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Paukenschlag
am Donnerstag
No. 21 /2017
vom 6. Juli 2017


Kommentare zum Zeitgeschehen von Egon W. Kreutzer

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Druckversion: Sigbert Döring


Nichts geschieht ohne
die wahren Herren der Welt

Gleich vorweg: Ich glaube nicht daran.

Ich hege allerdings auch keinerlei Zweifel daran, dass es Gruppierungen gibt, die mit sehr viel Geld und sehr ausgekochten strategischen Plänen auf die stetige Erweiterung und Erhaltung ihres Einflusses auf immer größere Teile der Erde hinarbeiten, nur halte ich es für ausgeschlossen, dass es "jene eine einflussreiche Gruppe" gibt, die schon seit geraumer Zeit Schritt für Schritt, folgerichtig und unbeirrbar alle Geschehnisse auf der Welt steuert.

Schon alleine die Frage nach der wahrscheinlichsten Zielsetzung einer solchen mächtigen geheimen Gruppe offenbart Erklärungsnöte. Hier nämlich einfach zu antworten: "Die Weltherrschaft", ergibt keinerlei Sinn. Denn "Weltherrschaft" alleine sagt überhaupt nichts darüber aus, wozu diese Herrschaft genutzt werden soll. Weltherrschaft beschreibt ja nur eine Fähigkeit, so wie meinetwegen "Chefkoch" oder "Brigadegeneral" Fähigkeiten beschreiben, aber noch nicht einmal etwas über kurzfristige, geschweige denn über langfristige Absichten ausdrücken können.

Nun hat man selbstverständlich irgendwo im Hinterkopf den Gedanken, Weltherrschaft solle genutzt werden, um den wenigen Verschwörern ein Leben in unermesslichem, niemals endendem und vollkommen unangreifbarem Reichtum zu bescheren. Zugleich stellt sich der von Verlustängsten geplagte Normalbürger vor, Weltherrschaft diene auch dem Zweck, dass einige wenige Weltherrscher in vollkommener Sicherheit vor allem Übel, in einer Art Paradies auf Erden leben können.

Das sind jedoch nur Projektionen eigener, egoistischer und praktisch unerfüllbarer Wunschvorstellungen. Weil der Egoismus eine sehr starke Triebfeder ist, vielleicht die stärkste überhaupt, weil er zwangsläufig in der Evolution angelegt werden musste, um die Vielfalt des Lebens hervorzubringen, stehen die Chancen für anfängliche Fortschritte auf diesem Weg recht gut. Eine Chance für die Erreichung des Ziels gibt es jedoch nicht - und auch das ist eine Folge des in uns allen angelegten, egoistischen Wesens, die sich über zwei wesentliche Gesetzmäßigkeiten beschreiben lässt.

1. Die Grenzen Belastbarkeit gesellschaftlicher Konstruktionen
Die Grenzen der statischen Belastbarkeit gesellschaftlicher Konstruktionen sind am besten deutlich zu machen, wenn man sich den Unterschied zwischen symbiotischem und parasitärem Zusammenleben vor Augen hält. Von der Symbiose haben beide Partner etwas, während der Parasit alleine schwelgt und der Wirt leidet und oft genug zugrunde geht. Je parasitärer sich eine Weltherrschaft gebärdet, desto eher bricht der notwendige Unterbau zusammen, je symbiotischer, desto weiter rückt der unermessliche Reichtum in weite Ferne.

 

2. Die Dominanz der Einzelegoismen über den Gruppenegoismus
Die Dominanz des individuellen Egoismus wird früher oder später dazu führen, dass das "Zweckbündnis", dem ja nur ein provisorisch zusammengekitteter Gruppenegoismus zugrunde liegt, von einem oder mehreren Gruppenmitgliedern aufgekündigt wird, in der Annahme, auf diese Weise einen größeren Anteil an der Beute für sich gewinnen zu können. Jede Gruppe von Menschen, die sich vorgenommen hat, die Geschicke der Welt zu lenken, nur um ihre persönlichen Egoismen zu befriedigen, wird, bei allen anfänglichen Erfolgen, sehr schnell wieder zerfallen und wieder jene zerstrittenen und sich bekämpfenden Individualinteressen zum Vorschein bringen, aus denen sie entstanden ist.

Sollte es also jene seit Jahrhunderten im Geheimen wirkenden "Herren der Welt" tatsächlich geben, kann es sich bei ihrem Streben nach der Weltherrschaft nicht darum handeln, für sich jene Kombination aus unendlichem Luxus in vollkommener Sicherheit herzustellen, wie man es im ersten Augenblick annehmen möchte. Eine Gruppe derart egoistisch eingestellter Individuen, die nur darauf lauern, im günstigen Augenblick ihrem Egoismus die Zügel schießen zu lassen, kann kaum für längere Zeit Bestand haben.

Es tritt eine neue mögliche Zielsetzung ins Blickfeld, nämlich die von egoistischen Strebungen freie, tiefsitzende Sehnsucht nach absoluter Macht. Quasi gottgleich schalten und walten zu können, Völker aufsteigen und fallen zu lassen, ganz nach Belieben. Einzelnen Menschen höchstes Glück, anderen tiefste Qualen zu bereiten, Kriege auszulösen und friedlichen Handel zu fördern, A gegen B und X gegen Y aufzuhetzen, A sich mit X gegen Y verbünden lassen, Wälder abholzen und Wüsten bewässern, Seuchen loslassen, um die Hälfte der Menschheit auszurotten …

Doch auch hier ergibt sich bei näherer Betrachtung wieder der Effekt der Sinnlosigkeit. Auch absolute Macht ergibt ohne ein Ziel, das mittels der Macht erreicht werden soll, wieder nur Chaos - und aus diesem Chaos folgt zwangsläufig nach einer gewissen Zeit des Ergötzens an der Macht Ermüdung und Langeweile.

Was noch bleibt, liegt außerhalb der realistisch-materiellen Sphäre.

Vielleicht der Kampf des abstrakten Guten gegen das abstrakte Böse, ein religiöser Auftrag, zum Fanatismus geronnen, dem sich geheime Bruderschaften verschrieben haben, die mit magisch-mystischen Methoden versuchen, die Welt zu …

Nun, diese Geschichten kennen wir - wenigstens zum Teil - und wissen, dass auch nach etlichen Jahrhunderten aller möglichen Orden und Logen von dort nichts wirklich Weltbewegendes ausgegangen ist, es sei, denn dass die Gemeinschaften benutzt wurden, um mit Hilfe des geheimen Brimboriums und der geleisteten Treueschwüre wiederum egoistisch-materialistische Ziele einzelner zu verfolgen.

So viel der Vorrede, die hauptsächlich der vorläufigen Begründung dafür dienen soll, warum ich an eine globale Steuerung nicht glaube.

 

Nun zur Realität auf diesem Globus.

Es gibt tatsächliche eine (1) Gesellschaft mit dem offen ausgesprochenen Begehren, die gesamte Welt zu beherrschen. Kein anderer Staat soll daher jemals so stark werden dürfen, dass er in der Lage wäre, den USA gefährlich zu werden. Das ist offizielle Doktrin der Vereinigten Staaten von Amerika.
Selbstverständlich sind die Vereinigten Staaten von Amerika als juristische Person nur die "Form", die von natürlichen Personen benutzt wird, um ihre Interessen durchzusetzen. Das gilt allerdings für alle Staaten - und es sollte von daher nicht übersehen werden, dass die USA und deren Freunde und Kooperationspartner nicht alleine auf dieser Welt sind.

Es mag so aussehen, als liefe im westlichen Bündnis alles nach einem Masterplan ab, es mag so aussehen, als sei alles Unerfreuliche gewollt und absichtlich herbeigeführt worden, doch erachte ich diese Annahmen, die regelmäßig als "Verschwörungstheorien" bezeichnet werden, eher als ein Wiederaufleben archaischer Religiosität.


Wie im Olymp der Griechen oder in der Burg Asgard der Germanen wird eine Art Götterreich von übermenschlichen Wesen erfunden, mit Figuren, die zwar dem Normalsterblichen niemals selbst begegnen, aber mit ihren göttlichen Kräften Himmel und Erde beherrschen, wie einst ein Odin oder ein Zeuss und deren Anhang. Mächte, die seinerzeit für Dürren und Fluten, Blitze und Hagel, Kriege und Siege ebenso verantwortlich gemacht wurden, wie heute für das Auf und Ab an den Börsen, die fortschreitende Umweltzerstörung, die wachsende Arbeitslosigkeit und den Abstieg von 1860 München.

Wo die Komplexität und Vielfalt der von einem System hervorgebrachten Ereignisse es nahezu unmöglich macht, dahinter das Wirken eines Systems zu erkennen, sucht sich der Mensch gerne eine andere Erklärung, deren Lücken er durch "Geheimnisse" verkleistert.

Um dieses System leichter erkennbar zu machen, ersetze ich den Begriff "System" für eine Weile durch den Begriff "Spielregeln",

denn das System, mit dem wir es zu tun haben, ist keine Fabrik, wo auf der einen Seite Rohmaterialien eingefüllt und auf der anderen Seite Fertigprodukte herauskommen.

Das "System" in seiner ganzen Komplexität wird hervorgebracht von einem einfachen Satz von Regeln, deren Befolgung Erfolg verspricht, während Regelverletzungen zu Misserfolgen führen.

Die wichtigste Regel lautet:

Du bist - so lange du lebst - für dich das wichtigste Geschöpf auf Erden.

Alle weiteren Regeln leiten sich direkt daraus ab. Entscheidungen sind folglich stets so zu treffen, dass daraus der größtmögliche eigene Nutzen entstehen kann. In allen anderen Menschen, in Tieren und Pflanzen, sowie dem gesamten Inventar der materiellen Welt darf nur der persönliche Nutzen gesehen werden, der in Gegenwart und Zukunft davon zu erwarten ist. Der Ausgleich für erhaltene Leistung ist so gering wie möglich zu halten. Jeglicher aus dem Eigennutz entstehende Schaden an Mitmenschen, Natur und Ressourcen ist als unvermeidlich in Kauf zu nehmen, und so weiter.

Diese Spielregeln alleine sind es, die alles hervorbringen, was die "westliche" Welt zu bieten hat.

Es bedarf dazu keiner übernatürlichen Kräfte und keiner Verschwörungen, obwohl es natürlich immer wieder zu Verschwörungen kommt, es bedarf einzig der Überzeugung, nichts und niemand seien wertvoller als das eigene Ich.

Diese Spielregeln führen auch dazu, dass sich die Einzelpersonen wie von selbst als funktionierende Komponenten in komplexe Hierarchien einsortieren, wie es dem Grad ihrer Fähigkeiten und ihrer Regeltreue entspricht, dabei stets darauf bedacht, Kollegen auszustechen und schnellstmöglich an ihnen vorbei aufzusteigen.

Eine Spiel-Idee, die diesen Regeln entspricht:

Eine unbestimmte Zahl von Spielern trifft sich zu einem Würfelturnier. Jeder hat eine Fünfhundert-Euro-Note als Einsatz auf den Tisch zu legen. In der ersten Runde treten die Teilnehmer jeweils paarweise und zufällig ausgewählt gegeneinander an. Gewonnen hat, wer die höchste Zahl würfelt, er erhält die 500 Euro seines Gegners, dieser scheidet entweder aus, oder er setzt weitere fünfhundert Euro. Bei Gleichheit der Würfe bleiben beide im Spiel.

Von nun an sind die Spieler verpflichtet, ihr gesamtes Spielkapital vollständig zu setzen. Die Spieler mit dem höchsten Spielkapital dürfen ihre jeweiligen Gegner auswählen. Weil das Risiko, alles zu verlieren, durch den Zwang jeweils alles setzen zu müssen, steigt, wird zu jedem Würfelergebnis pro 500 Euro Einsatz ein zusätzlicher Punkt gezählt.
Wenn also Spieler A in der zweiten Runde 2x500 Euro setzt, während Spieler B, nach dem Verlust der ersten Runde mit einem neuen 500er als Einsatz antritt, kann A maximal 8, B maximal 7 Punkte erreichen.

Ab der vierten Runde gibt es Spieler mit einem Einsatz von 8x500 Euro und immer noch Spieler mit 1x500 Euro, denn mitspielen darf, wer noch in der Lage ist, den Starteinsatz von 500 Euro erneut aufzubringen. Diese können jetzt aber nur noch gewinnen, wenn sie von Spielern mit niedrigem Einsatz als Gegner ausgewählt werden. Daher dürfen sich ab der vierten Runde mehrere Spieler zu Spielgemeinschaften zusammenschließen. Ihr gesamtes Kapital wird dann auf einen einzigen Wurf gesetzt. Jedes Mitglied einer Spielgemeinschaft kann vor Beginn der nächsten Runde die Auflösung der Spielergemeinschaft fordern. Dann wird das Endkapital gemäß dem Verhältnis des jeweils eingebrachten Kapitals zurückgegeben. Ein neuerlicher Zusammenschluss der verbliebenen Mitglieder ist möglich.

Die Zahl der Mitspieler wird nun mit jeder Runde kleiner, während die auf dem Tisch liegenden Einsätze drastisch wachsen. Das Spielkapital wird für den Ausgang der Wetten immer entscheidender, während der Einfluss der geworfenen Augen immer geringer wird. Der Zusammenschluss zu Spielergemeinschaften bestimmt das Geschehen.
Steht am Ende eine Spielergemeinschaft alleine da, wird sie zwangsaufgelöst. Dann wird weitergespielt, bis sich nur noch zwei Einzelspieler gegenüberstehen.

Doch an einem anderen Ort hat längst das gleiche Spiel mit anderen Spielern begonnen, und nicht nur da. Die Faszination des Spieles lässt überall Würfelturniere aus dem Boden schießen, es kommt zu Landes- und zu Weltmeisterschaften, aber das Spiel als solches endet nie.

Sie würden sich auf ein solches Spiel nicht einlassen?
Vorsicht! Es könnte sein, dass sie längst mitspielen, ohne sich darüber im Klaren zu sein.

Die Regeln des Systems, die mit dem Spielbeispiel illustriert werden sollten, erzwingen also nicht nur friedlichen Wettbewerb, sondern niemals endende, erbarmungslose Konkurrenz.

Selbstverständlich gibt es auch immer wieder Personen, die sich nicht an diese Regeln halten. Es gibt darunter sogar solche, die mit ihren Unternehmungen Erfolg haben, doch ist das in nahezu allen Fällen davon abhängig, ob ihr Tun und Handeln einem oder mehreren regelkonformen Spielern von Nutzen ist. Die meisten derer, die ihr Leben nach anderen Regeln leben, bleiben allerdings irgendwo tief unten in der gesellschaftlichen Bedeutungslosigkeit hängen und können, wenn sie Glück haben, ein ruhiges Leben in bescheidenem Wohlstand führen. Wenn sie weniger Glück haben, stehen sie vor den Arbeitsvermittlern Schlange, hausen in engen Löchern und sterben früh und depressiv an heilbaren Krankheiten.

Warum also gibt es immer noch Hunger auf der Welt?
Warum gibt es immer wieder Kriege?
Warum besitzt 1 Prozent mehr als die gesamte untere Hälfte?

Weil die Regeln es so vorsehen.

Die nächste Frage kann nicht ausbleiben. Sie lautet: Warum hat die Demokratie daran nichts geändert?

Und die Antwort ist auch wieder sehr einfach: Weil auch unter den Politikern nur diejenigen Erfolg haben können, die nach den Regeln spielen. Die Regeln lassen es gar nicht zu, dass jemand an die Spitze einer Regierungspartei gelangt, der nicht gewillt ist, sich so in die Hierarchie einzufügen, dass er einem oder mehreren anderen größtmöglichen Nutzen verschafft, es sei denn, er ist so naiv, es gar nicht zu bemerken, was auch gelegentlich vorkommen soll.

Das löst die nächste Frage aus, nämlich warum die große Mehrheit der Bevölkerung, die ja vom großen Spiel ausgeschlossen ist, weil sie sich den Einsatz nicht leisten kann und zudem anderen Regeln folgen will, nicht in der Lage ist, eine Partei zu gründen und mehrheitlich zu wählen, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, die Regeln zu ändern.

 

Es ist schlicht unmöglich.

Wer nicht bereit ist, sich durchzusetzen, weil er Egoismus ablehnt, dem wird es niemals gelingen, eine Partei zu gründen. Und sollte es dennoch gelingen, wird sich diese Partei im Inneren niemals wirklich einig werden können und nach außen und dem politischen Gegner gegenüber stets kompromissbereit und nachgiebig agieren, so dass ihr Auftreten als halbherzig angesehen wird und der Glaube daran, sie könnte ihre Ziele irgendwann verwirklichen, bald verloren geht.

Dieser Abschnitt begann mit dem Hinweis auf das Hegemonialstreben der USA. Es wird Zeit, wieder zu diesem Ausgangspunkt zurückzukehren.

Es ergibt sich aus dem bisher Gesagten ziemlich klar, dass auch in den USA nur solche Politiker die Geschicke des Staates lenken können, die sich als funktionierende Komponenten in das System einsortieren und größeren Spielern von Nutzen sind, während sie sich von der eigenen Rolle den größtmöglich erreichbaren Eigennutz versprechen.

Insofern ist der Aufstieg von Donald Trump als ein Zeichen dafür zu werten, dass unter den großen Spielern eine entscheidende Schlacht hinter dem Vorhang stattgefunden hat, deren Ausgang so aussieht, dass bisherige Nutznießer das Feld zu Gunsten neuer Nutznießer räumen mussten. Dass diese Schlacht von den Unterlegenen noch nicht für verloren gegeben wird, zeigt sich am vehementen Widerstand gegen den neuen Präsidenten, der aber in Wahrheit nicht das Ziel der Attacken ist, sondern nur die Galionsfigur derjenige Spielergemeinschaft, für deren Interessen er arbeitet.

Insofern stimmt es schon, dass Wahlen nichts ändern, weil nämlich die Spielregeln unverändert bleiben und sich im Verhältnis zwischen Arm und Reich, zwischen Eliten und Prekariat, zwischen jenen, die in den ersten Runden ausgeschieden sind und jenen, die sich zu mächtigen Spielgemeinschaften zusammengeschlossen haben, nichts verändert.

Für die ganz großen Spieler ist der Ausgang einer Wahl durchaus von Bedeutung, denn damit wird angezeigt, wie sich die Chancen auf den Gewinn in der nächsten Runde verändert haben. Die Konsequenz daraus ist nicht selten die Bildung neuer Spielergemeinschaften (Koalitionen).
Nun gilt es, das Volk in die eine oder andere Richtung aufzuhetzen, was nicht schwer ist, denn das Volk hört gerne gruselige Prophezeiungen und großartige Versprechungen. Es kommt nur darauf an, wer die schönste Schleife an seine Mogelpackung binden kann. Auch das gehört zu den Notwendigkeiten, die sich zwingend aus den Spielregeln ergeben.

Dass die von der Veränderung in den USA ausgelösten Wogen auch überall da an die Kaimauern klatschen, wo sich die transatlantischen Verbündeten der USA in ihrer Rolle als "Nützlinge" eingerichtet haben, darf nicht verwundern. Auch dahinter steckt keine weltumspannende Verschwörung - es ergibt sich alles zwingend aus den Spielregeln, selbst der Versuch der deutschen GroKo-Führung, Trump Widerstand entgegenzusetzen, zeigt, dass Vorteile in der Tatsache gesehen werden, dass die Machtverhältnisse in den USA derzeit nicht klar und sind, was den Versuch ermöglicht, sich aus der engen Umklammerung der bisher bestehenden Nützlichkeitsverpflichtung zu lösen. Ein im Übrigen sehr riskantes Spiel, denn es wendet sich im Grunde gegen alle großen Spieler in den USA und hat nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn die Spielergemeinschaft "EU" zusammenlegt und den ganz großen Einsatz wagt. Die Realität unterscheidet sich vom Spielbeispiel kaum. Jeder kann die Spielgemeinschaft auflösen. Die Briten haben das getan. Das zwingt den verbliebenen Rest, die EU noch enger zusammenzuschweißen. Gelingt das nicht, heißt es ganz schnell "Game over".

 

Das ist aber nur ein Blick auf die so genannte "westliche Welt".

Zwei starke Gegenspieler, nämlich Russland und China stehen dem gegenüber. Wer glauben will, dass auch die staatlichen Aktivitäten dieser beiden großen Staaten von einer geheimen Weltregierung gelenkt werden, mag das tun. Wer glauben mag, dass die Vereinigung der BRICS-Staaten von eben dieser geheimen Weltregierung initiiert wurde, mag das gerne auch tun. Doch dann reduziert sich diese geheime Weltregierung auf eine Vereinigung, deren Ziel es ist, mit Waffenverkäufen reich zu werden und dabei die eigene Vernichtung in Kauf zu nehmen.

Es sei denn, diese geheime Weltregierung schwebt - unerreichbar für irdische Waffen - als Ausgeburt einer neuen, Blitz und Donner verehrenden "Naturreligion" irgendwo in einem geheimem Wolkenkuckucksheim.

Ansonsten ist eines nicht von der Hand zu weisen: China - in erster Linie - und Russland, in abgeschwächter Form, beteiligen sich am großen Spiel unter peinlicher Beachtung der Spielregeln.
Dabei sind beider Interessen egoistische Interessen, die sich gegen die Interessen der großen Spieler der westlichen Welt wenden.

Es mag eine Phase gegeben haben, als der Westen glaubte, Russland und China schon in der Tasche zu haben, doch was Russland betrifft, so hat die Figur Putin dafür gesorgt, dass der Ausverkauf der Ressourcen gestoppt und die militärische Stärke wieder aufgebaut wurde, während sich der gierige Westen schlicht im besoffenen Übermut wirtschaftlicher Überlegenheit von den Chinesen täuschen ließ, die sich zwar für eine Weile als "Werkbank der Welt" missbrauchen ließen, aber nur, um zu lernen und um Devisen einzusammeln, mit denen jetzt weltweit Firmen und Knowhow, aber im großen Stil auch Grund und Boden und Schürfrechte eingekauft werden.

 

Wo ist der Erfolg des großen, geheimen Planes?

Die Argumentation, die "Herren der Welt" hätten alle Zeit der Welt, würden nicht in Quartalsberichten sondern in Jahrhunderten denken, ist meines Erachtens eher eine törichte Ausrede.

 

Es ist eine Erzählung,
wie sie aus der Sicht der Gegenwart auf die Vergangenheit zusammengereimt werden kann,
um eine Erklärung für die sichtbaren Resultate der Spielregeln abliefern zu können,

die viel, viel leichter zu ertragen ist als die Wahrheit.

Wo das "Böse" in einem quasi mystischen Raum, fernab der menschlichen Natur, bei namenlosen, gottgleichen "Herren der Welt" verortet werden kann, während gleichzeitig die allgemein gültigen Spielregeln als alternativlos hingestellt werden, kann alles ungestört immer so weiter gehen.

Denn niemand wird mit der Nase auf die Erkenntnis gestoßen, dass dieses "Böse" vollständig von der Welt verschwinden würde, gelänge es nur, die Spielregeln zu ändern.

Die Frage, ob die Spielregeln überhaupt geändert werden können, ist müßig.

Die Spielregeln spiegeln den geistigen Entwicklungszustand der Menschheit wider. Solange der sich nicht maßgeblich verbessert, ändern sich auch die Spielregeln nicht.


Die christliche Religion bietet eine alternative Spielregel an, in dem Satz:

"Liebe deinen Nächsten wie dich selbst".

Die Menschheit hat diese Anleitung bis heute ignoriert. Zum Teil sogar in abscheulicher Weise missbraucht.

Und obwohl noch nie so viele Menschen wie heute gleichzeitig die Erde bevölkerten, war die Ausrottung der Menschheit durch sich selbst noch nie so gefährlich nahe.

Es liegt meines Erachtens weniger daran, dass die erforderlichen Waffenarsenale existieren, sondern viel mehr daran, dass die staatlichen Überwachungs- und Repressionsapparate überall auf der Welt einen Grad der Perfektionierung und flächendeckender Nutzung erreicht haben, der jegliche wirksame Kritik an den Spielregeln im Keim erstickt.

Ohne diese Kritik treibt das Spiel aber unweigerlich auf den finalen Countdown zu. Der Verlierer im Finale wird sich nicht, wie Rumpelstilzchen im Märchen, selber entzweireißen, er wird den Gewinner, sobald der letzte Würfel gefallen ist, physisch vernichten müssen, um im Augenblick zwischen Erst- und Zweitschlag sein Ego zu retten, das ja nichts anderes war, als die teuflische Ausgeburt der ersten Regel:

Du bist - so lange du lebst - für dich das wichtigste Geschöpf auf Erden.

Menschen, wie Assange und Snowden, haben unter Gefahr für Leib und Leben den Versuch unternommen, das Spiel transparent zu machen. Geholfen hat es nichts. Der Bewusstseinswandel ist ausgeblieben.

Vielleicht war das christliche Gebot der Nächstenliebe auch einfach zu viel auf einmal. Wie wäre es ersatzweise damit, den Versuch zu unternehmen, sich selbst etwas weniger wichtig zu nehmen, indem man sich selbst etwas wichtiger nimmt?

Das klingt paradox. Ist es in gewissem Sinne auch.

Doch wer aufhört, sich den Regeln zu unterwerfen, und sei es nur, dass er sie hin und wieder verletzt, beginnt damit, seine Rolle im System weniger wichtig, sich selbst aber wichtiger zu nehmen als das System. Wer aufhört, sich selbst für den Fortgang des Spiels für unersetzlich zu halten und daher aufhört, seinen Einsatz nach jedem Verlust immer wieder zu erneuern, zweifelt bereits an der Unfehlbarkeit des Systems, weil er erkennt, dass es sich um ein System handelt, das allen verspricht, sie hätten die Chance, die Endrunde zu erreichen, aber verschweigt, dass es sich um ein unbarmherziges Nullsummen-Spiel im K.O.-System handelt, in dessen Verlauf Tellerwäscher üblicherweise Tellerwäscher bleiben.

Dieses "regelwidrige Verhalten" ist jedoch nichts, was durch Belehrung oder gutes Beispiel, durch Zwang oder durch Belohnungen herbeigeführt werden kann, solange die Mehrheit der Menschen auf einer Bewusstseinsebene verharrt, die das ICH und den Eigennutz in den Vordergrund stellt und neben dem ICH nichts Gleichwertiges duldet.

Es mag befremden, festzustellen, dass es gerade die besonderen Fähigkeiten der Spezies Mensch waren, die von Jahrhundert zu Jahrhundert immer tiefer in die ICH-Isolation geführt haben und in unserer Vorstellung von der Welt jene surreale Mauer zwischen ICH und Umwelt errichtet haben, die zuverlässig verhindert zu erkennen, dass es zwischen der Erde unter unseren Füßen, dem Habicht in der Luft und dem grönländischen Eis keinen Unterschied in der "Substanz" gibt, sondern nur Unterschiede in der mehr oder weniger flüchtigen Gestalt, in der wir als Teil eines Ganzen, das als Ganzes existiert, seit das Universum besteht, für einen Augenblick in Erscheinung treten.

Es mag befremden, festzustellen, dass alle uns verfügbare Kraft, all unsere Maschinen, auch all unsere Waffen nichts anderes bewirken können, als innerhalb des unzerstörbaren Ganzen die Formen und Gestalten zu verändern.

Es mag befremden, festzustellen, dass die analytischen Methoden unserer klügsten Physiker beim Versuch, die letzten Bausteine der Materie zu ergründen nur auf zwei Dinge stoßen, nämlich auf Energie und auf eine formende Kraft, die allem Anschein nach darauf hin arbeitet, die Absichten des Experimentators zu spiegeln.

Es mag sich anhören, als handle es sich um esoterische Spinnereien, doch es wäre gewagt, die Teilchenphysik als Spinnerei anzusehen. Im Gegenteil: Der Weg zum Bewusstseinswandel führt höchstwahrscheinlich über die Quantenphysik, welche in strengster Wissenschaftlichkeit den Beweis führt, dass es ein losgelöstes, autonomes ICH im ganzen Universum nicht geben kann, weil dieses Universum von vornherein unteilbar und in sich vollkommen voneinander abhängig ist.

Nimmt man an, es habe einen Urknall gegeben, weil wir uns anderes noch weniger vorstellen können, dann muss man, so befremdlich es klingen mag, feststellen, dass das Universum lebt. Dass es sich von einen Nullpunkt dichtester Energie aus immer weiter entfaltet und - uns eingeschlossen - alles hervorgebracht hat, was wir mit unseren Sinnen und Instrumenten erfassen können und noch sehr viel mehr darüber hinaus.

Von da aus betrachtet, kann man unseren schönen blauen Planeten als eine Blüte an einem Zweig eines Baumes innerhalb eines schützenden Waldes interpretieren.
Eine Blüte, die noch längst nicht voll geöffnet ist, in deren Innerem sich aber schädliche Prozesse abspielen, als leide diese Blüte an einer Autoimmunerkrankung, als vernichte ein außer Kontrolle geratenes Immunsystem nach und nach das gesunde eigene Gewebe.

Schreitet dieser Prozess fort, wird die Blüte, ohne sich ganz geöffnet zu haben, absterben und auf den Waldboden sinken. Doch der Wald erhält sich selbst. Die abgefallene Blüte wird, wie die gestürzten Baumriesen, zu Humus, aus welchem eine neue Generation von Bäumen heranwächst.

Der Unterschied besteht darin, dass eine Blüte, die befruchtet wird und zur Reife gelangt, mit ihrem Samen und ihren Erbfaktoren die künftige Gestalt des Waldes mitbestimmt, während die vorzeitig abgestorbene Blüte nur das Baumaterial liefert, aus dem, nach anderen Plänen der Wald fortbesteht.

Während eine Blüte in der realen Welt ihr Erblühen und Vergehen überwiegend passiv erlebt, haben wir in unserer Blüte große Möglichkeiten, den Prozess zu beeinflussen.

Noch befinden wir uns auf einem destruktiven Pfad, weil wir zulassen, dass einzelne Zellen der Blüte sich auf Kosten anderer aufblähen und die Harmonie der gesamten Struktur zerstören, statt sich kooperativ darauf zu konzentrieren, das GANZE zu optimieren.

Den Gedanken, zur Illustration eine Blüte zu zeichnen, in der sich die Ungleichgewichte unserer Welt ausdrücken, musste ich aufgeben, weil dabei keine Blüte mehr herauskommt, sondern ein Monster.
Wie stellt man in einer Blüte den hungernden und verhungernden Teil der Menschheit dar? Wie zeichnet man jene, die wegen Krieg und Not ihren eigentlichen Platz verlassen haben und nun irgendwo in anderen Blütenteilen vagabundieren? Welche Entsprechung hat der Wasserkopf des Reichtums und der Macht von nur einigen hundert Familien in diesem Bild?
Wir sind nicht alle gleich. Das wäre Blödsinn. So wie an einer Blüte kleine Zellverbände winzige Härchen am Rand der Blütenblätter bilden, andere den Übergang vom Stängel zu eigentlichen Blüte bilden, wieder andere als Gefäße für die Pollen dienen, während andere Pheromone zum Anlocken von Insekten bilden, so haben auch wir Menschen unterschiedliche Aufgaben an unterschiedlichen Orten der Gesellschaft wahrzunehmen.

Der verbindende, konstruktive und beglückende Gedanke lautet:

"Wir alle sind die Blüte".


Der isolierenden, destruktive und frustrierende Gedanke lautet:

"Ich will mehr!"

Denn entweder gelingt es, nach den vorgestellten Regeln, tatsächlich mehr zu bekommen, dann verkümmert die Blüte, oder es gelingt nicht, dann verkümmert diese Zelle - und reißt vermutlich einige mehr in ihrer Umgebung noch mit, bevor der gesund gebliebene Teil den Schaden repariert.

Wie groß der Schaden bereits ist, ist nicht abzuschätzen, also sollten wir die Hoffnung auf die Reparatur nicht aufgeben. Der "Bauplan" der gesunden Blüte, ja des ganzen Baumes, findet sich in jeder einzelnen ihrer gesunden Zellen, er muss nur in einer Gemeinschaftsaktion wieder ausgelesen und dann umgesetzt werden.

Noch werden solche Aktivitäten sehr schnell von den großen Spielern aufgegriffen und nach ihren Regeln modifiziert. Der Wunsch, die Welt vor einer eventuell drohenden Klimakatastrophe zu retten, beseelt eine große Zahl von Menschen. Allerdings wird dieser Gedanke von Politik und Wirtschaft pervertiert und teils aus Rücksicht auf das Wachstum relativiert, teils wird die Gefahr, in der Hoffnung auf Wachstum überzeichnet, um kurzfristige, kurzsichtige und nutzlose Aktivitäten zu entfalten, die letztlich wieder nur egoistischen Zielsetzungen dienen.

Wichtig aber ist, dass sich ein Bewusstsein für die Verantwortung der Menschheit für den Erhalt der Biosphäre ausbreitet.

Es besteht Hoffnung, dass von solchen Bewusstseinsveränderungen die notwendige Veränderung der Spielregeln ausgelöst werden könnte.

Gleiches gilt im Prinzip auch für die Forderung nach einem Grundeinkommen. Der Gedanke, alle Menschen an den Hervorbringungen der Menschheit teilhaben zu lassen, auch diejenigen, die für die Produktion nicht gebraucht werden, ist besser als der Gedanke, jene, die nicht gebraucht werden, im Zweifelsfall verhungern zu lassen.

Auch dieser Gedanke ist bereits pervertiert und soll verwendet werden, um endlich große Einkommen nahezu steuerfrei zu stellen, während die mit geringeren Einkommen über die MwSt. die gesamte Last zusätzlich tragen sollen.

Letztlich muss aber auch dafür eine Lösung gefunden werden, die außerhalb der derzeit noch gültigen Spielregeln liegt und ein Bewusstsein dafür erwacht gerade.

 

Die LINKE legt für den Bundestagswahlkampf ein Steuerkonzept vor, das in diese Richtung zielt, was einerseits zwar frustrierend ist, weil die LINKE keine Chance hat, der nächsten Bundesregierung anzugehören, andererseits aber auch beflügelnd, weil eine im Bundestag vertretene Partei Themen auf die Tagesordnung bringt, die seit Schröders Agenda in den Regierungsparteien als sakrosankt galten.

Auf der anderen Seite des Spektrums kämpft die Zivile Koalition, die als Teil der AfD angesehen werden muss, gegen die Verletzung von Grund- und Menschenrechten, gegen Verletzungen des Grundgesetzes durch die Regierung, auch gegen den ungebremsten Zuzug von Menschen aus anderen Teilen der Welt, was natürlich auch primär egoistische Ziele bedient, nämlich gewählt zu werden, andererseits aber auch zeigt, dass ein neues Bewusstsein für die Rollen- und Machtverteilung erwacht, dass die Spielervereinigung EU ihre Kompetenzen weit überzieht, also mit gezinkten Würfeln arbeitet.

Leider ist es nicht anders möglich: Auch Linke und Rechte müssen, wenn sie gehört werden wollen, nach den Spielregeln spielen und sich gegenseitig zu neutralisieren trachten, was wiederum nur den großen Spielergemeinschaften in der sogenannten Mitte dient, einer Mitte, die ich weniger mit einer politischen Einstellung als vielmehr mit Falstaffs voll- und fettgefressenem Ranzen assoziiere.

 

Es besteht Hoffnung.
Hoffnung alleine bewegt allerdings nichts.

Wie wäre es für den Anfang mit dem Versuch, das eigene Bewusstsein zu erforschen und das Maß der gelebten Übereinstimmung mit den herrschenden Spielregeln kritisch zu hinterfragen?

Gnothi Seautón!


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 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 Anker Julie