hierverbirgtsicheingeheimnis


3. September 2017

00.01 Uhr Der Tag des Duells

Sie werden sich das nicht antun? 20.15 Uhr, auf vier Kanälen, gleichzeitig? Die große Abrechung über die Große Koalition?

Ich schon.

Es ist auch mir vollkommen klar, dass hier eine Inszenierung beabsichtigt ist, die mit freier Rede so viel zu tun hat, wie die Sardinendose mit dem Atlantik, doch gerade darin liegt doch der Reiz!

Wenn alle Fragen und alle Antworten vorab bis auf Mimik und Gestik und Kamerafahrten festgelegt sind, dann ist daneben ganz genau das zu erkennen, was die Union und die SPD, was Merkel und Schulz in allerschönster Ausgewogenheit sich nicht an- und auszusprechen versichert haben, damit dieses Duell vor allem ein Ziel erreicht: Die Aufmerksamkeit von Grünen, Linken, FDP und AfD, ja sogar von der CSU abzulenken und dem Publikum dabei zu suggerieren, es gäbe nichts, kein Problem, keinen Lösungsansatz, der außerhalb der Inhalte des Duells noch von Relevanz sei.

Es wird auf beiden Seiten vorgedachte Sätze geben, die im Bemühen, später nur falsch zitiert werden zu können, trotz aller Kürze semantisch so kompliziert geworden sind, dass auf beiden Seiten mit mindestens je einem gottsjämmerlich fatalen Versprecher zu rechnen sein wird. Das sind die Augenblicke, in welchen deutlich werden wird, dass es in diesem Duell keine Tötungs-, ja noch nicht einmal eine Siegesabsicht gibt, sondern nur ein klammheimliches Einverständnis, dass man sich gegenseitig unbeschädigt im Status quo belassen will, ohne dabei auszuschließen, dass am Ende beide je ein Prozentpünktchen Wählergunst dazugewonnen haben.

Es wird auf beiden Seiten den Hang zur Verschönerung der Wahrheit geben. Daran wird zu erkennen sein, wie weit die Adjudanten gewillt sind, sich im "betreuten Diskutieren" zurückzuhalten, oder ob doch hin und wieder jemand wagt, das Wort "Faktencheck" in den Mund zu nehmen.

Natürlich muss es auch gegenseitige Angriffe geben. Merkel braucht Angriffe gegen sich, um überhaupt als in sich ruhende Übermutter in Szene gesetzt werden zu können, die jeden Anwurf ungerührt von sich abprallen lässt, und Schulz braucht Angriffe gegen die SPD, um darlegen zu können, dass mit ihm und seinen 100% alles anders werden wird.

Doch obwohl auch hier das Drehbuch fix und fertig vorliegt, beide sind nicht davor gefeit, der vorgefertigten Rede noch einen spontan aufgetauchten Halbsatz hinzuzufügen, der noch aus der letzten Wahlkampfrede übrig geblieben ist. Solche Gelegenheiten werden die Highlights dieser einstudierten Redeschlacht sein - und wir werden sie an der verdatterten Reaktion der vier Animateure und des jeweils gerade zuhörenden Duellanten erkennen.

Wer dieses Duell aufmerksam verfolgt, wird einerseits erfahren, was die nächste große Koalition ohne weitere Diskussion miteinander auf die Beine stellen wird. Es wird aber auch zu erkennen sein, welche sozialdemokratischen Vorstellungen sich wieder nicht durchsetzen lassen werden, und ob es Themen des Unionslagers gibt, an denen Schulz eine Koalition tatsächlich scheitern lassen könnte. Wir werden erkennen können, welche originären Themen der Opposition (vor allem der AfD) Merkel in der nächsten Legislaturperiode zu okkupieren gedenkt, und wir werden aufhorchen, wenn Schulz an diesen Hinweisen schon kleine Korrekturen vorschlägt, um auch ein bisschen Profil zu zeigen.

Vor allem aber werden wir uns - quasi im Negativabdruck der Medaille - deutlich ausmalen können, zu welchen Themen beide beabsichtigen, Entscheidungen zu treffen, die von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt werden. Denn dazu werden wir nichts, bzw. nur dezidiert Nichtssagendes hören.

Die Veranstaltung wird wahrscheinlich aufschlussreicher sein als alle Bundespressekonferenzen seit der letzten Wahl zusammen, gerade weil alles bis auf Punkt und Komma vorbereitet, abgesprochen, betoniert und festgeklopft ist.

Ich schalte ein und halte durch.


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Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

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