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    der 7. März 2011
    markiert den Beginn einer neuen Epoche,

    was sich unter anderem darin äußert, dass die Tageskommentare seitdem für Sie im Archiv verfügbar bleiben.
    Kindergesundheit und Methylphenidat
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     Egon W. Kreutzer, Portrait

     

     

    Egon W. Kreutzer

    Autor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

    Kritik

    muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

    Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

    Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.

     



    Was war das denn?

    egon-w-kreutzer.de
    mit Piano?

    Nun, so klingt Harry Kulzer


    - über zwanzig Jahre nach Pogo in Togo -

    heute.

    Mehr von diesem Sound bei

    Table for two
     
    Harry Kulzer
     
    Wolfgang Opitz
    Thomas Froschmaier
     


    Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf.

    (Johann Wolfgang von Goethe)


    7. September 2011

    09.50 Uhr Katzenjammer in der Talkshow-Szene

    Die sich selbst gerne - trotz Zwangsgebührenerhebung - als free-tv bezeichnende ARD erreicht mit ihren vier Talkshows zu wenige Zuschauer, berichtet der Stern.

    Kein Wunder.

    Seit Sabine Christiansen mit ihrer Talkshow begann, und das Format vielen noch frisch und unverbraucht vorkam, haben die Zuseher doch das Prinzip aller dieser Sendungen erkannt.

    Einige Exemplare aus dem harten Kern von kaum mehr als hundert diskussionserfahrenen Prominenten mit dem richtigen - schwarzen oder gelben - Parteibuch bilden die Grundausstattung jeder Diskussionsrunde und sind, mindestens gemeinsam mit dem Moderator grundsätzlich in der Überzahl. Dazu kommen ein oder zwei Exoten (Reinhold Messmer oder Roberto Blanco, z.B.), die mit ihren Meinungen zwar Farbe, aber hauptsächlich Verwirrung in die Sendung bringen, und dazu kommt dann zum jeweiligen Thema das passende Schlachtopfer: Ein Mitglied der Linken, oder ein Gewerkschaftler, auch mal jemand aus der SPD mit speziellen Ansichten, die es gerade niederzumachen gilt.

    Das Opfer wird erst vom Moderator provoziert, darf anschließend solange antworten, bis es nahe an den Kern seiner Aussage herankommt und wird dann von den Platzhirschen der Runde unterbrochen, ob sachlich oder unsachlich, ob süffisant oder scheinbar wohlmeinend, das ist egal. Und wenn das nicht rechtzeitig geschieht, dann unterbricht Moderator(in) den Redefluss und behauptet, das sei nicht die Frage gewesen oder das gehöre jetzt nicht hierher, und so weiter und so fort.

    Am Ende ist die abweichende Meinung des Opfers in einer so entstellten Form herübergekommen, hat sich das Opfer gegen die Übermacht so wenig durchsetzen können, dass der Zuschauer den Eindruck hat, bei den anderen besser aufgehoben zu sein. Und das ist der ganze Zweck der Übung.

    Wer eine Talkshow ansieht, weil er Oskar Lafontaine oder Gesine Lötsch hören will, wer sich von Heiner Flassbeck oder Prof. Hankel verspricht, dass sie Licht und Erleuchtung in eine Talkrunde bringen, wird immer enttäuscht wieder abschalten.

    Und alle anderen, die rein interessehalber mal reinschauen, schalten auch gleich wieder weg. Die Sprüche, die in den Talkshows vermittelt werden, kann man kürzer und präziser auch in den Nachrichten sehen und hören. Da kann man seine Spätabendstunden besser nutzen.

    Daran wird auch Günther Jauch als neuer Talk-Hoffnungsträger der ARD nichts ändern, außer er macht eine flache, lustige, sexige, apolitische Show, da werden ihm seine Fans und Anhänger folgen - und dann sind die schon wieder mal versorgt und machen sich keine Gedanken über Wirtschaft und Politik.

     


    6. September 2011

    23.15 Uhr Nachtgedanken

    Die Kommunikation zwischen Menschen ist eine höchst komplexe Angelegenheit.
    Lassen Sie mich ein wenig darüber philosophieren.

    Die besten, wohlgemeinten Worte laufen ins Leere, wenn der Gesprächspartner böse Absicht unterstellt. Das ist wohl noch verständlich.

    Doch auch dann, wenn beide an einem Dialog interessiert sind, verbinden beide doch mit vielen Worten unterschiedliche Bedeutungen. Worte sind an Erfahrungen, an Erinnerungen geknüpft. Ein Vegetarier wird es nicht als angenehm empfinden, wenn im Gespräch der wunderbare Geschmack eines kurz gebratenen Rinderfilets gelobt wird, während dem Gourmet dabei sprichwörtlich das Wasser im Munde zusammenläuft.

    Auch das ist noch verständlich. Und wer dem Vegetarier gegenüber achtsam ist, wird solche Schilderungen in seiner Gegenwart vermeiden.

    Ganz anders ist es bei Worten und Wendungen, die wir tagtäglich gebrauchen, ohne uns noch des tieferen Sinnes zu gewärtigen.

    Ein einfaches Beispiel:

    Der Unterschied zwischen "reden" und "sprechen".

    Wie oft sagen wir gedankenlos: "Wir haben miteinander geredet."

    Reden aber ist ein einseitiger Akt. Reden werden gehalten, vom Pult, vom Podium herab. Der Redner ist der, dem alle zuhören, der Redner hat eine gewisse Autorität, während seiner Rede haben alle anderen zuzuhören. Reden ist einseitige Kommunikation, meist belehrende, zumindest informierende, oft manipulierende.

    Wer miteinander redet kann daher kaum zu einem Konsens kommen. Sehen Sie sich doch nur die Debattenreden im Bundestag an. Jeder Redner trägt vor, was er vortragen will, und wenn einmal einer - was selten ist - auf die Argumente eines Vorredners eingeht, dann nur, um ihn damit anzugreifen.

    Ganz anders ist es, wenn in einer Runde miteinander gesprochen wird. Miteinander sprechen ist wohltuend. Jeder kann sprechen. Jeder kann seine Gedanken vermitteln, jeder kann beim Miteinander-Sprechen auf den anderen eingehen, ohne damit das Gesicht zu verlieren. Wir sprechen miteinander, um uns auszutauschen.

    Sich diesen Unterschied bewusst zu machen, die Worte "reden" und "sprechen" ganz bewusst zu gebrauchen, hilft nicht nur, besser verstanden zu werden und erfolgreicher zu kommunizieren: Alleine die Aufmerksamkeit auf diesen Unterschied zu lenken, bewirkt auch Veränderungen im eigenen Denken und Verhalten. Denk- und Argumentationsmuster werden durchbrochen, und es werden günstigere Ergebnisse erzielt.

    Und weil wir schon dabei sind:

    Es macht auch einen großen Unterschied, ob wir "über" oder "von" etwas sprechen.

    Wer über seine Nachbarin, seinen Kollegen, seine Kinder spricht, stellt sich über sie, stellt ein Gefälle her, erzeugt eine Rangreihe, eine Hierarchie, und stellt sich selbst über den Gegenstand des Gesprächs.

    Das bleibt nicht ohne Folgen. Die mit dem "über" jemanden Sprechen erzeugte Spannung sucht einen Ausgleich, es werden Aggressionen geweckt, und am Ende steht oft der unten, der vorher "über" den anderen gesprochen hat.

    Wer "von" jemandem spricht, kann die gleichen Aussagen machen, ohne sich selbst über den anderen zu erheben.

    Sich dies bewusst zu machen, führt ebenfalls zu einer verbesserten, erfolgreichen Kommunikation - und dazu, auch die Wertungen und Urteile, die mit dem Gesprächsinhalt verknüpft sind, angemessener zu treffen.

    Wer kein professioneller Redner ist, oder sein muss, tut daher gut daran, in Zukunft lieber "von jemandem zu sprechen" als "über jemanden zu reden".

    Diese Zusammenhänge hat Mechthild R. von Scheurl-Defersdorf erforscht, dokumentiert und für jedermann zugänglich gemacht. Ihr Institut "LINGVA ETERNA" verbreitet das Wissen um eine bessere Kommunikation in Seminaren und mit diversen Informations- und Übungsmaterialien.

    Wer die Unterschiede zwischen "Reden" und "Sprechen" oder "über" und "von" während zwei oder drei Wochen bewusst und konsequent in seiner eigenen Kommunikation beachtet, wird sich im eigenen Denken positiv verändern und erfolgreicher kommunizieren.

    Davon bin ich überzeugt, und deshalb biete ich die LINGVA ETERNA Materialien seit Kurzem über den EWK-Verlag an, versandkostenfrei innerhalb Deutschlands.

     

    17.30 Uhr Psychisch krank - 38% aller Europäer (kann das wahr sein?)

    Die Ärztezeitung berichtet von einer jüngeren Studie, derzufolge im Jahr 2010 etwa 38 Prozent aller Europäer, also rund 165 Millionen Menschen eine psychische Störung hatten.

    Die Studie kommt zu dem Schluss, dass psychische Störungen in Europa inzwischen zur größten gesundheitspolitischen Herausforderung geworden sind. Nicht nur, weil weit mehr Menschen betroffen sind als bisher angenommen, auch weil nur die wenigsten von ihnen ärztliche Hilfe erhalten.

    Der Studie zufolge ist die Depression die in Europa am stärksten verbreitete Krankheit, weit vor Herz-Kreislauf-Problemen, Tumoren und allen anderen Erkrankungen.

    Innerhalb der psychischen Erkrankungen führt wiederum die Depression die Rangliste an.

    Was lässt sich aus diesem Bericht der Ärztezeitung schließen?

    Nimmt man alles für bare Münze,

    dann dürfte Europa vor psychisch Kranken überquellen, schwere Depressionen bedrückten das Leben von zig-Millionen Menschen, und es wäre nach den Ursachen zu suchen, die der Auslöser für die psychischen Störungen sind. Man käme sicherlich auf viele Einflüsse, die in ihrer Gesamtheit psychisch krank machen. Vom Stress im Beruf, vom Stress, mit sehr wenig Geld auskommen zu müssen, vom Stress, den der Körper durch falsche, und nicht artgerechte Ernährung erleidet, vom Stress in Schulen und Universitäten, die keine Lernorte mehr sind, sondern Wissensreproduktionsanstalten, vom Stress auf überfüllten Straßen, in übervölkerten Städten, von den vielen Ängsten, die geschürt werden, um uns Kriegen und Bankenrettungen zuzustimmen, von den vielen Lügen, und, und, und ...

    Und man hätte Anlass, gegen diese Ursachen anzugehen.

     

    Nimmt man die ganze Studie und ihre Verbreitung für die neueste Marketing-Idee des Medizinisch-technisch-pharmakologischen-Komplexes,

    dann dürften die Zahlen wirklicher, ernsthafter, behandlungsbedürftiger psychischer Erkrankungen, die also deutlich mehr sind, als wechselnde Stimmungen, vorübergehender Frust oder vorübergehende Übermotivation, wohl um den Faktor 10 kleiner anzusetzen sein.

    Doch Pharma-Industrie und Psychologisch-Psychiatrische Praxen benötigen offenbar diesen statistischen Hintergrund, um ein neues, sehr großes Klientel zu erreichen. Menschen, die anfangen bis drei zu zählen und dann meinen, ich bin der dritte, meine Missstimmung ist behandlungsbedürftig, zum Arzt rennen, sich Pillen verschreiben lassen - und auch damit nicht glücklicher werden, was eine lange, lange Fortsetzung der Behandlung ermöglicht.

    Europa - ein Kontinent der psychisch Gestörten?

    Das kann ja wohl nicht wahr sein.


    5. September 2011

    13.30 Uhr Die absolute Mehrheit der Nichtwähler in Mecklenburg-Vorpommern

    Etwa 48 Prozent, also fast die Hälfte der Wahlberechtigten in Mecklenburg-Vorpommern sind am Sonntag als Nichtwähler nicht zur Wahl angetreten.
    Ihre Stimmen wurden nicht abgegeben und folglich nicht gezählt.

    Nichtwählen kann viele unterschiedliche Gründe haben, von Desinteresse bis zur ganz bewussten Stimmenthaltung, aber hinter allem steht eine Ursache: Die Erkenntnis, dass die Wahlentscheidungen der Bürger letztlich keinen wirklichen Einfluss auf die Politik haben, eine Ursache, die im Wahlrecht, in der Ausgestaltung unserer repräsentativen Demokratie und im weitgehenden Fehlen basisdemokratischer Entscheidungsprozesse liegt.

    Gäbe es so etwas, wie eine Partei der Nichtwähler, der automatisch alle nicht abgegebenen Stimmen zugeschlagen würden, sie hätte am letzten Sonntag einen haushohen Wahlsieg feiern können.

    Die Rangreihe der Parteien sähe so aus:

    Partei % Stimmen % Sitze
     Nichtwähler 48,0  54,4 
     SPD 18,6 21,1 
     CDU 12,0 13,6 
     Linke 9,6 10,9 
     Grüne 4,4

     NPD 3,1

     Sonstige 3,0

     FDP 1,3 

     Summe  100  100

    Die Nichtwähler hätten die absolute Mehrheit und könnten die angestrebten Verbesserungen, die notwendig wären, um dem Postulat: "Alles Staatsgewalt geht vom Volke aus" endlich Wirksamkeit zu verleihen.

    Die Partei der Nichtwähler ist schon gegründet.

    Was sie will, wie sie sich den Weg dahin vorstellt, wie Sie sich anschließen können, hat Werner Peters in seinem Buch "Partei der Nichtwähler - der schlafende Riese" zusammengefasst.

    Machen Sie mit, wecken Sie den schlafenden Riesen - und gehen Sie mit in das Abenteuer, mehr Demokratie nicht nur zu wagen, sondern durchzusetzen.

     

    zur LeseprobeUnd wo erscheint ein so mutiges, ganz und gar nicht dem Mainstream folgendes Buch?

    Ja, im EWK-Verlag.

    Der Verlag, dessen Motto ist:

    "Wir machen Bücher möglich"

    Wichtige Bücher, die es sonst höchstwahrscheinlich nicht geben würde.

    Dieses wichtige Buch aus dem EWK-Verlag können Sie ganz einfach von hier aus bestellen:

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    4. September 2011

    konzentrische Kreise

    Das Bild vom Sonntag

     

    und hier noch eine Zuschrift, die - so glaube ich - geeignet ist, die mit dem Bild vom Sonntag ausgedrückte Sonntagsstimmung zu vertiefen.

    Sigrid Herwig schreibt mir heute:

     

    Lieber Herr Kreutzer,

    ich möchte mich herzlich bedanken für alles, was Sie und Frau Engl mir bisher ermöglichten. Ich danke Ihnen für Ihre Webseite, für alle Beiträge, die ich von Ihnen und Ihren Gästen lesen darf.

    Herr Fischer brachte die Sache treffend auf den Punkt. Die Angst geht um. Er beleuchtete sie und beobachtet haarscharf, aus welcher Ecke sie kommt. So kann er sich über sie erheben. Er verfügt über die Gabe, sie uns an einem einfachen Beispiel sichtbar zu machen. Aber Angst hat so viele Gesichter, so viele tausend Schreckensfratzen.

    Darauf antwortete Frau Engl, wie tief die Angst doch bereits in uns eingebrannt ist. Sie verfolgte die Spuren, wie dies geschehen konnte. Es ist gleich einem traumatischen Ereignis, dass man heilen muss. Wie gut, dass es Hirnforscher wie Herrn Hüther gibt, die herausfanden, wie damit umzugehen ist. Man kann Programme überschreiben. Man kann neue Denkmuster über die alten, mit Fehlern behafteten und damit ausgedienten Denkmuster, legen.

    Und das Gute dabei ist, so möchte ich noch hinzufügen, dass ein Volk eine Einheit darstellt. Indem wir eine Staatsflagge haben, eine Staatsgrenze und über eine staatliche Ordnung verfügen, sind wir darin Eins. Als Staat sind wir ein eigener lebendiger Organismus.

    Es genügt, diesen Organismus, unser "Wir sind unser Staat" zu heilen. Der Einzelne wird dabei nicht überfordert. Im Gegenteil. Wenn erst genügend Material zusammengetragen ist, um der Angst ihre Gegenwart zu nehmen, werden alle von dem Strom mitgetragen werden.

    Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag.

    Herzliche Grüße

    Sigrid Herwig

    Antwort von Egon W. Kreutzer:

    Liebe Frau Herwig,

    vielen Dank für diese Zeilen.

    Ihr abschließender Hinweis, auf das "Wir" in der staatlichen Gemeinschaft hat mich besonders bewegt, weil er mich an das Bändchen "Unsere Freiheit - man kann sich dafür einsetzen" erinnert, das ich vor einiger Zeit geschrieben habe, um mir selbst Klarheit zu verschaffen.

    Es befasst sich sehr eingehend mit der Frage: "Wen meinen wir, wenn wir "wir" sagen?", mit der Frage: "Was ist Freiheit, was ist wessen Freiheit, was ist unsere gemeinsame Freiheit?", und mit der mir am wichtigsten erscheinenden Frage:

    "Was können wir tun, um unsere Freiheit zu schützen, zu bewahren, und wo sie schon verloren ist, zurückzugewinnen?"

    Ich hab es für sie eingepackt.

    Liebe Grüße
    Egon W. Kreutzer

     


    3. September 2011

    12.22 Uhr Peter Fischer schreibt mir heute:

     Sehr geehrter Herr Kreutzer,

    sorry dafür, dass ich Ihnen noch mal schreibe, aber beim Lesen der
    heutigen news (bei Google) und die nur als Beispiel,

    frage ich mich ernsthaft, warum nur wenigen Menschen auffällt, dass immer nach der gleichen Masche verfahren wird?

    Leider ist Ihre Seite, die einzige Seite die mir bekannt ist, die
    sachlich fundiertes Fachwissen im Bezug zum Tagesgeschehen vermittelt und nicht in "Extreme" abdriftet.

    Die Nachdenkseiten haben sich in meinen Augen durch falsche Darstellung der Zinsproblematik ebenfalls mehr oder weniger ins Abseits manövriert, und mit esoterischen Kreisen kann ich auch nicht so viel anfangen.

    Bleibt die Frage, wer ist wirklich in der Lage, Wissen, Sachlichkeit und Kritik sinnvoll miteinander zu verknüpfen.

    Für mich und ich kann nur für mich sprechen, bleiben da leider nur Sie Herr Kreutzer übrig.

    Doch nun zur "immer gleichen Masche".

    Ständig wird eine Gefahr für die "Wirtschaft und / oder die Währung"
    herbei geschrieben, mit immer den gleichen Folgen.

    Wir alle müssen Angst haben und deshalb lieber bezahlen. Inzwischen vergeht kaum noch eine Woche, in der nicht neue Gelder bereit gestellt werden müssen, für die natürlich die Bürger mit ihren zukünftigen Steuern bürgen. Immer und immer wieder das gleiche Schauspiel, nach dem gleichen Muster und mit den gleichen Folgen. und nur wenige Menschen bemerken es.

    Wer muss denn wirklich Angst haben? Wir die Bürger ( Bürgen ) oder die Gläubiger?

    Das meiner Meinung nach richtig Perfide daran ist, dass wir für etwas
    bürgen sollen, dass nie existiert hat, sondern erst mit unserer
    Bürgschaft mehr oder weniger real wird.

    Und damit bin ich bei den Schulden. Wie kann eigentlich etwas existieren, was ich gar nicht habe und wie kann jemand darauf einen Anspruch ableiten oder besser, wie kann mir jemand etwas "leihen", was er gar nicht hat und mich dafür in Haftung nehmen?

    Natürlich ist mir bekannt, wie das Geldsystem funktioniert, aber wenn man das mal auf diese Weise betrachtet, dann wird der Irrsinn erst richtig deutlich.

    Also etwas einfacher ausgedrückt:

    Ich kann ein Auto haben oder nicht.

    Nur: Wie kann jemand kein Auto haben, mir das nicht vorhandene Auto leihen, genau dadurch einen Anspruch auf das nicht vorhandene Auto erheben, mir erklären dass ich Schuld bin, dass dieses Auto nicht da ist und genau dadurch meine Arbeitsleistung auf Jahre ( oder besser Jahrhunderte ) als sein Eigentum betrachten? Meiner Meinung nach verrückt, aber das ist, wenn ich nicht zu viele Denkfehler gemacht habe, die Realität. Oder?

     

    Mit freundlichen Grüßen;

    Peter Fischer


    Danke Herr Fischer.

    Ihnen und allen Lesern dieser Seite ein schönes Wochenende!

    Egon W. Kreutzer

    und das war der Text, auf den sich Herr Fischer bezieht


    Lieber Herr Fischer,

    vielen Dank, dass Sie Ihre Gedanken auf der Seite von Herrn Kreutzer öffentlich gemacht haben - und damit zum weiteren Nachdenken und Nachsinnen anregen.
    Ich teile Ihre Meinung voll und ganz, dass es "verrückt" ist und ich konnte in Ihren Ausführungen absolut keinen Denkfehler erkennen.


    Sie stellten sich die Frage, wer in der Lage sei, "Wissen, Sachlichkeit und Kritik sinnvoll miteinander zu verknüpfen."
    Und beantworteten die Frage gleich selbst: Herr Kreutzer.
    Ja, er ist, und davon bin ich persönlich fest überzeugt, in der Lage, "Wissen, Sachlichkeit und Kritik sinnvoll miteinander zu verknüpfen."


    Ich mache mir selbst sehr viele Gedanken darüber, wie es denn sein kann, dass sich das Konstrukt "GELD" in den Köpfen der meisten Menschen in der Form verankert hat, wie es beispielsweise Jens Berger in seinem Zinskritik-Artikel dargestellt hat.


    Wie kann das sein?

    Wo werden derartige Vorstellungen verbreitet,
    gelehrt und verankert?


    Mein Nachdenken führte mich in unsere "Bildungsanstalten":

    Schulen und Universitäten.


    Ja, Herr Fischer, genau dort werden diese Vorstellungen verbreitet.
    Dort werden diese Vorstellungen über Geld und wirtschaftliche Zusammenhänge gelehrt, abgeprüft - und verankert.
    Es entstand über viele Jahrzehnte somit ein Gedankengut, das nur sehr schwer wieder gewandelt werden kann. Es ist in den Köpfen verankert - und was in unserem Gehirn mal verankert ist, kann, das zeigen uns die Ergebnisse aus der Hirnforschung, nicht mehr gelöscht werden. Dieses Gedankengut kann allerdings, und das ist beruhigend, überspurt werden. Überspurt werden - durch neue Erfahrungen. Erfahrungen, die im Gehirn neue "Spuren" und Vernetzungen zwischen den Neuronen bilden, sofern sie, wie Prof. Gerald Hüther so schön sagt: unter die Haut gehen.


    Sie sprachen die ANGST an:


    "Wir alle müssen Angst haben und deshalb lieber bezahlen."


    Angst, die sich immer mehr auf allen Ebenen unserer Gesellschaft breitmacht.
    Angst hemmt das Denken! Angst hat in der Regel zur Folge, dass kein vernünftiges Handlungsmuster mehr aus dem Hirnstamm aktivierbar ist, was sich - und das ist fatal - darin äußert, dass Handlungen weder geplant, noch die Folgen einer Handlung abgeschätzt werden können.
    Angst machen, Angst verbreiten - eine Masche, derer sich immer mehr Menschen und Institutionen bedienen, um rein egoistische Ziele zu erreichen.


    "Inzwischen vergeht kaum noch eine Woche, in der nicht neue Gelder bereit gestellt werden müssen, für die natürlich die Bürger mit ihren zukünftigen Steuern bürgen."


    Die Öffentlichkeit ist sensibilisiert, rege Diskussionen finden statt, sogar Experten kommen ins Grübeln und stellen ihr Wissen rund um das Thema Geld infrage.


    Ein guter Zeitpunkt, das Thema GELD samt Schuldenpolitik intensiv von allen Seiten her zu beleuchten, um Licht in das Dunkel zu bringen und das Bewusstsein möglichst vieler Menschen zu schärfen.


    Ein geeigneter Ort dafür ist ohne Zweifel die Webseite von Herrn Kreutzer - und ich kann mir vorstellen, anzuregen, ein Buch herauszugeben. Ein Buch - ein Aufklärungsbuch, das sich an den Fragen orientiert, die sich rund um das Thema Geld, Kredit, Zinsen und Schuldenpolitik auftun.
    Ein neues Buch - ein weiteres Aufklärungsbuch, verständlich für Jedermann und Jederfrau.


    Ich werde Herrn Kreutzer diese Idee ans Herz legen.

    Ich wünsche Ihnen, lieber Herr Fischer,
    und allen, die jetzt mitgelesen haben,
    ein erholsames, sonniges und entspanntes Wochenende!

    Herzliche Grüße aus Bayern
    Manuela Engl

     

    und dazu hat sich am Sonntag auch Herr Fischer noch einmal mit sehr wichtigen Gedannken zu Wort gemeldet, die ich gerne hier online stelle:


     Hallo Frau Herwig, Frau Engl und natürlich Herr Kreutzer!

    Sehr angenehm überrascht, weil vollkommen unerwartet, bin ich über die Reaktionen auf meine dürftigen Zeilen. Deshalb ist es mir vielleicht
    gestattet, eine kleine Replik zu schreiben?

    Die Punkte die Sie Frau Engl und Sie Frau Herwig ansprechen, sind mehr als berechtigt. Doch wo anfangen, in einem Meer aus Lügen und Korruption, wo anfangen, in einer Welt in der weniger als nichts über die Wirklichkeit herrscht?

    Ich versuche es einfach mal, wohl wissend, dass ich nicht über die
    sprachliche Gewalt und das Fachwissen von Herrn Kreutzer verfüge.

    Es war im Jahre 2007, als ich zum ersten mal von einem Freund auf die
    Problematik des Geldwesens aufmerksam gemacht wurde und die mich seit dem nicht mehr los gelassen hat. Und so kam es, dass ich immer tiefer in die Materie von Geld, Wirtschaft und Eigentum eingestiegen bin. Was ich da im Laufe der Zeit heraus fand, auch mit Hilfe von Herrn Kreutzer und Herrn Nicolas Hofer, die beide auch durch private Mails meine Gedankengänge prägten und dadurch mit dazu bei trugen, mein Gesamtbild ständig zu komplettieren, ist, dass das ganze System von Anfang an auf Lug und Trug aufgebaut ist.

    Betrug deshalb, weil nie erklärt wird, dass Gewinn auf der einen Seite immer der Verlust auf der anderen Seite ist.

    Richtig ist, dass eine der Ursachen warum dieser Betrug funktioniert,
    das mangelnde Fachwissen großer Teile der Bevölkerung ist. Die Begriffe Lohn, Gewinn, Mehrwert und Investition, sowie Eigentum und Besitz werden oft durcheinander geschmissen ( und nicht nur die ) und im - meiner Meinung nach - falschen Kontext dargestellt. Übrigens von Gegnern der Zinsproblematik ebenso, wie von Befürwortern des Systems.

    Herr Kreutzer tut meiner Meinung nach bereits sein Möglichstes, hier Abhilfe zu schaffen. Nie verwechselt er Ursache und Wirkung, Wesen und Erscheinungsform. Das ist es was ihn ganz besonders auszeichnet.
    Trotzdem bleibt die Frage, wie bekommt man dieses Wissen in die Köpfe großer Teile der Bevölkerung?

    Mit noch einem Buch?

    Es gibt durchaus einige Gründe, die dagegen sprechen, auch wenn es genau so viele gibt, die dafür sprechen. Das bedarf einer Erklärung. Im
    Augenblick laufen wir, Sie Frau Engl, Sie Frau Herwig, Herr Kreutzer,
    ich selbst und viele andere doch nur der Entwicklung hinterher. Wir sind
    verdammt zum reagieren und weit davon entfernt, zu agieren.

    Im Grunde sind wir doch alle Gefangene des Systems und das Netz wird ständig weiter zu gezogen. Ach ja, das ist wieder so eine Verschwörungstheorie.
    Dann lesen wir mal, was Frau von der Leyen hier am 27.9. 2011 offen
    propagiert: Im Spiegel

    Die vereinigten Staaten von Europa. Was bedeutet denn das nun? Nachdem die Familien als kleinste Einheit einer Gesellschaft bereits zerstört wurden, müssen nun die Staaten dran glauben. Nur scheint es gar niemand zu registrieren. Also erkläre ich das mal:

    Nachdem die Währungsunion für alle sichtbar eindeutig gescheitert ist, soll die Lösung in der Vereinigung liegen? Nachdem viele Staaten ihre Schulden nicht mehr bezahlen können, sollen höhere Zinsen und noch mehr Verschuldung die Lösung sein? Dazu kann ich nur nein sagen.

    Haben Sie Frau Engl und Sie Frau Herwig mal versucht, einem ganz
    normalem Bürger, der sich noch nie mit Wirtschaft befasst hat, das
    Geldsystem zu erklären? Ich schon und deshalb weiß ich, dass es sehr
    schwer werden wird, dem normalen Bürger zu erklären, warum er jetzt noch ein Buch kaufen soll.

    Nicht, dass ich auch nur im Geringsten Zweifel daran hege, dass Herr Kreutzer dazu mehr als in der Lage wäre, aber so erreicht man nicht den normalen Bürger. Hinzu kommen, wenn man sich näher mit der Thematik befasst, die vielen Theorien, die zur Lösung des Problems angeboten werden und der Verrat ( sorry für den Ausdruck ) solcher Seiten wie Spiegelfechter und Nachdenkseiten. Ja, Herr Kreutzer
    hat Recht, wenn er das als Volksverdummung bezeichnet. Doch mal zu den Theorien. Was haben wir denn da alles?

    Da haben wir die Golddeckungstheorie, die staatliche
    Geldschöpfungstheorie, die Theorie nach Silvio Gesell und auch Herr
    Kreutzer hat sich mit einem Vorschlag dazu geäußert.

    Nun die Frage: Wie soll ein Laie das alles korrekt auseinander halten und richtig bewerten? Selbst ich habe da Schwierigkeiten und schwanke unentschlossen zwischen Silvio Gesell und Herrn Kreutzer. Die anderen beiden Theorien halte ich für falsch, auch wenn die staatliche Geldschöpfung immer noch besser wäre als das was wir jetzt haben. Nur lässt sie die Eigentumsfrage unberührt.

    Und ausgerechnet die Theorie der Golddeckung, die ich für absolut ungeeignet halte, gewinnt immer mehr Anhänger. Das liegt meiner
    Meinung nach daran, dass Menschen gern an der Illusion fest halten,
    Werte ließen sich durch das Sparen von Geld, wenn dies nur einen eigenen Wert hat ( welchen? ), aufbewahren. Meiner Meinung nach wird bereits in der Bibel diese Illusion angeprangert. Wie meine ich das?

    Wie führte Satan Jesus in Versuchung?

    "Das alles kann Dir gehören, wenn Du mich anbetest."

    Wie ist es heute?

    "Das alles kannst Du jetzt sofort haben, aber Du musst mir in der Zukunft dienen, Du musst mir Zinsen zahlen. Du bekommst Geld, damit kannst Du alles kaufen, nur musst Du mir Dein Eigentum als „Sicherheit“ überlassen."

    Was hat sich denn geändert?

    Ach ja, heute erklärt man den Menschen, dass es nur zu ihrem Vorteil
    wäre, wenn sie Geld sparen. Für die Rente, sprich für die Zukunft. Und
    wie erklären die Kirchen nach wie vor die Welt?

    Wenn man immer schön brav und artig ist, nie gegen die Obrigkeit rebelliert, nie betrügt usw., dann wartet ein Leben im Paradies, sprich in der Zukunft. Der Ablasshandel war eine besonders perfide Form dieser Versprechungen. Und immer, damals wie heute, haben Menschen davon profitiert, dass dieser Unsinn geglaubt wurde. Nein, nicht in der Zukunft, sondern in ihrer Gegenwart.

    Die Banken benötigen das Geld der Sparer heute, um es mit dem
    Faktor zehn zu multiplizieren und gegen Zinsen zu verleihen.

    Inzwischen besteht doch unser gesamtes Leben nur noch aus Schulden. Wir haben das leider ohne gründlich nachzudenken akzeptiert.
    Nur, wie kann das sein?

    Ich kann etwas haben oder nicht, aber es ist in der Realität gar nicht möglich, weniger als nichts zu haben.

    Und genau dieses weniger als Nichts, ist heute unser Geld.

    Und plötzlich wundert man sich, dass das nicht funktioniert. Mich hingegen wundert nur, warum es so lange funktioniert hat, auch wenn ich ehrlicher Weise anfügen muss, noch nicht so lange.

    Übrig bleibt bei all dem die Frage, was kann man wirklich tun, um das
    Thema einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen?

    Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht, bin aber sehr froh darüber, dass mit Ihnen Frau Engl, mit Ihnen Frau Herwig, vielen anderen und vor allem Herrn Kreutzer mit seinem messerscharfen Verstand, immer mehr Menschen darüber nachdenken.


    Was ich jedoch zu wissen glaube ist, dass der Umgang mit Fachbegriffen
    entweder erklärt werden oder möglichst vermieden werden sollte.

    Wichtig sind einfache und normal verständliche Erklärungen. Das kann
    kaum jemand besser als Herr Kreutzer. Ich selbst bemühe mich so gut ich kann, immer und immer wieder auf diese Thematik hinzuweisen. So habe ich auch im Blog von Jens Berger auf seinen Beitrag zur Zinsproblematik ( Kommentare 109 bis 110 ) reagiert und Herrn Kreutzer bereits auf vielen Seiten verlinkt.

    In diesem Sinn verbleibe ich mit sehr freundlichen Grüßen

    Peter Fischer


    2. September 2011

    10.45 Uhr Die Sauerei hat System

    Das sage nicht ich, das sagt die Gewerkschaft.
    (Holger Timmer, Vorstand der IG-Metall)

    Und das sagt die Gewerkschaft über eine neue, sich strohfeuerartig verbreitende Masche, Tarifverträge und Mindestlohnvorgaben zu unterlaufen.

    Nun leben wir im Kapitalismus. Da muss jeder sehen, wo er bleibt, auch der Unternehmer, der im Wettbewerb bestehen will, muss auf seine Kosten achten, weil er sonst untergeht. Also gilt als ultimative Rechtfertigung:

    Was einer macht, müssen alle machen.

    Und wenn allgemeingültige Gesetze und Vereinbarungen auch nur von einem unterlaufen werden, dann dürfen sie von allen anderen ebenfalls unterlaufen werden. Das ist nichts als der nackte Selbsterhaltungstrieb.

    Wenn die Gewerkschaften mehr erreichen wollen, als mit starken Sprüchen in der Zeit zitiert zu werden, dann müssen sie endlich zu dem werden, was sie eigentlich sein sollten und sich dem mit gleichen Mitteln entgegenstellen. Was hilft es, jetzt vor irgendeinem Gericht zu klagen? Bis es zu Entscheidungen kommt, die - wenn überhaupt - Abhilfe schaffen, vergehen Jahre. Jahre, in denen das ausbeuterische Spiel gefahrlos weiter gespielt werden kann.

    Wenn sich Unternehmer das Recht herausnehmen, sich über Gesetze hinwegzusetzen oder sie raffiniert zu umgehen, dann sollten sich auch die Gewerkschaften und die Belegschaften über die sehr unternehmer- und kapitalfreundlichen Bestimmungen des deutschen Streikrechts hinwegsetzen, ihre Kampfmaßnahmen den Tricks und Finten ihrer Gegner anpassen, und so Waffengleichheit herstellen, statt in trutzig demütiger Haltung zu verharren und darauf zu hoffen, dass Politik oder Justiz zu Hilfe eilen. Da können sie lange warten, im blühenden deutschen Neoliberalismus.

    Die Arbeitgeber, die Damen und Herren mit den weißen Kragen machen es doch vor, denen dient jedes Gesetz doch primär als Grundlage für die Überlegung, wie es
    - einigermaßen straffrei - umgangen werden kann.

    Gesetzestreue Unternehmer, die in ihren Mitarbeitern mehr sehen, als ein notwendiges Übel, kämen gar nicht auf die Idee, statt eigenen Mitarbeitern oder - was schon schlimm genug ist - statt legalen Leiharbeitern, sich mit Subunternehmern auf Werksvertragsbasis zu verbünden, um ungestraft Hungerlöhne zahlen zu dürfen.

    Mir fehlt seit langem der notwendige Biss in unseren Gewerkschaften.

    Da darf sich niemand wundern, wenn die Mitgliederzahlen schrumpfen.
    Wenn eine Sauerei erkannt ist, und klar geworden ist, dass dieses Sauerei System hat, dann muss man mit den eigenen Mitteln dagegen angehen - und durchhalten.

    Wer kämpft, meint Bert Brecht, kann verlieren.

    Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

     

    Bin gespannt, was sich die Gewerkschaften einfallen lassen.


    1. September 2011

    14.30 Uhr Kritik an der Kritik an der Zinskritik

    Am 23. August veröffentlichte Jens Berger in und für die Nachdenkseiten seinen Aufsatz "Kritik an der Zinskritik". Von etlichen Besuchern meiner Seiten wurde ich gebeten, ja, geradezu aufgefordert, dazu Stellung zu nehmen.

    Nach ein paar Tagen Urlaub, in denen ich mich weder mit dem aktuellen Weltgeschehen noch mit den Ausführungen Bergers befasst habe, bin ich heute dazu gekommen, Bergers Ausführungen kritisch zu beleuchten.

    Gleichzeitig möchte ich an meinen Paukenschlag aus dem Februar 2010 erinnern, der die Thematik ganz unabhängig von Bergers Ausführungen behandelt:


    31. August 2011

    10.30 Uhr Allerlei Skurriles

    Die erste Annäherung an das Tagesgeschehen bringt, nach ein paar Tagen Erholung und Entspannung, doch ganz sonderbare Ereignisse von bedrückender Unwichtigkeit in den Schlagzeilen nach vorne.

    • Da geht die Furcht um, der Bundeswehr könne, wegen des strengen Sparkurses, die Munition ausgehen.

      Da könnte man sich im Verteidigungsministerium doch sagen - und im Richtlinienkompetenzkanzleramt ebenso: "Lieber Obama, stell dir vor, du machst Krieg, und keiner geht hin."

      Die deutsche Rüstungsindustrie, als drittgrößter Waffenexporteur der Welt, wird an den paar Schuss, die deutsche Soldaten in ihren Auslandseinsätzen nicht abfeuern, schon nicht zugrunde gehen, und die Soldaten sind auch lieber zuhause bei ihren Familien und Freunden, statt sich in Afghanistan zwischen Minen und Sprengfallen zu bewegen.

      T-Online warnt vor der Gefahr, die darin besteht, nicht schießen zu können ...


    • Die unsinnigste aller Erfindungen, die Energiesparlampe auf Leuchtröhrenbasis, wird teurer, die lästige Konkurrenz, die 60 Watt Glühlampe ist verboten.

      Wer mag es Osram und den Wettbewerbern verdenken, wenn sie, nachdem ihnen eine verbohrte Politik ein Quasi-Monopol auf die Erhellung von Wohnungen und Arbeitsplätzen verschafft hat, von diesem "Himmelsgeschenk" ebenso Gebrauch machen, wie das Stromkartell?

      Der Focus berichtet


    • ... und das Höchste: Westerwelle denkt nicht an Rücktritt

      Springers Welt erkühnt sich zu titeln: "Der Leichtmatrose Westerwelle will dem Sturm trotzen."

      Ja - frage ich mich - wen interessiert das?

      Und wer kann wirklich wissen, woran Westerwelle denkt, außer Guido selbst?
      Und ist nicht jedem klar, dass er, wenn er, was ich für selbstverständlich erachte, derzeit permanent an Rücktritt denkt, davon nichts, kein Wörtchen an die Öffentlichkeit dringen lässt, bis ihm klar geworden ist, dass er sich, nachdem er das Steuer aus der Hand gegeben hat, auch an der Reling nicht mehr lange wird halten können, und nur noch nach der Chance für den ehrenvollen Abgang sucht?

      Die Westerwelle-Demontage-Meldung der WELT


    Da mach ich mich doch jetzt lieber wieder an die Verlagsarbeit. Der dritte Eifel-Krimi von Winfried Pohl "Verworrene Fährten" ist gestern an die Druckerei gegangen, ein wunderschönes, illustriertes, Hard-Cover-Kinderbuch "Der Auftrag des Traumwandlers" steht kurz vor dem Abschluss der Cover-Gestaltung, gemeinsam mit der Heyse-Stiftung entsteht eine Reihe unter dem Motto "Menschenbilder - Menschenbildung", in deren erstem Band der russischen Psychotherapeut Aleksandr Alekseicik über seine Arbeit, seine Erkenntnisse und sein Leben in einer ganzheitlichen und auch für Laien hochinteressanten Betrachtung berichtet.

    Ja - da ist wieder für jeden etwas dabei. Ich freue mich drauf, Ihnen diese Bücher demnächst ausführlicher vorstellen zu können.


    30. August 2011

    Wieder in Unterbernbach, langsame Rückkehr in den Alltag, Liegengebliebenes aufarbeiten, aber noch keine Lust, mich wieder dem Weltgeschehen zuzuwenden.

    Nachspüren, nachschwingen lassen ...

     


    29. August 2011

    Einfach noch einen Tag drangehängt, die Ruhe und Entspannung auf der Hütte in der Steiermark, bei St. Peter am Kammersberg, noch in tiefen Zügen genossen.

    Schön, dass Sie schon wieder vorbeigeschaut haben ...

     

    22. bis 28. August

     

    Jetzt nehm' ich auch mal ein paar Tage Auszeit,

    ich weiß, Sie haben Verständnis dafür.

     

    Mit besten Grüßen

    Egon W. Kreutzer

     

     

    21. August 2011

    wohlfühlen, wie die Fische im Wasser

    Das Bild vom Sonntag


    20.August 2011
    19. August 2011

    08.15 Uhr Sparpakete - unverzichtbar und gefährlich 

    Der argumentative Schlingerkurs, mit dem das gezielte Kaputtsparen ganzer Volkswirtschaften als "bittere aber wirksame" Medizin dargestellt werden soll, hat eine neue Blüte hervorgebracht.

    Um den Anschluss an Europa nicht zu verlieren, müssen Italien und Spanien sparen. Die Bevölkerung leidet unter der prekären Lage. Das stellte die WELT gestern groß heraus, versäumte nicht, gleichzeitig darauf hinzuweisen, dass der Erfolg der Sparpakete bezweifelt werden muss, vor allem, weil sie immer noch nicht hart genug sind.

    Die Auflösung dieser argumentativen Zwickmühle findet sich erst ganz am Ende des Artikels. Unter der Zwischenüberschrift "Euro-Bonds" wird - durchaus subtil - mit den Gliederungspunkten "Definition", "Vorteile", "Nachteile" der Ausweg aus dem Dilemma gewiesen: Die Euro-Bonds, deren Nachteile - im Vergleich mit den vorher ausgebreiteten biblischen Plagen der Sparpakete - erträglich erscheinen.

    Dass es auch Kredite per Euro-Bonds nur geben wird, wenn die Schuldner ihre Sparanstrengungen immer noch weiter verschärfen, bleibt dabei ausgeblendet.


    18. August 2011

    12.45 Uhr Wettbewerbsfähigkeit als Krisenmedizin

    "Griechenland muss wettbewerbsfähiger werden."
    "Portugal muss wettbewerbsfähiger werden."
    "Alle Euro-Staaten müssen ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken."
    "Deutschland darf seine Wettbewerbsfähigkeit nicht verlieren!"

       
      Was wollen uns unsere "Vordenker" damit sagen?
       
      Die eigentliche Aussage lautet:
       
      Die Produktion von Waren und Dienstleistungen muss überall so billig werden, dass alles mit Erfolg im Wettbewerb im Export auf den Weltmärkten verkauft werden kann.
       
      Da es nur zwei Arten von Kosten gibt, nämlich:
            • Lohnkosten und
            • Gebühren für die Nutzung fremder Eigentumsrechte,

            • alles andere ist auf diesem Planeten nämlich umsonst vorhanden.

       

       

       

       

      Und weil es ausschließlich im Interesse derjenigen liegt, in deren Händen die Eigentumsrechte liegen, möglichst billig und viel produzieren zu lassen und dafür nicht leistungsadäquate Einkommen zu erzielen, ist das gesamte Konstrukt "Wettbewerbsfähigkeit" nichts als ein irreführendes Etikett für die Parole:
       
      Lohnkosten runter!
      Schnell und radikal,
      bevor ein anderer
      seine Bevölkerung
      noch schneller und radikaler
      von der Teilhabe am
      selbst erarbeiteten Wohlstand
      abschneidet.
       
       
      Das Ende dieses Wettbewerbs ist klar absehbar:
       
      Wo es keine gerechten Löhne mehr gibt, Löhne, die es ermöglichen, sich der eigenen Leistung entsprechend, die man in den Markt eingebracht, auch wieder aus diesem Markt zu bedienen, wo also die Löhne nicht ausreichen, die Produktion abzunehmen, den Markt zu räumen, bricht das ganze System zusammen.
       
      Dieser Zusammenbruch lässt sich hinauszögern, indem die Eigentümer der Produktionsmittel ihren Kunden (mit Hilfe der systemrelevanten Banken) Kredit einräumen, ganz nach dem Motto:
       
      Kaufe jetzt, zahle später,
      nach uns die Sintflut!
       
       
      Die Sintflut bricht gerade über uns herein.

      Die Schuldenberge können nur noch durch immer neue Neuverschuldung halbwegs stabilisiert werden. Alle Bankenrettung, alle Euro-Rettung sind doch nur Instrumente der Neuverschuldung unter Einbeziehung immer neuer Schuldner mit noch hinreichender Bonität, während die Gläubiger im Großen und Ganzen die gleichen bleiben.
       
      Hier also noch einmal die vom Ansatz her wirtschaftsphilosophischen Gedanken aus dem Januar 2007, frisch verpackt als
       

     

    09.30 Uhr Pishing ist nur der Anfang

    Nach vielen Versuchen, Kontodaten auszuspähen, indem wahllos an Millionen von E-Mailadressen mehr oder minder gut gefälschte Mitteilungen beliebiger Banken verschickt wurden, mit der Bitte, doch seine Kontendaten zu bestätigen,

    wird derzeit eine E-Mail mit gefälschtem Amazon-Logo und dem nachstehenden Text massenhaft verschickt:

    Sehr geehrte Damen & Herren,

    Aufgrund Unserer Sicherheitswarnungen möchten wir Sie bitten Ihr Kundenkonto durch wenige Mausklicks zu verifizieren. Dies ist eine jährliche Sicherheitsvorkehrung und dient zum Schutz ihrer persönlichen Daten. Bitte nehmen Sie sich eine Minute Zeit, klicken sie folgenden Link und füllen Sie das Formular vollständig und korrekt aus.

    https://www.amazon.de/gp/css/kunden...

    Wer hier leichtsinnig seine Daten eingibt, muss damit rechnen, dass seine Daten missbräuchlich verwendet werden, was nicht nur Ärger machen, sondern auch Geld kosten kann.

    Der Tipp: Schnellstmöglich wirklich bei Amazon anmelden und die dort gespeicherten Kundendaten in "Mein Amazon" mit einem neuen Passwort schützen, und, soweit ihre Bankverbindung oder Kreditkarten-Nummer bekannt geworden ist, Konto und Kreditkarte schnellstmöglich sperren lassen.

    Nun werden sich einige LeserInnen denken: "Was macht der EWK da für ein Bohei, das weiß doch jedes Kind, wer fällt darauf schon noch herein ..."

    Nun, wenn Sie sicher sind, solche Fallen zu erkennen und zu umgehen, wie ist es mit den Tricksereien, die sich auf einer etwas perfideren Ebene abspielen, da, wo man leicht einmal ein vermeintlich kostenloses Angebot anklickt - vom Routenplaner bis zur Partnervermittlung, von Mitfahrgelegenheiten bis zum Kochrezepte-Tausch - um nach ein paar Wochen eine gesalzene Rechnung im Briefkasten findet, für ein "Abonnement" das man angeblich bestellt - und die ersten Leistungen bereits in Anspruch genommen hat (wodurch die Widerrufsmöglichkeit entfallen ist ...).

    Dem empfehle ich, hier weiterzulesen:

    „Brieffreundschaft mit einem Abzocker" heißt die in Romanform geschriebene Geschichte, die ich jedem zur Lektüre empfehle, der sicher sein will, für diese immer noch legalen "Betrügereien" ausreichend sensibilisiert zu sein. In diesem Buch wird besonders Wert darauf gelegt wird, die Psychologie der Täter, ihre "Denke", ihre Skrupellosigkeit und ihre Gier aufzuzeigen - und damit jene emotionale Ebene zu erreichen, die uns "im Bauchgefühl" den Trickbetrug hinter dem verlockenden Angebot sicher erspüren lässt, anstatt lediglich nackte Fakten geschildert zu bekommen und vor konkreten Einzelfällen gewarnt zu werden.

     

     

    für mehr Info - einfach anklicken

     

     

    08.20 Uhr Das untaugliche Ideal

    Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, das nach meinem Rechtsgefühl den europäischen Verträgen nach wie vor im Range vorgeht, gibt die für Deutschland gültige Rangordnung der Staatsämter verbindlich vor.

    Ganz oben steht der Bundespräsident.

    Dem folgt der Präsident des Deutschen Bundestages.

    Erst an dritter Stelle folgt der Bundeskanzler.

    Der Begriff "Fraktionen" kommt im Grundgesetz nur in Art. 53a vor.

    Von einem Fraktionsvorsitzenden ist nirgends die Rede.

     

    Diese Gliederung entspricht einem demokratischen Ideal.

    • Einem Ideal, bei dem ein möglichst weiser, möglichst unabhängiger, nicht in das tagesaktuelle Hickhack involvierter Präsident mit präsidialer Milde zu allem, was mit dem Grundgesetz und seinem Gewissen vereinbar ist, seinen Segen gibt, ihn aber im Notfall auch einmal verweigert, um Schaden vom Deutschen Volke abzuwehren.
    • Einem Ideal, in dem tatsächlich alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht, und in dem das Parlament,

      als Sitz der vom Volk an seine Vertreter übertragenen Staatsgewalt,
      ganz selbstverständlich jenes Organ ist,
      dem nach ausführlichen, auch streitigen Debatten,
      in Abstimmungen, von Abgeordneten, die nur ihrem Gewissen verantwortlich sind, jegliche politische Willensbildung auf Bundesebene obliegt.
    • Einem Ideal, bei dem die Exekutive jenes Organ ist, dem die Kompetenz und die Machtmittel übertragen wurden, die erforderlich sind, den Willen des Parlaments in der Realität wirksam werden zu lassen.
    Wenn nun also der Präsident des Deutschen Bundestages, der Präsident jenes Organs, dem die politischen Willensbildung obliegt, mahnt, man möge anstehende Gesetzesvorhaben nicht - nach dem offensichtlich erkennbaren Willen der Exekutive - mit der Mehrheit der Regierungsparteien ohne ausreichende Beratung durchwinken und verabschieden, so wird dieser Mann seiner Rolle in dieser Welt des demokratischen Ideals gerecht.
     
    Wenn sich dagegen ein Herr Kauder, der nicht mehr ist als der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag,
      und damit einer von denen, die es als ihre Aufgabe ansehen,
      das Gewissen der Abgeordneten möglichst vollständig unter sogenannten Fraktionszwängen zu begraben,
       

     

    wenn sich dieser Herr Kauder "Belehrungen" des Bundestagspräsidenten verbittet, und wenn dann in naher Zukunft,
     
    - ganz und gar unvermeidlich in der politischen Realität dieser Republik -
     
    die Mitglieder der Regierungsfraktionen,
      ohne hinreichende Beratung,
      ohne die Argumente der Opposition auch nur ernsthaft anzuhören,
      und, von ein paar wenigen Abgeordneten abgesehen,
      mangels Sachkenntnis, ohne eigenes Urteil

     

     
    einfach nur die Hand heben, wenn die Gesetze zur Abstimmung aufgerufen sind, dann zeigt das, dass demokratische Ideale in diesem Land als "untauglich" für die eigentliche politische Arbeit angesehen werden.
     
    Warum der Sozialkundeunterricht in den Schulen nicht längst auch von allen idealistischen Träumereien gesäubert wurde, warum den Kindern Politik nicht zum frühestmöglichen Zeitpunkt so erklärt wird, wie sie ist, damit der Spruch:
     
    "Nicht für die Schule lernen wir, sondern für das Leben"
     
    seine Berechtigung fände, verstehe ich ehrlich gesagt nicht ...
     
    Verstehen Sie es?
     


    17. August 2011

    15.50 Uhr Ich hab doch schon mal was über die Schuldenbremse geschrieben

    Tja, mit dem Erinnern ist das so eine Sache. Jetzt hab ich's wieder, vor gut drei Jahren, im Februar 2009, als in Deutschland alle die Schuldenbremse wollten, hab ich da mal ein paar gröbere Worte dazu verloren.

    Die wiederhole ich heute, mit Blick auf einen der Beschlüsse des gestrigen Spruchblasengipfels, gerne noch einmal:

     

    15.40 Uhr Prof. Hankel "Mit Eurobonds in die Transferunion"

    Diese Mail erreichte mich eben.

    heute Abend um 19:15 Uhr

    ist Prof. Wilhelm Hankel im Deutschlandfunk unter www.dradio.de

    mit dem Diskussionsteilnehmer Ruth Berschens, Daniel Gros und Werner Mussler zum Thema "Mit Eurobonds in die Transfer-Union" zu hören.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Hankel Team

    Ich bin überzeugt, Prof. Hankel wird wieder einmal gute Argumente gegen den Euro-Rettungs-Wahnsinn liefern.

     

    07.50 Uhr Spruchblasengipfel

    Frau Merkel und Monsieur Sarkozy haben Absichtserklärungen abgegeben.
    Basierend auf der unerwarteten Erkenntnis, dass eine gemeinsame Währung auch gemeinsame Verantwortung bedeute, soll
    • die Euro-Zone künftig von einer "echten Wirtschaftsregierung" regiert werden;
    • die "Schuldenbremse" nach deutschem Muster in die Verfassungen aller Euro-Staaten geschrieben werden;
    • eine gemeinsame Transaktionssteuer eingeführt werden;
    • die Körperschaftssteuer (also die Einkommensteuer der Kapitalgesellschaften)
      harmonisiert werden.
    Die scheinbar bedeutsamste Forderung aus diesem Korb voller vergifteter Äpfel entpuppt sich bei näherem Hinsehen als harmlos:
     
    Das bereits bestehende Gremium "Europäischer Rat", also quasi die Vollversammlung der Staats- und Regierungschefs der EU, wird in der reduzierten Form der Staats- und Regierungschefs der 17 Euro Länder künftig zwei Mal (in Ziffern: 2) jährlich den Hut "Europäische Wirtschaftsregierung" aufsetzen und ....
     
    ... was und?
     
    Was können die, wenn sie sich zweimal jährlich zusammensetzen, auf die Reihe bringen?
     
    Die neuesten Richtlinien der Bilderberger entgegennehmen? Den deutsch-französischen Hegemonialbestrebungen im Euro-Raum den Anschein einstimmiger Beschlüsse verleihen?
     
    Da kommt weniger raus, als beim gemeinsamen europäischen Außenminister, der nicht einmal so heißen darf, herauskommt.
     
    Die "echte europäische Wirtschaftsregierung", das ist das Placebo einer Beruhigungspille. Mehr nicht.
     
     
    Die Forderung nach der Schuldenbremse in allen Verfassungen ist hingegen ein echter Hammer.
     
    Das wird es künftig EU-weit den Konservativen ermöglichen, solche Affentänze aufzuführen, wie wir sie bis vor kurzem mit banger Spannung in den USA erlebt haben, als die Republikaner mit Hilfe der verfassungsmäßigen Schuldenbremse den Präsidenten in die Enge trieben (wohl gemerkt, auf einem Berg von Schulden, den sie im wesentlichen vorher selbst aufgehäuft hatten.)
    Das Konstruktionsprinzip des Geldes erfordert Verschuldung, und je reicher dabei einige werden, desto größer muss die laufende Neuverschuldung ausfallen, je mehr Wachstum erwartet wird, je niedriger die Einkommensteuern, desto höher muss die laufende Neuverschuldung ausfallen, oder der Staat muss sich aus allen Aufgaben herausziehen, die Geld kosten, also zur Selbstkastration greifen und selbst seine ureigensten Aufgaben dem Gewinnstreben privater Investoren überlassen.
    Die Schuldenbremse ist der Hebel, mit dem die Fortsetzung der Privatisierung unter dem Vorwand der Haushaltssanierung erzwungen wird. Darum geht es. Das ist alles. Und das ist schlimm.
     

    Für die Transaktionssteuer liegen noch keinerlei konkrete Aussagen vor.
     
    Also ist das ein hohler Spruch zur Beruhigung derjenigen, die immer noch fordern, "die Märkte" müssten an den Kosten der Rettung ihrer Vermögen beteiligt werden. Da kommt demnächst ein Referentenentwurf - und dann zwanzig Jahre lang nichts ....
     

    Und die Harmonisierung der Körperschaftssteuer wird dafür sorgen, dass europaweit auch die steuerlichen Vergünstigungen für die Wirtschaft so gut ausfallen, wie in Deutschland
    ,
     
    schließlich soll es immer noch Länder geben, in der EU, die den globalen Zockern, die sich dort niederlassen, die immer noch ansatzweise mögliche Personalkostenersparnis (gegenüber Deutschland) über höhere Ertrags-Steuern zumindest teilweise wieder abnehmen. Das ist doch ungerecht, zumal die doch froh sein müssten, wenn sich überhaupt jemand bei ihnen niederlässt ...
     
     
    Euro-Bonds, über die wurde nicht gesprochen, und wenn, dann wurde versichert, sie kämen nicht.
     
    Auch das halte ich für ein Placebo einer Beruhigungspille.
     

     

     

     

    0.00 Uhr Ein bisschen Lebensweisheit 

    Wer kennt das nicht: Man unterhält sich, versteht sich, glaubt, eine gemeinsame Linie gefunden zu haben - und dann, ganz plötzlich reißt der Faden ab.

    Leicht wird dann aus Interesse Abwehr, aus Zustimmung Kritik, und manchmal ist sogar zu beobachten, dass ein Satz, ja ein einziges Wort genügen kann, um Liebe in Hass zu verwandeln.

    Die Ursache bleibt den meisten verborgen. Es sind Signale, die wir ganz und gar unbewusst senden, durch die Art und Weise wie wir kommunizieren. Die Art und Weise, wie wir kommunizieren verrät uns, verrät unsere Stärken wie unsere Schwächen, unsere Sorgen und Unsicherheiten wie unsere Wünsche und Visionen. Die Art und Weise wie wir mit Worten und Sprache umgehen, verrät uns. Unseren Charakter, unsere Absichten.

    Doch so, wie nichts als eine Veränderung der Körperhaltung unsere Stimmung verändern kann, so wie hängende Schultern, gesenkter Kopf und flache Atmung Traurigkeit in uns aufsteigen lassen, so wie ein bewusstes Aufrichten, tiefes Durchatmen und ein klarer Blick nach vorne uns Zuversicht schenken, so verändert auch die Art und Weise, wie wir mit der Sprache umgehen unser Befinden, unsere Chancen, unseren Charakter.

    Schon wer es schafft, damit aufzuhören, "eigentlich" zu sagen, und stattdessen lernt, das klar zu artikulieren, was er wirklich will, der wird sein Leben grundlegend verändern.

    Es sind die ganz kleinen Ursachen, aus denen die größten Wirkungen entstehen.

    Mechthild R. von Scheurl-Defersdorf studierte Englisch, Französisch und Arabisch mit dem Schwerpunkt Sprachwissenschaft. Durch prägende Erlebnisse und Erfahrungen entdeckte sie die Kraft der Sprache und deren Bedeutung für unser Leben. Nach gezielten Weiterbildungen entwickelte sie Mitte der neunziger Jahre das Konzept "LINGVA ETERNA" und gründete 1999 ihr Institut für Pädagogik und bewusste Sprache.

    Ihr Wissen hat sie in vielen Publikationen öffentlich und allgemein zugänglich gemacht.

    Dafür, dass Sie, liebe Besucherin, lieber Besucher meiner Seiten, davon auch profitieren können, habe ich mich eingesetzt.
    Die wirkungsvollsten Materialien für ein Studium "Sprachlicher Selbsterkenntnis und sprachlicher Vervollkommnung" können ab sofort - und innerhalb Deutschlands versandkostenfrei - über den EWK-Verlag bezogen werden.

    16. August 2011

    08.00 Uhr Ritalin - Droge oder Rettungsanker?

    Manuela Engl weist auf weitere Erkenntnisse aus den USA zur derzeit laufenden Diskussion "Kindergesundheit" hin.

    Methylphenidat – die Wunderdroge, so lautete der Titel unseres

    Und heute geht es weiter mit diesem brisanten Thema, denn das, was wir hier in Deutschland kaum mitbekommen, füllt in den USA die Tageszeitungen:

    Die amerikanische Drogenbehörde DEA warnt vor Ritalin. Ritalin soll süchtig machen! Ritalin wird von der DEA (Drug Enforcement Administration, amerikanische Drogenbehörde) ebenso gefährlich eingestuft wie Heroin und Kokain.

    Und dieses Medikament wird in unserem Lande immer mehr Kindern im Alter von 6 bis 18 Jahren verordnet, wenn sie AD(H)S-diagnostiziert sind?

    Ein Medikament, das sich mittlerweile auch Erwachsene illegal beschaffen, um sich fit für den Berufsalltag zu machen – ohne die Nebenwirkungen und Folgeschäden in Betracht zu ziehen?

    Ein Medikament, das offensichtlich „gravierende Fehlfunktionen im kindlichen Gehirn“ verursacht?

    So ein Medikament wird verordnet?
    Unseren Kindern?

    Es wird verordnet – und das möglicherweise allzu leichtfertig.

    Und wird dieses Medikament irgendwann einmal abgesetzt, weil bekannt ist, dass Ritalin weder ADHS noch sonst eine Verhaltensstörung heilen kann, treten Entzugserscheinungen auf. Entzugserscheinungen, die dann wiederum mit anderen Medikamenten „aufgefangen“ werden.

    Ein lukratives Geschäft – auf Kosten der Gesundheit unserer Kinder.

    Die Gesundheit als unser höchstes Gut – und damit bereichert sich die Pharmaindustrie?

    Symptome werden bekämpft, anstatt die Ursachen zu erforschen.

    Es ist nichts Neues, dass Symptome bekämpft werden, anstatt die Ursachen zu erforschen und daran zu arbeiten. Das fängt im Familienleben an, findet sich im Bildungssystem wieder, zieht seine Kreise im Gesundheitssystem - und breitet sich Schritt für Schritt, klammheimlich, in allen Wirtschaftssektoren aus:

    EURO-Bonds – auch so ein Fall!

    Auch so ein Fall, in dem Symptome bekämpft werden, anstatt die Ursachen zu erforschen und daran zu arbeiten.


    15. August 2011

    08.45 Uhr Feiertag in Unterbernbach

    Dennoch eine kurze Anmerkung zum heißen Thema dieser Tage:

    Euro-Bonds,
    die perfekte Lösung aller Probleme - oder vollendeter Blödsinn?

    Dass Euro-Bonds die Lösung seien, hören wir in diesen Tagen von immer mehr führenden politischen Köpfen Europas.

    Dass das Problem, für das eine Lösung gesucht wird, noch nicht einmal hinreichend beschrieben, geschweige denn analysiert ist, dass das ganze Problem bisher nur von einer unbestimmten Anzahl von Symptomen her gesehen wird, zwischen denen - mehr oder minder willkürlich - Zusammenhänge behauptet werden, spielt bei den Befürwortern von Euro-Bonds keine Rolle.

    Oder kennen Sie jemanden, der erklären kann, was genau denn nun eigentlich das Problem des Euro ist? Kennen Sie jemanden, der die Behauptung, das Ende des Euro sei schrecklich und für Deutschland ganz besonders schrecklich mit Fakten und schlüssigen Argumenten belegen kann?

    Ich kenne dazu nur Sprechblasen voller heißer Luft.

    Was wir bisher über die sogenannten "Euro-Bonds" wissen, die nun als Allheilmittel für eine vermeintliche Krise herhalten sollen, ist genau so dürftig wie das, was über das "Problem" bekannt ist.

    Euro-Bonds sollen Anleihen sein, für welche die gesamte Euro-Zone als Schuldner gerade steht, während der Erlös aus der Emission dieser Anleihen demjenigen Staat zufließt, der sie herausgibt. Der erhoffte Effekt: gleiche Zinshöhe für alle Anleihen europäischer Staaten, also viel höhere Zinsen für deutsche Anleihen, viel niedrigere Zinsen für griechische Anleihen.

    ( ... und das in einer Welt, in der die Kreditwürdigkeit von Unternehmen und Privatleuten nach den Regeln von Basel II gemessen und in stark differierenden Schuldzinsen ausgedrückt wird. Aber das ist ja gaaaaanz was anderes ...)


    Das kann nicht funktionieren.


    Wenn alle Euro-Staaten gesamtschuldnerisch für Anleihen haften, dann muss auch der Beschluss, eine Anleihe aufzulegen, gemeinsam getroffen werden.

    Das ist das Ende der Souveränität der Euro-Mitgliedsstaaten.

    Der gemeinsame Beschluss erfordert zugleich im Innenverhältnis einen bindenden Vertrag über die Verwendung des Kredits.


    Das heißt aber nicht nur,
    • dass künftig Deutschland und Frankreich darüber bestimmen, ob Griechenland, Spanien, Irland, Italien, Portugal usw. Kredit aufnehmen dürfen,

    • Deutschland und Frankreich müssten dann auch darüber bestimmen, wofür ein Kredit verwendet werden darf und welche Maßnahmen zu treffen sind, um die Rückzahlung zu sichern,

    • es heißt aber auch, dass Spanien, Portugal, Italien, Irland und Frankreich darüber bestimmen, wie viel Kredit der deutsche Finanzminister aufnehmen darf - und wofür er das Geld zu verwenden hat.

    Euro-Bonds erzwingen die Installation der Europa-Regierung, die so noch nirgends vereinbart ist, über die keines der Euro- und EU-Völker je abgestimmt hat. Mit den Euro-Bonds wird automatisch das Kapital zum einzigen Souverän aller Euro-Staaten.
     
    Denn der Beschluss, sich künftig gemeinsam in Euro-Bonds zu verschulden, ändert an der Macht der sogenannten "Märkte" überhaupt nichts.
     
    Nichts.
     
    Nicht das Geringste.
     
     
    Und statt die Macht der "Märkte" endlich als das Problem zu erkennen, kommt man den "Damen und Herren Märkte" auch mit den Euro-Bonds nur weiter entgegen.
     
    Euro-Bonds sind die Vermögenssicherung für jene Großgläubiger, die aus ihren gigantischen, nicht leistungsadäquaten (Zins-) Einkünften in parasitärer Weise immer noch mehr Kapital ziehen. Kapital, das der Realwirtschaft gleich wieder fehlt und nur durch neue Verschuldung ersetzt werden kann.
     
    Das Volk hat ausgedient, die Demokratie ist endgültig dahin, wenn die "Märkte" - dank der Euro-Bonds - nur noch diesen einen einzigen Geldhahn zu kontrollieren brauchen, um Europa finanziell vollständig zu beherrschen.

    Dieses Europa haben sich nicht die Völker Europas gewünscht. Dieses Europa dient ausschließlich denjenigen, die als Global Player beabsichtigen, Europa und seine Bürger - in Art einer Kolonie - als Standort für Ausbeutung und Erpressung zu nutzen.

    Nein! Nein, und nochmals nein!

    Das geht über die sowieso kaum erkennbare demokratische Legitimation der Euro- und Europa-Konstrukteure noch einmal weit hinaus.

    Noch hat Deutschland ein Grundgesetz.
    Noch ist darin ein Widerstandsrecht verankert, gegen alle, die es unternehmen, diese Ordnung zu zerstören.

    Und solche Störenfriede, die klammheimlich an den Grundlagen der Souveränität sägen, gibt es derzeit mehr als genug. Die meisten aus schierer Dummheit, aus längst überlebten, idealistischen Euro-Utopien heraus, die Gerissenen aber, die Schritt für Schritt den Weg gehen, an dessen Ende ein europäisches Kommissionsregime herrscht, aus wohlfeilem Kalkül.

     

    Wehrt euch, Bürger und Demokraten!

    Die Euro-Bonds sind der Supergau für die Freiheit aller Europäer.

    Dagegen ist der Stuttgarter Grubenbahnhof ein lächerliches Witzblatt vom Abreißkalender.


    14. August 2011

    Farbenspiel in Phloxpink

    Das Bild vom Sonntag


    13. August 2011
    12. August 2011

    11.45 Uhr Der Leerverkauf

    Wenn sich nächtens ein halbes Dutzend verruchter Gestalten, mit Zuhälter- und Zocker-Visagen, in vollgequalmten Hinterzimmern beim Pokern gegenseitig ein paar Tausend Euro abnehmen, dann ist das verbotenes Glücksspiel - und die Staatsgewalt, die sich einst das Monopol aufs Glückspiel gesichert hatte (die EU, die heilige Kuh, hat dieses Staatsmonopol inzwischen gerügt und die Öffnung des Glücksspielmarktes eingefordert), greift mit aller Härte durch und räuchert diese Spielhöllen aus.

    Weniger zum Schutz des unvorsichtig harmlosen Bürgers, der, wenn er mit Taschen voller Geld hineingeht, ausgenommen wie eine Weihnachtsgans wieder herauskommen könnte, sondern wohl eher zum Schutz der Umsätze und Gewinne der eigenen Spielcasinos und der großen Lotto- und Toto-Organisationen.

    Wenn sich nun aber "Hochstapler" untereinander in Terminkontrakten Aktien verkaufen, die sie nicht besitzen, um aus einer solchen Wette auf die Kursveränderung Gewinne zu schlagen, die weder am illegalen Pokertisch, noch in den legalen Spielcasinons, noch bei Lotte und Toto erzielt werden können,

    wenn diese Hochstapler dabei nicht nur sich selbst ins Risiko fahren, sondern mit ihrer brutal-egoistischen Zockerei ganze Börsen in den Crash fahren, dann ist da kein Staat, der dies als verbotenes Glücksspiel ansähe, und wenn jetzt vier Länder der Euro-Zone in ihrem Rechtsbereich ungedeckte Leerverkäufe verboten haben, dann wird gleich laut gerufen: Der Staat mischt sich ein, in Dinge von denen er nichts versteht.

    Der Staat, das ist nicht Frau Merkel, das ist nicht Monsieur Sarkozy, auch wenn die beiden vom Gegenteil überzeugt scheinen.

    Der Staat, das sind wir, und wer - wie viele - kleine Beträge selbst in Aktien angelegt hat, wer - wie viele - auf eine Pension oder auf die Rente aus einer privaten, kapitalgedeckten Lebensversicherung hofft, der kann gar nicht anders, als Leerverkäufe, ob gedeckt oder ungedeckt ist dabei völlig egal, wegen ihrer verheerenden Wirkungen verbieten zu wollen.

    Der ganze Aktienhandel zu reinen Spekulationszwecken ist im Grunde Glücksspiel und gehört verboten, aber auch hier gilt immer noch:

     

    Die Kleinen hängt man,
    die Großen lässt man laufen -

    und schiebt noch emsig Rettungsgelder
    als Spekulations-Subventionen hinterher.

     


    11. August 2011

    13.45 Uhr Euroland ist abgebrannt, flieg, Käfer, flieg ...

    Ja, Donnerstag, Paukenschlagtag, und wie schon am Montag angekündigt, diesmal über die neuen Auswüchse der Euro-Retterei und die sonderbare Rolle der EZB dabei.


    10. August 2011

    10.20 Uhr E.On bestätigt radikalen Stellenabbau

    E.On, Energieriese aus dem deutschen Stromoligopol, rächt sich bitter für den vorgezogenen Ausstieg aus der Atomenergie. Bis zu 11.000 von 85.000 Stellen, also 13 Prozent der Belegschaft, sollen abgebaut werden.

    Unterstellt man, dass E.On auch ohne die Atomkraftwerke weiter Strom liefern wird,
    und zwar nicht weniger, eher mehr als bisher, dass dieser Strom aus anderen E.On Kraftwerken, aus E.On Windparks und E.On Solaranlagen stammt, dass für den Umstieg auf erneuerbare Energien erhebliche Planungs- und Realisierungsaufwände zusätzlich zu erbringen sind, was eher viel mehr Personal erfordert, statt weniger,

    dann drängt sich der Verdacht auf, das nun - zu Gunsten der Aktionäre und zu Lasten der Belegschaft und der Sozialsysteme - an der Sicherheit der Stromversorgung gespart werden soll,

    dass man, wie bei der Bahn, notwendige Instandhaltungsmaßnahmen hinauszögert, Ersatzinvestitionen unterlässt, um dann bei jedem durch diese Sparmaßnahmen tatsächlich eintretenden Stromausfall mit dem Finger auf die Verantwortlichen für den Atomausstieg zu zeigen - und die Strompreise zu erhöhen.

    Man kann es sich ja leisten. Es gibt zwar einen Wettbewerb unter einer Reihe mehr oder weniger sonderbarer Stromanbieter in Deutschland, einen künstlich inszenierten Wettbewerb von Stromhändlern, aber es gibt für E.On, RWE, Vattenfall und En.Bw keine Konkurrenz.

    9. August 2011

    20.40 Uhr London brennt - ein spezieller Kontakt

    Sehr geehrter Herr Kreutzer,

    evtl. interessant im Zusammenhang mit den Ausschreitungen in GB:

    ---
    As political and social protests grip the Middle East, are growing in Europe and a riot exploded in north London this weekend, here's a sad truth, expressed by a Londoner when asked by a television reporter: Is rioting the correct way to express your discontent?
    "Yes," said the young man. "You wouldn't be talking to me now if we didn't riot, would you?"

    The TV reporter from Britain's ITV had no response. So the young man pressed his advantage. "Two months ago we marched to Scotland Yard, more than 2,000 of us, all blacks, and it was peaceful and calm and you know what? Not a word in the press. Last night a bit of rioting and looting and look around you."
    ---

    Mit freundlichen Grüßen

    H,.H.

    20.30 Uhr Die Stuttgarter Variante

    Statt Häuser anzuzünden, Läden zu plündern und sich klar außerhalb eines gesamtgesellschafllichen Konsens zu positionieren, versuchen die Stuttgarter S21
    Gegner immer noch, mit ihrem gewaltfreien Protest zu punkten. Hier zwei Links, die mir von Juliane Bialek übermittelt wurden. Lesen bildet - oft sogar Meinungen ...

     

    09.45 Uhr London brennt

    Die Fernsehbilder, die uns aus London erreichen, gleichen eher dem Ausbruch eines Vulkans als der Gewalttätigkeit einiger Randalierer und Plünderer.

    Die Fernsehbilder, die uns aus London und anderen englischen Großstätten erreichen, gleichen Kriegsszenen, brennende Straßenzüge, aufragende Ruinen wie nach einem Bombenangriff.

    Die Frage, die sich stellt, ist die gleiche wie bei den Unruhen in den Pariser Vororten vor wenigen Jahren: Wer sind die, die da plötzlich in großer Zahl auftauchen, Häuser anzünden und Geschäfte plündern? Wer sind die, die damit beginnen, ganz England in den Ausnahmezustand zu versetzen?

    Damals, in Paris, waren es "unzufriedene, vor allem farbige Jugendliche", die ihren Frust in Gewaltaktionen entladen haben, denen Sarkozy, damals noch Innenminister, mit starken, gewalttätigen Worten und mit verstärktem Polizeieinsatz entgegen getreten ist. Diese Kräfte sind in Frankreich wieder unter dem Deckel. Können aber jederzeit wieder eine Eruption auslösen.

    In England ist der Krater noch offen, ob Cameron in der Lage ist, ihn zuzuschütten, ist fraglich. Die EU-Verträge geben ihm das Recht, mit Waffengewalt im Inneren gegen Aufständische vorzugehen. Es wäre die Premiere, und ich fürchte, sie steht bevor.


    8. August 2011

    13.45 Uhr Der Euro wird zu Tode gerettet 

    Die Süddeutsche überschreibt ihren Artikel zur EZB-Politik mit der fragwürdigen Titelzeile: Wenn die Feuerwehr brennt

    Die Aufgabe der Zentralbank ist es nun eigentlich nicht, die brennenden Staatshaushalte von EU-Ländern zu löschen, die Aufgabe der Zentralbank ist eine andere, und zwar eine einzige: Nämlich die Inflation in der Euro-Zone bei 2 Prozent jährlich zu halten, also die sogenannte Geldwertstabilität im Euro-Raum zu gewährleisten, was unter dem Strich wieder nichts anderes heißt, als liquide gehaltene Anteile von Großvermögen vor Wertverlust zu schützen.

    (Dazu mehr am Donnerstag im Paukenschlag dieser Woche)

    Mit dem ungebremsten Ankauf von Schrottpapieren der gerade von "den Märkten" in die Zahlungsunfähigkeit getriebenen Staaten, erweist sich die EZB aber nicht mehr nur als Hüter der Geldwertstabilität, sie hütet nun auch noch die langfristigen Geldanlagen der Gläubiger vor Wertverlust, indem die gesamte Euro-Zone zu Bürgen gemacht wird.

    7. August 2011

    glänzend vom nächtlichen Regen

    Das Bild vom Sonntag


    6. August 2011

    08.00 Uhr Italien und der ausgeglichene Haushalt 2013 

    Märchenstunde in Euroland, Berlusconi als Sheherezade: Auch nicht schlecht.

    Die Tagesschau berichtet aus dem ARD-Hörfunkstudio Rom, Berlusconi habe schon für 2013 einen ausgeglichenen Staatshaushalt angekündigt und auf ein baldiges Sondertreffen der G7-Finanzminister gedrängt.

    Die ARD bringt dies in Zusammenhang mit den Kursverlusten der letzten Woche an den Börsen weltweit und formuliert:

    "Nach einer der schwärzesten Wochen seit langem für die italienische Börse mit einem Minus von etwa 13 Prozentpunkten hat Regierungschef Silvio Berlusconi gestern Abend stärkere und schnellere Schritte gegen die Schuldenkrise angekündigt."

    (...)

    "In den vergangenen Tagen waren die Zinsen für italienische Staatsanleihen stark gestiegen. Italien ist mit 1,8 Billionen Euro hoch verschuldet und leidet darunter dass die Wirtschaft des Landes kaum wächst. Auf den Märkten wurde daher die Angst größer, die Schuldenkrise in der Eurozone könne auch auf Italien übergreifen."

    Nun ist offenbar also auch Berlusconi gewillt, sein Land, zu Gunsten von Spekulanten und Großgläubigern kaputtzusparen. Die Segnungen EU- und Euro-Europas hatten sich die Bürger noch vor 10 Jahren etwas anders vorgestellt.

    5. August 2011

    10.00 Uhr Die Aktienkurse spielen verrückt - die Märkte treiben es bunt

    Das könnte ein schwarzer Freitag werden, orakelt Focus Money finster-drohend und zählt auf, was alles aus den Fugen geraten ist, in der Finanzwelt:

    • Nach schwersten Tagesverlusten von DAX und DOW fiel auch der Nikkei um 3,4 Prozent.
    • Alleine der Börsenwert aller 30 im DAX gelisteten Unternehmen fiel um knapp 100 Milliarden Euro.
    • Sarkozy, Merkel und Zapatero wollen deshalb miteinander telefonieren.
    • Der Hang-Seng-Index verlor 4,1 Prozent.
    • Die australische Börse verlor knapp vier Prozent.
    • Italien und Spanien sind unter den Druck der Märkte geraten.
    • Trichet deutet Zinserhöhungen an. Gift für die Märkte - und die einzige Möglichkeit, die Inflation in den Griff zu bekommen.
    • Eurokurs sinkt unter 1,42 US-Dollar
    • Die EZB kündigt weitere Käufe von Staatsanleihen hoch verschuldeter Staaten der Eurozone an.
    Ja, und was bedeutet das?
     
    Sinkende Aktienkurse bedeuten doch nicht anderes, als dass da ein Teil der Marktteilnehmer massiv verkauft.
    Massive Verkäufe sorgen, vor allem bei denen, die den Kursrutsch auslösen,
    für einen Anstieg der Liquidität. Wer dem nachhetzt, will verkaufen, bevor der Kurs unter den Einstandskurs rutscht, realisiert also immer noch einen Gewinn.
    Wer im Zuge eines aktuellen allgemeinen Kursverfalls Aktien unter Einstandswert verkauft, ist entweder ein Narr, der seine Kredite sonst nicht bedienen kann, oder ein Narr, der einfach immer nur den anderen hinterherrennt.
     
    Dass der Börsenwert der Aktien innerhalb kurzer Zeit um 100 Milliarden Euro gesunken ist, hat überhaupt keine Bedeutung, wenn der Börsenwert der Aktien wieder steigt, hat das auch keine Bedeutung. Bedeutsam sind Kursveränderungen nur, wenn Verluste oder Gewinne durch Verkauf realisiert werden (müssen).
     
    Dass die Spitzenfiguren miteinander telefonieren wollen, wird ihre Ratlosigkeit nicht beheben, und solange sie nicht die Ratgeber wechseln, werden sie ihre Scheuklappen aufbehalten und die Euro-Rettungsbillionen weiter vermehren, als handele es sich um eine Bakterienkultur in einer Petri-Schale.
     
    Dass Trichet nun die Zinsen erhöhen will, das ist letztlich auch nur eine hilflose Geste.
    Die Geldmenge wird von den Geschäftsbanken erzeugt und von "den Märkten" eingesetzt. Die Märkte bestimmen, auf welchen Teilmärkten Inflation und auf welchen gleichzeitig Deflation herrscht, weil gigantische Beträge freier Liquidität einfach skrupellos mal hierhin, mal dorthin gelenkt werden.
     
    Ein Euro-Kurs unter 1,42 US-Dollar? Es heißt immer, wir leben vom Export. Da ist ein niedriger Kurs doch eher positiv? Und so lange im Export gigantische Überschüsse erzielt werden, wird die durch den niedrigen Euro geringfügige Verteuerung von Rohstoffen und Energie doch eher überkompensiert. Kein Problem für die Realwirtschaft, noch nicht einmal für die Exportwirtschaft. Nur für die Damen und Herren Spekulanten von Belang.
     
    Und dass die EZB weiter die eigenen Stabilitätsregeln und das Bail-Out-Verbot bricht oder umgeht, das regt doch auch schon niemanden mehr auf, da wird jetzt noch gerettet, gerettet, gerettet, Gläubigervermögen in die Sicherheit der Staatschuld Deutschlands gebracht, bevor die Kläger gegen die Euro-Rettung in Karlsruhe Recht bekommen könnten.
     


    4. August 2011

    17.15 Uhr Ein später Paukenschlag von Sigrid Herwig

    Der zweite Teil von Sigrid Herwigs Text zum Thema Kindergesundheit, AD(H)S, und Stoffwechsel ist online.

    Das Thema liegt zwar abseits meiner bisherigen Schwerpunkte, und verlangt daher - gerade von Menschen, die mehr an Fragen von Wirtschaft und Geld interessiert sind - die Annäherung an neue Wissensgebiete,

    doch erachte ich das Thema für mindestens ebenso, wenn nicht sogar noch mehr zukunftsentscheidend, wie die Frage einer besseren, gerechteren Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung.

    Bleiben Sie also dran.

    Mich freut es, diese wichtigen Inhalte präsentieren zu können, und es tut mir gut, mir dadurch selbst eine kleine Entlastung verschaffen zu können.

    10.15 Uhr Bemerkenswert - und logisch dazu 

    Eine sehr kurze E-Mail, mit dem Zeug zur großen Pointe (wenn sich ein Urban Priol oder Volker Pispers ihrer annähme):

    Hallo Herr Kreutzer,

    in diesem einzigartigen Deutschland gibt es immer noch Menschen, die glauben, die Urlaubszeit sei der Grund für die immer wieder ausufernden Spritpreise.

    Können Sie denen mal sagen, sie sollen ihren seit Jahren andauernden Urlaub mal endlich beenden damit die Spritpreise wieder sinken.

    Mit freundlichen Grüßen
    Karl Görtz


    3. August 2011

     

    15.00 Uhr S21

    Juliane Bialek, die Frau, die dafür sorgt, dass meine Leser und ich über die Vorgänge am Stuttgarter Hauptbahnhof auf dem Laufenden bleiben, hat mir heute geschrieben:

    Hallo Herr Kreutzer,

    das las sich unaufgeregt und deshalb gebe ich es weiter:


    http://www.kontextwochenzeitung.de/newsartikel/2011/08/der-bahnhof-vom-berg/

    Nun, ich hab mirs angesehen, eine Freude, für Menschen, die gerne um ein paar Ecken denken, und sich selbst vielleicht auch schon einmal die Frage gestellt haben: Was könnte die Bahn, was die Bundesregierung eigentlich wirklich wollen, und wie lassen sich Heiner Geißler und die Schweizer Beratungsfirma dazu einspannen?

    Für ein paar ruhige Minuten gut geeignete, horizonterweiternde Lektüre.

    Danke, Juliane!

    11.00 Uhr Streiken? Nur wenn's niemand merkt!

    Die Fluglotsen wollen streiken. Das will ihnen der Arbeitgeber per einstweiliger Verfügung vom Gericht verbieten lassen.

    Die von den öffentlich-rechtlichen Sendern gezeigten empörten Bürger, die auf gezieltes Befragen hin bekunden, Streik, wenn er denn überhaupt zu rechtfertigen sei, dürfe dann aber doch nicht auf dem Rücken der Bürger ausgetragen werden, sind gut geeignet für Stimmungsmache.

    Dass dabei immer vergessen wird, dass der Streik die einzige Maßnahme ist, mit der die wirtschaftlich (und damit letztlich auch rechtlich) schwächere Partei ihren Interessen Nachdruck verleihen kann, wird ausgeblendet.

    Absolut unbekannt scheint der Gedanke zu sein, dass die Vermeidung eines Streiks mitten in der Hauptreisezeit nicht nur durch einseitiges Zurückstecken der Beschäftigten, sondern ebensogut auch durch ein Entgegenkommen des Arbeitgebers erreicht werden könnte - und sei es nur die Zusage, bis zum Ende dieser Saison eine "Nicht-Streik-Prämie" für alle Beschäftigten zu zahlen.

    Wer sich über Streik und dadurch entstehende Beeinträchtigung seiner Lebensqualität beschweren will, der sollte seinen Protest gerechterweise erst an die Arbeitgeber und an deren Aktionäre richten, und erst wenn die nachweisen, dass ihr Gewinn beim Nachgeben so weit schrumpft, dass er unterhalb der Rendite einer Lebensversicherung liegt, dann kann und darf man sich auch bei den streikwilligen Beschäftigten beschweren, denn die haben kaum eine Chance, durch Geldanlage mehr einzustreichen, als den mageren Zins einer kapitalgedeckten Lebensversicherung.

    und überhaupt: Der Klimawandel, der nicht zuletzt durch die in großer Höhe freigesetzten Aerosole begünstigt wird, sollte eher zu der Frage Anlass geben, ob so viel Flugverkehr für diese Welt überhaupt noch erträglich ist, als die Lotsen per Gerichtsbeschluss zur Arbeit zu zwingen.

     

    Dieser Zähler zählt seit etlichen Monaten die Besucher dieser Website.

    Am 12. September 2011 waren es 800.000

     

    Und um wie viel mehr sind es heute?

     

    Vielen Dank für Ihr großes Interesse.

    Es ehrt mich.

    Links zu Seiten, die ich gerne empfehle:

    Nachdenkseiten
    Na klar, wer liest die nicht?
    http://www.nachdenkseiten.de/
    taz
    noch ein MUSS
    http://www.taz.de
    Junge Welt
    Die Tageszeitung im Netz
    http://www.jungewelt.de
    Sozialticker
    Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
    http://www.sozialticker.com/
    Campact
    dem Bürgerwillen Gehör verschaffen
    http://www.campact.de
    Mag Wompel
    das labournet - die Gewerkschaftslinken
    http://www.labournet.de
    Gert Flegelskamp
    ein geradliniger Querdenker
    http://www.flegel-g.de/
    Dr. Harald Woszniewski
    Meudalismus
    http://www.meudalismus.dr-wo.de/
    Norbert Rost,
    Regionalwährungen und viel mehr
    http://feldpolitik.de
    Theater Macht Staat - ein Theaterprojekt zur Rückeroberung der Macht über unser Leben
    http://www.theater-macht-staat.com/
    Politik-Poker
    aus unterschiedlichen Blickwinkeln...
    http://www.politik-poker.de
    Berlin unzensiert
    Eine Seite für die Bevölkerung
    http://www.berlin-unzensiert.de/
    Forum DL 21
    Die SPD-Linken
    http://www.forum-dl21.de/
    Bürgermeinungen
    hier schreiben Bürger ihre Meinung
    http://www.buergermeinungen.de/
    Cleanstate e.V.
    H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
    http://www.cleanstate.de/start.html
    Statistisches Bundesamt
    viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
    http://www.destatis.de
     
       

    Die Selbstähnlichkeit der Erscheinungen der Realität ist so groß, dass der winzige Ausschnitt, den der Einzelne davon wahrzunehmen in der Lage ist, vollkommen ausreicht, um sich ein brauchbares Bild des Ganzen zu machen - so man nur will. 

         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         

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