Egon W. Kreutzer

     u u u p s ...

    die Beiträge vom 1. März bis zum 12. April sind im Nirwana verschwunden.

    Dafür kommen aber auch wieder neue.

     

    Sie sind wieder da!

    Da hat doch tatsächlich ein Besucher meiner Seiten alles bei sich abgespeichert, was verloren war und mir eine Kopie geschickt.

    Herzlichen Dank an Peter Döring!

     

    12. April 2013

    09.45 Uhr 820 Millionen
    820 Millionen Mal geschah es im letzten Jahr, dass ein in Deutschland praktizierender Arzt von einem Patienten besucht wurde. Pro Einwohner und Jahr 10 Arztbesuche!
    So krank kann man eigentlich gar nicht sein.
    Und da heißt es in den Überschriften, es sei weniger geworden. Deutlich weniger. 1995 seien es noch durchschnittlich 13 Arztbesuche gewesen ...
    Gut, es gibt die so genannten "Chroniker", Menschen, mit Krankheiten, bei denen regelmäßig mit Brief und Siegel festgestellt wird, ob sich die Krankheit nun verschlimmert oder verbessert hat, ob die Medikamentation beibehalten oder umgestellt werden muss.
    Wikipedia sagt, fast 20 % aller Menschen in Deutschland gelten als chronisch krank, und im nächsten Satz: 80 % leiden an chronischen Krankheiten und sterben zum Teil daran.
    Als typische chronische Krankheiten werden beispielhaft (in alphabetischer Reihenfolge) genannt:
    Alkoholismus, Arteriosklerose, Asthma, bösartige Tumoren, Colitis ulcerosa, COPD, Demenz, Diabetes mellitus, Epilepsie, Endometriose, Gicht, Hypertonie, Koronare Herzkrankheit, Leberzirrhose, Morbus Crohn, Multiple Sklerose, Parkinson, und Rheuma.
    Wenn die zweite Aussage, mit den 80 % chronisch Kranker stimmt, dann müssten im Prinzip alle über 20-jährigen bereits chronisch krank sein und an einer der vorgenannten Krankheiten leiden.
    So krank ist aber unter Menschen zwischen 20 und 50 Jahren kaum einer.
    Nun ist es nach meiner Erinnerung so, dass Ärzten für die Chroniker in ihrer Patientendatei ein zusätzliches Budget zur Verfügung gestellt wird.
    Ich habe in diesem Zusammenhang selbst erlebt, dass mich ein Hausarzt fragte (wegen durchaus noch normaler - von ihm aber bereits als bedrohliche Warnzeichen angesehener Zuckerwerte), ob er mich als Chroniker führen darf.
    Das habe ich selbstverständlich abgelehnt, und bin heute, zehn Jahre später, weder insulinabhängig, noch faulen mir die Beine ab, es gibt ja noch nicht einmal trockene Haut, ununterbrochenen Juckreiz und ein ständiges Durstgefühl.
    Hätte ich mich damals beeinflussen lassen, ich dürfte wahrscheinlich wegen dieser chronischen Krankheit mindestens 6 mal jährlich beim Arzt erscheinen, mir Blut abzapfen lassen, mir Laborergebnisse ansehen und mit Rezepten zur Apotheke laufen und in ständiger Angst vor einer weiteren Verschlechterung leben.
    Stattdessen gehe ich durchschnittlich jährlich vielleicht 0,5 mal zum Arzt. Fühle mich an 99 % aller Tage gesund und denke nicht daran, jedes "Zipperlein" zum Anlass zu nehmen, besorgt beim Arzt aufzutreten.
    Klar, mit dem Alter nehmen die Beschwerden zu, und ich kann mir vorstellen, dass die meisten Rentner gut daran tun, durchaus jeden Monat einmal einen Arzt aufzusuchen. Daraus könnten dann rund 250 Millionen Arztbesuche resultieren.
    Alle Übrigen, selbst wenn sie halbjährlich den Zahnarzt in den Zahntaschen herumstochern lassen und regelmäßig die anempfohlenen Vorsorgeuntersuchungen beim Hausarzt absolvieren, und vielleicht einmal jährlich tatsächlich behandlungsbedürftig krank sein sollten, dürften auf nicht mehr als 6 Arztbesuche pro Jahr kommen - und sollten sich ansonsten vollkommen gesund fühlen.
    Da kommen also nochmals 350 Millionen Arztbesuche (davon 300 Millionen ohne vorhandenen Anlass) zustande.
    Sind wir bei maximal 500 Millionen, und damit sollte es doch eigentlich gut sein.
    Doch was tut der Arzt, wenn er einen Verband gelegt oder einer Medikament verordnet hat? Er befiehlt: "Kommen Sie in einer Woche zum Nachschauen!"
    In den meisten Fällen ein völlig überflüssiger Gang. Wenn die Therapie keinen Erfolg zeigt, kommt der Patient von alleine wieder - und wenn er den Eindruck hat, dass alles besser wird - bzw. schon gut ist, dann würde er nicht auf die Idee kommen, sich noch einmal vorzustellen, hätte der Hausarzt nicht den Eindruck erweckt, von der Nachschau könne sein Leben abhängen ...

    Der beobachtete Rückgang hängt m.E. mit den dazu verbreiteten Argumenten (mehr rezeptfreie Medikamente, bessere Vorsorge, speziell beim Zahnarzt) nur geringfügig zusammen. Den Auschlag gibt wohl eher die rapide verschlechterte Situation auf dem Arbeitsmarkt, bei der sich jeder überlegt, wie viele Minuspunkte ihm jeder Arztbesuch, jeder krankheitsbedingte Fehltag, im geheimen Teil der Personalakte einbringen wird.
    Dass es dennoch immer noch so viele Arztbesuche sind, hängt meines Erachtens damit zusammen, dass das Vertrauen der Menschen darin, die Unterscheidung zwischen "noch gesund" oder "schon krank" für sich selbst zuverlässig treffen zu können, mehr und mehr schwindet.
    Und dafür sorgen nicht zuletzt die unendlich vielen Berichte über alle möglichen Krankheiten, deren Verläufe und Symptome, die vom kostenlosen Anzeigenblatt bis zur Premium-Illustrierten, vom kleinen regionalen Privatsender bis zu den großen öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ununterbrochen unters Volk gestreut werden.
    Und jeder dieser Berichte macht den leicht beeinflussbaren Gesunden Angst. Jeder dieser Berichte führt dazu, dass eine Vielzahl von Menschen an sich selbst nach Symptomen und ersten Anzeichen sucht, die meist so unspezifisch beschrieben sind, dass die Abklärung durch den Arzt, zu der allüberall geraten wird, auch in Anspruch genommen wird. Es kostet ja nichts. Wir sind ja krankenversichert - und haben ein Recht darauf.
    Und das ist bei den jungen Privatpatienten, die mit niedrigsten Lockbeiträgen (weil die Kasse weiß genau, dass - und wie lange sie gesund sein werden) die üppigsten Leistungen in Anspruch nehmen dürfen, eher noch ausgeprägter als bei den gesetzlich Versicherten, was natürlich deren Neid und Missgunst hervorruft und zum trotzigen Ausruf: Meine Kasse zahlt das auch!
    Nun ja. Dann kostet das Gesundheitswesen halt, was es kostet.
    Ist ja schließlich auch ein wichtiger Posten im Bruttosozialprodukt, der um so stabiler als Stütze des Wachstums angesehen werden kann, je mehr Chroniker erkannt, erfasst und zum regelmäßigen Arztbesuch veranlasst werden können.
    Ich finde, es ist eine Schande, bei Wikipedia lesen zu müssen, dass 80 % aller Deutschen an chronischen Krankheiten leiden, die - wie es heißt - nicht geheilt werden können.
    Eine Schande für den gesamten Medizinbetrieb, einschließlich der pharmazeutischen Industrie. Da fragt man sich schon: Was tun die eigentlich? Woran forschen und arbeiten die? Warum wird da nichts besser, wo doch die Medizin Jahr für Jahr so bedeutsame Fortschritte macht?
    Ein Glück, dass diese Zahl, wie immer sie zustande gekommen sein mag, nicht das wiedergibt, was ich in meinem persönlichen Umfeld wahrnehmen kann - sondern im Grunde nur in einem speziellen Aspekt erläutert, wofür unser aller Krankenkassenbeiträge verwendet werden.
    Hinweis zum Leistungsschutzrecht
    Diesem Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein könnten.
    Presseverlage, die in diesem Text eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich, mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren. Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung ersetzt.
    Abmahnungen ohne den vorherigen Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren.



    11. April 2013
    17.00 Uhr Entstehung und Wachstum großer Vermögen


    Der heutige Paukenschlag ist wieder einer der grundsätzlicheren Art. Aktuell bietet sich ja gerade nichts an - und dass die Bayern und die Borussia miteinander im Halbfinale stehen, das ist eher etwas für die Sportredaktion, und die hab ich schon
    vor vielen Jahren aufgelöst :-))
    Doch in einer Zeit, in der alles darum geht, mit vereinten Kräften die großen Vermögen zu retten, ist das Nachdenken darüber, wie sie entstehen, warum sie wachsen - und wohin es führt, wenn die Retterei so weitergeht, auch nicht uninteressant.
    " PaD 16 /2013 Entstehung und Wachstum großer Vermögen

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    10. April 2013
    10.30 Uhr Der Fluch der Eurobonds - George Soros' Empfehlungen


    Wenn einer der weltweit reichsten Spekulanten Ratschläge erteilt, dann sorgt er sich ernsthaft - vermutlich in erster Linie um das eigene Vermögen.
    Und wenn Soros sich um sein Vermögen sorgt, dann haben tausende von Großanlegern die gleiche Sorge, wenn sich tausende Großanleger Sorgen machen, dann ist auch in den Vorstandsetagen der Banken Alarmstimmung und wenn bei den Banken die Sirenen heulen, dann sollten auch die Finanzminister aus dem Schlaf gerissen werden und den sicheren Bunker aufsuchen, zu dem Soros den Weg weist.
    Klug hat er formuliert.
    Entweder Eurobonds, oder Deutschland muss raus aus dem Euro.
    Deutschland (ganz Deutschland - nein, nicht ganz Deutschland, ein kleines galliges Dorf an der Spree) leistet dagegen aber vehementen Widerstand. Alles, nur nicht raus aus dem Euro! Beim Teutates!
    Also kann Soros Rede nur als ultimative Aufforderung angesehen werden, endlich die europäischen Schulden absolut zu vergemeinschaften - die bereits bestehenden, und vor allem alle in Zukunft noch aufzunehmenden.
    Aus Sicht des Großanlegers und Spekulanten ist damit der Großteil des Vermögens gerettet, weil gesamt-europäisch - und damit in letzter Konsequenz vom deutschen Steuerzahler besichert.
    Der deutsche Steuerzahler wird damit den Gürtel noch drei Löcher enger schnallen dürfen, was den Fortgang der Privatisierung von Staatseigentum und den Eigentümerwechsel bereits privaten Eigentums begünstigt, so dass der Umtausch wertlosen Papiers in Sachwerte noch ein gutes Weilchen fortgesetzt werden kann.
    Und weil genau dies die aus dem Handeln ableitbare Strategie der EU ist, wird Soros Rede den Druck auf Merkel und Schäuble so weit erhöhen, dass die Zustimmung zu den Euro-Bonds vielleicht doch noch vor der Wahl zu hören sein wird - und das dem deutschen Michel als der Durchbruch verkauft wird, der uns allen goldene Zeiten beschert, wählen wir im Herbst nur wieder diese Regierung, weil Merkel, Schäuble und Rösler einfach gezeigt haben, dass sie es können.
    Was ich dazu weiter zu sagen habe, nämlich dass der Austritt eines starken Landes aus dem Euro besser wäre, als weiter zu retten, dass jedoch der Austritt eines oder mehrerer schwacher Länder insgesamt noch günstiger wäre und dass auch die komplette Auflösung des Euro-Systems keinesfalls auf direktem Wege in die Katastrophe führen würde (gilt alles für die betroffenen Volkswirtschaften, nicht jedoch für die Spekulanten), steht seit Mitte letzten Jahres online im Paukenschlag am Donnerstag No. 25 /2012
    " Stich in die Euro-Rettungsblase

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    9. April 2013
    10.15 Uhr Endlagersuchgesetz


    1962
    Die Welt steht unmittelbar vor dem dritten Weltkrieg.
    John F. Kennedy gewinnt den nervenzerfetzenden Poker um die auf Kuba stationierten Rakenten. Die UdSSR zieht endlich die Waffen wieder ab. Schwein gehabt.
    Im gleichen Jahr geht in Deutschland das erste kommerzielle Kernkraftwerk in Betrieb.
    Das alles ist jetzt 51 Jahre her.
    Vor ungefähr 35 Jahren kam der Gedanke auf, dass es nicht schlecht sei, eine Lösung für den Verbleib des radioaktiven Mülls zu finden, der in immer stattlicheren Mengen aus den Reaktoren geholt wurde. Es begann die Suche nach einem Endlager.
    Offenbar handelte es sich dabei um gesetzlose Suche, denn nun sollen wir - als hätten wir darauf gewartet - statt eines sicheren Endlagers erst mal ein Endlagersuchgesetz bekommen. Und eine Kommission dazu. Keine richtige Kommisson, mit Vollmachten und Entscheidungsbefugnissen, sondern eine Enquete-Kommission. Experten, die wieder einmal versuchen dürfen, die Situation zu analysieren.
    Zu erwarten sind auch hier wieder nur Studien und Szenarien, wie man es machen könnte, wenn man es richtig machen wollte, und wie man es auch machen könnte, wenn man es anders machen will - was es kostet, wenn man es so gut wie möglich macht und wieviel billiger es kommt, wenn man es nur so gut macht, wie es nach menschlichem Ermessen ausreichend sein könnte. Und zu alledem kommt dann wahrscheinlich der Ausweis von mehreren suboptimalen Standorten, weil ein optimaler vermutlich weder in Deutschland noch sonstwo auf der Welt existiert.
    Am Ende trägt die Enquete-Kommission ihren Bericht vor, und wenn sie ganz mutig ist, gibt sie vielleicht sogar noch eine eindeutige Empfehlung ab.
    Anschließend erheben sich warnende Stimmen, die eine Explosion der Strompreise verkünden, während die Bürger der betroffenen Regionen sich an Schienen ketten und mit Sitzblockaden die geologischen Explorationen behindern.
    ... und vielleicht kommt es dann 2050, wieder mal zu einem neuen Gesetz, nämlich dem Endlagersuchgesetzaufhebungsgesetz.
    Wofür haben wir eigentlich seit 1959 (!) ein "Gesetz zur friedlichen Nutzung der Atomenergie"?
    Und wofür gibt es in diesem Gesetz den § 9a, in dem ausgeführt ist, dass die Betreiber von kerntechnischen Anlagen, dafür zu sorgen haben, dass die Abfälle schadlos verwertet oder geordnet beseitigt werden?
    Wofür ist im gleichen § 9a festgehalten, dass der Bund die Endlager für radioaktive Abfälle einzurichten hat?
    Und warum findet sich in diesem Gesetz kein Paragraph, in dem vorgeschrieben ist, dass der Bund von der Verpflichtung zur Bereitstellung von Endlagern frei ist, so er es nur nicht versäumt, spätestens 2014 ein Endlagersuchgesetz zu erlassen?
    Die Ansicht, dass der Betrieb von kerntechnischen Anlagen in Deutschland gemäß Atomgesetz seit 1959 gesetzwidrig ist, solange der Nachweis einer sicheren Endlagerung nicht geführt werden kann, ist nicht nur weit verbreitet, sie scheint auch einigermaßen gerechtfertigt.
    Jeder Betreiber einer Frittenbude, der nicht nachweisen kann, wie und wohin er sein Altfett entsorgt, muss damit rechnen, von der Gewerbeaufsicht kaltgestellt zu werden.
    Man kann leicht zu der Überzeugung gelangen, dass Generationen von Bundespolitikern im festen Glauben standen und stehen, mehrfach erhitztes Pflanzenöl sei weitaus gefährlicher für die Menschheit als Strahlenmüll ...
    Und für diese Überzeugung gibt es schließlich gute Gründe:
    Pflanzenöl wird innerhalb kurzer Zeit biologisch abgebaut, die meisten der durch Er- bzw. Überhitzung entstandenen organischen Verbindungen ebenfalls. Da muss man schnell handeln, bevor nichts mehr davon da ist.
    Atommüll hingegen strahlt zuverlässig zigtausende von Jahren. Das Problem wird folglich auch dann noch unverändert vorliegen, wenn weitere 50 oder 500 oder 5.000 Jahre vergangen sind. Es besteht also keinerlei Grund zur Eile. Die Thematik läuft uns garantiert nicht davon - und so lange sie besteht, kann damit bis in alle Ewigkeit nachhaltig Wahlkampf betrieben werden.
    " Atomgesetz (§ 9a lesen!)
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    8. April 2013

    7. April 2013

    6. April 2013

    5. April 2013
    09.00 Uhr Steuerehrlichkeit ?


    Es sind wieder einmal Informationen über das Ausmaß der Nutzung der steuersparenden Verlagerung von Vermögen in so genannte Steuer-Oasen auf dem Nachrichtenmarkt. Die einen regen sich auf, die anderen wiegeln ab. Die einen fordern den Staatsanwalt, strengere Gesetze und härtere Strafen, die Abgeklärteren verlangen lieber mehr internationale Vereinbarungen, um die erkannte Ohnmacht hinter schönem Schein zu verbergen.
    Helfen wird alles nichts.
    Je größer Einkommen und Vermögen, desto ausgeprägter ist in der Regel der Wunsch, nur einen möglichst geringen Anteil davon an den Fiskus abzuführen.
    Je größer Einkommen und Vermögen, desto einfacher wird es auch, erhebliche Anteile davon an der Steuer vorbei in sichere Häfen zu schaffen.
    Die Trust-Konstruktionen (in Deutschland sind es die etwas komplizierter zu handhabenden Stiftungen) in den Steueroasen, über die jetzt wieder gefachsimpelt wird, sind etwas, das jeder Finanz- und/oder Steuerberater, der es zu etwas bringen will, kennt. Und jeder Laie, der auch nur ein bisschen intensiver sucht, findet ausführliche Gebrauchsanleitungen im Internet. Auch darüber, wie man Vermögen zweckdienlicherweise anonymisiert, ohne wirklich den Zugriff auf den Bestand und die Erträge zu verlieren.
    Es gibt vermutlich keine Möglichkeit, die Verschleierung von Einkünften und Vermögen zu verhindern. Die gibt es nicht im Bereich der klassischen Schwarzarbeit, wo es immer nur um wenige Euro geht - und die gibt es nicht im Bereich der Finanzanlagen und der Spekulation, wo es im Einzelfall um viele Millionen geht.
    Die Möglichkeiten, im Trüben zu fischen, sind einfach zu vielgestaltig, während die Kapazitäten des Staates, gegen jeden Bürger einen Anfangsverdacht zu hegen und diesem umfassend nachzugehen, einfach nicht ausreichen - und auch niemals ausreichen können, es sei denn, jeder bespitzelt jeden, und auch das kann nicht funktionieren.
    Steuergerechtigkeit ist also keine Frage einer perfekten Kontrolle und Überwachung, Steuergerechtigkeit entsteht aus einer weitgehend in der Bevölkerung verankerten Steuerehrlichkeit - und Steuerehrlichkeit kann es nur geben, wenn der besteuernde Staat nicht als Feind, sondern als Träger des geschätzten Gemeinwesens angesehen wird, für dessen Erhalt und Weiterentwicklung eine hinreichende Mitverantwortung angenommen wird.
    Letztlich handelt es sich dabei um so etwas, wie einen gesunden Patriotismus.
    Und wenn das zutrifft, dann sagt das Ausmaß von Steuerflucht und Steuerhinterziehung sehr viel über den inneren Zustand, ja über den möglicherweise bevorstehenden Zerfall einer Gesellschaft aus.

    Der Steuerflüchtling ist nicht Ursache dieses Verfalls, er ist nur ein Symptom, das sich zwangsläufig herausbildet, wenn eine Gesellschaft ihren inneren Zusammenhalt verliert.

    Einen kleinen Anteil notorischer Vollegoisten gibt es natürlich in jeder Gesellschaft, Betrüger, die sich nie einer anderen Verantwortung bewusst sind, als der für das eigene Wohlergehen; doch wenn deren Anteil wächst, wenn Steuerhinterziehung
    zur Regel wird und Steuerehrlichkeit nur noch als unverständliche Dummheit wahrgenommen wird, dann stinkt der Fisch ...

    Hinweis zum Leistungsschutzrecht
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    4. April 2013
    13.13 Uhr Korrupte Ärzte ???


    Seit wann denn das?
    Noch ein Wahlkampfthema,
    oder bahnt sich da mehr an?

    Herr Bahr, Gesundheitsminister, FDP, tut alles, um den Eindruck zu erwecken, Ärzte, die in irgendeiner Form "Provisionszahlungen" von Pharma-Unternehmen oder Kliniken erhielten, seien korrupt - und diese Korruption müsse strafrechtlich verfolgt werden.

    Was ist da dran?

    Schaut man genauer hin, stellt man fest, dass diese Leistungen der Pharma-Unternehmen nur einen Teil dessen ausmachen, was angeprangert wird, der Großteil der einigen Ärzten vorgeworfenen Betrügereien sind Betrügereien - nämlich Abrechnungsbetrug - alleine, oder in Zusammenarbeit mit Apothekern.

    Das aber sind bereits Straftaten, und die werden auch immer wieder mal entdeckt, aufgeklärt und gerichtlich gewürdigt.

    Was nun zur Straftat erklärt werden soll, ist zunächst einmal noch keine,
    und daher kommt es einer Vorverurteilung, ggfs. sogar Rufmord gleich, wenn man sich herausnimmt, schon von "korrupten Ärzten" zu sprechen, bevor man das fragwürdige Gesetz überhaupt in den Gesetzgebungsprozess eingebracht hat.

    Doch wie das bei Rufmord so ist, es bleibt immer etwas hängen - und das scheint die Absicht zu sein: Das Image des niedergelassenen Arztes zu beschädigen.
    Eine Vermutung, warum das beabsichtigt sein könnte, gibt es natürlich auch - man muss auch hier nur fragen: Wem nützt es?

    Mehr dazu im aktuellen Paukenschlag:

    " PaD 15 /2013 Korrupte Ärzte ???

     

    3. April 2013
    16.50 Uhr Tag des volkswirtschaftlichen Schadens


    Alle Jahre, Anfang April, rechnet uns die "Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen" vor, wie viele Badewannen voller alkoholischer Getränke der durchschnittliche Deutsche im Jahr so in sich hineinschüttet, wie vielen Litern reinen Alkohols dies pro durchschnittlichem Deutschen entspricht, wie viele Todesfälle dies zur Folge hat - und wie hoch der dadurch entstehende volkswirtschaftliche Schaden ist.
    Vor drei Jahren waren das bei 9,9 Liter Alkohol pro Bürger und 73.000 Todesfällen 24,4 Milliarden Euro Schaden, nun ist der Alkoholkonsum auf 9,6 Liter pro Bürger gesunken, was zu einer Zunahme auf 74.000 Todesfälle und einem volkswirtschaftlichen Schaden von 26,7 Milliarden führte.
    Bei "nüchterner" Betrachtung hat der Rückgang des Alkoholkonsums also zu einer Steigerung der Todesfälle und zu einer Mehrung des Schaden beigetragen.
    Ich habe der Thematik schon 2010 (im April) einen ganzen Paukenschlag gewidmet, den Sie gerne hier noch einmal nachlesen können.
    Dort bin ich darauf eingegangen, dass es von wenig Sachverstand zeugt, aus den Kosten für die Behandlung und Bestattung von Alkoholkranken, aus den Kosten für die Behebung von Unfallfolgen an Kraftfahrzeugen, usw. einen volkswirtschaftlichen Schaden zu kreieren. Das alles ist BIP, also Leistung, und im Zweifelsfall Wachstum!
    Das BIP wäre in den jeweils betrachteten Jahren - so die Schätzzahl zutrifft - um rund 25 Milliarden (1%) geringer ausgefallen, gäbe es weder Alkohol, noch Alkoholiker und auch keine andere Droge, die anstelle des Alkohols konsumiert würde.
    Heute mag ich kurz die Frage anreißen, ob die Steigerung der Kosten, die uns hier vorgerechnet wird, nicht zugleich auch ein Indikator für die allgemeine Preissteigerung, oder zumindest für die Kostensteigerung im Gesundheitswesen darstellt, zumal sie aus dem gesunkenen Alkoholkonsum nicht abgeleitet werden kann. Das wären dann immerhin zwischen drei und vier Prozent jährlich, je nachdem, ob man den gesunkenen Alkoholkonsum berücktsichtigt oder nicht.
    Ich mag auch die Frage anreißen, welcher Anteil des Gesamtalkoholkonsums von rund 800 Millionen Litern reinen Alkohols von jenem Anteil der Bevölkerung konsumiert wird, die mit dem Alkohol "verantwortungsbewusst" umgehen - und wieviel davon auf jene 75.000 entfällt, die sich - meist über einen Zeitraum von mehreren Jahren - allmählich zu Tode saufen.
    Rechnen Sie mal ein bisschen mit: Lassen wir 20 Millionen Deutsche, weil Kinder, Kranke oder grundsätzlich Abstinente aus der Rechnung draußen, bleiben 60 Millionen, die womöglich durchschnittlich jeden zweiten Tag ein Bier, oder ein Gläschen Schnaps oder Likör, oder ein, zwei Gläser Wein - und gelegentlich auch mal einen über den Durst trinken.
    Diese Einzeldosis dürfte bei mittleren 20 ml reinen Alkohols liegen, an 180 Tagen im Jahr zu sich genommen, ergibt das 3,6 Liter reinen Alkohols - und die wiederum ergäben 220 Millionen Liter. Bleiben für die schweren Alkoholiker, von denen ja, zwischen dem Beginn der Säuferkarriere und deren letalem Ausgang, vermutlich 10 Jahrgänge mitsaufen, also rund 750.000 Betroffene, 580 Millionen Liter übrig, für jeden Einzelnen davon 773 Liter - 2 Liter reinen Alkohols pro Tag - das überlebt niemand!
    Erhöhen wir also die Zwei-Tages-Dosis aller, die voraussichtlich nicht am Alkohol sterben werden, so weit, dass für die erklärten Säufer eine nicht unmittelbar tödliche Tagesdosis übrig bleibt, nämlich rund 300 ml reinen Alkohols, dann müssten 60 Millionen Deutsche Woche für Woche immerhin rund 250 ml reinen Alkohol zu sich nehmen, also wöchentlich eine Flasche Schnaps oder 5 Liter Bier oder drei Liter Wein trinken. Damit wären sie allerdings schon an der Marke, von der die Ärzte sagen: Das verkraftet die Leber auf Dauer nicht ...
    Da ist es nicht verwunderlich, dass ich zu dem Schluss komme:
    Irgendetwas stimmt an diesen Zahlen nicht.
    Woher kommt also die angeblich in Deutschland verkonsumierte Gesamtmenge?
    Die im Suchbericht vorgestellten Daten und Fakten zum Alkoholkonsum sind im wesentlichen auf eine einzige Quelle (und z.T. auf deren "eigene Berechnungen" zurückzuführen. Diese Quelle heißt "Gärtner, B."
    Intensives Googeln nach "Gärtner, B." führte zur Universität Greifswald und dem Jahresbericht 2011 des Instituts für Epidemiologie und Sozialmedizin, dort gibt es ein Mitarbeiterverzeichnis, in dem "Gärtner, B." allerdings nicht aufscheint, jedoch ein Pubklikationsverzeichnis, das "Gärtner, B." mehrfach als Mitautor von Studien ausweist, bei denen meist Dr. Phil Jennis Freyer-Adam als Erst-Autor genannt wird.
    Liebe/lieber Gärtner, B.
    ich möchte es einfach nur verstehen. Wie kommen die Zahlen zum Alkoholkonsum in Deutschland zustande?
    Sollten Ihnen also irgendwann dieser Kommentar begegnen, bitte ich um eine aufschlussreiche Antwort.
    Egon W. Kreutzer

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    Presseverlage, die in diesem Text eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich, mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren. Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung ersetzt.
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    2. April 2013
    12.20 Uhr Strafe oder Buße - der neue Katalog


    Pünktlich zum 1. April trat ein neuer Bußgeldkatalog in Kraft. Was bisher mit 10 € zu büßen war, ist vielfach um 50% teurer geworden, was mit 15 € zu büßen war, kostet jetzt 20 € - usw. Im Schnitt vermutlich eine Anhebung der Bußgelder um runde 30 Prozent.
    Warum?
    Seltsamerweise gibt es im statistikverliebten Deutschland keine offizielle Zahl über die Einnahmen des Staates aus den per Bußgeldkatalog verordneten Einnahmen. Viele Städte, die sich aus Parkgebühren und Tempolimit-Knöllchen ein ständig sprudelndes Nebeneinkommen verschaffen, verweigern die Aussage oder geben an, es nicht zu wissen.
    Das Portal preisvergleich.de hat im letzten Jahr eine Hochrechnung durchgeführt, die zu dem Ergebnis kam, dass im Jahre 2011 in den 116 größten Kommunen Deutschlands rund 450 Millionen Euro alleine durch "städtische Knöllchen" eingesammelt wurden, in Ulm waren das, pro dort gemeldetem Fahrzeug, 65 Euro pro Jahr.
    Bedenkt man, dass neben den Kommunen durchaus auch andere staatliche Organisationseinheiten Verwarnungs- und Bußgelder einheben, dann wird die Gesamtsumme fraglos weitaus höher sein - ich gehe mal von einer runden Milliarde pro Jahr aus.
    Mit einer Erhöhung um durchschnittlich rund 30 Prozent - und einer Ausweitung der verwarnungs- bzw. bußgeldbewährten Tatbestände, vor allem die Radfahrer betreffend - könnten sich so durch den neuen Bußgeldkatalog Mehreinnahmen von rund einer halben Milliarde generieren lassen.
    Dafür machen Städte dann schon gerne mal Parkplätze platt und legen stattdessen schmale Grünstreifen (so genannte "Hundklos") zwischen Straße und Bürgersteig, verbieten das platzsparende Schrägparken, oder malen mit wenig Geld eine gestrichelte Linie an den Straßenrand, die gleich doppelt Kohle einbringt, weil das Parken auf dem Radweg ebenso verboten ist, wie das Verlassen des Radwegs, der durch parkende Fahrzeuge zur Slalomstrecke umfunktioniert wird.
    Dann überträgt man die lästige Knöllchenverteilerei einem privaten Unternehmen, das sich "Kommunale Verkehrsüberwachung im Auftrag der Stadt xyz" nennt, natürlich mit Billiglöhnern arbeitet, statt mit teuren städtischen Bediensteten, verspricht deren Eigentümern einen fetten Anteil an der Beute, ändert, auf Verlangen der Betreiber und zugunsten der sprudelnden Geldquellen, auch schon mal die bewährte Verkehrsregelung, vor allem im Bereich der Geschwindigkeitsbegrenzungen, und installiert damit eine privatisierte Wegelagerei - wie zu Zeiten der Raubritter.
    Es ist ja so einfach:
    Autos müssen verkauft werden, sonst geht das Wachstum in die Knie, (da freut sich Herr Piech). Unternehmen in den Städten müssen daher Parkplätze nachweisen, wenn ihnen der Geschäftsbetrieb erlaubt werden soll, was ihnen allerdings gegen Zahlung hoher vier- und fünfstelliger Ablöse-Summen pro nicht vorhandenem Stellplatz erlassen wird (da lacht der Stadtkämmerer), und Arbeitnehmer müssen mobil sein, dürfen also nicht darauf bestehen, im zu Fuß erreichbaren Nahbereich ihrer Wohnung, oder bei einem Unternehmen mit Firmenparkplatz einen Job zu finden (da lacht der Fallmanager ...). Die Innnenstädte sollen lebendig bleiben, werden mit Millionenaufwand in Szene gesetzt und beworben - und werden zugleich für den Autofahrer weitgehend unerreichbar gemacht, und wer trotzdem hin fährt, weil er Lust hat oder muss, schafft es manchmal, an einer Euro-Fress-Maschine anzudocken, und manchmal schafft er es nicht, stellt die Karre notgedrungen ins Parkverbot oder eben so ab, dass es ebenfalls zur Verwarnung oder zum Bußgeld reicht - und hofft, jedes zweite Mal nicht erwischt zu werden, so dass die als Parkgebühr getarnte Innenstadtmaut für ihn ungefähr gleich bleibt, egal wo er parkt - und das ist ganz offensichtlich so gewollt. Sonst müsste man für mehr Parkplätze sorgen.
    Natürlich hat dieses Vorgehen auch eine bösartige soziale Komponente.
    Abhängig vom verfügbaren Einkommen ist die bestrafte Parksünde für die einen ein harter Schlag ins Monatsbudget, für die anderen eher ein lustiges Spiel, für das man hin und wieder auch mal bezahlen muss. Macht ja nichts.
    So hält man die Hartz-IV-Abhängigen, die sowieso schon per Gesetz in die verwahrlosten Randbezirke abgeschoben werden, weil die Miete in der alten Wohnung zu hoch ist, und die sich, neben dem gerade noch bezahlbaren, weil unverzichtbaren , jedoch altersbedingt höchst feinstaubverdächtigen fahrbaren Untersatz, nicht auch noch die Monatskarte für den öffentlichen Nahverkehr leisten können, sicher von den Innenstädten fern, so dass dort diejenigen unter sich sind, die Armut in Deutschland nur vom Hörensagen kennen - und folglich glauben, dass, wer arbeiten will, auch Arbeit finden würde.
    Zudem gibt es für die Erhöhung der Bußgelder keinerlei gesicherte statistische Grundlage. Es gibt keine Statistik über die Einnahmen, also auch keine Statistik über die "Vergehen", über deren unerträgliche Zunahme oder deren Rückgang. Es ist schlichte "Willkür".
    Eine Willkür, die auch nicht zur Kenntnis nimmt, dass die nach Miete und Nebenkosten, Strom und Benzin verbleibende Kaufkraft für den Großteil der Bevölkerung seit Jahren massiv sinkt.
    Da jammert man derzeit publikumswirksam über die Belastung der Bürger durch zu hohe Stromrechnungen, die man ihnen ganz massiv selbst eingebrockt hat, um einerseits die Energiewende auszubremsen und andererseits für die Bundestagswahl im Herbst Punkte für die eigene Partei zu sammeln, und greift den Bürgern zugleich - ohne jedes sachlich begründete Argument - einfach noch mal tief in die Tasche.
    Verwarnungs- und Bußgelder sind eine Strafe.
    Nicht für die "Verkehrssünde", die ist in den meisten Fällen durch zielgerichtete Politik zum unvermeidlichen Risiko für alle jene Verkehrsteilnehmer geworden, die nicht in gepanzerten Limousinen von Auffahrt zu Auffahrt kutschiert werden.
    Verwarnungs- und Bußgelder sind eine Strafe für jahrzehntelange falsche Wahlentscheidungen, für zu wenig staatsbürgerliche Eigenverantwortung, für zu wenig Mut zum Aufbegehren und zum Widerstand.
    Geht hin, wenn euch eure Wahlkreisabgeordneten demnächst zur Wahlveranstaltung ins Hinterzimmer oder in den großen Saal einladen, steht auf, und haut ihnen euren gerechten Zorn verbal um die Ohren, sie werden euch vermutlich des Saales verweisen, doch das kann man mit jedem neueren Handy als Video festhalten und bei Youtube hochladen.
    Schafft Öffentlichkeit. Zeigt eurem unbekannten Nachbarn in der Wohnmaschine, dass er mit seinem Zorn nicht alleine ist, dass wir alle uns betrogen und geschröpft fühlen - und wenn sie Film- und Video-Aufnahmen während der Veranstaltung untersagen, dann macht das öffentlich, und fragt, was sie denn wohl zu verbergen haben, unsere Volksvertreter.
    P.S.:
    Der nächste Bußgeldkatalog (für 2015) ist schon in Arbeit. Dann kommen die neuen Punkte für Flensburg dran. Es heißt, es wird vereinfacht, Punkte werden schneller gelöscht, es heißt, es wird BESSER für die Verkehrsteilnehmer ...
    Wetten, dass es wieder nur teurer werden wird?

    1. April 2013
    0.00 Uhr Lisa Fitz: "Wehrt euch!"


    31. März 2013

    Julies Bild vom Sonntag


    Wolfgangs Bild vom Sonntag
    .

    29. März 2013
    12.00 Uhr Warum die Banken Verluste machen


    Die Frage: "Warum machen die Banken Verluste?", sprang mir heute Morgen beim surfen durch diverse Blogs ins Auge.
    Eine berechtigte Frage - und zugleich eine naive Frage.
    Jahrzehnte, wenn nicht jahrhundertelang galten die Banken als der Hort der Stabilität, beständig sprudelnder Gewinne und ständig wachsender Bilanzsummen.
    Selten wurden Banker zu Bankrotteuren, und die das "schafften" waren fortan geächtet bis in alle Ewigkeit.
    Nun sieht es so aus, als seien Banken in punkto Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit auf gleicher Ebene mit Gebrauchtwagenhändlern und Drückerkolonnen angekommen, als säßen da nicht mehr treue Sachwalter der ihnen anvertrauten Gelder in den Managersesseln, sondern Spielsüchtige, die ohne Limit bis zum vollständigen Verlust auf diejenigen Zahlen setzen, die ihnen das unfehlbare System vorgibt.
    Sollte man Banker, die dergestalt ruinös agieren nicht vom Zutritt zu Banken ausschließen, so wie man Spielsüchtige von den Roulette- und Baccara-Tischen fernhält?
    Dieser Gedanke führt m.E. auf einen Irrweg, auf den gleichen Irrweg, der mit der Deckelung von Gehältern und Boni-Zahlungen beschritten wird. Es sind nicht die Banker, die die Banken ruinieren.
    Die Banken sind - man verzeihe mir am Karfreitag diesen Vergleich - die Opferlämmer, die sterben müssen, damit dem Kapital die Sünden der Märkte vergeben werden können, damit es unbeschadet aus dem angerichteten Schlamassel hervorzugehen vermag, sitzend zur Rechten Mammons in Zeit und Ewigkeit ...
    Die einzige Frage, die zur Erkenntnis führt, lautet auch hier: "Wem nützt es?"
    Und bei der Beantwortung dieser Frage sollte man nicht wohlfeiles Wortgeklingel achten, das weismachen will, die Rettung der Banken sei nützlich für uns alle, weil sonst alles noch viel mehr kosten würde, oder, die Rettung der Banken diene der Rettung des Euro, der wiederum diene der Rettung der europäischen Idee und damit dem Frieden, dem Wohlstand und dem Wachstum in Deutschland und ganz Europa.
    Bei der Beantwortung dieser Frage sollte man sich mit offenen Augen umsehen und selbst feststellen, wem es durch die Bankenrettungen besser geht:
    " den Zyprern geht es nicht besser, die müssen büßen,
    " den Portugiesen geht es nicht besser, die müssen büßen,
    " den Spaniern geht es nicht besser, die müssen büßen,
    " den Griechen geht es nicht besser, die müssen büßen,
    " den Italienern geht es nicht besser, die müssen büßen,
    " den geretteten Banken geht es meist auch nicht besser, die müssen abspecken, restrukturieren, Bad Banks in die Welt setzen,
    " den Mitarbeitern der geretteten Banken geht es meist auch nicht besser, viele wurden und werden arbeitslos, und
    " uns geht es, trotz aller Ifo-Sinn- und GfK-Prognosen, trotz aller Jubelmeldungen aus der Bundesagentur für Arbeit auch nicht besser, wir halten uns nur noch eine Weile an der Kante des Abgrunds fest, bevor uns die Bürgschaften und die ESM-Verpflichtungen einholen.
    Es gibt nur eine "Gruppe", denen es besser geht, und das sind die so genannten "Reichen". Von denen hören wir, dass sie immer reicher werden, während die Armen und die Ärmeren und die Mittelschicht, also alle anderen, immer ärmer werden.

    Wäre das Versagen des Bankensektors ein Phänomen, dass ausschließlich mit den Banken zu tun hat, dann müssten zwangsläufig auch die Reichen ärmer werden. Ginge es beim Euro nur und ausschließlich um den Wert der Währung, dann müssten zwangsläufig auch die Reichen ärmer werden - doch genau das ist nicht der Fall.

    Die "Krise" führt zu einer forcierten Umverteilung von unten nach oben. Da bleiben die großen Vermögen nicht nur unangetastet, sie wachsen sogar noch, und das kräftig.

    Die Frage, warum die Banken Verluste machen, kann also zunächst einmal mit einer Arbeitshypothese beantwortet werden, die da lautet:

    "Die Banken machen Verluste, damit die Reichen reicher werden."

    Stellt sich die Frage: Wie kann das gehen?

    Das Prinzip ist im Grunde einfach, viel zu einfach, um es für wahr halten zu können, es ist so einfach, dass es ohne jegliche detaillierte Erklärung zu den Wirkungsweisen der verrückten und zum Teil wahnwitzigen Finanzprodukte dargestellt werden kann, mit denen uns der Finanzsektor, auch Dank unverzeihlicher Deregulierungen, überschwemmt hat.

    1. Um gewinnträchtige Geschäfte machen zu können, egal womit, benötigt man einen Markt, der die notwendige Kaufkraft mitbringt.
    2. Um den Markt mit Kaufkraft zu versorgen, gibt es nur einen Weg, nämlich großzügig Kredite zu vergeben.
    3. Sind die Kredites ausgereicht, boomt die Wirtschaft, das "Wachstum" zeigt erfreuliche Blüten - und die erhofften Gewinne können eingefahren werden.
    4. Sind die Gewinne gebunkert, ist auch die Kaufkraft wieder aus dem Markt, also müssen neue Kredite vergeben werden.
    Jedes Land, das sich der Euro-Zone anschließt, ist ein wunderbares Feld, auf dem Kreditgeld ausgesät werden kann, um es nach kurzer Zeit als reiche Ernte aus Zinsen und den aus den Umsatzerlösen generierten Gewinnen wieder zurückzuholen.
    5. Ist so ein "Aufschuldungsgebiet" abgegrast, sucht sich das Kapital ein neues. Dieses Spiel heißt: Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.
    6. Irgendwann war klar, der Zusammenbruch steht bevor, weil es nicht mehr gelingt, ausreichend viele neue Schuldner anzuwerben. Also hat man die Kreditvergabe-Richtlinien gelockert, immer schlechtere Schuldner mit immer wertloseren Sicherheiten mit immer höheren Krediten geködert, nur damit das "Wachstum" nicht aufhören möge, aus dem sich so herrlich Kapital schlagen lässt.
    7. Hätten die Banken auch nur einen Funken Verantwortung für sich selbst verspürt, sie hätten sich auf solche Geschäfte niemals einlassen dürfen. Also hat man die Vorstände mit Zielvorgaben unter Druck gesetzt, wenn nötig auch ausgetauscht, um die selbstmörderische Kreditvergabe immer weiter zu treiben.
    8. Die Schulden und die Vermögen sind dabei gewachsen, doch die Liquidität, die erforderlich wäre, um die Schulden ordnungsgemäß zu bedienen, war dennoch einfach nicht mehr verfügbar und auch kaum noch durch neue Kredite herzustellen.
    9. Also hat man angefangen, aus Schulden "Wertpapiere" zu machen, sie zu bündeln, durchzumischen und dafür zu sorgen, dass sich die Banken untereinander und gegenseitig diese "Wertpapiere" abkaufen. So wurden aus schlechten Schulden, aus faulen Krediten, wieder gute Schulden, die man den Vermögen der Einleger in den Bilanzen als "Werte" gegenüberstellen konnte.
    Eine Art Zaubertrick, bei dem aus der uneinbringlichen Forderung gegenüber dem arbeitslosen US-Fertighausbesitzer eine verbriefte und von den Ratingagenturen top-bewertete Finanzanlage wurde.
    10. Die Balance zwischen den Vermögen der Einleger und dem Wert der von den Schuldnern dafür an Sicherheiten und an zukünftiger Lebensleistung verpfändet worden war, war zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr vorhanden. Ein Übergewicht an Guthaben, die nur entstehen konnten, weil sie aus nicht leistungsadäquaten Einkünften stammten, drohte die Banken, die bis dahin höchst devot den Wünschen ihrer Aktionäre und Einleger Folge leisteten, in den Bankrott zu treiben.
    11. Nun kam das schöne, geflügelte Wort "too big to fail" auf. Alles würde zusammenbrechen, hieß es, würden systemrelevante Banken in die Pleite geschickt. Dies hatte auf diejenigen Politiker, die das System nicht verstanden haben, eine eindrucksvolle Wirkung und spielte denjenigen in die Hände, die das System sehr wohl verstanden haben und ihre Rolle darin so gut es ging im Sinne des Systems ausfüllen wollten. Das "System" ist übrigens weder die staatliche Ordnung noch das eng verzahnte arbeitsteilige Wirtschaften, sondern nichts anderes als der nackte "Kapitalismus". Doch das klingt halt gar nicht so gut, wenn man sagt, die Banken sind kapitalismusrelevant und dürfen daher nicht untergehen.
    12. So kam es, dass alle Politiker aller Parteien, und fast alle einschlägig vorbelasteten Professoren und Kommentatoren die Rettung der Banken als alternativlos darstellten und mit dem Abmelken jenes Teils der Bevölkerung begannen, der nun einmal nicht zu den Reichen zählt. Und auch das Abmelken wurde so gestaltet, dass es nicht weh tat. Man hat die Milch erst einmal verpfändet, mit der verpfändeten Milch für die maroden Bankbilanzen gebürgt, und damit den Schmerz als "transitiven Posten" in der Zeit verschoben, auf den Tag, an dem sowieso alles zusammenbrechen wird.
    13. In einigen Ländern mussten die Regierungen allerdings zur Rettung der Banken selbst in die Schatulle greifen. Da war aber nichts drin, und so blieb ihnen nichts anderes übrig, als sich selbst noch weiter zu verschulden.
    14. Steigende Staatsschulden sind für die Gläubiger etwas sehr Schönes, einerseits, weil Staaten einfach immer die besten Schuldner sein und bleiben werden, gerade weil sie nicht bankrott gehen können (!), und, weil steigende Schuldenstände berechtigen, die Zinsen anzuheben. Risikoprämie nennen sie das dann.
    15. Nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass die Banken immer noch nicht gerettet, dafür nun aber auch die Staaten an das stoßen, was sie sich in europäischer Naivität als Schuldenbremse selbst auferlegt haben. Das Geschrei ist groß. Unsinnigerweise wird erklärt, könne ein Staat des Euro-Sytems seine Schulden nicht mehr bedienen, sei der Euro in Gefahr. Das ist Blödsinn, aber der wird geglaubt, und so werden alle Euro-Staaten in eine nicht existente Schicksalsgemeinschaft getrieben, statt die betroffenen Gläubiger und das zahlungsunfähige Land in Verhandlungen über einen Schuldenschnitt treten zu lassen. Diese Schicksalsgemeinschaft würde übrigens noch besser und unausweichlicher funktionieren, hätte man sich frühzeitig überreden lassen, Euro-Bonds aufzulegen.
    16. Die Euro-Bonds sind nicht gekommen, stattdessen EFSF und ESM, die keineswegs besser - sondern noch sehr viel schlimmer sind, weil sie die Schicksalsgemeinschaft ebenso zementieren, aber jeden, der in Schwierigkeiten gerät, einerseits zwingen, Hilfen in Anspruch zu nehmen - und - mit den Hilfen auch "Sanktionen" auf sich zu nehmen, die sich, abgesehen von der Größenordnung, kaum von den Sanktionen unterscheiden, denen sich Hartz-IV-Empfänger in Deutschland unterwerfen müssen.
    17. Und so fließt den Banken, die dafür gesorgt haben, dass Wachstum stattfand und Gewinne sprudelten, obwohl die Kaufkraft vom Kapital bereits abgesaugt war und weiter abgesaugt wurde und wird, nun über die Staaten, die gezwungen sind, sich helfen zu lassen, damit sie ihre Banken weiter retten können, unentwegt frisch gedrucktes EZB-Geld zu, für dessen Verzinsung und Tilgung am Ende alle Bürger Europas zur Kasse gebeten werden. Wenn es sein muss, mit direktem Zugriff auf jedermanns Bankkonten.
    18. Fazit: Bankenrettung ist so etwas wie eine Zwangsabgabe, die unsere Gesellschaft nahe an Zustände bringt, die wir als Sklarverei und Leibeigenschaft längst überwunden glaubten.
    19. Ohne jeden weiteren Grund, außer dass "die Märkte" danach verlangen, wird allen Bürgern auf allen möglichen Wegen jenes Geld abgenommen, das die Reichen immer Reicher macht.
    Dass alle anderen dabei ärmer werden, das ist unvermeidlich, anders gehts nicht - also alternativlos. Danke, Frau Merkel, damit ist auch das geklärt.


    Die Banken sind nicht "unsere", also deine und meine Banken. Es sind gewinnorientierte Unternehmen in den Händen von Aktionären.

    "Der" Euro ist nicht "unser" Euro, also deine oder meine Währung. Es ist die Bezeichnung für das in der Euro-Zone emittierte Kreditgeld, das in einem Währungskrieg steht, den die Euro-Zone nicht gewinnen kann, obwohl sich ihre Führungsfiguren längst in Blut-, Schweiß- und Tränenreden üben.

    Je früher das Experiment, die Vorherrschaft des Dollars mit einer zweiten Welt-Reserve-Währung zu knacken, beendet wird, desto schneller wird der schon jetzt unüberschaubare Gesamtschaden wieder zu reparieren sein.

    Doch dafür brauchen wir keine Systemdiener, sondern Politiker, die sich dem Wohle der Bevölkerung verpflichtet sehen. Die Pferde zu mästen, weil dann die Spatzen auch etwas abbekommen, ist eine garstige Metapher und eines Volksvertreters unwürdig.

    28. März 2013
    15.10 Uhr Am Gründonnerstag


    Auch am Gründonnerstag wird ein Paukenschlag am Donnerstag erwartet. Also hab ich Ihnen ein kleines Ei ins Osternest gelegt.
    " PaD 14 /2013 Am Gründonnerstag

     

    27. März 2013
    12.00 Uhr Beunruhigendes aus der Latrine


    Latrinengerüchte - ein Begriff, dessen Bedeutung nach fast 70 Jahren Fastfrieden in Deutschland fast schon unter der Rubrik "Geheimwissen" eingeordnet werden muss - machen weltweit unter den Obergefreiten unter den Anlegern die Runde:
    - "Hast Du noch Euros?"
    - "Ja, aber keine in Zypern."
    - "Ich hab keine mehr ..."
    - "Wieso?"
    - "Na, denk doch mal weiter! Die holen sich, was sie wollen und wo sie wollen!"
    - "Meinst Du wirklich?"
    - "Mensch! Ich bin doch nicht blöd!"
    - "Und was meinst Du, soll ich tun?"
    - "Erst mal so viel wie möglich abheben, für alle Fälle."
    - "Und dann?"
    - "Sichere Anlagen, Werte, verstehst Du!"
    - "Du meinst ... Aktien?"
    - "Nee, iss ja auch bloß Papier. Nee, so richtig zum Anfassen!"
    - "Gold?"
    - "Gold, Immobilien, Kunst, Diamanten ... All so was!"
    - "Ist das nicht alles schon viel zu teuer?"
    - "Nee, bestimmt nicht. Umgekehrt: Dein Geld ist schon so wenig wert!"
    Solche, beim Abprotzen geführten Dialoge, konnten schon mal vor's Kriegsgericht führen. "Defätismus", nannte man das, und "Wehrkraftzersetzung".
    Dem wurde mit Durchhalteparolen begegnet, und mit der Mär von Wunderwaffen, die das Kriegsglück von einem Tag auf den anderen wenden würden. Und so wurde Stalingrad bis auf den letzten Mann gehalten und der siegreiche Rückzug in die bereits weit zerbombte Heimat angetreten, wo Rentner und Schüler im Landsturm als letztes Aufgebot praktisch mit bloßen Händen gegen Panzerverbände antraten und bereits das Zeigen eines halbwegs weißen Taschentuchs die standrechtliche Erschießung zur Folge haben konnte.
    Die Wunderwaffe kam erst zum Einsatz, als die deutsche Wehrmacht bereits kapituliert hatte - Little Boy machte Hiroshima platt, und Fat Man detonierte über Nagasaki. Dann sahen endlich auch die Japaner ein, dass dieser Krieg nicht mehr zu gewinnen war.
    Seit heute stehen nun die Reihen der Latrinengerüchtsdementierer wieder einmal felsenfest und verkünden wundersame Gelöbnisse.

    Die Sparguthaben sind sicher! Das haben Angela und Peer doch unverbindlich versprochen, das gilt auch weiterhin.
    Zypern? Die absolute Ausnahme. Ein Sonderfall ...

    Nie wieder werden zur Bankenrettung Konten geplündert werden. Auch die Guthaben der reichen "Sparer" werden nicht mehr angetastet, so lange die Erde steht. Amen.
    Hinweis zum Leistungsschutzrecht
    Diesem Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein könnten.
    Presseverlage, die in diesem Text eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich, mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren. Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung ersetzt.
    Abmahnungen ohne den vorherigen Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren.

     

    26. März 2013
    10.30 Uhr Nieder mit den Kinderschändern


    Die FAZ hat im Selbstversuch herausgefunden, dass Kinder pausenlos Opfer sexueller Wüstlinge werden. Damit muss Schluss sein. Das findet auch die Kinderministerin Schröder - und der Baden-Württembergische Justizminister Stickelberger verlangt, wie aus der Pistole geschossen und scheinbar ohne eine Sekunde nachzudenken, auch in diesem Kontext reflexartig die weitere Einschränkung der Freiheit.
    Schließlich soll jedem Täter klar sein, dass er erwischt ist, bevor er überhaupt auf die Idee kommt, zu täten.
    Doch wie soll das gehen?
    Kann man die Liegenschaften von Kirchen und anderen Bekenntnisanstalten, Internaten und anderen Schulen, Frei- und Hallenbädern, Kindergärten und Spielplätzen überhaupt so sicher machen, dass jeder Täter erkannt wird, dass seine Gedanken erforscht, seine bevorstehenden Handlungen prognostiziert werden können, so dass jede Gefahr für unsere Zukunft, also für unsere Kinder, verhindert werden kann?
    Ich schlage vor, hier die erprobten Methoden zur Überwachung des Internets in der notwendigerweise modifizierten Form einzusetzen, um auch im Raum der nicht virtuellen, also realen Begegnung von Kinderschändern mit Kindern, ein gleiches Maß an Sicherheit gewährleisten zu können.
    Das könnte so aussehen:
    Alle oben angeführten Orte bzw. Liegenschaften mit besonderem Gefährdungspotential sollten zunächst einmal mit meterhohen Mauern, gekrönt von Nato-Draht, umgeben werden, so dass nur ein einziger kontrollierbarer Zugang offen bleibt.
    Das entspricht ungefähr der Firewall- und Kinderschutz-Filter-Technologie
    Dieser Zugang wird mit hochauflösenden Kameras und nachgeschalteter Gesichtserkennungssoftware ausgestattet.
    Kann der User nicht automatisch identifizert werden,
    wird er abgewiesen, in Quarantäne genommen und der erkennungsdienstlichen Behandlung zugeführt.
    Wer dem System nicht bekannt ist, stellt fraglos eine Gefahr dar, denn wer nichts zu verbergen hat, hat sich selbstverständlich ordnungsgemäß - mit allen geforderten biometrischen Daten und lückenlosem Lebenslauf täglich, spätestens bei Verlassen der Wohnung - dem System zu offenbaren.
    Ist der potentielle User der Einrichtung zweifelsfrei identifiziert,
    erfolgt der Abgleich mit sämtlichen verfügbaren Dateien, einschließlich der aus anderen Überwachungsquellen gewonnenen Bewegungsprofile. Sollten sich daraus wider Erwarten noch keine Verdachtsmomente ergeben, wird dem User der Zutritt gestattet, jedoch nur mit elektronischer Fußfessel, die zudem mit einem hochempfindlichen Mikrofon ausgestattet ist.
    Im Inneren der Einrichtung sorgt eine lückenlose, dreifach redundante Video-Überwachung dafür, dass die Wege, Worte und sonstigen akustischen Äußerungen des potentiellen Täters festgehalten werden, während eine im Hintergrund laufende Mimik-Analyse ständig sämtliche Gemütsregungen und vor allem den Grad der Erregung analysiert.
    Alle gewonnenen Informationen einschließlich der Bild- und Tonaufzeichnungen werden in einer Gefährder-Datei gespeichert und stehen beim nächsten Besuch zum Abgleich auf etwa abweichendes Verhalten zur Verfügung.
    Das ersetzt die im Internet üblichen und der Verbrechensbekämpfung zugänglichen Log-Dateien der Provider.
    Als potentiell gefährlich sollte eingestuft werden, wer während des Besuchs einer Kirche, eines Internats, eines Freibades oder Spielplatzes etc., die Nähe von gleich- oder andersgeschlechtlichen, jüngeren oder älteren Personen sucht oder meidet, da sich in allen diesen Verhaltensweisen entweder eine direkte Handlungsabsicht oder aber der Versuch der Verschleierung der Handlungsabsicht erkennen lässt.
    Mehrfache Besuche der gleichen Einrichtung im Zeitraum von drei Jahren, auch ohne jegliche Auffälligkeit, deuten auf ein zielgerichtetes Ausspähen potentieller Opfer und möglicherweise überwachungsfreier Räume, bzw. auf die Suche nach Möglichkeiten, die Überwachungseinrichtung stillzulegen oder sonstwie zu umgehen, hin.
    Damit ist zwar noch kein hunderprozentiger Schutz unserer Kinder gewährleistet, der wäre nur mit der Schließung aller oben angeführter Einrichtungen sicherzustellen, doch hieße das eben auch, ohne Not auf den Gewinn wertvoller Erkenntnisse über Verhalten und Absichten unserer Bürger verzichten, was letztlich für unsere Demokratie und die sie dominierenden Demokraten weitaus wichtiger ist, als eben auch das letzte Schlupfloch Pädophiler zu stopfen, was - wie wir wissen - ja sowieso vollkommen unmöglich ist, denn:
    Wo ein felsenfester Wille und die notwendige kriminelle Energie zusammenkommen, helfen weder Grundgesetz noch Rechtsstaat vor Übergriffen.
    Hinweis zum Leistungsschutzrecht
    Diesem Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein könnten.
    Presseverlage, die in diesem Text eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich, mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren. Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung ersetzt.
    Abmahnungen ohne den vorherigen Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren.

    25. März 2013
    09.45 Uhr Zypern: "einvernehmlich vergewaltigt"


    Es ist noch viel zu früh, um aufzuatmen. Noch haben nicht alle zugestimmt, die zustimmen sollen, und noch ist weitgehend unklar, welchen Gräueln da überhaupt
    zuzustimmmen sein soll - und vor allem, zu welchem Zweck.
    Vordergründig geht es darum, dass die EU (EZB) einen 10 Milliarden Kredit vergibt, wofür der allerdings gebraucht wird, bleibt im Dunkeln.

    Sollte der Kredit der Rettung zyprischer Banken dienen? Warum ist dann die Zerschlagung der zweitgrößten Bank Zyperns Bedingung?
    Sollte der Kredit der Rettung Zyperns dienen? Warum zerschlägt man dann Zyperns florierendsten Wirtschaftszweig, eben den Finanzsektor?
    Die Begründung, die Bilanzsumme der in Zypern angesiedelten Banken überstiege das BIP bei weitem, ist haltlos. Zwischen der Bilanzsumme von Unternehmen jeder Art (also auch Banken) und dem BIP der Staaten, in denen sie tätig sind, besteht kein "gefährlicher" volkswirtschaftlich relevanter Zusammenhang. Das ist eine typische sinnleere Spruchblase, die allerdings im Flipper-Labyrinth der Medien gänzlich unverstanden mit Ding-Dong und Klingeling-ratter-ratter-ratter fröhlich zwischen den Qualitätsmedien hin und her geballert wird, bis die Kugel endlich scheppernd im Seitenkanal abtaucht.
    Nüchtern betrachtet hat die EU einen Haircut durchgesetzt, der nun offenbar wohl nur größere Einlagen, ab 100.000 Euro aufwärts trifft.
    Das wäre im Grunde auch in meinem Sinne, weil der Schritt in die richtige Richtung geht, also den Anlegern wenigstens einen Teil des eingetretenen Risikos aufbürdet, auf das sie sich in der Erwartung hoher Renditen eingelassen haben.
    Doch der Schritt ist halbherzig. Die Banken bleiben verschuldet, der 10 Milliarden Kredit der EU löst nur andere Kredite ab und die geforderten 5,8 Milliarden "Eigenleistung" der Zyprer (haircut bei den Anlegern = Eigenleistung Zyperns???) werden mit dem Zugriff auf die Konten vorwiegend ausländischer Anleger noch nicht aufgebracht sein.
    Für die meisten "russischen Oligarchen" verändern sich durch einen Nominalverlust von 25, 30 oder 40 Prozent ihrer Einlagen nur ein paar Ziffern auf ihren Konten. Deswegen wird keiner seine Yacht beleihen oder Sozialhilfe beantragen müssen. Sie werden mit dem, was anderswo geparkt ist, und mit dem, was ihnen in Zypern bleibt, weiterspekulieren wie zuvor, eher noch wütender.
    Die Dummen sind die Zyprer. Denn die haben nun für diesen "Rest" der Oligarchen-Einlagen auf zyprischen Konten aufzukommen.

    Das werden sie aber nicht können. Mit der Zerschlagung und Neuordnung des Bankensektors gehen Milliarden BIP verloren - und ein paar tausend Arbeitsplätze obendrein.
    Das Wachstumswunder, das nach dieser "Kaputt-Rettung" nun eintreten soll, wird nicht kommen. Woher denn? Die komplette Staatsfinanzierung steht unter Kuratel der Troika - und die wird weiter harte Forderungen stellen. Jetzt erst recht!
    Privatisierung, Senkung der Staatsausgaben und Öffnung eines hochsubventionierten Billiglohnsektors für ausländische Investoren, der von der weiterhin drückenden Schuldenlast des Staates erzwungen wird, weil es - im bestehenden System des "Euro-Kapitalismus" - keinen anderen Weg zu geben scheint, um jemals wieder ans Licht zu kommen, das sind die Zukunftsaussichten.
    Das Spiel heißt Kolonialisierung. Die Beute geht an das international vagabundierende Kapital, und die EU, die EZB, der IWF schmücken sich mit dem Genossenschaftsbanken-Slogan: "Wir machen den Weg frei", und platzen fast vor Stolz, ihren Job perfekt und zu vollster Zufriedenheit erledigt zu haben.
    Eigentum, ab einer bestimmten Größenordnung, heißt: "angemessene Teilhabe verwehren", und bringt zwangsläufig zunächst rigorose Verteidigungsstrategien hervor, die schließlich - ebenso zwangsläufig - in aggressive Angriffstrategien übergehen.
    (Siehe auch "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre Bd. IV - Eigentum und Teilhabe")
    Die deutsche Verfassung kennt kein uneingeschränktes Recht auf Eigentum, im Gegenteil, sie bestimmt, dass der Gebrauch des Eigentums zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen soll.
    Die nahezu vollständige Ignorierung, ja in Teilen "Umkehrung" dieses Verfassungsgrundsatzes, wie sie z.B. auch im Steuerrecht zum Ausdruck kommt,
    unterscheidet das real existierende Gebilde "Deutschland" von dem Anspruch, der in der Präambel des Grundgesetzes dokumentiert ist, ein demokratischer und sozialer Bundesstaat zu sein.
    Die gleichen Kommissare und Räte, die gleichen "Währungshüter", die jetzt de facto die Macht in Zypern übernommen haben, haben die gleiche Macht auch über Deutschland - uns fällt das nur weniger auf, weil uns das schleichend lähmende Gift der Entmündigung schon über längere Zeit und in kleineren Dosen verabreicht wird.
    Wir lassen uns wegprivatisieren, was wir mit unseren Steuergeldern aufgebaut haben, wir lassen uns den Sozialstaat zerschlagen, die Renten kürzen, die Leistungen der Krankenversicherungen zusammenstreichen, wir sehen zu, wie der Staat als größter Arbeitsplatzvernichter im Lande auftritt - und die Regierung sich zugleich mit Halbwahrheiten zum Magier der nahenden Vollbeschäftigung hochstilisiert.
    Und wenn wir beginnen, Mitgefühl für Zyprer, Griechen, Portugiesen und Italiener zu entwickeln, dann wird flugs die jahrzehntelang im Giftschrank verschlossene Statistik hochgehalten, mit der uns erklärt wird, die alle hätten viel höhere private Vermögen, vor allem Haus- und Grundbesitz als wir.
    Doch statt zu fragen, wie das gekommen sein mag, wie man es geschafft hat, uns, die angeblich fleißigsten und pflegeleichtesten, ja die streikscheuesten unter allen Europäern, derart um den Lohn unserer Arbeit zu betrügen, apportieren wir brav das Stöckchen, das man uns hingeworfen hat, und fordern wütend, dass es "den faulen Säcken da" nun endlich auch so richtig schlecht gehen soll.
    Gute Nacht, Deutschland ...
    Hinweis zum Leistungsschutzrecht
    Diesem Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein könnten.
    Presseverlage, die in diesem Text eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich, mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren. Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung ersetzt.
    Abmahnungen ohne den vorherigen Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren.

     

    24. März 2013

    Julies Bild vom Sonntag


    Wolfgangs Bild vom Sonntag

    23. März 2013


    22. März 2013 

    09.11 Uhr Satyrisches

    Während Zyperns Volksvertreter noch verzweiftelt versuchen, der Forderung nach der bedingungslosen Kapitulation (Kapitalation???) einen eigenen Plan entgegenzustellen, der die Imperatoren besänftigen könnte, ist man in Brüssel schon lange mehrere Schritte weiter: Egal, was Zypern auch tun oder lassen, zusagen oder nicht zusagen wird, das Exempel wird statuiert.

    Dem Vernehmen nach ist der deutsche Finanzminister bereits wieder in Brüssel eingetroffen, um aus der Hand des Kaisers des Zweiten Deutschen Reiches Römischer Nation die Insignien des Statthalters von Nikosia entgegenzunehmen.

    Am Montagabend, nach Ablauf des Ultimatums, dessen Nichteinhaltung für den Hofstaat in Brüssel schon jetzt feststeht, ist die feierliche Krönung vorgesehen. König Wolfgang der Erste, von Barrosos Gnaden, Abkömmling des christdemokratischen Hauses derer von Schäuble zu Freiburg-Baden, wird sich gleich im Anschluss an diese Zeremonie an Bord des auf Kosten des Protektorats Zypern bereits beschafften, königlichen Lear-Jets begeben und wenige Stunden später auf dem Airport Nikosia aus der Ladeluke rollen, um sein Amt anzutreten.

    Die Anschläge (nicht terroristische, sondern plakative), die zu diesem Zeitpunkt an allen Laternenmasten in ganz Zypern hängen werden, sind bereits gedruckt. Uns ist es gelungen, ein Exemplar aus dem Restmüll der Druckerei zu beschaffen und eine Übersetzung ins Deutsche anzufertigen. Hier der Originaltext:

     Bürger von Zypern

    Die Unrechtsherrschaft unfähiger, korrupter und europafeindlicher Intriganten über eure schöne Insel ist beendet. Der Kampf ist unblutig zu Ende gegangen, was nicht zuletzt der Gnade und Nachsicht unseres geliebten Imperators,

    Jose Manuel Barroso

    zu verdanken ist, der mir, Wolfgang dem Ersten von Zypern, mit sofortiger Wirkung alle Macht über euch und eure schöne Insel, eure Bodenschätze und eure Wirtschaftskraft, eure Banken und all euer totes und lebendes Inventar übertragen hat.

    Daher ergeht nun der königliche Erlass No. 1, dessen Missachtung peinlich, ggfs. mit dem Tod durch die Drohne, bestraft werden wird:

    1. Den Gürtel enger schnallen

    • Übermaß und Prasserei der Bevölkerung Zyperns müssen ab sofort ein Ende haben. Um dies durchsetzen und kontrollieren zu können, ist im Hafen von Nikosia ein Frachtschiff mit Einloch-Gürteln in den Größen Slim, Superslim und ExtremSlim eingetroffen.
      Jeder Bürger Zyperns, vom Säugling bis zum Greis, hat spätestens bis zum Ende dieser Woche einen dieser Gürtel zum Preis von 10.000 € (S),
      5.0000 € (SS), bzw. 3.000 € (ES) zu erwerben und fortan Tag und Nacht geschlossen um die Hüfte zu tragen.
    • Mit dem Erlös aus dieser Aktion werden die Kosten der königlichen Hofhaltung solange bestritten, bis das Geld verbraucht ist, danach wird eine monatliche Gürtelsteuer pro Person in Höhe von 1.000 € erhoben.
      Nichtzahlung der Gürtelsteuer wird mit Wegnahme des Gürtels bestraft.
    • Die königliche Gürtelpolizei ist befugt zu jeder Zeit und an jedem Ort das vorgeschriebene Tragen des Gürtels zu überprüfen. Wer ohne Gürtel angetroffen wird, wird von der königlichen Gürtelpolizei an Ort und Stelle liquidiert und sein ggfs. noch vorhandenes Vermögen konfisziert.
    2. Sozial ist, was Arbeit schafft
    • Kaiser Barroso und ich sind bekanntermaßen die sozialsten Herrscher dieser Welt, daher werden wir auch euch Zyprern Arbeit schaffen bis zur Vollbeschäftigung, dazu wird folgendes angeordnet:
    • Alle Bürger Zyperns vom vollendeten 12. Lebensjahr an haben sich im Laufe des Monats April bei den neu geschaffenen ARGen zu melden. Der Meldetermin entspricht dem Anfangsbuchstaben des Familiennamens.
      Familiennamen, die mit A beginnen, melden sich am 1. April, B am 2., C am 3. - und so weiter.
    • Die ARGen werden dafür sorgen, dass jeder Bürger innerhalb einer Woche an einen Arbeitsplatz vermittelt wird. Hochqualifizierte Fachkräfte werden zeitlich unbegrenzte, unbezahlte Praktikumsplätze in Deutschland erhalten, weniger qualifizierte Kräfte werden der Müllabfuhr und Straßenreinigung zugeteilt, die kräftigeren werden zu Bauarbeiten an unseren neuen Militärstützpunkten herangezogen, Vorbestrafte und Gewalttätige erhalten die Gelegenheit, sich in Strafkompanien der Geheimen Staatspolizei zu bewähren.
      Bürger, die weder für den Einsatz in Deutschland, noch für einen sinnvollen Einsatz in Zypern gebraucht werden, werden als Leiharbeiter nach China vermittelt.
    • Die durch diese Maßnahme frei gewordenen Arbeitsplätze, vor allem im Finanzsektor, werden durch kooperative, loyale und vertrauenswürdige Mitarbeiter aus der City of London und der Wall Street übernommen, denn wir wünschen, dass von Zypern nie wieder eine Finanzkrise ausgehen möge.
    3. Kommunikation
     
    • Zypern wird auch als Protektorat der Europäischen Union ein freies und weltoffenes Land bleiben. Die Meinungsfreiheit ist unser höchstes Gut.
      Niemand darf wegen der Verbreitung meiner oder unseres Kaisers Meinung kritisiert, verfolgt, verunglimpft, oder gar bestraft werden.
    • Zur Sicherstellung dieser Meinungsfreiheit wird die vollständige Überwachung jeglicher Kommunikation sei es mündlich, schriftlich oder auf elektronischem Wege angeordnet.
    • Jeder Verdacht auf einen Verstoß gegen das Grundrecht auf Meinungsfreiheit wird nach dem neuen Paragraphen 130 des Strafgesetzbuches mit Freiheitsstrafen nicht unter 12 Monaten bestraft.
      Der Freiheitsstrafe folgt aus Gründen der Wiedereingliederung eine unbegrenzte und kostenlose pychiatrische Behandlung in einer geschlossenen Anstalt.
    4. Privatvermögen
    • Das zyprische Volk hat sich in der Vergangenheit als unfähig erwiesen, zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Privatvermögen zu finden.
    • Daher wird jegliches private Vermögen, bis auf die Gegenstände des täglichen, persönlichen Bedarfes, beschlagnahmt und mit einer Klebemarke als Eigentum des Imperiums gekennzeichnet. Die Weiternutzung durch die vorherigen Eigentümer kann durch die Entrichtung eines wertabhängigen Nutzungsentgeltes gestattet werden, sofern der Nutzer die dafür erforderlichen Mittel aus Zuwendungen von exterritorialen Freunden oder Verwandten aufbringen kann.
    • Das Geldvermögen auf Bankkonten verfällt zugunsten des Staates. Zahlungsvorgänge mit Bargeld, gleich welcher Währung, sind strikt verboten. Die Versorgung der Bevölkerung mit Waren erfolgt durch vom Staat monatlich einmal ausgegebene, persönliche Bezugsscheine. Jeglicher Tausch von Bezugsscheinen oder Waren (Schwarzmarkt) ist verboten.
    • Grundsätzlich soll von der Gesamtleistung (BIP) Zyperns künftig ein Anteil von 30 Prozent der Bevölkerung direkt in Form von Bezugsscheinen zugute kommen. Die weiteren 70 Prozent gehen in den Export, die Exporterlöse werden zur Tilgung der Staats- und sonstigen Auslandsschulden verwendet. Nach vollständiger Tilgung stehen die Überschüsse dem Hof des Statthalters zu.
    • Insofern kann sich Leistung wieder lohnen, weil der der Bevölkerung großzügigerweise (wir bleiben dabei nur geringfügig hinter deutschen Verhältnissen zurück) zugestandene 30%-Anteil ja mit dem BIP im Gleichschritt wächst.
    5. Weitere Anordnungen
    • Weitere Anordnungen ergehen täglich und werden durch öffentlichen Aushang bekannt gemacht.
    gegeben zu Nikosia am 25. März anno domini MXIII
     
    Wolfgang I.

     

    Ganz im Ernst:

    Es ist nicht vorherzusehen, in welchem Maße diese satirische Prognose von der Realität eingeholt oder übertroffen werden wird.

    Es ist allerhöchste Zeit, dass wir uns gegen die angemaßte Allmacht der Brüsseler Eurokraten mit Macht zu Wort melden. Heute ist Zypern Zypern - morgen kann Zypern überall sein!

    Man kann die Welt anders gestalten. Man sollte die Welt "fair ändern".

    Karl Waldecker hat die Diskussionsgrundlage dafür gelegt.

    Glocalis

    Die Welt
    fair ändern


    21. März 2013

    10.30 Uhr Tag der Lohngleichheit - auf deutsch?: "Equal pay day "

    Auch so ein Tag der großen Krokodile. Ihre Tränen sind so groß und schimmernd, dass man vor lauter Faszination das Gebiss vollständig aus dem Auge verliert.

    Die Begründungen für die gravierenden Entlohnungsunterschiede zwischen Männern und Frauen, die die gleiche Arbeit erledigen, sind Legion.

    Eine Legion der Lüge.

    Die wichtigsten Argumente:

    • Frauen entscheiden sich schon bei der ersten Berufswahl für die falschen Berufe - und damit für den Niedriglohn,
    • Frauen arbeiten zu viel Teilzeit - und haben daher niedrigere Einkommen und später niedrigste Rente,
    • Frauen kommen nach der Niederkunft nicht schnell genug wieder an den Arbeitsplatz zurück,
    • Frauen in (West-) Deutschland schaffen es nicht, Beruf und Familie (zu Gunsten des Berufes) unter einen Hut zu bringen. In Ostdeutschland habe man ein anderes Frauen- und Familienbild und die Vollzeitarbeit der Frau sei selbstverständlich,
    • Kinder gehören zum frühestmöglichen Zeitpunkt in staatliche Obhut, damit die Frauen wieder arbeiten und Geld verdienen können,
    • Die Rückkehr aus der Teilzeit in die Vollzeitbeschäftigung sei kaum möglich und müsse daher gesetzlich geregelt werden
    Das klingt alles so schön vernünftig. Aber nur so lange, wie man sich das Land, in dem das Sinn machen könnte, erst mal dazu denkt - so wie die trotz Rechtsanspruch fehlenden Krippenplätze.
     
    Betrachten wir die Entlohnungssituation der Frauen einmal von der Realität her, dann ergibt sich ein vollkommen anderes Bild.
     
    • Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist gekennzeichnet von einer hohen Zahl statistisch erfasster und einer noch höheren, in der Statistik verborgenen Zahl von arbeitssuchenden Menschen und solchen, die in prekären Beschäftigungsverhältnissen nicht das Salz in die Suppe verdienen.
    • Jeder Versuch, mehr Menschen in Beschäftigung zu bringen, führt zu der Erkenntnis, dass alle "gewinnträchtigen" Arbeitsplätze ganz selbstverständlich bereits besetzt sind - sogar mit Überstunden, Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit. Zusätzliche Arbeitsplätze werden nur bereitgestellt, wenn daraus ein zusätzlicher Gewinn erwirtschaftet werden kann. Dies ist aber, nach durchaus längst erfolgter Ausschöpfung aller Kosteneinsparungspotentiale nur möglich, wenn die Lohnkosten niedrig genug sind. Jede (gesetzlich) erzwungene Umwandlung eines Teilzeit- in einen Vollzeitarbeitsplatz, stellt also schon einen Schritt in Richtung weiterer "Lohnsenkung" dar.
    • Das traditionelle Familienbild, in dem der Mann den Unterhalt für die Familie erwirbt, während die Frau sich um den Haushalt und die Kinder kümmert, ist kein schlechtes Familienbild. Es wurde allerdings durch die durchaus auch nicht rosige Entlohnung der Männer dafür gesorgt, dass Frauen, alleine aus wirtschaftlichen Gründen, etwas dazu verdienen müssen. Schließlich kann sich nicht jeder Hauspersonal und Kinderbetreuungsangestellte leisten, das ist ein Privileg von wohlhabenden Unternehmerfamilien, ggfs. auch mal einer Sozialministerin. Also wird der Dazuverdienst zwangsläfuig in Richtung Teilzeit gehen und zudem in der räumlichen Nähe zur Wohnung gesucht. Da wird aber nichts anderes angeboten als Kassiererin, Friseuse, Putzfrau ... und die treten sich schon gegenseitig auf die Füße.
    • Hinzu kommt die Steuergesetzgebung, die Frauen in den allermeisten Fällen die ungünstigste aller Steuerklassen zuweist, so dass es für viele Frauen schlicht uninteressant ist, den Dazuverdienst über den 450-Euro-netto-für-brutto-Job auszudehnen, ja dass sich hier sogar eine Falle auftut, die bei Überschreiten der Einkommensgrenze zu einer Minderung des verfügbaren Einkommens führt.
    • Dass es neben dem traditionellen Familienbild auch noch traditionelle geschlechterspezifische Berufsbilder gibt - und weiter geben wird, ist auch kein Wunder, wird in der verlogenen Argumentation aber als "überholt" dargestellt. Dass die traditionellen Frauenberufe grundsätzlich schlecht bezahlt werden, hat wieder mit dem gesamtgesellschaftlichen Verteilungsgefüge zu tun. Es ist einfach nicht genug Geld bei den Konsumenten vorhanden, um typische Dienstleistungen der Frauenberufe angemessen zu entlohnen. Deutlichstes Beispiel ist der Frisör. Abgesehen von Edel-Coiffeuren, bei denen sich nur hochbezahlte Muttis zum Nachmittagsschwätzchen treffen, weiß jeder Frisör, dass Kunden und Kundinnen eher den Salon wechseln oder die Haare ein, zwei Wochen länger struppig lassen, als eine Preiserhöhung aus dem sowieso schon engen Familienbudget an anderer Stelle abzuzweigen - wenn sie in der größten Not nicht ganz und gar selbst zur Schere greifen.
    • Frauen mit sanfter sozialpsychologischer Gewalt von der Familie fern zu halten und in den Beruf zu treiben, hat zwei Ziele:
      1. Die frühzeitige Indoktrination der Kinder durch staatliche Erziehung, lange bevor ein Kind überhaupt beginnen kann, selbst zu denken,
      2. Die weitere Destabilisierung des Arbeitsmarktes durch ein preisdrückendes Überangebot von Arbeitskraft.
      Die verfügbare Arbeit wird dadurch nicht mehr, die Löhne steigen dadurch nicht, sondern sie sinken, und die nachfolgende Generation staatsgläubiger Untertanen wird noch pflegeleichter sein, als die sowieso heute schon im Halbdämmer lebenden, politikfernen Massen.
    Es darf doch nicht darum gehen, Frauen besser und Männer im Gegenzug vielleicht sogar schlechter zu entlohnen. Das ist vordergründige Augenwischerei!
     
    Es muss vielmehr darum gehen, den arbeitenden Menschen einen größeren Anteil am erarbeiteten Kuchen zukommen zu lassen, so dass alle in menschenwürdigen Verhältnissen, möglichst mit nur einem Alleinverdiener in der Familie, ihr Auskommen haben und die späteren Renten hoch genug sind, um ohne erniedrigende Aufstockerei im Alter leben zu können.
     
    Wer allerdings die Republik voll absichtlich in den besten Niedriglohn-Standort der Welt verändert hat und weiter daran arbeitet, der sollte an Tagen wie heute nicht heuchlerische Analysen und die weiterhin falschen und irreleitenden Rezepte vortragen, sondern sich entweder gar nicht zu Wort melden, oder ehrlich und voller Stolz darauf hinweisen, dass es Politik und Wirtschaft in Deutschland weiterhin gelungen ist, den großen Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen zu bewahren.
     
     
     

    Hinweis zum Leistungsschutzrecht
    Diesem Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein könnten.

    Presseverlage, die in diesem Text eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich, mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren. Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung ersetzt.

    Abmahnungen ohne den vorherigen Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren.

     


    20. März 2013

    18.45 Uhr Plan für Zypern

    Aus gegebenem Anlass und um einen Gegenentwurf zur allgegenwärtigen alternativlosen Alternativlosigkeit anzubieten, habe ich meine Initialen für das
    EWK - Institut für Europäische Währungs- Konzepte zur Verfügung gestellt und unter dieser Phantasiebezeichnung einfach mal einen Plan für Zypern vorgelegt.

    Daraus ist nun der zweite Paukenschlag dieser Woche geworden.

     

    12.15 Uhr Zypern und die Kleinsparer

    Es gibt zwei Worte, die ich nicht mehr hören kann, ohne einen kaum zu unterdrückenden Würgereiz zu verspüren:

  • Sparer und
  • Investoren
  • Wenn in einem mehr oder minder komfortablen Steuerparadies von überreichen Menschen Millionen und Milliarden auf Bankkonten gebunkert werden, dann sind das weder Sparer noch Investoren. Es sind überflüssige Spekulanten und skrupellose Abzocker.
     
    Die sparen weder auf die nächste Urlaubsreise, noch auf ein neues Auto, auch nicht für die Ausbildung der Kinder oder für das Eigenkapital für das eigene Haus. Die sparen überhaupt nicht. Denen quillt das Geld aus allen Körperöffnungen und sie suchen nichts anderes, als jene Überarmten, die sich die Kohle von ihnen leihen müssen und sie dann mit Zins und Zinseszins zurückzuzahlen haben.
     
    Die investieren auch nicht. Die schichten Geldvermögen um. Wer Aktien eines bestehenden Unternehmens an der Börse kauft, der investiert doch nicht. Der legt Geld an. Wer Staatsanleihen kauft, investiert ebenfalls nicht, er verborgt Geld und glaubt sich damit in einem relativ sicheren Hafen.
     
    Und da kommt das dritte Wort, das ich nicht mehr hören kann:
    • Staatsbankrott
    Es ist ein saublödes Wort, und es wird auch nicht besser, wenn stattdessen "Staatsinsolvenz" gesagt wird oder Regeln für eine geordnete Insolvenz von Staaten gefordert werden.
     
    Ein Staat kann nicht bankrott gehen. Das hab ich vor vielen Monaten schon einmal ausführlicher geschrieben. Bankrott oder Insolvenz enden mit der Auflösung des insolventen Unternehmens. Nachdem die restlichen Werte an die Gläubiger verteilt sind, bleibt von dem insolventen Unternehmens nichts übrig. Alles, was noch da war, ist im Besitz der Gläubiger - von Restbeständen an Bargeld in der Kasse bis zum Firmengrundstück - und die Mitarbeiter stehen arbeitslos auf der Straße.
     
    Staatsbankrott hieße: Die Gläubiger übernehmen den Staat, teilen das Land und die Kunstschätze, die Bodenschätze und die noch bestehenden Unternehmen unter sich auf - und jagen die Bevölkerung mit dem Nansen-Pass für Staatenlose über die Grenze ins Ausland - oder gleich ins Meer.
     
    Kein souveräner Staat kann anders zerschlagen werden, als durch Krieg und Besatzung. Kein souveräner Staat kann wirklich bankrott sein.
     
    Es ist möglich, dass ein Staat seine Schulden nicht tilgen kann. Gut, dann werden die gestrichen. Tut dem Staat nicht weh.
     
    Es ist möglich, dass der Staat danach keine Kredite mehr von ausländischen Gläubigern erhält. Tut dem Staat auch nicht weh.
     
    Ein Problem ist das nur dann, wenn der Staat weiterhin glaubt, alle seine Geschäfte in Fremdwährungen abwickeln zu müssen, statt sich eigenes Geld zu schaffen.
     
    Der Euro ist für alle Mitgliedsstaaten der Euro-Zone eine Fremdwährung, auf die sie keinerlei Einfluss mehr haben. Wer Löhne und Gehälter von Staatsbediensteten in Euro zahlen will, muss sich Euros verschaffen, und wenn die im eigenen Land nicht aufzutreiben sind, muss er sich beim Ausland verschulden.
     
    Doch das ist Ausfluss eines katastrophalen Denkfehlers - und Folge einer unentschuldbaren volkswirtschaftlichen Unwissenheit.
     
    Eigenes Geld kann jeder Staat genau so gut wie jede in- oder ausländische Bank in eigener Verantwortung emittieren und zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklären.
     
    Das ist keine Hexerei, sondern in vielen Staaten, wenn nicht gar in allen Staaten der Euro-Zone, das Gebot der Stunde.
     
    Schwierig wird das doch nur, wenn die Exporterlöse in Fremdwährung nicht ausreichen, um die Importe in Fremdwährung zu bezahlen. Doch das ist wiederum vollkommen unabhängig von der verwendeten Währung. Es ist nur eine Folge einer unausgeglichenen Handelsbilanz - und vor der schützt eben auch der Euro nicht, im Gegenteil, er vergrößert im Zweifelsfall das Problem, weil seine Parität weder innerhalb der Euro-Zone, noch außerhalb, vom einzelnen Land durch Auf- oder Abwertungen verändert werden kann.
     
    Der Euro ist eine Falle für jedes einzelne Land der Euro-Zone.
    Und er ist, und das nur, weil ihn niemand aufgeben will, eine Falle für die gesamte EU.
     
    Ob die Ablehnung des Enteignungs-Diktates durch Zypern Bestand haben wird, ist noch nicht abzusehen. Brüssel wird nicht eher Ruhe geben, bis das Exempel statuiert ist.
     
    Doch zu wünschen wäre es dieser Währungsgemeinschaft, dass ein Ausscheren tatsächlich erfolgt, dass die Rückkehr zu einer eigenen Landeswährung vollzogen wird - und die wohltätige Wirkung erkennbar wird.
     
    "Die Märkte", die sich gerade eben wieder als "Sparer" und "Investoren" tarnen, brauchen diesen Schuss vor den Bug - und wenn der nicht reicht, dann noch einen und noch einen.
     
    Nur dann kann Europa den Weg in die Diktatur verlassen und zur Demokratie zurückkehren.
     

    Hinweis zum Leistungsschutzrecht
    Diesem Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein könnten.

    Presseverlage, die in diesem Text eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich, mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren. Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung ersetzt.

    Abmahnungen ohne den vorherigen Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren.


    19. März 2013

    15.00 Uhr ein Buch ins Nest 

    Die Wettervorhersagen für Ostern, soweit Langfrist-Prognosen aussagekräftig sind, bleiben bei niedrigen Temperaturen und bedecktem Himmel - zumindest was uns hier in Elsendorf betrifft.

    Die Ausflugslust für alle, die nicht schon das Flugticket zum Sonnenstrand in der Tasche haben, dürfte also an den Feiertagen eher gering sein.

    Warum also nicht in der kuschelig warmen Wohnung einfach zum Buch greifen und schmökern, wie in guten alten Zeiten?

    Wir haben ein paar Empfehlungen für's Osternest für Sie zusammengestellt - was Sie aber nicht daran hindern soll, sich auch andere Titel aus dem Programm des EWK-Verlags anzusehen.

     


    18. März 2013

    11.50 Uhr Graf Draghila im Blutrausch

    Da hat Zypern nun also eine von ganz oben verordnete Währungsreform.

    In einer "Nacht- und Nebelaktion" am Wochenende von den Gralshütern des Euro, bar jeder gesetzlichen Grundlage verordnet, findet eine Abwertung von Bankguthaben statt.

    Das ist nicht nur, wie Herr Bosbach es formuliert, ein "Tabubruch", es ist im Grunde millionenfacher und millardenschwerer Raub.

    Dass dem ganzen das Mäntelchen eines zypriotischen Steuergesetzes umgehängt wurde, ist nichts als Augenwischerei. Die Aktion ist ein diktatorischer Willkürakt sondersgleichen, der nun vom zyprischen Parlament mit einer Stimme Mehrheit nachträglich legitimiert werden soll.

    Und diese Schmierenkomödie ist - getreu nach dem Motto Jean-Claude Junckers: Wir fangen mal klein an - und wenn der Aufschrei klein bleibt, dann machen wir weiter, bis es nicht mehr rückgängig zu machen ist, nur ein Anfang, was in dem alten deutschen Sprichwort "Ist der Ruf erst mal ruiniert, lebt sich's völlig ungeniert" deutlichen Ausdruck findet.

    Natürlich hat man Zypern ausgewählt, weil das Land so klein ist und die "russischen Oligarchen" so ein schönes Feindbild abgeben, mit dem man Otto Kleinsparer in Deutschland die Keule in die Hand drückt, mit der er sich anschließend selbst die Kniescheiben zerschmettern darf.

    Doch zunächst einmal ist zu klären, was da eigentlich wirklich inszeniert wird:


    17. März 2013

    Julies Bild vom Sonntag

    .

    Wolfgangs Bild vom Sonntag 


    14. März 2013

    12.15 Uhr Franziskus, der Chef

    Zügig ist er gewählt worden, der neue Chef.

    Ein gigantisches Medienspektakel, viele, viele Bilder aus Rom, minutenlang ein qualmender Schornstein, sinnleere Texte von Kommentatoren, Großaufnahmen aufmarschierender Blaskapellen, immer wieder Fetzen der italienischen Nationalhymne, verzweifelte Live-Schaltungen mitten in die wartende katholische
    Masse auf dem Petersplatz.

    Doch dann endlich hatten 1.200.000.000 Katholiken weltweit ein neues Oberhaupt.

    Mir fiel Jean Paul Sartres Roman "Kindheit eines Chefs" ein. Ein hübscher lieber Junge mit lockigen Haaren, der einst die väterliche Fabrik übernehmen soll - und darüber ins Grübeln gerät und die Frage: "Wer bin ich?", nicht zu beantworten vermag.

    Dem neue Papst, der sich einen neuen Namen und damit eine neue Identität gegeben hat, wird es kaum anders gehen.

    Er tut mir ein bisschen Leid, dieser Franziskus.

    Mehr über Kirche und Papst:


    13. März 2013

    12,30 Uhr Was ist eigentlich in Ungarn los?

    Gelegentlich tauchen in der Berichterstattung der Qualitätsmedien Informationen darüber auf, dass Ungarn sich Schritt für Schritt von der Rechtsstaatlichkeit verabschiedet. Nun, ich bin kein Ungarnkenner, doch offenbar sind das einige der Berichterstatter auch nicht. Meines Wissens hat Ungarn z.B. gar kein Grundgesetz, was den FOCUS allerdings nicht daran hindert, zu schreiben, die Regierung Orban habe das ungarische Grundgesetz geändert.

    Fakt ist, in Ungarn wird die Verfassung umgeschrieben. Mit 2/3 Mehrheit, wie es
    die Verfassung vorschreibt. Nicht anders als bei uns, wo auch eine 2/3 Mehrheit ausreicht, um unser Grundgesetz umzuschreiben.

    Nun treten u.a. Frau Merkel und die EU-Kommission auf den Plan und rügen das Vorgehen der ungarischen Regierung. Mit welchem Recht?

    Hat die EU-Kommission inzwischen die Befugnis, nationalstaatliche Verfassungen zu kontrollieren und ihre Fortschreibung zu reglementieren?

    Ganz abgesehen davon, dass die Aushebelung der Dritten Gewalt, der Judikative, schon eine recht bedenkliche Entwicklung darstellt, die durchaus als ein Schritt in Richtung Diktatur angesehen werden kann, so ist es doch immer noch die Sache der Ungarn. Oder?

    Ich vermisse an dieser Stelle die grundsätzliche Diskussion über die Rechte der EU, in einzelstaatliche Verfassungen eingreifen zu dürfen. Schließlich hat eine Vertreterin der EU nicht nur die eingehende Prüfung der Entwicklung, sondern auch "rechtliche Schritte" angekündigt.

    Werden als nächstes aus Brüssel Vorgaben für Verfassungsänderungen kommen, die von den nationalen Parlamenten in nationales Recht zu übernehmen sein werden?

    Wehret den Anfängen!

    In diesem Zusammenhang auch wieder schön: Der neue Vorstoß, das deutsche VW-Gesetz zu kippen, nach dem das Land Niedersachsen mit seinem Aktienpaket über eine Sperrminorität bei VW verfügt.

    Eine Frechheit. Da soll ein Aktionär, eben Niedersachsen, gezwungen werden, ein Recht aufzugeben, nur weil andere Aktionäre, die beim Aktienerwerb wissen konnten und gewusst haben, dass es diese besondere Konstellation gibt, daran Anstoß nehmen? Hätten sie doch einfach keine VW-Aktien ins Depot nehmen sollen, wenn ihnen das nicht gefällt.

    Doch nein, da werden Beteiligungen gekauft, und anschließend wird über den mysteriösen Hebel EU-Kommission und EuGH geklagt, bis zum Umfallen - und irgendwann werden die Kläger schon Recht bekommen, und zwar das Recht des Landes Niedersachsen. Alles unter der falschen Flagge von Gerechtigkeit, Gleichbehandlung und Freiheit. Freiheit des Kapitals, gegen welche die Freiheit und die angestammten Rechte eines Bundeslandes in der Güterabwägung nichts wert sind.

    Und was können wir dagegen tun?
    Polit-Eunuchen ins Europa-Parlament wählen.

    Nein, dieser Weg der politischen Zwangs-Vereinigung Europas ist der falsche Weg.
    Es ist der falsche Weg, weil er über die Köpfe der Menschen hinweg beschlossen und eingeschlagen wird, weil Europa sich überall in einer zentralistischen - und nicht minder diktatorischen Art in die Gestaltung der Gesellschaft, des Rechts und der Kultur einmischt, wie Orban in Ungarn. Nur, dass in Ungarn immer noch Bürger gegen die Verfassungsänderungen auf die Straße gehen, und dass die Ungarn womöglich bei den nächsten Wahlen anders wählen werden, weil sie wählen können.

    Orban hat weit mehr demokratische Legitimation als die EU-Kommmission. Das ungarische Parlament hat weit mehr demokratische Legitimation und verfügt über weit mehr demokratisch übertragene Gestaltungsrechte als das EU-Parlament.

    Das sollten wir nicht aus dem Auge verlieren, auch wenn der Protest gegen die Aufhebung der Gewaltenteilung in Ungarn durchaus gerechtfertigt ist.

    Die Frage ist: Wie kann es besser gemacht werden? Wie kann eine Welt, die immer näher zusammenwächst, immer mehr aufeinander angewiesen ist, sich organisieren, um einen vernünftigen und befriedigenden Ausgleich zwischen den Interessen der Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung und den übergeordneten Interessen und Notwendigkeiten eines Planeten herzustellen, der an manchen Stellen schon an die Grenzen seiner Möglichkeiten gestoßen ist und eben nicht mehr nur nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten "ausgebeutet" werden darf?

    Karl Waldecker stellt in seinem Buch "Glocalis - die Welt fair ändern" eine interessante - und in sich runde - Idee zur Diskussion.

    Glocalis ist vor einer Woche im EWK-Verlag erschienen.

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    Hinweis zum Leistungsschutzrecht
    Diesem Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein könnten.

    Presseverlage, die in diesem Text eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich, mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren. Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung ersetzt.

    Abmahnungen ohne den vorherigen Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren.

     

     


    12. März 2013

    12.50 Uhr Deutsches, sehr Deutsches

    Die Meldung hätte mich eigentlich gar nicht interessiert, hätte es da nicht diesen sonderbaren Einleitungstext gegeben, in dem die Rede davon war, dass 266 Rechtsextreme mit nicht vollstrecktem Haftbefehl gesucht würden.

    In meinem Kopf stellte sich das quer, denn wenn ein Haftbefehl vollstreckt ist, war die Suche ja wohl erfolgreich. Mit einem vollstreckten Haftbefehl braucht man niemand mehr zu suchen. Suchen mit nicht vollstrecktem Haftbefehl klingt vielleicht noch ein bisschen dramatischer als nur per Haftbefehl zu suchen, doch es bleibt ein weißer Schimmel, ein sprachlicher Fehlgriff.

    Und dann stand da noch, sie seien spurlos verschwunden.

    Das ist natürlich auch Käse. Niemand auf dieser Welt verschwindet spurlos, selbst aus dem Krematorium kommt immer noch fettiger Rooch (nach Heinrich Zille) und ein Häufchen Asche.

    Richtiger wäre wohl gewesen zu schreiben: Die Ermittler haben keine Spur der Gesuchten.

    Das wiederum kann daran liegen, dass die Spuren gut verwischt wurden, oder daran, dass die Ermittler wieder einmal auch die dicksten Spuren einfach nicht erkennen, den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.

    Aber - und das ist das Sonderbare - man weiß, dass sie verschwunden sind, man hat sogar festgestellt, dass sich die Zahl der Verschwundenen seit Oktober glatt verdoppelt hat - was natürlich wiederum Käse ist.

    Die Zahl hat sich nicht verdoppelt, man hatte vorher nur vergessen, dass es da noch ein paar Datensätze mehr gibt, die bisher einfach nicht berücksichtigt wurden.

    Und wenn man dann endlich bis zum Kleingedruckten vorgestoßen ist, dann erfährt man, dass von den 266 lediglich 44 wegen politischer Straftaten verfolgt werden und von denen wiederum nur 5 wegen politisch motivierter Gewalttaten.

    Weiters erfährt man, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz von diesen 266 überhaupt nur 91 kennt. Und von diesen 91 wiederum können nur fünf der NPD zugeordnet werden, 9 hällt man für Angehörige der Kameradschaftsszene oder halt für "freie Rechte" und 4 haben Kontakt zur braunen Musikszene, 2 rechnet man der Skinheadszene zu.

    Das sind dann 20 von 91.

    Wie viele dieser 20 wiederum wegen rechtsextremistischer Strafdaten gesucht werden, wird nicht vermeldet.

    An dieser Stelle sei vermerkt, dass ich nicht mit neonazistischem Gedankengut sympathisiere.

    Doch wenn groß aufgemacht wird, 266 Neonazis hätten sich spurlos verkrümelt, ihre Zahl sei zudem sprunghaft angestiegen - und sich am Ende herausstellt, dass die meisten davon beim Bundesamt für Verfassungsschutz gar nicht registriert sind, dass außerdem die meisten davon wegen "ganz normaler" nicht politisch motivierter Strafdaten gesucht werden, dann fragt man sich stirnrunzelnd nach dem Zweck dieser Meldung.

    Ich habe den Verdacht, es könnte sich darum handeln, dem braven Bürger im Zusammenhang mit dem NPD-Verbotsantrag und den "Schwierigkeiten" bei der Aufklärung des Geheimdienst-Skandals um die NSU-Morde, ein neues "Überwachungsinstrument" schmackhaft zu machen.

    Bin gespannt, wie es hier weitergeht.

     

    Hinweis zum Leistungsschutzrecht
    Diesem Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein könnten.

    Presseverlage, die in diesem Text eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich, mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren. Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung ersetzt.

    Abmahnungen ohne den vorherigen Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren.


    11. März 2013
    10. März 2013
    9. März 2013
    8. März 2013

    7. März 2013

    12.10 Uhr Hinter dem Mond ist - vor dem Mond 

    Der Mond wendet der Erde stets die gleiche Seite zu.

    Wer hinter dem Mond lebt, wird - auch nach den allerlängsten Blicken in den schwarzen Himmel - das Märchen von der angeblichen Existenz einer Erde in weniger als 400.000 km Entfernung als Humbug, bestenfalls als Verschwörungstheorie abtun

    Wir leben auf dieser Erde - und damit zwar nicht auf der Vorderseite des Mondes, aber doch irgendwie "vor dem Mond", und weigern uns dennoch standhaft, das wahrzunehmen, was offenkundig ist, solange nur Herr Schulz oder Frau Merkel oder Frau von der Leyen oder Herr Rösler oder Herr Schäuble oder Herr Barroso oder Frau Schröder oder sonstwer, der über die Medien zu uns spricht, das Offenkundige leugnen, verharmlosen, schön-, groß- oder kleinreden.

    Zwischen dem, was ist, und dem, was wir als wahr annehmen, steht ein ganzer Mond aus Vertuschung, Verschleierung, Lüge, Halbwahrheit und Medienmacht.

    Hier geht's zu einer sonderbar ernsten Absurditätenshow:


    6. März 2013

    15.30 Uhr Schwarze - und ganz andere Löcher

    Die schwarzen Löcher der Astronomen und der mit ihnen verbrüderten Physiker sind so massereich, dass alles, was ihnen zu nahe kommt, gnadenlos hineingezogen wird und mit affenartiger Geschwindigkeit hinter dem sogenannten "Ereignishorizont" verschwindet. Kurz und bündig: Bis zum Ereignishorizont ist noch beobachtbar, was sich ereignet, dahinter nicht mehr.

    So weit so gut.

    Nun haben wir in Deutschland einige Menschen, die von manchen Presseerzeugnissen gerne als "Experten" bezeichnet werden, deren informationstechnisches Verhalten einen Vergleich mit schwarzen Löchern durchaus nahelegt.

    Nur funktionieren sie genau umgekehrt. Ein offenbar extrem massearmes Denkorgan spuckt unentwegt Informationen, Gedanken, Vermutungen, Prognosen, Gerüchte, Zahlen und Buchstaben aus, die sich mit affenartiger Geschwindigkeit in Presseerzeugnissen und Qualtitätsmedien verbreiten.

    Auch hier gibt es einen Ereignishorizont. Die Ursache der eruptiven Produktion bleibt hinter dem Ereignishorizont unbeobachtbar und unüberprüfbar, was herauskommt ist beobachtbar, nur macht sich selten jemand die Mühe es zu überprüfen.

    Nun haben solche Experten im "Schwarze-Löcher-Modus" wieder einmal eruptiv eine Gedankenblase zur Lebens- und Wochenarbeitszeit ins All geschleudert.

    Angesichts von 3 Millionen gezählten Arbeitslosen, insgesamt 7 Millionen auf Transferleistungen angewiesenen Personen, einer unbekannten, aber sicher noch einmal 7 Millionen starken Bevölkerungsgruppe, die in prekären Jobs ums Überleben kämpft, aber gerade noch oberhalb der Berechtigungsgrenzen liegt, oder sich einfach schämt, vom Amt Hilfe zu erbitten, spucken sie die Forderung aus, die Lebensarbeitszeit weit über 67 hinaus zu verlängern und die Wochenarbeitszeit von 40 auf 45 Stunden anzuheben.

    Nun haben wir, wenn auch zumeist in erbärmlich bezahlten Jobs, gut 40 Millionen Beschäftigte in Deutschland. Deren Arbeitszeit um 12,5% zu verlängern, und deren Lebensarbeitszeit um weitere 3 Jahre anzuheben, dürfte zu einem Arbeitsmarkteffekt in der Größenordnung von zusätzlichen 6 Millionen Arbeitslosen führen, die von den dann verbliebenen 34 Millionen Beschäftigten mit zu alimentieren sind - Rationalisierungs-Effekte und die massive Anwerbung ausländischer Fachkräfte, die auch auf dem Mist dieser Schwarzen Löcher gewachsen ist, noch gar nicht berücksichtigt.

    Die eine mitgelieferte Begründung, die ich hier nicht im Worlaut zitiere, suggeriert, wer länger lebt und länger arbeitet, sichert damit den eigenen Wohlstand im Alter.

    Die andere besagt, dass sich (angesichts der vorhandenen Unterbeschäftigung und Arbeitslosigkeit) dennoch ein beängstigender Mangel an Beschäftigten abzeichne.

    Mag sein, dass er den Rückgang der Beschäftigung mit einem Mangel an Beschäftigten verwechselt, doch das liegt leider hinter seinem persönlichen Ereignishorizont, der in der Nähe der Sprechwerkzeuge zu liegen scheint, verborgen.

    Wenn man noch dazu bedenkt, dass ungefähr die Hälfte der gesamten Leistung (BIP) der Bundesrepublik Deutschland in den Export geht und ein nicht unerheblicher Teil davon als "Exportüberschuss" verbucht wird, also als Leistung, der keine reale Gegenleistung gegenübersteht - nur Schuldscheine, für die wir am Ende dann wieder per Rettungsschirm in die Haftung genommen werden, kommt einem schon das kalte Grausen.

    Nach astronomischen und physikalischen Maßstäben handelt es sich allerdings doch nicht um so etwas gigantisches, wie schwarze Löcher, es sind vergleichsweise wohl eher "kleine Löcher", doch das Geheimnis, wie das, was von ihnen abgesondert wird, überhaupt entstehen kann, lässt sich einfach nicht lüften.

    Allerdings hat man das Bedürfnis, kräftig zu lüften, wenn man wieder einmal eine volle Ladung davon vorgesetzt bekommen hat.

    Hinweis zum Leistungsschutzrecht
    Diesem Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein könnten.

    Presseverlage, die in diesem Text eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich, mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren. Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung ersetzt.

    Abmahnungen ohne den vorherigen Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren.

     

     

    10.00 Uhr 8 Jahre Hilfetelefon für Frauen

    Heute Morgen wurde eines der großen Geheimnisse der Bundesregierung gelüftet. Die Frage, warum nun 8 Jahre lang so gut wie keine politischen Regungen des Familienministeriums erkennbar waren, ist beantwortet.

    Die Ministerin persönlich (Frau Schröder, für alle, die sich nicht an die Familienministerin erinnern können) erklärte Herrn Schmiese vom Morgenmagazin voller Stolz, dass man nun acht Jahre lang daran gearbeitet hätte, eine Hotline einzurichten.

    A C H T Jahre für eine Hotline!!!!!

    In der Zeit gründen andere 16 Call-Center ...

    Und dann erklärte Frau Schröder, wie schwer das war. Wie unsagbar hart sich das Familienministerium acht lange Jahre damit beschäftigte, diese Hilfe-Nummer zu schalten, 80 Berater zu suchen und auszubilden, einen Gehörlosen-Zugang einzurichten und dafür Sorge zu tragen, dass Frauen sich dort in allen Sprachen dieser Welt verständlich machen können.

    Da muss man doch im Herbst CDU wählen, wenn die sich da so ins Zeug legen.

    Mir fallen wieder die Managergehälter ein.

    Frau Schröder bekommt als Ministerin monatlich rund 13.000 Euro von den Steuerzahlern. Im Jahr also rund 150.000 Euro.

    Nun war ich ein gutes Weilchen meines Lebens in der Wirtschaft tätig, und ich glaube mit Fug und Recht behaupten zu können, dass die Einrichtung einer solchen Hotline dort ungefähr so abgelaufen wäre:

    • Tag 1

      Vorstand erfährt von einem Problem und beauftragt einen Mitarbeiter im Rang eines Abteilungsleiters eine Voruntersuchung durchzuführen und einen Projektvorschlag zur Entscheidung vorzulegen.
      .
    • Tag 30

      Der Projektvorschlag wird vorgelegt, Kosten und Nutzen werden abgewogen,
      das Projekt wird mit kleinen Änderungen genehmigt, ein Budget zugewiesen.
      .
    • Tag 31

      Ein Projektteam erarbeitet gemeinsam mit den Projektpartnern das Feinkonzept der technischen Realisierung, beginnt mit der Rekrutierung des erforderlichen Personals, startet ein erstes Ausbildungsprogramm, sucht und mietet die erforderlichen Räumlichkeiten, stellt Kontakte zu allen ggfs. einzubindenden Hilfsorganisationen her und schließt die ggfs. erforderlichen Verträge.
      .
    • Tag 90

      Umbauarbeiten im Mietobjekt beginnen, das bisher akquirierte Personal wird in einer Testumgebung auf den "Ernstfall" vorbereitet.
      .
    • Tag 100

      Installation der Technik, Probeläufe, Nachbesserungen

      .
    • Tag 120

      Start der Hotline in einer ersten Ausbaustufe, sammeln von Erkenntnissen
      über Verbesserungsmöglichkeiten, Umsetzen der Verbesserungsmöglichkeiten,
      Einarbeitung weiterer Mitarbeiter.
      .
    • Tag 180

      Die Hotline läuft im Vollbetrieb. Der Vorstand wird über den erfolgreichen Abschluss des Projekts informiert und gibt im Anschluss eine kurze Pressekonferenz.
    Das ist ungefähr die Zeitspanne, in der so ein wirklich kleines Projekt von der Konzeption bis zur Realisierung durchgezogen wird. Und der Vorstand (Minister) beschäftigt sich damit allenfalls 20 Stunden, eher weit weniger.
     
    Wenn man also die 8 Jahre der Familienministerin mit dem halben Jahr eines wirklichen Managers vergleicht, dann steht dem durchaus - alleine aus Effizienzerwägungen - auch das 16-fache Gehalt zu, also rund 2,5 Millionen jährlich.

    Und wenn man, wie die Grünen, Vorstandsgehälter bei 500.000 Euro deckeln will. indem man die steuerliche Absetzbarkeit für die Unternehmen da kappt, dann dürfte eine Ministerin mit diesem 8-Jahres-Projekt auch nur noch 2.600 Euro monatlich auf dem Gehaltszettel vorfinden ...
     
    Das ist natürlich alles an den blonden Haaren der Ministerin herbeigezogen. Vermutlich hat sie sich mit dem Projekt nicht länger beschäftigt als es ein DAX-Vorstand auch getan hätte. Dass es acht Jahre gedauert hat, hat auch nichts mit dem tatsächlichen Aufwand zu tun, das schaffen ihre Beamten auch in vergleichbarer Zeit.
     
    Es ist ein Projekt, das man sich einfach aufgehoben hat, um es zur nächsten Bundestagswahl mit großem Brimborium an die Öffentlichkeit zu bringen, weil man da mit kleinem Aufwand und beeindruckenden Worten vielleicht doch wieder ein paar Wählerstimmen gewinnen kann.
     
    Dazu passt dann auch die im gleichen Interview angeschnittene Anregung von Frau Schröder, vom Ehegattensplitting zum Familiensplitting überzugehen. Abgesehen davon, dass das nur mal als Gedanke und Zielvorstellung in den Raum gestellt wird und ohne das Abnicken durch Herrn Schäuble niemals kommen wird, stellte es Frau Schröder als Großtat der Gerechtigkeitspartei CDU dar.
     
    Dass Wulf Schmiese sehr berechtigt zwei Mal nachfragte, ob das denn nicht am Ende nur denen zugute komme, die sowieso viel Geld haben, ignorierte Frau Schröder mit munterem Drauflosplappern so geschickt, dass sich der Morgenmichel am Ende fragte, welchen Blödsinn Herr Schmiese da eigentlich gefragt hat.
     
    Geschickt gemacht, Frau Schröder,
     
    im Grunde aber nur ein Argument mehr, nicht CDU zu wählen.



    Hinweis zum Leistungsschutzrecht
    Diesem Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein könnten.

    Presseverlage, die in diesem Text eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich, mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren. Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung ersetzt.

    Abmahnungen ohne den vorherigen Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren.

     
    Eine Lesermeinung zu diesem Hinweis auf das Leistungsschutzrecht:
     
    Lieber Herr Kreutzer,

    zu der gelungenen Satire kann man Sie ja nur beglückwünschen! Das Bubenstück wird sicherlich seine Kreise ziehen (tut es schon) und ein wahrhaft homerisches Gelächter erzeugen über das tolle Eigentor, dass sich die Leistungsschützer da mit diesem Gesetz geschossen haben. Ohne es noch recht bemerkt zu haben, vermutlich, aber da ist ja dieser Torrichter EWK - herrlich! Vor allem "Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis auf den Rechteinhaber ... " ist ja zum Prusten! Und ob sich die "Rechteinhaber" das so gedacht haben, nun gar nicht mehr vorzukommen, darf man bezweifeln. Verzicht auf Zitat oder Link überhaupt! Die einzige Chance, bei Ihnen genannt zu werden, haben die "Rechteinhaber" ja dann nur noch, indem sie sich lächerlich machen! (Oder weil ihnen schavant, dass Sie geguttenbergt haben, was wohl eher nicht vorkommen wird.) Ob die Blogosphäre insgesamt allerdings solche grimmig schmunzelnde Konsequenz halten wird, wie Sie, muss ebenfalls bezweifelt werden. Wäre ja zu schön, wenn Ihr Hinweis zum Leistungsschutzrecht Schule machen und unter allen Blogs stehen würde...

    Herzlichen Gruß
    Konrad W.

     


    5. März 2013

     In diesem Jahr ist sehr früh Ostern

    Die Ostereier aus dem EWK-Verlag
    sind quaderförmig, sie werden weder von Hasen
    noch von Hennen gelegt,
    sondern von Buchdruckern gedruckt
    und von Buchbindern gebunden.

    Ist noch ein Platz frei dafür - im Nest?

    Mädchen und Jungen ab 8 Jahren

     

    Mädchen und Jungen ab 8 Jahren

     

    Mädchen und Jungen ab 9 Jahren

     

    Mädchen und Jungen ab 8 Jahren

     

    Mädchen und Jungen ab 6 Jahren

     

    Mädchen und Jungen ab 5 Jahren

     

    ER schenkt IHR

     

    SIE schenkt IHM

     

    für alle politischen Weltverbesserer

     

    für alle sozialen Weltverbesserer

     

    Gründonnerstag, der Tag der Osterhasen,
    ist schon am 28. März


    5. März 2013

    8.30 Uhr Augenwischerei Managergehälter 

    Die Volksverblödungsmaschine rotiert auf Hochtouren, endlich ein Thema mit dem man "Gerechtigkeit" inszenieren kann. Die Manager verdienen zu viel, die Vorstandsgehälter der deutschen DAX-Konzerne liegen bei durchschnittlich 5 Millionen Euro jährlich - das muss geändert werden ...

    Immmer, wenn Politiker aus so ziemlich allen Parteien wie die Aasgeier über ein Thema herfallen, um sich ja auch ein Stück aus dem Wählerstimmenkuchen zu sichern, ist allerhöchste Vorsicht geboten. Da ist etwas, das nichts kostet, niemandem weh tut, alles beim Alten lässt, aber dem Wahlvolk als großer Schritt in Richtung sozialer Gerechtigkeit verkauft werden kann.

    Die Schweiz hat entschieden, dass die variablen Gehaltsbestandteile in der Regel nur noch 100 % der fixen Bestandteile (im Ausnahmefall 200%) erreichen dürfen, und dass die Aktionäre über die Höhe der Managergehälter zu befinden haben sollen.

    Das soll nun - möglichst noch vor der Wahl im Herbst - auch in Deutschland ins Gesetzbüchlein geschrieben werden - damit mit der Michel sich freut.

    Mir fällt dabei das ebenso kurze wie ordinäre Gedicht ein, das mit der Pointe endet: "So kann man auch mit kleinen Sachen, den Kindern große Freude machen ..."
    (zum vollständigen Verslein)

    Warum das ganze eine einzige Augenwischerei ist?

    1. Heute bestimmen die Aufsichtsräte über die Managergehälter.

    Das sind die Vertreter der Aktionäre - und nach deutschem Mitbestimmungsrecht auch die Vertreter der Belegschaft. Die entscheidende Stimme hat jedoch immer die Aktionärsseite. So dass Rainer Brüderles Rhetorik, die Gewerkschaften und Betriebsräte würden ja immer alles mit entscheiden, schon hart am Rande der Wahrheit daherkommt.

    In Zukunft sollen die Aktionäre alleine entscheiden und das stärkt alleine die Rolle der Eigentümer, die sich ihre Vorstände weiter so auswählen, wie es der Gewinnmaximierung am besten dient - und dafür werden sie auch weiter fürstliche Gehälter ausschütten, ganz ohne dümmliche Fragen der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat beantworten zu müssen.

    2. Die Deckelung über eine feste Relation zwischen Fixum und Bonus

    hat nur einen geringen Einfluss auf die Höhe des tatsächlich gezahlten Jahresgehaltes. Es wird bei dem einen Manager etwas mehr, bei dem anderen etwas weniger herauskommen, unter dem Strich werden sich die Durchschnittsgehälter der Vorstände jedoch nicht verändern.

    3. Vorstände werden bezahlt, damit sie die Drecksarbeit machen.

    Der Strompreis wird nicht sinken und der VW-Passat wird nicht billiger angeboten werden, wenn die Managergehälter gedeckelt werden.

    Gemessen am Gewinn, den die DAX-Unternehmen einfahren und ihren Aktionären ausschütten, und das sind Jahr für Jahr viele Milliarden, die in vielen Fällen in ganz wenige beherrschende Aktionärsfamilien fließen (z.B. BMW, sh. unten), sind die Managergehälter noch weniger als Peanuts.

    Das sind die wahren Abzocker! Die Großaktionäre, das Großkapital, die alles beherrschende Finanzelite. Das sind diejenigen, die ihre Gewinne aus Kapitalvermögen mit niedrigen Vorzugssteuersätzen versteuern.

    Doch von denen redet niemand.

    Wo nicht 5 Millionen, sondern 50, 500 oder 5.000 Millionen jährlich aus einem Unternehmen - d.h. aus der Leistung der Mitarbeiter abgezogen werden, ganz legal, versteht sich, da regt sich kein warnender Finger, ganz im Gegenteil, den eigentlichen Nutznießern wird mit der Forbes Liste der Reichsten auch noch gehuldigt, sie werden als "Investoren" umworben und als "die Märkte" zur gottgleichen Allmächtigkeit emporgehoben.

    Und die werden weiterhin bestimmen, wie viel ihre Vorstände für die Drecksareit bekommen, damit die Milliarden-Gewinne weiterhin fließen.


    Hinweis zum Leistungsschutzrecht
    Diesem Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein könnten.

    Presseverlage, die in diesem Text eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich, mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren. Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung ersetzt.

    Abmahnungen ohne den vorherigen Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren.


    4. März 2013

    07.20 Uhr Das Verfassungsgericht ist kein Wunschkonzert

    Ich finde, es ist kein Unterschied, ob nun Peer Steinbrück erklärt, in Italien hätten zwei Clowns die Wahl gewonnen, oder ob Horst Seehofer dem Verfassungsgericht die Kompetenz abspricht, in der Frage der Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften nach den Grundsätzen der Verfassung zu urteilen.

    Und die Argumentation, es handele sich um Fragen, die von der Politik zu entscheiden seien und nicht vom Gericht, steht in wundersamem Widerspruch zu seinem eigenen Gang nach Karlsruhe um dort den Länderfinanzausgleich zu kippen, weil auch hier die Politik zu keiner Lösung findet.

    Wer aufhört, das Verfassungsgericht zu akzeptieren, hört zugleich auf, die Demokratie und den Staat überhaupt zu akzeptieren, denn das Verfassungsgericht ist in Sachen Demokratie die letzte und einzig entscheidende Instanz.

    Richterschelte ist ja schön und gut, und sogar von der Meinungsfreiheit gedeckt, doch einem Ministerpräsdenten eines Bundeslandes steht sie ebenso schlecht zu Gesicht, wie es einem Kanzlerkandidaten schlecht zu Gesicht steht, den Wahlausgang in einem Nachbarland so zu kommentieren, wie Steinbrück es getan hat.

    Hinweis zum Leistungsschutzrecht
    Diesem Kommentar liegen Informationen aus allgemein zugänglichen Quellen zugrunde. Die verwendeten Einzelworte wurden nicht aus Presseerzeugnissen der letzten 365 Tage entnommen, obwohl sie dort durchaus vorkommen können. Dies gilt auch für die in diesem Text zwangsläufig zur Satzbildung verwendeten Kombinationen aus mehreren Wörtern, die durchaus so oder ähnlich im gleichen oder einem anderen Kontext im Laufe des letzten Jahres in Presseerzeugnissen verwendet worden sein könnten.

    Presseverlage, die in diesem Text eine Verletzung ihrer Rechte aufspüren sollten, bitte ich, mich unverzüglich per E-Mail, Fax oder Telefon zu kontaktieren. Der betreffende Textabschnitt wird unverzüglich unter Hinweis auf den Rechteinhaber gelöscht und durch eine andere Formulierung ersetzt.

    Abmahnungen ohne den vorherigen Versuch einer gütlichen Einigung werde ich nicht akzeptieren.

    Dieser Hinweis ist - noch - ohne Bedeutung. Das Gesetz ist noch nicht in Kraft.

    Doch wenn Sie den obigen Text einmal aufmerksam lesen, werden Sie feststellen, dass es darin eine ganze Menge von Textabschnitten gibt, die durchaus so oder anders auch in "Presseerzeugnissen" des letzten Jahres Verwendung gefunden haben könnten.

    Ob jeder dieser Textabschnitte der so genannten "Definition" genügt, wonach nur "kleinste Textausschnitte" verwendet werden dürfen, weiß noch kein Mensch, solange nicht die ersten Abmahnurteile rechtskräftig geworden sind. Was also ist ein kleinster Textausschnitt? Sind das noch "kleinste" - oder schon "größere":

    • es ist kein Unterschied, ob
    • Peer Steinbrück erklärt
    • zwei Clowns die Wahl gewonnen
    • ob Horst Seehofer
    • dem Verfassungsgericht die Kompetenz
    • in der Frage der Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften
    • nach den Grundsätzen der Verfassung
    • die Argumentation, es handele sich um Fragen
    • von der Politik zu entscheiden
    • nicht vom Gericht
    • Gang nach Karlsruhe um
    • den Länderfinanzausgleich zu kippen
    • das Verfassungsgericht zu akzeptieren
    • die Demokratie und den Staat
    • das Verfassungsgericht ist in Sachen Demokratie die letzte und einzig entscheidende Instanz
    • Richterschelte ist ja schön
    • von der Meinungsfreiheit gedeckt
    • doch einem Ministerpräsdenten eines Bundeslandes
    • steht sie ebenso schlecht zu Gesicht
    • wie es einem Kanzlerkandidaten
    • schlecht zu Gesicht steht
    • den Wahlausgang in einem Nachbarland
    • wie Steinbrück es getan hat
     

     


    3. März 2013

    Julies Bild vom Sonntag

     

    Julies Bild vom Sonntag

     

    Wolfgangs Bild vom Sonntag

     

     

    Wolfgangs Bild vom Sonntag 


    2. März 2013
    1. März 2013

    10.30 Uhr Leistungsschutzrecht

    Daniel Neun von Radio-Utopie hat gestern in einer sehr emotionalen und sehr eingehenden Weise die Konsequenzen des neuen "Leistungsschutzrechtes" beschrieben.

    Ich nehme an, dass ich darauf ungestraft verlinken darf und tue dies am Ende dieser kurzen Meldung.

    In der Annahme, dass das Gesetz nicht rückwirkend beschlossen wurde, werde ich von heute, 1. März 2013 an, keine Links mehr auf "Presseerzeugnisse" setzen. Die Ausnahme bleibt der vor gut einer Stunde noch gesetzte Link zum Kommentar "Schäuble träumt".

    Die Möglichkeit, die ich bisher gerne und aus Verantwortung für meine Leser genutzt habe, zu jedem meiner Kommentare auch direkt auf die Quelle zu verlinken, ist mir zwar nicht unbedingt verwehrt, doch schließe ich mich da voll der Argumentation Daniel Neuns an: Sie haben es nicht mehr verdient, verlinkt und zitiert zu werden.

    Natürlich wird durch dieses Gesetz auch meine Arbeit erschwert, weil der Zugang zu Informationen vermutlich schwieriger werden wird.

    Aber so ist das halt in einem Land, das den Märkten untertan ist, von Kommissaren beherrscht und von so genannten Volksvertretern mit Gesetzen, die von Lobbyisten gewünscht und oft auch geschrieben werden, überschüttet wird, damit eine Regierung, der das Vertrauen in die Kraft des großen Bluffs mehr und mehr abhanden kommt, die Massen im Zaum halten kann.

    (das als Auffrischung des PaD 9 /2013)


     

    09.15 Uhr Schäuble träumt 

    "Ein großer Mann, auch noch im Irrtum groß."

    (Friedrich Schiller, anläßlich des Todes des absolutistischen Herzogs Karl Eugen von Wirtemberg.)

    Von Schäuble wird man vermutlich einst ähnliches sagen, allerdings nicht erst nach seinem Tod, sondern schon nach dem Untergang des Euros und der damit verbundenen europäischen Katastrophe.

    Statt die Augen zu öffnen und das europäische Krisenszenario in aller Konsequenz zur Kenntnis zu nehmen und die wahren Ursachen dafür zu ergründen, macht Schäuble in einer schon unwirklichen Realitätsferne Werbung für den Euro:

    "Es sollten möglichst bald möglichst viele Länder bereit sein, dem Euro beizutreten"

    Und das, obwohl er wissen könnte, dass inzwischen 2/3 der Polen die einst ersehnte Einführung des Euros jetzt ablehnen und die polnische Regierung die Entscheidung über den Euro zunächst einmal vorsichtshalber auf die Zeit nach den nächsten Wahlen (2015) verschoben hat.

    Dass der sogenannte "Sparkurs" irgend etwas mit der schrecklichen Situation der Menschen in Griechenland, Spanien, Portugal und Italien zu hätte, kann Schäuble nicht erkennen, obwohl selbst im zweiten Kernland der Euro-Zone, in Frankreich, die Zeichen auf Sturm stehen.

    Für Schäuble ist "der gesunde Haushalt" das einzig entscheidende Kriterium, und gesunde Haushalte sind eben nach Schäubles Denke nur durch Einsparungen, keinesfalls aber durch höhere Steuern auf höchste Einkommen und Vermögen zu erreichen.

    So spart er uns kaputt, und so zwingt er die europäischen Nachbarn, sich zu gleicher Wettbewerbsfähigkeit kaputt zu sparen, ohne zu erkennen, dass der Weltmarkt, den wir beliefern, mit nichts anderem bezahlt als mit Fiat-Money.

    Das Ziel einer nationalen, meinetwegen auch einer europäischen Wirtschaftspolitik kann nicht der ewige Ausführüberschuss sein, das ist nämlich das Erscheinungsbild einer von Kolonialherren ausgeplünderten Kolonie, sondern nur die langfristig ausgeglichene Handelsbilanz, bei der den Ausfuhrleistungen in gleichem Maße "ausgleichende" Einfuhrleistungen gegenüber stehen, statt ungedeckter Schuldscheine.


    Und dann lobt Schäuble noch die Tatsache, dass die Arbeitskosten in den Krisenländern gesunken seien, denn dadurch würden die Ungleichgewichte zwischen den Euro-Ländern vermindert.

    Dass dies mit massenhafter Arbeitslosigkeit bezahlt wird, vor allem mit einer Jugendarbeitslosigkeit, die als Pulverfass mit kurzer Lunte ganz Europa bedroht, und dass diese Arbeitslosigkeit durchaus mit dem Sinken der Wirtschaftsleistung korreliert, dass die ganze "Wettbewerbsfähigkeit" also volkswirtschaftlich für die Katz ist, allenfalls einzelnen Unternehmen und deren Investoren zugute kommt, ist in seinem schönen Traum nicht vorgesehen.

    Im Gegenteil, Schäuble fordert weitere Fortschritte - also noch weiter sinkende Realeinkommen, noch weiter steigender Arbeitslosigkeit, noch weiter sinkende Staatseinnahmen noch mehr Privatisierung.

    Eine Gefahr für den Euro und die Euro-Zone - die bestand in Schäubles Wahrnehmung zu keiner Zeit und besteht für ihn auch heute nicht.

    Fürwahr, ein großer Mann, auch noch im Irrtum groß.

     

     


    28. Februar 2013

    12.05 Uhr Wieder ein Monat um

    Die BA informiert über eine "robusten" Arbeitsmarkt trotz schwacher Konjunktur. Hat nicht gerade das Ifo-Institut ein starkes Anziehen der Konjunktur an die Wand gemalt, und die GfK ihren immerwährenden Sermon von der ungebrochenen Kauflaune unters Volk gestreut?

    Zu erinnern ist in diesem Zusammenhang an die Wiederauferstehung des längst eingemotteten Wörtchens "robust". Damit hat man lange Zeit die Teilnahme der Bundeswehr an Kriegen bemäntelt, sprach von "robusten" Einsätzen ...

    Hängt sprachlich mit dem englischen "boost" und dem deutschen "pusten" zusammen. Wegpusten.

    Und so haben in der letzten Woche die versammelten Arbeitgeber der Republik wieder mal ganz nebenbei 11.700 Arbeitsplätze robust weggepustet.

    Der Staat ist mit über 8.000 abzubauenden Stellen dabei.

    (Den Link zur Statistik der Arbeitsplatzvernichtung finden Sie oben in der hellblauen Zeile.)

    Ja, der Staat muss eben sparen, dafür haben wir sie schließlich gewählt, unsere Repräsentanten, damit sie uns den Gürtel enger schnallen, wie es die Lobbyisten empfehlen und wie es die Kommissare aus Angst vor "den Märkten" erzwingen wollen, ggfs. unter Auflösung der nationalen Parlamente.

    Lesen Sie dazu den heutigen Paukenschlag:



    27. Februar 2013

    12.05 Uhr Schutzlos Google preisgegeben: Das einzelne Wort

    Die Light-Version des vermaledeiten Leistungsschutzrechtes soll und wird nun Gesetz werden.

    Dass der Wahnsinn Methode hat, lässt sich schon daran erkennen, dass es Suchmaschinen künftig noch erlaubt bleiben soll, einzelne Worte oder kleinste
    Textabschnitte
    aus Presseerzeugnissen straffrei zu übernehmen.

    Ich simuliere hier mal die Google-News von heute - unter Verwendung einzelner Worte und kleinster Textabschnitte

     Liveticker FOCUS online vor 8 Minuten
     Union büßt Die Welt vor 1 Stunde
     Auf Süddeutsche.de vor 28 Minuten
     Countdown zum FOCUS online vor 7 Minuten
     Autor von "Empört Süddeutsche.de vor 3 Minuten
     Anheuser-Busch Brauerei Süddeutsche.de vor 28 Minuten
     mit dem STERN.DE vor 6 Minuten
     Westen diskutiert Reuters Deutschland vor 5 Minuten
     Hagel DIE WELT vor 1 Stunde
     Nach der FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung vor 55 Minuten

    Spannend, oder?

    Man fühlt sich sofort gut informiert, weiß, was man lesen will, und dabei bin ich mir noch nicht einmal sicher, ob demnächst nicht ein Hohes Gericht für Recht erkennen wird, dass unter "kleinste Textabschnitte" womöglich doch wieder nichts anderes verstanden werden darf, als das "einzelne Wort", denn kleiner ist ein Textabschnitt nicht mehr zu definieren. Dann bliebe als Komplettinfo zu diesen 10 Artikeln nämlich nur noch LivetickerUnionAufCountdownAutorAnheusermitWestenHagelNach übrig.

     

     


    26. Februar 2013

    14.50 Uhr Italien hat gewählt, Brüssel ist besorgt ...

    doch kaum jemand kommt auf die Idee, den Italienern politische Klugheit zu attestieren, indem sie in großer Mehrheit den Goldman-Sachs-Monti abstraften und seine Partei auf runde 10 % eindampften.

    Die versammelte Presse ist voller Heulen und Zähneklappern und hat Angst vor der Rache des Drachens "die Märkte", denen die Italiener das bereits sicher geglaubte Menschenopfer wieder aus den Klauen gerissen haben.

    Unsere Welt ist schlecht organisiert.
    Die Organisation unserer Welt dient - weniger denn je - den Menschen, die auf dieser Welt leben, sie gestalten und erhalten, sondern stattdessen immer mehr einer parasitären Clique, die sich vornehm im Hintergrund hält, während ihre Marionetten auf der Bühne mit immer größerer Mühe versuchen, uns "Demokratie" vorzuspielen.

    GLOCALIS

    Karl Waldeckers richtungsweisendes Buch zeigt eine Alternative auf.

    Am Freitag, 1. März, werden die ersten Exemplare von der Druckerei ausgeliefert.

    Für uns Anlass, die Entstehung eines Buches, vom Erstkontakt mit dem Autor bis zur Erteilung des Druckauftrages, an diesem Beispiel zu dokumentieren. Natürlich nicht in allen Details, aber so weit, dass sich der Interessierte ein Bild machen kann.

    Interesse?

     

     


    25. Februar 2013

    11.30 Uhr Italienische Nacht - eine dystopische Betrachtung

    Italien hat gestern begonnen zu wählen, und wählt heute noch ein bisschen weiter, damit es spannend bleibt.

    Und während die vielfach wahlerprobten Italiener dieser Wahl offenbar einen minderen Wert zuweisen, was sich an der bis jetzt schwachen Wahlbeteiligung unschwer ablesen lässt, wird Resteuropa mit den fürchterlichsten Schreckensszenarien überschüttet, sollte Italien "in der Krise" ohne stabile Regierung dastehen, will heißen, ohne einen europhrenen Rettungsschirm- und Spar-Junkie, dem Italien nichts und Europa alles gilt.

    Mein Gott!

    Italien und eine stabile Regierung?

    Das wäre ein absoluter Ausnahmezustand. Italien lässt sich, seit ich denken kann, genau so regieren, wie eine DC 9 fliegt. Immer damit beschäftigt, durch den schnellen Wechsel von einem instabilen Flugzustand in den anderen den Absturz zu umgehen.

    Und nun soll auf einmal Wohl und Wehe ganz Europas davon abhängen, ob Monti in Italien weiter mitbestimmen wird oder nicht?

    Das ist Käse.

    Das Land kranksparen, Gemeineigentum privatisieren, Banken und Großvermögen retten, das was Italien nach dem Willen der Goldman-Sachs-hörigen Eurokraten fortführen soll, dient dem Wohl weniger gewissenloser Abzocker und bedeutet das Wehe für 500 Millionen Europäer.

    Die Angst, die geschürt wird, ist die Angst davor, dass sich die Erkenntnis ausbreitet, dass es auch anders geht, und zwar besser, viel besser, wenn nur jemand den Mut hat, sich aus freiwillig angelegten Fesseln wieder zu befreien.

    Noch haben nicht alle vergessen, dass es Krisen dieses Ausmaßes in Europa vom 2. Weltkrieg bis zur Einführung des Euro nicht gegeben hat. Und da hilft auch die europhile Rede des Bundespräsidenten nicht, der sein neo-teutonisches "Weiter so!" gerade mit so viel milder Kritik garnierte, dass wieder ein Teil der ZEIT- und Focus- und Spiegel-Leser eingeschläfert werden, total vergessend, dass der Bundespräsident keinen Deut mehr Politik zu gestalten in der Lage ist als die Queen auf ihrer Insel der "Splendid Isolation". Auch Gauck-Reden sind ein Teil jenes Opiums fürs Volk, das ja immer noch nicht vollständig unter Ritalin steht und gelegentlich wach zu werden droht.

    Wir haben erlebt, dass in Europa reihenweise Regierungen ausgewechselt wurden, um mögliche Hindernisse für die Euro-Rettungs-Strategie aus dem Weg zu fegen.

    Wir haben erlebt, dass zur Verstärkung des "Reform-" Drucks eine Pseudo-Meta-Regierung namens Troika in Athen mehr zu sagen hat, als die gewählten Repräsentanten des Volkes.

    Mit Italien könnte es in den nächsten Tagen zu einem Novum kommen. Getreu der Maxime des H. Juncker (sinngemäß): Wir machen einen Schritt, und warten, ob ein Aufschrei kommt, und falls nicht, dann machen wir den nächsten Schritt, bis sich nichts mehr umkehren lässt.

    Und dieser Schritt - und das ist die dystopische Vision - könnte darin bestehen, dass der Europäische Rat zusammentritt und den Ausgang der Wahl in Italien zum Anlass nimmt, das ganze Land von Brüssel aus "kommissarisch" zu regieren.

    Das wäre sogar durch die UN-Charta gedeckt, die ja besagt, dass ein Staat, der seine Bürger nicht mehr schützen kann, zulassen muss, dass jemand sagt: "Jetzt werdet ihr geholfen". Und ein Staat ohne stabile Regierung, das muss jeder einsehen, kann seine Bürger nicht mehr schützen. Und sollten die Italiener von Ausländern nicht geschützt werden wollen, dann muss man sie halt mit Gewalt zu ihrem Glück zwingen.

    Gegenseitiger Beistand und Unterstützung sind zugesichert, der Einsatz europäischer Truppen zur Aufstandsbekämpfung ist durch die Verträge gerechtfertigt, bleibt nur noch abzuwarten, ob die EU den Marsch auf Rom alleine antritt, oder ob nicht doch vorsichtshalber die USA in die Koalition der Willigen mit einbezogen werden sollten.

    Die haben ja schließlich Erfahrung mit Landungstruppen auf Sizilien und könnten die zweite Front vom Süden her aufbauen.

    Leute!

    Ich hoffe, das ist eine Spinnerei,
    doch ganz sicher bin ich mir da nicht mehr.

    Wenn auch die BILD mit ins Horn stößt, und die Angst vor den Finanzmärkten
    schürt, dann klingeln die Alarmglocken. Es klingt schon fast wie einst Churchill, als er die Engländer fragte: "Wollt ihr Butter oder Kanonen?"

    Wobei ich anmerken möchte, dass man Kanonen genau so wenig essen kann, wie den Euro.

     

     


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    Dieser Zähler zählt seit etlichen Monaten die Besucher dieser Website.

    am 12.03. 2012 waren es 1.000.000
    am 8. Juli waren es 1.100.000
    am 8. Oktober 2012 waren 1.200.000
    am 27. November waren es 1.250.000

     

    und schon wieder sind es mehr geworden ...

     

    Vielen Dank für Ihr großes Interesse.

    Es ehrt mich.

    Links zu Seiten, die ich gerne empfehle:

    Quellen Gert Flegelskamp
    ein geradliniger Querdenker, bringt laufend k
    luge, gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung zum Ausdruck
    http://www.flegel-g.de/
    Statistisches Bundesamt
    viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
    http://www.destatis.de
    Cleanstate e.V.
    H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
    http://www.cleanstate.de/start.html
    Politik-Poker
    "aus unterschiedlichen Blickwinkeln ...", das war das Motto zu Beginn, inzwischen sind die Blickwinkel recht verengt - aber man soll ja auch die Argumente Andersdenkender kennen.
    http://www.politik-poker.de
    Norbert Rost,
    Die Feldpolitik ist fast eingeschlafen. Doch alle paar Monate gibt es noch ein paar kluge Anmerkungen,
    http://feldpolitik.de
    Bürgermeinungen
    hier schreiben einige wenige Bürger unverdrossen ihre Meinung.
    http://www.buergermeinungen.de/
    Info-Portale Sozialticker
    Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
    http://www.sozialticker.com/
    NNE NetNewsExpress
    rund um die Uhr aktuelle und interesante Informationen, hohes Suchtpotential!
    http://www.net-news-express.de/
    Mag Wompel
    das labournet - die Gewerkschaftslinken
    http://www.labournet.de
    Nachdenkseiten
    nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten gibts anderswo auch.
    http://www.nachdenkseiten.de/

    Die Selbstähnlichkeit der Erscheinungen der Realität ist so groß, dass der winzige Ausschnitt, den der Einzelne davon wahrzunehmen in der Lage ist, vollkommen ausreicht, um sich ein brauchbares Bild des Ganzen zu machen - so man nur will. 

     

      
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