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     Egon W. Kreutzer, Portrait

     

     

    Egon W. Kreutzer

    Autor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

    Kritik

    muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

    Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

    Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.

     



    Was war das denn?

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    mit Piano?

    Nun, so klingt Harry Kulzer


    - über zwanzig Jahre nach Pogo in Togo -

    heute.

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    Harry Kulzer
     
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    31. Dezember 2013 - Silvester -

    zu allen Uhrzeiten
    bis 24.00 gültig
    .........Ein Blick vor und zurück

    Die gefühlte Notwendigkeit, die Zeit einzuteilen, hat uns nicht nur die Uhr mit ihren Stunden, Minuten und Sekunden, sondern auch den Kalender, mit seinen Tagen, Wochen, Monaten und Jahren eingebracht.

    So ist es zur Gewohnheit geworden, alle Jahre, ein paar Tage nach der Wintersonnwende, im ausdehnunglosen Zeitspalt zwischen der letzten Sekunde des einen Tages und der ersten Sekunde des nächsten Tages ein großes Spektakel zu veranstalten, weil - nach dem Willen der Kalenderschmiede und Atomuhrenzimmerer - just in diesem Moment ein altes Jahr weggeschlossen und ein neues Jahr angebrochen wird.

    Die Zeit als solche stört sich daran vermutlich nicht. Im Einstein'schen Raum-Zeit-Kontinuum gehen die Uhren immer genau so schnell, wie es der Geschwindigkeit entspricht, mit der sie sich innerhalb eines Bezugssystems bewegen.Und das ist - so würde es der alte und neue BER-Aufsichtsratschef Wowereit vermutlich formulieren - gut so.

    Die Geschwindigkeit, mit der uns die Trümmer der Kostenexplosion als künftige Belastungen um die Ohren fliegen, wirkt sich offenbar direkt auf die Uhren der Baubeteiligten aus. Während für uns außenstehende Beobachter Jahre vergehen, ist innerhalb des BER-Bezugssystems die Zeit offenbar fast stehengeblieben.

    Vergleichbares gilt wohl auch für die Elbphilharmonie, die in diesem Jahr auch wieder nicht fertig, sondern nur teurer geworden ist, und für den Stuttgarter Grube-Mappus-Merkel-Bahnhof sowieso. Und sollten Sie aus Ihrem Fenster auf eine aufgerissene Straße vor Ihrem Haus schauen, an der überhaupt nichts weitergeht, dann erkennen Sie schon an der Entwicklung der Baukosten, dass Sie und die Baubehörde in unterschiedlichen Bezugssystemen mit unterschiedlich tickenden Uhren existieren. Früher konnte man da wenigstens noch den Ramsauer anrufen, dem Stillstand auf Baustellen ein Graus war - aber nu isser weg. Schade.

    "Zeit ist eine Illusion", heißt es, und "Zeit ist das, was man an der Uhr abliest", heißt es auch.

    Innerhalb des Bezugssystems "Regierung" vergeht die Zeit sehr schnell, zu schnell, für vernünftige Regierungsarbeit, was gemäß den Regeln der Relativitätstheorie nur daran liegen kann, dass sich innerhalb dieses Bezugssystems so gut wie nichts bewegt.

    Klügste Nachdenker, beflügelt durch die Fähigkeit mit der GroKo die Verfassung verändern zu können, wollen der Regierung nun gegenüber dem schneller bewegten Bürger wieder einen Vorsprung verschaffen und die Dauer der immer noch so genannten "Legislaturperiode"

    (obwohl es die "Legislative" im ursprünglichen Sinne gar nicht mehr gibt, weil das Parlament nur noch dazu da ist, die Pläne der Exekutive per Fraktionszwang zu legalisieren)

    von vier auf fünf Jahre ausdehnen.

    Für den außenstehenden Beobachter ist das ein glatter Demokratie-Abbau - und zwar um volle 20 Prozent. Wer bis dahin in rund 60 Lebensjahren als Wahlberechtigter (von 18 bis 78) 15 Mal wählen konnte, welche Abgeordneten die Legislaturperioden mit Koalitionsverhandlungen und Wahlkampf vertändeln dürfen, soll künftig nur noch 12 Mal seine Stimme abgeben dürfen.

    Das schützt die Regierung selbstverständlich noch besser vor dem Willen des Volkes als nur die standhafte Weigerung, die im Grundgesetz verankerte Möglichkeit der bundesweiten Volksabstimmungen durch ein Gesetz auch tatsächlich wirksam werden zu lassen. Es ist zu vermuten, dass ein solches Gesetz auch bei Verlängerung der Periode niemals auch nur in erster Lesung vom Parlament verhandelt werden wird.

    Sollte die nun neu installierte Regierung sich im Regierungshandeln als ebenso flink erweisen, wie sie es beim Koalitionsverhandeln vorgeführt hat, fürchte ich allerdings, dass die Forderung nach fünf statt vier Jahren bald nur noch als Schritt in die richtige Richtung angesehen werden wird, der jedoch lange noch nicht weit genug geht, weil schließlich auch fünf Jahre bei weitem nicht ausreichen, um die hochgesteckten Ziele auch nur annähernd zu erreichen. Ich höre schon die Forderung nach sechs, acht oder gleich 16 (Kohl!) Jahren laut werden.

    Da wäre es doch ehrlicher, Abgeordnete gleich auf Lebenszeit ins Parlament zu entsenden, um ihre im Laufe der Jahre in den Ausschusssitzungen gewonnenen Grundkenntnisse der Materie, mit der sie sich befassen, so lange wie möglich zum Wohle des Volkes nutzen zu können, statt die Zusammensetzung des Parlaments alle paar Jahre dem wankelmütigen Willen der Wähler - also dem Zufall - zu überlassen.

    Es würde dann genügen, wenn der Wähler alle paar Jahre über die durch Todesfälle, Demenz oder sonstige Pflegebedürftigkeit frei gewordenen Sitze neu entscheidet, ohne dass dabei das Prinzip "Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus" verletzt würde.
    Und weil es dann ja immer nur um wenige Sitze ginge, bräuchte man auch nicht länger das ganze Volk an die Urnen zu rufen, sondern nur den Anteil, der dem Anteil der neu zu besetzenden Sitze entspricht. Pro Sitz also rund 110.000 Wahlberechtigte, die nach dem Zufallsprinzip von Allensbach oder einer anderen demoskopischen Anstalt ausgewählt werden und ihre Stimme in einem Telefoninterview abgeben könnten.

    Noch sicherer wäre es allerdings, den Willen der ausgewählten Sitzbesitzer-Nachwähler durch Rückfragen bei der NSA herauszufinden. Es soll ja Menschen geben, die gegenüber Demoskopen prinzipiell lügen ...

    Freuen wir uns also miteinander auf 2014.

    Die Maut wird es da noch nicht geben, den Mindestlohn auch nicht, auch keinen ausgeglichenen Haushalt, die Eurorettung wird nicht aufhören, der Streit um die Finanzierung der erweiterten Mütter-Rente und der Rente ab 63 wird vom EuGH frühestens 2018 entschieden werden, das neugewählte EU-Parlament wird weiterhin ein zahnloses Schaf im Tigerfell bleiben - und ZDF und ARD werden, gemeinsam mit den Internet-Ausgaben von SPIEGEL, FOCUS, FAZ und WELT, minutiös über jedes Jahrhunderthochwasser berichten, dessen Flut hoch genug steigt, um schöne bewegende bewegte Bilder von Regierungsmitgliedern beim Katastrophen-Gucken und beim im Wortlaut auch 2014 vollkommen unveränderten Zusagen schneller, unbürokratischer Hilfe zu liefern.

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Rutsch
    über jenen imaginären Punkt in der Zeit, der 2013 von 2014 unterscheidet,
    und für das kommende Jahr alles Gute!

    Egon W. Kreutzer

     

    Noch ein Hinweis:

    Eine Reihe von guten Tagen schlägt nicht selten nur auf den Magen, sondern oft auch auf die Hüften.

    "Der Weg zum Wohlfühlgewicht"

    ist voraussichtlich der Titel eines Buches, das nächstes Jahr im EWK-Verlag erscheint. Doch bevor dazu die endgültige Entscheidung fällt, soll die darin vorgeschlagene, sensationell einfache Methode überprüft werden. Dazu suchen wir Menschen, die sich mit Ihrem Gewicht nicht wohlfühlen.

    Vielleicht ist es ja genau das, wonach Sie schon lange gesucht haben.

    Alles, was Sie dazu vorab wissen sollten, und wie Sie sich
    als Teilnehmer der Studie anmelden können, finden Sie hier.

     


    30. Dezember 2013

    09.00 Uhr Neues von der Schuldenfront 

    Wie süß klang es uns in den Ohren, als die CDU/CSU im Wahlkampf und auch noch während der Koalititonsverhandlungen von den sprudelnden Steuereinnahmen schwadronierte, die den Bundeshaushalt stärken, und von den niedrigen Zinsen, die den Bundeshaushalt entlasten, und davon, dass man 2014 weniger Schulden machen werde als geplant und schon 2015 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen werde.

    Am 26.06.1013 verlautbarte die Bundesregierung, 2014 werde es einen strukturell ausgeglichenen Haushalt geben, mit einer Netto-Neuverschuldung von 6,2 Milliarden, 2015 wird es ohne neue Schulden gehen - und ab 2016 wird zurückgezahlt.

    Das Jahr ist noch nicht zu Ende, die Böller und Raketen noch nicht verschossen, der Champagner noch fest unter dem Korken, und schon lässt unser hochverehrter Herr Finanzminister*) die Sau raus:

    Die Netto-Kreditaufnahme wird 2014 um 2 Milliarden Euro höher liegen als bisher geplant. Das Geld wird gebraucht, um die im Koalitionsvertrag vereinbarten Mehrausgaben stemmen zu können.

    Nun ja, das war absolut unvorhersehbar und es ist sicherlich auch vollkommen alternativlos. Wer seine Wahlentscheidung aufgrund der Aussagen zum ausgeglichenen Haushalt getroffen hat, braucht dennoch nicht enttäuscht zu sein:
    Der Wille zum ausgeglichenen Haushalt ist ungebrochen. Das ist schließlich mehr wert, als die von der Realität erzwungenen Zielabweichungen. Und wenn man lange genug hin und her rechnet, kommt ja auch schon für 2014 ein "strukturell" ausgeglichener Haushalt heraus, was ungefähr soviel heißt wie: "Wenn man alles herausrechnet, was anders gekommen ist als versprochen und erwartet, dann haben wir einen ausgeglichenen Haushalt".

    *) Schäuble hat das nicht selbst gesagt, der SPIEGEL hat es aus den Planungsunterlagen des Finanzministeriums herauslesen dürfen.


    29. Dezember 2013

     

    Julies Bild vom Sonntag

    Wolfgangs Bild vom Sonntag

     

    28. Dezember 2013

    13.13 Uhr Das Jahr geht schrill zu Ende

    Franz Josef, der weithin Vergessene, also nicht der Namensgeber des Münchner Flughafens, auch nicht der ruhmreiche Österreicher, nein "Jung", Franz Josef Jung, einst Verteidigungsminister der ruhmreichen Republik Deutschland, hatte für das, was seine Soldaten taten nur Begriffe wie "Dienst", "Verteidigung" oder "Kampf" im verbalen Arsenal, "Krieg" war es damals ja noch nicht, das musste erst Herr von und zu Guttenberg dem deutschen Volk erklären, und folglich konnte das, was die Soldaten taten, auch nicht als "Kriegshandwerk" bezeichnet werden. Andere Umschreibungen sind zudem vom Verfassungsgericht verboten.

    Bevor die Kundus-Affäre endgültig hochkochte, wechselte Jung Ende Oktober 2009 "fliegend" als Bundesminister das Ressort und wurde Minister für Arbeit und Soziales.

    Einen Monat später übernahm er die politische Verantwortung für den Luftschlag des Oberst Klein - und schied auf eigenen Wunsch aus der Regierung aus, vermutlich ohne in dieser kurzen Übergangszeit den Unterschied zwischen "soldatischem Dienst" und "werteschaffender Arbeit" wirklich verinnerlicht zu haben.

    Interessanterweise war es Ursula von der Leyen, die nach dem Ex-Verteidigungsminister zur Ministerin für Arbeit und Soziales ernannt wurde, um nun, vier Jahre später, dorthin zu wechseln, wo Jung hergekommen war.

    Kein Wunder, dass auch sie den Unterschied zwischen soldatischem Dienst, also der Ausübung des Kriegshandwerks und der Arbeit, so wie sie sie als Arbeitsministerin (allerdings hauptsächlich in Form des Gegenteils, nämlich der Arbeitslosigkeit) kennengelernt hatte, nicht so schnell feststellen konnte.

    So war sie, kaum vereidigt, flugs nach Afghanistan geflogen, um den Soldatinnen und Soldaten mit ihrem Besuch eine Weihnachtsfreude zu bereiten und ihnen für ihre "Arbeit" zu danken.

    Das ist mir aufgefallen.

    Bisher haben wir - aus gutem Grund - unterschieden, zwischen Arbeit und Kampf,
    und das mit der gleichen Berechtigung, mit der wir zwischen Frieden und Krieg zu unterscheiden pflegten.

    Dem Begriff "Arbeit" wohnt sei jeher auch der Begriff des "Erschaffens" inne, selbst dann, wenn ein Arbeiter ein Haus abreißt, tut der das in aller Regel ja, um Platz für Neues zu schaffen.

    Der Sinn einer Armee ist aber gerade nicht das "Erschaffen", sondern ihre Fähigkeit, größtmögliche Zerstörung zu bewirken, die sie - wenn die Abschreckung versagt oder der politische Druck nicht zu den gewünschten Ergebnissen beim Feind führt - auch einzusetzen hat. Und wenn Soldaten mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln ein Haus "abreißen", dann nicht, um Platz für Neues zu schaffen, sondern um darin befindliche Feinde zu töten und das Haus für den Feind unbenutzbar zu machen.

    Das ist, auch wenn es die neue Verteidigungsministerin so benennt, nicht das, was gemeinhin unter Arbeit verstanden wird und bitte auch in Zukunft nicht anders verstanden werden sollte.

    Noch kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Soldat der Bundeswehr sich kurz vor dem Abflug in eine der von der Bundeswehr verteidigten Interessensphären Deutschlands von seiner Ehefrau mit den Worten verabschiedet:
    "Ich geh jetzt zur Arbeit, Schatz, pass schön auf die Kleinen auf", worauf sie womöglich antwortet: "Schön, dass Du wieder einen richtigen Job hast. Ziel ordentlich und drück ab, sooft du kannst, damit sie dich behalten und du nicht wieder als Schwarzarbeiter für die Russen-Mafia malochen musst".

    Wenn die Begriffe jetzt vermengt werden, und sich herausstellt, dass es sich nicht um einen Fauxpas in der Einarbeitungszeit der neuen Ministerin handelte, sondern dass "Krieg" von nun an amtlich als "Arbeit" angesehen, also letztlich "bagatellisiert" werden soll, dann wird der Krieg auch bald als eine alternativlose Möglichkeit angesehen werden, Arbeit zu schaffen - mit dem Sahnehäubchen obendrauf, das da heißt:

    "Sozial ist, was Arbeit schafft!",
    oder,
    "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen".

    Und demnach gibt es dann auch nichts Sozialeres,
    als einen wirklich großen Weltkrieg.

     

    Oh ja. Das Jahr geht schrill zu Ende ...


    27. Dezember 2013


    26. Dezember 2013

     

    25. Dezember 2013

    Baumweihnacht - schneefrei

    Seit mehr als tausend Jahren steht dieser Baum
    an seinem Platz. Mehr als tausend Mal
    hat er Blätter getrieben, Blüten entfaltet,
    Früchte wachsen lassen.


    24. Dezember 2013 - Heiligabend 


    23. Dezember 2013

    09.45 Uhr Einmal werden wir noch wach ... 

    Weihnachten ist ein christliches Fest, doch seine Botschaft ist universell und weder an Religionen, noch an Weltanschauungen gebunden.

    Weihnachten ist das Fest der Liebe, einer umfassenden - und bedingungslosen - Liebe, die nicht auf Voraussetzungen aufbaut, der nichts ferner liegt, als Geschenke und Gegengeschenke gegeneinander abzuwiegen, einer "göttlichen" Liebe, die nicht aus Ritualen und Regeln, nicht aus Ethik und Moral kommt, sondern einzig aus dem Herzen.

    Um so lieben zu können, ist es allerdings erforderlich, dass wir zuerst uns selbst lieben und akzeptieren, so wie wir sind. Jesus riet: "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst". Das ist ein großes Wort, das in zweifacher Hinsicht an jeden von uns gerichtet ist, als Aufforderung, zuerst sich selbst in Liebe anzunehmen und dann dem Nächsten mit der gleichen Liebe zu begegnen.

    Gerade die Weihnachtstage unserer Zeit bringen sehr viel Stress - und aus dem Stress resultierend, Fehler und Missgeschicke hervor. Dies wiederum kann leicht dazu führen, dass wir uns ärgern. Über unsere Mitmenschen und über uns selbst.

    Daher mag ich Ihnen für die Weihnachtstage einen weisen Satz mitgeben, der da lautet: "Wer sich ärgert, bestraft sich selbst, für die Dummheit anderer" und daraus die Anregung: "Bleiben Sie gelassen. Nichts, was schief geht, ist es wert, sich dadurch die weihnachtliche Stimmung verderben zu lassen. Gehen Sie mit einem Lächeln darüber hinweg und bleiben Sie in der Freude. Dann tun Sie den ersten Schritt, nämlich sich selbst zu lieben, und der zweite, nämlich den Nächsten ebenso zu lieben, ergibt sich dabei wundersamer Weise ganz von alleine".

    Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen ein frohes,
    von keinerlei Stress und Ärger getrübtes Weihnachtsfest
    im Kreise Ihrer Lieben.

    Alles Gute

    Ihr

    Egon W. Kreutzer


    22. Dezember 2013

    Julies Bild vom Sonntag

    Wolfgangs Bild vom Sonntag 


    21. Dezember 2013
    20. Dezember 2013 

    14.00 Uhr Vorweihnachtliches Märchen

    Es war einmal vor vielen hundert Jahren ein klitzekleines Erkel. Ein Erkel, das ist ein Wort aus dem Ungarischen, das so in Vergessenheit geraten ist, dass es selbst der fast allwissende Google-Übersetzer nicht mehr interpretieren kann und vorgibt, man möge es auch im Deutschen einfach bei "Erkel" belassen.

    Glücklicherweise war ich mit einer Großmutter gesegnet, deren Urgroßmutter wiederum sich an einen Urahn erinnerte, der zu Zeiten der großen Erkelplage in Ungarn als Erntehelfer in Tokai an der Spätlese teilnahm. So bin ich - nach meinem Wissen - heute der einzige lebende Mensch, der noch eine gewisse Kenntnis vom Leben und Treiben der Erkel hat.

    Mag auch manches über die Generationen der mündlichen Überlieferung verloren gegangen sein, manches hinzugedichtet und manches verfälscht worden sein, so gibt es doch immer noch jenen inneren und unzerstörbaren Kern der Geschichte, so, wie es zweifellos auch bei Homers Ilias war, die eines schönen Tages Heinrich Schliemann auf die Idee brachte, Troja zu suchen - und wie wir wissen, hat er es gefunden.

    Die Erkel - zu Zeiten des Urahns der Urgroßmutter meiner Großmutter - waren sehr kleine Wesen und extrem wuselig. Das merkte man aber nicht, weil sie so klein waren und man ihre wuselige Umtriebigkeit überhaupt nur bemerken konnte, wenn man zwei oder drei davon auf die flache Hand setzte, diese dicht vor die Augen hielt und ganz, ganz scharf beobachtete.

    Und von einem dieser Erkel, das sich der Urahn der Urgroßmutter meiner Großmutter zwar nicht gerade auf die Hand gesetzt hatte, um es ganz, ganz scharf zu beobachten, das ihm aber dennoch nah genug gekommen ist, um für alle Zeiten Angst vor den Erkeln zu bekommen, von einem solchen Erkel handelt die Geschichte, die ich hier erzählen will, ja geradezu muss, um jeden, der es hören will, vor drohendem Unheil zu warnen.

    Der Urahn hatte sich nach getaner Arbeit auf eine hölzerne Bank in die Abendsonne gesetzt, hielt einen Kanten Brot in der einen, ein Stück harten Käses in der anderen Hand und wollte gerade herzhaft zubeißen, als er das Erkel entdeckte. Es saß, wie die Made im Speck, in einem Loch des Käses und lugte erwartungsvoll daraus hervor. Dem Urahn kam es vor, als habe das Erkel nichts anderes im Sinn gehabt, als sich von ihm verzehren zu lassen, doch den Gefallen wollt er ihm nicht tun, denn er verspürte einen gewissen Ekel vor den Erkeln, die in der Gegend um Tokai seinerzeit schon zu einer Plage geworden waren.

    Also hielt er im Zubeißen inne, nahm das Messer zur Hand, mit dem er Brot und Käse abgeschnitten hatte, und versuchte das lästige Erkel mit der Spitze des Messers aus dem Käse herauszupulen.

    Da tat das Erkel einen spitzen Schrei, von einer Lautstärke, die ihm mein Urahn niemals zugetraut hätte, zumal er auch von den vielen, vielen anderen Erkeln, die ihm vorher begegnet waren, nie einen Laut gehört hatte, auch dann nicht, wenn er sie, wie es alle taten, die eines Erkels habhaft wurden, wie eine Wanze knackend zwischen den Fingernägeln zerquetschte.

    "Was ist denn das!!!", entfuhr es ihm unwillkürlich auf Mittelhochdeutsch, so dass die in der Nähe befindlichen ungarischen Landarbeiter erschrocken auffuhren, aber natürlich kein Wort verstanden hatten.

    Doch das Erkel, das hatte verstanden.

    "Ich bin ein Erkel", antwortete es bestimmt. Allerdings etwas leiser, als es vorher geschrien hatte. Und da blieb dem Urahn, nach seinen eigenen Worten, so wie sie von der Urgroßmutter meiner Großmutter an diese und von dieser an mich übermittelt wurden, vor Staunen erst einmal der Mund offen stehen.

    Doch dann war er sicher, dass er es mit einem ganz speziellen, wahrscheinlich verhexten Erkel, oder mit einer Prinzessin, die von einer bösen Fee in ein Erkel verwandelt worden war zu tun hatte und konnte sich lebhaft ausmalen, dass er nur dieses Erkel zu küssen brauchte, damit sie sich in eine schöne Prinzessin zurückverwandeln und ihn zum Dank zum Gemahl nehmen könne, womit er ausgesorgt hätte und nie mehr die schwarzen Trauben des Tokaiers zu ernten bräuchte und in der schweren Butte auf dem Rücken zur Kelter tragen müsste.

    Wie sehr sich der Urahn doch irrte!

    "Was tust Du denn in meinem Käse?", fragte er das Erkel, um mit der verwunschenen Prinzessin ins Gespräch zu kommen.

    "Ich uss von eine Enschen geküsst werden, da_it ich ich zurückverwandeln kann."

    Der Urahn wunderte sich über die seltsame Aussprache, doch konnte er sich den Sinn - auch weil der Wunsch der Vater des Gedanken war - zusammenreimen. Dennoch fragte er nach: "Hast Du einen Sprachfehler, oder können sprechende Erkel manche Konsonanten einfach nicht hervorbringen?"

    "Es gibt außer ir keine sprechenden Erkel. Und ein Sprachfehler ist es auch nicht. Es ist ein Teil des Fluches. Früher sagte ich oft so vor ich hin: 'es geht ir u das Wohl der Enschen, die Enschen sind das Wichtigste, ich will den Nutzen der Enschen ehren', usw., dann hat ich die blöde gute Fee in ein Erkel verwandelt und ir den Buchstaben geno__en, da_it ich den Enschen nicht ehr erzählen konnte, ich hätte nur die besten Absichten."

    '"Ja, und warum??? Und warum die gute Fee??? War das denn keine böse Fee???"

    Der Urahn war sichtlich verwirrt.

    Das Erkel antwortete jedoch nicht. Es zog nur die Mundwinkel noch weiter herunter und funkelte den Urahn angriffslustig an, während es, wie der Urahn vermutete, hinter der Stirn des Erkels wie verrückt arbeitete.

    "Also, Erkel, was ist, kannst du mir das nicht erklären, oder willst du es mir nicht erklären?"

    Da fing das Erkel an mit sanfter Stimme zu sprechen, als wollte es eine Weihnachtsansprache halten: "Also hör al gut zu", begann es, "bevor ich zu Erkel verhext wurde, war ich eine raffinierte, intrigante und durch und durch böse Prinzessin. Ich hatte alle weggeputzt, die auch an die Spitze wollten, und konnte endlich schalten und walten nach Lust und Laune. Das ging viele Jahre aufs Allererfreulichste so. Der Adel stand fest hinter ir, konnte er doch eine Vorbild folgen und selbst tun und lassen, was er wollte, solange er nur ir nicht in die Quere ka. Doch dann fand ein kleines Ädchen den Weg ins Feenland, inde es durch die eigenen Tränen hinüberschwa, traf auch pro_pt die blöde gute Fee, die nichts anderes zu tun hatte, als ich zu Erkel zu achen, den Buchstaben wegzuzaubern und ich so lange in dieser Gestalt zu lassen, bis die Chinesen sich anschicken, zur weltgrößten Export_acht werden. Es sei denn, ich finde vorher einen raffinierten, intriganten und durch und durch bösen Enschen, der ich it eine Kuss wieder an die Acht bringt".

    Der Urahn, der nun fürwahr nicht der allerfrömmste war, erschauderte bei diesen Aussichten und schleuderte den guten harten Käse, in dem das Erkel immer noch saß, so fest und so weit er konnte von sich, ließ sich seinen Lohn auszahlen und eilte auf Schusters Rappen so schnell er konnte nachhause.

    Seitdem wird die Geschichte überliefert. Das Warten währte lange. Schon glaubte niemand mehr daran, dass die Chinesen sich jemals anschicken könnten, zur weltgrößten Exportmacht zu werden.

    Doch nun haben wir den Salat. Die Chinesen sind soweit. Und wenn die Geschichte, die vom Urahn der Urgroßmutter meiner Großmutter in unserer Familie lebendig geblieben ist, stimmt, und wenn das Erkel nicht vorher schon jemanden gefunden hat, der es wagte, es zu küssen, dann könnte es sein, dass es bald irgendwo auftaucht, alle wegputzt, die auch an die Spitze wollen und fortan schaltet und waltet, wie es will.

    Also: Wachsam bleiben!

    Vor allem, wenn jemand sagt, es ginge ihm um das Wohl der Menschen, er wolle den Nutzen der Menschen mehren, oder, die Menschen seien das Wichtigste - und dann genau das Gegenteil tut.

    19. Dezember 2013

    11.45 Uhr Die EU mutiert zur BU 

    Heute Nacht haben die Finanzminister die Bankenunion aus der Taufe gehoben. Lauter Jubel allenthalben über dieses Weihnachtsgeschenk für alle Sparer und Steuerzahler - doch ob die Banker wirklich Tränen in den Augen haben, weil sie nun 55 Milliarden in den "neuen Topf" legen müssen und dennoch leichter abge-
    wickelt werden können sollen, mag ich bezweifeln.

    Warum? Das erfahren Sie hier:

    18. Dezember 2013

    10.30 Uhr Unbezahlte Überstunden bei den Rhön Kliniken? Unfassbar!

    Nein, da muss es sich um einen Irrtum handeln. Niemand, der ein Unternehmen betreibt, das sich an höchsten moralischen und ethischen Grundsätzen orientiert, weil es schließlich um nichts Geringeres geht, als die Gesundheit oder gar das Leben der Patienten, wird sich jemals dazu hinreißen lassen, Reinigungskräfte um den Mindestlohn zu prellen.

    Und niemand, der in einem solchen Unternehmen zur Führungskraft werden konnte, wird auf eigene Faust und um der schnöden Zahlen willen, Mitarbeiterinnen zu unbezahlten Überstunden zwingen.

    Wäre dem so, dann müsste man ja fürchten, dass die Gewinnmaximierung auch im medizinischen Betrieb Vorrang vor dem Wohl der Patienten haben könnte, und das wäre ja wohl das Letzte, was einer der größten und renommiertesten privaten deutschen Klinikbetreiber als Schmutzfleck am weißen Ärztekittel kleben haben möchte.

    Nein, das muss ein Irrtum sein. Ich hoffe inständig, dass nun bald auch die Staatsanwaltschaft, der Zoll und die Sozialversicherer ein Einsehen haben werden und die Bußgeldbescheide und Nachzahlungsaufforderungen zurücknehmen. Denn diese Vorhaltungen können sich doch nur als falsch bzw. unbegründet herausstellen.

    Schließlich hat die Rhön AG die Vorwürfe doch bereits zurück- und auf falsche Berechnungen hingewiesen. Da wird doch wohl das Wort eines Großkonzerns wie der Rhön AG am Ende mehr gelten als die Aussage von Reinigungskräften, sie seien "unter Druck" gesetzt worden. So etwas gibt es doch gar nicht. In diesem unserem Lande wird doch niemand einen Mitarbeiter so unter Druck setzen, dass er glaubt, unbezahlte Überstunden ableisten zu müssen! Da nehme ich eher an, dass jene Mitarbeiter, die die unbezahlten Überstunden geleistet haben, hofften, sich auf diese Weise bei ihren Vorgesetzten beliebt machen zu können ...

    Gut, es steht in der Zeitung, die Süddeutsche hat wohl als erste darüber berichtet, das Handelsblatt hat die Story übernommen, irgendetwas wird vielleicht doch dran sein. Aber dann kann es sich nur um jene bedauerlichen Einzelfälle handeln, die sich nie und nirgends ausschließen lassen und die Rhön AG wird sicherlich alles tun, um die schwarzen Schafe in den Reihen der Führungskräfte zur Verantwortung zu ziehen.

    Wäre es anders, dann müsste man ja glauben, dass in Deutschland viele Kliniken nach den gleichen betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten betrieben werden, wie die Logistik-Zentren großer Internet-Versandhändler. Was, wenn am Ende auch Kliniken wieder massiv bestreikt werden müssten?

     

    In diesem Zusammenhang erlaube ich mir - kurz vor dem weihnachtlichen Torschluss - darauf hinzuweisen, dass der EWK-Verlag von Ver.di nicht bestreikt wird.

    Wir versenden daher in diesem Jahr noch bis einschließlich 31. Dezember,
    können allerdings nicht garantieren, dass Bestellungen, die uns nach
    dem 26. Dezember erreichen, noch vor Weihnachten ankommen. ;-))

    Um jedoch auch den Spätentschlossenen noch einen rettenden Strohhalm
    zuwerfen zu können, werden wir ab heute, Mittwoch, 18.12. alle Sendungen
    - ohne Aufpreis - statt als Büchersendung als Briefsendung verschicken.

    Bestellungen, die bis Samstag, 21.12. 9.00 Uhr bei uns eingehen, werden
    noch am 21.12. versandt und sollten dann am 23. bei Ihnen sein.

    Wie alle Jahre zu Weihnachten, werden wir auch dieses Jahr bei Vorkasse-
    Bestellungen, unabhängig vom Zahlungseingang so versenden, dass die
    Bücher noch rechtzeitig vor Weihnachten bei Ihnen ankommen.

    Hier geht es direkt zu den Seiten unseres Online-Shops:


    Kinder- und Jugendbuch

    Belletristik


    Sachbuch Wirtschaft

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    17. Dezember 2013

    13.13 Uhr Wette verloren 

    Am Tag nach der Bundestagswahl hab ich 10 Euro darauf gewettet, dass es Neuwahlen geben wird. Die sind nun weg - und Sigmar Gabriel wird für den Schaden nicht aufkommen. Weder für meinen Wettverlust, noch für alle sonstigen Schäden, die diese Koalition vom Deutschen Volke - mangels Alternative - nicht wird abwenden können.

    Die Vergabe der Ministerposten hat mich insgesamt nicht verwundert. Selbst die Tatsache, dass Ursula von der Leyen nun den Verteidigungsminister geben darf, war fast abzusehen. Denn Friedrich war als Innenminister nach seiner blamablen Rolle in der NSA-Affäre nicht mehr zu halten. Schäuble musste Finanzminister bleiben - also wurde Herr deMaiziere ins alte Amt zurückversetzt, teils, weil er da weniger mit Beschaffungsaufträgen zu tun hat, teils weil sonst niemand da gewesen wäre, der sich mit eiserner Disziplin der sensiblen Thematik hätte annehmen können. So stand nun das Verteidigungsministerium leer - und weil das ein Minenfeld ist, schickt Mutti genau jene enge Vertraute dorthin, von der man munkelt, sie habe Ambitionen, Merkel nach dieser Legislaturperiode zu beerben.

    Bin gespannt, über welche Affäre sie mit welchem Elan wird stolpern dürfen. Nach Plagiatsaffäre (zu Guttenberg), Drohnen- und Hubschrauber-Affäre (deMaiziere) wird sich auch für Frau von der Leyen ein Fettnäpfchen finden lassen.

    Belustigt hat mich die Begründung für ihre Ernennung: Sie habe auch schon im bisherigen Amt für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gekämpft (nach allem, was ich erkennen konnte, ohne Erfolg!), und könne dieses Know how nun einbringen, um den Soldaten ein besseres Familienleben zu ermöglichen.

    Da sehe ich nur einen Weg hin:

    Es wird ein Ukas ergehen, mit dem die Ehefrauen der Soldaten verpflichtet werden, ihren Männern jährlich fünf Paar warme Socken für winterliche Kampfeinsätze selbst zu stricken.

    Das fördert den familiären Zusammenhalt nämlich ungemein, gibt ein Gefühl von Nähe und Wärme - und spart obendrein teure Beschaffungsmaßnahmen ...

    12. bis 16. Dezember 2013

    0.00 bis 24.00 Uhr Sendepause 

    Wie schon vorgestern angekündigt, halte ich mich in diesen fünf Tagen vollständig raus, egal, was auch immer kommt.

    Der Online-Shop des EWK-Verlags bleibt jedoch geöffnet - und die rechtzeitige Auslieferung Ihrer Bestellung für den Gabentisch ist gewährleistet.

    Bis bald.

    Ihr

    Egon W. Kreutzer

    St. Salvator in Mainburg.
    Die steile Treppe, die von der Stadt hinaufführt zur Kirche habe ich ein bisschen zweckentfremdet. Sieht doch aber sehr gut aus, oder?

    St. Salvator mit anklickbaren Büchern

    Andere Geschenke auswählen?

    Ihr kleiner Weihnachtshelfer
    unterstützt Sie gerne dabei!


    11. Dezember 2013

    09.45 Uhr Schäuble übernimmt Schulden europäischer Pleitebanken

    Der Vertrag über den europäischen Bankenabwicklungsfonds ist so gut wie unterschriftsreif - und er wird am 18. Dezember höchstwahrscheinlich verbindlich unterzeichnet.

    Was an Informationen durchgedrungen ist, besagt, dass ein gemeinisamer Topf installiert wird, in dem "zunächst" die nationalen Anteile erkennbar und zugeordnet bleiben. Das soll suggerieren, dass "zunächst" auch nur die Fondsanteile der Pleitestaaten für die Rettung/Abwicklung der Banken des jeweiligen Pleitestaates verwendet werden sollen.

    Im Laufe von 10 Jahren soll der Topf ausgebaut und zu einem gesamteuropäischen Einheits-Banken-Rettungs-Topf verwandelt werden, in dem dann die gesamte Einlage für jeden Rettungsfall haften soll.

    Soweit die schöne Theorie eines schönen Vertrages.

    Die Vertrags- und Gesetzesbrüche der Vergangenheit, angefangen mit der missachteten "No-Bail-Out-Klausel" in den Maastricht-Verträgen, bis hin zur Staatsfinanzierung durch die Notenpresse der EZB, die unter dem Deckmändelchen "Sekundärmarkt" vollzogen wird, und die Tatsache, dass auch von den in den Mastricht-Verträgen vorgeschriebenen Strafen für Defizit-Sünder nur sehr zurückhaltend Gebrauch gemacht wird - vor allem, wenn es sich um "große" Sünder handelt, wie Deutschland oder Frankreich - lässt keine andere Erwartung zu, als dass die Trennung der Reserven im gemeinsamen Topf kaum länger halten wird als es dauert, bis die Tinte unter dem Vertrag trocken ist.

    Dann wird Schäuble beteuern, es sei alternativlos - und es sei unverzeihlich, wenn das Geld schon da sei - und es sowieso vergemeinschaftet werden soll - im Fall der nun doch akut festgestellten Not nicht darauf zuzugreifen.

    Dass ein Minister, der nur noch geschäftsführend im Amt ist, noch solche weitreichenden und wohl auch nicht mehr revidierbaren Verträge unterschreibt, ist sicherlich juristisch noch legal. Nach meinem Demokratie- und Staatsverständnis jedoch höchst fragwürdig.

    Warum diese Eile?

    Welche international tätige Großbank steht schon in der Warteschlange, um sich die aufgrund von Buchgewinnen der Vergangenheit ausgeschütteten Divdidenden jetzt aus den Rücklagen der deutschen Banken - und höchstwahrscheinlich auch vom Steuerzahler - zurückzuholen?

    Müsste nicht auch das Parlament zustimmen?

    Ist aber auch egal. Die stimmen sowieso zu. Für was haben wir denn das nur dem Fraktionszwang unterworfene Gewissen des Abgeordneten, das sich auch von einer Anti-Korruptionsregelung keinesfalls unter Druck setzen lassen will?

     


    10. Dezember 2014

    09.30 Uhr Die kommenden Tage

    Es kommen immer irgendwelche Tage. Noch zwei Wochen, und die Bescherung steht unmittelbar bevor. Noch drei Wochen, und der Nachname der Tage heißt 2014. Noch vier Tage - und wir wissen endlich, wie das Votum der SPD-Mitglieder ausgegangen ist, bzw., was bei der Auszählung herausgekommen ist.

    Diese Tage meine ich allerdings gerade eben nicht.

    Ich meine die Tage vom 12. bis zum 16. Dezember, vom Donnerstag dieser Woche bis zum Montag nächster Woche. In diesen fünf Tagen wird es auf dieser Seite keinen Update geben, kein Wort, kein Pieps, nur die Uhr (ganz oben) wird den Zeitpunkt anzeigen, zu dem Sie diese Seite aufgerufen haben.

    Und weil das so sein wird, kommt der "Paukenschlag am Donnerstag" für den 12. Dezember auch schon heute. Es ist der, der alle Jahre als "Gedanken zum Jahreswechsel" erscheint und über den Tag hinaus seine Gültigkeit bewahren soll.

    Wie alle Jahre ein bisschen verspielt, ein bisschen humorvoll und ein bisschen nachdenklich.

    Ein Guckloch im dichtgewebten Vorhang der Festtagsfreuden, das einen Blick auf die wirre Zeit ermöglicht, in der wir leben, weil wir - alle miteinander - diese Zeit so gestalten. Die einen durch ihr Tun, die anderern durch ihr Unterlassen.

    Geschichte - und diese Tage werden auch bald "Geschichte" sein - schreibt die Menschheit insgesamt. Historiker führen in die Irre, wenn sie alles, was geschehen ist, den Fürsten und Feldherren, den Königen und Präsidenten, den Pharaonen und Päpsten zuschreiben. Pyramiden und Kathedralen sind nicht die Werke einzelner, Siege und Niederlagen ebensowenig.

    Auch Diktatoren und Gewaltherrscher sind machtlose Einzelmenschen, deren Möglichkeiten, Gewalt auszuüben, durch ihre körperlichen Kräfte begrenzt sind.

    Es sei denn ...

    Nachdenklich?

    Ich würde mich freuen, wenn Sie sich beim Lesen dieser Zeilen gedacht haben: "Schade, dass da jetzt fünf Tage lang nichts Neues kommt", zeigen mir solche Gedanken doch, dass Sie meine Beiträge und diese Seite wertschätzen. Und wenn dann - als Unterstützung für meine Arbeit - auch noch Bestellungen beim EWK-Verlag eingehen, freue ich mich doppelt.

    Die Sammelbände Paukenschläge 2003 - 2008 und Paukenschläge 2009 - 2011
    eignen sich z.B. sehr gut auch als Weihnachtsgeschenk.


    9. Dezember 2013

    09.00 Uhr Zwei Männer, zwei Absagen 

    Bundespräsident Gauck reist nicht zu den Olympischen Winterspielen, Israels Premier Netanjahu reist nicht zur Trauerfeier für Nelson Mandela.

    Bei Netanjahu werden die hohen Reisekosten als Begründung genannt, alleine der Flug von Israel nach Südafrika würde (umgerechnet) 600.000 Euro kosten, bei Gauck sind es die Menschenrechte, deren Verletzung durch die russische Regierung sein Gewissen belastet.

    Abgesehen davon, dass ich noch nie gehört habe, dass ein Staatschef eine Reise wegen der hohen Kosten abgesagt hätte, könnte Netanjahu sicherlich auch mit einem First Class Ticket für deutlich unter 10.000 Euro fliegen. Er müsste ja nicht die ganze Maschine chartern.

    Es scheint mir doch eher so, dass in Israel die Erinnerung an die Zeiten, als man immer noch glaubte, das Apartheid-Regime in Südafrika sei der Garant für den Weltfrieden, einfach noch zu frisch ist, um für eine Reise an die letzte Ruhestädte eines Friedensnobelpreisträgers, der lange genug als "schwarzer Terrorist" verunglimpft wurde, auch nur einen Schekel auszugeben.

    Bei Gauck, der ja nicht nach Sotschi reisen müsste, also im Grunde völlig ohne Anlass betont, dass er nicht nach Sotschi fahren werde, stellt sich mir die Frage, wohin er denn überhaupt noch reisen kann, wenn er die Einhaltung der Menschenrechte zum obersten Kriterium macht.

    Vielleicht sollte er sich zumindest einmal in der näheren Umgebung umsehen, in der von einer Troika beherrschten Euro-Zone, wo jetzt in Spanien fast jede Regung der Bevölkerung zum strafbewehrten Verbrechen hochstilisiert wird, wo es allmählich zum guten Ton gehört, euro-kritische Stimmen des Terrorismus zu verdächtigen, wo - ungeachtet aller Menschenrechte - maßlos geschnüffelt und abgehört wird, wo US Drohnen von Deutschland mit Zieldaten versorgt und von Deutschland aus die Einsätze gesteuert werden ...

    Beide Absagen sind m.E. bezeichnend für eine rückwärtsgewandte Einstellung, in welcher eine kaum verhohlene Abneigung dafür sorgt, dass die Ab- und Ausgrenzung weitergeht, statt mit Zeichen der Versöhnung aufeinander zuzugehen.

     
    ... und nun kommt auch noch Olli daher und lässt durchblicken, dass er durchaus geneigt sei, die Vereinbarungen im möglicherweise zustande kommenden Koaltiionsvertrag in Deutschland durch die europäische Hinterür im Nachhinein wieder auszuhebeln.
    "Rehn will Koalitionsvertrag scharf prüfen", titelt Reuters, und zitiert ihn im Hinblick auf die Vereinbarungen zum Mindestlohn mit der Aussage:
    "Aber natürlich müssen die deutschen Arbeitsmärkte offen bleiben, um die hohe Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu bewahren."
     
    Ach, waren das noch Zeiten, als einem zu Olli nichts anderes einfiel, als die herrlich komischen Klamaukfilme mit Stan und Olli.
     


    8. Dezember 2013

    Julies Bild vom Sonntag

    Wolfgangs Bild vom Sonntag 


    7. Dezember 2013

    14.00 Uhr Hans Werners sinnverdrehende Rabulistik

    Würden wir nicht so hohe Exportüberschüsse erzielen, könnten wir den Krisenländern nicht helfen. Diese Argumentation setzt Hans Werner Sinn nun ein,
    um die Argumente der Kritiker des anhaltenden hohen Exportüberschusses Deutschlands damit vom Tisch zu wischen.

    Das ist Tatsachenverdrehung vom Feinsten, ein Kunstgriff eristischer Dialektik (Kunstgriff 36 - Gegner durch hochgestochenen Wortschwall verdutzen), wie ihn Schopenhauer nicht schöner als Beispiel hätte wählen können.

    Wo eine Volkswirtschaft dauerhaft mehr exportiert als importiert wird sie vollautomatisch zum Gläubiger anderer Volkswirtschaften. Sie gibt also - es geht nicht anders - Güter und Leistungen "auf Kredit" an andere ab. Dies stört nachhaltig die Balance des Welthandels, zumal eine Tilgung der so entstandenen Schulden überhaupt nur dann erst möglich wird, wenn sich das Verhältnis umkehrt, wenn also die erzielten Exportüberschüsse sich durch Importüberschüsse kompensieren würden.

    Das ist aber nur eine der negativen Konsequenzen dauerhafter Exportüberschüsse.

    Eine weitere besteht darin, dass die Wirtschaft der Importländer durch die Überschwemmung mit billigen Importwaren zielstrebig geschädigt wird, indem ihr
    Umsatz- und Marktanteile weggenommen werden, was letztlich zu einer weiteren Verteuerung ihrer Produktion und zum Teil sogar zur weitgehenden Importabhängigkeit führt, mit der Folge steigender Arbeitslosigkeit und wachsender Soziallasten bei sinkenden Staatseinnahmen.

    Vermeiden ließe sich diese Schieflage mit großem internationalen Konfliktpotential durchaus. Höhere Löhne und Gehälter würden dafür sorgen, dass die Exportströme ab- und die Importströme anschwellen würden. Beide Seiten würden mit wachsendem Wohlstand der Bevölkerung davon profitieren - und die "alternativlose Notwendigkeit", Schuldnerstaaten und ihre Banken - wegen ihrer Überschuldung - mit zusätzlichen Krediten retten zu müssen, wäre leicht wieder aus der Welt zu schaffen.

    Der Wettlauf um immer niedrigere Löhne, um im "Internationalen Wettbewerb" die höchsten Exportüberschüsse und Gewinne einsammeln zu können, ist ein Instrument des Wirtschaftskrieges, nicht der friedlichen Arbeitsteilung auf diesem Planeten.


    6. Dezember 2013

    08.30 Uhr Nelson Mandela ist tot

    Dieser Mann hat sich weder von den Umständen, noch von wohlmeinenden Ratgebern in seinem Glauben an die Realisierbarkeit einer besseren Gesellschaft beirren lassen.

    Sein Leben ist für mich seit langem ein wichtiges Argument, wenn mir gesagt wird - und das geschieht nicht selten - es habe doch alles keinen Sinn.

    Doch! Es hat einen Sinn!

    Mag die Macht der Mächtigen auch noch so stabil und unüberwindlich erscheinen, mögen viele Betroffene auch noch so resigniert oder schlicht desinterresiert sein, es hat einen Sinn, beharrlich und geduldig daran zu arbeiten, dass sich die Sichtweisen und die Standpunkte verändern.

    Mag es auch lange dauern, mag es viele Rückschläge geben: Es hat einen Sinn.

    Wo wäre die Welt denn, wenn jede gute Idee von Anfang an als unrealistisch vom Tisch gewischt würde?

    Die Erinnerung an Nelson Mandela kann uns allen die Kraft geben, nicht aufzugeben.

    Er hat gewiss nicht umsonst gelebt.
    Er war Vorbild, Beispiel - und genauso unvollkommen, wie wir alle.

    Die Herausforderungen für uns, in dieser Zeit und in diesem Land sind anders geartet - und doch im Grunde die gleichen.

    Es gilt, einen übermächtig werdenden Staat, seinen Überwachungs- und Repressionsapparat zurückzudrängen, es gilt, die Interessen des Kapitals und die Raubzüge des Kapitals wieder unter ein gesamtgesellschaftliches Regelwerk zu zwingen - und es gilt, trotz aller scheinbaren Ohnmacht, nicht aufzugeben.

    Danke, Nelson Mandela, für Dein Vorbild.


    5. Dezember 2013

    09.30 Uhr Rentengemetzel, Drohanrufe und Westerwelle in Kiew

    Die SPD vermeldet Drohanrufe gegenüber Parteimitgliedern, die sich negativ zum Koalitionsvertrag geäußert haben. Es könne ihrer Parteikarriere schaden ...

    Die Anrufe erfolgten so, dass beim Angerufenen die Telefonnummer der Parteizentrale im Display erschien. Es ist nicht unmöglich, dies so hinzustellen, doch gehört eine Menge Fachwissen über das Innenleben der modernen Telekommunikation dazu.

    Nun beeilt sich die Parteispitze klarzustellen, dass in der SPD jeder seine Meinung haben darf und dass es nicht zu den Gepflogenheiten gehöre, jemanden nur wegen seiner (abweichenden) Meinung zu bedrohen.

    Wie denn auch sei, ein bisschen was bleibt hängen. Bei den Bedrohten, bei der Öffentlichkeit - und an der SPD.

    Brisant werden diesse Drohanrufe auch dadurch, dass inzwischen der wissenschaftliche Dienst des Bundestages die gesetzlich vorgeschriebene Absenkung des Rentenbeitrags ab dem 1.1.14 durch den Koalitionsvertrag verletzt sieht, der vorsieht, sollte die Koalition zustandekommen, die "Nicht-Absenkung" Anfang 2014 rückwirkend von den "hörigen" Fraktionsmitgliedern beschließen zu lassen.

    Alleine das wäre schon wieder ein Grund, die versprochenen Segnungen (Verbesserung der Mütterrente und abschlagsfreie Rente mit 63) als gut gemeint, aber von der Umsetzung her als leider nicht mit dem Grundgesetz vereinbar anzusehen und schon wegen dieser (geplanten? geschlampten?) Panne gegen diese Koalition zu stimmen.

    Es wäre der Super-Gau, wenn diese mögliche "Ausradierung der sozialdemokratischen Handschrift" nun auch noch von Multiplikatoren innerhalb der Partei genutzt würde, um gegen die große Koalition Stimmung zu machen.

    Vollkommen unbehelligt von solchen Unbillen, weil als FDP-Mann nicht mehr im Bundestag vertreten, hat sich der noch amtierende Außenminister Guido Westerwelle wieder einmal mit den Führern von Aufständischen im Ausland sehen lassen. Diesmal in Kiew, wo er - so offen, wie es ihm sein Amt erlaubt - mithilft, Stimmung gegen die amtierende Regierung zu machen.

    Dazu ging mir ein absurder Gedanke durch den Kopf:

    Wenn der Außenminister Westerwelle in der Ukraine Demonstrationen gegen Janukowitsch unterstützt, müsste dann nicht - zur Wahrung der Balance - auch der Innenminister Friedrich Demonstrationen gegen Angela Merkel unterstützen?

    War nur ein absurder Gedanke. Hat aber was.

     
    13.06 Uhr Der Paukenschlag No. 50 /2013 - ist inzwischen auch online.
     
     
    Falls Sie danach nicht wissen, wie Sie die Wartezeit bis zum nächsten Paukenschlag füllen sollen: Da hätte ich noch eine Idee für Sie.
     


    4. Dezember 2013

    09.45 Uhr Huch! Großbanken können Währungskurs manipulieren???

    Den Libor und den Euribor sollen sie manipuliert haben - und nun auch noch Devisenkurse, in unerlaubter Abstimmung untereinander? Eine italienische Versicherung soll deutschen Anlegern beim Steuerhinterziehen geholfen haben?

    Aus Sicht eines Bankers würde ich sagen: "Was ist denn schon dabei? Wir gleichen doch nur die Ungerechtigkeiten aus, die von den Zins- und Kursmanipulateuren in den Zentralbanken und von den Steuergesetzschreibern in den Regierungen erst in die Welt gesetzt worden sind. Die Frage, wer da insgesamt mehr Schaden angerichtet hat, wir Banker, oder diejenigen, die mit der Lizenz zum legalen Diebstahl agieren, die ist noch lange nicht entschieden."

    Aus meiner bescheidenen kleinen Sicht sage ich: "Wenn kümmert es denn, wenn Währungskurse wegen Spekulationsgeschäften manipuliert werden? Wer Wetten auf Devisen abschließt, ist selbst schuld. Es ist ein Nullsummenspiel - und die Gewinner und Verlierer sind allesamt Finanzmarktakteure. Da jammern nun halt die einen Krähen dass die anderen Krähen ihnen wider den guten Glauben doch die Augen aushacken."

    Und wenn es um die Festelegung von Referenzzinssätzen geht, dann würden die ohne Manipulationen vermutlich kaum anders aussehen als mit. Der Libor oder der Euribor sind doch nichts als Mittelwerte aus von Banken gemeldeten Zinssätzen, die wiederum nur im Handel mit Finanzprodukten eine Bedeutung haben. Auch da geht es nur um spekulative Geschäfte.

    Dass der Staat da nun eingreift, Staatsanwälte in Aktion setzt und Strafen eintreibt stützt die Existenz der Finanzcasinos doch nur. Wir Steuerzahler (und immer noch sind es die abhängig Beschäftigten und die Konsumenten, die den Löwenanteil zur Staatsfinanzierung beitragen) sorgen so dafür, dass das Vertrauen der Spekulanten in die Ehrlichkeit ihrer spekulierenden Geschäftspartner nicht so weit gestört wird, dass die Casinos aus Mangel an Spielern geschlossen werden.

    Für mich handelt es sich bei allen diesen Geschäften um die große Version dessen, was in der kleinen Version als "verbotenes Glücksspiel" verfolgt wird.

    Da hilft es nichts, die gerade erwischten Betrüger zu bestrafen und den gerade nicht erwischten Betrügern Schadensersatz zuzusprechen. Das einzige, was helfen könnte, wäre die Schließung der Casinos.

    Wer braucht die denn?


    Weihnachtsgeschenke für junge Leseratten:
     
     
     
     
     


    3. Dezember 2013

    09.00 Uhr Euro künftig Weichwährung? Draghi lässt noch dementieren.

    Der ungarische Notenbankchef Matolcsy will erfahren haben, dass Mario Draghi das Kursziel für den Euro auf 1,10 US$ gesetzt hat. Vermutlich, um diese Abwertung an den Devisenmärkten zu unterstützen, schlug er vor, das Inflationsziel der EZB von bisher jährlich 2 Prozent Geldentwertung auf 4 Prozent anzuheben.

    Abgesehen davon, dass der EZB - außer einer weiteren massiven Geldmengenausweitung - faktisch keine Möglichkeiten mehr zur Verfügung stehen, den Euro-Kurs in den Keller zu navigieren: Was würde sich ändern? Wem wäre geholfen?

    Die Waren- und Geldströme innerhalb des gemeinsamen Währungsraumes blieben unverändert. Deutschland würde neue U-Boot-Lieferungen an Griechenland weiterhin in Euro fakturieren, und Spanien würde sein Olivenöl weiterhin in Euro an die deutschen Supermarktketten liefern.

    Die Wettbewerbsfähigkeit im Welthandel außerhalb des gemeinsamen Währungsgebietes würde für alle Euro-Staaten steigen. Wenn also Spanien, Italien, Portugal, Griechenland, Zypern und auch Frankreich durch die Kursveränderung auf dem Weltmarkt neue Chancen hätten, so könnten sie diese nur da nutzen, wo ihnen Deutschland nicht als direkter Konkurrent gegenübersteht, denn die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands würde im gleichen Maße steigen, wie die der Krisenländer.

    Und die Importe der Länder der Währungsgemeinschaft aus dem außereuropäischen Ausland würden sich für alle verteuern. Deutschland könnte das vermutlich verkraften - doch fast alle anderen müssten ihren Sparkurs wohl noch verschärfen, um die Auslandsschulden nicht in den Himmel wachsen zu lassen.

    Da zu erwarten ist, dass auch der neue, zur Herstellung eines Wechselkursverlustes erforderliche Geldregen nicht in der Realwirtschaft, nicht bei den Beschäftigten und Konsumenten ankommt, sondern wiederum ausschließlich der Finanzsphäre zufließen wird, ist auch das ein Plan zur Beschleunigung der entschädigungslosen Enteignung der Bevölkerung aller Euro-Staaten.

    Es ist schon ein Kreuz, mit dem Geld.

     

    Wie die Krise ausgelöst wurde und wohin sie führen soll, darüber schreibt Egon W. Kreutzer in seinem jüngsten Buch

    "Das Euro-Schlachtfest - Die Logik der Krise"

    das sowohl in einer Hardcover-Print-Ausgabe wie auch als E-Book erschienen ist

     

     

    Wie es gekommen ist, dass das Nichts, aus dem das Geld von den Banken geschöpft wird, die Herrschaft über die Wirklichkeit erringen konnte - und welche sinnvollen Möglichkeiten es gäbe, diese Entwicklung wieder auf eine gesunde Basis zurückzuführen, hat Samirah Kenawi in

    "Falschgeld - Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit"

    geschildert.

     

    Und, last but not least, gibt es eine spannend und verständlich geschriebene Einführung in das Wesen des Geldes in Egon W. Kreutzers Buch

    "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre - Band III - Über das Geld".

    Ein Einzelband aus der vierbändigen Gesamtausgabe, die von den Sachzwängen der Unternehmer (Band I) über die Globalen Konzepte der Gegenwart (Band II) und die
    Rolle des Geldes (Band III) bis hin zu der Problematik von Eigentum und Teilhabe führen.

    Alle vier Bände sind sowohl als Druckausgabe, wie auch als E-Book verfügbar, wobei sich beim Kauf der Gesamtausgabe ein deutlicher Preisvorteil ergibt.


    2. Dezember 2013

    12.15 Uhr Kommentar zum PaD "Das Drohnenproblem"

    Eine brillante Idee, die da heute bei mir ankam:

     Guten Tag Herr Kreutzer,

    einen aktiven Kampf gegen die Mörder-Drohnen halte ich für aussichtslos, aber...
    Was wäre, wenn es eine Initiative gäbe, den Drohnen-Piloten und ihren Auftraggebern (Befehlsgebern) den Widerstand sichtbar zu machen?

    Sie überfliegen den Luftraum (genauso wie Google Earth) und sammeln Fotos und Daten.

    Laßt uns, jeder, der irgendein Grundstück besitzt, diesen Spruch in die hochauflösenden Kameras senden "DROHNEN = MÖRDER".

    Geschrieben auf das Dach unseres Hauses, gepflügt in die Frühjahrsbestellung, gemäht in den Rasen, gelegt mit Weihnachts-Lichterketten, als Schneisen im Wald und auf den Getreidefeldern...

    Die MENSCHEN, die diese Mordmaschinen bedienen, werden es sehen, Flugpassagiere werden es sehen, Google Maps wird es an jeden Ort dieser Welt verbreiten.

    Liebe Grüße aus Grabow (Mecklenburg)
    Andreas Stolzenburg

    und so kann das aussehen:

     

    11.00 Uhr Steinbrücks "vergiftete" Empfehlung

    Der Kandidat, dem es in seinem Wahlkampf an fehlender Unterstützung weißgott nicht mangelte, empfiehlt seinem Parteivorsitzenden nun, sich um das Amt des Finanzministers zu bewerben.

    Das ist einerseits ein gewisser Affront gegenüber Wolfgang Schäuble und Angela Merkel, für den sehr wahrscheinlichen Fall, dass Schäuble noch einmal Lust hat, die gesamteuropäischen Finanzen von Deutschland aus zu kontrollieren - andererseits ist es ein kräftiger Seitenhieb gegen Gabriel, von dem glaubhaft berichtet wird, dass er auf das Finanzministerium nun gar keine Lust hätte.

    Die Basis wird damit noch einmal angestachelt, vor dem Referendum nach der Verteilung der Ministerposten zu fragen - und natürlich wird es Gabriel auch beschädigen, wenn es hinterher heißt, er hätte ja Finanzminister werden können, doch er wollte ja nicht. Denn eines ist klar: Der Finanzierungsvorbehalt, der wie ein Damoklesschwert über dem Koalitionsvertrag schwebt, wird noch Folgen haben.

    Folgen, die ein Finanzminister Gabries hätte verhindern können, wenn er es denn geworden wäre ...

     

     

    Die Adventsidee
    (vorgestern als Newsletter verteilt)


    1. Dezember 2013 und Erster Advent 2013

    Julies Bild vom Sonntag

     

    Wolfgangs Bild vom Sonntag

     

    Die Adventsidee
    (gestern als Newsletter verteilt)


    30. November 2013

    12.00 Uhr Das französische Thema

    Was macht eine Regierung, wenn ihr die Probleme allerorten über den Hals wachsen und die Unfähigkeit ihre sozialen und wirtschaftlichen Probleme zu lösen so offenkundig wird, dass der offene Aufstand droht?

    Richtig. Sie schafft ein neues Problem, wirft es dem Volk - wie einem Hund den Knochen - vor die Füße und wartet darauf, dass sich (oh Du wunderschönes "Divide et impera"!) die Aufmerksamkeit auf ein Problem konzentriert, dass es nicht gäbe, hätte es die Regierung nicht geschaffen.

    Je grotesker dieses neue Problem, je drakonischern die angedrohten Maßnahmen, desto intensiver die Auseinandersetzungen zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen. Ob man nun Arme gegen Reiche, Junge gegen Alte oder Schwarze gegen Weiße hetzt, oder wie jetzt, moralinsaure Spießbürger gegen Huren und Freier, spielt dabei keine Rolle. Der Zirkus Maximus ist wieder einmal eröffnet, mögen sich die Gladitatoren zerfleischen, Brot und Spiele, BILD, BamS und Glotze errregen die Gemüter - und die Tatsache, dass nun auch die Grande Nation im Strudel der EU- und Euro-Krise den Boden unter den Füßen verliert, verschwindet vom Radar.

    Das älteste Gewerbe der Welt wollen sie verbieten. Ein Freier, der erwischt wird, soll mit 1.500 Euro Strafe belegt werden, im Wiederholungsfall soll es noch teurer werden, das übersteigt selbst das Vorstellungsvermögen derjenigen, die ansonsten antreten, um sich Schildbürgerstreiche auszudenken.

    Natürlich geht es gar nicht gegen die Freier, auch nicht gegen die Huren, das Ziel ist, so heißt es, Menschenhandel und Zwangsprostitution zu bekämpfen.

    Das hätten sie auch schon so tun können. Doch dafür fehlte es am Geld, umd das benötigte Personal bezahlen zu können, und es fehlte an der (Es lebe Schengen!) Möglichkeit, verdächtige Personen und ganze Personengruppen bei der Einreise ins "gelobte Land der Liebe" zu kontrollieren und ggfs. aufzuhalten.

    Der weiße Rtiter, der jetzt Anstand, Tugend und Menschenrechte wieder herstellen soll, ist ein neuer Aufguss der gleichen Unfähigkeit, ja Unwilligkeit, nur verbrämt mit einem Hauch "Menschenrechtsverteidigung" - und ausgestattet mit einem Verbot, das keinen anderen Zweck hat, als den Zorn der Bevölkerung auf ein Thema zu lenken, das seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte die Gemüter erregt.

    Ein grandioser Plan.

    29. November 2013

    10.00 Uhr Sonderbare Negativ-Erwartung

    Die GfK, ich habe vorgestern darauf hingewiesen, ist Ende November in großes Jublilieren ob der auf einem 6-Jahres-Hoch angekommenen Kauflaune der Verbraucher.

    Heute meldet REUTERS, der deutsche Einzelhandel habe im Oktober, zum zweiten Mal in Folge, einen Umsatzrückgang zu verzeichnen gehabt, preisbereinigt um 0,8 Prozent.

    Das ist aber erst die halbe Wahrheit, denn REUTERS berichtet auch, dass der Einzelhandel in den ersten 10 Monaten des Jahres im Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,5 Prozent zugelegt hat. Wie passt dann die Prognose, für das Gesamtjahr werde nur ein Zuwachs von 1,2 Prozent erwartet dazu?

    Entweder gar nicht, oder das GfK-Geplärre ist schon jetzt als pure Meinungsmache entlarvt, denn wenn die Steigerung des Jahresumsatzes geringer ausfällt, als die Steigerung der ersten 10 Monate, dann muss das Weihnachtsgeschäft eher katastrophal ausfallen.

    Nun noch ein Wort zu den Bücherspenden:
    Die drei Freiexemplare, die der Autor Freimut Kahrs zugesagt hat, sind seit gestern vergeben, und von den 27,10 Euro die noch als freie Spende verfügbar waren,
    sind auch nur noch 2,20 Euro übrig.

    Die bleiben vorläufig im Topf - vielleicht kommt ja wieder was dazu.
     
    Dazu hab' ich auch noch eine Idee, doch die muss erst noch vorbereitet werden.
    Kommen Sie am späteren Nachmittag einfach noch mal hier vorbei, dann könnte es schon soweit sein.
     
    Ja, und nun ist es soweit:
     
    Seit 2002 erhalten die Autorinnen und Autoren des EWK-Verlags jedes Jahr das Jahrbuch "Skizzen und Notizen". Heuer wäre das fast ausgefallen, weil die Druckerei mir erklärt hatte, bis nach Weihnachten "völlig zu" zu sein.
    Doch heute erhielt ich einen Anruf: Das Jahrbuch geht noch - Ablieferschluss ist der 9. Dezember.
     
    Ich hab' mir dann gedacht, eigentlich könnte ich dieses besondere Notizbuch auch den Besuchern dieser Seite anbieten. Es enthält alle Jahre so um die 25-30 Seiten Text - und dazu rund 150 Seiten,die bis auf die Seitennummerierung leer sind. Frei, für Skizzen und Notizen, die eben nicht in den Kalender gehören.
     
    Und wenn ich dieses Buch anbiete (über den Buchhandel und Amazon wird es nicht verkauft), dann könnte ich damit eine Spendenaktion für den Bücherfonds verbinden.
    Sie bekommen das Buch, auf das ich auf der Rückseite persönlich und von Hand - mit einem silberfarbigen Filzschreiber - im oberen freien Bereich Ihren Namen eintrage, als Ihr ganz persönliches Exemplar - und Sie spenden damit zugleich
    2 Euro, damit Menschen, denen es materiell schlechter geht, sich auch wieder einmal einen Buchwunsch erfüllen können.
     
    Wie das diesjährige Jahrbuch aussehen wird, weiß ich schon. Hier die Vorder- und die Rückseite:
     
     
     
    Was auf den ersten Seiten an Text gedruckt wird, das ist noch offen. Was das betrifft, kaufen Sie praktisch die Katze im Sack ...
     
    Bestellen können Sie ab sofort - allerdings nur bis zum Donenrstag, 7. Dezember.
    Denn am 8. werde ich den Druckauftrag erteilen - und dann steht die Auflage für dieses Jahr fest.
     
    Hier ist der Link zum Shop: Jahrbuch "Skizzen und Notizen 2014"

     

    28. November 2013

    12.00 Uhr Das Drohnenproblem

    Der heutige Paukenschlag beschäftigt sich mit einer Entwicklung, die unser künftiger Verteidigungsminister ebenso vorantreiben wird, wie der bisherige, wie auch immer der künftige heißen mag.

    Es geht um eine Mordwaffe, an deren Einsatz wir uns längst gewöhnt haben, weil wir zu weit weg sind, von den Orten, an denen sie Tod und Verderben bringt.

    Der Einsatz von Giftgas ist international geächtet. Streumunition und Landminen sind von vielen Staaten ebenfalls geächtet, obwohl sie in den Arsenalen hochgerüsteter Nationen nicht fehlen und von diesen als unabdingbar für eine effiziente Kriegsführung angesehen werden.

    Die Drohne, als das Mittel der Wahl im sogenannten "asymmetrischen Krieg", der in aller Regel kein Krieg ist, sondern eine völkerrechtlich zumindest fragwürdige Form der Gewaltanwendung von Staaten auf fremdem Territorium, muss ebenfalls wieder von dieser Welt verschwinden, wenn es in zwanzig Jahren auf diesem Planeten überhaupt noch ein menschenwürdiges Leben in Freiheit geben soll.


    08.20 Uhr Rückblick auf die Freiheit

    Heute vor fünf Jahren ist das Buch "Lebenslüge Freiheit" von Freimut Kahrs erstmals erschienen. Seinerzeit habe ich die Bücher des EWK-Verlags noch selbst gedruckt und gebunden - das hat sich inzwischen geändert.

    Freimut Kahrs fragt nun, was hat sich in diesen fünf Jahren noch verändert - und er meint dabei natürlich die wirklich wichtigen Dinge und Umstände. Außerdem würde er gerne von Ihnen wissen, was sich in den nächsten Jahren ganz konkret verändern sollte.

    Haben Sie Lust, sich an diesem "Ideenwettbewerb" zu beteiligen?
    Dann schreiben Sie ihm Ihre Gedanken: Mail an Freimut Kahrs

    Das ist aber noch nicht alles:

    Aus Anlass des fünften Geburtstages seines Buches verschenkt der Autor drei Exemplare an interessierte Leser.

    Nachtrag: Die drei Bücher haben im Laufe des Vormittags ihre Abnehmer gefunden und gehen morgen in die Post.

    Aber: Die 27,10 Euro von P.W. sind noch nicht angeknabbert ....



    Wer also mehr über "Die ungeschriebenen Regeln einer liberalen Gesellschaft" erfahren möchte, kann vom Verlag eines dieser drei Exemplar kostenlos erhalten.

    Auch hier gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

    Bitte richten Sie Ihren Wunsch an folgende Adresse:
    gf@ewk-verlag.de

    Herr Kahrs würde sich übrigens sehr freuen, von Ihnen nach der Lektüre ein Feedback zu erhalten.


    (mehr über das Buch? Abbildung anklicken!)

     

    Und außerdem gibt es da immer noch 27 Euro und 10 Cent,
    die als Buchspende

    für Menschen gedacht sind, die gerne ein Buch aus dem EWK-Verlag lesen würden, es sich aber aufgrund ihrer materiellen Verhältnisse nicht leisten können. Bitte verwenden Sie für Ihren Buchwunsch ebenfalls diese Adresse:gf@ewk-verlag.de

    Gestern habe ich die Geschichte dieser Spende in einem Extra-Newsletter veröffentlicht. Sollten Sie den nicht erhalten haben, können Sie diese höchst erfreuliche Geschichte hier noch einmal nachlesen.

     

     


    27. November 2013

    14.00 Uhr GfK im alljährlichen Kauflaunenjubelschreikrampf 

    Man könnte fast den Kalender danach stellen. Alle Jahre wieder beglückt die Gesellschaft für Konsumforschung des deutsche Volk mit Superlativen in Bezug auf die vorweihnachtliche Kauflaune der Konsumenten. Heuer lautet der Slogan:

    Konsumklima steigt vor Weihnachten auf Sechs-Jahrs-Hoch.

    Was davon dann tatsächlich eingetreten ist, dokumentiert das Statistische Bundesamt jeweils einige Wochen nach dem Fest. In den letzten Jahren blieben die Einzelhandelsumsätze im Weihnachtsgeschäft jeweils deutlich hinter den Erwartungen zurück.

    Das hat mich vor ein paar Tagen animiert, ein kleines Kaufrauschgedicht zu schreiben. Es soll nicht davon abhalten, liebe Menschen zu beschenken, doch es soll - wenn auch nur zwischen den Zeilen - daran erinnern, dass es im Dezember nicht darauf ankommt, möglichst viel Geld auszugeben, sondern darauf, möglichst viel Liebe zu schenken.

    27. November 2013 (Update)

    Gestern Mittag war es noch eine böse Vorahnung, seit heute Früh, 4.52 Uhr,
    wird zusammengeschlossen.

    04.52 Uhr Weitgehende Übereinstimmung festgestellt:

    Der Albtraum wird wahr:

    ANGELA und SIGMAR verschmelzen zur neuen GERMANIA.

    Übrig bleiben nur vier Buchstaben.
    Nämlich A, L, S und G.

    Aus denen kann man das Wort "GLAS" bilden, das manche auf die neue große Germania heben werden.

    Man kann jedoch auch die Frage aufwerfen: "Woran LAG'S", dass das "ALG" ebensowenig in den Verschmelzungsvertrag eingegangen ist, wie das Sozial-"S" der SPD?

    Horst Seehofer könnte in diesen vier Buchstaben die Abkürzung für:
    "Angela Lässt Seehofer Gewähren ..." finden.

    Fällt Ihnen dazu noch was ein? Wie z.B. "Senioren Gehen Leer Aus", dann senden Sie Ihre Deutung an diese Mailadresse:
     ewk@egon-w-kreutzer.de

    Die schönsten Ergebnisse werden hier veröffentlicht.

    Und das sind Ihre Ideen:

    Alle Lemminge Stürmen Geradeaus

    Ablehnen, Liebe Sozialdemokratische Genossen!

    Alles Lüge! Seid Gewarnt!

    Sigmar Gabriel Liebt Angela

    Genossen Singen Alte Lieder

    Arbeitslose Gehören Lange Sanktioniert

    Sozen Labern Alle Gleich

    Grundsätze? Lasst Alle Sausen!

    Ganz Schwache, Lausige Argumente

    Leichtfertige, Amateurhafte Selbstbeweihräucherungs-Gemeinschaft

    GeldAdel Lacht Schallend!

    GurkenAnwärter Sehen Land!

    LangAtmiges GeSchwätz

    Laientruppe Am Großen Selbstbedienungstopf

     

    hier noch ein weiterführender Link
    auf eine mir bis dahin unbekannte Seite:

     http://kamelopedia.mormo.org/index.php/Glas



    26. November 2013

    10.00 Uhr Verspäteter Aprilscherz: Besatzer drohen mit Abzug ... 

    Sollte Hamid Karsai nicht flugs die Vereinbarung über die Fortsetzung der Besetzung Afghanistans durch US- und Natotruppen unterzeichnen, drohen die USA Karsai damit, ihre Truppen schon 2014 vollständig aus Afghanistan abzuziehen.

    Geht es noch absurder?

    Hamid Karsai hat erklärt, die Unterschrift unter ein solch bedeutungsvolles "Sicherheitsabkommen" wolle er, der scheidende Präsident nicht mehr leisten, das erachte er als die Aufgabe seines Nachfolgers, der am 5. April 2014 gewählt werden wird.

    Oft genug wurde Karsai als Marionette der USA angesehen, nun verweigert er die Unterschrift unter einen Vertrag, der den Amerikanern für lange Jahre das Recht gäbe, zehntausende Soldaten dort zu stationieren, die weiterhin von der afghanischen Justiz nicht belangt werden dürfen, obwohl, oder gerade weil, sie auch weiterhin gegen die Zivilbevölkerung vorgehen dürfen.

    Wenn die USA dies alles wollen, und wenn sie schnell noch die Unterschrift Karsais haben wollen, bevor sie vielleicht sein Nachfolger verweigert, warum drohen sie dann ausgerechnet mit dem Abzug ihrer Truppen, wenn ihnen deren Anwesenheit dort so wichtig ist?

    Es ist ein durchsichtiges Manöver. Karsai soll fürchten, ohne die Besatzungsmacht, der er sicherlich oft und weit entgegengekommen ist, sei sein Leben keinen Tag lang mehr sicher.

    Und nun steht er vor der Scheinalternative: Entweder selber tot und Afganistan frei, oder bis in den April im Amt, danach im Ruhestand, und Afghanistan für unabsehbare Zeit von fremden Truppen besetzt.

    Scheinalternative, weil die Drohung mit dem Abzug absolut unglaubwürdig ist. Die USA werden ihren wichtigen Brückenkopf Afghanistan nicht aufgeben. Karsai soll ihnen nur den Gefallen tun, sie nicht länger als Besatzer dastehen zu lassen, sondern als Truppen befreundeter Mächte, die nichts anderes beabsichtigen, als die Sicherheit Afghanistans zu gewährleisten.

    Das hat Hamid Karsai offenbar nicht vor.

    Deutsche Bundeskanzler haben sich sehr viel vorsichtiger verhalten. Sie alle haben mehr oder minder geheime Verträge mit den USA unterzeichnet und verlängert, um die Souveränität Deutschlands in dem Maße freiwillig so weit einzuschränken, wie es die USA wünschten, ohne dass diese in den Augen der Welt und der deutschen Bevölkerung noch als Besatzer dastehen müssten.

    Wer sich letztlich klüger verhalten haben wird, ist heute noch nicht abzusehen.
    Ziemlich sicher ist, dass Karsais Aufbegehren die Situation Afghanistans im Verhältnis zu den USA nicht verändern wird. Trotz Abzugsdrohung.


    25. November 2013

    09.30 Uhr Euro-Krise geht in die nächste Runde


    (Illustration aus "Das Euro-Schlachtfest")

    Super-Mario, Mario Draghi, sieht sich mit der Forderung der europäischen Südstaaten konfrontiert, eine Politik des "quantitativ easing" zu betreiben, also faktisch alle noch vorhandenen Restbestände an Skrupeln über Bord zu werfen und tatsächlich zum bedingungs- und hemmungslosen Gelddrucken überzugehen, wie es von Japan und den USA bereits seit langem vorexerziert wird.

    Die einzigen Ergebnisse, die es beim kriselnden Dollar und beim kriselnden Yen infolge der Politik des lockeren Geldes zu beobachten gibt, sind jedoch fatal: Je mehr Geld gestern "gedruckt" wurde, desto mehr Geld muss heute und morgen in den Markt geworfen werden, um den Staat und die Wirtschaft am Leben zu erhalten.

    Dabei verhalten sich alle genau so, wie es das Benutzerhandbuch vorschreibt. Dass der Fehler in der komplexen Maschinerie selbst steckt, die zu bedienen sie angetreten sind, liegt dabei vollkommen außerhalb ihres Erkenntnishorizonts.

    Wer alte Schulden mit neuen Schulden tilgt und glaubt, auf diese Weise "irgendwann" schuldenfrei werden zu können, irrt. Nicht alles, was alle machen, ist nur deshalb schon richtig, weil man darauf setzt, am Ende als Versager nicht alleine dazustehen, sondern sich in guter, wenn nicht gar bester Gesellschaft zu befinden.

    Was wir erleben, ist der Versuch, die fünfundzwanzigste Raufaserschicht, die anders einfach nicht mehr halten will, mit der Dampfwalze an die schimmelfeuchte Wand zu tapezieren. Lieber nimmt man mit diesem Gewaltakt den Einsturz des ganzen Hauses in Kauf, als den Dingen auf den Grund zu gehen, die Schichten von Irrtümern, die sich angesammelt haben, nach und nach abzukratzen und dann das einzige zu tun, was wirklich Abhilfe schaffen kann, nämlich das marode Mauerwerk zu sanieren.

     

    "Das Euro-Schlachtfest" erklärt die Ursachen und Zielsetzungen der "Krise",
    "Falschgeld" weist nach, dass wir es zugelassen haben, uns vom alchemistischen
    "Nichts" der Banker beherrschen zu lassen.



    24. November 2013

    Julies Bild vom Sonntag

    Wolfgangs Bild vom Sonntag 


    23. November 2013

    14.30 Uhr Literaturpreis für Uwe Brosch 

    gestern Abend,
    also am 22. November 2013,

    erhielt der Lyriker, Liedermacher und "Lütten"-Buchautor Uwe Brosch

    im Rahmen der feierlichen Verleihung des
    Kempener-Literaturpreises den ersten Preis
    in der Kategorie Lyrik für sein Gedicht


    "geschichtliches".



    Wir gratulieren unserem Autor ganz herzlich zu dieser Würdigung und wünschen ihm auch weiterhin viel Erfolg!


     

    Wir haben in den letzten Jahren gemeinsam mit Uwe Brosch drei Buchprojekte realisiert.

    Zwei Bücher für die "Lütten", nämlich

    "Bodo der Buddelschiffpirat" und
    "SOS - Buddelschiffkobolde über Bord"

    Sowie das mit Aquarellen von Marion Maas illustierte Lyrikbändchen
    "Lass Dir den Himmel nicht entsternen".





    ... und natürlich sind alle drei Bücher unseres Literaturpreisträgers lieferbar.

    Mit besten Grüßen

    Egon W. Kreutzer
    (Verleger)


    22. November 2013

    11.00 Uhr Griecht, Griechen, griecht ...

    Es klingt nach dem alten Kinderlied:

    "Maikäfer flieg!" und
    "Griechenland ist abgebrannt".

    Die Troika ist abgezogen, Samaras spricht direkt mit Mutti in Berlin, die Schulden des Landes sind schon wieder um rund 20 Milliarden gestiegen und weil die Troika die nächste - dringend benötigte - Hilfs-Milliarde noch nicht herausrücken will, griecht Samaras direkt an die europäische Milliardenquelle, als wär's Canossa und Merkel die Päpstin.

    Nun ja. Der Euro wird schon wieder irgendwie auch über diese Klippe gerettet werden. Dem Erfindungsreichtum der Eurohütungseliten sind ja, wie wir in der Vergangenheit erlebt haben, keine Grenzen gesetzt.

    Vielleicht will Griechenland ja dem Freistaat Bayern beitreten, um als so eine Art Sonderwirtschaftszone unter dem Protektorat Seehofers jenen Aufschwung zu schaffen, der dem Staat der Hellenen - wie schon vor 180 Jahren - alleine nicht gelingen will. Dazu braucht es natürlich das Einverständnis Merkels - Seehofer würde garantiert sofort zuschlagen.

    Nur zur Erinnerung:

    Der erste König der Neuzeit, der die Griechen nach ihrer Befreiung vom Osmanischen Reich regierte, war der bayerische Otto. Noch minderjährig zwar, doch von bayerischen Experten begleitet, die sich im griechischen Chaos erfolgreich durchsetzten und Griechenland in jeder Hinsicht auf Vordermann brachten. "Auferstanden aus Ruinen", hätten die Griechen schon 10 Jahre nach dem Beginn der Regentschaft Ottos - auf griechisch, selbstverständlich - zur Nationalhymne machen können.

    Die Zustände sind vergleichbar. Warum also nicht?

    Mia san mia ...


    21. November 2013

    11.15 Uhr Dee Mo; Kraa Tieh!

    Verwirrt? Nein, ich habe nur versucht, die Wiedererkennbarkeit von Demokratie im Deutschland des Jahres 2013 durch diese besondere Schreibweise zu visualisieren.

    Es ist der Titel meines jüngsten Paukenschlages, in dem ich mit einiger Bitternis ein Klagelied anstimme, in dem dann schon auch mal der Begriff "Demokradingsdatur" vorkommt.

    Das alles mündet in die Hoffnung, die SPD-Basis sei nach 150 Jahren Demokratie-Erfahrung noch stark genug, uns vor einem faktisch oppositionsfreien Parlament zu bewahren.

    Doch lesen Sie selbst:

     

      


    20. November 2013

    13.30 Uhr Die Misere der "Gesundheitswirtschaft"

    Die Hälfte aller deutschen Kliniken steckt in den roten Zahlen, lautet eine aktuelle Meldung. Nun streiten sich die "Experten" wieder darum, wie die Finanzierung der Krankenhäuser so verändert werden könnte, dass keine Verluste mehr aufscheinen.

    Es gab eine Zeit, da zählten Krankenhäuser zunächst einmal zu den Einrichtungen der Grundversorgung. Träger waren die Gemeinden, die Landkreise und die Länder.
    Einige wenige Privatkliniken, zumeist mit sehr speziellen Angeboten, ergänzten die Palette, ohne dabei störend zu wirken.

    Heute ist ein Großteil der Krankenhäuser und Kliniken privatisiert, dient also nicht mehr dem Gemeinwohl, sondern den Gewinninteressen der Investoren. Dort hat jenes üble Spiel der Kostensenkung - vor allem im medizinischen und im Pflegebereich begonnen, an dem sich dann auch die verbliebenen öffentlichen Kliniken zu messen hatten.

    Im Ergebnis gibt es heute kaum noch ein Krankenhaus, das nicht zumindest teilprivatisiert ist. Was heißt, dass auch bei den noch im Besitz der öffentlichen Hand befindlichen Kliniken bestimmte Teile des Gesamtkomplexes "Krankenhaus", wie z.B. Reinigung, Verpflegung, Facility-Managment und mehr, in eigenständige GmbHs ausgelagert wurden, auch um Tarifbindungen zu umgehen und um "die Schuld" an sich verschlechternden Bedingungen für die Patienten auf einen quasi externen Dienstleister abwälzen zu können.

    Mit dem Einzug solcherart betriebswirtschaftlichen Denkens auch in die öffentlichen Krankenhäuser schlich sich auch dort die Tendenz ein, Investitionen aufzuschieben oder abzulehnen, Stationen eher zu schließen als auszubauen und manche Häuser auch ganz aufzugeben.

    So wurde ganz allmählich ein vergleichbarer Zustand geschaffen, wie wir ihn auch von der Verstaatlichung der Telekommunikation oder von der Bahn her kennen.

    Wo es sich nicht lohnt, ist weder ein Breitbandanschluss zu haben, noch findet sich ein Bahnhof, an dem die Züge auch noch halten.

    Aus einer Mischkalkulation, in der die Kosten der Krankenhausversorgung aller Patienten schlicht über die Bettenbelegung an die Krankenkassen weitergereicht wurden, wuchs die (nur) im Einzelfall kostensparende "Fallpauschale" heran.

    Die Fallpauschale zwingt die Kliniken jedoch zur höchstmöglichen Auslastung ihrer Kapazitäten.

    Die privatisierten Krankenhäuser haben sich vielerorts darauf spezialisiert, besonders rentable "Fälle" zu behandeln und halten Ärzte, Gerät und Betten für weniger rentable Fälle gar nicht erst vor. Denen gelingt es dann aber doch auch noch, ihre Gewinne in Tochterunternehmen zu verschieben, so dass auch sie in das Jammern um die Unterfinanzierung mit einstimmen können.

    Kliniken, die es nicht schaffen, ihren Patientenzustrom nach betriebswirtschaftlichen Kriterien zu steuern, aber gehalten sind, die gewünschte, breite Palette ärztlicher Leistungen anzubieten, können ihre Kapazitäten gar nicht durchgängig auslasten und werden durch die Fallpauschalen krass benachteiligt.

    So werden, angeblich zum Nutzen der Patienten, die Behandlungsmöglichkeiten in den verbliebenen Krankenhäusern auf dem flachen Land immer weiter eingeschränkt während als Ersatz zentrale Schwerpunktkrankenhäuser entstehen, die zwanzig, fünfzig oder hundert Kilometer vom Wohnort des Patienten entfernt sind.

    Unbestritten stehen dort mehr Spezialisten zur Verfügung, unbestritten sammeln die Ärzte dort mehr Erfahrung - doch der Patient wird dabei zur Nummer, zum Fall, zum "Wareneingang". Und das, was ihn trösten und aufrichten könnte, nämlich der Besuch von Freunden und Familie, wird auf ein Minimum reduziert.

    Nun wird die Behandlung in diesen Zentren aber auch nicht billiger. All' die teuren Gerätschaften, mit denen heute Diagnostik betrieben, operiert und therapiert wird, werden auch eingesetzt. Sicher nicht immer aus medizinischer Notwendigkeit, sondern eben auch um eine Leistung abrechnen zu können. Viele CT und MRT-Ergebnisse sind schlicht überflüssig, hätten durch Röntgen oder Ultraschall-Untersuchungen ebenso, wenn nicht aussagekräftiger gewonnen werden können, und werden ggfs. von den behandelnden Ärzten auch gar nicht gewürdigt.

    Wenn öffentliche Kliniken keine Verluste mehr schreiben sollen, dann soll man zurückkehren zu der Auffassung, es handele sich um Einrichtungen der Grundversorgung, die von den Kommunen, den Landkreisen und Ländern aus Steuermitteln eingerichtet werden, die jährlich ein aus einer Bedarfsanalyse abgeleitetes Budget für Personal und Sachmittel erhalten und damit arbeiten.

    Was die Krankenkassen für die Behandlungen erstatten, kommt direkt wieder dem Haushalt des öffentlichen Trägers zugute - und was nicht, das ist der Zuschuss aus Steuermitteln, der für diese Infrastruktur-Einrichtung einfach erforderlich ist.

    Krankenhäuser sollten untereinander ebensowenig wie die Krankenkassen in einen unsinnigen Wettbewerb um die höchsten Gewinne eintreten. Das Ergebnis sind nämlich -heute schon absehbar - Monopolisten oder Oligopole, die am Ende der erzwungenen "Auslese" übrig bleiben und dann für Leistungen minderer Qualität jeden Preis fordern können.


    Sigrid Herwig schreibt in Ihrem Buch

    "Was uns fehlt - krankmachender Mangel"

    die folgenden bedenkenswerten Sätze:

    "Ein neuer Bachelor Studiengang ist entstanden. Er widmet sich der Gesundheit und trägt den Namen 'Gesundheitsinformatik'. Als umfassender Zweck wird die Modernisierung der Gesundheitswirtschaft genannt. Gesundheit gleich Wirtschaft? Können wir Gesundheit erwirtschaften? (...) Sollte uns unsere Gesundheit nicht mehr wert sein, als sie sorglos Geschäftemachern zu überlassen?"

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    18. November 2013

    09.45 Uhr Deutliche sozialdemokratische Handschrift

    Es scheint so, als habe die SPD ihren ersten fundamentalen Sieg aus den Koalitionsverhandlungen nachhause getragen. In den Aufsichtsräten deutscher börsennotierter und voll mitbestimmungspflichtiger Aktiengesellschaften sollen in Aufsichtsräten, die ab 2016 neu besetzt werden, mindestens 30% Frauen, aber auch mindestens 30% Männer vertreten sein.

    Welche soziale Großtat!

    Dem Kapital in die Suppe zu spucken, den Anteilseignern vorschreiben zu können, dass unter den Kontrolleuren des Vorstands schon in wenigen Jahren ein knappes Drittel Frauen vertreten sein müssen.

    Das wird die Republik verändern wie kein je zuvor beschlossenes Gesetz. Die Frauen in den Aufsichtsräten werden bei den Vorständen nachhaken, wie es denn um die Gleichberechtigung von Mann und Frau in den Unternehmen bestellt ist, sie werden die Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit gegenüber den Vorständen massiv vertreten - und wenn es erst einmal in den großen Aktiengesellschaften so sein wird, dass Männer und Frauen für die gleiche Arbeit auch den gleichen Lohn erhalten, dann wird das ganz schnell auch für Leiharbeiter und Werkvertragssubunternehmer gelten, und wer wird da noch einen Arbeitsplatz da annehmen, wo es noch keine Frauenquote in den Aufsichtsräten gibt? Richtig: Niemand.

    Alle werden vor den Fabriktoren der Aufsichtsratsfrauenquotenaktiengesellschaften stehen - und Einlass finden, während sich die übrige Wirtschaft, vor allem der deutsche Mittelstand, in gewohnter Flexibilität auf die veränderte Situation einstellt und ebenfalls die Gleichberechtigung von Mann und Frau zum höchsten, wenn nicht gar allerhöchsten Unternehmensziel erheben wird, um des schieren Überlebens willen.

    Damit erübrigt sich ja auch das weitere Feilschen um einen wie auch immer gearteten Mindestlohn, denn wenn Frauen erst einmal so viel verdienen wie die Männer, dann ist das Problem auf eine vernachlässigbare Größe geschrumpft.

    Ebenso kann auf weitere Debatten um Mütter- oder Väterrenten verzichtet werden, wo es einen flächendeckenden Mindestlohn per Frauenquote gibt, gibt es auch keine Altersarmut mehr, weil es keine Minirenten mehr geben wird.

    Selbst die volle Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare wird sich mit der Frauenquote von selbst ergeben. Das ist absolut sicher, auch wenn die Details noch festgelegt werden müssen.

    Klar ist auch, dass viele der betroffenen Unternehmen ihre Aufsichtsrätinnen nicht unter deutschen Frauen rekrutieren werden, weil die Aufsichtsräte ja schließlich das Organ der Anteilseigner sind, die ja auch nicht unbedingt mit erstem Wohnsitz in Deutschland gemeldet sind. Von daher wird mit der schon aus wirtschaftlichen Gründen unumgänglichen doppelten Staatsbürgerschaft für ausländische Aufsichtsrätinnen deutscher, voll mitbestimmungspflichtiger, börsennotierter Aktiengesellschaften auch der erste Schritt zur sozialdemokratischen Doppelpassforderung getan, dem unvermeidlich alle weiteren folgen werden.

    Womit sich auch das Seehofer-Mautproblem in Wohlgefallen auflöst. Wenn jeder Ausländer beim Grenzübertritt automatisch zu seinen bisher schon angehäuften Staatsbürgerschaften auch noch die deutsche dazubekommt, dann müssten Maut nur noch diejenigen Ausländer zahlen, die sich aus unverständlichen Prinzipien heraus strikt weigern, als Bürger dieser Schildbürgernation zum Gespött ihrer Nachbarn zu werden.

    Also Gabriel, Nahles, los, unterschreibt. Ihr habt gewonnen. Auf der ganzen Linie.

     

     


    17. November 2013

    Julies Bild vom Sonntag

    Wolfgangs Bild vom Sonntag 


     

    16. November 2013

    11.05 Uhr Datenschutz? Wo kämen wir denn da hin?

    Was machbar ist, muss gemacht werden. Wer nicht schnell und umfassend genug spioniert und auswertet, verliert Marktanteile, muss zusehen, wie seine Aktie auf Sinkflug geht und die zahlende Kundschaft sich ihre Informationen anderswo beschafft.

    So hätte die FAZ ihren heute im Feuilleton versteckten Artikel über den drohenden Niedergang von Facebook überschreiben können, hätte man in deren Redaktionsstuben überhaupt noch die geringste Vorstellung von so offenbar antiquierten Vorstellungen wie "Datenschutz" oder "informationelle Selbstbestimmung".

    Doch was tut die FAZ? Sie wirft Marc Zuckerberg vor, die Entwicklung verschlafen zu haben, den anderen Datengrapschern hoffnungslos hinterher zu hinken und vermerkt hämisch, an Facebook würde wohl bald zu erkennen sein, "auf welch virtuellen Fundamenten der digitale Kapitalismus tatsächlich steht".

    Daneben wird ohne jeden Hauch von kritischer oder gar warnender Betrachtung "die Cloud" in Verbindung mit der totalen Smartphone-Ausspähung als der künftige Ort der Seligen gelobt.

    Natürlich nicht aus Sicht der Nutzer, die ihre Daten dort arglos abliefern, sondern aus Sicht der Profiteure, die mit immer ausgeklügelteren Analyseprogrammen den Heuhaufen "BIG DATA" durchforsten, mit dem Ziel, baldmöglichst ALLES über JEDEN zu wissen.

    Der NSA-Skandal und Muttis Handy sind nur die Symptome im Vordergrund, so wie die gelbliche Haut eines Leberkranken. Die fast schon hilflos zu nennenden Versuche, sich auf internationale Datenschutzvereinbarungen zu einigen, gleichen dabei dem Versuch, ein gesundes Rouge mit Make-up auf die Wangen zu zaubern.

    Wie es im verrottenden Inneren unserer Gesellschaft im "digitalen Kapitalismus" tatsächlich aussieht, das veröffentlicht man bei der FAZ heutzutage im Feuilleton ...

    Von daher sollten wir in großer Gelassenheit sämtliche Datenschutzbeauftragten in Wirtschaft und Öffentlichem Dienst in den Ruhestand schicken. Sie stören ja nicht einmal mehr.


    15. November 2013

    09.10 Uhr Peter Hartz stellt sich als Opfer dar

    Als Herr Hartz vor 11 Jahren im Französichen Dom in Berlin die Inhalte seiner Module präsentierte, war er prall voll von der Überzeugung, ein Meisterwerk vorzustellen, das die immer noch nicht erfolgte Lösung einfacherer Probleme, wie die Quadratur des Kreises oder die Konstruktion des Perpetuum mobile bei weitem in den Schatten stellt.

    Die versprochene Halbierung der Arbeitslosenzahlen ist nicht eingetreten, dafür haben wir nun den von Ex-Kanzler Schröder immer noch hochgelobten "besten Niedriglohnsektor" aller Zeiten in Deutschland.

    Peter Hartz hingegen grämt sich, weil die Gesetze, die seinen Vorschlägen folgten, nun "Hartz-Gesetze" heißen und das elendige Arbeitslosengeld II den Namen "Hartz-IV" trägt.

    "Hätte ich Leutheusser-Schnarrenberger geheißen, wäre das nicht passiert", spöttelt er heute.

    Hätte er Leutheusser-Schnarrenberger geheißen, wäre er wohl auch nicht wegen der Lustreisen seiner Betriebsräte verurteilt worden.

    Er meint ja auch nur, dass es niemals "Leutheusser-Schnarrenberger-IV" geheißen hätte, sein kurzer Name habe ihm die zweifelhafte Ehre eingebrockt, für lange Zeit als der Zerstörer der deutschen Sozialsysteme und des gesellschaftlichen Konsens im Gedächtnis der Menschen zu bleiben.

    Nun irrt er offenbar orientierungslos in den Arbeitslosenstatistiken herum und erzählt doch tatsächlich, seine "Reformen" hätten dazu beigetragen, dass es jetzt in Deutschland so wenige Arbeitslose "wie selten" gäbe.

    Und das wird auch noch kommentarlos abgedruckt.

    Hartz hatte versprochen, die Arbeitslosigkeit innerhalb von 3 Jahren von 4 auf 2 Millionen zu halbieren, und trotz aller hochwirksamen Veränderung der statistischen Erfassung der Arbeitslosigkeit haben wir auch 11 Jahre nach der "Offenbarung" im Französschen Dom immer noch diese rund 4 Millionen Gezählten, und eine große Zahl nicht Gezählter obendrein.

    Sagt ihm das niemand?

    Zudem meint Peter Hartz, er hätte nicht absehen können, wohin das alles führt, er wollte niemals Langzeitarbeitslose, die hätten alle schnell vermittelt werden sollen, was dann aber nicht umgesetzt wurde.

    So strickt man Legenden, lieber Herr Hartz, nur der Wahrheit kommt das nicht nahe.

    So naiv kann ein ehemaliger VW-Personalvorstand gar nicht sein, dass er nicht genau wusste, was er anrichten würde. Das habe ja sogar ich -aus der Ferne und nur aus den offiziellen Verlautbarungen - herauslesen können, welche Sauerei da als "Reform" auf den Tisch der Republik gelegt und von den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft mit großem Applaus begrüßt wurde.

    Hier, zum Nachlesen:

    Und nun hat der Mann, dessen Treiben für alle Welt erkennbar nur ein Ziel hatte, nämlich die (Export-) Wirtschaft von den Kosten der Sozialsysteme so weit irgend möglich zu befreien und zugleich das Lohnniveau in Deutschland drastisch abzusenken, die Chuzpe, zu behaupten, er hätte das so nicht vorausgesehen?
     
    Lächerlich!


    14. November 2013

    13.00 Uhr Gewissheit geht anders
    (eine sehr ausschweifende Anmerkung zum SPD-Parteitag)

    Wir Menschen sind nun mal so gestrickt, dass wir die Gewissheit der Ungewissheit vorziehen. Ungewissheit macht nervös, die kleinen grauen Zellen malen sich ein Szenario nach dem anderen aus, die meisten schrecklich und gefürchtet, wenige schön, doch scheinen gerade diese unerreichbar, während uns das Eintreffen der
    schrecklichen am wahrscheinlichsten erscheint.

    Mir kommt es so vor, als hätten raffinierte Beratergehirne genau dieses Prinzip
    für sich entdeckt und - für teuer Geld - ihren Klienten daraus Nutzanwendungen
    gestrickt, deren Kernaussage lautet:

    "Nach einer hinreichend langen Phase der Ungewissheit
    ist die Zielgruppe für jede Art von Gewissheit dankbar,
    selbst wenn es die Gewissheit der schlimmstmöglichen Entwicklung ist."

    PaD 47 /2013 Gewissheit geht anders

       
       
      Damit Ihnen bei der Geschenkeauswahl für Weihnachten die Ungewissheit, auch das Richtige zu finden, nicht den Schlaf raubt, stellen wir Ihnen einen kleinen Helfer zur Seite.
      Er ist strikt instruiert, nichts vorzuschlagen, was hauptsächlich Ihr eigenes Interesse trifft - nämlich Bücher um Wirtschaft, Geld und Politik. Die können Sie sich schließlich selber schenken ...
       
      Also, aktivieren Sie Ihren kleinen Weihnachtshelfer, danach brauchen Sie nur noch drei Klicks bis zur individuellen Geschenkbuchempfehlung.
       

       


     


    13. November 2013

    09.00 Uhr Billiglohnland Germany

    Die Kritik an der deutschen Wirtschaft, der deutschen Wirtschaftspolitik und an der deutschen Rolle im Euro hört nicht auf. Zu Recht, wie ich meine.

    Nun hat sich wieder ein renommierter Wirtschaftswissenschaftler zu Wort gemeldet. Der Amerikaner Adam Posen ärgert sich darüber, dass die Beschäftigten in Deutschland nicht ihre Produktivität entsprechend entlohnt werden und dass Deutschland als Staat viel zu wenig investiert, ja nicht einmal mehr repariert und instandhält, was nach und nach verrottet. So habe sich Deutschland zum Billiglohnland gemausert und profitiert im Export noch davon, dass die Krisenländer im Euro-Raum die Währungsparitäten verfälschen.

    Das kommt insgesamt ziemlich genau auf das 'raus, was ich seit den ersten Gerüchten über die Agenda 2010 und die Hartz-Gesetze erst als Prognose und später als Resultat beschrieben habe.

    Leider helfen uns deutschen Normalbürgern aber weder kritische Stimmen aus dem Ausland noch die Klagen und Anklagen der Betroffenen. Wirtschaft und Regierung haben das Ziel der deutschen Dominanz in Europa (mindestens in Europa) auf ihre Fahnen geschrieben und halten dabei zusammen wie Pech und Schwefel, um ihren Wirtschafts- und Währungskrieg auf dem Rücken der Bevölkerung fortzusetzen.

    Posens Vorschläge, Deutschland solle seine Transferzahlungen an die Euro-Südländer steigern und seine Blockade gegen eine expansivere Geldpolitik aufgeben, stellen allerdings eine zu stark amerikanische Sicht der Dinge dar.

    Europa ist nun mal kein "Staat", sondern nur ein sonderbares Zwitterwesen aus einer Freihandelszone mit einer machtgierigen Zentralbürokratie und zwei Dutzend unterschiedlichster Einzelstaaten mit ihren Partikularinteressen, innerhalb dessen Deutschland - und vor allem die deutsche Bevölkerung - keinerlei Interesse an noch ausufernderen (= weiter ausufernden) Transferleistungen an die Krisenstaaten haben kann.

    Und dass Deutschland sich der Politik des lockeren Geldes entgegenstellte, kann ich auch nicht nicht erkennen. Verbale Äußerungen in diese Richtung gibt es immer wieder, doch die Realität sieht ganz anders aus. Draghi sorgt für Liquidität - und niemand kann ihn mehr daran hindern.

    Dazu passt - wieder einmal - der alte Aufsatz über die Gewinner und Verlierer des Internationalen Wettbewerbs:

     


    12. November 2013

    10.30 Uhr Gutmenschen werden mitleidig belächelt,

    wenn sie ihre Ideen zur Weltverbesserung vortragen. Die "Schlechtmenschen"
    arbeiten heimlich an der Weltverschlechterung und lassen sich noch dafür feiern.

    Im Verlauf der NSA-Affäre wurden europäische Stimmen hörbar, die forderten, die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen mit den USA auf Eis zu legen. Denkt man sich ja noch nichts Böses dabei. Ein freierer Handel, so sagt man uns, würde viele Arbeitsplätze schaffen und das Wachstum ankurbeln.

    Was mit diesem TAFTA Abkommen tatsächlich geplant wird, ist ungeheuerlich. Die Überschrift sollte lauten: Alle Macht den Konzernen!

    Bei Politik im Spiegel findet sich eine erhellende Analyse dieser neuen Wohltat des Kapitals für ihre immer machtloseren Melkkühe. Das ist kein Freihandelsabkommen, dass ist ein irreversibles Ermächtigungsgesetz, das die Staaten und ihre Bürger endgültig zu Gefangenen des Kapitals macht. Lesen Sie den Text aufmerksam!


    11. November 2013

    09.11 Uhr Katastrophe! Millionen potentieller Arbeitsplätze futsch!

    München. Mit dem Bürgerentscheid über die Bewerbung Münchens für die Olympischen Winterspiele 2022 haben die Olympiagegner den schon greifbar nahe gerückten Aufschwung in Deutschland abgewürgt und Millionen potentieller Arbeitsplätze in Deutschland durch leichtfertiges Ankreuzen vernichtet.

    Christian Ude kann nun die Verkehrsprognosen für den Flughafen im Erdinger Moos in den Reißwolf stecken und sein kühner Plan, zur Bereitstellung der benötigten Kapazitäten den Hauptstadtflughafen BER für einen Euro aufzukaufen, ihn - wie ein großes und noch nicht vollendetes Puzzlespiel - in Einzelteile zerlegen, mit der Bahn nach München transportieren und dort originalgetreu - allerdings richtig - wieder zusammensetzen zu lassen, hätte alleine fünf Jahre Vollbeschäftigung für annähernd 83.500 Menschen geschaffen.

    Auch der Gedanke, den Münchner Hauptbahnhof, samt seiner Flügelbahnhöfe nach Stuttgarter Vorbild unter die Erde zu legen und dafür die ja bereits weitgehend vorhandenen Tunnel und Gleise der S-Bahn-Stammstrecke zu nutzen und als Ersatz für den dann nicht mehr möglichen S-Bahn-Betrieb im Stadtgebiet Ersatzbusse zu beschaffen, während die Außenbezirke endlich doch über den Transrapid hätten erschlossen werden sollen, muss nun wohl endgültig aufgegeben werden.

    Ein Vorhaben, das nicht nur an den eigentlichen Baustellen hunderttausende von Beschäftigungsverhältnissen, sei es nun in Leiharbeit oder auf Werkvertragsbasis ermöglicht hätte, sondern darüber hinaus auch bei den Premium-Herstellen die Absatzkurve für Dienstwagen der höchsten CO2-Ausstoß-Klassen steil nach oben hätte gehen lassen, was zweifellos auch nicht ohne Auswirkung auf den Arbeitsmarkt geblieben wäre.

    Aus der Traum.

    Ulli Hoeneß, der bereits die Kapazitäten seiner Wurstfabriken verdreifachen wollte, um aktiv für das Catering rings um die Sportstätten zu sorgen, hat alle Planungen abgebrochen. Selbst das kühne Projekt, Putenschenkel als Formfleisch den Oberschenkeln deutscher Eisschnellläuferinnen nachzubilden und mit schwarz-rot-goldenen Emblemen zu verzieren, hat nun keine Chance mehr.

    Die Produzenten und Distributoren von Schwenkfähnchen in allen Landesfarben haben ihre vorsorglich bereits aufgegebenen Champagnerbestellungen storniert.

    Die Souvenir- und Devotionalien-Industrie, die seit der Abdankung von Benedictus verzweifelt nach einem neuen Umsazträger suchte und längst die Prototypen der Maskottchen, Schneekugeln und olympischen Handwärmer in der Schublade hatte,
    hat das alles am frühen Morgen des 11. November - mit dicken Tränen in den Augen - auf den Münchner Schuttbergen entsorgt.

    Aus der Traum.

    Aus den Verhandlungen zur großen Koalition in Berlin hört man entsetzte Aufschreie des Unverständnisses. Angela Merkel soll erwogen haben, ihrem Freund Horst zur Strafe für die Unverschämtheit seiner Landeskinder die volle Last des Länderfinanzausgleichs alleine aufzubürden und Bayern zudem zu verpflichten, ab dem Fiskaljahr 2014 die Neuverschuldung des Bundes in den bayerischen Haushalt zu übernehmen. Er dürfe dafür - nur für Bayern - die Autobahnmaut für Ausländer einführen und so den erforderlichen Ausgleich schaffen. Seehofer soll erwidert haben, dass er auf dieser Basis die Koalitionsverhandlungen für gescheitert halte und die endgültige Loslösung des Freistaats Bayern von den Fesseln des Bundes, der EU und des Euro innerhalb der nächsten sechs Monate vollziehen werde. Die neue Verfassung Bayerns werde - aufgrund der ungebrochenen Zustimmung der Bevölkerung zu seiner weisen Regentschaft - auf Volksentscheide und Bürgerbegehren verzichten.

    Damit wäre der Weg frei für Wunsiedel, sich um die Olympischen Spiele 2022 zu bewerben. Dort zwischen Bayerischem Wald und Fichtelgebirge, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen, könnten Olympische Spiele erst ihre volle Kraft entfalten, denn da gäbe es von alledem, was in München und Umgebung schon reichlich vorhanden ist, noch gar nichts. Ein Bauboom - noch größer als in Sotschi - sei zu gewärtigen, und damit ein Aufschwung, der Bayern in die Reihen der G7 katapultieren würde, während die Berliner Restrepublik sich irgendwo in de BRICS Staaten einreihen dürfe.

    Aus Brüssel verlautet, die Kommission erwäge, das Ergebnis des bayrischen Volksentscheides vor dem EuGH anzufechten und aus gut informierten Kreisen ist zu erfahren, dass die Chancen dieser Klage recht hoch seien. Schließlich sei die Münchner Olympiabewerbung eine Angelegenheit von europäischer Tragweite und könne nicht von regionalen Abstimmungen abhängig gemacht werden. Dazu müsse, wenn es denn überhaupt gelänge, die erforderliche 1 Million Unterstützer-Unterschriften beizubringen, die gesamte EU-Bevölkerung befragt werden.

    Das Urteil im Eilverfahren wird bis Ende dieser Woche erwartet.

    Nach allem, was wir wissen, heißt es dann für die Olympia-Gegner:

    Ätsch - aus der Traum!

     

     


    10. November 2013

    Julies Bild vom Sonntag

    .

    Wolfgangs Bild vom Sonntag 

    .


    24. November 2013

    Julies Bild vom Sonntag

    Wolfgangs Bild vom Sonntag 

     


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    Dieser Zähler zählt seit etlichen Monaten die Besucher dieser Website.

    am 12.03. 2012 waren es 1.000.000
    am 8. Juli waren es 1.100.000
    am 8. Oktober 2012 waren 1.200.000
    am 27. November waren es 1.250.000

     

    und schon wieder sind es mehr geworden ...

     

    Vielen Dank für Ihr großes Interesse.

    Es ehrt mich.

    Links zu Seiten, die ich gerne empfehle:

    Quellen Gert Flegelskamp
    ein geradliniger Querdenker, bringt laufend k
    luge, gut recherchierte Analysen - und dazu seine ganz klare Meinung zum Ausdruck
    http://www.flegel-g.de/
    Statistisches Bundesamt
    viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
    http://www.destatis.de
    Cleanstate e.V.
    H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
    http://www.cleanstate.de/start.html
    Politik-Poker
    "aus unterschiedlichen Blickwinkeln ...", das war das Motto zu Beginn, inzwischen sind die Blickwinkel recht verengt - aber man soll ja auch die Argumente Andersdenkender kennen.
    http://www.politik-poker.de
    Norbert Rost,
    Die Feldpolitik ist fast eingeschlafen. Doch alle paar Monate gibt es noch ein paar kluge Anmerkungen,
    http://feldpolitik.de
    Bürgermeinungen
    hier schreiben einige wenige Bürger unverdrossen ihre Meinung.
    http://www.buergermeinungen.de/
    Info-Portale Sozialticker
    Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
    http://www.sozialticker.com/
    Kritisches Netzwerk
    engagierte, kritische Stimmen - stets aktuell
    http://www.kritisches-netzwerk.de/
    Mag Wompel
    das labournet - die Gewerkschaftslinken
    http://www.labournet.de
    Politik im Spiegel
    hochaktuell auf der Höhe der alternativen Meinung
    http://politik-im-spiegel.de/
    Nachdenkseiten
    nur mehr bedingt empfehlenswert. Die Macher schweben in ihren Eigenbeiträgen auf einer Wolke der EU-phorie, und die Nachrichten gibts anderswo auch.
    http://www.nachdenkseiten.de/

    Die Selbstähnlichkeit der Erscheinungen der Realität ist so groß, dass der winzige Ausschnitt, den der Einzelne davon wahrzunehmen in der Lage ist, vollkommen ausreicht, um sich ein brauchbares Bild des Ganzen zu machen - so man nur will. 

     

    Bücherspenden-Fonds

     

    Was im Oktober 2013 begonnen hat, entwickelt sich allmählich zum Selbstläufer.

    Leser spenden für ein Budget, aus dem der EWK-Verlag jenen Menschen Bücherwünsche erfüllen kann, denen schlicht das Geld fehlt, sich selbst ein Buch zu kaufen. Leider gibt es davon in diesem reichen Land immer mehr.

    Nach einem Spendeneingang von rund 650 € im Oktober und November 2013 kam dann die Idee, in der Adventszeit auch aktiv Spenden einzuwerben. Die so genannte "Adventsidee".

    Eine Aktion, die allerdings nur bis Donnerstag, 5. Dezember läuft.

    Bücherwünsche
    Falls Sie gerne ein Buch aus dem Programm des EWK-Verlags lesen würden, sich diese Anschaffung aber nicht leisten können, schreiben Sie ein kurze Mail an mich.

    Spenden für den Bücherfonds
    Sind natürlich jederzeit willkommen. Allerdings habe ich mich bisher nicht darum bemüht, als "gemeinnützig" anerkannt zu werden. Eine abzugsfähige Spendenquittung gibt es also nicht. Schreiben Sie mir einfach, was Sie vorhaben - und ich sage Ihnen dann, wie das bestmögliche Vorgehen aussieht. Ebenfalls per Mail an mich.

     

     

     

     

     

     

     

     

    Entwicklung des Spendenfonds seit 1.12.2013 

     Restbestand per Ende November 2,20 Euro 
     Einzelspende Lutz S. 15,00 Euro
     Einzelspende Christine F. 15,00 Euro
    18x2 Euro aus ersten Bestellungen des Spendenbuches "Skizzen und Notizen" 36,00 € 
       
     Abgerufen 1 GLOCALIS 5.12.13 -29,00 €
       
     Noch verfügbar 39,20 € 

     

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