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Sind Sie auch schon ein bisschen urlaubsreif?


26. Juni 2017

09.30 Uhr Die Großfamilien

Kaum ein Tag vergeht noch, an dem wir nicht mit der Nase darauf gestoßen werden, dass in Deutschland wieder, wie zu Kaisers Zeiten, die Großfamilie zur Normalität wird. So scharen sich um Patriarch und Patriarchin die Schwägerinnen und Schwager, die Brüder und Schwestern, die Kinder und Enkel, Cousins und Cousinen, ja es bilden sich Sippen mit lange nicht mehr gekanntem, festem sozialen Zusammenhalt, die sich zudem zu kleinteiligen regionalen Wirtschaftsgemeinschaften zusammenschließen, deren Erträge in einer Art Schneeballsystem beim jeweiligen Clanchef zusammenfließen.

Davon würden wir aber nichts erfahren, hätten diese Großfamilien nicht die fatale Neigung, sich permanent gegenseitig in Massenschlägereien zu verwickeln. Das war zu Kaisers Zeiten anders. Allerdings sind die Angehörigen dieser Großfamilien immerhin so anständig, dass sie auf das teure Eingreifen der Polizei gerne verzichten, so dass die Ordnungshüter sich um alles kümmern können, was wichtiger ist, wie z.B. den G20 Gipfel zu bewachen.

Dumm läuft es allerdings, wenn die Polizei nicht vorhersieht, dass ein Streit in Kürze mittels einer Massenschlägerei geschlichtet werden soll, und kommt, um das ursächliche Verkehrsdelikt nach alter deutscher Sitte polizeilich aufzunehmen.

Das ist zum Beispiel gestern Abend wieder so geschehen. Es war in Duisburg. Nur in Duisburg, nur in der Reinerstraße, nicht in Marxloh, das ist so ein Wort, das in der Berichterstattung nicht mehr vorkommt, seit die Saga umgeht, es handle sich dort um eine so genannte No Go Area, fest im Griff von Familienclans mit Migrationshintergrund. Also ist die Reinerstraße eine Straße in Deutschland, wie jede andere Straße in Deutschland, und das, was da geschehen ist, hat auch mit dem Duisburger Stadtteil, den wir ja keinesfalls diskriminieren wollen, überhaupt nichts zu tun.

Dort, in der dieser Straße in Deutschland, wollte gestern Abend eine Polizeistreife (2 Personen, 2 Handfeuerwaffen, 1 Auto, 1 Martinshorn, 1 Blaulicht, 1 Sprechfunk, 2 private Handys) die Personalien eines 37-jährigen Duisburgers aufnehmen. Der Duisburger leistete jedoch Widerstand und wurde deshalb in Gewahrsam genommen. "Gewahrsam" ist normalerweise der Zustand, von dem frühestens gesprochen werden kann, wenn ein Verdächtiger im Polizeirevier abgeliefert worden ist. Hier allerdings muss sich der Gewahrsam etwas anders dargestellt haben.

Kaum befand sich der 37-jährige Duisburger in Gewahrsam, rückten zwei Kompanien der Angehörigen der orstansässigen Großfamilien, vermutlich ebenfalls lauter Duisburger, an, um den drohenden Gewahrsam des Familienmitglieds zu verhindern. Die StreifenpolizistInnen konnten ihre Stellung nur mithilfe von Pfefferspray so lange halten, bis die dringend angeforderte Verstärkung eintraf, der es gelang, die 250 errregten Duisburger soweit zu verscheuchen, dass am Ende nur die beiden bis zuletzt Übriggebliebenen wegen Landfriedensbruch, Widerstand gegen die Staatsgewalt und versuchter Gefangenenbefreiung - quasi als 1-prozentige Stichprobe - festgenommen wurden. Ihnen droht nun die baldige Einstellung des Ermittlungsverfahrens, weil ihnen vermutlich die Beteiligung an den ihnen vorgehaltenen Straftaten nicht nachgewiesen werden kann.

Es muss irgendwie mit dem Klimawandel zu tun haben, dass die Familien wieder so groß und zudem so reizbar werden. Die Gewitter werden ja auch im größer und gefährlicher.

Vor Gewitter und Unwetter, Sturm und Hagel warnt der Deutsche Wetterdienst und die Tagesschau wird nicht müde, diese Warnungen zu verbreiten.

Ich finde das ungerecht.

So ein richtig heftiges Sommergewitter ist nach brütend heißen Tagen doch auch immer wieder eine Bereicherung, es bringt Abwechslung in die langweilige Routine, verhilft Feuerwehren und Rettungsdiensten dazu, ihre Einsatzbereitschaft zu demonstrieren, und wer nicht selbst betroffen ist, kann sich unter die Schar der freiwilligen Helfer mischen oder ein paar Euro auf ein Spendenkonto überweisen.

Wir sollten den Duisburgern - und allen anderen Großfamilien -die sich immer wieder spontan ihre rituellen Schlägereien liefern, dieses Verhalten in stiller Dankbarkeit nachsehen.

Ja, da geht hin und wieder mal ein Auto kaputt, aber das ist doch aufregender, als immer nur nach Berlin zu schauen. So richtigen Zoff, wie zu Wehners und Strauß' Zeiten, bietet doch der Reichstag längst nicht mehr. Die dort versammelten Großfamilien sind sich einig, und selbst die Schüler auf Berlinreise, die es sich für ein Stündchen auf der Besuchertribüne gemütlich machen, haben oft Schwierigkeiten, die Augen sechzig Minuten lang offen zu halten.

Da wäre ein Schulausflug nach Düsseldorf Marxloh zum Beispiel sehr viel spannender und würde sehr viel mehr praktische Kenntnisse über die deutsche Politik vermitteln als die Anwesenheit bei der Verlesung altbekannter ideologischer Standpunkte, was sich ja meist sogar um die 90 Prozent der Abgeordneten gar nicht erst antun und der Plenarsitzung fernbleiben.

Ob sich allerdings ein Lehrer finden würde, der bei einem derartigen Schulausflug die Verantwortung dafür übernehmen würde, dass auch alle seine ihm Anvertrauten wieder mit heiler Haut und in voller geistiger Gesundheit zurückkehren, wage ich zu bezweifeln.

Ob sich andererseits eine Reisegruppe von Abgeordneten fände, die sich mit den Umständen vor Ort vertraut machen will und (bei den Clanoberhäuptern???, oder gleich bei Erdogan???) den Antrag stellen würde, sich mit deutschen Polizisten auf offener Straße in Marxloh zu treffen, so wie man sich mit deutschen Soldaten in Incirlik treffen will, wage ich auch zu bezweifeln. Wenn, dann nur in der geschlossenen, gepanzerten Limousine, mit 50 Motorradpolizisten davor und 50 dahinter und einem Wasserwerfer im Schlepptau.


Nebenbei bemerkt:

So lange wir uns mit "Kindereien" wie dem Binnen-I beschäftigen lassen, solange wir von stärker Pigmentierten zu sprechen haben, wenn wir Neger meinen, und uns in kraftraubende Diskussionen darüber verstricken lasen, ob es zwischen "wertkonservativ" und "rechtsradikal" nicht vielleicht doch einen Unterschied gibt, werden wir Schwierigkeiten haben, uns mit den wirklich substantiellen Entwicklungen und Problemen auseinander zu setzen.

Haben Sie auch immer öfter den Eindruck, dass das Irrationale im Kampf gegen die Vernunft den Sieg davonträgt? Fürchten Sie, dass über 200 Lehrstühle für "Genderwissenschaften" an deutschen Universitäten im Grunde nur Schwachsinn produzieren können? Brauchen Sie den Beweis dafür, dass nicht Sie spinnen, sondern die anderen? Hier könnten Sie die Lösung finden.


 

Schaukeln, nicht Verschaukeln lassen!

 

Es geht immer nur ums Geld.

Geld ist ein sonderbares Ding.

Wer das Geld versteht, versteht die Wirtschaft, den Wachstumszwang und die Entstehung des Wohlstands der Reichen.

 

2005 erschien die Erstausgabe des dritten Bandes meiner wahnwitzigen Wirtschaftslehre mit dem Untertitel

"Über das Geld"

2007 wurde er Teil der überarbeiteten Gesamtausgabe und wird bis heute nachgefragt und gelesen.

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Samirah Kenawi

hat mit "Falschgeld - Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit" ein weiteres Standardwerk über das Geld im EWK-Verlag veröffentlicht, das aufgrund des nicht nachlassenden Interesses ebenfalls immer wieder nachgedruckt wird.

 

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 Thomas Koudela

beschäftigt sich in seinem Werk "Entwicklungsprojekt Ökonomie" mit der Frage, wie eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus gestaltet werden könnte und trifft auch dabei wesentliche Aussagen zum Geld und über seine Wirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

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 Stefan Mekiffer

hat im Hansa Verlag seine Überlegungen darüber veröffentlicht, "Warum eigentlich genug Geld für alle da ist".

Wir haben einige Exemplare davon für Sie auf Lager gelegt.

 

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Manfred Gotthalmseder

hat sich, wie vorher schon Koudela, der Frage des Geldsystems im Postkapitalismus gewidmet und die Möglichkeiten zu seiner Gestaltung um ein interessantes neues Konzept erweitert.

 

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Es geht auch anders.

Ein Buch, das sich der Frage annimmt, in welcher Welt wir eigentlich leben - und warum.

 

Aus dem Blickwinkel einer Frau, die ihre komfortable österreichische Heimat verlassen hat, um im Norden Kenias auf eigene Faust Entwicklungshilfe zu leisten, wird zumindest klar, dass wir nicht in einer, sondern in zwei Welten leben, was in Nyagas Geschichten bisweilen zu bizarren Überraschungen führt.

 

 

Heide S. Nyaga, Wann denn, wenn nicht jetzt?

 

(Würde ich auch empfehlen, wenn es woanders erschienen wäre.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der Weg zum Wohlfühlgewicht
beginnt auf der Waage.

 

Hier
könnten Sie ihn fortsetzen.


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Sprachverwirrung
Babel, babbel, brabbel

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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

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