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16. März 2015
 
12.00 Uhr Gar schröckliche Zeichen des Himmels
 
Gelobt sei die Kraft der Aufklärung, die uns die Angst vor den wundersamen, unheilschwangeren Zeichen des Himmels genommen hat. Die Sonnenfinsternis am Freitag wird als das wahrgenommen, was sie ist, nämlich eine regelmäßig wiederkehrende Konstellation der Stellung von Mond und Erde mit dem Bezugspunkt Sonne, und das Leuchten und der Knall über Deutschland, Österreich und der Schweiz vom Wochenende hat auch seine absolut unspektakuläre Deutung gefunden. Ein herumirrender Brocken aus dem Weltall hat sich in der Atmosphäre erhitzt und ist schlussendlich ohne einen Schaden zu hinterlassen verglüht, explodiert oder in kleinen Stückchen niedergegangen.
 
Nun dürfen wir uns glücklich preisen, dass die Wissenschaft in der Lage ist, diese Phänomene erklären zu können. So können wir die Angst davor jenen überlassen, die trotzig immer noch dem alten Aberglauben anhängen und schlimme Ereignisse auf uns zukommen sehen, während wir Aufgeklärten einfach weiter in den Tag hineinleben oder "business as usual" betreiben.
 
Allerdings meine ich, dass ein bisschen unwissenschaftlicher Angst auch in unserer Zeit nicht schaden könnte. Wenn früher eine Sonnenfinsternis mit der Ankündigung von Krieg, Zerstörung und Missernten verbunden war, führte dies doch nicht nur zu blinder Angst, sondern vor allem zu besonderer Achtsamkeit, zur Vorbereitung und zur Vorsorge auf die erwarteten Ereignisse hin. Man war gewarnt, und konnte das Seine tun, um den vorhergesagten Schaden für sich persönlich, die Familie, das Dorf oder das Fürstentum gering zu halten.
 
Wir hingegen wähnen uns stets in Sicherheit, und wo sich warnende Stimmen erheben, werden diese als Verschwörungstheoretiker abgetan. Wo einst Schamanen und Priester, Kräuterhexen und Astrologen ihr geheimes überliefertes Wissen nutzten, um sich mit Warnungen oder Drohungen Respekt zu verschaffen, und so mit dazu beitrugen, dass ihre Anhänger sich für Gefahren wappneten, finden sich in unserer wissenschaftlich aufgeklärten Welt nur noch Abwiegler, die in nichts mehr eine Gefahr erkennen können.
 
Betrachtet man diese Entwicklung unter dem Aspekt "Herrschaftswissen", dann scheint sich in den Lehranstalten der Eliten die Erkenntnis durchgesetzt zu haben, dass alle Versuche, das Volk mit Drohungen und angsterregenden Prophezeihungen dahin zu bringen, wo man es haben will, nur suboptimale Ergebnisse hervorbrachten. Einerseits kostete es recht viel Fantasie, andererseits war die Herstellung ausreichender Glaubwürdigkeit der Verkünder ein mühsames Unterfangen - und letztlich bedurfte es schlussendlich doch auch einer gewissen Gewaltanwendung, um der Herde den letzten Schubs in die gewünschte Richtung mitzugeben. Außerdem führte dieses Vorgehen in nicht wenigen Fällen dazu, dass das geängstigte Volk zu einem stärkeren Zusammenhalt fand, also dem Prinzip des "Teile und herrsche" nicht mehr so leicht zu unterwerfen war, wodurch die Herrschaft durch ihre eigenen Herrschaftsprinzipien einen nicht geringen Widerstand gegen sich selbst erst schuf.
 
Also ist man dazu übergegangen, das Volk in jeder Hinsicht in Sicherheit zu wiegen, es nur nicht vorzeitig auf Gefahren aufmerksam zu machen, und sollte es selbst Gefahren wittern, nur beschwichtigend und "aufklärend" aufzutreten.
 
So hat die Wissenschaft das Phänomen "Grenzwert" hervorgebracht. Egal, wie viel Gift auch immer im Wasser, in der Erde, in der Luft und im Essen angereichert sind, es bleibt immer unterhalb der festgesetzten Grenzwerte, die man, mit dem Fortschreiten der wissenschaftlichen Erkenntnis bei Bedarf stets so korrigieren kann, dass Essen, Trinken und Atmen stets wissenschaftlich als unbedenklich eingestuft werden können.
 
Die Wissenschaft hat auch die "chirurgische Präzision" in der Kriegsführung hervorgebracht, so dass selbst der Einsatz der schrecklichsten Waffen wirkt, als werde nach Vollnarkose und gründlicher Desinfektion von der Hand eines begnadeten Chirurgen ein entzündeter Blinddarm mit sicheren Schnitten entfernt, die Wunde sorgfältig vernäht und der Patient nach vier oder fünf Tagen geheilt aus dem Krankenhaus entlassen.
 
Die Wissenschaft schüttelt verwundert den Kopf über die "deutsche Inflationsangst" und belehrt uns darüber, dass auch die nun von der EZB ausgeschütteten Billionenbeträge nur dazu dienen, die Deflation zu bekämpfen.
 
Die Wissenschaft erklärt, dass der bevorstehende Abschluss eines transatlantischen Freihandelsabkommen in keiner Weise als böses Omen anzusehen sei, sondern diesseits und jenseits des Atlantiks Wachstum und Arbeitsplätze und Frieden auf Erden hervorbringen werde.
 
Die Wissenschaft weiß, dass alle Kernkraftwerke dieser Welt, die noch nicht havarierten, absolut sicher sind, die Wissenschaft weiß, dass die Freiheit der Bürger nur durch vollständige und lückenlose Überwachung zu erhalten sei und erklärt uns, wenn auch mit schöneren Worten, dass der Preis der Freiheit eben der Verzicht auf jegliche Freiheit sei, während der Käfig, in den wir auf diese Weise gesperrt werden, uns jene Sicherheit gewährt, die auf andere Weise auch nicht herzustellen sei.
 
So wird das Volk nicht mehr aufgeregt und damit unproduktiv hin und her gescheucht, sondern sorglos ruhig gehalten.
 
Und wenn man vom Volk etwas will, dann bringt man die sorglosen Herdentiere ein bisschen gegeneinander auf. Da gibt es keine in der Zukunft lauernde Gefahr, die nicht schon bekannt wäre und sich beheben ließe, wenn nur, ja: Wenn nur die Rentner nicht auf Kosten der Jungen lebten, hätten alle ein Auskommen. Wenn nur die Arbeitslosen nicht so faul wären, könnten wir Vollbeschäftigung haben und volle Sozialkassen. Wenn nur die privaten Haushalte mehr Geld für Wärmedämmung einsetzen würden, könnte so manche Insel im Pazifik vor dem Untergang bewahrt werden. Ein ewiges Für und Wider: Mülltrennung, Frauenquote, Sommerzeit, Impfpflicht, Zölibat, usw., usw.
 
Das sorgt dafür, dass Zusammenhalt da, wo es ihn noch gibt, geschwächt oder ganz aufgelöst wird.
 
Vor allen wirklichen Gefahren beschützt uns das selbstgewählte Regime hauptsächlich durch Beschwichtigung und ggfs. durch die sich über Jahre hinziehende lückenlose Aufklärung bedauerlicher Einzelfälle, die sich leider nie ganz vermeiden lassen. Alle anderen Gefahren gehen vom Volk selbst aus - und wenn das Volk nicht in der Lage ist, diese Gefahren durch Einsicht selbst abzuwehren, dann wird es dennoch gerettet werden, weil die alternativlosen Konzepte für jedes mit Bedacht in die Welt gesetzte Problem auch längst fix und fertig in den Schubladen liegen.
 
Das Volk jedoch freut sich, wenn ihm jemand die Verantwortung abnimmt. Dass das die gleichen sind, die das Problem erst geschaffen haben und nun eine Lösung anbieten, die für alle Betroffenen schlechter ist als der Zustand vor der Implementierung des Problems, fällt gar nicht mehr auf. Man glaubt - endlich wieder sorglos - die Lösung sei alternativlos.
 
Meinen Sie nicht auch, dass es hin und wieder ganz gut wäre, im Angesicht von Meteoriteneinschlag und Sonnenfinsternis sehr aufmerksam nachzuforschen, aus welcher Ecke das so angekündigte Unheilt wohl kommen könnte?
 
Ich bin sicher, da könnten viele fündig werden.
 
 
 
 

 
 
Wie weit ist die EU noch von der klassischen Diktatur entfernt?
Welche Freiheiten lässt sie den Mitgliedsstaaten und ihren Bürgern noch?
Wer hat die Kommissare und die für nichts haftbaren Direktoren des ESM gewählt?
 
Was darf das EU-Parlament - und was darf es alles nicht?
 
 
 
 
 
 
 
 
Florian Stumfall klärt auf.
 
Er vergleicht die Institution "EU" mit dem, was nach klassischen Verständnis einen Staat und eine Demokratie ausmacht und schildert schonungslos die gewaltigen Defizite, die da bei der EU aufscheinen, während die Mitgliedsstaaten sich bereits weithgehend selbst entmündigt und damit die Demokratie zur Farce gemacht haben.
 
 
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ewk- Zur LageAusgabe 7 - Januar 2015
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Aus dem Stand und nur per Wildcard sind die deutschen Handballer bei der WM bis ins Viertelfinale gekommen.
 
Leider wurden diese Spiele wieder nur im Bezahlfernsehen gezeigt, so dass die Begeisterung der relativ kleinen Handballgemeinde nicht wirklich auf uns alle übergesprungen ist.
 
Wollen alle Mädchen wirklich entweder Ballettschuhe oder Reithosen?
 
Nein, es gibt auch welche, die unbedingt Handball spielen wollen.
 
Michaela Salewski Renner hat die Geschichte eines solchen Mädchens aufgeschrieben - und auch die Handball-Jungs kommen darin keineswege zu kurz.
 
Alle miteinander sind sie
die Handball-Helden
 

Könnten Sie Ihren Kindern oder Enkeln
die Grundzüge des Handballspiels erklären?
 
Warum fallen da so viele Tore?
Wie viele Schritte darf ein Handballer mit dem Ball in der Hand machen?
Was ist ein Wurfkreis?
Wie kommt es zu "Unterzahl"?
 
Das Spiel ist viel schneller, die Regeln sind anders als beim Fußball, doch wenn man es schafft, sich von seinen Fußball-Sehgewohnheiten zu trennen, wird ein Handballspiel zu einem echten Nervenkitzel. Einen Endstand von 0 : 0 gibt es da nicht. Handball, das ist "Action"!
 
Schön wäre es, wenn es gelänge, die Begeisterung für diese Sportart nicht nur den wenigen eingefleischten Handballern zu überlassen, sondern möglichst viel davon gerade auch den Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, damit der Handball auch mal aus seiner norddeutschen Domäne herauskommt und sich überall der Nachwuchs entwickelt, den diese spannend schnelle Sportart verdient hätte.
 
Das Buch "Die Handball-Helden - Handball ist der Hit" von Michaela Salewski-Renner, selbst eine begeisterte "Handball-Mutter", kann dazu beitragen. Es ist das erste erzählende Kinderbuch zum Thema Handball, und es ist ein Mädchen, das (erst gegen den Willen ihrer Eltern) zur echten Handball-Heldin wird.
 
Ganz nebenbei lernen die Kids dabei auch die wichtigsten Regeln kennen - und der Deutsche Handball-Bund hat zu diesem Buch ein Vorwort beigesteuert.
 
Und wo ist es erschienen? Bei den Schweizern?
Nein, natürlich hier:
 
 
 
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Spiele die Daumen drücken - bis zur nächsten WM.
Mindestens!
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
Egon W. Kreutzer
 
Unsere Freiheit
 
... man kann sich dafür
einsetzen
 
 
 
 
 
 
 
 

Karl Waldecker

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Allmählich spricht es sich herum:


Sogar im SWR fand das Buch über
den Stuttgarter Grubenbahnhof
inzwischen lobende Erwähnung.

Der Autor hat einige Stimmen zu seinem jüngst im EWK-Verlag erschienenen Buch auf seiner Homepage veröffentlicht.

Schauen Sie doch mal selbst bei
Manfred J. Schmitz vorbei.

Bestellen können Sie
"Dr. Feist im Fegefeuer" direkt online.

Und natürlich gilt das auch für Schmitz's
ersten Roman "Wer weiß schon, wie tief der Fluss unter der Brücke ist ..."


 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 



 

 

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