hierverbirgtsicheingeheimnis


 jinglebells - klingglöckchenklingelingeling - ohdufröhlicheoduselige - esisteinrosentsprungen - leiserieseltderschnee - tschinderassabummstillenacht!

16. Dezember 2017

14.30 Uhr Lieber Sigmar Gabriel

Soeben habe ich im Online-Spiegel gelesen, welche Anregungen Sie Ihrer Partei, der SPD, für die Weihnachtsfeiertage mit auf den Weg gegeben haben.

Da ist die zum Nachdenken anregende Frage, ob die Sehnsucht nach einer Leitkultur eventuell auch in der eigenen Wählerschaft den Wunsch nach Ordnung ausdrücken könnte.

Da ist die Erkenntnis, dass die Zielrichtung der SPD in der Vergangenheit oft an den Bedürfnissen und Sorgen der Bevölkerung vorbeigegangen sei.

Beides würde ich spontan unterschreiben, und zwar nicht, weil mir Ihre Worte die Augen geöffnet hätten, sondern weil es dem entspricht, was ich seit mindestens einem Jahrzehnt selbst feststelle und in meinen Veröffentlichungen anspreche.

Doch diesen hoffnungsvollen Erkenntnissen folgt als Therapie ein Gedanke, der nicht mit den vorangegangenen Einsichten in Einklang gebracht werden kann:

Nur mit mehr internationaler Zusammenarbeit, mehr europäischer Zusammenarbeit, ließe sich das zentrale Versprechen der Sozialdemokratie einlösen, den Kapitalismus zu zähmen und "Marktwirtschaften" zu erzeugen, die sozial und auf Solidarität ausgerichtet seien.

Dies ist eine vollkommen unbegründet in den Raum gestellte Behauptung, der noch dazu sämtliche bisher mit der Globalisierung und der EU gemachten Erfahrungen absolut widersprechen.

Nun kommen Sie bitte nicht mit der Ausflucht, internationale Zusammenarbeit sei ja nicht gleichbedeutend mit Globalisierung. Waren Sie nicht einer der glühenden Verfechter von TTIP?

Was gibt es denn, außer der "Globalisierung" noch an internationaler Zusammenarbeit? Die Bundeswehr in internationale Kampfverbände integrieren? Rüstungsziele einhalten - und irgendwann gegen Russland marschieren? Oder international den CO2-Ausstoß auf 2 Grad reduzieren? Ja, die Formulierung ist blödsinnig, aber den Anstieg der Welttemperatur bis zum Ende des Jahrhunderts auf 2 Grad begrenzen zu wollen, ist nicht minder blödsinnig. Natürlich kann man international gegen den Hunger und gegen Armut und gegen unzureichenden Zugang zu sauberem Wasser antreten... Nur, glaubhaft ist das alles nicht, solange unsere Verbündeten und wir Kriege vom Zaum brechen, funktionierende Staaten, nur weil uns nicht gefällt, dass sie eigene Interessen verfolgen, in failed States verwandeln und uns damit den Zugang zu Rohstoffen sichern und die Truppen des Welt-Aggressors USA immer näher an die russische Grenze schieben.

Und hinter alledem stehen doch wieder nur die wirtschaftlichen Interessen des international agierenden Kapitals, hinter dem steht der nackte Raubtierkapitalismus, dem es darum geht, das, was die Menschen sich geschaffen haben, immer schneller wieder zu zerstören, um sowohl von der Zerstörung als auch von der Wiederherstellung zu profitiern.

Das gilt gleichermaßen für den zivilen Bereich. Ob es um den Atomausstieg oder das Glühbirnenverbot, um die Vorschriften zur Dämmung oder die Leistungsbegrenzung von Staubsaugern geht - es geht darum, das Geschäft anzukurbeln und auch politisch zur erzwungenen Obsoleszenz beizutragen. Nur: Damit es sich auch lohnt, muss der Markt groß genug sein, müssen möglichst alle mitmachen - und möglichst alle ihren Diesel und ihren Benziner aufgeben, um dann festzustellen, dass der Strom eben nicht aus der Steckdose kommt, weil gar nicht genug eingespeist werden kann.

Internationale Zusammenarbeit, das heißt doch nur, die Grenzen öffnen. Für das Kapital, für Waren und Dienstleistungen, es heißt, da produzieren, wo die Kosten niedrig sind, weil der Lebenstandard niedrig ist, und da verkaufen, wo noch besser verdient wird und wo es noch Kredit gibt.

Wo, bitteschön, findet hier ein Kampf gegen den Kapitalismus statt, und wie, bitteschön, soll dieser Kampf gegen den Kapitalismus aussehen, den die SPD in internationaler und europäischer Zusammenarbeit führen soll?

Ich hätte das missverstanden?
Mit internationaler Zusammenarbeit meinen sie nicht die Staaten, sondern die sozialdemokratischen und sozialistischen Parteien?

Abgesehen davon, dass ihr Vordenker Schulz dies nicht meint, wenn er die Vereinigten Staaten 2025 errichtet haben will, frage ich Sie, wo es noch nennenswerte Reste sozialdemokratischer und sozialistischer Parteien gibt, die noch nicht von neoliberalen, kapitalhörigen Parteien an den Rand gedrängt wurden?

Nein, lieber Sigmar Gabriel. Mit dem Kampf gegen den Kapitalismus kann man nicht warten, bis sich die sozialistische Internationale einig geworden ist und das Vertrauen der Völker gefunden hat.

Der Kampf gegen den Kapitalismus kann nur da geführt werden, wo ein starker Nationalstaat die Interessen seiner Bevölkerung ernsthaft vertritt und sie durch Gesetze und Regelungen schützt, statt durch Deregulierung eine schiefe Ebene zu schaffen, die den allgemeinen sozialen Abstieg erzwingt.

Alleine der Anspruch, mitten in Europa einen großen, funktionierenden Niedriglohnsektor zu schaffen, war - die von einem Sozialdemokraten angeführte - Unterwerfung unter den internationalen Kapitalismus, und ich kann mich nicht erinnern, dass die Kommission oder der Rat oder auch nur das Parlament der EU angetreten sind, um davor zu bewahren. Werfen Sie einen Blick nach Griechenland! Wo ist da der gemeinsame Kampf der europäischen Gemeinschaft gegen den Kapitalismus?

Also machen Sie sich doch nicht lächerlich. Reden Sie nicht davon, dass der Kapitalismus durch Internationalisierung und Europäisierung bezwungen werden könnte. Das Gegenteil ist der Fall!

Es ist auch nicht so, dass die von Ihnen als eventuell sinnvoll erwähnte Leitkultur auf den Bäumen der Globalisierung wächst, die Heimat, die sie ebenfalls erwähnten, schon gar nicht.

Und nirgends finde ich jemanden, der die SPD nicht mehr wählt, weil die Sozialdemokraten sich zu wenig um internationale und europäische Zusammenarbeit gekümmert hätten. Hier die Ziele und Wünsche der Wähler zu vermuten, wird die Rutschpartie zur 5+X-Prozent-Partei nur beschleunigen.


Fabian Dittrichs Betriebswirtschaftslehre

verbindet auf einzigartige Weise die wissenschaftliche Basis erfolgreichen Wirtschaftens mit den Anforderungen der praktischen Realität.

Ein Buch, das auf das Verständnis der großen Zusammenhänge abzielt und dabei auf die im Studium überrepräsentierten mathematischen Verfahren, Formeln, Diagramme und Statistiken verzichtet. Ein Buch, dass die Grenzen betriebswirtschaftlicher Modelle aufzeigt und in vielen Bereichen auch die Schnittstellen zur Volkswirtschaftslehre behandelt.

Ein Buch, in dem es nicht um die Techniken, sondern um den Sinn betriebswirtschaftlichen Handelns geht. Konzipiert, um Studienabgängern den Übergang in die Praxis zu erleichtern, dabei frei von "wissenschaftlichem Kauderwelsch", ist es in seiner gesamten Tiefe und Breite für jeden Interessierten verständlich.

Wer es einmal gelesen hat, wird es nicht mehr missen wollen. Um eifrigen Gebrauch zu unterstützen, haben wir die 453 Seiten nicht in preiswerter Klebebindung sondern mit dauerhaft strapazierfähiger Fadenheftung binden lassen.

 

 

ISBN 978-3-938175-79-8 --- geb. Ladenpreis 32,00 €

Garantiert Nudging-frei!

zum Online-Shop


Ebenso empfehlensert:

Florian Stumfalls Abrechnung

mit der Woge des Schwachsinns,
die über uns hereingebrochen ist.

 

Holen Sie sich jetzt Ihr Exemplar!


 

Nebenbei bemerkt:

So lange wir uns mit "Kindereien" wie dem Binnen-I beschäftigen lassen, solange wir von stärker Pigmentierten zu sprechen haben, wenn wir Neger meinen, und uns in kraftraubende Diskussionen darüber verstricken lasen, ob es zwischen "wertkonservativ" und "rechtsradikal" nicht vielleicht doch einen Unterschied gibt, werden wir Schwierigkeiten haben, uns mit den wirklich substantiellen Entwicklungen und Problemen auseinander zu setzen.

Haben Sie auch immer öfter den Eindruck, dass das Irrationale im Kampf gegen die Vernunft den Sieg davonträgt? Fürchten Sie, dass über 200 Lehrstühle für "Genderwissenschaften" an deutschen Universitäten im Grunde nur Schwachsinn produzieren können? Brauchen Sie den Beweis dafür, dass nicht Sie spinnen, sondern die anderen? Hier könnten Sie die Lösung finden.

 


LSBTTIQ*-Community (Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle, Transgender, Intersexuelle und Menschen, die sich als Queer verstehen).

 

Schaukeln, nicht Verschaukeln lassen!

 

Es geht immer nur ums Geld.

Geld ist ein sonderbares Ding.

Wer das Geld versteht, versteht die Wirtschaft, den Wachstumszwang und die Entstehung des Wohlstands der Reichen.

 

2005 erschien die Erstausgabe des dritten Bandes meiner wahnwitzigen Wirtschaftslehre mit dem Untertitel

"Über das Geld"

2007 wurde er Teil der überarbeiteten Gesamtausgabe und wird bis heute nachgefragt und gelesen.

mehr

 

Samirah Kenawi

hat mit "Falschgeld - Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit" ein weiteres Standardwerk über das Geld im EWK-Verlag veröffentlicht, das aufgrund des nicht nachlassenden Interesses ebenfalls immer wieder nachgedruckt wird.

 

mehr

 

 Thomas Koudela

beschäftigt sich in seinem Werk "Entwicklungsprojekt Ökonomie" mit der Frage, wie eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus gestaltet werden könnte und trifft auch dabei wesentliche Aussagen zum Geld und über seine Wirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

mehr

 

 Stefan Mekiffer

hat im Hansa Verlag seine Überlegungen darüber veröffentlicht, "Warum eigentlich genug Geld für alle da ist".

Wir haben einige Exemplare davon für Sie auf Lager gelegt.

 

mehr

 

Manfred Gotthalmseder

hat sich, wie vorher schon Koudela, der Frage des Geldsystems im Postkapitalismus gewidmet und die Möglichkeiten zu seiner Gestaltung um ein interessantes neues Konzept erweitert.

 

mehr

 

 

Es geht auch anders.

Ein Buch, das sich der Frage annimmt, in welcher Welt wir eigentlich leben - und warum.

 

Aus dem Blickwinkel einer Frau, die ihre komfortable österreichische Heimat verlassen hat, um im Norden Kenias auf eigene Faust Entwicklungshilfe zu leisten, wird zumindest klar, dass wir nicht in einer, sondern in zwei Welten leben, was in Nyagas Geschichten bisweilen zu bizarren Überraschungen führt.

 

 

Heide S. Nyaga, Wann denn, wenn nicht jetzt?

 

(Würde ich auch empfehlen, wenn es woanders erschienen wäre.)

Bücherstube

Jetzt lieferbar!

Jetzt bestellen!
jetzt bestellen

 


 

Der Weg zum Wohlfühlgewicht
beginnt auf der Waage.

 

Hier
könnten Sie ihn fortsetzen.


 Priester Messident

Sprachverwirrung
Babel, babbel, brabbel

NEU am 31.01.206

- Hier -

,


 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

-Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits -