hierverbirgtsicheingeheimnis


7. März 2017

09.00 Uhr Aus meinem Nähkästchen

Die Welt ist arm an guten Nachrichten. Ich habe eine:

Im Bücherspendenfonds befinden sich aktuell 423,70 Euro.

Nicht jeder, der gerne ein bestimmtes Buch besitzen würde, kann sich dieses Buch auch leisten. Das ist kein guter Zustand.

Sollten auch Sie derartig finanziell in der Klemme stecken, dann freue ich mich, Ihnen mitteilen zu können:

Ihr Buch wurde von Menschen, die helfen wollen, bereits im Voraus bezahlt.

Das Geld, eben diese 423 Euro, stecken im Bücherspendenfonds. Es steht für Ihren Buchwunsch über einen Titel aus dem Programm des EWK-Verlags bereit.

Schreiben Sie mir einfach eine Mail - erzählen Sie ein bisschen über sich, und vergessen Sie nicht, neben dem gewünschten Titel auch Ihre Postanschrift anzugeben.


Geld und Arbeitsplatzvernichtung

Wenn ich an den Anfang meiner Bloggerei zurückdenke, dann waren es zwei große Themenfelder, die mir zu zahlreichen Besuchern verholfen haben. Es war die über viele Jahre geführte Statistik der Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland, und es waren meine Überlegungen zu unserem Wirtschaftssystem, vor allem zu unserem Geld.

Die Arbeitsplatzvernichtungsstatistik habe ich schweren Herzens eingestellt, weil der Zeitaufwand dafür sehr hoch war - und der eigentliche Anlass, nämlich das Versprechen, die Arbeitslosenzahlen innerhalb von zwei Jahren zu halbieren, darüber längst in der Allgemeinheit in Vergessenheit geraten war.

Das Thema Geld ist mir erhalten geblieben - und heute, fast 15 Jahre nach dem Erscheinen der ersten Ausgabe von "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre - Band III, Über das Geld", ist vieles von dem, was ich damals herausgefunden und veröffentlicht habe, in interessierten Kreisen längst zum Allgemeinwissen geworden. Vor allem die Tatsache, dass die Banken Geld aus dem Nichts schaffen, wird kaum noch ernsthaft bezweifelt, was ein Erfolg ist, an dem ich zumindest mitgearbeitet habe.

Auf dieser Basis habe ich mehreren Autoren die Gelegenheit gegeben, ihre Analysen und Vorschläge zur Verbesserung des Geldsystems im EWK-Verlag zu veröffentlichen.

Da war "Unter Bankstern", von Artur P. Schmidt, das leider nicht mehr lieferbar ist, da war auch das "Entwicklungsprojekt Ökonomie" von Thomas Koudela, wovon ich noch ganz wenige Exemplare auf Lager habe, und Freimut Kahrs streifte mit "Lebenslüge Freiheit" die Thematik recht intensiv. Auch sein Buch ist leider nicht mehr lieferbar.

Dann kam Samirah Kenawi mit ihrem "Falschgeld", das ich im letzten Jahr schon zum zweiten Mal aus dem Programm genommen habe - mit dem Erfolg, dass es ab dem 20. März wieder in einer kleinen Druckauflage zur Verfügung stehen wird. Sie können es, wenn Sie nicht so lange warten wollen, aber schon jetzt wieder bestellen.

Stefan Mekiffer, mit dem ich eine zeitlang einen regen Mailwechsel zu Geldfragen hatte, hat dann im Hanser Verlag sein Buch "Warum eigentlich genug Geld für alle das ist" herausgebracht - und ich habe für den EWK-Online-Shop einige Exemplare davon auf Lager genommen. Einige wenige sind bei mir noch zu haben.

Ende letzten Jahres ist im EWK-Verlag ein eher schmales Bändchen erschienen. "Postkapitalismus.org" von Manfred Gotthalmseder eröffnet einen neuen Blick auf die Möglichkeiten, ein Geldsystem "mit innerem Wert" zu installieren. Für alle am Geldsystem Interessierten ist das sicherlich mehr wert als der kleine Preis von 7,95 Euro.

Alle Bücher aus dem Bereich "Wirtschaft - Geld - Finanzen" finden Sie hier.


Traurige Momente im Leben des Verlegers

Davon gibt es zwei, die immer wiederkehren. Einer davon kommt täglich wieder, wenn ich nämlich im Lagerbestand vor einer recht große Zahl schwer verkäuflicher Bücher stehe und keine Antwort darauf finde, warum das wohl so ist.

Der andere Moment tritt ein, wenn das Gegenteil eintritt, wenn nämlich von einem Titel das letzte Exemplar verkauft worden ist, und ich schweren Herzens entscheide, keinen Nachdruck mehr aufzulegen - und ganz extrem wird es dann, wenn der Lagerbestand auf Null ist, kein Nachdruck veranlasst, und ein Kunde fragt nach, ob es nicht doch noch möglich sei, ein Exemplar irgendwo in einer finsteren Ecke aufzutreiben.

Nun, so finstere Ecken gibt es nicht, doch die Möglichkeit, auch von einem vergriffenen Titel (so lange die Rechte noch beim Verlag liegen) einen Nachdruck in ganz geringer Stückzahl, im Zweifelsfall von nur einem einzigen Exemplar aufzulegen, besteht. Falls Ihnen also der Sinn danach stehen sollte, z.B. "Das Euro-Schlachtfest" oder "Wo bleibt die Revolution" unbedingt noch als druckfrisches Exemplar in Händen halten zu wollen, schreiben Sie mir eine kurze Mail. Wenn die Möglichkeit besteht, lässt sich Ihr Wunsch (mit einem kleinen Aufpreis) realisieren.

Nun verrate ich Ihnen auch noch, welche Titel mir besonders schwer im Lager liegen:

Vermutlich wussten Sie noch gar nicht, dass es diese Bücher überhaupt gibt?
;-))

Noch vor der Stuttgart 21 Saga "Dr. Feist im Fegefeuer" erschien von Manfred J. Schmitz sein in Teilen autobiografischer Südwest-Krimi "Wer weiß schon, wie tief der Fluss unter der Brücke ist?"

Jenna Weigels Fantasy-Kinderroman "Der Auftrag des Traumwandlers" ist nicht nur schön illustriert, sondern auch packend geschrieben, dennoch fehlt er in fast jedem deutschen Kinderzimmer.

"Brieffreundschaft mit einem Abzocker" ist die in Romanform gegossene Auseinandersetzung mit den Fallenstellern im Internet. Der Autor veröffentlichte unter dem Pseudonym Andreas Sterntal. Eine geplante Fernsehsendung mit ihm, an einem sehr prominenten Sendeplatz ist leider geplatzt - und damit auch mein Traum vom großen Umsatz. Obwohl das Buch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat und sich die "Maschen" inzwischen etwas verändert haben, ist gerade die Auseinandersetzung mit den mafiösen Strukturen im "Nutzlosgewerbe" und mit der Psychologie der Täter zeitlos interessant.

"44 Tage mit Paul" gehört eher zu den etwas kuriosen Büchern. Hier wird eine kurze, aber intensive Beziehung zwischen einem schwer religiös geprägten Mann und einer lebensfrohen jungen Frau, die mit Religion gar nichts am Hut hat, durch alle denkbaren Höhen und Tiefen erzählt, was bei allem ungetrübten Vergnügen an der Story doch auch zum Nachdenken darüber anregt, was Religion mit den Menschen anstellt - und wie Menschen so ganz ohne Religion dennoch davon angezogen werden. Finales Scheitern inklusive.

Nach den Inselkrimis "Das Geheimnis des Billriffs", "Die Bestie von Juist" und "Der schwarze Golk" hat Dieter Ebels im EWK-Verlag den Rhein-Ruhr-Krimi "Ruhrmord" herausgebracht.
Seine mehr als nur spannende Erzählweise kam in den Inselbuchhandlungen auf Juist und Wangeroge lange Zeit recht gut an. In seiner Heimatstadt Duisburg verkaufte sich der Rhein-Ruhr-Krimi deutlich schlechter - und ein auf Lieferbereitschaft versessener Verleger sitzt immer noch auf viel zu vielen Exemplaren.


Überraschende Momente im Leben eines Verlegers

Es passieren immer wieder unglaubliche Dinge! Als Florian Stumfall eines Tages bei mir anfragte, ob ich sein Buch "Das EU-Diktat" verlegen würde und dazu sagte, er sei lange Jahre Redakteur bei der CSU-Hauspostille "Bayern-Kurier" gewesen und habe lange Zeit als persönlicher Assistent von Alfons Goppel (ehem. bayr. Ministerpräsident, später EU-Abgeordneter) bei der EU in Brüssel verbracht, war ich erst einmal sprachlos. Dann habe ich das Manuskript gelesen und zugesagt, weil die Kritik, die da von wertkonservativer Seite fundiert vorgetragen wurde, einfach auch aus meiner eher linkslastigen Sicht der Dinge exakt ins Schwarze traf.

Ich glaubte, das sei nicht mehr zu toppen, doch ich sollte mich irren.

Im Augenblick ist ein Professor der Betriebswirtschaftslehre dabei, die Druckfreigabe für sein im April im EWK-Verlag erscheinendes Buch zu erteilen. Er sei von meinen Büchern der Reihe "Wolf's wahnwitzige Wirtschaftslehre" inspiriert worden, jenen Teil des BWL-Stoffes "knackig" zusammenzufassen, der in den Vorlesungen zwischen Statistik und mathematischen Modellen zu kurz kommt, was immer wieder dazu führt, dass Studienabgänger im ersten Job (aber auch langjährig erfolgreiche Manager bei einem Wechsel des Aufgabengebietes) feststellen müssen, dass die Theorie zu theoretisch und die Praxis zu praktisch ist, um sie, ohne die tieferen Zusammenhänge verinnerlicht zu haben, in Übereinstimmung zu bringen.

Und nun kommt der Witz: Beim Lesen seines Manuskriptes, das neben einem hochkomprimierten und dennoch gut verständlichen Wissen auch eine fast schon zynische Kritik an der eigenen Zunft transportiert, entstand bei mir der Wunsch, einige der Lehrsätze mit meinen grundsätzlichen Gedanken zur Verbetriebswirtschaftung der Gesellschaft zu ergänzen. Wir haben kurz darüber gesprochen - und ich habe zu jedem Kapitel eine kleine kritische Anmerkung "Aus dem Giftschrank" geschrieben.

Mehr mag ich an dieser Stelle noch nicht verraten, aber wer Interesse an der Thematik hat, kann sich schon mal in Vorfreude wälzen.

Von Florian Stumfall wird übrigens rechtzeitig zur heißen Phase des Bundestagswahlkampfes auch noch ein Buch erscheinen, das die "Verrücktheiten" der Politik der letzten Jahre aufgreift und vor dem Zustand warnt, in den wir zwangsläufig eintreten werden, wenn sich die Tendenz nicht grundlegend ändert.


Noch eine Ankündigung:

Versäumen Sie nicht, am Mittwochabend um 18.30 das Bayerische Fernsehen einzuschalten. Das alljährliche Politikerderblecken auf dem Münchner Nockherberg ist Kult - und übertrifft jede Prunksitzung eines Karnevalsvereins um mindestens den Faktor 100 - und kann in dieser Vielgestaltigkeit auch kaum von begnadeten Kabarettisten übertroffen werden.

Weil die ganzen Granden der CSU direkt unter der Bühne sitzen und sich auch sonst viel Politprominenz des Bundes (Merkel hat allerdings abgesagt) unter den geladenen Gästen der Paulaner Brauerei befindet, hat sich schon so mancher frecher Scherz fast zum Eklat ausgewachsen.

Ich werde um die Zeit jedenfalls schenkelklopfend vor der Glotze sitzen!

Die Zeit dafür habe ich mir schon freigeschaufelt.

Der Paukenschlag für Donnerstag, den 9. März
ist seit Montagabend fertig. Das Thema:

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Es gibt keine einfachen Lösungen für komplexe Probleme.

Falsch!

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Sind wieder mal nur 21 Seiten geworden ...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bücherstube


 

Der Weg zum Wohlfühlgewicht
beginnt auf der Waage.

 

Hier
könnten Sie ihn fortsetzen.


 Priester Messident

Sprachverwirrung
Babel, babbel, brabbel

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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

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