28. April 2018

10.00 Uhr Die Menschheit hat mehr Energie als die Sonne!

Diese Überschrift ist Blödsinn. Sie bleibt sogar dann noch Blödsinn, wenn man als Energie der Sonne nur jenes verschwindende Bisschen betrachtet, das auf unserer Erde ankommt.

Ein Blick auf diese Karte und die darunter stehenden Erläuterungen genügt, um einen Eindruck von den Größenverhältnissen zu gewinnen.

Doch dann lese ich da heute diesen Satz, und mir stellen sich die Nackenhaare steil auf:

"Der Einfluss der Sonne aufs Klima wird immer kleiner und unbedeutender
gegenüber dem des Menschen."

Dieser Satz steht in einem Artikel, der zunächst auf die derzeit recht schwache Sonnenaktivität eingeht und daraus die Möglichkeit einer neuen kleinen Eiszeit ableitet. Es wird an das so genannte Maunders Minimum im 17. Jahrhundert erinnert, als die Londoner auf der Themse Schlittschuh laufen konnten und die Ostsee komplett zugefroren war.

Doch dann kommt die Entwarnung. Es kann gar nicht mehr zu einer kleinen Eiszeit kommen, weil die menschengemachte Klimaerwärmung dem entgegenwirkt.

Hoppala! Warum versuchen wir dann auf Teufel komm raus CO2-Emissionen zu vermeiden? Je weniger menschengemachte "Klimagase" in der Atmosphäre, desto schrecklicher müssen doch die Folgen geringer Sonnenaktiviät sein? Sorgen die Klimaschützer so mit für die nächste Eiszeit? Vor allem eben unter der Annahme, der Einfluss des Menschen sei sehr viel bedeutender als der Einfluss der Sonne?

Es kommt aber noch ein schöner Satz, zwar schon wieder in einem anderen Zusammenhang, nämlich dem der Anfälligkeit aller Art von Elektronik für Störungen durch so genannte Sonnenstürme, also hochenergetische Teilchenströme die in Zeiten hoher Sonnenaktivität auf die Erde treffen können.

Der schöne Satz lautet:

"Wir hatten im 20. Jahrhundert ein ausgeprägtes Maximum der Sonnenaktivität.
Jetzt kehrt die Sonne in ihre gemütliche Phase zurück."

Nun lohnt es sich tatsächlich, dieses Diagramm anzusehen. Ganz am rechten Rand, zwischen 1900 und 2000 sehen wir die Temperaturentwicklung des 20. Jahrhunderts. Die Korrelation zwischen dem ausgeprägten Maximum der Sonnenaktivität und dem Antstieg der globalen Durchschnittstemperaur ist zumindest bemerkenswert. Der Streit der Gelehrten geht allerdings nur darum, welcher Anteil der Temperaturveränderung auf den Menschen zurückgeführt werden kann, muss oder soll.

Es gibt allerdings noch ein Diagramm, das nicht nur über tausend Jahre reicht, sondern auf Basis von Bohrkernanalysen die Klimageschichte der Erde über zwei Millionen Jahre nachzeichnet; interessant dabei, dass auch die Kohlenstoffdioxydkonzentration mit dargestellt ist. Ein Klimagas, das in der Atmosphäre ja schon seit sehr langen Zeiten in wechselnden Konzentrationen vorkommt. Was leider fehlt, wahrscheinlich, weil man nicht danach gesucht hat, sind die Spuren jener Hochkulturen, die im Abstand von jeweils rund 100.000 Jahren mit jeweils Milliarden von Individuen durch das Verbrennen fossiler Energieträger eine Klimakatastrophe auslösten und davon untergegangen sind.

Je länger man sich dieses Diagramm betrachtet, desto mehr drängt sich die Erkenntnis auf, dass die Änderungen der Durchschnittstemperatur der Erde vollständig ohne einen von Menschen gemachten CO2-Ausstoß auskommen konnten, weil ausschließlich "natürliche" Vorgänge die Täler und Höhen in die Kurve modelliert haben. Mit allen positiven und negativen Folgen für das Leben auf der Erde.

Das führt dann zu der Überzeugung, dass der Satz von dem gegenüber dem menschlichen Einfluss kleinen und unbedeutenden Anteil der Sonne an den irdischen Temperaturen, nur als Folge menschlicher Hybris und Größenwahns angesehen werden kann.

Karl Popper meinte dazu warnend:

"Die Hybris, die uns versuchen lässt, das Himmelreich auf Erden zu verwirklichen,
verführt uns dazu, unsere gute Erde in eine Hölle zu verwandeln."

Von diesem Satz aus ist allerdings nicht nur der auf dem Klimawandel gegründete Aktionismus zu verstehen, sondern fast alles, was in diesen unseren so klugen und aufgeklärten Zeiten von den erdgeschichtlichen Eintagsfliegen, die sich Experten nennen, und den ihnen folgenden politischen Führern angerichtet wird.

Wo aus einem rechtlichen Ordnungsrahmen ein Chaos von Gesetzen wird, wo ein immer weiter schrumpfender Rest an Freiheiten durch immer mehr Zwangs- und Überwachungsmaßnahmen gesichert werden soll, wo das Wort "Unterschied" nicht einmal mehr gedacht werden darf, während die Unterschiede größer sind als je zuvor, wird überdeutlich, dass das "gut Gemeinte" zwangsläufig in die Hose gehen muss, wo es - getrennt von jeglicher Weisheit - spontan jeweils das gerade (technisch) Mögliche auch ins Werk setzt.

Klug ist es, Ressourcen zu sparen. Die Erde ist nun einmal endlich. Energie-Effizienz ist daher durchaus zu begrüßen. Zweifelhaft sind jedoch die aussichtslosen Bemühungen, in Panik gegen die "Launen der Sonne" arbeiten zu wollen, ohne sie überhaupt verstanden zu haben.

 

 


 

Informieren Sie sich umfassend über den Untergang der Demokratie in Europa. Lesen Sie Florian Stumfalls Buch "Das EU-Diktat". Sie werden erkennen:
 
Der Spanien-Katalonien-Konflikt ist kein Zufall, sondern nur ein Anwendungsfall.
 

 

 

 


Mehr

 
 
oder greifen Sie zu "Macht macht untertan" von Herbert Ludwig:
 
darin finden Sie alles über die Methoden der Unterdrückung in der Demokratie.
 
... und falls Sie beide Bände schon kennen,
es gibt auch ein neues Buch von mir.

Demokratie ist nicht einfach. Dass demokratisch legitimierte Regierungen nicht unbedingt über ausreichend fachkundige Ressortminister verfügen, macht Demokratie nicht einfacher.

Wie sich die Dekadenz in unserer Demokratie entwickeln konnte, warum es kaum noch möglich scheint, daran etwas zu ändern, und was dennoch getan werden kann, um den Trend wieder umzukehren, habe ich in meinem neuen Buch beschrieben.

jetzt lieferbar


Golo spaziert

Aus dem Manuskript, das ich an dieser Stelle schon zweimal überschwänglich lobend erwähnte, ist seit gestern ein Buch geworden.

 

Teer Sandmann

Golo spaziert
Das Land der sicheren Freiheit

 

 

 

Hier finden Sie die ausführliche Buchvorstellung - und hier den direkten Link zum Buch im Shop.

(Ein wunderschönes Ei zum Ins-Nest-Legen, weil ja bald Ostern ist...)


Florian Stumfalls Abrechnung

mit der Woge des Schwachsinns,
die über uns hereingebrochen ist.

 

Holen Sie sich jetzt Ihr Exemplar!

 


Fabian Dittrichs Betriebswirtschaftslehre

verbindet auf einzigartige Weise die wissenschaftliche Basis erfolgreichen Wirtschaftens mit den Anforderungen der praktischen Realität.

Ein Buch, das auf das Verständnis der großen Zusammenhänge abzielt und dabei auf die im Studium überrepräsentierten mathematischen Verfahren, Formeln, Diagramme und Statistiken verzichtet. Ein Buch, dass die Grenzen betriebswirtschaftlicher Modelle aufzeigt und in vielen Bereichen auch die Schnittstellen zur Volkswirtschaftslehre behandelt.

Ein Buch, in dem es nicht um die Techniken, sondern um den Sinn betriebswirtschaftlichen Handelns geht. Konzipiert, um Studienabgängern den Übergang in die Praxis zu erleichtern, dabei frei von "wissenschaftlichem Kauderwelsch", ist es in seiner gesamten Tiefe und Breite für jeden Interessierten verständlich.

Wer es einmal gelesen hat, wird es nicht mehr missen wollen. Um eifrigen Gebrauch zu unterstützen, haben wir die 453 Seiten nicht in preiswerter Klebebindung sondern mit dauerhaft strapazierfähiger Fadenheftung binden lassen.

 

 

ISBN 978-3-938175-79-8 --- geb. Ladenpreis 32,00 €

Garantiert Nudging-frei!

zum Online-Shop

 

 

Schaukeln, nicht Verschaukeln lassen!

 

Es geht immer nur ums Geld.

Geld ist ein sonderbares Ding.

Wer das Geld versteht, versteht die Wirtschaft, den Wachstumszwang und die Entstehung des Wohlstands der Reichen.

 

2005 erschien die Erstausgabe des dritten Bandes meiner wahnwitzigen Wirtschaftslehre mit dem Untertitel

"Über das Geld"

2007 wurde er Teil der überarbeiteten Gesamtausgabe und wird bis heute nachgefragt und gelesen.

mehr

 

Samirah Kenawi

hat mit "Falschgeld - Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit" ein weiteres Standardwerk über das Geld im EWK-Verlag veröffentlicht, das aufgrund des nicht nachlassenden Interesses ebenfalls immer wieder nachgedruckt wird.

 

mehr

 

 Thomas Koudela

beschäftigt sich in seinem Werk "Entwicklungsprojekt Ökonomie" mit der Frage, wie eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus gestaltet werden könnte und trifft auch dabei wesentliche Aussagen zum Geld und über seine Wirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

mehr

 

Manfred Gotthalmseder

hat sich, wie vorher schon Koudela, der Frage des Geldsystems im Postkapitalismus gewidmet und die Möglichkeiten zu seiner Gestaltung um ein interessantes neues Konzept erweitert.

 

mehr

 

 

Es geht auch anders.

Ein Buch, das sich der Frage annimmt, in welcher Welt wir eigentlich leben - und warum.

 

Aus dem Blickwinkel einer Frau, die ihre komfortable österreichische Heimat verlassen hat, um im Norden Kenias auf eigene Faust Entwicklungshilfe zu leisten, wird zumindest klar, dass wir nicht in einer, sondern in zwei Welten leben, was in Nyagas Geschichten bisweilen zu bizarren Überraschungen führt.

 

 

Heide S. Nyaga, Wann denn, wenn nicht jetzt?

 

(Würde ich auch empfehlen, wenn es woanders erschienen wäre.)

Bücherstube

Neu ab 20. März:

 

Neu ab 15. März:

 

Kann weiterhin bestellt werden!

jetzt bestellen

 

Der Weg zum Wohlfühlgewicht
beginnt auf der Waage.

 

Hier
könnten Sie ihn fortsetzen.


 Priester Messident

Sprachverwirrung
Babel, babbel, brabbel

NEU am 31.01.206

- Hier -

,


 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

-Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits -