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26. Mai 2017

11.00 Uhr Christen sind kein Feigenblatt

Der Kirchentag, mit Vorzeige-Christen wie Angela Merkel und Barack Obama bestens bestückt, um Friedensnobelpreis, Drohnenmorde und das Wechselbad aus Willkommens- und Abschiebekultur unter einen christlichen Hut zu bringen, brauchte natürlich auch seinen christlichen Eklat.

Der wurde in Gestalt der AfD-Politikerin Anette Schultner aufs Podium gehievt und sodann zelebriert.

Spiegel Online titelte dazu folgerichtig: "Die AfD missbraucht Christen als Feigenblatt".

Frau Schultner sollte die Gemeinde der Lösung der Frage näherbringen, ob ein Christ überhaupt in der AfD sein darf, oder nicht.

Betrachtet man auch nur für kurze fünf Minuten die Heilsgeschichte des Christentums seit seiner offiziellen Gründung, dann stellt man fest, dass Christen, die der AfD angehören, im Vergleich zu vielen anderen großen christlichen Lichtgestalten in Bezug auf Intoleranz, Rechthaberei und die Ausrottung von Ketzern und Ungläubigen wahre Waisenknaben sind.

Mag sein, dass auch sie noch zu großer Form auflaufen könnten, doch so wenig Obama sich im Nachhinein des Friedensnobelpreises als würdig erwiesen hat, so wenig muss die AfD zwangsläufig in die Fußstapfen der Inquisition und der christlichen Conquistadores steigen.

Es sind Christen, die Foltergefängnisse eingerichtet haben, es sind Christen, die sich der Mithilfe von Terroristen versichern, um ganze Staaten zu destabilisieren, es sind Christen, die sich der marktkonformen Demokratie verschrieben haben, es sind Christen, die mit nordafrikanischen Potentaten Abkommen zur Zurückhaltung von Flüchtlingen schließen. Die ganze westliche Welt wird angeführt von Figuren, die deutlich machen, dass die Perversion christlicher Werte anscheinend keine Obergrenze kennt - und dann wird auf dem Kirchentag statt Vergebung und Nächstenliebe das Ritual der ausgrenzenden moralischen Überlegenheit aufgeführt. (Und es ist egal, ob der Kirchentag nun evangelisch oder katholisch heißt;die Unterschiede sind marginal und zeigen lediglich auf, dass der Versuch, sich zu unterscheiden, abzugrenzen, besser zu sein als die anderen, von einem stärkeren Willen getrieben wird als der Versuch, sich zu verständigen und eine gemeinsame Auslegung der biblischen Überlieferung anzustreben).

Es mag sein, dass es in der AfD einige Geister gibt, denen das, was Frau Schultner auf dem Kirchentag sagte, nicht weit genug ging. Es mag sein, dass es in der AfD Geister gibt, die von ihr lieber gehört hätten, was fast gleichzeitig Angela Merkel auf dem Deutschlandtag der Jungen Union sagte, dass die Flüchtlinge nämlich eine enorme Belastung darstellten und dass diejenigen, die kein Bleiberecht haben, schneller und vor allem in größeren Zahlen zurückgeführt (=abgeschoben) werden müssten.

Das hat Frau Schultner sehr viel zurückhaltender ausgedrückt. Sie erklärte, dass jeder Mensch die gleiche Würde habe, aber nicht das Recht, in ein fremdes Land zu gehen und dort die gleichen Rechte einzuklagen.

Was Frau Schultner sagte, steht in Übereinstimmung mit (gebrochenem) deutschem Recht.

Deutschland ist dem Vernehmen nach eine Demokratie. In der Demokratie können Gesetz und Recht durch Mehrheitsbeschlüsse geändert werden. In Deutschland herrscht dem Vernehmen nach Gewaltenteilung, das heißt, weder Legislative noch Judikative oder Exekutive können selbstherrlich zugleich Recht setzen, es umsetzen und Rechtsbruch billigen.

In Anbetracht der Tatsache, dass der Rechtsbruch von Merkel ausging, dass sie sogar Gelegenheit gehabt hätte, sich ihr humanitäres Handeln vom Bundestag im Rahmen einer Sondersitzung absegnen zu lassen, dass sie jedoch selbstherrlich jene Entscheidung getroffen hat, der wir eine neuerliche Spaltung der deutschen Gesellschaft zu verdanken haben, sollte man durchaus die Frage aufwerfen, ob die CDU-Chefin nicht sehr viel mehr das "C" im Parteinamen und die Kirchentagschristen als "Feigenblatt" benutzt, um ihre Schande zu verdecken, als die AfD.

Die AfD hat von Anfang an ihre Auffassung zur Zuwanderung klar und eindeutig geäußert. Da braucht es kein Feigenblatt. Asylrecht: Ja. Unkontrollierte Zuwanderung: Nein!

Nun heißt es bei SPIEGEL ONLINE, ihre Gesprächpartner in der Diskussionsrunde seien allzu kultiviert und wohlerzogen mit Frau Schultner umgegangen. Welch eine perverse Einschätzung!

Wenn Christen sich in der Tugend des Anstands und der Höflichkeit üben, was noch längst keine einzig christlichen Tugenden sind, dann sei das falsch gewesen? Sie hätten das Gespräch zum Streit verkommen lassen sollen, unkultiviert und dreist ungezogen mit ihr umgehen sollen?

Da fällt mir nur noch die Sache mit dem Balken im eigenen Auge ein...

 

Die Lucke-Henkel-AfD wäre nie zu einer Gauland-Höcke-AfD geworden, hätte Angela Merkel nicht die Steilvorlage geliefert. Eine Steilvorlage, die - auch das muss gesagt werden - von den Genossen der SPD und den Grünen in einem unerträglichen Maße bejubelt wurde, weil sich daran so schön das Feuerchen des Kampfes gegen Rechts neu entzünden ließ. Hier wurde Gutmenschentum für parteitaktische Zwecke missbraucht!

Dass die große Vorsitzende schon lange mit voller Kraft zurückrudert, wird kaum thematisiert, dabei tut sie genau das, was sie von Anfang an hätte tun sollen, genau das, was PEGIDA und AfD von Anfang an gefordert haben. Einen Teil des materiellen Schadens wird sie dadurch wohl auch wieder gutmachen können, doch der Keil, der damit die Spaltung in den Köpfen hervorgerufen hat, der bleibt. Der bleibt noch lange.

Und wenn die Wähler im September klug genug sind, selbstherrliche Alleingänge der Regierung unterbinden zu wollen, dann wählen sie eine starke Opposition ins Parlament.

 

 

 

Geld ist ein sonderbares Ding.

Wer das Geld versteht, versteht die Wirtschaft, den Wachstumszwang und die Entstehung des Wohlstands der Reichen.

 

2005 erschien die Erstausgabe des dritten Bandes meiner wahnwitzigen Wirtschaftslehre mit dem Untertitel

"Über das Geld"

2007 wurde er Teil der überarbeiteten Gesamtausgabe und wird bis heute nachgefragt und gelesen.

mehr

 

Samirah Kenawi

hat mit "Falschgeld - Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit" ein weiteres Standardwerk über das Geld im EWK-Verlag veröffentlicht, das aufgrund des nicht nachlassenden Interesses ebenfalls immer wieder nachgedruckt wird.

 

mehr

 

 Thomas Koudela

beschäftigt sich in seinem Werk "Entwicklungsprojekt Ökonomie" mit der Frage, wie eine Marktwirtschaft ohne Kapitalismus gestaltet werden könnte und trifft auch dabei wesentliche Aussagen zum Geld und über seine Wirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

mehr

 

 Stefan Mekiffer

hat im Hansa Verlag seine Überlegungen darüber veröffentlicht, "Warum eigentlich genug Geld für alle da ist".

Wir haben einige Exemplare davon für Sie auf Lager gelegt.

 

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Manfred Gotthalmseder

hat sich, wie vorher schon Koudela, der Frage des Geldsystems im Postkapitalismus gewidmet und die Möglichkeiten zu seiner Gestaltung um ein interessantes neues Konzept erweitert.

 

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 Betriebswirtschaftslehre, für alle, die es noch mal wissen wollen,
weil die Theorie zu theoretisch war und die Praxis zu praktisch ist.
Fabian Dittrich bei EWK

 

 

Schaukeln, nicht Verschaukeln lassen!

 

Es geht auch anders.

Ein Buch, das sich der Frage annimmt, in welcher Welt wir eigentlich leben - und warum.

 

Aus dem Blickwinkel einer Frau, die ihre komfortable österreichische Heimat verlassen hat, um im Norden Kenias auf eigene Faust Entwicklungshilfe zu leisten, wird zumindest klar, dass wir nicht in einer, sondern in zwei Welten leben, was in Nyagas Geschichten bisweilen zu bizarren Überraschungen führt.

 

 

Heide S. Nyaga, Wann denn, wenn nicht jetzt?

 

(Würde ich auch empfehlen, wenn es woanders erschienen wäre.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

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