Neues aus
Unterbernbach
No. 7 /2012
vom 22. Februar 2012

Kommentare zum Zeitgeschehen
von Egon W. Kreutzer

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Aufgewacht, Narren, Aschermittwoch!

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Aufgewacht, Narren,
Aschermittwoch!
 
 
Europa hat Feuer gefangen.
 
Ein Feuer, entzündet auf die älteste Methode der Welt.
 
Man hat Druck und Reibung erzeugt.

Reibung erzeugt Wärme.
Große Reibung unter hohem Druck erzeugt viel Wärme.
Viel Wärme auf engem Raum lässt die Temperatur in die Höhe schnellen.
Der Zündpunkt wird erreicht und überschritten, erste Flammen züngeln.
 
Die Brände in Athen sind wieder erloschen, doch Druck und Reibung sind geblieben, ja sogar noch einmal verstärkt worden. Bald werden die Flammen erneut nächtliche Straßen in infernalische Szenerien verwandeln.
 
Und wieder werden nicht diejenigen, die den Druck und die Reibung erzeugt, die Wärmeentwicklung hervorgerufen haben, als Brandstifter verfolgt und verurteilt werden, sondern jene Späne mit dem niedrigen Flammpunkt, die dem Druck und der Hitze am nächsten waren und sich als erste entzünden ließen.
 
 
 
Doch wenn ich heute schreibe:

"Aufgewacht, Narren!",
 
dann meine ich nicht diejenigen, bei denen Schmerz, Angst und Zorn zu Ausbrüchen geführt haben, nicht jene, die ein Fanal gesetzt haben, sondern alle diejenigen, die sich in der Gewissheit sonnen, mit ein bisschen Widerstand, ein bisschen Demonstrieren, ein bisschen Campact-Aufrufe-mit-Unterzeichnen, sei es genug.

Dann meine ich diejenigen, die meinen, sie könnten, wenn es wirklich so weit kommen sollte, schnell Widerstand organisieren, auf die Straße gehen, sich wehren. Die Staatsmacht würde dann schon kapitulieren.
 
So wie die Staatsmacht der DDR kapitulierte, als die Straßen voll waren von Menschen, die riefen:
 
"Wir sind das Volk!"

Die Situation der DDR war eine andere. Da standen sich noch zwei Blöcke gegenüber, von denen einer, unter Gorbatschow, gerade begonnen hatte sich zu öffnen und zu zerfallen.
Damals hätte schon geschehen können, was wir im Irak, in Afghanistan, in Libyen erlebten und derzeit in Ägypten und bald in Syrien werden beobachten können: Die Unterstützung der Aufständischen durch Truppen westlicher Staaten.
Da war es leichter, das Tor zu öffnen, den eigenen Staat aufzugeben, aus dem Einflussbereich des einen Machtblocks in den des anderen zu wechseln.
 
Wer weiß, was hinter den Kulissen besprochen und verhandelt wurde, was die Historiker erst in hundert Jahren aus den Archiven ausgraben werden.

Es war eine besondere Situation, ein einmaliges Zeitfenster, für diesen Massenausbruch von DDR-Bürgern, die ihren Staat als Gefängnis empfunden hatten.
 

Die Situation ist heute wieder ganz anders.

Der Widerstand richtet sich nicht gegen ein so genanntes östlich-kommunistisches Unrechtsregime, sondern gegen eine westlich-kapitalistische Demokratie - und die gilt es mit allen Mitteln zu verteidigen.
 
 
Aufwachen, Narren! Aschermittwoch!
Es geht schon längst gar nichts mehr, wenn es die Staatsmacht nicht will.
Die Staatsmacht nimmt es sich heraus, selbst frei gewählte Abgeordnete des Deutschen Bundestages geheimdienstlich überwachen zu lassen. Und die können nichts dagegen tun, als hilflos protestieren.
Wie viel mehr wird sie es sich wohl herausnehmen, vermeintliche Rädelsführer, Meinungsmacher, Intellektuelle und überhaupt jegliche unbequeme Elemente zu überwachen?

Ist nicht schon die ganz offizielle Vorratsdatenspeicherung
 
- von den demokratisch nicht legitimierten Organen der gar nicht mehr heimlichen europäischen Staatsmacht den nationalen Regierungen befohlen -
 
die totale Kontrolle jeglicher elektronischen Kommunikation, Überwachung genug?

Reicht es nicht, über die Handyortung zu wissen, wo sich wer gerade aufhält?

Reicht es nicht, über die Überwachung der Verbindungsdaten zu wissen, wer mit wem wann und wie lange telefoniert hat?

Reicht es nicht, über die Verfolgung der Internetnutzung zu wissen, wer wann welche Seiten besucht hat und wie lange er sich dort aufgehalten hat?

Reicht das alles nicht schon aus, jedem einzelnen Bürger, der Zugang zu den elektronischen Medien hat, hunderte von Verdachtsaspekten zuzuweisen?

Ist nicht längst ein Netz über uns geworfen, dass mit einem Ruck zugezogen werden kann, wenn die Umstände es geboten erscheinen lassen?

Ist aus der Vorratsdatenspeicherung nicht längst die Liste derjenigen, die bei Beginn von Unruhen unverzüglich in Haft zu nehmen sind, mit einer einfachen Datenbankabfrage zu erhalten?

Die Antwort ist ein klares Ja.
 
Und wie viele das sein werden, ist ausschließlich von der Formulierung dieser Abfrage abhängig. Man muss heute keine Listen mehr führen - und geheim halten, folglich kann man auch die Existenz solcher Listen guten Gewissens als vollkommenen Blödsinn weit von sich weisen. Es genügt, im richtigen Zeitpunkt die richtige Abfrage zu starten.
 
 
Wird ein Datenschutzbeauftragter überhaupt die Chance bekommen, dies zu verhindern?

Die Antwort ist ein klares Nein.
Er wird es allenfalls im Nachhinein dokumentieren dürfen - falls er den Mut dazu aufbringt.
 
 
Wird ein Bundesverfassungsgericht noch die Möglichkeit haben, solche Aktionen per einstweiliger Verfügung zu verbieten?

Auch hier ist die Antwort ein klares Nein.
Erstens wird das Verfassungsgericht selbst erst Kenntnis von solchen Vorgängen erlangen, wenn sie weitgehend abgeschlossen sind.
Zweitens wird das Verfassungsgericht nur tätig werden, wenn eine entsprechende Klage eingereicht wird - und die Zahl derjenigen, die klagen könnten, ist aufgrund der durchgeführten Verhaftungen schlagartig kleiner geworden - und die Zahl derjenigen, die den Mut dazu noch finden, ebenfalls.
Drittens müsste es überhaupt eine Möglichkeit geben, dass die Klage das Gericht überhaupt erreicht, womöglich stellt man die Richter in ihren Wohnungen unter staatlichen Schutz, bis die Situation wieder bereinigt ist.

Viertens müsste es Richter geben, die überhaupt noch wagen, sich gegen die, durch europäisches, so genanntes "Recht" zumindest scheinbar gedeckten Maßnahmen zu stellen.
Fünftens müsste es eine Regierung geben, die sich an Sprüche des Verfassungsgerichts überhaupt noch gebunden fühlt. Die haben wir schon heute nicht mehr. Sprüche des Verfassungsgerichts, die der Regierung nicht gefallen, werden auf die lange Bank geschoben und in letzter Minute, gelegentlich auch erst nach Ablauf der gesetzten Frist, durch Gesetze, die wiederum einer zeitraubenden Prüfung durch das Verfassungsgericht unterzogen werden müssen, gerade soweit befolgt, dass nicht von einer groben Missachtung des Gerichts gesprochen werden kann.
 
 
Ja, liebe Narren, und dagegen geht ihr dann auf die Barrikaden?
 
Wie wollt ihr euch verständigen?
Wie wollt ihr auch organisieren?
 
Das Festnetz-Telefon ist abgeschaltet.

Die Schalter sind eingebaut, schon seit Jahrzehnten - für Krisen- und Notsituationen, zur Verhinderung von Überlast, nur noch Regierungen, wichtige Behörden, Polizei und Geheimdienste verfügen über offene Kommunikationskanäle.

Die Mobilfunknetze sind abgeschaltet.

Da steht ihr dann rum, mit euren schönen, teuren Handys, und nichts geht mehr. Fotos machen vielleicht noch, aber versenden könnt ihr sie nicht mehr. Keine SMS wird mehr transportiert.

Ihr seid voneinander abgeschnitten - und Rundfunk und Fernsehen verbreiten beruhigende Botschaften.
 
Ja, dann verabredet ihr euch über facebook und twitter?
 
Ein Witz, oder?
 
Facebook, twitter und alle anderen sozialen Netze sind offene Kanäle und damit wichtiger Teil des Überwachungsapparates; die werden offen bleiben. Aber überall, wo ihr euch in nennenswerter Zahl verabredet, wird euch ein Aufgebot der Polizei erwarten, einen, oder mehrere, als Veranstalter, die versäumt haben, die Versammlung anzumelden, für ein Weilchen aus dem Verkehr ziehen, die übrigen fotografieren, die Bilder mit den Datenbanken abgleichen und herausfinden, wer sich da alles versammeln wollte. Wieder ein Minuspunkt in der großen Datei der Verdächtigen.

Und wer meint, sich gegen das Fotografieren schützen zu können, indem er sich einen Schal oder eine Mütze übers Gesicht zieht, eine Narrenkappe aufsetzt, der hat gegen das Vermummungsverbot verstoßen und verschwindet ebenfalls für ein Weilchen in Gewahrsam.
 
 
Da werdet ihr halt Widerstand leisten?
Wie in Stuttgart?

Ein, zwei Wasserwerfer genügen, um euch vom Platz zu wischen. Einige Hundertschaften bestausgerüsteter, paramilitärischer Kämpfer der Bundespolizei räumen dann diejenigen auf, die es geschafft haben, einigermaßen trocken zu bleiben.
Und wenn ihr mehr seid, wenn ihr glaubt, die große Zahl würde euch schützen, dann kommt halt der Mikrowellenstrahler. Der ist übers Versuchsstadium hinaus, entwickelt sich gerade zum Exportartikel, weil er hunderten von Menschen gleichzeitig die Haut so schmerzhaft erhitzen kann, dass sie in Panik fliehen, und wer nicht rechtzeitig die Augen schließt, der muss damit rechnen, nie wieder richtig sehen zu können, und wer dem Ding zu nahe kommt, der könnte versehentlich gegrillt werden wie eine Schweinshaxe.

Selber schuld, hätte ja nur der Aufforderung folgen müssen, den Platz zu räumen.
 
Die hohe Strahlungsenergie dringt 0,4 mm in die Haut ein und wirkt dort direkt auf die Nervenzellen. Die Wassermoleküle in der Haut werden innerhalb von Sekunden auf 55 Grad Celsius erhitzt. Dies löst bei dem Betroffenen einen erheblichen Schmerzreiz aus, der ihn zur Flucht veranlassen soll.
Neben der Auflösung von Demonstrationen und dem Einsatz gegen Massenversammlungen schlägt Raytheon (der Hersteller) eine weitere Strategie vor: So sollen Menschengruppen mit den Strahlen beschossen werden, um friedliche Personen von Terroristen zu trennen. Während "harmlose" Menschen vor der Bestrahlung fliehen, würden Terroristen ihren Angriff auch unter Schmerzen fortsetzen. Ordnungskräfte könnten so gezielt Personen töten, die sich während des Einsatzes der Waffe nicht vom Ort des Geschehens entfernen.
 Ganzer Artikel:
 
 
Drohnen werden über die Städte fliegen und die Bewegungen Verdächtiger verfolgen, da wo das Netz der Überwachungskameras noch zu lose geknüpft ist.

Die Fotoapparate in den Mautbrücken und ihre mobilen kleinen Brüder und Schwestern, die heute schon zur Nummernschilderfassung im fließenden Verkehr eingesetzt werden, werden jedes Fahrzeug erfassen, jeden Fahrer identifizieren - nie wieder wird jemand der mit dem Auto unterwegs war, behaupten können, er habe sich zu diesem Zeitpunkt zuhause aufgehalten, der Nachweis ist leicht erbracht, und schon die Behauptung, den Nachweis führen zu können, wird Geständnisse erleichtern.

Und auf den Bahnhöfen, auch im Nahverkehr, sind die Kameras längst fest installiert und liefern ihre Bilder an geheime Zentralen, wo große Rechnerkapazitäten vorgehalten werden, um euch zu identifizieren.
 
Und glaubt nicht, dass nur mit nichtletalen Waffen gegen euch vorgegangen wird. Der Vertrag von Lissabon erlaubt in "Aufstandssituationen" auch den Einsatz scharfer Waffen (und damit im Prinzip auch den Einsatz des Berufssöldnerheeres Bundeswehr), um den Frieden im Lande wieder herzustellen.
 
Das sind nicht mehr eure Söhne (und Töchter), eure Brüder und Schwestern, die da ihren Dienst zur Landesverteidigung leisten. Das sind Berufssoldaten - und die müssen, es gibt diese Überlegungen - auch nicht unbedingt deutsche Staatsbürger sein. Das jedenfalls ging vor einem Jahr durch die Nachrichten:

Das könnte auch für Ausländer in Deutschland interessant werden. In einem 37-seitigen Maßnahmenpaket aus dem Ministerium von Karl Theodor zu Guttenberg steht: "Bestehende Regelungen sind so zu erweitern, dass Inländer bei entsprechender Eignung, Befähigung und Leistung auch ohne deutsche Staatsbürgerschaft regelmäßig in die Streitkräfte eingestellt werden können."
 Ganzer Artikel:

Der verborgene Witz darin ist die Beschränkung auf "Inländer". Aber das nur am Rande.
 
 
Dass das nicht euer Friede ist, der da wiederhergestellt wird, das schert diejenigen, die den Schießbefehl erteilen, nicht einen feuchten Kehricht.
 
Dass noch vor wenigen Jahren Urteile gegen Mauerschützen gesprochen wurden, denen die Rechtfertigung mit dem sog. Befehlsnotstand nicht abgenommen wurde, ist vergessen.
Jetzt ist - jedenfalls vom gedanklichen Ansatz her - dank EU erlaubt, was nach bundesdeutschem Recht der DDR verboten war.
 
 
Dann tretet ihr halt in den Streik?
 
Streik aus politischen Motiven ist in Deutschland verboten, ihr habt eure Arbeitsverträge zu erfüllen. Tut ihr das nicht, seid ihr den Job los, vielleicht werdet ihr auch zwangsweise an den Arbeitsplatz geführt, als Fluglotsen, Lokführer und andere für die Wirtschaft unverzichtbare Spezialisten.
Und glaubt nicht, dass es dann Arbeitslosengeld gibt.
Und glaubt nicht, dass ihr, die man euch schon aus dem Erwerbsleben verdrängt hat, während man den anderen die Wochen-, die Jahres- und die Lebensarbeitszeit verlängert hat, dass ihr noch euer Hartz-IV-Auskommen behaltet, wenn ihr euch vom Wohnort entfernt, der Arbeitsvermittlung also nicht mehr zur Verfügung steht, weil ihr irgendwo euch versammeln, demonstrieren wollt. Ihr werdet schnell auf Null gesetzt sein. Die Wohnung verlieren, auf der Straße sitzen …

Bis hierher schildert dieser Aufsatz das, was die schon geschaffene Lage hervorbringt und möglich macht. Die folgenden Absätze sind dem Weiterdenken entsprungen, also Vision, Dystopie, Gräuelmärchen - jedenfalls heute noch.


Da muss gar keine Vorladung von der Arge gekommen sein, man hat euch ja gesehen, in Düsseldorf, obwohl ihr in Ohlstadt wohnt.
 
Der große Bruder hat eure Bilder, eure Handydaten, und dass die Arbeitsverwaltung, die heute schon Zugriff auf eure Bankdaten hat, in kürzester Zeit auch ermächtigt werden kann, per Zugriff auf die Überwachungsdaten eure Leistungen zu kürzen, das ist doch nur ein winzig kleiner Schritt von einer Realität in die nächste.
 
Ihr habt euch alles gefallen lassen, bis heute.

Habt euch berauscht, an allem, was man euch noch gelassen hat, seid wie die Lemminge in großen Herden in die Überwachungsfallen gerannt, die man für euch aufgebaut hat.
 
Jetzt sitzt ihr drin, in der Falle, ihr Narren.
Und nun ist Aschermittwoch.
 
Nun legen Prinz und Prinzessin die Masken ab und zeigen ihr wahres Gesicht.
 
Da habt ihr grade noch so schön gefeiert, habt euch trunken getanzt, in euren hübschen Kostümen, die ihr euch für Menschen hieltet, die in einem freien Land nach ihrer Façon
selig werden können,
 
und nun bekommt ihr das Echo dessen zu hören, was ihr laut, zu laut und zu provokativ hinausgerufen habt:

"Wir sind das Volk. Wir sind das Volk!"
 
Staunend erfahrt ihr, dass man euch Recht gibt.
Nun hält man euch entgegen:
 
 
Ja! Ihr seid das Volk!
 
 
 
 
 
Und nichts als das Volk!
Geboren, um zu dienen.
 
 
Wir geben euch ein einfaches Gesetz,
das jedermann verstehen kann:
 
Wer kriecht, darf leben.
Wer den Kopf hebt, ist verdächtig.
Wer aufsteht, macht sich selbst zum Ziel.
 
 
 
Das Motiv des kriechenden Bürgers habe ich schon 2008 in meinem Buch

"Unsere Freiheit - man kann sich dafür einsetzen"
thematisiert.
 
Lesen Sie hier kurze Auszüge und markante Sätze aus dem ersten Kapitel, und sie werden feststellen: Es ist seitdem NICHTS besser geworden.
 
 
Der Bürgerkriech
 
(…) Die größte, traditionelle Zurschaustellung bürgerlicher Tugend und Sitte ist jedoch der in Deutschland ganzjährig zu bestaunende Bürgerkriech.
Der Bürgerkriech ist so etwas ähnliches, wie ein Schneckenrennen, nur dass hier die Schnecken Beine haben.
 
Martin Morlock hat es in seinem Gedicht
 
"HUGO - eine deutsche Tragödie"
 
seinerzeit so in Verse gegossen:
          "Hierzulande wird gekrochen,
          Emsig ernst, so will's der Brauch.
          Wer sich steif hält, wird gebrochen,
          Kaltgestellt und ausgestochen.
          Die, die ihre Wirbelknochen
          Biegen können, wie die Rochen,
          Kommen heil durch die Epochen -
          Hierzulande wird gekrochen.
          Auf den Leim und auf dem Bauch."

 

 
Und wie die Schnecken im Schneckenrennen, sind auch die Bürger im Bürgerkriech so von der ihnen zugedachten Rolle durchdrungen, dass sie gar nicht mehr auf die Idee kommen, ihre Situation bewusst zu reflektieren, ihr Verhalten zu hinterfragen und sich dabei der eigenen Lächerlichkeit bewusst zu werden.
Den Schnecken reicht ein lockend hingehaltenes Salatblatt, um diesem bis zur Ziellinie - Zentimeter für Zentimeter - blind nachzujagen, während den Teilnehmern am Bürgerkriech noch nicht einmal eine Belohnung winkt, wenn sie sich - ohne nachzudenken - im vorauseilenden Gehorsam kriechend verbiegen, sich den immer neuen Phantasmagorien unterwerfen, die von der sogenannten, selbsternannten "Mitte" in übermütig schneller Folge in das geworfen werden, was immer noch "Die Diskussion" genannt wird.
(…)
 
Das Prinzip der Manipulation hingegen
ist die geschickte Lenkung der Aufmerksamkeit.
 
Sollte die vermeintliche Häufung krimineller Akte jugendlicher Ausländer, die vermeintliche Häufung von Fällen vernachlässigter und misshandelter Kinder nur dadurch zum Thema geworden sein, dass Politiker und Medien die Aufmerksamkeit des Publikums auf Tatbestände lenken, die sonst - aus welchen Gründen auch immer - von Politik und Medien lieber verborgen gehalten werden, um eine Stimmung zu erzeugen, in der dumpfe Rachegelüste endlich wieder einmal als legitimes Streben nach Gerechtigkeit verstanden werden dürfen, dann wird den hysterischen Meldungen der letzten Woche keine mehr oder minder lange Phase ohne kriminelle Aktivität und ohne Kindesmisshandlung folgen, sondern, wenn der Zweck erreicht, die Wahl in Hessen gewonnen ist, wird lediglich die diesbezügliche Berichterstattung nachlassen und dann für lange Zeit wieder ganz verschwinden.
 
Und das Schöne daran:
Der Bürger darf sich freuen. Die Sicherheit ist mit der Wahl des Hardliners wiederhergestellt. Mutiges Eingreifen, strengere Gesetze, härtere Strafen haben gewirkt. Es ist doch wieder ruhig geworden im Lande.
 
Als ich in diesem Zusammenhang erstmals das ungeheuerliche Wort von der "Kultur des Hinsehens" hörte, fielen mir zuerst die Heerscharen der Blockwarte und der "IM", der inoffiziellen Mitarbeiter der Stasi ein.
 
Braucht unser Staat (ist es überhaupt noch unser Staat?) neben der annähernd totalen Kommunikationsüberwachung, die zugleich auch die Überwachung des Aufenthaltsortes aller elektronisch kommunizierenden Bürger einschließt, wirklich auch noch den jederzeitigen Zugang zu allen Wohnungen?
Verbirgt sich hinter dem Vorwand, dem Kindeswohl dienen zu wollen, nicht wieder nur ein Versuch, endlich das störende Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung so weit auszuhöhlen, dass der Bürger dem Staat nicht weniger nackt und unverhüllt untersteht, wie der Gefangene im Tag und Nacht beleuchteten, ringsum offenen Käfig in Guantanamo seinen Wärtern?
 
Sie meinen, das sei übertrieben?
 
Träumen Sie weiter.
 
Wenn sich künftig verdächtig macht, wer sich nicht beeilt, dem Sozialamt die Wohnungstür aufzuschließen, dann ist auch dieser letzte Damm gebrochen - und wofür eigentlich?
(…)
Und wenn erst einmal das Sozialamt das Kindeswohl per unangemeldetem Hausbesuch kontrolliert, folgt dann nicht zwangsläufig der unangemeldete Kontrollbesuch zum Schutz der Ehefrau vor Übergriffen des Ehemannes, zum Schutz des potentiell depressiven Suizid-Singles im Ein-Zimmer-Appartement vor sich selbst?
          Hört ihr Leut' und lasst euch sagen,
          uns're Glock hat zwölf geschlagen...

 

 
Versuchen Sie sich doch einfach daran zu erinnern, wie spät es wirklich schon ist! Hier eine keineswegs vollständige Sammlung von Beispielen:
 
Harmlose Sommerzeit
 
Seit Urzeiten ticken alle biologischen Uhren in dem Rhythmus, in dem sich unsere Erde um ihre eigene Achse dreht. Und wenn auch der persönliche Rhythmus jedes einzelnen Menschen seine eigenen Höhen und Täler kennt, so sind doch alle in jenes Gleichmaß eingebunden, das mit dem Höchststand der Sonne die Tagesmitte markiert.

Doch der Bürgerkriech verlangt, dass wir in sieben von zwölf Monaten unseren Rhythmus verleugnen, dass wir länger und öfter bei Dunkelheit aufstehen, dass lieber wir mit dem Ende der Dämmerung zu Bett gehen, statt laue Sommerabende im flackernden Schein von Fackeln und Windlichtern zu genießen, wenn wir nicht als Alternative die physischen und psychischen Folgen des Schlafmangels auf uns nehmen wollen.
Die freie Entscheidung des Einzelnen, seinem Tagesrhythmus entsprechend zu leben, ist aufgehoben und durch ein kollektives, zwangsweises Fehlverhalten ersetzt.
 
Einen stichhaltigen Grund dafür gibt es nicht. Sommerzeit ist ein Schauplatz von Bürgerkriech. Nur wer mitkriecht, kann gewinnen. Und wenn man seinen Rhythmus verloren hat, unter Schlafentzug leidet, dann kriecht sich's umso leichter.
 
Aus Liebe zum Legastheniker - die Rechtschreibreform
 
Kultusbürokraten haben Sprachverstümmelung betrieben. Mit grausamen Halbheiten - Ketschup - zum Beispiel, haben sie nicht nur dem Deutschen eine ganze Reihe von heimatlosen Wortmonstern verordnet, sondern darüber hinaus auch noch das fremdsprachliche Original verunglimpft. Vor allem aber die neuen Regeln über Getrennt- und Zusammenschreibung haben ganze Wortgruppen ausgelöscht, Sinngehalte getilgt und Sprachverständnis verwirrt, weil die aus Jux und Tollerei befohlene Getrenntschreibung - trotz aller Ausnahmeregelungen - häufig sinnentleerte oder sinnverkehrende Gebilde hervorbringt, deren geschriebene Form dem gesprochenen Wort Hohn spricht.
(…)
Viele Erwachsene haben durch die Rechtschreibreform eine ihrer wichtigsten Fähigkeiten, der sie sich intuitiv sicher waren, verloren oder doch soweit eingebüßt, dass sie sich ihrer - reformbedingten - Rechtschreibfehler vor Kindern und Enkeln schämen müssen. Der Widerstand der Schrift stellenden Zeitgenossen, der Verleger und der Zeitungsredaktionen ist zusammen gebrochen. Der Bürgerkriech ist mit Spagetti und Portmonee in eine neue Etappe der Zins tragenden Volksverdummung eingetreten. Babylon lässt grüßen.
 
Rettung aus den Gefahren der Globalisierung - die Arbeitsmarktreformen
 
Angesichts von (heute) 6 Millionen Arbeitslosengeldempfängern (1 Million ALG I, 5 Millionen ALG II) werden die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung um rund 7 Milliarden Euro gesenkt.
Da Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung Lohnbestandteile sind, sinken die Personalkosten (= steigen die Gewinne) der Unternehmen um 3,5 Milliarden Euro. Die fehlen fortan nicht nur den Arbeitslosen zur Bestreitung des Lebensunterhalts sondern ebenso als Kaufkraft im Binnenmarkt.

Angesichts von (heute) 6 Millionen Arbeitslosengeldempfängern wird, kaum ist die "Rente mit 67" beschlossen, ein noch späteres Rentenbeginnalter in die Diskussion geworfen. Weil es die Jobs für die 66 und 67-jährigen aber nicht gibt - es gibt ja schon für die 60-jährigen keine mehr - läuft alles auf Rentenkürzungen hinaus. Für die Arbeitgeber werden damit die Personalkosten gesenkt (= die Gewinne gesteigert) - doch das Geld fehlt fortan im Binnenmarkt.

Angesichts von (heute) 6 Millionen Arbeitslosengeldempfängern werden Kommunen, Sozialeinrichtungen, aber auch eigens frisch gegründete Trägerorganisationen von unserem (?) Staat ermuntert, ihre Dienste unter Ausbeutung der Leistung von Ein-Euro-Jobbern anzubieten und damit regulären Unternehmen mit regulär bezahlten Arbeitnehmern ganz offen - und gegen die Schutz-Vorschriften des Gesetzes, die offenbar niemand kontrollieren will - Konkurrenz zu machen.
Über Kombi-Lohn und andere "Aufstocker-Modelle" werden weitere Unternehmer massiv subventioniert. Die Kosten bürdet unser (?) Staat seinen (!) Steuerzahlern auf.
Angesichts von (heute) 6 Millionen Arbeitslosengeldempfängern hat unser (?) Staat daher die Mehrwertsteuer, die ganz überwiegend von den Haushalten der Arbeitnehmer, der Arbeitslosen und der Rentner aufgebracht wird, massiv erhöht, während die Besteuerung unserer (?) Großkonzerne und unserer (?) Global Player unaufhaltsam weiter nach unten reformiert wird.
 
(Damit der Exportweltmeister endlich
wieder international wettbewerbsfähig wird.)
 
Dies alles und noch viel mehr gehört zu den herausragenden und von den Zuschauern begeistert bejubelten Massenveranstaltungen des Bürgerkriechs von 2002 bis 2007.
 
Feinstaub - Ökozone - Holzofen
 
Bürger mit alten Autos dürfen nicht mehr in die Innenstädte.
Als ob die wenigen, noch übrigen alten Pkws tatsächlich einen nennenswerten Beitrag zur Feinstaubbelastung leisten könnten. Stattdessen müssen Millionen Fahrzeuge mit einer Plakette versehen werden. Die muss man sich holen (mit dem Auto hinfahren) und bezahlen und den Folienträger in die Mülltonne werfen - das alles schont die Umwelt!
Alte und neue Kachelöfen, auch moderne Pelletsheizungen sollen durch sogenannte "Umwelt-Auflagen" unwirtschaftlich gemacht werden. Die Verfeuerung des nachwachsenden Rohstoffes Holz ist zwar - im Gegensatz zur Ölheizung -- CO2-neutral und auch sonst höchst umweltfreundlich, aber es wird behauptet, die beim Anheizen in der kalten Jahreszeit in die Umwelt getragenen Aschepartikel seien ein dringend auszurottendes Übel.
 
Bei genauem Hinsehen handelt es sich um ein Nichts, im Vergleich zu dem, was Millionen von Diesel-Lkw das ganze Jahr in die Luft blasen - aber da kann man so schnell nichts machen. Da nicht.

Die ganze zur Schau getragene Geschäftigkeit ist letztlich eine - mit den Sprüchen von Umweltschutz und Klima-Katastrophe nur unzureichend kaschierte - Voodoo-Ökonomie, die einen steten Kauf- und Instandhaltungszwang auslösen soll, um der heiligen Kuh "Wirtschaftswachstum" ihr Opfer zu bringen - ungeachtet des dadurch erst ausgelösten zusätzlichen Ressourcenverzehrs.
Gleichzeitig wurden allerdings, in schöner Inkonsequenz, rund drei Dutzend Kohlekraftwerksdreckschleudern auf Vorrat genehmigt, damit die Herren der Energiekonzerne noch ordentlich Verschmutzungsrechte einsammeln können.
(…)

Entwertung von Eigentum und massive Teuerung werden so - und das in grobem Widerspruch zwischen Wort und Tat und bei klar erkennbarer einseitiger Begünstigung der großen Global Player - von oben herab verordnet.
 
Die Zuschauer auf den Rängen, die niemand sieht, weil keiner der Kriecher wagt, den Kopf so weit zu heben, dass er sie sehen könnte, ergötzen sich daran, wie die Schnecken sich abmühen, mit den zusätzlichen Hindernissen des Bürgerkriech-Parcours fertig zu werden und schließen ihre Wetten ab.

Nur wer es schafft, ständig ganz unten zu bleiben, den Kopf keinen Augenblick zum Widerspruch zu erheben, der hat als Spitzenkriecher gute Chancen, aus einem der nächsten nationalen Wettbewerbe als Sieger hervorzugehen. Er darf sich nur nicht aufrichten, schon gar nicht auf dem Siegertreppchen - ein solcher Formfehler führt gnadenlos zur Disqualifikation - denn Kriecher müssen auch und gerade im Triumph ein Vorbild sein.
 
 
Erst anmelden, dann glotzen - die GEZ
 
Wer ein Rundfunk- oder Fernsehgerät zum Empfang bereithält...
 
Die allgemeine, grenzenlose Rundfunk- und Fernsehsteuer mit ihrer ungeliebten Einzugsorganisation hat nun, dank obrigkeitlicher Beschlüsse, auch die PC-Besitzer in die Reihen ihrer Melkkühe integriert und ohne nennenswerten Widerstand an die große Melkmaschine angeschlossen, die inzwischen überwiegend als öffentlich rechtliches Versorgungswerk für Kerner und Gottschalk, für unsäglichen Volksmusikanten-Verschnitt, für die Vereinskassen der Fußball-Bundesliga und jene weiblichen und männlichen Heroen des Halb- und Unterwelt-Sports dient, die sich auch deshalb die Augenbrauen blutig und das Hirn weich schlagen, weil es ARD und ZDF gefallen hat, solche Brutalo-Veranstaltungen wieder salonfähig zu machen und sie mit Gebührenzahlergeldern zu überschütten.
(…)
 
 
Die unverzichtbare dritte Säule - Riester Rente
 
Damit zu beginnen, die gute, sinnvolle, umlagefinanzierte Rentenversicherung der Bürger aus ganz kurzfristigen und kurzsichtigen Überlegungen in ein Produkt der rendite-raffenden Finanzkonzerne umzuwandeln, ist ein Schildbürgerstreich, dessen Fernwirkungen verheerend sein werden.
Rentner leben weder von Geld, noch von Aktien. Sie leben einzig von dem, was die arbeitende Generation an Gütern und Leistungen hervorbringt.
Und wenn es (was höchst unwahrscheinlich ist) tatsächlich so kommen sollte, wie vollmundig behauptet wird, dass die arbeitende Generation nämlich aufgrund der demografischen Entwicklung eines fernen Tages nach 2050 nicht mehr in der Lage sein sollte, ihre Rentner zu ernähren, dann werden die Rentner auch auf dem größten Berg von Ersparnissen verhungern und erfrieren müssen - Geld hat eben nur einen geringen Heiz- und keinerlei Nährwert.
Dass aber die Spargelder derjenigen, die heute ihre Riester-Verträge abschließen, auf dem Binnenmarkt der Gegenwart bereits als Kaufkraft fehlen, während sie von einigen wildgewordenen Spekulanten in den Chefetagen der Banken unter anderem dafür verwendet wurden, um - mit den bekannten Folgen - Schrott-Immobilien in den USA zu finanzieren, das wird von den Bürgerkriechern mit einem wohligen Schauern und satter Schadenfreude wahrgenommen. Schließlich ist es doch gut, wenn denen da oben auch einmal etwas in die Hose geht.
 
Wer sich beim Bürgerkriech engagiert, sieht eben immer nur das Büschel Gras vor sich, in das er eines Tages zu beißen hat.
 
Dass die da oben, wenn es ganz schief gegangen ist, dafür, dass sie die Spargelder der künftigen Rentner verzockt haben, mit einer Abfindung belohnt werden, das sieht nur, wer den Kopf hebt und aufsteht - und das wird mit Disqualifikation bestraft. So bleibt es halt nicht mehr als ein Stückchen juristischer Erbauungsliteratur, dass das Grundgesetz den Bürgern ein Widerstandsrecht einräumt, sofern anders keine Abhilfe geschaffen werden kann.
Denn Widerstand, den muss erst einmal einer leisten - und zwar gegen die Interpretation der Herrschenden und gegen die innige Verwobenheit der ach so getrennten Gewalten.
 
Ob das Recht zum Widerstand zu Recht in Anspruch genommen wurde, befindet ein Gericht nachdem der Widerstand Erfolg hatte, und ob es zu Unrecht in Anspruch genommen wurde, befindet ein Gericht, nachdem der Widerstand erfolglos zusammengebrochen ist.
 
Vom verbrieften Recht alleine wird nichts besser. Man muss es ausüben, wenn man als guter Demokrat nach vielen vergeblichen Versuchen zur Gewissheit gelangt ist, dass anders keine Abhilfe möglich sei.
 
 
Das ist jedoch nicht ungefährlich.
(…)
Wenn man heute die hinter den Visieren ihrer Helme anonym bleibenden Kampfmaschinen sieht, die wie eine Roboterarmee aus dem Krieg der Sterne aufmarschieren, bereit, blind ihren Befehlen folgend, mit Schild und Kampfstock, mit Tränengas und Wasserwerfer jeden Widerstand zu brechen - und wenn man dazu weiß, dass diese Bilder nicht nur aus fernen Diktaturen und Aufstandsprovinzen, sondern immer wieder, in detailgetreuer Übereinstimmung, auch mitten aus Deutschland kommen, wenn man gesehen hat, wie Düsenjäger im Tiefstflug über friedliche Demonstranten jagen um mit Kriegstechnologie Feindaufklärung zu treiben - dann weiß man, dass es gefährlich ist, überhaupt an einige Artikel des Grundgesetzes zu denken, dass es gefährlich ist, den Gedanken daran am Telefon zu äußern und dass es gefährlich ist, über das Internet Kontakte zu pflegen, ja schon bestimmte Seiten aufzusuchen...
 
Und weil es so gefährlich geworden ist, ist es auch ein weiter Weg bis zum Erreichen der Schmerzgrenze geworden, bis zu dem Punkt, an dem nicht nur die Gewissheit steht, dass andere Abhilfe nicht möglich ist, sondern auch die physische und psychische Erfahrung gemacht ist, dass alles andere nur besser sein kann, als weiter mitzukriechen.
 
 
Die gefährlichen Fremden - diesmal in Gestalt jugendlicher ausländischer Straftäter
 
Stimmt, das hatten wir schon. Aber wir waren noch nicht bei den Erziehungs-Camps, noch nicht beim Warnschuss-Arrest. Ganz genau so wie beim Themenkreis Kindesmisshandlung sind urplötzlich die gefährlichen jugendlichen und noch dazu ausländischen Straftäter in aller Munde - und, kaum hat man das grelle Licht der öffentlichen Meinung dorthin gelenkt, wird auch schon die Abhilfe in hektischer Hetze übers Knie gebrochen:
 
Schärfere, härtere Strafen, Warnschuss-Arrest (droht beim nächsten Mal dann der finale Todesschuss-Knast?) dazu noch nicht näher beschriebene Erziehungscamps und Besserungslager sollen den Jugendlichen helfen, sich beim Bürgerkriech bestmöglich einzugliedern. Und wer dagegen ist, der wird flugs als Neosozialist beschimpft und selbst als Gefahr für das Land bezeichnet. (…)
Wird jetzt, aus dem Wahlkampf heraus, eine Verschärfung des Jugendstrafrechts und des Jugendstrafvollzugs in die Welt gesetzt, wie es die CDU ja bereits beschlossen hat, werden diese voreiligen Maßnahmen nach dem Wahlkampf, der sie hervorgebracht hat, nicht wieder verschwinden. Es wird dann auch nicht mehr alleine um ausländische jugendliche Straftäter gehen. Wir werden erleben, dass im so inbrünstig beschworenen Law-and-order-Staat das, was bislang als das Vorrecht der Jugend galt, nämlich schneller und heftiger aufzubegehren, als die schon Gebeugten und Gebrochenen, nicht mehr ausreicht, um einen mildernden Umstand zu begründen.
 
 
Der Kampf gegen den Terror erfordert
Vorratsdatenspeicherung
 
Wer glaubt, allen vorstehenden Aussagen widersprechen zu müssen, der möge sich zuerst darüber klar werden, dass unser (?) Staat mit der Unterschrift unseres (?) Bundespräsidenten beschlossen hat, vom 1. Januar dieses Jahres an über jeden Bürger ein Dossier anlegen zu lassen, das mit den Dossiers aller anderen Bürger zu einem riesigen Spinnennetz verknüpft ist, in dem sich jeder verfangen muss, der sich auch nur eine Handbreit von dem ihm zugewiesenen Platz in der Kriecherkolonne entfernt.

Vorratsdatenspeicherung ist die bisher spektakulärste Errungenschaft zur Weiterentwicklung des Bürgerkriechs. Selbst der kleinste Regelverstoß, das geringste Heben der Schultern beim Einatmen wird künftig aktenkundig und sechs Monate lang aufbewahrt.
Wenn der Staat erst einmal weiß, wer wann mit wem von welchem Ort aus kommuniziert hat, werden große Computer keine Mühe damit haben, schöne Grafiken zu erzeugen, feine Gespinste aus Beziehungslinien, die man wie einen Film auch über die Zeit animieren kann. Computer werden künftig darüber entscheiden, wer - weil er einmal zu oft Kontakt zu Bürgern oder Webseiten hatte, die den Wahrern der staatlichen Ordnern suspekt erscheinen - selbst mit dem Kennzeichen "suspekt" oder "potentieller Gefährder" oder gar "erkannter Terrorist" gebrandmarkt wird.
Natürlich steht im Gesetz, dass die Polizei einen richterlichen Beschluss braucht, wenn sie an die Daten will. Aber was bedeutet das? Nichts!
 
Erstens werden bei Bedarf und nach richterlicher Genehmigung zwangsläufig die Kommunikationsdaten zigtausender Bürger über den gesamten gespeicherten Zeitraum hinaus eingesehen und verarbeitet, weil sich anders der gewünschte Effekt, nämlich alle relevanten Kontakte zu erfassen, gar nicht herstellen lässt.
 
Zweitens werden die Kommunikationsdaten der Bürger nicht in den Dateien der zur Aufbewahrung verpflichteten Unternehmen bleiben. Die hier gesammelten Informationen sind viel zu wertvoll, als dass nicht mit äußerster krimineller Energie jede Anstrengung unternommen würde, einen effizienten Datentransfer zugunsten großer kommerzieller Datensammlungen, auch in den Einflusssphären des organisierten Verbrechens herzustellen.
 
Drittens mögen Einschränkungen im Zugriff für reguläre Polizeiaufgaben gelten und kontrollierbar sein. Doch wer beschränkt und kontrolliert den Zugriff der Geheimdienste?
 
Viertens mögen zwar Einschränkungen für die Nutzung durch inländische Behörden festgeschrieben werden, doch wie sieht es aus mit der Weitergabe von Daten an befreundete Staaten und deren Dienste?
 
Fünftens und wenn die Daten erst mal draußen sind, dann kann man sich die 6-Monatsfrist getrost neben den Gamsbart an den Hut stecken. Die Kopien leben im Zweifelsfalle ewig.
 
Der Staat nimmt sich, wie wir erfahren mussten, oft mehr heraus, als das, was ihm zusteht.
 
Der Online-Zugriff auf PCs war schon Praxis, bevor öffentlich darüber nachgedacht wurde, ob man ihn braucht. Die Behauptung, G8-Gipfel-Gegner bildeten eine terroristische Vereinigung hat genügt, um zu dem Zeitpunkt, an dem es gewünscht war, mit allerlei Repressalien aufzuwarten. Dass dies nun nachträglich vom Gericht als nicht zulässig eingestuft wird, das hatten die Verantwortlichen doch von vornherein einkalkuliert und sich darauf verlassen, dass die diesbezügliche Meldung zwei Tage nach dem Richterspruch vergessen sein wird, und dass beim nächsten Mal ganz andere Kriterien zur Begründung der Annahme herangezogen werden können: Bei Bürgern, die es wagen, den Kopf ein paar Zentimeter über das staatliche festgesetzte Limit zu heben, handele es sich ganz selbstverständlich um das, was gemeinhin als terroristische Vereinigung zu bezeichnen ist.
 
 
Letztlich weiß nur der Staat, was dem Bürger gut tut -
 
und lehnt, wie just in Bayern, die Durchführung einer Volksabstimmung ab, weil das Recht des Parlaments (hier das Recht der CSU als alleinregierender Partei) über die Verwendung der Steuergelder frei zu entscheiden, als ein Recht angesehen wird, das durch eine Volksabstimmung über den Bau der Transrapidstrecke zum Flughafen Franz-Josef-Strauß keinesfalls beeinträchtigt werden darf.
 
Da ist von "Souverän" nichts mehr übrig.
Das ist Bürgerkriech.
 
Hört' ihr Leut...





     
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    Reaktionen auf diesen Paukenschlag

    Hallo Herr Kreutzer,
    zu dem angesprochenen Themenkomplex ist das der beste Paukenschlag bisher. Vielen
    Dank! Dazu passt auch folgender Beitrag:
    http://www.bei-abriss-aufstand.de/2012/02/24/bespitzelt-der-verfassungsschutz-parkgebete/
    Besten Gruß
    Michael Poost

    Lieber Herr Kreutzer,
    auch wenn sie manchmal polemisch daherkommen wollen, Ihre Ausführungen, man kann die Wut - ja Verzweiflung! - so besser abreagieren. Alles entspricht der erlebten Realität. Es ist aber leider anzunehmen, dass die Narren, denen die Zurufe gelten, kaum zu erreichen sind und wenn, dann werden sie sich sehr, sehr gestört fühlen. Die Mehrheit im Narrenkostüm wird sicher den Kopf des Boten der schlechten Nachrichten fordern.
    Wüsche Ihnen Durchhaltevermögen und hoffe, sícherlich mit Ihnen, dass es noch abtrünnige Narren geben wird! Rechtzeitig? Oder ist das Zeitfenster schon geschlossen? Und hier wird's dann wirklich - wenn Sie so wollen - 2012 in seinem wirklichen Antlitz.
    Mit trotzdem hoffnungsvollen Grüßen
    Ursula Noortwijck

    Sehr geehrter Herr Kreutzer!
    Ich verfolge Ihre "Paukenschläge" schon seit etwa 5 Jahren mit großem Interesse.
    Mit dem neuesten Artikel zum Aschermittwoch 2012 ist Ihnen meiner Meinung nach ein besonders großer Wurf gelungen. In ihm haben Sie meiner Meinung nach alle Ihnen bekannten derzeitigen Probleme in Deutschland angesprochen.
     
    Da mir aber ein Problem, welches den wenigsten bekannt ist (mir auch erst seit ein paar Wochen) abging, wollte ich Sie darauf aufmerksam machen:
     
    Die Schrumpfung der Bevölkerung.
    Die rein zahlenmäßige Abnahme der Bevölkerung führt gemeinsam mit der (anscheinend gewollten) Abnahme der Intelligenz zu genau den wirtschaftlichen Problemen die wir im Moment sehen. Dazu kommen dann noch die teilweise Tragisch-komischen Versuche einiger "Entscheider" das Ruder rum zu reißen.
    (...)
    Die zwei großen Erkenntnisse "zahlenmäßige und intelektuelle Schrumpfung der Bevölkerung" (und die sich daraus ergebenden Schlußfolgerungen) sind leider nicht auf meinem Mist gewachsen. Wenn Sie sich dafür interessieren empfehle ich Ihnen das Buch "Ich beginne zu glauben, dass es wieder Krieg geben wird" von Peter Mersch.
    Herr Mersch hat es mit diesem Buch geschafft jene Fragen nach dem "Warum" zu beantworten, welche mir nach ihren Paukenschlägen noch geblieben sind.
    Wenn Sie bei Google nach "knol Peter Mersch" suchen, werden Sie einige seiner Artikel und Vorwörter zu seinen Büchern finden.
    (...)
     
    Grüße,
    Thomas

    Sehr geehrter Herr Kreutzer,
     diese Meldung hier
    von heute passt da doch wunderbar dazu.
    Mit freundlichen Grüßen; Peter Fischer

    hallo Herr Kreutzer,
    im alten Rom galt die Regel "parcere subjectis et debellare superbos" - schone die Unterwürfigen und bekriege die Stolzen.
     
    Wer Person war und äußerte, was durch ihn hindurch tönte (= personare), wurde stets gekreuzigt und verbrannt (Goethe).
     
    In einem System, das über Leichen geht, muss man die Todesangst ablegen in der Hoffnung, dass es noch mehr zu verteidigen gilt als nur das eigene Leben. Dieses "Mehr" nennt sich heute Menschenrecht, leider viel zu flach in fast aller Politker-Munde.
     
    Herzliche Grüße und Dank für Ihre Paukenschläge, Ihr Dieter P.

    Mannomann, Herr Kreutzer,
    wat Sie allet imm Koppe haben !
     
    Danke für den langen, unsäglich-schröcklichen Paukenschlag. Ja, es ist so. Und immer noch wenige von denen, die ich kenne, erkennen das.
    Juristische Erbauungsliteratur.
     
    Danke + erfolgreichen Verkauf !
    Karin Schmidt

    Lieber Herr Kreutzer,
    wow dachte ich, so einen harten Tobak in Zusammenfassung habe ich noch nicht von Ihnen gelesen.

    Ich diskutiere mir den Mund fusselig, müßte doch einfach allen Ihre Seite und den Paukenschlag zu Gemüte führen lassen. Jedoch und aber, die Erfahrung lehrt:
    Brauchst du 10 Leute - auch gerne aus dem persönlichen Umfeld - werden 9 von ihnen mitteilen, daß es gerade nicht geht, daß man nichts machen kann, daß doch alles gut ist, daß die da oben schon wissen wie es richtig ist und man im übrigen doch ganz wichtig noch einen Hinkelstein ausliefern müsse.

    Der eine, der dann noch übrig ist, wird mindestens 3 gute Gründe nennen, warum das Vorhaben schon im Vorfeld zum Scheitern verurteilt ist.
    In dem Sinne, schlaft meine Schäfchen, schlaft gut, mäh, mäh
    --
    Mit freundlichem Gruß
    Peter Suxdorf

    Lieber Herr Kreutzer,

    in den Anfangsjahren des Dritten Reiches half noch die Auswanderung, wenn man es sich denn leisten konnte und bereit war, sein Heim und seine Freunde zurückzulassen.
    Viele Menschen, unter ihnen auch einige, die nicht jüdischen Glaubens waren, sind damals aus Deutschland geflüchtet und haben so Barbarei, Terror und Krieg lebend, und zumindest körperlich unversehrt, überstanden. Damals stand dem Flüchtling, der Geld hatte, fast die gesamte Welt jenseits von Europa offen. Viele gingen nach Amerika, nach Kanada oder sogar in die Schweiz, obwohl diese doch zwar so nahe, aber durch ihre Geldhäuser mit den vielen geheimen Konten praktisch unantastbar war.

    Werden wir in nächster Zeit wieder an Auswanderung, gar an Flucht denken müssen und alles hinter uns zurücklassen, was uns vertraut, lieb und teuer war ? Die wenigen geldwerten Besitztümer – falls überhaupt vorhanden – verramschen und dann ab in den Flieger, irgendwohin, wo das Leben überhaupt noch lebenswert erscheint? Müssen wir diesen Schritt irgendwann gehen, damit unsere Kinder in der Zukunft ein erfülltes und sinnhaftes Leben haben können und nicht den Herren der Märkte als abgestumpfte Arbeitssklaven mit leerem Blick dienen müssen?

    Das von Ihnen geschildete Szenario erinnert an die Bilder von Hieronymus Bosch oder den Roman “1984” von George Orwell und wird von Tag zu Tag mehr Realität. Immer wieder stellt man sich verzweifelt die Frage, warum die Entwicklung unserer Gesellschaft diesen Weg nimmt und vor allem, warum sich die Menschheit nicht dagegen wehrt?
     
    Wer sich diese Frage stellt
     
    und insgeheim hofft, dass irgendwann der “große Knall” seine Mitmenschen “wachrütteln” wird, unterliegt einem fatalen Irrtum: Er schließt von sich auf andere!

    Er geht aufgrund seiner christlichen Erziehung davon aus, dass andere Menschen im Vergleich zu ihm vielleicht nicht so viel wissen, die meisten sorgloser sind und manche vielleicht auch ein ganz klein wenig dümmer. Ansonsten setzt er aber voraus, dass die meisten seiner Mitmenschen genauso wie er denken und vor allem auch empfinden und deshalb zu gegebener Zeit entsprechend handeln werden. Doch leider funktioniert der Mensch anders, was sich an Jahrtausenden menschlicher Geschichte ablesen lässt!

    Die Beschäftigung mit dem kompromittierenden und erschreckenden Phänomen der “kognitiven Dissonanz” liefert auf die Frage nach dem Warum im menschlichen Verhalten erstaunliche Antworten.
     
    Jeder Mensch hat von sich selbst ein positives Bild, ohne dieses könnte er vermutlich nicht leben.
     
    Dieses Selbst ist das Ergebnis aller seiner Erfahrungen, die er im Laufe seiner Entwicklung gemacht hat. Um in seiner Umwelt zurechtzukommen, hat er sich - mehr oder minder zufriedenstellend – insgesamt aber mit Erfolg, in seinem Verhalten und seinem Denken an die äußeren Umstände angepasst. Seine “Kognition” (Wahrnehmungen, Meinungen, Ansichten) ist gewissermaßen auf seine Umwelt “geeicht” worden, egal, wie diese gerade aussieht.
     
    Jede seiner Handlungen wird er gemäß seiner Kognition vor sich selbst rechtfertigen, damit sein positives Selbstbild erhalten bleibt. Mit jeder Selbstrechtfertigung zementiert er seine Kognition weiter und ist irgendwann nicht mehr fähig und nicht mehr willens, Abweichungen (Dissonanzen) zuzulassen und seien sie auch noch so offensichtlich. Um eine Beschädigung seines positiven Selbstbildes zu verhindern, wird er für jedes Verhalten eine Rechtfertigung finden, völlig gleichgültig, wie offensichtlich dumm oder bösartig es auch sein mag.
     
    So lässt sich erklären, warum Menschen mit besten Absichten als Politiker plötzlich nach und nach korrupt werden (und es selbst aufgrund der Selbstrechtfertigungsprozesse in ihrem Gehirn noch nicht einmal merken), warum brave Familienväter als Soldaten im Krieg Unschuldige quälen und ermorden (und sogar ein reines Gewissen dabei haben), warum die gutbürgerliche Mittelschicht an ihren HartzIV-beziehenden Nachbarn kein gutes Haar lässt (ohne Empathie oder eigene Schuldgefühle).

    Auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen, lässt die Erforschung des menschlichen Geistes wohl kaum einen Zweifel daran, dass wir bei weitem nicht die rationalen, empathischen, liebe- und friedvollen Wesen sind, die wir gerne wären. Die perfekte Gesellschaft ohne Ausbeutung, Hass, Mord und Totschlag wird sich wohl in den nächsten Jahrtausenden nicht verwirklichen lassen. Trotzdem sollten wir weiter daran arbeiten.

    Mit besten Grüßen
    Stefan Töns
    Lieber Wolf,

    schon mehrfach habe ich das Prädikat: "Ein fantastischer PaD" vergeben müssen doch diesmal gibt es ein neues Prädikat:

          es handelt sich um den besten PaD bisher,
          soweit ich sie verfolge
          (und das ist immerhin so seit rund 10 Jahren etwa, also seit 2002).
    Du wirst Ärger kriegen mit bestimmten Stellen befürchte ich :o)
    Übrigens, hast Du Dir von Tiefensee die Erlaubnis geben lassen, den Spruch "Wir sind das Volk" verwenden zu dürfen? ... und die entsprechenden Lizenzgebühren bezahlt? Immerhin gehört ihm der Spruch seit 27.Okt.2009

    mit freundlichen und dankbarsten Grüßen
    der übliche Verdächtige


    Lieber Herr Kreutzer,
    das ist ja mal harte Kost, die Sie zum Aschermittwoch servieren.
    Einzelne der genannten Tatsachen waren mir durchaus bewusst,
    doch die Zusammenfassung ist ein Schock.
    Das Schlimme an der Situation ist für mich die Ohnmacht, alles
    erdulden zu müssen, weil die Masse meiner „lieben“ Mitbürger
    dafür sorgt, dass sich die Schlinge um meinen Hals immer mehr
    zuzieht.
    Vielen Dank und herzliche Grüße
    Peter Breuer


    Hallo Herr Kreutzer,

 

 

 

 

 

Sie müssen, glaube ich, für Ihre Standardwerke, mal wieder massiv die Werbetrommel rühren. Mir scheint dass einige Ihrer Stammreaktionäre Ihre dargestellten Alternativen noch nicht kennen…

Das tue ich doch glatt! Hau'n Sie drauf, mit der Maus, auf die Trommel!

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