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Sind Sie auch schon ein bisschen urlaubsreif?


5. Juli 2017

17.30 Uhr Volle Deckung! Sie kommen!

Gipfel

Reinhold Messner hat so manchen Gipfel bezwungen.

Anders als die Staats- und Regierungschefs von 20 Nationen, die sich am Wochenende in Hamburg treffen, hat er den Weg zum Gipfel selbst gesucht und ist ihn Schritt für Schritt gegangen. Von seinen Bergsteiger-Erinnerungen, die er in Wort und Bild vermarktet, lebt er nun.

Hätte Angela Merkel nicht nach Hamburg, sondern nach Garmisch-Partenkirchen eingeladen und ihre Gäste aufgefordert, sich über den Höllental-Klettersteig zum Zugspitzgipfel durchzuschlagen, um dort ein richtiges Gipfeltreffen bei einer Radlermaß und Kässpatzen zu erleben, ich glaube, die Touristen auf der Zugspitze wären vom Gipfeltreffen in keiner Weise gestört worden.

Hamburg liegt ungefähr 3.000 Höhenmeter unterhalb des Zugspitzgipfels und ist von daher viel leichter zu erreichen. Vielleichter, unter Umständen sogar am vielleichtesten war das der ausschlaggebende Grund für die Wahl des Veranstaltungsortes.

Wer, außer vielleicht Putin, wäre denn in der körperlichen Verfassung, die Zugspitze zu besteigen? Den Triumph wollte man ihm ganz bestimmt nicht gönnen!

Also trifft man sich in den Niederungen, wirft schaudernd einen Blick in die Katakomben des alten Elbtunnels, begeistert sich am kühnen Schwung der Köhlbrandbrücke, der harmonisch übergeht in den Wellenschwung der Elbphilharmonie, und fühlt sich dabei so frei wie zwanzig bekiffte Surfer am Strand von Miami.

Früher waren die - wie Papparazzi-Horden an allen Sehenswürdigkeiten aus den Bussen herausquellenden, wild in alle Richtungen knipsenden und hurtig wieder in die Busse hineinquellenden - japanischen Reisegruppen gefürchtet, denen "Europa in drei Tagen" verkauft worden war. Doch den Gipfelgästen in Hamburg geht es kaum anders. Hastend verbreiten sie Unruhe - und können außer ein paar Erinnerungsfotos doch nichts vom Gipfel mit nachhause nehmen. Der Zeitplan lässt nichts anderes zu.

Erst einmal müssen nacheinander 70 Sonderflugzeuge in Hamburg landen. Das kann sich hinziehen. Dann werden alle 36 Delegationen mit Tatütata in ihre Unterkünfte geleitet. Das war dann Tag 1 (Donnerstag).

Tag 2 bringt die Anreise von den Unterkünften zu den Tagungshallen, eine Begrüßungsrede von Angela Merkel, ein gemeinsames Mittagessen - und erst dann können politische Gespräche stattfinden, obwohl schon bald darauf in der Elbphilharmonie der Gong ertönt und zum Einnehmen der Plätze auffordert. Ist dann der letzte Ton des Orchesters verklungen, geht's zum Essen, das, wie es das Protokoll vorschreibt, nicht als schlichtes Abendessen, sondern als Arbeitsessen zu deklarieren war.

Tag 3 sieht die Konferenzteilnehmer dann noch einmal zur Konferenz in den Messehallen, abschließend wird die Presse unterrichtet, und dann warten die Delegationen bis nach und nach ihre Flieger wieder abheben.

Was bleibt von drei Tagen also "netto" übrig?

Vermutlich nicht mehr als 2 Stunden Konferenz am Freitagnachmittag und bestenfalls zwei weitere Stunden am Samstagvormittag.

Für jeden Gipfelstaat also maximal 12 Minuten Gipfelzeit!
Für Rede und Gegenrede - da bekommt "all inclusive" einen ganz neuen Klang.

12 Minuten sind war länger als ein Wahlwerbespot der SPD im Fernsehen, reichen aber hinten und vorne nicht, um den vielen Gipfelthemen, die auf der Agenda stehen, auch nur halbwegs gerecht werden zu können - und dass es eine rege Diskussion zu den jeweiligen Statements geben könnte, ist nahezu ausgeschlossen.

Was also ist der eigentliche Zweck des Gipfels?

Der Verdacht liegt nahe, dass es primär um die Befriedigung persönlicher Eitelkeiten geht. Chefs unbedeutender Staaten kommen um drei bis sieben Zentimeter gewachsen wieder zuhause an, je nachdem, wie weit sie auf dem Gruppenfoto vom Zentrum entfernt Aufstellung zu nehmen hatten.

Chefs bedeutenderer Staaten sonnen sich in der Gewissheit, immer und überall und folglich auch in Hamburg im Mittelpunkt zu stehen, bzw. diesen höchstselbst zu bilden.

Die Veranstalterin genießt es, dem heimischen Publikum kurz vor der Wahl noch einmal zeigen zu können, dass alle großen Tiere auf ihr Geheiß hin die Programmpunkte absolvieren, deren komplexe Abfolge weder einem Elefanten- noch einem Tigerdompteur eingefallen wäre: Ankommen, schlafen, aufstehen, frühstücken hinfahren, hinsetzen, zuhören, aufstehen, hinsetzen, essen, aufstehen, hinsetzen, reden, zuhören, reden, aufstehen, hinfahren, hinsetzen, zuhören, aufstehen wegfahren, hinsetzen, essen, aufstehen, wegfahren, hinlegen schlafen, aufstehen, frühstücken, hinfahren, hinsetzen, zuhören, reden, aufstehen, wegfahren, abfliegen.

Und über all dem Gipfeltheater soll vergessen gemacht werden, dass nicht die Gipfelteilnehmer, sondern viele, viele Zuarbeiter aller Rangstufen monatelang geschuftet haben, damit die Obergipfler in der abschließenden Pressekonferenz so tun können, als hätten sie das Ergebnis, falls es so etwas geben sollte, in hartem Ringen soeben selbst erarbeitet.

Konsumartikelhersteller wissen, dass der Werbeaufwand umgekehrt proportional zum Nutzen eines Produktes sein muss, wenn man damit auf einen grünen Zweig kommen will.

Das Trommeln im Vorfeld dieses Gipfels, gekrönt von den Inszenierungen, in welchen Polizei und Gipfelgegner unüberhörbar vermittelten, dass ein großer, großer Gipfel ins hanseatische Haus steht, lassen nicht viel an nützlichem Ergebnis erwarten.

Vielleicht eine erschreckend neue, revolutionäre Idee Donald Trumps?


 

Nebenbei bemerkt:

So lange wir uns mit "Kindereien" wie dem Binnen-I beschäftigen lassen, solange wir von stärker Pigmentierten zu sprechen haben, wenn wir Neger meinen, und uns in kraftraubende Diskussionen darüber verstricken lasen, ob es zwischen "wertkonservativ" und "rechtsradikal" nicht vielleicht doch einen Unterschied gibt, werden wir Schwierigkeiten haben, uns mit den wirklich substantiellen Entwicklungen und Problemen auseinander zu setzen.

Haben Sie auch immer öfter den Eindruck, dass das Irrationale im Kampf gegen die Vernunft den Sieg davonträgt? Fürchten Sie, dass über 200 Lehrstühle für "Genderwissenschaften" an deutschen Universitäten im Grunde nur Schwachsinn produzieren können? Brauchen Sie den Beweis dafür, dass nicht Sie spinnen, sondern die anderen? Hier könnten Sie die Lösung finden.

 


LSBTTIQ*-Community (Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle, Transgender, Intersexuelle und Menschen, die sich als Queer verstehen).

 

Schaukeln, nicht Verschaukeln lassen!

 

Es geht immer nur ums Geld.

Geld ist ein sonderbares Ding.

Wer das Geld versteht, versteht die Wirtschaft, den Wachstumszwang und die Entstehung des Wohlstands der Reichen.

 

2005 erschien die Erstausgabe des dritten Bandes meiner wahnwitzigen Wirtschaftslehre mit dem Untertitel

"Über das Geld"

2007 wurde er Teil der überarbeiteten Gesamtausgabe und wird bis heute nachgefragt und gelesen.

mehr

 

Samirah Kenawi

hat mit "Falschgeld - Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit" ein weiteres Standardwerk über das Geld im EWK-Verlag veröffentlicht, das aufgrund des nicht nachlassenden Interesses ebenfalls immer wieder nachgedruckt wird.

 

mehr

 

 Thomas Koudela

beschäftigt sich in seinem Werk "Entwicklungsprojekt Ökonomie" mit der Frage, wie eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus gestaltet werden könnte und trifft auch dabei wesentliche Aussagen zum Geld und über seine Wirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

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 Stefan Mekiffer

hat im Hansa Verlag seine Überlegungen darüber veröffentlicht, "Warum eigentlich genug Geld für alle da ist".

Wir haben einige Exemplare davon für Sie auf Lager gelegt.

 

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Manfred Gotthalmseder

hat sich, wie vorher schon Koudela, der Frage des Geldsystems im Postkapitalismus gewidmet und die Möglichkeiten zu seiner Gestaltung um ein interessantes neues Konzept erweitert.

 

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Es geht auch anders.

Ein Buch, das sich der Frage annimmt, in welcher Welt wir eigentlich leben - und warum.

 

Aus dem Blickwinkel einer Frau, die ihre komfortable österreichische Heimat verlassen hat, um im Norden Kenias auf eigene Faust Entwicklungshilfe zu leisten, wird zumindest klar, dass wir nicht in einer, sondern in zwei Welten leben, was in Nyagas Geschichten bisweilen zu bizarren Überraschungen führt.

 

 

Heide S. Nyaga, Wann denn, wenn nicht jetzt?

 

(Würde ich auch empfehlen, wenn es woanders erschienen wäre.)

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Der Weg zum Wohlfühlgewicht
beginnt auf der Waage.

 

Hier
könnten Sie ihn fortsetzen.


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Sprachverwirrung
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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

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