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3. März 2017

15.00 Uhr Armut grafisch

Durchschnitt

 B  C  D  J
 2 11   12  5  2
                     
                   
                   
                 
                 
               
               
               
               
           
           
       
 

 

Dargestellt sind die 11 Haushalte A bis K mit der Höhe ihrer monatlichen Netto-Einkommen in Tsd. Euro als blaue Säulen. Die Spanne reicht dabei von 1.000 bis 12.000 Euro Monatseinkommen.

Das durchschnittliche Einkommen liegt bei 5.000 Euro. 6 Haushalte liegen unter dem Durchschnitt (rote Markierung), drei Haushalte liegen darüber (im grünen Bereich), zwei liegen voll im Durchschnitt.

 

Median

 C  D K A E G
 2 5  5 9 11 12
                     
                   
                 
                 
                 
               
               
               
     
           
           
       
 

Dargestellt sind die gleichen Haushalte, A bis K, jedoch nach der Höhe des Monatseinkommens aufsteigend sortiert. Als "Median" wird - unabhängig von seinem Wert - der mittlere Wert in dieser Reihe bezeichnet. Bei 11 Haushalten ist der sechste Haushalt der mittlere in der Reihe, und sein Einkommen ist der Median-Wert.

Das Median-Einkommen liegt in diesem Beispiel bei Haushalt F, mit 3.000 Euro.

Würde sich die Aussage des Armutsberichts auf dieses Beispiel beziehen, wenn Armut also vorliegt, wenn ein Haushalt weniger als 60% des Medianeinkommen (60% von 3.000 = 1.800) bezieht, dann gäbe es in diesem Beispiel nur einen Haushalt, J, der als arm gelten würde. Der prozentuale Anteil der armen Haushalte (1 von 11) läge bei 9,1 Prozent.

Mit dem Median wird die Bevölkerung also schlicht in zwei Hälften geteilt, von denen die eine Hälfte weniger verdient als das Median-Einkommen, die andere Hälfte mehr. Die tatsächlichen Einkommen oberhalb und unterhalb des Medians spielen dabei keine Rolle!

Median - extrem 1

 C  D K A E G
 1 1 12  12 12 12 12
                     
           
           
           
           
           
           
           
 
           
           
       
 

Obwohl sich in diesem Beispiel extreme Veränderungen der Einkommensverhältnisse ergeben haben, bleibt der Median bei 3.000 Euro, weil Haushalt F eben immer noch diese 3.000 Euro Einkommen erzielt.

Das durchschnittliche Einkommen ist hingegen auf 6.182 Euro gestiegen.
Es sind nun 5 Haushalte unterhalb der 60%-Marke des Median-Einkommens zu erkennen, die Armut hat also von 9,1 auf 45,5% zugenommen.

Median - extrem 2

 C  D K A E G
 1 1 12  12 12 12 12
                     
           
           
           
           
           
           
           
 
           
           
       
 

Nun ist auch noch Haushalt F in Hartz-IV abgerutscht. Das Median-Einkommen beträgt nur noch 1.000 Euro pro Monat. Dieses Einkommen wird von keinem Haushalt unterschritten - die Armut ist folglich verschwunden.

 

Obwohl der Bezug auf das Median-Einkommen durchaus Vorteile hat, verliert die "relative Armut" ihre Aussagekraft umso mehr, je mehr sich die Armut in die Mitte der Gesellschaft hinein durchfrisst.

Erkennbarer wird Armut, wenn ihr ein Warenkorb zugrunde liegt, an dem klar zu erkennen ist, wieviel Geld an der Armutsgrenze zur Verfügung stehen muss, um den Inhalt dieses Warenkorbes erwerben zu können.

Da kaum bestritten werden kann, dass Grundsicherungs-Empfänger arm sind, ließe sich die Armutsgrenze genau als das definieren, was dem jeweiligen Grundsicherungs-Betrag zuzüglich der durchschnittlichen Transferleistungen für Miete und Heizung entspricht.

Im Augenblick - und über den dicken Daumen - dürften das im Ein-Personen-Haushalt ca. 1.000 Euro pro Monat sein.

Diese Haushalte können dann mit Fug und Recht nicht nur als relativ arm, sondern als absolut arm bezeichnet werden - und das sind weiß Gott auch schon genug - und diese Armut würde auch nicht wie von Geisterhand nach und nach aus der Statistik verschwinden, wenn die Armen immer mehr werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

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