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Sind Sie auch schon ein bisschen urlaubsreif?


27. Juni 2017

11.30 Uhr Welt-Geisterfahrer-Tag

Für den 7. 7.2017 sind erstmals auch im traditionell stark rechtslastigen Deutschland mehrere Großveranstaltungen zum Welt-Geisterfahrer-Tag in Vorbereitung.

Alles was Sie dazu wissen müssen, finden Sie ab heute hier in unserem Newsticker und in Kürze auch auf unserer Welt-Geisterfahrer-Tags-App.

Liveticker 
(neu hier?, dann bitte von unten her lesen!)


17.45 Uhr Schluss für heute. Seit 45 Minuten warte ich nun schon auf die Ablösung hier am Ticker, doch der Kollege scheint es nicht geschafft zu haben, sich seinen Weg über die total gesperrte A93 zu bahnen. Es liegen noch Meldungen aus dem Ausland vor, eine Stellungnahme von Macron, ein Tweet von Donald Trump, sowie ein Hilfsangebot aus dem Kreml, doch ich verlasse jetzt ebenfalls das sinkende Schiff. Über alle weiteren Ereignisse werden Sie im Laufe des Abends sicherlich von ARD und ZDF bestens informiert. Falls nicht, dann hat Herr Gniffke halt wieder mal andere Prioritäten gesetzt, was ja niemanden mehr überrascht.

Sollten Sie nach "MEHR" verlangen, kann ich Ihnen nur empfehlen, eben noch diesen oder gleich diesen Link anzuklicken

 

17.00 Uhr Missverständnis, Missverständnis, Missverständnis. Drei Hundertschaften der Berliner Polizei die zum Schutz der G20 Gipfelteilnehmer schon nach Hamburg entsandt wurden, scheinen dem Fake von 11.30 Uhr aufgesessen zu sein. Wie sie allerdings auf die Idee gekommen sein könnten, sie seien statt in Hamburg im säkularisierten Vatikan angekommen, ist auf keine erdenkliche Weise zu ergründen. Jedenfalls verhielten sie sich so, als seien sie in Bataillonsstärke in ein Bordell einmarschiert.

Der Befehl zum Rückzug nach Berlin wurde bereits erteilt, lässt sich jedoch wegen der katastrophalen Zustände auf den Straßen nicht umsetzen, so dass ihr Aufenthalt in Hamburg vom Senat bis auf Weiteres geduldet wird. Da daran auch bei Fortsetzung des ungebührlichen Verhaltens wegen der besonderen Umstände nichts geändert werden kann, wird sich wohl auch sonst nichts ändern. Glücklicherweise waren das Polizisten und nicht Bundeswehrsoldaten. Noch so einen Skandal würde Frau von der Leyen wohl kaum überstehen.

16.30 Uhr Martin Schulz. In einem Telefoninterview mit dem Miesbacher Kreisanzeiger soll Martin Schulz - nach einem Bericht von Hubertus Heil, der als Zeuge mithören durfte - den Kurs der SPD in der Geisterfahrerfrage mutig dargelegt haben. Es soll ungefähr so geklungen haben:

"Wir, als die SPD, mit unserer über hundertjährigen Geschichte, wissen genau, was die hart arbeitenden Menschen draußen im Lande wollen. Oft handelt es sich um nicht mehr und nicht weniger, als um ein bisschen mehr Gerechtigkeit. Betrachten wir die Ereignisse des heutigen Tages unter dem Aspekt der Gerechtigkeit, so ist zweierlei festzuhalten. Erstens wurde durch den deutschen Alleingang der europäische Gedanke zutiefst verletzt. Eine solche Maßnahme darf nicht auf nationale Grenzen beschränkt bleiben und so werde ich als deutscher Bundeskanzler alles daran setzen, dass für die gesamte EU verbindliche Geisterfahrerregelungen erlassen werden, denn erst dann ist Gerechtigkeit zwischen den reichen Staaten im Norden und den ärmeren im Süden hergestellt. Ich gehe sogar soweit, von der EU zu fordern, darauf hinzuwirken, dass jedes arme Südland ein seiner Wirtschaftskraft angemessenes (je schwächer, desto mehr) Kontingent deutscher Geisterfahrer aufzunehmen hat, weil nur so auch dort der Wachstumsimpuls gesetzt werden kann, der Deutschland heute an den Rand des glückseligen Zusammenbruchs geführt hat.

Zweitens ist es nicht gerecht, dass die an den Massenkarambolagen beteiligten Bürger unterschiedlich hohe Schäden an ihren Fahrzeugen erlitten haben, und dass ein Großteil dieser Schäden von den Versicherungen wegen Selbstverschuldens nicht übernommen werden soll. Ich frage Sie daher: Wozu haben wir eine Pflichtversicherung, wenn die Versicherung nicht in allen Fällen zur Leistung verpflichtet ist? Mit uns wird das aufhören!

Wenn ich Bundeskanzler bin, werden wir ein Gesetz einbringen, das jede Versicherung bei jeder Schadensmeldung durch einen Versicherten verpflichtet, innerhalb 24 Stunden die geforderte Versicherungsleistung zu erbringen. Falls nicht, wird ein Bußgeld von 50 Millionen Euro fällig. Dieses Gesetzt kann sehr schnell formuliert und verabschiedet werden, weil es letztlich nichts anderes ist als das Netzwerkdurchsetzungsgesetz unseres Genossen Heiko Maas. Es muss nur der Begriff "rechtwidrige Inhalte" durch "geforderte Leistung" und der Begriff "löschen" durch "unverzüglich überweisen" ersetzt werden.

Weil ich aber erst am 24. September gewählt werde, jetzt aber schnelle und unbürokratische Hilfe erforderlich ist, habe ich mit Jean Claude und Mario auf dem kleinen Dienstweg vereinbart, die schon lange verfolgte Idee des "Hubschraubergeldes" testweise in die Tat umzusetzen. Ab heute Abend, 19.00 Uhr - und wer glaubt, das geschähe, um Steinmeiers Rede zu sabotieren, der irrt - werden große, grasgrüne Hubschrauber mit großen grünen Kisten mit großen schönen Scheinen aus den Tresoren der Zentralbank beladen, die ihre Fracht dann, wie große, soziale und demokratische Löschflugzeuge über den Autobahnen, Bundes-, Land- und Kreisstraßen, über allen städtsichen Straßenzügen bis hin zum letzten Trampelpfad im Walde abwerfen.

Haben Sie das alles? Gut. Und wann erscheint ihre nächste Ausgabe? Nächsten Mittwoch?"

Und dann soll er noch gestöhnt haben: "Ach Hubertus! Nächsten Mittwoch stehen wir wieder groß in der Zeitung! Da muss es dann ja wieder aufwärts gehen."

 

15.59 Uhr EZB-Chef Draghi sieht in der tragischen Situation in Deutschland endlich wieder Chancen für echtes Wachstum. Unbestätigten Äußerungen aus seinem Umfeld zufolge soll er im kleinen Kreis geäußert haben: "Das ist ja fast so schön wie ein richtiger Krieg!" Später erwähnte er diese Wachstumshoffnung, allerdings ohne den Hinweis auf den Krieg, in einer Rede bei der Notenbankkonferenz. Die Fakten, welche die Inflation immer noch drückten, erklärte er weiters, seien nur temporär. Die Auguren erwarten nun eine baldige geldpolitische Kursänderung, was den Euro steigen und den DAX fallen ließ.
Von
Gerhard Wicklein-Kokelnuss war dazu zu hören, das wäre ja alles gut und schön, aber mit seinem deutschen Welt-Geisterfahrer-Tag habe er nie spekulative Absichten verfolgt, er verfüge auch über keinerlei Eurobestände oder Aktiendepots, wer nun einen Schuldigen suche, möge sich an andere wenden.
Hätte man sich mit seinen Gedanken langsam und bis zum vollen Verständnis angefreundet, sie allmählich und schrittweise eingeführt, stünde Deutschland heute nicht vor dem Abgrund, der Euro nicht bei exportgefährdenden 1,1276 Dollar und der DAX hätte heute vermutlich die 13.000er Marke knacken können.

"Mir geht es wie Einstein", meinte er abschließend, "wenn ich die Folgen geahnt hätte, wäre ich Uhrmacher geworden."

15.29 Uhr Uuuups! Wir haben uns das Video nun dreimal hintereinander angesehen. Irgendetwas stimmt da nicht. Der Mann, der da so stimmgewaltig tönt, sieht zwar aus wie der Bundespräsident, aber irgendwie klingt er nicht wie der Bundespräsident. Warten wir also auf heute Abend. Auf den richtigen Steinmeier.

15.09 Uhr Bundespräsident Steinmeier hat für heute Abend, 19.00 Uhr, eine Rede an die deutsche Bevölkerung angekündigt, die von allen deutschsprachigen Fernsehsendern übertragen werden soll. Uns wurde ein Ausschnitt dieser Rede, die selbstverständlich lange vor dem Sendetermin aufgezeichnet wurde, zugespielt. Hier

14.55 Uhr Ach du Schande! Nun ist auch noch der Strom weg. Ein Hochspannungsmast, der sich vermutlich vor Lachen gebogen hatte, hat 67.000 Haushalte in Rahnsdorf, Müggelheim, Friedrichshagen und Köpenick nun auch noch von der virtuellen Umwelt abgeschnitten. Kein Netz, und die Fischstäbchen in der Tiefkühltruhe beginnen zu schmelzen! Vattenfall hält es nicht für ausgeschlossen, dass der Stromausfall durch einen Geisterfahrer verursacht wurde und erwägt eine Schadensersatzklage gegen die Bundesregierung.

14.49 Uhr Spiegel und Focus vermelden zeit- und wortgleich als Eilmeldung, dass es aus bisher unerklärlichen Gründen auf allen landgebundenen Verkehrswegen der BRD zu kilometerlangen Massenkarambolagen gekommen sei. Nähere Informationen lägen noch nicht vor. Man möge am Ticker bleiben. (hähähä!)

14.35 Uhr Leider wurde unsere Verbindung zum Marktplatz in Bielefeld aufgrund der Überlastung aller Netze frühzeitig unterbrochen. Wir können jetzt noch nachtragen, dass Thomas Wicklein-Kokelnuss im Spalier seiner Anhänger den Marktplatz als freier Mann verlassen konnte. Danach folgte die Annahme der Satzung des neu gegründeten Vereins der Geblitzten und Bußgeldgeschädigten durch Akklamation. Weiters wurde beschlossen, den Verein noch vor der Bundestagswahl in eine Partei umzuwandeln und unter dem Kürzel "VDGuB" (Volk der Geblitzten und Bußgeldgeschädigten) zur Wahl anzutreten. Das Parteiprogramm, das zunächst nur die ersatzlose Abschaffung der StVO vorsieht, soll bis dahin um weitere wichtige Themen erweitert werden. Im Gespräch ist z.B. ein EU-Gesetz, das die Übertragung aller Champions-League-Spiele im Free-TV sicherstellen soll, sowie ein EU-Gesetz zur kostenfreien Beförderung im öffentlichen Nahverkehr und weitere Themen, die dem Volk so auf den Nägeln brennen.

13.52 Uhr Thomas Wicklein Kokelnuss redet sich auf dem Marktplatz zu Bielefeld in Rage und um Kopf und Kragen. Alle Video-Kameras im weiten Umkreis erfassen jede seiner mimischen Regungen, als er erklärt: "Wie kann man nur so überhastet, so kopflos, so stümperhaft eine ganze Gesellschaft innerhalb weniger Stunden ins Chaos stürzen? Es ist ja gut, wenn gute Ideen von der Politik aufgegriffen und verwirklicht werden, aber doch nicht ohne Sinn und Verstand. Damit ist der Gedanke des diskriminierungsfreien Geisterahrens auf Jahrzehnte diskriminiert. Das Lebenswerk meines Vaters wurde von von ignoranten Dilletanten mitwillig zerstört."
Wir bleiben dran.

13.49 Uhr Thomas Wicklein-Kokelnuss, der Sohn des Initiators des für den 7.7.17 anberaumten deutschen Welt-Geisterfahrer-Tages (wir berichteten um 5.45 Uhr) ist vor wenigen Minuten auf dem Marktplatz in Bielefeld eingetroffen. Er wirkt, wie die inzwischen 8 Millionen Vereinsgründer dort, einigermaßen erschöpft. Zunächst dankt er den Anwesenden für ihr Engagement. Nun neue Töne: Angela Merkel habe alles verbockt, sagt Thomas Wicklein-Kokelnuss. Wir sind gespannt auf die Begründung und bleiben dran.

13.34 Uhr EU verspricht Hilfe. Wie die Kommission in Windeseile ausgerechnet hat, wird Deutschland in den nächsten Jahren erhebliche Mittel zur Rettung der Mobilität benötigen, zumal die Teieversorgung der auf Just-in-time getrimmten, hochleistungsfähigen deutschen Automobilfabriken auf unabsehbare Zeit gestört ist. Da EU-eigene Mittel im erforderlichen Umfang nicht vorhanden sind, wurde kurzerhand Google zur Zahlung von 2,42 Milliarden Euro verdonnert. Dieses Geld soll über die deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zinsfrei als Darlehen jenen Unternehmen und Privatpersonen zur Verfügung gestellt werden, die bereit sind, dafür Fahrzeuge der Marken Peugeot, Renault und Fiat, ggfs. auch Ferrari, Alfa Romeo oder Lamborghini zu erwerben.

13.02 Uhr Von Korrespondenten aus China erfahren wir, dass die Shanghai Baosteel Group Corporation mit dem Verteidigungsministerium einen Vertrag über eine gesamtdeutsche Schrottentsorgung geschlossen hat. Zunächst werden zwei große Containerschiffe die ihre Ladung zur Zeit in Rotterdam löschen nach Hamburg umgeleitet um die Diesel und Benziner, die alleine zwischen Husum und St. Peter Ording die Verkehrswege blockieren zum Recycling nach China zu schaffen. Für den Abtransport haben die Chinesen 200 russische Hubschrauber vom Typ Mil Mi 26 angemietet. Vorgesehen ist, von nun an wöchentlich zwei bis drei Containerschiffe voller Schrott Richtung Richtung China in See stechen zu lassen. Das Ende der Aufräumungsarbeiten wird aber erst lange nach der Bundestagswahl erreicht sein.

12.52 Uhr Erste Reaktionen der Besucher unserer Seite treffen ein. Fritz L. meint "heute haben Sie sich selbst übertroffen!!", und Julie kann sich nicht entscheiden, in welcher Kategorie Sie das bei NNE einstellen soll. Ich plädiere für "Deutschland", sie wird es aber vermutlich doch eher unter Satire einstellen. Schade.

12.41 Uhr Verkehr ruht. Aus dem Lagezentrum in Bundeskanzleramt erfahren wir, dass der Straßenverkehr in Deutschland ruht. Nach Einschätzung des Bundesvorsitzenden der Grünen hat auf diese Weise die Aufhebung der Straßenverkehrsordnung einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Einhaltung der Klimaziele geleistet. Da die Ehe für alle diese Wirkung voraussichtlich nicht annähernd entfalten könne, werden die Grünen dafür plädieren, die noch ausstehende nachträgliche Legalisierung der freien Wahl der Fahrtrichtung und Fahrspur ggfs. gegenüber der Entscheidung für die Ehe für alle vorzuziehen.

11.31 Uhr Fake News! Entschuldigung!

Der Papst plant nichts dergleichen. Assad plant einen Giftgaseinsatz. Sollte das geschehen, werden die USA nicht zögern, in Bataillonsstärke (oder mehr) dort einzumarschieren.

11.30 Uhr Ganz anderes Thema:
Die CIA behauptet, der Papst plane, den Petersdom in ein Bordell umzuwandeln. Sollte das geschehen, werde die USA nicht zögern, in Bataillonsstärke dort einzumarschieren.

10.00 Uhr Die Mitarbeiter unserer Redaktion hält es nicht mehr an den Tastaturen. Alle wollen, wie damals, als die Mauer fiel, teilhaben am Freudentaumel des Freiverkehrs auf allen Straßen. Auch ich, als letzte Notbesetzung, stürze mich jetzt ins Getümmel. Wir melden uns wieder, sobald wir annehmen, dass überhaupt ein Deutscher wieder Lust und Zeit hat, im Internet zu lesen, was er draußen, in der Freiheit, live erleben kann. Bis bald!

09.05 Uhr Thomas de Maiziere tritt als Innenminister zurück und will sich ganz ins Privatleben zurückziehen. Aus seinem näheren Umfeld ist zu vernehmen, dass auch er einen Verein gründen will, der sich voll und ganz der Rehabilitierung von ehemaligen Politikern widmen will. Auch Politiker seien schließlich eine Minderheit, die unter dem besonderen Schutz des Grundgesetzes stehe. Dass Fehler von Politikern in unserer Gesellschaft besonders starker Kritik ausgesetzt seien, könne nicht länger toleriert werden. Fürs erste werde er unter dem Schutz von Bundespolizei und GSG 9 mit einer Reihe von gleichermaßen Betroffenen einige luxussanierte Häuser in der Hamburger Innenstadt besetzen, um danach ganze Viertel in No-Go-Areas umzuwandeln, wo politische Entscheidungen unter Ausschluss der ewig herumkrittelnden Öffentlichkeit beschlossen und durchgesetzt werden könnten. Erst wenn dafür in der Öffentlichkeit die notwendige Toleranz entstanden sei und man sich ernsthaft durch Anpassung um Integration bemühe, werde er als Bundeskanzler, wahlweise auch als Bundespräsident wieder zur Verfügung stehen.

08.30 Uhr Die Ereignisse überschlagen sich im Sekundentakt. Aus Bayern meldet sich Horst Seehofer persönlich in einem eilends angesetzten ARD-Brennpunkt. Er habe immer ein Ohr für die Bürger gehabt und werde auch diesmal dem Bürgerwillen zum Durchbruch verhelfen. Seit Punkt 08.00 Uhr habe daher die bayerische Staatsregierung sämtliche Autobahnabschnitte in Bayern für Geisterfahrer freigegeben. Die Beschilderungen an den Autobahnauffahrten werden von den Autobahnmeistereien unter begeisterter Mithilfe ehrenamtlicher Helfer entfernt, so dass kein potentieller Geisterfahrer mehr von überholten Beschilderungen irritiert werden kann. Die Maßnahme soll bis spätestens Mitternacht abgeschlossen sein, er selbst werde die Arbeiten in Kürze in Augenschein nehmen und den Beteiligten eine bayerische Brotzeit mit Leberkäs, Weißwürstl und reichlich Gerstensaft spendieren. "Wenn Sie mich fragen", schloß er seine Ankündigung ab, "ich habe mich noch nie so frei gefühlt wie heute."

08.00 Uhr In Bielefeld findet seit heute Morgen 03.00 Uhr die Gründungsversammlung des Vereins der Geblitzten und Bußgeldgeschädigten statt. Abstimmungen über die Satzung müssen alle halbe Stunde neu angesetzt werden, weil der Zustrom der Gründungsteilnehmer nicht aufhören will. Dem Vernehmen nach befinden sich bereits jetzt mehr als 6 Millionen potentielle Vereinsmitglieder auf dem Bielefelder Marktplatz und in den umliegenden Straßen. Neuankömmlinge berichten von erschöpfenden Fußmärschen, nachdem sie für ihre Autos nur noch rund 20 Kilometer vom Zentrum entfernt eine Parkmöglichkeit gefunden hatten. Einziges Ziel des Vereins in Gründung: Die freundliche Übernahme der Geisterfahrer in ihren Verein, mit dem Kampfruf: "Freie Bürger brauchen keine Ess Tee Vau Ohh!"

Die Bielefelder Stadtverwaltung und die Landesregierung sehen sich vorläufig außerstande, die Zustände in der Stadt wieder zu normalisieren. Man wartet ab und hofft darauf, dass endlich ein Machtwort der Kanzlerin ertönt mit dem sie auf die Forderungen der diskriminierten Minderheiten eingeht.

07.48 Uhr Aus dem Hauptquartier der Islam- und EU-kritischen Partei AfD waren auf erste Anfragen unserer Reporter hin nur ausweichende Antworten zu erhalten. Man könne den Geisterfahrern, in ihrer Eigenschaft als Menschen, zwar keinen Vorwurf machen. Es sei jedoch fraglich, ob sich Lindners Vorstellung, deutsche Straßen in einen bundesweiten Auto-Scooter zu verwandeln, kurzfristig umsetzen ließe. Der dafür benötigte Strom und die Infrastruktur für die Stromzuführung erforderten einen Kraftakt, den alleine die AfD in Regierungsverantwortung zu stemmen vermöchte. Solange die Umfragen dies jedoch nicht in Aussicht stellen, sei man als kluge Opposition strikt dagegen. Auf den Wahlplakaten will man daher auch die Losung "Deutsche bleiben auf der rechten Spur!" verbreiten und erhofft sich davon Stimmen vor allem von der schweigenden Mehrheit, die traditionell am Bewährten festhalten will. Ob das Rechtsfahrgebot allerdings als bewährter eingeschätzt wird als Angela Merkel wird sich erst am Wahltag herausstellen.

07.25 Uhr BILD Online erklärt in Riesenlettern: "Kein Fahrer ist illegal!", und gibt im Innenteil ausführliche Erklärungen zum Entstehen der Geisterfahrerbewegung und ihrer Ziele ab. In der Kommentarspalte lässt Julian Reichelt die BILD-Gemeinde wissen: "Statt noch länger dem Vorurteil, Geisterfahrer seien gefährlich, anzuhängen, müssen wir uns klar machen, dass es zwar gelegentlich bedauerliche Einzelfälle von Zusammenstößen mit Geisterfahrern gibt, und dass wir selbstverständlich Mitgefühl für die Opfer aufbringen müssen, doch sollten wir auch bedenken, dass zu einem Zusammenstoß immer zwei gehören, und dass mit ein wenig mehr Toleranz und vorausschauender Fahrweise so mancher unschuldige Geisterfahrer noch leben könnte. Außerdem erhöhen Geisterfahrer die Aufmerksamkeit, halten wach und tragen so in erheblichem Maße dazu bei, Unfälle zu vermeiden. Reichelt schließt mit den Worten: "So lasst uns denn die Geisterfahrer endlich auch als Bereicherung anerkennen! BILD hat eine Spendenhotline eingerichtet, aus deren Erlös möglichst allen Geisterfahrern ein umweltfreundliches Elektromobil aus deutscher Fertigung zur Verfügung gestellt werden soll, womit dann auch der letzte mögliche Kritikpunkt an der Geisterfahrerei ausgeräumt sein wird!"

07.00 Uhr Papst Franziskus erklärte über Radio Vatikan, er sei glücklich über diese Entwicklung in Deutschland. Wir alle sind Kinder Gottes. Niemand soll sich zum Richter seines Bruders aufschwingen, schon gar nicht, wenn es nur um die Frage geht, wer wann wie und wie in schnell auf welcher Straße in welche Richtung fährt. Nur Kleingeister können sich über solche Petitessen erregen, doch der Herr wird auch ihnen vergeben.

06.33 Uhr Christian Lindner veröffentlicht auf FDP.de ein youtube Video. Vor dem Hintergrund eines ausverkauften Auto Scooters erklärt der Parteivorsitzende höchstselbst, dass sich der liberale Geist nirgends schöner demonstrieren lässt, als hier auf der Münchner Wiesn. Es gibt keinen Unterschied zwischen Autofahrern und Geisterfahrern, und es gibt keinen Unterschied zwischen stark und minder alkoholisierten Fahrern. Dies alles sind Relikte aus obrigkeitshörigen Zeiten, die mit der FDP ein für alle mal getilgt würden. Am Schluss hält er ein Plakat hoch mit der Aufschrift "Ein Herz für Geisterfahrer!"

06.30 Uhr Aus München meldet sich der CSU Generalsekretär Andreas Scheuer zu Wort. Er habe in der Nacht lange mit Verkehrsminister Dobrindt telefoniert. Man sei sich darüber einig, dass wertkonservatives Gedankengut und Geisterfahrer unvereinbare Gegensätze darstellen. Sollten Bundeskanzleramt und Innenministerium aus rein wahltaktischen Gründen den Geisterfahrern die deutschen Autobahnen überlassen, werde Bayern im Alleingang sämtliche Grenzübergänge schließen, vorausgesetzt, der MP stimmt dem zu.

06.10 Uhr Eine erste Stellungnahme der SPD gab Ralph Stegner per Twitter ab: "Führerschein für alle. SPD-Forderung seit 1871. #Geisterfahrer sind SPD-Wähler - vice versa!" Das kann nur so verstanden werden, dass sich auch bei den Genossen ein lange aufgestauter Zorn nun Bahn bricht.

06.05 Uhr Im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF erklärte Regierungssprecher Seibert, die Kanzlerin sei seit Monaten über die Vorgänge informiert und werde sich zu gegebener Zeit eine Meinung dazu bilden. Es könne aber schon jetzt davon ausgegangen werden, dass sich, auch im Vorfeld der Bundestagswahlen, der allgemeine Trend zu mehr Toleranz nicht umkehren lasse. Möglichen Stimmengewinnen der Parteien aus dem rechten Lager sehe man mit Gelassenheit entgegen. "In einer Zeit, in der selbst die Ehe für alle unter allen Demokraten konsesfähig geworden ist, wird diese Regierung nicht ausgerechnet gegenüber der Minderheit der Geisterfahrer in alte, reflexhafte Verhaltensweisen zurückfallen."

05.45 Uhr "Ab heute wird zurückgefahren", erklärte der Vorsitzende des Deutschen Komittees "Freie Fahrt für alle", Gerhard Wicklein-Kokelnuss, gestern Abend in einem Interview mit dem Monatsmagazin "Freie Bahn". Die Geisterfahrer wollten sich nicht länger als diskriminierte Minderheit an den Rand der Gesellschaft gestellt sehen, in anderen Ländern, wie z.B. Großbritannien, Australien und Südafrika, aber auch in Teilen Süditaliens seien Geisterfahrer längst anerkannte Teile der Gesellschaft, denen man mit Toleranz und Achtsamkeit begegne. "Nur hier in Deutschland", fuhr er fort, "werden Geisterfahrer diskriminiert, ja sogar die öffentlich rechtlichen Sender machen in ihren Verkehrs-Service-Sendungen regelrecht Jagd auf Geisterfahrer, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, ganz abgesehen davon, dass dieses Verhalten krass gegen den Rundfunkstaatsvertrag verstößt". Der Plan für die beabsichtigten Großveranstaltungen werde heute, gegen 10.00 im Rahmen einer Pressekonferenz im Hotel Adlon in Berlin vorgestellt.

 


 

Nebenbei bemerkt:

So lange wir uns mit "Kindereien" wie dem Binnen-I beschäftigen lassen, solange wir von stärker Pigmentierten zu sprechen haben, wenn wir Neger meinen, und uns in kraftraubende Diskussionen darüber verstricken lasen, ob es zwischen "wertkonservativ" und "rechtsradikal" nicht vielleicht doch einen Unterschied gibt, werden wir Schwierigkeiten haben, uns mit den wirklich substantiellen Entwicklungen und Problemen auseinander zu setzen.

Haben Sie auch immer öfter den Eindruck, dass das Irrationale im Kampf gegen die Vernunft den Sieg davonträgt? Fürchten Sie, dass über 200 Lehrstühle für "Genderwissenschaften" an deutschen Universitäten im Grunde nur Schwachsinn produzieren können? Brauchen Sie den Beweis dafür, dass nicht Sie spinnen, sondern die anderen? Hier könnten Sie die Lösung finden.

 


 

 

Schaukeln, nicht Verschaukeln lassen!

 

Es geht immer nur ums Geld.

Geld ist ein sonderbares Ding.

Wer das Geld versteht, versteht die Wirtschaft, den Wachstumszwang und die Entstehung des Wohlstands der Reichen.

 

2005 erschien die Erstausgabe des dritten Bandes meiner wahnwitzigen Wirtschaftslehre mit dem Untertitel

"Über das Geld"

2007 wurde er Teil der überarbeiteten Gesamtausgabe und wird bis heute nachgefragt und gelesen.

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Samirah Kenawi

hat mit "Falschgeld - Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit" ein weiteres Standardwerk über das Geld im EWK-Verlag veröffentlicht, das aufgrund des nicht nachlassenden Interesses ebenfalls immer wieder nachgedruckt wird.

 

mehr

 

 Thomas Koudela

beschäftigt sich in seinem Werk "Entwicklungsprojekt Ökonomie" mit der Frage, wie eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus gestaltet werden könnte und trifft auch dabei wesentliche Aussagen zum Geld und über seine Wirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

mehr

 

 Stefan Mekiffer

hat im Hansa Verlag seine Überlegungen darüber veröffentlicht, "Warum eigentlich genug Geld für alle da ist".

Wir haben einige Exemplare davon für Sie auf Lager gelegt.

 

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Manfred Gotthalmseder

hat sich, wie vorher schon Koudela, der Frage des Geldsystems im Postkapitalismus gewidmet und die Möglichkeiten zu seiner Gestaltung um ein interessantes neues Konzept erweitert.

 

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Es geht auch anders.

Ein Buch, das sich der Frage annimmt, in welcher Welt wir eigentlich leben - und warum.

 

Aus dem Blickwinkel einer Frau, die ihre komfortable österreichische Heimat verlassen hat, um im Norden Kenias auf eigene Faust Entwicklungshilfe zu leisten, wird zumindest klar, dass wir nicht in einer, sondern in zwei Welten leben, was in Nyagas Geschichten bisweilen zu bizarren Überraschungen führt.

 

 

Heide S. Nyaga, Wann denn, wenn nicht jetzt?

 

(Würde ich auch empfehlen, wenn es woanders erschienen wäre.)

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Der Weg zum Wohlfühlgewicht
beginnt auf der Waage.

 

Hier
könnten Sie ihn fortsetzen.


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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

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