hierverbirgtsicheingeheimnis

 

Sind Sie auch schon ein bisschen urlaubsreif?


8. Juli 2017

09.30 Uhr Wahrheit und Meinung

*

 Wäre die Wahrheit bekannt,
würden sich Meinungen erübrigen.

*

Wahrheit und Demokratie schließen sich aus.

*

Wo in der Demokratie Meinungen unterdrückt werden,

um die Wahrheit "durchzusetzen", und das in einem
Gesetzgebungsprozess, den Herbert Wehner früher
womöglich als "Schweinsgalopp" bezeichnet hätte,

ist Orwells "Wahrheitsministerium"
bereits strukturell verankert.

*

 

In seinem heute erschienenen, brandaktuellen Buch

"Das Limburg Syndrom"

schreibt Florian Stumfall dazu unter anderem:

Also, was ist es nach des Heiko Maas neuem Gesetz,
wenn im Netz von den vorstehenden und gültigen Klischees abweichende Sachaussagen verbreitet werden - kenntnisreich dargelegte, bewiesene, aber unbequeme Wahrheiten?

Wie verhält sich die Staatsgewalt in ihrer politischen Korrektheit gegenüber möglicherweise störenden Tatsachen? Sind wir soweit, daß wir nicht nur die Meinung gängeln, sondern daß die Doktrin schon Zugriff auf die Wirklichkeit nimmt?

Wenn heute die Wahlbeteiligung in Deutschland auf breiter Front zurückgeht und von grassierender Politik-Müdigkeit die Rede ist, dann liegt das zum guten Teil eben auch daran,
daß es bei den bestimmenden Themen der Welt
nur noch jeweils eine zugelassene Meinung gibt.

 

Wenn Stumfall seine Kritik am Zeitgeist auch zunächst an vermeintlichen Kleinigkeiten festmacht, wie zum Beispiel jenem Vorgang, der dazu führte, dass das Glockenspiel am Limburger Rathaus die Meldodie des Kinderliedes "Fuchs du hast die Gans gestohlen" wegen Bedenken einer Veganerin nicht mehr spielen darf, führt er seine Leser über die schiere Masse ähnlicher Ereignisse zu den Quellen und den Nutznießern des "brauchbaren Schwachsinns".

Wer gegen die große Mehrheit redet, der muß etwas wissen.

Wer mit dem Strom schwimmt, darf beliebig dumm und ahnungslos sein. Argumente werden nur vom Außenseiter verlangt, niemals von dem, der sich in die allgemeine Informationspolitik fügt.

Das Gefährliche aber an dieser Entwicklung ist nicht einmal sie selbst, sondern der Umstand, daß sie von einer verschwindend kleinen Minderheit in der Bevölkerung getragen und kontrolliert wird. Die Macht über die Gedanken schickt sich an, zum Exklusiv-Recht einer Clique zu werden, die in Gesellschaft und Staat die Rolle spielt, die Lenin der Kommunistischen Partei zugewiesen hat:

Außerhalb des egalistischen Kollektivs, von diesem unbeeinflußt, und im Besitz der höheren Erkenntnis die Entwicklung der Dinge voranzutreiben und zu kontrollieren.

So entstehen totalitäre Ordnungen, wie sie sich nennen, ist unerheblich.

Und noch ein paar Zeilen aus diesem Buch, in dem es dem Autor immer wieder gelingt aus dem scheinbar nur oberflächlichen Wellengekräusel der Aktualität bis zu den Tiefenströmungen der gesellschaftlichen Veränderungen vorzustoßen.

Geht die Initiative in der klassischen Zusammenballung der Macht vom Staate aus, so haben wir gesehen, daß die Grotesken, die am Anfang einer politisch wirksamen Entwicklung stehen, teils von Einzelpersonen, teils aber auch von Gruppen oder von staatlichen Stellen hervorgebracht werden. Von allen Kategorien, sozusagen.

Das ändert indes gegenüber der Entwicklung der klassischen Machtkonzentration nichts am Nutznießer der Entwicklung: Es ist wiederum der Staat.

Der Weg über den Schwachsinn ist lediglich der, daß der Staat aus der Welt der Privaten und der Gesellschaft die Impulse aufgreift, die er mit Moralität ausstattet und damit zu einer nicht angreifbaren Größe erhebt. Ein weiterer Vorteil ist der, daß so der Eindruck erweckt wird, es handele sich beim Binnen-I, der feministisch aufbereiteten Sprache oder aber der Verhinderung von schwarz (als Neger) angemalten Korso-Teilnehmern um Anliegen, die aus der Breite der Bevölkerung kommen, versehen also mit der Würde demokratischer Graswurzeln, während in Wirklichkeit letztendlich wiederum der Staat seine Zuständigkeiten erweitert.

Doch möglich ist das ausschließlich durch ein breites Forum, auf dem sich Rede und Widerrede entwickeln, tatsächlich wie einst auf dem Forum Romanum, und dieses Forum sind die Medien.

Was nicht im Fernsehen im Rahmen der Abend-Nachrichten erscheint oder die Schlagzeile eines Titelblattes bildet, das hat nicht stattgefunden. Und die Erörterungen, womit die Journalisten die Nachrichten versehen, sind die Erklärung der Welt.

Auf diesem Weg geschieht, was bei einer flüchtigen, oftmals eher amüsanten Begegnung mit dem täglichen Schwachsinn niemand glauben möchte, daß dieser nämlich seinen Weg nimmt über die Medien, über gesellschaftlichen Druck und schüchterne Angleichung bis hin in die Gremien, in denen Gesetze geschmiedet werden, in die Landesparlamente und in den Bundestag.

Ein kleines Beispiel geistiger Hilflosigkeit oder seelischer Deformation hat alles Zeug,
aus dem Bereich des persönlichen Befindens
über eine aufgeregte, hysterische Gesellschaft
aufzusteigen in den Rang staatlichen Machtanspruchs.

 


Das Limburg Syndrom
Eine Schatztruhe für alle Freunde des klaren Gedankens

Wir versenden ab Montag, 10.07.2017.

jetzt bestellen


 

Nebenbei bemerkt:

So lange wir uns mit "Kindereien" wie dem Binnen-I beschäftigen lassen, solange wir von stärker Pigmentierten zu sprechen haben, wenn wir Neger meinen, und uns in kraftraubende Diskussionen darüber verstricken lasen, ob es zwischen "wertkonservativ" und "rechtsradikal" nicht vielleicht doch einen Unterschied gibt, werden wir Schwierigkeiten haben, uns mit den wirklich substantiellen Entwicklungen und Problemen auseinander zu setzen.

Haben Sie auch immer öfter den Eindruck, dass das Irrationale im Kampf gegen die Vernunft den Sieg davonträgt? Fürchten Sie, dass über 200 Lehrstühle für "Genderwissenschaften" an deutschen Universitäten im Grunde nur Schwachsinn produzieren können? Brauchen Sie den Beweis dafür, dass nicht Sie spinnen, sondern die anderen? Hier könnten Sie die Lösung finden.

 


LSBTTIQ*-Community (Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle, Transgender, Intersexuelle und Menschen, die sich als Queer verstehen).

 

Schaukeln, nicht Verschaukeln lassen!

 

Es geht immer nur ums Geld.

Geld ist ein sonderbares Ding.

Wer das Geld versteht, versteht die Wirtschaft, den Wachstumszwang und die Entstehung des Wohlstands der Reichen.

 

2005 erschien die Erstausgabe des dritten Bandes meiner wahnwitzigen Wirtschaftslehre mit dem Untertitel

"Über das Geld"

2007 wurde er Teil der überarbeiteten Gesamtausgabe und wird bis heute nachgefragt und gelesen.

mehr

 

Samirah Kenawi

hat mit "Falschgeld - Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit" ein weiteres Standardwerk über das Geld im EWK-Verlag veröffentlicht, das aufgrund des nicht nachlassenden Interesses ebenfalls immer wieder nachgedruckt wird.

 

mehr

 

 Thomas Koudela

beschäftigt sich in seinem Werk "Entwicklungsprojekt Ökonomie" mit der Frage, wie eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus gestaltet werden könnte und trifft auch dabei wesentliche Aussagen zum Geld und über seine Wirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

mehr

 

 Stefan Mekiffer

hat im Hansa Verlag seine Überlegungen darüber veröffentlicht, "Warum eigentlich genug Geld für alle da ist".

Wir haben einige Exemplare davon für Sie auf Lager gelegt.

 

mehr

 

Manfred Gotthalmseder

hat sich, wie vorher schon Koudela, der Frage des Geldsystems im Postkapitalismus gewidmet und die Möglichkeiten zu seiner Gestaltung um ein interessantes neues Konzept erweitert.

 

mehr

 

 

Es geht auch anders.

Ein Buch, das sich der Frage annimmt, in welcher Welt wir eigentlich leben - und warum.

 

Aus dem Blickwinkel einer Frau, die ihre komfortable österreichische Heimat verlassen hat, um im Norden Kenias auf eigene Faust Entwicklungshilfe zu leisten, wird zumindest klar, dass wir nicht in einer, sondern in zwei Welten leben, was in Nyagas Geschichten bisweilen zu bizarren Überraschungen führt.

 

 

Heide S. Nyaga, Wann denn, wenn nicht jetzt?

 

(Würde ich auch empfehlen, wenn es woanders erschienen wäre.)

Bücherstube

jetzt bestellen

 


 

Der Weg zum Wohlfühlgewicht
beginnt auf der Waage.

 

Hier
könnten Sie ihn fortsetzen.


 Priester Messident

Sprachverwirrung
Babel, babbel, brabbel

NEU am 31.01.206

- Hier -

,


 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

-Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits -