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2. März 2015
 
08.30 Uhr Staatsbegräbnis für die HETA (geb. Hypo-Alpe-Adria)
 
Das Geschäftsmodell einer Hypothekenbank unterscheidet sich von dem anderer Banken ein bisschen. Eine Hypothekenbank vergibt langfristige Kredite. Hohen Auszahlungen an die Kreditnehmer stehen daher nur geringe Rückflüsse aus Zins und Tilgung gegenüber. Langfristig ein sehr rentierliches Geschäft, und bei seriös arbeitenden Bankern fast ganz ohne Risiko, denn bei Ausfall eines Schuldners können dessen Immobilien zu Gunsten der Bank verwertet werden.
 
Das Geschäftsmodell hat allerdings einen kleinen Haken. Zwar schöpft die Hypothekenbank ebenfalls Geld aus dem Nichts, doch aufgrund der langen Kreditlaufzeiten belasten die Auszahlungen der Kredite die Liquidität einer solchen Bank besonders, zumal diese Mittel zu einem erheblichen Teil nicht im Kontenkreis dieser Bank verbleiben. Das Modell zur Lösung dieses Problems bestand in der Herausgabe von Pfandbriefen. Festverzinsliche Wertpapiere, ebenfalls mit langen Laufzeiten ausgestattet, die der Bank die erforderliche Liquidität einbrachten, womit das Zentralbankkonto der Hypothekenbank stets im grünen Bereich gehalten werden konnte.
 
Eine Hypothekenbank zu ruinieren bedarf besonderer Fähigkeiten. Unabdingbar ist die Motivation des Vorstands, die durch entsprechende Boni-Vereinbarungen mit den Anteilseignern (Aufsichtsrat) ausgelöst werden, den Gewinn der Bank kurzfristig in die Höhe zu treiben. Zweitens benötigt ein derart motivierter Vorstand die Gabe, die Zukunft klarer und deutlicher vorhersehen zu könnnen als andere. Das heißt, dass man Immobilien, die als Sicherheiten dienen, nicht mit dem aktuellen Verkehrswert belastet, sondern schon einmal die Wertsteigerung hineinrechnet, die sich in prosperierenden Wirtschaftsräumen bei Immobilien zwangsläufig einstellt, und dass man die Bonität der Darlehensnehmer so hoch ansetzt, dass die Beleihungsgrenze nicht bei 50 oder 60 Prozent liegt, sondern dass man unter Umständen auch einmal zu 100% beleiht, und wenn es geht auch zu 110 oder 120 Prozent.
 
Das bringt schnell hohe Zinserträge, was wiederum die Pfandbriefe des Instituts zu begehrten Papieren macht und natürlich auch hohe Gewinnausschüttungen an die Aktionärre ermöglicht.
 
Als den ehemaligen Eigentümern klar geworden war, dass die Hypo-Alpe-Adria an die Grenzen des Wachstums geraten war und womöglich in Schwierigkeiten geraten könnte, machte der Kärtner Landeshauptmann Haider den Deal seines Lebens und sorgte dafür, dass die Bayerische Landesbank die HAA kaufte.
Die Freude in Bayern währte nicht lang. Ein tieferer Blick in die Bücher wirkte wie ein Blick in die Büchse der Pandora - und die Österreicher mussten ihre schöne Balkan-Finanzierungsbank zurücknehmen.
 
Nachdem allerdings die Bayern zu laut über das gesprochen hatten, was sie in den Abgründen der Bilanzen gesehen hatten, blieb den Österreichern nichts anderes übrig, als die ganz besonders schlechten Risiken in eine Bad Bank namens HETA zu überführen, wobei allerdings, zum Ausgleich der Bilanz, auch Guthaben der Gläubiger, also die Pfandbriefschulden der HAA, soweit mit in die Bad Bank wandern mussten.
 
Dummerweise ging man bei der Beurteilung der Werthaltigkeit der Darlehensforderungen schon wieder zu optimistisch vor, was nun dazu führt, dass den Forderungen der Gläubiger der HETA keine ausreichende Deckung mehr gegenübersteht.
Es sollen zwar nur zwischen 4 und 7,6 Milliarden Euro sein, die fehlen, doch die Republik Österreicht, die sich per Verstaatlichung zum Eigentümer gemacht hat, argumentiert nun in "griechischen Buchstaben", sie könne und wolle nicht länger für die Schulden ihrer Bad Bank geradestehen, stellt erst einmal die Zahlungen ein und verlangt einen Schuldenschnitt.
 
Das ist ein Vorgang,
der seine Signalwirkung in den nächsten Monaten voll entfalten wird.
 
Kommen die Österreicher mit der Abwicklung der HETA durch, werden weitere Banken diesen Weg gehen, überwiegend jene, die längst als Bad Bank firmieren, doch auch solche, die ähnlich desaströse Verhältnisse in den Büchern haben, diese jedoch bislang noch durch großzügige Bewertungsregeln vertuschen konnten. Was gibt es für eine Pleitebank denn Schöneres, als wenn nach guten und fetten Dividendenjahren die zugrundeliegenden "Luftgeschäfte" schlicht annulliert werden, ohne jede pekuniäre oder strafrechtliche Konsequenz für die Nutznießer, während die Gläubiger in die Röhre schauen.
 
Ich weiß nicht, wer noch Papiere der HETA hält, kann mir aber vorstellen, dass die längst nicht mehr in den Depots der großen institutionellen Anleger liegen, sondern fein und breit übers Volk gestreut sind. Tückisch - und für Hedge-Fonds daher interessant - sind die Garantieen, vor allem des Bundeslandes Kärnten, von denen man in Wien jetzt glaubt, man könne sie über das Abwicklungsverfahren aushebeln. Ich möchte wetten: Es wird sich ein Gericht in den USA finden, das diesem schönen Traum ein jähes Ende setzt und den braven österreichischen Steuerzahler am Ende doch in die Haftung nimmt.
 
Die Abwicklung der HETA ist m.E. geeignet, jene Lawine auszulösen, die nun schon seit 2008 droht, ins Rutschen zu kommen. Es ist seitdem viel Neuschnee dazugekommen, und die so genannten Stresstests dienten seitdem eher der Beruhigung der Wintersportler als der Verminderung des Risikos.
 

 
 
Wie weit ist die EU noch von der klassischen Diktatur entfernt?
Welche Freiheiten lässt sie den Mitgliedsstaaten und ihren Bürgern noch?
Wer hat die Kommissare und die für nichts haftbaren Direktoren des ESM gewählt?
 
Was darf das EU-Parlament - und was darf es alles nicht?
 
 
 
 
 
 
 
 
Florian Stumfall klärt auf.
 
Er vergleicht die Institution "EU" mit dem, was nach klassischen Verständnis einen Staat und eine Demokratie ausmacht und schildert schonungslos die gewaltigen Defizite, die da bei der EU aufscheinen, während die Mitgliedsstaaten sich bereits weithgehend selbst entmündigt und damit die Demokratie zur Farce gemacht haben.
 
 
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aktuell:

ewk- Zur LageAusgabe 7 - Januar 2015
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Aus dem Stand und nur per Wildcard sind die deutschen Handballer bei der WM bis ins Viertelfinale gekommen.
 
Leider wurden diese Spiele wieder nur im Bezahlfernsehen gezeigt, so dass die Begeisterung der relativ kleinen Handballgemeinde nicht wirklich auf uns alle übergesprungen ist.
 
Wollen alle Mädchen wirklich entweder Ballettschuhe oder Reithosen?
 
Nein, es gibt auch welche, die unbedingt Handball spielen wollen.
 
Michaela Salewski Renner hat die Geschichte eines solchen Mädchens aufgeschrieben - und auch die Handball-Jungs kommen darin keineswege zu kurz.
 
Alle miteinander sind sie
die Handball-Helden
 

Könnten Sie Ihren Kindern oder Enkeln
die Grundzüge des Handballspiels erklären?
 
Warum fallen da so viele Tore?
Wie viele Schritte darf ein Handballer mit dem Ball in der Hand machen?
Was ist ein Wurfkreis?
Wie kommt es zu "Unterzahl"?
 
Das Spiel ist viel schneller, die Regeln sind anders als beim Fußball, doch wenn man es schafft, sich von seinen Fußball-Sehgewohnheiten zu trennen, wird ein Handballspiel zu einem echten Nervenkitzel. Einen Endstand von 0 : 0 gibt es da nicht. Handball, das ist "Action"!
 
Schön wäre es, wenn es gelänge, die Begeisterung für diese Sportart nicht nur den wenigen eingefleischten Handballern zu überlassen, sondern möglichst viel davon gerade auch den Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, damit der Handball auch mal aus seiner norddeutschen Domäne herauskommt und sich überall der Nachwuchs entwickelt, den diese spannend schnelle Sportart verdient hätte.
 
Das Buch "Die Handball-Helden - Handball ist der Hit" von Michaela Salewski-Renner, selbst eine begeisterte "Handball-Mutter", kann dazu beitragen. Es ist das erste erzählende Kinderbuch zum Thema Handball, und es ist ein Mädchen, das (erst gegen den Willen ihrer Eltern) zur echten Handball-Heldin wird.
 
Ganz nebenbei lernen die Kids dabei auch die wichtigsten Regeln kennen - und der Deutsche Handball-Bund hat zu diesem Buch ein Vorwort beigesteuert.
 
Und wo ist es erschienen? Bei den Schweizern?
Nein, natürlich hier:
 
 
 
Gleich bestellen - und dann für die nächsten
Spiele die Daumen drücken - bis zur nächsten WM.
Mindestens!
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
Egon W. Kreutzer
 
Unsere Freiheit
 
... man kann sich dafür
einsetzen
 
 
 
 
 
 
 
 

Karl Waldecker

Glocalis

Die Welt fair ändern

 

 

 

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Allmählich spricht es sich herum:


Sogar im SWR fand das Buch über
den Stuttgarter Grubenbahnhof
inzwischen lobende Erwähnung.

Der Autor hat einige Stimmen zu seinem jüngst im EWK-Verlag erschienenen Buch auf seiner Homepage veröffentlicht.

Schauen Sie doch mal selbst bei
Manfred J. Schmitz vorbei.

Bestellen können Sie
"Dr. Feist im Fegefeuer" direkt online.

Und natürlich gilt das auch für Schmitz's
ersten Roman "Wer weiß schon, wie tief der Fluss unter der Brücke ist ..."


 Egon W. Kreutzer

Egon W. Kreutzer, PortraitAutor und Verleger - mit einem außergewöhnlichen Hang zur Nachhaltigkeit, meint:

Kritik muss weder beschönigen noch verharmlosen, weder heucheln noch trösten, um konstruktiv zu sein.

Wirksame Kritik muss in aller Klarheit und mit der gebotenen Schärfe auf allgemeine Anstrengungen zur Veränderung von Sachverhalten und Umständen abzielen.

Verhaltensänderungen kritisierter Personen sind dafür nicht Bedingung, sondern bestenfalls erfreuliche Folge.


 



 

 

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