15. Januar 2018

12.30 Uhr Fieberträume

In rund 60 Stunden Bettruhe (von Ruhe konnte dabei zwar keine Rede sein) wenn Du zwar nicht müde, aber erschöpft bist, wenn der krampfhafte Husten von kurzen Augenblicken des Schlafs unterbrochen wird, knallt das Bewusstsein permanent an die Bande und durchbricht sie auch bisweilen. Eine Phase bestand dabei in der Lektüre langer sinnloser Texte, die hinter den geschlossenen Lidern so eingeblendet waren, dass es unmöglich war, sich abzuwenden. Also habe ich gelesen:

Nach langer schwerer Krankheit einigten sich Ende letzter Woche die üblichen Verdächtigen auf ein Weiter so in Ehre, Freude und in Gut und Gerne und in schon länger da.

Mit dem Gepränge der Echternacher Springprozession und zu den Klängen der Polka: "Meine Rosa, Rosa, Rosa kommt aus Bähmmen", fand sich der außerparlamentarische Bienenköniginnen-Hege und Pflegeverein am Sterbebett der Imme Erika ein und rang ihr die Zusage ab, uns für weitere vier Jahre mit den Eiern zu beglücken, die sie uns so vortrefflich zu legen versteht ...

Das ging seitenlang so weiter und hätte mich nicht der nächste Hustenanfall wieder hochgerissen, ich wäre dem wohl nie mehr entkommen.

Im nächsten Fiebertraumbereich ging es dann streng logisch um die Frage, ob es auch nur einem einzigen Menschen auf diesem Planeten möglich ist, in einer längerfristigen Prognose zu erkennen, was von dem, was aktuell geschieht, der Entwicklung des Lebens auf der Erde nützlich ist - und was schädlich.

Warum auch immer die Saurier vor 65 Millionen Jahren aussterben mussten, was ganz bestimmt eine ganz fürchterliche Quälerei war: Erst als die damaligen "Herrscher des Planeten" weg waren, konnten die bis dahin ausgesprochen kleinwüchsigen Säugetiere ihren Siegeszug antreten, Mensch inklusive.

Es kann niemand sagen, welche langfristigen Folgen es hätte, wenn alle, die einen Atomknopf am Schreibtisch haben, den gleichzeitig drücken würden. Sicher ist, Gräser und Ameisen würden den Atomschlag und den nuklearen Winter überleben - und wenn sich nach einigen Jahren auch die klimatischen Bedingungen wieder normalisieren ...

Klar, wir Menschen sagen: "Was Bessres kommt nicht nach", aber was wissen wir denn, was jungen Ameisen in 50 oder 60 Millionen Jahren im Schulunterricht vermittelt wird? Da wird vom plötzlichen und unerklärlichen Aussterben der Menschen die Rede sein, als Voraussetzung dafür, dass sich die Ameisen in all ihrer Vielfalt erst entwickeln konnten.

Was soll also das Gekeife um die GroKo, um den unsäglichen Martin Schulz - vielleicht sprengen sich CDU, CSU und SPD bis zum Ende der Koalitionsverhandungen noch selbst in die Luft und stehen als gerupfte Hühner vor der Herausforderung schon wieder mit den gleichen, längst völlig unglaubwürdigen Versprechungen in einen Wahlkampf ziehen zu müssen.

Im gleichen Licht sollte man auch das Zuwanderungsthema betrachten. Die zahlenmäßig noch vorhandene Mehrheit der "Biodeutschen" wird es nicht mehr lange geben. Da kann es doch nur vorausschauendes Handeln sein, sich rechtzeitig anzupassen und umzustellen. Denn eins steht fest: Keiner weiß, wie die langfristigen Folgen aussehen werden, wenn man versucht, auch nur 500 Jahre über den Tellerrand einer Legislaturperiode hinauszuschauen.

Und deswegen, weil keiner weiß, was komm, ist nichts egal!

Nichts!

Jeder hat, so lange es ihm möglich ist, nach Kräften seine eigenen Interessen zu vertreten. Eine andere, übergeordnete Richtschnur exisitiert nicht. Eigene Interessen und Altruismus schließen sich dabei übrigens nicht aus.

Wer den großen Atomkrieg verhindern will, ist doch kein Rassist, der Ameisen und Gräser diskriminiert. Er vertritt nur sein berechtigtes Überlebensinteresse.

Wer die Neuauflage der GroKo verhindern will, ist ebenfalls kein Rassist, der Würseler, Ingolstädter und Uckermärker zu diskriminieren trachtet! Er vertritt lediglich im demokratischen Diskurs seine eigenen Interessen.

Wer bei einer OBERGRENZE!,die sich in dem Halbsatz erschöpft: "..., wenn mehr kommen, kommen eben mehr!", nur noch wütend aufschreien kann: "Thema verfehlt!", ist doch kein Rassist, der dazu neigt, alle nichtdeutschen Völker zu diskriminieren!

Der will doch nichts anderes, als dass vernünftiges gültiges Recht wieder angewendet wird - und in einem Fiebertraum, aber nur da, stellt er sich vielleicht noch vor, es könnte sich ein Richter finden, der Angela Merkel des Amtes enthebt und sie für jeden gesetzeswidrig aufgenommenen Zuwanderer für einen Tag ins Frauengefängnis steckt. Wieder wach, weiß er, dass dieser Richter im Grundgesetz nicht vorgesehen ist, und dass Frauengefängnisse ebenfalls nicht mehr lange Bestand haben werden. Wer will und kann, wird sich bald um einen Platz im Knast für das dritte Geschlecht bewerben und ihn notfalls einklagen können. Anwälte und Richter, die das zustande bringen, werden sich finden.

 

Richtig gut geht's mir noch lange nicht wieder. Unter normalen Umständen hätte ich diesen Text in deutlich unter einer Stunde geschrieben. Inzwischen sind fast drei daraus geworden, und zufrieden bin ich keineswegs damit.

Wäre doch viel schöner gewesen, von bunten Wiesen, mit Schäfchen drauf und Schmetterlingen zu träumen, und vielleicht von einem guten Feeerich (die Fee, der Feeerich), der verspricht, drei Wünsche zu erfüllen, wenn ich ihm ein Rätsel lösen kann.

Nun ja, vielleicht beim nächsten Mal.

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