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Sind Sie auch schon ein bisschen urlaubsreif?


7. Juli 2017

17.30 Uhr Natürlich ist niemand schuld.

So, wie Kriege ausbrechen, brechen eben auch Unmutsbekundungen von Bürgern aus. Es kommt nur darauf an, wie man damit umgeht. Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil.

Ein bisschen erinnert das Hamburger Schauspiel an Pamplona. Liegt in Spanien. Die haben da auch so eine Tradition. Die beginnt damit, dass man Stiere züchtet. Das sind Tiere, sie zur Gattung der Rindviecher gehören, seit Ewigkeiten domestiziert sind und eigentlich nur Fressen und Saufen und hin wieder ihren Spaß haben wollen. Dann stellt man sie urplötzlich vor eine vollkommen unbekannte Situation und jagt sie von der Weide in die engen Gassen der Stadt, wo sie - mehr in Panik als im Zorn - wie die Wilden davonpreschen und auf nichts Rücksicht nehmen, was sich nicht hurtig in einem Hauseingang oder hoch an der Laterne in Sicherheit bringen kann. Ein paar beklagenswerte Opfer, die sich einen Spaß daraus machen, mit den Stieren zu rennen, gibt es immer, und das ist dann schon Rechtfertigung genug, um die bösen wilden Stiere in der Arena unter dem Jubel der zahlenden Zuschauer noch ein Weilchen nach allen Regeln der Kunst zu foltern, um sie zuletzt, schon fast zu erschöpft, sich noch auf den Beinen halten zu können, mit einem eleganten Degenstich abzuschlachten.

Ein bisschen erinnert das Schauspiel auch an die Startbahn West, an den schnellen Brüter, an die Pershing II, an die WAA Wackersdorf, die Republik Freies Wendland und an den Stuttgarter Schloßplatz.

Irgendwie erinnert es auch an die vielen wohlausgewogenen Reden, mit welchen seit der Wiederbewaffnung 1955 immer wieder darauf hingewiesen wird, dass mit dem Einsatz der Bundeswehr im Inneren der Frieden im Lande sehr viel leichter herzustellen sei als mit schlecht ausgerüsteten Polizisten.

Betrachtet man die Szenerie wieder vom Rindvieh aus, wäre es gar nicht verwunderlich, wenn Stiere zornig würden. Schließlich raubt man ihren Frauen die Muttermilch und füttert ihre Kinder mit billigen Ersatz ab, solange, bis sie vom Metzger als hinreichend schwer für die Kalbfleichnachfrage angesehen werden. Die Kühe werden geschlachtet, wenn die Milchleistung nachlässt - und von den Stieren lässt man sowieso nicht mehr am Leben als unbedingt für die Gewinnung von Samenspenden erforderlich sind.

Also, meint der Herr Ökonomierat, kann es nicht schaden, den Rindviechern hin und wieder zu demonstrieren, dass sie, selbst wenn sie auf die Idee kämen, sich zu widersetzen, sowieso keine Chance hätten. Früher soll es Landwirte gegeben haben, die dazu einen schönen dicken Knüppel besaßen, mit dem sie ihren angeketteten Milchlieferanten hin und wieder, nur zur Aufmunterung, kräftig auf die Schnauze gehauen haben. Heute kommt der Knüppel nur noch zum Einsatz, wenn sich die Kuh beim Verladen auf den Schlachtviehtransporter zu blöd anstellt.

Natürlich kann man das Rahmenprogramm des G20-Gipfels in Hamburg nicht mit der Stierhatz in Pamplona gleichsetzen. Gewisse Analogien aufzuzeigen, ist jedoch zulässig, wenn man die dann anschließend wieder relativiert. Also:

In Hamburg sind nicht Stiere, sondern Menschen aufgetreten, die niemand vorher von der Weide geholt und in die Straßen der Stadt gejagt hat. Das haben die freiwillig getan und in böser Absicht, jedenfalls diejenigen, die sich als schwarzer Block schon äußerlich von den friedlichen Demonstranten abgegrenzt haben.

In Hamburg wurden aber selbst diese schwarzen Blocker nicht in der Arena totgestochen, sondern fein säuberlich in Zellen verbracht worden, damit ein Gericht über ihre Schuld und deren Schwere urteilen kann.

Zuschauer gab es in Hamburg auch nicht, weil niemand außer Polizei und Demonstranten unterwegs war, wo es zu Zusammenstößen kam. Dass einige wenige Bilder im Internet und im Fernsehen gezeigt wurden, ist noch lange kein Hinweis auf ein geplant veranstaltetes Massenspektakel, wie in Pamplona.

Warum es überhaupt zu diesen Zusammenrottungen von Demonstranten gekommen ist, bleibt weiter unklar. Keiner der 20 Gipfelteilnehmer hat je einem Hamburger irgendwann eine Flasche an den Kopf geworfen oder ihm das Auto angezündet. Und wenn es unter den Hamburgern viele geben sollte, die mit ihrem Leben in der Hansestadt unzufrieden sind, dann könnten sie ganzjährig gegen Olaf Scholz oder Angela Merkel demonstrieren - aber doch nicht gegen den nur für wenige Stunden überhaupt in Hamburg Station machenden G20-Wanderzirkus, der mit der Lebenswirklichkeit der Hamburger nun wirklich überhaupt nichts zu tun hat.

Damit meine ich, meine Analogie hinreichend relativiert zu haben und wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und danach viele, viele Talkshows zum Gipfel und zu der Frage, ob die Polizei und die Bundeswehr nicht doch sehr viel enger zusammenarbeiten sollten.

 

 

 

 

 

 


 

Nebenbei bemerkt:

So lange wir uns mit "Kindereien" wie dem Binnen-I beschäftigen lassen, solange wir von stärker Pigmentierten zu sprechen haben, wenn wir Neger meinen, und uns in kraftraubende Diskussionen darüber verstricken lasen, ob es zwischen "wertkonservativ" und "rechtsradikal" nicht vielleicht doch einen Unterschied gibt, werden wir Schwierigkeiten haben, uns mit den wirklich substantiellen Entwicklungen und Problemen auseinander zu setzen.

Haben Sie auch immer öfter den Eindruck, dass das Irrationale im Kampf gegen die Vernunft den Sieg davonträgt? Fürchten Sie, dass über 200 Lehrstühle für "Genderwissenschaften" an deutschen Universitäten im Grunde nur Schwachsinn produzieren können? Brauchen Sie den Beweis dafür, dass nicht Sie spinnen, sondern die anderen? Hier könnten Sie die Lösung finden.

 


LSBTTIQ*-Community (Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle, Transgender, Intersexuelle und Menschen, die sich als Queer verstehen).

 

Schaukeln, nicht Verschaukeln lassen!

 

Es geht immer nur ums Geld.

Geld ist ein sonderbares Ding.

Wer das Geld versteht, versteht die Wirtschaft, den Wachstumszwang und die Entstehung des Wohlstands der Reichen.

 

2005 erschien die Erstausgabe des dritten Bandes meiner wahnwitzigen Wirtschaftslehre mit dem Untertitel

"Über das Geld"

2007 wurde er Teil der überarbeiteten Gesamtausgabe und wird bis heute nachgefragt und gelesen.

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Samirah Kenawi

hat mit "Falschgeld - Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit" ein weiteres Standardwerk über das Geld im EWK-Verlag veröffentlicht, das aufgrund des nicht nachlassenden Interesses ebenfalls immer wieder nachgedruckt wird.

 

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 Thomas Koudela

beschäftigt sich in seinem Werk "Entwicklungsprojekt Ökonomie" mit der Frage, wie eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus gestaltet werden könnte und trifft auch dabei wesentliche Aussagen zum Geld und über seine Wirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

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 Stefan Mekiffer

hat im Hansa Verlag seine Überlegungen darüber veröffentlicht, "Warum eigentlich genug Geld für alle da ist".

Wir haben einige Exemplare davon für Sie auf Lager gelegt.

 

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Manfred Gotthalmseder

hat sich, wie vorher schon Koudela, der Frage des Geldsystems im Postkapitalismus gewidmet und die Möglichkeiten zu seiner Gestaltung um ein interessantes neues Konzept erweitert.

 

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Es geht auch anders.

Ein Buch, das sich der Frage annimmt, in welcher Welt wir eigentlich leben - und warum.

 

Aus dem Blickwinkel einer Frau, die ihre komfortable österreichische Heimat verlassen hat, um im Norden Kenias auf eigene Faust Entwicklungshilfe zu leisten, wird zumindest klar, dass wir nicht in einer, sondern in zwei Welten leben, was in Nyagas Geschichten bisweilen zu bizarren Überraschungen führt.

 

 

Heide S. Nyaga, Wann denn, wenn nicht jetzt?

 

(Würde ich auch empfehlen, wenn es woanders erschienen wäre.)

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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

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