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    Autor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

    Kritik

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    Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

    Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.

     



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    Nun, so klingt Harry Kulzer


    - über zwanzig Jahre nach Pogo in Togo -

    heute.

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    Wolfgang Opitz
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    28.02.2013 Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland : 262.106 Jobs in 192 Tagen

     


    28. Februar 2013

    12.05 Uhr Wieder ein Monat um

    Die BA informiert über eine "robusten" Arbeitsmarkt trotz schwacher Konjunktur. Hat nicht gerade das Ifo-Institut ein starkes Anziehen der Konjunktur an die Wand gemalt, und die GfK ihren immerwährenden Sermon von der ungebrochenen Kauflaune unters Volk gestreut?

    Zu erinnern ist in diesem Zusammenhang an die Wiederauferstehung des längst eingemotteten Wörtchens "robust". Damit hat man lange Zeit die Teilnahme der Bundeswehr an Kriegen bemäntelt, sprach von "robusten" Einsätzen ...

    Hängt sprachlich mit dem englischen "boost" und dem deutschen "pusten" zusammen. Wegpusten.

    Und so haben in der letzten Woche die versammelten Arbeitgeber der Republik wieder mal ganz nebenbei 11.700 Arbeitsplätze robust weggepustet.

    Der Staat ist mit über 8.000 abzubauenden Stellen dabei.

    (Den Link zur Statistik der Arbeitsplatzvernichtung finden Sie oben in der hellblauen Zeile.)

    Ja, der Staat muss eben sparen, dafür haben wir sie schließlich gewählt, unsere Repräsentanten, damit sie uns den Gürtel enger schnallen, wie es die Lobbyisten empfehlen und wie es die Kommissare aus Angst vor "den Märkten" erzwingen wollen, ggfs. unter Auflösung der nationalen Parlamente.

    Lesen Sie dazu den heutigen Paukenschlag:



    27. Februar 2013

    12.05 Uhr Schutzlos Google preisgegeben: Das einzelne Wort

    Die Light-Version des vermaledeiten Leistungsschutzrechtes soll und wird nun Gesetz werden.

    Dass der Wahnsinn Methode hat, lässt sich schon daran erkennen, dass es Suchmaschinen künftig noch erlaubt bleiben soll, einzelne Worte oder kleinste
    Textabschnitte
    aus Presseerzeugnissen straffrei zu übernehmen.

    Ich simuliere hier mal die Google-News von heute - unter Verwendung einzelner Worte und kleinster Textabschnitte

     Liveticker FOCUS online vor 8 Minuten
     Union büßt Die Welt vor 1 Stunde
     Auf Süddeutsche.de vor 28 Minuten
     Countdown zum FOCUS online vor 7 Minuten
     Autor von "Empört Süddeutsche.de vor 3 Minuten
     Anheuser-Busch Brauerei Süddeutsche.de vor 28 Minuten
     mit dem STERN.DE vor 6 Minuten
     Westen diskutiert Reuters Deutschland vor 5 Minuten
     Hagel DIE WELT vor 1 Stunde
     Nach der FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung vor 55 Minuten

    Spannend, oder?

    Man fühlt sich sofort gut informiert, weiß, was man lesen will, und dabei bin ich mir noch nicht einmal sicher, ob demnächst nicht ein Hohes Gericht für Recht erkennen wird, dass unter "kleinste Textabschnitte" womöglich doch wieder nichts anderes verstanden werden darf, als das "einzelne Wort", denn kleiner ist ein Textabschnitt nicht mehr zu definieren. Dann bliebe als Komplettinfo zu diesen 10 Artikeln nämlich nur noch LivetickerUnionAufCountdownAutorAnheusermitWestenHagelNach übrig.

     

     


    26. Februar 2013

    14.50 Uhr Italien hat gewählt, Brüssel ist besorgt ...

    doch kaum jemand kommt auf die Idee, den Italienern politische Klugheit zu attestieren, indem sie in großer Mehrheit den Goldman-Sachs-Monti abstraften und seine Partei auf runde 10 % eindampften.

    Die versammelte Presse ist voller Heulen und Zähneklappern und hat Angst vor der Rache des Drachens "die Märkte", denen die Italiener das bereits sicher geglaubte Menschenopfer wieder aus den Klauen gerissen haben.

    Unsere Welt ist schlecht organisiert.
    Die Organisation unserer Welt dient - weniger denn je - den Menschen, die auf dieser Welt leben, sie gestalten und erhalten, sondern stattdessen immer mehr einer parasitären Clique, die sich vornehm im Hintergrund hält, während ihre Marionetten auf der Bühne mit immer größerer Mühe versuchen, uns "Demokratie" vorzuspielen.

    GLOCALIS

    Karl Waldeckers richtungsweisendes Buch zeigt eine Alternative auf.

    Am Freitag, 1. März, werden die ersten Exemplare von der Druckerei ausgeliefert.

    Für uns Anlass, die Entstehung eines Buches, vom Erstkontakt mit dem Autor bis zur Erteilung des Druckauftrages, an diesem Beispiel zu dokumentieren. Natürlich nicht in allen Details, aber so weit, dass sich der Interessierte ein Bild machen kann.

    Interesse?

     

     


    25. Februar 2013

    11.30 Uhr Italienische Nacht - eine dystopische Betrachtung

    Italien hat gestern begonnen zu wählen, und wählt heute noch ein bisschen weiter, damit es spannend bleibt.

    Und während die vielfach wahlerprobten Italiener dieser Wahl offenbar einen minderen Wert zuweisen, was sich an der bis jetzt schwachen Wahlbeteiligung unschwer ablesen lässt, wird Resteuropa mit den fürchterlichsten Schreckensszenarien überschüttet, sollte Italien "in der Krise" ohne stabile Regierung dastehen, will heißen, ohne einen europhrenen Rettungsschirm- und Spar-Junkie, dem Italien nichts und Europa alles gilt.

    Mein Gott!

    Italien und eine stabile Regierung?

    Das wäre ein absoluter Ausnahmezustand. Italien lässt sich, seit ich denken kann, genau so regieren, wie eine DC 9 fliegt. Immer damit beschäftigt, durch den schnellen Wechsel von einem instabilen Flugzustand in den anderen den Absturz zu umgehen.

    Und nun soll auf einmal Wohl und Wehe ganz Europas davon abhängen, ob Monti in Italien weiter mitbestimmen wird oder nicht?

    Das ist Käse.

    Das Land kranksparen, Gemeineigentum privatisieren, Banken und Großvermögen retten, das was Italien nach dem Willen der Goldman-Sachs-hörigen Eurokraten fortführen soll, dient dem Wohl weniger gewissenloser Abzocker und bedeutet das Wehe für 500 Millionen Europäer.

    Die Angst, die geschürt wird, ist die Angst davor, dass sich die Erkenntnis ausbreitet, dass es auch anders geht, und zwar besser, viel besser, wenn nur jemand den Mut hat, sich aus freiwillig angelegten Fesseln wieder zu befreien.

    Noch haben nicht alle vergessen, dass es Krisen dieses Ausmaßes in Europa vom 2. Weltkrieg bis zur Einführung des Euro nicht gegeben hat. Und da hilft auch die europhile Rede des Bundespräsidenten nicht, der sein neo-teutonisches "Weiter so!" gerade mit so viel milder Kritik garnierte, dass wieder ein Teil der ZEIT- und Focus- und Spiegel-Leser eingeschläfert werden, total vergessend, dass der Bundespräsident keinen Deut mehr Politik zu gestalten in der Lage ist als die Queen auf ihrer Insel der "Splendid Isolation". Auch Gauck-Reden sind ein Teil jenes Opiums fürs Volk, das ja immer noch nicht vollständig unter Ritalin steht und gelegentlich wach zu werden droht.

    Wir haben erlebt, dass in Europa reihenweise Regierungen ausgewechselt wurden, um mögliche Hindernisse für die Euro-Rettungs-Strategie aus dem Weg zu fegen.

    Wir haben erlebt, dass zur Verstärkung des "Reform-" Drucks eine Pseudo-Meta-Regierung namens Troika in Athen mehr zu sagen hat, als die gewählten Repräsentanten des Volkes.

    Mit Italien könnte es in den nächsten Tagen zu einem Novum kommen. Getreu der Maxime des H. Juncker (sinngemäß): Wir machen einen Schritt, und warten, ob ein Aufschrei kommt, und falls nicht, dann machen wir den nächsten Schritt, bis sich nichts mehr umkehren lässt.

    Und dieser Schritt - und das ist die dystopische Vision - könnte darin bestehen, dass der Europäische Rat zusammentritt und den Ausgang der Wahl in Italien zum Anlass nimmt, das ganze Land von Brüssel aus "kommissarisch" zu regieren.

    Das wäre sogar durch die UN-Charta gedeckt, die ja besagt, dass ein Staat, der seine Bürger nicht mehr schützen kann, zulassen muss, dass jemand sagt: "Jetzt werdet ihr geholfen". Und ein Staat ohne stabile Regierung, das muss jeder einsehen, kann seine Bürger nicht mehr schützen. Und sollten die Italiener von Ausländern nicht geschützt werden wollen, dann muss man sie halt mit Gewalt zu ihrem Glück zwingen.

    Gegenseitiger Beistand und Unterstützung sind zugesichert, der Einsatz europäischer Truppen zur Aufstandsbekämpfung ist durch die Verträge gerechtfertigt, bleibt nur noch abzuwarten, ob die EU den Marsch auf Rom alleine antritt, oder ob nicht doch vorsichtshalber die USA in die Koalition der Willigen mit einbezogen werden sollten.

    Die haben ja schließlich Erfahrung mit Landungstruppen auf Sizilien und könnten die zweite Front vom Süden her aufbauen.

    Leute!

    Ich hoffe, das ist eine Spinnerei,
    doch ganz sicher bin ich mir da nicht mehr.

    Wenn auch die BILD mit ins Horn stößt, und die Angst vor den Finanzmärkten
    schürt, dann klingeln die Alarmglocken. Es klingt schon fast wie einst Churchill, als er die Engländer fragte: "Wollt ihr Butter oder Kanonen?"

    Wobei ich anmerken möchte, dass man Kanonen genau so wenig essen kann, wie den Euro.

     

     

     


    24. Februar 2013

     

    Julies Bild vom Sonntag

     

    Wolfgangs Bild vom Sonntag

    .


    23. Februar 2013

    12.00 Uhr ... leider bin ich vollkommen unmusikalisch. 

    Ein Satz, der so oder so ähnlich immer wieder und viel zu oft zu hören ist. Ein Satz, mit dem sich viele Menschen für inkompetent erklären, ein fröhliches Lied mit zu singen, einem Instrument Töne zu entlocken, oder gar Musik zu hören, von der es heißt, sie sei "schwer".

    Da ist einerseits immer der Vergleich mit den tausendfach auf allen Kanälen abgespielten Musikdarbietungen von Profis, meist unterstützt von einer Technik, die auch aus einem dünnen Stimmchen noch ein wohltönendes Organ macht, und der in aller Regel zu ungunsten der eigenen, nicht geübten und trainierten Fähigkeiten ausgeht, da ist vor allem aber auch jener unheilvolle Prozess, der in Kindergarten und Schule beginnt, bei dem Sänger für den Chor ausgewählt werden, während andere zum stummen Zuhören verdammt bleiben, und der sich im Instrumental-Unterricht fortsetzt, wo oft nicht die Freude an der Musik vermittelt wird, sondern lediglich die Pein eines fortgesetzten, ermüdenden, unbefriedigenden Übens, an dessen Ende dann das Urteil steht: "Du bist eben unmusikalisch".

    Vor ein paar Tagen lernte ich eine Musikpädagogin kennen, Angela Buer-Meinschien, die es sich zum Ziel gesetzt hat, der fast allen Menschen innewohnenden Sehnsucht nach Musik und eigenem Musizieren einen Weg zu zeigen, ihnen fernab von Drill und entmutigender Dauerüberei, eine Tür zur Verwirklichung zu öffnen.

    Ihr Konzept ist so, wie das eines guten Arztes: Ganzheitlich.

    Der Mensch steht im Mittelpunkt. Es ist der Schüler - und hier sind durchaus auch Erwachsene angesprochen, die längst den Mut verloren haben, noch einmal ein Instrument zu erlernen - der sich unter Anleitung und Begleitung der Lehrerin das erschließt, was ihm möglich und erreichbar ist. Der Schüler geht auf Entdeckungsreise ins Land der Musik, darf und soll experimentieren, darf und soll und wird Freude an dem haben, war er hervorbringt, als Schöpfer eigener Klänge und als Interpret.

    Angela Buer-Meinschien hat für die Besucher meiner Seiten zwei kleine Aufsätze aus der Schublade gekramt, in denen sie, fast liebevoll, Kritik an der üblichen Form der Musik-"Erziehung" übt, vor allem aber mit großer Eindringlichkeit erklärt:

    Niemand ist wirklich unmusikalisch.

    Ganz am Rande:
    Ich selbst war auch vollkommen "unmusikalisch". Stand mit meinen Musiklehrern auf Kriegsfuß, konnte nicht singen - und schon gar nicht Blockflöte spielen.
    Als ich dann so ungefähr 13 Jahre alt war, stand plötzlich ein Harmonim bei uns zuhause. Es stand nur so rum. Und ich war neugierig. Ich suchte nach Notenheften und dem "Schloss-C" und begann einfingrig erste kleine Melodien zu spielen. Viele, viele Jahre - wenige davon in Begleitung einer Lehrerin -lernte ich, neugierig und aus gänzlich eigenem Antrieb. Doch immer ganz eng an ein Notenblatt geklammert.
    Und irgendwann, von einem Tag auf den anderen, legte ich die Noten beiseite und drücke seitdem - in freiem Improvisieren - nur noch das aus, was mich innerlich bewegt.


    22. Februar 2013
    21.Februar 2013

    13.30 Uhr Im Rattenlabyrinth 

      Der Wunsch, herauszufinden, wie Tiere funktionieren, was sie können, wie schnell sie lernen, hat unter anderem zur Entwicklung so genannter "Labyrinthe" geführt. Versuchsanordnungen unterschiedlichster Art, bei denen ein Tier, oft eine Ratte, von einem Startpunkt aus, eine ganze Reihe von mehr oder minder schwierigen Hindernissen zu überwinden hat, auch solche, die in dem Tier äußerst unangenehme Empfindungen auslösen, um festzustellen, wie schnell und fehlerfrei das Tier es lernt, den vorgegebenen Gang zu gehen, um am Ende an die "Belohnungstaste" zu gelangen, deren Betätigung zumeist ein Bröckchen Futter freigibt.
       
      Die wichtigste Voraussetzung dafür liegt allerdings nicht in der Intelligenz der Forscher, auch nicht in der Intelligenz der Versuchsobjekte, sondern einzig in der Versuchsanordnung, in der die Ratte ausweglos gefangen ist.
       
      Der Käfig, das hermetisch geschlossene Labyrinth, aus dem es keinen Ausweg gibt, sondern nur und einzig die "Belohnungstaste". So werden Ratten im Grunde gar nicht untersucht und erforscht, sondern lediglich dressiert.
       
      Als ich heute Morgen einen Bericht über die bevorstehenden Wahlen in Italien las, war da plötzlich dieses Bild vom Rattenlabyrinth in meinem Kopf - und die wahlberechtigten Italiener erschienen mir als ein "Versuchsvolk".
       
      Ein Versuchsvolk, eingesperrt in den Käfig EU, vor der Aufgabe stehend, die richtige Taste zu drücken.
       
       

     


    20. Februar 2013

    14.00 Uhr Halbjahresbilanz

    Nach langer, schwerer Faulheit ... ;-))

    bin ich heute wieder einmal dazu gekommen, die Statistik der Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland weiterzuführen. Von Mitte Januar bis Mitte Februar gab es da in der Mehrzahl Meldungen über Stellenabbau im dreistelligen Bereich. Das waren Entlassungen bei den Großen - und Schließungen bei den Mittelständlern. Auch wieder Bäckereien und Autohäuser dabei, Automobilzulieferer und Dienstleister. Insgesamt 8.747 Jobs in 33 Tagen - und damit ist nach einem halben Jahr der neuen Statistik die erste Viertelmillion voll.

    Schaun Sie wieder mal rein.


    19. Februar 2013
    18. Februar 2013 


    17. Februar 2013 

    Julies Bild vom Sonntag

     

     

    Wolfgangs Bild vom Sonntag


    16. Februar 2013
    15. Februar 2013
    14. Februar 2013
    13. Februar 2013

    12.00 Uhr Tag der politischen Nettigkeiten

    Sie nennen es Kultur.

    Hocken im Bierdunst an rohen Bänken und Tischen, lassen dem Alkohol mehr oder minder freien Lauf, fein säuberlich getrennt nach Parteien, die einen im Zelt, die anderen in der Halle, und loben sich selbst und machen die anderen nieder.

    Dazu spielt die Blasmusik.

    Um Mitternacht war Demaskierung. Offenbar hat so manch einer seitdem noch nicht in den Spiegel geschaut - und so lassen sie am Aschermittwoch die Sau raus und mobilisieren die bierseligen Massen ihrer treuesten Anhänger einerseits mit maßloser Selbstüberschätzung und andererseits mit der totalen Erniedrigung alles dessen, was nicht die eigenen Farben trägt.

    Vielleicht brauchen sie es.

    Diese enthemmte und auch schamlose Darstellung ihrer "Grundwerte" ist womöglich das einzige Ventil, das sie haben, um sich von allem zu befreien, was sie sich in den 364 Tagen vorher mühsam verkniffen haben, was sie an Demütigungen ertragen und an nicht heilen wollenden Wunden mit sich herumschleppen.

    Da kommt endlich der nackte Wille zur Macht und zur - zumindest verbalen - Vernichtung des Gegners zum Vorschein. Da wird klar, dass es nicht darum geht,
    unter Demokraten gemeinsam nach Lösungen und Kompromissen zu suchen. Die Tünche ist ab.

    Wir Wähler täten gut daran, die Heroen der Biertische und ihre Aschermittwochssprüche ernst zu nehmen.

    Das ist der Tag im Jahr, an dem ihre Reden am wahrhaftigsten sind. Das sind keine Kabarettisten, die mit dem Stilmittel der Übertreibung ihre "Herrscher" persiflieren.

    Das sind die selbst.

    Es heißt, der Begriff Aschermittwoch stamme vom katholischen Brauch, sich als Büßer nach den tollen Tagen Asche aufs Haupt zu streuen.

    Ich hätte da noch eine Vermutung anzubieten:

    "Ascher" ist die Verballhornung oder auch nur dem Alkohol geschuldete Nuschelform von "Ach schau her!"

    Ach schau her!

    Der Stoiber, der Seehofer, die Aigner, der Ude, der Zeil ...

    so denken die sich das. Und sagen tun sie es nur heute, am Mittwoch, am

    Achschauher-Mittwoch.

     


    12. Februar 2013
    11. Februar 2013

    14.58 Uhr Literaturhinweis: Guiness-Buch der Rekorde - nächste Ausgabe

    Liebe Närrinnen und Narralesen, irgendwann, am frühen Nachmittag, wird's schon 14.58 werden, sein, oder gewesen sein.

    Es lohnt sich jedoch heutzutage gar nicht mehr, zu wissen, wie spät es ist.
    Denn das ändert sich in unserer schnelllebigen Zeit einfach zu oft.

    Also vergesst die Zeit, vergesst die Nachwehen um Schavan und das neuerliche Gysi-Vorspiel, stürzt euch ins Getümmel und schunkelt, was das Zeug hält,
    damit ihr euch nicht die Extremitäten abfriert, bei diesem Klimawandel.

    In Määäänz und in Kölle kütt de Zoch.

    In Ingolstadt, Gleis 3, kommt er erst am Valentinstag an - fahrplanmäßig 14.58 Uhr.
    Ein Intercity mit dem Namen Nett-News-Express.

    Da vergess ich dann mal für ein paar Tage die Schavan und den Gysi und den Seehofer und die Merkel und den Rösler und den Brüderle und die Haderthauer und den Söder, den ESM und die Deutsche Bank, den Papst, die Sängerknaben und die Pille danach, den EU-Haushalt und den Länderfinanzausgleich, Schäubles Griff in den Gesundsheitsfonds, Grubes Grube und Wowereits brandgefährlichen und dennoch nicht warmlaufen wollenden Airport.

    Es gibt Wichtigeres als die hektischen Dringlichkeiten der Nachrichtenwelt.
    Nämlich den langgehegten Herzenswunsch, endlich ins Guiness Buch der Rekorde aufgenommen zu werden, als erfolgreichster Rauchentwöhner aller Zeiten.

    Der bisherige Rekord steht bei 21 gelungenen Entwöhnungen in 7 Tagen. Ich strebe 24 in fünf Tagen an.

    Wer nun glaubt, wer behauptet, sich alle fünf Stunden einmal das Rauchen abgewöhnt zu haben, der hätte im Grunde einfach nur weitergeraucht, der irrt.

    Hier greifen zwar weder Einsteins Allgemeine, noch seine Spezielle Relativitätstheorie, doch neben dem Raum-Zeit-Kontinuum existiert eben auch noch das Rauch-Zeit-Kontinuum, und um das nachzuweisen, muss man nicht mit annähernd Lichtgeschwindigkeit durchs All rasen, dazu muss man weder die Stadt noch das Haus verlassen, ja man könnte sogar einfach im Bett liegen bleiben.

    Greifen Sie beherzt zum Selbstversuch!

    Singen Sie inbrünstig: "Ach wie bald, ist wieder Aschermittwoch ...", verspüren Sie dabei schmerzhaft, wie schnell die Zeit vergeht - und beginnen Sie dann, sich das Rauchen abzugewöhnen. Sie werden schnell bemerken, dass selbst "Soooo ein Taaaag, so wunderschööön, wie heute", einfach kein Ende nehmen will. Bei so viel Zeit kann man sich das Rauchen durchaus mehrmals täglich abgewöhnen - und der bald schon dringend herbeigesehnte Aschermittwoch rückt dabei in immer weitere Ferne.

    Da schaffen es sogar Ungeübte, öfter als einmal täglich mit dem Rauchen aufzuhören.

    Zu erwähnen ist noch, dass mein Rekordversuch selbstverständlich unter strengster Kontrolle einer vereidigten Entwöhnungssachverständigen, jedoch ohne die sonst übliche ärztliche Aufsicht stattfinden wird - ab 14.02.2013 - 14.58 Uhr.

    Sichern Sie sich also schon jetzt Ihr Exemplar der nächsten Ausgabe des Guiness-Buchs der Rekorde.

    Alaaf und Helau!


    10. Februar 2013

     

    Das Bild vom Sonntag 

    9. Februar 2013

    11.00 Uhr Heilige Prüderie!

    Wenn das Bundesverfassungsgericht sich damit beschäftigen muss, ob ein - zum "Tat-"zeitpunkt 14-jähriger Junge mit DNA-Probe in die Sexualstraftäter-Datei aufgenommen werden muss, weil eine 13-jährige Mitschülerin mit einem Knutschfleck nachhause kam und ihre Eltern (ich frage mich, wie die überhaupt Eltern geworden sein können) nichts Besseres zu tun hatten, als den pubertierenden Knaben wegen sexueller Nötigung anzuzeigen - und der Amtsschimmel daraufhin vor Lust und Freude wieherte und eine Verurteilung zu 60 Stunden gemeinnütziger Arbeit aussprach, dann fühle ich mich wie im Irrenhaus.

    Ohne den Fall im Einzelnen zu kennen, ich habe nur die knappe Meldung in der Süddeutschen Zeitung gelesen, wage ich zu behaupten, dass nicht mehr passiert ist, als dass der Junge dem Mädchen einen Knutschfleck verpasst hat.

    Das ist in diesem Alter schlicht normal.
    Dass dieses "Vergehen" zur Anzeige gelangt ist, ist schon absurd. Dass die Anzeige ernst genommen, dem Jungen der Prozess gemacht und eine Strafe verhängt wurde, ist noch absurder.

    Dass ein 14-jähriger wegen eines Knutschflecks als Sexualstraftäter abgestempelt werden soll, ist so absurd, dass eine Steigerung kaum noch denkbar scheint, und dann muss sich auch noch das Verfassungsgericht damit beschäftigen???

    Wo leben wir denn?

    In einem der sexualfeindlichsten Gottesstaaten dieser Welt?
    (Da drohte doch einem jungen deutschen Urlauber vor wenigen Jahren schon mal die Todesstrafe ...)

    Im finsteren Mittelalter?

    Wenn diese absurde "Sexismus-Hysterie" nicht gebremst wird, stehen als nächstes wieder öffentliche Hexenverbrennungen auf dem Spielplan. Oder - in der modernen Version - die mit Kampfdrohnen geführte Jagd auf knutschende Jugendliche.

    Weil es ja besser ist, eine Seele durchs (Hellfire-)Feuer zu läutern, als einfach ein paar Tage zu warten, bis der Knutschfleck wieder weg ist.

    Herrschaftszeiten!

     

    Nur da, wo sexuelle Gewalt tatsächlich an der Tagesordnung ist, da wo man Menschen mit Hilfe der sog. Arbeitsmarkt- und Hartz-Gesetze ins Abseits drängt, wo der Staat so lange wegschaut, bis es zum Schlimmsten kommt, da wird eisern geschwiegen.
     
    Nicole Eick hat mit Ihrem Buch "ABFALL" dieses Schweigen gebrochen. Lesen auch Sie den erschütternden Roman aus dem Leben des Kindes Kathrin, das von der Mutter verachtet, vom Freund der Mutter missbraucht, von den Mitschülerinnen gemobbt, auf sich allein gestellt ihr Kind zur Welt gebracht hat und - von aller Welt allein gelassen - daran zu zerbrechen droht.
     
    Das rückt die Verhältnisse wieder gerade, da geht es um ganz anderes, als um einen lächerlichen Knutschfleck, da geht es um den Zustand unserer Gesellschaft, die sich mit dem immer weiter fortschreitenden Auseinanderdriften von Arm und Reich auch anmaßt festzuschreiben, dass reich und gut ebenso untrennbare Wortpaare sind, wie arm und schlecht.
     

     
    Nicole Eick

    ABFALLL
     
    Ein packender Roman - ganz und gar aus dem Leben gegriffen.
     
    Ein flammender Appell gegen die heuchlerische Verlogenheit und Überheblichkeit,
     
    ein unüberhörbarer Hilferuf - nach mehr Menschlichkeit und Liebe.
     
    Ein Buch, dass die Absurdität dieser aus dem Ruder gelaufenen Sexismus-Debatte und einer grenzenlos überzogenen Knutschfleckenjustiz gnadenlos ins rechte Licht rückt.

    mehr

     

    Keine leichte Kost, ganz bestimmt nicht.

    Doch was hilft es, einfach weiter wegzuschauen, dahin, wo harmlose Knutschflecken als Verbrechen angesehen werden, nur damit die wahren Verbrechen gegen die Menschlichkeit hinter der medienmächtigen Fassade einer verlogenen Sexismus-Hysterie gar nicht mehr wahrgenommen werden?


    8. Februar 2013

    10.25 Uhr Rösler-Rassismus 

    Philipp Rösler ist nun mal kein Sympathieträger. Das hängt aber nicht primär mit seinem Aussehen und seiner Abstammung zusammen, sondern mit seinem Auftreten, seinen Aussagen, seinen Meinungen, seinem marktradikalen Liberalismus, seinen netten Worten über die Schlecker-Frauen, usw. usw.

    Mit Rösler als Parteivorsitzendem stecken die FDP-internen Kritiker natürlich in der Falle. Was Rösler denkt, sagt, spricht, fordert, ablehnt - das ist nun mal die "FDP-Position". Und nach dem misslungenen Königsmord an Dreikönig und Brüderles Verbannung in die Sexismus-Ecke ist Rösler noch mehr die Stimme und das Gesicht der FDP als je zuvor.

    Die letzte Möglichkeit, Rösler madig zu machen, ist nun eben mal der Hinweis auf seine Abstammung und seine Herkunft und sein Aussehen, was ja erwiesenermaßen bei weiten Teilen des Wahlvolks nicht auf Sympathie stößt. Wobei ich durchaus der Auffassung bin, dass diese Äußerlichkeiten auch beim Wahlvolk von minderer Bedeutung wären, wäre Rösler nicht Rösler, wäre er konzilianter - statt nassforsch, könnte er zuhören - statt immer nur drauflos zu reden, hätte er eine sozialere Grundeinstellung - statt seiner neoliberalen Gesinnung.

    Der Wahnsinn ist, dass dies nun schon wieder zum "Rassismus" hochstilisiert wird.
    Wenn Herr Hahn auf die Abstammung Röslers hingewiesen hat, um die Führungsrolle des Herrn Rösler in Frage zu stellen, dann ist das noch lange kein Rassismus, sondern bestenfalls "Rösler-bashing", ein parteiinternes Mobbing, als letzte verbliebene Form der Auflehnung gegen einen ungeliebten Vorsitzenden.

    Nun warte ich in aller Ruhe auf die Stellungnahme des Zentralrats der Juden in Deutschland, der sich dagegen verwahrt, dass mit dem leichtfertigen Umgang mit dem Begriff "Rassismus" das Ansehen der Opfer des Nationalsozialismus beschädigt wird.

    Das war Rassismus. Damals.

    Einen Neger einen Neger zu nennen, einen Vietnamesen einen Vietnamesen, das hat mit Rassismus nichts zu tun, selbst wenn es in die Frage gekleidet ist, ob "unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren?".

    Zumal "asiatisch aussehender Vizekanzler" hier nichts anderes als eine Umschreibung für "Philipp Rösler" ist, weil sich Herr Hahn meiner Meinung nach einfach nicht getraut hat, ganz offen zu fragen: "ob wir mit Philipp Rösler auch nur die geringste Chance haben, bei der Bundestagswahl die 5 % Hürde zu überspringen?".

     


    7. Februar 2013

    11.11 Uhr Schwarzarbeit! Helau!

    Pünktlich zum Höhepunkt der närrischen Zeit kommt auch der Prunkwagen des Prof. Friedrich Schneider, Linz, vollgeladen mit ollen Kamellen, wieder auf die Straße. Prinz Schwarzarbeit wirft mit vollen Händen unters Volk, was er da übers Jahr in seiner statistischen Hexenküche zusammengebraut hat. Doch diesmal sitzt die Pappnase hinten, janusköpfig schießt der Magier der schwarzen Zahlen diesmal den bisher zurückgehaltenen Gag vom "Rückgang der Schwarzarbeit" aus der Konfetti-Kanone.

    Was ist davon zu halten?


    6. Februar 2013
    5. Februar 2013

    21.30 Uhr Doktorspiele

    Es ist wie beim Mensch-ärgere-dich-Nicht. Da glaubst Du, Deine Figur mit dem nächsten Wurf im sicheren Hafen zu haben, und was passiert? Ein Gegenspieler kommt (von hinten! feige!), und schon kannst Du wieder verzweifelt auf die Sechs warten, um wieder ins Spiel zu kommen.

    So geht es seit heute Annette Schavan.

    Mein Mitgefühl hält sich in Grenzen, es steigen keine Krokodilstränen auf. Und ich werde mich auch nicht, wie es von Frau Merkel zu erwarten ist, zu Sprüchen hinreißen lassen, wie: "Frau Schavan ist eine gute Bildungsministerin. Nur darauf kommt es an."

    Ansonsten bin ich der Meinung, dass diese Doktorspiele längst hinterfragt, und womöglich ganz und gar abgeschafft werden sollten. Vor ein paar Jahren zogen Studenten durch die Straßen und skandierten: "Unter den Talaren, der Muff von tausend Jahren". Mit den tausend Jahren war zwar wieder ganz etwas anderes gemeint, doch wir sollten vielleicht einmal daran gehen, die Doktorhüte zu lüften, den Muff, der sich da angesammelt hat, heraus und frische Luft an die Köpfe heranlassen.

    Ganz abgesehen davon, dass es offenbar um so leichter ist, den begehrten Titel des niederen Adels der Wissenschaft tragen zu dürfen, je mehr Geld man dafür in die Hand zu nehmen bereit ist, um eine andere zu waschen, ja dass für Geld sogar einigermaßen intelligente, belesene und kreative Köpfe dafür zu gewinnen sind, sich als Ghost-Writer zu verdingen, weil das halt mehr einbringt, als jedes unbezahlte Praktikum ...

    Das wäre mir egal. Geschmiert, betrogen, gelogen wird überall, ob auf dem Fußballplatz oder beim Planfeststellungsverfahren, ob bei der Tour de France oder beim Productplacement in den Vorabendserien, ob vor Gericht ein Deal verabredet wird oder der Partei oder der Universität die dringend benötigte Großspende winkt.

    So ist auch der Doktortitel zunächst einmal nichts anderes als der Nachweis, es geschafft zu haben, ihn zu erhalten.

    Die Frage nach dem WIE, dem WOFÜR und dem WARUM ist damit noch lange nicht beantwortet.

    Ich kann mich an keinen einzigen Fall erinnern, an dem die Zeitungen voll des Lobes gewesen wären, über eine Dissertation, weil damit ein kühner Fortschritt der Wissenschaft erreicht worden wäre. Ich kann mich an keinen Fall erinnern, dass ein Doktorand hierzulande in den letzten 40 Jahren für seine Arbeit je - außer mit dem Doktorhut - mit einem Innovationspreis oder einer anderen bedeutsamen Ehrung ausgezeichnet worden wäre.

    Und ich bin überzeugt, dass von 10.000 Doktorarbeiten, nachdem sie ihren Zweck erfüllt haben, keine 10 jemals wieder aus den Archiven und Bibliotheken hervorgeholt worden wären, zu einem anderen Zweck, als dem nächsten Doktoranden als Steinbruch für die eigene Arbeit zu dienen.

    Die allermeisten Doktorarbeiten sind in meinen Augen reine Beschäftigungstherapie und stellen - mit der zeitlichen Belastung, die damit durchaus verbunden ist - allenfalls eine "Marktabschottung" dar, um den Kreis der ehrenwerten Doktores nutzbringend klein zu halten, nicht aber die Möglichkeit, bahnbrechende neue Erkenntnisse der staunenden Fachwelt vorzustellen. Dafür gibt es andere Medien, z.B. die Wissenschaftsjournale "Nature" und "Science".

     

    Schon die Themen vieler Doktorarbeiten grenzen bei näherer Betrachtung ans Lächerliche.

    Annette Schavan hat vor 32 Jahren über

    "Person und Gewissen.
    Studien zu Voraussetzungen, Notwendigkeit u. Erfordernissen
    heutiger Gewissensbildung"

    gearbeitet. Hat das seitdem auch nur einem Menschen auf dieser Welt irgendeinen Nutzen gebracht? Ich möchte das zutiefst bezweifeln.

    Und wenn es auch in den naturwissenschaftlichen Fächern um Konkreteres geht, so ist das Ergebnis am Ende doch meist nur eine neue "Statistik" über das Verhalten eines wohlbekannten "X" unter den unwahrscheinlichen Bedingungen "Y" und "Z" und ein mehr oder minder sinnvoller, mehr oder minder in die Länge gezogener, einsamer Gedanke zur Interpretation der mühsam gewonnenen Werte.

    Wissenszuwachs?

    Ja.

    Einheit?

    Regalmeter!

     

    Und nur so konnte es dahin kommen, dass in unseren Tagen nicht etwa der wissenschaftliche Gehalt, das wirkliche "Novum", das ist, was die Doktorarbeit glänzen lässt oder sie entwertet, sondern nur noch die engstirnige Frage: "Plagiat oder nicht?"

    Der Wert einer wissenschaftlichen Arbeit sollte nicht länger an die buchstabengetreue Einhaltung "methodischer" Vorschriften und letztlich vollkommen unwichtiger "Zitierregeln" gebunden sein, sondern an dem tatsächlich darin enthaltenen Erkenntnisgewinn, an dem Zuwachs an sinnvollem Wissen.

    Dann braucht es auch keine (stumpfsinnigen) computergestützten Vergleiche, Buchstabe für Buchstabe, auf Abgeschriebenes, sondern nur den Vergleich mit dem bis dahin erreichten Stand der Kunst, von dem die Plagiatjäger in den allermeisten Fällen aber auch keine Ahnung haben.

    Und sollte diese Be-Wertung am Fortschritt und Nutzen bei der schieren Masse der Doktoranden schon mangels wirklich wichtiger und herausragender Themen und Fragestellungen so gar nicht mehr möglich sein, wovon ich ausgehe - dann sollte man die Konsequenzen daraus ziehen und den Doktortitel schlicht abschaffen.

    Kann man sich dazu nicht durchringen, sollte wenigstens die Zuerkennung des Titels wie die Tatsachenentscheidung eines Schiedsrichters gewertet werden und jegliches nachträgliches Rütteln am Titel, das ja auch nie um der Wissenschaft willen, sondern nur um einer Personen am Zeug zu flicken, betrieben wird, von vornherein aussichtslos sein.

    Ob ein Wissenschaftler das Unternehmen, das ihn eingestellt hat, mit seinem Wissen, seiner Kreativität und der Zuverlässigkeit seiner Arbeit vorwärts bringt, wird sich früher oder später - ob mit oder ohne Titel - an seiner Position und an seinem Jahresgehalt ablesen lassen.

     

    10.00 Uhr Randnotiz: Sportwetten

    Europol hat mit einem Heer von Beamten dreizehntausend E-Mails gelesen,
    Telefone abgehört, V-Leute eingesetzt - und herausgefunden, dass ein internationales, globales, weltweites, krakenartiges Syndikat in den vier Jahren von 2008 bis 2011 380 Fußballspiele manipuliert hat. Insgesamt 425 Spieler, Schiedsrichter, Funktionäre und Kriminelle sollen dabei gemeinsame Sache gemacht haben, um mit dem Einsatz von 2 Millionen Euro Bestechungsgeld 8 Millionen Euro Wettgewinne zu kassieren.

    Ich frage mich ernsthaft, wer da nicht rechnen kann.

    Die Betrüger,

    die mit großer Mühe vier Jahre lang daran arbeiten, die Ergebnisse von knapp 400 Spielen zu manipulieren, um sich dann mit 8 Millionen Gewinn zufrieden zu geben. Das hätte sich mit ehrlicher Arbeit vermutlich leichter verdienen lassen.

    Das sind für jeden Beteiligten pro Monat grade mal 392 Euro - Hartz IV ...

    Oder Europol?

    Wo Polizeiteams aus 13 Ländern wegen dieser kleinen, noch nicht einmal sozialversicherungspflichtigen Nebenverdienste sich monatelang die Nächte um die Ohren schlagen, während die internationale Spekulantenschar ganz Europa vollkommen unbehelligt in den Abgrund zockt und selbst der Schaden aus dem immer noch nicht abgestellten Mehrwertsteuerbetrug weitaus größer ist.

    Oder die Journalisten?

    Die haben die Zahlen irgendwie aufgeschnappt, einer hat sie aufgeschrieben und in den nun in allen Medien veröffentlichten Zusammenhang gestellt, und niemand kam auf die Idee, dieses Ammenmärchen vor dem Abschreiben auch nur ansatzweise auf Plausibilität zu prüfen.

    Glücklicherweise bin ich nicht der einzige und auch nicht der erste, dem diese Ungereimtheiten aufgefallen sind. In etlichen Blogs und Foren werden ähnliche Überlegungen angestellt, so dass tröstlich festzuhalten bleibt: In der Internetgemeinde hat man das Rechnen noch nicht verlernt.

     


     

     


    4. Februar 2013

    11.00 Uhr Kleinstaaterei - die Klage gegen den Länderfinanzausgleich

    Nun haben sich Bayern und Hessen also aufgerafft und werden gegen die jetzige Form des Länderfinanzausgleichs in Karlsruhe klagen.

    Der Zeitpunkt ist gut gewählt, lassen sich doch mit kräftigen Worten gegen die lieben Mitbundesländer und deren "parasitäres" Dasein im bayerischen Wahlkampf Stimmen gewinnen.

    Das Problem, um das es geht, scheint allerdings vollkommen unlösbar.

    Ziel des Länderfinanzausgleichs war und ist es, in allen Bundesländern gleiche Lebensverhältnisse zu schaffen, bzw. die finanziellen Mittel für diese Angleichung des Wohlstands bereitzustellen.

    Bayern und Hessen beklagen sich nun darüber, dass ihre Sparsamkeit bestraft und die Verschwendungssucht anderer Bundesländer belohnt wird.

    Das kann man sicher so sehen.

    Die Frage ist, ob es der richtige Standpunkt und der richtige Blickwinkel ist, von dem aus die Situation sich so darstellt.

    Gehen wir davon aus, dass es der richtige Blickwinkel ist, dann wird offenbar, dass die Bundesrepublik einen Rückfall in die Kleinstaaterei erlebt. Es geht weder Wowereit noch Seehofer, weder Bouvier noch Kraft um das große Ganze, um jenes "Deutschland, einig Vaterland" für das 1990 noch silberne Gedenkmünzen geprägt wurden, sondern es geht schon wieder nur noch um Partikularinteressen.

    Thüringische Landkreise bewerben sich um den Anschluss an Bayern - und der bayerische Innenminister sagt auf MDR, dass er das für durchführbar hält.

    Da sind die Partikularinteressen also schon auf Landkreisebene angekommen. Man will raus, aus dem einen Bundesland und rein ins andere Bundesland, weil man sich als "Kreis" davon Vorteile verspricht - und man will diese Kreise ggfs. aufnehmen, weil man sich als Land davon Vorteile verspricht.

    Im Grunde handelt es sich dabei um eine Pervertierung des Föderalismus-Gedankens.

    Die Elbe fließt nicht durch München und die Zugspitze ragt nicht hinter der Neuen Vahr in Bremen aus der Norddeutschen Tiefebene auf.

    Und wenn der Landkreis Sonneberg von Thüringen zu Bayern wechselt, so wie vor rund 100 Jahren das Herzogtum Sachsen Coburg Gotha, so bleibt Sonneberg doch Sonneberg - und München bleibt München.

    Und wenn Bayern die drei umzugswilligen Thüringischen Landkreise aufnehmen will, weil die sich davon eine Qualitätsverbesserung versprechen, dann wird Bayern die Mittel dafür halt intern bereitstellen müssen, statt über den Länderfinanzausgleich.

    Lässt Bayern sich darauf ein, was schon signalisiert wurde, dann geht es allerdings nicht primär um das Wohlleben der "politisch umgetopften" Bürger, Städte und Gemeinden, sondern um Gebiets- und damit Machtgewinn.

    Treibt man das Spiel gedanklich weiter, könnte es einen fernen Tages dazu kommen, dass am Ende Bayern und Hessen als die letzten beiden Bundesländer übrig bleiben, und am Ende tritt dann Hessen Bayern bei - und die bayerische Staatskanzlei zieht in den Reichstag in Berlin um.

    Es gab zu allen Zeiten reichere und ärmere Regionen im Bereich der Landfläche, die derzeit auf den Landkarten als Bundesrepublik Deutschland dargestellt wird.

    Es gab, vor allem zu Beginn der Industriealisierung, große Wanderungsbewegungen vom Land in die Ballungsräume.

    Der Versuch, mit Regionalförderung und Länderfinanzausgleich dagegen anzusteuern, der sicherlich für lange Zeit funktionierte, der sogar Bayern vom armen Agrarland mit echten "Nehmerqualitäten" zu einem florierenden Wirtschaftsstandort und zum fast letzten verbliebenen "Geberland" gemacht hat, scheitert jetzt.

    Die Schere zwischen Arm und Reich zeigt sich verstärkt auch wieder zwischen den Regionen und mündet in eine neue Landflucht.

    Teils gedrängt von den Verwaltern der Arbeitslosigkeit, die von ihren Kunden "Mobilität" fordern, teils getrieben von dem aus dem Egoismus geborenen und per Fernsehwerbung in die Köpfe gehämmerten "Ich bin doch nicht blöd!", lösen sich über Jahrzehnte stabil geglaubte Strukturen auf.

    Der Gang nach Karlsruhe, der nun ansteht, entspricht dem Trend. Und wie die Verfassungsrichter auch entscheiden werden, sie können diesen Trend nur verstärken.

    Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, in dem der Gedanke des Föderalismus aus guten Gründen, jedoch unter der offenbar nicht mehr zutreffenden Voraussetzung eines - über alle Ländergrenzen hinweg - einigen Deutschland, festgeschrieben wurde, ist für die Lösung des "Egoismus-Problems" nicht geeignet.

    Auch das ein Grund mehr dafür, das deutsche Volk endlich aufzurufen, sich in freier Selbstbestimmung eine neue Verfassung zu geben.

     


    3. Februar 2013

     

     

    Das Bild vom Sonntag


    2. Februar 2013

    08.15 Uhr Sexismus - Opium für das Volk

    Als Karl Marx vor 170 Jahren den Satz prägte:

    "Religion ist das Opium des Volkes", sah er in der Ausrichtung des menschlichen Strebens auf das Jenseitige, auf das bessere Leben nach dem Leben, eine Art "Selbstschutzmechanismus" , ein "Endomorphin", das Not, Leid, Unterdrückung und Ausbeutung der realen Welt zum irrealen Trugbild verschwimmen ließ, während das hohe Ziel des Menschen, das eben nur durch das duldsame Durchschreiten des "Jammertals" erreicht werden konnte, zur alles überstrahlenden, höheren Realität wurde.

    72 Jahre später formulierte Lenin den Satz um. Nun hieß es:

    "Religion ist Opium für das Volk". Ein "himmelweiter" Unterschied. Lenin ging nicht mehr davon aus, dass das Volk sein Opium selbst hervorbrachte, sondern dass dem Volk Religion bewusst und gezielt verabreicht wurde, um es ruhig zu stellen und ruhig zu halten.

    Und auch noch zu Lenins Zeiten war Religion europaweit eine "lebensfüllende" Angelegenheit. So wie heute dem etwas zu munteren Schulkind mehrmals täglich sein Ritalin verabreicht wird, konnte, durfte und sollte mehrmals täglich gebetet, und regelmäßig gebeichtet werden. Regelmäßiger und eifriger Kirchgang und damit die Auffrischung und Festigung der Indoktrination waren erste Bürgerpflicht und wurden von allen Mitbürgern argwöhnisch überwacht. Mit bester Absicht, versteht sich, damit ja kein Schäflein verloren gehe.

    Die Religion hat seither viel von ihrer Strahlkraft verloren. Das Volk hat sich von den göttlichen Verheißungen abgewandt, doch was Lenin und Marx bekämpften, um dem Volk zu ermöglichen, seine Situation zu erkennen, sich nicht länger auf ein harfenzupfendes und hossiannahsingendes Dasein nach dem Tode vertrösten zu lassen, ist nicht gelungen.

    So wie Opium als Betäubungsmittel längst aus der Mode gekommen und durch ein breites Spekturm moderner Halluzinogene ersetzt worden ist, aus denen jeder, der will, sich die leichte "Bewusstseinseintrübung" mit Haschisch und Marihuana, die schwerere mit LSD und Crack, den schnellen Kick mit sog. Partydrogen und den finalen "Goldenen Schuss" mit der Überdosis Heroin setzen kann, hat auch das "Opium für das Volk" sein Gesicht gewandelt.

    Die Hohenpriester der neuen Heilslehren stehen nicht mehr in abenteuerlichen Kostümen auf den Kanzeln der Kirchen, sie stehen vor den Kameras und Mikrofonen der Medien, sie sitzen als Volksvertreter in den Parlamenten und Regierungen und lassen ihre Heilsbotschaften auf allen Kanälen in die Köpfe hämmern.

    Und: Sie rufen nicht mehr nur zur Duldsamkeit auf, sondern auch zum Widerstand!
    Allerdings stets zu einem Widerstand, der sich nach dem Gesetz des "Teile und herrsche" gegen bestimmte Teile des Volkes richtet.

    War es in den frühen Jahren dieser, unserer Republik der Keil, der zwischen Christen und Kommunisten getrieben wurde, als Parteipolitik sich noch der Kirchen bedienen konnte, um Christentum, Demokratie, Freiheit und Kapitalismus unter den einen Hut der "Rechtgläubigen" zu bringen, während schon die harmlosesten Sozialdemokraten als teuflische Ungeheuer des Kommunismus gebrandtmarkt wurden, so hat sich auch hier eine breitere Spreizung mit immer neuen Themen ergeben.

    Wir kennen die immer wieder angeschürten Debatten, in denen Rentner als Schmarotzer und die nachfolgenden Generationen als Ausgebeutete, ihrer Zukunft Beraubte dargestellt werden, während die Politik im Verein mit dem Kapital die Weichen für die Renten ebenso stellte, wie für die Zahl der Arbeitsplätze, die Arbeitesbedingungen und die Löhne.

    Wir erinern uns an die endlosen, das Volk beschäftigenden Debatten um Themen wie Abtreibung, Zuwanderung, Multi-Kulti, wir erleben die an Infamie kaum noch zu überbietende Arroganz der "Hurra-Europäer" gegenüber allem, was noch wagt, nationale Interessen zu vertreten.

    Wir lassen uns mit Glühlampenverbot und energetischer Haussanierung in Klima-Nützlinge und Klima-Schädlinge unterteilen, und kaum ist die Zahl der Nützlinge so groß geworden, dass sie den Interessen der Opium-Produzenten schaden könnte, ernennt man sie zu den Verursachern der Energiepreisexplosion.

    Der unsinnige Streit um Krippenplätze und Betreuungsgeld, die Stigmatisierung von Arbeitslosen als Sozialschmarotzer, das alles sind Ablenkungsmanöver, mit denen weite Teile des Bewusstseins der Völker für Wochen, Monate oder Jahre schlicht abgeschaltet werden, indem man sie sich in Schein-Alternativen verbeißen lässt, so lange, bis das Interesse nachlässt, die von Anfang an vorgesehene Lösung zum Gesetz und flugs die nächste Sau durchs Dorf getrieben wird.

    Nun wird in Brüssel die Wasserrichtlinie ausgeheckt und durchgewunken, und wieder ist das Volk bewegt und erregt, schreibt Petitionen und unterstützt sie und ist bestmöglich beschäftigt und abgelenkt, und wird es am Ende schlucken, das teure Wasser schlechter Qualität, an dem sich die Großkonzerne und deren Aktionäre ihr Süppchen kochen.

    Die wöchentliche Unterschrift bei der jeweils neuesten "Campact-Kampagne" ähnelt schon heute den Beicht- und Buß-Ritualen vergangener Zeiten und ist zudem verbunden mit dem Nervenkitzel des "Gewinnen- oder Verlieren-Könnens".

    Derweil fährt dieses Kunstgebilde Europa, in das man 500 Millionen Menschen ohne sie zu fragen eingesperrt hat, mit affenartiger Geschwindigkeit wie einst die Titanik auf den Eisberg zu.

    Vermutlich in der Erwartung, die ganz große Katastrophe, die durch die Vernichtung des Geldwerts, durch die Erosion der Demokratie, durch die Verwicklung in immer mehr Kriege herbeigeführt wird, würde das Volk hinter der einen Fahne mit dem Sternenkranz in dem Ruf: "Kommissare befehlt, wir folgen euch" vereinen, wie das schon früher nach tiefer Demütigung und größter Not gelungen ist. Allerdings nur für 12 Jahre.

    Und worüber wird das Volk "erregt"?

    Nicht über die Frage von Krieg und Frieden, nicht über den Einsatz von bewaffneten Drohnen zur Aufstandsbekämpfung (auch im Inneren), nicht über die schon schier unerträgliche Überwachung und Gängelung mit vollkommen unsinnigen Gesetzen und EU-Richtlinien, nicht über das Blutvergießen in aller Welt, in dem uns unsere Verbündeten vorangehen und uns immer wieder erfolgreich auffordern, uns anzuschließen, uns mitschuldig zu machen.

    Nein, das Volk bekommt sein Opium verabreicht, in dem es in eine neue vollkommen unsinnige Debatte um mildeste Formen von Missverständnissen zwischen Männern und Frauen gezogen wird, der das übermächtige Schild "Sexismus" angeheftet wurde, damit Frau auch weiß, dass es tausendmal schlimmer ist, mit der Aussage: "Ihnen würde ein Dirndl auch gut stehen", konfrontiert zu werden, als an der Tankstelle und am Stromzähler ausgenommen zu werden, wie eine Weihnachtsgans, dass ein zarter Klaps auf den Po, jenem noch nicht gesetzlich geschützten Körperteil, tausendmal schlimmer ist, als von Politik, Polizei und Geheimdiensten durch alle möglichen Formen der Vorratsdatenspeicherung und Ausspähung, durch auch bei uns schon fast flächendeckende Videoüberwachung und nicht zuletzt auch durch Nacktscanner zum "Gläsernen Menschen" gemacht zu werden.

    Und Mann darf sich darüber aufregen, dass einige Zicken, die ihn mit Kleidung und Gesten ständig in Fortpflanzungsbereitschaft versetzen, selbst die geringste Reaktion darauf zur strafbaren Handlung hochstilisieren, grad so, wie in Zeiten höchster, kirchlich verordneter Prüderie. Und er findet es, weil es direkt sein tägliches Leben betrifft, tausendmal schlimmer, als alles was ihm sonst so wiederfährt. Die Erniedrigungen durch den Fallmanager, oder die große Zahl unbezahlter Überstunden, mit denen er sich sein Verbleiben im Job erkaufen muss, das wütende Staunen darüber, dass die Reichen immer reicher werden, während er immer ärmer wird, das alles wird verschüttet von der Frage: "Darf ich der Frau am Nebentisch nun vielversprechend zulächeln, oder hab ich dann vielleicht schon eine Klage wegen sexueller Nötigung am Hals?"

    Ja, wir werden gut mit Opium versorgt.

    Und um darauf hinzuweisen, muss man sich auch noch selbst damit beschäftigen und gerät in Gefahr, dabei selbst den Blick für das zu verlieren, worum es eigentlich geht.

    Ich will keinen "Sexismus-Erlass" - ich will jene Freiheit und jene Selbstverantwortung, die nie gemeint ist, wenn uns Freiheit und Selbstverantwortung gepredigt werden, damit sich unsere "Verführer" ihrer Verantwortung entziehen können.

    Ich will auch keinen "N-Wort-Erlass" - ich will, dass der Staat sich aus meinem ganz persönlichen Leben zurückzieht und sich um die Dinge kümmert, die eine Gesellschaft zu ihrem Gedeihen und Wohlergehen braucht, und das sind nun mal weder Drohnen noch Rettungsschirme, sondern das ist in allererster Linie die Sicherstellung einer funktionierenden Infrastruktur, vom Kindergarten bis zur Autobahn, von der Wasserversorgung bis zur gerechten Besteuerung ohne scheunentorgroße Schlupflöcher.

    Ich will auch keine gesamteuropäische Sommerzeit und kein gesamteuropäisches Pseudo-Parlament der Polit-Eunuchen. Ich will endlich wieder mehr Demokratie, Parlamentarier, die ein Gewissen haben und sich diesem mehr verpflichtet fühlen, als dem Fraktionszwang, eine Regierung, die das Wohl des Deutschen Volkes nicht ausschließlich unter der Laterne "EU" sucht, sondern da, wo es zu finden wäre.


    Und weil ich das will, und weil ich es nicht nur will, sonder auch Wege aufzeigen will, wie es dazu kommen könnte, bin ich das persönliche und finanzielle Wagnis eingegangen, ein ganz und gar revolutionäres Buch herauszubringen.

    Karl Waldecker hat es geschrieben. Der Titel:

    "GLOCALIS - die Welt fair ändern"

    Bis Ende des Monats kann das 550-Seiten-Werk noch zum Subskripitionpreis von 19,95 Euro bestellt werden. Erscheinen wird es Ende Februar /Anfang März 2013.

     

    zur Buchvorstellung


    1. Februar 2013

    0.00 Uhr Nu macht ma halblang!

    Der Vorwurf, Jakob Augstein sei ein Antisemit, wird erneut erhoben. Die Begründung folgt nicht aus der Sache, da hätte Rabbi Abraham Cooper nach eigener Aussage ja nachgegeben, die Begründung liegt nun darin, dass Augstein sich, nachdem die Anschuldigung auf dem Tisch lag, nicht für die ihm vorgehaltenen Äußerungen entschuldigt hat.

    Gut. Ich kenne Jakob Augstein nicht persönlich - und ich habe mit Sicherheit nicht alles gelesen, was er je geschrieben hat, und ich habe mit Sicherheit nichts von dem gehört, was er je gesagt hat.

    Doch ich bin immer wieder in der Online-Ausgabe des Freitag unterwegs, den Augstein herausgibt, und ich lese dort auch viele seiner eigenen Artikel. Aus dem, was ich dort lese, habe ich mir eine Meinung gebildet, auch über die Person Jakob Augstein, und die sieht so aus:

    Ich halte Jakob Augstein für einen aufrechten Demokraten, der es immer wieder wagt, Themen zu wählen, die unbequem sind, und bequeme Themen aus einem anderen, dem Mainstream fremden und verloren gegangenen Blickwinkel zu betrachten.

    Ich halte Jakob Augstein für hochintelligent, für absolut integer und teile seine eigene Einschätzung, er sei im Zweifel eher links.

    Wenn Herr Matthias Küntzel, ein Mitarbeiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der Hebräischen Universität in Jerusalem zu dem gegenteiligen Schluss kommt, nämlich Jakob Augstein sei im Zweifel nicht nur rechts, sondern "rechtsradikal",

    dann kann ich dieser Welt nur wünschen, dass alle "Rechtsradikalen" so wären, wie Jakob Augstein. Dann gäbe es nämlich keine mehr.

    Wenn man sich aber seine Maßstäbe selbst setzt, an denen man andere misst, darf man sich nicht wundern, wenn diese Maßstäbe nirgends als im eigenen Dunstkreis anerkannt werden.

    Dieser Maßstab heißt in diesem Fall: "Die Regel der drei D", aufgestellt von Nathan Sharansky, und die lautet:

    Wer Juden und Israel

    • dämonisiert,
    • delegitimiert und
    • Doppelmoral walten lässt,
    überschreitet eine Grenze.
     
    Diese Regel ist eine logische UND-Verknüpfung. Wahrscheinlich aber nur falsch zitiert und als ODER-Verknüpfung gemeint.
     
    Juden zu dämonisieren, dazu ist Augstein gar nicht in der Lage, er denkt und schreibt rational, frei von der Versuchung, sein Heil im Übersinnlichen zu suchen und statt mit Argumenten mit Dämonen zu hantieren. Seine Sprache ist die Sprache der Fakten und der Schlussfolgerungen.
     
    Gegenüber Juden Doppelmoral walten zu lassen, das liegt auch nicht in seinem Charakter. Augstein übt Kritik an Zuständen, an Umständen, an Staaten, an Regierungen, an Menschen aus einer gefestigten Grundhaltung, aus einem stabilen Wertegerüst heraus, ganz unabhängig davon, wo Zu- und Umstände herrschen, welcher Staat, welche Regierung, welche Person da verantwortlich ist.
     
    Es mag sein, dass Israel bei manchen Äußerungen Augsteins erfährt, dass er bestimmte Handlungen und Vorgehensweisen, bestimmte Einstellungen und Ziele für illegitim hält. Da steht Augstein aber nicht allein. Die Zahl der von Israel missachteten UN-Resolutionen spricht dazu Bände - und nun droht auch noch der UN-Menschenrechtsrat damit, Israel wegen seiner Siedlungspolitik vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zu bringen. Da scheint es eine ganze Menge an Illegitimität zu geben, die zu benennen wichtig ist, wenn das Zusammenleben der Völker nicht im Chaos einer globalen Anarchie und des Faustrechts enden soll.
     
     
    Doch trotz aller Hinweise auf erkennbares Fehlverhalten, eines tut Augstein deswegen ganz bestimmt nicht, nämlich das Existenzrecht des Staates Israel in Zweifel zu ziehen.
     
    Kritik an Israel muss möglich sein, ohne dass dem Kritiker vorgehalten wird, pauschal etwas gegen Israel zu haben und ein Antisemit zu sein. Das haben längst auch viele Israelis verstanden, deren diesbezügliche Aufsätze und Aussagen durchaus auch im deutschsprachigen Internet auf durchaus nicht antisemitischen Seiten gefunden werden können.
     
    Vermutlich hält man mir nun auch vor, ich hätte die "drei-D" Regel verletzt.
    Schade - ich wollte nur eine Gelegenheit bieten, in aller Ruhe nachzudenken und sich am Ende vielleicht sogar für den Antisemitismus-Vorwurf gegen Augstein zu entschuldigen.
     

     


    31. Januar 2013

    14.00 Uhr Das Gott und das geistig-moralische Säuberung 

    Kommt sprachlich ein bisschen gewöhnungsbedürftig daher, dieser Paukenschlag.
    Strotzt dafür aber vor political correctness, ist absolut frei von Rassismus und Sexismus und nimmt die Vollendung des Gender-Mainstream-Wahns schon mal vorweg, damit es vielleicht doch nicht so weit kommen muss.

    Aber lesen Sie selbst:

  • PaD 5 /2013 Das Gott und das geistig-moralische Säuberung

  • 30. Januar 2013

    11.20 Uhr Pressefreiheit auf Schrumpfkurs

    So schön es ist, in allen Blättern das Gleiche zu lesen und damit die "veröffentlichte Wahrheit" aus allen Ecken bestätigt zu bekommen, während sich die "veröffentlichte Meinung" stromlinienförmig in allen Blättern zum Mainstream vereinigt, so unschön ist es, dass damit die Orwell'sche Vision vom "Wahrheitsministerium" von der Realität immer weniger zu unterscheiden ist.

    Nun gibt es da, neben den "Ärzten ohne Grenzen", auch ein Netzwerk "Reporter ohne Grenzen". Diese ROG geben jährlich eine Rangliste heraus, in welcher die Länder nach der in ihnen herrschenden Pressefreiheit geordnet werden.

    Deutschland ist diesmal von Rang 16 auf Rang 17 herabgestuft worden und liegt nun zwischen Tschechien und Costa Rica.

    Und was beschert uns die deutsche Presse in dieser Woche?
     
    Neben "Mursi auf Stippvisite", "Ägypten im Aufstand", "Mali zurückerobert", "Kauflaune ungebrochen" - kommt wieder mal die Pharma-Industrie in die Schlagzeilen. Positiv.
     
    Da herrscht doch diese Volkskrankheite ADHS, und dagegen gibt es ein Heilmittel, es ist schnell verordnet, problemlos in der Anwendung und stellt Kinder prompt ruhig.
    Würzburg sei die ADHS-Welthauptstadt, verkündet die FAZ, die WELT erklärt die Symptome, die ZEIT hingegen zweifelt die Ergebnisse der Studie der BARMER Ersatzkasse an, die Süddeutsche stiftet gar Eltern zum Betäubungsmittelmissbrauch an, indem sie empfiehlt, Eltern sollten selbst eine Pille probieren, bevor sie sie ihren Kindern zumuten. Kein Wort darüber, dass Ritalin unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, weil sein Wirkstoff - Methylphenidat - eine Droge, ein gefährliches, süchtig machendes Rauschgift mit vielen gefährlichen Nebenwirkungen ist.
     
    Allen diesen Artikeln ist gemeinsam, dass sie zwar die Zunahme der Fälle für bedenklich halten, auch dass manchen Diagnose direkt mit der "Ärztedichte" im Zusammenhang stehen könnte, doch von einer klaren, eindringlichen Warnung vor den Gefahren des Rauschgiftkonsums, von Abhängigkeit bis zu schweren körperlichen und geistigen Schädigungen ist nichts zu lesen. So gewinnt der Leser den Eindruck, da verbreite sich eine schwere "Seuche", beginnt an den eigenen Kindern nach Symptomen zu forschen - und erhält am Ende von der Kindergärtnerin oder von der Lehrkraft den Hinweis (wenn nicht gar die ultimative Aufforderung) seinem Kind Ritalin verschreiben zu lassen, sonst könne weder das Abitur noch der Verbleib an der Schule gewährleistet werden.
     
    Ich möchte bei der Gelegenheit wieder einmal Franz Horst Wimmer in Erinnerung bringen, jenen Drogenfahnder, der ein ganzes, dickes Buch über Methylphenidat geschrieben hat. Sehr komprimiert haben Manuela Engl und ich dies im Paukenschlag 29 /2011 zusammengefasst, wo auch auf H. Wimmer verlinkt ist.
     


    29. Januar 2013

    14.45 Uhr Wehrbeauftragter und Verteidigungsminister - zwei Welten 

    Es ist erst ein paar Tage her, da hörten wir von der Klage des Verteidigungsministers, den Soldaten der Bundeswehr fehle es an Abenteuerlust, sie seien zu sehr ans "Hotel Mama" gebunden und hätten keine Lust, sich kreuz und quer durch die zu verteidigende Republik und die darüberhinaus in der halben Welt eingerichteten Außenstandorte kommandieren zu lassen.

    Nun kommt der Wehrbeauftragte und legt seinen Bericht vor. Da ist von massiven Mängeln in der Bundeswehr-Führung die Rede, von der Überschreitung der Grenze der Belastbarkeit, von immerhin 1.143 im letzten Jahr gezählten "traumatisierten" Soldaten (wie viele waren denn da im Auslandseinsatz?) und ihrer unzureichenden psychologischen Betreuung.

    Klar, der Wehrbeauftragte, als "Organ" des Parlaments, hat die Aufgabe, über die Wahrung der Grundrechte der Soldaten und die Einhaltung der Grundsätze der Inneren Führung zu wachen.

    Der Verteidigungsminister sollte das Gleiche tun, doch hat er halt immer auch abzuwägen, zwischen den Notwendigkeiten jener chronischen, akuten und in Vorbereitung befindlichen Kriegseinsätze einerseits und den Grundrechten und den Grundsätzen der Inneren Führung andererseits.

    Und wenn der Verteidigungsminister nun mal mit so wenig Soldaten und so wenig Geld auskommen muss,dann wundert es nicht, wenn der Wehrbeauftragte in seinem jährlichen Bericht nicht nur einfach die Hacken zusammenknallen, die Hand an den Mützenrand legen und vorschriftsmäßig melden kann:

    "Keine besonderen Vorkommnisse".

     

    Nun erhebt sich bei mir allerdings die Frage, was das Parlament nach Kenntnisnahme des Berichts des Wehrbeauftragten beschließen wird, um die Situation der Soldaten seiner Parlamentsarmee zu verbessern.

    Schäuble will massiv bei der Bundeswehr sparen. De Maiziere will Drohnen kaufen und eigene entwickeln lassen. Der Einsatz in Mali wird ausgeweitet werden, die Patriots in der Türkei waren auch nicht unbedingt geplant - und ob es dabei bleibt, steht noch in den Sternen. Der Abzug aus Afghanistan ...?

    Ich mach' mir keine großen Hoffnungen, dass dieses Parlament nach Kenntnis des Berichts mehr tun wird, als ihn offiziell anzunehmen.

    Zumal dieses Parlament sich halt als "Regierungsparlament" versteht, in dem sogar weite Teile der Opposition sich immer wieder dazu hinreißen lassen, der Regierung bei allen Bundeswehreinsätzen zuzustimmen, weil man sonst ja in den Verdacht geraten könnte, nicht regierungsfähig zu sein - so wie diese störenden LINKEn, die als letzte noch an dem Satz festhalten: "Von deutschem Boden soll nie wieder Krieg ausgehen".

     


    28. Januar 2013

    17.00 Uhr Neger und Sexismus

    In der Jungle World empört sich heute ein Jörg Sundermeier darüber, dass nicht alle des Deutschen Mächtigen sich von den Erfindern immer neuer Regeln der "political correctness" ins Bockshorn jagen lassen.

    Ja, er wagt nicht einmal mehr "Neger" zu schreiben, sondern macht "das N-Wort" daraus.

    Gleichzeitig schlagen die Wellen der Empörung hoch, weil Herr Brüderle eine Journalistin mit leicht frivolen Sätzen "diskriminiert" haben soll.

    Sundermeier argumentiert mit einer "Neuübersetzung des Simplicissimus", über die sich ja auch niemand aufrege - und verkennt dabei, dass es auf der einen Seite einen Wandel der Sprache gibt, der sich von selbst vollzieht - und das über die vielen Jahre (Jahrhunderte, im Falle Grimmelshausens), dass der Text den gegenwärtigen Menschen nicht mehr ohne weiteres verständlich ist. Den Simplicissimus wieder lesbar zu machen, das ist sinnvoll.

    Die Sprache aber zu vergewaltigen, einfach Begriffe zu streichen, ja wenn möglich gleich voll und ganz zu verbieten, das ist etwas anderes.

    Das entspringt einem "Fanatismus", der durchaus geeignet ist, mehr Stolpersteine zu produzieren, als er glaubt, in allerbester Absicht unter den Teppich kehren zu können.

    Und es soll niemand glauben, dass die wenigen, die "Neger" tatsächlich in diskriminierender Absicht denken, schreiben und aussprechen, ihre Einstellung ändern würden, wenn man ihnen auf diese Weise das Wort zum Alleingebrauch überlässt. Ganz im Gegenteil, dadurch wird es erst wirklich zur Schmähung.

    Die plötzlich aus allen Ecken auftauchenden Sexismus-Kritiker tun übrigens nichts anderes.

    Dazu hat Gert Flegelskamp gestern einen Artikel geschrieben, den ich voll und ganz unterstütze.

     

     

    14.00 Uhr Altmeier - der Strompreis - und das Handelsblatt

    Dass der Endverbraucher beim Strompreis jener "Letzte" ist, den die Hunde beißen, braucht nicht weiter ausgeführt zu werden. Die Welt ist nun mal geteilt in zwei Gruppen von Menschen: Die einen machen die Gewinne, und die anderen arbeiten und bezahlen dafür.

    Nun kommt ein Bundesumweltminister auf die Idee, den rasanten Höhenflug der Strompreise zu bremsen und dafür an den "Einspeisevergütungen" zu drehen.

    Und plötzlich kommt die über Jahre listig verbreitete These: Viel zu viele Eigenheimbesitzer hätten für ihre viel zu kleinen und viel zu unrentablen Solaranlagen auf ihren Dächern völlig unsinnige Milliarden-Subventionen erhalten, stark ins Wanken.

    Dem Handelsblatt ist plötzlich am Wohl der Investoren gelegen, deren Großvorhaben sich über Jahre hinziehen und denen nun die Planungssicherheit verloren geht.

    Und damit reißt die Wolkendecke auf und die Sonne bringt es an den Tag: Die Förderung kleiner privater Anlagen, das war offenbar nur der Verschleierungstrick, mit dem uns das Wissen darüber vorenthalten wurde, in welchem Ausmaß die Großen Vier (EOn, Vattenfall, EnBw und RWE) schon längst wie die Nattern am Busen der Einspeisevergütung saugen.

    Vor Jahren schon ist EOn in Bayern bei den Bauern vorstellig geworden, um Dachflächen zu pachten und darauf Strom zu ernten. Längst nicht jede Solaranlage ist im Eigentum desjenigen, auf dessen Dach sie steht.

    Und nun wirbt EOn auch in großartig-aufklärerisch aufgemachten Fernsehspots mit den so kostengünstigen Offshore-Windparks, in die man investiert, um vorgeblich den Strom billiger zu machen. Erhält aber gleichzeitig eine dicke Entschädigung für jedes Windrad, dass die privatwirtschaftlichen Netzbetreiber nicht ans Netz anschließen können.

    Leider konnte ich auch aus ansonsten gut informierten Quellen keine Auskunft darüber erhalten, welchen Anteil die kleinen Privaten tatsächlich noch an der Einspeisevergütung erhalten - und welchen Anteil sich die Großkonzerne selbst gutschreiben.

    Der entsetzte Aufschrei im Handelsblatt lässt jedenfalls den Schluss zu, dass Altmeier es vielleicht auch nicht weiß und versehentlich einmal die Richtigen treffen würde.

    Der Ausweg wird ja auch gleich mit angeboten. Lieber nur noch den ganz, ganz großen Stromfressern Rabatte geben. Das hält denen jedenfalls zumindest einen Teil der Konkurrenz vom Hals.

    Sollte jemand die Zahlen kennen, die ich gerne hier angeführt hätte, bin ich dankbar für jede Information.

     


    27. Januar 2013

    Das Bild vom Sonntag


    26. Januar 2013
    25. Januar 2013

    13.55 Uhr Kampfdrohnen für die Bundeswehr 

    Als Kain seinen Bruder Abel erschlug, war klar: Du musst vorsichtig und misstrauisch sein, heimtückisch und hinterlistig, dich bestmöglich rüsten und dann den Erstschlag führen.

    Dann gehört Dir die Welt.

    Als das Volk Israel nach 40 Jahren in der Wüste vor Jericho stand, packten die Priester ihre Geheimwaffen aus und brachten die Mauern Jerichos mit Posaunenschall und Kriegsgeschrei zum Einstürzen.

    Heute gibt's halt satellitengestützte Kommunikation, Stealth-Bomber, Flugzeugträger, Atombomben, Marschflugkörper und Kampfdrohnen.

    Wer das alles hat, hat jenen Vorteil, den Kain vor Abel hatte - und gewinnt. Ein Kainsmal zu tragen ist nicht weiter schlimm, ja eher so eine Art Warnfarbe, wie bei den Wespen, und erleichtert das Leben durchaus.

    Die Geschichte des Militärs ist - neben einer Geschichte der Kriege - auch eine Geschichte der Rüstung. Das römische Kurzschwert, die eisernen Rüstungen der Ritter, erste Schusswaffen, stets konnte nur bestehen, wer auf- und mit- und nachrüstete.

    Mit den Kampfdrohnen ist das genau so. Ja, die Distanz zwischen Kain und Abel ist so viel größer geworden, dass der Mord am Bruder gar nicht mehr als Mord wahrgenommen wird. Es werden Bildpunkte an Monitoren verändert. Das ist alles, doch das geht schon lange auch vom im sicherer Entfernung am Himmel stehenden Hubschrauber aus - und den Befehl zum Einsatz der tödlichen Raketen gibt auch schon lange einer, der "weitab vom Schuss" irgendwo im sicheren Büro das gleiche Bild auf dem Monitor hat, wie der Schütze im Hubschrauber.

    Krieg ist immer hinterhältig und feige.


    Als Rudolf der Erste von Habsburg 1278 zwischen Dürnkrut und Jedenspeigen
    die Ära der Ritterheere beendete, in dem er den böhmischen König Ottokar II. durch List und Hinterhalt besiegte, und die Wendigkeit berittener Bogenschützen einsetzte, was die auf ritterlichen Kampf ausgerichteten Ritter daran hinderte, überhaupt in den Kampf einzugreifen, bevor sie von den verheerenden "Distanzwaffen" getötet wurden, war das nicht weniger revolutionär und nicht weniger unehrenhaft, wie heute der Einsatz von Kampfdrohnen.

    Wer nur gegen bestimmte Arten von Waffen argumentiert, den Krieg aber weiterhin als unverzichtbares Mittel der Politik ansieht, wird keinen Schritt vorwärts kommen. Waffen, die tauglich sind, die Chancen auf den eigenen Sieg zu vergrößern, werden eingesetzt. Mal, um den Sieg schneller zu erringen, mal um den Endsieg doch noch zu erzwingen. Rhetorische Spruchblasen zu Begründung liegen überall griffbereit herum.

    Nur wer den Krieg als solchen infrage stellt, wer jeden Kampfeinsatz, egal mit welchen Mitteln und zu welchem Zweck für einen Irrweg erachtet, der nie dauerhaft Frieden - sondern immer nur wieder neuen Krieg gebiert, hat eine Chance, die Hybris des gegenseitigen Hinschlachtens zu überwinden.

    Doch dazu gehört erst einmal die Erkenntnis, dass es nicht die Soldaten sind, die durch den Krieg etwas gewinnen, sondern die Kriegsgewinnler.

    Die Entwickler und Produzenten von Kriegsgerät jeder Art gehören ebenso dazu, wie die Geldgeber jener Unternehmen, die ein besetztes Land nach dem Krieg ganz legal ausplündern. Und selbst jene, die ins Land kommen, um es nach dem Krieg wieder aufzubauen, würden das nicht tun, lockten nicht auch dabei immense Gewinne.

    Krieg ist "Wachstum", jenes "Wachstum", das durch Frieden alleine gar nicht generiert werden kann. Wachstum in der Rüstungsproduktion - und Wachstum in der Bau- und Ausrüstungsbranche beim Wiederaufbau unter der Regie der Sieger.

    Die Beschaffung von Kampfdrohnen durch die Bundeswehr ist Wachstum, schafft und sichert Arbeitsplätze und generiert Gewinne. Die Börsennotierung der Rüstungskonzerne bewegt sich in die erwünschte Richtung, sobald irgendwo die Kriegstrommeln erschallen ...

    Also: Wir brauchen diese Kampfdrohnen, wenn wir unseren Wohlstand erhalten wollen, und wir brauchen Einsatzgebiete, in denen wir sie nutzen und verschleißen können, wenn wir unseren Wohlstand erhalten und mehren wollen.

    Da darf einem halt nur nicht die Abenteuerlust fehlen, wie de Maiziere es jüngst im Blick auf seine Truppe beklagte: Deutsche Wirtschafts-Nachrichten

    Am Frieden ist nichts zu verdienen.

    Da öden einen bald die gesättigten Märkte an.

    Die Leute sind zufrieden und werden faul.

    Der Krieg ist der Vater aller Dinge.

    Und der schönste aller Kriege ist der ordentlich asymmetrische. Mit dem Hintern im weichen Sessel, im schön klimatisierten Büro am Joystick Herrgott spielen.

    Unangreifbar fern von Blut und Knochensplittern, von brennenden Dächern und schreienden Verwundeten.

    Wenn Krieg schon sein muss, dann doch lieber so - oder?

    Oder müsste Krieg vielleicht doch nicht sein ...?

     


    24. Januar 2013

    14.00 Uhr Vermiet-Nomaden im Häuserkampf

    Die FAZ befasste sich am Montag in einem sehr langen Artikel ziemlich besorgt mit der Situation am deutschen Wohnungsmarkt. Die reißerische Schlagzeile lautete:

    "Der neue Häuserkampf"

    Ohne darauf direkt eingehen zu wollen, möchte ich die Situation aus meinem Blickwinkel beleuchten, die Ursachen für die Mietkostensteigerung analysieren und am Ende nachweisen, dass niemand in Deutschland bei Erstbezug einer Neubauwohnung freiwillig mehr als 4,50 Euro pro Quadratmeter Kaltmiete zahlen müsste, erlebten wir nicht auch hier das Totalversagen der Politik, die es nicht mehr wagt, die Grundversorgung mit Wohnraum als eine der wichtigsten Aufgaben des Staates wahrzunehmen.


    23. Januar 2013

    10.15 Uhr Il Decamerone - die Rede Camerons 

    Der Vergleich von Boccaccios großem Werk, ja Sittengemälde, dessen 100 Novellen vor dem Hintergrund der Pest in Florenz (1348) spielen und darin ihren Anlass finden,
    mit der Europa-Rede des britischen Premiers Cameron, drängt sich nicht nur wegen der Namensähnlichkeit auf.

    Cameron ist wohl der einzige Regierungschef der EU, der sich einen klaren Blick auf den desolaten Zustand der EU bewahrt hat und sich nicht scheut, auszusprechen, was ihm nicht gefällt - und mit ein bisschen Fantasie kann man auch seine Rede vor dem Hintergrund jener Pest sehen, die Europas Demokratie zerfrisst und die Völker ins Elend stürzt.

    Nun ist das Verhältnis der Briten zur EU schon immer ein besonderes. Auf der Insel schwärmt man nicht vom großen europäischen WIR, diesem wohl uneinlösbaren Phantom, für das in allen anderen Hauptstädten in blindem Eifer die größten Opfer gebracht werden, auf der Insel sieht man Europa als ein "Mittel zum Zweck" - als ein Vehikel, das benutzt wird, wenn damit der Nutzen des eigenen Volkes gemehrt und Schaden von ihm abgewendet werden kann, das man aber lieber auf den Müllhaufen der Geschichte werfen wird, wenn es dem eigenen Staat schadet und seinen Nutzen mindert.

    Cameron erklärt, er sei ein Freund Europas, bündniswillig, doch er ist weder bereit, noch mehr Souveränität abzugeben, er fordert sie sogar wieder zurück, noch ist er bereit, in dieses Fass ohne Boden bedingungslos einzuzahlen.

    Nun hat er -für den Fall seiner Wiederwahl - die Volksabstimmung über den Verbleib in der EU für das Jahr 2017 angekündigt.

    Ich wünsche ihm, dass er wiedergewählt wird, und dass er das Jahr 2017 bei guter Gesundheit erlebt.

    Denn das dann drohende Referendum ist für alle, im Traum vom großeuropäischen Reich des Neoliberalismus gefangenen Träumer, ein ernsthafter Grund aufzuwachen, sich die Karre und den Dreck, in dem sie steckt, zu besehen, und - wenn auch nur um des Verbleibs der Briten willen -Korrekturen anzubieten.

    Gelingt dies nicht zur Zufriedenheit der Briten, werden sie sich in vier Jahren gegen die EU entscheiden.

    Parallel dazu werden wir von heute an vor allem in Frankreich, wohl aber auch in Deutschland eine neue Diskussion über Sinn und Zweck, Gehalt und Gestalt der EU erleben. Eine Diskussion, in der die Argumente der Briten an Kraft und Bedeutung auch auf dem Festland zunehmen werden.

    Und sollten dann die Briten entscheiden, die EU zu verlassen, so wage ich zu prognostizieren, dass nicht lange danach auch die Grande Nation wegen nicht mehr beherrschbarer innenpolitischer Probleme die Mitgliedschaft aufkündigt.

    Und dann fliegt Deutschland der Rest um die Ohren.

    Ich kann mir nur wünschen, dass Camerons Rede ernst genommen wird. Er zielt in die richtige Richtung und hat das notwendige Gewicht, um andere mitzuziehen.


    22. Januar 2013

    11.45 Uhr Diese Frage stellt sich nicht.

    Am Ende einer sonderbaren Kette von Erinnerungen und Zufällen stand bei mir in der letzten Woche der Beschluss, mir die 1970 von Bärmeier & Nikel herausgebrachte Schallplatte "Heinrich Lübke ... redet für Deutschland" zu beschaffen.

    Schließlich hatte ich schon 1967 einen Button am Revers, auf dem stand "I like Lübke" und wollte endlich wieder einmal in Erinnerungen schwelgen, an diesen in besonderer Weise "begnadeten" Redner aus dem Sauerland und mir noch einmal vergegenwärtigen, was er damals zu sagen hatte.

    Heute reden Politiker zwar auch noch, vermeiden dabei aber konsequent, wirklich etwas zu sagen.

    • Fragen stellen sich nicht.
    • Themen finden Aufmerksamkeit.
    • In bestimmten Bereichen bestehen Unterschiede zwischen Koalitionspartnern.
    • Man wird alles daransetzen, ein Problem einer Lösung zuzuführen.
    • Darüber entscheiden die Gremien ...
    und was der inhaltsleeren Floskeln mehr sind. Lübke redete sich zwar um Kopf und Kragen - aber sagte wenigstens was, z.B., dass ihm in Teheran sofort aufgefallen ist, dass die Leute da alle sauber gewaschen waren ...
     
    Nun, die Platte ist heute bei mir angekommen. Die Seite 1 hab ich ganz und gar ungeduldig aufgelegt, und die Seite 2 heb ich mir für heute Nachmittag auf.
     
    Bekommen habe ich diese Platte von Karsten Detterling, der bei Ebay einen Schallplatten-Shop betreibt (www.stores.ebay.de/Furys-Plattensammlung), und der auch gerne Schallplatten ankauft.
     
    Ich habe viele Angebote für diese Platte gefunden. Die Preise reichten von 28,90 Euro zzgl. 5,90 Euro Versandkosten über 22 € + Versand. Detterling bot nach meinen (vielleicht nicht vollständigen) Recherchen als einziger deutlich unter 20 € an, nämlich für 14,99 - und das versandkostenfrei!
     
    Die Platte hätte kleine Macken, leichte Kratzer, sei aber gut erhalten, stand in der Beschreibung.
     
    Als ich sie aus der (offenbar neuen) Innenhülle nahm, sah sie aus wie frisch aus der Presse - und als ich sie anhörte, war da kein einziges verschleißbedingtes Nebengeräusch zu hören. Sie ist praktisch neuwertig. Nur die äußere Plattenhülle sieht nach 42 Jahren natürlich nicht mehr ganz so frisch aus.
     
    Dazu muss ich anmerken, dass die Schallplatte so perfekt und aufwändig verpackt war, dass ich daraus nur schließen kann: Karsten Detterling legt großen Wert darauf, dass seine Sendungen in jeder Hinsicht gut bei seinen Kunden ankommen.
     
    So viele Sterne, wie ich dafür vergeben möchte, sind in der Ebay-Verkäuferbewertung gar nicht vorgesehen.
     
    Daher hier und heute der Tipp: Sollten Sie keine Lust haben, Politikern beim Nichtssagen zuzuhören, noch einen Plattenspieler im Haus haben, und den mit Raritäten und Erinnerungen aus alten Zeiten füttern wollen:
          Machen Sie sich auf den Weg
          zu Furys Plattensammlung.

     

     
    Ich habe dort ein erstklassiges Preis-Leistungsverhältnis gefunden und kann Karsten Detterling nur weiterempfehlen. Hier noch mal der Link zu seinem Ebay-Shop

     

     

     


    21. Januar 2013

    11.45 Uhr Einsitzer -Mehrheit

    Die Niedersachsenwahl ist Geschichte. Die Wähler haben am Glücksrad gedreht, und als es endlich stehen blieb, hüpfte die Kugel noch ein paar Mal hin und her, bis sie endlich im grün-roten Feld liegen blieb.

    Mir kommt der schöne Satz aus der Chaostheorie in Erinnerung, der besagt,
    dass der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien einen Tornado in
    Texas auslösen kann.

    Die Frage, die sich mir bei den immer häufiger auftretenden "Kopf-an-Kopf-Rennen"
    im Politzirkus stellt, ist kaum zu beantworten. Ich stelle sie trotzdem zur Diskussion:

    Kann man ein solches Zufallsergebnis
    tatsächlich noch als den Wählerwillen bezeichnen?
    Rechtfertigt dieser minimale Unterschied tatsächlich den
    Sturz einer Regierung?

    Ja, gut, die ausgezählten Stimmen - in Verbindung mit der Sitzverteilungsarithmetik
    zeigen eindeutig das Ergebnis der Wahl.

    Was sie nicht zeigen, sind jene winzigen und letztlich politisch völlig bedeutungslosen Ursachen, die zu diesem Ergebnis geführt haben.

    Es geht um ein paar Tausend Stimmen hin oder her.

    Bei anderen Witterungsbedingungen wäre die Wahlbeteiligung anders ausgefallen
    und das Ergebnis womöglich auch.

    Sollte man aus dem einen Sitz Vorsprung einen "vereinheitlichten" Wählerwillen ableiten und in Worte kleiden, dann könnte wohl nur herauskommen:

    "Es ist uns Niedersachsen egal, ob Schwarz-Gelb oder Rot-Grün regiert,
    beide haben ihre guten und ihre schlechten Seiten, und unter dem Strich
    ist kein Unterschied festzustellen, kein wählbareres 'kleineres Übel" zu erkennen. Hauptsache, die Linken und die Piraten mischen nicht mehr im Landtag mit".

    (Und rund 40% Nichtwähler haben das durch ihr Nichtwählen sogar ganz
    explizit zum Ausdruck gebracht.)

    Das führt dann zur nächsten Überlegung:

    Jeder Regierungswechsel ist ein Bruch der "Kontinuität", jeder Regierungswechsel
    bedeutet unvermeidlich "Reibungsverluste", jeder Regierungswechsel bedeutet für
    den staatlichen Apparat, für Unternehmen und Bürger einen nicht unerheblichen
    Umstellungsaufwand.

    Jeder Regierungswechsel verunsichert, macht dicke Striche durch längerfristige
    Planungen und stellt daher - vollkommen unabhängig von den politischen Folgen -
    stets einen nicht zu unterschätzenden volkswirtschaftlichen Schaden dar, der erst
    wieder "ausgebügelt" werden muss.

    Am unteren Ende der Erkundung des Wählerwillens setzen wir die 5-Prozent-Hürde.

    Abgesehen davon, ob die 5% nun optimal sind, oder ob die Hürde besser bei 3 oder
    10 Prozent zu setzen sei, ist das eine sehr vernünftige Regelung.

    Doch wenn es am oberen Ende um 0,x % der abgegebenen Stimmen geht, versagt
    die Vernunft. Da lassen wir dem Zufall seinen Lauf und nehmen alles in Kauf, was
    sich aus diesem Flügelschlag des Schmetterlings über unseren Köpfen an Lasten
    zusammenbraut.

    Und dieses Glücksspiel, unter dem Motto: "The winner takes it all!", nennen wir
    dann gelebte Demokratie.

    Gibt es dazu wirklich keine sinnvolle Alternative?


    20. Januar 2013


    18.50 Uhr Dschungelcamp Niedersachsen

    CDU würgt Rösler runter und darf drinbleiben.


    Das Bild vom Sonntag 

     


    19. Januar 2013
    18. Januar 2013

    13.45 Uhr ... das Murmeltier

    Deja vu - das hab ich doch schon mal gesehen ...

    Die aktuellen Nachrichten dieser Woche erzählen uns, dass die Commerzbank rund 6.000 Stellen abbauen will, dass die Telekom ihre Zentrale um 1.200 Mitarbeiter verschlanken wird und dass Air Berlin sich von 900 Beschäftigten trennt.

    Da mag ich mit Didi Hallervorden in den Ruf ausbrechen: "Mein Gott! Wie aufregend!"

    Der Telekom-Stellenabbau ist in meiner "Statistik zu Arbeitsplatzvernichtung, Stellenabbau und Insolvenzen" in Deutschland seit dem 22. August 2012 zu besichtigen. Die 6.000 Commerzbankstellen stehen nach einigen früheren Vorankündigungen seit dem 8. November fest und dass Air Berlin sich von 900 Mitarbeitern trennt, ist seit dem 15. November beschlossene Sache.

    Und obwohl seit den ersten Ankündigungen Monate vergangen sind, wird von gewerkschaftlichen Aktivitäten, von besorgten Politikern und von entrüsteten Reaktionen so gut wie nichts vermeldet.

    Das kommt - nach meiner langjährigen Beobachtung - immer erst dann, wenn die Kündigungen geschrieben und die Tore geschlossen sind. Dann gibt's auch die schönen Bilder von den Demonstrationen mit roten Fahnen und großen Transparenten.

    Sonderbar.


    17. Januar 2013

    18.00 Uhr GLOCALIS 

    GLOCALIS wird Ihnen in Zukunft öfter begegnen.

    Doch noch ist es ziemlich sinnlos, danach zu googeln.

    GLOCALIS ist Zukunft.

    Diese Zukunft ist noch nicht angebrochen, sie liegt vor uns, wie ein fernes Land hinter einem Schlagbaum. Und dieser Schlagbaum, das ist unser Verhaftetsein in der gegenwärtigen Realität, in den Gewohnheiten und Ritualen, in den Sachzwängen und in unseren Überzeugungen.

    GLOCALIS wird Überzeugungen verändern und erweitern.

    GLOCALIS wird Sachzwänge auflösen und Gewohnheiten und Rituale verändern.

    Keine Sorge, GLOCALIS ist keine bewusstseinsverändernde Droge.

    GLOCALIS ist eine bewusstseinserweiternde Idee,
    mit dem Potential, die Welt zu verändern.


    16. Januar 2013

    12.05 Uhr Was ist "Kein Kampfeinsatz"?

    Wenn demnächst deutsche Soldaten nach Mali entsandt werden, um Deutschland auch in Zentralafrika zu verteidigen, wird das, so Außenminister Westerwelle und Bundeskanzler Angela Merkel, keinesfalls ein Kampfeinsatz sein. Na prima.

    Da können wir ja ganz beruhigt sein. Die werden da wieder Brunnen bohren und Mädchenschulen aufbauen und den Verkehr regeln, wie in Afghanistan ...

    Um zu verstehen, was ein Kampfeinsatz ist - und was nicht - sollte man sich vergegenwärtigen, was so eine grundgesetzlich garantierte Landesverteidigungsorganisation, wie die Bundeswehr, so alles braucht, um erfolgreich kämpfen zu können:

    • Aufklärung
      Zur Aufklärung gehören die klassische Spionage und die Beherrschung rustikaler Befragungstechniken, vor allem aber alle technischen Aufklärungsmittel, am schönsten repräsentiert vielleicht von den AWACS-Flugzeugen, die hunderte von Kilometern Luftraum (und Boden) mit modernster Technik einsehen und gegnerische Stellungen, Truppen, Flugzeuge etc. erfassen.
    • Logistik
      Soldaten, Waffen, Gerät, Munition, Verpflegung, das alles muss in der richtigen Menge zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein. Dazu braucht es Stäbe, die das im Vorhinein - unter Berücksichtigung zu erwartender Verluste - ausrechnen, die geeignetsten Transportmittel auswählen, bereitstellen, beladen und auf die Reise schicken.
    • Sanitätswesen
      Sanitäter, Ärzte, Pflegepersonal, Verbandsmaterial, Medikamente, Feldlazarette und ein Krankenhausschiff, Hubschrauber zum Transport der Verwundeten - und letztlich auch Leichensäcke sind unverzichtbar, vor allem, um die Moral der Truppe aufrecht zu halten und der Heimat schöne Bilder von Ministern und/oder Generälen an den Krankenbetten der Helden senden zu können, damit man auch dort weiß, dass zwischen Krieg und Blinddarm-OP im Grunde kein Unterschied besteht.
    • Ausbildung
      Krieg, ohne Soldaten, Aufklärer, Logistiker und Sanitäter hinreichend an ihren Waffen und Geräten, Instrumenten und Vehikeln, in Anatomie und Heilkunde, sowie in Strategie und Taktik so auszubilden, dass die Schüsse nicht nach hinten losgehen, feindliche Truppen nicht mit eigenen verwechselt, Panzer nicht auf Mulis geladen und Lungensteckschüsse nicht mit Zugsalbe behandelt werden, ist verloren, bevor er richtig begonnen hat.
    Alle diese Funktionen haben nur einen einzigen Zweck, nämlich den Kampf überhaupt erst zu ermöglichen und ihn mit möglichst wenigen eigenen Verlusten, möglichst schnell, durch den Sieg über die gegnerischen Verbände beenden zu können.
     
    Alle diese Funktionen sind Teil des Kampfeinsatzes, der ohne ihre Mitwirkung weniger effektiv, weniger effizient - vermutlich überhaupt nicht - geführt werden könnte.
     
    Die Entsendung von Transall-Transportflugzeugen in einen Krieg ist Kriegs- und Kampfhandlung, die Entsendung von Ausbildern in einen Krieg ist Kriegs- und Kampfhandlung, die Entsendung von Sanitätspersonal in einen Krieg ist Kriegs- und Kampfhandlung und die Entsendung von Aufklärern in einen Krieg ist Kriegs- und Kampfhandlung.
     
    Alle miteinander helfen, den Finger am Abzug zu krümmen, den Daumen auf den Raketenstartknopf zu drücken. Alles das ist Teilnahme am Krieg, am Kampf, am Zerstören und Töten.
     
    Und es ist ganz egal, ob diese letzten Finger und Daumen in der langen Kette einer hochspezialisierten Kriegsmaschinerie sich an der Hand eines französischen, englischen, amerikanischen oder deutschen Soldaten befinden.
     
    Kein Kampfeinsatz,

    das ist, wenn Soldaten mit ihrem Gerät bei Erdbeben, Flut- und ähnlichen Katastrophen helfen - nicht in der Absicht, zu zerstören und zu töten, sondern zu retten und zu sichern...
     
    Davon kann in Mali keine Rede sein.

     


    15. Januar 2013

    13.00 Uhr Die Schlammschlacht um BER-lin 

    Da zieht sich ein Flughafenneubau über eine noch unbekannte Zahl von Jahren hin, und der Großaufreger des heutigen Tages ist es, dass der eine es drei Wochen früher gewusst haben soll, dass es noch länger dauert.

    Herrschaftszeiten!

    Haben diese Politheroen nichts Besseres zu tun, als sich mit solchem Kindergartentheater aufzuhalten?

    Es ist, mit Verlaub, "scheißegal", ob Ramsauer vor drei Wochen was gewusst hat, das bringt die Baustelle nicht voran.

    Der Zustand wäre um keinen Deut anders, auch wenn Ramsauer tatsächlich nicht mehr gewusst haben sollte, als er zuzugeben bereit ist.

    Was soll der Quatsch?

    Großprojekte haben die Neigung in jeder Hinsicht aus dem Ruder zu laufen. Selbst bei bester Planung und hervorragendem Projektmanagement ist niemand auf dieser Welt vor unvorhersehbaren Risiken gefeit.

    Und wenn es stimmt, wie die Architekten behaupten und damit vor Gericht ziehen, dass über 200 gravierende Änderungen an der ursprünglichen Planung vorgenommen wurden, dann darf sich, außer naiven Laien, niemand darüber wundern, wenn Kosten davonlaufen und Termine nicht eingehalten werden können.

    Das Problem in einem politisch dominierten Projekt besteht dann aber mehr darin, dass aus lauter Angst, die Opposition könnte sich das Maul zerreißen, so lange es nur irgend möglich ist, der desolate Zustand des Vorhabens unter der Decke gehalten wird. Dass stattdessen in einer noch mehr Fehler und Pannen erzeugenden Hast, so schnell wie möglich etwas hingeschustert wird, dass - in diesem Fall - wie "Flughafen" aussieht, obwohl der "Fluchhaufen" der darüber ausgestoßen wurde, längst die gesamte Baustelle überdeckt.

    Es ist diese verdammte Heimlichtuerei, aus der das dann von allen bestaunte "Desaster" erst geboren wird.

    Und, noch mal ganz im Ernst:

    Welche Qualifikation bringt ein Bürgermeister mit, selbst wenn er Regierender Bürgermeister der Bundeshauptstadt ist, ganz egal, wie er heißt, um ein Großprojekt wie BER zu managen oder wenigstens angemessen zu controllen?

    Und, wie viel Zeit steht einem amtierenden Bürgermeister zur Verfügung, um sich so intensiv mit diesem Großprojekt zu beschäftigen, wie es erforderlich wäre, um wirklich Verantwortung dafür übernehmen zu können?

    Es mangelt an beidem, und zwar massiv.

    Und das jetzt zu besichtigende Ergebnis einer stillstehenden, total verkorksten Baustelle spiegelt nichts anderes wider als die vollkommen unzulängliche Projektorganisation.

    Und diese unzulängliche Projektorganisation hat viel damit zu tun, dass unser politisches System sich vom Ideal einer von den Bürgern (und deren Sachverstand) getragenen Demokratie so weit entfernt hat, dass außer Parteidisziplin und Fraktionszwang nichts mehr funktioniert.

    Statt dem erwünschten Zusammenwirken aller demokratischen Kräfte, das in den Parlamenten einen echten und ernstgenommenen Austausch von Argumenten und daraus ein Optimum an Regierungshandeln zum Wohle des Volkes erzeugt, erleben wir das einseitige Durchsetzen der Maximalvorstellungen der Regierung und eine unerbittliche Blockadehaltung derjenigen, die gerade Opposition spielen dürfen.

    Ich kann mir nicht nur gut vorstellen, ich bekomme es täglich in den Nachrichten übermittelt, wie man einerseits Krokodilstränen über den Schaden vergießt und sich andererseits "wonnetrunken" (Ode an die Freude) ins Fäustchen lacht, über diese Gelegenheit den politischen Gegner in die Pfanne zu hauen.

    Und mein Eindruck, dass es da schon wieder keinem mehr um BER geht, sondern nur noch darum, parteipolitische Chancen zu nutzen, macht mich zornig.

    Ändern wird das nichts, das weiß ich,
    aber sagen muss ich es trotzdem.

    Und wer sich tiefer in die Problematik dessen hineinarbeiten mag, die in der heute gelebten Form von Demokratie in Deutschland liegt, dem empfehle ich Werner Peters' Buch: "Die Partei der Nichtwähler - der schlafende Riese"
    (EWK-Verlag, 9,80€)


    14. Januar 2013

    14.45 Uhr Spiel mir das Lied vom Golde

    Die Werbung für Gold wird immer subtiler - und verbreitet sich fast unerkannt, immer neue Geschichten werden gesponnen, um auf "Blogs" mit Werbung von Goldanbietern die Botschaft zu verkünden: Die Inflation frisst Dein Geld, kauf Gold!

    Gerade eben bin ich wieder über so eine Seite gestolpert.

    Da klagt einer über die "keynesianischen Geldfälscher", denen er anlastet, die Anleihemärkte kaputt gemacht zu haben, was reißerisch klingt, aber hint' und vorn nicht stimmt, weil Keynes nicht Banken- oder Währungsrettung gefordert hat, sondern Liquidität für die Realwirtschaft, und weil das Geld auf den Konten und in den Safes kein "Falschgeld" ist. Wäre es Falschgeld, würde sich strafbar machen, wer es einfach behält und weiter in Umlauf bringt.

    Nun, ich bin der Meinung, dass die "Märkte" selbst die Anleihemärkte kaputt gemacht haben, weil sie mehr herausquetschen wollten als drin ist und daher schlicht in den Streik getreten sind um ihre Forderungen durchzusetzen.

    Dass sie dafür jetzt mit "frisch gedrucktem" Geld bedient werden haben sich die "Märkte" selbst zuzuschreiben. Dass ich diesen Weg der Zentralbanken und der Finanzminister - jedenfalls für die Euro-Zone - für falsch halte, ändert nichts an der nun beklagten Wirkung.

    Diese Wirkung ist - da stimme ich dem Autor dieses Blogs zu - hochgradig inflationär, doch wenn der dann behauptet: "...dass eine Anleihe- und Währungskrise niemals mithilfe der Inflation gelöst werden kann.", dann kringle ich mich vor Lachen.

    Selbstverständlich ist die Inflation die bewährteste Methode für Schuldner, ihre Schuldenkrisen zu lösen.

    Die andere, etwas spektakulärere Methode ist der Schuldenschnitt (haircut).

    Die dritte Methode, die offenbar niemand mehr zu gehen wagt, weil die Furcht vor der Allmacht der Märkte zu groß ist, wäre es, den privaten Banken das Geldschöpfungsmonopol zu entziehen und es wieder in staatliche Hände zu legen. Und selbst wenn manche Politiker die Neigung hätten, damit Schindluder zu treiben, schlimmer als es jetzt ist, kann es gar nicht werden.

    Ja, und dann gibt es noch einen Grund für mein Gelächter:

    Warum wird jetzt auf Blogs, die von Herrn und Frau Mustermann gelesen werden, von Hartz-IV-Empfängern, Arbeitern und Angestellten, aber kaum von denen, die durch die Inflation wirklich massiv "Kaufkraft" verlieren könnten, mit der Inflationsangst der Wunsch nach dem Edelmetall im Sparstrumpf geweckt?

    Wer jetzt Gold hat, und an das glaubt, was er da sagt, müsste doch blöd sein, es ausgerechnet gegen "keynesianisches Falschgeld" einzutauschen?

    Denken Sie mal drüber nach ...


    13. Januar 2013

     

    Das Bild vom Sonntag



    12. Januar 2013
    11. Januar 2013

    11.45 Uhr Die Breite des Münzregals

    Die in den USA diskutierte Idee, schlicht eine 1-Billion-Dollar Münze zu prägen,
    noch dazu aus Platin, diese bei der FeD in Zahlung zu geben und sich damit von einem nicht unerheblichen Teil des Schuldenberges zu befreien, halte ich, im Gegensatz zu vielen um die Währungsstabilität fürchtenden Kommentatoren, für genial.

    Erstens

    hätte diese Münze nämlich nicht keinen inneren Wert, wie alles umlaufende Papier- und Giralgeld, sondern zumindest einen Materialwert, der zwar bei weitem nicht den Nominalwert erreichen würde, sonst wäre das Ganze ja sinnlos, der aber doch die ursprünglich vorhandene Beziehung von Wert und Geld zumindest wieder andeuten würde.

    (Hinweis: Das ist nicht der Wunsch zur Wiedereinführung der Golddeckung. Es genügte, wenn den inzwischen maßlos "gedruckten" Kredit-Milliarden endlich wieder die Bonität der Schuldner und entsprechende Sicherheiten gegenüber stünden.)

    Zweitens

    wäre selbstverständlich der Staat verpflichtet, dieses Münze auch wieder als
    Zahlungsmittel anzunehmen, z.B. zur Bezahlung von Steuerschulden. Das ist bei diesem immensen Nominalwert zwar schwer vorstellbar, aber nicht unmöglich, schließlich kann der Staat im Zweifeslfall ja auf die 1 Billion Dollar mit dem nötigen Kleingeld "rausgeben".

    Drittens

    Ist die Geldschöpfung der Banken im Prinzip nichts anderes. Wer sich also über eine Münze aufregt, sollte sich zuerst über Kontoauszüge und dann über Papiergeld aufregen.

    Viertens

    ist die Schaffung zusätzlicher Liquidität immer dann nützlich, wenn die Realwirtschaft unter massivem Geldmangel leidet. Sie leidet darunter ja nicht, weil sie nicht leistungs- oder wettbewerbsfähig wäre, sie leidet darunter weil laufend Liquidität aus der Realwirtschaft abgezogen wird, weil daraus "Geld- und Spekulationsvermögen" gebildet werden, die sich durch "Geldverleihen" und den angeblich existierenden "natürlichen" Zins von selbst vermehren.

    Fünftens

    ist es also nur vernünftig, wenn den Superreichen das nicht zinstragende Ei einer Supermünze ins Nest gelegt wird - und dafür die Liquidität der Realwirtschaft eben nicht durch eine kaum zu stemmende Tilgungsleistung massiv verschlechtert wird.

     

    Ich will jetzt nicht noch Sechstens und Siebtens aufführen. Die Idee einer Geldschöpfung des Staates, die weder durch Zins noch durch Tilgung wieder aus dem Wirtschaftskreislauf abgezogen wird, habe ich in Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre (speziell Band III) ausführlich behandelt und begründet.

    Die US-Münzidee hat mich nämlich zu der Frage geführt, ob eine solche Münze als gesetzliches Zahlungsmittel einzuführen, auch in Deutschland möglich wäre.

    Ernüchtert musste ich feststellen,

    • dass die Bundesrepublik Deutschland zwar noch über ein Münzregal verfügt und auch den Münzgewinn daraus in den Bundeshaushalt überführen darf,
    • dass die Höhe, Breite und Tiefe dieses Münzregals jedoch von der EU bzw.
      der EZB bestimmt wird, denn wir dürfen halt nur Euros prägen, und zwar in der Stückelung und Aufmachung, wie sie gem EG-Verordnung festgelegt sind.
     
    Das deutsche Münzgesetz sagt dazu:
     
     

     § 1 Ausprägung von deutschen Euro-Münzen

    Der Bund prägt Münzen (deutsche Euro-Münzen) gemäß der Verordnung (EG) Nr. 975/98 des Rates vom 3. Mai 1998 über die Stückelungen und die technischen Merkmale der für den Umlauf bestimmten Euro-Münzen (ABl. EG Nr. L 139 S. 6) in der jeweils geltenden Fassung aus.

     
    Ja, Gedenkmünzen dürfen wir auch noch prägen, jeder Größe und jedes Wertes,
    doch die muss niemand als Zahlungsmittel annehmen.
     
    Was den USA als souveränem Staat durchaus gelingen könnte, bleibt uns und allen anderen Staaten der Euro-Zone also versagt. Und dass die EZB eine 1-Billion-Euro-Münze prägt, geht auch nicht, denn dagegen steht wiederum das Münzregal der Nationalstaaten.
     
    Eine perfekte Falle, dieser Euro.
    ... noch was "Schönes"
     
    Eine Website mit dem Alexa-Rank von knapp 3.000.000 und dem Namen
    "Morning Briefing News"
    lässt einen ungenannten Autor über die Finanztransaktionssteuer herziehen.
     
    Der Anonymus nennt sie einen "konsensfähigen Irrsinn".
     
    Seine (aus der Luft gegriffenen) Argumente lauten:
     
    • Dass eine solche Steuer zum einen die Märkte nicht sicherer macht und zum anderen dem Sozialstaat nicht zu Gute käme.
    • Nachdem andere Subventionsempfänger ihre Subventionen nicht zurückzahlen, warum sollten es die Banken tun?
    • Ein Großteil der FTS würde sowieso nicht von Banken bezahlt werden, sondern von Anlegern, die Altersvorsorge betreiben oder ihre Ersparnisse anlegen.
    • (es) entsteht eine gefährliche Umverteilung: Von den mühsam angesparten Altersvorsorgevermögen der Bürger, hin zu Pleitebanken und Pleitestaaten.
    • Es besteht ein konsensfähiger Irrglaube darüber, dass Finanzprodukte jeglicher Art Schuld an der Finanzkrise seien.
    • Wenn sich Sonntags eine Gruppe träfe um gemeinsam gegen einen Sieg des FC Bayerns zu wetten, wäre diese Gruppe dann bei einer Niederlage dafür verantwortlich? Nicht die Wetten entscheiden über den Ausgang einer Sache.
    Selten so viel Blödsinn auf einem Haufen gelesen.


    10. Januar 2013

    13.20 Uhr Rom brennt oder: Der Nero-Liberalismus

       
      Als Nero Claudius Caesar Augustus Germanicus in der Nacht vom 18. auf den 19. Juli des Jahres 64 unserer Zeitrechnung die Stadt Rom in ein Flammenmeer verwandeln ließ und das Schauspiel mit der Lyra und seinem eigenen Gesang musikalisch untermalte, hatte er als Individuum wohl jenes Höchstmaß an Freiheit erreicht und ausgelebt, das damals vorstellbar schien.
       
      Unglücklicherweise gehen viele Menschen heute davon aus, Nero sei verrückt, ja wahnsinnig gewesen, wozu nicht zuletzt auch die grandiose schauspielerische Leistung von Peter Ustinov in Quo vadis beigetragen hat, der einen wahrhaft irren Nero auf die Leinwand zauberte.
       
      Unglücklicherweise gehen viele Menschen auch heute immer noch davon aus, nur Verrückte, Irre, Wahnsinnige könnten die Welt in Brand stecken wollen, und weil sie sicher sind, solche Monster auf den ersten Blick erkennen zu können, sehen sie um sich herum nur Biedermänner in teuren Anzügen, die sich gegenseitig in ihren guten Absichten bestätigen, wenn sie sich vor den Fernsehkameras widernatürlich lange die Hände schütteln und ggfs. auch Wangenküsschen austauschen.
       
      Sie sehen zwar, dass es überall lichterloh brennt - und halten die Männer, die einen Brandsatz nach dem anderen werfen, doch immer noch für die Feuerwehr, nur weil diese im Brustton der Überzeugung behaupten, Benzin sei überhaupt das allerbeste Löschmittel und daher vollkommen alternativlos, doch das könne man eben erst nach dem Brand wirklich erkennen. Hauptsache sei, dass man nicht nachlässt, in dem Bemühen, immer mehr Benzin herbeizuschaffen und dass man vor allem auch die noch unversehrten Stadtviertel von Löschflugzeugen aus prophylaktisch mit Benzin beregnen müsse.
       
      Zwischen Neros ausgelebten Liberalismus und dem Neo-Liberalismus unserer Tage habe ich versucht, Parallelen zu ziehen. Es ist nicht ganz gelungen, aber lesen Sie selbst:
       

    9. Januar 2013
    8. Januar 2013
    7. Januar 2013 


     6. Januar 2013

     

    Das Bild vom Sonntag

     5. Januar 2013

    17.45 Uhr Ich mag Neger

    Im Gegensatz zu unserer Familien-Ministerin (die es einem schwer macht, sie nicht mit einer Umerziehungs- und Gehirnwäsche-Ministerin zu verwechseln), die sich scheut, Kinderbücher so vorzulesen, wie sie geschrieben wurden, habe ich ebensowenig ein Problem, einen sprachlichen Popanz als sprachlichen Popanz zu bezeichnen, wie ich ein Problem damit habe, das Wort Neger zu hören, zu lesen oder zu schreiben und auszusprechen.

    Der katastrophale Irrsinn hat damit begonnen, dass es plötzlich nicht mehr möglich sein sollte, Münchner schlicht als Münchner zu bezeichnen, weil ein paar besonders spitzfindige Sprachmanipulierer meinten, uns einblasen zu müssen, dies sei eine Diskriminierung aller Münchnerinnen.

    Und nun, nachdem kein Politiker und kaum sonst ein öffentlich Wirkender mehr wagt, von Männern zu sprechen, weil da die Männinnen diskrimiert werden, weil Mülleimer ohne Mülleimerinnen genauso diskriminierend wirken, wie Heuchler ohne Heuchlerinnen, nun, nachdem diese Bastion zur Zufriedenheit der Gender-Mainstream-Fanatiker eingenommen scheint, frisst sich der Wahn der Sprachverschandler eine Etage tiefer in Wahrnehmung und Denkvermögen,.

    DER GOTT der Juden, Muslime und Christen ist sprachlich maskulin - und das ist er seit den ersten sprachlichen und später schriftlich festgehaltenen Überlieferungen.

    Nun soll plötzlich DIE oder DAS Gott daraus werden. Was bezweckt sie damit? Sollen die armen Kinderlein, vor allem die Knaben, vor der Versuchung geschützt werden, durch den Religionsunterricht einem Peniskult zu verfallen? Oder was fürchtet Frau Schröder sonst? Den Beschneidungskompromiss trägt sie schließlich auch mit. Dass sie dafür einträte, die Vaginalverstümmelung in Deutschland straffrei zu stellen, sollte sie denn "fachgerecht" ausgeführt werden, habe ich noch nicht gehört. Das ist "Gleichberechtigung mit gespaltener Zunge" - und zugleich das Unvermögen, zwischen Staat und Religion ernsthaft zu unterscheiden.

    Neger sollen nicht mehr Neger genannt werden, weil sie sich diskriminert fühlen könnten, Zigeuner nicht mehr Zigeuner, weil sie sich diskriminiert fühlen könnten?

    Irgendwann wird man nicht mehr vom Teelöffel oder der Kaffeetasse sprechen dürfen, weil man mit dem Teelöffel schließlich öfter Kaffee umrührt als Teeblätter zu portionieren und weil in der Kaffeetasse an manchen Schreibtischen häufiger schamhaft Alkoholika verborgen werden, als das Gefäß bestimmungsgemäß zum Kaffeetrinken zu benutzen.

    Ich nenne dies eine gezielte Sprachverstümmelung zur Intensivierung der Volksverdummung.

    Es gehört zu den großen Errungenschaften der Menschheit und der Wissenschaft,
    zu differenzieren und diese Differenzierung durch Namensgebung zu festigen, wie es zu den großen Errungenschaften der Menschheit und der Wissenschaft gehört, da, wo Differenzierungen keinen "Nährwert" haben, in zusammenfassenden Oberbegriffen zu denken.

    Die Münchner, das sind alle Münchner.

    Egal ob sie nun Männer oder Frauen, Neger oder Indianer, Kinder oder Erwachsene sind.

    Mögliche Missverständnisse wurden erst durch das unselige Wirken dieser Sprachfanatiker erzeugt.

    Und wenn Pippi Langstrumpfs Vater ein Negerkönig war, dann macht es die Geschichte um eine Nuance farbloser, wenn da nun nur noch von einem König die Rede ist, den "das Gott" in seinem unergründlichen Ratschluss auf eine Insel verschlagen hat, auf der auch keine Neger mehr leben, sondern bloß noch - ja was denn? Farbige? Andersfarbige? Dunkelhäutige? Oder gleich "Weiße"?

    Die Welt ist bunt und vielgestaltig.
    Es ist ein Verbrechen an der Menschheit, diese Vielgestaltigkeit schlicht in einen braunen Einheitsbrei umzuwandeln.

    Wem ist damit gedient?

    Ein Neger wird nicht weiß dadurch, dass man sich verbietet, ihn so zu nennen.

    Mich erinnert dieses Bemühen, sich der Sprache zu bemächtigen und damit das Denken zu behindern, stark an den Versuch der Arisierung der deutschen Sprache, die bis zum "Zerknalltreibling" getrieben wurde, bevor die "glorreichen" 1000 Jahre an allen Fronten jäh zu Ende gingen.

    Es wäre mir weitaus lieber, wenn eine vernünftige Politik darauf hinwirken würde, die Vorurteile gegen Neger, Zigeuner und männliche Gottheiten abzubauen, statt mit fanatischem Eifer "Worte" auf den Index zu setzen.

    Wer einer Regierung angehört, die hinter der Tarnung europäischer Organisationen scheinbar unschuldig, aber eben doch mit dafür einsteht, dunkelhäutige Boat-People per Frontex-Armee zum Umkehren - und damit nicht selten zum Untergang, zum Ersaufen zu zwingen - beweist damit eine "Menschlichkeit", die weit erschreckender ist, als sich mit Kindern oder Enkeln an der Geschichte eines dicken, fröhlichen und noch dazu weißhäutigen Negerkönigs bei Pippi Langstrumpf zu erfreuen.

    Es gibt Neger.

    Ich mag Neger.

    Da kann Kristina Schröder noch so viele Kerzen vor dem Altar von die / das Gott anzünden und jeden, der Neger sagt, schreibt oder denkt als Rassisten bei ihrer Gott verpetzen.

     4. Januar 2013

    12.30 Uhr Probleme mit dem ausgeglichenen Haushalt

    Ich gestehe, dass ich nicht weiß, was ein strukturell ausgeglichener Haushalt genau ist, allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass zwischen einem tatsächlich ausgeglichenen Haushalt und einem strukturell ausgeglichenen Haushalt ein ganz erheblicher, milliardenschwerer Unterschied bestehen muss, weil man sich sonst nicht die Mühe machte, das Wörtchen "strukturell" einzubinden.

    Wahrscheinlich sind mindestens die Lasten aus der Euro-Rettung nicht strukturell und bleiben daher beim Plan der auf Wiederwahl-Wählerfang gehenden Regierung ausgeblendet.

    Doch nun ist Herrn Schäuble aufgegangen, dass die Struktur des Haushalts 2014 noch ein bisschen verändert werden muss, wenn er wenigstens strukturell ausgeglichen erscheinen soll.

    Und was schlägt er vor?

    Er schlägt vor, zu sparen. Göttlich!

    Und wie geht Sparen?

    Herr Schäuble will sparen,

    indem er die Steuern auf Feinschnitt-Tabak erhöht, das ist das Zeug, was sich alle jene Raucher zum Selberstopfen ihrer Zigaretten kaufen, weil sie dadurch bisher ein paar Euro pro Monat sparen, die sich vollversteuerte Fertigzigaretten nicht leisten können.

    Wer andern in die Tasche greift, ist selbst ein - Sparer?

    Göttlich!

    Herr Schäuble will außerdem sparen,

    indem er der Kreditanstalt für Wiederaufbau Aufgaben zuweist. Nee, er weist natürlich nicht Aufgaben zu, sondern Ausgaben.

    Ausgaben, die dann der Bund als solcher in seinem Haushalt nicht mehr zeigt, obwohl er ja Eigentümer der KfW ist.

    Nun ja, ein Taschenspielertrick. Linke Tasche voll, dass die rechte leer ist, muss ja nicht unbedingt betont werden.

    Zudem will Herr Schäuble sparen,

    indem er die Zuwendungen an den Gesundheitsfonds kürzt. War ja nur mal versprochen, dass der Gesundheitsfonds vom Bund aufgefüllt wird, und damit der nicht so sehr aufgefüllt werden muss, kann man ja an anderer Stelle wieder die Zuzahlungen zu Medikamenten erhöhen oder sonstwas streichen, trifft ja eh nur die Armen ...

     


    3. Januar 2013

    13.00 Uhr Konsumenten und Nehmerqualitäten

    Im ersten Paukenschlag am Donnerstag des Neuen Jahres bin ich nicht auf den Hund, sondern auf die Legehenne gekommen.

    Der Weg dahin führt vom Konsum und das dafür notwendige Geld - über die Verteilungsseite des BIP - zur Neujahrsbotschaft der Frau im Amt des Bundeskanzlers und zu der Erkenntnis, dass Hennen doof sind, weil sie das, was wir viel zu oft abschalten, nämlich ein Großhirn, und damit die Fähigkeit zum verstandesmäßigen Erkennen und Bewerten, gar nicht besitzen.

    Aber lesen Sie selbst:

    Die Tageskommentare vom 7. März 2011
    bis zum 30. Dezember 2012 finden Sie
    im Archiv

    Dieser Zähler zählt seit etlichen Monaten die Besucher dieser Website.

    am 12.03. 2012 waren es 1.000.000
    am 8. Juli waren es 1.100.000
    am 8. Oktober 2012 waren 1.200.000
    am 27. November waren es 1.250.000

     

    und schon wieder sind es mehr geworden ...

     

    Vielen Dank für Ihr großes Interesse.

    Es ehrt mich.

    Links zu Seiten, die ich gerne empfehle:

    Quellen Gert Flegelskamp
    ein geradliniger Querdenker, bringt laufend k
    luge, gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung zum Ausdruck
    http://www.flegel-g.de/
    Statistisches Bundesamt
    viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
    http://www.destatis.de
    Cleanstate e.V.
    H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
    http://www.cleanstate.de/start.html
    Politik-Poker
    "aus unterschiedlichen Blickwinkeln ...", das war das Motto zu Beginn, inzwischen sind die Blickwinkel recht verengt - aber man soll ja auch die Argumente Andersdenkender kennen.
    http://www.politik-poker.de
    Norbert Rost,
    Die Feldpolitik ist fast eingeschlafen. Doch alle paar Monate gibt es noch ein paar kluge Anmerkungen,
    http://feldpolitik.de
    Bürgermeinungen
    hier schreiben einige wenige Bürger unverdrossen ihre Meinung.
    http://www.buergermeinungen.de/
    Info-Portale Sozialticker
    Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
    http://www.sozialticker.com/
    NNE NetNewsExpress
    rund um die Uhr aktuelle und interesante Informationen, hohes Suchtpotential!
    http://www.net-news-express.de/
    Mag Wompel
    das labournet - die Gewerkschaftslinken
    http://www.labournet.de
    Nachdenkseiten
    nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten gibts anderswo auch.
    http://www.nachdenkseiten.de/

    Die Selbstähnlichkeit der Erscheinungen der Realität ist so groß, dass der winzige Ausschnitt, den der Einzelne davon wahrzunehmen in der Lage ist, vollkommen ausreicht, um sich ein brauchbares Bild des Ganzen zu machen - so man nur will. 

     

      
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    Wer nicht zahlt, erhält keine Mahnung und schon gar nicht eine Zahlungsaufforderung vom Inkassobüro, weder vom seriösen, noch vom unseriösen.

    Wir gehen davon aus, dass es sich der Kunde anders überlegt hat und löschen die Bestellung nach ein paar Wochen einfach.

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       Anker Immo  chiara

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