hierverbirgtsicheingeheimnis


1. September 2017

00.01 Uhr Gabriel, Gabriel ...! So ein Erzbengel!

Haben Sie es gesehen, oder gehört, oder gelesen?

Nein?
Doch! So sehr kann man sich doch gar nicht wegducken, dass man dieses Großereignis, diese jeden Rahmen sprengende Nachricht verpassen könnte!

Nein, nein. Trump hat Nordkorea noch nicht bombardiert!

Nein. Es geht nicht im die Flutopfer in Indien.
Es geht auch nicht um die viel wichtigeren Flutopfer in Texas.
Noch nicht einmal um die Explosionen in der Peroxydfabrik.

Nein, hören Sie doch auf! Lassen Sie mich zu Wort kommen! Es geht natürlich auch nicht um die Reformen in Frankreich.

Es geht um das Sein oder Nichtsein der deutschen Sozialdemokratie!

Alle, wirklich alle waren überzeugt, dass diesmal die Sozialdemokraten aus der Bundestagswahl aber so was von haushoch als stärkste Partei hervorgehen, Martin Schulz übt zwischen seinen Talkshow- und Wahlkampfauftritten seit Monaten in jeder freien Minute das fehlerfreie Aufsagen des Amtseides, Andrea Nahles freut sich darauf, endlich Verteidigungsministerin zu werden und hat bei Ursula von der Leyen schon um Unterstützung bei der Auswahl des Haarsprays gebeten. Olaf Scholz liest neuerdings das Handelsblatt, um sich auf den fest zugesagten Job als Wirtschafts- und Finanzminister vorzubereiten - und Angela Merkel schreibt alle Klöster Europas außerhalb Deutschlands an, ob man sie wohl irgendwo und selbstverständlich incognito als reumütige Novizin aufnehmen würde.

Eltern, und solche die noch daran arbeiten, hatten den kostenlosen Kita-Platz längst fest eingeplant und vollzogen nun den Interruptus in letzter Sekunde. Die Wirtschaftsbosse und die Banker, die sich ihre Büßerhemden bei HUGO BOSS gleich im Dutzend bestellt hatten, stornieren und bauen stattdessen die vorsorglich schon fast weggesoffenen Champagner-Vorräte wieder auf.

Gabriel, der einzige, der es wirklich wissen kann, hat den Wein der Hoffnung in Wasser verwandelt und die Tränen des längst antizipierten, dräuenden Unheils in schimmernde Perlen des Glücks!

Gabriel, der Prophet und Hohepriester der Sozialdemokratie hat die Stimmen von Otto Grotewohl, Willy Brandt und Helmut Schmidt im Traum vernommen und nicht gezögert zu verkünden. was sie ihm in seltener Einigkeit offenbarten: "Lieber Siggi, wir sagen dir es lieber heute schon, damit du die Deutschen schonend darauf vorbereiten kannst: Es wird wieder nichts, mit der SPD als stärkster Partei."

Er hat es nicht so direkt gesagt. Echte Propheten neigen dazu, ihre Botschaft in verworrenen Sätzen von orakelhaftem Dunkel von sich zu geben, und so soll er gesagt haben:

"Eine große Koalition ist deshalb nicht sinnvoll,
weil
damit die SPD nicht den Kanzler stellen kann."

So ein Sinneswandel!

Haben wir nicht immer noch eine große Koalition, in welcher die SPD nicht den Kanzler stellt? Wird die SPD denn nicht müde, von den großen Erfolgen der großen Koalition zu erzählen?
Hat die SPD sich wirklich zwei Mal hintereinander auf eine nicht sinnvolle Koalition eingelassen?

Und warum hat sie dann nicht schon vor vier Jahren die mögliche rot-rot-grüne Koalition angeführt? Mit einem SPD-Kanzler? Wechselt die Sinnvolligkeit einer Koalitionsregierung mit dem Kanzlerkandidaten der SPD?

Und was meint er mit "damit"? (Ohne Doppelpunkt nach dem "weil")

Wir werden es wohl nie erfahren!

Aber gut, dass wir wenigstens erfahren haben, dass die SPD nicht stärkste Partei werden wird. Nun haben wir noch gut drei Wochen, um diesen Schock zu überwinden.

Mein ausdrücklicher Dank gilt allen Medien, die sich bemüht haben, diese schreckliche und schöne Gewissheit als echte, ungefakte "Nachricht" zu übermitteln.

Mein Gott, Walter!
Kein ernstzunehmender, politisch interessierter Mensch hat je daran geglaubt, dass Martin Schulz auch nur den Hauch einer Chance hätte, die SPD zur stärksten Partei zu machen.

Ist es Gabriels Interview-Versprecher wirklich wert, ihn zum Whistle-Blower hochzustilisieren, der ein Staatsgeheimnis an die Russen verraten hat?

Nein. Danke!

Noch einen:

Ist es verwunderlich, dass ein Mann, der vor ein paar Monaten noch als deutscher Außenminister - zum Entsetzen professionell arbeitender Diplomaten - den gewählten republikanischen Präsidenten der USA öffentlich als Hassprediger bezeichnet hat, jetzt, im neuen Amt, Jagd auf "geistige Brandstifter" macht? Nein. Ist es nicht. Es handelt sich um eine Sonderform von Charakterstärke. Grober Klotz und grober Keil - diese eher alttestamentarische Grundregel gehört halt immer noch zum Rüstzeug des frommen evangelischen Christen.


Fabian Dittrichs Betriebswirtschaftslehre

verbindet auf einzigartige Weise die wissenschaftliche Basis erfolgreichen Wirtschaftens mit den Warnungen des kritischen Verstandes vor den Folgen der totalen Verbetriebswirtschaftung der Gesellschaft.

Ein Buch, das auf das Verständnis der großen Zusammenhänge abzielt und dabei auf die im Studium überrepräsentierten mathematischen Verfahren, Formeln, Diagramme und Statistiken verzichtet. Ein Buch, dass die Grenzen betriebswirtschaftlicher Modelle aufzeigt und in vielen Bereichen auch die Schnittstellen zur Volkswirtschaftslehre behandelt.

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Wer es einmal gelesen hat, wird es nicht mehr missen wollen. Daher haben wir die 453 Seiten nicht in preiswerter Klebebindung sondern in dauerhaft strapazierfähiger Fadenheftung binden lassen.

 

 

ISBN 978-3-938175-79-8 --- geb. Ladenpreis 32,00 €

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Ebenso empfehlensert:

Florian Stumfalls Abrechnung

mit der Woge des Schwachsinns,
die über uns hereingebrochen ist.

 

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Nebenbei bemerkt:

So lange wir uns mit "Kindereien" wie dem Binnen-I beschäftigen lassen, solange wir von stärker Pigmentierten zu sprechen haben, wenn wir Neger meinen, und uns in kraftraubende Diskussionen darüber verstricken lasen, ob es zwischen "wertkonservativ" und "rechtsradikal" nicht vielleicht doch einen Unterschied gibt, werden wir Schwierigkeiten haben, uns mit den wirklich substantiellen Entwicklungen und Problemen auseinander zu setzen.

Haben Sie auch immer öfter den Eindruck, dass das Irrationale im Kampf gegen die Vernunft den Sieg davonträgt? Fürchten Sie, dass über 200 Lehrstühle für "Genderwissenschaften" an deutschen Universitäten im Grunde nur Schwachsinn produzieren können? Brauchen Sie den Beweis dafür, dass nicht Sie spinnen, sondern die anderen? Hier könnten Sie die Lösung finden.

 


LSBTTIQ*-Community (Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle, Transgender, Intersexuelle und Menschen, die sich als Queer verstehen).

 

Schaukeln, nicht Verschaukeln lassen!

 

Es geht immer nur ums Geld.

Geld ist ein sonderbares Ding.

Wer das Geld versteht, versteht die Wirtschaft, den Wachstumszwang und die Entstehung des Wohlstands der Reichen.

 

2005 erschien die Erstausgabe des dritten Bandes meiner wahnwitzigen Wirtschaftslehre mit dem Untertitel

"Über das Geld"

2007 wurde er Teil der überarbeiteten Gesamtausgabe und wird bis heute nachgefragt und gelesen.

mehr

 

Samirah Kenawi

hat mit "Falschgeld - Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit" ein weiteres Standardwerk über das Geld im EWK-Verlag veröffentlicht, das aufgrund des nicht nachlassenden Interesses ebenfalls immer wieder nachgedruckt wird.

 

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 Thomas Koudela

beschäftigt sich in seinem Werk "Entwicklungsprojekt Ökonomie" mit der Frage, wie eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus gestaltet werden könnte und trifft auch dabei wesentliche Aussagen zum Geld und über seine Wirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

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 Stefan Mekiffer

hat im Hansa Verlag seine Überlegungen darüber veröffentlicht, "Warum eigentlich genug Geld für alle da ist".

Wir haben einige Exemplare davon für Sie auf Lager gelegt.

 

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Manfred Gotthalmseder

hat sich, wie vorher schon Koudela, der Frage des Geldsystems im Postkapitalismus gewidmet und die Möglichkeiten zu seiner Gestaltung um ein interessantes neues Konzept erweitert.

 

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Es geht auch anders.

Ein Buch, das sich der Frage annimmt, in welcher Welt wir eigentlich leben - und warum.

 

Aus dem Blickwinkel einer Frau, die ihre komfortable österreichische Heimat verlassen hat, um im Norden Kenias auf eigene Faust Entwicklungshilfe zu leisten, wird zumindest klar, dass wir nicht in einer, sondern in zwei Welten leben, was in Nyagas Geschichten bisweilen zu bizarren Überraschungen führt.

 

 

Heide S. Nyaga, Wann denn, wenn nicht jetzt?

 

(Würde ich auch empfehlen, wenn es woanders erschienen wäre.)

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Der Weg zum Wohlfühlgewicht
beginnt auf der Waage.

 

Hier
könnten Sie ihn fortsetzen.


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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

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