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2. Oktober 2017

11.00 Uhr Das Gesetz ist in Kraft

Es ist besser, Sie wissen es nicht. Nur wer nie etwas davon gehört hat, hat auch nichts zu verbergen. Und Sie wollen doch zu denen gehören, die nichts zu verbergen haben.

Das Gesetz hat die Zahl derjenigen, die etwas zu verbergen haben, mit dem gestrigen Tag stark vergrößert, denn vieles, was bis zum 30. September noch offen eingestellt werden konnte, muss jetzt verborgen gehalten werden.

Das Gesetz hilft beim Verbergen. Damit schützt es sogar jene, die etwas zu verbergen haben. Das Gesetz will ja nicht die Bürger strafen, es will ja nur das Verborgene durch schleunigstes Austilgen verborgen halten, damit es nicht offenkundig werden kann.

Der Bürger, der vielleicht nicht weiß, ja gar nicht wissen kann, was verborgen werden muss, weil das zu Verbergende selbstverständlich geheimgehalten werden muss, kann und darf selbstverständlich twittern und liken und facebooken und youtuben was er will, er kann wahlloss absenden. Sage niemand, das verletze die Meinungsfreiheit!

Und auch die passive Meinungsfreiheit wird gewahrt. Jeder kann sich auch nach dem Inkraftreten des Gesetzes aus öffentlich zugänglichen Quellen frei informieren. Wo ist das Problem?

Nein, das Gesetz ist in Kraft und das ist gut so. Was in der Vergangenheit noch für so manche schlaflose Nacht sorgte, nämlich das Bangen vor den Kehrseiten der Medaillen, das ist vorbei. Es gibt keine Kehrseiten mehr, auch keine verborgene Tiefe. Das Denken ist reduziert auf Länge und Breite einer exakt bemessenen zweidimensionalen Oberfläche. Was nicht auf ein Wahlplakat passt, existiert nicht. Was nicht in der Zeitung steht, existiert nicht, was nicht im Fernsehen kommt, existiert nicht, und was nicht in den Sozialen Medien aufscheint, existiert ebenfalls nicht.

Wer kann etwas dagegen haben, dass Afghanistan ein sicheres Herkunftsland ist. Ist das nicht wunderbar für die Afghanen? Wer kann etwas dagegen haben, dass Angela Merkel alles richtig gemacht hat? Ist das nicht wunderbar für die Deutschen, die Europäer und die ganze Welt?

Wer kann etwas dagegen haben, wenn alles gut ist?

Wer kann etwas dagegen haben, wenn der drohende Kontrollverlust abgewendet ist? Seit gestern haben wir wieder ein Land, in dem wirklich alle gut und gerne leben.

Vielleicht wird sich herausstellen, dass das Gesetz noch Lücken hat, Schlupflöcher, doch auch das ist kein Problem. Wer auf der einen Seite ins Schlupfloch schlüpft, muss ja auf der anderen Seite herauskommen - und auf der anderen Seite, da steht das Gesetz und passt sich an. Denn dieses Gesetz ist, nachdem es verabschiedet wurde, selbstanpassend. Es braucht weder Parlament noch Regierung, um sich anzupassen, es erkennt, unbehindert von trägen Hierarchien und mit privatwirtschaftlichem Gewinnstreben, von ganz alleine, was besser verborgen bliebe und stopft, unter strenger Wahrung der garantierten Meinungsfreiheit, jede Lücke selbsttätig.

Selbstverständlich wird die einzigartige Konstruktion dieses Gesetzes ganz von alleine dafür sorgen, dass immer neue, zu verbergende Elemente entdeckt und stracks verborgen werden, da es ja, wie alles Privatwirtschaftliche, auf Wachstum ausgelegt ist und von daher niemals an ein Ende gelangen kann.

Es ist von daher ein Irrtum, zu glauben, am Ende stünde der Zustand, dass selbst der Bundespräsident keinen Satz mehr sprechen dürfte, der nicht verborgen werden müsste. Oh nein! Lange bevor ganz Deutschland verborgen sein wird, wird das Verbergen der EU beginnen, und bevor auch noch das bis zuletzt für gut Gehaltene in der EU verborgen werden sollte, wird das Gesetz die Grundlagen der westlichen Wertegemeinschaft verbergen, um dann in die Unendlichkeit des Universums aufbrechen und jenen Ort aufzusuchen, von dem es heißt, "Im Anfang war das Wort", und wenn endlich auch dieses Wort verborgen sein wird, wird das Gesetz zu Gott geworden sein und einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen ...

Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Heikos schwebte auf dem Wasser. Und Heiko sprach: Es werde Macht! und es ward Macht. Und Heiko sah, daß die Macht gut war. Da schied er die Macht von der Ohnmacht und nannte die Macht Herrlichkeit und die Ohnmacht Elend. Da ward aus Herrlichkeit und Elend das vierte Reich.

Selbst die Physik beugte sich in diesem vierten Reich der political correctness. Pendel schlugen nur noch in eine Richtung aus und schwangen nicht mehr zurück. Links und rechts verschmolzen mit oben und unten, sowie vorne und hinten zur vollkommenen Richtungslosigkeit, die Spannung sank mangels Masse in allen Stromkreisen auf null Volt ab - und: Druck erzeugte endlich keinen Gegendruck mehr.

 

Wanderer kommst du zum Reichstag,

verkündige dorten,

du habest uns hier mundtot liegen gesehn,

wie alle dem Volke abhandengekommene Staatsgewalt es befahl.

 

Tröstlich ist, dass bei uns wenigstens keine spanisch-katalonischen Zustände herrschen. Wir, das friedfertige Volk der Deutschen, dem das Grundgesetz die Aufgabe zuweist, die Staatsgewalt auch in Abstimmungen auszuüben und sich eine Verfassung zu geben, leben lieber gut und gerne so, wie es von uns erwartet wird, statt töricht wie ein Don Quichote austesten zu wollen, wo unserer Freiheit - nicht von Immanuel Kant! - Grenzen gezogen sind.

Wenn gelten soll: "Die Freiheit des einen endet dort, wo die Freiheit des anderen beginnt", dann kann der Staat dabei weder "der eine", noch "der andere" sein, sondern nur derjenige, der beiden als unparteiischer Richter zu ihrem Recht und ihrer Freiheit verhelfen soll.

Den Prozess der Willenserforschung eines Teils der Bevölkerung - und etwas anderes war diese versuchte Abstimmung der Katalanen nicht - gewaltsam zu unterdrücken, damit niemand gewahr wird, was die Mehrheit will, und der Hexenhammer des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes der großen Koalition, führen letztlich zum gleichen Ergebnis, nämlich der Einschränkung der freien Meinungs- und Willensbildung im Volk.

Damit bekommt der Satz: "Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit", einen sonderbaren Beiklang.

 


 

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Ebenso empfehlensert:

Florian Stumfalls Abrechnung

mit der Woge des Schwachsinns,
die über uns hereingebrochen ist.

 

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Nebenbei bemerkt:

So lange wir uns mit "Kindereien" wie dem Binnen-I beschäftigen lassen, solange wir von stärker Pigmentierten zu sprechen haben, wenn wir Neger meinen, und uns in kraftraubende Diskussionen darüber verstricken lasen, ob es zwischen "wertkonservativ" und "rechtsradikal" nicht vielleicht doch einen Unterschied gibt, werden wir Schwierigkeiten haben, uns mit den wirklich substantiellen Entwicklungen und Problemen auseinander zu setzen.

Haben Sie auch immer öfter den Eindruck, dass das Irrationale im Kampf gegen die Vernunft den Sieg davonträgt? Fürchten Sie, dass über 200 Lehrstühle für "Genderwissenschaften" an deutschen Universitäten im Grunde nur Schwachsinn produzieren können? Brauchen Sie den Beweis dafür, dass nicht Sie spinnen, sondern die anderen? Hier könnten Sie die Lösung finden.

 


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beschäftigt sich in seinem Werk "Entwicklungsprojekt Ökonomie" mit der Frage, wie eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus gestaltet werden könnte und trifft auch dabei wesentliche Aussagen zum Geld und über seine Wirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

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hat im Hansa Verlag seine Überlegungen darüber veröffentlicht, "Warum eigentlich genug Geld für alle da ist".

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Heide S. Nyaga, Wann denn, wenn nicht jetzt?

 

(Würde ich auch empfehlen, wenn es woanders erschienen wäre.)

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Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

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