13. Juli 2018

07.30 Uhr ZDF ruft US-Generäle zum Staatsstreich auf

Elmar Theveßen, in früheren Jahren ZDF-Experte für dies und das, inzwischen stellvertretender Chefredakteur auf dem Lerchenberg, leistete sich gestern Abend im heute-journal ein Husarenstückchen ganz besonderer Güte.

Gut, dass das ZDF kein Staatssender ist, so dass niemand hinter Theveßens Worten die Stimme der großen Vorsitzenden der CDU vermuten darf, sondern nur eine Fernsehanstalt, in deren Zentralrat eine breite und ausgewogene Meinungsvielfalt herrscht, die keinesfalls reine Staatspropaganda verbreitet, sondern - wie später bei Maibrit Illner - sogar den Klasssenfeind Lafontaine ausführlich zu Wort kommen lässt.

Hören wir kurz rein:

"Auch wenn ein Narr (...) in einem Punkt die Wahrheit spricht, ..."

"Trumps erratisches, narzisstisches und lügenfreudiges Verhalten macht ihn zur Gefahr."

"... Vertrauen, und genau das zerstört Trump."

"... dann würde er damit die gemeinsamen Werte und Amerikas Freunde verraten. Dann wäre obendrein klar, wer in Wahrheit russlandhörig ist."

"... verdankt einen Teil seines Reichtums mafiösen Geschäftspartnern aus Russland."

"... sein Amt hat er auch dank russischer Einflussnahme im Präsidentschaftswahlkampf."

Und dann kommt's:

"Wenn die Generäle in Trumps Kabinett nur pflichtbewusst geblieben sind, um das Schlimmste zu verhindern, dann wäre ihre Stunde gekommen - und die des amerikanischen Kongresses, falls er das transatlantische Bündnis wirklich retten will."

"... wer so viel lügt und sich selber widerspricht, dem kann man nichts mehr glauben, ..."

Richard Loewenthal und Karl Eduard von Schnitzler, die Dreckschleudern der ersten Stunde des Kalten Krieges würden vor Neid erblassen, bevor sie Theveßen anerkennend auf die Schulter klopfen, könnten sie ihren würdigen Nachfolger noch hören.

Das war kein Kommentar mehr,

das war eine Kriegserklärung.

Das ZDF hat Deutschland mit diesem Kommentar meterweit ins Abseits gestellt. Trump weiß, dass das ZDF entgegen allen anderlautenden Erklärungen ein Sprachrohr der Bundesregierung ist, und weil Trump das weiß, müsste jetzt von deutscher Seite eine Entschuldigung erfolgen. Am besten vom Bundespräsidenten, der dies auch damit verbinden könnte, Donald Trump endlich nachträglich ganz herzlich zum Wahlsieg zu gratulieren.

Und weil es dazu nicht kommen wird, weil man, wenn man überhaupt darauf eingeht, Theveßens Kommentar als die freie Meinung eines freien Journalisten ausgeben wird, auf die man weder Einfluss hat noch Einfluss haben will, hat Trump wieder einmal gewonnen.

Denn genau da will er sie hinhaben, in eine Position der Feindschaft, um sie aus nachvollziehbaren Gründen fallenlasssen zu können.


So, wie es Menschen gibt, die besser wüssten, wie Fußball gespielt werden muss, ließe man sie nur als Bundestrainer antreten, gibt es auch Menschen, die besser wüssten, wie regiert werden muss, ließe man sie nur an die Macht.

Längst haben sich Schriftsteller dazu ihre Gedanken gemacht und Vorstellungen zum Ablauf eines Putsches entwickelt.

 

Peter Orzechowski und Robert Thiele lassen einen Bundeswehrgeneral antreten, dem es mit generalstabsmäßiger Planung und unter Mithilfe einer treu ergebenen Schar von Reservisten gelingt, die Bundesregierung ins Matt zu manövrieren.

"Der Staatsstreich" ist bei Peter Haisenko im Anderwelt Verlag erschienen und kann hier bestellt werden.

(Achtung, hier gibt es nur die Bücher aus dem Anderwelt Verlag)

 

 Andreas Reinhardt hat ein anderes Szenario aufgebaut. Eine Oppositionspartei hält das Handeln der Regierung für unerträglich und beschließt, den Regierungschef zu ermorden, um dann im Handstreich die Regierungsgeschäfte zu übernehmen.

"Operation Reiner Tisch" ist bei mir im EWK-Verlag erschienen und kann hier bestellt werden.

(Achtung, hier gibt es nur die Bücher aus dem EWK Verlag)

Wenn Sie das eine Buch lesen, während Löw gegen Schweden antritt, und das andere beim letzten Gruppenspiel gegen Südkorea, erleben Sie sicherlich mehr Spannung und Begeisterung als bei den Übertragungen im Fernsehen.

Also, leiden Sie nicht länger wie der junge Werther, erlesen Sie sich lieber den Weg zum politischen Befreiungsschlag!


Das Pilzmycel, das die Demokratie permanent in ihr Gegenteil verkehrt, durchwuchert alles - und die Gefahr, den gesamten Staat zu zerstören, wollte man es radikal ausmerzen, ist hoch.

Dennoch gibt es gangbare Ansätze, mit denen der echten Demokratie Schritt für Schritt wieder auf die Beine geholfen werden könnte.

Das Buch heißt:

Demokratie - Fiktion der Volksherrschaft

und kann hier erworben werden.

 

Wenn Demokratie wie Beton ist,
bedeutet dies letztlich,
dass, wenn die Form erst einmal ausgehärtet ist,
mit einfachen Mitteln nichts mehr korrigiert werden kann.


 

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Der Spanien-Katalonien-Konflikt ist kein Zufall, sondern nur ein Anwendungsfall.
 

 

 

 


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darin finden Sie alles über die Methoden der Unterdrückung in der Demokratie.
 
... und falls Sie beide Bände schon kennen,
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Wie sich die Dekadenz in unserer Demokratie entwickeln konnte, warum es kaum noch möglich scheint, daran etwas zu ändern, und was dennoch getan werden kann, um den Trend wieder umzukehren, habe ich in meinem neuen Buch beschrieben.

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beschäftigt sich in seinem Werk "Entwicklungsprojekt Ökonomie" mit der Frage, wie eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus gestaltet werden könnte und trifft auch dabei wesentliche Aussagen zum Geld und über seine Wirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

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Manfred Gotthalmseder

hat sich, wie vorher schon Koudela, der Frage des Geldsystems im Postkapitalismus gewidmet und die Möglichkeiten zu seiner Gestaltung um ein interessantes neues Konzept erweitert.

 

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Aus dem Blickwinkel einer Frau, die ihre komfortable österreichische Heimat verlassen hat, um im Norden Kenias auf eigene Faust Entwicklungshilfe zu leisten, wird zumindest klar, dass wir nicht in einer, sondern in zwei Welten leben, was in Nyagas Geschichten bisweilen zu bizarren Überraschungen führt.

 

 

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Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

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