11. Juli 2018

19.00 Uhr Merkwürdig ist, was man sich merken sollte.

Dass die 'Mannschaft', deren Spieler mindestens den deutschen Pass besitzen müssen, bei der WM gleich zu Beginn ausgeschieden ist, gehört als realistische Möglichkeit zu diesem Sport dazu, bei dem es nur darauf ankommt, das Runde möglichst oft in das Eckige zu bugsieren. Ich habe alle drei Gruppenspiele bis zum bitteren Ende gesehen und konnte, trotz der klammheimlichen Sehnsucht, Deutschland als alten und neuen Weltmeister zu erleben, nicht umhin, zuzugeben, dass diese "Mannschaft" absolut nicht weltmeisterlich zugange war. Das wiederum hat damit zu tun, dass ich Fußball immer noch als Nebensache, und noch nicht einmal als die schönste Nebensache der Welt betrachte und es respektvoll aushalten kann, wenn andere nicht nur besser sind, sondern auch gewinnen.

Dass nun wegen des Ausscheidens in der Gruppenphase ein Religionskrieg entfacht wird, kommt mir allerdings absolut merkwürdig vor. Was reitet den Zentralrat der Muslime, den Rücktritt von Oliver Bierhoff und Reinhard Grindel zu fordern?

Man kann nicht sagen, dass Özil sich in den drei Gruppenspielen besonders hervorgetan hätte. Man kann auch nicht sagen, dass ein Özil in Höchstform und voll motiviert die Chancen dieser Mannschaft maßgeblich verbessert hätte.

Man kann aber wohl sagen, dass Özil sich im Vorfeld - und ich bestreite, dass dies aus jugendlicher Unreife, Dummheit oder Naivität geschehen sein kann - "seinem Präsidenten" in freundschaftlicher Pose für die ganze Welt sichtbar als Wahlkampfhelfer zur Verfügung gestellt hat. Dieser Präsident, der jetzt faktisch die einzige und letztentscheidende Macht in der Türkei in Händen hält, also das ist, was man einen lupenreinen Diktator nennt, ganz egal ob er nun mit dieser Macht behutsam und zum Wohle aller Türken agiert, oder ob er sich auf einen einsamen Ego-Trip begibt und mit seinen Säuberungsaktionen fortfährt, ist zwar ein Mohammedaner, aber die politische Kritik an Özil hatte nichts mit dem Islam zu tun, sondern einzig mit der Figur Erdogan und der Tatsache, dass auch Özil zu seinem Wahlsieg beigetragen hat.

Niemand stellt sich die Frage, welcher Shitstorm losgebrochen wäre, wenn der Bundestrainer Joachim Löw und Mats Hummels sich mit Herrn Erdogan bei der Übergabe eines Trikots mit entsprechendem Aufdruck hätten fotografieren lassen. Von der Alpen-Prawda bis zum Flensburger Wochenanzeiger hätte man sich darüber mokiert, und das weit mehr als bei Özil, zumal Özil als Mensch mit Migrationshintergrund unter Naturschutz steht und jeder der es wagt, ihn zu kritisieren, erst einmal den Vorwurf rassistischer Vorurteile ertragen können muss. Diesen besonderen Minderheitenschutz kann Löw alleine wegen seines gewöhnungsbedürftigen Dialekts nicht für sich in Anspruch nehmen.

Ich meine, so ziemlich alles gehört und gesehen zu haben, was Oliver Bierhoff tatsächlich gesagt hat. Wer da einen Angriff auf den Islam hineininterpretiert, muss vom festen Willen dazu beseelt sein und die nachprüfbaren Fakten vollkommen ausblenden.

Zu den nachprüfbaren Fakten gehört auch der türkischstämmige Harun Arslan, der sowohl Joachim Löw als auch Mezud Özil in allen Fragen des Sportmarketings betreut, also auch Werbeauftritte verabredet und die entsprechenden Verträge aushandelt. Böse Zungen behaupten, die Nominierung von Özil für die Mannschaft habe direkt oder indirekt auch mit Harun Arslan zu tun. Auf diesen Zug will ich nicht aufspringen, doch dass Arslan Özils Fototermin bei Erdogan nicht maßgeblich vorbereitet haben sollte, davon bin ich nicht so leicht zu überzeugen.

Bierhoffs Aussage, man habe durchaus überlegt, Özil aus sportlichen Gründen zu Hause zu lassen, könnte von daher durchaus auch als versteckte Kritik an Löw verstanden werden, der schließlich letztverantwortlich für die Aufstellung des Kaders ist. Dass Löw seit dem WM-Aus vollständig aus der Öffentlichkeit verschwunden ist, trägt auch nicht gerade dazu bei, die Situation zu klären.

Doch selbst wenn die "sportlichen Gründe" in Bierhoffs Aussage nur vorgeschoben gewesen wären, und tatsächlich das Fotoshooting mit Erdogan ausschlaggebend gewesen sein sollte, dann hat das Ganze immer noch nicht das Mindeste mit dem Islam zu tun.

Was also treibt den Zentralrat der Muslime dazu, Rücktritte beim DFB zu fordern?

Ich finde das ausgesprochen merkwürdig.

 

 

 


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