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>Neu<

die Tageskommentare werden nun doch archiviert

in größeren Portionen.

Hier:
 die ersten Wochen nach Fukushima
(7. März bis 14. April 2011)
 
 

 

  Nachrichten vom Tage


 

 

Paukenschlag am Donnerstag aktuell:

 
Dezentrale Energieversorgung

EWK-Verlag

Überblick
Neuerscheinungen:
 

44 Tage mit Paul

Liebe, Gott und
Rock 'n' Roll

Rainer Buck hat diese Synthese gewagt.

 

 

Brieffreundschaft mit einem Abzocker

Roman um Fallensteller im Internet

Hardcover-Ausgabe

Mein friedliches Vietnam

Roman

Ganzleinen-Ausgabe

Lass dir den Himmel nicht entsternen

illustrierter Gedichtband

Hardcover-Ausgabe

Das Geheimnis
des Billriffs

ein Juister Inselkrimi

Taschenbuch

Bari - Gleis 4

eine ungewöhnliche Liebesgeschichte

Hardcover-Ausgabe

 Krankenhaus-
Geschichten

Heiteres und Besinnliches rund um OP und Intensivstation

 U(h)r-Typen

Michael Brückner porträtiert Uhren-Manufakturen und Ateliers

Hardcover-Ausgabe

Exzellenz in der Nische

Uhrenmanufakturen

Hardcover-Ausgabe

Wer weiß schon,
wie tief
der Fluss
unter
der Brücke ist

Roman

Erlegte Jäger

der zweite
Eifel-Krimi von
Winfried Pohl

Falschgeld

Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit



Gesamtprogramm:
 

 
Alles über das Geld
 

 
Gastbeiträge
  • Alexander Czerny
  • Freimut Kahrs
  • Dr. Dieter Petschow
  •  

      Statistik der Arbeitsplatzvernichtung
  • Aktuelle Meldungen
  •  

     
    Der Patient ist die Lösung
     

    Konzept für die Finanzierung des Gesundheitswesens

     

     
    EU - Probleme

     
     
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     Egon W. Kreutzer, Portrait

     

     

    Egon W. Kreutzer

    Autor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

    Kritik

    muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

    Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

    Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.

     


    Was war das denn?

    egon-w-kreutzer.de
    mit Piano?

    Nun, so klingt Harry Kulzer


    - über zwanzig Jahre nach Pogo in Togo -

    heute.

    Mehr von diesem Sound bei

    Table for two
     
    Harry Kulzer
     
    Wolfgang Opitz
    Thomas Froschmaier

    5. Mai 2011

    15.15 Uhr Die Criminale 2011 ist eröffnet

    Die Criminale, seit 25 Jahren ein Tummelplatz der Krimi-Freunde, prall gefüllt mit vielen, vielen Veranstaltungen in 21 Orten am Niederrhein, hat begonnen.

    Heute Abend liest Manfred J. Schmitz in der "Kapelle Liedberg" in Korschenbroich aus seinem bei uns erschienen Buch:

     

     

    Wer weiß schon, wie tief der Fluss unter der Brücke ist"

    Die Korschenbroicher Buchhändler haben uns im Vorfeld das Lager geräumt, doch heute kam eine neue Lieferung aus der Druckerei. Wir können also wieder liefern, sollten Sie bestellen ...

    Mehr Info über diesen Krimi finden Sie auf den Verlagsseiten, und dahin finden Sie mit einem Klick aufs Cover.

     

     

     

    11.30 Uhr Bei aller anderen Aufregung: Die Energiewende nicht vergessen!

    Im heutigen Paukenschlag No. 18 /2011 haben zwei Wissenschaftler ihre Konzepte zur Speicherung regenerativer Energien vorgestellt. Es sind sehr unterschiedliche Konzepte, doch beide können und sollten - sich ergänzend - realisiert werden.

    Lesen Sie, was Gerhard Herres und Matthias Popp zu sagen haben und folgen Sie den Links auf ihre weiterführenden Ausarbeitungen - und wenn Sie Gelegenheit haben, dann weisen Sie auch einmal einen Energie- und/oder Wirtschaftspolitiker auf diese Ausführungen hin. Wer sich immer nur von E.On, Vattenfall, En.Bw und RWE beraten lässt, wird auch immer nur die kurzfristig dividendenträchtigen Lösungen der Kernkraftsaktionäre kennenlernen, da tut frischer Wind aus einer anderen Ecke gut ...


    4. Mai 2011

    09.11 Uhr Erstens

    Ist es nötig, sich wegen Vorgängen, die sich weit weg ereignen, an denen man zudem nichts, aber auch gar nichts ändern kann, zu erregen, zu diskutieren, zu streiten, sich zu ärgern, aufzuregen und damit letztlich selbst zu schaden?

    Wäre es nicht besser, einfach darüber hinwegzugehen, zur Kenntnis zu nehmen und weiter in den Tag hinein zu leben, die Zeit, die einem noch bleibt, zu genießen?

    Muss man sich eigene, zwangsläufig unbeweisbare, spekulative Gedanken machen, und daran verzweifeln, wenn die Verantwortlichen und die Medien doch um nichts als den Preis geringer Gebühren ihre wohltuend beruhigenden Botschaften und Erklärungen zur allgemeinen Beruhigung wohlfeil anbieten?

    Zumal!

    Zumal sich außer dir und noch so ein paar verbohrten Verschwörungstheoretikern doch keine ( ... ) dafür interessiert. Was hast du denn davon?

    Antworten erbeten unter E-Mail schreiben

     Tja, was hast du denn davon?

    Gute Frage!

    „Wäre es nicht besser, einfach darüber hinwegzugehen, zur Kenntnis zu nehmen und weiter in den Tag hinein zu leben, die Zeit, die einem noch bleibt, zu genießen?“

    Nein, ein eindeutiges NEIN! Das wäre nicht besser.

    Ich meine, es wäre nicht besser, „einfach darüber hinwegzugehen, zur Kenntnis zu nehmen und weiter in den Tag hinein zu leben“.

    Was wäre, wenn wir alles, was so rund um uns herum geschieht, einfach nur so zur Kenntnis nehmen würden?
    In welche Rolle würden wir uns denn begeben, wenn wir über alles, was um uns herum passiert, einfach hinweggehen würden?

    Nein, nein, wir werden uns weiter rühren, wenn uns was seltsam vorkommt bzw. wenn uns etwas nicht passt. Und wir werden weiter alles, was um uns herum geschieht, mit wachsamen Augen beobachten - und unsere Gedanken dazu öffentlich machen.

    Und - „wegen Vorgängen, die sich weit weg ereignen, an denen man zudem nichts, aber auch gar nichts ändern kann“ brauchen wir uns ja nicht zu ärgern, wir brauchen uns darüber auch nicht großartig „aufzuregen“. Das würde in der Tat unser Wohlbefinden auf allen Ebenen empfindlich stören. Insbesondere unsere Leber, die es gar nicht so gern hat, wenn wir uns ärgern und uns über was aufregen, würde sich empfindlich gestört fühlen.

    Doch darüber „ zu diskutieren“, darüber nachzudenken – und unser Gedankengut öffentlich zu machen, um auch andere zu sensibilisieren, das können - und das werden wir weiterhin tun, auch wenn so manche Vorgänge den Anschein haben, dass niemand was daran ändern könne.

    Es gibt für alles eine Lösung!

    Vielleicht noch nicht heute oder morgen oder übermorgen. Doch es findet sich eine Lösung, sobald sich Menschen gemeinsam Gedanken machen, sich ihrer Werte bewusst werden, ihre Energie auf ein gemeinsames Ziel hin bündeln und sich gegenseitig den Rücken stärken.

    „Muss man sich eigene, zwangsläufig unbeweisbare, spekulative Gedanken machen, und daran verzweifeln, wenn die Verantwortlichen und die Medien doch um nichts als den Preis geringer Gebühren ihre wohltuend beruhigenden Botschaften und Erklärungen zur allgemeinen Beruhigung wohlfeil anbieten?“

    Ja, das muss man! Oder besser gesagt, das sollten wir!

    Wir sollten uns Gedanken machen - und wie gesagt: wir werden uns weiter Gedanken machen.

    Die „Medien“ bieten in der Tat „zur allgemeinen Beruhigung“ tagtäglich „ihre wohltuend beruhigenden Botschaften und Erklärungen“ an, doch es liegt an uns selbst, was wir davon annehmen bzw. glauben.

    In diesem Sinne – viele Grüße nach Unterbernbach

    Manuela E.

    Sehr geehrter Herr Kreutzer,

    diese Frage stelle ich mir mehrmals täglich, wenn ich - immer darauf bedacht,
    nicht missionierend zu wirken - mit Freunden und Geschäftspartnern über die
    haarsträubenden Vorgänge auf unserem Planeten oder in unserer Gesellschaft rede. Viele meiner Gesprächspartner sind völlig uninformiert oder stehen auf dem Standpunkt,dass "wir kleinen Lichter daran ohnehin nichts ändern können".

    Egal, ob es sich dabei um

    • -die völlig blödsinnigen Versuche handelt, durch Aufstellung eines wie auch immer gearteten Rettungsschirms den von uns nicht gewollten Euro zu stabilisieren
    • die eiskalte Ermordung eines vor vielen Jahren schon verstorbenen angeblichen Terrorfürsten dreht und wie ein angeblicher Rechtsstaat dieses (meines Erachtens nach nie stattgefundene Verbrechen) feiert
    • die permanenten Versuche einer weniger Familienclans handelt, die Weltherrschaft über Manipulation von Regierungen und die Ausübung von Kriegen sowie den puren Einsatz einer Unmenge selbst generierten und geraubten Geldes zu erlangen.

    Im günstigsten Fall wird man als Rufer in der Wüste belächelt und nicht ernst genommen, von weniger intelligenten Zeitgenossen wird man als Verbreiter negativer Stimmung verunglimpft und als Verschwörungstheoretiker betitelt.

    Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass man sehr wohl etwas an den Umständen ändern kann.

    So wurde m.E. nach die US-Regierung durch geschicktes Taktieren ihrer Gläubiger wie z.B. China dazu gezwungen, den Tod von OBL zu inszenieren. So kann man nun die Rache als vollzogen verkünden und den unmöglich zu gewinnenden Krieg in Afghanistan peu a peu beenden, ohne das Gesicht
    zu sehr zu verlieren. Möglich ist natürlich auch, dass man so einen Grund dafür geschaffen hat, als nächstes Land Pakistan großflächig anzugreifen, weil man dort OBL angeblich versteckt haben soll. Wie auch immer, die Zeit wird es zeigen.

    Was ich damit sagen will: Egal wie oft wir angefeindet oder belächelt werden, steter Tropfen höhlt den Stein und nur durch permanente Bearbeitung unserer bereits seit über 60 Jahren gehirngewaschenen Mitmenschen kann es gelingen, zumindest gelegentlich den einen oder anderen wachzurütteln.
    Außerdem glaube ich, dass alleine durch die Kraft der Gedanken Einfluss auf eine Sphäre genommen werden kann, die man weder wissenschaftlich noch rational erklären kann. Das hat nichts mit Religion zu tun, sondern mit Energie, Frequenzen und Schwingungen im weitesten Sinne. Wenn nur genügend Leute tief in ihrem Inneren etwas ändern wollen, dann wird es auch irgendwann geschehen.

    In diesem Sinne werde ich weiter machen wie bisher, auch wenn das den meisten Leuten nicht gefällt. Das Gleiche rate ich Ihnen, sehr geehrter Herr Kreutzer, auch wenn es oft wie ein Kampf gegen Windmühlen erscheinen muss.

    Ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute und viel Kraft für die noch anstehenden Aufgaben.

    Freundliche Grüße
    Norbert F.

    Mein Lieber Herr Kreutzer,

    was Sie auch immer haben…!?

    Erstens:

    wir müssen uns ja gar nicht aufregen und unsere inneren Organe belasten. Außerdem können wir ja auch ruhig weiter in den Tag hinein leben. Das Leben spielt ja nun mal in der Gegenwart.

    Die Zukunft liegt aber trotzdem immer in der Vergangenheit. Weil wir nur aus dem, was uns die Welt gelehrt hat handeln können. Das Partizipieren ist ja neuerdings wieder in Mode geraten. Eigentlich ist es aber eher die Antizipation, die bei uns die Reizschwelle reguliert. Die Teilhabe an den Geschehnissen in den Medien und die scheinbare Mitbestimmung sorgen hier für eine entsprechende Erwartungshaltung, die egal ob positiv oder negativ unser Handeln oder nicht Handeln bestimmt.

    Nur diejenigen die sich informieren, alte Denkstrukturen ablegen und mit neuen, eigenen Erkenntnissen aufbereiten, sind in der Lage sich aus dem Strudel der Impulse und Reize zu befreien. Bei aller Mühe, und sei die Windmühle noch so groß, kann ich zumindest für mich behaupten, dass es mir sogar teilweise Spaß macht. Natürlich braucht man oft ein dickes Fell und viel Verständnis und darf sich das Gelächter mancher, scheinbar Unbelehrbarer nicht allzu sehr zu Herzen nehmen. Aber letztendlich, und um es mal wieder zu sagen: logisch zu Ende gedacht, haben wir überhaupt gar kleine andere Chance!

    Zweitens:

    In den ältesten Schriften der Menschheit steht nur dass, was wir daraus übersetzen und interpretieren können. Niemand kennt den tatsächlichen Gehalt und die relative Bedeutung solcher Schriften im Kontext der damaligen Gesellschaften. Ich meine, niemand kann tatsächlich nach hunderten oder tausenden von Jahren sagen, wie diese Schriften gemeint waren. Solche Beurteilungen beruhen ebenfalls nur auf den Interessen der Auswertenden Personen oder Interessengemeinschaften. Das Gewicht solcher Schriften darf deshalb ruhig angezweifelt werden. Aber das nur am Rande…

    Was ich nur sagen will ist, dass die Sache mit dem goldenen Kalb nur ein falsches Sinnbild unter vielen ist und wir uns von solchen Vorbildern nicht beeinflussen lassen sollten.

    Mir ist egal wie viele es schon versucht haben oder wie viele sich schon aufgerieben haben. Solange es noch einen gibt der den Versuch unternimmt, solange haben wir auch noch die Möglichkeit alles zu ändern.

    Drittens:

    Solche Menschen wie Herr Flegelskamp verdienen Respekt und Unterstützung! Er tut was er tun muss und man merkt an seinen Texten, dass er die Dinge durchschaut. Ob seine Theorien beweisbar sind, wird die Geschichte zeigen. Nachvollziehbar und erklärbar sind sie allemal.

    Ich kann ihm nur weiterhin viel Kraft und Mut wünschen und möchte auf keinen Fall auf seine Meinung verzichten!

    Bis die Tage
    Stefan N.

     Es zeigt Dir das du noch den Arsch in der Hose hast.

    Peter K.

    Hallo, Herr Kreutzer,

    die Welt verändern? Das machen schon genügend Leute an den Stammtischen oder die „Wort-Akrobaten“ in der öffentlichen Landschaft! Nun mal im Ernst: Eine alte noch immer gültige Binsenweisheit besagt, „willst du etwas ändern, dann fang bei dir selbst an.“

    Wenn man es wirklich will, dann kann man dem System weitestgehend „entsagen“, die Suche nach Möglichkeiten macht durchaus „erfinderisch“. Wie wäre es

    • den Medien „abschwören“; keine Zeitungen, keine Nachrichten
    • den Lockrufen der Werbewelt bedingungslos widerstehen
    • das Geld nicht mehr zur Bank tragen
    • dem System die „Nahrung“ entziehen, sich auf ein Minimum beschränken! Insofern keine teuren Flüge, Shoppingtouren, Reisen usw.
    • peinlichst darauf achten, was man wo einkauft etc.

    Ich bin mir durchaus bewusst, dass diese Maßnahmen „einsam“ machen können- aber auch glücklich und unabhängig. Ich teile mit vielen die Erfahrung, als schlechter Rufer in der Wüste zu gelten, immer nur negativ drauf zu sein und den anderen die „gute Stimmung“ zu verhageln. Dafür erweitere ich meinen Horizont auf andere Weise, was wirklich kein schlechter Tausch ist! Bei den allermeisten Menschen wird jedoch das Ego genau das verhindern. Sie laufen im Hamsterrad mit und haben weder Zeit noch Interesse, dass sich daran auch nur das Geringste ändert. Eher schließen sie noch ein Dutzend Versicherungen ab!

    Aber da steht noch die Frage im Raum, ob man sich bei Vorgängen, die sich weit weg ereignen, an denen man zudem nichts ändern kann, auch noch streiten und sich ärgern soll? Ich meine ja und nein!
    Ja, wenn es darum geht, Position zu beziehen, wenn es um die Belange unsers Landes, unseres Volkes, um unser Wohl und unsere Gesundheit oder unsere Zukunft geht. Eine klare Abgrenzung schafft hier eindeutige Klarheit.
    Nein, wenn es darum geht, bestimmtes Vorgehen in andern Ländern, in andern Kulturen unter andern Bedingungen zu kommentieren und darauf hinwirken zu wollen, dass sich die anderen Staaten so entwickeln wie wir das wollen. Wir müssen uns nicht überall einmischen und unseren Senf dazu geben. Absolute Zurückhaltung wäre schon mal ein Anfang. Andere Länder- andere Sitten! Wir sollten es endlich akzeptieren! Und mit unseren Wert- und Moralvorstellungen müssen wir wirklich nicht auf diesem Globus hausieren gehen. Es gibt so viel unbeschreibliches Leid auf dieser Erde, dass man es weder in Worte fassen noch in seinem Umfang benennen kann. Aus Gründen des Selbstschutzes entziehe ich mich den Bildern und Worten, denn es liegt nicht in meiner Macht, es zu ändern.

    Ja, die Welt ist ein Irrenhaus- und wir sind mittendrin. Es hat durchaus Methode, Chaos zu stiften. Insofern stellt sich die Frage, wo anfangen beim Einmischen und Aufbegehren? Nun ja, bei jeder sich passenden Gelegenheit an Ort und Stelle: Widerstand leisten, hinterfragen, Ungereimtheiten aufdecken, unbequem sein, Ämter und Behörden beschäftigen mit Widersprüchen, mit Beschwerden, mit Petitionen, Alternativen und Verbündete suchen, Abgrenzen (bis hierher und nicht weiter), der Wahrheit auf den Grund gehen, sich seinen eigenen „Kosmos“ schaffen.

    Das erfordert allerdings Mut, Ausdauer, gute Nerven…Aber ein kleiner Erfolg kann auch zu größeren Taten beflügeln! Ich selbst "bewundere" Leute, die den Mumm hatten, Obrigkeiten die Stirn zu bieten! Nehmen wir uns doch ein Beispiel! Suchen wir uns doch wahre Vorbilder- tun es ihnen gleich- oder schließen uns ihnen an!

    Und damit herzliche Grüße aus Leipzig
    Gabriele S.

     

    09.11 Uhr Zweitens

    Zumal doch nun auch die Portugal-Hilfe beschlossen ist. Diese - wie du es nennen würdest - false flag action, die nicht den Portugiesen, nicht Portugal, nicht den Europäern, nicht Europa, nicht dem Euro hilft, sondern nur den Banken und deren Einlegern und Aktionären, die ist doch schon wieder ein klassisches Beispiel dafür, dass es nichts gebracht hat, dass du dich seit Jahren über die Thematik in ihrer ganzen schön-hässlichen Breite, Höhe und Tiefe ereifert hast.

    Nun gehörst du zu denen, die den Reibach bezahlen müssen.

    Hast du nicht selbst einmal - sinngemäß - geschrieben:

    "Die gegen den Strom schwimmen, werden feststellen müssen, dass sie am Ende, erschöpft und müde genau da ankommen, wo sich alle anderen schon längst bestens eingerichtet haben." (zum Originalzitat)

    Die Menschen werden sich nie ändern, was du forderst, findest du schon in den ältesten schriftlichen Zeugnissen der Menschheit, da haben sich schon viel größere Geister daran abgearbeitet. Die einen hat man umgebracht, die anderen auf den Sockel gehoben, was aber auf das Gleiche hinausläuft, denn über den Gräbern und unter den Denkmälern wurde immer munter weiter ums goldene Kalb getanzt.

    ... und daran willst ausgerecht du was ändern?

    Ach geh! Du spinnst doch.

    Antworten erbeten unter E-Mail schreiben

     
     

    Was ich meine, wer du bist?

    Oder: Was ich meine, wer ich bin?

    „Hast du nicht selbst einmal - sinngemäß - geschrieben:

    "Die gegen den Strom schwimmen, werden feststellen müssen, dass sie am Ende, erschöpft und müde genau da ankommen, wo sich alle anderen schon längst bestens eingerichtet haben."

    Ja, das hast du mal so ähnlich geschrieben. Und?
    Hat sich das bestätigt?

    Ich meine, dass du erschöpft und müde genau da angekommen bist, wo sich alle anderen schon längst bestens eingerichtet haben. Bist du genau dort an diesem Ort angekommen – müde und erschöpft?

    „Die Menschen werden sich nie ändern, was du forderst, findest du schon in den ältesten schriftlichen Zeugnissen der Menschheit, da haben sich schon viel größere Geister daran abgearbeitet.

    DIE Menschen an sich werden sich auch nicht ändern, doch jeder von uns kann an sich selbst arbeiten. Und wenn das viele Menschen tun, dann könnte es gut möglich sein, dass sich langsam aber sicher was ändert.

    ... und daran willst ausgerecht du was ändern?

    Ja! Ja - im Sinne von: Werte leben und vorleben.
    Ja - im Sinne von: aufstehen, wenn mir was seltsam vorkommt bzw. wenn ich das Gefühl habe, dass mir da was nicht so recht passt.

    Ach geh! Du spinnst doch. Findest du?

    Weder du noch ich spinnt.

    Herzliche Grüße nach Unterbernbach

    Manuela E.

     

     Hallo Herr Kreutzer,
    ich meine, dass Ihre Arbeit und die der anderen ''Aufklärer'' viel zu
    wichtig ist, als dass Sie sich von einer momentanen Enttäuschung
    niederreissen lassen sollten.

    Wie sollen denn Menschen wie ich einer bin Informationen aufschnappen und
    nach draussen tragen. Ich habe kein Talent zum Schreiben oder zum
    Aufspüren, habe aber Talent zum Lesen und Erinnern (Denken) und
    Weitertragen (Mundpropaganda). Nach meiner jetzt 30jährigen Erfahrung
    dieses ''Tun''s kann ich behaupten dass bis jetzt alles dabei war,
    auslachen, ignorieren und und - aber auch Interesse, grosses Interesse.

    Mittlerweile habe ich mich mit dem Leben einer ''Litfass-Säule'' arrangiert
    (ein lieber Zeitgenosse nannte mich mal so). Früher waren es Büchereien,
    heute hauptsächlich das Internet, aus dem ich mir meine Informationen hole
    und da ich ein kommunikativer Mensch bin, treffe ich auch immer wieder mal
    auf fremde Menschen und während eines Gespräches kann man das eine oder
    andere Thema angehen.

    Also, bitte bedenken Sie auch, dass es solche Menschen wie mich auch gibt,
    die das im Kleinen publik machen, was ihr im Grossen auf euren
    Internetseiten schreibt. Meine Oma hat immer gesagt ''Kleinvieh macht auch
    Mist'' - also - es wäre super - wenn auch weiterhin ''Mist'' gemacht
    wird :-)

    Liebe Grüße aus Böblingen

    Bruni M.

     
    Hallo Herr Kreutzer,

    obwohl ich glaube, dass die Frage nicht ganz ernst gemeint ist, möchte ich Ihnen die Antwort geben, dass ich mich tatsächlich so eingerichtet habe, dass mich die Welt um mich herum möglichst nichts mehr angeht. Na gut, um alles und an jedem komme ich nicht drumherum, das geht leider nicht, ich bin ja (noch) kein Einsiedler, aber von den Irrungen und Wirrungen unserer menschlichen Gesellschaft bekomme ich nur noch am Rande mit. Ich lese in der Zeitung höchstens noch die Überschriften, schaue kein Fernsehen mehr und auch das Radio bleibt aus. Guttenberg, Fukushima, Ägypten, Tunesien, Libyen, Syrien, Maschmeyer, Ethikkommission, ermordete Terroristen und Borussia Dortmund können mir gestohlen bleiben - sie interessieren mich höchstens noch am Rande.

    Klar, manchmal klopft es doch noch an meine Tür und jemand will was, ich lebe schließlich noch auf diesem Planeten und beanspruche zwangsläufig einen Teil desselben, da sind kleinere Berührungen unvermeidlich, aber sonst? Nachdem ich mich intensiv mit der Philosophie von Schopenhauer und Aristoteles beschäftigt hatte, wurde mir bewusst, was ich irgendwie schon immer geahnt hatte - das Leben beinhaltet grundsätzlich keinerlei Anspruch auf Glück und Zufriedenheit. Glück und Zufriedenheit als visionärer Zustand in einer wie auch immer gearteten Zukunft sind nur Schimären, nicht greifbar und nur in unseren Vorstellungen vorhanden. Unheil und Übel sind jedoch real und man läuft ständig Gefahr, ihnen zu begegnen. Deshalb muss die Maxime für ein gutes Leben sein, alles dafür zu tun, Unheil und Übel von sich und seinen Liebsten fernzuhalten. Wenn einem dies gelingt, hat man für sein Leben das Höchste erreicht. Dieses Höchste erreichen zu wollen, indem man seine Mitmenschen zu bestimmten Einsichten bringt und sich daraus eine bessere Gesellschaft entwickelt, ist absolut unmöglich und man sollte besser die Finger davon lassen.
    Der Mensch ist nämlich nicht grundsätzlich gut und alle Übel dieser Welt entstehen nicht dadurch, dass wir unser Zusammenleben falsch gestaltet haben, sondern es liegt im Menschen selbst, in jedem von uns. Und der Mensch lässt sich nunmal nicht ändern, weil er sich gar nicht ändern will. Jeder Mensch (vielleicht von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen) ist von Natur aus ein radikaler Egoist, der ohne Rücksicht auf Verluste (bei anderen) durch die Welt zieht und auf seiner vergeblichen Suche nach Glück und Zufriedenheit (siehe oben) nach Bedarf so ziemlich alles kaputtschlägt, was ihm dabei in die Quere kommt. Deswegen ist die Welt so, wie sie ist.

    Und ich werde daran garantiert nichts ändern können. Was habe ich also von der ganzen Aufklärerei gehabt?

    Eine ganze Menge.


    Ich werde mich nicht von anderen vor deren Karren spannen lassen, um bei irgendeiner Schweinerei mitzumachen, nur weil ich die Zusammenhänge und Hintergründe nicht verstehe. Einer weniger, der mitmacht.

    Ich werde meinem Kind diese Zusammenhänge erklären, in der Hoffnung, dass es in seinem Leben Unheil und Übel von sich fernhalten kann. Und ebenfalls nicht mitmacht.

    Wenn man das hoffnungslose Ganze sieht, verliert man sehr schnell den Glauben daran, dass sich im Laufe der Menscheitsgeschichte noch irgendetwas zum besseren ändern könnte. Halten wir also soviel Unheil und Übel von uns fern, wie wir nur können. Wissen hilft dabei.

    Mit freundlichen Grüßen
    Stefan Töns

     

    später: Drittens

    und was hat wohl Gert Flegelskamp davon, dass er sich immer noch so weit aus dem Fenster lehnt?

    (Und ich verrate kein Geheimnis, wenn ich gestehe, dass mir gefällt, was es da zu lesen gibt.)
     
     

    Das Originalzitat aus
    "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre Band II - Globale Konzepte":
     
     

    Sobald sich das allgemeine Handeln an einer Lehrmeinung ausgerichtet hat, und sei sie auch noch so kurzsichtig oder fragwürdig,

    kann sich dem Zug der Lemminge niemand mehr ernsthaft entgegenstemmen.

    Wer gegen einen starken Strom schwimmt,
    wird am Ende feststellen, dass er mit unsinnig hohem Energieeinsatz als Letzter dort angekommen ist, wo alle anderen auch sind.
    zurück in den Text

     Blackout

    2. Mai 2011

    09.00 Uhr Auge um Auge

    Eine Spezialeinheit der US-amerikanischen Streitkräfte hat Osama bin Laden in der Nähe von Islamabad erschossen. Vor dem Weißen Haus brandet Jubel auf.

    Die Freude, einen Menschen getötet, sich final gerächt zu haben, durchbricht auch in diesem Fall wieder einmal mühelos die dünne Tünche der Zivilisation.

    Am 22. März 2004 schrieb ich in einem sehr grundsätzlichen Aufsatz über Krieg und Terror abschließend:

    Auch die Beendigung des Al-Quaida-Terrors
    wird möglich sein.

    Um ahnen zu können, was dazu zu tun ist, könnte es nützlich sein, die Ziele der Terroristen zu kennen. Womöglich handelt es sich um durchaus erfüllbare Ziele - unerfüllbare, so glaube ich, hätte man uns längst zur Kenntnis gegeben.

    Da wir aber über Sinn und Zweck, Absichten und Hintergründe jenes traumatischen 11. September im Unklaren gelassen werden, wird das Ende des Al-Quaida-Terrors wohl erst kommen, wenn die Ziele dieses "we must fight the terror and the terrorism" erreicht sind.

    Die Forschung nach Gründen, Ursachen, Zielen und Anlässen des sogenannten Anti-Terror-Krieges kann in folgenden Ergebnissen zusammengefasst werden:

    Art: zum Angriffskrieg mutierte, siegreiche Verteidigung

    Ursachen: Überfluss, vielleicht auch Dummheit

    Anlass: 11.9.2001

    Gründe: Verbreitung der rechten Lehre (demokratischer Kapitalismus), Prävention (Vernichtung der Massenvernichtungswaffen), Befreiung der Unterdrückten
    (Saddam muss weg)

    Ziele: Beute und Tribut (Ölversorgung - Markt für Coca-Cola & Co.), geostrategische Position verbessern, (zusätzlicher, zentraler Stützpunkt), Weltherrschaft?

    Die Ziele sind, bis auf die Weltherrschaft, erreicht. Eigentlich existiert kein Grund mehr, unter gewissenhafter Abwägung aller Risiken und Chancen, aller Kosten und allen Nutzens, diesen Krieg gegen den Terrorismus fortzusetzen.

    Die Zahl der durch die Kriegsführung zusätzlich in Kauf genommenen Opfer (der Krieg soll ja weitergehen, ein Schurkenstaat nach dem anderen soll an die Reihe kommen) überschreitet die Zahl der bisherigen und zukünftig absehbaren Terroropfer bei weitem, die Einschnitte in die Freiheitsrechte der Bürger erreichen bald stalinistische Ausmaße, aber noch immer weiß niemand, welche Ziele die Terroristen eigentlich verfolgen, und welche Zugeständnisse sie eventuell fordern.


    Sollte man Osama nicht einfach 'mal zum Tee einladen und vernünftig darüber reden?

    Nun, die Einladung zum Tee erübrigt sich seit heute.

    Aber der Beendigung des Al-Quaida-Terrors sind wir wohl nicht näher gekommen. Schließlich mischt sich in den Jubel schon wieder die Angst vor der Rache und, mit der Angst verbunden, der Ruf nach mehr ...


    1. Mai 2011

     

    Das BILD vom Sonntag

     


    30.04.2011

    09.10 Uhr Hab keine Angst vor dem Alter

    Das Familienministerium, auch zuständig für Senioren, hat einen Wettbewerb ausgeschrieben. Unter der Fragestellung: "Was heißt schon alt?", können dort Fotos und Videos zur Thematik eingereicht werden.

    Mit Freude habe ich feststellen können, dass die (Ehrenbezeichnung!) "Älteste Autorin des EWK-Verlags", Lilian Klawitter-Wilkosinski, sich mit einem Videobeitrag beteiligt hat.

     

     

    Wer ist Lilian Klawitter-Wilkosinski?

    Dazu findet sich auf der Rückseite ihres zweiten Buches, "Krankenhausgeschichten", folgender Text:

    Die Autorin dieser liebevoll erzählten, kurzen und heiteren Geschichten,
    stammt aus einer musisch begabten Familie in Westfalen. Eine schwere Krankheit überschattete ihre Kindheit und Jugend und nahm ihr die Möglichkeit, ihren Wunschtraum zu erfüllen und Opernsängerin zu werden.

    Nach der Trennung von ihrem ersten Ehemann verdiente sie den Lebens-
    unterhalt für sich und ihre Tochter als Sekretärin in einem Krankenhaus.
    Damals begann sie, zahlreiche Kurzgeschichten zu schreiben, die in
    Tageszeitungen im Ruhrgebiet veröffentlicht wurden.

    Mit ihrem zweiten Ehemann, der aus Polen stammt, gründete sie das Folklore-Duo „Lilian und Josef“ und trug viele Jahre lang in Deutschland und dem benachbarten Ausland deutsche und osteuropäische Lieder, auch in eigener Nachdichtung vor. Ein Liederbuch und mehrere Langspiel-Platten wurden herausgebracht.

    Der Tourneen müde geworden, hat sie mit ihrem Ehemann in Polen eine Minipension errichtet und in ihrer Freizeit wieder mit dem Schreiben begonnen. 2008 erschien ihr erstes Buch, eine Sammlung heiterer Kurzgeschichten mit dem Titel: "Ich bin nicht ganz normal"


    29.04.2011

    09.09 Uhr Die halbe Welt im Hochzeitsfieber

    Sie offenbar nicht.

    Sie suchen hier nach der Alternative, nach der Ablenkung, nach dem Interessanten ...

    Ja, da darf ich mal ganz schadenfroh daran erinnern:

    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

    Ich kann Ihnen zwar als echte Alternative zum Hochzeitsrummel viele schöne, gute Bücher empfehlen - aber die hätten Sie sich vorausschauend bestellen müssen. Vor Montag kommt jetzt nichts mehr bei Ihnen an.

    Der schwache Trost: Sie können ja trotzdem ein bisschen im Verlagsprogramm stöbern. Die jüngeren Titel finden Sie auf dieser Seite

    - und per Klick auf das Cover kommen Sie zur ausführlichen Buchvorstellung und zur passenden Leseprobe. Von da aus zum Shop zu gelangen und ein Buch zu bestellen ist nicht so ganz einfach. Da muss man schon einen eisernen Willen mitbringen und sich durchbeißen, denn hier funktioniert nichts so einfach, wie bei Amazon.

    Nur der Rücktritt von einer Bestellung, der ist bei uns einfacher.

    Sie zahlen einfach nicht. Das war's.
    (Dann liefern wir allerdings auch nicht ;-)), denn wir bestehen auf Vorkasse)



    28.04.2011

    15.15 Uhr Noch einmal: dezentrale Energiegewinnung und -speicherung

    Der heutige Paukenschlag ist die Fortsetzung des Aufrufs zur Ideensammlung für die dezentrale Energieversorgung und -speicherung. Es wäre schön, wenn auch Sie in den nächsten Tagen dazu beitragen, diese Ideensammlung zu bereichern.


    27.04.2011 

    11.00 Uhr Der Warnschuss-Arrest ist wieder da

    Ende 2007 / Anfang 2008 war er schon einmal da, der Warnschuss-Arrest, damals noch von Roland Koch vehement gefordert, um gefährliche Jugendliche (damals mit Betonung auf ausländische Jugendliche) mal eben schnell zur Beruhigung der vorher medial massiv verunsicherten braven Bürger wegsperren zu können. Im Aufsatz "Der Bürgerkriech" habe ich dem Warnschuss-Arrest damals folgenden Abschnitt gewidmet:

    Die gefährlichen Fremden - diesmal in Gestalt jugendlicher ausländischer Straftäter

    Stimmt, das hatten wir schon. Aber wir waren noch nicht bei den Erziehungs-Camps, noch nicht beim Warnschuss-Arrest.

    Ganz genau so wie beim Themenkreis Kindesmisshandlung sind urplötzlich die gefährlichen jugendlichen und noch dazu ausländischen Straftäter in aller Munde - und, kaum hat man das grelle Licht der öffentlichen Meinung dorthin gelenkt, wird auch schon die Abhilfe in hektischer Hetze übers Knie gebrochen. Schärfere, härtere Strafen, Warnschuss-Arrest (droht beim nächsten Mal dann der finale Todesschuss-Knast?) dazu noch nicht näher beschriebene Erziehungscamps und Besserungslager sollen den Jugendlichen helfen, sich beim Bürgerkriech bestmöglich einzugliedern. Und wer dagegen ist, der wird flugs als Neosozialist beschimpft und selbst als Gefahr für das Land bezeichnet.

    Dass die Antwort der SPD darauf so ausgefallen ist, wie sie ausgefallen ist, nämlich insoweit zustimmend, dass man die bestehenden Gesetze nur ausschöpfen und schneller urteilen müsse, man sich ansonsten aber nicht in diese Diskussion hineinziehen lassen will, macht mich betroffen. Es scheint mir nicht gerade ein Zeichen von Mut, einer Diskussion, die aus wahltaktischen Gründen mit fadenscheinigen populistischen Argumenten losgetreten wurde, aus ebenfalls wahltaktischen Gründen auszuweichen, statt mit guten und besseren Argumenten gegen die unausgegorenen Schnellschuss-Parolen anzutreten. Neben das Koch-Thema einfach ungerührt das Mindestlohnthema zu stellen und zu glauben, so könne die dringend notwendige Auseinandersetzung vermieden werden und die Bürger würden das schon nicht merken, gehört zu den absurden Beispielen dafür, wie tief wir alle kriechen, wenn es nur opportun erscheint.

    Alle ernsten Töne von Seiten derjenigen, die sich tatsächlich mit dem Phänomen der Jugendkriminalität auskennen, werden grob und hurtig in den Wind geschlagen.

    Es ist Wahlkampf, heißt die Entschuldigung, mit der das Wissen darum, dass Strafen nichts ändern, solange nicht die Sümpfe der Ursachen trockengelegt werden, von den Protagonisten des Rächerstaates hohnlachend übergangen wird.

    Und deren politische Gegner wenden dem Thema verschämt den Rücken zu und erwärmen sich lieber am schon niedergebrannten Feuerchen Mindestlohn, als sich in dieser wichtigen Diskussion aus gutem Grunde zu erhitzen.

    Darf denn ein Wahlkampf wirklich Grund genug dafür sein, die letztlich doch sehr sinnvolle Unterscheidung zwischen Jugend- und Erwachsenenstrafrecht aufzuheben oder - so wie es sich anhört - sie von den Wirkungen her eher umzukehren?

    Ich meine nein, nein und nochmals nein. Wir brauchen doch erst klare Informationen über das, was wirklich geschieht, Zahlen und Fakten, Tendenzen und Prognosen. Dann brauchen wir eine neutrale, von keiner Ideologie beeinflusste Ursachenforschung - und wenn die Ursachen auf dem Tisch liegen, sollten vernünftige und besonnene Frauen und Männer entscheiden, was der Staat tun kann, um die Ursachen zu beseitigen.

    Stattdessen werden heute die jugendlichen ausländischen Straftäter vom Wahlkämpfer Koch und seinen Hilfstruppen nahezu unterschiedslos mit gleichem Abscheu und gleicher Härte angegriffen, wie mordende Terroristen und Selbstmordattentäter.

    Ja - es ist abscheulich, wenn ein Rentner nachts in der U-Bahn brutal zusammengeschlagen wird, gar keine Frage - aber wer jegliches Personal von den U-Bahnsteigen abgezogen hat, um die Kosten des öffentlichen Nahverkehrs zu senken, wer daran mitgewirkt hat, die Zahl der noch für den Schutz der Bürger eingesetzten Polizeibeamten um viele Tausende zu senken, der trägt auch ein Stück Mitschuld daran, dass die so geschaffenen "Freiräume" immer wieder zum Missbrauch einladen.

    Vor den Luxusläden in der Innenstadt fehlt es nicht an Streifenpolizisten, die alles vertreiben, was bei der hochwohlgeborenen Kundschaft Abscheu oder Ekel erregen könnte. Dort wird niemand auf dem Bürgersteig zusammengeschlagen, in hundert Jahren nicht - und falls doch, dann eher von Polizisten im Zuge der Auflösung einer unerwünschten Demonstration, als von jugendlichen ausländischen Straftätern...

    Die sind dorthin vertrieben, wo es nicht lohnt, Polizei so einzusetzen, dass sie tatsächlich dem Schutz der Bürger dient - und da schlagen sie eben zu. Das hat bis vor vier Wochen - von wenigen spektakulären Fällen mit rassistischem Hintergrund abgesehen - niemanden interessiert.

    Wird jetzt, aus dem Wahlkampf heraus, eine Verschärfung des Jugendstrafrechts und des Jugendstrafvollzugs in die Welt gesetzt, wie es die CDU ja bereits beschlossen hat, werden diese voreiligen Maßnahmen nach dem Wahlkampf, der sie hervorgebracht hat, nicht wieder verschwinden.

    Es wird auch nicht mehr alleine um ausländische jugendliche Straftäter gehen. Wir werden erleben, dass im so inbrünstig beschworenen Law-and-Order-Staat das, was bislang als das Vorrecht der Jugend galt, nämlich schneller und heftiger aufzubegehren, als die schon Gebeugten und Gebrochenen, nicht mehr ausreicht, um einen mildernden Umstand zu begründen.

    Es sieht sehr so aus, als böten die in diesem Jahr noch bevorstehenden Wahlkämpfe genügend viele Projektionsflächen für Law-and-Order-Parolen, aber nirgends einen Platz für vernünftiges, auf Problemlösung, statt auf Stimmenfang gerichtetes Nachdenken.

     


    26.04.2011

    11.45 Uhr SPD - von biblischen Plagen heimgesucht ...

    Thilo Sarrazin, das ist der Name eines Mannes, noch viel mehr aber der Name einer Affäre, die sich in einer so abstrusen Weise, bis hin zu einer Entschuldigung von Parteimitgliedern für den Nichtausschluss des Mannes aus der SPD entwickelte, dass das Theater an unfreiwilliger Komik kaum noch zu überbieten ist.

    Man kann gar nicht umhin, sich vorzustellen, wie grandios das Gelingen dieser Affäre von den dafür Verantwortlichen gefeiert würde, hätte es sich um eine Inszenierung gehandelt. Ungefähr so:

    Finstere Bösewichte wollen der SPD schaden und entwickeln einen teuflischen Plan.

    • Eine rassistisch-faschistisch angehauchte Schmähschrift, populistisch aufgemacht, mit Schlagworten wie "Kopftuchmädchen" aufgepeppt und gezielt auf Zustimmung bei den ganz Rechten hingetrimmt, wird bei einem Schreiberling in Auftrag gegeben.
    • Das fertige Traktat wird einem der schwächeren Glieder der SPD-Riege mit ausgeprägtem Hang zur Selbstdarstellung und zum Geldverdienen zur Verwertung angeboten. Er müsse nur seinen Namen dafür hergeben und den Inhalt bei allfälligen Interviews und Talkshows einigermaßen glaubhaft vertreten, die böse Absicht jedoch in aller ihm eigenen Naivität bestreiten.
    • Das Buch wird bei einem renommierten deutschen Verlag untergebracht, die BILD-Zeitung darf vorab daraus veröffentlichen, alle Medien stürzen sich darauf und leiern die Debatte an, die angeleiert werden sollte: Sind wir für Zuwanderung, für Multikulti, für "Überfremdung" oder wollen wir Deutschen unter uns bleiben?
    • Weil die aufgeworfene Frage auch 60 Jahre nach der Gründung der Republik nicht beantwortet ist, die Union aber eher der Reinerhaltung des Deutschtums das Wort redet, während die SPD sich eher der Toleranz gegenüber Migranten verpflichtet sieht, steckt die SPD in einer tiefen Klemme:
      Der eigene Parteigänger hat ausgesprochen, was weite Teile der Parteimitglieder und noch weiterer Teile der Wählerschaft - vor allem nach dem medialen Bombardement - für richtig, oder doch zumindest für tendenziell richtig halten.
    • Schlüge sich die SPD nun auf die Seite der von Sarrazin mobilisierten Wählermehrheit, könnte man sie sofort und ohne jedes Zögern in die schlimme braune Ecke stellen, ihr jahrelange Heuchelei und unglaublichen Populismus vorwerfen, weil sie ihre hehren Ziele aufgibt, sobald der Wind aus einer anderen Richtung weht. Das würde die SPD kräftig Stimmen kosten.
      Zugleich könnte man sich selbst mit den Sarrazin'schen Ausführungen beschäftigen und sie auf die eigenen "sachlicheren" Standpunkte herunterbrechen, um dem Volk zu zeigen, dass man selbst über das nötige "Augenmaß" verfügt, um die Debatte sachlich und zum Wohle der Deutschen führen zu können. Das würde der Union Stimmen bringen.
    • Schlüge sich die SPD jedoch voll auf die Multi-Kulti-Seite, würde die ausländerfeindlichen Thesen, für die in der Bevölkerung durch das Buch und noch vielmehr durch die Berichterstattung über das Buch massiv Stimmung gemacht wurde, energisch von sich weisen, dann könnte man der SPD vorhalten, sie ginge nicht auf die wichtigen und dringenden Fragen der Gegenwart ein, hielte krampfhaft fest an ideologischen Grundsätzen, ohne sich mit der Lebenswirklichkeit in Deutschland auseinander zu setzen. Das würde die SPD massiv Stimmen kosten.
      Zugleich könnte man sich selbst mit den Sarrazin'schen Ausführungen beschäftigen und sie auf die eigenen "sachlicheren" Standpunkte herunterbrechen, um dem Volk zu zeigen, dass man selbst über das nötige "Augenmaß" verfügt, um die Debatte sachlich und zum Wohle der Deutschen führen zu können. Das würde der Union Stimmen bringen.
    • Schlüge sich die SPD weder auf die eine, noch auf die andere Seite, sondern würde nur zwischen beiden Standpunkten herumeiern, so könnte man der SPD Unentschlossenheit und fehlende Problemlösungs-Bereitschaft, ja sogar Regierungsunfähigkeit vorwerfen. Das würde die SPD kräftig Stimmen kosten.
      Zugleich könnte man sich selbst mit den Sarrazin'schen Ausführungen beschäftigen und sie auf die eigenen "sachlicheren" Standpunkte herunterbrechen, um dem Volk zu zeigen, dass man selbst über das nötige "Augenmaß" verfügt, um die Debatte sachlich und zum Wohle der Deutschen führen zu können. Das würde der Union Stimmen bringen.
    Schlussendlich hat die SPD auch wegen der Sarrazin-Affäre bei allen Landtagswahlen weniger Stimmen eingefahren als ihr möglich gewesen wäre. Die Partei hat sich an der Affäre aufgearbeitet, statt sich dem eigentlichen politischen Gegner und den wirklich drängenden Fragen zuzuwenden. Sie hat sich sogar vom einzigen verbliebenen potentiellen Koalitionspartner distanziert, wohl auch aus Sorge, mit dem grünen Multi-Kulti-Kult infiziert oder identifiziert zu werden.
     
    Eine absolut gelungene Inszenierung, wäre es denn eine gewesen.

    Da es keine war, muss man annehmen, dass Herr Sarrazin die SPD aus eigener Dummheit ganz alleine in den Sumpf geritten hat, dass alle beteiligten Medien nur ihre Berichterstattungspflichten wahrgenommen haben - und dass die SPD wirklich gut daran getan hätte, auf dem Gipfel des Scherbenhaufens den Parteiausschluss zu beschließen, damit sich der Elefant einen anderen Porzellanladen suchen kann.
     
    Die Entschuldigung einiger SPDler für den nicht erfolgten Ausschluss ist daher taktisch zwar auch falsch, aber immerhin verständlich.
     
     
    25.04.2011


    24.04.2011

    Das BILD vom Ostersonntag
    (Die 1000-jährige Eiche bei Gollingkreut, Umfang über 9m,
    ist schon wieder jugendfrisch grün.)

     

     

    21. April 2011

    14.30 Uhr Paukenschlag online

    Kernkraftwerksaktionäre, so lautet der Titel des heutigen Paukenschlags, der sich mit den Eigentumsstrukturen auf dem deutschen Strommarkt, mit der nicht genutzten Marktmacht des letzen großen Energieunternehmens im Besitz der öffentlichen Hand,
    und mit der verdächtigen, ja geradezu zum Himmel stinkenden Hektik befasst, mit der Deutschland jetzt mit neuen Hochspannungsleitungen überzogen werden soll, deren Notwendigkeit zwar lauthals beschworen, aber eben doch nur unterstellt wird.
    Festgestellt ist sie nicht - kann sie vermutlich auch nicht werden, denn ihr Hauptzweck ist der Erhalt des Oligopols durch die Beherrschung von Erzeugung und Netz. Für dezentrale Erzeugung und Speicherung ist in diesen Plänen kein Platz (womit wir wieder beim Paukenschlag von letzter Woche wären, zu dem es nach Ostern eine Fortsetzung und Fortführung der Ideenproduktion geben wird.)

    Aber heute ist heute, Gründonnerstag, ich wünsche Ihnen Frohe Ostern, und würde mich freuen, wenn Sie vorher noch Zeit finden, für die Kernkraftwerksaktionäre.

    11.00 Uhr Wirtschaftskriminalität - Business Crime

    Die Grenzen zwischen Legalität und Kriminalität, zwischen verdientem Geschäftserfolg und skrupelloser Abzockerei sind fließend, auf vielen Gebieten noch nicht einmal erkundet. Hinter den Gepflogenheiten des "Ehrbaren Kaufmanns", den kaum noch einmal jemand zu Gesicht bekommt, breiten sich auf der Landkarte von Recht und Gesetz riesige weiße Flecken einer immer noch unerforschten Terra incognito aus, bis der Reisende bei den Fällen krassen Betrugs wieder die sicheren Gestade des Strafgesetzbuches erreicht.

    Diese weißen Flecken, die Tummelplätze der Wirtschaftsverbrecher mit ihren weißen Westen, zu kartografieren, für Volk und Volksvertreter in den Parlamenten gleichermaßen erkennbar zu machen, ist Ziel von Business Crime Control e.V., einem Verein, der sich den Kampf gegen die Wirtschaftskriminalität in allen ihren schon verbotenen und noch erlaubten Formen auf die Fahnen geschrieben hat.

    Als Mitglied von Business Crime Control e.V. erlaube ich mir an dieser Stelle auf zwei Aktivitäten des Vereins hinzuweisen:

    • Die BCC-Konferenz 2011
      am Samstag, den 14. Mai 2011 in Frankfurt am Main
      Programm und Anmeldemöglichkeit sind hier verlinkt:
      Einladung / Programm / Anmeldung

    • Die "BIG", die Zeitschrift von BCC e.V. ist in ihrer jüngsten Ausgabe soeben erschienen. Gemeinsam mit Prof. Dr. See habe ich für diese Ausgabe den Aufsatz: "Über das deutsche Polit-Theater" geschrieben. Das Heft kann über die Redaktionsadresse zum Preis von 6 € bestellt werden.


    20. April 2011

    10.00 Uhr Dollars haben heißt, ein Problem haben 

    S&P droht mit der Herabstufung des Dollars - und die Damen und Herren Märkte spielen die Überraschten und richten schon wieder ein neues Chaos an, der Sturz des Dollars, vermutlich auch auf den Sturz Obamas hin inszeniert, steht auf dem Spielplan.

     ... und weil dies ziemlich gleichzeitig alle begriffen haben, will den Dollar nun niemand mehr.

    Dass ein paar hochbezahlte und mit großzügigen Pensionen ausgestattete Schlafmützen in Deutschland weiter fleißig daran mitwirken, die gesamte Infrastruktur, von der Kanalisation bis zur Autobahn, von der Telekom über die Post bis zur Bahn, von den Wohnungen in Dresden bis zu den Kliniken in Hamburg - alles reale, funktionierende, nützliche Werte - gegen wertloses Papier, von dem die ganze Welt überquillt, zu verschleudern, hilft zwar den Investoren, also privaten Nutznießern, wenigstens Teile ihres Vermögens durch Umwandlung in Sachwerte zu retten, den Niedergang des Dollars wird das nicht aufhalten.

    US-Schuldtitel, in welcher Gestalt sie auch immer verbrieft und verkauft werden, haben es in nächster Zukunft schwer, Interessenten zu finden. Die Verletzlichkeit des Riesen ist deutlich geworden. Die Dollarreserven, die vor allem in China und Japan gehalten werden, sind plötzlich als das zu erkennen, was sie im Grunde schon immer waren: Uneinbringliche Forderungen.

    Und wenn auch der Handel mit Dollars noch eine ganze Weile fortgesetzt werden wird, der Kurs des Dollars wird im Verhältnis zum Euro, zum Yen, zum Rubel und zum Renminbi Yuan immer weiter abstürzen. Dass der Absturz noch langsam und gebremst vonstatten geht, hat viel damit zu tun, dass sich immer noch viele eine Chance ausrechnen, sich "schleichend" und mit kleinen Verlusten aus dem Dollar verabschieden zu können - und dass Öl immer noch ganz überwiegend gegen US$ verkauft wird. Beides wird sich ändern, denn schon jetzt geht es nur noch darum, sich möglichst geschickt vom "Schwarzen Peter" zu trennen.

    Der US$ hat in den letzten 5 Jahren bereits ein Drittel seines Wertes gegenüber dem Euro eingebüßt. Dollar-Gläubiger in aller Welt haben in diesen 5 Jahren ein Drittel ihres in Dollar angelegten Vermögens verloren. Eine nachhaltige Trendumkehr ist nicht zu erwarten.Die Auslandsschulden der USA sind zwar bis heute immer noch weiter gestiegen, doch mit den nicht mehr zu unterdrückenden Informationen über das Ausmaß und die Entstehung der Immobilienblase wird allmählich auch dem dümmsten Anleger deutlich, dass es über dem Großen Teich eine ganze Nation gibt, die in einem so spektakulären Maße über ihre Verhältnisse gelebt hat, dass sie niemals in der Lage sein wird, ihre Schulden zu tilgen - außer per Abwertung.

    In Deutschland haben bisher nur die Arbeiter und Angestellten dafür bezahlt, weil sie der Industrie durch ihre verhältnismäßig niedrigen Löhne auf vielen Gebieten ermöglichten, besonders günstige Angebote vorzulegen. Unternehmer und Kapitalgeber haben - wie die Bilanzen belegen - fürstlich daran verdient.Doch nun wird es auch für das Kapital eng.Dollars haben, heißt ein Problem haben.

    Ein noch so schöner Gewinn, der in einer Währung erwirtschaftet wird, die niemand mehr haben will, ist kein Gewinn - sondern so eine Art monetärer Sondermüll.

     

    (Auszug aus dem Paukenschlag No. 33 /2007)

    Das nenne ich Reaktionszeit!


    Als Service, für diejenigen Paukenschlagleser, die gerne noch einmal die Vorgeschichte nachvollziehen möchten, hier eine Art historischer Abriss über die wichtigsten Aufsätze der Vergangenheit zum Thema:

     Vorläufer 3 /2007 Internationaler Wettbewerb
      14 /2007 Einstürzende Luftschlösser
      20 /2007 Lügenmärchen für Kinder, Enkel und die zukünftigen Generationen
      25 /2007 Das Ende ist nahe
      28 /2007 Nullnummer 2011
      29 /2007 Schuldenfreies Düsseldorf
     Heiße Phase 33 /2007 Das Beben der Märkte
      42 /2007 Beunruhigendes
    (Beben Teil 2)
      48 /2007 Die Banken-, Dollar-, Airbus-Krise
        3 /2008 Estate - real estate - Hypo real estate
        4 /2008 Nur ein Börsencrash?
      12 /2008 Die Welle
      14 /2008 Über den Unterschied zwischen Privatisierung und
      15 / 2008 Spurlos verschwunden - 945 Mrd. Dollar
      21 /2008 Verfassungsgut Kapitalismus
      26 /2008 Gesetz zur Förderung gewerblicher Diebstahls-, Raub- und Erpressungsunternehmungen
      27 /2008 Nun spart mal schön!
      33 /2008  Toll, doller, Dollar
     Finale furioso 39 /2008 Harte Landung
      40 /2008  Die Häuser stehen doch noch
      40a /2008 Das letzte Aufgebot
      41 /2008 Ein Garten voller Böcke
      42 /2008 Die Billionenflut
         

     

     

    und für alle, die das mit dem Geld jetzt aber doch endlich verstehen wollen, habe ich schon vor einer ganzen Weile eine ganzes Buch dazu geschrieben.

     

    Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre Band III - Über das Geld.

    Das finden Sie im EWK-Verlag unter Sachbuch Wirtschaft.
     Sachbuch Wirtschaft
     


    19. April 2011

    09.55 Uhr Stromrebellen (DLF heute 19.15 Uhr)

    Im letzten Paukenschlag, in dem es um Ideen zur Emanzipation von den großen Energiekonzernen ging, habe ich die "Schönauer Stromrebellen" bereits erwähnt und verlinkt.

    Nun habe ich den Hinweis erhalten (danke!), dass der Deutschlandfunk heute abend um 19.15 Uhr darüber berichten wird. Für alle, die Hoffnung, Mut, Ideen und Anregungen suchen, sicher eine gute Quelle.

     

    09.15 Uhr Braucht die SPD Wirtschaftskompetenz?

    Der STERN druckt die Analyse des SPD-Mitglieds und Wirtschaftslobbyisten Dieter Spöri:

    "Die SPD ist existenziell gefährdet. Die Sozialdemokraten haben beim Thema Ökologie die Führungsrolle an die Grünen verspielt. Will die SPD nicht absacken, braucht sie: Wirtschaftskompetenz, Scholz und Steinbrück."

    Hoppla! Haben wir nicht genug Wirtschaftskompetenz in der FDP, in der CSU, in der CDU, in den Arbeitgeberverbänden, in der Bertelsmannstiftung? Wo man hinschaut erstickt das Land in Wirtschaftskompetenz! Gewinnverherrlichung und Wachstumswahn sind die Ergebnisse eines gnadenlosen Wettbewerbs der Wirtschaftskompetenten in Politik und Wirtschaft.

    Die SPD hat ihre Klientel verloren, weil sie ihre Wähler an die neokonservative Wirtschaftskompetenz verraten hat. Wer sich jetzt noch eine Änderung des Kurses erhofft und seine Sinne beisammen hat, der wird die Grünen vorziehen, weil die ihre Ziele - mit dem Vorrang der Ökologie vor der Ökonomie - und ihre Wähler bisher nicht verraten haben, wenn auch auf dem Weg durch die Instanzen so manche frische Idee, so manches hohe Ziel vom Sachzwang abgeschliffen wurde.

    Das kann man von der SPD nicht sagen. Die SPD steht schon längst weit mehr für die Pflege jenes Sandkastens, den die Globalisierer zum Standort Deutschland gemacht haben, als für die Rechte der Arbeitnehmer, für die soziale Absicherung der Abgehängten und Bedürftigen. Die SPD ist in jeder Hinsicht bemüht, sich als "regierungsfähig" zu erweisen, also alles das mitzutragen, was den Interessen der in Deutschland operierenden Konzerne und Kapitalanleger dient, einschließlich der Verteidigung dieser Interessen am Hindukusch, denn nur solches Verhalten bekommt in diesem unserem Lande den Freibank-Stempel "bedenkenlos regierungsfähig".

    Wer das will, kann gleich schwarz wählen.
    Wer es nicht will, und seine fünf Sinne beisammen hat, wird kein belastbares Argument finden, deswegen SPD zu wählen. Das ist die Suppe, die Schröder, Müntefering und Clement der SPD eingebrockt haben.

    Die SPD-Rechten möchten, dass die Basis und die Wähler diese Suppe bis zur bitteren Neige auslöffeln, den Wandel der SPD zur reinen Wirtschaftsoptimierungspartei also zu Ende führen, um entweder als Konkurrenz zur FDP neu zu erstehen, oder an schleichender Vergiftung zu verenden.

    Gabriel kann sich nicht entscheiden, auslöffeln mag er nicht, davor hat er Angst, und wegschütten mag er sie auch nicht, davor hat er genausoviel Angst. Also rührt er verlegen darin herum. Einmal linksrum, einmal rechtsrum.

    Dass Herr Spöri das Dilemma der SPD einzig auf die fehlende ökologische Kompetenz der Partei abwälzen will, ist ein lächerlicher Versuch, das eigentliche Problem zu vertuschen. Ökologisches Profil haben die Grünen und wer das will, wählt Grün. Wer die grünen Visionen ein wenig bremsen will, der wählt die SPD dazu, mit der Erststimme, aber kaum jemand, dem wirklich am ökologischen Umbau gelegen ist, hat dafür jemals die SPD alleine gewählt.

    Da wundert es nicht, dass er dann in einer vollkommen überflüssigen "Endsieg-Phrase" fordert, die SPD müssse

    "... den grünen Führungsanspruch, der ihr die Rolle des Juniorpartners zuweist, brechen."

    Muss man einen potentiellen Koalitionspartner wirklich "brechen"? Oder sollte man besser auf ihn zugehen, sich abstimmen und versuchen, auf leicht abweichenden Wegen gleichzeitig ans gemeinsame Ziel zu kommen?

    Wem hilft diese Feindbildrhetorik?

    Dass Spöri am Ende seiner Ausführungen auch noch auf die Idee kommt, die SPD müsse ihre Kernkompetenzen stärker ausspielen und dabei ausgerechnet vorschlägt:

    "Beim zentralen Thema, der Verbindung von Ökonomie und sozialer Gerechtigkeit, könnte die SPD viel stärker als bisher das Ansehen von Olaf Scholz und Peer Steinbrück nutzen. Ein besseres Team, das aufzeigen kann, wie der Turbokapitalismus zu bändigen wäre, hat keine andere Partei zu bieten."

    ist meines Erachtens der falsche Rat. Scholz hat als Arbeitsminister, Steinbrück als Finanzminister kräftig an der Demontage des Sozialstaats mitgearbeitet. Sie gehören zu jener Riege von Politikern, die dem Turbokapitalismus in Deutschland den Weg erst freigemacht haben. Darin eine glückliche Verbindung von Ökonomie und sozialer Gerechtigkeit zu erkennen, kann man Herrn Hundt oder Herrn Ackermann, Herrn Piech und Frau Klatten nicht verdenken, ein SPD-Politiker der sich da einreiht, erscheint mir nur noch peinlich.


    18. April 2011

    09.59 Uhr abgezockt

    Die BILD berichtet jüngst über eine Telefon-Abzockmasche. Da tappt schon mal jemand rein.

    Besser getarnt sind die meisten Internet-Abo-Abzockfallen.
    Da ruft einen niemand an, den man nicht kennt, und fragt einen aus - da ist man selber, freiwillig, über eine ganz seriöse Suchmaschine hingekommen. Ein kostenloses Angebot lockt, man registriert sich - und schon flattern Rechnungen und Mahnungen ins Haus.

    Wie das läuft, welche Typen dahinterstecken, wie man sich schützen kann und was hilft, wenn man schon der Falle sitzt, hat Andreas Sterntal - nachdem er selbst einem Abzocker in die Falle gegangen war, gründlich und mit großem persönlichen Einsatz recherchiert und erfolgreich vorgemacht. Seine gesammelte Erfahrung hat er in eine spannende Romanhandlung verpackt, in der auch die Charaktere und die "Denke" der Abzocker entlarvt werden.

    Das Buch heißt


    17. April 2011

    Das Bild vom Sonntag 

    16. April 2011

    12.00 Uhr Das Brainstorming läuft weiter

    Die Suche nach dezentralen Speichermöglichkeiten für regenerative Energien, Sonne, Wind, Wasser usw. ist in vollem Gange.

    Es schien mir inzwischen wichtig, den vielen Beiträgen eine Stichwortsammlung voranzustellen, auch zum schnellen Wiederfinden.

    Hier eine "ausgelagerte Kopie" davon, die hier nicht gepflegt wird.

    Stichwort anklicken, und Sie sind beim passenden Posting.

     Anomaliesprünge  
     Batteriespeicherung weitere Fundstelle 
    weitere Fundstelle
     Blockheizkraftwerk (kleines)  
       
     Brennstoffzelle  
       
     Dimensionierung  
     Druckluftspeicher  mit Fallgewicht
    Druckluft Motoren und Speicher

    weitere Fundstelle
     Energieautarkes Haus,  
     Erdwärme  
     Flusswasserkraftwerk  
       
     Holzgas  
     Kevlartanks - bis 300 Bar.  
     Kleinwindrad  
     Kondensatortechnik  
     Kostenrechnung  
     Kraft-Wärme-Kopplung  
     Latentwärmespeicher  
       
     Metallhydride  
    Methan und Methanol (erneuerbar)  
    Mühlstein  
       
     Niederdruckturbinen  
       
     Pumpspeicherkraftwerk (gemeinsam/kommunal)  
       
       
     Rechtsschutz  
     Redox-Flow-Batterie  weitere Fundstelle
     Regen  
       
     Rollstuhlbatterien  
     Scheer, Hermann  
       
       
     Sorptionsspeicher  
     Strömungsmaschinen (Pumpen, Turbinen)  
     Virtuelles Kraftwerk  
     Wasserbehälter gut gedämmt  
     Wassermühlen an jedem Bach  
     Wasserstoff  
       
     Wechselrichter  
     
     Windkraftanlage als Pumpspeicher  Windräder auf Baümen
       
     Wirkungsgrad  Gesamtwirkungsgrad
       


    15. April 2011

    10.15 Uhr Super - die Ideenproduktion ist angelaufen. Die Frage nach den Möglichkeiten dezentraler Energiespeicher als Alternative

    • zu großtechnischen Lösungen,
    • endlosen neuen Stromtrassen und
    • zur Beibehaltung des Quasi-Monopols der vier Großkonzerne


    hat schon innerhalb der ersten 20 Stunden eine ganze Reihe positiver Reaktionen, wertvoller Hinweise und weiterführender Ideen erbracht.

    Ich freue mich, dass damit eine "Nichtnukleare-Kettenreaktion" in Gang gesetzt worden ist, und hoffe, dass sie so lange in Gang bleibt, bis die Lösung gefunden ist.

    Es gibt jede Menge neu eingebrachter Stichworte und Lösungsansätze, die schon jetzt vergessen lassen, dass die Idee des Mini-Pumpspeicher-Kraftwerks bei Anwendung der passenden physikalischen Gesetze einiges von ihrem Charme verliert. Einerseits ist nämlich der Wirkungsgrad der betrachteten Tauchpumpe miserabel, andererseits ist die kinetische Energie in 10.000 Litern Wasser, die auf Dachbodenhöhe gepumpt werden und wieder in den Keller rauschen sollen, doch deutlich kleiner, als angenommen.

    Doch das ist kein Grund, mit dem Nachdenken aufzuhören. Im Gegenteil: Es ist eine Erkenntnis, die hilft, die Gedanken auf immer konkretere Problemstellungen zu lenken.

    Was wir hier machen, ist immer noch so eine Art Brainstorming.

    Die Idee des einen Mitdenkers löst beim nächsten eine neue Assoziation aus, die wiederum vom übernächsten aufgegriffen und mit vorhandenem Wissen und Erfahrungen verknüpft werden kann, bis plötzlich, wie aus dem Nichts, ein gangbarer Weg auftaucht.



    Ich habe hier die bisher eingegangenen Reaktionen an den Paukenschlag angehängt, und bitte Sie, doch einfach da noch mal drüberzulesen und vielleicht am Wochenende in einer stillen Stunde einfach noch einmal selbst ein Stück weit nachzudenken - um dann IHRE Idee einzubringen, IHR Fachwissen zur Verfügung zu stellen. Gerne auch in der Konkretisierung der schon vorgetragenen Ansätze.


    Hier kommen Sie direkt zu den Reaktionen auf der Paukenschlagseite http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2011/15.html
    von wo aus Sie auch IHREN Beitrag mailen können.

    Schönes Wochenende und beste Grüße
    Egon W. Kreutzer

     

    Links zu Seiten, die ich gerne empfehle:

    Nachdenkseiten
    Na klar, wer liest die nicht?
    http://www.nachdenkseiten.de/
    taz
    noch ein MUSS
    http://www.taz.de
    Junge Welt
    Die Tageszeitung im Netz
    http://www.jungewelt.de
    Sozialticker
    Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
    http://www.sozialticker.com/
    Campact
    dem Bürgerwillen Gehör verschaffen
    http://www.campact.de
    Mag Wompel
    das labournet - die Gewerkschaftslinken
    http://www.labournet.de
    Gert Flegelskamp
    ein geradliniger Querdenker
    http://www.flegel-g.de/
    Dr. Harald Woszniewski
    Meudalismus
    http://www.meudalismus.dr-wo.de/
    Norbert Rost,
    Regionalwährungen und viel mehr
    http://feldpolitik.de
    Theater Macht Staat - ein Theaterprojekt zur Rückeroberung der Macht über unser Leben
    http://www.theater-macht-staat.com/
    Politik-Poker
    aus unterschiedlichen Blickwinkeln...
    http://www.politik-poker.de
    Berlin unzensiert
    Eine Seite für die Bevölkerung
    http://www.berlin-unzensiert.de/
    Forum DL 21
    Die SPD-Linken
    http://www.forum-dl21.de/
    Bürgermeinungen
    hier schreiben Bürger ihre Meinung
    http://www.buergermeinungen.de/
    Cleanstate e.V.
    H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
    http://www.cleanstate.de/start.html
    Statistisches Bundesamt
    viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
    http://www.destatis.de
     
       

    Die Selbstähnlichkeit der Erscheinungen der Realität ist so groß, dass der winzige Ausschnitt, den der Einzelne davon wahrzunehmen in der Lage ist, vollkommen ausreicht, um sich ein brauchbares Bild des Ganzen zu machen - so man nur will. 

         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         
         

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