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25. Januar 2017

09.00 Uhr Siggi Plopp - oder der Fluch der Flaschengärung

Der Versuch der SPD, den Champagner für die Wahlfete im eigenen Keller gären zu lassen, ist gescheitert. Der Korken hat dem Innendruck nicht mehr standgehalten und folgt nun einer ballistischen Flugbahn.

Wäre die SPD ein Heißluftballon, würde man sagen, nachdem der Brenner ausgefallen war, hat die Besatzung Ballast abgeworfen, um die Fahrt nicht mit einer Bruchlandung mitten im Wald zu beenden, sondern mit einem letzten kleinen Hupfer (nein, kein Höhenflug!) den rettenden Acker zu erreichen.

Wäre die SPD ein Schiff, so könnte man meinen, der Kapitän sei nach langer Irrfahrt von der meuternden Mannschaft in einem kleinen Beiboot ausgesetzt worden, um mit dem letzten Rest an Süßwasser und Dörrfleisch abseits vom falschen Kurs vielleicht doch noch ein rettendes Eiland zu erreichen.

Nun, die SPD ist weder eine Champagnerflasche, noch ein Heißluftballon und ganz gewiss auch kein hochseetüchtiges Schiff. Die SPD ist ein Verein, der die höheren Weihen des Parteiengesetzes erhalten hat und daher an der Willensbildung des Volkse mitwirken dürfte, dies aber nicht mehr in erkennbarem Maße mit eigenen Vorstellungen zu tun wagt.

Bei Licht betrachtet ist die SPD doch inzwischen sehr viel mehr die Schwesterpartei der CDU als es die CSU jemals war, was bei der fehlenden regionalen Abgrenzung der SPD beginnt und sich bis zur Nibelungentreue in allen Koalitionsfragen fortsetzt.

Statt in drolligem Übermut nun wiederum einen Parteivorsitzenden zu ernennen und diesen ohne die geringste Chance auch noch ernsthaft als Kanzlerkandidaten vorzustellen, sollte eine Fusion ins Auge gefasst werden. Das hat bei der Verschmelzung der WASG mit der PDS zur Partei Die Linke schließlich auch ganz gut funktioniert.

Zwei Sinnsprüche fallen mir noch ein:

"Never change a winning team!" Davon ist nichts zu erkennen, was ein starkes Indiz dafür ist, dass sich die SPD selbst richtig einschätzt. Das ist schon einmal ein Fortschritt.

"Man soll das Fell des Bären erst verteilen, wenn er erlegt ist." Davon ist leider ebenfalls nichts zu erkennen. Es werden munter schon einmal die Ministerien neu unter den Genossen verteilt, als habe man den Koalitionsvertrag bereits bis 2021 verlängert. Dazu müsste es aber erst einmal gelingen, am 24. September eine Fraktionsstärke zu erreichen, die als Koalitionspartner für die Union immer noch attraktiv ist und den Zugriff auf alle diese Ministerien ermöglicht.

Von Theodor Fontane stammt der Aphorismus:

"Ein Optimist ist ein Mensch, der ein Dutzend Austern bestellt,
in der Hoffnung, sie mit der Perle, die er darin findet, bezahlen zu können."

Martin Schulz, die Hoffnungperle der SPD?

Wenn die sich da mal bloß nicht täuschen.

 

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Der Weg zum Wohlfühlgewicht
beginnt auf der Waage.

 

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könnten Sie ihn fortsetzen.


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Sprachverwirrung
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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 
 

 

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