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     Egon W. Kreutzer, Portrait

     

     

    Egon W. Kreutzer

    Autor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

    Kritik

    muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

    Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

    Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.

     



    Was war das denn?

    egon-w-kreutzer.de
    mit Piano?

    Nun, so klingt Harry Kulzer


    - über zwanzig Jahre nach Pogo in Togo -

    heute.

    Mehr von diesem Sound bei

    Table for two
     
    Harry Kulzer
     
    Wolfgang Opitz
    Thomas Froschmaier

     Das ist es doch ...!

    - Atelier, Ausstellung, Vernissage
    - Schulungen, Seminare, Gruppendynamik,
    - Tanz, Ballett, Aerobic
    - großzügiges Büro, oder einfach nur wohnen.

    Was auch immer Sie vorhaben, es ist fast alles möglich, in diesem hohen Saal mit rund 100m² Grundfläche- im 460 m² WFl. Anwesen auf knapp 1.300 m² Grund.
    Und es ist bezahlbar. Infos: Bild anklicken.

     

    24. Juli 2012

    08.45 Uhr Fasten Seatbelts 

    Ladies and Gentleman, this is Captain Moodys speaking:

    "Wir verlassen unsere Reiseflughöhe und beginnen den Anflug auf Crash-City. Bitte bringen Sie Ihre Rückenlehnen in eine aufrechte Position und legen Sie die Sicherheitsgurte an. Auf unserer Anflugroute ist mit heftigen Turbulenzen zu rechnen, die Landung auf dem Boden der Tatsachen kann also recht unsanft werden."

    Da haben wir es also. Kaum hat Deutschland verlauten lassen, am Sinn weiterer Milliarden für die Gläubiger Griechenlands zu zweifeln, schon reagiert das Sprachrohr der Märkte, die Rating Agentur Moody's, mit der unverhohlenen Drohung, Deutschlands Rating zu senken, sollte entweder

    • sich die Lage der deutschen Banken weiter verschlechtern, oder
    • ein Land aus dem Euro austreten, oder
    • Deutschland wegen der fortgeschrittenen Euro-Krise seinen Status als sicherer Hafen bei den Staatsanleihen verlieren.
    Punkt 1 und 3 stehen in dieser Kriterienliste nur als Zierrat herum, denn beides sind Kriterien, über welche alleine die Rating-Agenturen befinden, da droht Moody's also mit sich selbst.
    Nur die mit Punkt 2 ausgesprochene Forderung an Deutschland, den Austritt Griechenlands zu verhindern, weil sonst die Zinsschraube auch für die deutschen Staatsschulden angezogen wird, macht diese Nachricht interessant.
     
    Merkel und Schäuble wähnen sich nun zwischen Skylla und Charybdis, der einen Gefahr ausweichen, heißt, so glauben sie, sich zwangsläufig in die andere zu begeben.
     
    Wikipedia:
     
    Die Skylla lebte gegenüber einem anderen Ungeheuer namens Charybdis auf einem Felsen an der Meeresenge von Messina. Zusammen sind sie zwei unvermeidliche, gleich große Übel. Sie fraß alles, was lebte und in ihre Reichweite kam und ergriff mit ihren Fangarmen vor allem unvorsichtige Seefahrer, die ihr deshalb zu nahe kamen, weil sie Charybdis entgehen wollten. Als Odysseus durch die Enge fuhr, fraß sie sechs seiner Gefährten.
     
    Derweil frisst sich ganz in der Nähe ein anderes Ungeheuer an allem satt, was die Erde hervorbringt. Die Nahrungsmittelspekulation, angetrieben von den Billionenvermögen der "Märkte" treibt die Lebensmittelpreise in ungeahnte Höhen, und so werden noch mehr Menschen vor den gefüllten Kornspeichern hungern und verhungern müssen, weil sie einfach zu arm sind, um sich ernähren zu können.
     
    Bei genauerem Hinsehen wäre zu erkennen, dass es sich nicht um drei verschiedene Ungeheuer handelt, sondern um ein einziges, das ganz nach Belieben mal hier, mal da, einen, zwei, drei oder noch mehr seiner Gierschlünde aufreißt.
     
    Gestern formulierte ich:
     
    Es ist keine Schande, einen Irrweg, der von den meisten Experten dringend empfohlen wurde, bis zum Abgrund zu gehen. Aber wer in den Abgrund geschaut hat, und die Kraft nicht aufbringt, zurückzutreten, dem sollte man die Gefolgschaft aufkündigen.

     

    Heute füge ich dem hinzu:
     
    Die Kraft und die Macht des Ungeheuers speisen sich aus den unsinnigen Opfern der Törichten, die sich und ihre Völker in sturem "Weiter so" unbeirrt immer tiefer in die Gefahr führen.
    Die Kraft und die Macht des Ungeheuers würden schwinden, wendeten sich alle von ihm ab und begäben sich zurück in die sicheren Häfen und vertrauten Gewässer, von denen sie herkamen.
     
    Und dort angekommen, wünsche ich mir Wahlplakate, auf denen in großen Lettern geschrieben steht:
     
    Freiheit statt Kapitalismus!
     
    Lesenswert:
     
    Wir leben in Freiheit?
     
    Freiheit wovon? Freiheit wozu?
     
     
    Was uns die "liberale" Gesellschaft an Freiheit gewährt, sind Wahlmöglichkeiten, ähnlich den Verzweigungen eines Labyrinths, raffiniert aufgebaut, um zu beobachten, welche Strategien die Laborratten wählen, um am schnellsten zu jener einen "Belohnungstaste" zu gelangen, deren Berührung ein paar Futterkörnchen freigibt.
     
    Glauben Sie, Laborratten fühlen sich frei, im Labyrinth? Nein?

    Dann glauben Sie also wirklich, Ratten sind intelligenter als Menschen?



    23. Juli 2012

    10.30 Uhr Zugrunde gerettet -Griechenland am Scheideweg

    "Berlin verliert die Geduld mit Griechenland". So formuliert es Spiegel-Online heute und erklärt, Angela Merkel sei offenbar nicht mehr bereit, Griechenland weitere Hilfen zu gewähren.

    Kurz vorher hatte der Internationale Währungsfonds durchsickern lassen, dass es von dieser Seite keine weiteren Griechenland-Hilfen geben soll.

    Und der Betrachter steht staunend dabei und sieht, wie sich die nun zwei Jahre lang gepredigte alternativlose Alternativlosigkeit über Nacht ins pure Nichts auflöst.

    Was ist passiert?

    Wer hat Herrn Rösler und Frau Merkel zugeflüstert, dass die Euro-Rettung nun doch ohne Griechenland möglich ist?

    Und warum nur Griechenland?

    Warum nicht auch Spanien? Spanien, dem eben erst 100 Milliarden für die Banken vom Deutschen Bundestag (so klingt es jedenfalls, als habe Deutschland alleine darüber zu entscheiden) genehmigt wurden und das nun ganz offensichtlich auch als Staat ganz gerne noch unter den Rettungsschirm schlüpfen möchte, nachdem es vorher noch so klang (ich hab die Verträge nicht gelesen, und sie sind umstritten) als ob Spanien für diese 100 Milliarden-Bankenrettung als Staat haften könnte.

    Ist Griechenland "abgemolken"?

    Haben die "Damen und Herren Märkte" ihr Schäfchen im Trockenen, sehen sie keine Möglichkeit mehr, sich über Griechenland noch weiter mit frischem Geld aus europäischen Staatskassen bedienen zu können?

    Meinen sie, sich nun auf das noch lukrativere Spiel mit den weiteren, viel größeren und viel wackligeren Wackelkandidaten einlassen zu können? Ist die Kriegskasse gefüllt, lässt man die griechischen Peanuts fallen, um nun nach den Coconuts zu greifen?

    Spiegel-Online schwadroniert weiter von der Staatspleite Griechenlands, die nun drohe. Als ob ein Staat pleite gehen könnte. Dazu müsste er sich auflösen und vom Insolvenzverwalter an den Meistbietenden verkauft werden.

    Die Medien wollen uns weiter glauben machen, es hätte einen Versuch gegeben, Griechenland und die Griechen vor dem Bankrott zu retten. Kein Grieche, der nicht zum Kreis der Spekulanten gehört, hat von der Griechenland-Rettung profitiert, im Gegenteil, alle haben bluten müssen und sollten weiter bluten.

    Jetzt sollten sich die "Retter" zusammensetzen und aus Griechenland lernen, dass sie an der Nase herumgeführt wurden.

    Jetzt sollten die "Retter", wenn sie denn wirklich etwas retten wollen, aufhören, unser aller Geld wagenladungsweise aus dem Fenster zu kippen.

    Es ist keine Schande, einen Irrweg, der von den meisten Experten dringend empfohlen wurde, bis zum Abgrund zu gehen. Aber wer in den Abgrund geschaut hat, und die Kraft nicht aufbringt, zurückzutreten, dem sollte man die Gefolgschaft aufkündigen.

     22. Juli 2012

     

    Manuelas Bild vom Sonntag

     

    .

    Wolfgangs Bild vom Sonntag

     

    .


    21. Juli 2012

    11.00 Uhr Einen wunderschönen guten Morgen!

    Allen, die diese Zeilen lesen, und allen, mit denen Sie in Verbindung stehen, wünsche ich heute einen wunderbaren und glücklichen Tag.

    Mir geht es großartig. Ich bin glücklich - und ich möchte, dass auch Sie glücklich sind. Meine Müdigkeit ist verflogen.

    Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich von allen negativen Gedanken und Energien lösen können und heute in ganz und gar frohen und glücklichen Gedanken und Gefühlen aufgehen.

    Erkennen Sie, dass Sie dieses Glück wert sind und nehmen Sie es an.

    Ganz herzliche Grüße
    Ihr

    Egon W. Kreutzer

     


    20. Juli 2012

    10.00 Uhr Undankbare Spanier 

    Da kommen die Parlamentarier des Deutschen Bundestages extra aus ihren Urlaubsdomizilen zurück nach Berlin, um Spanien mit 100 Milliarden Euro aus der Patsche zu helfen - und was tun die Spanier?

    Die gehen mit 100.000 Mann auf die Straße und protestieren, so dass die Polizei ihre liebe Not damit hat, sie mit Knüppeln und Gummigeschossen auseinander zu treiben.

    Da fragt man sich wirklich, wer hier nicht in der Lage ist, die Lage zu erklären. Angela Merkel wirft man vor, den Deutschen nicht wirklich zu erklären, warum sie mit ihrem Geld die Welt retten sollen, doch die Deutschen bleiben ruhig. Sie haben verstanden, sie stehen dahinter und lieben die Regierungschefin.

    Während also die einen friedlich, duldsam und verständnisvoll zahlen, wüten diejenigen, die das Geld bekommen, genau dagegen. Nur weil sie es bis 2018 irgendwie zurückzahlen und dafür jetzt endlich mit dem Sparen beginnen sollen.

    Als wäre es schlimm, wenn die Arbeitslosen ein paar Euro weniger fürs Nichtstun bekommen und dafür ein paar Euro mehr (Mehrwert-) Steuern zahlen müssen. Den Gürtel enger schnallen, das geht ruck-zuck, und fertig ist die Laube.

    Die begreifen scheinbar gar nicht, dass sie (von uns!) gerettet werden.

    Oder haben die Spanier begriffen, dass gar nicht sie gerettet werden, sondern die Vermögen der Gläubiger, der Spekulanten, der Global Player?

    Haben die irgendjemanden, der die Sache anders erklärt - und noch dazu glaubhafter - als Angela Merkel?

    Also da bin ich froh, dass sie es so erklärt, wie sie es erklärt.

    Würde sie es besser erklären - nicht auszudenken - gingen vielleicht sogar ein paar Deutsche auf die Straße und müssten mit Wasserwerfen und Schlagstöcken belehrt werden, nach dem Motto: "Wer nicht hören will, muss fühlen".

    Da gibt es dann Verletzte auf beiden Seiten, wie jüngst in Stuttgart, wegen der paar Bäume im Schlossgarten, das kann doch niemand wollen, und Angela Merkel, die wiedergewählt und weitermachen will, doch schon gar nicht.

    Also lassen wir es bei den Erklärungen, die wir so bekommen, von Regierung, Opposition und Bildzeitung. Das rettet - wenn schon nicht den Euro, so doch wenigstens den Inneren Frieden.


    19. Juli 2012

    11.30 Uhr Summertime Blues 

    Ein bisschen Selbstmitleid als Paukenschlag.


    18. Juli 2012

    09.00 Uhr Innenminister und DFB entschärfen die Arenen

    Sport und Krawall, beides Aufgabenfelder des Bundesinnenministeriums, sind immer häufiger in Tateinheit anzutreffen. Schwierig, wenn es Aufgabe ist, den Sport zu fördern und Krawalle zu unterbinden, zumal der Sport, insbesondere die deutsche Lieblingssportart Fußball, längst vom Sport zum Geschäft, zum Big Business mutiert ist.

    Ein Geschäft, dessen Anziehungskraft auch damit zusammenhängt, dass neben den Toren auch immer wieder Spieler fallen, und dass hin und wieder einer vom Platz getragen wird.

    Ein Geschäft, dessen Anziehungskraft auch damit gesteigert wurde, dass man eben nicht mehr "auf den Fußballplatz" geht, auch nicht mehr in das tröge Stadion, dessen Name (ein altes griechisches Längenmaß) ja nur sagt, dass hier etwas besonders Großes lockt, sondern in die Arena.

    Arena, das klingt nach Blut, nach Kämpfen auf Leben und Tod, nach Christenverfolgung und Gladiatoren, da wird das Wagenrennen aus Ben Hur lebendig, und da geht man hin, weil über der Freude am Sport auch noch dieser Hauch von Sensationsgier mitschwingt, der die Menschen zu allen Zeiten angetrieben hat, zwar nicht dabei, aber doch wenigstens so nahe zu sein, als sei man selbst dabei gewesen.

    Das ist das Szenario, dass die Manager des Fußballgeschäfts aufgebaut haben, um ihr Hauptgeschäft, die Trikot- und Bandenwerbung, für die Werbetreibenden so attraktiv wie möglich zu machen.

    Ein bisschen Pyrotechnik am Spielfeldrand ist ein deutlicheres Signal, dass da was los ist, als noch so laute Fangesänge.

    Bierdosen und Feuerzeuge, die auf den Rasen geschleudert werden, sind begehrte Objekte für die Bildregie, weil sie eben genau das ausdrücken, was dem Fußballabend die Würze gibt.

    Das große Fußballspektakel ist dazu geschaffen, Emotionen aufkochen zu lassen, den Verstand auszuschalten, die Individuen zu austauschbaren und leicht beeinflussbaren Elementen der Masse zu machen.

    So weit, so perfekt, gäbe es da nicht jene, die in ihrem Auftritt auf den Rängen der Arenen die Gelegenheit zur Selbstdarstellung sehen, die Bühne für den Beweis ihrer Stärke, ihrer Unbändigkeit, ihrer kämpferischen Überlegenheit, die eben nicht nur als Fußball-Konsumenten sondern als bewunderte, gefürchtete Helden der Arena wahrgenommen werden wollen, die in Härte und Kampfgeist weit über das hinausragen, was die 22 Mann auf dem Rasen an erlaubten und nicht erlaubten
    körperlichen Attacken zu bieten haben.

    Der Fußball-Sicherheitsgipfel hat mit seinen Beschlüssen: Härtere Sanktionen, längeres Stadionverbot, bessere Kontrollen, vordergründig einen Beitrag geleistet, die Krawalle vor und in den Stadien einzudämmen,

    gleichzeitig aber die Attraktivität der Arenen für diese Selbstdarsteller erhöht.

    Je höher das Risiko, desto größer der Ruhm.
    Viel Feind - viel Ehr.

    Und damit können alle zufrieden sein. Der Innenminister hat seine Pflicht getan und die Regeln verschärft. Der Fußballbund wird noch mehr Geld in die Fanarbeit stecken und damit wieder nur die erreichen, die sowieso "brav" sind, und die Bierbrauer und Heimwerkermärkte, deren Umsatz maßgeblich von der Attraktivität der Fußballübertragungen im Fernsehen abhängt, können ihre bewährten Marketing-Strategien weiterfahren.

    Eine wirkliche Änderung herbeizuführen gelänge nur, würde man diejenigen, die das Geschäft organisieren, in die Verantwortung nehmen - und das heißt - weil es mit der moralischen Verantwortung nirgends mehr weit her ist - sie ganz massiv da zu fassen zu kriegen, wo es richtig weh tut: Am Geldbeutel.

    Mein Vorschlag, ein sehr einfaches und klares Gesetz zur Sicherheit von Sportstätten:

     Gesetz zur Sicherheit von Sportstätten

     

    § 1 Begriffsbestimmung

    Sportstätte ist jedes bebaute oder unbebaute Gelände auf dem sporadisch oder regelmäßig vom Eigentümer des Grundstücks sportliche Veranstaltungen durchgeführt werden oder die Durchführung solcher Veranstaltungen durch Dritte entgeltlich oder unentgeltlich gestattet wird.

    § 2 Verantwortung

    1 Verantwortlich für die Sicherheit von Sportstätten ist der Eigentümer der Sportstätte. Ist der Eigentümer nicht zugleich Nutzer, steht es ihm frei, mit dem Nutzer eine vertragliche Vereinbarung über Regressansprüche bei Eintritt seiner Schadenshaftung abzuschließen.

    2 Für sämtliche Sach- und Personenschäden, die auf dem Gelände der Sportstätte eintreten oder vom Gelände der Sportstätte ausgehen, ist der Eigentümer der Sportstätte schadensersatzpflichtig, unabhängig vom Zeitpunkt des Eintritts des Schadensereignisses. Zur Abdeckung dieser Schadensersatzpflicht hat der Eigentümer eine Haftpflichtversicherung mit einer pauschalen Deckungssumme von 1.000 Euro pro m² Grundstücksfläche nachzuweisen.

    3 Der Eigentümer der Sportstätte kann zur Abwehr potentieller Gefahren eine Hausordnung erlassen und deren Durchsetzung durch geeignete Sicherheitskräfte im Rahmen der allgemein gültigen Gesetze erzwingen.

    § 3 Öffentliche Ordnung

    Um Schadensereignisse im räumlichen und zeitlichen Umfeld von Sportveranstaltungen außerhalb der eigentlichen Sportstätte vorbeugend abzuwehren, sind alle geplanten Sportveranstaltungen unverzüglich bei der zuständigen Polizeibehörde anzumelden. Diese entscheidet über Art und Umfang der Polizeipräsenz, benennt die voraussichtlichen Kosten und stellt diese dem Eigentümer nach Durchführung der Veranstaltung in Rechnung.

    § 4 Betriebsverbot

    Kann der Nachweis der Haftpflichtversicherung nicht geführt werden, oder ist der Betreiber mit den Zahlungen für Polizeieinsätze mehr als einen Monat im Rückstand, wird die weitere Durchführung von Sportveranstaltungen auf dem Gelände der Sportstätte solange untersagt, bis diese Voraussetzungen wieder erfüllt sind.

    § 5 Strafrechtliche Folgen

    Sofern es sich bei Schadensereignissen auf dem Gelände der Sportstätte um die Folgen strafrechtlich relevanter Taten handelt, werden diese nach Maßgabe der geltenden Gesetze verfolgt. Der Eigentümer ist verpflichtet, bei der Aufklärung mitzuwirken und sie durch geeignete personelle und technische Maßnahmen zu unterstützen.

    Geht die Haftung vom einzelnen Hooligan auf den Eigentümer der Sportstätte über,
    stellt dies ein beträchtliches Risiko für diesen dar. Die Kosten der Haftpflichtversicherung würden sich am tatsächlichen Risiko orientieren, genau wie bei der Kfz-Haftpflicht.

    Es entstünde ein ernsthafter wirtschaftlicher Druck, selbst Schadensfälle zu verhüten, ihre Auswirkungen zu begrenzen und die Täter zu ermitteln und in Regress zu nehmen.

    Wenn daneben die vollen Kosten des Polizeieinsatzes im Umfeld der Veranstaltung zu tragen sind, stellt das einen zusätzlichen Anreiz dar, diese niedrig zu halten, also im Vorfeld bereits alles zu tun, um die Emotionen nicht anzuheizen, sondern möglichst auf kleiner Flamme köcheln zu lassen.

    Fußball würde dabei allerdings relativ schnell vom Status "Sensation" auf den Status "Sport" zurückgestuft - und damit wäre das Geschäftsmodell gestorben.

    Es wird also auch in Zukunft alle paar Jahre Fußball-Sicherheitsgipfel geben, womit dafür gesorgt ist, dass auch im Sommerloch spannende Berichte von der
    Fußballfront in die Medien kommen und der Wunsch, nach der Sommerpause im Stadion wieder so richtig mitzumischen, wachgehalten wird.


    17. Juli 2012

    08.30 Uhr EU-Privatisierungskeule donnert auf den Nürburgring

    Der Nürburgring gehört einer so genannten Besitzgesellschaft, die wiederum
    dem Bundesland Rheinland-Pfalz gehört.

    Der Nürburgring ist also Staats- und damit Volkseigentum. Eigentum der Bürger
    von Rheinland-Pfalz, deren Eigentümerrechte von der frei gewählten Regierung ihres Bundeslandes ausgeübt werden.

    Nun braucht die Nürburgring-Besitzgesellschaft des Landes Rheinland-Pfalz Geld.
    Nicht viel. Schlappe 13 Millionen Euro.

    Das Land möchte und könnte diese 13 Millionen zur Verfügung stellen und damit
    den Nürburgring und damit das Volkseigentum an dieser längsten dauerhaften Rennstrecke der Welt, mitten in der Eifel, erhalten.

    Doch die Eurokratenkrake in Brüssel steht dem im Wege. Nicht nur, dass das Land, als rechtmäßiger Eigentümer, erst einen Bittgang nach Brüssel antreten musste, um untertänigst anzufragen, ob es denn sein Eigentum mit einem lächerlichen Millionenbetrag erhalten dürfe, nein, diese Bitte wurde nun tatsächlich auch noch abschlägig beschieden. Es handele sich um eine unzulässige Beihilfe und damit würde der Wettbewerb verzerrt.

    Welcher Wettbewerb?

    Ist die Formel 1 Rennstrecke der Scheichs in Bahrein benachteiligt, wenn Rheinland-Pfalz den Nürburgring für sich erhält?

    Fühlen sich die Monegassen benachteiligt, hoffen Sie auf zwei Formel 1-Rennen pro Saison, wenn der Nürburgring pleite geht?

    Es ist lächerlich.

    Doch der Nürburgring ist ja nur ein Beispiel für den Griff der Wettbewerbshüter nach dem Volkseigentum. Als die Bayerische Landesbank (Bayern LB) - im Besitz des Landes und der Sparkassen - vom bayerischen Staat 10 Millliarden Überlebenshilfe erhielt, wurde flugs ein Verfahren angestrengt, das nun mit einem Beschluss zur weitgehenden Zerschlagung und Verkleinerung des Volksvermögens Landesbank endete.

    Stellen Sie sich vor, Sie besitzen ein Eigenheim. Ein Unwetter hat das Dach abgedeckt, sie selbst sind gerade nicht flüssig, doch Ihr Sohn und alleiniger Erbe ist bereit, die 25.000 Euro zu bezahlen, damit das Haus erhalten werden kann - und dann käme ein Brüsseler Kommissar daher und würde das verbieten - wegen unerlaubter Beihilfe. Das Haus müsste, um wenigstens den Restwert des dachlosen Bauwerks einigermaßen zu retten versteigert werden, an Wildfremde, weil die Hilfe des Sohnes innerhalb der Familie eine unerlaubte Beihilfe wäre?

    Da würde Ihre Zornesader ganz schön anschwellen, oder?

    So, und nun stellen wir einmal einen Bezug zu nur einem Detail der Euro-Rettung her:

    Die privaten Banken in Spanien, die ganz privatwirtschaftlich und gewinnorientiert das Kapital ihrer Einleger und Aktionäre verzockt haben, die alleine bekommen, mit dem Segen der gleichen EU und letztlich aus den Mitteln der Steuerzahler jener Euro-Länder, die noch kreditwürdig sind, 100 Milliarden Euro (7.700 Mal so viel, wie Rheinland-Pfalz gerne zur Rettung des Nürburgrings ausgeben möchte und nicht darf). Und es werden ja nicht nur die in Spanien ansässigen Banken gerettet ...

    Doch da spricht niemand von unerlaubter Beihilfe. Im Gegenteil, es kann nicht schnell und unbesehen genug gehen.

    Der Streit, der lächerliche Streit geht nur noch darum, ob die Banken das Geld über den Staat erhalten sollen, der damit in der Haftung wäre, oder direkt von EFSF oder ESM, womit der Staat angeblich nicht haftet. Was den gutmütigen Bürger in Freudenstimmung versetzt, weil er - bei Direkt-Rettung - angeblich einmal nicht für die Banken haften soll.

    Doch das ist ein Märchen. Wer haftet denn für EFSF und ESM?
    Richtig. Die Mitgliedsstaaten und damit alle gutmütigen Bürger.

    Und warum wirft man den Banken das Geld in den Rachen?

    Weil die das brauchen. Damit sie ihren Aktionären die abzuspaltenden Teile der Bayern LB (Volkseigentum) und den Nürburgring - und was weiß ich noch alles - besorgen können.

    Der Privatisierungszwang ist nicht auf Griechenland, Portugal und Italien beschränkt, er tobt auch mitten in Deutschland.

    Glücklich ist, wer vergisst, dass er der Beraubte ist.


    16. Juli 2012

    11.25 Uhr Miete und Nebenkosten - eine wertvolle Ergänzung

    Georg Nowak hat mir eine kurze Mail mit zwei gewichtigen Links
    zur Thematik geschrieben.

    Ich kann dazu nur sagen: Es geht doch!

    Warum nicht überall?

     Hallo Herr Kreutzer,

    als kleinen Beitrag zu Ihrer sehr richtigen Analyse möchte ich folgende Hinweise beisteuern:

    Leider nur in Schweden für Schweden arbeitet die JAK-Bank

    In Deutschland gibt es das "Mietshäuser-Syndikat", wo sich "Investoren" als Genossenschaftler zinslos oder als Privatkreditgeber mit null bis zwei Prozent an selbstorganisierten Hausprojekten beteiligen können:

    Sonnige Grüße
    Georg Nowak



     15. Juli 2012

     

    Manuelas Bild vom Sonntag

     

    .

    Wolfgangs Bild vom Sonntag

    .

     


    12. Juli 2012

    11.30 Uhr Über die Miete und die Nebenkosten

    Ein neues Gesetz (schon wieder eins, wir haben doch schon so viele)
    soll im Herbst verabschiedet werden.

    Es ist ein so genanntes KwPIG,

    ein Klimawandel-Panik-Instrumentalisierungs-Gesetz also,

    mit dem der Staat erreichen will, dass über eine so genannte "energetische Gebäudesanierung" ein potentieller Wachstumsmarkt endlich an Fahrt gewinnt.

    Das ist zwar nur der Aufhänger für diesen Aufsatz, der sich in der Hauptsache mit dem Phänomen "Miete" beschäftigt, das in Deutschland jährlich rund 200 Milliarden Euro nicht leistungsadäquater Einkünfte ermöglicht, doch ist vorher noch zu erwähnen, was dieses neue Gesetz vorsieht und was es vorsichtshalber nicht vorsieht.


    Hier geht es zum aktuellen Paukenschlag:


    11. Juli 2012

    13.13 Uhr Jetzt schlägt's dreizehn - die Zwangsanleihevision des DIW

    Darauf haben wir gerade noch gewartet.
    Warum heißt das Ding nicht gleich "Kriegsanleihe"?

    Denn wenn das wirtschaftlich stärkste Land dieser Europäischen Union und der Euro-Zone auf die Idee kommt, sich mit einer Zwangsanleihe bei seinen vermögenden Bürgern für weitere Hilfsmaßnahmen mit anschließender Übernahme der Haushaltskontrolle der europäischen Nachbarn (wer zahlt schafft an) stark zu machn, dann geht der Wirtschaftskrieg innerhalb der EU in eine neue, dramatische, vielleicht letzte Runde.

    Dass das DIW ganz nebenbei diese Maßnahme auch als sinnvoll zur Senkung der Defizite der schwächeren Länder empfiehlt - statt den Vorschlag primär in Richtung Spanien, Portugal, Italien und Griechenland auszusprechen, kann nur als Witz
    aufgenommen werden.

    Wenn ich dann lese, dass die Union von einem Gruselvorschlag spricht, während SPD und Grüne sich dafür schon wieder erwärmen können, dann ist absehbar, dass Angela Merkel schon wieder lautstark eine Position einnimmt, die ihre persönlichen Umfragewerte in die Höhe treibt, bevor sie sich dann doch wieder umstimmen lässt.

    Die Idee ist schon verlockend.

    Sich mal eben so 230 Milliarden abholen, das reicht, um nach den bisherigen ESM-Regeln wenn die 230 Milliarden erst eingezahlt sind, weitere Bürgschaften von mindestens 1,5 Billionen zu übernehmen. Damit kann man schon wieder einiges retten. Vermögen retten.

    Vermögen derjenigen retten, die jetzt mit 10% ihres Vermögens
    (Freibeträge 250.000 Alleinstehende / 500.000 Verheiratete) dazu beitragen sollen,
    dass die Rettungsmilliarden nicht ausgehen.

    Wer sich dem verweigert, verweigert nicht nur die Rettung des eigenen Geldvermögens, er verweigert sich auch weiteren Gewinnen am Standort Deutschland, der ja nur funktioniert, wenn weiterhin die Hälfte der Wirtschaftsleistung exportiert werden kann - und dafür brauchen die Schuldner finanzielle Freiräume, damit das ganze schöne Geld zurück fließen kann, zu den "Investoren".

    Und Deutschland kommt auf diese Weise der Rolle als beherrschende Macht in Europa näher. Glaubt man den Geschichten um die Euro-Einführung, sollte das damit gerade verhindert werden.

    Der Staat hat die Kurve nicht gekriegt. Er hat den Reichen die Steuern gesenkt, ganz erheblich gesenkt. Die Zwangsanleihe ist da eine Korrektur.

    Nur der Zweck, der angebliche Zweck, der ist so grottenfalsch, dass es kracht.

    Und selbst wenn es tatsächlich nur darum ginge, das Maastricht Kriterium einzuhalten, bzw. ihm näher zu kommen, wäre der Zweck immer noch grottenfalsch.

    Wir brauchen dringend Liquidität im Binnenmarkt, in der Realwirtschaft.
    Wer Liquidität durch Zwangsanleihen abzieht und sie durch Tilgung stilllegt, fördert die Deflation. Wer die Bonität seiner Bürger durch Zwangsanleihen mit völlig offener Rückzahlung (bei Besserung der Haushaltslage, ha ha ha!) mindert, fördert ebenfalls die Deflation.

    Man kann natürlich auch sagen: Wer Liquidität abschöpft, hält den Geldwert stabil,
    und damit tragen die Reichen dann mit der Zwangsanleihe schon wieder zur Rettung des eigenen Vermögens bei. Dass dabei der Binnenmarkt noch weiter stranguliert wird, schadet nicht, das steigert ja schließlich die Wettbewerbsfähigkeit im Export.

    Ja - das ganze als "Kriegsanleihe" zu bezeichnen, ist vielleicht gar nicht so falsch.

    Wirtschaftskrieg gegen die europäischen Nachbarn und gegen runde 80 Millionen Normalverbraucher im Inland.

     


    08.50 Uhr Verkäufertricks 

    Die Argumentation der ESM und Fiskalpaktbefürworter glich auch in den Ausführungen vor den Verfassungsrichtern dem raffinierten Verkaufsgespräch von provisionsverwöhnten Spitzenverkäufern. Denken Sie auch mal unter diesem Aspekt darüber nach, was sich da derzeit abspielt:

    Es gibt gute Verkäufer, bei denen man gerne Beratung sucht, sich dann entscheidet, manchmal auch - gut beraten - gegen den Kauf. Doch eins ist gewiss,
    nach dem Beratungsgespräch hat man das Richtige für sich entschieden und ist mit dieser Entscheidung zufrieden.

    Es gibt Spitzenverkäufer, die einem ihre Beratung unverlangt aufdrängen, entweder klingelt das Telefon, oder es steht einer vor der Haustür und beginnt sein gut einstudiertes Verkaufsgespräch.

    Die ältesten Tricks dieser Provisionsjäger sind sattsam bekannt, wirken jedoch immer wieder:

    • Die Scheinalternative
      Sprechen wir über die Farbe: Hätten Sie unser Topmodell lieber in rot oder in blau?
      Möchten Sie eher 50.000 oder doch gleich 100.000 Euro anlegen?
      Ich kann nächste Woche nochmal vorbeikommen, wann ist es Ihnen Recht,
      am Dienstag oder am Donnerstag?

      Das überrumpelte Opfer hat durch diese Form der Fragestellung kaum eine Chance, diese Frage nicht mit einer dieser beiden Möglichkeiten zu beantworten und ist der Kaufentscheidung damit, ohne es zu wollen, ein Stück näher gekommen.
      .
    • Das Horrorszenario
      Vertreter für Versicherungen aller Art erzählen gerne und ausführlich von Schadensereignissen, schildern die bittere Not der armen Opfer und das so
      eindringlich und mit vielen Beispielen,

      dass das arme Opfer den Eindruck gewinnt, wenn ich nicht sofort unterschreibe, dann stehe ich schon morgen, wenn ich an der Reihe bin - und bisher hatte ich ja nur unverschämtes Glück, genauso arm da.
      .
    • Die Zeitfalle
      Nur noch heute.
      Nur noch wenige Exemplare.
      So lange der Vorrat reicht.
      Der andere Interessent will mir noch heute Abend Bescheid geben.
      Die Kurse steigen ständig, steigen Sie jetzt ein, solange es noch günstig ist.
      Leider kann ich erst in frühestens drei Monaten wieder bei Ihnen vorbeikommen.

      Mit der Argumentation, es sei die letzte Gelegenheit, ein einzigartiges Schnäppchen zu machen, fängt man die Zauderer. Die "letzte Gelegenheit"
      wird zum Pluspunkt, der alle Zweifel an der Güte des Angebots überstrahlt.
      Die meisten Menschen trauern ihren verpassten Gelegenheiten nach, und genau darauf zielt diese Masche ab: Diesmal bin ich dabei, diesmal gehöre ich zu den Gewinnern. Das ist ein ganz starkes Motiv.
    Gut, dass sich das Bundesverfassungsgericht gestern nicht in die Zeitfalle locken ließ, obwohl die so groß und breit aufgestellt war, dass alle Wege direkt hineinzuführen schienen.
     
    Gut, dass sich das Bundesverfassungsgereicht nicht von den Horrorszenarien beeindrucken ließ, die eine Dimension erreichten, dass es so manchem Versicherungsvertreter vor Ehrfurcht fast die Sprache verschlagen hätte.
     
    Gut, dass sich das Bundesverfassungsgericht nicht in der Scheinalternative, jenem unseligen "Entweder Euro- oder Grundgesetz" gefangen nehmen ließ, sondern nun die Frage stellt, was im Rahmen des Grundgesetzes denn sonst noch so möglich sei.
     
    Und schlecht?
     
    Schlecht ist, dass weite Teile der Politik auch in schicksalhaften Fragen meinen, mit den Argumenten von Drückerkolonnen arbeiten zu müssen.


    10. Juli 2012

    11.30 Uhr Anhörung zu ESM - Schäuble: "Unabsehbare Folgen"

    Die Live-Ticker berichten aus Karlsruhe. Den schnellsten hat im Moment die FTD, und da lese ich vor ein paar Minuten, dass sich Schäuble nicht scheut, auch den Verfassungsrichtern das peinliche Eingeständnis des fehlenden eigenen Weitblicks als Argument auf den Tisch zu legen:

    Die Verzögerung (von ESM und Fiskalpakt durch eine einstweilige Verfügung) könne unabsehbare Folgen haben.

    Bin gespannt, wie die Verfassungsrichter mit dieser Nebelkerze umgehen.

    Meine Meinung über die Absehbarkeit der durchweg positiven Folgen für alle Euro-Mitgliedsländer habe ich im Paukenschlag letzter Woche geäußert.

    Hier noch einmal der Link darauf:

     

     

    09.30 Uhr ABFALL ist ab sofort lieferbar

    Das ist weder ein Angebot für Wertstoffhändler noch für Einkäufer von Heizmaterial für Müllverbrennungsanlagen.

    Das ist die Ankündigung eines großartigen Romans.

    Nicole Eick hat aus der Summe dessen, was sie als engagierte Soziapädagogin in Frauenhäusern und Schwangerenkonfliktberatungsstellen gesehen und erlebt hat, den Stoff für eine tief beeindruckende Geschichte gezogen.

    Mit ihrer tabulos realistischen Sprache hält sie den Leser zwischen Gänsehaut und sanftem Schmunzeln bis zur letzten Seite in Spannung.

     

    Ein Baby im Müll!

    Das neugeborene Mädchen atmet, überlebt - und es löst heftige Gefühle aus und verändert jedes Leben, das es berührt:

    das Leben des Obdachlosen, der es findet;
    das Leben der Sozialarbeiterin, die es erstversorgt;
    das der Kriminalistinnen, die den Fall untersuchen, und
    das des kinderlosen Ehepaars, das sich nach ihm sehnt.
     
    Es verändert die ganze Stadt, in der es gefunden wird.
     
    Aber was für Gefühle hat die Frau, die es wegwarf?
     
    Wie geht ihr Leben weiter? Niemand weiß, dass die Mutter selbst ein Kind ist. Nur der Leser wird Zeuge, wie sich die Schlinge immer weiter um Kathrin und ihr Leben zusammenzieht - und das ist nicht nur die Schlinge der Kriminalistinnen...
     
     

     

    Zwei Tage früher als angekündigt ist die Druckerei fertig geworden. Die ersten Exemplare gehen von uns aus noch heute in den Versand.

     


    9. Juli 2012

    14.40 Uhr Ein Gastkommentar zu Graf Lambsdorf junior

    Andreas Smurawski hat mir heute folgendes geschrieben:

     Hallo Herr Kreutzer,

    ich muss mir an dieser Stelle einmal Luft verschaffen.

    Was wir in diesen Tagen von der Politbühne aus in das gelangweilte Publikum posaunt bekommen, erschrickt mich zutiefst.

    Der Druck, der auf unser Verfassungsgericht über die Medien von einigen Politikern ausgeübt wird, ist kein Druck mehr, es ist das offene in Frage stellen der Kompetenzen dieser Institution. Wie nur kommen Teile der Politik auf die Idee, das Verfassungsgericht könnte nicht beurteilen, ob ein Gesetz zur Verabschiedung geltendem Recht entspricht oder ihm aber widerspricht?

    Da meint der Herr Alexander Graf Lambsdorff, FDP-Europaabgeordneter, doch tatsächlich: "Manche Beobachter kritisieren zu Recht, dass die Richter des Bundesverfassungsgerichts nicht mit allen Vorgängen in Europa ausreichend vertraut sind. Deshalb kommt es gelegentlich zu Fehleinschätzungen aus Unkenntnis".

    Wo um Himmels willen leben wir eigentlich, dass die Politik mit derlei öffentlichen Äußerungen Druck auf das Verfassungsgericht ausüben kann?

    Selbstverständlich können die Verfassungsrichter „nicht mit allen Vorgängen in Europa“ vertraut sein!

    Na und? Das müssen sie auch gar nicht.

    Sie müssen nur vertraut damit sein, wie geltendes Recht lautet, wie es interpretiert werden kann, und welchen Einfluss ein zu verabschiedendes Recht auf das geltende hat. Mehr nicht!

    Ob ESM und Fiskalpakt grundgesetzkonform sind oder nicht, KANN das Gericht sehr wohl entscheiden! Wie der europäische Stabilitätsmechanismus organisatorisch umgesetzt werden soll, spielt dabei überhaupt keine Rolle. Entscheidend ist lediglich: Ist er vereinbar mit dem Grundgesetz?

    Über diese öffentlich gezeigten Angriffe auf die Urteilsfähigkeit unseres Verfassungsgerichts kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln und meine Zähne in meinem Beißknochen vergraben!

    Mit freundlichen Grüßen
    Andreas Smurawski

    und dem brauche ich nichts mehr hinzuzufügen.

     


    08.30 Uhr Griechische Komödie

    Altvater Zeus lümmelt grinsend auf der Hollywoodschaukel im Olymp und schwelgt in Erinnerungen.

    Wieder einmal hat er sich in eine Europa verliebt, wieder einmal verwandelte er sich in den kraftstrotzenden Stier, der locker über alle Euro-Beitrittshürden sprang und in dieser Gestalt der Eifersucht der Gattin entrinnen konnte.

    Kurz und heftig war die Liebesnacht, doch auch an Zeus ist, wie bei allen Angehörigen so genannter Mehr-Götter-Familien, der Zahn der Zeit nicht spurlos vorübergegangen, Europa den Stier zu machen, das ging schnell über seine Kräfte.

    Doch auch Europa war in Liebe zu Zeus entbrannt und ließ nichts unversuchte, ihn wieder zu alter Stärke aufzupäppeln.

    Schließlich hatte Europa, die Listige, Mittel und Wege gefunden, Zeus' ureigenstes Geheimnis aufzudecken.

    Denken Sie mal mit. Es ist gar nicht so schwer. Lassen wir mal das griechische Zeta weg, das da eh' nichts zu suchen hat, symbolisiert es doch nur den von Donar/Wotan geschleuderten Blitz, der sich wie Harry Potters Narbe als Zeichen des Überlebens im Kampf gegen die nordische Götterfamilie in den Namen des olympischen Herrschers eingebrannt hat, dann bleibt vom ganzen Zeus genau das übrig:

    "EUS"
    (€$)

    EUS, die Verheißung der griechischen Mythologie, lange bevor Kolumbus sich aufmachte, den Seeweg nach Indien zu finden, und von den Göttern an die Gestade Amerikas getrieben wurde. Santa Maria!

    Nur mit Hilfe Zeus, das weiß Europa, kann es zum ersehnten Auftritt Europas als größtem und beherrschenden Bundesstaat der USA kommen.

    Und so erbarmt sich Europa heute des Zeus, der gerade das griechische Parlament beschließen ließ, sich allen Spardiktaten Europas zu beugen, so wie es die frisch gewählte Regierung Samaras versprochen hat, und holt ihre Finanzminister zusammen, um über eine Lockerung dieser Spardiktate zu beschließen, damit ihr der griechische Stier nicht verreckt, bevor das Endziel erreicht ist.

    Von ferne predigt Gauck, man müsse nur alles besser erklären ...

    Aber so ist das in der Mythologie: Was auch immer aktuell geschieht, was auch immer aktuell versprochen und geschworen wird, es sind Ränkespiele der Götter um ihren Lieblingen zu Ruhm, Ehre, Erfolg und Reichtum zu verhelfen.

    Und so werden auch erst die nachfolgenden Generationen erfahren, wenn das aktuelle Geschehen zu Märchen und Sagen geronnen ist, welchen Sinn es macht, ESM und Fiskalpakt zu verabschieden, eine Bankenunion auf den Weg zu bringen und zu schwören, Hilfen aus diesen Gebilden gäbe es nur bei strikter Einhaltung aller allerstrengsten Sparauflagen und aller allerstrengsten Bankenkontrollen ---

    wenn gleichzeitig die Auflagen für Griechenland gelockert werden sollen, kaum dass das Parlament der Sparregierung das Vertrauen ausgesprochen hat.

    Ich denke, dass es auch in Zukunft für alle Geldausschüttungen nur darauf ankommen soll, den Sparwillen zu bekunden.

    Ist das geschehen, dann nimmt man die Absicht für die Tat und argumentiert fortan nicht mehr mit den Regeln der antiken Vielgötterei sondern mit der christlichen Lehre von Sünde und Vergebung.

    Diesen Spagat zu erklären, das geht eigentlich nicht, lieber Herr Gauck.
    Und so wäre es besser, nicht länger nach Erklärungen für das Mysterium von Merkels Politik zu fragen, sondern stattdessen eine gradlinige, nüchtern-realistische und selbst-verständliche Politik einzufordern.

    Auch auf die Gefahr hin, dass das Trugbild EUS dabei auf der Strecke bleibt.



    8. Juli 2012

     

    Manuelas Bild vom Sonntag

     

    Wolfgangs Bild vom Sonntag 


    7. Juli 2012

    09.50 Uhr Sondergutachten des Sachverständigenrates

    Der Sachverständigenrat Wirtschaft (die Wirtschaftsweisen) sah sich nach dem jüngsten Euro-Gipfel von letzter Woche genötigt, ein Sondergutachten zur Lage des Euro und zu den aktuellen Rettungsmaßnahmen zu veröffentlichen.

    In diesem Gutachten wird die bisherige Politik scharf kritisiert und mit ganz und gar unwisschenschaftlichen Begriffen (Teufelskreis, Trippelschritte, usw.) garniert. Auf die Pressemitteilung des Sachverständigenrates hin habe ich mir dieses Sondergutachten heruntergeladen.

    Es ist schön, zu lesen, dass der Sachverständigenrat in seiner Analyse der Situation an vielen Stellen zu Ergebnissen kommt, die weitaus besser das beschreiben, was sich da abspielt, als es bis dato von den Verantwortlichen und den Medien unisono kommuniziert wurde.

    Nun bleibt zu hoffen, dass der Sachverständigenrat sich in nicht allzuferner Zukunft auch von den alten, und längst als untauglich zu erkennenden Rezepten verabschiedet.

    Denn die Empfehlungen des Sondergutachtens - und das fällt beim Lesen unmittelbar auf - widersprechen den Erkenntnissen der Analysen an vielen Stellen.

    Wenn sie sich auch von den aktuell getroffenen Vereinbarungen von Politik und Finanzsphäre unterscheiden, so doch leider weiterhin eher quantitativ. Mehr Kontrolle (Konditionalität) und mehr offizielle Gemeinschaftshaftung (Schuldentilgungsfonds), mehr Sanktionen und - wenn auch nicht so genannt - Eingriffe in die Staatshaushalte, bis hin zum Steuerverwendungszwang.

    Am Anfang des Sondergutachtens steht eine schöne Grafik, ein sogenanntes magisches Dreieck, das den Regelmechanismus, der zur immer weiteren Verschärfung der Krise geführt hat und (nach Sachverständigenrats-Ansicht) auch weiter führen wird, wunderbar visualisiert.

    Die in diesem Sondergutachten wiederholten Vorschläge der Wirtschaftsweisen aus dem Jahr 2011 sind meines Erachtens nicht geeignet, dieses magische Dreieck aufzulösen.

    Dennoch lohnt es sich, dieses Gutachten zu lesen.


    09.00 Uhr Nachtrag zum gestrigen Tageskommentar

    Immer, wenn ich Geld und Banken und ihr Zusammenspiel beschreibe, löse ich damit Fragen aus, die aus der Diskrepanz zwischen dem eigenen Vorwissen und den neu aufgenommenen Aussagen beruhen.

    Gestern Abend erreichte mich eine E-Mail von Ulf Erben, der eine Frage aufwarf, die durchaus von allgemeinem Interesse ist. Auf den Punkt gebracht:

    Brauchen die Banken Einlagen, um Kredite vergeben zu können, oder brauchen sie sie nicht?

    Diese Mail und meine Antwort habe ich für alle Interessierten online gestellt.


    6. Juli 2012

    Fünf nach Zwölf Bankenunion, Leitzinssenkung, Ökonomenaufstand, Schäuble 

    Beschlossen ist, dass sich Banken künftig direkt von ESM mit Geld versorgen können sollen. Beschlossen ist wohl auch, dass es einen gemeinsamen europaweiten Einlagensicherungsfonds geben soll, beschlossen ist auch, dass dies erst nach der
    Installation einer gemeinsamen Bankenaufsicht möglich sein soll, doch genau diese gemeinsame Bankenaufsicht, die ist zwar wohl auch beschlossen, aber eben noch lange nicht ausverhandelt.

    Der Hinweis, alle Kritiker sollten erst einmal das Kleingedruckte lesen, der so oft von jenen zu hören war, die empört darauf hinwiesen, Frau Merkel habe Deutschland nicht über den Tisch ziehen lassen, ist ein Witz. Außer der Überschrift, dass es da noch das Kleingedruckte geben soll, ist da nämlich noch nichts zu lesen.

    Wenn sich nun besorgte Volkswirte - nach langem, langem Zögern - endlich, wie aus einem Traum erwachend, an die Stirn greifen und erkennen, dass dies alles so nicht funktionieren kann, und dass es selbst wenn es funktionieren würde, so nicht funktionieren dürfte, und dies mit dem Satz: "Die Steuerzahler, Rentner und Sparer der bislang noch soliden Länder Europas dürfen für die Absicherung dieser Schulden nicht in Haftung genommen werden", zum Ausdruck bringen,

    dann ist ein starkes Stück, wenn Wolfgang Schäuble ausgerechnet darin "eine Verwirrung der Öffentlichkeit" erkennt und seiner Empörung über diese Meinung lautstark Ausdruck gibt.

    Natürlich gibt es dafür wieder keine Argumente, schon gar kein Eingehen auf die begründete Kritik, nur erneut das dreiste Gerede von den unabsehbaren Folgen, diesmal mit diesem Wortlaut: „Wenn diese Europäische Währung auseinanderbrechen würde, wäre eine wirtschaftliche Katastrophe für Deutschland, für Europa, für die ganze Weltwirtschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit zu befürchten. Das zu verhindern, ist unsere Aufgabe.“

    Es erweckt den Eindruck, als wolle Schäuble mit Macht erreichen, wovor die 160 Volkswirtschaftler so eindringlich warnen, nämlich, dass die Steuerzahler, Rentner und Sparer der bislang noch soliden Länder für die Absicherung der Risiken von Banken im In- und Ausland in Haftung genommen werden sollen.

    Was ist das nun, eine Bank, und warum gibt die EZB den Banken jetzt Geld für einen Zinssatz von nur noch 0,75%?

    Die Geschäftsbank, so wie sie sich inzwischen herausgebildet hat, betreibt drei Arten von Geschäften, die nur ganz wenig miteinander zu tun haben.

    • Das Geschäft mit den Einlagen ihrer Kunden,
    • das Kreditgeschäft,
    • das Anlage- und Spekulationsgeschäft auf eigene Rechnung.
    Das Geschäft mit den Kundeneinlagen heißt für die Banken, dass sie mit allem Geld, das Kunden ihnen anvertrauen, tun und lassen können, was sie wollen, solange sie in der Lage sind, die vereinbarten Zinsen auszuzahlen (Zinsen gutschreiben geht immer ...) und das Geld am Ende der vereinbarten Laufzeit zurückzugeben.
     
    Ob die Bank diese Mittel verwendet, um Kredite auszureichen, oder ob sie es verwendet, um ihr eigenes Anlage und Spekulationsgeschäft zu betreiben, bleibt der Bank überlassen. Sie ist lediglich verpflichtet, eine minimale Reserve von 2% der Einlagen vorzuhalten, und diese auch nur für Einlagen die kurzfristig (im Laufe von 2 Jahren) wieder fällig werden.
     
    Im Kreditgeschäft vergeben Banken, vollkommen unabhängig von den vorhandenen Einlagen, Kredite. Geld braucht die Bank dafür nicht. Geld braucht sie nur, wenn von den aus ihren Krediten entstandenen Kundenguthaben mehr in Richtung anderer Banken abfließt, als ihr im ganz normalen Überweisungsverkehr von anderen Instituten zufließt - und sie braucht auch nie alles, was abfließt, sondern immer nur den Saldo aus Zu- und Abflüssen.
     
    Den kann sie üblicherweise leicht aus der 2% Mindesteinlage, der bei der Zentralbank zu halten ist, ausgleichen.
     
    Reicht das einmal ausnahmsweise nicht, dann liehen sich die Banken diese Beträge in der Vergangenheit untereinander aus, weil sich ja aus einfachsten Grundrechenarten ergibt, dass das, was der einen Bank fehlt, bei der anderen übrig sein muss. Derzeit tun sie das nicht, weil sie einander massiv misstrauen.
     
    Dieses Misstrauen entstammt dem dritten - und für den Gewinn der Bank ausschlaggebenden - Geschäft, nämlich dem Anlage und Spekulationsgeschäft auf eigene Rechnung.
     
    Hier nimmt die Bank alles, was ihr ihre Kunden anvertraut haben, und derzeit auch das, was ihnen die EZB ohne Not zinsgünstig gegen erbärmliche Sicherheiten in den Rachen wirft, und kaufen damit auf, was sie bekommen können, solange die Hoffnung besteht, es früher oder später mit großem Gewinn wieder verkaufen zu können.

    So lässt sich aus minimalem Eigenkapital unter Einsatz aller nur irgendwie greifbaren Fremdmittel jene Eigenkapitalrendite von 20% und mehr erwirtschaften, von der die Bankaktionäre träumen.
     
    Dass viele dieser "Wetten", auf die sich die Banken eingelassen haben, für die Banken ungünstig ausgegangen sind, hat dazu geführt, dass fällige Kundeneinlagen nicht zurückgezahlt hätten werden können, hätte niemand den Geldhahn aufgedreht und den Banken aus der Klemme geholfen.
     

    Dass es aber nicht nur Verlierer gegeben hat, bei diesen Wetten, sondern auch Gewinner, dass diese Gewinner ganz überwiegend auch jener Sphäre entstammen, in der Anleger, Spekulanten und Banken ihr Spiel als "die Märkte" spielen, dass es zwischen diesen vielfache lockere und enge Verflechtungen gibt, dass man hinter allem durchaus ein abgekartetes Spiel vermuten könnte, bei dem in Wirklichkeit diese "Finanzsphäre" gar nichts verloren, sondern nur gewonnen hat, weil die Gewinne realisiert werden konnten und die Verluste durch die Steuerzahler ausgeglichen werden sollen, darüber wird der Mantel des Schweigens gehüllt.
     
    Und wenn die EZB die Banken jetzt mit 0,75 % Zins mit Geld versorgt, und diese sich damit Anleihen der zu rettenden Länder kaufen, deren Kurs durch die ebenfalls vom Steuerzahler zu finanzierenden Rettungsmaßnahmen für eben diese Länder auch noch so gut wie möglich gestützt wird, dann haben die Banken Gelegenheit, sich mit der Zinsdifferenz wieder ein Stück weit aus dem Sumpf zu ziehen. Prima - und wer zahlt diese Zinsdifferenz?
     
    Außerdem haben die Banken dadurch die Gelegenheit, ihre sonstigen Anlage- und Spekulationsgeschäfte uneingeschränkt weiter zu betreiben, das Geld für fällige Auszahlungen kommt ja von der EZB - und wenn noch ein paar Wochen ins Land gegangen sind und Herr Gauck ESM und Fiskalpakt mit seiner Unterschrift als Bundespräsident gesegnet hat, dann wird es noch einfacher. Dann schüttet der ESM das Geld an die Banken aus - und der ESM holt es sich direkt von den Mitgliedsstaaten per UKAS mit einer Frist von 7 Tagen nach Zahlungsaufforderung wieder zurück. Die dürfen dann ihre Steuerzahler schröpfen, und wenn sie das nicht wollen, übernimmt eben Brüssel die Haushaltsverantwortung.
     
    Ein Selbstbedienungsladen, an dem an der Kasse das, was man sich in den Wagen geladen hat, nicht kassiert, sondern noch einmal in Geld ausbezahlt wird.
     
    Einzelhändler würde das direkt in die Pleite führen.
     
    Möge mir irgendwer erklären, warum es Europa nicht auch in die Pleite führen soll ...
     


     5. Juli 2012

    07.30 Uhr Ein Hauch von Traurigkeit - neue Verluste in der Blogossphäre

    Gleich zwei hochaktuelle und besucherstarke Blogs gehören der Vergangenheit an.

    Julie Engel hat sich dazu durchgerungen, ihren "Mein Politikblog" einzustellen. Die Belastung, die daraus erwächst, ständig am Ball, stets aktuell sein zu wollen, hat
    ihren Tribut gefordert. Jetzt mag sie sich selbst ein bisschen mehr Privatleben, hin und wieder eine freie Stunde gönnen und Tage und Nächte nicht mehr ausschließlich am PC verbringen.

    Das ist für uns alle bedauerlich, für Julie hingegen ein wichtiger Schritt. Es hilft niemanden, wenn sich jemand selbst zerstört - und die nachhaltige Beeinträchtigung der eigenen Lebensqualität läuft letztlich auf Selbstzerstörung hinaus.

    Sie wird sich nicht ganz aus der Szene zurückziehen, ihre Funktion bei NetNewsExpress wird sie weiterhin wahrnehmen. Ich wünsche Ihr, dass alle ihre Pläne so aufgehen, wie sie sich das vorstellt.

    Mattin - mehr hab ich leider nie über diesen Blogger herausgefunden - mit "Mattins Blog" bzw. "Neulich auf'm Hahn" ist sang- und klanglos abgeschaltet worden. Wer seine Seiten aufruft, bekommt seit Neuestem einen schönen, makellos weißen Bildschirm, und wer da nicht aufgibt, findet den trockenen Hinweis: "Dieser Blog wurde von 1on deaktiviert".

    Auch dieser Blog war sehr beliebt und erfreute sich hoher Besucherzahlen. Was die Ursache für die Abschaltung war, weiß ich nicht. Doch sieht es nicht so aus, als hätte Mattin von sich aus aufgegeben. Das macht mich zornig.

    Ich weiß, Mattin, Du liest das hier. Ich freu mich über eine Mail!


    00.30 Uhr Ein Stich in die Euro-Rettungs-Blase

    Am Montag hatte ich angekündigt, im PaD 26 /2012 der Frage nachzugehen,
    wie unabsehbar die unabsehbaren Folgen einer Beendigung der so genannten Euro-Rettung bei nüchterner Betrachtung sein mögen.

    Nun ist dieser Paukenschlag online.

    Fazit:

    Die Fortsetzung jeglicher Art von Euro-Rettung ist nichts als die Aufrechterhaltung eines permanenten Schuldenwachstums im Euro-Raum.

    Es ist ein lange nach dem Ende weitergespieltes Monopoly, mit irrwitzigen Schulden, die niemand mehr bezahlen, und irrwitzigen Guthaben, von denen niemand mehr sich etwas kaufen kann.

    Es gibt die beschworenen "unabsehbaren" Folgen nicht.

    Die Folgen sind absehbar - und sie sind, je nach Szenario, mehr oder weniger positiv.

    Wie ich zu diesem Ergebnis komme, lesen Sie hier: PaD 26 /2012


    4. Juli 2012

    15.00 Uhr ad ACTA 

    ACTA, das Vertragswerk gegen Produktpiraterie und Urheberschutzverletzungen im Internet ist vom Europäischen Parlament abgelehnt und damit zu Fall gebracht worden.

    Einer der wenigen Lichtblicke im Wirken dieses Parlaments - und ein großer Sieg für die vielen Aktivisten, die in bester außerparlamentarischer Opposition die notwendigen Informationen verbreitet, dem breiten öffentlichen Widerstand einen Kristallisationskern geboten und ihn damit erst sichtbar gemacht haben.

    Ich möchte an dieser Stelle gerne noch einmal Gerd Flegelskamp erwähnen, der seinerzeit im Februar auf seinen Seiten einen so guten Aufsatz zu ACTA veröffentlichte, dass ich mir einen eigenen Paukenschlag ersparte und nur einen empfehlenden Link auf seine Seite setzte. Es lohnt sich, immer wieder bei ihm vorbeizuschauen.

    Doch man kann nicht alles haben.


    ACTA ist jedoch ein guter Aufhänger, um darauf hinzuweisen, dass meine Seite von Beginn an, und das sind nun rund 10 Jahre, kostenlos - und bei Einhaltung einer einfachen Regel - auch frei von allen aus Urheberrechten ableitbaren Ansprüchen online steht. Das soll auch so bleiben.

    Mit einem Google-Page-Ranking von 4/10 und einem Alexa Traffic Ranking von im Augenblick 13.533 in Deutschland und 323.366 international bin ich mir bewusst, regelmäßig sehr viele Besucher auf meinen Seiten zu haben, die das, was ich veröffentliche, zu schätzen wissen, es in die eigene Meinungsbildung - und zum Teil auch in eigene, zum Teil auch bezahlte Veröffentlichungen - einfließen lassen. Viele Blogger übernehmen meine Texte und steigern damit meinen Bekanntheitsgrad und in gewisser Weise natürlich auch die Attraktivität ihrer Seiten.

    Freunde haben mich davon überzeugt, dass diese Leistung auch einen materiellen Gegenwert verdient und mir geraten, meine Paukenschläge künftig nur noch gegen Gebühr zum Download bereitzustellen. Das habe ich rundweg abgelehnt.

    Ich will niemanden ausschließen, nur weil er jeden Cent dreimal umdrehen muss, bevor er ihn ausgeben kann.

    Die Idee, eine Entlohnung auf freiwilliger Basis möglich zu machen, habe ich jedoch probeweise aufgegriffen. Wer weiß, vielleicht bin ich meinen Lesern ja doch mehr wert, als ich bisher angenommen habe.

    Der Button "Kaffeekasse", links oben, in Kaffeebraun und Sahnegold, eröffnet diese Möglichkeit.

    Die andere Möglichkeit, nämlich Bücher aus dem EWK-Verlag zu bestellen, mag ich natürlich auch erwähnen. Und besonders freue ich mich, wenn sich - auf diesen Hinweis hin - der eine oder andere regelmäßige Paukenschlagleser dazu entscheidet, einen der beiden Sammelbände "Paukenschläge 2003 - 2008" und "Paukenschläge 2009 - 2011" zu bestellen.

    Das halte ich nämlich nach wie vor für die direkteste Form, die Wertschätzung für mich und meine Arbeit zum Ausdruck zu bringen.


    3. Juli 2012
    2. Juli 2012

    10.40 Uhr Unabsehbar 

    Die einzige ehrliche Aussage zu den Folgen des Verzichts auf die so genannte "Euro-Rettung" lautet: "Die Folgen sind unabsehbar".

    Unabsehbar lässt nämlich jeden Spielraum offen, von minus Unendlich bis plus Unendlich.

    Unabsehbar heißt zugleich, dass derjenige, der sich in diese Argumentation flüchtet, nicht weiß, wie die Folgen aussehen, dass er es nicht absehen kann, und weil es viele sind, die von "unabsehbaren Folgen" sprechen, ist die Zahl derer, die nicht in der Lage sind, solche Folgen vorherzusehen, einzuschätzen und auszurechnen offenbar sehr groß.

    Kein Wunder, dass selbst Volkswirtschaftsprofessoren, wie Prof. Dr. Fuest, der bei Phoenix am Freitagabend während der Liveübertragung der Bundestagsdebatte die durch die Abstimmungen entstehenden Redepausen füllen durfte, die "Komplexität" des Themas hochhalten und damit den armen Abgeordneten Absolution erteilen, dafür, dass sie abstimmen, ohne verstanden zu haben.

    Was war also die Abstimmung für ESM und Fiskalpakt anderes, als die Entscheidung dafür, statt des unabsehbar Unbekannten, statt dessen was Vorstellungsvermögen und Kenntnisse übersteigt, lieber beim Bekannten zu bleiben, lieber weiter Milliarden in ein Fass ohne Boden zu werfen, weil die Folgen dieses Handelns absehbar sind, statt sich auf das Wagnis einzulassen, dem Fass einen Boden zu verpassen.

    Natürlich hat es auch diejenigen gegeben, die in ihrer Einschätzung über jenen geistigen Offenbarungseid "Unabsehbar" hinausgegangen sind.

    Die sagten uns dann: "Egal was die Rettung kostet, den Euro nicht zu retten käme uns sehr viel teurer".

    Diese Aussage trägt das Unabsehbare jedoch ebenfalls in sich, nämlich die Unfähigkeit absehen zu können, was das Abenteuer "Euro-Rettung", das sich längst zur "Unendlichen Geschichte" ausgewachsen hat, noch kosten wird, gepaart allerdings mit der durch nichts belegten Überzeugung, dass alles andere, wie teuer die fortwährende Rettung auch werden wird, noch schlimmer wäre.

    Dass hier ein Institut im Auftrag einer Zeitung, dort ein Professor auf Wunsch einer Partei ein Zahlengebirge aufgeschüttet hat und dessen Gipfelkreuz mit einer möglichst hohen Gesamtsumme zu erwartender Kosten schmückte, ist mir nicht entgangen, doch handelt es sich dabei stets um Berechnungen auf Basis von Annahmen, die wiederum allesamt innerhalb des bestehenden und gerade zusammenbrechenden Systems bleiben. Da ist keine Idee eingeflossen, wie Europa den Euro ersetzen und wie es nach dem Euro neu gestaltet werden könnte, da ist kein Gedanke an ein verändertes Finanzsystem, kein Gedanke daran eingeflossen,
    die Gläubiger tatsächlich in das von ihnen eingegangene Risiko hineinlaufen zu lassen, wenn nicht gar das Risiko dieser Gläubiger mit in die Berechnung eingegangen ist.

    Jemand, der allen Ernstes die möglichen Verluste von Großbanken in die für den Staat erwarteten Kosten einrechnet, zeigt damit ja, dass er die Politik der Banken- und Kapitalrettung für alternativlos erachtet und liefert folglich genau jene Horrorzahlen ab, von denen sich Staat und reale Volkswirtschaft durch die Beendigung der Rettungsversuche befreien könnten.

    Lassen Sie mich an dieser Stelle kühn behaupten:

    Die Euro-Rettung zu beenden,
    muss keinen Staat der Euro-Zone mehr kosten
    als die notwendigen administrativen Aufwendungen
    zur Währungsumstellung.

    Alles was darüber hinaus an Kosten an die Wand gemalt wird, sind Zugeständnisse an die Gläubiger und das von Ihnen in die Welt gesetzte Finanzsystem, das ein einziges großes Spielkasino ist, bei dem die Einsätze zwangsweise von denen eingezogen werden, die bei der Verteilung der Gewinne gar nicht mit am Tisch sitzen dürfen.

    Bitte beantworten Sie sich ein paar einfache Fragen selbst:

    • Würde irgendwo in der Republik ein Ziegel vom Dach fallen, wenn es morgen den Euro nicht mehr gäbe?
    • Verlöre irgendein Arbeiter oder Angestellter seine berufliche Qualifikation, wenn es morgen den Euro nicht mehr gäbe?
    • Müssten alle Räder stillstehen, wenn vorhandene Guthaben und Schulden oberhalb einer Freigrenze von 10 Millionen Euro im Verhältnis 10 : 1 abgewertet und in einer neuen nationalen Währung auferstehen würden?
    • Wüchsen die Finanzierungsprobleme der Staaten, wenn sie sich über ihre Zentralbanken direkt mit Liquidität versorgen könnten?
    • Entstünde irgendein Schaden für Staat und Bürger, wenn der Aktienhandel an deutschen Börsen wegen "Kapitalflucht" zum Erliegen käme?

    • Es gibt noch viele ähnliche Fragen, die allesamt bei vernünftigem Nachdenken rundherum mit "Nein" beantwortet werden können.
    Ausführlicher werde ich am nächsten Donnerstag im Paukenschlag 26 /2012 darauf eingehen.

    1. Juli 2012

     

    Manuelas Bild vom Sonntag

     

    Wolfgangs Bild vom Sonntag

    .

     


    30. Juni 2012

    Zeitlos Linsengericht

    Bibelfest? Jakob und Esau, Brüder.
    Der eine ein unermüdlich schuftender Mensch, der andere ein Trickser.

    Esau kommt also todmüde von seinem Tagwerk nach Hause, hat großen Hunger und hätte gern etwas von der "roten Speise" (Linsen). Doch Jakob macht einen Handel draus: Für einmal wohlverdientes Sattessen muss Esau erst auf sein Erstgeburtsrecht verzichten und dies durch einen unauflöslichen Schwur besiegeln.

    Mit einer weiteren üblen Trickserei erschlich sich Jakob dann noch den väterlichen Segen des Erstgeborenen - sich völlig im Recht wähnend, hatte sein Bruder doch geschworen, ihm allen Segen - materiellen wie ideellen und spirituellen - zu übertragen.

    So gesegnet zeugt er mit Rachel und Lea und zwei weiteren Frauen zwölf Söhne und eine Tochter.

    Danach - steht alles so in der Bibel - träumte sich Jakob in einen Ringkampf mit Gott und träumt, Gott im Ringen überlegen zu sein. Fordert von Gott, ihn zu segnen, bevor er ihn aus dem Schwitzkasten lässt, und Gott in seiner Not, tut, was Esau vorher tat, er gibt nach und gibt Jakob einen neuen Namen: Israel (der mit Gott ringt).

    Wie ich darauf komme?

    Nun die erste Assoziation lautete "Linsengericht - Verfassungsgericht". Das Bundesverfassungsgericht wird der Auflösung der Souveränität und der Aufhebung der Demokratie (so eine Art Erstgeburtsrecht der aufgeklärten Europäer) für das Linsengericht "Hoffnung auf ein Ende der Euro-Krise" nachgeben und sich damit verhalten, wie Esau sich verhielt.

    Und dann ging mir der Gedanke durch den Kopf, dass die Unterschrift unter ESM,
    jenes zeitlich unbegrenzte, unveränderliche und unkündbare Vertagswerk, dem Schwur des Esau ebenfalls sehr ähnlich ist, und da wiederum wurde das Bild rund.

    Erst haben die gewählten Vertreter in beiden Kammern (die demokratischen Nachfolger der biblischen Erstgeborenen) alle Rechte aufgegeben, die ihnen durch die Wahl nach dem Gesetz zugestanden wurden, und in Kürze wird der nicht mehr ganz wache Vater "Verfassungsgericht" auf seinem Sterbebett den Schwindel mitspielen und ESM den Weg frei machen, auch noch die letzte übergeordnete Instanz niederzuringen.

    Denn das ist ja auch noch eine höchst interessante und meines Wissens noch nie bedachte Folge.

    ESM wird ja nicht nur die nationalen Regierungen entmachten.

    ESM wird damit gleichzeitig die komplette Brüsseler EU-Macht übernehmen.

    Im Rat werden die Vertreter der Länder nicht anders können, als das was ESM von ihnen als "ewige Schuldner" fordert, auch zur offiziellen Politik der EU und ihrer Kommissare zu machen.


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    29. Juni 2012

    13.13 Uhr Der größte Raubzug der Geschichte

    Der größte Raubzug der Geschichte steht kurz vor dem Abschluss. Frau Merkel ist in Brüssel genau das widerfahren, was viele vorhergesagt haben, sie ist, als es "um die Wurst" ging, schlicht eingeknickt und umgefallen.

    Heute Abend werden Bundestag und Bundesrat im High-Speed-Modus alles durchwinken, was künftig in Europa Recht, auch bundesdeutsches Recht sein soll.

    Spekulationen, Angela Merkel vertraue darauf, dass das Bundesverfassungsgericht dem noch einen Riegel vorschieben werde, um selbst nicht dem Zorn der Märkte ausgesetzt zu sein, erachte ich als naive Wunschträume.

    Im Gegenteil: So sehr ich mir wünsche, das Verfassungsgericht würde der Argumentation der Kläger folgen und die Aufgabe der grundgesetzlichen Ordnung ebenso verbieten, wie die Unterstellung einer künftigen Marionetten-Demokratie unter die Kuratel des unangreifbaren und in Europa allmächtigen Finanzinstituts ESM, ich erwarte das Gegenteil.

    Diese Erwartung gründet auf zwei Einschätzungen:

    1. Hat es das Verfassungsgericht noch nie für seine Aufgabe gehalten, den so genannten Europäischen Einigungsprozess zu stören oder gar aufzuhalten, sondern lediglich eine gewisse parlamentarische Mitwirkung gefordert, so dass es auch diesmal, nachdem Bundestag und Bundesrat in großer Eile den Vorgaben folgen, die von den Parteiführern gemacht wurden, die parlamentarische Mitwirkung als gegeben annehmen wird und den Verzicht auf die Einhaltung von Fristen als das Recht der Volksvertreter ansehen, die ja in der langandauernden Diskussion im Vorfeld der Abstimmung Gelegenheit gehabt hätten, sich mit der Materie vertraut zu machen, ihr Gewissen zu befragen und letztlich den Wählerwillen, ohne den sie nicht in den Parlamenten säßen, in Anbetracht der Dringlichkeit der Lage ohne schuldhaftes Zögern umzusetzen.

    Ob sie sich mit der Materie vertraut gemacht haben, ob sie ihr Gewissen befragten, ob sie die Argumente der Kritiker auch nur ansatzweise zur Kenntnis genommen haben, ob sie sich der Tragweite ihrer Zustimmung bewusst sind, darüber hat das Gericht nicht zu befinden - und darüber wird es nicht befinden, und die Argumente der Kläger wird das Gericht würdigen, jedoch sich nicht zu einer einstweiligen Verfügung hinreißen lassen, weil diese dem Ansehen Deutschlands in der Welt schaden sowie die Märkte verunsichern würde - und weil es eben überhaupt so ist, dass es gegenüber einer alternativlosen Politik keine Alternative geben kann.

    2. Ist die gesamte Krise samt der Eskalation der Krisenbewältigungsmaßnahmen bisher so glatt im Sinne der "Märkte" gelaufen, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass dieser letzte Schritt, der jetzt ansteht, getan würde, hätte man sich nicht vorher versichert, dass mit Angela Merkels Widerstand wirklich die allerletzte Hürde gefallen ist, dass es danach nichts mehr gibt, was die Vollendung der Plutokratie noch aufhalten könnte.

    Ein Urteil zu riskieren, das alles, was in langen Jahren geduldig auf diesen Schlusspunkt hin an Vorbereitungsaufwand betrieben wurde, das wäre töricht. Bestünde die geringste Gefahr, noch gestoppt zu werden, und das dann ziemlich endgültig, die letzte Entscheidung und die letzten Veröffentlichungen der Verträge und Vertragsänderungen und Zusatzprotokolle hätten leicht noch hinausgezögert werden können, bis wirklich alle Voraussetzungen erfüllt sind.

    Und genau das scheint nun der Fall zu sein.

    Troja ist sturmreif. Das Einfallstor weit offen.
    Wir gehen interessanten Zeiten entgegen.

     

     

    06.45 Uhr Gesänge

    Das Ergebnis des Halbfinalspiels Italien Deutschland lässt nur einen Schluss zu:
    Wer sich mit voller Brust und aus vollem Herzen hörbar im Gesang zum nationalen
    Chor verbindet, der spielt als Mannschaft wie aus einem Guss, fürchtet keinen Gegner und wächst über sich selbst hinaus.

    Schon das Zeremoniell des gegenseitigen Absingens der Nationalhymnen ließ die schlimmsten Befürchtungen zum Ausgang des Spiels aufkommen - und die haben sich dann leider auch bestätigt.

    11 - begeistert und andächtig zugleich - ihre Nationalhymne intonierende Italiener, gegen einen schüchternen Sänger, eine Handvoll stumme Lippenbeweger und eine Handvoll eiserner Schweiger, das kann - bei ansonsten in etwa gleich starken Mannschaften - gar nicht anders ausgehen.

    Die notwendigen Konsequenzen?

    Nun, es könnte schon helfen, solche ungerechtfertigten Vorteile dadurch auszuschalten, dass hörbares Singen schon vor Beginn des Spiels mit gelben Karten bedacht wird, ist es doch noch furchteinflößender als der nackte Oberkörper eines Balotelli.

    Oder man nimmt den Gesang ganz offiziell in die Wertung auf. Wer lauter und ergreifender singt, bekommt einen Bonus von einem Punkt oder einfach ein Tor gutgeschrieben.

    Dann gäbe es schnell den Posten eines Gesangstrainers und Fußballspiele entwickelten sich zum Sängerwettstreit. Können sich die Gesangsrichter nicht einigen, kann ein Nachsingen verhängt werden, und am Ende so eine Art Elfmetersingen, bei dem es nur noch darauf ankommt, wer am lautesten ist.

     

    Na, können Sie wieder lächeln?

    Dann ist's gut.


    28. Juni 2012

     

    Liebe Paukenschlag-Freunde


    Ein angenehmer Sommertag, dieser 28. Juni 2012.

    Genießen Sie ihn einfach!

    Haben Sie Spaß beim Fußballspiel, bei der Leichtathletik,
    beim Baden, beim Grillen,

    suchen Sie die Gemeinschaft von Freunden und Bekannten,
    schaffen Sie sich eine angenehme Umgebung,
    machen Sie sich frei von allen belastenden Gedanken,
    leben Sie einfach - und genießen Sie das Glück, da zu sein,
    wo Sie sind, so zu sein, wie Sie sind und sich ganz und gar
    als das zu zeigen, was Sie sind.
    Abschalten.
    Zu sich finden.

    Potentiale entdecken und entfalten,
    offen sein, für neue Erfahrungen ...


    (Und damit wir alle uns diesen Tag zum Geschenk machen können,
    schreib ich heute auch keinen Paukenschlag.)


    Ich wünsche Ihnen einen wundervollen Tag.

    Mit besten Grüßen

    Ihr Egon W. Kreutzer



     Wundervoll!!!!

    Der schönste Nicht-Paukenschlag, den ich je gelesen habe!

    Da ist sooooo viel Energie drin!

     

    Genieße auch du, lieber Wolfgang, diesen heißen bayerischen Sommertag.
    Und zwar genau so, wie du ihn deinen Lesern ans Herz gelegt hast:

    Gemeinschaft suchen,
    eine angenehme Umgebung schaffen,
    sich frei machen von allen belastenden Gedanken.

    Einfach leben,
    das Glück genießen, da zu sein, wo man ist,
    und so zu sein, wie man ist.

    Einfach genial!

    Ganz liebe undherzliche Grüße nach Elsendorf!
    Dein bayerisches Rechtschreib-Engerl Manuela

     

    P.S.:

    … und ich weiß, dass du dich
    von meiner Energie hast anstecken lassen.

    Du hast mit diesem Nicht-Paukenschlag
    auch meine Gedanken in die Welt hinausgesandt.

    Und dafür danke ich dir recht herzlich!


    Genial!

    VG und ebenfalls einen schönen Tag gewünscht

    C. Sikorski


    Lieber Herr Kreutzer,

    vielen Dank für Ihr Geschenk – (noch schöner wäre es, wenn die Sonne schiene) – ich wünsche Ihnen ebenfalls einen heiteren, wundervollen Donnerstag!

    Mögen Sie ihn in vollen Zügen genießen!

    Mit freundlichem Gruß von der Nordsee

    Renate Hartmann

    www.Naturheilpraxis-Hartmann.de



    Sie haben völlig recht..das ständige Aufgerege über den Irrsinn der Welt führt zu Gesundheitsschäden.. Wir müssen einfach manchmal das Leben genießen. Auch ihnen einen wunderschönen Tag.


    Mit freundlichen Grüßen,
    Martin v. Elm



    Hallo, lieber Egon Kreutzer,

    jetzt konnte ich mir ein kleines Schmunzeln nicht verkneifen! Ja, ab und zu habe ich auch die Schnauze gestrichen voll. Aber dann quält mich mein "Gewissen", zu bestimmten Themen einfach doch noch kommentierend Stellung zu nehmen.

    Aber mal eine Auszeit zu nehmen, ist für die eigene Kreativität überlebenswichtig. Durchatmen, entspannen, ruhige Gedanken fassen, neue Kräfte sammeln und dann.....................zum Gegenschlag ausholen und in die Vollen treffen!!!!

    So mache ich das nun auch zum Wochenende. Das war und ist immer noch mein Lebensmotto!

    Herzliche Grüße
    Dieter Krogmann



    danke

    lg andreas


    G

     

     



    27. Juni 2012

    24 Stunden mit Egon Hauck

    von Dienstagnachmittag bis Mittwochnachmittag haben wir uns gemeinsam über das Projekt "10.000 Euro Haus" ausgetauscht. Ich habe davon sehr viel mehr über dieses
    Projekt erfahren - und Herr Hauck hat einen Packen voll Anregungen mit nach Hause
    genommen.

    Schön wars, und sehr konstruktiv.

    Danke, Herr Hauck!


    26. Juni 2012

    10.30 Uhr Volksabstimmung über Grundgesetzänderung

    Lange Jahre war die offizielle Sprachregelung:

    "Das Grundgesetz verbietet bundesweite Volksabstimmungen."

    Das war nicht nur gelogen, es war das krasse Gegenteil dessen, was im Grundgesetz verankert ist. Nun wird plötzlich, wegen des neuerlichen und weitreichenden Souveränitätsverlustes, der mit ESM und Fiskalpakt einhergeht, von einer Volksabstimmung genau darüber gesprochen, die jedoch "so schnell" nicht kommen wird.

    Erst einmal will man die Fakten schaffen - und die sich nachträglich bestätigen lassen, wenn der unauflösliche Pakt ESM mit dem Blut der Steuerzahler unterschrieben ist.

    Sobald ESM in Kraft ist, ist das Grundgesetz nur noch für's moderne Antiquariat tauglich. Dann wird sich eine Volksabstimmung darüber erübrigen, weil man verschüttete Milch auch nicht über eine Volksabstimmung wieder in die Kanne bringen kann.

    Wenn man nach den Motiven für diese Anstrengungen sucht, Deutschland mit aller Gewalt in die Verantwortung für sämtliche Schulden der Euro-Staaten zu zwingen, dann bleibt nur eines übrig:

    Die größenwahnsinnige Idee, wenn Deutschland erst einmal für alle bürgt und einspringt, dann ist Deutschland ganz von alleine die Hegemonialmacht Europas. Alle müssten nach Deutschlands Pfeife tanzen, nach dem schönen deutschen Motto: "Wer zahlt, schafft an".

    Dass das scheitern wird, steht außer Frage.

    Erstens ist auch Deutschlands Leistungsfähigkeit endlich.

    Das hat sogar Frau Merkel neulich bemerkt und ausgesprochen, meint jedoch weiterhin, dass die Grenzen der Leistungsfähigkeit nicht erreicht würden, hielten sich alle anderen nur an die schon jetzt erlassenen "Spardiktate". Sparen aber macht arm. Je mehr unsere Nachbarn sparen, desto schlechter geht es dem auf extreme Wettbewerbsfähigkeit getrimmten Exportweltmeister.

    Zweitens wird Deutschland durch ESM nicht zum Gläubiger.

    Die Gläubiger bleiben die Gläubiger. Die "Märkte" bleiben die "Märkte". Im Gegenteil,
    Deutschland wird nach und nach zum Hauptschuldner - und gegenüber den Ländern, die über diverse Rettungsschirme ihre Schulden an Deutschland übertragen haben, allenfalls so etwas wie der Büttel der Märkte, der Landvogt, der, um nicht selbst erwürgt zu werden, mit aller Härte bei seinen Nachbarn einzutreiben hat, was nur immer herauszuquetschen ist.

    Ist das die Vision vom geeinten Europa,
    ohne Grenzen und im dauerhaften Frieden?

    Interessant, was Siegmar Gabriel in diesem Zusammenhang von sich gab:

    "Die Bundesregierung ist bis zum jetzigen Tag nicht dazu bereit, Vorschläge zu machen, wie wir die Brandmauer gegen die Spekulationen an den Kreditmärkten in Europa wirklich standfest hinbekommen."

    Auch dazu ist zweierlei zu sagen:

    Erstens

    ist die SPD dazu offenbar auch nicht in der Lage, denn der Scheinsieg um die Finanztransaktionssteuer ist ja - nach diesen, Gabriels eigenen Worten - auch nicht dazu geeignet, und

    zweitens

    braucht es keine Brandmauer. Was es braucht, ist die Rückkehr zu nationalen Währungen unter nationaler Verantwortung bei weitgehender Auflösung (haircut), der bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber den "Märkten", denen die Herrschaft über die Geldversorgung und damit über das Wohl und Wehe ganz Europas in unverantwortlicher Weise übertragen wurde.

    Jeder kann Geld machen.

    Die Märkte schaffen es nach Belieben aus dem Nichts und spekulieren uns, die wir auf ihr "Scheißgeld" angewiesen sind, in Grund und Boden.

    Jeder kann sein eigenes Geld machen.


    Die Griechen können es, die Spanier können es, die Italiener können es, die Iren können es, die Deutschen können es.

    Warum, in Dreiteufelsnamen, tut es keiner?
    Warum leihen wir uns lieber Geld von den Märkten, anstatt es selbst zu emittieren?

    Warum ist Geld nicht einfach nur ein Mittler zwischen Angebot und Nachfrage?

    Warum müssen "Wucherer" an allem kräftig mitverdienen, weil sie auf jeden Cent, der in Umlauf ist, Zins kassieren?

    Nach der Währungsreform 1949 verwandelte sich ein darniederliegendes Land in das
    Wirtschaftswunderland?

    Brauchen wir wirklich erst wieder einen Weltkrieg, um einen Neuanfang zu schaffen, der uns aus der Schuldenkrise herausführt?

    Nein. Den brauchen wir nicht.

    Alles was wir brauchen sind Politiker, die das im Sterben liegende Grundgesetz wieder achten, die ihren Amtseid ernst nehmen und sich von europäischen Supermachtfantasien lösen und endlich das tun, was Schaden vom deutschen Volke abwendet und seinen Nutzen mehrt.

    Viel zu lange hat die deutsche Politik sich um ausländische Investoren bemüht, viel zu lange hat sie versucht, Deutschland zum beliebten Standort für Global Player zu machen, viel zu locker ist sie daran gegangen, die internationale Freizügigkeit des Kapitals zu unterstützen.

    Und wenn man in Betracht zieht, dass die Hartz-Gesetze der Euro-Einführung auf dem Fuße folgten, dann kann man durchaus zu dem Schluss kommen: Mit mehr Sozialstaat und damit ein bisschen weniger Wettbewerbsfähigkeit ginge es uns besser, und mit der Rückkehr zu einer eigenen nationalen Währung stünden wir wieder da, wie einst.

    Deutschland hat hervorragend funktioniert.

    Vor dem Euro,

    vor den Sparprogrammen,

    vor den großen Privatisierungen,

    vor den Steuererleichterungen für Reiche und Einkommensmillionäre.

    Heute funktioniert es nur noch bedingt, es knirscht im Gebälk.
    2.042.000.000.000 Euro Staatsschulden lasten auf dem Dach des Staates,
    wie die Schneelast auf der Eissporthalle in Garmisch,

    und im Inneren wird - mit immer neuen Einschnitten in die Souveränität - eine Stütze nach der anderen abgebaut.

    Rette sich, wer kann.


    Die Volksabstimmung Schäubles wird zu spät kommen.


    25. Juni 2012

     

    12.50 Uhr Reptilienfund

    Das Lager des EWK-Verlags befindet sich im Keller meines Hauses in Elsendorf.
    Heute fand ich dort einen großen, wie mir schien bereits vertrockneten Regenwurm.

    Als ich den Wurm entsorgen wollte, hob er sein Haupt und begann zu züngeln.

    Ich hab die junge Blindschleiche vorsichtig geborgen (der Schwanz ist nicht abgefallen!) und hab sie in den Garten entlassen.

    Kurz nach diesem Abschiedsfoto hat sie sich auf den Weg nach unten gemacht, wo sie sich wohler fühlt, als hoch oben auf dem Zweig eines Busches.

     

    10.25 Uhr Der Schuldenabbau kommt voran

    Es ist nicht verwunderlich: Die deutschen Staatsschulden haben einen neuen Rekordstand erreicht. Die 2-Billionen-Marke ist geknackt.

    Mir ist dabei ganz spontan das alte Trinklied in den Sinn gekommen:

    Wir machen durch bis morgen Früh
    und singen bummsfalleraaaa!

    Schuldenbremse im Grundgesetz und hunderte Milliarden im Feuer zur Rettung eines Phantoms namens Euro.

    Alles mühsam zusammengesparte Schulden.

    Dabei sollte jedem, der für Geld und Währung Verantwortung trägt klar sein:

    • Schuldentilgung mindert die umlaufende Geldmenge.
      Das Geld ist ja wieder bei den Gläubigern. In Onkel Dagoberts Geldspeicher.
    • Die verminderte Geldmenge hemmt die Wirtschaft.
      Deflation und Abschwung sind die zwangsläufige Folge, weil schlicht das Geld fehlt, um die mögliche Leistung der Volkswirtschaft bezahlen zu können.
    • Wird dann der Spagat "Schuldenabbau, strenges Sparen und Wachstumsförderung" probiert, wie gerade beschlossen, dann frag ich mich,
      wo das Geld herkommen soll. Beides hebt sich gegeneinander auf.
    Das sind drei dürre Aussagen, die - ich weiß es - nicht ganz einfach nachzuvollziehen sind. Um das Wesen des Geldes wirklich zu verstehen, ist eine intensivere Beschäftigung damit erforderlich.
     
    "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre, Band III, Über das Geld", habe ich geschrieben, um das notwendige Grundverständnis zu ermöglichen.
     
    (mehr)
     
    Samirah Kenawis Buch "Falschgeld - Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit" führt noch ein paar Stufen tiefer hinein in die Materie.
     
    (mehr)
     
     
     
     
     


     

     24. Juni 2012

    Manuelas Bild vom Sonntag

     

     

     

    Wolfgangs Bild vom Sonntag

     


    23. Juni 2012

    Sonnwendfeuer in Elsendorf

     


    22. Juni 2012


    21. Juni 2012

    17.15 Uhr PaD 24 /2012 Das 10.000 Euro Haus

    Ist es möglich, ein Haus als Wohnraum für 1 bis 2 Personen mit einem Aufwand von rund 10.000 Euro zu erstellen? Unter Einhaltung der Bauvorschriften und noch dazu energieeffizient?

    Es scheint unmöglich.

    Egon Hauck hat vor, den Beweis zu erbringen, und er weiß auch schon, wo die 10.000 Euro herkommen werden, die so ein Haus kostet:

    Von den Kommunen.

    Weil deren Einsparungen beim Wohngeld auf Sicht den einmaligen Investitionsaufwand weit übersteigen werden.

    Den Stand der Überlegungen finden Sie hier:

     

     

    09.30 Uhr Die andere Seite der Medaille 

    Zum Thema Betreuungsgeld / Herdprämie / frühkindliche Fremderziehung
    erhielt ich heute die folgenden ergänzenden Informationen von Hubert Hiecke:

    Sehr geehrter Herr Kreutzer,

    eben habe ich Ihren Beitrag zum Thema Betreuungsgeld gelesen. Dazu noch einige ergänzende Links:

    Frühkindliche Betreuung in Krippen birgt Risiken:



    Die Behauptung, Kinder würden in Kitas in ihrer geistigen Entwicklung besser gefördert als zuhause, ist auch fragwürdig. Kinder brauchen vor allem Zeit und Liebe und feste Bezugspersonen, um sich optimal zu entwickeln.


    Mit freundlichen Grüßen
    Hubert Hiecke

     

     

     


     

    Die Tageskommentare vom 7. März 2011
    bis zum 30. Juni 2012 finden Sie
    im Archiv

    Dieser Zähler zählt seit etlichen Monaten die Besucher dieser Website.

    am 22. 01. 2012 waren es 950.000
    am 12.03. 2012 waren es 1.000.000
    um den 15. Mai waren es 1.050.000
    am 8. Juli waren es 1.100.000

     

    und schon wieder sind es mehr geworden ...

     

    Vielen Dank für Ihr großes Interesse.

    Es ehrt mich.

    Links zu Seiten, die ich gerne empfehle:

    Nachdenkseiten
    Na klar, wer liest die nicht?
    http://www.nachdenkseiten.de/
    taz
    noch ein MUSS
    http://www.taz.de
    Junge Welt
    Die Tageszeitung im Netz
    http://www.jungewelt.de
    Sozialticker
    Informationen und Kritik zur aktuellen Sozialpolitik
    http://www.sozialticker.com/
    Campact
    dem Bürgerwillen Gehör verschaffen
    http://www.campact.de
    Mag Wompel
    das labournet - die Gewerkschaftslinken
    http://www.labournet.de
    Gert Flegelskamp
    ein geradliniger Querdenker
    http://www.flegel-g.de/
    Dr. Harald Woszniewski
    Meudalismus
    http://www.meudalismus.dr-wo.de/
    Norbert Rost,
    Regionalwährungen und viel mehr
    http://feldpolitik.de
    Theater Macht Staat - ein Theaterprojekt zur Rückeroberung der Macht über unser Leben
    http://www.theater-macht-staat.com/
    Politik-Poker
    aus unterschiedlichen Blickwinkeln...
    http://www.politik-poker.de
    Berlin unzensiert
    Eine Seite für die Bevölkerung
    http://www.berlin-unzensiert.de/
    Forum DL 21
    Die SPD-Linken
    http://www.forum-dl21.de/
    Bürgermeinungen
    hier schreiben Bürger ihre Meinung
    http://www.buergermeinungen.de/
    Cleanstate e.V.
    H.J.Selenz im Kampf gegen Korruption, Betrug und Vetternwirtschaft
    http://www.cleanstate.de/start.html
    Statistisches Bundesamt
    viel Wissenswertes z.T. sogar aktuell
    http://www.destatis.de
     
       

    Die Selbstähnlichkeit der Erscheinungen der Realität ist so groß, dass der winzige Ausschnitt, den der Einzelne davon wahrzunehmen in der Lage ist, vollkommen ausreicht, um sich ein brauchbares Bild des Ganzen zu machen - so man nur will. 

     

      
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    Wer nicht zahlt, erhält keine Mahnung und schon gar nicht eine Zahlungsaufforderung vom Inkassobüro, weder vom seriösen, noch vom unseriösen.

    Wir gehen davon aus, dass es sich der Kunde anders überlegt hat und löschen die Bestellung nach ein paar Wochen einfach.

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       Anker Immo  chiara

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