9. Februar 2018

10.00 Uhr Ein CSU _*Innen Minister

Tut mir leid, ich kann "innen" nicht mehr anders lesen. Die allgegenwärtigen _*Innen stehen für mich für eine Art ganzjährigen Weiberfasching mit dem ausgeprägtem Hang, den letzten Rest an Vernunft aus den Rathäusern zu verdrängen und jenen Männern, die es überhaupt noch wagen, ihre Männlichkeit durch das Tragen eines Schlipses anzuzeigen, denselben mit grobschlächtigen Scheren abzuschneiden.

So stellt sich am närrischen Freitag nicht von Ungefähr die Frage, wofür Horst Seehofer nun zuständig sein soll: Für Sicherheit und Landfrieden, oder für Feminister und Feminist_*Innen?

Da ihm ja auch noch die Heimat aufgebürdet werden soll, sowie "der Bau", weist der Trend eindeutig in eine ganz spezielle Richtung. Der Bau, ugs.: Knast, spricht dafür, dass sich unser aller gerade noch bayerischer Landesvater des Justizvollzuges annehmen wird. Dort finden dann alle ihre neue Heimat, die durch Freiheitsentzug ihrer gewohnten alten Heimat verlustig gehen.

Außerdem wird er sich verstärkt um die bayerischen Land- und die Berliner Stadtfrauen kümmern, sofern sie einen Mitgliedsausweis der CSU besitzen, schließlich sind dies jene Geschöpfe, die nur darauf gewartet haben, endlich als "CSU_*Innen" korrekt benannt zu werden. Dazu gehören ja nicht nur Barbara Stamm und Monika Hohlmeier, sondern fast die Hälfte aller bayerischen Landeskinder, von denen die allermeisten die CSU-Bürgerschaft per Geburt im Freistaat zugewachsen ist.

Damit allerdings sollten jetzt allerorten die Alarmglocken schrillen!

Ein Bundes-CSU_*Innen-Minister ist ohne eine Bundes-CSU nicht vorstellbar. Der schlaue Horst aus Ingolstadt hat offenbar im Koalitionspoker nicht nur alles auf eine Karte gesetzt, er hat zugleich den geheimen Auftrag übernommen, zum Wohle der Unionsparteien das bundesweite Gegengewicht zur bundesweit aufgestellten AfD zu schaffen.

Schon immer hieß es - und das nur von der CSU - rechts neben uns darf keine Partei einen Fuß auf den Boden des Grundgesetzes setzen können. Was hülfe es aber, wenn zwar in Bayern die rechte Flanke geschlossen würde, während sie in allen übrigen Bundesländern weiter als klaffende Wunde offen bleibt?

Aus Gründen der Koalitionskompatibilität ist es der CDU unmöglich, diese Aufgabe zu übernehmen. Schulz und Nahles würden ja sofort die Freundschaft aufkündigen, sollte Angela Merkel plötzlich laut über ein restriktives Zuwanderungsgesetz nachdenken, um so die an die AfD verlorenen Konservativen zurückzugewinnen!

Da hat man sich in den Hinterzimmern zwischen den christlichen Schwestern wohl darauf verständigt, in aller baldigen Bälde noch getrennter zu marschieren, um danach noch vereinter zuschlagen zu können.

Und der Plan ist nicht blöd.
Einer ganz rechts an der Wand stehenden CSU könnten bundesweit jene 15 Prozent zufallen, die von den Demoskopen derzeit für die AfD ausgewiesen werden, zuzüglich jener Stimmen, die in Bayern gewohnheitsmäßig auf die CSU entfallen, könnte damit ein Sockel von etwa 20 Prozent für die Union gewonnen werden.

Die CDU würde darunter zwar leiden, aber nicht mehr, als sie unter der AfD leiden würde, so dass ein Rückgang auf ebenfalls rund 20 Prozent unter dem Strich die 40-Prozent-Marke sichern würde. Hinzu kommen die Gewinne aus dem weiteren Zerfall der SPD, die schon alleine mit der Aufstellung ihres Führungspersonals Selbstdemontage betreibt. Ein Vizekanzler, der sich im Zweifelsfall von seiner Parteichefin den Marsch blasen lassen muss, hat ebensowenig Stehvermögen, wie ein Außenminister, der den Parteivorsitz zum Zwecke der neuerlichen Erneuerung der Partei abgegeben hat und der sich nur deshalb selbst als Kuckucksei ins Auswärtige Amt legen konnte, weil er den geschäftsführend Amtierenden hinterhältig aus dem Nest geworfen hat.

Das Dreirad an der Spitze der SPD, Bätschi-Andrea an Lenker und Tröte, Olaf, der Wikinger, mit dem linken Fuß auf dem rechten Pedal stehend, Martin, der Brüsselener, mit dem rechten Fuß auf dem linken Pedal stehend - aber niemand in Sicht, der Lust hätte, dieses Stillstandsdenkmal zu schieben; das kann nicht gutgehen.

Satte 10 Prozent der ehemaligen GroKo-Wähler mit SPD-Neigung könnten in die Reihen der endlich voll gemäßigt konservativ erscheinenden Mutterpartei CDU wechseln, schon alleine, um die Tochter CSU besser unter Kontrolle halten zu können.

Das Ziel ist klar. Mit Hilfe der Schaffung außerbayerischer CSU_*Innen durch die Schaffung einer außerbayerischen CSU in allen Bundesländern wird die Union sich 2021 mühelos die absolute Mehrheit einfahren können.

Ist dies geschafft, übernimmt Horst Seehofer als strahlender Stratege nicht nur die Kanzlerschaft in Berlin, er kann - aus dieser grandiosen Position heraus - auch den Markus wieder aus der Staatskanzlei in München verdrängen und in der Doppelrolle als "Bayerischer Ministerpräsident und Bundeskanzler zugleich" endlich zeigen, was wirklich in ihm steckt.

Ist natürlich alles Blödsinn.

Liegt vermutlich an einer Überdosis Konfetti.

Ein schönes, närrisches Wochenende

Egon W. Kreutzer


P.S.:

In Buchhändlerkreisen spricht man von Remittenden, wenn unverkaufte Exemplare an den Verlag zurückgegeben werden.

Ich habe heute zwei Exemplare von Wolfgang Schulz, "Die Entdeckung des Friedens" in absolut einwandfreiem Zustand zurückerhalten. Die möchte ich Ihnen nicht vorenthalten.

Dafür habe ich das bereits geschlossene Angebot im EWK-Shop wieder geöffnet. Damit aber niemand fürchtet, zu kurz zu kommen, bleibt der Titel zwei Wochen lang bestellbar. Die ersten beiden Bestellungen werden sofort beliefert. Alle weiteren werden für einen Nachdruck gesammelt, der dann ab Mitte März ausgeliefert werden wird.

 

Die Buchvorstellung vom August 2016 habe ich hier noch einmal für Sie verlinkt.

 

 

 

 


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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

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