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ARCHIV

Fukushima, die ersten Wochen danach.

Tageskommentare vom
7. März 2011

bis zum

14. April 2011

 


14. April 2011

13.45 Uhr Geht das? Ein dezentrales Mini-Pumpspeicher-Kraftwerk

für das Einfamilienhaus? Wäre doch schön, könnte man mit ein paar Kubikmetern Wasser, die man tagsüber mit Solarstrom unters Dach pumpt den Strombedarf der Nacht decken.

Der heutige Paukenschlag soll zu einer konstruktiven Diskussion darüber anregen.
Zur Teilnahme aufgerufen ist jeder, der irgendwie dazu beitragen kann.

Wer jetzt schon wieder anfängt, an Patente und Schutzrechte und Gewinne zu denken, darf sich auch beteiligen. Was an Ideen in offener Diskussion vorgelegt wird, wird sich schwerlich noch für ein Patent eignen, wenn aber auf diesem Humus die zündende Idee sprießt, nun ja, man kann es niemandem verdenken, wenn die zum Patent wird. Wichtig ist doch eigentlich, dass die Idee, wenn sie denn taugt, realisiert wird und damit ein Schritt zur Emanzipation der Verbraucher vom Oligopol der Großkonzerne möglich wird.

 

 

 

10.10 Uhr  Depression. Primär ein Schaden für die Wirtschaft?

Du böser, böser Depressiver du! Reiß dich zusammen, denk an die Wirtschaft!
Jährlich 22 Milliarden Gewinne werden nicht erzielt, weil du dein Depressiönchen pflegst.

Eine abenteuerliche Rechnung, die da in der Frankfurter Rundschau aufgemacht wird.
Beginnend mit der Behauptung:

"Die Volkskrankheit Depression kostet die deutsche Wirtschaft jährlich bis zu 22 Milliarden Euro."

Im Text wird es dann ein bisschen wahrer, aber immer noch verlogen. Jetzt ist es nicht mehr der Schaden der deutschen Wirtschaft, sondern "volkswirtschaftliche Kosten" von 22 Milliarden Euro.

Gut, dann mag mir bitte einmal jemand erklären, was volkswirtschaftliche Kosten sind.

Ein Brutto-Inlandsprodukt wird von einer Volkswirtschaft hervorgebracht, und wo es herkommt, ob aus der Landwirtschaft, aus dem verarbeitenden Gewerbe, usw., wird in der Entstehungsrechnung aufgezeigt. In der Verteilungsrechnung wird nachgewiesen, wo das Hervorgebrachte (und sein Geldwert) verblieben sind, was davon in Löhne und Gehälter, in die Sozialsysteme, in Investitionen, in Unternehmensgewinne und Kapitalerträge geflossen ist.

So ist die Aussage, 5 Milliarden Euro direkter Krankheitskosten seien volkswirtschaftliche Kosten eine zweifelhafte. Schließlich sind eben diese 5 Millionen als Einkommen von Ärzten, Apothekern, Krankengymnasten, Pharmabeschäftigten - und als Dividenden von Anteilseignern der Klinik- und Pharmakonzerne Teil des ausgewiesenen BIP und ihr Anstieg ist Teil des sehnlichst herbeigeredeten Aufschwungs!

Die Zahl der Frühverrentungen mit irgendwelchen Euro-Beträgen in volkswirtschaftliche Kosten umzumünzen führt in den gleichen Irrtum. Wovon der Konsum im Binnenmarkt bezahlt wird, ist doch egal. Man kann entweder die Depressiven länger beschäftigen und ihnen Lohn zahlen, statt Rente, muss dann aber die arbeitslosen (noch) nicht Depressiven zusätzlich alimentieren, oder man gibt den Nichtdepressiven die Arbeit, und zahlt den Depressiven die Rente. Maßgeblich ist die Summe der Leistungen, die den Konsumenten für den Konsum zur Verfügung steht. Je weniger (auch je weniger Rente!), desto weniger lässt sich im Binnenmarkt absetzen.

Hauptsächlich aber wird beklagt, dass diejenigen, die sich trotz chronischer Erkrankung zur Arbeit schleppen einen Produktionsverlust von fast 17 Milliarden Euro verursachen.

Das ist eine durch nichts (durch nichts!) belegbare, aus den schmutzigen Fingern gesogene Zahl. Kein Arbeitgeber kann im Zeitlohnverhältnis abschätzen, wo der Leistungsunterschied zwischen einem Depressiven und einem fröhlich leichtlebigen Mitarbeiter liegt. Mag sein, dass der eine manchmal im Grübeln versinkt, bis er sich dann zusammenreißt, und wieder ranklotzt, aber ist es nicht so, dass der nicht depressive auch dazu neigt, hin und wieder am Abend länger und tiefer ins Glas zu schauen als gut wäre, für die volle Produktivität?

 

Alles geht wieder nur darum, den Export zu verbilligen. Depression soll nicht bekämpft werden, um den Kranken zu helfen, nicht um den Wohlstand im Inland zu erhöhen, sondern um die Kosten der Produktion für den Weltmarkt zu Lasten der weiter schuftenden deutschen Arbeitnehmer zu senken, damit die Gewinne aus dem Export weiter sprudeln.

Wir leben im Geiste des Kolonialzeitalters.
Und hinter der Formel "Standort Deutschland" verbirgt sich nichts anderes als die Wahrheit "Kolonie Deutschland".

Gewinn entsteht, wenn das Volk (die Volkswirtschaft), das die Güter erzeugt, davon möglichst wenig für sich selbst verbraucht. Und wenn Depressive den inländischen Konsum medizinischer Leistung erhöhen, dann mindert das, volkswirtschaftlich gesehen, die Exporterlöse.

13. April 2011

11.00 Uhr Ein Wölkchen warmer Luft aus dem Elfenbeinturm

Das Arbeitsrecht erodiert, unter dieser Titelzeile antwortet Britta Rehder, Politikprofessorin an der Uni Bochum, auf die Fragen von Eva Völpel für die taz.

Der Blick für das Machtgefälle zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ginge verloren, beklagt Frau Rehder, und begründet das damit, dass es kaum noch eigenständige Arbeitsrechtsprofessuren an den Universitäten gibt.

Das ist so ein Blödsinn.

Das Arbeitsrecht in dieser Republik ist längst zerstört. Nicht, weil es keine Professuren dafür gäbe, sondern weil neokonservatives Denken und willfährige Politiker seit fast drei Jahrzehnten in immer skrupelloserem Dahinstürmen alles schleifen, was einst als "Schutzrechte für Arbeitnehmer" ins Gesetz geschrieben wurde.

Das liegt aber nicht daran, dass es zu wenige Arbeitsrechtsprofessoren gibt (Herrgott, wie einfältig und elfenbeinturmsbeschränkt können Professoren sein, noch dazu, wenn es von ihnen heißt: Sie forschten über das Arbeitsrecht!), es liegt daran, dass die Gewerkschaften nicht den Mut hatten, sich zu wehren, als die ersten Dämme gesprengt wurden, um den Arbeitsmarkt zu flexibilisieren und den Gegebenheiten der Globalisierung und des Internationalen Wettbewerbs anzupassen.

Es liegt daran, dass Sozialdemokraten die Seele ihrer Partei verkauft haben, um "modern" zu sein, um als "Genossen der Bosse" akzeptiert zu werden. Die Bosse haben sich amüsiert, abkassiert und privatisiert.

Ich rege mich zu sehr auf. Ich schreib jetzt nicht weiter. Es gibt noch den Link auf das - auch für die taz - erbärmliche Interview und auf meinen alten Aufsatz zum Internationalen Wettbewerb.

Einen schönen Tag noch.



12.  April 2011

14.25 Uhr Letzte Bastion des gesunden Menschenverstandes

Als letzte Bastion des gesunden Menschenverstandes innerhalb der in Euro-Rettungs-Panik blind auf immer größere Risiken zustürmenden, von Angela Merkel und Wolfgang Schäuble angeführten Masse, steht der Bundesrechnungshof wie der Fels in der Brandung und rechnet vor, was der Spaß kosten kann, und zeigt auf, dass wieder einmal versäumt wurde, originäre nationale Interessen zu wahren.

Wenn eine übernationale Organisation ohne nachfragen zu müssen, Zugriff auf zig-Milliarden Steuergelder aus dem Bundeshaushalt bekommt, weil wir ja unbedingt gute Europäer sein müssen und in unserer Güte versprechen, die Gläubiger aller Euro-Länder (aller!) befriedigen zu wollen, wenn sich das denn zur Rettung des Euro als notwendig erweisen sollte, dann wäre das unter "normalen" Verhältnissen und bei "normal denkenden", nicht von Panik und Fraktionszwängen getriebenen Parlamentariern, ein Grund, den sofortigen Rücktritt der Regierung wegen staatsfeindlicher Umtriebe zu fordern.

Gut, dass es wenigstens noch den Rechnungshof gibt.

Wetten, dass dort in Kürze Köpfe rollen werden?

 

11.00 Uhr Fukushima ist nun doch in Stufe 7

Wie sich die Radioaktivität ausbreitet, zeigt eine animierte Grafik jeweils für drei Tage im Voraus. Es ist nicht lustig, vor allem dann nicht, wenn man die Ausbreitungsstränge in Gedanken auf ein zentraleuropäisches AKW überträgt. Abschalten, so lange es noch geht! In Fukushima geht's nicht mehr.


11. April 2011

11.45 Uhr Street View gibt auf

Google, meine liebste, weil schnellste, umfassendste Suchmaschine, wird den Rundumblick vom Autodach auf Fassaden und Vorgärten nicht mehr pflegen. Die vielen Einsprüche gegen die weltweite Bereitstellung der Ansicht des eigenen Hauses haben gewirkt, bevor noch die eigentliche kommerzielle Nutzung des Dienstes begonnen hat. Zu zerpixelt präsentierten sich viele Straßen, gerade auch in den edleren Quartieren der Großstädte, als dass Street-View-Gucken noch Spaß machen würde.

Ja, es hat Zeitgenossen gegeben, die sich diesen Dienst als Bereicherung ihres Lebens vorstellten und keinerlei Respekt vor den Argumenten der Verweigerer zeigten, aber gerade darum bin ich glücklich, dass sich eine ausreichend große Zahl von Menschen gefunden hat, die den mühsamen Weg gegangen sind, bei Google Einspruch einzulegen.

Wo das Recht auf den Schutz der Privatsphäre und das Recht auf die wirtschaftliche Nutzung des Bruchs der Privatsphäre kollidieren, haben diesmal nicht die Gaffer, Spanner und Voyeure obsiegt, sondern eine anonyme Koalition der Vernunft.

Google Maps und Google Earth mit Satelliten-Draufsichten und 3-D-Bildern wichtiger Gebäude und Sehenswürdigkeiten sind hilfreich.

Wer welche Bilder aus meinem Vorgarten sieht, möchte ich aber selbst entscheiden dürfen. Und es sieht so aus, als ob dies für den Augenblick gelungen ist.

Aber schon schickt Microsoft seine eigenen Kamera-Autos auf die Reise. Wir werden also wieder widersprechen müssen, es sei denn, jemand richtet ein nationales Street-View-Einspruchsregister ein, dem alle unterworfen sind, die sich nun noch auf dieses Geschäftsmodell stürzen wollen.

Wäre das nicht eine schöne Aufgabe für Frau Aigner?

10. April 2011

Das Bild vom Sonntag

9. April 2011

10.45 Uhr Guttis Comeback - der Countdown läuft

Der kürzlich zurückgetretene Verteidigungsminister mit der sturmfest gegeelten Frisur arbeitet offensichtlich an seinem Comeback. Die erste Stufe ist eingeläutet, Gutti ist wieder in den Medien:

Mit dem fast zur Gewissheit verdichteten Gerücht, er wolle die Veröffentlichung der Stellungnahme der Universität Bayreuth mit rechtlichen Schritten verhindern, und dem ebenfalls fast zur Gewissheit verdichteten Gerücht, die Uni sei zu dem Schluss gekommen, ihr ehemaliger Absolvent habe sich der bewussten Täuschung schuldig gemacht, tritt er, frei von jeglichem Skrupel, Schuldgefühl oder nachgewiesenem Unrecht, wieder auf die Bühne.

Da werden die Emotionen für den feschen Freiherrn wieder höher schlagen, das ganze Unrecht, dass man ihm angeblich angetan hat, wird die Volksseele erneut aufkochen lassen, und wenn die CSU dann ruft, und Gutti, sich schüttelnd wie ein frisch dem Bade entstiegener Foxterrier allen Schmutz, mit dem er sich bewerfen lassen musste, ebenso vehement wie elegant von sich auf andere abschüttelt, dann werden sie wieder Hossiannah! rufen, in seiner international, global, fränkisch-bayrischen Heimat, und auf einem Esel wird er Einzug halten, und mit Palmwedeln werden sie ihm zufächeln, was immer zuzufächeln ist ...

O.k., nein, das ist die andere Geschichte. Die mit dem tragischen Ausgang. Da wird sich Gutti schon vorsehen, dass ihm das nicht widerfährt, ... und welcher Pharisäer nagelt den anderen schon ans Kreuz? Da müsste ja einer ganz fürchterlich sauer sein, ganz fürchterlich ...


8. April 2011

09.45 Uhr Leerverkaufsspekulation

Die Kapitalerhöhung der Commerzbank hat Spekulanten angelockt, die sich auf die Schnelle eine neue Goldauflage für die Nase verdienen wollen.

Der Betrug, der hierzulande legal ist, läuft so ab:

Spekulanten "leihen" sich von Banken Commerzbankaktien, die dort auf den Depots von Bankkunden geparkt sind.

Das ist die Ungeheuerlichkeit No. 1

Eine Bank verleiht Aktien, die nicht ihr sondern ihren Kunden gehören, um Spekulanten einen Raubzug zu ermöglichen. Die Banken sagen: Wenn uns das nicht mehr erlaubt sein sollte, müssten wir die Depotgebühren in erheblichem Umfang anheben.

(Dieses Argument ist richtig, hat aber nichts mit den Kosten für die Depotführung zu tun, sondern lediglich mit den fest einkalkulierten Gewinnen der Bank aus solchen Geschäften mit fremdem Eigentum.)

Spekulanten verkaufen die geliehenen Aktien und erzielen dafür den Kurs, der gebildet wurde, bevor die Kapitalerhöhung verkündet wurde.

Das ist die Ungeheuerlichkeit No. 2

Spekulanten verkaufen Aktien, die weder ihnen, noch denen gehören, von denen sie sie sich geborgt haben, zu einem guten Kurs, weil ihnen nächtens im Traum ein Vögelchen (vielleicht aber auch in der VIP-Lounge ein Insider) gesungen hat, dass bald Bewegung in den Kurs kommen werde.

Da haben dieses Spekulanten jetzt also mehr als 1 Milliarde kassiert - und die Zeitung schreibt, sie hätten mehr als eine Milliarde investiert - ein kleiner Unterschied, meine ich.

Aber, da kann man schon mal durcheinanderkommen, wenn man als bezahlter Schreibknecht die Damen und Herren Spekulanten immer entweder als Investoren oder gleich als "die Märkte" bezeichnen muss. Schwamm drüber, ist halt Premium-Journalismus für Premium Investoren.

Nun setzt sich das Vögelein auf den höchsten Baum und zwitschert sein Lied in die ganze Welt hinaus. Daraufhin fällt der Kurs der Commerzbank Aktien und die Spekulanten kaufen zu niedrigem Kurs die vorher zu hohem Kurs verkauften Aktien zurück.

Der Unterschied zwischen Verkaufs- und Einkaufspreis reicht aus, um die Leihgebühr, die Vermittlungsprovision der Bank zu bezahlen und das Vögelein angemessen zu honorieren und immer noch einen kleinen Sack voller Millionen übrig zu behalten.

Das ist die Ungeheuerlichkeit No. 3

Wenn das Kalkül aufgeht, und auf Basis gesicherter Informationen geht es fast immer auf, haben ein paar Drecksäcke in einer Form des legalen Glücksspiels, die man "Leerverkauf" nennt, ein paar Millionen, vielleicht sogar zig-Millionen abgesahnt. Diesen Einkommen steht keinerlei Leistung gegenüber.

Man fragt sich, wer dafür aufzukommen hat. Der Spekulant sagt, wir haben niemanden geschädigt. Kann das sein?

Natürlich nicht.

Der Spekulant sagt: Ich bin ja auch das Risiko eingegangen, also steht mir auch der Gewinn zu.

Da kann man nichts mehr dazu sagen.

Außer: Warum ist das nicht längst verboten? Hängt der Wirtschaftsstandort Deutschland davon ab? Haben wir es mit der Systemrelevanz der Spekulation zu tun? Sind gar Parteispenden in Gefahr?


7. April 2011

12.40 Uhr Noch einmal "Grundeinkommen à la Götz Werner"

Es gibt Aufreger, die kommen immer wieder. Und es gibt immer wieder Scharen von Menschen, die sich verlocken lassen, den Tönen der Schalmei zu folgen. Da sind die Hamelner Kinder beileibe keine Ausnahme.

Da Götz Werner jetzt auch schon die Schweiz bereist, um für eine Volksabstimmung zur Einführung eines BGE (bedingungsloses Grundeinkommen) die Trommel zu rühren, sehe ich mich gezwungen, diesem Trojanischen Pferd neuerlich einen Paukenschlag zu widmen.

 

08.40 Uhr Portugal

Die Perversität des Euro-Systems, einschließlich Euro-Rettungsschirm, ist am Beispiel Portugal besonders klar zu erkennen.

Geschäftsgrundlage

Hilfen an Schuldnerstaaten (alle EU-Staaten sind Schuldnerstaaten, aber das ist ja egal) werden von der Gemeinschaft an strenge Reformauflagen und Sparzwänge geknüpft. Sonst gibt es kein Geld.

Des Portugiesischen Dramas erster Akt

1. Aufzug (Regierung ringt verzweifelt um das Wohl des Volkes)

Portugal hat nun für eine Weile versucht, dem Reform- und Sparpaket der EU und des Welt-Währungs-Fonds (Merke: Ohne dass den Amis Gelegenheit zum Mitmischen gegeben wird, dürfen die Europäer - England ausgenommen - nicht einmal ihre Währung retten) zu entgehen. Die Regierung hat ein Sparpaket geschnürt, um wenigstens den Anschein zu erwecken, daran zu glauben, man könne ein Land, dessen Geldsystem in den Händen privater Banken liegt, durch staatliches Sparen sanieren.

2. Aufzug (im Parlament, die Rettung wird niedergestimmt)

Das Portugiesische Parlament (offenbar überwiegend mit "aufrechten Portugiesen" bestückt) hat dieses Strangulationspaket abgelehnt.

Des Portugiesischen Dramas zweiter Akt

1. Aufzug (Bußgang nach Brüssel)

Nachdem das portugiesische Volk, aufgestachelt von Sozialisten und Nationalisten, die Selbstrettung verweigerte, tritt die Regierung verschämt und niedergeschlagen in Brüssel an, mit der Bitte, ins Füllhorn des Rettungsfonds greifen zu dürfen.

2. Aufzug (Denkerstübchen zu Unterbernbach)

Egon W. Kreutzer greift sich ans Hirn. Wenn ein Land schon die von der eigenen Regierung geforderten Sparmaßnahmen als unsinnig erkennt und ablehnt, wie soll es da die von EU, EZB und IWF geforderten Sparmaßnahmen als sinnvoll erkennen und sich ihnen unterwerfen? Die müssen die Portugiesen doch unverrichteter Dinge wieder nach Hause schicken und mit Schimpf und Schande aus der Währungsunion jagen ...

3. Aufzug (Brüssel, die Hilfe wird genehmigt)

Unter strengsten Auflagen gewährt Brüssel Portugal, seine Gläubiger zu befriedigen.
Die feierlich zusammengetretenen Regierungschefinnen und -chefe, ihre Finanzministerinnen und -minister saufen beglückt Champagner, dass ihnen wieder einmal die Rettung eines ganzen Landes gelungen ist. Ein Hofnarr rennt über die Bühne und flüstert jedem einzelnen ins Ohr: "Fürchtet Euch sehr, denn siehe, ich verkündige Euch große Sorge! Ihr rettet doch nicht Portugal - ihr rettet nur das Kapital!" Eine schnell herbeigerufene schnelle Eingreiftruppe führt den Narren ab.

 

Des Portugiesischen Dramas dritter Akt

Einziger Aufzug (Balkon des Reichstags zu Berlin, die sog. Fensterreden)

Die Gläubiger der Geberländer (also die Gläubiger der 16 deutschen Bundesländer, der Bundesrepublik Deutschland und der aus dem Bundeshaushalt fein säuberlich herausgehaltenen, als "Sondervermögen" bezeichneten "Sonderschulden") sitzen auf den von Portugal erhaltenen Tilgungsmilliarden - und reichen sie, auf einen übergroßen Scheck geschrieben (wie früher von der Aktion Sorgenkind im Fernsehen gezeigt), mit großer Freude, ob der frisch erworbenen Melkkuh und mit leicht angehobenen Zinsen als Darlehen zur Finanzierung des Rettungsschirms an den deutschen Steuerzahler weiter.

Der deutsche Steuerzahler lässt sich durch die Bundesregierung und deren Finanzberater Josef Ackermann versichern, es sei ja gar kein Geld geflossen, bzw. keines verloren, denn die Portugiesen seien ja nun, durch strengste Auflagen verpflichtet, sparsam zu wirtschaften und unsere alternativlose Hilfe mit Zinsen zurückzuzahlen, so dass ihm, dem deutschen Steuerzahler, am Ende daraus sogar noch ein Zinsgewinn erwachsen wird.

Der schnell aufkommende Tumult unter den ausländischen Touristen vor dem Reichstag wird von einer Staffel berittener Polizei hurtig unterbunden.

(Vorhang, Applaus bis zum Abwinken)


6. April 2011

14.25 Uhr Die Commerzbank und die Fänge des Staates

Die Krallenfüße der Greifvögel, das Maul der Hunde und Raubtiere, das ist das, was der Waidmann als Fang bzw. Fänge bezeichnet. Die Fänge sind die Instrumente zum Schlagen der Beute.

Wenn jetzt also gedichtet wird:

"Die Commerzbank befreit sich aus den Fängen des Staates"

dann wird damit der Steuerzahler, der die Commerzbank weder fangen noch auffressen, ja nicht einmal retten wollte, sondern zur Rettung per Milliardentransfusion von der so genannten "Systemrelevanz" und deren Hohenpriestern gezwungen wurde, nicht nur verhöhnt, sondern darüber hinaus noch zum mörderischen Feinbild erklärt.

Wer denkt sich solchen Blödsinn in wessen Auftrag bloß aus?


5. April 2011

09.35 Uhr Über den Unterschied zwischen lang und breit

Am 2. April hatte ich angemerkt,

Verharmloser schreiben, aus einem Riss im Reaktor "sickert" radioaktives Wasser in den Pazifik. Dass die Strahlenwerte im Grundwasser und im Meer nur daher kommen können, dass es "strömt" - und zwar mindestens in dem Maße, in dem oben Wasser zur Kühlung drübergeschüttet wird, könnte man bei dieser Belaberung fast vergessen.

Über den Riss, aus dem es sickert, hieß es in unseren Qualitätsmedien mindestens einen Tag lang, er sei 20 cm lang.

Inzwischen wird über die Länge nicht mehr gesprochen, nur darüber, dass der Riss 20 cm breit sei. Von 20 cm breiten Rissen in Beton weiß ich, dass sie selten nur 20 cm lang sind. Ein 20 cm breiter Riss im Beton ist mindestens 5 Meter lang, vermutlich ist die ganze Wand/Mauer durchgängig aufgerissen und das Loch hat einen Querschnitt von mindestens einem Quadratmeter. Wie viel Wasser da durchströmt, hängt nur noch von den Druckverhältnissen, also vom Wasserstand hinter dem Riss ab.

Gestern war dann in unseren Qualitätsmedien zu hören, dass mehr als 11.000 Kubikmeter verseuchtes Wasser in den Pazifik abgelassen werden müssen, um Platz zu machen für noch strahlendere Brühe, und es war zu hören:

Die japanische Regierung warnt vor katastrophalen Folgen, wenn weiterhin radioaktiv strahlende Substanzen aus dem schwer beschädigten Atomkraftwerk Fukushima ins offene Meer strömen.

Da bleibt einem doch die Tastatur quer im Halse stecken.

Eine Regierung, die vor katastrophalen Folgen für einen riesigen Ozean warnt, anstatt endlich einzugreifen, Tepco endlich zu enteignen und alle Kraft der gesamten Volkswirtschaft daran zu setzen, die Büchse der Pandora wieder zu schließen.

Und wen warnt Japan eigentlich? Den Rest der Welt? Göttlich!
Oder das Management von Tepco? Ein Witz!


Ehrliche und zutreffende Information wäre wichtiger.

Hilfe anzunehmen, von wem auch immer sie angeboten wird, wäre wichtiger als eine derart hilflose Warnung in die Welt zu setzen.

... und, das muss auch einmal gesagt werden:

Meines Erachtens ist Fukushima ein wichtigeres Thema für die UN als es Libyen ist.

Meines Erachtens sollte die UN der japanischen Regierung das Recht absprechen, weiter im eigenen radioaktiven Sumpf ergebnislos vor sich hin zu wursteln.

Meines Erachtens sollte die UN eine Armee von Spezialisten - mit allem erforderlichen schweren Gerät - losschicken, mit dem Auftrag, die atomare Pestbeule, die die ganze Welt bedroht, zu entfernen. Koste es was es wolle.

Da denken Wissenschaftler darüber nach, wie man einen gefährlichen Asteroiden abschießen oder aus der Bahn werfen könnte, um einen Zusammenstoß mit der Erde zu vermeiden, aber einen Plan, für die Abwehr einer hausgemachten Superkatastrophe gibt es offenbar nicht.

Menschen! Tut was!


4. April 2011

12.20 Uhr ... die Spatzen pfeifen es von den Dächern "fillip, filliip, fillliiiip"

Philipp Rösler schickt sich an, Guido Westerwelle zu beerben, Parteivorsitz und Vizekanzlerschaft winken einem Mann, der - außer in der FDP - in Deutschland nur wenige Anhänger hat.

Die FDP sitzt damit in einer klassischen Zwickmühle:

Lässt sie Rösler an die Spitze rücken, wird es ihm ergehen wie so manchem katholischen Dorfpfarrer indischer Abstammung im bayrischen Pfarrsprengel. Man versteht ihn schwer, lehnt ihn ab, sorgt für seine Ablösung und macht ihn so zum ungeliebten Wanderprediger.

Wie die Katholen, die bis zur Ablösung des Ungeliebten weiterhin, wenn auch mit gewissem Ingrimm im Gesicht, sonntags zur Messe gehen, weil Taufe, Firmung, kirchliche Trauung und die Erwartung einer ordentlichen Trauerfeier eine ziemlich feste Bindung herstellen, werden auch die eingetragenen Mitglieder der FDP ihrer Partei treu bleiben. Doch, anders als die Katholische Kirche, muss die FDP nicht nur auf ihre Mitglieder achten, sondern in ganz erheblichem Maße auch auf ihre Wähler - und die werden ihr, weil sie mit Rösler nichts anfangen können, in hellen Scharen den Rücken kehren.

Lässt sie Rösler, wenn er seinen Anspruch denn verkündet, aber nicht an die Spitze rücken, so wird man ihr alles mögliche vorwerfen, was sich in der Zeit der Völkerverständigung per Globalisierung so als Vorwurf eignet, nämlich a) Populismus, wegen Eingehens auf diffuse ausländerfeindliche Strömungen im Wahlvolk, b) Ausländerfeindlichkeit, wegen offensichtlicher Benachteiligung eines Migranten, c) mangelnde Toleranz gegenüber dem "Andersartigen" - und schließlich, d) das Fehlen jeder personellen Alternative.

Das beste für die FDP und Philipp Rösler wäre also, wenn er von sich aus auf den Parteivorsitz verzichtete.

Wenn Christian Lindner klug ist, verzichtet er für dieses Mal auch noch. Um seine Vorstellungen von einer "reformierten" FDP glaubhaft vertreten zu können, müsste er diese erst einmal parteiintern und öffentlichkeitswirksam zugleich diskutieren und sich damit gegen Widerstände durchsetzen. Hat er so sein Image aufpoliert, könnte er damit in drei, vier Jahren überzeugend auf- und antreten.

Warum also nicht jetzt Frau Leutheusser-Schnarrenberger mit dem Parteivorsitz betrauen?

Ich frage mich, warum ihr Name so schnell aus der Diskussion verschwunden ist.

Sie steht für einen liberalen Kurs, der mehr beinhaltet, als neokonservatives Denken, sie hat politische Erfahrung, bringt - parteiübergreifend akzeptiert - ein respektables politisches Gewicht auf die Waage und könnte das Amt sicher weitaus besser ausfüllen als Brüderle, Gerhard, Niebel, Solms, Homburger und Pieper zusammen.

 

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3. April 2011

Das Bild vom Sonntag

2. April 2011

09.35 Uhr Deutschlandweit Prachtwetter

So war es auch vor 25 Jahren, am 1. Mai 1986, bis dann der Regen kam, von dem wir nach und nach erfuhren, dass er strahlende Partikel aus Tschernobyl mitgebracht hatte, die heute noch so vor sich hinstrahlen, dass immer noch viele der in Deutschland geschossenen Wildschweine als Sondermüll entsorgt werden müss(t)en.

Diese und mehr Infos, zum Jubiläum des Super-Gaus in der Ukraine hatte ich mir eigentlich erst für Ende April vorgenommen. Nun strahlt auf dieser Welt wieder nicht nur die Sonne.

Verharmloser schreiben, aus einem Riss im Reaktor "sickert" radioaktives Wasser in den Pazifik. Dass die Strahlenwerte im Grundwasser und im Meer nur daher kommen können, dass es "strömt" - und zwar mindestens in dem Maße, in dem oben Wasser zur Kühlung drübergeschüttet wird, könnte man bei dieser Belaberung fast vergessen.

Also, steckt mal alle schön den Kopf in den Sand.
Und fragt lieber nicht nach der radioaktiven Belastung desselben.

Sonst wüsstet ihr womöglich gar nicht mehr, wohin mit dem Kopf.

 
... ach ja, da gäbe es noch eine Möglichkeit für den Kopf. Stecken Sie ihn doch wieder mal in ein Buch. Das geht sogar beim Sonnenbad im Liegestuhl.


1. April 2011

APRIL! APRIL!

08.45 Uhr E10-Notverordnung in Kraft

Auf Veranlassung der EU-Kommission hat die Bundesregierung heute, um 0.00 Uhr die Europäische E10 Notverordnung in deutsches Recht übernommen und sofort in Kraft gesetzt.

Tankstellenbetreiber müssen demnach alle Zapfpistolen für Super und E10 mit neutralen Aufklebern überkleben, auf denen nur noch die Oktanzahl und daneben der Bundesadler aus dem Siegel der Zollverwaltung angegeben ist. Super und E10 sollen zum gleichen Preis angeboten werden.

Mit dieser Regelung soll erreicht werden, dass einerseits die mit E10 vollen Tanks der Mineralölgesellschaften sich wieder leeren und der Bürger, nach mehreren Tankfüllungen mit einem unbekannten Gemisch das Vertrauen in E10 gewinnt, das für den Absatz der für die CO2-Bilanz der Bundesregierung so wichtigen Spritmischung erforderlich ist.

Zudem wird so gewährleistet, dass die Gewährleistungsansprüche, die erst gestern von Seiten der Automobilhersteller und der Mineralkonzerne abgegeben wurden, zu keinen nachteiligen Folgen für diese Unternehmen führen, da es dem Autofahrer nicht mehr möglich ist, den Nachweis zu führen, überhaupt E10 getankt zu haben.

Meine Bitte: Verhelfen Sie dieser Notverordnung zu voller Wirkung. Checken Sie an den Tankstellen in Ihrer Nähe, ob die neuen Regelungen schon eingehalten werden und schicken Sie mir andernfalls eine E-Mail mit Name und Anschrift der Tankstelle und einem Foto im jgp-Format mit eingeblendetem Datum als Beweis.


31. März 2011

12.55 Uhr Geld, das elende Missverständnis

Deutschlands Bankerprimus Josef Ackermann, die ausländische Fachkraft mit der unheilbaren Rekordrenditenneurose, nölt schon wieder herum, man dürfe die Banken nicht zu stark regulieren.

Er meint, die mangelnde Profitabilität des hiesigen Bankensektors schränke dessen Fähigkeit ein, Finanzierungsmittel für die Volkswirtschaft bereitzustellen.

Wie kommt der Mann zu dem abenteuerlichen Schluss, die mangelnde Profitabilität des hiesigen Bankensektors schränke dessen Fähigkeiten ein, Finanzierungsmittel für die Volkswirtschaft bereitzustellen?

Eine einigermaßen scharfe Antwort finden Sie im heutigen Paukenschlag

 

 

 

08.50 Uhr Sitzblockade bleibt Gewalt, und damit strafbare Nötigung

Nicht zu früh freuen!

Dass das Verfassungsgericht in einem Fall aus dem Jahre 2004 (es dauert!) nun entschieden hat, nicht jede Sitzblockade sei auch schon Nötigung, ist die sogenannte Schauseite des Urteils.

Betrachtet man das Urteil genauer, stellt man fest, dass es den Streit um die Frage der "Strafbarkeit von Gewaltfreiheit" sehr eindeutig beantwortet hat. Sitzblockaden sind grundsätzlich Gewaltanwendung (das ist die Regel!); nicht jede Sitzblockade darf aber als Nötigung bestraft werden (das ist die im Einzelfall festzustellende Ausnahme!). Dass die Zeitungen eher das Gegenteil betonen, Sitzblockaden seien erlaubt und nur im Einzelfall verboten, ist eine Lesart, die selbst im leeren Glas noch ein potentiell mindestens halbvolles zu erkennen vermag.

Lesen Sie die Meldungen aus der Süddeutschen und der Rheinischen Post, dort wird auch erklärt, warum psychische Gewalt (friedliches Sitzen) in physische Gewalt gegen den Autofahrer in der zweiten Reihe umschlägt, weil der erste, der gebremst hat, für ihn nun ein unüberwindliches Hindernis darstellt ...

Nein. Es geht nicht um das Grundrecht der Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Es geht darum, mit der nun zugestandenen Ausnahme als dem Feigenblatt der Rechtmäßigkeit die Blöße der menschenrechtsmissachtenden Politik und Rechtsprechung zu bedecken.

Aber aufheulen vor Abscheu darüber, wie wenig die Briten einst Gandhis Gewaltfreiheit als solche ansehen wollten, dass können sie alle recht gut ...


30. März 2011

10.00 Uhr Millionenfach erhöhte Radioaktivität, Plutonium im Grundwasser

aber eine Gefahr für die Gesundheit besteht nicht.

Die Atomkatastrophe in Fukushima ist ein Lehrbeispiel dafür, was herauskommt, wenn sich eine Gesellschaft dem Diktat der Wirtschaft, der Unternehmen und des Kapitals unterwirft.

Um die Katastrophenreaktoren findet ein unglaubliches Pokerspiel statt, dessen Ziel es ist, bis zum letztmöglichen Zeitpunkt die Legende aufrechthalten zu können, Tepco hätte sein Kraftwerk im Griff, die Wiederherstellung eines befriedigenden Zustandes sei nur noch eine Sache von Tagen, Strahlung sei nur in geringem, nicht schädlichen Ausmaß freigesetzt worden - kurz: Es hat nie eine Katastrophe gegeben.

Und warum das?

Es gibt nur einen einzigen Grund: Wenn die Regierung endlich eingreift, die Regie übernimmt und die Katastrophe nach russischem Vorbild einbetonieren lässt, muss man doch Schadensersatzansprüche geltend machen können, für den Verlust einer wertvollen Kraftwerksanlage.

Und wenn diese Regierung nicht eingreift, werden sie noch monatelang Wegwerf-Arbeiter mit Wasserspritzen auf die Kernschmelze halten lassen, bis sich das gesamte Plutonium in allen Weltmeeren verteilt hat.

1 Millionstel Gramm davon, heißt es, killt einen Menschen.
Einige hundert Kilogramm soll es in Fukushima geben. Das würde für die gesamte Menschheit reichen, und weil das Zeug nach einmaligem Verzehr nicht aufhört, zu strahlen, sind die Folgen der Freisetzung auf Jahrtausende unabsehbar.

Wie viele Fische, Muscheln und Meeressäuger werden erbärmlich verrecken müssen, weil niemand den Mut hat, den Kraftwerksbetreibern in den Arm zu fallen?

Muss erst mit dem Einsatz US-amerikanischer Truppen gedroht werden, damit die Nachfahren der Samurai den Mut finden, die Verseuchung der Atmosphäre und der Ozeane auch gegen den Willen des Kapitals zu stoppen?


29. März 2011

16.55 Uhr Als wär' es Neues aus der Anstalt

Die EU hat zwei Sorten Grenzwerte für die radioaktive Belastung von Lebensmitteln festgelegt. Sorte 1 für den Normalfall, wenn keine erhöhte Radioaktivität in der Umwelt ist, Sorte 2 für den Ausnahmefall, wenn nämlich die Normalfall-Grenzwerte überschritten werden. (Ja, ist wahr, hat nicht der Priol erfunden!)

Vorsorglich dürfen Lebensmittelimporte ab sofort die volle Bequerel-Menge der Grenzwert-Sorte 2 haben.
(Ja, ist auch wahr. Hat nicht der Pelzig erfunden!)

Haben Sie nicht auch noch Ilse Aigner im Ohr, die uns zugesichert hat, Lebensmittel aus Japan streng auf Überschreitung der Grenzwert zu prüfen?

Ist wahr! Sie hat zwar gesagt, dass die Kontrollen in Japan stattfinden, und dass es sich um Stichproben handelt, und dass an den EU-Grenzen vielleicht zusätzliche Stichproben genommen werden, was als "scharfe Kontrolle" schon ziemlich dünne war,

dass wir aber aus Japan Lebensmittel einführen, die mehr als das Vierfache der Grenzwerte nach Grenzwert-Sorte 1 aufweisen, das hat sie uns wohl nicht gesagt. Da muss erst das Münchner Umweltinstitut darauf hinweisen!
(sh. Grenzwertabelle im Link)

Herrschaftszeiten!

Ist denn das Überleben der europäischen Bevölkerung vom Import japanischer Lebensmittel abhängig?

Offensichtlich nicht!

Und warum dürfen die Japaner ihren Strahlenmüll dann in Lebensmitteln versteckt nach Europa exportieren?

Weil die Krebshäufigkeit in Europa zu gering ist, um die Kapazitäten des Gesundheitswesens auszulasten?

Weil die Europäer zu alt werden, um ihnen noch länger Rente zahlen zu können?

Oder einfach nur, weil irgendjemand ganz fett geschmiert worden ist, um dieser Schweinerei zuzustimmen?

Was haben die Polit-Eunuchen aus dem Europa-Parlament dazu gesagt? Nichts?
Weil man sie gar nicht fragen muss?

Und wozu sind die dann gut?

Blöde Frage.
Verzierungen sind stets zweckfrei, aber sie machen eben alles viel schöner.

Schöne Demokratie. Wunderschöne Demokratie!

Zum Schreien schöne Demokratie!

 

 

 

08.00 Uhr Starker Rechtsstaat

Wie war das denn damals bei Contergan? Hat das Pharma Unternehmen auf Schadensersatz geklagt, als das Schlafmittel wegen seiner fatalen Folgen für ungeborenes Leben vom Markt genommen werden musste?

Nun haben wir Energiekonzerne, deren Kraftwerke ein vielfach höheres Gefährdungspotential in sich tragen, und die müssen, alleine aus aktienrechtlichen Gründen, gegen das Moratorim der Bundesregierung klagen, das diese wiederum nur unter Heranziehung eines noch gar nicht gegebenen Notstandes verhängen konnte.

Das ist doch Wahnsinn!

Aktiengesellschaften, deren Eigentümer, die Aktionäre, an jeder Schweinerei, die ihre Vorstände begehen, um die Gewinnziele zu erreichen, verdienen, die andererseits aber keinerlei Haftung für das übernehmen, was ihre Vorstände da anrichten, gehören in dieser Form sowieso endlich verboten! Das sage ich hier nicht zum ersten Mal.

Dass es aber in diesem unserem Lande Recht sein soll, dass Unternehmen, die in ganz großem Stil als "Gefährder" auftreten, gegen das (sowieso nur für drei Monate ausgesprochene) Verbot, die Welt weiter dem unkalkulierbaren Risiko einer atomaren Katastrophe auszusetzen, klagen müssen, weil sie vom Rechtsstaat verpflichtet sind, unter allen Umständen zuerst das Recht ihrer Aktionäre auf maximale Dividende zu wahren, dass ist doch der Irrwitz zum Quadrat!

Ich wiederhole:

Es reicht nicht, die Kernkraftwerke endgültig abzuschalten.

Man muss auch die Börsen schließen.



28. März 2011


27. März 2011

Das Bild vom Sonntag


26. März 2011

11.30 Uhr Morgen ist Mittag schon vorbei 

Désirée Linde von der Rheinischen Post spricht mir aus dem Herzen, wenn sie die Sommerzeitgegner und deren Argumente ausführlich würdigt.

und so beginnt ihrr Artikel:

Sinnlose Sommerzeit?
Mehr Herzinfarkte, mehr Verkehrsunfälle und Menschen, die über Monate um ihren Rhythmus ringen: Heute Nacht werden die Uhren eine Stunde vorgestellt. Gesetzlich verordneter Unsinn, sagen Sommerzeitgegner.

Für den Sommerzeitgegner verhält es sich so: Gesetzlich verordnet, quasi als Machtdemonstration der Staatsoberhäupter, bringen Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt zwei Mal im Jahr kostbare Zeit damit zu, an all ihren Uhren zu drehen. Armbanduhr, Handyuhr, Wanduhren sowie Wecker und die Uhr im Auto – alle müssen umgestellt werden. Und das nur, um abends die Rollläden herunterzulassen, um ungestört vom gleißenden Sonnenlicht die "Tagesschau" zu schauen und später, weil es noch hell ist, keinen Schlaf zu finden. Am Morgen müssen sie im Dunkeln aufstehen und, weil es noch kühl ist, die Heizung anwerfen. Dann, übermüdet um ihren Rhythmus ringend, steigen sie ins Auto und sind damit laut Auto Club Europa (ACE) kurz nach der Umstellung anfälliger für den Sekundenschlaf.

 

und was mir in der Vergangenheit so im Zusammenhang mit der Sommerzeit aufgefallen ist, finden sie hier:

25. März 2011

15.45 Uhr Ein Beispiel für deutsche Gründlichkeit

o.k., nach dem Lesen dürfen Sie entscheiden, ob das noch irgendwas mit Gründlichkeit zu tun hat, oder ob es bloße Schikane ist:

Lieber Herr Kreutzer,

irgendwie habe ich das Bedürfnis, Sie an meinen behördlichen Erlebnissen beim Beantragen einer Kraffahrzeugsteuerermäßigung (Schwerbehinderung) teilhaben zu lassen.

D033. Der Stempel

1) Schwerbehindertenausweis beantragen
2) Wenn das Beiblatt zum Schwerbehindertenausweis ausgestellt wurde, beim Finanzamt Antrag auf Steuerermäßigung stellen.
3) Wenn versehentlich eine Kopie des Beiblattes verschickt wurde, habe man nun das Original-Beiblatt dem Finanzamt vorzulegen.
4) Auf dem Original-Beiblatt ist ein Kasten vorgesehen, damit das Finanzamt dort einen Stempel einprägen kann.
5) Wenn versehentlich der Fahrzeugschein nicht im Original dem Finanzamt vorgelegt wurde, habe nunmehr unverzüglich der Außenstelle für Kraftfahrzeugsteuer der Fahrzeugschein vorgezeigt zu werden, damit im Original-Fahrzeugschein der heiß ersehnte Original-Stempel eingeprägt werden kann.
6) Damit ist der Antrag auf Ermäßigung der Kraftfahrzeugsteuer abgeschlossen.

Ich denke, dass dieser unnötige Verwaltungsakt eher dazu beiträgt behinderten Menschen das Leben unnötig zu erschweren. Dabei hatte der Gesetzgeber mit dem Schwerbehindertenrecht genau das Gegenteil beabsichtigt. Idealbild: Herr/Frau Kunde(in) demnächst stellen wir Ihren Schwerbehindertenausweis aus. Dürfen wir in Ihrem Namen alles Weitere beim Finanzamt für Sie veranlassen?

Herzliche Grüsse und Alles Gute

 

 

12.05 Uhr Fünf nach zwölf, das Kind im Brunnen, das Gejammer groß,

Dabei haben Sie es genau so gewollt, sonst hätten Sie es nämlich gleich anders gemacht.

Am 10. März 2006 - fünf Jahre ist das nun her - habe ich einen Aufsatz mit dem Titel "Dresden verkauft sich" geschrieben. Der begann so:

48.000 Wohnungen und 1.300 Gewerbeeinheiten gehören in Kürze US-amerikanischen Spekulanten, weil es 40 Dresdner Stadträte - und das war die Mehrheit - so beschlossen haben.

Der von den Medien angezettelte Jubel darüber, dass Dresden nun als erste deutsche Großstadt schuldenfrei sei, will glauben machen, da sei nun die gute Fee gekommen, hätte den Stadtvätern einen Wunsch frei gegeben, und die hätten klug und weise die bestmögliche Wahl getroffen und mit einer einzigen Entscheidung nichts anderes getan, als drückende 1,459 Millliarden Euro Schulden in 241Millionen Guthaben zu verwandeln.

Aber da war nirgends eine gute Fee. Ganz im Gegenteil.

Nur eine US-amerikanische Investmentgesellschaft - so eine Art Heuschrecke, also.

Nun klagt Dresden gegen die Erwerber, weil diese bei der Weiterveräußerung vergessen haben, die Sozialklauseln an die Nacherwerber verpflichtend weiterzugeben.

Die Gagfah wird daraufhin pleite machen und für nichts mehr verantwortlich sein und die Nacherwerber werden frei von Belastungen mit ihrem Eigentum umgehen können, und der Rest wird zwangsversteigert und damit ebenfalls von lästigen Sozialbindungen befreit.

Ganz schöne Scheiße, die ihr da angerührt habt, Dresdner Stadträte!

In Dresden sind jetzt zwar keine Wahlen, aber in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz. Hier eine kleine Wahlhilfe


24. März 2011

12.00 Uhr Aus den Tiefen des Bockshorns

Ein kurzer, schnell und leicht zu lesender Paukenschlag zur Errichtung des permanenten Euro-Rettungsschirms.

Kräftig entdeftigt.


23. März 2011

14.45 Uhr Der Super-GAU ist offenbar eingetreten

Die Gesellschaft für Strahlenschutz vergleicht Messergebnisse und kommt zu dem Schluss, es strahlt im Fukushima genauso wie damals um Tschernobyl.

 

08.30 Uhr Betonpumpen sind in Stellung, Stromversorgung steht

wo bleiben Kies und Zement?

Nach unterschiedlichen Meldungen sollen inzwischen mindestens drei Hochleistungsbetonpumpen mit mehr als 50 m hohen Auslegern vor Ort sein. Angeblich, um das Meerwasser von noch höher droben auf die Unglücksmeiler spritzen zu können.

Doch die Lage wird immer prekärer, mit 500 Millisievert pro Stunde erreicht die Strahlenbelastung vor Ort inzwischen wieder das 1,1 Millionenfache der natürlichen Strahlungsintensität von 2 Millisievert pro Jahr.
(500 Millisievert/h x 24 Stunden x 365 Tage = 2.190.000 Millisiervert/a)

Gesund ist das nicht mehr.

In Deutschland gibt übrigens das Bundesamt für Strahlenschutz die Messwerte der knapp 2000 installierten Sonden im Internet bekannt. Update der Rohdaten alle 6 Stunden. Die dem eigenen Standort nächsten Stationen können über eine interaktive Karte einigermaßen leicht gefunden werden.

 


22. März 2011

15.35 Uhr Entschuldigung, ich habe Frau Merkel Unrecht getan

Am 12. März, Fukushima war gerade zum Problem geworden, wähnte ich, Frau Merkel würde eine Kommission einsetzen. Das las sich dann bei mir so:

  • Ich habe noch gestern Abend eine Kommission berufen, mit dem Auftrag, die in den letzten hundert Jahren an deutschen Küsten aufgelaufenen Tsunamis und deren Zerstörungskraft im Hinblick auf die Sicherheit von Stade, Biblis und Ohu zu untersuchen. Wie ich soeben aus den Reihen der Kommission höre, besteht eine derartige Gefahr in Deutschland nicht.
Nun muss ich eingestehen, ihr Unrecht getan zu haben.
 
Angela Merkel hat mehr getan als nur eine Kommission einzusetzen.
Sie hat zwei Kommissionen eingesetzt.
... und da war da noch die berühmte Rede von Walter Ulbricht?, mit dem legendären Satz:
    Nicht ein, nicht zwei, nicht drei - nein!
     
    Vierfrucht-Marmelade bekommen unsere Soldaten aufs Brot.

 

 

13.50 Uhr Fundsache aus dem August 2007

Sarkozy, französischer Anführer des Libyen-Feldzuges, hat vor kurzem noch Waffen an Libyen liefern lassen.

Im August 2007 berichtete die WELT über ein öffentlich gewordenes Geheimpapier, in dem Frankreich Libyen nicht nur Rüstungsexporte und die Ausbildung militärischer Spezialkräfte zusagt, sondern auch den Austausch von Einschätzungen und Informationen sowie gegenseitige Expertenbesuche und die Ermutigung gemeinsamer Investitionen im Verteidigungsbereich. Außerdem war ein Abkommen über die mögliche Lieferung eines Atomreaktors getroffen worden.

Das Übereinkommen wurde am 25. Juli 2007 während eines Besuchs Sarkozys in Tripolis unterzeichnet. Mehr Details über den Deal bietet



 

10.30 Uhr Neues aus Bullerbü

Neues aus Bullerbü erscheint derzeit nicht in Buchform, es stammt auch nicht von Astrid Lindgren, neues aus Bullerbü erscheint in Presse, Funk und Fernsehen - aber die Welt ist immer noch so heil, die Menschen so unbeschwert heiter, naiv und doof, wie im Original, obwohl Bullerbü jetzt in Japan spielt und Fukushima heißt.

Hier reichlich Zitate aus der Süddeutschen:

Die Situation des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima-1 ist weiterhin instabil:

instabil. Instabil!
Außerdem ist nur "die Situation" des Kraftwerks instabil, das Kraftwerk selbst offenbar nicht.

Aus zwei Reaktoren stiegen am Dienstagmorgen erneut Rauch und Dampf auf.

So klingt das auch immer, wenn sie in Rom einen Papst wählen. Da steigt entweder dunkler, schwarzer Rauch auf, oder weißer. Aber wenn die Sonne ungünstig steht, kann man zwischen weiß und schwarz, Dampf und Rauch nicht unterscheiden. Da sind die Beobachter in Fukushima offenbar keinen Deut besser im Rauchdeuten, als gläubige Katholiken ...

Die Lage bleibe "äußerst angespannt", erklärte der japanische Industrieminister Banri Kaieda am Dienstag. "Es ist nach meinem Gefühl schwierig, von Fortschritten zu sprechen", fügte der auch für die Atomaufsicht zuständige Minister nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo hinzu.

Da haben zwei nicht die geringste Ahnung, oder geben zumindest vor, keine zu haben - und erzeugen mehr Nebel als alle havarierten Reaktoren zusammen, aber statt hart nachzufragen wird nur weich gedruckt.

Aus Block 3 trete weißer, diesiger Rauch auf, über Block 2 weißer Dampf, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo. Reaktor 3 werde wieder mit Wasser besprüht, heißt es weiter. Bei dem weißen Rauch über dem Reaktor 2 handelt es sich nach Ansicht der japanischen Atomsicherheitsbehörde wahrscheinlich um Dampf aus dem Abklingbecken.

 

Hatten wird das nicht gerade?
Nein, nicht so ausführlich. Nur genauso armselig.

Bereits am Montag war über Block 2 Dampf und über Block 3 grauer Rauch aufgestiegen, der bis zum Abend verschwunden war. Die Dampfwolke soll nach Regierungsangaben ungefährlich gewesen sein.

Aber sie wissen weiterhin nicht, was es war und was es ist.
Es ist nicht zu glauben.

Der Rauch über dem Block 3 könnte von brennenden Trümmerteilen stammen.

Da, endlich die erlösende Vermutung: Da könnten Trümmer brennen.
Ich halt's im Kopf nicht aus!

Bei dem weißen Dampf über Block 2 handle es sich um Wasserdampf.

Das deutet auf eine anhaltende Wärmeentwicklung im Abklingbecken mit verbrauchten Brennstäbe im Block 2 hin. Aufgrund der Nachwärme in den Reaktoren verdampft das bisher zugeführte Wasser. Die genaue Ursache ist allerdings weiter unklar. "Wir prüfen noch die Lage", sagte ein Tepco-Sprecher.

O.k. Beim Dampf (es ist also weißer Dampf!) handelt es sich um Dampf!

Göttliche Erkenntnis!

Und dass Wasser verdampft, wenn man es erhitzt, ist ebenso eine Offenbarung. Aber wie kommt es bloß, dass das Wasser verdampft? Was könnte die genaue Ursache sein? Wenn wir das erst herausgefunden haben, dann aber ...!

Meiler wieder am Stromnetz

Eine der schönsten Formulierungen aus diesen Tagen. Bis vor zwei Wochen lieferte ein Kraftwerk Strom, wenn es ans Netz ging. Jetzt kann es welchen bekommen, falls da was ist, was noch funktioniert.


Für Block 2 bringt das allerdings keine schnelle Hilfe, da dort nach Angaben von Kraftwerksbetreiber Tepco die Pumpen kaputt sind. Es seien Ersatzpumpen mit höchster Dringlichkeitsstufe bestellt worden, hieß es. Wann sie eintreffen, war zunächst nicht bekannt.

Mit dem Anschluss der Reaktorblöcke an die Stromversorgung hoffen die Techniker im Krisenstab von Fukushima, die regulären Kühlsysteme wieder in Gang bringen zu können. Doch ob diese noch funktionieren, war auch über Block 2 hinaus nicht abzusehen.

Wer die strahlenden Ruinen der Kraftwerksblöcke auch nur einmal auf einem Bild gesehen hat, weiß, dass dort so ziemlich alles kaputt ist, innerhalb, wie außerhalb des inneren Reaktorkerns.

Aber so ist das halt in Bullerbü.

Nicht so schlimm, bestellen wir eine neue Pumpe, und wenn die kommt, dann ist "Heile, heile Segen" alles wieder gut.

So, und nun schlaft schön, liebe Kinder.


08.55 Uhr Pest und Cholera 

Als Warren Buffet vor vielen Jahren die Herstellung von (und den Handel mit)
Derivaten als "finanzielle Massenvernichtungswaffen" bezeichnete, konnten sich nur wenige vorstellen, was passiert, wenn diese Waffen gezündet werden.

Es fehlt den allermeisten Menschen einfach das Vorstellungsvermögen, um das Ausmaß eines Schadens von 100 Milliarden Euro (so viel ungefähr hat alleine die HRE an Schaden für Deutschland angerichtet) überhaupt begreifen zu können.

Da braucht es erst die vom Fernsehen übertragene, ganz große Katastrophe, aus einem Mega-Erdbeben, einem gigantischen Tsunami, 20.000 Toten und der Havarie mehrerer Kernkraftwerksblöcke, um einen Vergleich zu haben.

Die aktuelle Schätzung für den Gesamtschaden in Japan liegt irgendwo zwischen 160 und 180 Milliarden Euro. Der Betrag wird sicherlich noch steigen, aber wir kennen auch noch nicht das ganze Ausmaß des Schadens.

Gestern haben die Finanzminister der Euro-Gruppe zur Rettung des Euros einen neuen 500 Milliarden Topf auf den Herd gesetzt. Deutschland wird 27 % der Suppe auslöffeln müssen, die uns der Euro und die auf den Euro gestützte, sinnlose Exportüberschusserzeugung und die ringsherum abzockende Spekulantenbande eingebrockt haben.

Deutschland muss jetzt erst einmal 21,81 Milliarden überweisen. Die verzischen wie das Meerwasser auf der heißen Kernschmelze. Dann muss Deutschland sich an Garantiezusagen über insgesamt 620 Milliarden Euro beteiligen und dafür mit rund 170 Milliarden Euro in die Haftung gehen. Der Betrag wird sicherlich noch steigen, denn wir kennen auch hier noch nicht das ganze Ausmaß des Schadens.

Da mögen nun blauäugige Experten in Scharen daherkommen und uns verkünden: "Es sind ja nur Garantien, da fließt ja kein Geld ..." - die Erfahrung lehrt klar und eindeutig: Wo immer ein Haufen Geld auf den Tisch gelegt wird, kommt einer, der es sich holt.

Wer also so naiv ist, zu glauben, man müsse dem Räuber nur klarmachen, dass sein ganzes Rauben sinnlos sei, weil man den Bestohlenen den Ersatz des Schadens garantiert, der lädt doch geradezu dazu ein, dass sich Räuber und potentielle Opfer gegen die Versicherung und deren Beitragszahler verabreden. Ganze Banden haben sich gebildet, die teure Autos mit Wissen und Billigung der Eigentümer gestohlen und ins Ausland verschoben haben - bis man den Diebstahl technisch so erschwert hat, dass die Karren ohne den Original-Schlüssel nicht mehr zu starten waren. Warum sollte das ausgerechnet dann anders sein, wenn es nicht um ein paar Millionen, sondern um viele Milliarden Euro geht?

Wahrscheinlich sind "naiv" und "glauben" aber die falschen Vokabeln. Vermutlich müsste man "gerissen" und "behaupten" sagen, aber das werden die Historiker frühestens in 100 Jahren zu erörtern wagen ...

Die neue Garantieverabredung ist die Einladung zu weiteren kriegerischen (Währungskrieg) Attacken auf die Steuerzahler und Staatsleistungsempfänger der Euro-Zone.

Alleine für Deutschland wird der (sinnlose) neuerliche Versuch, den Euro zu retten, damit mehr Schaden anrichten als Erdbeben, Tsunami und Reaktorkatastrophe in Japan zusammen.

Und damit nicht genug:

Wir haben uns ja nicht nur dem Euro auf Gedeih und Verderben ausgeliefert - von den Energieversorgern mit ihren Kernkraftwerken sind wir ebenfalls abhängig.

Pest und Cholera eben. Da kann man überhaupt nichts machen. So ist der Lauf der Welt.

 

Es reicht nicht, die Kernkraftwerke endgültig abzuschalten.

Man muss auch die Börsen schließen.


21. März 2011

09.30 Uhr Wieder mal ein Kriegsausbruch

An diesem Wochenende hat eine in sich uneinige Koalition, deren interne Verabredungen der Öffentlichkeit ebenso wenig klar dargelegt werden, wie ihre gemeinsamen Ziele. Von den Sonderzielen einzelner Willigenanführer gar nicht zu reden.

Grundlage ist eine UN-Resolution auf der Grundlage der seit 2005 von der UN vertretenen Auffassung:

Ein Staat habe die Verpflichtung, für den Schutz seiner Bürger zu sorgen. Wer dieser Verpflichtung nicht nachkommt, müsse dulden, dass die internationale Staatengemeinschaft diese Schutzverpflichtung übernimmt und Truppen entsendet.

Dass diese Doktrin problematisch ist, habe ich im Paukenschlag 2 /2010 "Innere Angelegenheiten" ausgeführt, den ich hier gerne noch einmal verlinke.

Dass sich diese Problematik in Libyen bald deutlich zeigen wird, ist zu befürchten. Dabei geht es mir weniger darum, dass sich aus der Einrichtung einer Flugverbotszone schon heute ein veritabler Angriffskrieg gegen Libyen entwickelt hat, der - zur Niederschlagung der Herrschaft Gaddafis - in einen Krieg mit Bodentruppen auf libyschem Gebiet übergehen wird, sondern um die Frage, wie viel Souveränität man Libyen - nach dem militärischen Sieg von Franzosen, Engländern und US-Amerikanern - wird zuerkennen können, und wie die Sieger diese Frage beantworten.

Es lohnt sich, an dieser Stelle ein bisschen nachzudenken.


20. März 2011

Das Bild vom Sonntag


19. März 2011


18. März 2011

09.45 Uhr Nun endlich doch der Sarkophag

Eine Woche hat es gedauert, bis die erlösende Meldung auftauchte:

Es ist nicht unmöglich, die Reaktoren mit Beton abzudecken.

Die verwirrenden und widersprüchlichen Meldungen über Fukushima zu verfolgen, war längst zur Qual geworden. Der größte Irrsinn aber war die Meldung, die seit gestern durch die Welt geisterte:

Es ist Dampf aufgestiegen, als wir Wasser auf das Abklingbecken schütteten, also war Wasser drin.

Nun, stellen Sie einmal einen großen Topf voll mit Wasser auf eine große Herdplatte und heizen das Ding nach besten Kräften auf.
Sie werden feststellen, dass erst gar nichts passiert, dass dann leichter Dampf aufsteigt, dass sich dann kleine Bläschen an den Topfwandungen bilden - und dann fängt es an zu sprudeln und richtig fett zu dampfen.
Dann schütten Sie eine ordentliche Menge kaltes Wasser dazu.

Was passiert?
Es hört auf zu dampfen!

WARNUNG!
Die weitere Anleitung bitte nur in Gedanken vollziehen.

Sie könnten schwere Verbrühungen und Verbrennungen erleiden, Ihre Wohnung und Ihr Hausrat werden mit hoher Wahrscheinlichkeit beschädigt!

Dann wiederholen Sie das Experiment, allerdings mit einem leeren Topf. Sie werden feststellen, dass erst gar nichts passiert, dann fängt es an komisch zu riechen, je nach Beschaffenheit des Topfes verändert sich die Oberfläche, Emaille platzt ab oder der Edelstahl zeigt bläulich schimmernde Verfärbungen. Wenn Sie das Licht ausschalten und die Jalousien runterlassen kann es sein, dass Sie den Topf glühen sehen.

So - und nun gehen Sie vorsichtshalber ein paar Schritte zurück und werfen irgendwie einen halben Liter kaltes Wasser in Richtung Topf.

Was passiert?
Es knallt, zischt, brodelt und eine große Dampfwolke steigt auf.

Dann knackt der Topf ein bisschen, noch mehr Emaille platzt ab - und dann glüht er wieder weiter.

Denken Sie sich Ihr Teil.

Ach ja, und dann ist da noch das Stromkabel. Daran sollen, so heißt es, in den Reaktorgebäuden die Kühlpumpen angeschlossen werden.
 
Es gibt aber keine Reaktorgebäude mehr, sondern nur noch Trümmerhaufen. In diesen Trümmerhaufen gibt es höchstwahrscheinlich jede Menge verschmorter Kabel, auch solche, die dahin führen, wo einmal Pumpen waren. Dort wo einmal die Pumpen waren, waren auch einmal die Rohre, durch die das vom Reaktor erhitzte Wasser zu den Turbinen, zum Abkühlen und wieder zurück in den Reaktor geführt wurde. Davon existieren wahrscheinlich auch nur noch durchlöcherte Bruchstücke. Was vor einer Woche durchaus noch hilfreich gewesen wäre, ist für den angedachten Zweck nicht mehr zu gebrauchen.
 
Alles was mit dem Strom, der womöglich heute noch auf dem Kraftwerksgelände verfügbar sein wird, angefangen werden kann, ist: Aggregate außerhalb der Reaktorgebäude anzutreiben, also entweder die von den Amerikanern versprochenen Hochleistungspumpen, um weiter Wasser aus dem Pazifik über die Reaktoren zu schütten und es mit strahlenden Partikeln belastet in den Pazifik zurücklaufen zu lassen (ein Entsorgungskonzept ist das nicht ...), oder das große Betonmischwerk und die Betonpumpen, die man braucht, um den Sarkophag anzufertigen.


17. März 2011

12.15 Uhr In jeder Hinsicht idiotengerecht 

Der Paukenschlag No. 11 des Jahres 2011


Vorab ein Hinweis in eigener Sache:
Meine (fast) täglichen Beiträge auf egon-w-kreutzer.de und die wöchentlichen Paukenschläge sind und bleiben kostenlos. Ich will auch nicht damit anfangen, zu Spenden aufzurufen. Doch wenn das Interesse von inzwischen ungefähr 3.000 regelmäßigen Erstbeziehern dieses Newsletters an den Neuerscheinungen des EWK-Verlags ein kleines bisschen größer wäre, würde ich mich darüber doch sehr freuen.

44 Tage mit Paul, Brieffreundschaft mit einem Abzocker
und Mein friedliches Vietnam sind seit Jahresbeginn erschienen.


Taschenbuch Hardcover Ganzleinen


und nun zum Paukenschlag:

In jeder Hinsicht idiotengerecht,
so muss die Begründung für Regierungshandeln in der Demokratie wohl sein.

Ich komme gleich auf die Atompolitik vor und nach Fukushima, um dies am aktuellen Beispiel zu belegen. Vorher ist jedoch ein klein wenig Theorie erforderlich, um zu verstehen, warum es so ist.

 16. März 2011

17.50 Uhr Wasserwerfer, doch für was gut?

Der havarierte Block 4 von Fukushima 1 soll nun mit Wasserwerfern gekühlt werden.
Der modernste in Deutschland verfügbare Wasserwerfer wirft immerhin pro Minute 1,2 Kubikmeter Wasser bis zu 65 Meter weit - und hat, in einem Dauerversuch über rund 1.000 Kubikmeter am Stück störungsfrei verspritzt.

Da der Wasserwerfer in Fukushima eher hoch als weit werfen muss, weil das Abklingbecken, in dem keineswegs schon abgebrannte - sondern nur wegen der Wartung aus dem Reaktor entfernte - Kernbrennstäbe zwischengelagert sind, irgendwo oben im Gebäude sitzt, wird der Werfer also nah heranfahren müssen.

Welchen Schutz die Fahrzeughülle gegen radioaktive Strahlung bietet, ist mir nicht bekannt. Besser als nichts ist es jedenfalls, aber wenn Hubschrauber wegen der Strahlendosis, die innerhalb von Sekunden auf die Besatzung einwirkt (reinfliegen in die Wolke, ablassen, rausfliegen) abgezogen werden mussten, dann können es die Besatzungen der Wasserwerfer kaum länger aushalten.

Was die Japaner bräuchten, ist nicht ein Wasserwerfer, der ja nur noch symbolische Wirkungen hervorrufen kann, sondern - wenn es die denn gäbe - eine Hochdruck-Betonpumpe, die 5 Kubikmeter Beton pro Sekunde über einen Kilometer treffsicher ins Ziel schleudert, dann könnten die 6 Reaktoren von Fukushima innerhalb von 5 Tagen unter einer 10 Meter mächtigen Betonschicht begraben werden - und das wird nötig werden, auch wenn es Monate dauern wird.

 

09.20 Uhr "rechtsstaatswidrig"

Dümmer geht's nimmer. Auf diesen Punkt könnte man die nun von Unions- und SPD-Politikern vorgetragene Klage bringen, die Abschaltung von sieben deutschen Kernkraftwerken sei "rechtsstaatswidrig".

Da sind also diejenigen, die gegen die Laufzeitverlängerung vor dem Verfassungsgericht klagen, traulich vereint mit jenen, die fürchten, ihre parlamentarischen Rechte vor lauter Davonschwimmen derselben bald gar nicht mehr wahrnehmen zu können, und mit jenen, denen der Ausstieg aus der Atomkraft als schlimmere Sünde erscheint, als der Übertritt vom Christentum zum Islam.

Eine tragische, eine komische Koalition!

Ich will ja nun weißgott nicht der Diktatur das Wort reden, auch nicht der temporären, aber wenn in einem Augenblick der Erkenntnis ein Saulus zum Paulus werden konnte, der nicht nur aufhörte, Christen zu verfolgen und umzubringen, sondern selber einer wurde, dann möge doch bitte die versammelte, vom Lichte der christlich-jüdisch-moslemischen Wurzeln erleuchtete Politelite, der Regierungschefin zugestehen, ebenfalls so unvermittelt und abrupt Umkehr und Reue zeigen dürfen.

Ja, Angela Merkel ist der Schock in die Glieder gefahren.

Ob dabei die Erkenntnis, dass auch Deutschland eine Katastrophe ähnlicher Größenordnung widerfahren könnte, und dass wir dabei ähnlich hilflos zusehen müssten, wie weite Landstriche auf Jahrtausende unbewohnbar werden, den Ausschlag gegeben haben mag,

oder ob die Erkenntnis, dass ein Beharren auf vordem eingenommen und standhaft verteidigten Standpunkten unabhängig vom atomaren GAU und Super GAU den politsichen Super GAU für die Regierung und die sie tragenden Parteien bedeuten könnte, die größeren Ängste ausgelöst hat, ist doch vollkommen egal.

Es gehen die ältesten und gefährlichsten deutschen Kernkraftwerke vom Netz.

Jetzt darum zu zetern, wie ein Wellensittich, dem man den Hirsekolben weggenommen hat, dass dies kein rechtsstaatlich begründeter Akt sei, ist so relevant, wie ein Nachbeben der Stärke 3,1 in Tokio. Man kann es zur Kenntnis nehmen, muss aber nicht.

Wichtiger wäre, jetzt alle Kraft daran zu setzen, diesen Beschluss vom Makel des bloßen Aussetzens für drei Monate zu befreien und ihn in eine dauerhafte Abkehr von der nicht beherrschbaren Technologie umzuwandeln.

Dafür lohnt es sich zu streiten.


15. März 2011
14. März 2011

16.16 Uhr Auf Befragen: Ja, alte Meiler müssen jetzt vom Netz

Auf Nachfrage eines Journalisten erklärte Frau Merkel sinngemäß, das Moratorium bedeute, dass Meiler, die nach der alten Ausstiegsregelung schon abgeschaltet hätten werden müssen, sofort vom Netz müssen.

Auf nochmalige Nachfrage: Sobald wir mit den Betreibern gesprochen haben.

Das hört sich gut an.

14.15 Uhr drehen und winden ...

Der Aussstieg aus dem Ausstieg der Kernenergie wird ausgesetzt. Nachdem die Zeit genutzt werden soll, um Prüfungen vorzunehmen, deretwegen sicherlich kein vom Aussetzen betroffener Reaktor vom Netz genommen wird, wird das Aussetzen nach Abschluss der Prüfungen durch ein einfaches Wiedereinsetzen beendet werden können. Das soll so ungefähr der Inhalt der Regierungserklärung sein, die für heute 16.00 Uhr angekündigt wurde. Wenn nicht mehr kommt, dann ist das

reine, schöne Vorwahlrhethorik ohne jede praktische Folge.

Nicht nur die sofortige Wiederinkraftsetzung der Ausstiegsgesetzgebung wäre jetzt geboten, sondern eine noch weit darüber hinausgehende Beschleunigung des vollständigen Ausstiegs!

Warum zieht diese Regierung nicht wirklich die Konsequenzen?

Was muss noch alles passieren, bis wir von dem Damoklesschwert "Atomkraft" erlöst werden?


14.00 Uhr Buchvorstellung

44 Tage mit Paul von Rainer Buck

Ein Buch, verblüffend wie ein Vexierbild.

Ob man dieses Buch zuerst als dramatische Liebesgeschichte liest, fiebrig gespannt, ob Paul und Natascha sich trotz aller Hindernisse am Ende "kriegen" werden, um sich beim zweiten Lesen kringelig zu lachen, über die skurrilen Ansichten Pauls und die immer neuen, sich täglich steigernden verrückten Geschehnisse, in die das ungleiche Paar hineinstolpert,

oder ob man beim ersten Lesen primär das Groteske der Situation wahrnimmt und erst in der stillen Stunde danach beginnt, über den ernsten Hintergrund nachzusinnen,

es lohnt sich, dieses Buch zu lesen. Wahrscheinlich sollte man es sogar zweimal lesen.

Denn erst beim zweiten Lesen wird wirklich klar, welche Mechanismen dazu führen, dass vernünftige Menschen, die mit beiden Beinen fest im Leben stehen, urplötzlich von religiösen Gefühlen ergriffen werden und dabei in Gefahr geraten, zu Anhängern schwärmerischer und fundamentalistischer Lehren zu mutieren.

Rainer Buck führt es faszinierend hintergründig vor. Indem er das Spannungsverhältnis zwischen christlichem Glauben und religiösem Fundamentalismus in vielen, scheinbar banalen Alltagserlebnissen sichtbar macht, öffnet er den Weg für eine befreiende Diskussion, aus der Skeptiker, Suchende und Gläubige jedes Schweregrades mit Gewinn hervorgehen können.

(Egon W. Kreutzer, 14. März 2011)


10.00 Uhr Sie argumentieren ganz genau so, wie am Freitag befürchtet

Ordnen Sie die nachstehenden Argumentationsmuster den 99 beliebtesten deutschen Atompolitikern zu und senden Sie Ihre Antworten an den Dachverband der deutschen Atomspaltungswirtschaft. Unter allen Einsendern werden 40 Millionen Gewinner ausgelost. Den Gewinnern und ihren Familien winken komfortable Tribünenplätze für die gesamte Veranstaltungsdauer beim nächsten zentraleuropäischen Super-GAU, Reisekosten, soweit erforderlich, inbegriffen.

  • Es ist doch wissenschaftlich unredlich, Fukushima nicht als das zu bezeichnen, was es war, nämlich eine Naturkastrophe. Wer da jetzt schon wieder eiligst sein parteipolitisches Anti-Atom-Süppchen daran kochen will,
    statt alle Kraft einzusetzen, den Betroffenen Hilfe zukommen zu lassen, stellt sich doch selbst ins Abseits.
  • Deutsche Kernkraftwerke sind sicher. Unsere Ingenieure haben jedes unvorhersehbare Ereignis im Rahmen der wirtschaftlichen Verträglichkeit berücksichtigt. Noch mehr vermeintliche Störfallsicherheit und hinreichende Versorgungssicherheit sind unvereinbar.
  • Eine Brücke ist dazu da, Flüsse, Seen, ja sogar Meere trockenen Fußes zu überqueren. Außer Jesus ist das noch niemandem ohne Brückentechnologie gelungen.
  • Die Rente ist sicher, die Spareinlagen sind sicher, der Euro ist sicher, alles in Deutschland ist sicher. Das ist seit Karl dem Großen so. Mindestens.
  • Fukushima ist eine absolute Ausnahme, ein bedauerlicher Einzelfall, aber ein Einzelfall. Mann kann doch nicht wegen eines faulen Apfels gleich den ganzen Korb wegwerfen.
  • Ich habe noch gestern Abend eine Kommission berufen, mit dem Auftrag, die in den letzten hundert Jahren an deutschen Küsten aufgelaufenen Tsunamis und deren Zerstörungskraft im Hinblick auf die Sicherheit von Stade, Biblis und Ohu zu untersuchen. Wie ich soeben aus den Reihen der Kommission höre, besteht eine derartige Gefahr in Deutschland nicht.
  • Physiker wissen, dass alles auf der Welt aus Atomen besteht. Warum also sollten sie Angst davor haben?

 

13. März 2011

Das Bild vom Sonntag


12. März 2011

09.25 Uhr Flüchtige Gedanken

zur Verteidigung einer unverzichtbaren
Brückentechnologie 

  • Es ist doch wissenschaftlich unredlich, Fukushima nicht als das zu bezeichnen, was es war, nämlich eine Naturkastrophe. Wer da jetzt schon wieder eiligst sein parteipolitisches Anti-Atom-Süppchen daran kochen will,
    statt alle Kraft einzusetzen, den Betroffenen Hilfe zukommen zu lassen, stellt sich doch selbst ins Abseits.
  • Deutsche Kernkraftwerke sind sicher. Unsere Ingenieure haben jedes unvorhersehbare Ereignis im Rahmen der wirtschaftlichen Verträglichkeit berücksichtigt. Noch mehr vermeintliche Störfallsicherheit und hinreichende Versorgungssicherheit sind unvereinbar.
  • Eine Brücke ist dazu da, Flüsse, Seen, ja sogar Meere trockenen Fußes zu überqueren. Außer Jesus ist das noch niemandem ohne Brückentechnologie gelungen.
  • Die Rente ist sicher, die Spareinlagen sind sicher, der Euro ist sicher, alles in Deutschland ist sicher. Das ist seit Karl dem Großen so. Mindestens.
  • Fukushima ist eine absolute Ausnahme, ein bedauerlicher Einzelfall, aber ein Einzelfall. Mann kann doch nicht wegen eines faulen Apfels gleich den ganzen Korb wegwerfen.
  • Ich habe noch gestern Abend eine Kommission berufen, mit dem Auftrag, die in den letzten hundert Jahren an deutschen Küsten aufgelaufenen Tsunamis und deren Zerstörungskraft im Hinblick auf die Sicherheit von Stade, Biblis und Ohu zu untersuchen. Wie ich soeben aus den Reihen der Kommission höre, besteht eine derartige Gefahr in Deutschland nicht.
  • Physiker wissen, dass alles auf der Welt aus Atomen besteht. Warum also sollten sie Angst davor haben?



     09:18 Uhr
    Die Nachrichtenagentur Reuters meldet unter Berufung auf den japanischen Fernsehsender NHK, die Außenhülle des Reaktor sei abgesprengt worden.

    09:15 Uhr
    Fernsehbilder des japanischen TV-Senders NHK deuten darauf hin, dass bei der Explosion Teile der Gebäudehülle des Reaktors Fukushima 1 weggebrochen sind.

11. März 2011

09.50 Uhr Japan erlebt die schwerste Naturkatastrophe seiner Geschichte 

Ein wichtiger Grund, innezuhalten.

Unser Mitgefühl ist bei den betroffenen Menschen. Wie viele ihr Leben, ihre Gesundheit, ihre Wohnung, ihr Hab und Gut verloren haben, werden wir erst in den nächsten Wochen überschauen können.

Eine Welle der Hilfsbereitschaft wird den verheerenden Tsunami-Wellen folgen.

Da sollten wir uns beim Innehalten fragen, warum es immer erst einer Katastrophe bedarf, bevor Menschen sich daran erinnern, dass wir alle Brüder sind, warum wir uns so leicht gegeneinander aufhetzen lassen, warum wir, solange die Erde nicht bebt, alles daran setzen, die "Konkurrenz" auf den Weltmärkten zu überflügeln und so - ohne dass die Ursache so einfach sichtbar wäre - in einem gigantischen Wirtschaftskrieg skrupellos größtmögliche Schäden an Wohlstand und Lebensqualität bei unseren Brüdern anrichten.

Wenn wir nach dem Tsunami einfach so wieder zum "business as usual" zurückkehren, war dann das ganze Mitgefühl nicht einfach nur Heuchelei?


10. März 2011

11:30 Uhr ... kam ein Wasserwerfer des Wegs

Nach dem sich die öffentliche Aufgeregtheit um S21 gelegt hat - was nicht heißt, dass der Widerstand erlahmt sei, er wird nur totgeschwiegen - halte ich die Zeit für gekommen, eine ebenfalls unaufgeregte Analyse vorzulegen, in der die Frage nach der Rechtmäßigkeit der Gewaltanwendung eines demokratischen Staates gegen seine eigenen Bürger gestellt - und beantwortet wird.

Wo Bürger mit harten Wasserstrahlen wie Kehricht von der Straße gefegt werden, und die Verantwortlichen wissen lassen, dass sie dies für eine ganz normale, vollkommen gerechtfertigte Aktion halten, ist die Zeit zum Nachdenken überreif.

In Baden-Württemberg wird am 27. März gewählt.

Eine Katastrophe, wenn die Wasserwerfer wieder die Mehrheit gewönnen!

09.05 Uhr Peinlichkeiten des Tages

Ein wegen wohlbegründeter Plagiatsvorwürfe vom Amt Zurückgetretener, gegen den die Staatsanwaltschaft inzwischen ein Ermittlungsverfahren eröffnet hat, wird nichtsdestotrotz mit einem Großen Zapfenstreich geehrt.

26.000 Lokomotivführer werden derweil bezichtigt, Ihre "Machtstellung" zu missbrauchen, weil sie nichts anderes fordern und durchsetzen wollen, als gleichen Lohn für gleiche Arbeit.

Dass die Republik unter dem Preisdiktat der Vorstände und Aktionäre von nur vier großen Energiemultis weit mehr und nicht nur während kurzer Streiktage, sondern ganzjährig leidet, wird geflissentlich unter den Tisch gekehrt. Gewinne sind gut - Löhne sind schlecht, so ist das im Kapitalismus, und gleiche Löhne für gleiche Arbeit sind ganz schlecht, weil man die Leute dann nicht mehr so leicht gegeneinander aufhetzen kann.
 
Dass der Begriff "Zapfenstreich" davon kommen soll, dass zu Landsknechtszeiten ein Kreidestrich ans Bierfass gemalt wurde, wie es die Halterner Zeitung am ersten Oktober 2009 verbreitete:
Zitat:
 
Der Begriff stammt aus der Zeit der Landsknechte und war das Zeichen für den Beginn der Nachtruhe in den Quartieren. Im Jahre 1596 wurde erstmals ein Abendsignal in Verbindung mit dem „Zapfenschlag“ erwähnt.
Der Name leitet sich davon ab, dass ursprünglich zu bestimmter Stunde ein Kreidestrich über den Zapfhahn der Fässer gemacht wurde, um das Verbot des weiteren Getränkeverkaufs kontrollieren zu können.
Eine andere Erklärung ist, dass zum Zeichen des Feierabends mit dem Säbel der Wache auf den Zapfen der Bierfässer geschlagen (gestrichen) wurde.
Heute wird dieser traditionelle Begriff für den Beginn der Nachtruhe immer noch in Heer und Luftwaffe und im österreichischen Militär verwendet. Der Zapfenstreich ist in der Bundeswehr auf 23 Uhr festgelegt.
Der Große Zapfenstreich ist Teil der in der deutschen Bundeswehr gepflegten Militärtradition und wird heute insbesondere zur Ehrung von Persönlichkeiten vorgenommen.
 
Zitat Ende
 

 

erachte ich jedoch für eine fromme Legende. Soldaten waren immer raue Gesellen und zu derben Späßen aufgelegt - und von einem Kreidestrich, der von jedermann jederzeit mit einem eigenen Kreidestück nachgeahmt werden konnte, hat sich bestimmt niemand vom Weitersaufen abhalten lassen.


9. März 2011

08.30 Uhr Rezension zur Brieffreundschaft 

Gestern um 23.38 Uhr ging die nachstehende Rezension von Christine Fürstenfelder bei uns ein.

Schmunzeln und Staunen waren meine Empfindungen während und nach Lesen des Buches.

Imponiert hat mir im Buch, dass man, die nötigen PC-Kenntnisse vorausgesetzt, als Geschädigter/Betroffener sehr wohl tätig werden und durchaus ermitteln kann, wer einen da so unverfroren übers Ohr hauen will.
Es könnte natürlich auch gefährlich werden, sich mit Verbrechern -und das sind diese "Geschäftsleute" - auf ein Gefecht einzulassen.Man weiß ja nie....

Gerne hätte ich am Ende des Romans gelesen, dass man doch den einen oder anderen Täter erwischt, angeklagt und verurteilt hätte. Und sollte es tatsächlich besagte Urteile von Amtsgerichten geben, die rechtskräftig sind, obwohl sie fingiert wurden, durch gekaufte, angeblich Schuldige?
Das ist beängstigend, ebenso das Nicht-tätig-Werden unserer Justiz.

Vor Jahren tappte ein Familienmitglied in eben solch eine Falle. Und es existierte auch ein Forum, in dem wir uns mit einer großen Anzahl Betroffener austauschten.....
Damals attakierte uns ein hatnäckiger Anwalt aus Nordrhein-Westfalen mit Zahlungsaufforderungen.
Nach vierwöchiger Korrespondenz, die wir allerdings, ängstlicherweise stets frankierten, war die Sache zu unseren Gunsten ausgestanden.
Den letzten geharnischten Brief unseres Sohnes, in dem er andeutete, ihn, den Herrn Anwalt ebenfalls bei Gericht anzuzeigen, wegen Belästigung und Nötigung, unterschrieb unser Sohn mit seinem Namen und der Bezeichnung seines Berufes "Justizfachangestellter".

Danach kam nichts mehr vom Abzocker.
Wir haben den Vorfall bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und Hessens gemeldet, die in der Sache schon tätig waren. Der Wohnort des Anwaltes wurde bekannt und tagelang massiv von Bürgern belagert, das sendete auch das Fernsehen mehrmals. Diese Art Publicity mögen die Abzocker und Co. am wenigsten.

Selbstredend ist im Internet Vorsicht angebracht, bevor man irgendwo ein Häkchen aktiviert und/oder seine Daten eingibt, das haben wir daraus gelernt.

Alles in allem ist das Buch aufklärerisch und sehr zu empfehlen..............

Freundliche Grüße

Christine Fürstenfelder


Andreas Sterntal,
Brieffreundschaft mit einem Abzocker

205 Seiten, Hardcover-Ausgabe, 16,90 Euro
direkt vom Verlag


8. März 2011

10.15 Uhr China und der Yüan 

Vor ein paar Tagen vermeldete die Presse, China wolle seinen Außenhandel in Yüan abwickeln. Die FAZ berichtete sogar schon davon, dass die deutschen Banken die Einrichtung von Renminbi-Yüan Konten vorbereiten.

Das klingt harmlos, kommt aber einer Revolution gleich, von der die gesamte Welt betroffen sein wird. Schließlich tritt damit eine Währung auf die Bühne der frei Konvertierbaren*), hinter der eine gigantische Wirtschafts- und Exportleistung steht. Wenn Chinas Außenhandel künftig in Yüan abgewickelt wird, werden in gleichem Umfang, wie der Yüan zum Einsatz kommt, Dollar- und Euro-Guthaben verdrängt.

*)wenn der Umtausch von Yüan in Fremdwährung zunächst auch noch einzig der chinesischen Zentralbank vorbehalten sein soll, was aber aufgrund des jetzt schon erkennbaren Yüan-Hungers der westlichen Wirtschaft praktisch keine Rolle spielen wird

Die Etablierung einer neuen Währung bedeutet zunächst einmal das Auftreten zusätzlicher Liquidität auf den Weltmärkten. Diese zusätzliche Liquidität wird das Kreditgeschäft der Banken auf Dollar- und Euro-Basis massiv beeinträchtigen und die "Gleichgewichte" (so man davon noch sprechen kann) in den Devisenreserven der Zentralbanken ins Wanken bringen.

Denn damit das Ausland in China mit Yüan einkaufen kann, muss China vorher massiv Yüan für seine Einkäufe im Ausland ausgeben. Das spricht dafür, dass China versuchen will, sich einer ausgeglichenen Handelsbilanz anzunähern, also Exporte und Importe ins Gleichgewicht zu bringen.

Damit fordert China nun den Gegenwert für die in langen Jahren eingesammelten Papiergeldberge vom Rest der Welt ein - und behält dabei sogar (und das ist das besonders Aufregende und Raffinierte) seine Dollar-Reserven zurück.


7. März 2011

16.15 Uhr Griechenland ---- B 1 --- versenkt!

Seit heute gelten griechische Staatsanleihen als hoch spekulativ. Dieses Urteil hat die Rating-Agentur Moody's abgegeben und damit nicht nur Griechenland, sondern der gesamten Euro-Zone und ihrem Griechenland- Rettungsversprechen die Seriosität abgesprochen.

Abgesehen davon, dass die Seriosität von Rating-Agenturen womöglich weit geringer einzuschätzen ist, als die Seriosität irgendeines Mitgliedslandes der EU, kann die neuerliche negative Einschätzung griechischer Staatsanleihen nur als gezielte Provokation der Euro-Länder und der EZB angesehen werden, als eine Kampfansage an den Euro, die zu gewagt ist, als dass deren Ziel nur in noch höheren Zinsen oder noch höheren Garantiezusagen der übrigen Euro-Länder liegen kann.

Die Entwicklung war abzusehen und wird, auch wenn sich die Euro-Schicksalsgemeinschaft zu weiteren Rettungsschirmen verleiten lässt, erst dann ein Ende nehmen, wenn man die gierigen Gläubiger nicht mehr hofiert und bedient, sondern konsequent auf die Fresse fallen lässt.

Es ist eingetreten, was ich am 15. April letzten Jahres in einem Paukenschlag mit dem Titel "Griechenland als Chance verstehen" prognostiziert habe. Die weiteren Ausführungen dort haben noch immer ihre Gültigkeit - und werden wohl wieder in den Wind geschlagen. Lesen Sie einfach noch einmal nach.

 

 

 

Links zu Seiten, die ich gerne empfehle:

Nachdenkseiten
Na klar, wer liest die nicht?
http://www.nachdenkseiten.de/
taz
noch ein MUSS
http://www.taz.de
Junge Welt
Die Tageszeitung im Netz
http://www.jungewelt.de
Sozialticker
Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
http://www.sozialticker.com/
Campact
dem Bürgerwillen Gehör verschaffen
http://www.campact.de
Mag Wompel
das labournet - die Gewerkschaftslinken
http://www.labournet.de
Gert Flegelskamp
ein geradliniger Querdenker
http://www.flegel-g.de/
Dr. Harald Woszniewski
Meudalismus
http://www.meudalismus.dr-wo.de/
Norbert Rost,
Regionalwährungen und viel mehr
http://feldpolitik.de
Theater Macht Staat - ein Theaterprojekt zur Rückeroberung der Macht über unser Leben
http://www.theater-macht-staat.com/
Politik-Poker
aus unterschiedlichen Blickwinkeln...
http://www.politik-poker.de
Berlin unzensiert
Eine Seite für die Bevölkerung
http://www.berlin-unzensiert.de/
Forum DL 21
Die SPD-Linken
http://www.forum-dl21.de/
Bürgermeinungen
hier schreiben Bürger ihre Meinung
http://www.buergermeinungen.de/
Cleanstate e.V.
H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
http://www.cleanstate.de/start.html
Statistisches Bundesamt
viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
http://www.destatis.de
 
   

Die Selbstähnlichkeit der Erscheinungen der Realität ist so groß, dass der winzige Ausschnitt, den der Einzelne davon wahrzunehmen in der Lage ist, vollkommen ausreicht, um sich ein brauchbares Bild des Ganzen zu machen - so man nur will. 

  Nachrichten vom Tage


 

 

Paukenschlag am Donnerstag aktuell:

 
Wir entwickeln das Mini-Pumpspeicher-Kraftwerk

EWK-Verlag

Überblick
Neuerscheinungen:
 

44 Tage mit Paul

Liebe, Gott und
Rock 'n' Roll

Rainer Buck hat diese Synthese gewagt.

 

 

Brieffreundschaft mit einem Abzocker

Roman um Fallensteller im Internet

Hardcover-Ausgabe

Mein friedliches Vietnam

Roman

Ganzleinen-Ausgabe

Lass dir den Himmel nicht entsternen

illustrierter Gedichtband

Hardcover-Ausgabe

Das Geheimnis
des Billriffs

ein Juister Inselkrimi

Taschenbuch

Bari - Gleis 4

eine ungewöhnliche Liebesgeschichte

Hardcover-Ausgabe

 Krankenhaus-
Geschichten

Heiteres und Besinnliches rund um OP und Intensivstation

 U(h)r-Typen

Michael Brückner porträtiert Uhren-Manufakturen und Ateliers

Hardcover-Ausgabe

Exzellenz in der Nische

Uhrenmanufakturen

Hardcover-Ausgabe

Wer weiß schon,
wie tief
der Fluss
unter
der Brücke ist

Roman

Erlegte Jäger

der zweite
Eifel-Krimi von
Winfried Pohl

Falschgeld

Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit



Gesamtprogramm:
 

 
Alles über das Geld
 

 
Gastbeiträge
  • Alexander Czerny
  • Freimut Kahrs
  • Dr. Dieter Petschow
  •  

      Statistik der Arbeitsplatzvernichtung
  • Aktuelle Meldungen
  •  

     
    Der Patient ist die Lösung
     

    Konzept für die Finanzierung des Gesundheitswesens

     

     
    EU - Probleme

     
     
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     Egon W. Kreutzer, Portrait

     

     

    Egon W. Kreutzer

    Autor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

    Kritik

    muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

    Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

    Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.

     


    Was war das denn?

    egon-w-kreutzer.de
    mit Piano?

    Nun, so klingt Harry Kulzer


    - über zwanzig Jahre nach Pogo in Togo -

    heute.

    Mehr von diesem Sound bei

    Table for two
     
    Harry Kulzer
     
    Wolfgang Opitz
    Thomas Froschmaier
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     

    Die BILDer vom Sonntag

    Paukenschlag aktuell

    AV

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