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der 7. März 2011
markiert den Beginn einer neuen Epoche,

was sich unter anderem darin äußert, dass die Tageskommentare seitdem für Sie im Archiv verfügbar bleiben.
 die ersten Wochen nach Fukushima
(7. März bis 14. April 2011)
 drei Wochen dezentrale Energie
(15. April bis 5. Mai 2011)
 Krückentechnologie und mehr
(6. Mai bis 29. Mai 2011)
 Griechenland und kein Ende
(30. Mai bis 22. Juni 2011)

  Nachrichten vom Tage


 

 

Paukenschlag am Donnerstag aktuell:

 
Die Gesundheit der Kinder und der Stoffwechsel

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44 Tage mit Paul

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Rainer Buck hat diese Synthese gewagt.

 

 

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Mein friedliches Vietnam

Roman

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Lass dir den Himmel nicht entsternen

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Hardcover-Ausgabe

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Heiteres und Besinnliches rund um OP und Intensivstation

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Michael Brückner porträtiert Uhren-Manufakturen und Ateliers

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Exzellenz in der Nische

Uhrenmanufakturen

Hardcover-Ausgabe

Wer weiß schon,
wie tief
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Roman

Erlegte Jäger

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Falschgeld

Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit



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     Egon W. Kreutzer, Portrait

     

     

    Egon W. Kreutzer

    Autor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

    Kritik

    muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

    Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

    Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.

     


    Was war das denn?

    egon-w-kreutzer.de
    mit Piano?

    Nun, so klingt Harry Kulzer


    - über zwanzig Jahre nach Pogo in Togo -

    heute.

    Mehr von diesem Sound bei

    Table for two
     
    Harry Kulzer
     
    Wolfgang Opitz
    Thomas Froschmaier

    Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf. (Johann Wolfgang von Goethe)

    1. August 2011

    13.15 Uhr Die Ferien sind ausgebrochen 

    Nun also auch in Bayern. Hier dürfen Kinder mit mindestens einer Eins im Zeugnis heute umsonst die Nahverkehrszüge benutzen. Sie müssen nur eine Zeugniskopie und einen Ausweis dabei haben.

    Grandios!

     

    Die Politiker sind auch in Urlaub und melden sich in sogenannten "Sommer-Interviews" zu Wort. Gestern Abend versuchte Bettina Schausten vom ZDF Gesine Lötsch von der LINKEN verbal niederzumachen. Obwohl die Technik immer dann, wenn sie Frau Lötsch einfach nicht ausreden lassen wollte, das Mikro von Frau Lötsch runterregelte, kam die Journalistin recht schlecht dabei weg.

    Warum kann so ein öffentlich-rechtlicher Sender nicht auch zu einer LINKEn mal so freundlich sein, wie zu Angela Merkel? Weil Angela Merkel auch netter zum ZDF ist?
    Na ja, Ansichtssache.

     

    In den USA ist mit dem Schuldenstreit passiert, was abzusehen war, er ist im Kompromiss beigelegt worden, die Schulden dürfen um rund 10% wachsen - und in den nächsten 10 Jahren soll gespart werden, so um die 200 Milliarden jährlich.

    Dabei ist abzusehen, dass die neue Schuldengrenze in ungefähr 2 Jahren schon wieder gerissen werden wird. Da hilft das bisschen Sparen, wenn es denn gelingt, kaum weiter.

    So lange die Reichen reicher werden und Geld anhäufen, müssen die Schulden der anderen zwangsläufig wachsen.

    Hohe Steuern auf höchste Einkommen und höchste Vermögen könnten das unsinnige Reicherwerden der sowieso schon Reichen bremsen und damit auch die Zunahme der Verschuldung.

    Wo die Schulden am Ende liegen, ob beim Staat, bei den privaten Haushalten oder bei der Wirtschaft, das macht nur einen Unterschied bei der Höhe der Zinssätze, aber keinen Unterschied in der Gesamtverschuldung.

    Gesamtverschuldung und Gesamtgeldvermögen gleichen sich aus.
    So ist unser Geld nun mal konstruiert.

    Da gibt es einiges an Literatur drüber,


    Sie haben doch bald auch Urlaub. Zeit zum Lesen.

     



    31. Juli 2011

    Rosengrün an Eichenstamm

    Das Bild vom Sonntag 


    30. Juli 2011

    15.20 Uhr Der Mix-Bahnhof

    Heiner Geißler hat sich selbst übertroffen. Nachdem die Ansichten über die Aussagekraft des Stresstests für Stuttgart 21 zwischen Befürwortern (Bundesregierung und Baden-Württembergs CDU Opposition und SPD-Mitregierer) und Gegnern (hauptsächlich noch die Bürger, ein bisschen wohl auch die Baden-Württemberger Grünen) doch weit auseinander gingen, hält Geißler die Kombination von oberirdischem Kopf- und unterirdischem Durchgangsbahnhof für die Lösung, die Frieden im Lande bringen könnte.

    Solche Kompromisse führen bei Modeschöpfern zu Kreationen wie z.B. einem langen Hosenbein links und einer Tangahälfte rechts - und da finden sich auch immer noch genügend ausgeflippte Typen, die sich in so was wohlfühlen.

    Ach so, Sie hängen immer noch da oben in der ersten Klammer im zweiten Satz? Sie meinen ich hätte da versehentlich die Bundesregierung mit aufgeführt, die doch mit S21 überhaupt nichts am Hut hat?

    Irrtum. Die Bahn ist eine Aktiengesellschaft. Das ist richtig. Aber immer noch liegen 100% der Aktien im Bundesbesitz. Der Bund, konkret Frau Merkel, mit der Richtlinienkompetenz und Herr Ramsauer als Bundesverkehrsminister, haben jede Möglichkeit, die Ziele und Pläne, das Taktieren und Verwirren des Bahnvorstandes zu
    bestimmen, zu lenken und zu leiten. Ein Wort des Hauptaktionärs, und Herr Grube lässt die komplette Grubenbahnhofsplanung fallen und verlangt keinen Cent Schadensersatz vom Land. Aber dieses Wort fällt nicht, ...

    Juliane Bialek hat zur S21-Thematik wieder einmal ein paar schöne Links zur Verfügung gestellt.

     

     

    10.00 Uhr ... noch was zu ADS, Mitochondriopathie und Ritalin


    Liebe Frau Herwig,

    vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Sehr gerne erfülle ich Ihren Wunsch, sich mit mir weiter über dieses brisante Thema auszutauschen. Herr Kreutzer wird Ihnen meine Mailadresse mitteilen.

    Über die rechtliche Situation scheinen sowohl viele Eltern als auch Lehrer und Erzieher unzureichend informiert zu sein.
    Bei Auslandsreisen brauchen beispielsweise Kinder, die Ritalin einnehmen, eine Bescheinigung für das Mitführen dieses Betäubungsmittels, um nicht etwa wegen Drogenschmuggels straffällig zu werden.

    Besonders problematisch erachte ich die Tatsache, dass Kinder, die Ritalin einnehmen, sehr schnell „lernen“, mit der Einnahme von ein paar kleinen Pillchen ein persönliches Problem in den Griff bekommen zu können. Damit scheint das Tor zu einer grundsätzlichen Abhängigkeit von Suchtmitteln bereits im Kindesalter geöffnet zu sein. Ich kann mir gut vorstellen, dass Eltern bereit wären, für ihr Kind alternative Therapien zu wählen, wären sie – wie die Wunderdroge Ritalin – über die Krankenkassen abzurechnen.

    Abschießend noch ein Gedanke, den ich Ihnen und unseren Lesern noch mitgeben will:

    ADHS ist – und da gehen die Meinungen sehr stark auseinander – keine genetische Störung. Es gibt nach meinen Informationen weder ein Gen für ADHS noch für Legasthenie oder Dyskalkulie.

    Heute Abend bekam ich eine Mail von einem Legasthenie-Berater, der mir einen Satz schrieb, den ich an dieser Stelle gerne öffentlich mache:

    "Würden wir Menschen Kinder ernst nehmen
    in ihrem Verhalten,
    dann gäbe es kein ADHS."

    Herzliche Grüße und ein entspanntes Wochenende

    wünscht Ihnen, liebe Frau Hertwig,
    und allen, die jetzt mitgelesen haben
    Manuela Engl


    PS.:
    Auf diesen Autor und sein Buch möchte ich Sie auch gerne noch hinweisen:

    Franz Horst Wimmer, AD(H)S — Methylphenidat — Kriminalität?“,
    480 Seiten, ISBN 978-3-00-032476-5, 19.95 Euro.

    Erhältlich im Buchhandel oder per Mail direkt beim Autor f.h.wimmer@gmx.de


    29. Juli 2011

    17.30 Uhr Gesundheit und Droge

    Herr Sauer hat heute einen interessanten Kommentar zum Thema geliefert, der vollständig beim Paukenschlag selbst nachzulesen ist, dessen kritisch nachfragenden Teil ich nun aber auch hier auf die aktuelle Seite vorziehen möchte, damit das, was Frau Herwig dazu rückäußerte, schnell Verbreitung findet.

    Hier zuerst die kritischen Anmerkungen aus H. Sauers Kommentar:

    (...)

    Da werden Mitochondriopathien, also ERBKRANKHEITEN, zum Thema gemacht.
    (...)
    Es liegt in der Natur von Erbkrankheiten, dass es für sie keine Lösung in Form von Ursachenbekämpfung gibt.
    Wenn Sigrid Herwig wenigstens eine Therapie aufgezeigt hätte, deren Wirksamkeit erwiesen ist, und aufgezeigt hätte, dass Mitochondriopathien eindeutige Ursachen für AD(H)S sind, hätte ich gegen diesen PaD nichts einzuwenden.

    Hätte ihr Ausbildungsschwerpunkt auf Parasitologie gelegen, hätte sie wahrscheinlich etwas anderes geschrieben. Und was glauben Sie wohl, was Ihnen ein Allergologe oder Umweltmediziner über AD(H)S erzählen würde?

    Das Phänomen ist uns wohlbekannt vom Cousin unseres Vaters, der Mikrobiologe ist. Er behauptet, Infektionen seien nach wie vor die Hauptursache für das krankheitsbedingte Verscheiden von Menschen, nicht Herzkasper, Krebs und Demenz. Er hat nicht unrecht, jedoch ist es ein viel zu beschränkter Blick auf die Realität.

    Ich bin der festen Überzeugung, dass AD(H)S nur eine Folgeproblem ist, das ersatzlos verschwinden wird, sobald das Grundproblem beseitigt ist, und das ist das kapitalistische Missmanagement, das inzwischen jeden Winkel unserer Gesellschaft, auch Schulen und Kindergärten und fast jede Familie, durchseucht hat.

    und hier Frau Herwig, mit einer Antwort auf Manuela Engl und Frederick Sauer

     
    Lieber Herr Kreutzer,

    meinen herzlichen Dank für die Möglichkeit, über Zusammenhänge des Stoffwechsels berichten zu dürfen. Über die Diskussion bin ich sehr erfreut.

    Liebe Frau Engl,

    vielen Dank für Ihren Beitrag. Auch er bestätigt, dass doch vieles auf verborgene Ernährungsfehler hindeutet, was Kindern und Erwachsenen das Leben schwer machen kann. Ihre Aufzählung von Lebensmittelzusatzstoffen und deren Auswirkungen auf kleine Zappelphilipps ist sehr wertvoll. Das bereits von Herrn Kreutzer erwähnte Pökelsalz kann man gleich noch der Liste beifügen. Richtig beeindruckend ist außerdem Ihre Erläuterung zur rechtlichen Situation bei Verabreichung von Ritalin. Weiteren Erfahrungsaustausch mit Ihnen könnte ich mir sehr gut vorstellen und würde ihn mir wünschen.

    Lieber Herr Sauer,

    auch auf Ihren Beitrag möchte ich gerne antworten.

    Der Cousin Ihres Vaters hat auf jeden Fall recht. Infektionen und Parasiten beeinträchtigen immer wieder auch unsere Gesundheit, bedrohen nicht selten gar Leben. Dennoch glaube ich, dass ein gut funktionierender Stoffwechsel helfen kann, uns robuster zu machen, gegenüber diesen Anfeindungen. Stoffwechselexperten und Experten zur Bekämpfung von Infektionen böte sich sicherlich ein fruchtbares Miteinander, um Menschen bei mangelndem Wohlbefinden oder gar schwerer Krankheit noch besser helfen zu können.

    Um nun auch noch mal auf Gendefekte einzugehen: Erst nach über einem halben Jahrhundert erfuhr ich, dass ein derartiger Defekt für meine gesundheitlichen Störungen zuständig ist und unwissender Weise ich diesen meinen Kindern mitgab.

    Hätte ich bereits vor der Geburt meiner Kinder davon wissen können, hätte ich sie bereits gut während der Schwangerschaft schützen können. Das sind doch echte Müttersorgen. Darüber informieren zu dürfen, ist ein Herzensanliegen. An dieser Stelle daher noch einmal meinen besten Dank an Herrn Kreutzer.

    Bezüglich der Details der Therapie könnte ich Ihnen, sehr geehrter Herr Sauer, über eigene Erfahrungen berichten, was ich natürlich gern mache, sofern dies Ihr Anliegen ist. Vielleicht böte sich diesbezüglich dann auch ein etwas privaterer Raum.

    Für allgemeine und weitreichendere Informationen empfehle ich das bereits erwähnte Fachbuch "HWS-Trauma ..." von Dr. B. Kuklinski. Es ist leider nicht ganz preiswert und ich musste bei unserer Stadtbibliothek etliche Wochen darauf warten, nachdem es aus einer Unibibliothek ausgeliehen werden musste. Nach abschließendem Lesen war es mir jedoch so wertvoll geworden, dass ich es mir kaufte.

    Auch Dr. Kuklinskis Internetseite bietet viel. Er berichtet zahlreich von seinen Therapien bei multifunktionaler Erkrankung, geht vielfältig auf Krankheiten und deren Symptome ein und gibt seine daraus gewonnenen Studien preis. Ein gelegentlicher Besuch dieser Seiten lohnt sich für fachlich Interessierte immer:

    www.dr-kuklinski.info/

    Auf jeden Fall rate ich vom Selbst-Ausprobieren von Therapien ab. Diagnose und Therapie gehören immer in die Hand des (Fach-) Arztes, zu dem man Vertrauen entwickeln kann. Ich erwähne letzteres deshalb, weil ich glaube, dass auch unsere Psyche am Genesungsprozess mit beteiligt ist. Ich möchte in dem mir erlaubten Beitrag auf Herrn Kreutzers Seite auch keine Arztwerbung betreiben. Mir geht es allein um das Thema "Mitochondrialer Stoffwechsel", weil ich empfinde, dass diesem Thema noch zu wenig Beachtung beigemessen wird, obgleich die Biochemie diesbezüglich innerhalb der letzten beiden Jahrzehnte unglaublich weit voran geschritten ist.
    Für die beiden Beiträge vielen Dank und meine herzlichen Grüße an Sie, liebe Frau Engl, lieber Herr Sauer.

    S. Herwig

    10.40 Uhr Die HRE soll reprivatisiert werden

    (Ein Hinweis für Freunde weit zurückliegender Prognosen)

    Die EU hat nachträglich die Hilfen für die HRE genehmigt.

    Sie erinnern sich: Die HRE war die Bad Bank der Hypo-Vereinsbank, die durch die Auslagerung ihrer "Probleme" in die HRE für den Verkauf an die Unicredito hübsch gemacht wurde.

    Weit über 100 Milliarden Euro hat es den deutschen Steuerzahler gekostet, die HRE zur Staatsbank zu machen, nun, nachdem die HRE ihrerseits eine Bad Bank hervorgebracht hat, nun, nachdem die Rettung auch von der Kommission ihren Segen erhalten hat, nun kann das Institut wieder privatisiert werden.

    Und wer hatte da nun was davon?

    Die Frage habe ich schon einmal aufgeworfen, damals, am 4. Juni 2009 im heute wieder lesenswerten Paukenschlag

     

    08.45 Uhr Gesundheit und Droge

    Der gestrige Paukenschlag "Die Gesundheit der Kinder und der Stoffwechsel", dessen zentrale Aussagen dankenswerterweise von Sigrid Herwig formuliert wurden, hat auch meine engagierte Co-Autorin, Manuela Engl, inspiriert, in Sachen Gesundheit, Ernährung und Drogenmissbrauch sich - und uns allen - weiterführende Fragen zu stellen.

    Hier ihr Kommentar:

     Kommentar von Manuela Engl:

    Liebe Frau Herwig,

    mit großem Interesse habe ich Ihren Beitrag auf unseren Paukenschlag vom 21.07.2011 "Methylphenidat - eine Wunderdroge" gelesen.
    Vielen Dank für Ihre wertvollen und aufklärenden Gedanken, die zum Nach- und Weiterdenken anregen.


    Spannend finde ich Ihre Frage:

    "Warum sollte, wenn die Korrektur des Stoffwechsels
    - und daran ist immer auch die Ernährung beteiligt -
    Diabetikern und an Bluthochdruck Leidenden helfen kann,
    nicht auch bei AD(H)S und sonstigen gesundheitlichen Störungen der Kinder helfen?"

    In einem Gespräch mit Frau Dr. Maria-Elisabeth Olszewsky, Hautärztin und Allergologin, konnte ich erfahren, dass "AD(H)S-Symptome" bei über 80% ihrer AD(H)S-diagnostizierten Patienten nach einer Ernährungsumstellung in kürzester Zeit verschwanden.

    Die Ernährungsumstellung beruhte darauf, Nahrungsmittel zu meiden,
    in denen u.a. folgende Stoffe enthalten sind:

    • Phosphate
    • Zitronensäure (E 330-33),
    • Benzoesäure (E210-219),
    • Sorbit und
    • insbesondere der mittlerweile in vielen Nahrungsmitteln enthaltene
      Geschmacksverstärker Glutamat.

    Für mich stellt sich die Frage, ob Eltern von AD(H)S-diagnostizierten Kindern darauf hingewiesen werden, darauf zu achten, dass ihr Kind möglichst keine dieser "Stoffe" zu sich nimmt.


    Wissen die Eltern das?

    Ich vermute, dass die meisten Eltern keinerlei Informationen von ihrem Arzt darüber erhalten. Möglicherweise kennen viele Ärzte selbst den Zusammenhang von Ernährung und Krankheit nicht. Woher auch? In ihrem Studium beschäftigen sie sich, wenn überhaupt, nur am Rande mit der Bedeutung einer ausgewogenen, vitalstoffreichen Ernährung für die Gesundheit eines Menschen.

    Besonders interessant finde ich persönlich die Tatsache, dass bei ADS ähnliche Symptome zu beobachten sind wie bei der biochemisch-enzymatischen Störung Kryptopyrrolurie (KPU), die über eine Urinprobe leicht feststellbar ist und relativ einfach - und vor allem mit geringem Kostenaufwand - durch Gabe von Zink und Vitamin B6 behandelt werden kann.
    Eine Behandlung, die allerdings der Pharmaindustrie keine großen Gewinne machen lässt.

    Da öffnet man dann doch lieber die Türen zu Methylphenidat - und produziert es tonnenweise. Ein Mittel, das unter dem Betäubungsmittelgesetz steht - und allzu leichtfertig unter das Volk gebracht wird.

    Was vermutlich den Wenigsten bewusst ist, ist die Tatsache, dass sich jeder, der dieses Mittel einnimmt, ohne eine entsprechende Diagnose von einem Arzt zu haben, strafbar macht.


    Wissen das die "Nutzer" von Methylphenidat?

    • Wissen das all die Studenten, die es mittlerweile als Gehirndoping verwenden, um dem Leistungsdruck standhalten zu können?
    • Wissen es die Eltern, die ihren Kindern das Mittel verabreichen?
    • Wissen unsere Lehrer und Erzieher, dass sie sich strafbar machen, wenn sie einem Kind das Mittel verabreichen - auch wenn eine schriftliche Bestätigung des Arztes vorliegt?
    • Ist unseren Ärzten bewusst, dass sie dieses Mittel erst dann verschreiben dürfen, wenn eine vorhergegangene nicht-medikamentöse Behandlung erfolglos blieb?
    • Sind unsere Eltern darüber informiert, dass ihr Kind dieses Mittel nur einnehmen darf, wenn die Behandlung unter Aufsicht eines Spezialisten für Verhaltensstörungen erfolgt?
    • Wissen unsere Ärzte, dass sie strafrechtlich verfolgt werden können, wenn sie einem Kind Methylphenidat verordnen, ohne eine entsprechende Anamnese durchgeführt zu haben, die in der Regel 1 ½ Stunden dauert?

     

    Methylphenidat - die Wunderdroge …

    Wir werden mit ihr noch Wunder erleben, sofern wir tatenlos zusehen, wie sich dieses Mittel weiter ausbreitet. Die Nebenwirkungen sind bekannt - und die Folgeschäden mit allem drum und dran trägt dann wieder mal die Gesellschaft. Doch das ist für uns ja nichts Neues.


    Es ist nichts Neues, dass Symptome bekämpft werden,
    anstatt die Ursachen zu erforschen und daran zu arbeiten.


    Das fängt im Familienleben an, findet sich im Bildungssystem wieder - und breitet sich Schritt für Schritt in allen Wirtschaftssektoren aus:

    Symptome mit allen Mitteln zu bekämpfen, anstatt die Ursachen zu erforschen und an gemachten Fehlern zu arbeiten.

    Die Zeit ist reif!
    Reif dafür, den Grundsatz von Ursache und Wirkung in allen Lebensbereichen ins Bewusstsein zu rufen.

     

    Ich freue mich auf eine rege Diskussion
    auf der Seite von Egon W. Kreutzer!

    Herzliche Grüße aus Oberbayern
    Manuela Engl


    28. Juli 2011

    16.00 Uhr Die Gesundheit der Kinder und der Stoffwechsel

    Ein Beitrag von Sigrid Herwig zu der auf dieser Webseite laufenden Debatte um Kindergesundheit, Methylphenidat und psychische Störungen, ist heute zum Paukenschlag geworden.


    27. Juli 2011

    09.41 Uhr Neue Volkskrankheit: Psychische Störung

    Die Barmer GEK teilt mit: 8,5 von 1000 ihrer Versicherten waren letztes Jahr wegen psychischer Störungen im Krankenhaus - und das durchschnittlich 31 Tage lang.

    Die Fallzahl von Depressionen und anderen psychischen Störungen, deren Schwere einen stationären Aufenthalt notwendig macht, hat sich damit seit 1990 mehr als verdoppelt.

    17 Prozent aller Krankenhaustage entfallen auf diese "seelischen" Krankheiten, mehr als auf die Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Und das verursacht - in Summe für alle gesetzlichen Krankenkassen - Behandlungskosten von jährlich 5,5 Milliarden Euro.

    Der Nutzen der stationären Aufenthalte ist jedoch begrenzt. 30 Prozent der Patienten mit psychischen Störungen kamen innerhalb von zwei Jahren mit der gleichen Diagnose erneut ins Krankenhaus, jeder Zehnte überlebt keinen Monat außerhalb der Klinik rückfallfrei.

    Die Barmer zieht daraus den Schluss, die Verzahnung der Kliniken mit ambulanten Psychotherapeuten müsse verbessert werden, und das bei weniger Behandlungsstunden und vermehrtem Einsatz von Gruppentherapien.

    Prima, super Vorschlag!

    Ja, so kann man mit Krankheiten umgehen. Sich im Medizin-Betrieb bestmöglich darauf einstellen.

    Warum wagt es die Barmer nicht, angesichts dieser schrecklichen Statistik, den Finger in die Wunde zu legen und die Lebensumstände der Patienten (und derer, die sich gar nicht erst in Behandlung begeben) anzuprangern und die Gesellschaft aufzurufen, den mörderischen Stress eines unsinnigen und ruinösen "Wettbewerbs" endlich zu beenden, die Gier, die diesen Irrsinn antreibt, zu ächten und die Umverteilung von unten nach oben ebenso zu beenden, wie die - nur der Werbung, dem Umsatz und Gewinn dienende - Reizüberflutung, der wir andauernd ausgesetzt sind?

    Hier, auf dieser Seite, werden die Themen

    • Drogenmissbrauch,
    • Kindergesundheit,
    • Gesundheit überhaupt, und
    • psychische Störungen

    weiter im Brennpunkt stehen. Beiträge engagierter Bürger stelle ich gerne online, um den mir möglichen Beitrag zur Bewusstseins- und Meinungsbildung zu leisten.

    und ein erster Kommentar dazu:
     

    Sehr geehrter Herr Kreutzer,

    als ich diese Meldung der BEK las, dachte ich mir: Warum hat es so lange gedauert, bis dieses Thema in der Öffentlichkeit angekommen ist?

    Die Auswüchse des menschenverachtenden Raubtierkapitalismus, wo nur noch diejenigen Personen in der Arbeitswelt akzeptiert werden, welche ohne zu murren einfach nur funktionieren, spielen sicherlich eine große Rolle bei dieser neuen "Volkskrankheit".

    Da die arbeitende Bevölkerung durch die tägliche Konfrontation mit allen möglichen
    Krisen permanent in Angst und "auf Trab" gehalten wird und ständig um ihren Arbeitsplatz fürchten muss, funktioniert die große Mehrheit der Masse exakt nach Plan der Elitenclique.

    Wie bei allen anderen Volkskrankheiten (Herz-Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck und Diabetes), wäre auch bei psychischen Erkrankungen eine Heilung relativ einfach möglich, ist aber von der Pharmaindustrie nicht erwünscht, weil die Medikamenten- vergabe an diese Patienten ein zu lukratives Geschäft ist.
    Wie bei den zuerst genannten Zivilisationskrankheiten eine Hauptursache in der krank machenden Ernährung liegt, so begründen sich die psychischen Erkrankungen meistens durch den allgemeinen Leistungsdruck und die mangelnde Unterstützung des Einzelnen durch die Gesellschaft.

    Hier etwas zu ändern, läge an uns allen selbst.Warum dies nicht funktionieren wird, liegt klar auf der Hand, wenn man sich diese sog. "Gesellschaft" einmal genauer anschaut. Von Gemeinschaft kaum eine Spur! "Geiz ist geil"-Mentalität und "jeder ist sich selbst der Nächste" herrscht überall vor, und unsere Politiker fördern diese Zustände nach Kräften durch systematische Zerstörung der Familien, was aber ein anderes Thema ist und an dieser Stelle nicht weitergehend erörtert werden sollte.

    Eine weitere Ursache dieser neuen Volkskrankheit liegt noch weitestgehend im Verborgenen und dürfte von den meisten Lesern sicherlich als "Verschwörungstheorie" abgetan werden (...) Die Stichworte lauten: Chemtrails, Mind Control, SSSS-Wellen, HAARP. (...)

    Nachdem ist heute Morgen einen Bericht gesehen habe, wonach unsere Politiker häufig unter Alkoholproblemen leiden, frage ich mich nun, ob all das, was man uns mit deren Billigung antut, von denen gewollt ist, oder ob die alle schon so zugedröhnt sind, dass sie selbst nicht mehr merken, was hier abgeht und was der militärisch-industrielle Komplex
    mit uns veranstaltet.

    Mit freundlichen Grüßen
    N.Wellenstein


    26. Juli 2011

    10.30 Uhr Methylphenidat neuer Diskussionsbeitrag

    Sehr geehrter Herr Kreuzer,

    ADHS ist äußerst komplex und schwer zu diagnostizieren. Weil auch die Ursachen bislang fast völlig unklar sind, ist die systematische Symptombehandlung mit Chemiekeulen wie Ritalin, Prozac etc. der falsche Weg.

    Dem namenlosen Kommentator, dessen Zuschrift ich äußerst anregend finde, möchte ich zunächst folgendes mitteilen.

    Diagnosemethoden:

    In der Tat gibt es keine Standarddiagnosemethode, um absolut sicher ADHS zu diagnostizieren, zumal ADHS in unterschiedlichen Ausprägungen nach Meinung von Fachleuten vorkommt.

    Es müßen also verschiedene Methoden verwendet werden, um halbwegs treffend ADHS diagnostizieren zu können. Nachfolgend die Zitate des namenlosen Kommentators blau geschrieben.

    Mittlerweile kennt man die Wirkungsweise von Methylphenidat, das die Konzentration steigert.

    Gehirn-Scans an Versuchstieren zeigten außerdem, daß Ritalin - chemisch verwandt mit der Droge Speed - den Blutstrom in alle Hirnbereiche um zwanzig bis dreißig Prozent senkt. Das ist eine sehr beunruhigende Erkenntnis, weil sie auf eine Schädigung des Gehirns hinweist. Die Droge Kokain verursacht übrigens eine ähnlich starke Hemmung des Blutstroms. So schreibt denn auch der Psychiater Dr. Peter Breggin: „Stimulanzien wie Ritalin und Amphetamine (...) schädigen das Hirn. Sie reduzieren den Blutstrom, stören den Glukose-Metabolismus und verursachen wahrscheinlich eine dauerhafte Schrumpfung oder Atrophie [Verkümmerung] des Gehirns.

    Ebenso unbewiesen ist der Zusammenhang zwischen Zusatzstoffen und ADHS.

    Das bedeutet aber nicht, das es diesen Zusammenhang nicht gibt. Forschungen sind teuer und können sich meist nur Pharmakonzerne leisten. Es gibt ca. 32.000 verschiedene Chemikalien und eine unbekannte Zahl von Kombinationen daraus.

    Es gibt aber einen starken Hinweis darauf. Denn:

    The first direct evidence of a genetic link to attention-deficit hyperactivity disorder has been found, a study says. Scientists from Cardiff University, writing in The Lancet, said the disorder was a brain problem like autism - not due to bad parenting.

    Was verursacht diese Genschädigungen? Das chemische Substanzen Gene verändern können ist unbestritten.

    AD(H)S ist nicht erst im Computerzeitalter entstanden - es existiert bereits seit Jahrtausenden!

    Das bezweifel ich.

    Im Großen und Ganzen sehe ich die Gefahr, dass eine für bestimmte Personen möglicherweise sinnvolle medizinische Untersuchung und Behandlung schlechtgeredet wird ..

    Da bin ich bei Ihnen. Doch die Zahl dieser "bestimmten Personen" soll in Deutschland mittlerweile über 500.000 betragen. In Anbetracht der diagnostischen Unsicherheiten, sind wohl viele Fehldiagnosen darunter.

    Im Jahr 1993 wurden rund 35 kg von dem Wirkstoff an deutsche Kinder verabreicht, im Jahr 2009 waren es nach Auskunft der Bundesopiumstelle schon mehr als 1,7 Tonnen Metylphenidat, besser bekannt unter Ritalin, Concerta oder Medikinet. Rein rechnerisch spricht man von 20 Millionen Tagesdosen, eingenommen von Kindern, die unter AD(H)S leiden. Oder von denen man das vermutet. Seit zwölf Jahren beschäftigt sich Franz Horst Wimmer mit der Thematik und er ist sich sicher, dass ein direkter Zusammenhang zwischen der Einnahme dieser Medikamente und Kriminalität besteht.

    Die Notwendigkeit einer medikamentösen Behandlung bestimmter Krankheiten besteht, solange das persönliche Lebensschicksal vom Bestehen einer schriftlichen Prüfung abhängt.

    Da mittlerweile auch gesunde Studenten Ritalin als "leistungsfördernd" entdeckt haben, müßen wir neue Fragen stellen. Ein durch leistungssteigernde Substanzen erzieltes Ergebnis ist Betrug. Zumindest im Sport. Auch sei die Frage erlaubt, wann der Arbeitgeber dahinterkommt, dass das täglich gelieferte Leistungsniveau so gar nicht mit den Prüfungsergebnissen in Einklang zu bringen ist. Gleiches gilt für an ADHS "Erkrankte".

    Noch fehlen aussagekräftige Studien über die Langzeitwirkung dieser Chemiekeulen. Einige Anzeichen sprechen dafür, das diese mehr Schaden als Nutzen.

    Seit 30 Jahren beobachte ich, wie der Mensch immer weniger als Mensch zählt, sondern fast nur als "Leistungsträger" wahrgenommen wird. Wobei die Frage auftaucht, was für eine "Leistung" diese "Leistungsträger" in einem System erbringen, welches dazu ausgelegt ist, wenige immer reicher und eine stetig steigende Zahl Menschen immer ärmer werden zu lassen.

    Besten Gruß

    Michael Poost

    09.15 Uhr Showdown in den USA

    Fundamentalopposition der Republikaner, den Präsidenten in die Knie zwingen, indem das ganze Volk als Geisel genommen wird - vollkommen sinnlos die Zahlungsunfähigkeit der Obama-Administration provozieren, für die doch George Dabbeljuh mit seinen teuren Kriegen und den törichten Steuerentlastungen für die Reichen die Grundlagen geschaffen hat, das ist der Wahnsinn, der in den USA derzeit als "Politik" aufgeführt wird.

    Als die Revolverhelden durch den Wilden Westen zogen, war es selbstverständlich, dem Gegner wenigstens die Chance zu geben, als erster zu ziehen.

    Was die Republikaner hier tun, um mit aller Gewalt wieder an die Macht zu gelangen, ist in meinen Augen erbärmlich, hinterhältig und feige.

     

     

    08.07 Uhr Methylphenidat

    Der nachstehende Beitrag ist mit vollem Klarnamen bei mir eingegangen.
    Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich diese Aussage anonymisieren muss:

    Guten Tag Herr Kreutzer

    in meinem Bekanntenkreis wird dieses Medikament als Kokainersatz geschätzt. Völlig legal und von der Krankenversicherung bezahlt.

    freundliche Grüsse

    D.R.


    25. Juli 2011

    12.30 Uhr Psychotest für Arbeitslose - vorläufig freiwillig

    Nachdem zigtausende von Arbeitslosen über viele Jahre mit ebenso sinn- wie ergebnislosen "Bewerbungstrainings" traktiert wurden, hat die Bundesagentur für Arbeit nun ein neues Programm in Planung:

    Kompetenzdiagnostik in vier Stufen

    1. die Arbeitslosen füllen einen Fragebogen aus und bewerten ihre Talente und Schwächen auf einer Skala von eins bis fünf, auch die Selbsteinschätzungen zu Kommunikations-, Konflikt- und Teamverhalten
      sollen im Fragebogen abgeliefert werden
    2. Die "Ergebnisse" werden mit einem Arbeitsvermittler besprochen

      soweit die Stufen 1 und 2,
      die weiteren Stufen sind dann allerdings nicht mehr zwingend Bestandteil dieses Verfahrens, da heißt es
    3. Möglich ist auch ein Interview mit einem Psychologen der BA.
    4. Wer will, kann obendrein ein Assessment-Center besuchen


    Die Teilnahme an den Tests ist zunächst freiwillig - sowohl für die Arbeitslosen als auch für die gut 300 Jobcenter und 176 Arbeitsagenturen. Zugelassen sind Empfänger von Arbeitslosengeld I und langzeitarbeitslose Hartz-IV-Bezieher.

    Ich meine,

    es ist ein Ding, mit einem Psychologen, zu dem ich Vertrauen gefasst habe, eine Analyse meiner Stärken und Schwächen vorzunehmen und daraus eine Vorgehensweise zum verbesserten Umgang mit meinen Stärken und Schwächen zu entwickeln

    und es ist ein ganz anderes Ding, in der üblichen Freiwilligkeit

    "Die BA gibt Ihnen jetzt die einzigartige Gelegenheit an einem Psycho-Test teilzunehmen - Sie können das selbstverständlich ablehnen ..."

    dem Sachbearbeiter im Job-Center, zu dem sich seit Monaten ein Misstrauens-Verhältnis aufgebaut hat, in einem Psycho-Fragebogen alles das zu verraten, worüber ich aus allen möglichen Gründen, die nur mich selbst etwas angehen, lieber nicht sprechen möchte.

    und Isabel Horstmann war es,
    die als "Bewerbungstrainerin" im EWK-Verlag öffentlich
    machte, dass der Großteil der sog. Bewerbungstrainings im real existierenden Apparat der BA nichts als eine Farce war und ist, um die in den Maßnahmen steckenden Menschen für eine Zeit aus der Statistik zu entfernen und ihnen, nach Möglichkeit, danach auch noch ein unbezahltes Praktikum angedeihen zu lassen, was sich ebenfalls positiv auf die Statistik auswirkt.
     
    Sie finden diesen Titel im EWK-Verlag unter "Sachbuch Wirtschaft", hier

     

     

     

     

     

     

     

     

    12.15 Uhr Professor Dr. Gerald Hüther

    wurde in einem Kommentar auf dieser Seite angegriffen, der Kommentator hat um Anonymität gebeten.

    Der Ausgewogenheit halber möchte ich auf ein Interview mit Prof. Hüther in der Zeitschrift "Psychologie heute" hinweisen, durch das der Eindruck, den die doch sehr einseitige Kritik hinterlassen hat, etwas korrigiert werden könnte:

     

    08.45 Uhr Die Methylphenidat-Ritalin Diskussion kommt ins Rollen

    und das durchaus kontrovers, hier zwei neue Stimmen zum Thema, das offenbar durch den Einbezug der Simpsons leichter zugänglich geworden ist.

    hm....während ich hier diesen Kommentar von P. Schäfer lese,

    schaut sich mein 15 jähriger Sohn Simpsons an. Als ich ihn frage, ob er weiß was Ritalin ist, lautet seine Antwort "nein". Kurze Zeit später frage ich meinen 17 jährigen Sohn, ob er weiß was Ritalin ist. Auch er beantwortet diese Frage mit einem nein, hakt aber noch nach und möchte es von mir erklärt haben. Beide sind begeisterte Simpsonsgucker.

    An dieser Stelle möchte ich betonen, dass Simpsons, wie es Sebastian schon schön erklärt hat, keine Kindersendung ist. Und wenn sich ein Erziehungsberechtigter für sein Kind interessiert, dann schaut er sich auch die Sendungen an, für die sich ihre Sprösslinge begeistern.

    "Dennoch sieht man daran, wie schon die Kleinen an die Normalität des Gebrauchs solcher Mittel herangeführt werden"...mit diesem Satz kann und will ich mich nicht anfreunden.

    Ritalin ist ein Thema der Erwachsenen!
    Wir leben in einer Gesellschaft, in der Kinder keinen Platz mehr haben, sich frei entfalten zu dürfen.

    Ich würde mich nicht an dieser Diskussion beteiligen, wenn ich nicht aus eigener Erfahrung hier an dieser Stelle meine Geschichte zu diesem Thema zu erzählen hätte.

    Als mein erster Sohn geboren wurde, war der Sohn einer Freundin von mir ca. 3 Jahre alt. Sie kam zu Besuch mit ihm und der Kleine hatte kein Benehmen. War unentwegt damit beschäftigt etwas zerstören zu wollen und die ganze Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Als ich sie darauf angesprochen hatte, warum sie ihm keine Grenzen setzt, entschuldigte sie sich mit den Worten, der Kleine hätte ADHS. Ich wollte mehr darüber erfahren und hakte nach wer ihr das denn erzählt hätte. Na der Kinderarzt.

    Kurz darauf bekam sie eine richtig ordentliche heftige Ohrfeige von ihrem Kleinen. Ich war entsetzt darüber, dass sie diesem Ereignis keinerlei Beachtung gab und als Entschuldigung meinte sie, dass der Kleine aus Verzweiflung handele weil ich nicht wüßte wohin mit seiner überschießenden Energie. Das konnte ich so nicht stehen lassen und begann mich mit diesem Thema zu befassen. Ich wollte mehr darüber erfahren und war entsetzt darüber wieviele Kinder mit diesem modekreierten Wort "ADHS" diagnostiziert wurden.

    Zwei Jahre später bekam ich meinen zweiten Sohn und meine damalige Freundin ihre Tochter. Mein Sohn war gegenüber meinem ersten sehr lebhaft. In unserer Gesellschaft nennt man es "Hyperaktiv". Meine Freundin meinte damals, dass es Anzeichen gäbe, dass er auch ADHS hätte und ich ihn ruhig stellen könnte mit Antihistamynikum.

    Was war das? Ein Mittel gegen Allergie was nach Einnahme zur Folge hat, dass man müde wird. Sie erzählte mir, dass sie das auch ihrer Tochter geben würde, damit sie besser schläft. Ich bin bis heute noch entsetzt darüber, dass man als Mutter überhaupt einen solchen Gedanken haben kann. Lange Rede kurzer Sinn:

    Würden wir Menschen Kinder ernst nehmen in ihrem Verhalten,
    dann gäbe es kein ADHS
    .

    Mein ältester Sohn ist gegenüber dem jüngeren sehr ruhig. Es sind ihre Persönlichkeiten und Charaktere, die sie im Laufe ihres Heranwachsens entwickelten. Als Mutter habe ich die Verantwortung, sie in ihrer Entwicklung zu fördern. Das bedeutet auch, dass man sie ernst nimmt und sich fragt, warum entwickelt mein Kind jetzt genau dieses Verhalten. Kinder brauchen Grenzen. Das gibt ihnen Sicherheit, dass alles in Ordnung ist. Sie provozieren im Laufe ihrer Entwicklungsphasen immer wieder Situationen um zu testen wo ihre Grenzen liegen.
    Leider leben wir in einer Gesellschaft wo Eltern keine Zeit mehr haben ihre Kinder zu erziehen, sie ernst zu nehmen, ihr Verhalten zu analysieren und einfach nur mit ihnen zu LEBEN.

    Dann bedarf es eben einer "Diagnostik", einer neuen "Erkrankung", ja und nicht zu vergessen einer neuen "Wunderpille" die dafür sorgt, dass jegliche Entwicklungssationen eines heranwachsenden in eigenständige Persönlichkeit gestört wird, damit es gelingt Menschen von Anbeginn ihres Lebens in eine Schublade stecken zu können.

    MFG
    Monika R.


    ein mir recht gut bekannter junger Mann, der darum bittet, seinen Namen nicht zu nennen, hat in dem nachstehenden Beitrage eine ganz andere Sicht auf die Thematik beschrieben. Ich will diesen Diskussionsbeitrag nicht unterdrücken, vielleicht führen seine Thesen ja zu neuen Erkenntnissen, wenn man sie in die Diskussion einbezieht.
    Egon W. Kreutzer

    Oft genug habe ich zu den Paukenschlägen ja geschwiegen. Wenn fragwürdige Autoritäten unter Berufung auf fragwürdige Quellen fragwürdige Behauptungen aufstellen, dann sehe ich mich gezwungen, dem Geschriebenen zu widersprechen. Im Paukenschlag und in den verlinkten Webseiten des unbekannten Autors (Impressum fehlt) heißt es:

    - Es gibt keine bekannte organische Ursache für “ADHS”.
    Als Begründung wird ein Aufsatz von 1999 herangezogen. Bekanntlich verdoppelt sich das medizinische Wissen alle zehn Jahre, so dass ein Aufsatz von 1999 genauso veraltet ist wie ein Aufsatz von 1899. Die selektive Auswahl veralteter Quellen sollte jeden Leser misstrauisch stimmen.

    - Georg Feuser behauptet, "dass es bis heute keinen einzigen objektiven Beweis dafür gibt, dass das, was wir als ADHS diagnostizieren, überhaupt existiert." (Interview)
    Georg Feuser (*1941) ist Pädagoge und kein Mediziner. Vermutlich beruft
    er sich ebenfalls auf den im Jahr 1999 erschienenen Aufsatz.

    - Es gibt kein allgemein akzeptiertes Diagnoseverfahren für “ADHS”.
    Als Begründung wird ein Schweizer Handbuch von 2002 herangezogen. Mittlerweile gibt es unterschiedliche Testverfahren für ADHS, die idealerweise in Kombination mit einem persönlichen Interview eingesetzt werden. Ich habe selbst Erfahrung mit einer Kombination unterschiedlicher Testverfahren gesammelt. Ein solcher Test dauert zwei
    Stunden und kostet dementsprechend. Ein Testverfahren besteht beispielsweise darin, während eines vorgegebenen Zeitraums einen bestimmten Buchstaben (z.B. "a" oder "b") innerhalb eines Textes zu markieren. Aufgrund der Anzahl der erkannten Buchstaben lässt sich dann die Schwere der AD(H)S-Erkrankung abschätzen. AD(H)S führt dazu, dass kleingedruckte Buchstaben innerhalb eines unübersichtlichen Textes nicht
    erkannt werden, beispielsweise Telefonnummern im Telefonbuch.
    AD(H)S-Betroffenen gleichen dies aus, indem sie beispielsweise die Auskunft anrufen oder bei Freunden nachfragen. Methylphenidat ermöglicht den Betroffenen beispielsweise, selbständig ein Telefonbuch zu lesen.

    - Der Wirkmechanismus von Ritalin im Gehirn ist nicht hinreichend geklärt.
    Als Begründung wird ein Schweizer Handbuch von 2002 herangezogen. Mittlerweile kennt man die Wirkungsweise von Methylphenidat, das die Konzentration steigert. Beim Autofahren ist eine zu hohe Methylphenidatdosis beispielsweise unerwünscht, weil sie die Aufmerksamkeit des Fahrers auf einen einzigen Punkt lenkt. Eine zu geringe Methylphenidatdosis könnte wiederum dazu führen, dass Verkehrszeichen übersehen werden. Für die Benutzung von Bus und Bahn ist eine Methylphenidateinnahme nicht immer notwendig.

    - Professor Gerald Hüther, Neurobiologe und Hirnforscher an der
    Universiät Göttingen
    wird gerne als Experte zum Thema ADHS zitiert. In der Amazon-Rezension
    seines Buchers heißt es: "Da schreibt jemand ein Buch über ein Thema, gibt aber selbst an,

    1. niemals ein Kind mit ADHS behandelt zu haben [...]
    Er weicht direkten Fragen über seine Studie immer aus und die übrigen Beteiligten der Studie distanzieren sich ganz klar von seinen (im günstigsten Fall) spekulativen Aussagen."
    "Ich erinnere mich beim Lesen dieser Zeilen daran, daß Herr Prof. Hüther Fragen zur Therapie unserer Kinder im Anschluß an seine häufigen öffentlichen Auftritte damit auszuweichen beliebt, daß er anführt, kein Kliniker zu sein."
    Zudem wird der Vorwurf erhoben, dass einige Erkenntnisse durch Überdosierung im Tierversuch zustandegekommen sind.

    Gerald Hüther hat also keine praktische Erfahrung im Umgang mit ADHS-Patienten, sondern schreibt nur über sie, indem er Ergebnisse aus Tierversuchen überträgt!

    - "Ältere, mittlerweile verworfene Ansätze führten ADHS auf einen
    Phosphatüberschuss in der Nahrung zurück, was jeglicher
    wissenschaftlichen Grundlage entbehrt." (Wikipedia)

    Ebenso unbewiesen ist der Zusammenhang zwischen Zusatzstoffen und ADHS. Es gibt zwar mittlerweile Speiseempfehlungen für ADHS-Betroffene, die zwar lecker schmecken, aber Körnerfressen kann keineswegs eine medizinische und psychologische Therapie (u.U. mit Methylphenidat) ersetzen.

    - "Anregungen am Computer [...] belasten die kindliche Psyche stark"
    Computer haben die Handlungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche enorm ausgeweitet. 13-jährige können im Computer ein Weltreich erobern oder Bundeskanzler spielen, aber wählen dürfen sie nicht. 13-jährige können Wikipedia-Artikel schreiben, aber ihre Zeugnisse müssen sie von den Eltern unterschreiben lassen. 13-jährige können weltweit mit Bekannten chatten, aber die Eltern entscheiden nach wie vor, wer sie zu
    Hause besuchen darf.

    Computerspiele und Internet sind Ausgleichsmechanismen für die gesetzlich vorgeschriebene Ohnmacht der Jugendlichen. Was belastet die kindliche Psyche? Unvollständige Aufzählung aus dem weiteren Bekanntenkreis: Familienstreit, Fernsehen
    (u.a. Tagesschau), Filme, Geldsorgen, Halloween-Masken, Hundebisse,
    Indianerspiele mit Messer, Lehrer, Liebeskummer, Mobbing, Prügeleien,
    Scheidung, Schule, sexueller Missbrauch, Tod der Schwester, Verkehrsunfälle.

    Alles Ereignisse, die auch schon vor der Erfindung des Internets existiert haben.

    AD(H)S ist nicht erst im Computerzeitalter entstanden - es existiert bereits seit Jahrtausenden! Früher war es leichter mit den möglichen Auswirkungen eines unbehandelten AD(H)S-Syndroms zu leben:
    - Arbeitslosigkeit (war früher kein Problem, es gab immer irgendwelche
    Aushilfsjobs für jedes Ausbildungsniveau)
    - Führerscheinverzicht (Autos erfordern ständige Konzentration -
    Pferdekutschen nicht)
    - Schulabbruch (es gab früher genügend Jobs für Schulabbrecher)

    Im Großen und Ganzen sehe ich die Gefahr, dass eine für bestimmte Personen möglicherweise sinnvolle medizinische Untersuchung und Behandlung schlechtgeredet wird und stattdessen wirkungslose oder sogar schädliche Hausmittel ("Obstsalat und Ohrfeigen") als Therapie angepriesen werden.

    Die Kritik am Schul- und Prüfungssystem ist sicherlich berechtigt.

    Die Notwendigkeit einer medikamentösen Behandlung bestimmter Krankheiten besteht, solange das persönliche Lebensschicksal vom Bestehen einer schriftlichen Prüfung abhängt.

    Die Alternative dazu wäre eine komplette Reorganisation des Schul- und Prüfungssystem (Wahl zwischen Hausarbeit, mündlicher und schriftlicher Prüfung, Würdigung der Gruppenarbeit), des Arbeitssystems (individuelle Auswahl der Arbeitsaufgaben statt vorgegebener Organisationsstruktur) und des Verkehrssystems
    (flächendeckender Bus- und Bahnverkehr).

    (bitte ohne Namensnennung veröffentlichen)

     


    24. Juli 2011

    der Tau kam heute wie gerufen

    Das Bild vom Sonntag


    23. Juli 2011

    14.00 Uhr Der Schrecken von Oslo

    steckt mir noch in den Gliedern, ein fürchterliches Gemetzel, mit dem einen, einzigen tröstlichen Gedanken dabei: Es war wohl ein psychisch Kranker, schwere Paranoia, vermutlich, Wahnvorstellungen eines ansonsten perfekt funktionierenden Gehirns. Früher hätte man den Exorzisten gerufen um die Dämonen auszutreiben. Heute fragt man die Psychiater nach der Schuldfähigkeit ...

    Heute Abend bin ich in Pfaffenhofen an der Ilm, der renommierte Journalist und Dokumentarfilmer FULVIO GRIMALDI hat "Unter den Bomben der Nato" eine Rundreise
    durch Libyen gemacht. Darüber wird er dort berichten, seinen
    aktuellen Dokumentarfilm "Maledetta primavera - Verfluchter Frühling" im
    Kino CINERADOPLEX zeigen und anschließend in Gespräch und Diskussion zur Verfügung stehen. Einen kleinen Vorgeschmack darauf gibt es im Internet - und weil die wenigsten meiner Leser heute noch den Weg nach Pfaffenhofen finden werden, hier der Link

     

    13.45 Uhr Ich bin ein Zombie, und ich lerne wie eine Maschine

    Diese Überschrift war 2009 bei ZEIT Campus zu lesen, ein Artikel über den Selbstversuch eines Studenten mit einem Methylphenidat-Medikament.

    Ich halte diesen Bericht für hochinteressant.

    und dann habe ich gerade eben noch diesen Eintrag in meinem Gästebuch gefunden, den ich auch gerne hier in die aktuelle Spalte packe:
     

    Thema:

    Ritalin

    Kommentar:

    Vor einigen Monaten habe ich in einer Sendung`"Die Simpsons" gehört daß der kleine Bart Simpson zu seiner Schwester sagte, daß er noch sein Ritalin nehmen müsse -- und das in einer Kindersendung -
    Schäme sich der, der Schlechtes darüber denkt.

    Dennoch sieht man daran, wie schon die Kleinen an die Normalität des Gebrauchs solcher Mittel herangeführt werden.
    Eine Zeitschrift, die sich mit solchen Themen sehr intensiev auseinandersetzt nennt sich : Mehr wissen - besser leben. Falls nicht bekannt: Es gibt sie schon seit einer Reihe von Jahren und sie ist wirklich lesenswert. Das soll keine Schleichwerbung sein und mein Beitrag kann gerne gelöscht werden, wenn er nicht ins Programm paßt.


    Herzlich Grüße aus Bayern
    P. Schaefer

     
    und für alle, die Bart Simpson nicht kennen, hier eine typische Szene

     

    tja, und natürlich gibt es auch Stimmen, die Ritalin bei den Simpsons für
    satirisch-ironische Gesellschaftskritik vom Feinsten halten.

    An alle, die das auch so sehen, die Bitte:

    Verbreiten Sie diese Sichtweise!
    Das ist ganz im Sinne unserer Intention!

    Thema:

    Ritalin bei den Simpsons

    Kommentar:

    Der Hinweis auf Ritalin bei den Simpsons darf wohl nicht so verstanden werden, dass es das Natürlichste auf der Welt ist, es zu nehmen und dass Kinder daran herangeführt werden sollen.

    Die Simpsons sind keine Kindersendung, wenngleich von Kindern gerne gesehen. Wer die Sendung aufmerksam verfolgt, findet darin durch Übertreibung, Satire, Ironie, zuweilen auch Sarkasmus ausgedrückte Gesellschaftskritik vom Feinsten!

    Sebastian Sachs

     


    22. Juli 2011

    09.45 Uhr Rettung für Hellas? Europa? Euro? Deutschland? Frankreich?

    Der gestrige Beschluss, den ich zugegebenermaßen seit gestern Abend in ungefähr 20 verschiedenen Versionen gehört und gelesen habe, der Beschluss, in dem volltönend behauptet wird, unter Beteiligung der privaten Gläubiger würde wer weiß was alles gerettet, rettet in erster Linie die privaten Gläubiger.

    Selbst die sogenannte Beteiligung der privaten Gläubiger an sogenannten "Kosten" der Rettung sieht wohl so aus, dass den privaten Gläubigern angeboten wird (sie retten ja freiwillig mit) Papiere, deren Marktwert bei 50% des Nominalwertes liegt einzutauschen, in Papiere, mit einen Nominalwert von 80% der alten Papiere.

    Der bereits eingetretene Verlust, den die Märkte durch ihr spekulatives Handeln herbeibeführt haben, soll ihnen also zu rund zwei Dritteln "ersetzt" werden. Schöne, freiwillige Beteiligung.

    Dass man gleichzeitig - in noch nebulösen Formulierungen - die Gründung eines europäischen Währungsfonds verkündet, der zunächst einmal Griechenland von den "Märkten" abkoppeln soll, ist nur ein neuer Name für die kürzlich als Lösung gehandelten "Euro-Bonds".

    Wo soll der EWF (sollte er denn kommen und so heißen) das Geld hernehmen? Die pekuniäre Selbstkastration der modernen Industriestaaten macht es unumgänglich, die Rettungsmilliarden erst zu leihen, bevor man sie an den Schuldner durchreichen kann, damit der sie postwendend als Tilgung an die gleichen Gläubiger zurückreicht.

    Vor ungefähr sechs Wochen war ich im Gespräch mit der Redaktion der Zeitschrift BIG, dem vierteljährlich erscheinenden Organ von Business Crime Control e.V., über einen Artikel für das in diesen Tagen erschienene Sommerheft. Wir wählten den schon ein Jahr alten Paukenschlag "Europhrenie" aus - und als ich das druckfrische Heft vorgestern in Händen hielt und meinen alten Artikel noch einmal las, war ich fast erschrocken, wie aktuell und zutreffend diese damaligen Überlegungen doch zu den nun getroffenen (Fehl-)Entscheidungen passen.

    09.30 Uhr Ritalin (Methylphenidat)
     
    Der gestrige Paukenschlag stieß auf ein sehr vorsichtiges Interesse, das war uns, als wir uns dieses Themas annahmen, schon bewusst. Schließlich handelt es sich in der Breite der Berichterstattung nach wie vor um ein absolutes Tabu-Thema.
     
    Ein Thema, das man langsam und in kleinen Happen servieren muss, daher hier heute weitere Informationen, die alarmieren sollten. Die Schweizer Info-Seite "Psychologische ADHS-Therapie" berichtet über ein Referat des renommierten Hirnforschers Prof. Gerald Hüther, der unter anderem warnt:
     
    "Ergebnisse in Tierversuchen lassen befürchten, dass das Mittel die Ausreifung des Dopamin-Systems irreversibel schädigt und dass Spätschäden, wie die gefürchtete Parkinsonkrankheit auftreten könnten."
     
    Mehr finden Sie auf dieser Aufklärungsseite:
     

     


    21. Juli 2011

    13.05 Uhr Methylphenidat - die Wunderdroge

    Das ist der Titel des jüngsten Paukenschlags, der in guter und intensiver Zusammenarbeit mit Manuela Engl auf der Basis der umfassenden, engagierten Arbeit von Franz Horst Wimmer entstanden ist. Angefangen hat mein aktuelles Interesse für die Gesamtproblematik durchaus mit der Studie der DAK zur Kindergesundheit, die ich vor gut zwei Wochen aufgegriffen hatte. Herzlichen Dank an dieser Stelle an alle, die sich an der durchaus wertvollen Diskussion darüber beteiligt haben, danke auch für den Hinweis auf die heute angesprochene Problematik, der mich im Durchschauen der gesamtgesellschaftlichen Zusammenhänge ein gutes Stück weitergebracht hat.

    Bedenkt man, dass die Kindergärtnerin, die einem Kind, auf Bitten der Mutter, täglich zur festgesetzten Zeit, die vom Arzt verordnete Pille verabreicht, sich nach geltendem Recht strafbar macht, bedenkt man, dass die so "therapierten" Kinder nicht nur erhebliche Nebenwirkungen fürchten müssen, sondern von dem amphetaminähnlichen Wirkstoff auch eine nicht zu vernachlässigende Suchtgefahr ausgeht, bedenkt man ferner, dass die eigentlichen Ursachen für Auffälligkeiten von Kindern oft gar nicht erst gesucht werden, dass alternative Therapien ohne ernsthafte Prüfung verworfen werden, dann drängt sich der Gedanke auf, dass hier womöglich, an den vitalen Interessen der Betroffenen vorbei, nur ein gigantisches Geschäft betrieben wird.

    Dass die Drogen zudem längst auch außerhalb der zugelassenen Anwendungsfälle als Modedroge angeboten und konsumiert werden, ist nur ein weiterer Aspekt eines Skandals, der noch längst nicht von allen, die es wissen oder wissen könnten - und wissen sollten (!), auch so benannt wird.

     

    11.20 Uhr Noch ein Beitrag zur Kindergesundheit

    Mit einem interessanten, neuen Aspekt:

    Lieber Herr Kreutzer,

    ich habe mit viel Interesse Ihre Gedanken zur Kindergesundheit und die Leserreaktionen dazu verfolgt. Jetzt muss ich auch etwas dazu loswerden:
    Es wurde schon erkannt, dass die Schuld an der Misere sowohl an den Eltern als auch an der Gesellschaft liegt. Bevor viele Leser jetzt aufschreien: Eltern sind IMMER in der Verantwortung für ihre Kinder. Darüber gibt es nichts zu diskutieren. Sich über so Grundlegendes wie die richtige Ernährung zu informieren und dafür zu sorgen, dass der eigene Nachwuchs gesund ernährt wird ist nun einmal die Pflicht der Eltern. Da gibt es keine Ausreden. Mangelnde Information, Verwirrung und Verschleierung durch Industrie und Politik oder ähnliches lasse ich nicht gelten. So gesehen muss ich Hrn. Suxdorf voll und ganz zustimmen. Viele Probleme in der Ernährung unserer Kinder sind der Dummheit, Bequemlichkeit, dem Zeitmangel oder Ignoranz der Elter geschuldet.
    Dass die aktuelle Elterngeneration zum Teil ebenfalls, sagen wir mal, ein wenig eigenartig ist, ist ein anderes Thema und das will ich hier nicht weiter vertiefen. Ich sage nur soviel, um zu veranschaulichen, was ich meine: wenn z.B. früher ein Lehrerdie Eltern über Verfehlungen ihrer Sprößlinge informiert hat, haben das die Eltern aufgenommen und meistens zu Hause erzieherische Maßnahmen eingeleitet. Und heute...!?

    Eine nicht ganz unerhebliche Teilschuld trifft jedoch unsere Gesellschaft. Wir erleben an vielen für unsere Gesellschaft wichtigen Themen die Auswüchse mangelnder Verantwortlichkeit. Unsere Eliten in Wirtschaft und Politik stehen über Gesetzen und Ethik und agieren auch entsprechend. Schließlich haben sie nichts zu befürchten und können sich wunderbar hinter unserer Religion ?Markt? verstecken. Nur frage ich mich immer wieder, wenn doch der Markt alles regeln kann und soll, und die Gesetze der freien Marktwirtschaft gelten sollen, warum werden dann z.B. die an den letzten Gammelfleisch-Skandalen beteiligten Firmen nicht öffentlich benannt? Wieso kommt kein Warnhinweis in das Regal beim Händler ?Dieses Spielzeug kann erhöhte Anteile von Schadstoffen enthalten?. Dieses wären doch zwei sehr einfache Maßnahmen, um dem Markt die Regulierung von Missständen zu überlassen. Wir als Endverbraucher können unsere Marktmacht doch gar nicht nutzen, wenn wir informationstechnisch benachteiligt werden.
    Und wo bleibt in vielen Themen in Zusammenhang mit unseren Kindern der Staatsanwalt? Jedes Mal, wenn ich irgendwo lese, das in Babyflaschen, Schnullern, Spielzeug usw. erhöhte Werte von krebserregenden Zusätzen und anderen Giftstoffen gefunden wurden, frage ich mich, ob dieses für die beteiligten Firmen juristische Folgen hat. Und wenn nicht, warum? In JEDEM Konzern gibt es Geschäftsführer, Vorstände, Aufsichtsräte, Gebiets- und Produktserien-Leiter. Wo bleiben da die Strafanzeigen wegen Körperverletzung? Es sollte wenigstens einige wenige Bereiche in unserer Gesellschaft geben, in denen wir nicht mit uns spaßen lassen. Und unsere Kinder sollten hierbei an oberster Stelle stehen. Jeder Konzern oder Politiker, der sich an unserem Nachwuchs vergeht, sei es, wenn er ihnen mittels dummer Schulreformen die Kindheit raubt oder wenn ihre Gesundheit durch Kostensenkungsmaßnahmen gefährdet wird, sollten ohne Ausnahme die volle Wirksamkeit unserer Justiz zu spüren bekommen.
    Rückblickend auf heute werden in einigen zig Jahren die Menschen den Kopf über unsere Dummheit schütteln. Wir vergiften uns selbst für ein wenig Geld. Wir werfen uns selbst Chemie zum Fraß vor, von denen niemand weiß, wie es in Kombination miteinander in unserem Körper wirkt. Wir vergiften uns mit den Dingen, die uns umgeben: krebserregende Baustoffe, Farben, Plastik. Wir vergiften ? aus Profitgier und Bequemlichkeit ? unsere Umwelt und Lebensgrundlage. Und dies alles für ein paar Bits und Bytes in einem Bankcomputer oder ein paar bunte Papierfetzen. Wenn man sich dies alles so vor Augen führt, wäre ich für ein baldiges Aussterben der Spezies Mensch. Trotz einiger rühmlicher Ausnahmen wie Ihnen, lieber Herr Kreutzer. :-)

    Ich wünsche mir und Ihren Lesern noch viele interessante und ähnliche Diskussionen anregende Artikel und Gedankenspiele von Ihnen. Und Ihnen noch viel Kraft un Hingabe, weiter so treffend, scharfsinnig und dabei doch so leicht verständlich auf die Misstände unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen.

    Liebe Grüße
    Christof Würth

     

    der gesamte Themenkreis Kindergesundheit auf dieser Seite ist hier verlinkt


    20. Juli 2011

    17.15 Uhr Noch eine Wortmeldung, die ich gerne mit Ihnen teile:


    Dass mit unserem Geld etwas nicht stimmt, fiel mir vor einigen Jahren in meiner Ausbildung zum Bankkaufmann auf. Für mich war es als Lehrling unklar, warum es so etwas wie Inflation geben müsse. Denn auf meine Frage, warum es sie gibt, antworteten meine damaligen Berufsschullehrer (!), Bankausbilder (!) und Bankmitarbeiter (!) genau so: Das ist eben so, das muss so sein!

    Ich fand diese Antwort irgendwie unbefriedigend und machte mich auf die Suche nach einer befriedigenden Antwort. Mir wollte einfach nicht in den Kopf, dass etwas, was wir Menschen uns selbst schaffen (Geld), immer weniger Wert werden MÜSSE. Wieso?? Weshalb?? Warum??

    Im Zuge meiner Überlegungen und Recherchen (nicht immer, aber dafür immer mal wieder) entdeckte ich irgendwann, ich weiß auch nicht mehr wie und weshalb, die Internetseite von Prof. Bernd Senf. Toll!!

    Hier fand ich das erste Mal seit Jahren Antworten auf meine vielen Fragen rund ums Geld. Und, selbstverständlich, kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Auch aus dem Erschrecken kam ich nicht mehr heraus, denn ich fing an, überall Konsequenzen des (be)herrschenden Geldsystems zu erkennen.

    In der Zwischenzeit nämlich bin ich vom Banker zum Psychologen geworden und sehe tagtäglich Folgen dieses Systems. Mittlerweile muss ich bei der Frage danach, warum unsere Gesellschaft immer mehr Krankheiten entwickelt (siehe die neulich stattfindende Diskussion zum Thema Kindergesundheit) nur noch traurig den Kopf schütteln.

    Wenn man sich tatsächlich darüber wundert, warum eine Gesellschaft immer kränker wird, die als einzigen gangbaren Weg ihres Wirtschaftens den sieht, der ihr exponentielles Wachstum verschafft (und schaffen MUSS), hat man immer noch nicht ganz verstanden, dass dieses Geld es nicht anders zulässt!

    Wir tun genau das, was das Geldsystem von uns verlangt! Wir versuchen mit aller Kraft exponentiell zu wachsen, weil sonst der Zusammenbruch droht. Systeme tendieren stets dazu, sich selbst aufrechtzuerhalten, völlig egal ob es andere, bessere, nachhaltigere Systeme gibt. Uns gelingt es nicht, nach Veränderungen zu streben, weil wir Angst vor Veränderungen haben, Angst davor haben, neue Wege zu gehen und bei manchen Wegen zu scheitern. Deswegen halten wir krampfhaft an einem System fest, dass wir zumindest kennen, weil es uns scheinbar unsere Zukunft besser erkennen lässt, auch wenn sie schlecht ist.

    Lieber sehenden Auges in den Untergang, als blind in die Zukunft!

    Dieses System produziert in zunehmendem Maße Krankheit (egal welcher Art, ob geistig oder körperlich), da exponentielles Wachstum (auf Dauer) krank ist. Es gibt nun mal nichts, was dauerhaft exponentiell wächst, und das ist auch gut so! Die Menschen müssen immer mehr, immer schneller wirtschaften. Dass da zuerst einige, später immer mehr und noch später immer noch schneller noch mehr auf der Strecke bleiben, ist doch völlig normal. Normal für dieses System zumindest.

    Auch in meiner Fachrichtung gibt es die Fragen nach dem „Warum nehmen psychische Erkrankungen scheinbar zu?“. Für mich ist das völlig logisch! Wir alle tun das, was das System von uns verlangt, wir wachsen, und zwar exponentiell! Und exponentielles Wachstum hat nun mal Folgen...

    Mit freundlichen Grüßen aus dem Spreewald
    A. S.
    Dipl. Psychologe

    11.55 Uhr Prof. Hankel: Die Demokratie in Griechenland wird abgeschafft

    Immer wieder verweise ich gerne auf die klaren Äußerungen von Prof. Hankel, regelmäßige Leser meiner Seiten wissen das, daher auch jetzt, unkommentiert, weil es vollständig meiner Meinung entspricht, der Link auf das

     

    20. Juli 1944

    12.40 Uhr Die Stadt vom Tyrannen befreien - das sollst du am Kreuze bereuen

    Das Attentat gegen Adolf Hitler ist, wie wir alle wissen, misslungen. Als die Bombe vor 67 Jahren am 20. Juli 1944, kurz nach 12.40 Uhr explodierte, befand sich Hitler außerhalb des Gefahrenbereichs. Claus Schenk Graf von Stauffenberg und viele seiner Mitverschwörer wurden - weniger als ein Jahr vor der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Streitkräfte - hingerichtet.

    Der Mut dieser Männer war darauf gerichtet, ein zynisches, menschenverachtendes, despotisches Regime zu beseitigen und eine neue Ordnung zu schaffen. Eine neue Ordnung, in der Recht und Gesetz, Parlament und Bürgerwille wieder Vorrang erhalten sollten, vor dem Willen eines selbstherrlichen Führers.

    Wir haben, in unserer neuen Geschichte, als Bürger der Bundesrepublik Deutschland den Schritt in eine echte Demokratie getan, wir haben uns an die Gesetzmäßigkeiten der Gewaltenteilung gewöhnt und sie lieb gewonnen, und diejenigen, die in den jungen Jahren der Republik groß geworden sind, wurden groß im Vertrauen darauf, in einem Rechtsstaat zu leben, dessen Gesetze ungeachtet der Person Gültigkeit besitzen und durchgesetzt werden. Dass wir darüber auch unsere nationale Identität und unsere nationalen Interessen verdrängt haben, soll nicht unerwähnt bleiben, doch handelt es sich dabei um eine Pendelbewegung, die - ohne neuen, extremen Anstoß - doch auch irgendwann wieder in einer vernünftigen Mittelposition zur Ruhe kommen wird.

    Schlimm ist festzustellen, wie wenig von dem übrig geblieben ist, was nach dem Ende des Dritten Reichs, als Demokratie und als Freiheit von Willkür, leuchtend aufschien. Mir wird das immer erst bewusst, wenn wieder ein neuer, konkreter, von den Medien meist unbeachteter Fall von Gesetzesbeugung, von Untätigkeit, ja von bewusster Missachtung der Regeln, die für alle Gesetz sein sollten, auf den Tisch kommt.

    Hier ist so wieder so ein Fall, der m.E. alle Voraussetzungen erfüllt, energisch auf die Einhaltung von Recht und Gesetz durch die Organe des Staates zu pochen.

    Es ist nicht harmlos, was Harald Thomé da anprangert.
    Auch wenn man es leicht verharmlosen könnte.

    Arbeitsüberlastung, menschliche Fehler, schlechte Organisation, unklare Zuständigkeiten - alles das mag dazu beitragen, entschuldigt es aber nicht.

    Es ist ein Zeichen der unaufhaltsamen Erosion der Demokratie, ein Prozess, in dem in immer schnellerer Folge hinter der demokratischen Fassade so etwas wie Willkür sichtbar wird.

    Wehret den Anfängen!

    Und sollte es für das Erwehren der Anfänge schon zu spät sein, so ist es doch immer noch Zeit genug, Harald Thomé und seinen Kampf gegen die beharrliche Ignoranz und Arroganz der Behörden zu unterstützen.

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    nachstehende Pressemitteilung haben wir am heutigen Tage rausgegeben, wir wären erfreut, wenn dies entsprechende Beachtung finden würde.

    Für Rück- und Nachfragen steht Ihnen Harald Thomé unter 0176 – 564 566 65 zur Verfügung.

    internet: www.tacheles-sozialhilfe.de
    info@tacheles-sozialhilfe.de

    Tacheles PM vom 20.07.2011
    ==========================

    Erwerbslosenverein Tacheles wirft Hartz IV-Jobcentern in Bayern und Baden-Württemberg vielfachen Rechtsbruch vor

    Harald Thomé, Vorsitzender des Erwerbslosen- und Sozialhilfevereins Tacheles aus Wuppertal und Referent für Arbeitslosenrecht hat im Juni 2011 bei 135 Jobcentern in Bayern und Baden-Württemberg Anträge nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) gestellt.
    Nach diesem Gesetz hat jeder Bürger einen Anspruch auf Weitergabe von amtlichen Informationen von Bundesbehörden. Das IFG hat zum Ziel, das Vertrauen zwischen Staat und Bürgerinnen und Bürgern zu stärken, indem öffentliches Verwaltungshandeln transparenter und nachvollziehbarer gemacht wird. Soweit die Theorie, die mit der Hartz IV-Realität nicht allzu viel gemein hat.

    Harald Thomé hat sich zur Aufgabe gemacht, in Sachen Hartz IV behördliche Verwaltungsanweisungen ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen und somit das Behördenhandeln für Betroffene und deren Berater transparenter zu machen. Der Verein Tacheles hat 2006 bereits in Sachen IFG bundesweit Aufsehen erlangt, weil er gegen die Bundesagentur für Arbeit geklagt und sie dazu gezwungen hat, ihre internen Weisungen zum Arbeitslosengeld im Internet zu veröffentlichen.

    Thomé hat im Juni 2011 bei 135 Jobcentern in Bayern und Baden-Württemberg Anträge nach dem Informationsfreiheitsgesetz gestellt und beantragt, dass diese Verwaltungsanweisungen und Richtlinien zu den Unterkunftskosten, zum Bildungs- und Teilhabepaket, aber auch zur Erstausstattung von Wohnraum und Bedarfen bei Schwangerschaft und Geburt an ihn herauszugeben.


    Solche Informationen sind nach dem IFG unverzüglich, spätestens aber innerhalb eines Monats, herauszugeben (§ 7 Abs. 5 IFG). Diese Monatsfrist ist jetzt abgelaufen und die Ergebnisse sind so katastrophal, dass sie veröffentlicht werden müssen:

    In Bayern wurden 88 Anträge gestellt, in 58 Fällen wurde überhaupt nicht geantwortet (65,9 %), in 11 Fällen wurden die begehrten Unterlagen vollumfänglich herausgegeben (12,5 %), in 17 Fällen wurden teilweise oder unvollständige Unterlagen herausgegeben (19,3 %) und in 3 Fällen erbaten sich die Job-center eine Nachfrist.
    In Baden-Württemberg wurden 47 Anträge gestellt, in 30 Fällen wurde nicht geantwortet (63,8 %), in 13 Fällen wurden die begehrten Unterlagen vollumfänglich weitergegeben (27,6 %), in 4 Fällen wurden teilweise oder unvollständige Unterlagen weitergegeben (8,5 %).

    Demnach haben 88 Jobcenter trotz eindeutiger Rechtslage nicht einmal auf die Anfrage reagiert.

    „Bei 65,1 % der IFG-Anträge sind die Jobcenter ihren gesetzlichen Verpflichtungen auf Informationsweitergabe überhaupt nicht nachgekommen. Eine solch niederschmetternde Bilanz von Rechtsmissachtung ist leider bei Hartz IV-Behörden üblich“, resümiert Harald Thomé. „Anderseits haben sich auch einige Jobcenter unverzüglich gemeldet, die begehrten Unterlagen sofort weitergegeben und zuvorkommend verhalten, leider waren das deutlich zu wenige“, so Thomé weiter.

    Thomé hat jetzt alle säumigen Jobcenter aufgefordert, bis Monatsende ihren Verpflichtungen nachzukommen. Sollte dies nicht erfolgen, wird er die betreffenden Jobcenter der Öffentlichkeit vorstellen und den Bundesbeauftragten für Informationsfreiheit Peter Schaar einschalten. „Wenn das auch nicht auf Resonanz trifft, werde ich die dann noch säumigen Jobcenter verklagen“, kündigt Thomé schon mal an, „denn es kann nicht sein, dass Jobcenter sich nicht geltendes Recht halten oder halten müssen“.

    Hintergrund:


    IFG Auseinandersetzung mit der Bundeagentur für Arbeit
    Örtliche Richtlinien zum SGB II
    Infomaterial zum IFG / Link

    -----------------------------------------------------------
    Dieser Newsletter wurde an die Adresse EWK@egon-w-kreutzer.de versendet.

     

    ein paar Bilder noch, die zeigen,

    wie gewalttätig und kriminell der Widerstand gegen S21 aussieht,

    da hat man wirklich Lust, die Wasserwerfer wieder auffahren zu lassen.

    (Immer vorausgesetzt, man steht auf der richtigen Seite,
    auf der Seite, die nur selten Lust hat, ihre eigentlichen Absichen offen zu legen ...)

    Mahnwachenfest S21

    aktuelle Bilder

     

    und eine recht gute Ergänzung auf dies alles gibt es auch ...

    Guten Tag, Deutschland!

    Hallo, Herr Kreutzer!
    Der Tip mit Ihrer Seite war gut. Gut ist, wenn man jeden Tag draufschaut, da dauert das Lesen nicht zu lange. Es sind ja richtige Festleser dabei!

    Zum Thema ALG und arbeitsamtliche Unterstützung der Arbeitsaufnahme ein Kapitel:

    Mein Neffe, 26, hatte einen Job in der Schweiz angeboten bekommen. Damit er über die ersten Hürden kommt - denn die Schweiz ist ja nicht gerade um die Ecke - ist er in Wernigerode zum Arbeitsamt getigert. Damit der junge Mann, seit seinem Eintritt ins Berufsleben nur bei Weiterbildungsmaßnahmen und in Zeitarbeitsfirmen beschäftigt, die ersten Hürden überbrücken kann, hat ihm das Amt 100 € angeboten (in Worten:
    EINHUNDERT EURO!). Das für knapp 800 km Fahrt und anderthalb Monate Überbrückung, bis das erste Geld kommt. Ist das nicht eine Sauerei?

    Begründung vom Amt: "Die Kassen sind leer! Sehen Sie denn nicht die Nachrichten? Wir müssen Griechenland retten!" - Klar doch, da kann ein armes Würstchen keine Unterstützung erwarten.

    Gut, man ist ja nicht Unmensch und hat einige Sympathie für die armenarmen Griechen, die ja so dringend der Milliarden bedürfen, daß man auch rückzahlfähige Darlehen annimmt. Aber - Fehlanzeige! "Rückzahlfähige Darlehen gibt es schoooon lange nicht mehr!" Ist schon mal eigenartig, Kassen leer, und wenn man wieder was einzuzahlen gewillt ist, gibt es egal nüscht.

    "Jaaa, wenn der junge Mann denn umziehen würde... Da hätten wir was anzubieten..."

    Merken Sie was? Kassen sind leer, aber ... wenn der alles sackt und packt, da wäre wieder was da.

    Aber es kam noch dicker. Der junge Mann hat sich nicht bange machen lassen, ist im Bekanntenkreis rotiert und hat sich paar Hunderter zusammengeholt. Dann ist der in die Schweiz... um dort festzustellen, daß die offenbar ganz andere Berufsbezeichnungen haben. Nachdem er das dritte Mal von einer Firma als unqualifiziert für die angebotene Tätigkeit abgelehnt wurde, hat er seine Siebensachen wieder gepackt und ist auf den letzten
    Cent wieder in die Heimat gedüst, um dort festzustellen, daß die (...) AG Zürich bereits mehrfach verklagt ist, weil sie ihren Leuten nicht das zahlt, was sie vorher großartig verspricht.
    Wo ist denn hier das vielgerühmte Dornröschen-Amt? Hätten die das nicht wissen müssen? Und ... warum darf so eine Schleuderfirma, die es erst seit Januar d.J. gibt, immer noch weitermachen und anständige junge und ältere Leute besch*...uppen?

    Echt schlimm!
    Armes Deutschland!

    S.W.


    19. Juli 2011

    13.59 Uhr Öko-Strom-Handel (was'n das?)

    Im April hatte ich auf diesen Seiten dazu ermuntert, Ideen zur dezentralen Erzeugung und Speicherung alternativer Energie vorzutragen, wollte - für eine bestimmte Zeit - ein Podium sein, auf dem Informationen und Visionen ausgetauscht und fruchtbar vernetzt werden. Die Reaktionen waren zahlreich, vielgestaltig, originell und nüchtern, insgesamt ein guter Mix.

    Dass ich so auf "dezentral" Wert legte, hat seine Ursache

    • nicht nur darin, dass ich die Hoffnung hege, mit dem notwendigen Energiewandel, weg von der Kernkraft, hin zu alternativen Energien, auch die Übermacht des Energieoligopols in Deutschland brechen zu können,
    • sondern vor allem auch darin, dass ich es auch technisch für einen Unfug halte, Nord- und Ostsee (wo eben nur die großen Konzerne Windparks errichten können, und sonst niemand, außer dem Staat vielleicht, der dies aber nicht als seine Aufgabe ansieht) mit Monster-Windparks vollzupflastern, die insgesamt Leistungen erbringen, die den Stromtransport über verlustärmere Höchstspannungsleitungen (800 KV) ermöglichen, für die wiederum gigantische Schneißen in die Natur geschlagen werden müssen, vom Norden der Republik in den Süden, statt dort, in dezentralen Anlagen den Strom zu erzeugen und über kurze Strecken, mit weitaus geringerer Naturzerstörung, mit nur 110 KV oder noch weniger zum Verbraucher zu bringen.
    Wäre es sinnvoll,
     
    • Licht und/oder Wind immer da einzufangen, wo ständig viel davon verfügbar ist, und die daraus gewonnene Energie dann über endlose Strecken dahin zu transportieren, wo sie benötigt wird, die Natur hätte es uns vorgemacht.
    • Die Natur hätte Wälder entstehen lassen, die ihr gemeinsames Blätterwerk in Sizilien grünen lassen, während ihre gemeinsamen Wurzeln das unerschöpfliche Wasserreservoir skandinavischer Flüsse anzapfen, Bäume, deren kahle Stämme bei uns herumstehen, zugewuchert von Wurzel- und Adersträngen ...
     
    Ja - und dazu passen die kritischen Anmerkungen, die
    Georg Nowak heute zum Thema Öko-Strom-Handel
    zur Verfügung gestellt hat.
     

    Lieber Herr Kreutzer,

    dieses Thema paßt nach meinem Verständnis sowohl in den Energiebereich als auch in den allgemein-wirtschaftlichen.

    Die angehängte, weitergeleitete Email vom SFV war der Auslöser, mich noch mal mit dem Thema Ökostromhandel (HANDEL !) zu befassen. Interessant waren die Hinweise, die ich da gefunden habe:

    - RWE hat als erster Großkonzern 1996 damit angefangen
    - die FDP hatte das Thema 2002 in ihrem Programm.

    Und beide wollten damit die verstärkte ERZEUGUNG von erneuerbarem Strom blockieren!

    Noch schlimmer läuft mit den RECS-Zertifikaten, sehr schön vom SFV bechrieben. Bei diesem Zertifikatesystem geht es darum, z.B. mit Wasserkraftanlagen gleich ZWEI Sachen auf einmal zu erzeugen: Strom, der dann keine besondere Eigenschaft wie "ökologisch" mehr hat, UND einen netten Aufkleber, das Zertifikat, dessen Bindung an den hergestellten Strom im Laufe des Handelsweges unabhängig wird. Es gibt immer genug Interessenten an bunten Aufklebern.

    Schon 2002 hat der SFV das Prinzip des Ökostromhandels analysiert: <http://www.sfv.de/lokal/mails/wvf/ews_vorb.htm>. Und die Stellungnahme der EWS Schönau spricht für sich. Als wir (2001 oder so) auf EWS umgestiegen sind, hatte ich diese Einzelheiten gar nicht im Kopf. Aber die umwelt- und energiepolitischen Aktivitäten von EWS fand ich damals schon so unterstützenswert, daß mir der kleine Aufschlag mehr als gerechtfertigt erschien. Und vor allem wollten wir die konservative, geradezu schlimme Firmenpolititk von RWE nicht weiter fördern. Die Stänkereien von RWE und Co. im Augenblick sprechen ja für sich.

    Das Wichtigste und Nötige ist und bleibt das ERZEUGEN von erneuerbarem Strom und nicht von bunten Aufklebern.

    Schönen Tag!
    Georg Nowak

     

    Ja, die Einzelheiten aus der angehängten E-Mail, auf die Georg Nowak sich bezieht, finden Sie hier - nehmen Sie sich die Zeit, um wirklich mitreden zu können

     

    11.11 Uhr Die närrische Überraschung

    Damit konnte nun wirklich niemand rechnen, vor allem die nicht, die sich ständig von hoher Warte aus damit beschäftigten, den jetzt erreichten Zustand herzustellen:

    Den Geringverdienern geht es seit 2000 immer schlechter, ihre Einkommen schwinden nach und nach, der Aufschwung kommt bei ihnen nicht an.

    Ja. Das hat Schröder gewollt. Das hat Hartz ihm geliefert - und die Bertelsmann-Stiftung hat das Konzept geliefert - bzw. anfertigen lassen ...

    Und die Union, damals in der Opposition, hat die Regierung noch vor sich hergetrieben,
    ein Anfang sei es, die ersten Schritte in die richtige Richtung, nun müsse das konsequent fortgeführt werden, und dann haben sie es konsequent fortgeführt, erst in der großen Koalition, dann als Schwarzgelbe.

    Und jetzt, wo das Ergebnis so offenkundig ist, dass sogar die Financial Times nicht umhin kann, über das Resultat der gezielten Umverteilung von unten nach oben zu berichten - jetzt sind wir überrascht?

    Nein. Die SPD, die Grünen, die Gewerkschaften, die CDU, die CSU, die FDP,

    sie alle müssten jetzt eigentlich stolz sein, denn sie haben es, gegen alle frühen Warnungen, gewollt und ins Werk gesetzt, und wer da jetzt Bedauern heuchelt, ist endgültig unglaubwürdig.


    18. Juli 2011

    10.00 Uhr Neusprech - Orwell lässt grüßen

    Wir hatten einmal eine Arbeitslosenversicherung. Die war dazu da, Menschen, die ihre Arbeit verloren hatten ... Quatsch! Niemand verliert seine Arbeit ... die dazu da war, Menschen, die entlassen wurden, deren Arbeit nicht mehr gebraucht wurde, für eine Übergangszeit mit so viel Geld zu versorgen, dass sie in Ruhe und ohne größere Einschränkungen nach einer neuen, ihrer Ausbildung und ihren Fähigkeiten angemessenen Arbeit suchen konnten. Und damit das für die Versichertengemeinschaft nicht ein Fass ohne Boden wurde, hat sich die Versicherung natürlich auch bemüht, sich nach offen Stellen umzusehen und den Arbeitslosen Vorschläge zu machen, wo sie sich aussichtsreich bewerben könnten.

    Das alles klingt wie ein Märchen aus guten alten Zeiten. Von Versicherung spricht niemand mehr, es heißt jetzt ARGE oder Job-Center, und es geht dem Anschein nach nicht mehr darum, Arbeitslose in einen angemessenen oder auch nur zumutbaren Job zu bringen, es geht nicht mehr darum, für die Zeit zwischen zwei Anstellungen den Lebensstandard zu erhalten, es geht anscheinend nur noch darum, die Arbeitslosenstatistik zu schönen, die Menschen also unter Androhung von Sanktionen in irgendwelche Jobs oder Maßnahmen zu stecken, damit sie weg sind, aus der Statistik.

    Gut, auch daran haben wir uns gewöhnt, und wir hielten es immer noch für eine Versicherung, die zugunsten der Arbeitnehmer zwangsweise abgeschlossen und von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gemeinsam finanziert wird.

    Nun kommt das Neue!

    Die Bundesagentur für Arbeit bemüht sich nun darum, den in Deutschland produzierenden und dienstleistenden Unternehmen qualifizierte Zuwanderer aus Spanien, Portugal und Griechenland zuzuführen um den von den Unternehmen beklagten Fachkräftemangel zu bekämpfen.

    Und das ist nun Orwell, "1984" in Reinkultur.

    Da finanzieren die deutschen Arbeitnehmer über ihre Zwangsbeiträge zu Arbeitslosenversicherung die Anwerbung und Zuwanderung von Dumpinglöhnern ...?

     

    Ist das die Aufgabe der Arbeitslosenversicherung?

     

    Nein.

    Da sollten sich doch bitte die Unternehmer selbst drum kümmern, oder eine eigene Versicherung gründen, die solche Eskapaden finanziert.

    Mein Gott!

    Wo leben wir?

    und eine Lesermeinung zu alledem 

    moin herr kreutzer,

    einige kurze ergänzungen zum heutigen beitrag …

    ein noch effektiverer weg menschen aus der statistik zu bekommen ist das komplette versagen von sozialleistungen mit abstrusen und subjektiven ansichten irgendwelcher sachbearbeiter der jobcenter. diese haben eine so umfassende ausbildung, dass sie selbst nicht beteiligten menschen vorschreiben wollen, was sie zu tun und zu lassen haben. auch werden betroffene gerne zu handlungen aufgefordert, welche bei durchführung auf antrag konsequenzen nach dem stgb erwarten lassen (z.b. sollen unterlagen von dritten beigebracht werden, die dazu nicht willens und in keiner weise verpflichtet sind. Unterlagen, die man sich also nur illegal und gegen den willen der eigentümer beschaffen kann). sollten sie dem nicht nachkommen, gibt’s eben keine leistungen (dies kann ich jederzeit durch entsprechende schriftstücke belegen). der betroffene kann ja dann den langen und steinigen weg über die gerichte gehen. leider knicken an dem punkt noch viele menschen ein und haben vergessen, dass ihnen rechte zustehen, welche sie auch einfordern müssen.

    das dumme ist, dass – selbst eilverfahren- vor den sozialgerichten monate dauern und oftmals ein beschluss ergeht - (...) welcher durch offensichtliche (...) in den unteren instanzen negativ ausfällt. dann bleibt ja noch das beschwerdeverfahren. bis man dieses durch hat – in der hoffnung, dass man an einen kompetenten richter gerät – ist der streitige bewilligungszeitraum vorüber und das spiel beginnt von vorn. die betroffenen sind während dieser ganzen zeit nicht in der statistik. ich möchte die zahl der so aussortierten gar nicht wissen…. (...)

    nun mal was zu den arbeitskräften….

    wer trägt die schuld daran? zum einen die weltbesten regierungen von deutschland in den letzten jahrzehnten. diese haben es nicht geschafft ein bildungssystem auf die reihe zu bekommen, welches mit der entwicklung in der welt schritt halten kann. aber was von „leitkultur“ faseln….

    weiterhin sind es die arbeitgeber selber (obwohl die ja eigentlich die arbeit nehmen), welche es versäumt haben ihre ausbildung in den entsprechenden berufen zu forcieren um ausreichend nachwuchs zu haben. mit weitischt und planung hat das irgendwie sehr wenig zu tun….

    nun kommt aber das beste… die letzten weltbesten regierungen deutschlands haben durch „sozialpolitische und arbeitsmarkttechnische maßnahmen“ den wohl „besten“ niedriglohnsektor auf dem europäischen festland zu schaffen… und die sind auch noch stolz darauf. warum sollte – sagen wir mal ein pole – in deutschland für 5 euro hungerlohn arbeiten, wenn er zu hause 7 euro die stunde bekommt? ist den (...) im bundestag nicht schon vor jahren aufgefallen, dass selbst die erntehelfer aus dem osteuropäischen ausland durch deutschlan DURCHreisen um weiter im westen menschenwürdige löhne für ihre arbeit zu bekommen?

    und madame bundeskanzlerin lässt sich von den amis für diese leistungen noch einen orden verpassen. ich kann gar nicht soviel essen wie ich (...) muss…

    in diesem sinne
    frank möller

    Anmerkung von EWK:
    Herr Möller hat an einigen Stellen - nachvollziehbar - zu Formulierungen gegriffen, die ich durch (...) ersetzt habe. Es ist besser so.


    17. Juli 2011

    noch ist die Zeit nicht reif - aber so schön grün ...

    Das Bild vom Sonntag


    16. Juli 2011
    15. Juli 2011

    18.30 Uhr Die Hankel-Assoziationskette auf Egon-W-Kreutzer.de

    findet eine Fortsetzung

     

    ... da schwirrt es auch in meinem Kopf wie wild herum,
    lieber Stefan Neumann - und lieber Wolf!

      • "Vertrauen in die Politik, ohne Rücksicht auf Verluste?"
      • "Darauf vertrauen, dass sich niemand rührt?"
      • "Ob da keiner mehr nachdenkt?"
     
    DOCH!!!
     
    Es denken viele nach. Es schwirrt in den Köpfen. Es schwirrt in vielen Köpfen.
    Es schwirrt in mehr Köpfen als wir für möglich halten.
     
    Es schwirrt und schwirrt und schwirrt und schwirrt.
     
    Die Zeit ist reif, das Schwirren zu konzentrieren. Zu konzentrieren auf ein gemeinsames Ziel. Konzentrieren - in Form von:
     
    Die Aufmerksamkeit
    auf ein gemeinsames Ziel hin zu lenken.
     
    • Welches Ziel?
    • Auf welches gemeinsame Ziel?
    • Welchem Ziel gilt es, die volle Aufmerksamkeit zu schenken?
    • Welches erste Ziel gilt es zu erreichen, um das Schwirren in den Köpfen vieler engagierter Leute zu konzentrieren?
    Ein erstes Ziel könnte sein,
    eine neue Fehlerkultur zu leben.
     
    Wie Stefan Neumann in seinem Kommentar bemerkte: "Fehler reflektieren".
    Eine neue Fehlerkultur, in der jeder an seinen eigenen, höchstpersönlichen Fehlern in seinem näheren sozialen Umfeld arbeitet. Wir brauchen eine neue Fehlerkultur! Eine Fehlerkultur, die Abstand davon nimmt, was vielen Kindern in unseren Familien und nahezu allen Kindern in unseren Regelschulen, so genannten "Bildungsanstalten" vermittelt wird.
     
    Fehler sind dazu da, um aus ihnen zu lernen. Und was wird unseren Kindern, insbesondere an unseren Schulen vermittelt?
     
    Es wird vermittelt,
    dass Fehler etwas Schlechtes sind.
     
    Fehler führen in der Regel zu schlechten Noten. Und schlechte Noten haben zur Folge, dass das Tor für den Übertritt an eine weiterführende Schule verschlossen bleibt. Schlechte Noten im Abschlusszeugnis verringern die Chance auf einen Ausbildungsplatz.
     
    Schlechte Noten aufgrund von Fehlern, die gemacht wurden ...
     
    Darüber hinaus bildet das Fehlermachen bei vielen Menschen ein Gefühl der Unvollkommenheit heraus. Wer macht denn schon gerne Fehler, wenn das Fehlermachen in den Köpfen unserer Gesellschaft immer noch als etwas Negatives herumschwirrt?
     
    Fehler sind - meiner Meinung nach - dazu da,
    um aus ihnen zu lernen!
     
    Fehler wahrnehmen, Fehler erkennen, Fehler mit Würde annehmen, an den Fehlern arbeiten - und dann das herrliche Gefühl genießen, etwas aus eigener Kraft heraus geschafft zu haben. Aus den eigenen Fehlern lernen, Fehler als Chance erkennen, sich weiterentwickeln zu können, um Schritt für Schritt das Potential zu entfalten, das sich wie ein vergrabener Schatz tief in unserem Innern befindet.
    Sich weiterentwickeln, sich entfalten, nach und nach sein Potential erforschen und entdecken - Fragen stellen, Fehler machen, Fehler machen dürfen ...
    Fehler bzw. Konflikte gemeinsam lösen, konstruktiv lösen, ohne den anderen - weder in seiner persönlichen Ehre zu verletzen noch in seiner persönlichen Freiheit einzuschränken.

     

     

     
    All das kann gelingen - davon bin ich fest überzeugt! Es kann gelingen, Schritt für Schritt, sofern unsere Kinder - und auch Erwachsene (!) eine Lernumgebung vorfinden, in der sie sich angenommen, aufgehoben, wertgeschätzt und geliebt (!) fühlen können.
     
    Ein Lernort, an dem die "Lernenden" all das entdecken können,
    was sie sind und was sie noch werden können,
    um es mit den Worten von Prof. Dr. Gerald Hüther zu sagen.
     
    Ein Lernort, an dem sie sich geschützt, geschätzt und in erster Linie geborgen fühlen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Sie, lieber Stefan.
    Sie haben durch Ihren Kommentar von heute Vormittag meine Gedanken in Bewegung gebracht. Und nicht nur meine Gedanken ... Gedanken zum Thema "Fehlerkultur".
    Ein Thema, das in der Familie seine ersten Kreise zieht. In der Familie als der kleinsten und wichtigsten Zelle unserer Gesellschaft. Hier findet in erster Linie das Lernen, das wahre Lernen statt. Dort sind die Menschen, in der Regel die Eltern, mit denen sich unsere Kinder verbunden fühlen bzw. verbunden fühlen dürfen/sollten.
     
    Die Zeit ist reif!
     
    Reif, um all das, was dich, lieber Wolf, deine Leser und viele Menschen bewegt, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
     
    Ein neues Buch? Ein Buch, in dem wirtschafts- und sozialpolitische Themen allumfassend kritisch von allen Seiten beleuchtet werden? Themen, die die kleinste Zelle unserer Gesellschaft berühren? Themen, die ihren Ursprung da haben, wo sich soziale Wesen Schritt für Schritt entwickeln? Ein Buch - herausgegeben vom EWK-Verlag?
     
     
    Ich bin dabei.
    Dabei, wenn es um Themen rund um Bildung und Gesundheit geht.
    Dabei, all meine Gedanken, die seit vielen Jahren in meinem Kopf herumschwirren, öffentlich zu machen.
     
    Dabei, wenn es darum geht, unseren Eltern Mut zu machen, selbst die Verantwortung gerne für sich selbst und ihre Kinder zu tragen. Die Familien gilt es zu stärken - und ihnen die Möglichkeit zu geben, selbst zu entscheiden, was für sie und ihre Kinder das Beste ist. In der Familie erwerben unsere Kinder in erster Linie ihre sozialen Kompetenzen.
     
    Die Eltern und das nähere soziale Umfeld als das Vorbild für unsere Kinder. Kinder ahmen nach!
    Kinder übernehmen Verhaltensweisen, die ihnen zuhause vorgelebt werden.
     
    Das Wenigste ist genetisch vorprogrammiert, stellt Prof. Dr. Hüther fest. Es gilt, wieder eine Gesprächskultur aufzubauen, Zeit für die Kinder zu haben und ein Gespür dafür zu entwickeln, was in der Tat wichtig ist im Leben. Leistung um jeden Preis? Leistung, ohne auf die Signale des Körpers zu achten?
     
     
    Leistungssteigerung auf Kosten der Gesundheit? Leistung um jeden Preis? Leistung und Wachstum - zwei Ziele, die unsere Gesellschaft zu Mitteln greifen lassen, die mit dem Gewissen - sofern noch vorhanden - kaum mehr in Einklang gebracht werden können!
     
    Ich wünsche allen, die jetzt mitgelesen haben,
    ein erholsames und entspanntes Wochenende
    mit interessanten und wertvollen Begegnungen.
     
    Herzliche Grüße aus Bayern
    Manuela Engl

    Link zur aktuellen Diskussion "Kindergesundheit"

     

    10.10 Uhr Wo sind wir hingekommen?

    Demokratisch gewählte Volksvertreter, die aus ihre Mitte eine Regierung bilden, hier, und die demokratisch denkenden Wähler da - stehen sich spinnefeind gegenüber, wie ein Ehepaar, das sich aneinander aufgearbeitet hat.

    Aus schlimmen Zeiten entstanden, die Demokratie dieser Republik, als Glück und Befreiung empfunden, ist nun zu einem quälend-qualvollen Ritual geworden, das wieder und wieder durchlaufen wird, ohne dass hier noch ein echter Wille bestünde, wirklich den Nutzen des Volkes zu mehren und Schaden abzuwenden, und ohne dass dort noch das notwendige Vertrauen in die Institutionen bestünde, ohne das die Demokratie gar nicht mehr denkbar ist.

    Lassen Sie mich an dieser Stelle kurz darauf hinweisen, dass ich im EWK-Verlag in erster Linie und besonders gerne solche Bücher herausbringe, die Kritik und ernstzunehmende Lösungsvorschläge zugleich in die Welt bringen.

    Die Nichtwähler - der schlafende Riese,
    von Werner Peters

     

    ist so ein Buch, ein Buch, das einen möglichen Ausweg aus dem Dilemma der real existierenden Demokratie in Deutschland weist, dadurch dass man sie ernst nimmt, dass man wählt - und zwar eine Partei, die nur die Demokratie neu beleben will, die damit Mehrheiten für die Fortführung der bisherigen Politik verhindern könnte - statt zu resignieren.

     

    Und auch "Unsere Freiheit - man kann sich dafür einsetzen"
    habe ich geschrieben, um Kritik und Wege in eine freiere, demokratischere, glücklichere Gesellschaft aufzuzeigen.
     
    Auch dazu finden Sie mehr unter unserem Programmpunkt, Sachbuch Soziales - ein Klick aufs Cover genügt ...
     
     
     
     
     
     
     
    Der Auslöser für die Thematisierung dieses Problems war heute ein Mail, die von einem regen Besucher dieser Seite kam - ich will sie gerne öffentlich machen:
     

     Hallo Herr Kreutzer,

    rein rechtlich, habe ich für unsere Politiker eigentlich keine Bedenken. Aus deren Sicht natürlich. Da es sich bei denen ja vorwiegend um Juristen handelt, wäre das schon ziemlich blöd, mal ganz plump gesagt…

    Der „Bericht“ von Prof. Hankel zeigt doch ziemlich deutlich wo „wir“ stehen. Die derzeitige Politik- und Wirtschaftsführung hat nichts mehr mit der Gesellschaft, mit dem Volk in diesem Land zu tun.

    Nun gut, es sind Politiker am Werk, die ohnehin bereits in der Vergangenheit jede Legitimation verloren haben.

    „Ihr macht jemanden zum Finanzminister, der mit einem Koffer voller Schwarzgeld erwischt wurde?“ (wie mal ein Kunde aus England sagte…) – vertrauen in die Politik. Ohne Rücksicht auf Verluste!

    „Ihr wollt jemanden zum Kanzlerkandidaten ernennen, der in jedem größeren Amt das er bisher inne hatte gescheitert ist?“. Der seine Partei in NRW und damit auch im Bund, bis zur Unkenntlichkeit zerschlagen hat? (wie mal ein Bekannter und Ex-SPD Anhänger sagte…) Vertrauen in die Politik – ohne Rücksicht auf Verluste!

    Sie vertrauen darauf, dass niemand sich regt, dass niemand sich rührt. Sie wissen, dass wir alles schnell vergessen. Die Umfragen, die sie uns zeigen, machen Eindruck, bringen Zweifel. „Die sind doch so beliebt, so kompetent. Wenn das so viele Leute sagen, muss doch etwas dran ein!?“.

     

    Nein, nichts ist dran! Absolut gar nichts! Es ist Manipulation und Massensuggestion in Reinform!

    Welch ein Wahnsinn! Denkt da keiner mehr nach?

    Keiner von uns würde doch sein Geld einem Mann in die Hände geben, der vorher schon einmal andere Leute betrogen hat. Keiner von uns, würde doch jemanden als „Führer“ wählen, der vorher schon mehrfach gescheitert ist.

    Der Mensch ist seit Uhrzeiten darauf eingestellt, negative Erlebnisse zu verdrängen und zu vergessen oder zu verklären. Das ist eine Schutzreaktion, die uns motivieren und zum Weitermachen bewegen soll. Das ist ein Antrieb, der uns zu dem gemacht hat was wir sind. Wenn wir aber noch nicht einmal in der Lage sind, die durch die Evolution vorprogrammierten, geistigen Schranken zu überwinden – dürfen wir uns dann überhaupt als „zivilisiert“ bezeichnen?

    Ich meine, es ist längst an der Zeit, diesen Schutzmechanismus auszuschalten. Wir sollten in der Lage sein, unsere Fehler zu reflektieren. Wir sollten gezielt die Fehler ansprechen und beseitigen, und somit, immer wieder von Neuem beginnen.

    Nur eine Gesellschaft die offen ist, die Fehler erkennt und sie beseitigt, ohne in Ideologien zu verfallen oder aus niederen Gründen an einer falschen These festzuhalten, darf sich als „zivilisiert“ bezeichnen. Zivilisiert, im Sinne einer kultivierten Wertegemeinschaft, in der jeder seinen gerechten Anteil erhält. In dem aber auch jeder seinen gerechten Anteil leistet. Für, und im Sinne der Gesellschaft.

    Das schwirrt mir so sehr im Kopf herum, dass ich es einfach mal loswerden musste…

     

    Bis die Tage

    Stefan Neumann

     
    ja, und dann hat es angefangen, in meinem Kopf herumzuschwirren ....


    14. Juli 2011

    16.30 Uhr Zur Euro-Rettung erhielt ich diese Mail von Prof. Hankel

    Prof. Hankel ist einer der Kläger gegen die Eurorettung, Sie erinnern sich, ich hatte erst kürzlich aufgerufen, ihn in dieser Sache zu unterstützen. Lesen Sie
    seinen Kommentar zum Prozessbeginn:

    Die Szene am 5. Juli in Karlsruhe ist ebenso gespenstisch
    wie politisch explosiv.

    Da erklärt das höchste deutsche Gericht, es wolle die hunderte von Milliarden kostende Rettung der Euro-Währung rein rechtlich „unter Ausschluß ökonomischer Argumente“ (so der Präsident des Bundesverfassungsgerichts) behandeln.

    Da rechtfertigt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) seinen Aktionismus in dieser Sache damit, man habe im Mai 2010 vor der „Notsituation“ gestanden, eine Staatspleite Griechenlands mit unabsehbaren Folgen für das Finanzsystem und die Gemeinschaftswährung abwehren zu müssen – eine mögliche Kettenreaktion, gefährlicher als die nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008.

    Wie viele Straftatbestände kommen hier zusammen? Der deutsche Finanzminister bekennt sich offen – wie seine bisherige französische Amtskollegin Christine Lagarde, die neue Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) – zum Bruch der EU-Verträge, die genau dieses, nämlich die Haftung von EU-Staaten für andere (No-Bailout-Klausel) ausschließen. Schäuble betreibt mit Steuergeldern, was privatrechtlich unter Strafe steht: Konkursverschleppung in Griechenland und anderen Defizitländern der Euro-Zone. Und was noch schwerer wiegt: Er geht über „das Königsrecht des Parlaments“ (so einer der Verfassungsrichter) hinweg und verpfändet eine dreistellige Milliardensumme fast in der Größenordnung des Bundeshaushaltes auf Jahre hinaus für Hilfsaktionen, von denen er noch nicht einmal darlegen kann, ob diese Reparaturen am Haus Europa überhaupt notwendig sind und wem sie nützen: Griechenland, dem Finanzsektor, der sein in Griechenland verzocktes Geld dadurch wieder erhält, oder dem Euro. Und das aus dem Munde eines Ministers, der bei Amtsantritt geschworen hat, „Schaden vom deutschen Volk abzuwehren“ (Artikel 56 Grundgesetz). In jedem anderen demokratischen Land sähe sich ein solcher Finanzminister den bohrendsten Fragen von Öffentlichkeit, Medien sowie der parlamentarischen Opposition ausgesetzt. Doch diese interessiert offenbar der Frauen-Fußball mehr als die Perspektiven der Staatsfinanzen. Jetzt wäre Unruhe allererste Bürgerpflicht – denn es geht nicht nur um die Zahlungs- und Funktionsfähigkeit des Staates, sondern das Einkommen aller Bürger „nach Steuerabzug“. Dieser Staat dürfte nach Erfüllung der für Europa eingegangenen Verpflichtungen noch weniger „netto“ von „brutto“ übrig lassen als bisher. Wolfgang Schäuble weiß, warum er die Steuersenkungspläne seines FDP-Kollegen Philipp Rösler aus dem Wirtschaftsressort und seiner Kanzlerin für „Träumereien“ hält.

    Kein Parlament, auch nicht das deutsche, darf unter Zeitdruck und dem Zwang einer „behaupteten, aber nicht bewiesenen Notsituation“ seine Kontrollpflichten vernachlässigen, so Dietrich Murswiek, Direktor des Instituts für Öffentliches Recht an der Uni Freiburg und Prozeßvertreter des in Sachen Euro-Rettung klagenden CSU-Bundestagsabgeordneten Peter Gauweiler. Diese Kontrollpflichten sind unabdingbar. „Not kennt kein Gebot“, gilt nicht für den Gesetzgeber. Doch hat diese angebliche Notsituation wirklich bestanden und besteht sie noch immer?

    Der Verfasser hat dem Gericht erläutert, warum erst die überstürzt und mit fragwürdiger Begründung beschlossenen „Rettungsschirme“ für Griechenland und den Euro die jetzigen Probleme geschaffen haben. Hätte man Griechenland im Mai 2010 keine Hilfe gewährt, was wäre geschehen? Das Land hätte die Euro-Zone verlassen, es hätte seine neue Währung kräftig abgewertet. Das Ausland hätte Griechenland freiwillig einen Schuldennachlaß („haircut) anbieten müssen, denn die Alternative wäre gewesen, kein Geld aus Athen zu bekommen, weil es seine Auslandstransfers eingestellt hätte. Griechenland befände sich seit einem Jahr auf Erholungskurs, denn es brauchte weder die demokratiefeindlichen noch die ökonomisch unsinnigen Auflagen von EU und IWF erfüllen. Der Euro wäre nach dem Ausscheiden der Konkursstaaten kräftiger denn je! Denn aus wie vielen Staaten eine Währungsunion besteht – aus 17, 16 oder nur 12 – kann nicht politisch beschlossen werden. Das entscheidet einzig und allein die innere Stabilität der die Währungsehe eingehenden Staaten (und ihr Wille, sie auch zu wahren).

    Wie auch immer man es dreht und wendet: Ein Finanzminister, der seinen Haushalt sprengt, Deutschlands Rolle als Finanzier konkursreifer Staaten in Europa unbegrenzt festschreibt, seine Mitbürger um den Gegenwert ihrer hart verdienten und erbrachten Steuerleistungen prellt, indem er es ermöglicht, daß europäische Pleitestaaten die eigene Steuerleistung durch Kredite und Hilfszahlungen aus der EU „ersetzen“ können und diese Generation und die folgenden aufs Schwerste mit untragbaren Steuerhypotheken belastet – ein solcher Finanzminister wäre in jedem anderen Land politisch ein toter Mann. Wollte Angela Merkel wirklich Schaden vom deutschen Volk abwehren, (was auch sie geschworen hat) und ihr Überleben im Amt sichern, sie müßte diesen Minister jetzt entlassen. Denn nach dem Spruch aus Karlsruhe, wie immer er ausfällt, ist es für sie zu spät. Dann haftet auch sie für einen Minister, der mit Starrsinn, Unbelehrbarkeit oder mangelnden Fachkompetenz – man kann sich den Grund aussuchen – sie und ihr Kabinett ins politisch Aus manövriert hat.

    Ihr
    Wilhelm Hankel

     

     

    10.45 Uhr Es ist wieder Donnerstag

    Jetzt rotieren sie wieder, die Zauberlehrlinge in den Sesseln der Finanzminister, die Zauberlehrlinge der EZB, die Zauberlehrlinge des IWF, die Zauberlehrlinge der US-Administration und die Zauberlehrlinge der FED, rotieren, weil drei kleine Privatfirmen beschlossen haben, die Welt, im Auftrag ihres Klientel in den finanziellen Abgrund zu treiben - und es fällt ihnen nichts anderes ein, als auf alle Forderungen einzugehen, es fällt ihnen nichts anderes ein, als nur alles zu tun, um S&P, Moody's und Fitch zu gefallen,

    Als ob ein feuerspeiender Drache ihr Hütten in Schutt und Asche legen würde, opferten sie nicht täglich eine Jungfrau und eine Viertelbillion Dollar dazu.

    Ich habe mir erlaubt, heute einen Paukenschlag aus dem Oktober 2008 noch einmal
    vorzulegen. Viele werden ihn noch gar nicht entdeckt haben, und für diejenigen, die sich erinnern können, ist es m.E. eine gute Auffrischung - zumal am Ende noch einmal eine ganze Linksammlung zu den Aufsätzen vom Anfang der Krise zu finden ist, die zum Vertiefen einladen.


    13. Juli 2011

    08.50 Uhr Wieder ein neuer Beitrag zur Kindergesundheit


    12. Juli 2011

    12.25 Uhr Kindergesundheit

    Das Thema vom 5. Juli, zu dem eine ganze Reihe sehr interessanter und wichtiger Beiträge eingegangen sind, findet immer noch Interesse und es gehen immer noch Zuschriften ein. Weil aber nicht jeder jeden Tag wieder zum 5. Juli geht, um nachzusehen, ob vielleicht noch was Neues dazu geschrieben wurde,

    lege ich die jüngsten Beiträge von jetzt an zu oberst ab, und setze einen Link exakt dorthin.

     

     


    09.30 Uhr Die größte Schwierigkeit beim Verbessern der Welt 

    Die größte Schwierigkeit beim Verbessern der Welt
    liegt darin, dass man bei sich selbst anfangen muss -

    - und das ist mit" Ändern" nicht getan.
    Erst wenn es gelingt, wirklich frei zu sein,
    alles Hinderliche in sich selbst zu erkennen
    und es tatsächlich ohne Reue und Wehmut loszulassen,

    erst dann kann aus der Ruhe jene Kraft erwachsen,
    die wirklich alles vermag.

     

    Eine kleine Anleitung dazu
    habe ich vor geraumer Zeit verfasst - heute wurde ich
    daran erinnert.

    mehr dazu im EWK-Verlag unter

    Sachbuch Soziales

     

    10.20 Uhr Eine ganz besondere Freiheitsbewegung - die S21- Gegner

    Was man im Fernsehen nicht sieht, gibt es nicht?

    Die Zeiten sind vorüber. Hier finden Sie die Bilder vom friedlichen Protest, lesenswert die vielen Transparente!


    11. Juli 2011

    10.30 Uhr Starke Töne aus Brüssel

    Die EU Justizkommissarin (JUSTIZ!), nicht Wirtschaft oder Finanzen, nicht der Euro-Gruppenchef, nein, ausgerechnet die EU-Justizkommissarin Viviane Reding sagt „Europa darf sich nicht von drei US-Privatunternehmen kaputt machen lassen“, und meint damit die drei großen - und letztlich weltweit einzigen - Ratingagenturen S&P, Moody's und Fitch.
    Es handle sich um ein Kartell und die G20 müssten beschließen, dieses Kartell zu zerschlagen - und dann kommt ganz, ganz leise die Idee, wie das gehen könnte:

    "Die USA könnten beispielsweise aufgefordert werden, aus drei Ratingagenturen sechs zu machen. Oder aber es werden unabhängige europäische und asiatische Ratingagenturen geschaffen."

    Da bricht die Freude über die starken Töne dann schnell zusammen.

    Was ändert sich, wenn aus drei US-Ratingagenturen sechs werden? Werden die sich gegenseitig Konkurrenz machen? Werden die Damen und Herren Märkte ihr Vertrauen gleichermaßen auf alle sechs verteilen?

    Nein, dieses Rating ist ein Geschäft, dass von Anlegern genutzt wird, um den Ertrag aus Geldanlagen zu maximieren und das damit verbundene Risiko zu minimieren, es ist zudem ein Geschäft, das zur Manipulation der Märkte einlädt und - solange es große, mächtige Kapitalzusammenballungen gibt - auch immer nur zu Gunsten des Kapitals, der Gläubiger betrieben wird. Das Wohlergehen der Schuldner interessiert Rating-Agenturen nicht, darf sie nicht interessieren: Da könnte man ja gleich den Kommunismus einführen ...

    Wir brauchen weder mehr noch eigene Ratin-Agenturen. Wir brauchen eine von den Banken unabhängige Liquiditätsversorgung der Realwirtschaft. Damit ist zwar nicht jedes Problem gelöst, es wird immer noch ausufernden Egoismus, Korruption und Betrug geben - aber so lange dies nicht mehr auf "Erpressung durch Liquiditätsverweigerung" aufbauen kann, wird doch vieles besser.

     


        Geld verstehen ist einfach, wenn es verständlich erklärt wird.
        Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre, Band III, Über das Geld,
        habe ich zu diesem Zweck geschrieben, als noch mehr Zeit
        war. Jetzt wird es zwingend notwendig, mit Sachverstand am
        Geldsystem für die Zeit nach dem Crash zu arbeiten.
        Worauf es ankommt, finden Sie hier:
         

     



    10. Juli 2011

    Prinzessin Rosarot mit blauem Ritter

    Das Bild vom Sonntag


    9. Juli 2011

    Familienbesuche


    8. Juli 2011

    11.30 Uhr I have a dream

    Wer hört nicht automatisch die Stimme von Martin Luther King, wer fühlt nicht automatisch noch einmal seine bewegende Rede mit, in der er seinen neuen amerikanischen Traum in die Welt hinaus schickte ....

    Das ist Vergangenheit. Das gibt es heute nicht mehr?

    Falsch! Das gibt es heute immer wieder. Die charismatische Figur, die sich vorn hinstellt, und begeisternd redet, die gibt es derzeit wohl nicht, und falls doch, dann hat sie nicht das Podium, um alle zu erreichen,

    aber es gibt viele, viele Aktive, in unterschiedlichsten Organisationen, auch Einzelkämpfer, die jeden Tag, jede Woche, immerzu ein Rauschen in die Welt setzen,

    ein Rauschen aus Hunderttausenden, ja Millionen von Träumen,
    und hin und wieder, oft eigentlich schon, kommen dann Erlebnisse, die beglücken, wie z.B. dieses:

     

     

    EU-Parlament stimmt für Gentech-Anbauverbote!

     

    66.000 Campact-Aktive haben mitgestimmt …

     

    und dann sitz ich da, an meinem PC, und freu mich, weil ich zu den 66.000 gehöre, die über Campact ihre Stimme hörbar machen konnten,
    und weil ich mich da in einer großen Gemeinschaft

    Wohlgesinnter weiß.

    und da gerate ich dann ins Schwärmen und ins Träumen:

     

    Ich glaube, dass das damit zu tun hat,

    weil ich die Vision habe,
    dass wir irgendwann einmal

    uns alle gegenseitig lieben können
    - und dass dann

    überall auf der Welt Frieden ist.

     

    Dann ist alles im Einklang.

    Im Einklang mit der Natur,

    die ich so sehr liebe.

     

     

    Eine Vision?
    Ein Traum?

     

    Wenn einer träumt, ist es ein Traum.
    Wenn viele träumen,
    ist es Wirklichkeit.

     

     

    Ich träume …

    Träumst du mit?

    Träumen Sie mit?

    Ja, lieber Herr Kreutzer,

    hierbei hatte auch ich das für mich selten gewordene Gefühl der Beglückung erlebt.

    Wenn ich jedoch an die von solchen Aktionen vollkommen unbeeindruckt (natürlich, wie denn sonst) und selbstverständlich weitergeführten 'Forschungen' von Bayer/Monsanto und Co. denke, weicht dieses
    angenehme Gefühl schnell wieder einer schweren 'Verstimmung' in der Magengegend.

    Gier und Machtstreben, zumeist eng miteinander verflochten, und vielleicht sogar im Hintergrund lauernde, mit dem jeweiligen 'Tun' verbundene politisch-wirtschaftliche Absichten werden wir nicht aus der Welt schaffen können.

    Aber wir können durch Information - den elektronischen 'Medien' sei Dank - schnell eine Vielzahl von interessierten Mitmenschen auf Probleme und Zusammenhänge aufmerksam machen. Und das ist schon sehr viel im Vergleich zu früheren Zeiten.

    Wenn diese Mitmenschen in ihrer 'Funktion' als Verbraucher sich ihrer Macht etwas mehr bewusst wären u n d diese Macht auch einsetzen würden, könnten wir auch mächtige Konzerne - einschließlich ihrer Lobbyisten in der
    'politischen Klasse' und diesen eng benachbarten 'Disziplinen' das Fürchten lehren.

    Übrigens: Zum Zusammenhang von Patentrecht/Patenten und Konzernbildung weist treffend Herr Koudela in seinem Buch hin (Thomas Koudela, "Entwicklungsprojekt Ökonomie - Marktwirtschaft jenseits des Kapitalismus").

    Ihnen und Ihrer Familie ein angenehmes Wochenende!

    P. H.

     

     

     

    10.30 Uhr Frau Merkel plumpst ins Sommerloch

    Einmal ganz abgesehen davon, dass Meinungsumfragen, die öffentlich gehandelt werden, in aller Regel mit einer bestimmten Absicht in Auftrag gegeben werden, einmal ganz abgesehen davon, dass eine schlechte Bewertung zu Beginn des Sommerlochs schnell vergessen wird, dass es dann im Herbst aber lauten wird, die CDU und Frau Merkel gewännen wieder massiv in der Wählergunst, während SPD und sogar Grüne verlören und die FDP sich behaupte, einmal ganz abgesehen von diesen so durchsichtigen Spielchen, die man hinter einem solchen Umfrageergebnis vermuten kann,

    viel interessanter als die Tatsache, dass Zahlen herauskommen, die der Union und Frau Merkel "Verluste" attestieren,

    ist doch, welche Alternativen da von den Befragten angeblich gesehen werden,

    • Steinmeier im direkten Vergleich vor Merkel - da wird doch bei jedem denkenden Menschen die Frage induziert: "Was soll da denn besser werden?", und
    • Steinbrück, noch klarer vor Merkel, da schleicht sich doch die Gewissheit ein: "Ja, der Steinbrück, der war ein Finanzminister, den bräuchte Frau Merkel im Kabinett, da gäbe es klare Ansagen ...."

    Also, fürchtet euch nicht, unverdrossene Unions- und Schwarz-Gelb Wähler, da gehen sie jetzt nur in die demoskopischen Startblöcke für den Herbst. Auf "Achtung - Fertig - Los" stimmen die Werte wieder, und dass Steinmeier besser sein soll als Merkel, das glauben ja nicht einmal die SPD-Wähler, und dass Steinbrück eine Alternative wäre, das wird sich auch bald als vorübergehende "Stimmungsverirrung" herausstellen.

    Auf die Demoskopen ist Verlass, die wissen, was "Stimmungsführung" ist, und so gilt weiter die alte Weisheit:

    "Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast"


    7. Juli 2011

    10.40 Uhr Blick in leere Schädel - hilflos am Geld verzweifeln

    Der heutige Paukenschlag No. 27 /2011 lädt sie ein, an einem einfachen, aber gemeingefährlichen Gedankenexperiment teilzunehmen.

    Gehen Sie das Wagnis ein - womöglich wird Ihnen ein Aha-Erlebnis ungeahnten Ausmaßes beschert, oder wenigstens noch eine Möglichkeit, wie man dieses vertrackte System verständlich machen kann.


    6. Juli 2011

    10.25 Uhr Griechenland ist geknackt! Auf nach Portugal

    Nachdem sich Regierung und Parlament den Strafbestimmungen von EU und Weltbank bedingungslos unterworfen haben und Jean Claude Juncker jubeln durfte: Wir zwingen die griechische Politik mit deren Einverständnis zu einer totalen Kurskorrektur." können die Ansprüche der Gläubiger, was griechische Staatsanleihen betrifft, als gesichert gelten. Die Maximalforderung ist gegen Griechenland durchgesetzt, für weitere Hilfen der Steuerzahler und Leistungsempfänger der noch zahlungsfähigen EU-Länder gibt es nun keine Ausrede mehr. Was will, was könnte man denn noch fordern? Nichts. Von nun an ist die regelmäßige Überweisung gesichert.

    Also darf man getrost daran gehen, das erfolgreiche Konzept weiter anzuwenden. Die Schlacht um den deutschen Steuerzahler als Generalschuldner für Halbeuropa wird nun in Portugal fortgesetzt. Man muss Portugal retten, weil man Griechenland gerettet hat,

    und diejenigen, die auf der anderen Seite des Tisches pokern, kümmern sich einen feuchten Kehricht darum, dass Juncker & Co. erklären, jede Rettung mache den Euro sicherer. Das Gegenteil ist der Fall, jede weitere Rettung weckt neue Begierden.

    Soll ich nochmals drauf hinweisen, seit wann ich das prophezeie? Nein.

    Jetzt ist nur noch mit Bitterkeit zu dokumentieren, dass das Spiel den erwarteten Verlauf nimmt, und mit Bitterkeit zu fragen, warum wir nach diesen unsinnigen Regeln mitspielen.

    Die Meldung im Focus - Moody's erklärt Portugal-Anleihen den Krieg


    5. Juli 2011

    12.05 Uhr Die Gesundheit der Kinder hat sich verschlechtert

     und dazu würde ich jetzt gerne Ihre Meinung hören (lesen) ...

    weil mir solche Studien einfach zu wenig Aufmerksamkeit finden.

    Und sollte ich Ihre Meinung erfahren - und sie enthält nichts, was nicht veröffentlich werden könnte, dann finden Sie sie hier wieder, mit Ihrem Namen, denn ich meine, man muss zu dem stehen, was man sagt.

     Mail an Egon W. Kreutzer schreiben

    Eine im Auftrag der DAK durchgeführte Umfrage unter Kinderärzten hat ergeben:

    Kinder, Mädchen und Jungen, vor allem Grundschüler zwischen sechs und acht Jahren leiden in immer stärkerem Maße unter

          • psychischen Problemen
          • Verhaltensauffälligkeiten
          • Übergewicht
          • Sprach- und Hörprobleme

    Schuld sei

        • ungesunde Ernährung
        • Bewegungsmangel
        • zu viel Zeit vor Fernseher und Computer
     
     
    Da frage ich mich:
        • wie kommt es, dass unseren Kindern ungesunde Ernährung vorgesetzt wird? Wie kommt eine Gesellschaft überhaupt dahin, ihre Kinder (und nicht nur die) ungesund zu ernähren?
          Ist das nicht pervers?
          Sollte man Kindern ungesunde Nahrung nicht ebenso verbieten wie Alkohol und Zigaretten?
          Oder gibt es vielleicht gar nicht mehr genug gesunde Nahrung?
          Wird überhaupt nur noch Müll und Mist und Gammelfleisch und Kunstkäse und Klebschinken produziert, damit sich die Fütterung der großen Masse auch richtig lohnt?
        • Was hilft ein ganzes Verbraucherschutzministerium, wenn die Kinder wegen ungesunder Ernährung immer kränker werden?
        • Fehlt es nicht - vor lauter Wachstums- und Wettbewerbs- und Profit- und Exportinteressen an der Ernsthaftigkeit, endlich einmal etwas zum Besseren zu wenden, statt wortreich tatenlos zuzusehen, wie alles immer schlechter wird, solange nur die eigene Pfründe sicher ist?
        • Ist Bewegungsmangel bei Kindern nicht ein Zeichen dafür, wie krank, verhärtet und verkrustet unsere Gesellschaft ist?
          Wie hat man es geschafft, den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder so zu unterdrücken?
          Ist es nicht so, dass Kinder in einer Welt voller Verbotsschilder, voller Beton und Vorschriften gar keinen Platz mehr finden, an dem sie sich natürlich und naturgemäß bewegen, austoben könnten? Ist es nicht so, dass die Abenteuer, die Computerspiele und doofe Kindersendungen und verbotene Videos auf den Bildschirm zaubern ihren Reiz sofort verlören, gäbe es die Chance, ein einziges kleines Abenteuer selbst zu erleben?
        • Da frage ich mich: Hilft es, mehr Vorsorgeuntersuchungen durchzuführen? Was hat man davon? Ja, man kann früher feststellen, dass Kinder sich falsch ernähren, sich zu wenig bewegen, zuviel auf die Glotze starren,

          aber solange die Lebenswirklichkeit nicht geändert wird,
          solange wird auch eine Verzehnfachung von Vorsorgeuntersuchungen nur die zehnfache Zahl alarmierender Erkenntnisse hervorbringen, und wohlgemeinte, aber in den Wind gesprochene Empfehlungen an Eltern, denen in jedem Supermarkt die ungesunde Ernährung für ihre Kinder angedreht wird, die in jeder Schule vergeblich nach mehr als zwei Stunden Schulsport pro Woche suchen werden, die nicht wagen, ihre Kinder aus der Mietwohnung zum Spielen auf die Straße zu schicken, weil es dort zu gefährlich ist, und die es sich nicht leisten können, ihren Kindern wohlbehütete Abenteuerferien zu kaufen,

     

     

    Gesundheitsminister, deren Job sich darin erschöpft, die Kassenbeiträge auf Ärzte, Krankenhäuser und Pharmazie zu verteilen,
    Verbraucherschutzminister, die es nicht verhindern, dass Interessenverbände verhindern, dass wenigstens aussagefähige und leicht erkennbare (Ampel) Hinweise auf mehr oder minder ungesunde Produkte auf die Nahrungsmittelverpackungen kommen, die resignierend erklären, das sei "nicht durchsetzbar", selbst in den eigenen Reihen nicht, die tragen die Schuld am Zustand dieser Gesellschaft, ihnen fehlt die Ernsthaftigkeit, sich dem Amt so zu widmen, wie es die Menschen, die ihnen vertrauen möchten, verdient hätten.

     

    Wenn Politik als die Kunst des Möglichen gilt, dann darf doch das nicht Entschuldigung dafür sein, das Schwierige gar nicht erst zu versuchen!

     

     REAKTIONEN

     Lieber Herr Kreutzer,

    ich habe mit viel Interesse Ihre Gedanken zur Kindergesundheit und die Leserreaktionen dazu verfolgt. Jetzt muss ich auch etwas dazu loswerden:
    Es wurde schon erkannt, dass die Schuld an der Misere sowohl an den Eltern als auch an der Gesellschaft liegt. Bevor viele Leser jetzt aufschreien: Eltern sind IMMER in der Verantwortung für ihre Kinder. Darüber gibt es nichts zu diskutieren. Sich über so Grundlegendes wie die richtige Ernährung zu informieren und dafür zu sorgen, dass der eigene Nachwuchs gesund ernährt wird ist nun einmal die Pflicht der Eltern. Da gibt es keine Ausreden. Mangelnde Information, Verwirrung und Verschleierung durch Industrie und Politik oder ähnliches lasse ich nicht gelten. So gesehen muss ich Hrn. Suxdorf voll und ganz zustimmen. Viele Probleme in der Ernährung unserer Kinder sind der Dummheit, Bequemlichkeit, dem Zeitmangel oder Ignoranz der Elter geschuldet.
    Dass die aktuelle Elterngeneration zum Teil ebenfalls, sagen wir mal, ein wenig eigenartig ist, ist ein anderes Thema und das will ich hier nicht weiter vertiefen. Ich sage nur soviel, um zu veranschaulichen, was ich meine: wenn z.B. früher ein Lehrerdie Eltern über Verfehlungen ihrer Sprößlinge informiert hat, haben das die Eltern aufgenommen und meistens zu Hause erzieherische Maßnahmen eingeleitet. Und heute...!?

    Eine nicht ganz unerhebliche Teilschuld trifft jedoch unsere Gesellschaft. Wir erleben an vielen für unsere Gesellschaft wichtigen Themen die Auswüchse mangelnder Verantwortlichkeit. Unsere Eliten in Wirtschaft und Politik stehen über Gesetzen und Ethik und agieren auch entsprechend. Schließlich haben sie nichts zu befürchten und können sich wunderbar hinter unserer Religion ?Markt? verstecken. Nur frage ich mich immer wieder, wenn doch der Markt alles regeln kann und soll, und die Gesetze der freien Marktwirtschaft gelten sollen, warum werden dann z.B. die an den letzten Gammelfleisch-Skandalen beteiligten Firmen nicht öffentlich benannt? Wieso kommt kein Warnhinweis in das Regal beim Händler ?Dieses Spielzeug kann erhöhte Anteile von Schadstoffen enthalten?. Dieses wären doch zwei sehr einfache Maßnahmen, um dem Markt die Regulierung von Missständen zu überlassen. Wir als Endverbraucher können unsere Marktmacht doch gar nicht nutzen, wenn wir informationstechnisch benachteiligt werden.
    Und wo bleibt in vielen Themen in Zusammenhang mit unseren Kindern der Staatsanwalt? Jedes Mal, wenn ich irgendwo lese, das in Babyflaschen, Schnullern, Spielzeug usw. erhöhte Werte von krebserregenden Zusätzen und anderen Giftstoffen gefunden wurden, frage ich mich, ob dieses für die beteiligten Firmen juristische Folgen hat. Und wenn nicht, warum? In JEDEM Konzern gibt es Geschäftsführer, Vorstände, Aufsichtsräte, Gebiets- und Produktserien-Leiter. Wo bleiben da die Strafanzeigen wegen Körperverletzung? Es sollte wenigstens einige wenige Bereiche in unserer Gesellschaft geben, in denen wir nicht mit uns spaßen lassen. Und unsere Kinder sollten hierbei an oberster Stelle stehen. Jeder Konzern oder Politiker, der sich an unserem Nachwuchs vergeht, sei es, wenn er ihnen mittels dummer Schulreformen die Kindheit raubt oder wenn ihre Gesundheit durch Kostensenkungsmaßnahmen gefährdet wird, sollten ohne Ausnahme die volle Wirksamkeit unserer Justiz zu spüren bekommen.
    Rückblickend auf heute werden in einigen zig Jahren die Menschen den Kopf über unsere Dummheit schütteln. Wir vergiften uns selbst für ein wenig Geld. Wir werfen uns selbst Chemie zum Fraß vor, von denen niemand weiß, wie es in Kombination miteinander in unserem Körper wirkt. Wir vergiften uns mit den Dingen, die uns umgeben: krebserregende Baustoffe, Farben, Plastik. Wir vergiften ? aus Profitgier und Bequemlichkeit ? unsere Umwelt und Lebensgrundlage. Und dies alles für ein paar Bits und Bytes in einem Bankcomputer oder ein paar bunte Papierfetzen. Wenn man sich dies alles so vor Augen führt, wäre ich für ein baldiges Aussterben der Spezies Mensch. Trotz einiger rühmlicher Ausnahmen wie Ihnen, lieber Herr Kreutzer. :-)

    Ich wünsche mir und Ihren Lesern noch viele interessante und ähnliche Diskussionen anregende Artikel und Gedankenspiele von Ihnen. Und Ihnen noch viel Kraft un Hingabe, weiter so treffend, scharfsinnig und dabei doch so leicht verständlich auf die Misstände unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen.

    Liebe Grüße
    Christof Würth

    Sehr geehrter Herr Kreutzer,

    eigentlich wollte ich mich gar nicht an der Diskussion beteiligen. Allerdings folgende Aussage von Peter Suxdorf: "

    Dumme Kinder haben dumme Eltern, dicke Kinder haben dicke Eltern, ungesunde Kinder haben ungesunde Eltern."

    mag ich nun doch noch unkommentiert stehen lassen. Auch dann nicht, wenn ich selbstverständlich das Recht der Meinungsfreiheit nicht in Frage stelle.

    Die oben genannte Aussage ist typisch für das System. Das System mit dem
    Namen Kapitalismus versucht immer die Schuld auf das Individuum zu lenken. Bloß nicht das System in Frage stellen. Das ginge ja nun wirklich zu weit.

    Ich sage nein, genau dort, nämlich im System, liegen die Ursachen für ungesunde Ernährung, für Massenarmut, für Kriege, für Bildungsnotstand, für ausufernde Staatsverschuldung, für Arbeitslosigkeit, für prekäre Beschäftigungsverhältnisse und vieles mehr. Selbstverständlich ist mir bewusst, dass Sie Herr Kreutzer, diese
    Zusammenhänge noch viel besser und anschaulicher darlegen können, als
    ich jemals dazu im Stande sein werde. Trotzdem hier mal einige
    Zusammenhänge von mir:

    Was muss eigentlich das Individuum heutzutage alles können, um nicht
    selbst schuld zu sein?

    Ohne Jura Studium ist es doch heutzutage fast unmöglich Verträge (Arbeitsverträge, Mietverträge, Kaufverträge und vieles mehr ) richtig zu verstehen, da diese allesamt Klauseln enthalten, die eben nicht auf den ersten Blick zu durchschauen sind.

    Natürlich sollten wir auch alle Börsenspezialisten und / oder Finanzexperten sein, um die Anlageberatungen durchschauen zu können.

    Auch vom KFZ Handwerk sollte man etwas verstehen, um a) beim Gebrauchtwagenkauf nicht betrogen zu werden und b) nicht unnötige
    Reparaturen in der Werkstatt bezahlen zu müssen.

    Aber auch mangelnde Computerkenntnisse erweisen sich zu oft als Kostenfalle.

    Vom Lehrerberuf muss man auch etwas verstehen, wenn man seine Kinder
    unterstützen will.

    Natürlich muss der normale Bürger inzwischen auch schon fast Mediziner
    sein, um unnötige und falsche Behandlungen und / oder Operationen zu
    vermeiden.

    Nun kommt noch der Ernährungswissenschaftler dazu.

    Im Grunde bedeutet das doch nichts anderes, als dass die Aussagen der
    Lebensmittelkonzerne falsch sein müssen. Wie kann es denn sonst sein,
    dass der Genuss von Lebensmitteln immer öfter zu Krankheiten führt. Aber
    auch wenn man wollte, könnte man sich nicht hundertprozentig gesund
    ernähren, da dem Individuum die zum Anbau und zur Zubereitung nötige
    Zeit genommen wird und natürlich der dafür nötige Grund und Boden, womit
    ich mal wieder beim Eigentum angelangt bin.

    Allein meine Aufzählung beweist,

    dass es innerhalb des Systems für das
    Individuum gar nicht möglich ist, nicht schuld zu sein

    und genau deshalb kann ich solche Aussagen nicht unkommentiert stehen lassen.

    Mit sehr freundlichen Grüßen
    Peter Fischer

    Sehr geehrter Herr Kreutzer,

    Fragen über Fragen. An der folgenden bin ich hängen geblieben:

    Oder gibt es vielleicht gar nicht mehr genug gesunde Nahrung?

    Sicherlich gibt es genügend gesunde Nahrung. Die Frage sollte vielleicht heißen:

    Gibt es zuviel ungesunde Nahrung in unseren Supermärkten?

     

    Seit ca. 15 Jahren halte ich mich zweimal im Jahr für ein paar Wochen in einer Gegend auf, wo der Einkauf eher auf dem Wochenmarkt stattfindet und beim Krämer um die Ecke. Das Sortiment ist relativ begrenzt. Im Angebot sind überwiegend Grundnahrungsmittel, Obst und Gemüse, aus denen die täglichen Mahlzeiten frisch zubereitet werden.

    Nachdem ich das erste Mal von dort kommend, zurück in Deutschland, wieder meinen vertrauten Supermarkt betrat, war ich erschlagen von der Fülle des Angebots:
    20 verschiedene Sorten Joghurt, zwei Meter Kühltheke voller Käsespezialitäten etc. Ich suchte nach dem wenigen, dass mir einige Flugstunden weiter östlich in den
    vergangenen Wochen völlig ausreichend erschienen war, bezahlte und verließ den Supermarkt mit weniger als je zuvor in meinem Leben und dem Gedanken, dass 80% des Angebots da drinnen wohl kein Mensch für eine gesunde Ernährung wirklich brauche. Mit der Zeit gewöhnte ich mich wieder an normales Konsumverhalten aber das Befremden, dass mich seitdem immer wieder anspringt, wenn ich aus dem "Urlaub" zurück bin und die ersten Male hier einkaufe, ist seitdem immer wieder das gleiche. Was sich mit der Zeit geändert hat: die oben angesprochenen 80% Nahrungsmittel bezeichne ich inzwischen als Müll, und der Anteil dieses "Mülls" hat sich in den letzten 15 Jahren meiner subjektiven Einschätzung nach auf gut 90% gesteigert.

    Warum kaufen die Leute das? Ganz einfach, weil das Zeug wirklich gut (und nach mehr) schmeckt, wenn man nichts anderes kennt. Weil es mit seinem Fett- und Zuckergehalt und den vielen Aromen vergessen lässt, dass wieder einmal niemand da ist, der die Mahlzeit mit einem teilt. Wie kommen wir da wieder heraus? Am besten EINFACH! Zum Beispiel so:

    • Verabreden mit Freunden oder der Familie (nehmen wir 4 Personen an)
    • Einen Topf Wasser zum Kochen bringen (für die Nudeln).
    • Einen Stich Butter mit 2 Eßlöffeln Oliveröl in einer Pfanne erhitzen.
    • Pro Person eine grosse Tomate würfeln und in das heiße Fett geben und kurz schmoren lassen.
    • Mit einer Zehe Knoblauch und Gewürzen abschmecken.
    • Tisch decken.
    • Nudeln, Sosse und geriebenen Käse in getrennten Schüsseln auf den Tisch stellen.

    Wenn jeder der Anwesenden eine Aufgabe übernimmt, steht nach 20 Minuten eine vollwertige, leckere Mahlzeit auf dem Tisch.

    Guten Appetit in fröhlicher Runde wünscht

    B. M. Ay

    Hallo Herr Kreutzer und alle Interessierte!

    Da bis jetzt schon so viel Wahres und Wichtiges hier geschrieben wurde, möchte ich kurz mit Anmerkungen zusammenfassen, und ein paar Überlegungen ergänzen.

    • Mangelhafte Ernährung betrifft oft schon die Eltern und somit die „Programmierung“/ Vererbung und Versorgung des entstehenden Lebens.
      Gleiches gilt für Drogen (Nikotin, Alkohol etc.) und immer mehr „Umweltgifte“ (Luft, Wasser, Reinigungs-/ Pflegemittel, Medikamente etc.)
    • Mangelhafte Bewegung und/ oder überhaupt Bewegungsmangel breitet sich immer mehr aus. „In einem gesunden Körper ist ein gesunder Geist“. Alles hängt zusammen, aber nicht nur Körper und Geist, sondern auch die Seele.
      Damit zusammenhängend auch:
    • Multimediale Überflutung oft schon im Kleinkindalter und noch früher.
    • Kinder wachsen immer mehr schon im Mutterleib in einer Atmosphäre von Druck, Angst und Unsicherheit heran. Neuere Untersuchungen belegen eindeutig, dass Ungeborene auf Emotionen/ Gefühle der Mutter direkt reagieren. Wer kann so „Programmierungen“ ausschließen? Der gesunde Menschenverstand wusste das schon immer, aber jetzt weiß man es auch wissenschaftlich.

    Alles hängt zusammen – ist verknüpft. Das wusste man zwar auch schon vor langer Zeit, aber heute hat man es „wissenschaftlich“ belegt.

    Wenn man denn jetzt weiß, was für eine gesunde Entwicklung eines Menschen schlecht und gut ist, und wenn alle materiellen Voraussetzungen für eine gute Entwicklung gegeben sind, und dann trotz allen Wissens negative Verhältnisse gefördert werden, stellt sich doch die Frage nach dem warum – eine Systemfrage. (Dr. Schnitzer als Beispiel wurde ja schon erwähnt!)

    Tatsache ist leider, dass es für Eltern in diesem System immer schwieriger wird, ihrem Kind ein natürliches, gesundes Heranwachsen zu ermöglichen.

    Von „Oben“ und denen, die nur auf Missstände hinweisen, aber nichts tun, brauchen wir keine Hilfe erwarten, da müssen wir schon selbst Druck erzeugen!

    Im Internet gibt es mittlerweile sehr viele Dokumentationen. Erst diese Woche bin ich über ein sehr interessantes, aktuelles Interview „gestolpert“, das einem in Bezug kindlicher Psyche/ Seele viel zum Denken geben sollte. Das Thema ist zwar Lehrergewalt, aber es wird auch sehr Vieles schon über Kleinkinder und allgemein angesprochen.

    Hier der link:

    http://bewusst.tv/podpress_trac/web/709/0/StrohmLehrer.wmv

     

    Liebe Grüße

    M. Lang

    Unsere Kinder und Jugendliche sind ein Spiegel der (unserer!) Gesellschaft!
    Mehr muss man eigentlich nicht sagen.

    recht betrübt,
    -Christiansen-

     Tagchen lieber Wolf,

    also erstens: Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr läßt - das mal zuförderst. Schließlich geht lediglich das offizielle Gehalt aus der Steuerkasse in die Politikertaschen - und ich befürchte, das ist nur der kleine Teil.

    zweitens hast Du recht: Kinder leben in einer Welt von mehr oder weniger deutlichen Verboten, in einer Welt ohne nachbarschaftliche Kreise, ohne Sicherheit, ohne Schutz (und die Leute werfen weiter als obs nix Böses gäbe - wie sehr hassen die eigentlich ihre zukünftigen Kinder?).
    Ich habe ja nun relativ viel mit Kids gerade in der Altersklasse 11-14 zu tun durch so eine frewillige Angelegenheit die ich nebenher mache. Kids im Internet, also perfekt zum Beobachten.
    Du fragst dich, wie sie es geschafft haben, den natürlichen Drang zum Bewegen zu unterdrücken - ich frage mich das auch.
    Ich frage mich aber noch mehr: es ist doch so, daß Kids gerade in diesen Altersgruppen normalerweise ein Hirn haben was so blitzschnell läuft, daß es dauernd Gefahr läuft, sich zu überschlagen. Kinder sind normal weiß Gott nicht dumm, sie verfügen nur oft nicht über genügend Informationen - so daß sie manchmal dumm scheinen. Das ist insofern ok, ist doch die Kindheit und Jugend dafür da, zu lernen zu lernen zu lernen... und damit ist nicht die Schule gemeint sondern äußere Umstände, emotionale Welt, soziale Belange und millionenfaches mehr. Schule ist da biologisch eigentlich nur ein optionales Beipack, welches wir hinzugefügt haben - das Lernprogramm aber ist Millionen Jahre alt und interessiert sich wenig für Schule.
    Lange Einführung, doch jetzt der Grund: Kinder verdummen inzwischen mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit - ich bin überzeugt, guggt man ein Kind ohne Unterbrechung eine Stunde lang an, ist es nachher dümmer als vor der Stunde.
    Ich konnte das gar nicht fassen, hab mich gegen die Erkenntnis gesträubt... allein es hilft nichts. Wie haben sie es eigentlich geschafft, die reflexartige und biologisch eingebaute Lernbereitschaft so niederzuknüppeln? (nicht Schule ist hier gemeint, nicht das kleine Einmaleins!). Das scheint mir eine mindestens genauso interessante Frage zu sein. Auch rede ich hier nicht von Veranlagung, nicht von meßbarem IQ sozusagen, sondern von der Bereitschaft des Gehirns, in diesem Alter auf >Volldampf voraus< zu stehen.
    Sie gehen ins Internet, sie sitzen zu 20 in einem Chatraum und das einzige was man hört ist "mir is lw" (lw = langweilig), also nicht mal hier unterhalten sie sich, wissen sich nichts zu erzählen... Aber sie sind total überdreht in ihren Beziehungsverhältnissen ("Ich lieb dich für immer und ewig" und das nachdem ein 12jähriges Mädel einen 13jährigen Jungen ungefähr 3 Stunden virtuell kennt), sie drehen total durch, sind emotional so entwickelt wie ein Wienerwald-Erfrischungstüchlein. Der Bewegungsmangel scheint mir nicht so gefährlich wie diese labile psychische Entwicklung die da als Welle ('Welle' sagte ich? ein gigantischer Tsunami) auf uns zurollt.

    Die Erklärung ist recht einfach und rechnerisch: die Kids heutzutage entspringen Eltern, die in den 80ern etwa ihre Kindheit hatten, Schlüsselkinder, aufgewärmtes Essen aus der Mikrowelle und dann vom Fernseh-Onkel erzogen und geprägt (Mutti is ja sooo emanzipiert, die muß ja arbeiten und ihre Emanzipation am Fließband, als Putze oder im Supermarkt an der Kasse beweisen und Scheidung wurde auch immer normaler). Diese Kinder wurden schon nicht mehr erzogen sondern wurden einfach irgendwie groß (ich sage bewußt nicht "erwachsen") und nun drehen sie das Rad einfach in die nächste Runde. Kinder kriegen, halbwegs still machen wenn sie schreien, irgendwie durchbringen bis sie alleine stehen können sozusagen. Fertig. Woher sollen diese Eltern wissen wie man ein Kind erzieht? Wie man es sozial empfindsam macht? Wie die kleine weiße Seele entwickelt auf der soviel stehen könnte? Nur, heute ist es kaum noch der TV ("is ja lw") sondern der Computer. Und der ist immens gefährlicher als TV, da kein CvD oder keine Redaktion dahinter verantwortlich für den Inhalt ist. Und damit das klar ist: ich spreche auch nur sehr marginal von sexuellen Gefährdungen, da gibts genug anderes in der Gesamtmasse mindestens ebenso gefährliches. Und das gefährlichste ist, sie werden geprägt von virtuellen Kreisen, von Menschen die sie nie sehen, nie riechen, nie hören, mit denen sie sich nie das Knie beim Fußball aufschrammen oder um eine Puppe streiten und so weiter. Sie kriegen ein Laptop ins Zimmer gestellt und geben Ruhe. Fertig. Ich könnte endlos so weitermachen aber ich denke, für den Anfang reicht es.

    mit traurigem Gruß
    der übliche Verdächtige

    (der schon geschrieben hat, bevor ich sagte, dass ich Namen öffentlich mache)

     Hallo Herr Kreutzer,

    nee, nee, da muß ich mal heftig widersprechen.
    Das ist zu einfach, mal wieder die Unfähigkeit und Unmündigkeit der Eltern auf Politik und/oder Lebensmittelkonzerne zu schieben.

    Ich selber habe zwei Kinder und bin selber auch ein Großstadtkind. Auch wenn es mich glücklicherweise auf´s Land gezogen hat, so kann ich mit Fug und Recht behaupten, daß es sogar in der Großstadt möglich ist, draußen zu spielen.

    Überall ist es möglich frisches Obst und Gemüse zu kaufen, überall ist es möglich gesund zu kochen und sich auch anderweitig gesund zu ernähren.

    Einfach ist es natürlich die Packung aufzureißen, die Mikrowelle anzuschmeißen und sonst Pseudonahrung in sich hineinzustopfen.

    Ich halte mal locker 95% der Eltern für das Grundübel, warum es deren Kindern bescheiden geht. Es sind
    a) Faulheit
    b) Dummheit
    c) in Kombination mit selbstgewählter Unwissenheit der Eltern,
    die ursächlich an dem Schaden der Kinder Schuld sind.

    Meine liebe Ehefrau arbeitet als Erzieherin in einem Kindergarten, der in einem klassischen Mittelstandsgebiet liegt, keine Problemzone, kein Hauen und Stechen. Und sie ist der lebende Beweis für folgende Kernaussage, auch wenn sie (die Kernaussage, nicht meine Frau)schrecklich platt und auch unintelligent sein mag:

    "Dumme Kinder haben dumme Eltern, dicke Kinder haben dicke Eltern, ungesunde Kinder haben ungesunde Eltern."
    Es mag Ausnahmen von dieser Regel geben, aber bei 120 Kindern mag ich mir da schon ein Urteil erlauben.

    Freundliche Grüße
    Peter Suxdorf

    Lieber Wolf,

    mit großer Aufmerksamkeit habe ich deinen Kommentar auf die Pressemeldung:

    Ärzte: Gesundheit von Kindern hat sich verschlechtert
    gelesen.

    Wie kann es sein, dass sich in unserer Zivilisation der Gesundheitszustand unserer Kinder immer mehr verschlechtert?

     

    Verhaltensauffälligkeiten, Bewegungsmangel, Übergewicht, motorische Defizite, Sprach- und Hörprobleme – und darüber hinaus noch eine drastische Zunahme von Kindern, die als weitere „Krankheit“ die Krönung Legasthenie und/oder Dyskalkulie attestiert bekommen.

    Was läuft hier schief?

    Die Gesundheitserziehung unserer Kinder müsse in Deutschland ein stärkeres Gewicht bekommen, lese ich von Christina Sewekow von der DAK.

    Gesundheitserziehung?

    Zu Gesundheit erziehen?

    Zu etwas erziehen, das von Natur aus gegeben ist, wenn ein Kind auf diese Welt kommt?

    Zu Gesundheit erziehen?

    Wie kommt es denn, dass viele unserer Kinder übergewichtig sind?

    Wie kommt es denn, dass immer mehr Kinder sprachliche Defizite haben? Wird denn diesen Kindern nicht mehr vorgelesen? Sprechen die Eltern womöglich zu wenig mit ihrem Kind? Lassen viele unserer Eltern denn ihre Kinder sprachlich verarmen, indem sie ihre Kinder vor den Fernseher oder vor Computerspiele setzen?

    Wer trägt denn die Verantwortung, dass unsere Kinder gesund sind?

    Der Staat?

    Die Eltern?

    Ich denke, dass für eine gesunde Entwicklung unserer Kinder in erster Linie die Eltern selbst verantwortlich sind. Sie tragen maßgeblich die Verantwortung, dass ihr Kind beispielsweise gesund ernährt wird.


    Meiner Beobachtung nach sind mittlerweile allerdings sehr viele junge Eltern verunsichert, was ihr Kind für eine gesunde Entwicklung braucht. Viele Eltern vertrauen schlichtweg ihrem Bauchgefühl, ihrer Intuition, nicht mehr. Viele Eltern haben Angst davor, etwas falsch machen zu können. Die Medien tragen ihren Teil dazu bei, wenn ich mir erlauben darf, das hier öffentlich zu machen. Eltern haben Angst, weil ihnen Angst gemacht wird!

    Und da, denke ich zumindest, liegt der Hase im Pfeffer:

    Es wird unseren jungen Eltern regelrecht rund um die Uhr Angst gemacht.

     

    Angst gemacht, dass ihr Kind sich nicht optimal entwickeln würde. Angst davor, dass ihr Kind keine weiterführende Schule besuchen könne, wenn es nicht bereits im Kindergarten um jeden Preis gefördert wird. Traurig, ich weiß, doch so scheint es zu sein.

    Jedes Kind entwickelt sich anders. Jedes Kind entwickelt sich nach einem inneren Plan, nach seinem individuellen Plan!
    Niemand - weder Kinderärzte und Erzieher, weder Lehrer noch Eltern dürfen sich meines Erachtens anmaßen – Kinder in vorgefertigte Entwicklungs-Schubladen zu stecken, nach denen sie sich gefälligst zu entwickeln hätten.

     

    Wesentlich sinnvoller ist, das Vertrauen in den inneren Plan unserer Kinder aufzubauen, ja, genau das ist das, was unsere Eltern wieder lernen dürfen: Vertrauen in das zu haben, was die Natur in wundervoller Art und Weise hervorgebracht hat. Und dazu gehört insbesondere das Vertrauen darin, ihr Kind gesund zu ernähren. Doch hier scheint wieder mal die Werbung kräftig die Hand im Spiel zu haben. Was da alles als gesund und wertvoll deklariert wird, schreit zum Himmel! Wissen denn viele unserer Eltern nicht mehr, was wirklich gesund ist? Ist unseren Eltern eigentlich bewusst, wie viel Zucker sie ihren Kindern zumuten? Zucker, der nahezu in jedem Fertigprodukt enthalten ist?

    Eine gesunde Ernährung ist für mich eine Ernährung, die aus vollwertigen, möglichst nicht industriell verarbeiteten Lebensmitteln besteht.

    Und was finden wir in den Regalen der Supermärkte?
    Fertigprodukte über Fertigprodukte!

    Schnell aufreißen, rein in die Mikrowelle, ohne sich dabei Gedanken zu machen, was man damit sich selbst und seinen Kindern antut.
    Solches Essen ist wohl kein Essen mehr. Es wird zu einem Fraß, den ich nicht einmal einem Hund vorsetzen würde, der mir ans Herz gewachsen wäre.

    Das Essen darf gerne wieder als Kulturgut erlebt und gelebt werden. Ein Kulturgut, das als Ritual in unseren Familien wieder seinen Platz finden darf.
    Ein gemeinsames Essen am Tisch – das scheint in vielen Familien nicht mehr an der Tagesordnung zu sein. Ein gemeinsames Frühstück scheint ebenfalls nur noch in wenigen Familien stattzufinden. Jedes vierte Kind kommt ohne Frühstück in die Schule.

    Was könnte der Grund dafür sein?

    Sind denn tatsächlich ein Viertel der Eltern beide berufstätig – und vor den Kindern am Morgen aus dem Haus, sodass keine Zeit für ein gemeinsames Frühstück bleibt?

     

    Die „Gesundheitserziehung“, wenn das so genannt werden soll – findet in der Familie statt. Und zwar in den ersten Lebensjahren! In dieser Zeit erfolgt die Prägung für ein gesundheitsbewusstes und verantwortungsbewusstes Verhalten, was Ernährung anbelangt. In der Familie findet diese Prägung statt. In der Familie, der kleinsten Zelle der Gesellschaft. Projekte an Schulen und Kindergärten zum Thema Ernährung werden am laufenden Band veranstaltet. Doch was hilft all das, wenn zuhause dann die Kinder wieder ihre Fertigprodukte aus der Mikrowelle vorgesetzt bekommen? Was hilft all das, wenn das, was sich in gutgemeinter Projektarbeit in Kindergärten und Schulen herauskristallisiert, dann im Elternhaus nicht weitergeführt und erfahrbar gemacht wird? Das Elternhaus, die Familie ist der beste Lernort für ein gesundheitsbewusstes Verhalten. Die Eltern als Vorbilder! Wo sind diese Eltern?, frage ich mich.

    Die Familie, die kleinste Zelle der Gesellschaft gilt es zu stärken. Machen wir doch unseren Eltern Mut, die Verantwortung für ihre Kinder wieder mit Freude zu übernehmen. Stärken wir doch die Familien, damit sich unsere Kinder zu gesundheitsbewussten, mündigen, verantwortungsvollen und verantwortungsbewussten Mitgliedern unserer Gesellschaft entwickeln können. Zu Mitgliedern, die gerne für sich selbst Verantwortung tragen und für andere mittragen.

    Hören wir auf damit, unseren Eltern Angst zu machen!

    Die Familie als der beste Lernort. Was dort seit Jahrzehnten in vielen Familien versäumt wurde, kann unmöglich im Kindergarten oder in Schule nachgeholt werden.

    Die Familie als der Lernort, an dem die Kinder in einem geschützten Raum ihre Erfahrungen machen dürfen. Voraussetzung dafür ist, dass unsere Eltern wieder Zeit haben für ihre Kinder, dass sie ihre Kinder liebevoll beobachten, dass sie gemeinsam mit ihnen was unternehmen, dass sie sich gemeinsam für was stark machen, dass sie ihre Kinder ermutigen, Herausforderungen mit Freude annehmen, dass sie ihren Kindern vermitteln, dass Fehler dazu da sind, um aus ihnen zu lernen, dass sie sich mit ihren Kindern verbunden fühlen, damit diese über sich hinauswachsen können und sich so entwickeln, wie es der innere Plan vorsieht.

    Vielen Dank, Wolf, dass du dieses brisante Thema auf deiner Seite zur Diskussion gestellt hast – und ich jetzt die Gelegenheit hatte, meine Gedanken dazu öffentlich zu machen.

    Herzliche Grüße aus dem Landkreis Freising an alle, die jetzt mitgelesen haben!

    Manuela Engl

    Wir stoßen überall an Grenzen, sozial, politisch, rohstofftechnisch, nervlich, seelisch.

    Nicht nur die Kinder werden kranker; Kinder sind nur Seismografen. Unsere Gesellschaft hat sich überdehnt in ihrem Lebensstil, in ihren Ansprüchen, ihren Zahlen. Bisher wuchs noch der Lebensstandard, wenn auch schon länger nicht mehr die Lebensqualität; nun geht es rückwärts. Die Ausdehnung des Weltalls ist zuende, jetzt gehts zurück gen Urknall (denkt euch die Dunkle Materie mal weg). Angeblich hat ein heute geborenes Mädchen eine Lebenserwartung von 100 Jahren; real glaub ichs nicht.
    Wenn wir nicht ganz grundlegend was ändern, entschleunigen, entmedialisieren, entlärmen, werden wir alle immer kranker werden. Aber niemand möchte unseren Lebensstil ändern; wir überlegen nur, wie wir diesen Lebensstil "ökologischer" machen. Übers Wochenende nach Malle mit'm Energiespar-Flieger. Niemand nimmt das V-Wort (Verzicht!!!) in den Mund -- wers tut, ist öffentlich/politisch tot.

    Besonders interessant finde ich die seelischen Erkrankungen bei Kindern. Ich habe zwei Erklärungsvorschläge:

    1. Übermedialisierung zerstört die Kindheit und die Familien, was zu seelischen Schäden bei den Kindern führt (mit 10 Jahren Pornos aufm Handy, wer bleibt denn da bei Verstand?),
    2. die Pharmabranche denkt sich schöne gefährliche Namen und Pillen für ganz normale kindliche Verhaltensweisen aus.

    Kann gut sein, dass beides zutrifft. Erst werden die Kinder kaputtgemacht, dann mit Medikamenten weltkompatibel gehalten. Oder?

    Marianne Immenhoff

    Hallo Herr Kreutzer,
    die Symptome sind Zivilisationskrankheiten einer Zivilisation unter kapitalistischen Bedingungen kurz vorm Prellbock. Mit seinen Lösungswegen ist Karl Marx auf Grund kleiner Denkfehler in die Irre gelaufen , aber in der Beschreibung der Zustände und wie es ausgeht, sehe ich in ihm doch einen großen Denker , die Lektüre des Kapitals kann man unter dem Gesichtspunkt nur empfehlen. Der Leser wird staunen wenn er den Istzustand betrachtet und vergleicht was er vor weit mehr als 100 Jahren schon vorausgesagt hat. Man denke nur an Begriffe wie Monopolkapitalismus oder Kapitalisierung der Familie. Bei letzterem sind wir zurück bei den kranken Kindern, die Zahl der Leute, die ihre Kinder nur notdürftig großfüttern, steigt immer weiter an, Ursache : das exponentielle Wachstum im Kapitalismus, das auf der Gegenseite in Summe mit dem Raubbau an allen natürlichen Resourcen exponentielle Verarmung bedingt. Bessern wird sich daran erst etwas wenn die Ursache beseitigt ist und die Zivilisation zu linear wirkenden Rahmenbedingungen zurückfindet. Herumgepfusche an den Symptomen bewirkt gar nichts , dazu zählt auch zB das bedingungslose Grundeinkommen. Ich hoffe ich darf das an dieser Stelle , ich möchte dazu empfehlen sich durchzulesen von Otto Valentin 1952 : Die Lösung der socialen Frage, und von Silvio Gesell 1906 : die natürliche Wirtschaftsordnung . Beides kostenlos herunterzuladen auf der Seite der Humanwirtschaftspartei unter Infomatereal. Wir leben in einem System mit widersinnigem Bodenrecht und Finanzordnung, solange das nicht überwunden ist werden die Kinder noch kranker.
    mit freundlichem Gruß aus Bobitz in Mecklenburg

    Reinhard Loos

    Hallo Herr Kreuzer,
    die Kinder werden kränker, die Fragen, die Sie stellen sind, richtig.

    Die industrielle Gesellschaft ist nur nocht teilweise in der Lage, gesunden Nachwuchs zu schaffen. Aber die Gesellschaft in der Masse zieht ja die richtigen Konsequenzen: die Geburtenraten der westlichen Industrienationen sinken, nicht ganz so dramatisch wie bei den australischen Aboriginies, die auch erkannt haben, dass die Erde für Ihre Gesellschaft nicht der richtige Aufenthaltsort ist, aber sie sinken. Ein Zeichen dafür, dass sich die Menschen in ihrem Lebensraum nicht mehr so wohl fühlen, dass sie dem natürlichsten Verlangen, dem Verlangen nach Fortpflanzung, nachgeben.

    Aber vielleicht liege ich ja ganz falsch, vielleicht entwickelt sich die Natur in eine für die Natur logische Richtung, nur wir sind zu doof. diese natürliche Wahrheit zu erkennen. Vielleicht braucht die Natur in der Zukunft keine wilden Tiere und Pflanzenarten, vielleicht braucht die Natur in der Zukunft keine Artenvielfalt für eine "natürliche" Evolution und vielleicht braucht die Natur keine Menschen mehr die sich bewegen, fühlen, riechen und schmecken können. Dann hätte das Ganze ja einen Sinn, den wir uns heute nicht vorstellen können.

    Ich selbst glaube das Gegenteil, die aktuelle Entwicklung macht keinen Sinn, der Mensch zerstört seine natürliche Umwelt, seine Gesundheit, seine natürlichen Fähigkeiten und seine Lebensgrundlage, er treibt sich und die Erde in den Ruin. Wenn der Mensch dann verschwunden ist, kann die Natur die Erde in ein paar Millionen Jahre wieder in Ordnung bringen - oder fängt auf einem anderen Planeten neu an. Der "Mainstream" zieht diese Entwicklung mit einer unerschöpflich scheinenden Kraft. Aber vielleicht bricht diese Kraft doch eines Tages zusammen, in der menschlilchen Geschichte gibt es Beispiele für solchen grundlegenden Wandel: z.B. vor der französichen Revolution hätte niemand gedacht, dass es etwas anderes Wichtiges gibt als die Geburt in einen besitmmten Stand - am besten in den Adel.

    Vielleicht gibt es bald eine Gesellschaft, die den Primat von Geld und Wachstum überwunden hat. Also müssen wenigstens ein paar Menschen weiterhin eine andere Gesellschaft denken und den Politikern versuchen mitzuteilen, wo die Alternativen liegen könnten - auch wenn diese Politker heute die guten Argumente nur für ihren Etikettenschwindel verwenden und so die heuchlerische und widersprüchliche Welt noch widersprüchlicher machen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Helmut Winter

    Hallo, Herr Kreutzer,

    wäre ich im Abfassen von Texten begabter, würde ich den Sondernewsletter und die bis 17:20h gelesenen Briefe dazu zu einem Aufsatz zusammenfassen. Keinem der Beiträge kann man widersprechen. Ich würde noch einige Punkte aus dem Bereich Umwelt ergänzen. Unter anderem, daß in der Luft schwebende, für den Menschen möglicherweise wichtige Mikroorganismen mit der Luft durch die Motore der Kfz. gejagt werden, diese als Leichen verlassen und als Fremdeiweiße in die Lungen und evtl. Blutbahnen nicht nur der Menschen gelangen. (So zB. der ehemalige Umweltberater der niedersächsischen Landesregierung, Prof. Preußgen [o.ä.])

    Die Hauptursache der Misere dürfte die menschliche Gier sein. Und die ist, so scheint mir, gesellschaftlich als normal anerkannt.
    Beste Grüße
    Friedr.-W.H. Rahe

     Hallo Herr Kreutzer,

    Kindererziehung ist eine Generationen übergreifende Verantwortung. Kindererziehung und damit auch Kindergesundheit, liegen im Interesse der gesamten Gesellschaft. Hier zeigt sich deutlich, in welcher Welt wir bereits angekommen sind.

    Um das einmal vorweg zu nehmen: unsere Familie darf drei Kinder erziehen, die zwischen 11 und 18 Jahren jung sind. Die Drei haben sehr unterschiedliche Interessen. Der Jüngste schaut viel Fernsehen und spielt viel – von Pokemon (das Rätsel aller Eltern) bis StarWars. Die älteren Mädels sind teils durch die schulischen Anforderungen gebunden, „chatten“ aber auch, meist abends sehr viel. Die schulischen Leistungen sind bei allen gut bis sehr gut. Sie haben alle sehr gute soziale Umgangsformen und sind in mindestens einem Sportverein vertreten.

    Was ich damit sagen will?
    Nun, es kommt wie so häufig, auf das richtige Maß an. Wir haben von Anfang an sehr viel Wert auf soziale Umgangsformen gelegt. Klassisch: auf gutes Benehmen, Respekt (aber keine Angst!), Toleranz zu anders Denkenden und anders wirkenden „Menschen“ usw. Werte aus Märchen und alten, guten Kindergeschichten eben. Bedingung für solche „Entgleisungen“, wie viel Fernsehen oder Computer – Chatten oder Spielen, waren für uns immer, gute schulische Leistungen und mindestens 2mal pro Woche Sport. Natürlich hatten wir selbst die Möglichkeiten, durch eine gute Ausbildung und Arbeit, uns auch die Wohnung, mit der guten, anliegenden Grundschule auszusuchen. Aber nun wieder zum Thema…

    Die Schubladen, die wir auf und zu machen, von Eltern bis hin zu Lehrern, von Kommunalpolitikerpolitikern bis hin zum Bundeskanzler, spiegeln hierbei nicht das Problem wieder.

    Das Problem befindet sich tatsächlich außerhalb unserer Gesellschaft. In den Schatten und hinter dem Schleier. Es sind die, die nicht an dieser Gesellschaft teilhaben sondern nur von ihr profitieren. Es sind die Lobbyisten, die Gesellschafter, die Bezieher der leistungslosen Einkommen und die Mitläufer, die dafür sorgen, dass dieses System erhalten bleibt und funktioniert.
    Sie haben ein System geschaffen, das schwer zu durchschauen, das schwer zu verstehen ist. Als Anhänger der Logik und als selbsternannter Systemkritiker komme ich nicht umhin dieses scheinbar perfekte System, in manchen Situationen sogar zu bewundern, wenn der Ekel nicht so groß wäre…(ja, manchmal hasse ich mich selber dafür…). Wir bekommen eine Art Scheinwelt vorgezeigt, in der wir an der Nase herumgeführt werden. Jeder Protest und jedes aufbegehren ist bereits vorausbestimmt und mit einkalkuliert(wie viele Beispiele soll ich nennen? Stuttgart21? Atomausstieg?)

    Längst sind es die Kinder der Massenbevölkerung nicht mehr wert, sich darum zu kümmern. Es werden bereits weitere Systemveränderungen vorgenommen, die in Richtung „Elite“ gehend, am Ende nur noch den Reichen, eine gute Versorgung und damit auch eine gute Bildung und „artgerechte“ Erziehung ermöglichen werden*.

    Die Sicherheitsmaßnahmen in diesem System funktionieren dabei wie von selbst. Durch Reizüberflutung und ständige Vernachlässigung der Reflektion und Genauigkeit in den Scheindiskussionen, werden langsam und stetig, alle „Wahren“ Dinge und „Werte“ herabgestuft und bis ins Gegenteil verklärt.

    Kinder, die ohne den nötigen Hintergrund und Aufklärung, stundenlang vor dem Fernseher sitzen und nicht mehr rauskommen, sind in der Tat gefährdet. Hier fehlt einfach die nötige Sozialkompetenz. Dabei ist es natürlich wichtig nicht zu Überreißen und mit der „heiteren Gelassenheit“ heranzugehen. Kinder wollen lernen und sind bestimmt nicht von Geburt an dumm. Doch dieses System läuft in seiner Ausgeprägtheit nun schon einige Jahrzehnte. Es ist bereits in weiten Teilen in der Generation, die schon selbst wieder Kinder hat, angekommen. Das macht die Sache nicht gerade einfacher.

    Doch das ist so vorgesehen, in diesem System!

    Die „Volksverdummung“ ist geplant. Sie dient der Vorbereitung zur nächsten Stufe der Herrschaft über die Menschheit: der Weltregierung! Ja, klingt für manche sicherlich komisch – iss aber so!

    Wir haben nur wenig entgegenzusetzen. Aber mit dem nötigen Durchhaltevermögen und dem nötigen Mut können wir es trotzdem schaffen. Nicht mit Aufstand oder Revolution. Sondern mit den Entscheidungen, die wir im täglichen Leben treffen. Ganz leise und von Innen heraus. Wenn es noch ein paar mehr Leute werden, reicht es vielleicht schon aus, um die Ganze Sache noch zu kippen. Positive Infiltration…Sie wissen schon was ich meine…

    Bis die Tage

    Stefan Neumann

    * Beispiel1: zusammenlegen der Schulformen – dadurch weiteres Herabstufen der Leistungsanforderungen. Das Bildungsniveau wird nicht durch eine Vermischung der Schüler gefördert, sondern dadurch herabgesetzt! Es gibt weiterhin Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Nicht jeder Mensch hat das gleiche Talent. Mancher hat gar keins! Das ist so! Auch wenn dazu seit Jahrzehnten keine entsprechenden Studien mehr veröffentlicht werden. Warum sollte sich das geändert haben? Die Einteilung in drei Schulformen mit der Gesamtschule als Sonderlösung für alle „Spätstarter“ war eigentlich ein gutes System. Leider ist es aber versäumt worden, die entsprechenden Regelungen vorzunehmen. Bildung lässt sich eben nur durch mehr Zeit für die Schüler fördern. Also mehr Lehrer und mehr, aber dafür kleinere Klassen! Dann kommen auch die, die kein Talent haben weiter(vielleicht findet man dann sogar die Zeit, doch noch ein ganz verstecktes Talent zu entdecken!?) Die Eltern werden derweil vollständig in Arbeit getrieben. Scheinbegriffe wie Emanzipation und Selbstverwirklichung werden aufgebrochen und missbraucht. Gut gemeinte Ansätze wie Elternzeiten oder Teilzeitkräfte werden dazu benutzt, um auch die letzte Familie aus ihrer Verantwortung zu reißen. Für Geld? Für Anerkennung? „Wir schaffen das schon irgendwie!“?

    Kinder brauchen vor allem Zeit! Zeit für sich und Zeit mit der Familie!

    Beispiel2: das Gesundheitssystem wird immer wieder ungebaut und unnötig verteuert – erst wird ein scheinbarer Wettbewerb erzeugt – dann werden die Kosten hochgetrieben und wieder eine Einheitskasse für Arme kreiert. In der Zwischenzeit werden die geforderten Anpassungen zur Sicherstellung zukünftiger Profite vorgenommen. Die Reichen sind somit weiterhin reich und können sich jede Versorgung leisten – die Armen werden nur noch Notversorgt und müssen, mit zu spät entdeckten, chronischen Leiden dahinsiechen.

    Sehr geehrter Herr Kreutzer,

    zum Thema Verlust der Kindergesundheit ließen sich unendlich viele Bücher schreiben, könnten Heerscharen von Medizinern "echte" Doktorarbeiten einreichen. Aber nur, wenn es denn dem System auch recht wäre. Und da liegt der wahre Grund für
    diese heutige Misere.
    Wir leben derzeit leider in einer Gesellschaftsform, in welcher nicht das Wohl des Volkes die Entscheidungen der Politiker bestimmt, sondern in einer Parteienoligarchie, in welcher die Regierung die Wünsche der zahlungskräftigsten Lobbyisten bereits in vorausschauender Pflichterfüllung befriedigt. Das Volk ist dabei völlig irrelevant und nur störend (siehe auch Euro-Rettungspakete).
    Wenn ich mir nun die umsatzstärksten Industrien in der westlichen Welt betrachte, dann steht da die Chemie-und Pharmaindustrie an führender Stelle (noch weit vor der Rüstungsindustrie!).
    Und woran "verdient" nun wohl die Pharmaindustrie am Besten? Garantiert nicht an einem gesunden Volk. Je mehr Kranke es gibt, umso höher der Profit. Das dürfte wohl Jedem klar sein. Eugen Roth schrieb dazu:

    Was bringt den Doktor um sein Brot?
    a) die Gesundheit und b) der Tod.
    Drum hält der Arzt, auf daß er lebe,
    uns zwischen beiden in der Schwebe.

    Und was sind denn nun die häufigsten Krankheiten in unserer ach so modernen und fortschrittlichen Zeit? Die sogenannten Zivilisationskrankheiten, wie z.B. Bluthochdruck und Diabetes einschließlich ihrer vielfältigen Folgeerscheinungen.
    Kein behandelnder Arzt jedoch versucht die Ursachen dafür zu hinterfragen und aufzudecken. Es wird einfach feste drauf los medikamentiert, mit allem, was die Apotheke dazu herzugeben hat. Je teurer, desto beliebter.
    Schau ich mir nun mal die Medizinstudenten so an, was sie in den Vorlesungen an Informationsmaterial erhalten, dann liest sich das wie eine Reparaturanleitung für ein kaputtes Auto. Bei dieser Krankheit diese Medikamente und bei jener
    Krankheit jene Chemie. Gibt ein Organ schließlich seinen Geist auf, dann ist die Chirurgie am Zuge, dann wird geschnipselt, bis das Skalpell glüht.
    Auch hierzu ein Ausspruch von Voltaire:


    "Ärzte geben Medikamente,
    von denen sie wenig wissen,
    in Menschenleiber,
    von denen sie noch weniger wissen,
    zur Behandlung von Krankheiten,
    von denen sie überhaupt nichts wissen."

     

    Anderes Beispiel: Vor 50 Jahren lag die Todesursache Krebs auf dem zehnten Platz der Todesursachen-Skala. Nun nach 50 Jahren massivster Krebsforschung und mittels immenser (Un-)Summen an Forschungsgeldern, ist es dem Krebsforschungszentrum gelungen, den Krebs auf den zweiten Platz der Todesursachen zu bringen! Noch ein paar Billionen in diesen Sumpf, und sie schaffen auch noch den ersten Platz - wetten?
    Aber zurück zu den Volkskrankheiten.
    Eine alte Weisheit besagt: Der Mensch ist, was er ißt. Das ist die Wurzel allen Übels. Mit Beginn der industrieellen Revolution wurde zunehmend auch die menschliche Nahrung verändert, was schließlich zu den oben genannten Zivilisationskrankheiten führt. Unsere Nahrung wurde und wird durch die Behandlung denaturalisiert.
    Jetzt sind unsere Nahrungsmittel plötzlich viel länger haltbar, sehen lange Zeit super gut aus und schmecken (Dank einer Unzahl von "E"-Nummern) wesentlich intensiver als das Original. Und süß muß das meiste sein! Da kommt massiv raffinierter Industriezucker oder das leckere Aspartam rein, dazu das Nervengift Glutamat usw. usf. Ein Blick auf die lange Zutatenliste reicht.
    Unsere unwissende Jugend fällt natürlich darauf rein. Es wird ja auch in keinem einzigen Medium darüber aufgeklärt. Außer dem Internet (hier möchte ich besonders den Dr. Johann Georg Schnitzer erwähnen), aber das Lesen ist zu lästig und
    unbequem. Lieber hockt man sich vor die Glotze und zieht sich die nachmittäglichen Schundsendungen für die relevante Zielgruppe rein. Da schaltet sich das Denken von allein ab. Und die Werbungen dazwischen tun ein Übriges für die Unbildung.
    Das sehe ich als die eigentliche Ursache unserer degenerierten, übergewichtigen und kranken Kinder an. Dazu kommen natürlich noch eine Vielzahl anderer Aspekte. Ein riesiges Schweigethema sind die Impfungen bereits der noch gesunden Säuglinge und Kleinstkinder mit "gesundem" Quecksilber. Die Beipackzettel der Impfdosen, auf welchen die sogenannten Nebenwirkungen vermerkt sind, werden den Eltern vorsorglich vorenthalten. Denn wer würde sein Kind noch freiwillig impfen lassen, wenn er dort lesen müßte: Früher Kindstod, Autismus, lebenslange Nervenleiden, Asthma, Allergien usw. usf.

    Soweit in aller Kürze meine Gedanken zu Ihrer Frage.
    Mit freundlichen Grüßen
    Frank Schwabe

    Sehr geehrter Herr Kreutzer,

    ich lese seit einiger Zeit Ihre Paukenschläge und freue mich immer wieder auf den kommenden. Lehrreich, gut recherchiert, einfach zu überschauen und ohne Fachwissen verständlich. Besser kann man fiskalischen Zusammenhänge kaum der breiten Masse darbieten. Die heute vorgebrachte Betrachtung der Situation der Kinder ist ebenso einleuchtend und zwingend, zeigen doch die ersten Beiträge, wie sehr viele Menschen in diesem System manipuliert sind. Diese heute vollkommen entgegen der Natur erzogenen, sind die Erwachsenen der kommenden Jahre und dann auch wieder die Eltern der kommenden Generationen - soweit Kinderkriegen in Deutschland noch Zukunft hat und "Anwender" findet.

    Vor einiger Zeit hatte ich eine Umfrage im Radio, ...sind unsere Kinder heute schlechter als früher? Ich bin telefonisch durchgekommen und habe die Frage klar mit "JA" beantwortet. Damit habe ich weder den Kindern (was können die dafür) noch den Eltern den Schwarzen Peter zugeschoben. Verantwortlich für die Verkommenheit der Gesellschaft sind die Medien und da besonders die Werbebranche. Wird in einer Werbung nicht gekotzt, gerülpst oder gepforzt - taugt diese nichts. Woher sollen Kinder wissen, dass man seinen Eltern und generell Erwachsenen keinen "Stinkefinger" zeigt, wenn das in der Werbung schon Neugeborene machen. Woher sollen sie wissen, dass man keine anderen schlägt, wenn das bei der Werbung so gezeigt wird, wie beim Hagebaumarkt.

    Nun kommen wieder die ganz Schlauen und sagen, es liegt an den Eltern ob das Kind Werbung sieht oder nicht, genauso wie es an den Konsumenten liegt ob sie gutes und gesundes Essen kaufen oder nicht. Genau diese Mär der Eigenverantwortung wird durch die Medien im Sinne der Neoliberalen und Globalisierer verbreitet und kommt dann ungefiltert durch das eigene Gehirn als angebliche eigene Meinung zurück.

    Kann es sein, dass alle Erwachsenen zusammengenommen verantwortlich für die jeweilige Erziehung der kommenden Generation sind - dass diese sozusagen das Ergebnis der Bemühungen aller Erwachsenen widerspiegeln. Werden die Eltern nicht ebenso durch die Werbung schon zu "Dumen Konsumenten" manipuliert und degeneriert?

    In den Räumen der Medienkonzernen werden hochqualifizierte Psychologen beschäftigt, deren Aufgabe es ist, genau diesen Konsumententyp zu produzieren der gegenwärtig vorherrscht und da sollen Menschen mit mittlerer Bildung oder eventuell noch darunter schlauer reagieren als diese letztlich zu Verbrechern an der Gesellschaft mutierten Wissenschaftler.

    Wenn es nur an den Konsumenten oder an den Eltern liegt, aus welchem Grund lassen dann alle anderen zu, dass minderwertiges überhaupt erst produziert und in der Vertrieb kommt. Wieso lassen sie zu, dass Gewalt verherrlicht wird, dass die Sitten in den Staub getreten werden. Für wen ist dann die Ware, die die Eltern den Kindern nicht anbieten sollen, wozu wird sie produziert und vertrieben und vor allem durch eine breite Werbung jedem kompakt auf den Tisch geschoben.

    Es handelt sich um ein gesamtgesellschaftliches Problem, bei dem natürlich die Eltern eine große Rolle spielen - denen jedoch durch die Medien die eigenen Bemühungen komplett zerschossen werden. Und da stellen sich vor allem Leute die zur Sicherung des eigenen Lebensniveaus großzügig auf die Produktion von Nachwuchs verzichtet haben hin und prügeln auf die, die deren Aufgabe mit übernommen haben.

    Sage mir was die Gesellschaft für ihre Kinder tut und ich sage Dir welche Zukunft diese Gesellschaft hat !

    Schon aus dem Grund werde ich als ehemaliger Bürger der DDR, immer sagen, dass der Anschluß an die BRD ein historischer Rückschritt gewesen ist - ein Rückschritt, der auf dem Rücken der Kinder z.B. ausgetragen wird. In diesem Staat, der DDR wurde sehr viel für Kinder gemacht, da wurde darauf geachtet, dass Filme kindgerecht sind, dass dort keine Gewalt vorkommt, dass Anstand vermittelt wird und nicht in jeder Kindersendung gerülpst und gepforzt wird. Dort wurden Kinder zu Frieden und Völkerverständigung angehalten und keine Killerspiele als Kulturgut durch regierende anerkannt, damit aus dem Kindern anschließend Killer für die zukünftigen Krieg werden.

    Günther Wassenaar

    Hallo Herr Kreutzer und sonstige Leser,

    Sie glauben nicht, wie mir das Wohl der Kinder am Herzen liegt und mich
    macht deren Entwicklung traurig.

    Es werden immer die Mißstände der Kinder angeführt, jedoch wird nie
    ausreichend begründet und warum das so ist. Ich rede häufiger mit jüngeren Frauen über dieses Thema und selten habe ich das Gefühl, dass die verstehen wollen, was ich ihnen sagen möchte.
    Meine Kinder sind erwachsen, die allerdings auch schon wieder Kinder haben. Immer wieder entsteht der Eindruck, als wollte ich ihnen etwas. Dabei möchte ich ihnen lediglich eine kleine Hilfestellung geben.

    Es geht einmal darum, dass die Kinder auf einmal ADS haben und wenn ich
    dann noch Ritalin oder Medikamente höre, bekomme ich eine Gänsehaut. Was
    tun die den Kindern an?

    Alle Leser, die älter sind, durften frei aufwachsen, draussen herumtoben, auch einmal Unsinn machen, Streiche ausführen. Dann folgten die Zeiten, wo Kinder ruhig werden mussten, sie überall störten. Wir sind damals aus der Stadt weggezogen, damit die Kinder ihre Freiheiten hatten und unbekümmert spielen konnten. Wenn die heim kamen und sie hatten immer was zu tun, waren sie dreckig. Die Kleidung kam in
    die Waschküche und sie wurden gebadet. So war das jeden Tag. Oft kamen
    sie nur heim, wenn sie Hunger hatten und das Sommer wie Winter. Dass sich Kinder ständig bewegen müssen, ist doch normal.

    Von Anfang an sind sie bestrebt, selbständig zu werden, alles auszuprobieren. Das kann man doch nicht ständig unterdrücken.


    Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Regeln, die für jeden einzuhalten
    sind. Jedes Kind neigt dazu, Grenzen auszutesten: "Wie weit kann ich gehen?"

    Das muss man als Eltern spüren, wenn ich Kinder habe. Man einigt sich auf bestimmte Fernsehzeiten oder wann es vor dem PC sitzen darf. Die Grenzen müssen eingehalten werden. Man sollte ihnen beibringen, wie wichtig die Ernährung ist, wie schädlich Süssigkeiten sind, man sollte auf regelmässige, ausgewogene Mahlzeiten achten.
    Bewegung und Sport sind willkommene Abwechslungen für Kinder. Allerdings
    muss man ihnen die Gelegenheit geben, ihre Fähigkeiten auch ausprobieren
    zu können.

    Es versteht sich von selber, dass auf respektvolle Reden daheim und dem
    Umgang geachtet werden sollte. Wird das von Beginn an durchgeführt, gibt
    es solche Zustände nicht, von denen man liest und hört.

    Es hat nichts mit Liebe zu dem Kind zu tun, wenn es alles essen und sonst alles darf, was es möchte. Das Gegenteil ist der Fall.
    Ich erlebe es immer wieder, dass die Kinder einfach in einen Apfel beissen und ihn dann liegen lassen. Man kann dem Kind auch mal ein Stück vom Apfel abschneiden oder ein halbes Brötchen erst geben, bzw ein Stück zum Probieren. Ebenfalls ist darauf zu achten, dem Kind zu vermitteln, dass es so viele Kinder auf der Welt gibt, die hungern müssen und dass man Essbares nicht wegwirft. Das Kind sollte nicht über seine Nahrung bestimmen. Dann pickt es sich die Rosinen aus dem Kuchen.

    Wenn es Hunger hat, sollte die Mutter eine kleine Mahlzeit am Tisch für das Kind
    hinstellen, nicht das es unkontrolliert zu allem Zugang hat. Man sollte auf jeden Fall eine Kontrolle über das Essen behalten. Ist das Kind zu dick, dann muss man rechtzeitig die ganzen Gewohnheiten ändern. Am besten ist es dann, man hat die Dickmacher überhaupt nicht im Hause und man fordert auch passende Bewegung. Natürlich kann man mit dem übergewichtigen Kind gemeinsam Radtouren machen. Es tut allen gut und macht Spass. Bitte überlegen, was Dickmacher sind. Es ist nicht alles gesund, was als gesund bezeichnet wird. Lasst das ganze Zeug weg, das man nicht mehr identifizieren kann. Es gibt genügend Naturprodukte, die man essen kann, wenn man Hunger hat. Es sollten keine Süsswaren sein, die in der Werbung angeboten werden. Vor allen Dingen muss man das Kind und sich selber von Imbissbuden fern halten.

    All diese Mängel, die heute bei den Kindern zutage kommen, haben ihre Ursachen, vor denen ich schon so lange warnte. Ich wohne auf dem Lande. Im Winter sieht man hier nicht ein Kind, das mal mit einem Schlitten fährt.
    Früher habe ich in einer Großstadt gelebt und wo nur etwas Schnee gefallen war oder es kalt war, waren wir den ganzen Tag draussen und haben uns Schlinderbahnen gemacht oder sind mit dem Schlitten die Strasse herunter gefahren. Da blieb kein einziges Kind im Hause. Und kalt wurde es auch keinem. Wir kamen mit roten Gesichtern abends ins Haus, aber erst, wenn wir mussten. Bei meinen Kindern ging es genau so.
    Bei deren Kindern war dann Schluss. Sie wurden zu Stubenhockern erzogen und waren immer unter der Aufsicht von den Eltern. Damit begann auch die Zeit, wo ihr Schicksal der Fernseher oder der PC wurde. Sie wurden zu kleinen Erwachsenen grossgezogen, entgegen ihrem Naturell, sich ständig zu bewegen.
    Durch die Werbungen werden die Kinder animiert, ihren Eltern vorzuschreiben, was sie brauchen oder haben wollen. Sie sind total übersättigt, in jeder Hinsicht. Wie werden eingenebelt von den Medien und sind überhaupt nicht mehr in der Lage, eigene Neigungen auszuprobieren, werden passiv und bewegen sich nicht mehr.
    Diese Entwicklung ist schädlich. Respekt vor anderen Menschen kennen sehr viele Kinder überhaupt nicht mehr. Das haben sie nicht gelernt. Ich denke, dass viele in der Erziehung total verroht sind. Das ist keine Schuld der Kinder, sondern die Unfähigkeit der Erziehungsberechtigten.

    Wenn das nur einige Leute mal beherzigen würden, dann wäre mein Beitrag
    sinnvoll gewesen.Christel

    Moment mal,

    es sind ganze 100 Kinder und deren Ärzte befragt worden? Hätte ich das mal vorher gelesen!

    Das ist doch weder repräsentativ noch irgendwie sonst als Information verwertbar. Wer macht denn daraus eine Meldung? Da krieg ich ja bessere Informationen wenn ich mit dem Handy über den Wochenmarkt gehe! Da sind wir aber ganz schön in die Falle getappt….

    Na gut, ich bin natürlich besonders dankbar für dieses Thema und die Reaktionen zeigen ja, wie wichtig das ist.

    Aber bei dieser Meldung ist doch wieder eine Absicht eingebaut!

    Kommt da etwa ein neues Psychopharmaka auf den Markt? Pillen gegen Kinderverwahrlosung?
    Oder wird da gerade eine neue Berufsgruppe kreiert? „Kindergesundheitsassistent“ zur Unterstützung der Berufstätigen Eltern?
    Bezahlt durch Steuergelder. Abgeschöpft durch die Profite aus den Medikamenten und den verschreibungspflichtig gewordenen „Gesundheitsmaßnahmen“.

    ca. 13.000.000 Kinder in diesem Land…ein schöner Markt, nicht wahr!

    Oder wieder nur die zarte Flamme der Hoffnung auf eine Änderung in diesem System? Man darf gespannt sein, wie schnell diese Nachricht wieder in Vergessenheit gerät. Die Eltern, die sich jetzt wieder ein bisschen schuldiger fühlen, werden bestimmt nicht lauthals herumschreien und weiter darüber diskutieren wollen. Aber das ist genau die Absicht die dahinter steht.

    Die Diskussion dazu wird keine breite Öffentlichkeit finden!

    Bis die Tage

    Stefan Neumann

    Seit ich im Oktober 2003 das Themen-Referat zum 4.Deutschen Wirbelsäulenkongress der Dorn-Methode „Die Dorn-Methode hilft Kindern“

    nicht gehalten, sondern losgelassen habe, habe ich in diesen Kongressen alle zwei Jahre die Frage gestellt: „Die Lehrer zählen zu den kränksten Berufsgruppen. Wie sollen unsere Kinder von lauter kranken Erwachsenen Gesundheit lernen?“

    Wie jeder weiß, sind die Probleme seither a) weiter perfektioniert und b) in keinster Weise gelöst worden.

    Lösung klappt in diesem unpädagogischen System schon deshalb nicht, weil die Pädagogik DRUCK macht, wenn sie erZIEHT. Alle ignorieren stur diese plumpe Verwechslung von Gas- und Bremspedal, weil es ja alle so machen, weil es immer so war und weil das angeblich „wissenschaftlich abgesichert“ ist. De facto ist es nur plumper, sturer, dummer Amts-Machtmissbrauch.

    Druck – den wir uns nicht schämen, inzwischen ganz offen zu steigern - komprimiert das Problem wie die Menschen. Komprimiert kann nichts wachsen. Solch eine „Pädagogik nutzt nur Eunuchen, die selber nicht können und alle und alles unter ihrem impotenten Niveau halten wollen.

    Druck ist das exakte Gegenteil von Lösung. Und wir machen nicht nur Druck, wir machen immer mehr Druck.

    Dass die Menschen dabei leiden, krank werden, selbst immer mehr und schwerere – letztlich auch tödliche - Fehler machen, dafür schieben wir ihnen auch noch die Schuld zu: Sie haben sich nicht unterworfen, sich nicht eingefügt, nicht richtig mitgemacht.

    Als "Ich-kann-Schule-Lehrer" bin ich erstaunt, dass bei einem derartigen Umgang mit den sensiblen Kräften des Menschen immer noch nichts Schlimmeres als Erfurt, Winnenden & Co passiert ist. Ich bin erstaunt, dass die so hohe Krankheitsrate von Lehrern und – in der Folge – Schülern immer noch so niedrig ist.

    Wir lassen doch nichts aus, die entscheidenden Lebenskräfte im Menschen ständig zu frustrieren, zu irritieren, zu blockieren, auf jede nur mögliche Weise zu quälen.

    Dabei ist die Lösung des Problems

    a) einfach
    b) mit sofortiger
    c) mit umfassender
    d) mit tiefer Wirkung

    e) von jedem Betroffenen
    f) leicht zu erreichen.

    Es ist nur eines notwendig, was doch jeder leicht erkennen sollte: Wenn bei dem, was wir tun, die Probleme ständig nur wachsen, dann müssen wir endlich damit aufhören, dieses Tun weiter zu perfektionieren und zu steigern. Es schlicht und einfach verkehrt.

    Die Konsequenz daraus ist ebenso einfach: UMKEHREN! Das rät schon seit 2.000 Jahren u.a. die Bibel.

    In der Praxis bedeutet Umkehren den Wechsel von DRUCK auf das SOG-Prinzip.

    Sog löst. Sog richtet auf. Sog macht wachsen. Mit Sog lassen sich die Kräfte punktgenau lenken, mühelos. Sog entlastet. Sog befreit. Sog gibt Geist & Seele ihre Würde zurück. Sog heilt. Sog ist das Grundprinzip der neuen Ich-kann-Schule. Die neue Ich-kann-Schule zeigt seit drei Jahrzehnten, dass Lösung, Entwicklung, Wachstum für jeden in jedem Punkt jederzeit und überall möglich ist.

    Wir können weiter immer neurotischer die Schablonen für unsere Kinder perfektionieren und damit unsere wie ihre Kränkung steigern.

    Wenn sich jemand so gegen das Leben versündigt hat wie die Bildungsverantwortlichen + Praktizierenden heute, dann fällt es ihm verständlicherweise nicht leicht, mit sich selbst und seiner erbärmlichen Realität konfrontiert zu werden. Solange dieser mutige Schritt aber ausbleibt und der Selbstbetrug fortgesetzt wird, wachsen die Probleme immer unerträglicher weiter.

    Wir sind an einem Punkt angekommen, wo es keinen Sinn mehr macht, die Täter zu bestrafen. Sie haben sich viel mehr, viel weiter, viel tiefer verrannt und stecken selber bis zum Hals in den Grausamkeiten, die sie anderen beschert haben. Die meisten von ihnen werden eher sterben als die Kinder, an denen sie sich pädagogisch vergangen haben. Wer will schon so sterben? Wer will miterleben, wie jemand so stirbt?

    Versöhnung a) zuerst mit sich selbst und dann b) mit allen anderen ist die drängendste Lebensaufgabe unserer Zeit.

    Auch dafür hat die neue Ich-kann-Schule konkrete Beispiele. Da ist z.B. die 7jährige Sabrina, die nicht mehr leben wollte, weil sie täglich von ihrer Lehrerin vor der Klasse blamiert wurde. Sie hat ihrer Peinigerin verziehen, als sie erkannte, dass diese Frau mit ihren eigenen, so feinen Kräften & Talenten nicht umgehen kann. Sabrina sah, wie ihre Lehrerin in ihren eigenen Verstrickungen gefangen ist, und erlöste sie, indem sie den verhungernden guten Kräften einfach im Geiste all das gönnte und schickte, was ihnen ihre Besitzerin nicht geben konnte. So wurden die ausgehungerten Kräfte in der Frau satt, und satt wird jeder Mensch ein anderer Mensch. Das 7jährige Mädchen hatte mehr und wichtigeren Einfluss auf seine Lehrerin als diese selbst. Dafür muss man nur aus der üblichen Konfrontation heraustreten, und die Lösung erklärt die neue Ich-kann-Schule ganz einfach so: „Wenn ich deine Kräfte & Talente BESSER behandle als du, mögen sie mich und folgen mir lieber als dir.“ Die Lehrerin änderte sich, ohne dass jemand ein Wort mit ihr gesprochen hat, in wenigen Tagen radikal.

    Es ist also, wie man an diesem konkreten Beispiel, das beliebig wiederholt werden kann, kinderleicht, die tatsächlichen Probleme der Schule zu lösen.

    Es macht keinen Sinn, all denen, die nicht wissen, wie es geht, Vorwürfe zu machen. Die, die es können, machen es vor, und wer vom Leiden genug hat, kann ihr Beispiel prüfen und ihm bei Gefallen folgen.

    Wenn Leute immer noch gerne leiden, sollte man ihren Wunsch respektieren, auf diese Weise Lebenserfahrung zu sammeln, und sie fragen, welche Leiden man ihnen noch dazumachen soll, damit sie schneller zum gewünschten Ergebnis kommen. Sobald sie mit ihren Problemen keine Sog-Wirkung mehr haben, werden diese schnell uninteressant.

    Sog ist einer der wichtigsten Lebensschlüssel und mit diesem ein weiteres echtes ErZIEHungs und Heilmittel der neuen Ich-kann-Schule, die wohlverstandene Soggestion.

     

    Ich grüße freundlich.

    Franz Josef Neffe

    Sehr geehrter Herr Kreutzer,

    der Studie ist eigentlich kaum noch etwas hinzu zu fügen. Das sind die
    Fakten, und diese decken sich mit meinen persönlichen Beobachtungen in
    meinem Umfeld.
    Der von mir sehr geschätzte Dr. Johann Georg Schnitzer kämpft seit den 60er Jahren gegen die Ursachen dieser Misere und hat weder Zeit noch Arbeit gescheut, die
    verantwortlichen Politiker in regelmäßigen Abständen auf die sich
    damals schon abzeichnende Zunahme der sog. "Zivilisationskrankheiten"
    hinzuweisen. Übergewicht und daraus resultierende Krankheiten wie
    Diabetes, Bluthochdruck, Rheuma usw., also all die typischen
    Volkskrankheiten beruhen größtenteils auf falscher Ernährung.
    Ich möchte hier keine wissenschaftliche Abhandlung dazu schreiben, der
    interessierte Leser kann sich auf der Webseite von Dr. Schnitzer sehr umfassend
    darüber informieren und vor allem lernen, was man mit einfachen
    Änderungen der Lebensweise dagegen tun kann - mit Erfolg, wie ich
    selbst am eigenen Leib erfahren durfte.

    Die falsche Ernährung ist jedoch leider nur ein Teil eines für den
    Normalbürger kaum zu überschauenden Puzzles, die Hintergründe sind
    kaum erkennbar und wenn man sich bemüht, diese einem normalen Menschen
    zu verdeutlichen, landet man sehr schnell in der Schublade der
    Verschwörungstheoretiker.

    Jeder Internetnutzer kann sich selbst informieren. Man google z.B. nach dem Begriff "Georgia Guidestones", ein Monument im US Bundesstaat Georgia, wo einige Verhaltensregeln für die Menschheit in Stein gemeißelt wurden. Dort findet man neben den bereits bekannten Ratschlägen wie "achtet auf Eure Umwelt" auch den Hinweis, dass man die Bevölkerung der Erde auf einem Level von 500 Millionen Bewohnern
    halten sollte, um die Ressourcen des Planeten zu schonen.

    Letztendlich dürfte es sich hierbei um ein Dokument der Überheblichkeit unserer sog. "Eliten" handeln, denn die Bevölkerungsreduzierung wird bereits seit längerer Zeit umgesetzt. Zu der (...)Vergiftung der Menschheit über die Nahrungsmittelindustrie findet sich ebenfalls erheblicher Stoff im Internet, wer sich dafür interessiert, wird es auch finden. Flourid im Trinkwasser, Chemtrails in der Atmosphäre, Aspartam im Süßstoff, die Liste der chemischen Verseuchung unserer Bevölkerung durch die
    Nahrungsmittelkonzerne ließe sich beliebig fortsetzen. Wer einmal mit genügend Zeit in einem Supermarkt unterwegs war und sich die Mühe gemacht hat, die Hinweise auf den Verpackungen zu lesen, weiß wovon ich rede. Ich persönlich lasse alles stehen, worauf sich eine E-Nummer befindet oder Hinweise auf Glutamat, Geschmacksverstärker oder ähnliches.
    Und wenn man genau hinschaut, meidet man am Besten die Einkaufszentren, die scheinbar nur noch zur preiswerten aber ungesunden Abfütterung der Menschenmasse erdacht wurden.

    Die Kinder als letztes Glied der Nahrungsmittelkette und als absolut von Erwachsenen Abhängige haben es naturgemäß am Schwersten. Es beginnt mit dem täglichen Vorleben im Elternhaus und endet in der täglichen Gehirnwäsche durch Werbeberieselung. Entsprechende Konzerne prügeln uns solange ihre Botschaften vom gesunden und nährstoffreichen Essen ein, bis auch der letzte Hirni es gefressen hat (...). Internationale "Stars" (...) sind sich ebenfalls nicht zu schade, für diesen Unsinn massivst zu werben.

    In unserer Gesellschaft fallen die Grenzen. Die Grenzen zwichen Alt und Jung, was sich darin äußert, dass der Respekt vor Ältern und Eltern verloren gegangen ist. Die Auswüchse findet man gerade in Großstädten, wo Jugendliche aus Frust und Langeweile besoffen auch ältere Leute krankenhausreif prügeln, wenn diese es wagen sie zu kritisieren oder bei drei nicht auf den Bäumen sind.
    Ebenso fallen die Grenzen zwischen den Kulturen und Religionen, zwischen Muslimen und Katholiken, zwischen Orientalen und Abendländern. Das Motto, welches unsere Politiker vertreten und vorleben heißt "Einwanderung um jeden Preis, ob Integration möglich ist oder nicht". Ich will das nicht allzu sehr vertiefen, um niemandem
    die Gelegenheit zu bieten, die Rassismuskeule auszupacken, denn damit
    hat dies überhaupt nichts zu tun.
    Unsere Kultur und die der Araber z.B. ist so unterschiedlich, das passt im normalen Zusammenleben eben nicht. Vor allem dann nicht, wenn die Zuwanderer nicht bereit sind, sich zu integrieren und unsere Kultur anzunehmen. So schaffen wir nur Ghettos im eigenen Land und das wird irgendwann zu Aufständen und Bürgerkriegen führen, ob man das nun hören möchte oder nicht. Die ersten Anzeichen dafür sind jetzt bereits zu erkennen und ich sage nur, wehret den Anfängen, bevor wir keine Chance mehr haben, etwas zu ändern.
    Eine weitere Grenze, welche gerade niedergerissen wird, ist die Grenze zwischen den Geschlechtern. Ich habe nichts gegen Homosexuelle und Lesben, es soll jeder nach seiner Fasson selig werden. Man muss andererseits aber auch keinen Hype um diese Unterschiede veranstalten.
    (...)

    Fallen Grenzen, entwickeln sich aus der Masse viele Individuen.
    Einzelpersonen sind leichter zu manipulieren und in Angst zu versetzen. Wer Angst hat, denkt nicht konsequent zu Ende sondern wird sich dem herrschenden System eher unterwerfen und Anordnungen befolgen. Werden Grenzen eingehalten, entwickeln sich innerhalb dieser Grenzen Gemeinschaften, welche zusammenhalten und nicht so leicht zu manipulieren sind.
    Darin liegt einer der Gründe für das geschaffene Verwaltungsmonster Europa. Alles in einen Topf, egal ob die Kulturen und Wirtschaftssysteme harmonieren, und dann schleunigst auf den Weg machen zur nächsten Verschmelzung, der Weltregierung.

    Fazit: Hinter all diesen Ereignissen steckt System. Ein System, dem es in erster Linie darum geht, die Normalbevölkerung auszubeuten, zu knechten und zu verdummen. Die Masse muss abhängig gehalten werden, darum sollen wir immer länger arbeiten, auf Lohnerhöhungen verzichten und am Besten einen Tag nach Beendigung unserer aktiven Arbeit "sozialverträglich ableben" - das wäre die Idealvorstellung unserer
    Eliten von einem Bürger des Systems.
    Wer sind diese Eliten, und was haben sie vor? Auch dazu findet sich im Internet genügend Informationsmaterial, in Ihren Büchern und bei Ihren regelmäßigen "Paukenschlägen" legen Sie oft genug den Finger in die offensichtlichen Wunden des Systems, also muss ich das Ihnen nicht erklären.

    Bezüglich des eigentlichen Themas ist die Krankheit unserer Kinder nur ein weiteres Multimilliardengeschäft, welches dem System zu Gute kommt.

    Die Medien und Unterhaltungsindustrie verdienen an den Computern, den
    Internetspielen, den Chatrooms und den damit verbundenen Geschäften.
    Schulsport wäre zwar eine vernünftige Alternative dazu, aber erstens bringt das kein Geld ein, sondern kostet nur. Demnach streicht man einfach die Mittel für solche Aktivitäten, wo kein Lehrer, da auch kein Sport. Es ist ja auch viel wichtiger, Banken wie HRE zu retten und deren Milliardenverluste aus Zockereien zu übernehmen.
    Kinder, die sich nicht bewegen und mehr vor dem PC hocken, werden alleine dadurch schon psychisch krank. Und schon kommt der nächste Großverdiener in dieser Kette zum Zug, die Pharmaindustrie. Kinder werden in Schubladen gesteckt, sie leiden angeblich unter allen möglichen Krankheiten und Symptomen, die man früher nur als Ausnahmefälle kannte. Schon verschreibt der Arzt die ersten
    Medikamente, deren Nebenwirkungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus diesem kleinen Kind einen Dauerkunden der Pharmaindustrie machen. In diesem Zusammenhang sollte auch erwähnt werden, dass eines der Medikamente, die gerne bei solchen Auffälligkeiten verschrieben werden, im Verdacht steht, Auslöser diverser Amokläufe wie z.B. in Winnenden zu sein. Tja, das sind
    natürlich nur "Kollateralschäden" und sowas wird ja auch schön totgeschwiegen, nicht wahr?

    Natürlich kennt unsere Multimillionärin und Arbeitsministerin Frau von der Leyen diese Probleme nicht. Deren Kinder werden sicher nicht auf dem Schulhof gemobbt oder verprügelt, entweder werden sie vom Personenschutz behütet oder gehen nur auf exklusive Privatschulen, wo solche Dinge in der Regel verhindert werden.
    Eine alleinerziehende Hartz IV Empfängerin hat dagegen ganz andere Sorgen, welche Frau von der Leyen wohl kaum kennen dürfte. Und gerade Kinder aus solchen Einkommensklassen und Bevölkerungsschichten leiden am meisten unter der heutigen menschenverachtenden Familienpolitik unserer Regierung.
    Ich habe einige Kommentare zu diesem Thema bereits gelesen und kann diesen ebenfalls nur zustimmen. Das Thema an sich ist eigentlich viel zu komplex. um es mit einer Mail ab zu handeln, deshalb wurde diese Mail auch etwas länger, was ich zu entschuldigen bitte. Trotzdem habe ich noch nicht die Hälfte von dem gesagt, was man eigentlich zu diesem Thema sagen müsste.

    Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg Herr Kreutzer, ich besuche
    Ihre Webseite übrigens auch täglich ohne Newsletter.

    Freundliche Grüße
    N.Wellenstein

    Hallo Herr Kreutzer,
    es fällt leicht die "Schuld" auf Fernsehen und Computer zu schieben. Nur werden da die eigentlichen Wurzeln des gesamten Übels übersehen. Die Eltern dafür verantwortlich zu machen ist allerdings ebenso kurzsichtig wie auch unfair.

    Kinder brauchen einen engen sozialen Bezugsrahmen, der auch stabil sein sollte.
    Das Modell der guten, alten Großfamilie hat diese Bedingungen lange Zeit gut erfüllt.
    Dies ist durch die "sozialen" und wirtschaftlichen Reformen völlig zerschlagen worden
    und ist nur noch in Randbereichen unserer Gesellschaft in Resten vorhanden. Auf alten
    Bauernhöfen kommt so etwas tatsächlich noch vor.

    Hier können die Kinder unterschiedliche Einstellungen und Erfahrungen des Lebens von mehreren Generationen und unterschiedlichen sozialen Standarts wahrnehmen. Das ist extrem wichtig, wie die Sozial- und Gehirnforschung seit den 80ger Jahren eindeutig festgestellt hat.
    Kinder nehmen vom ersten Moment ihres Lebens an Informationen auf, auch wenn die "Erwachsenen" glauben der Stöpsel sei noch zu klein dafür. Diese Informationen der gelebten Erfahrung wirkt sehr viel gewichtiger, als alles, was man später dem Kind erzählt.

    Ist ein fester Bezugsrahmen da - das muß nicht unbedingt eine gewachsene Großfamilie sein - ist für eine gesunde Kinderentwicklung wichtig, dass man dem Kind auch antwortet, wenn es sich an jemanden wendet. Sei es durch Anschauen und Zuhören, als auch streicheln oder konstruktiv zurechtweisen.
    Das schlimmste sind Mütter, die zwar körperlich anwesend sind, aber so gestresst, dass sie ihr Kind mit seinen Bedürfnissen nicht wahrnehmen. So entsteht ein ADHS Fall.

    Wenn wir also als Gesellschaft etwas Sinnvolles in dieser Richtung unternehmen wollen, dann wird es notwendig sein, dafür zu sorgen, daß ein Einkommen ausreicht um eine vier- bis achtköpfige Familie deutlich oberhalb von Hartz IV zu ernähren.

    Wir müssen nicht unbedingt zur alten Großfamilie zurück. Es bilden sich zur Zeit neue Lebensgemeinschaftsstrukturen heraus, in der z.B. ein Landgut bewirtschaftet wird (CSA) oder auch eine Firma von mehreren Familien unterhalten wird.

    Wir müssen ein neues "Wir-Gefühl" entwickeln, denn nur "Wir" können etwas bewirken. Das heißt, jeder einzelne muß seine Grenzen erkennen, seine Verantwortung für sich und das Ganze (soweit, wie er es im einzelnen überschauen kann) übernehmen und über seine Bedürfnisse und Vorlieben seinen Platz in einer oder auch mehreren Gruppen einnehmen.

    ARTABANA ist z.B. ein gelebtes Modell, wie durch selbstverantwortliche
    Menschen die Idee einer Krankenkasse in eine echte Solidargemeinschaft für Gesundheit umgewandelt werden konnte.

    Peter Fitzek´s "Neues Deutschland" ist eine weitere Form, wie wir ohne blutige Revolution zu einem tatsächlich für alle nutzbringenden Staatwesen kommen können. Also laßt uns nicht nur bloggen und reden - tun wir es!


    Mit freundlichen Grüßen

    Wulfing Kranenbroeker

    Lieber Herr Kreutzer,

    herzlichen dank für Ihre Initiative.

    Mit meiner Frau habe ich zwei Söhne. Die beiden sind 1975 und 1978
    geboren, in einer Zeit wo es anfing modern zu werden, Kindern "modern" zu ernähren, d.h. mit vorwiegend denaturierter Nahrung zu vollzustopfen.
    Dank Dr. Johann Georg Schnitzer und seiner Gesundheits- und Ernährungslehre sind unsere Kinder bis heute kerngesund, vital und nervenstark, wie es seinerzeit schon unüblich war. Ihr Zahnstatus ist bis heute exzellent.

    Alle Eltern dieser Welt haben die Möglichkeit, ihre Rolle als Vater und
    Mutter zu 100% wahrzunehmen, wenn sie dazu bereit sind. Informationen dazu gab es damals und heute in Hülle und Fülle.

    Der größte Teil der Eltern zieht es aber vor, die Erziehung ihrer Kinder der Schule, dem Fernseher und der Straße zu überlassen. Der (Un-) Wissenstand zum Thema Ernährung lässt sich jederzeit an den gefüllten Einkaufswagen an den Kassen der Supermärkte ablesen.Jedem Pharmavertreter und Verfechter der Schulmedizin muss beim Anblick des Inhalts dieser Einkaufswagen das Herz vor Freude hüpfen.

    Die Erwartung, dass das Verbraucherschutzministerium oder andere Behörden und Instutionen die Aufgabe oder gar die "Verantwortung" haben, sich um eine gesunde Ernährung zu kümmern ist schlicht naiv.
    Die Fakten zeigen eindeutig, dass diese Gruppen unter dem Einfluss der
    Lobbyverbände stehen. Mir ist nicht bekannt, dass es eine Lobby für Kinder in Deutschland gibt. Aber mir ist bekannt, dass Milliardenbeträge dafür ausgegeben werden, den Eltern und Kindern z.B. via TV-Werbung, Junkfood, Videospiele und anderen Dreck schmackhaft zu machen und sie als Durchlauferhitzer für die
    Umsätze der Lieferanten solchen Drecks zu missbrauchen.

    Jedes Elternteil, das meint seine ureigene Aufgabe, den Schutz der Kinder, sei es in Fragen der Erziehung oder Ernährung, an andere zu delegieren, versündigt sich an
    seiner Rolle. Die Folgen tragen dann die Kinder, unfähig, mit diesen Folgen umzugehen, weil sie meist mindestens so verblödet sind, wie ihre Eltern. "Die Saat bestimmt die Ernte oder?"

    Lieber Herr Kreutzer, es gibt Informationen, Literatur, Vorträge etc. zu hauf in dieser Welt. Aber es gibt auch ein völlig verkorkstes Rollenverständnis der Eltern und zu diesem Thema gibt es fast nichts auf dem Bücher- und Fortbildungmarkt.

    Ich bin gerade dabei Entsprechendes zu kreieren, vielleicht macht es Sinn, dass wir uns einmal über die dem Ganzen innenwohnenden Chancen unterhalten.

    Anliegend noch einen Text zum Thema Verantwortung, ich freue mich, wenn
    Sie sich die Zeit nehmen ihn zu lesen und wir in einen Dialog einsteigen.

    Mit den besten Grüßen

    Ihr Fan

    Willi Wende

    und noch eine Stimme dazu:

    Lieber Herr Wende,

    ich habe gerade alle Beiträge, die zu diesem Thema mittlerweile online sind, mit höchstem Interesse gelesen. So viele Gedanken, so viele Impulse! Ich habe es genossen – genossen, all das zu lesen und dabei zu spüren, dass die Zeit reif ist, sich in aller Öffentlichkeit darüber weiter auszutauschen, um auf die Dringlichkeit dieses Themas aufmerksam zu machen.

    Sie, lieber Herr Wende, sprechen mir in ganz besonderem Maße aus dem Herzen.

    Ihre Idee, zum Thema „Rollenverständnis der Eltern“ was „Entsprechendes zu kreieren“ finde ich wundervoll! Was halten Sie von der Idee, Herrn Kreutzer zu fragen, ob er zu diesem Thema ebenfalls seine Seite öffnet, damit sich möglichst viele in aller Öffentlichkeit darüber austauschen können?

    Aus Ihrem Abschiedsgruß lesen ich heraus, dass Sie ein Fan von Egon-W. Kreutzer sind. Willkommen im Boot, lieber Willi!

    Sonnige Grüße aus dem Landkreis Freising
    Manuela Engl

     Lieber Herr Kreutzer,

    Sie sprechen ein äußerst wichtiges Thema an - Gesundheit. Und die 'Kindergesundheit' ist nur die noch relativ schwache Vorstufe dessen, was die späteren Erwachsenen zu erwarten haben.

    So weit Gesundheit mit Ernährung zu tun hat - und das scheint mir doch der bei weitem wichtigste Teil der Betrachtungen hierzu zu sein - ist dazu meiner Ansicht nach seit vielen Jahren schon 'alles gesagt'. - Aufklärungsversuche irgendwelcher Art habe ich für meinen Teil, nach meinen vielfältigen 'Erfahrungen', die ich in dieser Hinsicht in der Vergangenheit mit den angesprochenen Mitmenschen gemacht habe, seit längerer Zeit eingestellt. - Zeitverschwendung dieser Art will ich mir in Zukunft nicht mehr leisten.

    Das Problem, oder genauer: die Probleme, liegt/liegen also ganz woanders:
    Zu allererst in der weit verbreiteten Gleichgültigkeit der unmittelbar Betroffenen, und in deren Resistenz, (für die Betreffenden neues) Wissen aufzunehmen und dann - und insbesondere - auch anzuwenden.

    (Eines wird man wohl nicht 'können': Unsere sagenhafte 'Marktwirtschaft' in irgendwelche bemerkenswerten Schranken zu weisen; also ist jeder aufgerufen, sich das (lebens-)notwendige Wissen s e l b s t zu verschaffen.)

    "Wenn Politik als die Kunst des Möglichen gilt, dann darf doch das nicht Entschuldigung dafür sein, das Schwierige gar nicht erst zu versuchen!"

    Lieber Herr Kreutzer, ist das wirklich Ihr Ernst, was Sie da sagen?

    Anstatt auf die vielen und sehr berechtigt von Ihnen angesprochenen Punkte einzugehen, erlaube ich mir hier nur auf die früheren Arbeiten von Dr. Max Otto Bruker hinzuweisen, insbesondere auf sein Buch "Unsere Nahrung, unser Schicksal" (emu-Verlag, Lahnstein).
    Wer die Möglichkeit hat, die vorangegangene Fassung dieses Buches zu erwerben, wird noch einige zusätzliche 'Details' erfahren, die man sonst wohl kaum erfahren würde: "Schicksal aus der Küche" - Das klingt wie der Titel eines 'Krimis', und über weite Bereiche ist es auch einer ...)Aktuell kann man sich auch auf den 'Seiten' von Dr. Schnitzer umsehen.

    Für 'Neulinge' gibt es dort manches Interessante zu 'erkunden.

    Mit besten Grüßen

    Peter Hennig

    und auch dazu eine Antwort von Manuela Engl

    Lieber Herr Hennig,

    ich habe mich sehr gefreut, Ihren Kommentar entdeckt zu haben.

    „Unsere Nahrung, unser Schicksal“ – ein Buch, das jeder mindestens ein Mal gelesen haben müsste, um sich bewusst zu werden, was er seinem Körper antut, wenn er Nahrung in der Mikrowelle zubereitet – und was er sich antut, wenn er seinen Körper überwiegend mit denaturierten Nahrungsmitteln zu ernähren versucht.

    Der Anstieg von ernährungsbedingten Krankheiten sprechen Bände.

    Der Anstieg von Allergien – ebenfalls.

    Kaum zu glauben, dass all das, was Dr. Bruker vor vielen Jahren öffentlich gemacht hat, immer noch nicht das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit erreicht hat.

    Eiweißüberfütterung als Ursache von vielen Krankheiten, die wir in zunehmendem Maße beobachten können.

    Das Einschleusen von artfremdem Eiweiß im ersten Lebensjahr – als Ursache für allergische Reaktionen und als Ursache von Neurodermitis und Asthma, als Folge davon, wenn Hautkrankheiten mit Cortison behandelt - oder mit anderen Medikamenten unterdrückt wurden.

    Es bedarf einer breiten Aufklärungskampagne, damit unsere jungen Eltern wissen, was sie ihrem Kind antun, wenn sie ihr Kind im ersten Lebensjahr impfen lassen (= u.a. Störung des Aminosäurestoffwechsels und damit Störung des Aufbaus des Immunsystems) und welch große Belastung es für ihr Kind darstellt, wenn es anstatt der, von der Natur her vorgesehene, Muttermilch ein artfremdes Eiweiß in Form von Baby-Milchnahrung zugeführt bekommt.

    Ich kam glücklicherweise vor der Geburt unseres ersten Kindes mit den Beobachtungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen von Dr. Bruker in Berührung. Jedes unserer vier Kinder ist kerngesund, putzmunter und ohne jeglichen Anflug einer Allergie.

    Ich danke Ihnen, dass Sie hier auf der Seite von Herrn Kreutzer das Buch von Dr. Bruker angesprochen haben. Ein Werk, das insbesondere jeder Familie, die Nachwuchs erwartet, als Geschenk von den Krankenkassen überreicht werden sollte, um die Folgekosten von falscher Ernährung, die im Grunde genommen die Gesellschaft zu tragen hat, gar nicht erst entstehen zu lassen.

    Aber da könnte sich die Pharmaindustrie und die Lebensmittelindustrie samt ihrer Werbekampagnen querstellen, sofern sie über ihre Lobby-Arbeit eine Möglichkeit hätte, sich querstellen zu können.

    Der Mensch ist – was er isst …

    Lieber Herr Henning,
    ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute!

    Herzliche Grüße aus dem Landkreis Freising
    Manuela Engl

    Sehr geehrter Herr Kreutzer,

    ich habe auf Ihrer Seite sehr viele interessante Aspekte zum Thema Gesundheitsverschlechterung unserer Kinder gelesen. Und sehr viel Zustimmenswertes.
    Hinzufügen möchte ich die Wirkung von Stress auf unsere Kinder. Eltern wollen eine finanziell sichere Zukunft (Arbeit) für Ihre Kinder und treten in Wettbewerb in der z. T. schon frühkindlichen Bildung der Kinder (Musik, Sport, Sprache…) mit gleichaltrigen Kindern. Daraus resultiert Zeitmangel für freies Spielen, Toben, Forschen in der Natur (wo sie noch zu finden ist). Meist werden die Kinder im Auto chauffiert. Begünstigt wird der Stress durch eine Überflutung an Informationen im Alltag (Blick aus dem Auto: eilige Verkehrsteilnehmer, Verkehrsschilder, Baustellen, Werbetafeln, fluchende Eltern [?])- was ist dagegen ein Blick in einen grünen Wald!

    Zum Thema Ernährung noch: vielleicht ist es gar nicht mal ungesundes Essen, was Kinder dick, träge und krank macht. Vielleicht wird zu viel angeboten. Wo man in den Städten geht und steht wird man zum Essen verführt. Kein Platz ohne den Duft von Bratwürsten, die Bäcker leiten die Ofendüfte unter die Menschen, die Eisfahnen wehen… Wie viel Eltern schaffen es, zu allen Verführungen nein zu sagen.

    In einer Gesellschaft, die nur auf Profit ausgerichtet ist, geraten die Schwachen unter die Räder.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Anne-Maria Reinecke

     Sehr geehrter Herr Kreutzer,

    ein großes Lob an Sie. Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit gegenüber unseren Kindern. Erlauben Sie bitte, dass ich zu Ihrem angesprochenen Thema ausführlich meine Gedanken und meine bisher gewonnenen Kenntnisse veröffentlichen darf.

    1. Ungesunde Ernährung bezüglich kindlicher Erkrankung stellt sicherlich den maßgeblichen Faktor überhaupt dar. Doch wie viele Kinderärzte sind gleichzeitig ausgewiesene Ernährungsexperten, um Eltern ausführlich beraten zu können? Und wenn doch, wie kontrolliert der Arzt, ob Eltern sich an seine Empfehlungen halten? Ernähren sich die Eltern selbst entgegen seinen Ratschlägen, werden sie wohl eher den Kinderarzt wechseln, statt ihrem Kind das vorzuenthalten, was sie selbst in sich hineinstopfen.

    In Kindergärten und Schulen ist zu beobachten, dass dort ausgegebene Mahlzeiten eher selten die Anforderung "gesund" erfüllen.

    In die als gefährlich eingestuften Genussmittel Alkohol und Nikotin gehört nahtlos Zucker eingereiht. Selbst übermäßiger Genuss stärkehaltiger Produkte, auch als Lebensmittel mit hohem glykämischen Index bekannt, gehörte auf die Liste, so Kuchen, Nudeln, Klöße, ja selbst die meisten Brotsorten, sofern diese Nahrungsmittel 20 % der täglich nötigen Kalorienzufuhr übersteigen. Sie stören auf Dauer die Funktionstüchtigkeit der Mitochondrien. Weitestgehend alle heute bekannten Volkskrankheiten gehen auf das Konto gestörter mitochondrialer Funktion. Selbst Milch- und Fruchtzucker sind nicht ohne. Ein nicht zu großes Stück Obst pro Tag pro Kind sollte genügen. Bei Kindern, die noch nicht selbstständig laufen, sollte der Obstverzehr darunter liegen. Dies gilt selbstverständlich nicht für Gemüse.

    Der Bundesbürger verzehrt pro Jahr und Kopf allein schon ca. 87! Kg Brot. Kartoffeln, Nudeln, Reis und süße Lebensmittel und Getränke kommen noch dazu! Hingegen bei der Fettaufnahme mangelt es meist aufgrund falscher Lehre, obgleich diese zu einem nachhaltigen Sättigungseffekt führt. Doch auch Fett ist nicht gleich Fett und daher nicht jedes Nahrungsfett gleich gesund. Hier mag sich der verehrte Leser selbst noch weiter informieren, es würde sonst den Rahmen sprengen.

    Was vermag diese einseitige Ernährung erst bei Kindern anzurichten? Jedem Pferd bemisst man seine Haferration genau nach Leistung. Unsere heutige Gesellschaft ist mit "hochprozentigen" Kohlehydraten völlig überfrachtet. Aggressives Verhalten, Zappelphilipps und gestörtes Essverhalten sind somit vorprogrammiert. Die medizinische Antwort darauf war und ist nicht selten Ritalin.

    Die einst geplante Ampelregelung würde genau diesem Verhalten weiteren Vorschub leisten, würde damit ausgerechnet Nahrungsmitteln mit hohem glykämischen Index das Grün vergeben. "Du darfst"- Produkten würde ebenfalls Grün verliehen werden können, obgleich diese Industrieprodukte nicht im Geringsten das Prädiktat Lebens-mittel verdienen. Die dereinst geplante Ampelregelung sieht ausgerechnet für fette Nahrungsmittel rot vor (z. B. Käse mit 60 % Tr.). Offenbar ist selbst in Fachkreise noch nicht vorgedrungen: Fett essen macht nicht fett! Verursacher von Adipositas und deren Folgen sind ausschließlich Zucker und Kohlehydrate mit hohem glykämischen Index.

    Wozu dient Zucker? Zucker ist, wie viele chemische Lebensmittelzusatzstoffe auch, ein Stabilisator für Dauerkonserven. Gewiss sichern diese in Notzeiten das Überleben. Bei uns haben sich jedoch seit dem ersten Weltkrieg Dauerlebensmittel, und dazu zählt auch das raffinierte Mehl mit all seinen Folgeprodukten, in den alltäglichen Speisenplan eingeschlichen, Sommer wie Winter. Sie sind in jedem Supermarktregal zu finden ohne den Warnhinweis: ausschließlich als Überlebensmittel zu verwenden. Die Frauen sollte dies erfreuen. So konnten sie schließlich als vollwertig anerkannte Mitglieder den Weg weg von Gemüsegarten und Kochtopf in die Industriegesellschaft finden. Ich empfehle jedem Interessierten, sich über Logikost nach Prof. Ludwig und Dr. Worm zu informieren. Insbesondere der kleine Ratgeber "Logiguide" ist hilfreich, beinhaltet er doch auch eine Einteilung in rot, gelb und grün, einer Ampel für Lebensmittel, der man vertrauen darf.

    2. Leiden Kinder an Bewegungsmangel und Sport? Kinder haben bereits im Kindergarten genug Möglichkeiten, sich zu bewegen. Der Eintritt in den Kindergarten erfolgte in den letzten Jahrzehnten immer früher und es gibt kaum noch Kinder, denen der Kindergartenzugang verwehrt bleibt. Sportvereine haben wieder genügend Nachwuchs zu vermelden. Es gibt die beliebten Schwimmbäder, deren Chlorreinigung mich allerdings nachdenklich stimmt. Woher sollte der Bewegungsmangel also resultieren? Man müsste viel mehr Bewegung und Sport isoliert betrachten. Bei ausgewogener Ernährung genügt täglich ausreichende Bewegung an frischer Luft, um gesund zu bleiben. Den Sport hingegen sollte man genauer unter die Lupe nehmen. Nicht alles ist gesund, was Sportlichkeit und Fitness suggeriert. Vor allem Sport, der zu Verletzungen führen kann, ist ungeeignet für Kinder und Frauen. So gut wie nie nach einem Sportunfall, und hier reicht schon ein Sturz vom Rad, wird gewissenhaft untersucht, ob es dabei zu einer Schädigung im HWS-Bereich kam. Dass ausgerechnet HWS-Störungen zu multiplen Organschäden führen können, und ja, auch Zellen zählen zu den Organen und unsere wichtigste Funktionsebene sind die in diesen Organellen liegenden Mitochondrien, ist noch weitest gehend unbekannt. Jeglicher Sport für Kinder muss so gestaltet werden, dass Verletzungen auszuschließen sind. Dies widerspricht allerdings unserem Leistungsdenken, unserem gesellschaftlichen Streben nach höher, schneller, weiter, unserem Wahn, Kinder so früh als möglich dem Leistungsstreben und Leistungsvergleich zu unterwerfen.

    3. Abschließend noch ein Gedanke zu gesellschaftlichen Grenzen und wie sie entstehen könnten. Die ersten Worte eines Kindes sind Papa und Mama, das dritte Wort offenbar: Nein! Papa und Mama sind die Geborgenheit, Nein ist die Grenze. Welch krasser Gegensatz! Wird so nicht bereits mit Beginn der Sprachbildung eine Hemmung implantiert? Und wie wird sich ein gehemmter Mensch wohl entwickeln? Wir haben heute so viele Dinge, die wir ununterbrochen vor unseren kleinen Welteroberern verteidigen wollen. Das ist wahrhaft ein schweres Leben. Mir fiel dies erstmalig bewusst auf, als ich unsere Enkelchen, deren Mama aus einem Entwicklungsland stammt, niemals nein sagen hörte. Den Kindern war dieses Wort bis zum Kindergarteneintritt nicht geläufig. Dafür grinsen und strahlen die beiden Kleinen den ganzen Tag, erobern auch immer wieder Erwachsenengut und die Eltern versuchen jedes mal trickreich und wortgewandt, wieder an ihr Gut zu kommen. Dabei gehen die Kinder nie heulend als Verlierer aus der Situation, denn das Spiel basiert auf Geben und Nehmen. Sind andere kleine Gäste mit ihren Eltern bei uns, hört man das "Nein" mit anschließendem Geheule und Strampeln allerdings häufig. Und im Kindergarten scheint "Nein!" die Dauervokabel schlechthin zu sein. Sollten unsere glücklichen Enkelchen denn jetzt bereits verzogen sein? Mangelt es gar an Konsequenz? Dann werden sie wohl das Schild "Betreten des Rasens verboten!" nie verstehen lernen. Denn was bekommt man zum Ausgleich, wenn man dieses schwer einsichtige Verbot beachtet? Höhere Hausmeisterkosten! Ein perfekter Rasenteppich will schließlich gepflegt sein.

    Fazit: Vorsorge - ja, mehr Vorsorge - nein! Und bei aller Vorsorge muss es die richtige sein.

    Jeder, auch der kindliche Unfall!, und sei es ein leichter, von dem wir glauben, es sei doch nichts passiert, muss in einer medizinischen Akte dokumentiert werden und eine gründliche Untersuchung der HWS und des Genicks nach sich ziehen.

    In jegliche Vorsorge ist das Hinterfragen elterlicher und großelterlicher Gebrechen mit einzubeziehen und zu bewerten.

    Eine regelmäßige Untersuchung des Urins auf Citrullin sollte zum Standart werden, gibt der Wert doch Auskunft über eine Funktionsstörung der Mitochondrien.

    Leider ist diese preiswerte Untersuchung selbst für Erwachsene oder gar Schwangere als gesetzliche Leistung bis heute noch nicht vorgesehen, obgleich seit ca. 25 Jahren als wichtiger Gesundheitsmarker bekannt. Vielen Ärzten erscheint auch der Sinn dieser Untersuchung unbekannt. Diese bieten sie daher selbst auf Nachfrage als private Leistung nur ungern an. Dies ist wieder einmal ein sehr trauriges Kapitel unserer staatlichen Gesundheitsfürsorge, nachdem sich nun endlich, nach weit über 100 Jahren!, seit der von Dr. Hahnemann ausgesprochenen Warnung in Bezug auf Amalgam, zumindest hier etwas tut.

    Endlich zu Schluss kommend, wünsche ich allen impfkritischen Eltern weiterhin viel Kraft für ihr Engagement, damit hoffentlich bald Klarheit bezüglich dieser Vorsorge (ein Drama?) zutage treten kann.

    Mit freundlichen Grüßen und beste Gesundheit für Sie, lieber Herr Kreutzer, und allen Ihren Lesern.

    Sigrid Herwig

     hallo herr kreutzer,

    etwas subjektiver lesestoff meinerseits;-)

    Da frage ich mich:

    wie kommt es, dass unseren Kindern ungesunde Ernährung vorgesetzt wird? Wie kommt eine Gesellschaft überhaupt dahin, ihre Kinder (und nicht nur die) ungesund zu ernähren?
    Ist das nicht pervers?
    Sollte man Kindern ungesunde Nahrung nicht ebenso verbieten wie Alkohol und Zigaretten? Oder gibt es vielleicht gar nicht mehr genug gesunde Nahrung?
    Wird überhaupt nur noch Müll und Mist und Gammelfleisch und Kunstkäse und Klebschinken produziert, damit sich die Fütterung der großen Masse auch richtig lohnt?

    Die Fragen muss man ergänzen, damit das „Bild“ rund wird….

    Wieviele Bürger unseres Landes können (ums wollen geht’s eher nicht…) noch wirklich kochen? Mit Kochen ist natürlich gemeint, dass man sich frische echte Lebensmittel (auch Nahrung genannt) „besorgt“ und diese dann entsprechend zubereitet. Gemeint ist damit nicht, irgendwelche Tüten aufzureissen und diese in siedendem Wasser zu erwärmen bzw. Büchsen zu öffnen und deren Inhalt erwärmt oder auch eine TK-Pizza in den Ofen schiebt oder auch irgendein „Fertiggericht“ in die berühmte Mikrowelle schiebt. Ich habe noch von meiner Oma (ich war damals 5 oder 6 Jahre alt) die ersten Grundlagen der Lebensmittelzubereitung lernen dürfen. Das sehe ich heute als riesen Vorteil… Weiterhin muss man die Frage stellen, ob die Politik nicht sogar ganz bewusst auf das sozialverträgliche frühe Ableben der Bevölkerung hinarbeitet. Anders lässt sich nicht erklären, wie diverse Konzerne Milliardengewinne damit erwirtschaften Lebensmittel/Nahrung (die nennen das in der Öffentlichkeit so, ich sehe diese Mixturen etwas anders) für sehr wenig der gesetzlichen Zahlungsmittel dem „Volk“ zu verkaufen. Der deutsche Michel lässt sich von der Werbung verführen und geht den Weg des geringsten Widerstandes. Wer den ganzen Tag geschuftet hat um sich wenigstens solche Produkte zu „leisten“, hat gar keine Zeit mehr anständig zu kochen. Schnell muss es gehen und kosten darf es auch nichts. Natürlich alles gefördert von der weltbesten Regierung Deutschlands. Das einzige was für die oberen 10K zählt ist der maximale Gewinn (egal wie der „erwirtschaftet“ wird), die damit verbundene Machterhaltung und die systematische Ausrottung der Unterschicht durch Volksverdummung mit der dazugehörigen Vorenthaltung von Bildung. So einfach ist das im Endeffekt. Wenn einem die Ziele der Machthabenden klar sind, kommt man sehr schnell auf die Antworten.

    Was hilft ein ganzes Verbraucherschutzministerium, wenn die Kinder wegen ungesunder Ernährung immer kränker werden?
    Kann man solch ein Ministerium für „voll“ nehmen? Wer bitte von denen will denn, dass die Unterschicht sich vermehrt? Ist es nicht wesentlich günstiger, sich die benötigten Sklaven aus dem „Ausland“ zu holen um den deutschen Michel noch weiter unter Druck setzen zu können? Die „Ausländer“ wird man doch auch viel schneller wieder los wenn die Arbeitskraft nicht mehr benötigt wird. Einfach abschieben und raus aus dem „sozialen Netz“ (welches zur Zeit so oder so nicht wirklich existiert bzw. grössere Löcher hat als der Bundeshaushalt). Wenn es keine Arbeitslosen mehr gibt, ist das einzige Druckmittel des Kapitals weg und es müssten Löhne bezahlt werden, welche ein wirkliches Leben ermöglichen. Das kann also nicht das Ziel der Mächtigen sein…

    Fehlt es nicht - vor lauter Wachstums- und Wettbewerbs- und Profit- und Exportinteressen an der Ernsthaftigkeit, endlich einmal etwas zum Besseren zu wenden, statt wortreich tatenlos zuzusehen, wie alles immer schlechter wird, solange nur die eigene Pfründe sicher ist?
    Selbstverständlich fehlt es an der Ernsthaftigkeit. Das kann doch aus o.g. Gründen auch gar nicht anders sein. Solange man den deutschen Michel soweit beeinflussen kann, dass er die Füsse stillhält, ist die Welt doch in Ordnung. Oder sehe ich da etwas falsch? Ausserdem sind die, die es schon betrifft inzwischen soweit entsozialisiert und so am Ende, dass einfach die Kraft und die Möglichkeit fehlt etwas zu ändern…. Und die es noch nicht betrifft sind so damit beschäftigt irgendwie ihr Schäfchen ins Trockene zu bringen, dass die den Ernst der Lage gar nicht begreifen können. Wenn die erstmal zur ersten Gruppe gehören, ist es zu spät. Und das die oberen 10K nichts ändern wollen ist systembedingt. Das kann man denen in ihrer Traumwelt von unbegrenztem Wachstum, dem boomenden Arbeitsmarkt, einer genialen Wirtschaft, Exportüberschüssen noch und nöcher dem Glauben an kranke Finanzsysteme usw. gar nicht verübeln. Verübeln kann man denen nur, dass die die Augen schliessen und eine Ignoranz Sondersgleichen an den Tag legen, obwohl die doch eigentlich befähigt sein müssten das zu erkennen und im eigen Interesse (Machterhalt) gegensteuern müssten. Das war aber zu DDR-Zeiten nicht anders. Die ganz oben wussten nicht was wirklich im Land los war. Als es erkannt wurde, hatte der Zug schon den Bahnhof verlassen…..

     

    Ist Bewegungsmangel bei Kindern nicht ein Zeichen dafür, wie krank, verhärtet und verkrustet unsere Gesellschaft ist?
    Wie hat man es geschafft, den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder so zu unterdrücken?
    Ist es nicht so, dass Kinder in einer Welt voller Verbotsschilder, voller Beton und Vorschriften gar keinen Platz mehr finden, an dem sie sich natürlich und naturgemäß bewegen, austoben könnten? Ist es nicht so, dass die Abenteuer, die Computerspiele und doofe Kindersendungen und verbotene Videos auf den Bildschirm zaubern ihren Reiz sofort verlören, gäbe es die Chance, ein einziges kleines Abenteuer selbst zu erleben?

    Wozu soll das aus Sicht der oberen 10K gut sein? Denen nützt es nichts…. Ein gesunder Körper geht meistens mit einem gesunden Geist daher. Und genau das kann nicht das Ziel sein, weil es Entmachtung bedeuten würde. Solange man die Abhängigkeit von irgendwelchen Systemen aufrecht erhalten kann, wird man es tun. Das System heisst Kontrolle über alles und jeden. Dicke Kinder bewegen sich weniger und sind damit leichter über die Medien zu steuern (zu verdummen…). Alles nur konsequent. Selbst das Schauspiel von Zensursula passt da genau ins Bild. Die vernünftige Alternative wäre für alle kostenlose Mitgliedschaften (incl. notwendiger Ausrüstung) in Sportvereinen oder in diversen Arbeitsgemeinschaften. Das hat selbst die DDR auf die Reihe bekommen. Allerdings diente es da zum Selbstzweck. Zum einen die sogenannten Gesundheitskosten in den Griff zu bekommen (da gabs eben keine Pharmalobby wie heute) und natürlich die sehr begabten Sportler herauszufiltern um mit denen die benötigten Devisen heranschaffen zu können.

    Da frage ich mich: Hilft es, mehr Vorsorgeuntersuchungen durchzuführen? Was hat man davon? Ja, man kann früher feststellen, dass Kinder sich falsch ernähren, sich zu wenig bewegen, zuviel auf die Glotze starren,

    aber solange die Lebenswirklichkeit nicht geändert wird,
    solange wird auch eine Verzehnfachung von Vorsorgeuntersuchungen nur die zehnfache Zahl alarmierender Erkenntnisse hervorbringen, und wohlgemeinte, aber in den Wind gesprochene Empfehlungen an Eltern, denen in jedem Supermarkt die ungesunde Ernährung für ihre Kinder angedreht wird, die in jeder Schule vergeblich nach mehr als zwei Stunden Schulsport pro Woche suchen werden, die nicht wagen, ihre Kinder aus der Mietwohnung zum Spielen auf die Straße zu schicken, weil es dort zu gefährlich ist, und die es sich nicht leisten können, ihren Kindern wohlbehütete Abenteuerferien zu kaufen,

    Dem füge ich mal nichts mehr hinzu…

     

    · Gesundheitsminister, deren Job sich darin erschöpft, die Kassenbeiträge auf Ärzte, Krankenhäuser und Pharmazie zu verteilen,

     

    Worin sollte aus deren Sicht sonst der Zweck liegen? Die wollen doch nach dem Politikerleben einen gut dotierten Job in deren Vorständen geniessen…..

     

    · Verbraucherschutzminister, die es nicht verhindern, dass Interessenverbände verhindern, dass wenigstens aussagefähige und leicht erkennbare (Ampel) Hinweise auf mehr oder minder ungesunde Produkte auf die Nahrungsmittelverpackungen kommen, die resignierend erklären, das sei "nicht durchsetzbar", selbst in den eigenen Reihen nicht, die tragen die Schuld am Zustand dieser Gesellschaft, ihnen fehlt die Ernsthaftigkeit, sich dem Amt so zu widmen, wie es die Menschen, die ihnen vertrauen möchten, verdient hätten.

     

    Das ganze Ampelgedöns ist purer Unfug und dient auch wieder nur o.g. Zielen. Das einzige was wirklich helfen würde sind folgende Punkte:

     

    - Angemessenen Einkommen um sich echte Nahrungs- und Lebensmittel leisten zu können

    - Eine entsprechende Bildung in dieser Hinsicht (Ernährung / Zubereitung)

    - Verbot sämtlicher Chemie- und minderwertiger „Nahrungsmittel“

    - Freier Zugang (besonders für Kinder) zu sportlichen Aktivitäten incl. der entsprechenden Betreuung

     

    Wem aber sollte das nützen ausser den Menschen an sich? Niemandem der die Macht besitzt;-) Somit hat sich dieses Thema in dem vorherrschenden System sehr schnell erledigt.

     

    In diesem Sinne … Frank Möller

     


    4. Juli 2011

    11.11 Uhr Des Junckers unheimliche Macht

    Als ich am 29. Juni formulierte:

    "Ob das griechische Parlament sich heute auf die Seite des griechischen Volkes stellen wird, oder ob es sich den übrigen Euro-Ländern und deren Diktat unterwerfen wird, das darauf gerichtet ist, Griechenland endgültig zur ersten Brüsseler Kolonie werden zu lassen, das ist die spannende Frage dieses Tages."

    war ich mir wirklich nicht im Klaren darüber, wie nah der Gedanke, Griechenland werde zur ersten Brüsseler Kolonie gemacht, seiner Realisierung ist.

    Herr Juncker "Euro-Gruppen-Chef" (eine Amtsbezeichnung, der in meinen Augen inzwischen auch jegliche Transparenz über die damit verbundenen Kompetenzen abhanden gekommen ist) sagt nun ganz offiziell und in aller Seelenruhe als sei es das normalste Ding der Welt, dass ein Staat, der von der internationalen Spekulation als leichte Beute ausersehen wurde, seine Souveränität verliert, oder, wie Juncker es formulierte und wie es die Tagesschau berichtete: "Es ist wahr, die Souveränität der Griechen wird massiv eingeschränkt, " und, "Wir zwingen die griechische Politik mit deren Einverständnis zu einer totalen Kurskorrektur."

    Die Wortwahl erinnert an Totalitarismus:

    Was ist das denn wert, ein "erzwungenes Einverständnis"?, und wo soll das alles enden?

    Wer bremst Juncker?, frage ich mich inzwischen ernsthaft, und fürchte, dass er längst nicht mehr zu bremsen ist - und dass er seine Vorgehensweise nicht frühzeitig offen gelegt hätte, kann man ihm auch nicht vorwerfen ...

     „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“

    Premierminister von Luxemburg Jean-Claude Juncker erklärt seinen EU-Kollegen die Demokratie (SPIEGEL 52/1999)


    3. Juli 2011

    Das Bild vom Sonntag


    2. Juli 2011

    08.45 Uhr Reichste deutsche Frau gibt jungen Firmen Geld 

    Wie fühlt sich das an, dieser Satz?

    Hört man da Großmut heraus, Zuwendung, Liebe sogar, wie ist das, wenn man sich vorstellt, als junger Firmengründer von der reichsten deutschen Frau Geld zu bekommen?

    Ja, so soll es wohl klingen, und dennoch klingt da etwas falsch, ein Misston.

    Die reichste, zehn Miliarden schwere, Frau Deutschlands beteiligt sich an einem Fonds mit einem Gesamtvolumen von 12 Millionen Euro. Sie beteiligt sich maßgeblich, aber eben nur mit weniger als 12 Millionen, ob zehn, ob sechs, ob drei Millionen, es ist Spielgeld für Frau Klatten.

    Nur zum Vergleich: Wer für sein Alter 50.000 Euro angespart hat, und 50 Euro davon in einen Fonds zur Förderung junger Unternehmen einbringt, der hat (relativ) ebensoviel - eher etwas mehr - getan als Frau Klatten.

    Und dann stellt sich die Frage, wieso kann Frau Klatten, selbst wenn sie weniger als ein Tausendstel ihres Vermögens in einem Fonds anlegt, dabei gleich mit Millionen um sich werfen? Wie ist sie zu dem Geld gekommen? Hat sie dafür irgendeine adäquate Leistung erbracht?

    Und hat sie das Geld tatsächlich weggeben?

    Nein, hat sie nicht, sie hat es angelegt.
    So macht man das im Kapitalismus.

    Sie erwartet, dass die jungen Unternehmer so viel leisten, dass die das Geld nicht nur zurückzahlen, das der Fonds ihnen zur Verfügung stellt, sondern auch noch eine Rendite dabei herausspringt, die der Fonds dann wieder an Frau Klatten ausschüttet.

    Ja, so ist das, wenn Deutschlands reichste Frau jungen Firmen Geld gibt.

    Es wäre die Aufgabe der Banken, Unternehmensgründungen zu finanzieren, und zwar zu guten, nicht nur für die Bank einträglichen, sondern auch für Gründer erträglichen Konditionen, die Banken bescheren der Realwirtschaft aber seit mehr als 10 Jahre eine ausgeprägte Kreditklemme, finanzieren lieber Spekulanten und lassen sich anschließend vom Steuerzahler retten.

    Nein, es ist nicht gut, dass junge Firmen davon abhängig sind, dass Deutschlands reichste Frau ihnen Geld pumpt. Es ist nicht gut.

    Woher Frau Klatten das Geld hat?

    Da hab ich 2009 mal ein bisschen was darüber geschrieben. Lesen Sie das als Kontrapunkt zur Verherrlichungsmeldung in der Mitteldeutschen.

     

    Reichste deutsche Frau gibt jungen Firmen Geld


    1. Juli 2011

    10.40 Uhr die Binnenkonjunktur

    ein paar Tage ist es erst her, da haben Ifo-Sinn und GfK mit einer Terz Unterschied das harmonisch-wohlklingende Lied gesunden, von dem Aufschwung, der nicht nur vom Export, sondern auch von der Binnenkonjunktur getragen wird, das Statistische Bundesamt hat zum Dreiklang ergänzt, mit der Meldung, der Einzelhandelsumsatz im Mai sei im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent gestiegen (nominal) real aber immer noch um deutliche 2,2 Prozent.

    Und da finde ich heute bei "Querschüsse" die Behauptung, der Einzelhandelsumsatz im Mai 2011 markiere ein "Allzeit-Tief" - und dann folgt dort der Behauptung auch noch der Nachweis - und da mach ich mir jetzt gar nicht die Mühe, das selbst noch einmal aufzudröseln, ich schick Sie einfach auf den Weg zu den Querschüssen


    30. Juni 2011

    14.20 Uhr Internetkriminalität

    Es ist immer nur die halbe Wahrheit, wenn nicht noch weniger.
    61,5 Millionen Euro - so genau hat es das BKA ausgerechnet - betrug der Schaden durch Internetkriminalität im Jahr 2010.

    Weniger als 1 Euro pro Bundesbürger in einem ganzen Jahr!

    Und das soll nun wieder Begründung für die maßlose Vorratsdatenspeicherung sein, nach der die Protagonisten der Überwachungsrepublik rufen.

    Stellt man dem vom BKA groß herausgestellten Millionenschaden gegenüber, dass der Bund für die Rettung einer einzigen Bank (die HRE - und er hat mehr als eine gerettet) im Handstreich über 100 Milliarden Euro aufgewendet hat, also 1250 Euro pro Bürger, mal eben so, und dass er mit der Bankenrettung und der Euro-Rettung Verpflichtungen eingegangen ist, ein Vielfaches davon ausmachen, dann könnte man die Internetkriminalität leicht als das kleiner Übel ansehen, hätten wir nicht beide zu ertragen -

    und gäbe es nicht jene verhängnisvolle Blindheit des Gesetzgebers und die daraus folgende Ohnmacht der Justiz, dann gäbe es auch nicht jene Betrügereien, die weder der Internetkriminalität noch der Kriminalität überhaupt zugerechnet, sondern trotz aller offensichtlichen Attribute des schieren Betrugs als "legal" angesehen, und von skrupellosen Abzockern folglich auch "legal" betrieben werden.

    Zeit, wieder einmal auf ein Buch hinzuweisen, das ein grelles Licht auf die Abzocker mit der weißen Weste wirft, ein Tatsachenroman, der begreiflich macht, wie die Abzocker ticken, der ihre Fallenstellerei entlarvt und die Zähigkeit, mit der sie eine einmal gemachte Beute festhalten.

     

     

    Andreas Sterntal

    Brieffreundschaft
    mit einem Abzocker

    ISBN 978-3-938175-60-6
    Hardcover, mehrere, teils farbige Abbildungen,
    geb. Ladenpreis: 16,90 €

     

     

    und, aus besonderem Anlass, spenden wir von allen über unseren Onlineshop ab heute, bis zum 7. Juli erzielten Umsätzen 10% an "Empört euch!"
    siehe nächster Beitrag.

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    12.25 Uhr Empört euch!

    So lautet die deutsche Übersetzung des Titels jenes Aufsatzes von Stéphane Hessel,
    der derzeit viel gelesen und diskutiert wird. Mag sein, dass Sie ihn schon kennen, doch bitte ich Sie, dennoch einen Blick auf den jüngsten Paukenschlag zu werfen, über den Sie diesen Aufsatz im Netz auf deutsch lesen können,

    denn es gibt auch eine Vereinigung von Bürgern vieler europäischer Länder, die mit ihren Webseiten "Empört euch!", "Engagiert euch!" und "Schafft Neues - Alternativen zur gegenwärtigen Gesellschaft", die ich Ihnen kurz vorstellen möchte, weil ich mit diesem Verein eine lockere Partnerschaft eingegangen bin, die - so hoffen wir - für beide Teile fruchtbar werden wird.


    29. Juni 2011

    15.15 Uhr Griechenland, fürsorglich belagert 

    Da hat sich die Euro-Familie, nachdem ihr Griechenland seit Einführung der gemeinsamen Währung egal, und höchstens als Kunde wohlfeiler Exporte interessant war, nun um die Griechen geschart, um zu verhindern, dass die aus dem gemeinsamen Kreis ausbrechen.

    Nein, es ist weder wirkliches Interesse an Griechenland, noch ist wirklich jemandem wichtig, welche Optionen die Griechen noch hätten, noch ist irgendwer zu sehen, der Freude und Begeisterung empfände, Griechenland zu retten. Es geht nicht darum, das Potential der Griechen zu heben, es geht einzig darum, die Interessen der übrigen Euro-Familie zu wahren.

    Ob das griechische Parlament sich heute auf die Seite des griechischen Volkes stellen wird, oder ob es sich den übrigen Euro-Ländern und deren Diktat unterwerfen wird, das darauf gerichtet ist, Griechenland endgültig zur ersten Brüsseler Kolonie werden zu lassen, das ist die spannende Frage dieses Tages.

    Und ob das griechische Volk sich im Zweifelsfall ruhigstellen lässt, wenn seine gewählten Vertreter ihm abfordern, den erkennbaren Weg in den Untergang zu gehen,
    das ist die spannende Frage für die nächsten Wochen.

    Und ob die Brüsseler Eurokraten am Ende von der Möglichkeit Gebrauch machen, wie sie sie sich in den Lissabonner Vertrag geschrieben haben, Aufstände mit Waffengewalt zu bekämpfen, das ist die spannende Frage welchen Weg die Demokratie in Europa in den nächsten Jahren nehmen wird.

    Gerald Hüther plädiert mit guten Argumenten für einen Wechsel von einer Gesellschaft der Ressourcenausnutzung und Besitzstandswahrung zu einer Gesellschaft der Potentialentfaltung. In einer solchen Gesellschaft ließen sich die alten europäischen Ideale verwirklichen, könnte ein gutes, starkes, europäisches "WIR" gedeihen.

    Mit der EU, wie sie heute aufgestellt ist, scheint das unmöglich.


    28. Juni 2011

    09.55 Uhr Kirchhofs sonderbare Welt

    Prof. Paul Kirchhof - so wie Nessie im Sommerloch, kommt Paul Kirchhof üblicherweise im Vorfeld von Bundestagswahlen ans Licht - stürzt sich auf die bestehenden Steuergesetze, zerreißt sie freihändig in der Luft und bietet stattdessen Klarheit, Einfachheit und Übersichtlichkeit.

    Diesmal ist er zu früh dran -Sommerloch ja, aber Bundestagswahl? Nein.

    Doch es sieht auch so aus, als wollte er sich mit seinem neuesten Vorstoß wirklich auf das Niveau eines Pausenclowns begeben.

    Das beginnt damit, dass er seinen jüngsten Vorschlag,

    einen Vorschlag, in dem es nicht darum geht, den Hunger in der Welt zu lindern, die Sklaverei abzuschaffen, die Meinungsfreiheit zu garantieren und so weiter,

    sondern nur um den vergleichsweise drittrangigen Versuch, die Besteuerung, und zwar - wieder nur die Besteuerung in Deutschland - zu reformieren,

    in absolut einzigartiger Selbstüberschätzung mit der Verkündung der Menschenrechte im Jahr 1789 vergleicht, bzw. - so könnte man es auch deuten - ihn höhnischer Arroganz den Rang der Menschenrechte so gering schätzt, dass ein simples Besteuerungsmodell noch davor rangieren darf. Das erinnert mich an meine Gedanken zum Primat der Politik von gestern.

    Was schlägt er nun Großartiges vor, der Herr Professor?

    • Das gesamte bestehende Steuerrecht einstampfen und alle Ausnahme- und Sonderregelungen, alle Abstufungen und Austarierungen, die das heutige Steuerrecht kompliziert machen, für alle Zeiten aufzugeben.

      dann
    • Alle Einkommen mit 25 Prozent Einkommensteuer zu belegen.
    • Allen Konsum mit 19 Prozent Mehrwertsteuer zu belasten.
    • Jede Erbschaft mit 10 Prozent Erbschaftssteuer zu besteuern.
    Da hat er sich womöglich ausgerechnet, dass auf dieses Weise ungefähr genau so viel Geld reinkommt, wie bisher, nur eben einfacher.
     
    Aber ist das der Sinn der Steuergesetzgebung?
    Einfach irgendwie mit irgendwelchen Sätzen eine bestimmte Menge Geld einzutreiben?
    Trägt der Begriff "Steuern" nicht auch den Hinweis auf eine "Steuerungsfunktion" in sich, sind alle Überlegungen, steuerliche Lasten da aufzubürden, wo ein Verhalten unerwünscht ist (z.B. Branntweinsteuer, Tabaksteuer usw.), durch Besteuerung Ressourcenverschwendung zu begrenzen (z.B. Mineralölsteuer, Stromsteuer, usw.),
    durch Freibeträge und Anerkennung besonderer Belastungen soziale Umstände der Steuerpflichtigen zu berücksichtigen, sind alle diese Überlegungen, die unsere Steuersystematik prägen, reif für den Müllhaufen?
     
    Die Süddeutsche lässt einen Claus Hulverscheidt meinen:
     
    ... sowohl Kirchhofs Konzept als auch der Autor selbst (haben es) verdient, dass sich die Politik mit ihnen befasst.
    (...)
    Statt also in das übliche Abwehrgeplapper zu verfallen, sollten Regierung wie Opposition das Modell intensiv prüfen - mit der gebotenen Vorsicht, aber auch mit
    Wohlwollen, Unvoreingenommenheit und Neugier.
     
     
    Diese Empfehlung ist m.E. ungefähr so sinnvoll, wie die Empfehlung, die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, Regierung wie Opposition, sollten sich mit Wohlwollen, Unvoreingenommenheit und Neugier im persönlichen Gebrauch von Suchtmitteln, von Marihuana über LSD bis hin zu Heroin üben, statt in das von keinerlei eigener Erfahrung getrübte Abwehrgeplapper zu verfallen, bevor sie das Betäubungsmittelgesetz novellieren.


    27. Juni 2011

    12.45 Uhr Primat der Politik

    Da bin ich gerade aus einem schönen Traum erwacht.

    Und dann das:

    Vom Primat der Politik wollte ich schreiben, als einem selbstverständlichen Prinzip der Demokratie, einem Prinzip, ohne das Demokratie unmöglich erscheint, ohne welches mir Demokratie immer noch unmöglich erscheint (!) und da finde ich bei Wikipedia einen
    begriffsklärenden Eintrag, der mir das blanke Entsetzen ins Gesicht zeichnete:

    • Erstens, weil der Einführungssatz und die folgende Typisierung in sich logisch falsch sind, aber vor allem
    • zweitens, weil dort das von mir für selbstverständlich gehaltene Verhältnis zwischen Politik und Wirtschaft,

      in dem nämlich die aus der Mehrheits-Meinungsbildung hervorgegangene, dem Gesamtinteresse verpflichtete politische Entscheidung und Rahmensetzung ganz zweifellos vor den wirtschaftlichen (Einzel-)Interessen des Kapitals rangiert,

      als "kapitalistische Planwirtschaft" im Nationalsozialismus geschmäht wird, während eine vom Grundgesetz nicht vorgesehenen "Interdependenz" - und "Interdependenz" heißt "gegenseitige Abhängigkeiten" zwischen Wirtschaft und Politik als der (gute) Normalfall in entwickelten Industriegesellschaften dargestellt wird.

    Primat der Politik, abgeleitet aus lat. Primat primus „der erste“, steht in der Politikwissenschaft für eine normative Vorstellung vom Verhältnis zwischen Wirtschaft und Staat [1].

    Hermann Adam unterscheidet dabei vier Typen

    • Primat der Ökonomie: der Staat soll nicht in das Wirtschaftsgeschehen eingreifen (Wirtschaftsliberalismus)
    • Primat der Politik (z.B. „kapitalistische Planwirtschaft“ im Nationalsozialismus)
    • Gleichschaltung von Politik und Wirtschaft (sozialistische Planwirtschaft, oder auch der unterstellte Staatsmonopolistische Kapitalismus)
    • Die Interdependenz von Wirtschaft und Politik, der Normalfall in entwickelten Industriegesellschaften.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Primat_der_Politik

    Mit diesem geistigen Rüstzeug versehen, ist es natürlich vollkommen unmöglich, das Gebaren der Bahn in Bezug auf die Versenkung des Stuttgarter Hauptbahnhofs noch angreifen zu wollen. Wer das tut, wer die gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen Politik und Wirtschaft - oft von Personen gepflegt, die ständig durch Drehtüren gehend zwischen beiden Bereichen wechseln und sich mit dieser Gewandtheit nicht zu verachtende Einkommensquellen erschließen - wer also diese nach Korruption riechenden Verhältnisse, die - laut Wikipedia und dem dort zitierten Hermann Adam - den Normalfall in entwickelten Industriegesellschaften darstellen, kritisiert und nach dem Primat der Politik, nach der vom Volk in Wahlen und Abstimmungen ausgehenden Staatsgewalt fragt, der ist ein Nazi!

    Und mit dieser Keule lässt sich niemand gerne totschlagen.

    Dass der Baden-Württembergische Verkehrsminister überhaupt noch wagt, zu sagen, die Bahn spielt foul, grenzt an ein Wunder. Denn dass Winfried Hermann ein Nazi wäre, das scheint mir doch völlig ausgeschlossen.

     


    26. Juni 2011

    verschonter Mohn, Außenansicht, der winzige Käfer, oben am Rand des Blütenblattes genießt die Innenansicht

    Das Bild vom Sonntag

    Mein schöner Garten Abo Campaign


    25. Juni 2011

    ganztags ganz woanders gewesen


    24. Juni 2011

    11.55 Uhr Eine Stimme zu Hoppenbergers Beitrag

    das hat mir auch gefallen. Dieses Ringen um den nicht nur richtigen, nicht nur guten, nicht nur schönen, sondern vor allem auch zielführenden Weg. Ich verstehe mich als einer, der möglichst vielen anderen die Augen öffnen will, damit sich eine Grundstimmung breit macht, die gar nicht mehr ignoriert werden kann. Aber die Versuchung, den notwendigen Wandel auf andere Weise herbeizuzwingen, die ist schon auch groß ...

    Sehr geehrter Herr Kreutzer,

    ich lese Ihre Seite nur schon seit geraumer Zeit und ich bin zwar nicht vom anderen Ufer aber ich "liebe" Ihre Artikel und Ihren Scharfsinn.
    Sie sprechen mir so oft aus dem Herzen und ich bin froh, dass ich nicht der einzige Mensch auf diesem Planeten bin, der die Welt mit anderen Augen sieht.
    Der Artikel von Herrn Hoppenberger ist eine schöne kleine Zusammenfassung zum Geld und dessen Wirkung auf den Menschen. Seine Gedanken und die vieler anderer kluger Autoren sind "richtig"

    ... und doch so naiv.

    Es sind alles Visionäre, Träumer und gute Menschen. Aber sind wir doch einmal ehrlich: Der Mensch ist nicht GUT! Ich träume auch oft von einer besseren Welt.

    Eine Welt, in der Menschen nicht nach materiellen Dingen trachten und dem Geld hinterherlaufen wie dumme Hühner.

    Eine Welt in der Essen nicht weggeworfen wird um die Preise stabil zu halten, während um die Ecke Menschen an Unterernährung sterben.

    Wohin hat uns der Kapitalismus geführt?
    Ich denke an den Abgrund unserer Existenz.

    Die Menschen lachen so oft über unsere Vorfahren im Mittelalter. Man sagt, damals habe man Menschen verbrannt, die Heilkräuter zusammenmischten... Wie dumm die Menschen doch damals waren!

    Und was ist heute? Wir sind doch genauso primitiv wie vor 300 Jahren, es ist alles nur ein wenig moderner geworden. Traurig, oder?

    ...aber das ist die Realität!

    Ja, wir brauchen ein neues System, ein neues Geldsystem! Aber Sie und Ihre Mitstreiter glauben doch wohl kaum, dass sich die "Herrscher der Macht und damit des Geldes" das Zepter nochmal aus der Hand nehmen lassen. Nein, ganz sicher nicht!
    Zur sehr sind die Menschen an diesen Irrglauben "Geld" gefesselt und in Ihrer Dummheit gefangen. Sehr wohl nicht alle, aber doch zu viele als dass man etwas bewegen könnte.
    Zu schön die Worte von Freiwirtschaft und Zins auf Hortung - aber umsetzbar?
    Dies würde ein Umdenken und ein Verstehen vorraussetzen, aber das wird es in den nächsten Jahren nicht geben, und ich fürchte, die jetzige Krise wird mit einem gewaltigen Knall enden, der Krieg und Elend bringen wird.

    Ökonomen würden sagen: "Kein Wachstum ohne Neuanfang!" Nur wenn möglichst viel zerstört ist, ist wieder Wachstum drin!

    Ich bin gewiss kein Schwarzseher! Ich habe es gewiss versucht ...
    Ich habe mit Freunden, Bekannten und teils einflussreichen Menschen geredet, aber das Ergebnis war oft mehr als ernüchternd: "...es funktioniert doch!" - "... ach rede doch kein dummes Zeug und beschäftige Dich lieber mit deinem Studium!"

    Ich bewundere Ihren Kampf, Herr Kreutzer, aber ich sehe keinen Weg der "realistisch" und ohne Blutvergießen gegangen werden kann. Es bedarf einer Revolution! Zuerst in den Köpfen und dann auf der Straße.

    Nicht ruhig und nicht leise, sondern laut und verändert. Aber ich träume schon wieder....
    Das was die Menschen leitet ist Gier und Macht und beides ist exponentiell, wie unser Geldsystem...

    Mit besten Grüßen

    der soulsurfer

    09.35 Uhr Gestrige Post von Günther Hoppenberger

    Dr. Hoppenberger und ich stehen hin und wieder im Austausch, er schreibt und denkt in allem etwas freundlicher, etwas zurückhaltender als ich, seine Gabe, auch
    "heiße" Themen sehr friedvoll anzugehen, bewundere ich.

    Hier sein jüngster Text, den ich gerne hier weiterverbreite:

    Aussendung ohne persönliche Anrede an die wichtigsten Medien und ausgewählte Kontakte)

    Gott sei Dank "nur" Griechenland und (noch) nicht Deutschland

    Die Ratlosigkeit der Politik steigt mit der wachsenden Verschuldungskrise. Es wird langsam Zeit, über ein "Danach" nachzudenken. Vor allem darüber, wie den Bevölkerungen die Notwendigkeit eines Systemwechsels plausibel gemacht werden kann und wie aus dem Zusammenbruch eines ausgedienten Konstrukts neue Hoffnung erwachsen kann, ohne dass Feindbilder aufgebaut und ohne dass Menschen gegeneinander aufgehetzt werden müssten, um die gemeinsam erreichten materiellen, ideellen und gesellschaftlichen Werte zu zerstören. Systemwechsel unter Werterhalt ist angesagt! Eine gewiss schwierige, aber nicht unlösbare Herausforderung für anständige und aufrichtige Politik.

    Im Prinzip bräuchte man "nur" ein neues, dem Beziehungsverhalten auf der Grundlage der internationalen Menschenrechte dienendes Informationssystem entwickeln. Das sollte doch bei etwas gutem Willen möglich sein.

    Mit dem Anhang gestatte ich mir, einen Kommentar zur Krise anzubieten (copyleft/zur freien Verfügung). Eigentlich ist es mehr als ein Kommentar. Es ist ein Aufruf; besonders an die Medienvertreter und Politiker, denen in nächster Zeit eine ganz besondere Verantwortung zukommen wird.

    Mit besten Grüßen
    Dr. Günther Hoppenberger


    DIE GRIECHISCHE TRAGÖDIE ALS HOFFNUNGSSCHIMMER
    GRIECHENLAND KÖNNTE UNS ZU KREATIVEN LÖSUNGEN INSPIRIEREN
    Günther Hoppenberger

    Während man in den europäischen Nationalstaaten emsig bemüht ist, unter der Bezeichnung "Steuer- und Strukturreform" die fortschreitende Enteignung der Bevölkerungen zu kaschieren, wird unsere Aufmerksamkeit von den Entwicklungen in Griechenland gefangen gehalten. Angeblich sind ja die Griechen die Auslöser der Euro-Krise. Durch Faulheit, Korruption, überbordende Privilegien und betrügerische Bilanztricks sind sie gemäß Stammtischmeinungen dabei, dem Rest Europas den redlich erworbenen Wohlstand zu rauben. Die angeblich ja zu blöden und zu feigen Politiker plappern das natürlich gerne nach, um der bildungsfern gehaltenen Volksmeinung zu entsprechen und um zugleich die eigene Beschränktheit zu verbergen. Dabei ist die Faktenlage, die sich ja nicht von heute auf morgen und auch keineswegs überraschend, sondern im Lauf der letzten drei Jahrzehnte und deutlich erkennbar abgezeichnet hat, recht eindeutig:

    Die perfide und in der breiten Bevölkerung eher unbekannte Art der multiplen Geldschöpfung, auf die hier nicht näher eingegangen werden soll, hat zwangsläufig dazu geführt, dass wir als Transmissionsmedium im wirtschaftlichen Austausch vorwiegend Forderungen auf Geld anstelle von Geld verwenden. Die als Geldersatz verwendeten, sich hochschaukelnden Forderungen auf Geld, bilden ein mittlerweile schwankendes, komplexes Zahlenwerk aus Buchungssätzen, weil jeder Forderung auch eine Schuld gegenüberstehen muss. Den exorbitanten Forderungen auf Geld steht jedoch schon lange viel zuwenig tatsächliches Geld gegenüber. Die Forderungen auf Geld sind nicht mehr erfüllbar. Die Schulden sind deshalb in Geld überhaupt nicht mehr tilgbar.

    Bei allen zeitweiligen Ermahnungen unser Leben nachhaltig, naturnah, friedlich, geprägt von sozialer Verantwortung und Nächstenliebe auszurichten, sind wir zuallererst dazu angehalten, die Einhaltung der Buchhaltungsregeln zu unserem zentralen Anliegen zu machen. Kein Wunder also, wenn da verstärkt auch in die Trickkiste gegriffen wird, denn die Suche nach bereitwilligen Opfern, denen wir zur Glattstellung unserer Buchhaltung Schulden weiterreichen können, wird immer schwieriger. Noch dazu liegen die nächstliegenden Opferkandidaten alle im Euroraum, dem wir uns als vorgebliche Wertegemeinschaft in Solidarität verpflichtet fühlen sollten. Andere Währungsräume, die ja alle mit demselben Systemfehler behaftet sind, haben mit den gleichen Problemen zu kämpfen. Die so genannten Rettungsaktionen sind vorwiegend eine reihum Weiterreichung von kontinuierlich weiter anwachsenden Schulden und ändern an der Gesamtsituation nichts; außer dass jetzt z. B. die Verschuldung Griechenlands aus dem Blickfeld rücken wird und erst mit zeitlicher Verzögerung - wahrscheinlich für die Politik wieder unerwartet und überraschend - beim nächsten Wackelkandidaten und mit noch höherer Verschuldung in Erscheinung treten wird.

    Irgendwann sollten wir uns daher zu der Einsicht durchringen, dass dieses System, zumal es niemals Anspruch auf Nachhaltigkeit erheben konnte, ausgedient hat. Nehmen wir einmal etwas Abstand von unserer Fixierung auf die derzeitigen krisenhaften Erscheinungen, die ja in ihrem Kern Bilanzierungskrisen sind. Lehnen wir uns zurück und überlegen wir einmal ganz in Ruhe und ohne vorgefasster Meinung. Ziehen wir eine qualitative Bilanz ohne Zahlen und erfreuen wir uns zunächst am bisher Erreichten; und das ist gar nicht so wenig!
    Das System hat ausgedient! Es ist nicht gescheitert! Es hat in der Aufbauphase nach dem Krieg ganz hervorragend funktioniert. Genau zu dieser Anstoßfinanzierung wie man sie nach einem Krieg benötigt, wenn ein schneller Wiederaufbau erfolgen soll, wurde das Geldsystem konzipiert. Es funktioniert fabelhaft, wenn gute Aussichten auf Wirtschaftswachstum bestehen. Tragischer Weise akzeptiert es kein "Genug". Es lässt Zufriedenheit nicht zu und erzwingt auch dann noch Wachstum, wenn es weit und breit keine Möglichkeit und keine Bereitschaft dafür gibt und wenn Produktivitätssteigerungen auf gesättigte Märkte treffen.

    Nun haben wir jedoch unser Geldsystem in der schwierigen Nachkriegszeit schätzen gelernt, weil es uns so viele Möglichkeiten eröffnete. Wir glauben sogar, das System verstanden zu haben und geraten allein schon beim Gedanken uns davon trennen zu sollen, in Panik. Instinktiv sind wir bereit, jede erdenkliche Anstrengung freiwillig oder unfreiwillig auf uns zu nehmen, um den Anforderungen des Systems zu entsprechen. Wir ordnen unsere Lebenskonzepte dem Geldsystem unter. Wir schaffen unnötiges und unsinnigstes Wachstum, vergeuden kostbarste Ressourcen, zerstören unsere Lebensgrundlagen, bekämpfen einander und nennen es Wettbewerb, verkürzen künstlich den Lebenszyklus von Gebrauchsgegenständen und halten uns für unheimlich kreativ, weil uns doch immer wieder etwas Neues einfällt. Alles nur, um das Geldsystem zufrieden zu stellen. Wenn es gar nicht mehr anders geht, sind wir sogar bereit, Kriege zu inszenieren und ganze Landstriche für einen anschließenden Wiederaufbau zu verwüsten. Die Vorstellung, ohne diesem System leben zu müssen, scheint für uns dennoch unerträglich zu sein.

    Begleiten Sie mich jetzt aber auf folgendem Gedankengang: Gehen wir von der schlimmsten Befürchtung aus. Noch heute kippt das Geldsystem. Stellen wir uns vor, ab Mitternacht gibt es kein Geld mehr. Was empfinden Sie bei diesem Gedanken? Panik? Angst? Verzweiflung? Aber schauen Sie sich doch einmal um! Was ist eigentlich passiert? Nichts! Niemand wurde getötet, alle Bauwerke und Straßen sind unverändert, die Infrastruktur ist nach wie vor vorhanden, die Lager sind voll, alles funktioniert bestens. Wir können mit Wohlgefallen und Stolz auf die Elemente unseres über Jahrzehnte hinweg erreichten Wohlstands blicken. Einzig unsere Buchhaltungen sind verloren gegangen, mit denen und über die wir miteinander kommunizierten. Eine überregionale gesellschaftliche Entwicklung wird also einen Knick erfahren und wir sollten schleunigst - möglichst bis zum Morgengrauen - wieder so etwas wie Geld, eine der großartigsten Erfindungen zur Entwicklung komplexer, arbeitsteiliger Gesellschaften, auf die Beine stellen.

    Vermutlich werden die Mechanismen der Geldentstehung und die begleitenden Gesetze für die Inverkehrbringung des Geldes anders gestaltet sein müssen, als derzeit. Das neue Geld sollte im Unterschied zu jetzt, ein dienendes sein. Es sollte zwar Wachstum ermöglichen, aber nicht erzwingen. Es sollte unter staatlicher Obhut stehen, allerdings ohne Einflussmöglichkeit durch die jeweilige Regierung. Es sollte nicht nur für die nächsten 20-30 Jahre ausgelegt sein, sondern tatsächlich nachhaltig; sagen wir für die nächsten 500 Jahre. Konzepte und Modelle gibt es im Internet bereits zu Hauf; am besten ausgereift ist wahrscheinlich der Vollgeldvorschlag von Joseph Huber, Halle (unter "Monetative" im Internet zu finden).

    Vielleicht gelingt es ja der Politik auf Grund des griechischen Desasters noch rechtzeitig, dem Geld die Eigenschaft als Machtmittel zu nehmen und es zu dem zu machen, wofür es erfunden wurde. Und hoffentlich verbleibt uns noch die Zeit, uns auf den bislang fiktiven, aber zwangsläufig bevorstehenden "Mitternachtstermin" einzustellen und einen unblutigen, zivilisierten Systemwechsel vorzubereiten.

     

    Über den Autor:

    Dr. Günther Hoppenberger (geb. 1944, Wien), Chemiker und Exportkaufmann, Im Osteuropageschäft für multinationale Chemiekonzerne tätig, konzessionierter Gastwirt, Logotherapeut und Mediator. Das besondere Interesse an "Verstärkung psychischer Leiden durch die Ökonomie", führte zur intensiven Beschäftigung mit dem Geldwesen.



    23. Juni 2011

    bin heute in meinem engeren Kreis geblieben,
    nichts Neues für die Welt geschrieben ...

    aber das da, das ist immer noch gut,

    der Band IV, der wichtigste vielleicht,
    vielleicht auch nur der abgehobenste.

    Er handelt von Eigentum und Teilhabe, von friedlichem und aggressivem
    Eigentum, vom Menschenrecht auf Teilhabe, von einer neuen, allen
    gerecht werdenden Eigentumsordnung.

    Denn, wie Gandhi gesagt hat:

    Die Welt hat genug für jedermanns Bedarf,
    aber nicht für jedermanns Gier.


    22. Juni 2011

    16.20 Uhr Fronleichnamsthema: Steuersenkung 

    Die FDP ist in dieser Woche wieder einmal bei Markenkern und Daseinszweck angekommen - und fordert Steuersenkungen.

    Das fand ich - nach so viel Griechenland und Euro - als Thema für ein erholsames kleines innerdeutsches Intermezzo, grad recht zum Feiertag, den ich in Bayern -
    mit Prozession vor der Haustür - alle Jahre wieder staunend hautnah miterleben darf.

    Kein Wunder, dass dann ein paar Sätze auch Bezug zum Fronleichnam haben.

    Aber lesen Sie selbst:

     

    Links zu Seiten, die ich gerne empfehle:

    Nachdenkseiten
    Na klar, wer liest die nicht?
    http://www.nachdenkseiten.de/
    taz
    noch ein MUSS
    http://www.taz.de
    Junge Welt
    Die Tageszeitung im Netz
    http://www.jungewelt.de
    Sozialticker
    Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
    http://www.sozialticker.com/
    Campact
    dem Bürgerwillen Gehör verschaffen
    http://www.campact.de
    Mag Wompel
    das labournet - die Gewerkschaftslinken
    http://www.labournet.de
    Gert Flegelskamp
    ein geradliniger Querdenker
    http://www.flegel-g.de/
    Dr. Harald Woszniewski
    Meudalismus
    http://www.meudalismus.dr-wo.de/
    Norbert Rost,
    Regionalwährungen und viel mehr
    http://feldpolitik.de
    Theater Macht Staat - ein Theaterprojekt zur Rückeroberung der Macht über unser Leben
    http://www.theater-macht-staat.com/
    Politik-Poker
    aus unterschiedlichen Blickwinkeln...
    http://www.politik-poker.de
    Berlin unzensiert
    Eine Seite für die Bevölkerung
    http://www.berlin-unzensiert.de/
    Forum DL 21
    Die SPD-Linken
    http://www.forum-dl21.de/
    Bürgermeinungen
    hier schreiben Bürger ihre Meinung
    http://www.buergermeinungen.de/
    Cleanstate e.V.
    H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
    http://www.cleanstate.de/start.html
    Statistisches Bundesamt
    viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
    http://www.destatis.de
     
       

    Die Selbstähnlichkeit der Erscheinungen der Realität ist so groß, dass der winzige Ausschnitt, den der Einzelne davon wahrzunehmen in der Lage ist, vollkommen ausreicht, um sich ein brauchbares Bild des Ganzen zu machen - so man nur will. 

         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         

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