8. Mai 2018

10.00 Uhr Kommentare

Auf meinen gestrigen Tageskommentar habe ich eine Reihe von Stellungnahmen erhalten, von denen ich einige hier (unkommentiert) vorstellen möchte:


Ui, Über "Das Problemversteck" muß ich erstmal nachdenken, schnauf. Auf den ersten Blick eine ziemlich wilde Theorie, die Idee: Wenn zwei sich schlagen ....
Nach dem Motto: Laß den Pöbel sich doch prügeln ...

Hmmm.


Sehr geehrter Herr Kreutzer,

ich habe vor wenigen Monaten Ihren Kleinverlag entdeckt und besuche seither regelmäßig die Internetseite. Auch habe ich einige Bücher aus Ihrem Sortiment erworben und mit Interesse gelesen. Politisch mag ich Ihnen nicht immer folgen. Ich bin qua meiner familiären Sozialisation mit linken und linksliberalen Dogmen aufgewachsen und habe meine politischen Anfänge als Jugendlicher im äußeren linken Lager gemacht. Viele (aber nicht alle!) meiner damaligen Positionen habe ich - durch Privat- und Berufsleben reichlich belehrt - nach und nach aufgegeben. Eine ganze Zeitlang schwebte ich dann im Zustand des politischen Desinteresses, bevor meine Sinne sich Ende 2013 wieder schärften, als mich die unfaßbar verzerrte Medienberichterstattung über die Vorgänge in der Ukraine aus dem Tiefschlaf riß. (Wie ich inzwischen weiß, war das für viele Leute eine Art Damaskuserlebnis.) Das Erleben der invasionsartigen Masseneinwanderung im Jahr 2015 hat mich endgültig in die Sphäre des Politischen zurückbefördert. Seitdem muß ich mich als unverbrüchlicher Patriot wohl dem Lager der politischen Rechten zuordnen (obwohl ich mir ökonomisch durchaus einige linke Positionen bewahrt habe), denn das Zeitalter linker Patrioten - wie es sie beispielsweise in der Weimarer Republik gewiß noch gab - scheint unwiderruflich vorbei zu sein. Dennoch schätze ich Ihre wirtschaftlichen und politischen Analysen außerordentlich. Sie sind imstande, zwischen den politischen Lagern zu denken, und fassen immer wieder originelle Gedanken, die den Leser zum Reflektieren einladen. Jedenfalls geht es mir so.

Nun möchte ich kurz auf Ihren Tagebucheintrag vom 07.05.2018 eingehen. Der trifft schon deshalb ins Schwarze, weil Sie dort der Erkenntnis Gestalt verliehen haben, daß das gegenseitige Aufeinander-Einprügeln von Linken und Rechten einem lachenden Dritten in die Hände spielt, der die aktuelle verbrecherische Politik zu verantworten hat. Die politische Linke ist für diese Tatsache komplett blind, aber auch auf der rechten Seite des Spektrums gibt es zu wenige, die das begreifen. Man macht den weltanschaulichen Gegner für alle politischen Übel der Gegenwart verantwortlich, ohne zu sehen, daß die Strippenzieher des Geschehens ganz woanders zu suchen sind. Ihre Empfehlung an die Rechten, sich aus der Migrationsdebatte vorerst komplett herauszuhalten, um die derzeitige Zerstörungspolitik von allein vor die Wand fahren zu lassen, hat mich an den Beitrag eines Lesers der Sezession im Netz erinnert, deren Seite ich ebenfalls häufig aufsuche: Er hat vor einigen Monaten vorgeschlagen, einfach den linksliberalen Einwanderungskurs mit einzuschlagen und ihn noch auf die Spitze zu treiben - Vollverschleierung fördern, Familiennachzug forcieren, Schweinefleischverbote durchsetzen etc. Seiner Theorie nach wird das auch die Naivsten unter unseren Zeitgenossen schnell an Schmerzgrenzen führen, die sie nicht zu überschreiten bereit sind. Sie könnten nicht mehr den politischen Gegner für die offenkundigen Probleme verantwortlich machen und wären zum Handeln gezwungen. Schon damals ahnte ich, daß dieser Kommentator mit seinem unkonventionellen Vorschlag recht haben könnte; und nachdem Sie jetzt in das gleiche Horn geblasen haben, fühle ich mich in meiner Vermutung bestärkt.

Dennoch ist der Vorschlag unrealistisch. Das alles wird nicht passieren. Das Thema Querfront wird bei der Sezession im Netz übrigens regelmäßig debattiert. Und die meisten Leser sind sich einig, daß es unter den jetzigen Vorzeichen keine Querfront zwischen Linken und Rechten geben kann - zu sehr ist die politische Linke vom Haß auf das eigene Volk beseelt. Auf diesem politischen Wüstensand läßt sich kein tragfähiges Fundament errichten. Man wird auf genügend Überläufer hoffen müssen, die sich angesichts dramatischer Lagezuspitzungen von ihren gefährlichen Utopien verabschieden und die Seiten wechseln. Eine Bewegung in die entsprechende Fließrichtung läßt sich derzeit, meine ich, feststellen. Ob sie letzten Endes ausreichen wird, die ganz großen Katastrophen vom deutschen Volk abzuwenden, weiß ich nicht.

Es grüßt hochachtungsvoll




... trotzdem, mein Lieber, hakt die Logik - nur unter Gleichen ist Kommunikation möglich und die Linken wie die Rechten werden niemals die Gleichen sein. Das hängt sehr stark damit zusammen, daß beide Seiten dumm wie Bohnenstroh sind.

Deine Idee läuft darauf hinaus, die Idioten aus Berlin ihr Freispiel machen zu lassen und zu hoffen, das nachher alles gut geht - aber das wird nicht passieren solang diese Erde sich dreht und dieses (...) in Berlin an der Bilderbergerschen Macht sitzt.

Ich hab für beide Parteien nix übrig - ich finde es ok, wenn eine gefährdtete Person Aufnahme findet. Alle anderen sollen sehn, wo sie bleiben.
Mich kotzen Gutmenschen an und mich kotzen ihre Antipoden genauso an, mich kotzt das Gezeter an. mich kotzen die faschistischen Grünen an, mich kotzen die depperten SPDler an, mich kotzt die CDU an, die in ihrer Argumentation immer abstruser wird. (...) Ich bin Historiker - ich mag Dinos aber nicht, weil sie ne tolle Tierart waren - sondern weil sie 250 Millionen Jahre überlebt haben. Der homo iditoticus wird es nicht mal auf ein Promille dieser Zeit bringen. (...)

Aber eines weiß ich gewiß - man darf aus Prinzip die Herrenrasse nicht tun lassen, was sie will, selbst wenn ich jeden Ritter, der gegen sie zieht, persönlich fressen möchte, weil seine Dummheit unerträglich ist


Sehr geehrter Herr Kreutzer,

wieder einmal habe ich mit großen Interesse Ihren Tageskommentar gelesen. Meist kann ich Ihnen beipflichten. Diesmal allerdings habe ich erst ein 2. Mal gelesen und dann, für mich, gesagt: Nein, so sollte man das nicht sehen.

Das fing an mit Ihrer Aussage:

Damit geht die Auseinandersetzung im Grunde um die eine Frage:
"Wer ist schützenswerter, der Ausländer oder der Inländer?"

Damit spielen Sie nach meinem Dafürhalten den Dumpfbacken beider Lager in die Karten. Sie betrachten etwas unter dem vorgeblich gemeinsamen Thema und kommen deswegen zu der Frage "weiß oder schwarz". Tatsächlich ergibt sich das Dilemma m.E.n. aber gerade dadurch dass die beiden Lager nicht wirklich über das gleiche Thema sprechen. Und noch deutlicher, um mein eigenes Lager auch gleich klarzustellen, die "Gutmenschen" lassen es nicht zu über das real gleiche Thema zu sprechen weil sie dann zugeben müßten hinsichtlich der Willkommenskultur zumindest in Teilen geirrt zu haben.

Ich persönlich kenne zumindest niemanden der die die Frage "Wer ist schützenswerter, der Ausländer oder der Inländer?" nicht so beantworten würde das selbstverständlich beide, Ausländer und Inländer, gleich schützenswert sind. Die Zuspitzung auf diese, vollkommen unberechtigte, Frage beinhaltet bereits den unauflöslichen Widerspruch in sich, wenn man sich dazu entschliessen sollte sie zu beantworten. Und wie immer wenn 2 nicht über das gleiche sprechen, kann es im Ergebnis nicht zu Lösungen kommen, sondern immer nur zu einem Konflikt bei dem sich beide Lager unverstanden fühlen. Tatsächlich stellen beide Seiten nämlich eine andere Frage (was Sie selbst ja auch im folgenden Ausführen): Wie schütze ich das Asylrecht vor Rassefetischisten einerseits, bzw. wie schütze ich die Bevölkerung (übrigens durchaus alte und neue) vor dem Asylmissbrauch in allen Facetten andererseits. Es handelt sich also um 2 Fragen. Und beide Lager sollte das gemeinsame Interesse einen auf beide Fragen eine befriedigende Antwort zu finden.

Ohne PEGIDA, ohne AfD, ohne NPD, etc. käme die Erkenntnis, dass nicht alles gut ist, was über die offenen Grenzen gekommen ist, womöglich schneller.

Da mögen Sie beklagenswerter Weise durchaus Recht mit haben. Was aber letztlich kein Grund sein kann auf den Protest zu verzichten. Der Volksmund sagt zwar so schön "Der klügere gibt nach", aber die zutreffende Replik darauf lautet dass "Die Dummen herrschen weil die klügeren Nachgeben". Und genau das hat die gemässigte Mitte bereits viel zu lange zugelassen.

Es haben ja beide Recht, mit ihren Argumenten. Das Unrecht entsteht erst durch die unzulässige Verallgemeinerung. Worte wie „alle, jeder, keiner, immer, nie“ sind Gift für die Verständigung und sowieso kaum einmal wirklich zutreffend.

Wie wahr! Ich persönlich nenne das Handlungsmuster Ideologie. Und wo die Ideologie, gleich welcher Coleur, erst einmal in einer Diskussion Fuss gefasst hat, ist dem mit Vernunft kein Beikommen mehr. Und Ideologen gibt es leider in beiden Lagern mehr als der Sache gut tut. Und leider sind die Ideologen immer die lautesten – die, die man am öftesten hört.

Selbstverständlich; Die Lösung ist wichtig. Und ist nicht genau diese Lösungssuche, dieser Ausgleich zwischen unterschiedlich gewichteten Interessengruppen die originäre Aufgabe des Staates nach Innen? Der berühmte Ordnungsrahmen nach Innen im Gegenpol zum Grenzschutz nach Aussen. Stattdessen schreiben Sie leider nicht zu Unrecht, ist "der Staat" in diesem Fall der lachende Dritte. Und der normale Steuern zahlende, Gesetze beachtende, Bürger ist der Dumme. Und soll nun auch noch aus taktischen Erwägungen heraus die Klappe halten? Vorauseilende Selbstzensur?

Mich wundert es wahrlich nicht wenn Politik- und Staatsverdrossenheit immer weiter zunehmen. Ohne die Macht der langen Gewohnheit, unsere Ur-Ur-Urgroßeltern hätten diesen Staat längst als sinnbefreit in die Wüste geschickt. Denn Staat und Obrigkeit sind zunächst ein grundsätzliches Übel welches seine Existenzberechtigung erst daraus bezieht dass ihre Anerkennung noch größeres Übel vermeidet. Doch wie lange hängt das Pendel noch entsprechend gewichtet?

mit sommerlichen Grüßen


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Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

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