10. Juni 2018

Die Bilder vom Sonntag kommen etwas später, also etwas weiter unten.

08.40 Uhr Wochenende im Zeichen der Zöffe

Der Plural von Zoff ist kaum in Gebrauch, zumal meist ein einziger Zoff ausreicht, um die Aufmerksamkeit von allem anderen abzuziehen, den gerade erlebten Zoff also für das Zentrum des Geschehens zu erachten.

In Leipzig wird die einzige Linke, die öffentlich zu erkennen gibt, dass der Verstand auch zu etwas anderem genutzt werden kann, als im ewigen Zirkelschluss Ideologie und Wahrheit zu Synonymen zu erklären, sondern dass der Verstand auch gut ist, um zur Vernunft zu kommen und Pläne zu entwickeln, wie der Vernunft zum Durchbruch verholfen werden kann, diese einzige Linke, Sarah Wagenknecht, wurde auf dem Parteitag im mittelalterlich anmutenden Glaubenskampf zum Scheiterhaufen geführt und als Hexe verbrannt.

Wie seit jeher üblich dürfte auch hier der Neid auf das attraktive Aussehen, gepaart mit Wissen, Verstand und Eloquenz und auf die große Resonanz bei der Wählerschaft, eine weitaus größere Rolle gespielt haben als es die vorgeschobenen Gründe vermuten lassen. Sich trotzig dumm zu stellen, um - nach der Hinrichtung der Ketzerin - die Dummheit wieder alleinseligmachend auf den Sockel der Ideologie zu stellen und weiter glückselig die alten und neuen Dogmen verkünden zu können, das ist der Mehrheit der Delegierten beim Parteitag mehr wert gewesen als die fünf Prozent Wählerstimmen, die wegfallen, wenn die Wagenknecht den Büttel hinschmeißt. Eine irre Partei!

In Kanada haben die G 7-Schwaben ihr blaues Wunder erlebt. Veitli will nicht länger vorangehen, obwohl er die meisten Sporen und Stiefel befehligt. Man hat den Eindruck, die sechs trutzig-demütig auf Einigkeit in ihrem Sinne pochenden Trump-Feinde halten die G7-Runde für ein soziokulturelles Experiment dessen Integrationsziel sich überraschend als nicht erreichbar herausgestellt hat. Trump wird - zwar mit noch halbwegs diplomatisch bemessenen Worten - als Spielverderber hingestellt, der lieber mit dem bösen Jungen aus dem anderen Stadtviertel Randale machen will, statt sich ganz lieb und bar jeder geschlechterrollenspezifischen Verhaltensweise, weiterhin der Pflege der pinkfarben angestrichenen europäischen Puppinnenstube zu widmen. Nun schmeißt er mit Lehm - und die einstige Vasallenschar, die das durchaus provoziert hat, übt sich, besudelt wie die begossenen Pudel, in hilfloser Empörung.

In der Türkei gehen die Lichter mal aus, mal an. Der Österreicher hat beschlossen, zu schließen, und zwar Moscheen, und gleich ein halbes Dutzend plus eine, und er will beweisen, dass das Ausweisen von Imamen in Österreich besser funktioniert als die Abschiebung von Intensivstraftätern in Deutschland. Das trifft Erdogan hart.

Das internationale Finanzkapital hat derweil die Türkische Lira in den Keller geprügelt und eine ansehnliche Inflation in der Türkei entfacht. Obwohl Erdi der Zentralbank verboten hat, die Zinsen zu erhöhen, hat sie es nun doch getan, weil eine Zentralbank eben nichts anderes tun kann, und vollständig in den Allerwertesten gekniffen ist, wenn das Spekulationskapital - Dank der Freiheiten der Globalisierung - im Grunde überall die Währungen zerstören kann, um sich am Unglück der Opfer zu mästen. Das trifft Erdogan hart, zumal er doch in wenigen Tagen wiedergewählt werden will.

Doch die deutsch-türkische Freundschaft, aus Raute und Halbmond in Blei gegossen, tut alles, um den NATO-Partner bei Laune zu halten. Das gefakte Pütschlein, mit dem Erdogans Machtfülle seinerzeit gewachsen ist, wie der Spargel im Mai, von Erdogan stets seinem Duz-Feind Gülen angelastet, soll ihm noch einmal helfen. Die Bundesregierung, also die deutsche Bundesregierung, hat nun herausgefunden, dass Gülen doch ein ziemlich schlimmer Finger sei, woraus sich leicht ableiten lässt, dass Erdogangs Verhaftungs- und Entlassungswelle damals nicht nur rechtens, sondern sogar die gebotene Aktion der Notwehr war, um die Türkei vor dem falschen Prediger zu retten. Das tut Ergogan wohl.

Derweil bamft es nun auch in Berlin, knüppeldick geht's auf die Raute los - und das, was ich am 28. Mai zu Protokoll gegeben habe, dass nämlich der Trend kippt und Teddybären nicht mehr länger als Ausdrucksmittel der Politik zum Einsatz kommen, bestätigt sich inzwischen in schon unfassbarer Weise. Natürlich ist die Teflonbeschichtete damit nicht zu stürzen, aber die Isolation, in der sie sich inzwischen befindet, umgeben nur noch von ihrer Mitgefangen-mitgehangen-Prätorianergarde, gibt doch Anlass zu klammheimlicher Freude.

Eine Nickeligkeit zum Schluss. Amazon, sicherlich kein unbeschriebenes Blatt, wird nun beschuldigt, Neuware in Massen zu vernichten.

Ja was sollen sie denn sonst tun, ihr Grünschnäbel? Der Schrott kommt zurück vom Kunden. Die vom Hersteller maschinell und daher mit nur geringen Kosten angebrachte Verpackung ist kaputt oder gar nicht mehr dabei. Gebrauchsanweisung und das Beutelchen mit den Kleinteilen fehlen. Schon der Versuch, diesen Zustand festzustellen, ist bei der Unzahl unterschiedlichster Artikel, die da zurückkommen, eine Aufgabe, an der sogar der Weihnachtsmann verzweifeln würde. Auch kann man einen Kühlschrank oder eine Waschmaschine, einen Toaster oder ein Notebook nicht aufwendig testen, um herauszufinden, ob eine Reklamation gerechtfertigt war. Das kostet schnell mehr als an dem Ding verdient gewesen wäre.

Wer den A+++ Großraum Kühlschrank für 148,90 Euro versandkostenfrei ins Haus geliefert haben will, muss inkauf nehmen, dass alle zurückgesandten Artikel ohne jede weitere Prüfung direkt von der Retourenempfangsadresse in die Schrottpresse wandern. Anders geht das nicht - und Amazon ist sicherlich nicht die schreckliche Ausnahme, sondern vielleicht nur der größte Verschrotter unter den Versandhändlern.

Wer 8 Milliarden Menschen versorgen will, und dazu die Globalisierung gutheißt, die ja unter anderem die Nutzung der Kosteneinsparungseffekte der Massenproduktion perfektioniert, muss auch die Schattenseiten dieser Massenproduktion in Kauf nehmen.

Alternative Lösungen existieren nicht, außer im Maßstab von Modelleisenbahnen mit der Spurweite Zm.

 

Und nun die Sonntagsbilder

Julies Bild vom Sonntag

 

Wolfgangs Bild vom Sonntag

 


Seit letztem Wochenende gibt es eine Ausgabe von EWK-Zur Lage.

Schwerpunkt ist diesmal der Mega-Trend, der die nächsten Jahre bestimmen wird, nämlich der Sieg der Kapitalisten über die Globalisten mit der Folge einer

Renaissance der Nationalstaaten und des Nationalismus.

Vor vier Jahren, als ich die ersten schwachen Tendenzen dieses Trends wahrzunehmen glaubte, brachte ich meine Gedanken dazu in dem Buch "Wo bleibt die Revolution" zu Papier, das inzwischen allerdings nur noch in der E-Book Ausgabe verfügbar ist.

Heute lichten sich die Nebel, der Trend hat sich stablisiert und die konkreten Folgen werden absehbar.

Die aktuelle Ausgabe EWK - Zur Lage Nr. 25, Mai-Juni 2018 wurde am Morgen an meine Förder-Abonnenten versandt.

Es gibt sie - und alle vorangegangenden Ausgaben - allerdings auch einzeln zum Download als pdf im Online Shop. Die jeweils jüngste zum Preis von 11,90 Euro, die vorangegangene Ausgabe für 5,95 Euro und alle früheren für 3,57 Euro.


Das Pilzmycel, das die Demokratie permanent in ihr Gegenteil verkehrt, durchwuchert alles - und die Gefahr, den gesamten Staat zu zerstören, wollte man es radikal ausmerzen, ist hoch.

Dennoch gibt es gangbare Ansätze, mit denen der echten Demokratie Schritt für Schritt wieder auf die Beine geholfen werden könnte.

Das Buch heißt:

Demokratie - Fiktion der Volksherrschaft

und kann hier erworben werden.

 

Wenn Demokratie wie Beton ist,
bedeutet dies letztlich,
dass, wenn die Form erst einmal ausgehärtet ist,
mit einfachen Mitteln nichts mehr korrigiert werden kann.


 

Informieren Sie sich umfassend über den Untergang der Demokratie in Europa. Lesen Sie Florian Stumfalls Buch "Das EU-Diktat". Sie werden erkennen:
 
Der Spanien-Katalonien-Konflikt ist kein Zufall, sondern nur ein Anwendungsfall.
 

 

 

 


Mehr

 
 
oder greifen Sie zu "Macht macht untertan" von Herbert Ludwig:
 
darin finden Sie alles über die Methoden der Unterdrückung in der Demokratie.
 
... und falls Sie beide Bände schon kennen,
es gibt auch ein neues Buch von mir.

Demokratie ist nicht einfach. Dass demokratisch legitimierte Regierungen nicht unbedingt über ausreichend fachkundige Ressortminister verfügen, macht Demokratie nicht einfacher.

Wie sich die Dekadenz in unserer Demokratie entwickeln konnte, warum es kaum noch möglich scheint, daran etwas zu ändern, und was dennoch getan werden kann, um den Trend wieder umzukehren, habe ich in meinem neuen Buch beschrieben.

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Golo spaziert

Aus dem Manuskript, das ich an dieser Stelle schon zweimal überschwänglich lobend erwähnte, ist seit gestern ein Buch geworden.

 

Teer Sandmann

Golo spaziert
Das Land der sicheren Freiheit

 

 

 

Hier finden Sie die ausführliche Buchvorstellung - und hier den direkten Link zum Buch im Shop.

(Ein wunderschönes Ei zum Ins-Nest-Legen, weil ja bald Ostern ist...)


Florian Stumfalls Abrechnung

mit der Woge des Schwachsinns,
die über uns hereingebrochen ist.

 

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Fabian Dittrichs Betriebswirtschaftslehre

verbindet auf einzigartige Weise die wissenschaftliche Basis erfolgreichen Wirtschaftens mit den Anforderungen der praktischen Realität.

Ein Buch, das auf das Verständnis der großen Zusammenhänge abzielt und dabei auf die im Studium überrepräsentierten mathematischen Verfahren, Formeln, Diagramme und Statistiken verzichtet. Ein Buch, dass die Grenzen betriebswirtschaftlicher Modelle aufzeigt und in vielen Bereichen auch die Schnittstellen zur Volkswirtschaftslehre behandelt.

Ein Buch, in dem es nicht um die Techniken, sondern um den Sinn betriebswirtschaftlichen Handelns geht. Konzipiert, um Studienabgängern den Übergang in die Praxis zu erleichtern, dabei frei von "wissenschaftlichem Kauderwelsch", ist es in seiner gesamten Tiefe und Breite für jeden Interessierten verständlich.

Wer es einmal gelesen hat, wird es nicht mehr missen wollen. Um eifrigen Gebrauch zu unterstützen, haben wir die 453 Seiten nicht in preiswerter Klebebindung sondern mit dauerhaft strapazierfähiger Fadenheftung binden lassen.

 

 

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Es geht immer nur ums Geld.

Geld ist ein sonderbares Ding.

Wer das Geld versteht, versteht die Wirtschaft, den Wachstumszwang und die Entstehung des Wohlstands der Reichen.

 

2005 erschien die Erstausgabe des dritten Bandes meiner wahnwitzigen Wirtschaftslehre mit dem Untertitel

"Über das Geld"

2007 wurde er Teil der überarbeiteten Gesamtausgabe und wird bis heute nachgefragt und gelesen.

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Samirah Kenawi

hat mit "Falschgeld - Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit" ein weiteres Standardwerk über das Geld im EWK-Verlag veröffentlicht, das aufgrund des nicht nachlassenden Interesses ebenfalls immer wieder nachgedruckt wird.

 

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 Thomas Koudela

beschäftigt sich in seinem Werk "Entwicklungsprojekt Ökonomie" mit der Frage, wie eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus gestaltet werden könnte und trifft auch dabei wesentliche Aussagen zum Geld und über seine Wirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

mehr

 

Manfred Gotthalmseder

hat sich, wie vorher schon Koudela, der Frage des Geldsystems im Postkapitalismus gewidmet und die Möglichkeiten zu seiner Gestaltung um ein interessantes neues Konzept erweitert.

 

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Es geht auch anders.

Ein Buch, das sich der Frage annimmt, in welcher Welt wir eigentlich leben - und warum.

 

Aus dem Blickwinkel einer Frau, die ihre komfortable österreichische Heimat verlassen hat, um im Norden Kenias auf eigene Faust Entwicklungshilfe zu leisten, wird zumindest klar, dass wir nicht in einer, sondern in zwei Welten leben, was in Nyagas Geschichten bisweilen zu bizarren Überraschungen führt.

 

 

Heide S. Nyaga, Wann denn, wenn nicht jetzt?

 

(Würde ich auch empfehlen, wenn es woanders erschienen wäre.)

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Der Weg zum Wohlfühlgewicht
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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

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